Köpfe der Kommunikation

Nico Hofmann


Status: Nico Hofmann ist der bekannteste und einflussreichste deutsche Film-Produzent.

Geboren am 4. Dezember 1959 in Heidelberg

Bio: Nico Hofmann absolviert 1978 sein Abitur am Mannheimer Moll-Gymnasium und schließt ein zweijähriges Volontariat bei der Tageszeitung “Mannheimer Morgen” an. Von 1980 bis 1985 studiert er an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film, gründet die Produktionsfirma teamWorx und verantwortet Filme wie “Dresden”, “Der Tunnel” oder “Der Turm”. 2017 übernimmt Hofmann den Vorsitz der Ufa-Geschäftsführung. Der Produzent von „Unsere Mütter, unsere Väter“, „Deutschland 83“ und “Der Medicus” wird mit zahlreichen Preisen geehrt (Deutscher Fernsehpreis, Bambi, Goldene Kamera, International Emmy Award).

E-Mail: nico.hofmann@ufa.de

Profile:
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Podcast: Nico Hofmann im turi2 podcast bei iTunes, Spotify, Deezer und Audio Now.

Nico Hofmann im großen Video-Interview auf turi2.tv:

Nico Hofmann im großen Interview in der turi2 edition #9, TV:

Nico Hofmann über Netflix auf turi2.tv:

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Nico Hofmann bei turi2:

    • Ufa-Chef Nico Hofmann setzt künftig stärker auf Dokus.

      DokUfa: Nico Hofmann, Ufa-Chef, sagt dem “Handelsblatt”, dass er den Dokumentarbereich stärker ausbauen will. Es handele sich um “einen großen Markt, der in den nächsten Jahren noch weiterwachsen wird”. Die Ufa komme gut durch die Krise, produziere mittlerweile wieder über 90 % ihrer Projekte und profitiere von der gestiegenen Fernsehnutzung. Sie habe sich schon früh mit der DFL über Hygiene-Konzepte beraten: “Was bei Christian Seifert die Trainerbank ist, sind bei uns die Filmteams.”
      handelsblatt.com

    • Zitat: Sein Burn-out war auch eine Chance, sagt Nico Hofmann.

      “Das Schlimmste am Burn-out war die Erfahrung von Ohnmacht, wenn Körper und Seele vor lauter Erschöpfung nicht mehr das tun, was ich mir wünsche. Ich habe ein halbes Jahr komplett ausgesetzt, um Abstand zu gewinnen von diesem Zustand nahe der Depression.”

      Ufa-Chef Nico Hofmann sagt im Interview mit dem “Harvard Business Manager”, die Krankheit sei “auch eine Chance, ein Weckruf ist sie ohnehin”.
      manager-magazin.de (Paid)

    • Meinung: Clubhouse stillt Bedürfnis nach “Talk auf dem Flur” und ersetzt Konferenzen.


      In Schnatter-Stimmung: Am Wochenende hat die Kommunikations- und Tech-Branche in Deutschland ihre Twitter-Feeds mit der Audio-App geflutet, heute versuchen sich Journalist*innen und das Social-Media-Personal an Erklärungen für den plötzlichen Clubhouse-Hype. Daniel Hüfner, Alex Hofmann und Hannah Schwär von Business Insider sehen die iOS-App “ein bisschen wie Twitter, nur mit Ton statt Text” – und als Ersatz-Programm für die wegen Corona ausgefallenen Konferenzen. So sieht es auch Jan Nicolas König bei “Horizont”: Das Tool befriedige das Bedürfnis nach “Talk auf dem Flur”, der derzeit nur eingeschränkt möglich ist.

      Die starke Nachfrage hierzulande ist zwar neu, die App dagegen nicht, in den USA ist sie schon seit letztem Frühjahr für Apple-Geräte verfügbar. Roland Eisenbrand zeichnet bei OMR nach, wie Digital-Unternehmer Philipp Glöckler und Berater Philipp Klöckner jetzt den Stein in Deutschland ins Rollen gebracht haben – per Telegram-Gruppe. Julian Heck attestiert der App “ein riesiges Suchtpotential”. Startup-Verbandschef Christian Miele freut sich, dass dort statt Social-Media-Agenturen die eigentlichen Profil-Inhaber*innen vorm Mikro sitzen. Medienkritikerin Samira El Ouassil nimmt die App bei Übermedien mit einer Parodie aufs Korn.

