Köpfe der Kommunikation

Anna Kraft

Status: Anna Kraft ist eine ehemalige Sprinterin und die “schnellste Sport-Moderatorin” im Fernsehen.

Geboren am 3. Oktober 1985 in Haan

Bio: Anna Kraft studiert Sportwissenschaften mit dem Schwerpunkt Medien und Kommunikation in Köln. Nach vielen Verletzungen orientiert sich die Leichtathletin und mehrfache Meisterin im Sprint in Richtung Sportjournalismus und TV-Moderation um. Nach Stationen bei Sat.1 in der Redaktion “ran” wird sie 2011 Moderatorin bei Sky Deutschland und anschließend bei Sport1. 2015 wechselt Kraft zum ZDF und moderiert die “ZDF-Sportreportage”, Spiele der UEFA Champions League und der Bundesliga. Seit 2018 präsentiert sie bei Eurosport die Talkshow “Mann gegen Mann – Das Bundesliga-Duell” und moderiert Länderspiele der U21 und der Bundesliga.

E-Mail: anna-kraft@hotmail.de

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Anna Kraft und Sport1-Chefredakteur Pit Gottschalk diskutieren in der turi2 edition #11 über die Bedeutung des Fußballs und den Umgang mit der Corona-bedingt Fußball-Pause.

Alle Köpfe im turi2-Index unter turi2.de/koepfe

Anna Kraft bei turi2:

    • Wie Digitalisierung in deutschen Schulen funktionieren kann – So lief der Open Innovation Live Podcast #7.


      Hefte raus, (digitale) Klassenarbeit: “Momentan ist das ungenutzte Potential ein Notstand”, fasst Lehrer
      Oliver Kracke den Stand der Digitalisierung in deutschen Schulen im Open Innovation Live Podcast zusammen. Der “Lehrer mit Digitalisierungshintergrund”, wie er sich selbst nennt, erzählt am Donnerstagabend von Lehrkräften Mitte 30, bei denen die Digitalisierung bei E-Mails aufhört. Das hält er für problematisch, da sie dann nicht einschätzen könnten, warum TikTok für Achtjährige so wichtig ist. Grundschullehrerin Charley Camejo muss sich selbst ständig mit neuen Plattformen auseinandersetzen und wünscht sich, dass es für Schülerinnen nicht nur einen Fahrrad-, sondern auch einen Internet-Führerschein geben sollte. Moderatorin Tess Kadiri erinnert sich, dass Social Media bei ihr im Unterricht nie angesprochen wurde – dabei ist ihr Abitur gerade einmal zwei Jahre her.

      Überrascht war Richard Gutjahr vom Stundenplan seiner Tochter in Israel: Bereits in der 1. Klasse stehen dort Fächer wie iPad-Unterricht auf dem Plan. Charley Cameo gefällt das Konzept, in Deutschland stehe aber oft der Lehrplan, der abgearbeitet werden muss. “Digitale Bildung” im Lehrplan wünscht sich auch Anna-Katharina Meßmer, Projektleiterin für Digitale Nachrichten- und Informationskompetenz bei der Stiftung Neue Verantwortung. Die Ergebnisse ihrer Studie zur Einordnung von Nachrichten nennt sie “überraschend”: Von 30 möglichen Punkten erreichen die Teilnehmerinnen über 18 Jahren im Schnitt nur 13,3 Punkte. An Medienkompetenz mangele es nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen. Meßmer hofft, dass die Generationen in Zukunft stärker voneinander lernen.
      turi2.tv (60-Min-Video/-Podcast), turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)

    • Ikea will mit schnellerer Lieferung mehr Umsatz machen.

      Ikea will sich bei Online-Bestellungen dem Amazon-Tempo annähern, baut dafür Kapazitäten und Logistik aus. Deutschland-Chef Dennis Balslev glaubt im “Wiwo”-Interview, “dass wir eine Menge zusätzlichen Umsatz machen können, wenn wir die Lieferzeiten verkürzen”. Ziel seien derzeit drei Tage, “aber meist brauchen wir deutlich länger”, sagt Balslev. Anders als die Möbelhaus-Konkurrenz setzt Ikea auf organisches Wachstum statt auf Zukäufe.
      wiwo.de

    • Das “Handelsblatt” stellt 100 Frauen vor, die Deutschland voranbringen werden.

