Köpfe der Kommunikation

Liz Mohn


Status: Elisabeth “Liz” Mohn ist Witwe von Bertelsmann-Firmenpatriarch Reinhard Mohn und über viele Funktionen und Verbindungen die mächtige Frau im Hintergrund des Konzerns.

Geboren am 21. Juni 1941 in Wiedenbrück

Bio: Liz Mohn, Tochter eines Handwerkers und einer Hutmacherin, lässt sich zunächst zur Zahnarzthelferin ausbilden, geht dann aber als Telefonistin zu Bertelsmann. Ihren späteren Ehemann Reinhard Mohn lernt sie Ende der 1950er Jahre auf einem Betriebsfest kennen. Bevor sie ihn 1982 heiratet, bringt sie ab 1964 die drei gemeinsamen Kinder Brigitte, Christoph und Andreas zur Welt, ist aber mit einem Kinderbuch-Lektor des Verlags verheiratet. Die Kinder erfahren erst im jugendlichen Alter von ihrem leiblichen Vater. Als Reinhard Mohn 2009 stirbt, übernimmt Liz dessen Veto-Rechte und wird mächtigstes Mitglied der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft.

E-Mail: liz.mohn@bertelsmann.de

Profile:
Wikipedia

Das Geburtstagskind der Branche im Juni 2016:
Wir graturilieren: Liz Mohn wird 75.

Alle Köpfe im turi2-Index unter turi2.de/koepfe

Liz Mohn bei turi2:

    • Willkommen im Club: Bernd Adam.

      Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Bernd Adam setzt sich als Geschäftsführer des Vereins Deutsche Fachpresse für die Interessen von Apotheken- bis Zahnarzt-Medien ein. Adam ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Stefan Ottlitz, Liz Mohn und Bascha Mika.
      turi2.de/koepfe (Profil Adam)

    • “MM”: Lütke, Springer, Burda sind die reichsten Medien-Menschen Deutschlands.


      Milliarden mit Medien Das “Manager Magazin” veröffentlicht seine Liste der 500 reichsten Deutschen. Weit oben dabei: Deutschlands Medien- und Internet-Elite. Die Corona-Krise mit möglichen künftigen Firmenpleiten und etwaigen höheren Steuern für Topverdiener*innen hat sich hier noch kaum bemerkbar gemacht. Zu den Ausnahmen gehören hier sicher die
      Familie Merck auf Platz 5. Das Vermögen der Pharma-Familie wuchs um 3,5 Mrd Euro auf 21,5 Mrd Euro. Dietmar Hopp und Familie steigern ihr Vermögen, insbesondere dank Curevac um 5,1 Mrd Euro auf 13,2 Mrd Euro und sind nun auf Platz 12 geführt. Auch der reichster Internet-Mann Deutschlands kann ein coronagünstiges Geschäftsmodell vorweisen: Shopify-Chef Tobias Lütke (Bild, links) steht mit einem Vermögen von 6,2 Mrd Euro auf Position 24 des Gesamt-Rankings. Er konnte sein Vermögen laut “Manager Magazin” mehr als verdoppeln.

      Auf Platz 42 mit einem geschätzten Vermögen von 4,1 Mrd Euro und damit 300 Mio Euro weniger als im Vorjahr steht Friede Springer (Bild, mitte). Ihr jüngster Deal mit Mathias Döpfner ist hier noch nicht berücksichtigt. Mit jeweils 4 Mrd Euro auf Position 44 stehen die Familie Hubert Burda (Bild, rechts) und die Familie Mohn. Mirja, Saskia, Nicola und Yvonne Bauer listet das “Manager Magazin” mit 3,6 Mrd Euro auf Position 56. Dicht dahinter: Ralph Dommermuth, Gründer von United Internet, mit 3,5 Mrd Euro auf Platz 58. Die drei Samwer-Brüder listet das “Manager Magazin” auf Position 110 mit 1,9 Mrd Euro – eine halbe Mrd weniger als im Vorjahr.

      Ferner im Ranking: Die Geschwister von Holtzbrinck (1,5 Mrd Euro, Platz 130), die Auto1-Männer Hakan Koc und Christian Bertermann (1,2 Mrd Euro, Platz 154), Dirk Ströer (1 Mrd Euro, Platz 176), sein Mitgründer Udo Müller (900 Mio Euro, Platz 190), die Funke-Erben aus der Familie Brost (800 Mio Euro, Platz 210), die Zalando-Chefs Robert Gentz und David Schneider (800 Mio Euro, Platz 210), Henrich Blase und Eckhard Juls von Check24 (800 Mio Euro, Platz 210), die Familien Schaub, Lenk, Wipprecht, Resch und Nagel von der Medien Union (600 Mio Euro, Platz 283), die Springer-Erben Axel Sven Springer und Ariane Melanie Springer (600 Mio Euro, Platz 283) sowie die Funke-Gesellschafter um Julia Becker (400 Mio Euro, Platz 411).
      manager-magazin.de (Paid)

    • Berufe mit Zukunft: H wie Heuschrecke – Ewald Walgenbach.