      Kritisiert wird an Clubhouse, dass Nutzer*innen dem Teilen ihres kompletten Adressbuchs mit dem Anbieter zustimmen müssen, wenn sie andere Leute einladen wollen. Auch das Mitschneiden von Gesprächen durch das dahinterstehende Unternehmen gilt als problematisch, ebenso wird der Männer-Überschuss in den Audio-Runden bemängelt. Marvin Schade erinnert daran, dass Clubhouse bereits in der Vergangenheit zu wenig moderiert habe – und die App vergangenen Herbst durch Konferenzräume mit offen antisemitischen Äußerungen auffiel.

      Hüfner, Hofmann und Schwär fassen zusammen: “Nach dem anfänglichen Hype, nach den Wintermonaten und nach den Corona-Beschränkungen wird sich die App erneut beweisen müssen.” (Foto: Christoph Dernbach / dpa / Picture Alliance)
      businessinsider.de, horizont.net (Paid), omr.com, julianheck.de, uebermedien.de (Parodie), twitter.com (Tweet Miele), medieninsider.com (Paid), bild.de, wuv.de


      Mitarbeit: Tatjana Kerschbaumer

    • Willkommen im Club: Felix Dachsel.

      Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Vice-Chefredakteur Felix Dachsel plädiert dafür, Digital Natives in Redaktionen mehr Macht zu geben. Dachsel ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Lars Haider, Tanit Koch und Nico Hofmann.
      turi2.de/koepfe (Profil Dachsel)

    • turi2 edition #13: 21 Männer, die wir 2021 im Auge behalten.

      1. Stephan Bayer
      Dem Sofatutor-Gründer gelingt mit seiner 2008 gegründeten Nachhilfe-Plattform, woran Kultusministerien nicht erst seit Corona scheitern: digitale Bildung. Die Zahl der Menschen, die auf Sofatutor Lernvideos schauen und mit Lehrpersonal chatten, wächst 2020 auf bis zu 1,5 Millionen pro Woche. Trotzdem maßt Bayer sich nicht an, den Unterricht ersetzen zu wollen. Der Politik empfehlen wir hier Nachhilfestunden.


      2. Martell Beck
      Acht Jahre lang verantwortete Beck das Marketing der Berliner Verkehrsbetriebe und ging mit “Weil wir dich lieben“ in die Historie der Schienenwerbung ein. Seit 2020 ist der promovierte Wirtschaftswissenschaftler bei DB Cargo, um die Verkehrswende im Güterverkehr zu kommunizieren. Die Kampagne “Andere sind gut. Wir sind güter” ist ein Anfang. Mehr nicht.


      3. Michael Bröcker
      Früher Chef der “Rheinischen Post“, heute Schiffsredakteur: Während Steingart bei Media Pioneer gern auf den Putz haut, ist Bröcker der ruhige Chefredakteur im Hintergrund, der die Strippen zieht. Dabei hilft ihm auch ein guter Draht zur Politik: 2018 schrieb er eine Jens-Spahn-Biografie.


      4. Kai Gniffke
      Der SWR-Intendant versucht verzweifelt, allen zu erklären, was rechte Gesprächspartner*innen in der ARD zu suchen haben. Mit seiner Antwort (alle Meinungen abdecken) macht Gniffke sich nicht überall beliebt. Er bleibt dabei: “Solange es uns gelingt, mit denen eine halbwegs respektvolle Debatte zu führen, werde ich die führen“, sagt der Journalist.


      5. Benjamin Fredrich
      Mit dem Statistik-Magazin “Katapult“ hat der Jung-Verleger und Chefredakteur aus Greifswald einen Wahnsinnslauf. Auch wenn seine ständigen Ausraster-Tiraden gegen andere, scharchigere Verlage leicht cholerisch wirken: “Katapult“ ist sicher der große Printerfolg des Jahres 2020.


      6. Florian Gless
      Der “stern“-Chefredakteur bringt mit Anna-Beeke Gretemeier die Frauenquote auf den Titel und lässt ein Heft von “Friday for Future“ gestalten. Kritik an der Aktivismus-Aktion verteidigt er wacker. Klimakrise? Für ihn eine “Überlebensfrage unserer Zeit”. Unterschreiben wir so.


      7. Leon Goretzka
      Im Mittelfeld des FC Bayern und bei der Nationalelf ist Leon Goretzka ein Hoffnungsträger. Der Sohn eines Fließbandarbeiters im Bochumer Opelwerk fällt außerhalb des Spielfelds durch seine Spenden-Initiative “We kick Corona“, einen Gastauftritt bei “Wer wird Millionär“ und kluge Interviews auf.


