Mathias Döpfner hat musikalische Wurzeln in Ladenburg.

Mathias Döpfner, Springer-Boss und BDZV-Präsident, übernimmt einen zusätzlichen Job: Am Sonntag, den 14. Januar, eröffnet er als Festredner im Domhof des nordbadischen Ladenburg die Feierlichkeiten zum 175. Jubiläum des Gesangsvereins Liederkranz Ladenburg. Sein Ur-Urgroßvater Franz Joseph Wenzeslaus Döpfner gründet den Verein in Ladenburg 1843, Ur-Großvater Joseph Ernst Döpfner war seinerzeit 1. Vorsitzender. Die Familie von Mathias Döpfner ist seit Jahrhunderten in der Römerstadt verwurzelt und musikalisch aktiv.
morgenweb.de

Hör-Tipp: Mathias Döpfner erklärt das Arbeiten der Zukunft anhand des Springer-Neubaus.

Hör-Tipp: Mathias Döpfner will als Arbeitgeber attraktiv sein und die klügsten Köpfe für Springer gewinnen. Im Podcast von Michael Trautmann und Christoph Magnussen erklärt der Springer-Boss, dass es heute nicht mehr auf das größte Büro und den größten Dienstwagen ankomme, sondern darauf Work-Life-Balance zu schaffen. Döpfner erklärt, wie sich das Arbeiten im Konzern im Springer-Neubau verändern soll.
soundcloud.com (51-Min-Podcast)

“Staatspresse-Debatte”: Stefan Niggemeier bezichtigt Mathias Döpfner der Lüge.

Mathias Döpfner hat ARD und ZDF sehr wohl als "gebührenfinanzierte Staats-Presse" bezeichnet, schreibt Stefan Niggemeier. Der BDZV verbreitete laut Niggemeier in seiner Entgegnung auf die Erklärung der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Redakteursausschüsse daher einer Lüge, wenn er schreibe, Döpfner habe den Ausdruck nur in einem Konjunktiv-Szenario verwendet. Die Wiedergabe Döpfners sei daher auch nicht böswillig.
uebermedien.de, turi2.de (Background)

Mathias Döpfner will Gerüchte um Abspaltungen einfangen.

Springer-Chef Mathias Döpfner bemüht sich intern, Gerüchten um Entlassungen, Abspaltungen oder Verkäufe entgegenzutreten, berichtet Gregory Lipinski. Innerhalb des Verlags gebe es Unruhe angesichts der Umstrukturierung in die zwei neuen Verlagsbereiche Digital und Print. In einer hausinternen Zeitung der Betriebsräte äußert Döpfner die Sorge, dass Angst durchs Haus gehe und sich Gerüchte verselbstständigen und verspricht: "Es wird keinen Verkauf geben, es wird keinen Börsengang geben, es wird keine Abspaltung geben."
meedia.de

Zitat: Mathias Döpfner sieht eine Allianz zwischen Politikern und ARD und ZDF.

"Es gibt eine Interessenallianz, die dazu führt, dass kaum ein Politiker es wagt – schon gar nicht in Wahlkampfzeiten –, sich mit den Öffentlich-Rechtlichen anzulegen, weil man auf deren Wohlwollen angewiesen ist."

BDZV-Präsident und Springer-Chef Mathias Döpfner sieht einen Interessenkonflikt der Politiker bei der Kontrolle von ARD und ZDF. Besonders Landespolitiker seien von der Präsenz in den öffentlich-rechtlichen Programmen abhängig, sagt Döpfner im Interview mit der "FAZ".
faz.net

Weiteres Zitat aus dem Interview:
"Wenn sich die ARD von morgen an so verhielte wie das ZDF, würde kein Verleger mehr Kritik üben. Aber die ARD verhält sich eben anders – mit ihrer "Tagesschau"-App, mit ihren regionalen Angeboten und mit ihren Heerscharen von Print-Redakteuren, die Texte schreiben."

“Horizont”: Zeitungsverleger sind von ihrem Präsidenten Mathias Döpfner ganz angetan.

Mathias Döpfner hinterlässt als Präsident des BDZV nach einem Jahr Amtszeit einen positiven Eindruck, bilanziert Uwe Vorkötter. Branchengrößen loben Döpfner genauso wie Kleinverleger. Der Springer-Boss treibe die Reform des Verbandes voran und sei in Berlin und Brüssel präsent. Die Arbeit mit dem Präsidenten sei "sehr professionell, aber auch sehr kompliziert", weil die Granden des Verlags auch im Verband mitsprechen. Bevor eine Vorlage den Präsidenten erreiche, werde geprüft und umgeschrieben. Wenn ein Thema bei Döpfner ankomme, treffe er immerhin schnell Entscheidungen.
"Horizont", 38/2017, S. 11 (Paid)

BDZV: Mathias Döpfner hat ARD und ZDF nicht mit Nordkorea verglichen.

