Köpfe der Kommunikation

Imre Grimm

Status: Imre Grimm ist Ressortleiter Gesellschaft bei Madsacks RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) und profilierter Medienkritiker.

Geboren am 8.3.1973 in Hannover

Bio: Imre Grimm studiert nach dem Abitur Germanistik und Geschichte an der Leibniz-Universität Hannover. Nach einem Volontariat bei der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung” arbeitet er dort bis 2013, seit 2005 als Leiter des Medien-Ressorts. Im Anschluss verantwortet Grimm die Medienberichterstattung des RedaktionsNetzwerks Deutschlands. Seit 2019 leitet er beim RND das Gesellschafts-Ressort und arbeitet als Autor und Kolumnist. Gemeinsam mit Uwe Janssen tritt er als Duo “Janssen & Grimm” zudem auf Kleinkunst- und Kabarett-Bühnen auf.

E-Mail: imre.grimm@rnd-news.de

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Imre Grimm wünscht sich in der turi2 edition #13 eine Schlagzeile für 2021:

“Die Erlebnismaschine Fernsehen stottert”: Imre Grimm schreibt in seinem Essay für die turi2 edition #9 über die Zersplitterung der Bewegtbild-Welt.

Willkommen im Troubadix-Paradies: Imre Grimm analysiert in der turi2 edition #5 das Phänomen Influencer.

Alle Köpfe im turi2-Index unter turi2.de/koepfe

Imre Grimm bei turi2:

    • Analyse: Netflix mangelt es an frischen Inhalten.

      Netflix LogoAusgeguckt: Netflix leidet unter einem massiven Corona-Kater, analysiert Imre Grimm. Das Staunen über alte Serien wie “House of Cards” sei lange vorbei, jetzt bleibe der Nachschub aus. Nicht nur Drehs, sondern auch frische Ideen fehlen. Dazu käme das stärker werdende Angebot der Konkurrenz, bei denen vor allem Disney Kundinnen mit Sonderangeboten lockt. Am Ende drohe Netflix die “kulturelle Verödung.”
      rnd.de via bildblog.de

    • RND erstattet Strafanzeige nach Gewaltandrohungen zu einem Text von Imre Grimm.

      Pressefreiheit: Madsacks RND erstattet Straf­anzeige wegen Gewalt­androhungen gegen Gesellschafts­ressort-Leiter Imre Grimm, schreibt Chef­redakteur Marco Fenske (Foto) in eigener Sache. Grimm hatte als Reaktionen auf seinen Text Stars gegen den Lockdown: Warum die Aktion ‘Alles dichtmachen’ eine Verhöhnung der Corona-Toten ist 400 E‑Mails erhalten. Zwei Drittel davon seien “übel beleidigend” gewesen und “weit von dem entfernt, was man gemeinhin Diskurs oder Debatte nennt”.
      rnd.de

    • “Alles dicht machen”: Schauspielerinnen kritisieren Corona-Politik.  


      Noch ganz dicht? 53 deutsche Schauspielerinnen sprechen sich in der gemeinsamen Aktion “Alles dicht machen” gegen die Corona-Politik der Bundesregierung aus. Unter ihnen sind Jan Josef Liefers, Heike Makatsch, Wotan Wilke Möhring, Ulrike Folkerts, Ken Duken, Martin Brambach, Ulrich Tukur und Volker Bruch. In kurzen Videoclips bedanken sie sich bewusst überschwänglich und mit ironischem Unterton für die beschlossenen Maßnahmen der Regierenden. Die Website allesdichtmachen.de bricht unter der Last der Anfragen zeitweise zusammen und ist am Donnerstag zwischenzeitlich nicht erreichbar gewesen. Hinter der Aktion steckt laut “Spiegel” die Münchner Firma Wunder Am Werk GmbH, deren Geschäftsführer Bernd K. Wunder äußert sich auf “Spiegel”-Anfrage nur mit den Worten: “Das ist Kunst.”

      Jan Josef Liefers kritisiert in seinem Beitrag die alarmierende Berichterstattung der Medien. Einige Zeitungen hätten damit begonnen, “alte überwunden geglaubte Vorstellungen von kritischem Journalismus wieder aufleben zu lassen”. Dagegen müsse man sich wehren: “Wir sollten einfach nur allem zustimmen und tun, was man uns sagt. Nur so kommen wir gut durch die Pandemie.” Ulrich Tukur sagt: “Schließen Sie ausnahmslos jede menschliche Wirkungsstätte und jeden Handelsplatz, nicht nur Theater, Cafés, Schulen, Fabriken, Buchhandlungen, Knopfläden nein, auch alle Lebensmittelläden, Wochenmärkte und vor allem auch all die Supermärkte.”

      Im Netz häufen sich kritische Stimmen: RND-Medienredakteur Imre Grimm kommentiert: “Ruhm und Erfolg schützen nicht vor Pech beim Denken”, die Aktion sei “eine Verhöhnung der Hinterbliebenen von mehr als 70.000 Coronatoten und derer, die auf Intensivstationen um ihr Leben kämpfen”. Übermedien-Gründer Stefan Niggemeier kritisiert, dass die Schauspielerinnen mit einer “ekligen Ironie gegen die Corona-Maßnahmen” kämpfen. Die Autorin Annika Brockschmidt sieht in “Alles dicht machen” den bisher “vielleicht größten PR-Erfolg” der Pandemie-Leugnerinnen: “Starbesetzung, glossy Instagram-Wirkung statt kruden Memes aus irgendwelchen subreddits, Menschen mit Fans”. ARD-Digitalexperte Dennis Horn kommentiert: “Diese Pandemie hat einige schlimme Dinge hervorgebracht. Diese grässliche Idee gehört dazu.” Komiker Oliver Pocher droht bei Twitter, am Freitag ab 10 Uhr stündlich ein Parodie-Video zur Aktion zu drehen, “bis der Lockdown beendet ist”. Lobende Worte findet dagegen z.B. Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans Georg Maaßen, der die Aktion als “großartig” bezeichnet. Virologe Jonas Schmidt-Chanasit spricht gar von einem “Meisterwerk”, das “uns nachdenklich machen sollte”.
      spiegel.de, tagesspiegel.de, bild.de, rnd.de (Grimm), youtube.com (Videos)

    • Meinung: Cancel Culture gefährdet die Meinungsfreiheit.

