Köpfe der Kommunikation

Christian Simon


Status: Christian Simon ist Journalist und Innovation Editor beim Media Lab Bayern.

Bio: Christian Simon studiert zunächst Politik- sowie Medienwissenschaften und besucht die Deutsche Journalistenschule in München. Während des Studiums schreibt er u.a. für turi2 und das Social Media Watchblog, später arbeitet er für die “Süddeutsche Zeitung”. Seine Schwerpunkte sind Social Media und Technologie. 2018 heuert Simon beim Media Lab Bayern als Innovation Editor an.

E-Mail: christian@media-lab.de

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Alle Köpfe im turi2-Index unter turi2.de/koepfe

Christian Simon bei turi2:

    • Ulrike Simon erklärt den News-Fokus von P7S1 und RTL.

      Alles news macht der Mai: Ulrike Simon beschreibt im “Journalist”, warum ProSiebenSat.1 und RTL in eigene News investieren. Die Macht der internationalen Konkurrenz zwinge die Sendergruppen sich auf das lokale Publikum zu fokussieren. Zudem belohne der neue Medienstaatsvertrag politische Relevanz im Programm mit höherer Sichtbarkeit des Senders. Auch Werbekunden ziehe es zunehmend ins “Umfeld von gesellschaftlich relevanten Themen”, sagt P7S1-Vorstand Wolfgang Link.
      “Journalist” 5/21, S. 56 (Paid), turi2.de (Background)

    • Willkommen im Club: Gregory Lipinski.

      Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Gregory Lipinski schreibt als waschechtes Nordlicht aus seiner Geburtsstadt Hamburg für “Meedia”, sein Schwerpunkt ist die Verlagsbranche. Lipinski ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Volker Krug, Tina Beuchler und Christian Simon.
      turi2.de/koepfe (Profil Lipinski)

    • Co-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron verlässt den “Tagesspiegel”.


      Bye-Bye, Blumencron: Nach drei Jahren beim “Tagesspiegel” setzt Co-Chefredakteur und Regatta-Fan Mathias Müller von Blumencron, 60, die Segel neu und verlässt Berlin (das somit wieder alleiniges Nautik-Gebiet eines anderen Schiffers ist), schreibt Ulrike Simon. Lorenz Maroldt, 58, bleibt Chefredakteur und bildet künftig eine Doppelspitze mit Christian Tretbar, 42, der bisher Vize-Chefredakteur und Mitglied der Geschäftsleitung ist. Mit Tretbars Berufung wird laut Verlag “die strategische Fokussierung der Tagesspiegelgruppe auf eine konsequente Subscription-Strategie” vorangetrieben.

      Blumencron wechselte 2018 von der “FAZ” zum “Tagesspiegel”, er war Digitalchef der Zeitung. Herausgeber Sebastian Turner soll ihn persönlich berufen haben. Er verließ die Zeitung allerdings 2020, und widmet sich nun ganz seinem Medien-Startup Trafo. Verleger Dieter von Holtzbrinck wünscht “dem immer neue Ufer Suchenden” von Blumencron in der Pressemeldung “weiterhin das Glück des Tüchtigen.”
      horizont.net, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

    • Willkommen im Club: Mareice Kaiser.

      Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Bei Edition F bringt Chefredakteurin Mareice Kaiser Journalismus und Feminismus zusammen. Kaiser ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Andreas Schilling, Ulrike Simon und Christian Klein.
      turi2.de/koepfe (Profil Kaiser)

    • turi2 edition #13: 20 Gewinner*innen des Jahres 2020.

      1. Jacinda Ardern
      Bekommt Corona in Neuseeland in den Griff und rockt die Kiwi-Wahl: Das neue Ardern-Kabinett ist so divers, dass die Welt darüber staunt.

      2. Biontech
      So viel Hoffnung ruhte noch nie auf Mainz: Die Firma mit Dienstsitz an der Goldgrube macht mit Pfizer das Rennen um einen Covid-Impfstoff. Die Welt schaut auf das Gründerpaar
      Ugur Sahin und Özlem Türeci.

      3. Charli D’Amelio
      Die 16-Jährige aus Connecticut hat sich zur größten TikTok-Influencerin hochgetanzt. Mehr als 100 Millionen Follower*innen gucken zu, wenn D‘Amelio Playback singt.