Viel Lärm um nichts? Der BDZV reagiert auf den Vorwurf der ARD-Vorsitzenden und MDR-Intendantin Karola Wille, Verbandschef Mathias Döpfner spiele mit seiner Nordkorea-Bemerkung beim BDZV-Kongress Verschwörungstheoretikern in die Hände und produziere Fake News. Döpfner habe die ARD nicht mit Nordkorea verglichen, beschwichtigt der BDZV, er habe vielmehr vor einem Szenario gewarnt, in dem es "nur Staatsfernsehen und Staatspresse im Netz" geben würde.

Döpfner hatte mit der Bemerkung, ein solches Szenario sei "eher etwas nach dem Geschmack von Nordkorea" für Empörung in der ARD gesorgt und es sogar in die "Tagesschau" geschafft. Die gezielte Stichelei gegen ARD und ZDF gehört beim BDZV praktisch zum guten Ton, schließlich treffen sich Verleger und Sender regelmäßig vor Gericht, wenn es um die Lufthoheit im Online-Journalismus geht. Dass Zeitungen und Öffentlich-Rechtliche auf der journalistischen Ebene dagegen gut miteinander können, beweisen Kooperationen wie die von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung". (Foto: Marijan Murat / dpa)
presseportal.de, bdzv.de (Redemanuskript), tagesschau.de (mit 90-Sek-Video)

Bild des Tages: Mathias Döpfner bereitet sich auf seine Rede beim Zeitungskongress vor.


Einsamer Präsident: Springer-Chef Mathias Döpfner sitzt beim Zeitungskongress in Stuttgart in einer noch leeren Stuhlreihe. Auf dem Schoß liegt sein Redemanuskript, das er konzentriert noch einmal durchgeht. In seiner Rolle als BDZV-Präsident wird Döpfner die Verleger an ihre Verantwortung für freien Journalismus erinnern und von der Politik bessere Rahmenbedingungen für Verlage fordern.
(Foto: Marijan Murat / dpa / Picture Alliance)

Zitat: Mathias Döpfner fordert Beschränkungen für ARD und ZDF.

"Ich hoffe sehr darauf, dass die Ministerpräsidenten den Sendern sehr bald klare Grenzen setzen."

BDZV-Präsident und Springer-Chef Mathias Döpfner appelliert beim Zeitungskongress an die Politik, die "gebührenfinanzierte Staats-Presse" von ARD und ZDF einzuschränken. Zudem fordert er, die "staatlich verursachten Kosten" für Zeitungszusteller deutlich zu senken.
presseportal.de

Springer-Chef Mathias Döpfner organisiert Kampagne gegen Erdogan.

Mathias Döpfner organisiert eine Aktion gegen die Politik des türkischen Präsidenten Erdogan. Der Springer-Chef ruft in einem Brief an die Vorstände der Dax-30-Unternehmen zu einer gemeinsamen Anzeigenkampagne auf, berichtet Georg Meck. Bislang sei der Rücklauf gering, weil manche die Eskalation und andere schlechte Geschäfte fürchten.
faz.net

Lese-Tipp: Mathias Döpfner besucht in Ostpolen Vernichtungslager der Nazis.

Lese-Tipp: Mathias Döpfner reist für die "Welt am Sonntag" an den "Tiefpunkt menschlicher Zivilisation", die Nazi-Vernichtungslager von Sobibor, Belzec und Majdanek. Der Springer-Chef setzt mit seiner Reportage ein starkes Zeichen gegen das Vergessen der Nazi-Gräuel und Alltags-Antisemitismus. Den findet er heute etwa in "Hass-Kommentarspalten" auf Facebook und in "israelfeindlichen Kommentaren mancher Medien".

Döpfner beschreibt mit beklemmender Härte die Orte, an denen Millionen Juden noch bis kurz vor Ende des Krieges systematisch vergast oder erschossen wurden. Beim Blick in die Gastkammer von Majdanek überkommt ihn Übelkeit. Sein Foto des schuhkartonartigen Raumes, in dem Hunderttausende starben, füllt ein gutes Drittel der Doppelseite in der Zeitung. Döpfner schließt bitter: Viele der Mörder und ihre Helfer kamen wenig oder ungestraft davon. Einige starben in der Bundesrepublik als hochgeachtete Bürger.
"Welt am Sonntag", S. 8-9, blendle.com (Paid)

Zitat: Mathias Döpfner will weder Print noch Sport1 kaufen.

