Arvato hält am CRM-Geschäft fest, Thomas Mackenbrock übernimmt als CEO.


Fusion statt Verkauf: Bertelsmann hält nun doch an seiner CRM-Sparte bei der Tochter Arvato fest und legt die Geschäfte mit denen der marokkanischen Saham Group zusammen. Der neue strategische Partner ist bereits seit 2004 Minderheitsgesellschafter. Die Gütersloher hatten im Januar bekanntgegeben, die Zukunft des CRM-Geschäfts zu prüfen und diese ggf. teilweise oder vollständig zu verkaufen. Auch der Werbekonzern Ströer soll sich für einen Kauf interessiert haben.

Das gemeinsame Unternehmen von Bertelsmann und der Saham Group, an dem beide je 50 % der Anteile halten werden, soll 2019 unter neuem Namen an den Start gehen. Thomas Mackenbrock, 42, bisher Strategiechef bei Arvato, übernimmt den Chefposten der Arvato CRM Solutions. Er ist seit 2006 im Unternehmen und folgt auf Andreas Krohn, der das Unternehmen zum Ende des Jahres verlässt.

Das gemeinsame Unternehmen soll mit knapp 48.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 1,2 Mrd Euro einfahren. Bislang beschäftigt Bertelsmann 36.000 Mitarbeiter in seinem Callcenter-Bereich. Laut Bertelsmann-Chef Thomas Rabe soll in den kommenden Jahren zudem ein dreistelliger Mio-Betrag investiert werden. Damit will Bertelsmann die regionalen Präsenzen in Afrika, Asien und dem mittlere Osten ausgebauen sowie technologische Lösungen, die auch international eingesetzt werden können, entwickeln.
handelsblatt.com, bertelsmann.de, turi2.de (Prüfung), turi2.de (Krohn)

Bertelsmann übernimmt Online-Bildungsanbieter OnCourse Learning.


Bildungs-Boom: Bertelsmann investiert weiter in das Bildungs- und Gesundheitsweisen und übernimmt den Online-Bildungsanbieter OnCourse Learning vom Finanzinvestor CIP Capital. OnCourse Learning, das vor allem E-Learning im US-Gesundheitswesen für Krankenschwestern anbietet, wird in die Bertelsmann-Tochter Relias eingegliedert und bringt 500 Kliniken als Kunden mit. Wie der Konzern mitteilt, liegt der Kaufpreis im mittleren dreistelligen Mio-Bereich.

Bertelsmann-Chef Thomas Rabe sieht im Bildungsgeschäft ein "erhebliches Wachstumspotenzial". Der in den USA erwirtschaftete Anteil des Umsatzes soll durch den Zukauft von 20 auf 30 % steigen. Die Übernahme zähle neben dem Kauf von Random House und dem Bildungsanbieter Relias zu den größten Investitionen auf dem US-Markt. Die Zustimmung der US-Kartellbehörden werde im Herbst erwartet.
handelsblatt.com, presseportal.de

Wie ein Stummfilm zu neuem Leben erwacht – Video-Einblick in die UFA Filmnächte.


Ein echtes Schätzchen: Der Stummfilm-Klassiker Der Geiger von Florenz läuft in Berlin schön wie nie. Restauratorin Anke Wilkening hat den 92 Jahre alten Streifen ein Jahr lang Bild für Bild generalüberholt. Bei turi2.tv erklärt Wilkening, wie sie recherchiert und restauriert. Sponsor Bertelsmann finanziert ihre Mission: "Diese alten Filme sind unglaublich gut gemacht, sie sind Kulturerbe", sagt Vorstandschef Thomas Rabe.

Filmproduzent und UFA-Geschäftsführer Nico Hofmann lobt Wilkenings Arbeit. Der neue, alte Film, bearbeitet bei der Murnau Stiftung in Wiesbaden, wirke erzählerisch stark, "es ist altes Material mit großer Relevanz für heute". Die UFA Filmnächte seien in Berlin "the place to be", sagt Hofmann zwischen Bussis mit prominenten Freunden. Bis Freitag läuft die Veranstaltung, Arte hat "Der Geiger von Florenz" auch aufgezeichnet und online gestellt.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube), arte.tv (96-Min-Aufzeichnung)

RTL Group: Guillaume de Posch tritt zurück, Bert Habets führt die Sendergruppe allein.


