Der Club der Meinungsmacherinnen.

Rainer Esser bei turi2:

  • Zitat: Rainer Esser gratuliert den mächtigen Plattformen.

    “Es gibt da diesen Spin: Weil diese Firmen so viel Geld verdienen und einen großen Marktanteil haben, müssen sie böse sein. Ja, es sind große, mächtige Plattformen mit sehr gut funktionierenden Geschäftsmodellen. Da kann ich erstmal nur sagen: herzlichen Glückwunsch!”

    Rainer Esser, Geschäftsführer des “Zeit”-Verlags, teilt “das Jammern über Google und Facebook” nicht, sagt er im Meedia-Interview. Esser hält die Diskussion um die großen Plattformen als mögliche Konkurrenz für “nicht zielführend.”
    meedia.de (Paid)

  • turi2 am Abend: Telekom, Matthias Dang, Karin Immenroth


    Redaktion: Tatjana Kerschbaumer und Andreas Grieß
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    Telekom sichert sich die Rechte an allen Fußballspielen der EM 2021, WM 2022 und EM 2024.
    Telekom-Tor: Die deutsche Telekom sichert sich die Rechte für die Fußball-Europameisterschaft 2021, die Weltmeisterschaft 2022 und die Europameisterschaft 2024 der Männer. Das Unternehmen darf auf ihrer Plattform Magenta TV als einzige Anbieterin sämtliche Begegnungen der drei kommenden internationalen Fußballturniere zeigen. ARD und ZDF bekommen durch Sub-Lizenzen etwas vom Kuchen ab: 2024 können sie 34 von 51 Spielen der EM zeigen, darunter alle Matches der deutschen Nationalmannschaft sowie Halbfinal-Begegnungen und das Finale. Weitere 17 Spiele der EM 2024 gehen per Sublizenz an RTL. Zehn Spiele der EM 2020 und 16 Spiele der WM 2022 sind ausschließlich im TV-Angebot der Telekom zu sehen.
    weiterlesen auf turi2.de


    Content, Tech, Daten – was Matthias Dang und Karin Immenroth Google & Co entgegensetzen.
    Transparenter werben: “Wir wollen nicht mehr Werbung verkaufen, sondern Wirkung.” Im Video-Interview von “Horizont” und turi2.tv am Rande des Ad Alliance-Events Innovation Now erklären Karin Immenroth und Matthias Dang, wie die Werbe-Tochter von Bertelsmann Google, Facebook und Co ein Schnippchen schlagen will. “Content, Technologie und Daten – auf allen diesen Feldern müssen wir Local Hero sein”, sagt Dang. Der Chef der Ad Alliance sieht sich auf einem guten Weg dorthin und stellt gemeinsam mit RTL-Datenchefin Immenroth das neue Tool “Brand Aid” vor.
    weiterlesen auf turi2.de, youtube.com (9-Min-Video)

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    BUNTE quarterly – Das neue Magazin
    BUNTE setzt weiter auf Wachstum. BUNTE quarterly stellt Macher:innen, Kämpfer:innen und Visionär:innen vor. Ganz im Sinne von Andy Warhols Interview-Magazin bittet BUNTE quarterly Persönlichkeiten zum Gespräch und lässt sie von den besten Fotografen inszenieren.
    www.burda.com

    – NEWS –

    Bad Bank: NDR, SWR und SR gehören zu den Kunden der Pleite-Bank Greensill, berichtet der “Weser Kurier”. Vergangene Woche musste Greensill wegen drohender Überschuldung schließen. Der NDR teilt mit, dass seine Geldanlagen vom Einlagensicherungsfonds gedeckt sind.
    weser-kurier.de, spiegel.de, tagesschau.de


    Zeit Online sortiert die Kultur neu und macht den bisherigen Vize-Ressortleiter Dirk Peitz, 49, zum Chef. Er folgt auf Rabea Weihser, 39, die Zeit Online “auf eigenen Wunsch” verlässt. Judith Liere, 41 (Foto), kommt im Mai als neue Stellvertreterin. Sie leitet aktuell das Kulturressort beim “stern”.
    zeit-verlagsgruppe.de


    Monatlicher Innovations-Input: Sascha Lobo und Cisco starten am 11. März den Podcast “2022 – Zukunft verstehen”, der sich mit Innovationen befasst, die die kommenden Jahre prägen werden. In der ersten Folge geht es um das Thema 5G. Künftig gibt es jeden Monat eine neue Folge.
    channelobserver.de, twitter.com (Ankündigung Lobo)