      W wie Wohltäter? Ewald Walgenbach war bis März Finanzinvestor und das, was landläufig als “Heuschrecke” gilt.
      Peter Turi hat den früheren Bertelsmann-Manager kurz vor seiner Pensionierung für die turi2 edition #8 mit einem Sack voller Vorurteile besucht. Nach dem Gespräch will er ihn fast als “Wohltäter” beschreiben. Aber nur fast. Denn Walgenbach ist auch knallharter Kapitalist.

      Das Porträt über Heuschrecke Ewald Walgenbach finden Sie auch in unserem kostenlosen E-Paper zur “turi2 edition #8” auf Seite 162.

      Ewald Walgenbach ist eine Heuschrecke. Nicht dass er Fühler am Kopf hätte und im Sommer durchs Heu hüpft. Aber Walgenbach ist Finanzinvestor – also genau das, was der damalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering 2005 eine Heuschrecke genannt hat.

      Ewald Walgenbach ist keine Heuschrecke: Er ist zwar ein Finanzinvestor, aber er kommt nicht, frisst alles weg und hinterlässt kahle Felder. Er ist vielmehr ein nützliches Glied der Gesellschaft. Im Idealfall hinterlässt sein Wirken gesunde Firmen, glückliche Mitarbeiter und zufriedene Pensionäre. Zwischen diesen beiden Einschätzungen liegen ein Besuch bei Ewald Walgenbach und seiner BC Partner Beteiligungsberatung GmbH an der feinen Hamburger Adresse Neuer Wall 55 – und zweieinhalb Stunden Gespräch. Das Rathaus liegt in Sichtweite, der Alsterfleet und die teuren Läden von Juwelier Mahlberg und Montblanc gleich gegenüber. Der frühere Bertelsmann-Manager beantwortet mit dunkel gerahmter Brille, feinem Tuch und ruhiger Stimme im schicken Maisonette-Büro über den Dächern von Hamburg alle Fragen so überzeugend, dass man seinen Beruf fast unter W wie Wohltäter einordnen möchte.

      Aber nur fast. Denn eines macht Walgenbach klar: Wo er Geld investiert, erwartet er nach fünf bis sieben Jahren eine glatte Verdopplung des eingesetzten Kapitals. Kapitalismus pur. Aber der Reihe nach. Wer ist Walgenbach? Ein Querein- und -aussteiger in den Medien. 1959 als Sohn eines Schlossers und einer Hausfrau im Westerwald geboren, promoviert er in Biochemie, arbeitet für Boston Consulting und Boehringer Ingelheim. 1994 kommt er zu Bertelsmann, wird Strategie- und TV-Chef sowie Konzern-Vize. Er verliert 2007 den Machtkampf um den Chefposten gegen Hartmut Ostrowksi und geht. Seit 2008 zieht Walgenbach von Hamburg aus in aller Stille und Diskretion die Fäden bei millionenschweren Unternehmensdeals.

      Wer gibt Walgenbach Geld? Alle, die soviel davon haben, dass sie sich neben Aktien und Immobilien zur Risikostreuung noch Private Equity leisten können: Staatsfonds aus Singapur, aber auch Pensionskassen für Lehrer in der kanadischen Provinz Ontario. Gut 15 Prozent des Geldes kommt aus Deutschland, weniger als fünf Prozent fließen nach Deutschland. Walgenbachs Geschäft ist der An- und Verkauf von Firmen. Durchschnittlich 400 Millionen Euro investiert BC Partners in eine Firma, im Schnitt nach fünf bis sieben Jahren steigt der Investor wieder aus. Mindestziel: Der Firmenwert sollte sich dann verdoppelt haben. Walgenbachs Lieblingsbeispiel: Für rund 335 Millionen Euro hat er die Medizinlabor-Kette Synlab gekauft und nach sechs Jahren für 800 Millionen wieder verkauft. Dazwischen lag viel Arbeit: Fünf bis sechs Mitarbeiter von BC Partners haben bei Synlab über Jahre geholfen, Führungspersonal zu entwickeln, die IT zu professionalisieren und das Geschäft zu internationalisieren. 68 Laborunternehmen kaufte Synlab in dieser Zeit zu, so entstand ein europäischer Marktführer. “Das ist gut für die Mitarbeiter und die Gesellschaft”, sagt Walgenbach. Die Bevölkerung profitiere schließlich von einer besseren Versorgung mit Gesundheits-Dienstleistungen.