Künftig im Alleingang: Guillaume de Posch, 59, tritt als Co-CEO der RTL Group zurück, bleibt aber Mitglied des Verwaltungsrats. De Posch hatte die Rolle des Co-CEO der RTL Group im April 2012 übernommen, sein Rücktritt erfolgt "auf eigenen Wunsch", teilt RTL mit. Seit Ende September gehört ihm ein Restaurant in Brüssel.

Thomas Rabe, Vorsitzender des Verwaltungsrates, dankt de Posch dafür, dass er "die RTL Group in die digitalste europäische Rundfunkanstalt umgewandelt und die Kreativität von Fremantle Media wiederbelebt hat." De Posch kam 2012 zu RTL, arbeitete vorher als selbstständiger Berater und war von 2004 bis 2008 bei ProSiebenSat.1. Bert Habets führt die Sendergruppe künftig allein. Er ist seit April 2017 Co-Chef, ab dem neuen Jahr trägt er die Gesamtverantwortung.
dwdl.de, handelsblatt.com (Restaurant), turi2.de (Background)

Anzeige: Bertelsmann hält ab sofort 75 % an Penguin Random House.

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Bertelsmann hält ab sofort 75 Prozent an der weltweit größten Publikumsverlagsgruppe Penguin Random House
Durch die Anteilsaufstockung stärkt Bertelsmann seine Governance-Rechte bei Penguin Random House. Bertelsmann CEO Thomas Rabe wird zum 1. Januar 2018 neuer Chairman des Board of Directors der Buchverlagsgruppe. Alle wichtigen Informationen finden Sie hier.

Arvato-Chef Fernando Carro verlässt Bertelsmann.

Bertelsmann trennt sich "im besten gegenseitigen Einvernehmen und mit sofortiger Wirkung" von Fernando Carro, 52, Vorstandsmitglied und CEO der Dienstleistungssparte Arvato. Carros Position im Bertelsmann-Vorstand und als Arvato-CEO wird nicht neu besetzt. Arvato mit seinen über 70.000 Mitarbeitern geht gewissermaßen im Bertelsmann-Konzern auf.

Personalvorstand Immanuel Hermreck verantwortet die Arvato-Personalarbeit direkt. Zwei von Carros Bereichsverantwortlichen, Kundenmanagement-Chef Andreas Krohn und Lieferketten-Chef Frank Schirrmeister, berichten nun direkt an Bertelsmann-CEO Thomas Rabe. Die anderen beiden, Finanzlösungen-Chef Frank Kebsch und Systemhaus-Chef Matthias Moeller, arbeiten nun unter Bertelsmann-Finanzvorstand Bernd Hirsch.

Carro, intern "Turbo-Fernando", war 24 Jahre Bertelsmann-Mitarbeiter und hat als letzter Kandidat ab 2005 versucht, das einst wichtige Buchclub-Geschäft zu retten. Trotz einiger Erfolge beendete Bertelsmann das Engagement Ende 2015.
buchreport.de, manager-magazin.de, presseportal.de

Bertelsmann will 70 bis 75 % von Penguin Random House.

Bertelsmann bekräftigt das Interesse, seinen Anteil am größten Publikums-Buchverlag Penguin Random House auf 70 oder 75 % zu erhöhen. Vorstandschef Thomas Rabe kann sich im "Spiegel"-Gespräch Kooperationen mit Pensionsfonds oder Familien-Trusts vorstellen, um den Deal durchzubringen. Derzeit hält Bertelsmann 53 % an Penguin Random House. Pearson will seine 47 % loswerden.
"Spiegel" 11/2017, S. 80 (Paid), turi2.de (Background)

Penguin Random House: Pearson verkaufsbereit, Bertelsmann erneuert Interesse.

bertelsmannpenguinrandomhouse600Hat den Pinguin immer noch zum Fressen gern: Bertelsmann bekräftigt sein Interesse an den von Pearson gehaltenen 47 % an Penguin Random House. Partner Pearson hat heute angekündigt, seinen Anteil verkaufen zu wollen. 53 % am weltgrößten Publikumsverlag hält Bertelsmann bereits. Der Preis ist offenbar noch nicht ausgehandelt: Der Konzern aus Gütersloh wolle zugreifen, "sofern die wirtschaftlichen Konditionen angemessen sind", taktiert Bertelsmann-Boss Thomas Rabe.

