Köpfe der Kommunikation

Wencke Tzanakakis

Status: Wencke Tzanakakis ist Leiterin des Abo-Programms “Freunde der Zeit”.

Geboren 1980 in Hermannstadt, Rumänien

Bio: Wencke Tzanakakis, geborene Bugl, arbeitet bis 2015 als Managing Editor im Video-Ressort beim “stern”, wo sie die Schnittstelle zwischen Print und Online betreut. 2015 wechselt sie als journalistische Projektleiterin zur “Zeit”. Nach freien Zwischenstationen, u.a. bei der “NZZ”, geht Tzanakakis zurück zur “Zeit”. Dort leitet sie heute den Leser*innen-Club “Freunde der Zeit”.

E-Mail: wencke.tzanakakis@zeit.de

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Wencke Tzanakakis schreibt in der turi2 edition #13 über die Zielgruppe der “Zeit”:

Berufe mit Zukunft: Wencke Tzanakakis berichtet im Mai 2019 über ihren Job als Clubmanagerin bei der “Zeit”.

Alle Köpfe im turi2-Index unter turi2.de/koepfe

Wencke Tzanakakis bei turi2:

  • Termin-Tipp: Igor Levit und Florian Zinnecker präsentieren ihr Buch.

    Termin-Tipp: “Zeit”-Redakteur Florian Zinnecker hat den profilierten Pianisten Igor Levit (Foto) ein Jahr lang begleitet. Gemeinsam haben sie das Buch “Hausbesuch” geschrieben, das sie heute um 18 Uhr in einer Video-Liveübertragung des Programms “Freunde der Zeit” mit Wencke Tzanakakis präsentieren. Das Publikum kann sich vorab online anmelden und per Online-Formular eigene Fragen in die Diskussion einbringen.
    zeit.de, freundederzeit.typeform.com (Registrierungslink)

  • “Ein Schutzschirm aus Inspiration und Hoffnung” – so feiert die “Zeit” ihren 75. Geburtstag.


    Und im Herbst ein Fest: “Wir wollen uns nicht auf den Heldentaten der Vergangenheit ausruhen.” Im Video- und Podcast-Interview mit turi2.tv erklären
    Wencke Tzanakakis und Nils von der Kall, dass sie zum 75. Geburtstag der “Zeit” lieber nach vorne statt nach hinten gucken. Im Laufe des Jahres sammelt das Blatt “75 Ideen für eine bessere Zukunft” – nicht nur bei Expert*innen, sondern bei seinen Leser*innen. Den Auftakt gibt es in der Jubiläums-Ausgabe, die am Donnerstag erscheint. Bis zum Jahresende soll so “ein Schutzschirm aus Inspiration und Hoffnung” entstehen, sagt Tzanakakis, die das Abonnentenprogramm “Freunde der Zeit” leitet. Für Sie hängt der Erfolg der “Zeit” – das Blatt erreicht aktuell so viele Leser*innen wie noch nie – maßgeblich damit zusammen, dass es inzwischen auf alle “Code words eines bürgerlichen Wissenstandes” verzichtet und “voraussetzungsarm” schreibt – ein Verdienst von Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, sagt Tzanakakis.

    Als Verlagsleiter für Marketing und Vertrieb setzt Nils von der Kall vor allem auf die “Zeit”-Community als Wachstumsmotor. Er glaubt, dass es das Blatt in den vergangenen Jahren geschafft hat, sich “ein bisschen den Naturgesetzen des Zeitungsmarktes” zu entziehen. Das Wachstum der “Zeit”, gerade was die Abonnent*innen angeht, sieht er noch längst nicht am Ende. “Vor zehn Jahren hatten wir noch 100.000 Abonnenten weniger”, heute sei das Blatt eine Wachstumsmarke. Im Interview gibt er sich überzeugt, noch mehr Leser*innen zu gewinnen und neue Geschäftsfelder – auch neben der Zeitung – zu erschließen.
    turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube), turi2.de/podcast (21-Min-Podcast), spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

  • Willkommen im Club: Wencke Tzanakakis.

    Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Wencke Tzanakakis pflegt als “Freunde der Zeit”-Leiterin ein gutes Verhältnis zu den Leser*innen der Wochenzeitung. Tzanakakis ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Christian Seifert, Ann-Sophie Kimmel und Robert Schneider.
    turi2.de/koepfe (Profil Tzanakakis)

  • Berufe mit Zukunft: C wie Clubmanagerin – Wencke Tzanakakis.


    Die Gastgeberin:
    Wencke Tzanakakis ist Theologin und Journalistin – bei der “Zeit” verantwortet sie den Leser-Club Freunde der Zeit. Im Porträt von Anne-Nikolin Hagemann für die turi2 edition #8 zieht sie Bilanz nach einem Jahr im Job und findet, dass “Club” eigentlich nicht die richtige Bezeichnung für das Leser-Programm der Wochenzeitung ist.