      Frauen im Fokus: Das “Handelsblatt” würdigt 100 Frauen, die Deutschlands Wirtschaft “voranbringen und prägen werden”. Darunter sind die Bahn-Vorständin Sigrid Nikutta, Merck-Chefin Belén Garijo, Douglas-CEO Tina Müller, Vodafone-CFO Anna Dimitrova, Telekom-Managerin Claudia Nemat, Gründerin Miriam Meckel, Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel, DLD-Mitgründerin Steffi Czerny, Corona-Impfstoff-Entwicklerin Özlem Türeci und SAP-Personalchefin Sabine Bendiek. “Sie alle tragen dazu bei, Deutschland zukunftsfähig zu machen und den Wandel hin zu einer digitaleren und nachhaltigeren Wirtschaft zu organisieren”, schreiben Tanja Kewes und Claudia Panster.

      Es brauche “nicht nur die Frauen, die den Mut haben, etwas zu verändern, sondern auch die Männer, die den Mut haben, diese Veränderung zuzulassen”. Die Frauenförderung sei schon teilweise in den Unternehmen angekommen, z.B. bei Bertelsmann, SAP und Siemens. Zudem sei der Anteil von Vorständinnen in den 30 Dax-Unternehmen von 13,3 % im Juli 2020 auf aktuell 15,1 % gestiegen. Bei Bayer soll der weltweite Frauenanteil der Führungskräfte von derzeit 23 % auf mindestens 33 % in 2025 und auf 50 % im Jahr 2030 steigen, sagt CEO Werner Baumann im Interview. Klare Zielvorgaben seien nötig, um “die Dinge auch wirklich nach vorn zu bringen.”
      “Handelsblatt”, S. 46-59 (Paid), “Handelsblatt”, S. 49 (Baumann-Interview)

    • turi2 edition #13: Katja van Doren über Führung und Fridays for Future.


      Unter Strom:
      Katja van Doren ist Finanz- und Personal-Vorständin von RWE Generation, der RWE-Tochter für konventionelle Stromerzeugung. Im Interview mit Heike Turi für die turi2 edition #13 spricht sie über Führung, Frauen, Fridays for Future und ihre gar nicht konventionelle Karriere: Seit 1999 erklimmt sie bei RWE eine Karriere-Stufe nach der anderen. Sie können das Interview hier im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen.

      Katja van Doren, Sie kamen 1999 von KPMG zum Energieversorger RWE, seit 2018 sind Sie Finanz- und Personalvorständin der Tochter RWE Generation. Sind solche Karrieren innerhalb eines Konzerns nicht out?
      Die 20 Jahre sind vergangen wie im Fluge. RWE hat enorme Veränderungen durchgemacht, sodass ich neue Herausforderungen gefunden habe und mir nie langweilig wurde. Auch innerhalb eines Konzerns kann man einen spannenden Weg gehen. Allerdings nicht in einem Bereich, auf einer Stelle. Unsere künftigen Führungskräfte sollen deshalb unterschiedliche Sparten und andere Länder kennenlernen – das ist die Voraussetzung für eine Karriere im eigenen Konzern.

      Sie sind mit der gesamten RWE im Lockdown-Mai 2020 aus der Essener Innenstadt hier auf den neuen Campus Essener Nordviertel gezogen. Jetzt ist November und wieder Lockdown, die meisten Mitarbeiter sind im Home-Office. Denken Sie nicht manchmal: “Haben wir hier nicht zu groß gebaut?“
      Nein, gar nicht. Wir sind ein Unternehmen, das wächst. Wir werden den Platz also brauchen. Worüber wir diskutieren, ist die Frage, wie wir den Platz künftig am besten nutzen wollen. Denn nach Corona wird es kein Zurück ins Vorherige geben. Wir überlegen, wieviel Präsenz wir hier brauchen und was wir durch mobiles Arbeiten ersetzen können. Andererseits wollen wir die Kreativität nicht verlieren, die entsteht, wenn sich die Kolleginnen und Kollegen physisch treffen. Das alles abzuwägen, erfordert eine Menge Fingerspitzengefühl.