"Printmedien stehen für uns nicht auf der langfristigen Akquisitionsliste, sondern wir konzentrieren uns ganz auf digitalen Journalismus."

Springer-Boss Mathias Döpfner erteilt bei der Telefon-Pressekonferenz zum Halbjahresergebnis des Konzerns nicht nur Print eine Absage. Auch an einer Übernahme des Senders Sport1 habe Springer kein Interesse.
Springer-PK, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Wertpapierschützer schätzen Jahresgehalt von Mathias Döpfner auf 19 Mio Euro.

Zahl des Tages: Auf mehr als 19 Mio Euro schätzen die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz und die TU München das Jahresgehalt von Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner für 2016 - mehr als alle anderen Dax-Vorstände. Springer widerspricht: Alle vier Vorstandsmitglieder hätten 2016 zusammen 19,2 Mio Euro erhalten, zusätzlich zu einer langfristigen, variablen Vergütung von insgesamt 32,1 Mio Euro, die aber nicht einem einzelnen Jahr zuzuordnen sei. Wie viel der Verlag Döpfner tatsächlich überwiesen hat, verschweigt Springer weiterhin.
faz.net, dsw-info.de

Bild des Tages: Barack Obama trifft Mathias Döpfner.


Döpfner meets Obama: Wie alle wirkt auch Barack Obama neben Mathias Döpfner etwas.. nunja.. eingelaufen, aber das Lächeln sitzt. Während seines Deutschland-Besuchs ist der Ex-US-Präsident zu Gast bei Axel Springer im Berliner Verlagshaus, Döpfner hat gemeinsam mit der Obama Stiftung zu einem kleinen Abendessen und Gespräch mit Obama in den Journalisten-Club eingeladen.
(Foto: Daniel Biskup / Axel Springer)

Zitat: Mathias Döpfner sieht Verlage in völliger Abhängigkeit von Google und Facebook.

"Wir Verlage profitieren nicht von dem Traffic, den Google uns verschafft - wir sind komplett davon abhängig."

Springer-Boss und BDZV-Präsident Mathias Döpfner pflegt ein gespaltenes Verhältnis zu Google und Facebook, die mit Verlagscontent Geld verdienen, ohne selbst Inhalte zu schaffen.
de.reuters.com, bdzv.de

Zitat: Mathias Döpfner zeichnet ein dunkles Bild digitaler Gegenwart.

"Das ist die digitale Wiederholung radikal kommunistischer Ideologie."

BDZV-Präsident Mathias Döpfner warnt in einer Rede vor Vertretern der Musikindustrie vor Gratiskultur, die die Internetkonzerne predigten, um allein ihre Geschäftsmodelle zu erhalten.

"Unsere größte Angst ist es doch immer, den Zeitgeist zu verpassen. (...) Doch bei aller Liebe zum Zeitgeist müssen noch immer die Gesetze der ökonomischen Schwerkraft gelten."

"Traditionelle Medienkonzerne haben noch immer eine große gefühlte Macht. (...) Google ist lange mit 'Don't do evil' ohne Gelächter aus dem Publikum durchgekommen."

"Es tut sich ein immer größerer Graben auf zwischen dem privaten Sektor (...) und den Öffentlich-Rechtlichen."

"Journalismus ist heute ein genauso flüchtiges Gut wie Musik oder Film."

"Dass Verlage nun Facebook dabei helfen sollen, sein Glaubwürdigkeitsproblem zu lösen, ist ein Treppenwitz der Geschichte."

"Mir stockt der Atem, wenn ich über ein 'Wahrheitsministerium' nachdenke."
turi2 vor Ort bei der Kulturkonferenz des Bundesverbandes Musikindustrie in Berlin

Zitat: Das Medium tritt in den Hintergrund, der Inhalt bleibt, glaubt Mathias Döpfner.

Mathias Döpfner-150"Die digitale Transformation heißt nicht, dass Print keine Zukunft hat. Mit Print ist aber – von wenigen Ausnahmen abgesehen – kein Wachstum mehr zu bestreiten, mit der digitalen Zeitung sehr wohl."

