Der Club der Meinungsmacherinnen.

Roland Pimpl bei turi2:

    • “Horizont”: “Spiegel” schließt Corona-Jahr mit Umsatzminus und Gewinnplus ab.


      Von Corona genesen: Der “Spiegel” bringt im Pandemie-Jahr 2020 das Kunststück fertig, bei sinkenden Umsätzen und einbrechenden Werbe­märkten unterm Strich den Gewinn des Verlags deutlich zu steigern. Grund dafür sind harte Einschnitte auf der Kosten­seite. Wie Roland Pimpl bei “Horizont” berichtet, ist der Umsatz der Spiegel-Gruppe um knapp 11 Mio Euro bzw. 4,1 % auf rund 256 Mio Euro gesunken. Das Vermarktungs­geschäft bricht gar um knapp ein Fünftel, rund 18 Mio Euro, auf nur noch 81 Mio Euro ein. Großer “Bilanzretter” sind die Vertriebs­erlöse, die um 10 Mio Euro auf 130 Mio Euro steigen und mit 51 % erstmals mehr als die Hälfte der Gesamterlöse ausmachen. Allein das Digital-Abo Spiegel+ erlöst 11 Mio Euro mehr als 2019, davon gehen 3,5 Mio Euro aufs Konto der Mehrwertsteuer­senkung für digitale Presse­produkte.

      Auf der Kostenseite hat die Spiegel-Gruppe ihre Ausgaben mit einem Corona-Sparprogramm um mehr als 11 Mio Euro gesenkt, u.a. durch den Wegfall unrentabler Auflagen­bestandteile, Projektstopps, weniger Marketing und geringere Reisekosten. Harte Einschnitte gab es beim Personal, wo der Verlag freiwerdende Stellen nicht neubesetzt hat. In den kommenden Jahren will die Spiegel-Gruppe ihre Ausgaben dauerhaft um weitere 10 Mio senken, mittelfristig wohl auch durch Stellenstreichungen.
      horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

      Mitarbeit: Björn Czieslik

    • Funke wirbt mit Zuversichtskampagne um Werbungtreibende.

      Anzeigen-Akquise: Funke wirbt mit einer “Zuversichtskampagne” um regionale Werbungtreibende, berichtet Roland Pimpl bei “Horizont”. Die Essener bieten in den kommenden drei Monaten “stark rabattierte Anzeigenkontingente” an, die vor allem Lockdown-geschädigten Unternehmen zugute kommen sollen. Zusätzlich plant der Verlag eigene Imageanzeigen, die von Sponsoren finanziert werden.
      horizont.net (Paid)

    • “Geo” produziert Corporate-Zeitschrift für Otto Group.


      Grüner Grenzgänger: Das G+J-Magazin “Geo” liefert nun auch Auftrags-Kommunikation. Gemeinsam mit der Otto Group legt “Geo”-Chefredakteur Jens Schröder (Foto) das Heft Now vor. Thema des 108-Seiten-Magazins sind die Nachhaltigkeits-Bemühungen des Hamburger Handelsriesen, Zielgruppe sind Multiplikatorinnen aus Medien, Politik und Gesellschaft – und Otto-Beschäftigte. Das Heft kommt mit 100.000 Auflage, 20.000 davon in englischer Sprache. Eine Verletzung der Trennung zwischen Redaktion und Werbung sieht Schröder, der presserechtlich verantwortlich ist, im “Horizont”-Interview nicht. Er betont den journalistischen Anspruch, “alle Facetten einer Geschichte ausgewogen darzustellen”. Laut Verlag habe nicht die Magazin-Redaktion das Heft produziert, sondern “erfahrene Journalisten aus dem Umfeld von ‘Geo'”.

      Als Herausgeber von “Now” agiert die Otto Group mit Kommunikationschef Thomas Voigt als Verantwortlichem. “‘Geo’ als einer von mehreren möglichen Partnern hat uns mit einem anspruchsvollen und kritischen journalistischen Konzept überzeugt”, sagt Voigt. In dem Magazin gehe es nicht darum, “auf Hochglanzpapier die Schokoladenseiten des eigenen Tuns abzufeiern”, man habe sich “bewusst für den Weg einer kritischen Berichterstattung entschieden”.