      Wie stressig war 2020 für RWE?
      Die Krise war für uns beherrschbar. Wirtschaftlich ist es gut gelaufen. Als Unternehmen der Energiebranche, das stark technisch geprägt ist, hatte RWE schon vor Corona sehr hohe Standards und Regeln in Sachen Gesundheit und Sicherheit. Wir pflegen eine besondere Arbeitskultur: Wir achten auf Sicherheit, und wir achten aufeinander. Diese Einstellung hat uns sehr geholfen. Und das mobile Arbeiten funktioniert auch sehr gut.

      Die “Vogue“-Chefin Anna Wintour hat zugegeben, im Home-Office Jogginghose zu tragen. Wie ist es bei Ihnen?
      Für eine der einflussreichsten Frauen der Modebranche schon ein erstaunliches Bekenntnis. Mit einem Franzosen als Ehemann weiß ich, wovon die Rede ist. Und ja, auch bei mir gibt es schon mal Jogginghosen-Tage. Es ist aber auch so, dass eigene Ansprüche durch Corona nicht verloren gehen.


      Vorstandsebene: Katja van Doren setzt sich mit Heike Turi auseinander. (Foto: Selina Pfrüner)

      Welche Diskussionen hat Corona noch bei Ihnen in Gang gesetzt?
      Ganz oben steht die Frage nach der Führung 2.0. Wie halte ich auch auf Distanz das Team zusammen? Wie unterstützen wir unsere Mitarbeiter bei der Nutzung digitaler Tools? Führungskräfte sind mit dafür verantwortlich, dass Mitarbeiter sich Auszeiten nehmen, dass es ein Äquivalent für den Plausch in der Kaffeeküche gibt. Und weiter: Wie werden im digitalen Zeitalter Karrieren aussehen? Wie kann ich einen Mitarbeiter beurteilen, den ich kaum noch sehe? An all diesen Fragen müssen wir arbeiten, wenn wir das Gute aus dieser Krise in die Zukunft mitnehmen wollen.

      Wie gelingt Ihnen persönlich das Führen auf Distanz?
      Indem ich noch mehr und noch intensiver kommuniziere und klar mache, was mir wichtig ist. Wir müssen den Mitarbeitern sagen, wo wir stehen, und wo wir hinwollen. Zugleich müssen wir herausfinden, was unsere Mitarbeiter bewegt und was sie für Sorgen haben.

      Wie setzen Sie das in die Praxis um?
      Wir haben ein Collaboration Tool eingeführt, RWE Connect, eine Plattform, über die wir uns austauschen können. Eine Art Facebook fürs Unternehmen, auf dem wir Dinge teilen, Daten und Dokumente sicher ablegen, um gemeinsam daran zu arbeiten. Das gab es vorher schon, aber jetzt wird es noch intensiver genutzt. Einmal im Monat gibt es unseren Board Chat, einstündige, interaktive, virtuelle Live-Gespräche mit dem Vorstand. Da berichten meine Vorstandskollegen und ich über aktuelle Entwicklungen, die Mitarbeitenden von allen Standorten in allen Ländern können sich direkt äußern und fragen. Diesen unmittelbaren Dialog zwischen Vorstand und Mitarbeitenden haben wir deutlich ausgeweitet.

      Haben Sie persönlich Vorbilder?
      Mich inspirieren starke Frauen. Zum Beispiel Simone de Beauvoir, eine richtig kluge Frau. Oder Sheryl Sandberg. Ihr Buch habe ich wortwörtlich mit Gewinn gelesen: Ich habe ihre Tipps für Gehaltsverhandlungen direkt ausprobiert. Was soll ich sagen? Es hat hervorragend geklappt.