Bei Pearson läuft das Geschäft auch nach dem Verkauf der "Financial Times" und des "Economist" sowie einem radikalen Sparkurs noch nicht rund. Parallel zu der Ankündigung der Verkaufsabsicht gab das Unternehmen am Mittwochfrüh einen Gewinnrückgang bekannt und senkte die Didivenden für Aktionäre - das klingt nach einer günstigen Verhandlungsposition für Bertelsmann.
spiegel.de, bloomberg.com (Pearson), presseportal.de (Bertelsmann), turi2.de (Background)

Bertelsmann mit Rekordergebnis nach dem 3. Quartal 2016.

Bertelsmann
Bärenstarke Bertelsmänner: Das Unternehmen aus Gütersloh präsentiert nach nur neun Monaten 2016 ein neues operatives Rekordergebnis und macht in dieser Zeit 12 Mrd Euro Umsatz. Trotz anfänglichen Verlusten in Digital- und Neugeschäften von etwa 80 Mio Euro verbessert der Konzern das operative Ergebnis um 38 Mio Euro auf 1,63 Mrd Euro. Dabei geholfen haben vor allem das TV-, Musik- und Dienstleistungsgeschäft und die gebündelten Digitalfonds wie Bertelsmann Asia Investments.

Bereits im ersten Halbjahr 2016 hatte Bertelsmann einen Rekordumsatz von 8 Mrd Euro gemacht. Vorstandsvorsitzender Thomas Rabe sieht daher auch gelassen dem Gesamtjahresergebnis entgegen: "Der positive Geschäftsverlauf hat sich fortgesetzt. Bertelsmann ist so ertragsstark wie nie zuvor".
presseportal.de, turi2.de (Background 1. Halbjahr 2016)

Bertram Stausberg könnte Bertelsmann verlassen.

bertram_stausberg_150Bertelsmann: Bertram Stausberg ist im Begriff, das Unternehmen zu verlassen, hört Gregory Lipinski. Thomas Rabe hat die Druckgeschäfte von Arvato und Be Printers Anfang des Jahres im Unternehmensbereich Bertelsmann Printing Group zusammengeführt, den Stausberg gemeinsam mit Axel Hentrei leitet. Die Zusammenarbeit laufe nicht konfliktfrei, außerdem habe Stausberg sich die alleinige Leitung erhofft.
meedia.de

Bertelsmann: Bis zu 1,3 Mrd Euro für Zukäufe pro Jahr.

Bertelsmann_150Bertelsmann will bis 2020 bis zu 1,3 Mrd Euro pro Jahr für Zukäufe ausgeben, berichtet Guy Chazan. Auf der Einkaufsliste stehen weiterhin die übrigen 47 % von Penguin Random House. Zudem will Vorstandsvorsitzender Thomas Rabe in die digitalen Aktivitäten von RTL und Gruner + Jahr investieren. Auch die Anteile an den E-Learning-Firmen Hotchalk und Udacity sollen steigen.
ft.com (Paid)

Bertelsmann erwirtschaftet höchsten Gewinn in neun Jahren.

Bertelsmann - Jahreszahlen
Jubelzahlen aus Gütersloh: Medienriese Bertelsmann fühlt sich heute noch ein bisschen größer als sonst. Konzernchef Thomas Rabe verkündet für 2015 den höchsten Umsatz seit 2007 und den größten Gewinn seit 2006. Der Umsatz wächst verglichen mit 2014 um 2,8 % auf 17,1 Mrd Euro. Als Konzernergebnis bleiben stolze 1,1 Mrd Euro - ein Plus von 90 %. 2014 standen unter dem Strich nur 572 Mio. Der größte Umsatzbatzen kommt von RTL und dort vor allem von RTL Deutschland. Der TV-Umsatz legt um knapp 4 % auf mehr als 6 Mrd Euro zu, als operatives Ergebnis bleiben fast 1,4 Mrd. Das größte Wachstum meldet Buch-Tochter Penguin Random House, hier steigt der Umsatz um fast 12 % auf 3,7 Mrd, als EBITDA bleiben 557 Mio.