      Demnächst könnten ähnliche Projekte erscheinen – Jens Schröder spricht in “Horizont” von Gesprächen mit einigen Unternehmen: “Wir suchen nach Partnern, die ebenso wie wir den Schutz unserer Welt vorantreiben wollen.” “Horizont”-Autor Roland Pimpl fühlt sich an den aktivistischen Kurs des “stern” erinnert und mutmaßt, dass künftig womöglich auch das Flaggschiff von Gruner + Jahr seine Marke für Corporate Publishing hergeben könnte. Der Bertelsmann-Vermarkter Ad Alliance und G+Js CP-Tochter Territory haben nach Verlagsangaben in der Kooperation zwischen “Geo” und Otto keine Aktien.
      horizont.net (Paid), ottogroup.com (E-Paper/Download), ottogroup.com (Pressemitteilung)

    • Chefredakteurin Barbara Hans verlässt den “Spiegel”.


      Hans nicht im Glück: Barbara Hans verlässt die Chefredaktion des “Spiegel”, wie der Verlag an ihrem Geburtstag mitteilt. Laut Pressemeldung haben sie und der Vorsitzende der Chefredaktion, Steffen Klusmann, dies “gemeinsam und im besten gegenseitigen Einvernehmen entschieden”. Hans selbst lässt sich mit den Worten zitieren: “Es war ein Privileg, mit so vielen klugen Menschen aus allen Teilen des Hauses daran zu arbeiten, den ‘Spiegel’ publizistisch weiterzuentwickeln und die Redaktionen zu fusionieren.” Sie blicke mit “Freude und Stolz” auf die vergangenen 16 Jahre. Steffen Klusmann sagt, Hans habe “viele Kolleginnen und Kollegen inspiriert”. Der “Spiegel” habe “ihr viel zu verdanken und wird sie vermissen”.

      Bereits im Januar hatte Roland Pimpl über Pläne des “Spiegel” berichtet, die Chefredaktion umzubauen und in diesem Zuge auf Hans zu verzichten. Als Gründe nannte Pimpl mangelnde Harmonie im Führungsteam. Außerdem habe Hans “ihre Rolle” in der fusionierten Redaktion nicht richtig gefunden, ihre Aufgaben seien unklar. Hans ist seit 2019 Teil der Chefredaktion des Magazins. Zuvor war sie seit 2016 bereits Chefredakteurin von Spiegel Online. Insgesamt hat sie 16 Jahre für den “Spiegel” gearbeitet. Der Chefredaktion gehören nach ihrem Abgang noch Steffen Klusmann als Vorsitzender und Clemens Höges an.
      spiegelgruppe.de, turi2.de (Background)

      Aus dem Archiv von turi2.tv: Barbara Hans – Spiegel Online setzt auf zwei neue Podcasts (07/2017)

    • Werbemarkt hält Stephan Schäfers Kurs bei G+J für “konsequent und schlüssig”.

      Gruner + Jahr: Der Werbemarkt bewertet den CEO-Wechsel des Verlags positiv, hört Roland Pimpl. Georg Berzbach, Media-Chef bei Dentsu, attestiert dem neuen Chef Stephan Schäfer “das Rüstzeug für den Spagat zwischen multiplen Interessen”. Andrea Malgara, Managing Partner bei Mediaplus, glaubt, ein “höherer Fokus auf den Gewinn wird dem Unternehmen und auch dem Markenportfolio guttun”. Bernhard Becker, Media-Einkaufschef bei Mindshare, hält die Annäherung an RTL für “konsequent und schlüssig”.
      horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

    • “Horizont”: Uwe Bokelmann und Benedikt Göttert verantworten Content bei Bauerserviceplan.