      Brauchen wir eine Frauenquote?
      Keine von uns will eine Quotenfrau sein, aber es braucht eine Quote für qualifizierte Frauen. Wer daran glaubt, dass Diversity in allen Dimensionen für ein Unternehmen gut ist, der sollte das auch messen. Und das tun wir bei RWE. Als Finanzerin sehe ich die Quote ganz pragmatisch als einen KPI, als einen Indikator für Performance. Anders ausgedrückt: Ziele, die ich mir setze, muss ich an etwas konkret festmachen können. Für das Betriebsergebnis haben wir das Ebita, wir haben eine Gesundheitsquote und eine für die Arbeitssicherheit. Und so gibt es bei RWE jetzt eben auch eine Kennzahl für Diversity.

      Bewerben sich für die männerlastige Energiebranche denn genügend Frauen?
      Seit 2017 sehen wir einen deutlichen Anstieg bei der Anzahl der Bewerberinnen, vor allem bei jungen Menschen. Die sehen, durch welche Veränderungen RWE gegangen ist und geht. RWE besetzt die richtigen Themen, als wirtschaftlich gesundes Unternehmen sind wir ein attraktiver Arbeitgeber. Trotzdem könnten wir noch mehr qualifizierte Frauen brauchen.


      Maßgeschneidertes Etui-Kleid und lässiger Turnschuh: Katja van Doren steht für einen neuen Typ Führungskraft und für den Wandel des Traditionskonzerns RWE. (Foto: Selina Pfrüner)

      Wie werden Sie als Arbeitgeber für Frauen attraktiv?
      Ein Großteil unseres Geschäfts ist nach wie vor sehr ingenieurslastig. Die dazu passenden Studiengänge belegen jedoch noch immer mehr Jungen als Mädchen. Wir setzen daher früh an und wollen über die Schulen Mädchen für Mint-Fächer begeistern. Das ist nach wie vor kein Selbstläufer. Zum Glück haben wir bereits ein paar hervorragende Ingenieurinnen bei uns. Sie zeigen, was Frauen können und treten auch nach außen als Vorbild und Botschafterinnen auf – zum Beispiel auf YouTube und in anderen Social-Media-Kanälen. Ich würde es begrüßen, wenn aus der Fridays-for-Future-Bewegung auch fachliches Engagement in Unternehmen entstünde. Der Ausbau erneuerbarer Energien, die Entwicklungen beim Wasserstoff – das sind Themen, wo junge Leute verstärkt und aktiv mitarbeiten können. Mit einem geeigneten Studienabschluss kann diese Generation sich direkt auch bei uns für ihr Anliegen einbringen.

      Was besagt eigentlich Ihr Claim “Die neue RWE“?
      Dass hier etwas Neues entstanden ist und sich weiterentwickelt. Es ist keinesfalls so, dass wir plötzlich aufgewacht sind und grün sein wollten. Unser Wandel ist ein evolutionärer Prozess.

      Aber RWE wird mit Kohleförderung und Atomkraftwerken verbunden und mit dem Hambacher Forst. Sie sind noch lange kein grünes Unternehmen.
      Diesen Anspruch haben wir auch nicht formuliert. Aber wir treiben als Unternehmen die Energiewende voran. Aus der Stromerzeugung mit Kohle und der Kernenergie steigen wir aus – das ist beschlossene Sache. Über die Hälfte unseres Konzernergebnisses kommt schon heute aus erneuerbaren Energien wie Sonnen-, Wind- und Wasserkraft. 85 Prozent unserer Investitionen erfüllen die Kriterien für grüne Investitionen.

      Hilft der Druck, den die Generation Greta aufmacht?
      Ja, aber wir müssen die richtige Balance hinbekommen. In Deutschland beruht unser Wohlstand auch auf einer gesicherten und bezahlbaren Energieversorgung – und auf einer Industrie, die sich genau darauf verlassen kann. Diesen Aspekt dürfen wir nicht außer Acht lassen. In der Diskussion mit meinen Kindern sage ich: Messt uns an unseren Taten.

      Welche sind das?
      Wir haben mit der Bundesregierung einen Vertrag zum Ausstieg aus der Braunkohle. Wir haben einen klaren Fahrplan, wie wir aus der Steinkohle rausgehen. In Deutschland sind unsere beiden letzten Blöcke Ende Dezember geschlossen worden. In Großbritannien sind wir komplett aus der Kohle raus, in den Niederlanden gehen wir von der Kohle zur Biomasse. Nicht zu vergessen: Wir haben heute im Vergleich zu 2012 gut 50 Prozent unseres CO2-Ausstoßes reduziert, bis 2030 werden es 75 Prozent sein. Wir können deshalb guten Gewissens sagen, dass wir 2040 klimaneutral sein werden.

