Ströer-Chef Udo Müller glaubt nur noch ans Digitale.

Radikal digital: Ströer-Chef Udo Müller fokussiert sich auf das post-analoge Zeitalter. Print und Funk lösen sich auf – "alles geht auf eine zentrale Plattform: das Internet", prophezeit der Pionier der Außenwerbung im turi2.tv-Interview. Müller selbst hat seinen digitalen Wandel absolviert. Der öffentlichkeitsscheue Betreiber von t-online.de fasst Zeitungen nur noch im Flugzeug an.

Für seinen Ströer-Konzern sieht Müller nur einen Weg: permanente Wandlung und Wachstum. Bei T-Online will er das auf zwei Wegen erreichen: Florian Harms soll als neuer Chefredakteur für mehr Qualität sorgen. Zugleich sollen die Ströer-Strategen neue Kanäle zum Ausspielen der Inhalte finden. Radikal pragmatisch gibt sich Müller im Umgang mit Google und Facebook. Er akzeptiert, dass die Konzerne auf manchen Feldern die Besten sind – und nimmt sich vor, auf anderen Wegen zu wachsen.
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube Kanal von turi2)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Eindrücke von der Eröffnung des T-Online-Newsrooms in Berlin.

Spiegel Online startet politischen Podcast “Stimmenfang”.


Spiegel Radio: Spiegel Online will unter Chefin Barbara Hans auch die Ohren der Nutzer erreichen und startet einen wöchentlichen politischen Podcast mit dem Titel "Stimmenfang". Das Projekt soll noch im März starten, meldet Meedia - Spiegel Online bestätigt die Pläne. Demnach sollen die Podcasts rund 15 bis 20 Minuten lang sein und Reportagen und Interviews liefern.

Mit dem Podcast will das Nachrichtenportal nicht nur bei den Hörern auf Stimmenfang gehen, sondern auch ein Umfeld für neue Werbekunden bauen und so die Digitalerlöse ankurbeln, schreibt Meedia. Es ist nicht der erste Podcast-Vorstoß von Spiegel Online. Bereits 2006 hat der heutige Ex-Chef Florian Harms unter dem Motto "Urlaub für die Ohren" einen Reisepodcast produziert.
meedia.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Barbara Hans ordnet bei Spiegel Online ihre Mannschaft neu.

Spiegel Online - Barbara Hans - Jörn Sucher - Christina Elmer - Matthias Streitz - Roland Nelles 600 Kopie
Die neue Führungsmannschaft von Spiegel Online ist großteils die alte: Barbara Hans (links), befördert Jörn Sucher und Christina Elmer (oben) und hält an Matthias Streitz und Roland Nelles (unten) fest. (Fotos: Christian O. Bruch, Daniel Reinhardt/dpa, Montage: turi2)

Teambuilding an der Ericusspitze: Barbara Hans (links), Chefredakteurin von Spiegel Online, stellt nach dem Abgang von Florian Harms die Führungsmannschaft des Nachrichtenportals neu auf und setzt dabei auf die Beförderung langjähriger SpOn-Recken. Jörn Sucher, 42, (oben links) bisher Mitglied der Chefredaktion, rückt als Vize-Chefredakteur auf. Er schreibt seit 2004 für das Nachrichtenportal, schon sein Volontariat machte er spiegelnah - beim Online-Auftritt des "manager magazins". Christina Elmer, 33, (oben rechts) seit 2013 an der Ericusspitze und seit 2016 Ressortleiterin Datenjournalismus, wird Mitglied der Chefredaktion. Neuer Produkt- und Entwicklungschef ist Matthias Streitz, 43 (unten links). Er bleibt, genauso wie Roland Nelles (unten rechts), Büroleiter Berlin und Ressortleiter Politik, Mitglied der Chefredaktion.
spiegelgruppe.de

Wolfgang Büchner spricht über sein Jahr bei Ringier und seinen Wechsel zu Madsack.


Rückspiegel: Wolfgang Büchner, Ex-"Spiegel"-Chefredakteur und zuletzt Geschäftsführer der "Blick"-Gruppe von Ringier, ringt um Deutungshoheit in eigener Sache. Im Interview mit der Schweiz-Ausgabe der "Zeit" geht er kritischen Fragen trotzdem weitgehend aus dem Weg. Müsse man sich bei Ringier mit den richtigen Leuten gut stellen, um zu überleben? "Das ist doch nichts Besonderes." Hat er sich mit der Ringier-Spitze überworfen? "Nein." Und auch zum "Spiegel" und seinem unrühmlichen Abgang dort sagt Büchner "No Comment".