      Bauer plant Service: Uwe Bokelmann (links), Multi-Chefredakteur bei Bauer, und Benedikt Göttert (rechts), Berlin-Chef von Serviceplan, stehen als Content-Verantwortliche hinter dem Joint Venture Bauerserviceplan, berichtet “Horizont”. Im Marketing-Fachblatt erklären sie, wie der Hamburger Publikumsverlag und die Agenturgruppe mit Hauptsitz in München künftig auf den Feldern Content Marketing und Corporate Publishing mitspielen und Dickschiffen wie Territory und C3 etwas entgegensetzen wollen. Bauer bringt redaktionelle Expertise, Inhalte, Archiv-Material und Reichweite mit, Serviceplan steht für Beratung und Markenführung, sagt Serviceplan-Mitgeschäftsführer Ronald Focken. “Horizont”-Autor Roland Pimpl sieht in dem Konstrukt eine Gefahr für die redaktionelle Unabhängigkeit von Bauer-Titeln wie “TV 14”, “Happinez” und “Welt der Wunder”, die Bokelmann im Hauptjob verantwortet. Der Chefredakteur kontert: “Mein Job bei Bauer ist es, Journalismus zu produzieren, für dessen Qualität die Leser immer wieder Geld bezahlen – auch das hilft bei der Selbstbesinnung.”

      Das Joint Venture startet mit vorerst nur fünf Mitarbeiterinnen – erst wenn neben dem jüngst gewonnen AOK-Etat weitere Budgets dazukommen, soll die Firma wachsen. Für die AOK arbeite in Hamburg ein organisatorisch getrenntes Team innerhalb von Bauers Gesundheitsredaktion, der Bokelmann vorsteht. Klassisch arbeitende Journalistinnen will der Chefredakteur nur in Ausnahmefällen in das Agentur-Team abkommandieren: “Manchmal passt das – meistens aber nicht.” In der Regel will er auf “freie Mitarbeiter aus unserem Netzwerk oder neue Leute” zurückgreifen. “Wir können agil, weil wir durch unsere Größe in beiden Häusern Zugriff auf die besten Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen haben”, sagt Serviceplan-Mann Benedikt Göttert.

      Wirtschaftlich sind Stephan Hiller von Bauer und Frank Meinke von Serviceplan Berlin verantwortlich für das Gemeinschaftsunternehmen. Ein vierköpfiger Beirat soll eine schnelle Vernetzung des Joint Ventures in die Mutterhäuser garantieren. Darin vertreten sind Bauers Publishing-Chef Ingo Klinge und Vermarkter Frank Fröhling. Von Serviceplan kommen Ronald Focken und Holding-Chef Vincent Schmidlin dazu. (Foto: Picture Alliance / Eventpress, Serviceplan; Montage: turi2)
      “Horizont” 10-11/2021, S. 10

    • “Horizont”: Chefredakteurin Barbara Hans soll den “Spiegel” verlassen, die Redaktion sparen.


      Spiegel der Sparmaßnahmen: Der “Spiegel” steht vor einem Umbau der Chefredaktion – und wohl dem Abgang von Chefredakteurin Barbara Hans, schreibt Roland Pimpl bei Horizont.net. Hans solle ihren Posten oder gar das Haus verlassen. Grund sei, dass sie “ihre Rolle” bisher nicht finden konnte oder wollte, ihre Aufgaben in der fusionierten Redaktion seien unklar. Auch “harmoniere” das Führungs-Trio Steffen Klusmann, Clemens Höges und Hans “nicht wirklich”. Nach dem Abgang von Hans könnte der “Spiegel” die Chefredaktion nach Vorbild der “Zeit” um weitere “Mitglieder” oder Stellvertreter*innen erweitern, schreibt Pimpl.

      Zudem steht die Redaktion vor einer harten Sparrunde: Zwei Drittel der geplanten Einsparungen von 10 Mio Euro bis 2023 solle die Redaktion leisten, berichtet Horizont.net. Das Angebot für ein Altersteilzeitmodell, das bis 15. Januar lief, sei auf mehr Interesse als gedacht gestoßen. Dadurch könne der Verlag auf Kündigungen wohl verzichten.