      Lesen Sie alle Geschichten der turi2 edition #13 – direkt hier im Browser als E-Paper oder bestellen Sie das Buch.

      Einer Ihrer Werbeslogans lautet: “Die klügste Art, mit Gegenwind umzugehen.“ Trifft der die Lage?
      Ja. Wir kommen von der fossilen Energie, jetzt sind die Segel in Richtung erneuerbare Energien gesetzt. Das bringen wir auch kommunikativ rüber. Die jüngsten Umfragen belegen, dass man uns Klimaschutz und Nachhaltigkeit zutraut. Wir tun alles, um den Wind in die richtige Richtung zu lenken und Rückenwind zu bekommen.

      Liegt im Wasserstoff die Zukunft?
      Das unterschreibe ich sofort. Bei RWE beschäftigen sich mittlerweile über 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Thema. Schon heute treiben wir rund 30 Projekte in den Niederlanden, Deutschland und Großbritannien voran. Richtig ist auch, es gibt bei der Technologie noch viel zu tun. Zunächst muss Wasserstoff “grün“ produziert werden, also mit Strom aus erneuerbaren Energien mittels Elektrolyse und dann zu den Abnehmern transportiert werden, also vornehmlich Industrieunternehmen, die ihre Prozesse dekarbonisieren müssen, dabei aber im internationalen Wettbewerb stehen. Die Rahmenbedingungen sind also entscheidend. Aber ich bin zuversichtlich: Wir sind mit vielen Unternehmen in Kontakt, und die Politik will das Thema sichtbar vorantreiben.

      Werden wir bald mit wasserstoffbetriebenen Autos durch die Gegend düsen?
      Dekarbonisierung durch grünen Wasserstoff sehen wir vor allen Dingen bei der Schwerindustrie, im Flug- und beim Schwerlastverkehr. Autos lassen sich besser direkt mit Strom antreiben – ohne den Umweg über Wasserstoff.


      Nur zwei Arbeitgeber zählt die 54-jährige Nordrhein-Westfälin bis heute: KPMG und die RWE AG. Seit 1999 geht die Betriebswirtin im Konzern ihren Karriereweg von der Abteilungsleiterin bis zur Vorständin für Personal und Finanzen der RWE Generation. Auslandserfahrung bringt die zweifache Mutter aus dem Studium und ihrer ersten Berufstätigkeit in Paris mit. (Foto: Selina Pfrüner)

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    • Willkommen im Club: Christian Pfennig.

      Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Als Kind wollte Christian Pfennig Fußballprofi oder Journalist werden, als DFL-Kommunikationschef steht er beiden Traumberufen sehr nah. Pfennig ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Harald Hamprecht, Anna Kraft und Sahra Al-Dujaili.
      turi2.de/koepfe (Profil Pfennig)

    • turi2 edition #13: Hanna Hennig über das New Normal.


      Corona hat Siemens einige Pläne durchkreuzt, schreibt IT-Chefin
      Hanna Hennig in ihrem Gastbeitrag für die turi2 edition #13. Die Umstellung auf Home-Office war ein Kraftakt für den Mischkonzern, am Ende überwiegen aber die Vorteile. Ihre Erkenntnis: “Im New Normal wachsen virtuelle und physische Welt noch enger und schneller zusammen”. Sie können das Buch hier als kostenloses E-Paper lesen oder gedruckt bestellen.

      Für die IT von Siemens steht Anfang 2020 einiges auf der Agenda, als Corona unsere Pläne durchkreuzt. Über Nacht müssen wir weltweit Hunderttausende Arbeitsplätze ins Home-Office verlagern und die Produktivität unserer Mitarbeiter digital sicherstellen. Vor allem die Abkehr von der reinen Office- und Prozess-IT hin zur Produktions- und Produkt-IT hat uns entscheidende Vorteile verschafft.

