Köpfe der Kommunikation

Stephanie Caspar


Status: Dr. Stephanie Caspar, Jahrgang 1973, hat es als erste Frau in den Vorstand von Springer geschafft – mit dem Kompetenzfeld Digitales und Daten. Ab 2021 verantwortet sie das Classifieds-Media-Geschäft.

Geboren am 28. November 1973 in Bremen

Bio: Stephanie Caspar wird in Bremen geboren und studiert Betriebswirtschaft in Lüneburg. Sie promoviert über das “Internet als Distributionskanal”. Nach dem Studium arbeitet sie erst für McKinsey, später bei Ebay Deutschland und Otto. Seit 2013 wirkt sie bei Springer in unterschiedlichen Führungsjobs und qualifiziert sich für Größeres: Im März 2018 zieht sie als erste Frau in den Springer-Vorstand ein und übernimmt unterschiedliche Bereiche, ab 2021 führt sie das Classifieds-Media-Geschäft.

E-Mail: stephanie.caspar@axelspringer.de

Profile:
Wikipedia
axelspringer.com

Stephanie Caspar in der turi2 edition #8, Erfolg:
D wie Datenvorstand – Stephanie Caspar.

Alle Köpfe im turi2-Index unter turi2.de/koepfe

Stephanie Caspar bei turi2:

    • Willkommen im Club: Anja Reschke.

      Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Anja Reschke moderiert seit mittlerweile zwei Jahrzehnten “Panorama” und ist eine der meinungsstärksten Stimmen der ARD. Reschke ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Stephanie Caspar, Frank Hoffmann und Mirko Kaminski.
      turi2.de/koepfe (Profil Reschke)

    • Döpfner und Reichelt entschuldigen sich bei “Bild”-Belegschaft.

      Doppel-Sorry: Mathias Döpfner entschuldigt sich bei der “Bild”-Belegschaft für die “unglücklich formulierte” Pressemitteilung zum Abschluss des Compliance-Verfahrens. Marvin Schade von Medieninsider zitiert aus einer Video-Schalte mit Döpfner, Julian Reichelt, Jan Bayer, Stephanie Caspar und Reichelts neuer Co-Chefin Alexandra Würzbach. Döpfner habe nicht so klingen wollen, als würden für Führungskräfte andere Regeln gelten. Dennoch betont er erneut “die publizistische Rolle” Reichelts als “extrem richtig und extrem wichtig für dieses Land.” Reichelt selbst meldet sich in der Schalte mit einem 10-minütigen, schriftlich vorbereiteten Statement zu Wort. Er bedauere u.a. die Vermischung von Privatem und Beruflichem.
      medieninsider.com (Paid), turi2.de (Background)

    • Springer sortiert Zuständigkeiten im Vorstand um.


      Sprunghaft: Springer strukturiert seinen Vorstand in den Bereichen News Media und Classifieds Media neu. Stephanie Caspar, 47, bisher u.a. für News Media National verantwortlich, leitet ab Januar 2021 das Classifieds-Media-Geschäft, zu dem etwa die Jobportale der StepStone Gruppe gehören. Diese übernimmt Caspar von Jan Bayer, 50, der künftig zusätzlich zu News Media International mit Marken wie Insider oder Upday auch das nationale Mediengeschäft mit “Bild” und “Welt”, das bis 2019 schon in seinen Händen lag, sowie das Vergleichsportal Idealo verantwortet.

      Die Nachricht, dass Caspar nicht mehr für sie zuständig ist, “dürfte in den Redaktionen von Bild und Welt ein positives Echo auslösen”, schreibt Ulrike Simon bei “Horizont”. Die Managerin habe aus Sicht der Journalist*innen “nicht immer” den richtigen Ton getroffen.
      axelspringer.com, horizont.net, youtube.com (Botschaft Mathias Döpfner, 1-Min-Video), turi2.de/koepfe (Profil Caspar)

      Mitarbeit: Elisabeth Neuhaus

    • Willkommen im Club: Jan Pechmann

      Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Jan Pechmann, Gründer der Strategieberatung Diffferent, sieht Marketing und Vertrieb in der Pflicht, die Probleme unserer Zeit zu lösen. Pechmann ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Jörg Hausendorf, Sabine Eckhardt und Stephanie Caspar.
      turi2.de/koepfe (Profil Pechmann)

    • Renner: Springer verweigert “Bild TV” zusätzliche Gelder.