      Haken soll es auch bei der neuen Raumverteilung an der Ericusspitze: Der Verlag gibt fünf zusammenhängende Stockwerke an den Vermieter zurück, davon drei redaktionell genutzte. Auf der Einnahmenseite berichtet Pimpl von rund 100.000 voll bezahlten Digitalabos beim Nachrichten-Magazin. Bis 2025 soll die Zahl auf 200.000 steigen und die sinkende Zahl der Printabos einigermaßen stabil halten.
      horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

    • Funke-Hack: Vor allem Lokalausgaben und Printwerbung sind noch betroffen.

      Funke kämpft weiter mit den Folgen des IT-Angriffs vor Weihnachten, schreibt Roland Pimpl. Bei den Tages­zeitungen sind die Lokalteile noch “leicht eingeschränkt”. Gravierende Auswirkungen habe der Hack insbesondere auf das Print-Werbegeschäft der Zeitungen und Anzeigenblätter, hauptsächlich bei aktueller Handels­werbung mit Teil­belegungen. Magazine und Digitalmedien seien dagegen kaum betroffen. Bis zum Normalzustand werde es “noch einige Wochen dauern”, sagt eine Sprecherin. Andere Verlage wollen sich zu ihrer IT-Sicherheit auf “Horizont”-Nachfrage gar nicht oder nur vage äußern.
      horizont.net (Paid)

    • “Horizont”: Gruner + Jahr dementiert weiteren Stellenabbau.

      Gruner + Jahr: Roland Pimpl berichtet von “Marktgerüchten”, dass der Verlag weitere 30 % der Stellen streichen will. Ein G+J-Sprecher dementiert glaubhaft, die Zahl sei “blanker Unsinn”. Unklar sei, auf welchen Zeitraum sich die Zahl bezieht, ob es um mehr als nur bekannte Maßnahmen geht und neu geschaffene Stellen gegen­gerechnet werden. In der Versuchsküche, die G+J in ein Joint-Venture mit Foodboom überführt, werde es im Januar zu “einer Handvoll” betriebsbedingter Kündigungen kommen, die wegen Kurzarbeit erst jetzt formal ausgesprochen wurden. In den Redaktionen könnte die engere Anbindung an RTL mit womöglich zentralen marken- oder konzernüber­greifenden Teams einzelne Jobs kosten, spekuliert Pimpl.
      horizont.net (Paid)

      Hinweis, 15.12., 19 Uhr: Roland Pimpl schreibt im Artikel, dass nicht klar sei, wie die Gerüchte entstanden sind und sie wahrscheinlich nicht zutreffen.

    • “Horizont”: “Spiegel” hadert mit Bertelsmanns Ad Alliance.

      Wacklige Werbe-Allianz: Der “Spiegel” hadert mit Bertelsmanns Vermarkter Ad Alliance, dem er seit 2018 angehört, schreibt Roland Pimpl in “Horizont”. Es herrschten “unterschiedliche Sitten” bei der Kennzeichnung von Anzeigen-Sonderformaten; das Nachrichtenmagazin müsse teils auf Buchungen verzichten, wenn die Anzeigenkennzeichnung nicht den hauseigenen Standards entspreche. Zudem kümmere sich die Ad Alliance nur stiefmütterlich um “Spiegel”-Ableger wie “Dein Spiegel” oder “Start” (ehemals Bento).

      In diese Lücke soll die “Spiegel”-eigene, crossmediale Konzeptvermarktung “Manufact” stoßen, was wiederum zu Kompetenzgerangel führen könnte. Verlassen wolle der “Spiegel” die Ad Alliance aber nicht, wird ein Sprecher zitiert. Das liegt laut Pimpl aber auch am derzeitigen “Mangel an Bündnisalternativen”.
      “Horizont” 35/2020, S. 7 (Paid)

    • Funke bündelt Digital-Angebote unter dem Label “Digital Brands Network”.