      Cancel-Culture-Kritik: “Es ist ein massiver Unterschied, ob man im Umgang miteinander falsche Meinungen bekämpft – oder gleich die ‘Falschmeinenden’ selbst”, schreibt Imre Grimm (Foto) im Redaktionsnetzwerk Deutschland. Moralische Unfehlbarkeit dürfe nicht Grundvoraussetzung für öffentliche Äußerungen werden, sonst sei “die Freiheit am Ende”. Er will “Mitglieder dominanter Gruppen” nicht aus Debatten um “dominierte Gruppen” ausschließen – Identität dürfe nicht mehr zählen als Argumente.
      rnd.de

    • Bohlen-Abgang ist Ende einer “gesellschaftlichen Giftinjektion”, schreibt Imre Grimm.

      Lese-Tipp: “Es ging darum, vor Ehrgeiz zitternden Geschöpfen die Regeln des popkulturellen Neoliberalismus einzubimsen”, schreibt Imre Grimm über den endenden Einsatz von Dieter Bohlen bei RTL. Bohlen sei, genau wie Heidi Klum bei ProSieben, “Drillinspektor in angejahrten TV-Boot-Camps”. Den Zenit des “Oberzampano der Boulevardmaschinerie” hält Grimme für längst überschritten und hofft auf ein Ende der “gesellschaftlichen Giftinjektion”.
      rnd.de, turi2.de (Background)

    • Willkommen im Club: Imre Grimm.

      Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Der profilierte Medienkritiker Imre Grimm leitet das RND-Gesellschaftsressort – und stellt die Hälfte des Kleinkunst-Duos “Janssen & Grimm”. Der Journalist ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Markus Dohle, Anja Stolz und Michael Bröcker.
      turi2.de/koepfe (Profil Grimm)

    • Twitter sucht die Balance zwischen Spontanität und Vernunft, beobachtet Imre Grimm.

      Twitter wirkt auf Neueinsteiger*innen “so einladend wie sechs Wochen Bootcamp mit Schlammrobben und Liegestütz unter der Aufsicht von Drill Instructor Donald”, schreibt Imre Grimm. Das neue Format Fleets soll deshalb zögernde Anfänger*innen ermutigen, auch private Infos zu teilen. Das “Impulsmedium Twitter” versuche verstärkt, eine Balance zwischen Spontanität und Vernunft zu finden. Das grundsätzliche Problem bleibt aber, kritisiert Grimm: Dass die Tech-Riesen selbst bestimmen, was auf ihren Plattformen zulässig ist.
      rnd.de, turi2.de (Background)

    • Lese-Tipp: Imre Grimm wünscht sich mehr Medienkritik für Normalos.

      Lese-Tipp: Imre Grimm diagnostiziert der Branche unnötige Unsicherheit, die sie zu überwinden versucht, indem sie sich der Zielgruppe als “publizistische Servicekräfte” andient. Grimm selbst teilt die Sorgen nicht, fragt sich aber, warum trotz funktionierender Medienkritik die Medienkompetenz nicht größer ist. Er glaubt, Medienjournalist*innen sollten weniger für die Branche und mehr für Normalmenschen schreiben, Medienkunde verpflichtend sein sowie Medien selbst transparenter erklären, was sie tun.
      mdr.de

    • Hör-Tipp: RND startet Gesellschafts-Podcast “Staat, Sex, Amen”.

      Hör-Tipp: Imre Grimm und Kristian Teetz starten bei Madsacks RND den Gesellschafts-Podcast “Staat, Sex, Amen”, der nur schnell gesprochen klingt wie ein Jura-Podcast. Alle 14 Tage sprechen sie über Politik und Gesellschafts­themen, über Musik, Popkultur, Sport, Kultur, Kurioses und Quatsch.
      rnd.de, open.spotify.com (36-Min-Audio)

    • Reichelt und seine Boygroup haben sich ins Aus manövriert, findet Johanna Haberer.

      Bild vs. Drosten: Christian Drosten ist ein “Bauernopfer” in der Kampagne der “Bild” gegen Bundeskanzlerin Merkel, urteilt Medienforscherin Johanna Haberer. Im Interview mit Imre Grimm sagt sie, dass es “Bild” darum gehe eine weitere Amtszeit der Kanzlerin “auf jeden Fall zu verhindern”. Das Problem des Boulevardblatts sei, dass die Politik nach Beratung durch Experten in der Corona-Krise vieles richtig gemacht habe. Haberer glaubt, “Bild” habe sich mit der Kampagne “endgültig aus dem Diskurs gekegelt”. Anderen Medien, etwa ARD und ZDF, stellt die Forscherin ein gutes Zeugnis in der Corona-Krise aus. Reichelt bezeichnet den Vorwurf einer Kampagne gegen Drosten und Merkel als “absurde Verschwörungstheorie”.
      rnd.de (Interview Haberer), rnd.de (Reaktion Reichelt)