    Zügiger Abgang: Oliver Janik (Foto), Chief Business Officer von CNX, verlässt die Vermarktungsunit von Condé Nast nach nur sechs Monaten wieder. Janik, vormals Operativ-Chef der deutschen DDB-Gruppe, könnte laut Mehrdad Amirkhizi über den turbulenten Umbau bei Condé Nast gestolpert sein.
    horizont.net (Paid), turi2.de (Background)


    Gras-Wurzel: SevenVentures, Media-Investor von ProSiebenSat.1, beteiligt sich mit einem mittleren einstelligen Mio-Betrag an der Sanity Group. Das Berliner Cannabis-Startup tauscht Unternehmensanteile gegen TV-Werbeminuten, mit denen es seine Hanf-Onlineshops Vaay und This Place bewerben will.
    presseportal.de


    Jogi adé: Joachim Löw tritt nach der Fußball-Europameisterschaft 2021 nach 15 Jahren als Bundes­trainer der deutschen Fußballnational­mannschaft zurück. Der 61-Jährige ist aktuell dienstältester Nationalcoach der Welt. Der DFB will nun “mit Ruhe und Augenmaß einen Nachfolger benennen”.
    dfb.de, faz.net


    Corona-Rückpass: Die DFL muss in der Saison 2019/20 einen Umsatzrückgang von 5,7 % einstecken. Die 2. Bundesliga ist mit einem Rückgang von 7,2 % auf 726 Mio Euro stärker betroffen als die 1. Liga, deren Erlöse um 5,4 % auf 3,8 Mrd Euro sinken. Die Werbe-Erträge in der 1. Liga steigen um rund 5 % auf 889 Mio Euro.
    dfl.de (Pressemitteilung), dfl.de (Wirtschaftsreport, PDF)


    Post-Pandemisch: Die Deutsche Post DHL steigert ihren Umsatz 2020 um 5,5 % auf 66,8 Mrd Euro. Bereinigt um Sondereffekte liegt das Plus sogar bei 8,5 %. Das Ebit steigt um 17,4 % auf 4,8 Mrd Euro. Wachstumstreiber ist vor allem der boomende E-Commerce. 2021 soll das Ebit auf 5,6 Mrd Euro steigen.
    dpdhl.com


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    Patricia Schlesinger, wir müssen reden!
    Patricia Schlesinger, Intendantin des RBB, spricht mit uns über den Wandel in der Arbeitskultur und im Programm des RBB sowie über Verantwortung, Prägung und Haltung.
    Am Mittwoch, 17. März, um 19 Uhr live im turi2 Clubraum bei Clubhouse – und danach als Podcast auf turi2.de. Wir hören uns!
    turi2.de/clubraum, joinclubhouse.com (Link für den iPhone-Kalender)

    Meistgeklickter Link heute Morgen: Andrea Wasmuth, Chefin der Handelsblatt Media Group, kritisiert die frühere Unternehmenskultur in ihrem Haus.
    sueddeutsche.de

    “So viel Geld hätten die beiden nicht mal ansatzweise verdient, wenn sie in der Königsfamilie geblieben wären.”

    Thomas Kleinrahm, Head of Celebrity Relations bei FischerAppelt, schätzt die kommenden Gagen des royalen Pärchens Meghan und Harry auf “500.000 bis 1 Mio Euro pro Auftritt”.
    faz.net, turi2.de (Background)


    “Ich werde im oder nach diesem Sommer nicht als möglicher Bundestrainer zur Verfügung stehen. Ich habe ja einen Job.”

    FC-Liverpool-Trainer Jürgen Klopp erteilt dem DFB in Sachen Bundestrainer-Suche eine Absage – noch bevor er offiziell gefragt wurde.
    kicker.de, turi2.de (Background)


    – BACKGROUND –

    Wessi go home: Westdeutsche Zeitungen kommen in Ostdeutschland kaum an, schreibt Anne Fromm unter Bezug auf ein Diskussionspapier der Otto-Brenner-Stiftung. Die “Süddeutsche Zeitung” verkauft nur 2,5 % ihrer Gesamtauflage in den Neuen Bundesländern, sogar die “taz” kommt gerade mal auf 6 % – Berlin jeweils nicht mitgerechnet.
    taz.de, turi2.de (Background OBS-Studie)


    ZDF kündigt für das bundesligafreie letzte März-Wochenende eine Doku über Dietmar Hopp als “Hassfigur der Ultras” an und erntet aus der “Fanszene” schon jetzt Kritik, berichtet Daniel Bouhs. Er hat den Film bereits gesehen und hat “alles andere als den Eindruck, dass hier pro Hopp oder TSG lobbyiert wird”.
    ndr.de, prisma.de (Doku-Ankündigung)