      4. Mathias Döpfner
      Der Springer-Chef hat sich von Tante Friede großzügig beschenken lassen. Praktisch: Der größte Teil der zehnstel ligen Summe dürfte steuerfrei bleiben. So geht Springer – und Kapitalismus.

      5. Markus Dohle
      Imperialer Zuwachs: Der Bertelsmann in New York schluckt den Konkurrenten Simon & Schuster und macht die Obamas zu Weltbestsellern.

      6. Christian Drosten
      Legt eine raketenhafte Medienkarriere hin, wird zum Liebling von Politik und Twitter. Als „Bild“ die Hoheit des ungekrönten Virologen-Königs anzweifelt, wird Drosten pampig. Er hat Besseres zu tun.

      7. Flaschenpost
      Liefert Bierkisten an durstige und schleppfaule Großstädter*innen. Dr. Oetker packt mit an, kauft den Laden und flutet die Innenstädte mit Plakatwerbung. Leider ist das Arbeitsklima laut Berichten eher nasskalt.

      8. Gendersternchen
      Immer mehr Menschen setzen es ein – sehr zum Ärgernis angesäuerter Sprachbewahrer. Ihnen schlagen wir etwa das generische Femininum vor.

      9. Kamala Harris
      Gewinnt mit Joe Biden die US-Wahl. Der wirkt neben ihr wie der alte Mann, der er ist. Die Welt braucht beide, um Amerika wieder in Ordnung zu bringen.

      10. Laura Karasek
      Die mediale Alleskönnerin ist nun auch Offiziersanwärterin – nicht bei Gabor, sondern auf dem Traumschiff nebst Florian Silbereisen. Ahoi!

      Lesen Sie alle Geschichten der turi2 edition #13 – direkt hier im Browser als E-Paper oder bestellen Sie das Buch.

      11. Klopapier
      Wandert während des Lockdowns kiloweise in die Einkaufswägen hamsternder Verbraucher*innen – und in die Zeilen von Witzeschreibern. 2021 endet hoffentlich beides.

      12. Tobias Lütke
      Seine kanadischeOnlineshop-Plattform Shopify macht den Koblenzer 2020 noch reicher als zuvor: Mit 6,2 Milliarden Euro kann er sein Vermögen gegenüber 2019 mehr als verdoppeln.

      Netflix Logo13. Netflix
      Bespaßt alle im Home-Office, die nach Feierabend noch nicht genug vom Bildschirm haben. Zu Coronabeginn verzeichnet der Dienst einen Rekord-Zuwachs an Neukund*innen.

      14. OnlyFans
      2020 beschert dem Porno-Netzwerk ungeahnte Aufmerksamkeit. Es wird als nächstes große Social-Ding gehandelt. Obacht: So schnell wie es gekommen ist, könnte es 2021 wieder verschwinden.

      15. Hannah Suppa
      Als neue Chefredakteurin der „Leipziger Volkszeitung“ wird Suppa zur gewichtigen Medienstimme im Osten.

      16. HelloFresh
      Der Kochboxen-Lieferant legt 2020 wegen geschlossener Restaurants richtig zu. Hello Fresh freut sich über mehr Kundschaft und mehr Bestellungen – die Börse über einen gestiegenen Aktienkurs.

      17. Pamela Reif
      Millionen schwitzen im Lockdown zu ihren YouTube-Fitness-Videos. Ihren Ruhm nutztReif jetzt, um Schokochips zu verkaufen.

      18. Sagrotan
      War mal trotz intensiver TV-Werbung eher was für Hypochonder*innen. Seitdem das Virus immer und überall lauern könnte, sind die Verkaufszahlen für Desinfektionsmittel explodiert.

      19. Schott
      Der Mainzer GlasMarktführer liefert die Fläschchen für den Corona-Impfstoff. Und verspricht 2021 bis zu 400 Millionen Glas-Ampullen für die Vakzine.

      20. Wohnwagen
      Was früher das rollende Holländerheim war, ist nun die neue Art, möglichst kontaktlos zu reisen. Entsprechend stark ist der Absatz gestiegen. Auch in Deutschland.

