US-Büroanbieter The We Company droht die Insolvenz.

The We Company, bis Sommer als Bürovermieter WeWork bekannt, droht Ende November die Zahlungsunfähigkeit, schreibt das "Handelsblatt". Mit einem Insolvenzverfahren könnte sich das Startup von unrentablen Mietverträgen befreien. Großinvestor Softbank erwäge als Alternative eine Finanzspritze, der Büroanbieter prüfe zudem eine Kreditaufnahme über die US-Bank JP Morgan.
handelsblatt.com

Vox-Chef Schwingel vermisst Quotenauswertungen für Streamingdienste.

Totgesagte leben länger? Vox-Chef Sascha Schwingel relativiert im Doppelinterview der "Süddeutschen Zeitung" mit RTL-Chef Jörg Graf den vermeintlichen Hype der Streamingdienste. "Da stellt sich die Frage der Währung," zweifelt Schwingel, der wie im linearen Fernsehen eine Veröffentlichung von Quoten der Streamingdienste vermisst. "In gewissen Kreisen scheint es cooler zu sein, zu streamen." Die Radionutzung sei trotz Spotify gestiegen. "Es ist ja logisch, wenn ein neuer Shop aufmacht, gehen die Leute erst einmal dahin und orientieren sich." Die Nutzung der Streamingdienste werde sich langfristig neben dem klassischen Fernsehen einpendeln.

Die lineare TV-Nutzung der jungen Zielgruppe sei stabil, dennoch wachse der Streaming-Markt, ergänzt RTL-Chef Graf. Es wäre "ziemlich dumm, Streaming nicht auch anzubieten." Graf wolle noch in diesem Jahr eine Operation live bei RTL übertragen und reagiert auf mögliche Kritik gelassen: "Als Geschäftsführer von RTL darf man keine Angst vor Shitstorms haben. Das ist im Paket mit drin." RTL und Vox planen künftig bei der Programmplanung eine noch engere Abstimmung.
sueddeutsche.de

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TV-Tipp von TV Spielfilm: Marvels Spinnenjunge (Tom Holland) tritt gegen den geflügelten Vulture (Michael Keaton) an… Gelungenes Reboot des Reboots der Reihe: Humorvoll, packend und mit einem überraschend komplexen Schurken.
"Spider-Man: Homecoming", RTL, 20.15 Uhr
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Zitat: Heike Makatsch will mit ihrem Musicaldampfer keinen Kreuzfahrt-Boom auslösen.

"Ich gehe mal nicht davon aus, dass die Kinozuschauer nach der Vorstellung ins Reisebüro stürzen, um eine Kreuzfahrt zu buchen. Das war nun wirklich nicht unser Ziel."

Schauspielerin Heike Makatsch läuft häufiger bei "Fridays For Future" mit - auch wenn ihr neuer Kinofilm auf einem Kreuzfahrtschiff spielt, sagt sie im RND-Interview.
rnd.de

Zahl des Tages: Deutsche Post soll künftig samstags 95 % der Briefe zustellen.

Zahl des Tages: Mindestens 95 % der Briefe soll die Deutsche Post künftig an Samstagen zustellen, zitiert die dpa aus einem parlamentarischen Antrag der FDP-Bundestagsfraktion. Im Gegenzug solle die Montagszustellung entfallen, wo die Briefmenge meist geringer sei. Bisher muss die Post werktags mindestens 80 % der Briefe vom Vortag zustellen.
zeit.de

Lese-Tipp: Luisa Neubauer ist bei der Klimarettung nicht uneingeschränkt optimistisch.

Lese-Tipp: Luisa Neubauer, Aktivistin bei "Fridays for Future" und Klimawandel-Buchautorin, bezeichnet sich im Domradio-Interview als "Possibilistin". Die Demonstranten seien "nicht uneingeschränkt optimistisch", wollten aber "nicht in diese Lethargie eines Pessimismus" verfallen. Die Klimarettung sei "ein gigantischer Arbeitsauftrag".
domradio.de

Google Street View will Vorabwiderspruch bei Panoramabildern kippen.

Mehr Street View in Deutschland? Google hat seinen Straßen-Panorama-Dienst Street View für Deutschland offenbar doch nicht komplett zu den Akten gelegt. Die Hamburger Datenschutzbehörde prüft derzeit eine Anfrage von Google, ob die Veröffentlichung von neuen Straßenbildern auch ohne "die Vorgabe eines Vorabwiderspruchs" möglich ist, schreibt die "Welt am Sonntag". Googles Street-View-Bilder aus Deutschland sind mindestens zehn Jahre alt.

Als der Dienst startete, hatte es in Deutschland Widerstand gegeben, zahlreiche Hausbesitzer nahmen die Möglichkeit wahr, ihre Häuserfront vor Veröffentlichung pixeln zu lassen. Die Hamburger Datenschützer befinden sich derzeit in Abstimmung mit anderen Behörden. Die deutsche Sonderregel könnte ohnehin obsolet sein. Mit dem Inkrafttreten der DSGVO könnte die Datenschutzbehörde am europäischen Google-Hauptquartier in Irland für den US-Konzern zuständig sein.
welt.de

Verkehrsministerium setzt der Deutschen Bahn ein Ultimatum für Verbesserungen.