Ein dickes Minus kommt aus Hamburg: Gruner + Jahr setzt 12 % weniger um als 2014 und erzielt noch 1,5 Mrd, das operative Ergebnis der Verlagstochter sinkt um 38 Mio auf 128 Mio. Thomas Rabe begründet das mit Änderungen im Portfolio. Für das laufende Jahr gibt Rabe sich zuversichtlich und rechnet für 2016 wieder mit steigenden Umsätzen und Gewinnen. Auch das Druckgeschäft schrumpft: Be Printers setzt 25,5 % weniger um als 2014. Grund sind der Verkauf von Druckereien u.a. in Italien und Spanien. Außerdem sinke das Druckvolumen insgesamt.

Parallel baut der Konzern seine Struktur um und erweitert die Geschäftsbereiche von fünf auf acht: Zu RTL, Penguin Random House, Gruner + Jahr, Arvato und der Printing Group kommen Musik-Tochter BMG, die Education Group und Bertelsmann Investments. (Foto: dpa)
presseportal.de, online-congress.com (PDF-Präsentation)

Bertelsmann könnte Beteiligung an Penguin Random House ausweiten.

Bertelsmann_150Bertelsmann überlegt seinen Anteil an der Buchverlagsgruppe Penguin Random House von 53 % auf "70 bis 75 %" aufzustocken. "Wir würden in einem solchen Fall einen langfristigen Partner suchen, der an einer Minderheitsbeteiligung interessiert wäre", sagt Vorstandschef Thomas Rabe gegenüber der "FAS". Eine Entscheidung solle aber nicht vor 2017 fallen.
"FAZ", S. 22 (Paid), focus.de

Image-Studie: Mathias Döpfner hat den besten Ruf.

Mathias Döpfner-150manager magazin ernennt Mathias Döpfner zum bestbeleumundeten Medienmanager: Die Imagestudie des Magazins weist den Springer-Chef auf Platz 16 von 150 Wirtschaftsführern aus. Auf Platz 2 landet Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel (32 absolut) noch vor ihrem Chef Thomas Rabe. Es folgen Thomas Lindner, "FAZ", Paul-Bernhard Kallen, Burda, Anke Schäferkordt, RTL, Karl Ulrich, "Süddeutsche", Thomas Ebeling, ProSiebenSat.1, und Verlegerin Yvonne Bauer.
"manager magazin", 2/2016, S. 36 (Paid)

Bertelsmann steigert Umsatz und Gewinn.

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Gutes Einkommen ermöglicht Bildung: Bertelsmann steigert den Umsatz in den ersten neun Monaten um 2,8 % auf 12,2 Mrd Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) steigt um 7,4 % auf 1,6 Mrd Euro, als Gewinn bleiben 573 Mio Euro - soviel wie im gesamten Geschäftsjahr 2014. Die Mitarbeiterzahl steigt um 8.965 auf nun 121.002 Beschäftigte.

Konzernchef Thomas Rabe freut sich über einen "bisher sehr erfreulichen" Verlauf des Geschäftsjahres. Im Windschatten guter Zahlen lässt sich ein Umbau besser ausführen, schließlich will Rabe den Bildungssektor zur "dritten Säule" Bertelsmanns neben Medien und Dienstleistungen ausbauen und den ganzen Konzern "wachstumsstärker, digitaler und internationaler" aufstellen.
presseportal.de

Pearson will an Penguin Random House festhalten.

thomas-rabe150Thomas Rabe muss sich offenbar noch gedulden, bevor er weitere Teile von Penguin Random House zukaufen kann. Der britische Partner Pearson hat nicht die Absicht, Anteile an dem Buchverlag bald zu veräußern. CEO John Fallon will bis mindestens 2017 an seinen 47 % festhalten. Bertelsmann hatte Ende August signalisiert, weitere Anteile von Penguin Random House übernehmen zu wollen.
bdlive.co.za via buchmarkt.de

Bertelsmann bündelt Bildungs-Business.

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Lerngruppe: Bertelsmann gründet für sein Bildungsgeschäft die Bertelsmann Education Group mit Hauptquartier in New York. Kay Krafft, zuvor schon für das Bildungsgeschäft verantwortlich, wird CEO der neuen Einheit. Jarek Gabor wird Finanzchef. Teil der Tochter werden u.a. die Alliant-Hochschule, der E-Learning-Anbieter Relias und der Bertelsmann-Anteil an der Online-Uni Udacity des deutschen Googleauto-Papas Sebastian Thrun.