      Wie arbeitet Walgenbach? “Mit Fingerspitzengefühl und Empathie”, sagt er. Der Job sei “das Beste, was ich in meinem Leben gemacht habe”. Es sei spannend, manchmal auch frustrierend: Von 50 Firmen, die er sich genau anschaut, kauft BC Partners am Ende meist nur eine. Auf dem Weg dahin bricht das “Dealfieber” aus. Bei BC Partners schätzt Walgenbach, privat der Mann an der Seite von “Vogue”-Chefredakteurin Christiane Arp, das “politikfreie Umfeld”. Wer beim Adventssingen neben Liz Mohn sitzt, muss Walgenbach jetzt nicht mehr kümmern.

      Medien stehen nicht mehr in seinem Fokus. Zwar sind BC Partners und er bei Springer Nature an der Seite von Stefan von Holtzbrinck engagiert – ob das allerdings eine Erfolgsgeschichte wird, steht noch nicht fest. Der angestrebte Börsengang ist vorerst abgeblasen.

      Lesen Sie alle Erfolgs-Geschichten der turi2 edition #8 – direkt hier im Browser als E-Paper. Oder abonnieren Sie die Buchreihe hier.

    • Zahl des Tages: Vermögen von Friede Springer steigt auf 4,1 Mrd Euro.

      Zahl des Tages: Von 3,8 auf auf 4,1 Mrd Euro hat sich das Vermögen von Friede Springer binnen Jahresfrist erhöht, schätzt das “manager magazin” in seiner Liste der “1.001 reichsten Deutschen”. Damit rangiert die Verlagserbin auf Platz 30. Die Verleger-Familie Bauer hat demnach 3,5 Mrd Euro angehäuft, was für Platz 38 reicht. Die Bertelsmann-Familie Mohn und die Familie von Hubert Burda liegen mit jeweils 3,2 Mrd Euro auf Platz 43. Platz 1.001 ergattert mit 0,09 Mrd Euro so gerade eben noch Thomas Gottschalk.
      “manager magazin” – Sonderheft Oktober 20017, 21/22 (Paid), manager-magazin.de (Top 10)

    • Meinung: Bertelsmann-Stiftung bestimmt ohne Legitimation die politische Agenda.

      Bertelsmann-Stiftung setzt mit ihren Studien Themen auf die Agenda und bestimmt den öffentlichen Diskurs, was nicht allen gefällt, schreibt Thomas Schmelzer. Grundlagen für einige der wichtigsten Reformen der deutschen Politik, etwa Hartz IV, gehen auf die Expertisen des Gütersloher Think Tanks zurück. Kritiker halten die fehlende demokratische Legitimation und die Intransparenz bei der Themenauswahl für schwierig. “Es ist ein Wettstreit der Ideen”, sagt Stiftungssprecher Andreas Knaut, laut Ex-Mitarbeitern entscheide am Ende aber fast immer Bertelsmann-Patriarchin Liz Mohn allein.
      “Wirtschaftswoche” 32/2017, S. 32/33 (Paid)

    • lexikon2: Liz Mohn.

      Liz Mohn ist die mächtigste Medienfrau Europas. Als Matriarchin des Bertelsmann-Konzerns herrscht sie über 100.000 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von 17 Mrd Euro, der aus allen Teilen der Welt nach Gütersloh fließt. Angefangen hat sie 1958 als Telefonistin in Bertelsmanns Buchclub und als heimliche Geliebte des Patriarchen Reinhard Mohn.

      Liz Mohn wird am 21. Juni 1941 in Wiedenbrück bei Gütersloh als Elisabeth Beckmann geboren. Die Tochter eines Handwerkers und einer Hutmacherin lässt sich zunächst zur Zahnarzthelferin ausbilden, geht aber zu Bertelsmann. Ihren späteren Ehemann Reinhard Mohn lernt sie Ende der 1950er Jahre auf einem Betriebsfest kennen – das Spiel “Reise nach Jerusalem” wird für sie der Auftakt für ihr neues Leben.