      8. Nico Hofmann
      Der Ufa-Chef gibt Corona noch etwas Abklingzeit, bevor er aus der Pandemie einen Event-Mehrteiler produziert. Hofmann ist Experte darin, Schlüsselmomente der deutschen Geschichte auf den Bildschirm zu holen. Deshalb hat er sich auch das Wirecard-Drama vorgeknöpft – und Relotius.


      9./ 10. Joko und Klaas
      Dass sie auch ernst können, beweisen die beiden Spaßmacher im Corona-Jahr so richtig. Bei ProSieben machen sie erst auf sexuelle Gewalt gegen Frauen aufmerksam. Darauf folgt die beklemmende Geschichte des Geflüchteten Milad Ebrahimi aus Moria. Die Beiträge sind beim Zuschauen oft schwer erträglich und tun weh, rütteln aber wach. Gerade im Privat-TV.

      Lesen Sie alle Geschichten der turi2 edition #13 – direkt hier im Browser als E-Paper oder bestellen Sie das Buch.

      11. Matze Hielscher
      Im “Hotel Matze“ gehen Promis wie Toni Kroos oder Palina Rojinksi ein und aus. Warum sie bei Hielscher einchecken? Vielleicht, weil sie bei ihm keine allzu kritischen Fragen fürchten müssen. Zuhören macht trotzdem Spaß. Auch, weil wir Hielschers ASMR-Stimme ziemlich gerne lauschen.


      12. Robert Habeck
      Nordisch for Nature: Als Schwiegermutter-Liebling und Oli-Geissen-Double steht er für Aufschwung bei den Grünen. 2008 verzichtete Habeck noch auf den Partei-Chefposten, um sich um seine Söhne zu kümmern. Die sind jetzt erwachsen. Zeit für die erste grüne Kanzlerschaft 2021 hätte er also.


      13. Arist von Harpe
      Ein adliger Digitaler nimmt sich der unadligen “Hamburger Morgenpost“ an. Von Harpe sagt, dass er Marke und Zeitung “immer schon cool“ fand. Der Wirtschaftsingenieur sieht sich als Zahlenexperte, der die “Mopo“ aus dem roten Bereich ziehen will. Wenn das gut geht, ist er unser Medienmann 2021.


      14. Raúl Krauthausen
      Der Sozialhelden-Gründer hat zu allem eine Meinung – und dabei immer die Ansichten derjenigen auf der Zunge, die medial kaum vorkommen. Charmant respektlos erinnert Krauthausen daran, dass Menschen im Rollstuhl oder mit Blindenhund über alles Mögliche reden können. Nicht nur über Hindernisse.


      15. Kevin Kühnert
      Ein SPD-Vize ohne Uni-Abschluss, der schon mal in kurzen Hosen wahlkämpft: Seinen Chefposten bei den Jusos hat Kühnert abgegeben, um Platz für eine Nachfolgerin zu machen. Mit Enteignungsfantasien hat er versucht, der dahindümpelnden SPD wieder eine Richtung zu geben. Mehr Erfolg könnte er 2021 haben: Er will es in den Bundestag schaffen.


      16. Igor Levit
      Mit seinen Hauskonzerten wird Levit zum Twitter-Star der Lockdown-Zeit. Sein Einsatz gegen Rechts wird mit dem Bundesverdienstkreuz belohnt. Von seinem politischen Einsatz am Klavier hält den Musiker auch ein Feuilleton-Artikel mit antisemitischem Unterton nicht ab. Levit spielt weiter. Zum Glück.


      17. Leeroy Matata
      Der YouTuber, 25, fragt sich durch unsichtbare Teile der Gesellschaft. Seine Videos mit Ex-Nazis oder Teenie-Müttern sehen Millionen. Matata schafft es, mit direkten Fragen erstaunlich viele Geschichten aus seinen Gästen herauszuholen. Er selbst hat jahrelang Rollstuhlbasketball gespielt.


      Richard David Precht18. Richard David Precht
      Die Welt als Quote und Vorstellung: Richard David Precht ist Fernsehphilosoph, Bestseller-Autor und Klickkönig. Vom YouTube-Schopenhauer lassen wir uns gerne das Chaos dieser Welt mit geschliffenen Worten entwirren.