Die Firma soll "mittelfristig" eine Milliarde Euro umsetzen, so die Zielvorgabe von Bertelsmann-Chef Thomas Rabe. Wie auch BMG hängt die Bertelsmann Education Group am Unternehmensbereich Corporate Investments.
reuters.com, bertelsmann.de (Ankündigung)

Bertelsmann legt bei Umsatz und Gewinn zu.

bertelsmann2-150Bertelsmann erzielt im 1. Halbjahr ein Umsatzplus von 2,5 % auf 8 Mrd Euro. Der Gewinn legt um 55 % zu, 398 Mio Euro bleiben den Bertelsmännern unterm Strich. Umsatztreiber sind Penguin Random House, RTL und Arvato. Die Anteile von Gruner + Jahr sowie der Drucksparte sinken erwartungsgemäß. Beim Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Abschreibungen (EBITDA) landet Bertelsmann mit einem Plus von 4,4 % bei 1,063 Mrd Euro. Starke Erlöse bringen vor allem das US-Buchgeschäft, Fernsehen in Deutschland und der E-Learning-Anbieter Relias.

Gruner + Jahr verliert als Anteil am Umsatzkuchen zwar an Bedeutung, zeigt aber laut Vorstandchef Thomas Rabe eine "vielversprechende Entwicklung" im Digitalgeschäft und legt bei den Vertriebserlösen in Deutschland zu. Die Motor Presse Stuttgart erhöht den Gewinn durch Einsparungen. Der Dresdener G+J-Zeitungsverlag DD+V steigert seinen Umsatz, macht aber weniger Gewinn.

Vorstandschef Thomas Rabe möchte sein Werk bei Bertelsmann gern fortsetzen - und hat einiges vor: Mit den Gewinnen sowie Mitteln aus neuen Anleihen will er fleißig investieren und nimmt die Gewinnmilliarde in den Blick. Die Bertelsmänner interessieren sich dafür u.a. für die 47 % der Anteile an Penguin Random House, die Pearson hält und dafür deutlich über 1 Mrd Euro sehen möchte.
Bilanz-Telefonkonferenz, handelsblatt.com, presseportal.de

Hamburg feiert Gruner + Jahr.

Gruner + JahrGruner + Jahr: Hamburg feiert sein liebstes Verlagshaus am Abend zum Fünfzigsten mit einem Senatsempfang im Großen Festsaal des Rathauses. Den lokalen Presseball kann Gastgeber Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt, dann auf Gegeneinladung von G+J im Parlament, der Kellerkneipe des Rathauses, ausklingen lassen. 500 Gäste sind eingeladen, von Bertelsmann-Matriarchin Liz Mohn und ihrem Vorstandschef Thomas Rabe bis hin zu den Sprach- und Witzpäpsten Wolf Schneider und Olli Dittrich. Statt Gastgeschenken lässt Gruner + Jahr 2.000 Decken für die Flüchtlings-Erstaufnahmen der Stadt springen.
presseportal.de

Bertelsmann will bei Penguin Random House aufstocken.

Thomas Rabe 2015 Bertelsmann Party dpa 600Das Leben hält für Thomas Rabe nur einmal im Jahr eine Bertelsmann-Party bereit. (Foto: dpa)

50+x Shades of Grey: Bertelsmann-Boss Thomas Rabe plant, den Anteil der Gütersloher am weltgrößten Buchverlag Penguin Random House zu erhöhen. Am liebsten von 53 auf 100 %. Aber Rabe kann laut manager magazin die 1,5 Mrd Euro derzeit nicht aufbringen, die Pearson für seine 47 % verlangt. Die Lösung laut "manager magazin": Rabe könnte erstmal 17 % zukaufen, danach scheibchenweise bis auf 100 % erhöhen. Pearson habe signalisiert, "keine Eile zu haben" mit dem Verkauf.

Die Alternative dazu ist laut Autor Simon Hage, dass die Königsfamilie von Abu Dhabi als Co-Investor einsteigt. Königin Liz Mohn auf dem Weg zum Emir - eine pikante Vorstellung. Die strenggläubigen Moslems müsste also Geschäfte mit libertärem Schriftgut wie 50 Shades of Grey machen. Dann vielleicht doch die lieber die Salami-Taktik.