    Neue Seriosität: Privatsender wollen im digitalen Angebotsdschungel dank Nachrichten- und Infor­mations­sendungen besser auffindbar werden, schreiben Aurelie von Blazekovic und Claudia Tieschky. Grund ist der seit November geltende Medienstaatsvertrag, der Sendern mit “Public Value” höhere Präsenz verspricht.
    sueddeutsche.de, turi2.de (Background Medienstaatsvertrag)


    – Bild des Tages –

    Hoch hinaus: Ein Waldarbeiter klettert im französischen Bercé auf eine 200 Jahre alte Eiche, um den Baum zu fällen. Das Holz wird beim Wiederaufbau des abgebrannten Turms der Pariser Kirche Notre-Dame gebraucht. Die Rekonstruktion das Wahrzeichens benötigt insgesamt 1.000 Eichen, die aus 200 französischen Wäldern in die Hauptstadt kommen sollen. (Foto: Thibault Camus / APA / Picture Alliance)

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    Morgen Abend schon etwas vor? Wie wäre es mit etwas Tango? Die mitreißende ARD-Komödie “Tanze Tango mit mir” zeigt einen Mann in der Midlife-Crisis, der durch den Tango seine Leidenschaft entdeckt. Wie Hauptdarsteller Michael A. Grimm damit zurechtkam, das Tanzbein zu schwingen, lesen Sie hier.


    – BASTA –

    Totgesagte leben länger: Die Website 99bitcoins.com sammelt über 400 Medienberichte, die seit 2010 das Ende des Bitcoins voraussagen. Der Wert ist seitdem von 23 Cent auf 49.000 Dollar gestiegen. Für die Kryptowährung gilt also frei nach Mark Twain: “Die Nachricht von meinem Tod ist stark übertrieben.”
    99bitcoins.com via t3n.de


    Der turi2-Newsletter erscheint werktäglich um 7 Uhr und 18 Uhr sowie am Wochenende um 9 Uhr. Kostenlos bestellen: abo@turi2.de. Einen individuellen Newsalarm ermöglicht die turi2.de/App. Infos zu Live-Events unter turi2.de/clubraum. Infos zur Werbeschaltung.

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  • “Nichts ist für die Ewigkeit.” Wie Thomas Rabe RTL und Gruner + Jahr fusionieren will.


    Überzeugungsarbeit: Bertelsmann-Boss Thomas Rabe verteidigt im “Spiegel”-Interview von Steffen Klusmann, Anton Rainer und Alexander Kühn sein Ziel, die Töchter Gruner + Jahr und RTL näher zusammenzurücken – ob am Ende eine Fusion stehe, sei aber “noch nicht entschieden, wir stehen am Beginn des Prozesses”. Es sei auch denkbar, “nur einige Geschäftsbereiche zu vereinen”. Er plädiere allerdings dafür, die Ressourcen zu bündeln, so könnten beide Einheiten den “Veränderungen besser begegnen”. Im 3. Quartal solle die Entscheidung fallen, im 4. werde sie umgesetzt. Rabe macht keinen Hehl daraus, dass er mit der Fusion auch sparen will: Es gehe darum, die Reichweiten zu bündeln, “gleichzeitig würden durch die Zusammenführung von Strukturen auch Kosten wegfallen”.

    Dass Rabe G+J vor kurzem noch komplett verkaufen wollte, etwa an Burda, dementiert der Manager strikt. Mit dem Gedanken, ProSiebenSat.1 zu übernehmen, spiele er hingegen immer noch – allerdings “nicht unmittelbar”. Durch die geplante Konsolidierung “könnten wir sogar noch mal ein Stück kleiner werden”, sagt Rabe. Er peilt bis 2025 aber ein Umsatzziel von 20 Mrd Euro an und will Bertelsmann “stärker auf Wachstum ausrichten”. Über sein neues Hobby, einen Jagdgrund, sagt er: “Ich kümmere mich dort um den Holzteil. Aufforsten, Waldumbau, CO2-Ausgleich, das interessiert mich. Das Jagen überlasse ich anderen.”
    spiegel.de (Paid)

  • ProSiebenSat.1: Gewinn und Umsatz sinken weniger stark als erwartet.


    Davongekommen: ProSiebenSat.1 schließt das Corona-Jahr 2020 insgesamt besser ab als erwartet. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen fällt “auf Basis von vorläufigen und noch nicht geprüften Zahlen” um 19,7 % von 872 Mio auf 700 Mio Euro. Prognostiziert hatte der Medienkonzern im November nur zwischen 600 Mio und 650 Mio Euro. Der Umsatz sinkt leicht um 2,2 % von 4,13 Mrd auf 4,04 Mrd Euro, angestrebt wurden bis zu 3,95 Mrd Euro.