    Das Porträt über Clubmanagerin Wencke Tzanakakis finden Sie auch in unserem kostenlosen Blätter-PDF zur “turi2 edition #8” auf Seite 154.

    Eigentlich würde Wencke Tzanakakis in dieser Reihe lieber unter “G” auftauchen, wie Gastgeberin. Vielleicht auch unter “P”, wie Programmleiterin, ihr offizieller Jobtitel. Dabei managt sie tatsächlich einen Club, der nur nicht so heißt: “Freunde der Zeit”, das Abonnenten-Programm der “Zeit”.

    Als man vor anderthalb Jahren im Verlag überlegte, wie man Abonnenten binden könnte, befragte man alle im Haus dazu. Die Autoren, sagt Tzanakakis, wollten mehr Geschichten in der Zeitung. Die Marketingabteilung mehr Abo-Geschenke, noch ein Messerset. “Die Abonnenten aber wollen vor allem wissen, was genau sie mit ihrem Abo eigentlich unterstützen”, weiß Tzanakakis aus Befragungen.

    Herausgekommen ist ein Programm, das “Zeit”-Leser und “Zeit”-Macher zusammenbringt. Abonnenten werden zum Redaktionsbesuch oder zur Blattkritik eingeladen. Es gibt Meisterklassen, in denen Journalisten ihr Handwerk weitergeben – die einzigen Veranstaltungen, die Geld kosten. Mit den meistdiskutierten Themen gehen Tzanakakis’ Team und die Redakteure auf Tour und veranstalten “Unter Freunden”-Abende.

    Für all das ist der Titel Club nicht der richtige, findet Tzanakakis. “Das Wort klingt für mich so, als ob alle das Gleiche sind, das Gleiche wollen und das Gleiche tun müssen, um dabei zu sein.” Die Abonnenten vereine Neugier auf die Welt und das Interesse, sich einzubringen, “aber ansonsten sind sie sehr heterogen, was etwa das Alter oder die politischen Ansichten betrifft.” Die “Zeit” will sich mit exklusiven Veranstaltungen eher bei Abonnenten bedanken als alle anderen ausschließen, sagt Tzanakakis. Das große verlegerische Ziel? “In Beziehungspflege investieren.”

    Das publizistische Ziel ist es, mit den Lesern in Austausch zu treten. Gut 500 Mails bekommt die “Zeit” pro Woche, meist Beschwerden. Bei den Treffen zwischen Journalisten und den “Freunden der Zeit” kommt auch mal Kritik, aber vor allem Lob – zumindest immer Interesse. Die Events, sagt Tzanakakis, sind auch Motivation für die Redakteure. Manchmal entstehen dadurch Themenideen. “Natürlich ist das nicht repräsentativ und ersetzt nicht die Marktforschung. Aber wir verstehen so besser, welche Fragen sich die Leser stellen.”

    Tzanakakis sieht sich als “eine Blattmacherin jenseits der Zeitung.” Sie und die Redakteure können zum Beispiel einen Protagonisten aus der Zeitung zum Gespräch einladen oder erzählen, wofür in der Zeitung Platz fehlt. Früher wurden Zeitungen an Marktplätzen verkauft und die Nachrichten dort direkt diskutiert. “Heute müssen wir uns die Marktplätze selbst schaffen.”

    Eigentlich wollte Wencke Tzanakakis Pastorin werden. Auf die Religionswissenschaften setzt Tzanakakis einen Journalismus-Master, arbeitet in der Video- und der iPad-Redaktion des “stern” und wird Mitglied der Chefredaktion. Sie berät die “NZZ” beim Relaunch der Videoformate und ist an dem des “Zeit”-Reiseressorts beteiligt. “Ich habe gelernt, aus allen Richtungen zu denken.” Bei “Freunde der Zeit” vereint sie journalistische und verlegerische Aspekte. Eigentlich wollte Tzanakakis immer eine Gastgeberin für den Journalismus sein.

    Erfolg ist für sie: “Wenn ich einen ehrlichen Austausch zwischen Journalisten und Lesern ermöglichen kann, in dem man sich kennenlernt, einander regelmäßig zuhört und über manches auch streiten kann.” Dass mittlerweile mehr Redakteure mit Veranstaltungsideen auf ihr Team zukommen, als sie aktuell umsetzen können, ist ein weiterer Erfolg. Tzanakakis’ Bilanz nach einem Jahr “Freunde der Zeit”: Die positiven Effekte sind die Zeit- und Personalkosten wert.

    Tzanakakis würde sich freuen, wenn jeder Journalist das Gleiche tut wie sie: die Leser zum Gespräch einladen. “Es wird weiter die großen Erzähler geben”, sagt sie, “aber es wird auch immer mehr von denen geben, die das Erzählen erst ermöglichen.” Wenn es immer mehr mögliche Erzählwege gibt, Print, Online, Podcast, Video, braucht es immer mehr Menschen, die das Ganze zusammenbringen. Mehr Gastgeber.

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