Springer-Chef Mathias Döpfner malt in seiner Rolle als BDZV-Präsident eine rosige Zukunft für Journalismus. Im großen Interview mit der dpa spricht er außerdem über den Kampf gegen Fake News und den Streit zwischen Verlegern und ARD und ZDF.
welt.de

Mathias Döpfner plädiert gegen Ausdehnung des Presserechts auf Facebook und Co.

Mathias Döpfner-150Soziale Medien sollten als Plattformen nicht dem Presserecht unterliegen, argumentiert Springer-Boss und BDZV-Präsident Mathias Döpfner. Würde etwa Facebook in die Rolle einer Medienfirma gedrängt, würde der entstehende "Supermonopol-Verlag" verheerende Auswirkungen für Meinungsvielfalt und kleinere Verlage haben.
dwdl.de, bdzv.de

Video-Tipp: Mathias Döpfner interviewt US-Journalisten-Legende Ken Auletta.

ken-auletta-150Video-Tipp: Springer-Boss Mathias Döpfner macht einen Ausflug in den Medienjournalismus und interview die US-Journalisten-Legende Ken Auletta. Der "New Yorker"-Autor glaubt, dass es im Journalismus künftig darum gehe, gute Geschichten zu erzählen - egal auf welcher Plattform. Junge Journalisten müssten alle Ausspielwege beherrschen: Text, Video und Audio.
youtube.com (5-Min-Video), via axelspringer.com

Zitat: Mathias Döpfner wirft Medien bei der US-Wahl Versagen vor.

Mathias Döpfner-150"Auf den Emporen des guten Geschmacks der veröffentlichten Meinung herrschte statt Verständnis und Empathie Publikumsbeschimpfung und Wählerverachtung. Das rächt sich."

Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner wirft den Medien Versagen vor, die Donald Trump "kampagnenhaft bekämpft" haben, während "im Kampf für die gute Sache" die Fairness auf der Strecke blieb.
welt.de

Mathias Döpfner schwört seine Verleger ein.

Kongress des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger
Leit- statt Loser-Medien: Mathias Döpfner fordert in seiner ersten Hauruck-Rede als BDZV-Präsident eine neue europäische Medienpolitik. Er schwört die Verleger 54 Minuten lang auf die Schlacht mit den Social-Media-Giganten ein - und stichelt gegen ARD und ZDF. "Social Distribution" sei der Vertriebsweg der Zukunft. Die Politik müsse den Rahmen schaffen, damit Journalismus auch dort als Produkt funktioniert.

Döpfners Kernthesen:
"Journalisten sind diejenigen, die so lange das Bild zurechtrücken, bis es mit der Wirklichkeit übereinstimmt."
Der Springer-Chef leitete seine Rede beim Zeitungskongress in Berlin mit einem Lob des Journalismus ein. Journalisten seien jene Berufsgruppe mit einem besonders hohen Ethos - das habe auch die Silvesternacht von Köln gezeigt. Die Presse habe kollektive Fehler begangen, aber diese Fehler eingeräumt und aufgearbeitet - im Gegensatz zu Polizei und Politik.

"Gewinn ist nicht alles, aber ohne Gewinn ist alles nichts."
Ohne ein Geschäftsmodell könne der Journalismus seine gesellschaftskritische Rolle nicht behalten. Journalismus müsse auch Produkt, ein Geschäft bleiben, sagte Döpfner. Nur auf andere Geschäftsfelder zu setzen, sei eine Subventionierung des Journalismus.

"Wir wollen nicht systemrelevant sein, sondern relevant für das System."
Döpfner erteilte einer staatlichen Hilfe für angeschlagene Presseverlage eine Absage auf ganzer Linien. Dies sei seine "absolute Horror-Vision". Ein Dreieck aus Staatsfernsehen, Staatspresse und Internet-Monopolist erinnere an George Orwell oder Nordkorea. Döpfner wetterte, der Staat schmeiße Verlagen oft Knüppel zwischen die Beine und komme auf der anderen Seite mit solchen Hilfsangeboten.

"Social Distribution ist der Vertriebsweg der Zukunft."
Döpfner rief die Anwesenden auf, den Vertrieb auf Facebook als entscheidendes Feld zu begreifen. Deshalb lenkte er den Blick auf die Rolle von Facebook. Medien sollten ein solches Unternehmen nicht als Verleger anerkennen, sondern als digitale Vertriebsplattform wie ein Grosso. Die deutschen Verlage müssten ihre Marken stärken. Nicht Facebook sei der Absender von Journalismus - auch wenn viele Menschen meinten, sie hätten etwas "auf Facebook gelesen".