Lieber betont Büchner, was er in einem Jahr beim "Blick" in der Schweiz erreicht hat: "Ein neues Redaktionssystem eingeführt und die Redaktionsstruktur verändert", "die erste Virtual-Reality-App der Schweiz gestartet" und Video massiv ausgebaut. Die digitalen Erlöse hätten "sich hervorragend entwickelt".

Aber warum dann der schnelle Wechsel zurück nach Deutschland zu Madsack? Das Angebot vom Regionalzeitungs-Konzern sei "so verlockend, dass ich mir sagte: Da will ich hin!" Als Chefredakteur des RedaktionsNetzwerks Deutschland freue er sich nun darauf, Leitartikel für Madsack zu schreiben.

Ein bisschen Selbstkritik lässt Büchner dennoch durchblicken: Er hätte mindestens zwei oder drei Jahre bei Ringier bleiben sollen, "das wäre besser gewesen, da muss man nicht drum herumreden". Auf die Frage, ob er in seiner Zeit beim "Spiegel" Fehler gemacht habe, bekennt er "ganz grundsätzlich": "Kennen Sie jemanden, der keine Fehler macht?"
"Zeit" 2/2017, S. 12 (Paid, Schweiz-Teil), meedia.de, wuv.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Björn Czieslik, Markus Trantow

Spiegel Plus steht nicht vor dem Scheitern, betont Laterpay-Chef Cosmin Ene.

Cosmin Ene, Laterpay 150Spiegel Plus ist kein Misserfolg, beteuert Cosmin Ene, Chef beim Paywall-Partner Laterpay, im Interview mit Michel Penke. Der Bericht von Ulrike Simon über "kaum nennenswerte Erlöse" stimme nicht - sie kenne die zugrundeliegenden Zahlen nicht, sagt Ene. Der Deal zwischen dem Spiegel-Verlag und Laterpay leide auch nicht am Abgang von Florian Harms. Die Zahlungsbereitschaft der Spiegel-Kunden sei messbar höher als bei anderen Objekten.
gruenderszene.de

Mein Homescreen: Simone Ashoff.

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Simone Ashoff, Gründerin und Chefin der Good School in Hamburg, ist ein Paid-Content-Fan. Sie zahlt für digitalen Journalismus und spendet für einen US-Radiosender. Wenn die Netz-Pionierin und frühere Kreativ-Chefin von Jung von Matt nicht gerade Unternehmer und Kreative für den digitalen Wandel fit macht, ist sie mit ihrem iPhone beschäftigt - bei turi2 zeigt sie ihren Homescreen und ihre Lieblings-Apps. Weiterlesen ...

Meinung: SpOn-Chefin Barbara Hans stand bisher im Schatten.

barbara-hans-150Spiegel Online: Die neue Chefredakteurin Barbara Hans stand bisher eher im Schatten ihres Vorgängers Florian Harms, findet Anne Fromm. Schon ihre Berufung von der Ressortleiterin zur Vize-Chefin habe viele gewundert. Ähnlich wie Harms werde auch Hans beim SpOn-Bezahlmodell mitreden. Derzeit erkunde der Verlag Erlösmodelle jenseits von Laterpay, die Kooperation solle aber bleiben.
taz.de

Mein Homescreen.

In der Rubrik Mein Homescreen stellt seit August 2015 jeden Samstag ein prominenter Medien- oder Markenmacher die Startseite seines Smartphones vor. Dabei verrät er seine liebsten Apps und echte Geheimtipps, erzählt aber auch einiges über sich und seine Steckenpferde. Bisher erschienen (alphabetisch sortiert nach Nachnamen) A – Nora... Weiterlesen ...

Spiegel Online denkt über Native Advertising nach.

sponSpiegel Online schließt Native Advertising nicht mehr aus, sagt Chefredakteur Florian Harms im Interview mit Marvin Schade: "Wir sprechen über solche Möglichkeiten." Bisher gibt es wie Artikel gestaltete Anzeigen nur beim Jugendableger bento. Laut Florian Harms gibt es zudem auch nach der Anstellung von Timo Lokoschat noch keinen Startermin für "Spiegel Daily".
meedia.de, turi2.de (Background)

Spiegel Online beerdigt Satire-Rubrik “Spam”.