      Schaut in die Röhre: Bild Live enttäuscht die Springer-Führung mit schwachem Zuschauerzuspruch und muss deshalb ohne zusätzliche Finanzspritzen auskommen, schreibt Kai-Hinrich Renner. Der Springer-Aufsichtsrat habe den Plänen von Vorständin Stephanie Caspar und “Bild”-Chef Julian Reichelt widersprochen, weitere 20 Mio Euro in das Bewegtbild-Angebot zu investieren. Das Angebot muss sich somit aus “Bild”-internen Mitteln finanzieren. Reichelt hätte mit dem zusätzlichen Geld aber fest gerechnet. Renner schreibt, es sei “folglich nur logisch”, die Einstellung der festen Sendezeiten um 9 und 12 Uhr als direkte Reaktion auf die Entscheidung des Aufsichtsrats zu werten. Intern bemängelt Springer vor allem die geringe Reichweite. Die Sondersendung zur US-Wahl habe im Schnitt nur 11.166 Zuschauer*innen erreicht. Sonstige Livesendungen schneiden noch schwächer ab, kommen auf nur 1.000 bis 3.000 Zuschauer*innen.

      Die Verleihung des Axel-Springer-Awards an Tesla-Chef Elon Musk zog sogar nur 260 Menschen an. Springer widerspricht großen Teilen der Darstellung. Renner schreibt, ein Konzernsprecher bezeichne die Informationen zur Aufsichtsratssitzung als “Spekulationen”, die “jeder Grundlage” entbehren. Der Sprecher gehe davon aus, dass die “Berliner Zeitung” sie “nicht zum Gegenstand einer Berichterstattung” mache. Außerdem verweist der Konzern im Hinblick auf die Berichterstattung zur US-Wahl auf die Zahl von 1,2 Mio Live Views über alle Plattformen hinweg, die ein Erfolg seien. (Foto: Jörg Schüler / Imago Images)
      berliner-zeitung.de (Paid)

      Update 4. Dezember, 16 Uhr: Springer geht inzwischen juristisch gegen den Text der “Berliner Zeitung” vor. Laut Anwaltsschreiben sind Teile des Textes von Kai-Hinrich Renner “unwahr”. Demnach sind die Investitionen in Bild Live u.a. nicht bei einer Aufsichtsrats-, sondern in einer Vorstandssitzung verhandelt worden. Zudem seien inzwischen 22 Mio Euro Investitionen in das TV-Projekt des Boulevardblatts beschlossen.

    • Zitat: Stephanie Caspar lehnt die Presseförderung der Bundesregierung ab.

      “Wenn es – und so sieht es momentan aus – auf eine direkte Subvention der Verlage hinausläuft, dann ist das ein Sündenfall.”

      Springer-Vorständin Stephanie Caspar lehnt im Interview mit Ulrike Simon die geplante Presseförderung durch den Bund ab. Sie glaubt, wenn der Staat die Print-Zustellung fördern würde, bekämen Verlage jeder Größe mehr Zeit für die digitale Transformation.
      horizont.net (Paid)

    • Springer macht Chefredakteure Reichelt und Poschardt zusätzlich zu Sprechern der Geschäftsführung.


      Doppelfunktion: Springer hebt an der Spitze von “Bild” und “Welt” die personelle Trennung von Redaktions- und Verlags­geschäft auf. Die Chef­redakteure Julian Reichelt (links) und Ulf Poschardt werden jeweils auch Sprecher der Geschäftsführung. Es ist das erste Mal, dass Springer Chefredakteure in die Geschäftsführung beruft. Springer will damit “die Bedeutung des Journalismus für die Marken” hervorheben. Redaktion und Vermarktung sollen “klar getrennt” bleiben.

      Springer-Vorständin Stephanie Caspar erhofft sich durch die personelle Zusammenführung weniger Kompetenzgerangel als bisher, dafür einen engeren Austausch bei Ideen. Die Wachstumsziele für “Bild” und Welt erfordern eine “zukunftsfähige Aufstellung”, die “Marken in den Mittelpunkt” stellt und die “Strukturen zwischen Redaktion und Verlag vereinfacht”, sagt sie zu “Horizont”. Die Redaktionen prägten die Marken “Bild” und “Welt”, “daher gehören mit den Chefredakteuren Journalisten an die Spitze des Führungsteams”.