Die "tägliche Enteignung von Verlagen im Internet".
Als neuer Chef des BDZV schwor Döpfner die Verlage zur Schlacht gegen Facebook und Co. ein, für die es eine international entwickelte Regulierung brauche - eine "neue Medienpolitik". Konkret meint das ein europäisches Urheberrecht, um geistiges Eigentum umfassend zu schützen. Einen deutlichen Warnschuss gab er auch in Richtung der Öffentlich-Rechtlichen ab. Das System verweigere hartnäckig Reformen. Wenn dies so weitergehe, deutete er an, müsse womöglich die Beitragsfinanzierung infrage gestellt werden. (Foto: Maurizio Gambarini / dpa / Picture Alliance)
twitter.com (54-Min-Rede als Periscope-Stream), presseportal.de

Mathias Döpfner hat mit beim BDZV Größeres vor, glaubt Ulrike Simon.

Mathias Döpfner-150Mathias Döpfner wird als neuer BDZV-Chef beim Verbandskongress Ende September einen programmatischen Grundsatzvortrag liefern, statt es bei einer salbungsvollen Sonntagsrede zu belassen, prognostiziert Ulrike Simon. Döpfner habe schließlich nach seiner Wahl angekündigt, den BDZV auch für überwiegend digital verlegende Firmen öffnen zu wollen, die bisher nicht Mitglied sind.
rnd-news.de

“Bilanz”: Mathias Döpfner ist 150 Mio Euro schwer.

Mathias Döpfner-150Mathias Döpfner besitzt ein Privatvermögen von schlappen 150 Mio Euro, errechnet das Springer-Blatt "Bilanz" in seinem Ranking der 750 reichsten Deutschen. Damit erreicht der Springer-Chef Platz 659 in der Rangliste der Superreichen. Döpfner hält laut Springer 3,2 % der Konzernaktien - der Anteil allein hat einen Börsenwert von rund 150 Mio Euro.
meedia.de

Mathias Döpfners Pläne für den BDZV: Digitalisierung und Einigkeit voraus.

Mathias Döpfner Mai 2015 Swissmediaforum 600Digital, gedruckt, gemeinsam: Springer-Boss Mathias Döpfner nennt in seinem Antrittsbrief als neuer BDZV-Präsident drei zentrale Pläne: Er will den Verband für die Digitalisierung öffnen. Der BDVZ solle sie "voller Freude" aktiv vorantreiben und sich "inhaltlich überragend" mit allen politischen und unternehmerischen Fragen der Digitalisierung auseinandersetzen. Gleichzeitig betont er, der BDZV solle stets "Heimat der Verleger gedruckter Zeitungen" bleiben, daran wolle er nicht rütteln. Er glaube selbst an die Zukunft gedruckter Zeitungen – sicher auch ein Wink an die Regionalzeitungs-Verleger innerhalb des Verbandes, die Döpfners digitalen Daumen nicht fürchten sollen.

Außerdem setzt der neue Präsident auf Einigkeit: Er sieht sich "allen Verlagen gleichermaßen verpflichtet" und wolle auch Unternehmen vertreten, die noch nicht Mitglied des Verbandes seien. In Zeiten des Marktumbruchs sei Geschlossenheit wichtig. Seine Parole für die Zukunft der Verlegerlobby: "Der BDZV ist die Stimme aller Verlage – ob Print oder digital."
"Horizont" 28/2016, S. 6 (Paid), turi2.de (Background)

BDZV wählt Mathias Döpfner zum neuen Präsidenten.

Mathias Döpfner-150Mathias Döpfner ist neuer Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger. Die Delegiertenversammlung hat Döpfner erwartungsgemäß zum Nachfolger von Helmut Heinen gewählt. Der Springer-Chef freut sich auf die Arbeit in einem Verband, "der das Printgeschäft mit Leidenschaft pflegt und gleichzeitig das digitale Zukunftsgeschäft innovationsfreudig gestaltet".
presseportal.de, turi2.de (Background)

Mathias Döpfner kann und will BDZV-Präsident werden.

Hauptversammlung der Axel Springer SE
Springer for President: Mathias Döpfner wird am Nachmittag mit "hoher Wahrscheinlichkeit" zum neuen Präsidenten der Zeitungsverleger-Lobby BDZV gewählt, meldet "Horizont". Mit der Nachfolger für Helmut Heinen haben die Verlagschefs eine nicht unproblematische Wahl: Das bekannte Gesicht, die Kontakte und die Ausdrucksstärke Döpfners können dem Amt und dem Verband helfen. Andererseits ist Döpfner aus Sicht der Regionalzeitungs-Verleger nicht nur der Gärtner im Zeitungswald mit dem digitalen Daumen, sondern schon auch ein wenig Bock.