      Funke führt die General-Interest-Portale seiner Print-Titel und thematische Verticals, u.a. Gesundheit.de und Futurezone.de, unter dem Label “Digital Brands Network” zusammen, berichtet Roland Pimpl. Die Seiten sollen in Sachen Reichweite, Social-Media-Verbreitung oder Datenanalyse von der Expertise der jeweils anderen profitieren. Auch um den Austausch von Inhalten soll es gehen. Die Leitung der neuen Sparte übernehmen Malte Peters und Jens Doka.
      horizont.net (Paid)

    • Pimpl: Führungsrolle bei Verzahnung von Jalag und Hoca X ist unklar.

      Ganske-Gruppe verzahnt ihren Jahreszeiten-Verlag mit der Content-Marketing-Sparte Hoca X – wer unter wessen Dach schlüpft, ist unklar, schreibt Roland Pimpl. Die Verpflichtung von Hoca-X-Chef Heiko Gregor (Foto) für Jalag spreche für die Agentur-Tochter, andererseits dürften es Sales-Leute mit der Visitenkarte eines Publikumsverlags leichter haben. Gregor sagt auf Nachfrage: “Die Marke Hoca X bleibt erhalten”, Gerüchten über einem “massiven Stellenabbau” im Zuge der Fusion widerspricht er.
      horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

    • Das “Handelsblatt” löst sich beim Relaunch von Gabor Steingart.


      Post-Steingart-Handelsblatt: Das “Handelsblatt” löst sich mit seinem neuen Erscheinungsbild ab Montag von der opulenten Optik, die Gabor Steingart einst eingeführt hat. Die Zeitung wird wieder kleinteiliger, schreibt Roland Pimpl bei Horizont.net. In den Ressorts werden die “opulente Layouts zurückgefahren zugunsten von mehr Wirtschaftsnachrichten”, heißt es in einer Präsentation für Werbekunden. Künftig biete das “Handelsblatt” ein “fokussiertes Leseerlebnis” ohne “massive Bildelemente”. Chefredakteur Sven Afhüppe verspricht auf “Horizont”-Nachfrage mehr Info-Inhalte und weniger Schmuck allein fürs Auge bei gleichbleibender Seitenzahl.

      Beim Morning-Briefing hingegen will das “Handelsblatt” künftig mehr Steingart wagen. Hier setzt die Zeitung künftig stärker auf Gliederungspunkte, hervorgehobene Zitate, Verlinkungen und Infografiken, schreibt “Horizont”. Somit orientiert sich Afhüppe hier an Dingen, die Erfinder Steingart in seinem Newsletter erfolgreich nutzt.

      Den Relaunch begleitet das “Handelsblatt” mit einer inhouse produzierten Werbekampagne mit einstelligen Mio-Mediavolumen. Zunächst sollen Anzeigen in ausgewählten Zeitungen und Zeitschriften sowie Online die Kernbotschaft “Das Handelsblatt ist rund um die Uhr für seine Leser da” transportieren. Zu einem späteren Zeitpunkt folgt Außenwerbung, unter anderem an den derzeit noch wenig besuchten Flughäfen.
      horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

    • Lese-Tipp: Roland Pimpl interviewt Carina Laudage und Frank Thomsen zur Zukunft des “stern”.

      Lese-Tipp: Carina Laudage, Geschäftsführerin der G+J-Digitalmedien und Verlagsleiter Frank Thomsen stellen sich im Doppel-Interview Roland Pimpls Fragen zur Zukunft des “stern”. Über die genaue Zahl der bisher abgeschlossenen “stern”-Digitalabos schweigen sich beide aus; dafür wollen sie “stern plus” werbefrei halten. Printtechnisch ist im Herbst wohl ein Heft-Relaunch geplant; auch die engere Verzahnung des “stern” mit RTL- oder n-tv-Personal scheint möglich.
      horizont.net

    • Nach Übernahme: Susan Molzow hat die Hamburger Morgenpost verlassen.

      Hamburger Morgenpost: Susan Molzow hat den Verlag verlassen, zitiert Roland Pimpl aus einer internen Mail von Neu-Verleger Arist von Harpe. Molzow war seit 2010 Geschäftsführerin der Boulevard-Zeitung. Von Harpe hatte das Blatt im Februar von DuMont gekauft und baut es seitdem um. Laut Impressum ist er jetzt alleiniger Geschäftsführer.
      horizont.net, turi2.de (Background)

    • Spiegel vergrößert Sparziel um weitere 10 Mio Euro.