      Lesen Sie alle Geschichten der turi2 edition #13 – direkt hier im Browser als E-Paper oder bestellen Sie das Buch.

      Mein wichtigstes Learning aus 2020: Im New Normal wachsen virtuelle und physische Welt noch enger und schneller zusammen. Mein Vorsatz für 2021: Nur im Schulterschluss können Informations- und operative Technologien erfolgreich sein. Beide Bereiche werden sich deshalb noch enger vernetzen.

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    • Willkommen im Club: Alexander Birken.

      Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Alexander Birken ist Vorstandschef beim Versandhändler Otto und will als Führungskraft dazu beitragen, andere Menschen weiterzuentwickeln. Birken ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Gabriele Hässig, Florian Harms und Anna-Beeke Gretemeier.
      turi2.de/koepfe (Profil Birken)

    • turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Sigrid Nikutta schreibt über Rosa Parks.


      Ziviler Ungehorsam:
      Rosa Parks soll ihren Platz im Bus für einen Weißen räumen. Sie bleibt sitzen. Und setzt so 1955 in Alabama ein Zeichen, das bis heute weltweit nachwirkt. DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta schreibt in der turi2 edition #12 über diese Geschichte, an die sie oft denkt.

      Der 1. Dezember 1955 ist einer dieser stickigen Tage in Montgomery, Alabama. Als Rosa Parks auf dem Heimweg nach einem langen Arbeitstag in den Bus Nr. 2857 steigt, weiß sie nicht, dass diese Fahrt ihr Leben verändern wird. Die 42-jährige Afroamerikanerin ist einfach nur müde. Sie setzt sich auf einen der wenigen freien Plätze – die eigentlich für Weiße reserviert sind. Das bedeutet zehn Dollar Strafe. Viel Geld für die Schneiderin und Sekretärin Parks.

      Seit früher Kindheit hat Rosa Parks eine ungleiche Behandlung aufgrund ihrer Hautfarbe erfahren. Die Rassentrennung beherrscht ihr Berufs- und Alltagsleben, gilt selbst im öffentlichen Nahverkehr. So wird ein Bus zum Schauplatz eines Aufbegehrens, das Parks zur Ikone der Bürgerrechtsbewegung macht. Sie weigert sich, ihren Sitzplatz für einen weißen Fahrgast freizugeben. Der daraufhin ausgerufene Montgomery Bus Boycott geht um die Welt, wird Auslöser unzähliger Bürgerrechtsproteste. Diese sind erfolgreich, wenn auch erst Jahre später: Ein Gesetz zur Abschaffung der Rassentrennung wird 1964 verabschiedet.

      Rosa Parks hat durch einen einzigen Akt zivilen Ungehorsams ein Zeichen gesetzt. Und damit einen Rassismus in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt, der bis heute nicht überwunden ist – wie der Fall des durch Polizeigewalt getöteten George Floyd zeigt. Rosa Parks hat Haltung bewiesen, durch das einfachste zur Verfügung stehende Mittel: den persönlichen Widerstand in einer Alltagssituation. Angetrieben von nichts als ihrer Wut über die herrschenden Ungerechtigkeiten. Das erfordert Mut. Parks wusste, dass es Konsequenzen geben würde – aber negative Konsequenzen machen Ungerechtigkeit ja nicht kleiner. Das beeindruckt mich und macht Rosa Parks für mich zum Vorbild.

      Lesen Sie alle Geschichten der turi2 edition #12 – direkt hier im Browser als E-Paper oder bestellen Sie das Buch.

      Die wiederaufgeflammte Wut, die Proteste als Reaktion auf den Tod von George Floyd, die sich von den USA aus bis nach Europa ausdehnten, erinnern an die 50er Jahre. Mit dem Unterschied, dass der Protest nun gleich im Kollektiv erfolgt. Ich habe den Eindruck, das Bedürfnis der Menschen, Haltung zu zeigen, ist gegenwärtig ausgeprägter denn je. Das zeigt sich auch an anderen gesellschaftlich-politischen Bewegungen wie den Klimaprotesten – ebenfalls ausgelöst durch eine einzelne Person, Greta Thunberg.