Deutsche Bahn bekommt von Verkehrsminister Scheuer ein Ultimatum für "weitreichende Veränderungen" gesetzt, schreibt "Bild am Sonntag". Scheuer sei mit der Arbeit von Bahn-Chef Lutz unzufrieden und fordere bis Mitte November ein Konzept für Problemfelder, u.a. beim Personalmangel, Verspätungen und der Fahrzeugflotte.
"Bild am Sonntag", S. 10 (Paid)

Aus dem turi2-Archiv: Wie Bahn-Chef Richard Lutz die Medien erlebt (02/2019).

AfD geht nach einem “Welt”-Interview juristisch gegen den SPD-Politiker Michael Roth vor.

Politik: Michael Roth (Foto), Bewerber um den SPD-Parteivorsitz, erhält eine Abmahnung der Kanzlei Höcker, schreibt der Politiker bei Twitter. In einem "Welt"-Interview hatte Roth die AfD als "politischen Arm des Rechtsterrorismus" bezeichnet. Die AfD-Bundestagsfraktion fordert eine Unterlassungserklärung von Roth, die er "ganz sicher nicht" abgeben werde.
twitter.com (Abmahnung), twitter.com, welt.de (Roth-Interview)

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TV-Tipp von TV Spielfilm: Ina Müller lädt in neuen Folgen Prominente zum feuchtfröhlichen Schnack in die winzige Hamburger Hafenkneipe Zum Schellfischposten. Trinkfest und schlagfertig müssen zum Auftakt die Moderatoren Laura Wontorra und Elton sein.
"Inas Nacht", Das Erste, 23.55 Uhr
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“Raubbau an den eigenen Kräften” – Ufa-Chef Nico Hofmann über sein Leben als Filmemacher.


Im Kino mit dem Filmmogul: Ufa-Chef Nico Hofmann ist Deutschlands Top-Filmproduzent – und brennt kurz vor seinem 60. Geburtstag mehr denn je für spannende Stoffe. Heike Reuther trifft Hofmann für die turi2 edition #9 im Kinosessel zu einem Blick auf sein Leben, den deutschen Film und die Zukunft zwischen Netflix und Mediatheken. Weiterlesen, schauen und hören …

Hör-Tipp: Juan Moreno findet die “Spiegel”-Reaktion auf die Relotius-Enthüllung sportlich.

Hör-Tipp: Juan Moreno (Foto) spricht mit der "Süddeutschen Zeitung" auf der Frankfurter Buchmesse über sein Relotius-Buch. Der "Spiegel" nehme die Enthüllungen "sportlich", der freie Journalist erhalte vom Verlag weiterhin Aufträge. Dennoch gibt Moreno zu: "Ich würde es nicht gerne nochmal schreiben müssen".
sueddeutsche.de (34-Min-Audio), turi2.de (Lese-Tipp)

Anzeigenblätter: Jörg Eggers beklagt rückläufige Werbeumsätze.

Werbemarkt: Jörg Eggers, Chef des Bundesverbands Deutscher Anzeigenblätter, beobachtet "keinen positiven Trend" bei den Nettowerbeumsätzen, beklagt er im Interview mit "New Business". Werbebudgets hätten sich zu anderen Werbeträgern verlagert, der Staat müsse die gestiegenen Zustellkosten durch eine "Vertriebsförderung" subventionieren.
new-business.de

turi2 edition #9 Videofeature: Digitale Gladiatoren – das Phänomen E-Sports.


Wie Fußball ohne dritte Halbzeit: Zehn Jungs zocken an ihren Rechnern Counter-Strike, 150.000 Fans jubeln ihnen zu. turi2 besucht die ESL One in Köln und ergründet einen Bildschirm-Sport, der immer mehr junge Fans fasziniert. Florian Merz, E-Sports-Experte von Sport1, erklärt im Video-Feature für die turi2 edition #9, dass die Begeisterung der Fans die gleiche ist wie beim Fußball, nur ohne Ultras und dritte Halbzeit – verfeindete Blöcke gibt es nicht. Während die Bildschirm-Helden ballern, feiern die Fans ausgelassen. Berieseln, wie vor dem klassischen Fernsehen, lässt sich hier niemand. Weiterlesen …

WDR-Intendant Tom Buhrow intoniert Songs von Bob Dylan.

Jetzt singt er auch noch: Der Oldie-Sender WDR 4 serviert am Sonntagabend eine Stunde lang Klassiker der US-Musikgeschichte, gesungen von Tom Buhrow (Foto). Der Intendant intoniert Songs von Frank Sinatra und Bob Dylan, begleitet vom WDR-Funkhausorchester und dem WDR-Rundfunkchor. Hans Hoff hat's schon gehört und findet's "durchweg ein bisschen zu clean und untrainiert".
sueddeutsche.de

Meinung: Facebook droht von vielen Seiten Ungemach.