Springer kontrolliert mit Media Impact den Konkurrenten des Regionalzeitungs-Vermarkters Score. "Bild" und "Welt" sind keine durchschnittlichen BDZV-Zeitungen, die regionalen Blätter hat Springer längst verkauft. Erfolgreiche Lobbyarbeit bemisst sich allerdings nach Wirksamkeit und damit Sichtbarkeit auch in der Spitzenpolitik und Öffentlichkeit. Nachdem der BDZV seine Entscheidungswege erst jüngst umstrukturiert hat, fehlt ihm nun ein passendes Gesicht für die Spitze. Laut "Horizont" war lange unklar, wer das Amt überhaupt übernehmen will - falls das stimmt, fehlen offenbar geeignete Gegenkandidaten zu Döpfner. Als Anstandsdamen Vize-Präsidenten neben Döpfner rechnet "Horizont" mit Thomas Düffert von Madsack und Richard Rebmann vom SWMH.
horizont.net

Mitarbeit: Dirk Stascheit

Mathias Döpfner kauft Springer-Aktien für 13 Mio Euro.

Mathias Döpfner-150Mathias Döpfner stärkt seine Position als Springer-Aktionär: In der vergangenen Woche habe Döpfner Aktien für mehr als 13 Mio Euro gekauft, berichtet Ulrike Simon. Inklusive der neuen Aktien hält der Springer-Vorstandschef nun 3,07 % am Konzern. Mit dem Investment setze Döpfner gleich mehrere Signale, so Simon: an die Mitarbeiter, an die Analysten, an bestehende und künftige Aktionäre und vor allem an Mehrheitsaktionärin Friede Springer.
rnd-news.de

Zitat: Mathias Döpfner achtet auf die Kröten.

Mathias Döpfner-150"Axel Springer schreibt seit mehr als zehn Jahren Rekordgewinne. Da besteht akute Gefahr zum Übermut bei Managern und Mitarbeitern."

Springer-Chef Mathias Döpfner sendet aus seinem 14qm-Glasbüro das Signal, "die Kröten zusammenzuhalten".
"SZ-Magazin" 24/2016 (Paid)

Weitere Zitate von Mathias Döpfer aus dem Interview im SZ-Magazin:

"Meine Körpergröße legt das Missverständnis nahe, mein Ego sei ebenso groß. Dass ich gern formuliere, wird mir als unerschütterliches Selbstbewusstsein ausgelegt."

"Was ich nie hatte, war institutioneller Ehrgeiz. Karriere im technischen Sinne hat mich nicht interessiert. Und was die Berühmtheit betrifft: Bekannt zu sein ist eine Belastung, die man nur ganz am Anfang als Errungenschaft empfindet."

"Leo Kirch galt als der gefährlichste Hai im Ozean. Ihn umgab der Nimbus der Unbesiegbarkeit. In der Auseinandersetzung mit ihm habe ich über mich gelernt, dass extremer Druck bei mir zu maximaler Konzentration und Kraft führt."

"Ich hasse Pausen zwischen Terminen. Diese kurze Taktung empfinde ich fast als lustvoll. Achtzig Prozent meiner Zeit verbringe ich mit therapeutischen Aufgaben: Probleme lösen und Menschen wieder aufrichten."

"Ich bin generell kein zorniger Mensch, ich bin nur ein Gerechtigkeitsfanatiker. Ungerechtigkeit bringt mich in Rage. Da wechsele ich in den Kampfmodus und bleibe nachtragend."

siehe auch: Zweckpessimismus treibt Mathias Döpfner an.

Zweckpessimismus treibt Mathias Döpfner an.