      Die Hürden, die Rosa Parks zu überwinden hatte, führen mir auch meine eigenen Privilegien vor Augen. In meinem Berufsleben bin ich weit davon entfernt, annähernd vergleichbare Hindernisse überwinden zu müssen. Sich als Frau in einer männerdominierten Branche wie dem Verkehrssektor durchzusetzen, erfordert dennoch einen starken Willen – und die Fähigkeit, sich durch Widerstände erst richtig zu motivieren.

      Gleich zu Beginn meiner Karriere sagte mir eine männliche Führungskraft: „Ich halte überhaupt nichts von Frauen in dieser verantwortlichen Position. Aber wenn Sie unbedingt wollen, können Sie es ja mal versuchen. Sie sollen ja ganz gut sein, aber dafür wird es sicher nicht reichen.“ Das ist gerade einmal 25 Jahre her. Aber wenigstens sprach dieser Chef laut aus, was viele bis heute denken.

      Ich bin dankbar, dass in unserer Gesellschaft Werte wie Gleichberechtigung, Chancengleichheit und Leistung, aber auch Hilfe für Schwächere gelebt werden. In meinem Job habe ich die Möglichkeit, diese persönlich und öffentlichkeitswirksam hochzuhalten. Das sehe ich als Chance, aber auch als Verantwortung. Denn: Nichts ist selbstverständlich. Noch vor Monaten hätte sich niemand in Deutschland vorstellen können, eine Diskussion über Grundnahrungsmittel oder Toilettenpapier zu führen. Wir sehen gerade, wie stabil unser System ist. Aber auch: wie verletzlich.

      Ich wünsche mir, dass wir diese Sensibilität für die Zerbrechlichkeit unserer Umwelt behalten.

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    • turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Manuela Kampp-Wirtz schreibt über Hildegard Hamm-Brücher.


      Stilvoller Spagat zwischen Karriere und Familie:
      Hildegard Hamm-Brücher übernimmt politische Verantwortung im männerdominierten Deutschland der Nachkriegszeit und verkörpert liberales Denken. Verlagsmanagerin Manuela Kampp-Wirtz inspiriert das schon seit Teenagerzeiten, für ihre eigenen Werte einzustehen, schreibt sie in der turi2 edition #12.

      Ich hatte das Glück, mein Leben lang faszinierende Menschen zu erleben, die Vorbilder für mich waren und sind. In erster Linie meine Eltern. Als Teenager haben mich Diskussionen mit meinem Vater, einem liberalen Politiker, inspiriert, Weltoffenheit und Freiheit als entscheidende Werte zu sehen. So bin ich früh auf eine öffentliche Persönlichkeit aufmerksam geworden, die diese Werte verkörpert: Hildegard Hamm-Brücher.

      Sie ist als Politikerin wegweisend. Als eine der ersten Frauen übernimmt sie in der Nachkriegszeit politische Verantwortung, gestaltet ihre Karriere selbst – in einem System, das stärker als heute von Männern dominiert ist. Wo sie ihre Werte und Überzeugungen in Gefahr sieht, tritt sie konsequent und klar dafür ein. Konflikten geht sie nie aus dem Weg, ist konsequent in der Sache, aber nie verletzend oder persönlich.

      Ihr berufliches und gesellschaftliches Engagement ist beeindruckend: Karriere als promovierte Chemikerin, Redakteurin, Abgeordnete, Staatssekretärin und Staatsministerin. Betrachtet man ihre Laufbahn, wird schnell klar, wofür Hildegard Hamm-Brücher steht: liberale Werte, die über die wirtschaftliche Kategorie weit hinausgehen. Ihr geht es um die Freiheit des Einzelnen, die stellt sie in den Mittelpunkt ihres Handelns: Alle Menschen sollen die gleichen Chancen auf eine selbstbestimmte Zukunft haben, unabhängig von Geschlecht und anderen Kriterien. Sie sieht dabei die Pflicht der Gemeinschaft und des Staates, diese Chancen zu gewährleisten, zu fordern, zu fördern.

      Lesen Sie alle Geschichten der turi2 edition #12 – direkt hier im Browser als E-Paper oder bestellen Sie das Buch.