    Damit habe ProSiebenSat.1 die Markterwartungen “deutlich übertroffen”, teilt der TV-Konzern mit – und verweist auf ein gutes 4. Quartal, zu dem “alle Segmente der ProSiebenSat.1-Gruppe” beigetragen hätten. Starker Treiber war demnach das Werbegeschäft mit einem Wachstum in niedrigen einstelligen Prozentbereich.

    Vorstandssprecher und Finanzchef Rainer Beaujean rechnet für 2021 damit, dass sich die Lockdown-Maßnahmen auf das Werbegeschäft im 1. Quartal auswirken werden. Schon im 2. Quartal erhofft er sich für ProSiebenSat.1 aber eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. “Wie schon in 2020, erwarten wir als frühzyklisches Unternehmen dann eine schnelle Erholung, sobald die Einschränkungen gelockert bzw. aufgehoben werden”, führt Beaujean aus.
    presseportal.de, handelsblatt.com

  • Willkommen im Club: Gabriele Hässig.

    Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Seit mehr als acht Jahren wacht Geschäftsführerin Gabriele Hässig über die Kommunikation der Pampers-Firma Procter & Gamble im deutschsprachigen Raum. Hässig ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger im Köpfe-Index dabei sind u.a. Daniel Drepper, Rainer Esser und Barbara Meier.
    turi2.de/koepfe (Profil Hässig)

  • ProSiebenSat.1 will beim Programm nicht sparen.


    Genug gespart: ProSiebenSat.1 will beim Programm trotz Corona-Krise nur zaghaft den Rotstift ansetzen. “Wir haben uns dagegen entschieden, radikal im Programm zu kürzen”, sagt Vorstandschef Rainer Beaujean im “Handelsblatt”-Interview. Auch ein Personalabbau in großen Stil stehe derzeit nicht zur Debatte. Der TV-Konzern aus Unterföhring will 1 Mrd Euro pro Jahr ins Programm investieren, die Hälfte davon in lokale Formate. Im ersten Interview in seiner neuen Rolle sagt Beaujean: “Momentan kommen keine neuen Filme und Serien von Disney oder Netflix. Das ist ein guter Moment, unsere Plattformen mit Inhalten neu zu positionieren”. Er sieht die Gunst der Stunde, weil die Inhalte der Sendergruppe “auch wieder mehr junge Menschen” erreichten. Bei den Werbe-Erlösen fahren die Sender besser als befürchtet: “Ich rechne im September mit einem Minus bei den Werbe-Erlösen von weniger als 10 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit stehen wir gegenüber dem Wettbewerb gut da.” Sollte es erneut zu einem “Mega-Lockdown wie im Frühjahr kommen, müssten wir die Situation natürlich noch einmal neu bewerten”, schränkt Beaujean ein.

    Die Strategie folgt dem Ziel des TV-Konzerns, sich auf Entertainment zu fokussieren. “Was aufs Kerngeschäft einzahlt, behalten wir. Der Rest kommt ins Schaufenster oder wird auch mal geschlossen.”, sagt Beaujean. Gemeint sind Teile der NuCom-Gruppe: “Wir werden uns von einzelnen Beteiligungen trennen, die wir mit unseren Kompetenzen nicht weiterentwickeln können”, sagt Beaujean und macht klar, dass ProSiebenSat.1. in großen Dimensionen denkt: So gebe es es die Vorgabe, “dass wir keine Geschäfte mehr machen, die nur geringe Mio Euro Ergebnisbeiträge liefern. Dafür ist unser Haus zu groß und komplex”. Bestandschutz genießen Geschäftsbereiche, die “sehr fernsehnah sind”, etwa das Erlebnis-Gutschein-Geschäft von Jochen Schweizer Mydays.
    handelsblatt.com (Paid)

  • Polizei muss Journalist*innen auf Demos besser schützen, fordert Roman Portack.

    Polizist*innen schützen Journalist*innen bei Demonstrationen zu wenig, weshalb die Attacken auf sie zunehmen, meint Roman Portack, Chef des Deutschen Presserats. Er fordert, Konfliktsituationen in der Polizeiausbildung “praxisnah zu üben” und lobt Sachsen-Anhalt. Das Land will Polizist*innen bei Pressefreiheitsseminaren schulen. Rainer Grieger, Präsident der Hochschule der Polizei Brandenburg, verbittet sich indes Ratschläge vom Presserat und nennt die Angriffe “Einzelfälle”.
    deutschlandfunk.de