Spiegel-Online-Icon-600Spiegel Online schafft Ende August die Satire-Rubrik "Spam" ab. Für viele Cartoonisten bedeute das, "dass sie nun noch ein bisschen unbekannter bleiben", für einige Humoristen große Einbußen, schreibt die "FAS". Florian Harms beteuert, es werde "auch weiterhin gut gemachte Satire auf 'Spiegel Online' geben, aber nur noch punktuell und anlassbezogen."
"FAS", S. 47 (Paid)

Die “Spiegel”-Redaktionen verschmelzen in Zukunft.

SpiegelSpiegel führt seine Print- und Online-Redaktion zusammen, erfährt Roland Pimpl von Klaus Brinkbäumer und Florian Harms. Das neue Paid-Content-Modell Spiegel Plus erfordere starke Kooperation und organisatorischen Zusammenhalt der Redaktionen. Wann genau sie verschmelzen, steht demnach noch nicht fest. Die Fusion wird Veränderungen bei der Gesellschafter- und Gewinnbeteiligung und den Mitspracherechten und Gehältern der Online-Redakteure mit sich bringen.
horizont.de, turi2.de (Background)

“Spiegel” startet Paid Content unter dem Namen “Spiegel Plus”.

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Parole digitales Vertriebsplus: Der "Spiegel" spickt bei Springer und startet sein lang erwartetes Paid-Content-Angebot unter dem Namen Spiegel Plus – "Bild Plus" lässt grüßen. Print-Chef Klaus Brinkbäumer und Online-Chef Florian Harms kündigen an, täglich vier Texte, Fotos und Videos aus allen Angeboten des Hauses hinter die Paywall zu schieben. Nutzer können die Stücke im Web und in den Apps zum Start für jeweils 39 Cent kaufen und damit zumeist billiger als bei Blendle.

Der Verlag nutzt die Technologie LaterPay aus München, um die Zahlungen abzuwickeln: Leser dürfen zunächst für fünf Euro konsumieren und müssen sich erst dann registrieren und bezahlen. Print-Abonnenten können "Spiegel Plus" nutzen, wenn sie für einen 50-Cent-Aufschlag den digitalen "Spiegel" hinzubuchen. "Spiegel Plus" soll bald auch um Flatrate-Angebote ergänzt werden.
spiegel.de, horizont.net

Korrektur: Der Autor hat sich in einer früheren Version des Textes im Tarifwirrwarr verheddert und zunächst behauptet, "Spiegel Plus" koste Print-Abonnenten 50 Cent extra. Es ist anders – 50 Cent extra kostet die Digitalausgabe, bei der "Spiegel Plus" inklusive ist.

Spiegel Online zeigt zur Fußball-EM Spielzusammenfassungen von ARD und ZDF.

spon600Überraschender Transfer zur Fußball-EM: Spiegel Online zeigt während des Großereignisses erstmals Video-Zusammenfassungen aller Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und weiterer Favoriten. Das Material liefern ARD und ZDF. Spiegel Online kündigt zudem Livestreams der deutschen Pressekonferenzen an.

Neben Videos setzt die Newsseite auf Manpower: Bei jedem Spiel will Spiegel Online eigene Autoren im Stadion haben. Zudem plant die Redaktion umfangreiche Daten-Stücke. SpOn-Chef Florian Harms will seine Seite damit zu "der Anlaufstelle im Web für alle Fußballfans, die lebendige, kompetente und hintergründige Berichterstattung suchen", machen.
spiegelgruppe.de, meedia.de

“Stuttgarter Nachrichten” und SpOn zanken sich um Leistung eines Reporters.

Stuttgarter Nachrichten-150Stuttgarter Nachrichten prüfen juristische Schritte gegen Spiegel Online. Drei SpOn-Autoren kritisieren Kriegsreporter Franz Feyder, der häufig bei Behörden gegen Islamisten aussage, obwohl seine Aussagen voller Fehleinschätzungen seien. Feyders Chef Christoph Reisinger giftet, die Vorwürfe gegen seinen Freund Feyder seien "allesamt zu widerlegen". SpOn-Chef Florian Harms wiederum verteidigt seine Autoren.
kontextwochenzeitung.de, spiegel.de