      Die “Bild”-Geschäftsführung besteht neben Reichelt als Sprecher künftig aus Verlagsleiterin Carolin Hulshoff Pol und Lars Moll, der von Welt Digital kommt. Bei der WeltN24 GmbH bleibt Christian Nienhaus als weiterer Geschäftsführer im Amt. Hinzu kommt ab September – wie berichtet – Ex-RTL-Chef Frank Hoffmann, der auf Torsten Rossmann folgt und alle TV- und Bewegtbildaktivitäten verantwortet.
      axelspringer.com, horizont.net

    • Vorstand und Aufsichtsrat von Springer kürzen sich das Gehalt.

      Weniger bleibt mehr: Springers Vorstand und Aufsichtsrat verzichten von April bis Juni auf 20 % ihres Gehalts, um auf Umsatzrückgänge in der Corona-Krise zu reagieren, zitiert Ulrike Simon aus einer Videobotschaft von Mathias Döpfner. Weil das Sparprogramm nur die festen Bezüge betrifft, entspricht das einer Kürzung von rund 670.000 Euro, rechnet Simon vor. Im Geschäftsjahr 2019 gab es für die neun Mitglieder des Aufsichtsrates insgesamt 3 Mio Euro. Der Vorstand (Foto) bekam 10,4 Mio Euro, die variable Vergütung lag mit 11,7 Mio Euro sogar noch darüber – dieser variable Teil bleibt von der jetzt beschlossenen Maßnahme allerdings unberührt, ebenso wie die Dividenden. Insofern ist die Entscheidung eher symbolischer Natur. Döpfner bezeichnet sie selbst als “kleinen Beitrag”.

      Dazu passt, dass der Vorstandsvorsitzende die Springer-Belegschaft in dem Video zu “großer Kostendisziplin” auffordert. Springer-Vorständin Stephanie Caspar hatte erst vor wenigen Tagen im OMR-Podcast die Lage des Konzerns in der Krise eingeschätzt: Die Kleinanzeigen-Geschäfte, Stepstone und die Immobilien-Portale seien am härtesten betroffen. Bei den Medien-Marken erlebe sie dagegen “einen Run” auf Inhalte. Der KKR-Deal sei “rückblickend cooles Timing” gewesen, weil Springer nun in ruckeligen Zeiten investieren könne, ohne auf die emotionale Börse zu achten.
      horizont.net (Paid), youtube.com (2-Min-Video), turi2.de (Background)

    • Hör-Tipp: Springer-Vorständin Stephanie Caspar über den Konzern in der Krise und Zukunft.

      Hör-Tipp: Springer-Vorständin Stephanie Caspar schätzt im OMR-Podcast die Lage des Konzerns in der Krise ein – die Kleinanzeigen-Geschäfte, Stepstone und die Immobilien-Portale seien am härtesten betroffen, Idealo hingegen könne sich “vor neuen Kunden gar nicht retten”. Caspar erlebt bei Medien-Marken “einen Run” auf Inhalte. Werbungtreibende würden nach erstem Zögern auch wieder Anzeigen schalten, besonders Krisen-Statements. Der KKR-Deal sei “rückblickend cooles Timing” gewesen, weil Springer nun in ruckeligen Zeiten investieren kann, etwa in Modelle, die Paid Content und E-Commerce verknüpfen, ohne auf die emotionale Börse zu achten.
      omr.com (63 Min)

    • Andreas Wiele verlässt den Springer-Vorstand und wechselt zu KKR.


      Abspringer zum Investor: Andreas Wiele verlässt Springer nach fast 20 Jahren als Vorstand. Ab 2020 arbeitet er für den Springer-Investor KKR als Berater für Deutschland allgemein sowie die Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche weltweit im Senior Advisory Board des Unternehmens. Ferner wolle sich Wiele als “Unternehmensgründer und Investor etablieren” schreibt Springer in seiner Pressemitteilung. In seiner Zeit bei Springer verantwortete Wiele verschiedene Ressorts. Seit 2014 ist er für das digitale Rubriken-Anzeigengeschäft zuständig.

      Einen Nachfolger für Wiele benennt Springer nicht, sondern verkleinert seinen Vorstand. Wieles Aufgaben verteilt Springer neu. Jan Bayer verantwortet künftig neben den internationalen Nachrichtenmedien auch die StepStone-Gruppe, in der Springer alle Job-Portale bündelt. Stephanie Caspar, Vorstand für Nationale Nachrichtenmedien und Technik, übernimmt zusätzlich die AVIV-Gruppe, in der Springer alle weiteren Classifieds zusammenfasst, im Wesentlichen die Immobilienangebote.
      axelspringer.com