      Spiegel verpasst sich einen strafferen Sparplan: Zusätzlich zu den angekündigten 10 Mio Euro will der Verlag in den nächsten Jahren noch einmal 10 Mio einsparen, entnimmt Roland Pimpl einer internen Mail von Geschäftsführer Thomas Hass. 20 % liege der Verlag wegen Corona derzeit unter den geplanten Erlösen. Zwar lief es im Geschäftsjahr 2019 gut, Außenumsatz und Vertriebserlöse stiegen. Krisenbedingt werde sich das Umsatzniveau jetzt aber wahrscheinlich dauerhaft absenken.
      horizont.net, turi2.de (erstes Sparziel), turi2.de (Gehälter der Spiegel-Spitze)

    • Ingo Becker hat “Hamburger Morgenpost” verlassen.

      Hamburger Morgenpost: Ingo Becker, Geschäftsführer der Vermarktungstochter der Boulevardzeitung, hat das Haus verlassen, meldet Roland Pimpl. Becker war erst im November 2019 von “Bild Hamburg” zur “Hamburger Morgenpost” gekommen. Einen Nachfolger gibt es laut Geschäftsführer und Neu-Verleger Arist von Harpe noch nicht. Er hatte das Blatt im Februar von DuMont gekauft.
      horizont.net, turi2.de (Wechsel 2019), turi2.de (Übernahme 2020)

    • “Horizont”: “Zeit”, T-Online und dfv schicken Mitarbeiter*innen in Kurzarbeit.


      Krise wird konkret: Immer mehr Medienhäuser schicken Mitarbeiter*innen in Kurzarbeit, berichtet Horizont.net. Bei der “Zeit” soll es für drei Monate Kurzarbeit geben, auch in der Redaktion. Verlagschef Rainer Esser und Chefredakteur Giovanni di Lorenzo verzichten auf 25 % ihres Gehalts. Auch Ströers Nachrichtenportal T-Online und der Digital-Arm von ProSiebenSat.1, Nucom, schicken demnach die Belegschaft in Kurzarbeit. dfv medien, wo das Marketing-Fachblatt erscheint, plant ab Mai Kurzarbeit.

      T-Online-Chefredakteur Florian Harms will die Kurzarbeitspläne nicht kommentieren, schreibt Roland Pimpl. Der Unternehmenssprecher sei nicht erreichbar. Auch ProSiebenSat.1 hält sich offiziell bedeckt: In einer internen Mail gehe der Sender von einem Werbeeinbruch von 30 bis 50 % aus.
      horizont.net

    • Score Media erwartet gegen den Trend ein Werbeplus im Frühjahr.

      Score Media, Vermarktungsbündnis von rund 30 regionalen Zeitungshäusern, prognostiziert im zweiten Quartal ein Anzeigen-Plus im Vergleich zum Vorjahr, schreibt Roland Pimpl. Die meisten Kunden, deren Geschäfte wegen des Corona-Virus geschlossen seien, würden Kampagnen nur verschieben, nicht stornieren. Gleichzeitig stockten einige Werbende ihre Budgets auf, etwa Telekommunikationsanbieter und das Gesundheitsministerium. Außerdem habe der Vermarkter in der Krise ganz neue Kunden gewinnen können.
      horizont.net

    • Corona-Virus hat Auswirkungen auf das Werbegeschäft, schreibt Roland Pimpl.

      Corona-Virus hat auch die Werbekunden im Griff, schreibt Roland Pimpl. Viele Anzeigen würden storniert oder verschoben. Unternehmen seien durch die Verunsicherung kostensensibel. Insgesamt bleibe die Branche aber optimistisch. Bisher “keine gravierenden Auswirkungen” gebe es beim “Zeit”-Verlag. Die nächsten Wochen seien entscheidend, so die “FAZ”. Laut Burda bringt der Corona-Informationsbedarf mehr Traffic.
      horizont.net (Paid)