Eine frohe Kunde aus Gütersloh fügt Hage noch an: Die Vertragsverlängerung von "Portfoliomanager" Rabe für 2016 soll praktisch in trockenen Tüchern sein.
"manager magazin", 9/2015, S. 16 (Paid)

Bertelsmann startet Bildungs-Fonds in Brasilien.

bertelsmann2-150Bertelsmann investiert in medizinische Bildung in Brasilien: Der Medienkonzern legt zusammen mit weiteren Investoren den Fonds Bozano Educacional 2 auf, verwaltet von der Investmentgesellschaft Bozano Investimentos. Der Fonds ist mit umgerechnet 230 Mio Euro ausgestattet und soll in sechs bis acht Unternehmen investieren. Bertelsmann-Chef Thomas Rabe will Bildung "zu einer dritten Säule" des Konzerns neben Medien und Dienstleistungen ausbauen.
presseportal.de

Bertelsmann nimmt Gruner + Jahr in den Pension Trust auf.

Gruner + Jahr Hamburg 600Bertelsmann nimmt Gruner + Jahr die Renten-Schulden. (Foto: Gruner + Jahr)

Die G+J-Renten sind sicher: Gruner + Jahr rückt mit den Renten-Ansprüchen von Verlagsmitarbeitern, Journalisten und Druckern unter das Dach des Mutterkonzerns Bertelsmann. Die Gütersloher holen das Hamburger Verlagshaus in den hauseigenen Pension Trust, in dem der Medienkonzern Rückstellungen für die Betriebsrenten seiner Mitarbeiter verwaltet. Bisher bestreitet G+J die teils recht stattlichen Zahlungen an seine Pensionäre aus dem laufenden Etat.

Um die Forderungen abzufedern, nimmt Bertelsmann für Gruner + Jahr noch mal 400 Mio Euro in die Hand und erhöht das Kapital der Treuhandgesellschaft auf rund 1,4 Mrd Euro. Bertelsmann-Chef Thomas Rabe will die Übernahme der Pensionsverpflichtungen denn auch als "klares Bekenntnis zur Zukunft von Gruner + Jahr" verstanden wissen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Pensionären befreit hätte der Verlag mehr Spielraum für Investitionen - zumindest theoretisch.
presseportal.de

Bertelsmann setzt weiter auf Bildung.

Bertelsmann_150Bertelsmann: Konzernchef Thomas Rabe sitzt wieder fest im Sattel, glaubt Kai-Hinrich Renner im "Handelsblatt". Grund dafür ist der Erfolg der Bildungssparte Relias. Der Weiterbildungsanbieter erlöst derzeit zwar nur 45 Mio Euro, aver Rabe verweist auf Wachstumsraten von 20 %. Mit dem Kauf der Alliant International University im Februar setzt Bertelsmann weiter auf Bildung und will ein Hochschulnetzwerk aufbauen.
"Handelsblatt", S. 21, epaper.handelsblatt.com (Paid)

Gruner ohne Jahr – und ohne Rückversicherung.

Bad news aus Gütersloh: Gruner + Jahr wird eine reine Bertelsmann-Dependance und verliert im Zuge eines Ausverkaufs – und entgegen wiederholter Dementis – die Gesellschafterfamilie Jahr. Diese galt vielen als Garant verlegerischer Ambitionen und Traditionen, doch die Rückversicherung gegen allzu rigide Schrumpf- und Sparpläne aus Gütersloh fällt nun... Weiterlesen ...

Bertelsmann investiert in E-Learning-Startup.

Bildungs-Offensive aus Gütersloh: Bertelsmann beteiligt sich am Bildungs-Startup Udacity aus dem Silicon Valley. Der Medienkonzern steckt zusammen mit anderen Investoren 35 Mio Dollar in des E-Learning-Unternehmen, ein “signifikanter Betrag” davon komme aus Gütersloh. Udacity ist einst als Online-Universität gestartet, konzentriert sich inzwischen aber auf Geschäftskunden. Zu denen gehören... Weiterlesen ...

Köpfe des Tages

Headline: Kopf des Tages: XXX Julian Reichelt XX.XX.2020 Kopf des Tages ist Julian Reichelt. Der “Bild”-Chef ist das Paradebeispiel für einen Meinungsmacher. Aktuellste Kampagne: Deutschlands Politiker zu mehr Öffnungen in der Corona-Pandemie treiben. Wie Reichelt zu seiner Meinungsmacher-Position gekommen ist und was turi2 in der Vergangenheit über ihn... Weiterlesen ...