      Hildegard Hamm-Brücher hat viel für Frauen in Deutschland geleistet. Sie war Pionierin im Spagat zwischen Beruf und Familie. Aber auch eine Frau mit Stil und Eleganz, sich ihres Auftritts immer bewusst. Im Zusammenspiel mit ihrer hervorragenden Rhetorik und der Klarheit ihrer Argumentation entstand eine Aura, der sich kaum jemand entziehen konnte. Sie hat diese Wirkung genutzt, um Dinge durchzusetzen und voranzubringen, die ihr wichtig waren.

      Eigenverantwortliches unternehmerisches Handeln, im Team denken, Themen und Innovationen mutig vorantreiben – Eigenschaften, die ich als Geschäftsführerin bei Burda täglich vorlebe, fordere und fördere.
      Chancengerechtigkeit ist auch für mich ein entscheidender Wert: Ich engagiere mich für die Beyond Gender Agenda mit dem Ziel, Diversität und Inklusion in der DNA von Unternehmen zu verankern. Ich setze mich dafür ein, Chancengleichheit von Führungskräften sicherzustellen – unabhängig von Geschlecht, Geschlechtsidentität, Alter, Behinderung, kultureller Herkunft, sexueller Orientierung. Unter Einbindung von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft wollen wir einen Kulturwandel herbeiführen. Ein Thema, das Hildegard Hamm-Brücher schon vor Jahrzehnten auf die Agenda setzte.

      Weitere Frauen, mit denen ich mich während meiner Laufbahn in der Verlags- und Modewelt identifizieren konnte: Helen Gurley Brown von der “Cosmopolitan”, Anna Wintour von “Vogue”, Glenda Bailey von “Harper’s Bazaar”. Frauen, die Großes geleistet haben: für ihre Unternehmen, die Modewelt, für alle Frauen in Beruf und Gesellschaft. Und ich möchte hier noch eine weitere nennen: Michelle Obama. Nicht nur ihre Bildung, ihre Laufbahn und ihre vermeintliche Perfektion beeindrucken. Sondern vor allem ihre New Leadership, die sie durch Know-how, Exzellenz und Verantwortung zeigt, während sie souverän und offen mit eigenen Fehlern und den Schwierigkeiten des Lebens umgeht.

      Werte sind Basis für Vorbilder. Da Werte sich im Lauf der Zeit entwickeln, können auch Vorbilder sich wandeln. Persönlichkeiten für sich entdecken, Impulse für den eigenen Weg mitnehmen, diesen eigenverantwortlich gestalten: Das wünsche ich allen und insbesondere jüngeren Kolleginnen und Kollegen. Dann hat sich die Pionierarbeit meiner Vorbilder gelohnt.

      Alle Geschichten aus der turi2 edition #12 lesen: turi2.de/edition12

    • Wir graturilieren: Anna Kraft wird 35.


      Wir graturilieren: Sport-Moderatorin, Journalistin und “Stadion-Tante” Anna Kraft feiert heute ihren 35. Geburtstag. Eigentlich war anlässlich des halbrunden Jubiläums mal eine große 90er- und 2000er-Party geplant. Aber zwei Dinge, von denen zumindest eins sehr erfreulich ist, funkten dazwischen: “Corona und Babybauch sind aktuell einfach nicht die besten Gäste”, sagt die schwangere Kraft. Deshalb feiert sie im kleinsten Kreis mit ihren Liebsten und gutem Essen. Über die Nachricht, dass es bald einen familiären Neuzugang gibt, hat sich Kraft im abgelaufenen Lebensjahr am meisten gefreut. Für das kommende wünscht sie sich Gesundheit, einen Ticken mehr Gelassenheit – und viel Zeit mit ihrer kleinen, bald etwas größeren Familie.

      Gratulationen erreichen die Moderatorin z.B. per Instagram oder Facebook. (Foto: Imago Images / Sven Simon)
      turi2.de/kopefe (Profil von Anna Kraft)

      Aus dem Archiv: Anna Kraft im TV-Fragebogen über die Mini Playback Show und das Weekend-Feeling aus der Werbung.