Mathias Döpfner Mai 2015 Swissmediaforum 600
War als Kind schon Chef: "Zweckpessimismus" und Selbstzweifel treiben Springer-Chef Mathias Döpfner an. Extremer Druck führt bei ihm zu "maximaler Konzentration und Kraft", sagt Döpfner im Gespräch von Lorenz Wagner im "SZ-Magazin". Sein Erfolgsrezept: "Ich habe einfach gesagt, was ich vorhabe, und das dann gemacht." Intriganten hätten seine Handlungen immer falsch prognostiziert, weil sie nicht damit gerechnet hatten, "dass einer wirklich meint und tut, was er sagt", so Döpfner. Seine "hilfreichste Fehlentscheidung" war der Aufbau des Postdienstleisters PIN, mit dem Springer 500 Mio Euro versenkt hat. Sie bescherte Döpfner die Erkenntnis, "konsequent von allem die Finger zu lassen, sobald ich ein schlechtes Gefühl habe". Außerdem war schon Klein-Mathias beim Spielen mit Freunden ein Entscheider: "Denn wenn ich etwas entscheide, so fand ich, ist das Resultat oft besser, als wenn andere entscheiden."

Für digitalen Journalismus sieht Döpfner "alle Chancen, besser zu sein als der analoge". Von den heutigen Verlagen jedoch "werden nur wenige überleben, und ich hoffe, dass wir dabei sind", prognostiziert der Springer-Boss. Dennoch ist Döpfner optimistisch: "Der Geist bestimmt die Materie, nicht umgekehrt. Journalisten und Verleger werden sich doch von ein bisschen Technologie-Fortschritt nicht den Schneid abkaufen lassen."

Auch über sein Verhältnis zu Friede Springer spricht Döpfner: "Eine schöne persönliche Freundschaft, die wir sauber vom Beruflichen trennen". Von der Umwandlung des Verlags in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien sei Friede Springer anfangs "begeistert" gewesen. Nach Gerüchten, sie wolle damit die Macht an sich sich reißen, habe sie "die Lust an diesem Projekt verloren" und "erleichtert" reagiert, als der Vorstand den Plan auf Eis legte, so Döpfner. "Andere Interpretationen sind Missverständnisse oder Erfindung".

Im ausführlichen und sehr persönlichen Interview erfahren die "SZ-Magzin"-Leser des weiteren, dass Döpfer seine Größe immer "unangenehm" war und sein Interesse für Literatur und Musik ihn nicht davor bewahrt hat, "beim Fußball immer als Letzter gewählt" zu werden. Dresscodes fand er "schon mit 18 spießig" und trägt Krawatten seit seiner Zeit als Musikstudent als "Geste der Unangepasstheit".
"SZ-Magazin" 24/2016 (Paid), turi2.de (weitere Zitate)

Zitat: Mathias Döpfner steht zu seiner Erdogan-Kritik.

Mathias Döpfner-150"Selbstverständlich bereue ich nichts, um mit Edith Piaf zu sprechen, sondern ganz im Gegenteil: Ich stehe zu jedem Wort und jedem Komma, das ich in meinem Brief an Herrn Böhmermann geschrieben habe."

Springer-Chef Mathias Döpfner beobachtet die Klage des türkischen Präsidenten Erdogan gegen ihn mit "staatsbürgerlicher Neugier".
Springer-Telefonpressekonferenz

Erdogan verklagt Mathias Döpfner.

Erdogan-150Causa Schmähgedicht: Der türkische Staatspräsident Erdogan beantragt eine einstweilige Verfügung gegen Springer-Chef Mathias Döpfner. Das sagte Erdogans Anwalt Ralf Höcker. Hintergrund: Döpfner hatte in einem Offenen Brief Partei für Jan Böhmermann ergriffen und zu dessen Schmägedicht geschrieben, er möchte sich diesem anschließen und sie sich "in jeder juristischen Form zu eigen machen". Das zuständige Landgericht habe bereits angedeutet, dem Antrag nicht zu folgen, so Höcke - in diesem Fall will der Anwalt in die nächste Instanz gehen.
focus.de, sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Mathias Döpfner über den besten Job der “Welt”.

welt-jubilaeum600Springer-Boss huldigt seinem Teenie-Schwarm: Mathias Döpfner wollte schon als 18-Jähriger Chefredakteur der "Welt" werden, schreibt er in seinem Glückwunschtext zum 70. Jahrestag seiner "großen Zeitungsliebe". Der Wunsch ging bekanntlich in Erfüllung, und Döpfner wegen der anstehenden Umgestaltung im Hamburger Konzept-Hinterzimmer "Giftküche" ein und aus - "beruflich die Zeit meines Lebens", schreibt Döpfner. Der Text steht heute in der Jubiläums-"Welt", die Udo Lindenberg illustriert hat, ist aber auch online zu lesen.