      19. Christian Seifert
      Er ist das integre Gesicht des deutschen Fußballs: Seifert manövriert die abgehobenen Ligen pragmatisch durch die Krise. 2020 macht er öffentlich, dass seine Zeit als DFL-Boss 2022 enden wird. Dem an Corona erkrankten König Fußball weicht er aber vorerst nicht von der Seite. Einen vorzeitigen Abschied schließt er aus. Schon jetzt steht fest: Sein Abgang wird ein Verlust für den Sport.


      20. Jens Spahn
      Der Bundesgesundheitsminister plädiert nach eigener Infektion noch mehr an die Vernunft der Bevölkerung und erntet dafür vor allem: Gegenwind. Aus der Ruhe bringt Jens Spahn das zumindest öffentlich nicht. Diese Einstellung würde der CDU 2021 und darüber hinaus sicher gut tun.


      21. Dirk Steffens
      Als selbsterklärter Kriegsberichterstatter reist Dirk Steffens an die Schauplätze der Klima-Katastrophe. Was er sieht, ordnet er für die Daheimgebliebenen ein – unaufgeregt, aber bestimmt. Dass es Corona gibt, liegt auch daran, dass der Mensch seine Umwelt zerstört, weiß Steffens. Die Welt braucht nicht nur einen Impfstoff, sie braucht auch Krisenerklärer wie ihn.

      Alle Geschichten der turi2 edition #13 lesen: turi2.de/edition13

    • Bayern stockt Bundes-Krisenfonds für Kinobranche um fünf Mio Euro auf.

      Bayern Raute150Bayern stockt den Corona-Ausfallfonds für Kinofilmproduktionen um fünf Mio Euro auf. Der Bund hat 50 Mio Euro zugesichert. Bayern ist das erste Bundesland, das den Fonds unterstützt und will, dass die Mittel vor allem für bayrische Produktionen genutzt werden. Der Fonds sichert die Produktion von Kinofilmen und Serien gegen pandemie-bedingte Unterbrechungen und Abbrüche ab. Die Film- und TV-Branche fordert seit Monaten mehr Krisenhilfe.
      meedia.de, primavera24.de, turi2.de (Background)

    • RTL verfilmt das Leben von Angela Merkel in vierteiliger Serie.

      TV Now, Streamingdienst von RTL, will das Leben und die Karriere von Angela Merkel verfilmen. Das Drehbuch für die vierteilige Serie kommt aus der Feder von “Welt”-Herausgeber und Ex-“Spiegel”-Chefredakteur Stefan Aust. Die Doku, die Ufa Fiction produziert, soll Ende 2021 laufen. Nico Hofmann und Aust arbeiteten schon bei der Doku “Hannelore Kohl – die erste Frau” zusammen.
      rnd.de

      Aus dem turi2.tv-Archiv: “Raubbau an den eigenen Kräften” – Ufa-Chef Nico Hofmann über sein Leben als Filmemacher.

    • Ufa-Chef Nico Hofmann sieht in der Corona-Krise kein Blockbuster-Potenzial.

      Corona-Serien werden frühestens “in zehn Jahren” produziert, sagt Ufa-Chef Nico Hofmann im “Standard”-Interview. Zuschauer*innen sehnten sich aktuell nach “Eskapismus”, auch Medizinthemen seien künftig stärker gefragt. Durch die neuen Streaming-Player werde der Druck aufs klassische TV größer.
      derstandard.at

      Aus dem turi2.tv-Archiv: “Raubbau an den eigenen Kräften” – Ufa-Chef Nico Hofmann spricht im Oktober 2019 über sein Leben als Filmemacher.

    • Zitat: Wirecard war eine große Show, sagt Nico Hofmann.

      Jan Marsalek und Markus Braun sind psychologisch sehr unterschiedlich, das ist eine Steilvorlage für eine spannende Dramaturgie.”

      Ufa-Chef Nico Hofmann erklärt im Interview mit der “Süddeutschen Zeitung”, was ihn am Wirecard-Stoff reizt.
      sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

    • Nico Hofmann kritisiert unzureichende Hilfen für Film- und TV-Branche.

      Film- und Fernsehbranche ist “eine Milliardenindustrie mit Tausenden Beschäftigten, die auf der Straße stehen, wenn nichts passiert”, sagt Produzent Nico Hofmann im Interview der “Bild am Sonntag” und kritisiert, alle anderen europäischen Länder hätten in der Krise für die Filmbranche “bessere Lösungen hinbekommen”. Er habe gedacht, Deutschland komme nach dem Lockdown schneller wieder “in die Normalität”.
      “Bild am Sonntag”, S. 46 (Paid)