Facebook befindet sich in einem Mehrfrontenkrieg, schreiben Patrick Beuth und Guido Mingels im "Spiegel". Insbesondere demokratische Politiker in den USA wollen Facebook aufspalten oder zumindest regulieren, gleichzeitig wollen Sicherheitsbehörden Zugriff auf vertrauliche Daten. In Europa plant die EU-Kommission mehr Haftungspflichten. Gleichzeitig beobachtet die Öffentlichkeit kritisch Zuckerbergs Verhalten gegenüber Donald Trump und anderen Konservativen. Die Vielzahl an Baustellen könnte Zuckerbergs Standardtaktiken Aussitzen oder Abbezahlen unmöglich machen.
"Spiegel", S. 68 (Paid)

Verlage beziehen gegenüber Übermedien kaum Stellung zu Döpfner-Kommentar.

Kritiklos: Übermedien begibt sich vergeblich auf die Suche nach Widerspruch aus der Verlagswelt zu einem Kommentar von Mathias Döpfner. Der Springer-Chef und BDVZ-Präsident hatte kritisiert, Medien würden mehrheitlich nicht die Realität abbilden. Ippen, DuMont, "FAZ" und "Rheinische Post" geben keinen Kommentar ab. Funke und Madsack antworten allgemein, auch die SWMH bleibt ausweichend. Einzig "Handelsblatt"-Geschäftsführer Gerrit Schumann antwortet ausführlich. Widerspruch bekommt Döpfner aber auch von ihm nicht.
uebermedien.de

Gabor Steingart widerspricht der “Spiegel”-Meldung zum Einfluss Springers.

Springer habe keinen "beherrschenden Einfluss" auf Media Pioneer Publishing, entgegnet dessen Grüner Gabor Steingart. Wie vom "Spiegel" berichtet halte Springer die zusätzlichen 10 % am Unternehmen nur treuhändisch, was Springer keine Macht verleihe. Die Anteile sollen im ersten Quartal 2020 als Leseraktien ausgegeben werden. Steingart und seine Mitstreiter Ingo Rieper und Michael Bröcker würden zusammen über die Hälfte am Unternehmen halten.
per Mail, turi2.de (Background)

Condé Nast bringt “La Cucina Italiana” in die USA.

Conde Nast 150Condé Nast startet einen US-Ableger für sein Rezept-Magazin "La Cucina Italiana". Damit bringt der Verlag erstmals einen Titel aus dem Ausland in die USA. Bisher ging Condé Nast den Schritt stets andersherum. Bei einem erfolgreichen Start in den USA will der Verlag "La Cucina Italiana" auch in Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien einführen. Neben dem Original in Italien gibt es das Heft bereits in Serbien, der Türkei und Tschechien.
adweek.com

“Spiegel”: Springer hält 46,48 % an Steingarts Medienfirma.


Mehr Springer drin als gedacht: Springers Einfluss auf Gabor Steingarts Media Pioneer Publishing GmbH ist größer als bekannt, schreibt der "Spiegel". Springer hält laut Handelsregister über eine Tochter 46,48 % der Anteile, statt wie kommuniziert 36 %. Steingart selbst halte 43,52 %. 10 % teilen sich zwei Firmen, die Ingo Rieper, Finanzchef von Media Pioneer, gegründet hat. Das Unternehmen sagt gegenüber dem "Spiegel", Springer halte 10 % seiner Anteile nur "vorübergehend und treuhänderisch". Das Startup wolle sie nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft an die Leser ausgeben.
"Spiegel" 43/ 2019, S. 67 (Paid), turi2.de (Background)

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TV-Tipp von TV Spielfilm: In der Serie nach Margaret Atwoods wegweisender Dystopie werden die USA zum frauenfeindlichen Gilead, in dem fruchtbare Frauen als Gebärsklaven gehalten werden… Schockierend realistische Zukunfts-Vision mit Elisabeth Moss ("Mad Men").
"The Handmais’s Tale – Der Report der Magd", Tele 5, 22.00 Uhr
Unser Tipp: direkt und immer aktuell die neuesten Empfehlungen für Ihr persönliches TV-Programm abholen: tvspielfilm.de

Amazon verschleiert Werbegelder bei seiner Weihnachts-Liste.

Amazon veröffentlicht in den USA eine Liste mit Spielzeug-Empfehlungen für Weihnachten, verschweigt aber, dass die genannten Marken bis zu zwei Mio Dollar für ihre Nennung hinblättern. Stattdessen schreibt Amazon, die Liste sei "sorgfältig zusammengestellt" und von "internen Experten kuratiert". Je mehr Geld Hersteller zahlen, desto mehr Produkte erscheinen in der Liste, berichtet Bloomberg. US-Verbraucherschützer fordern, dass Amazon diese und ähnliche Listen als Werbung kennzeichnet.
bloomberg.com via t3n.de