       

      Alle Geschichten der turi2 edition #13 lesen: turi2.de/edition13

    • Digital-Verleger fordern einen Teil der Presseförderung für sich ein.


      Wollen auch ein Stück vom Kuchen: Mehrere Online-Medien haben sich zum Arbeitskreis Digitale Publisher zusammengeschlossen und fordern in einem Appell, bei der von der Bundesregierung geplanten Presseförderung berücksichtigt zu werden. Zu den Unterzeichnern gehören u.a. die Satireseite Der Postillon, die Krautreporter, Perlentaucher, die Prenzlauer Berg Nachrichten, der Podcast Lage der Nation, das Social Media Watchblog und das Lokal-Journalismus-Projekt Rums aus Münster von Wikipedia-Finanzchef Christian Humborg.

      Im Appell äußern sie die Sorge, dass die geplante Presseförderung “zu einer massiven Wettbewerbsverzerrung auf Kosten von digitalen Publishern führt”. Sie fordern daher, mit den traditionellen Medien gleichbehandelt zu werden und schreiben: “Eine Förderung darf nicht auf Kosten etablierter digitaler Publisher gehen, die meist nicht auf eine langjährige Geschichte und hohe Rücklagen zurückblicken können.”

      Erst gestern war die geplante Förderung Thema im Haushaltsausschuss des Bundestags, berichtet Daniel Bouhs. Dabei machten Union und SPD den Weg frei für eine Förderung nach den Gießkannenprinzip – allerdings nur für Zeitungen, Zeitschriften und Anzeigenblätter. Doch innerhalb der Regierungskoalition gibt es auch Stimmen, die auch verlagsunabhängige Angebote berücksichtigt wissen wollen. Dazu sind noch weitere Gespräche geplant.
      medium.com, zeit.de (Paid), turi2.de (Background)

    • Vodafone trennt Marken-Kommunikation und Media.

      Vodafone splittet Brand Communications und Media in zwei Abteilungen auf: Björn Simon (Foto) kümmert sich künftig um Werbung, Social Media und Content. Christian Maier ist für das Mediageschäft verantwortlich. Beide hatten zuvor schon für Unitymedia gearbeitet – Vodafone hat den Kabelnetzbetreiber 2019 übernommen. Simon und Maier folgen auf Anne Stilling, die seit vergangenem Jahr als weltweite Brand- und Mediachefin arbeitet.
      horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

    • Kann man Innovation lernen, Christian Simon?


      Ideenschmiede: “Die Lücke zwischen innovativen und nicht innovativen Unternehmen vergrößert sich in der Krise.” Im
      Video-Interview von turi2.tv erklärt Christian Simon, Innovation Editor im Media Lab Bayern, wie Innovationen auch in der Krise funktionieren können. Dabei blickt er auch auf eigene Erfahrungen: Das Media Lab musste gerade sein Workshop-Angebot im Rahmen der Medientage München digitalisieren. “Man muss mit den Leuten reden, die es später nutzen sollen”, sagt Simon zu seiner Strategie. Herausgekommen ist eine Innovation Week auf Podcast-Basis mit vier unterschiedlichen Kurs-Reihen, u.a. zu Innovations-Strategien und dem Finden von Ideen.

      Eine der wichtigsten Fragen sei gewesen, wie sich die Nutzungssituation verändert, wenn die Menschen nicht mehr vor Ort sind, sondern Zuhause oder in der Firma am Rechner sitzen. Daher gibt es nun kein Vollprogramm von morgens bis abends mehr, sondern konzentrierte Sessions von zwei Stunden pro Tag. Die Podcasts mit Expert*innen können die Teilnehmer*innen in den eigenen Tagesablauf einbauen und sich anschließend bei Slack austauschen.

      Kann man Innovation also in einem Seminar lernen? “Kreativität lässt sich nicht erzwingen”, antwortet Simon, aber man kann lernen, “wie man Rahmenbedingungen schafft, in denen Innovation besser entstehen kann”. Und das könne auch Medienunternehmen helfen: Corona und der Zwang zum Home Office hätten dafür gesorgt, dass Redaktionsprozesse, die vielerorts noch analog waren, nun digital funktionieren. Simon wünscht sich, dass Unternehmen “dieses Momentum mitnehmen”, um für künftige Krisen besser aufgestellt zu sein.
      turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube)

    • Türkisches Gericht verurteilt Deniz Yücel zu zwei Jahren und neun Monaten Haft.