Neben aller Emotionalität gießt der Springer-Vorstandschef auch in eine knackige Formulierung, warum er wirtschaftlich zu dem Blatt hält: Seit seinem Aufstieg in den Vorstand sei es für ihn "ein zentrales Ziel", bei Springer neben "modernem Massenjournalismus" auch "moderne Intellektualität als zweites wirtschaftlich erfolgreiches Standbein" zu verankern. Übrigens sei die "Welt" heute "inhaltlich in der besten Verfassung seit ihrer Gründung" - das Wörtchen "zumindest" vermeidet Döpfner sorgfältig.
"Welt", S. 3 (Paid), welt.de, turi2.de (Background Geburtstagsausgabe)

Mitarbeit: Dirk Stascheit

Springer-Boss Mathias Döpfner interviewt Mark Zuckerberg.

Mathias Döpfner-150Mathias Döpfner interviewt Buddy Mark Zuckerberg: Der Springer-Boss plaudert in einem dreiseitigen Interview in der "Welt am Sonntag" mit dem Facebook-Chef vor allem über dessen derzeitiges Lieblingsthema Virtual Reality, hakt aber auch beim Thema Hasskommentare nach und holt sich die Bestätigung, dass Facebook keine Verlags-Ambitionen hat. Die "BamS" druckt ebenfalls ein Interview der beiden. Thema:  "Babys, Liebe, Geld und Zukunft".
"Welt am Sonntag",  S. 12 - 16 (Paid), "Bild am Sonntag", S. 16 - 18 (Paid)

Image-Studie: Mathias Döpfner hat den besten Ruf.

Mathias Döpfner-150manager magazin ernennt Mathias Döpfner zum bestbeleumundeten Medienmanager: Die Imagestudie des Magazins weist den Springer-Chef auf Platz 16 von 150 Wirtschaftsführern aus. Auf Platz 2 landet Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel (32 absolut) noch vor ihrem Chef Thomas Rabe. Es folgen Thomas Lindner, "FAZ", Paul-Bernhard Kallen, Burda, Anke Schäferkordt, RTL, Karl Ulrich, "Süddeutsche", Thomas Ebeling, ProSiebenSat.1, und Verlegerin Yvonne Bauer.
"manager magazin", 2/2016, S. 36 (Paid)

Video-Tipp: Mathias Döpfner interviewt Ken Lerer.

Mathias Döpfner-150Springer-Chef Mathias Döpfner entdeckt den Medienjournalisten in sich und interviewt Ken Lerer, Mit-Gründer der Huffington Post, heute Managing Director von Lerer Hippeau Ventures. Während des Presse-Get-togethers in der vergangenen Woche sprachen Döpfner und Lerer über Paid Content, Adblocker und die Abhängigkeit von Facebook.
youtube.com (12-Min-Video)

Mathias Döpfner plagen bei wichtigen Entscheidungen Selbstzweifel.

Mathias Döpfner-150Axel Springer war der Mark Zuckerberg seiner Zeit, sagt der Springer-Boss Mathias Döpfner im Interview für ein Buch über agile Unternehmen, aus dem "Horizont" Auszüge veröffentlicht. Schon Ende der 90er beschrieb Döpfner das Internet in einem Kommentar als höchste Priorät für Medienunternehmen, stieß damit aber auf große Skepsis. Im Interview spricht Döpfner auch über unterschiedliche Kulturen zwischen Verlagskonzern und Startups sowie seine Selbstzweifel bei wichtigen Entscheidungen.
"Horizont" 45/2015, S. 16 (Paid), campus.de (Informationen zum Buch)

Mathias Döpfner und Thomas Ebeling – ähnlich und doch grundverschieden.

Thomas Ebeling - Mathias Döpfner split 150Mathias Döpfner und Thomas Ebeling handeln ähnlich und sind zugleich grundverschieden, analysiert Ulrike Simon. Beide haben sich als Sanierer bewiesen und ihre Konzerne profitabel gemacht, zudem erkannten sie die Herausforderungen der Digitalsierung. Trotzdem passen sie nicht zusammen, eine Fusion von Springer und ProSiebenSat.1 wäre für die beiden Top-Manager mehr als eine Herausforderung gewesen. Simon kann sich weder ProSiebenSat.1-Boss Ebeling als schöngeistigen Kunstliebhaber vorzustellen, noch umgekehrt Springer-Chef Döpfner beim Thaiboxen. Während Döpfner mit Hoodie im Doppelzimmer das Silicon Valley erforschte, ließ Ebeling seine Führungskräfte in Tel Aviv von Soldaten im Nahkampf trainieren.
"Hannoversche Allgemeine", S. 3 (Paid)