      Bevor Elisabeth Beckmann 1982 zu Liz Mohn wird, bringt sie ab 1964 die drei Kinder Brigitte, Christoph und Andreas zur Welt. Sie führt eine Scheinehe mit einem Kinderbuch-Lektor des Verlags. Die Kinder erfahren erst im jugendlichen Alter von ihrem leiblichen Vater Reinhard Mohn. Heute wirken Brigitte und Christoph in den Gremien des Konzerns.

      Mohn inszeniert sich als Charity-Lady: Sie gründet eine Schlaganfallstiftung, setzt sich für Leseförderung in Spanien und das musikalische Leben in Gütersloh ein. Für ihr Engagement erhält die Vertraute von Kanzlerin Merkel das Bundesverdienstkreuz, wird erste Frau aus Deutschland im Club of Rome und bekommt zahlreiche andere Auszeichnungen.

      Als Reinhard Mohn 2009 stirbt, übernimmt Liz dessen Veto-Rechte und wird mächtigstes Mitglied der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft. Die Altersgrenze in dem Gremium wird 2014 still und leise aufgehoben, sodass die Matriarchin auch jenseits der 75 weiter herrschen kann.

      News über Liz Mohn auf turi2.de

      Geboren am 21. Juni 1941 in Wiedenbrück

      liz.mohn@bertelsmann.de

      Profile:
      wikipedia.de
      Vita auf bertelsmann-stiftung.de
      Vita auf munzinger.de (Paid)

      Wir graturilieren: Liz Mohn wird 75. (2016)
      turi2.de
       
       
      Lexikon2-JPGAlle Einträge von A wie Amazon bis W wie Winterscheidt, Joko.
      lexikon2.de

    • Renner: Funke überprüft Druckverträge bei Bertelsmann-Tochter Prinovis – angeblich wegen VDZ-Streit.

      Funke
      Unter Druck: Funke überprüft auf Geheiß von Manfred Braun seine Druckverträge bei der Bertelsmann-Tochter Prinovis – angeblich eine Folge des Streits um den neuen VDZ-Präsidenten Stephan Holthoff-Pförtner, schreibt Kai-Hinrich Renner. Ein Grund könnte sein, dass zu Bertelsmann nicht nur Prinovis, sondern auch der VDZ-abtrünnige Verlag Gruner + Jahr gehört. G+J-Chefin Julia Jäkel habe Braun gemeinsam mit “Zeit”-Geschäftsführer Rainer Esser vorgeworfen, im Vorfeld der VDZ-Wahl gelogen zu haben. Das habe Braun sehr gekränkt.

      Betroffen von dem Schritt wären vor allem die Magazine, die Funke 2014 von Springer kaufte – unter anderem “Bild der Frau” und “TV Digital”. Weder Bertelsmann noch Funke wollen das Geschehen kommentieren. Auf “allerhöchster Ebene” sollen sich mittlerweile aber auch Ex-VDZ-Präsident Hubert Burda und Bertelsmann-Hauptgesellschafterin Liz Mohn um eine Beilegung des Konflikts bemühen.
      handelsblatt.com, turi2.de (Background)

    • Bertelsmann einigt sich mit Buchclub-Verpächtern.

      bertelsmann2-150Bertelsmann beendet den Streit um seinen eingestellten Buchclub und einigt sich mit den Verpächtern. Bertelsmann kauft ihnen die Mitglieder zum Stichtag 31.12.2015 ab. Die Vertriebspartner hatten gefordert, dass der Club noch zwölf Jahre fortgeführt wird. Sie haben Mitglieder angeworben, an denen sie mitverdient haben.
      dnv-online.net, turi2.de (Background)

    • Zitat: Liz Mohn fordert, Verantwortung zu delegieren.

      Liz Mohn 2016-150“Die Delegation von Verantwortung ist nicht die einfachste Form der Führung – aber die erfolgreichste!”

      Bertelsmann-Eigentümerin Liz Mohn mahnt in einem Gastkommentar im “Handelsblatt” angesichts der Digitalisierung zu flexibleren Führungsstilen.
      “Handelsblatt” S. 56 (Paid)

    • Liz Mohn ist Angela Merkels Brieffreundin.

      Liz Mohn 2016-150Liz Mohn, Bertelsmann-Eigentümerin, beglückt Angela Merkel regelmäßig postalisch mit Ratschlägen. “Spiegel” hat die Freigabe der Briefe gefordert, aus denen u.a. hervorgeht, dass Mohn die Ergebnisse ihres jährlichen Entscheidertreffens “Salzburger Trilog” für Merkel zusammenfasst und Handlungsempfehlungen daraus ableitet.
      “Spiegel”, S. 126 (Paid)