      Urteil in Abwesenheit: Ein Gericht in Istanbul verurteilt den “Welt”-Journalisten und früheren Türkei-Korrespondenten Deniz Yücel zu zwei Jahren und neun Monaten Haft. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vorgeworfen. Vom Vorwurf der Volksverhetzung und der Propaganda für die Gülen-Bewegung ist er dagegen freigesprochen worden. Yücel selbst war bei der Verkündung des Urteils nicht anwesend. Von Februar 2017 bis Februar 2018 saß er insgesamt 367 Tage ohne Anklage in türkischer Haft. Seine Inhaftierung hatte die deutsch-türkischen Beziehungen schwer belastet. Der damalige Außenminister Sigmar Gabriel hatte sich im direkten Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Erdogan für Yücels Freilassung eingesetzt.

      Erst nach seiner Freilassung und der Ausreise nach Deutschland hatte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Yücel erhoben. Als Belege dienten Artikel von ihm in der “Welt”, darunter ein Witz über das Verhältnis von Kurden und Türken. In einem Kommentar bei Welt.de nennt Yücel die Entscheidung “ein politisches Urteil, wie die ganze Geschichte meiner Verhaftung politisch motiviert war”. Dass die Richter sich entschieden hätten, “lieber das Verfassungsgericht bloßzustellen als den Staatspräsidenten” zeige einmal mehr, “wie es um die Rechtsstaatlichkeit in diesem Land bestellt ist: erbärmlich”.

      Der DJV spricht von einem “Willkürurteil, das kritische und unabhängige Berichterstattung dauerhaft kriminalisiert”. Der DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall fordert das Auswärtige Amt zu diplomatischen Konsequenzen gegenüber der Türkei auf. Die Bundesvorsitzende der DJU in Verdi, Tina Groll, sieht in der Entscheidung einen “Abgesang auf die Rechtsstaatlichkeit in der Türkei”. Der Geschäftsführer der Organisation Reporter ohne Grenzen, Christian Mihr, kommentiert: “Dass die türkische Justiz an dem absurden Vorwurf der Terrorpropaganda festhält und Yücel zu fast drei Jahren Haft verurteilt, zeigt, wie politisiert und willkürlich diese ist.” (Foto: picture alliance / Sven Simon)
      sueddeutsche.de, spiegel.de, welt.de (Kommentar Yücel), djv.de, dju.verdi.de, reporter-ohne-grenzen.de

    • Brinkbäumer, Turner und andere machen Lokal-Journalismus für Münster.


      Heimat-Journalismus: Rums, kurz für “Rund um Münster”, heißt ein Lokal-Journalismus-Projekt für Münster, das am Samstag startet. Hinter dem Projekt, das eine Website, einen Newsletter, Social-Kanäle und Live-Journalismus liefern will, stehen Christian Humborg, Finanzchef von Wikimedia, und der Autor Marc-Stefan Andres. Sie konnten prominente Münsteraner wie den früheren “Spiegel”-Chef Klaus Brinkbäumer, “Tagesspiegel”-Mitverleger Sebastian Turner und Correctiv-Chef David Schraven für das Projekt gewinnen, schreibt Ulrike Simon bei Horizont.net. Sie alle wollen Texte beitragen: Zu den Autoren gehören außerdem CDU-Mann Ruprecht Polenz und die Grüne Marina Weisband.

      Die redaktionelle Leitung übernehmen der MDR-Freelancer Ralf Heimann und die frühere “B.Z.”-Lokalchefin Katrin Jäger, die beide aus Münster stammen. Finanzieren soll sich Rums über Abos und Crowdfunding, zunächst, so schreibt Simon sei, die Finanzierung für sechs Monate über die Gründer und Gesellschafter gesichert. Die “Münstersche Zeitung” ist seit 2014 eine Zeitung ohne Redaktion. Die Inhalte kommen von den “Westfälischen Nachrichten” und anderen Zulieferern.
      Mitarbeit: Markus Trantow
      horizont.net (Paid)