Renner: Friede Springer soll sich beim Vorstand über Julian Reichelt beschwert haben.

Unfriede: Die nicht gerade diplomatische Art von "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt stößt bei Verlegerin Friede Springer offenbar übel auf. Sie habe sich vor ein paar Wochen beim Springer-Vorstand "sehr emotional" über Reichelts "aggressiven Kampagnen­journalismus" beschwert, hört Kai-Hinrich Renner von mehreren, voneinander unabhängigen Quellen im Verlag. Ein Sprecher will den Vorfall nicht kommentieren, betont aber das "Chefredakteursprinzip" und die "offene Streitkultur" im Haus, bei der die Redaktionen "nicht versuchen zu schreiben, was Vorstand und Eigentümer für richtig halten".
berliner-zeitung.de

Friede Springer

Status: Friede Springer ist die Frau des verstorbenen Springer-Gründers und als Verlegerin des Verlags eine der einflussreichsten Frauen im Land. Geboren am 15. August 1942 in Oldsum Bio: Friede Springer tritt als damals 23-Jährige eine Stelle als Kinderpflegerin im Haushalt des Verlegers Axel Cäsar Springer an, wird seine... Weiterlesen ...

Zahl des Tages: Vermögen von Friede Springer steigt auf 4,1 Mrd Euro.

Zahl des Tages: Von 3,8 auf auf 4,1 Mrd Euro hat sich das Vermögen von Friede Springer binnen Jahresfrist erhöht, schätzt das "manager magazin" in seiner Liste der "1.001 reichsten Deutschen". Damit rangiert die Verlagserbin auf Platz 30. Die Verleger-Familie Bauer hat demnach 3,5 Mrd Euro angehäuft, was für Platz 38 reicht. Die Bertelsmann-Familie Mohn und die Familie von Hubert Burda liegen mit jeweils 3,2 Mrd Euro auf Platz 43. Platz 1.001 ergattert mit 0,09 Mrd Euro so gerade eben noch Thomas Gottschalk.
"manager magazin" - Sonderheft Oktober 20017, 21/22 (Paid), manager-magazin.de (Top 10)

Bild des Tages: Friede Springer feiert ihren 75. Geburtstag.


Eine Raute zum Geburtstag: Angela Merkel (rechts) schenkt der Kamera ihr schönstes Wahlkampflächeln und die obligatorische Merkel-Raute. Die Kanzlerin ist – wie mehr als 250 weitere Gäste – in Springers Journalisten Club gekommen, um den 75. Geburtstag von Verlegerin Friede Springer (links) zu feiern. Im Hintergrund sind u.a. ZDF-Chefredakteur Peter Frey, Upday-Chef Peter Würtenberger, Autor Henryk M. Broder und Sat.1-Moderator Claus Strunz zu sehen. (Foto: Springer)

Wir graturilieren: Friede Springer wird 75.


Wir graturilieren: Friede Springer feiert heute ihren 75. Geburtstag. Zur Feier ihres Ehrentages lädt die Verlegerin um 11 Uhr in den Journalisten-Club im Springer-Hochhaus ein. Sie erwartet rund 250 Gäste aus Medien, Wirtschaft und Gesellschaft. Springer-Chef Mathias Döpfner wird eine Rede auf seine Chefin halten, der Rest des Empfangs soll betont locker, ohne große Worte und dafür mit persönlichen Gesprächen verlaufen. Darüber, wie Springer den Rest ihres Geburtstages verbringt, schweigt der Verlag, Gratulationen erreichen sie per E-Mail. turi2 schenkt der mächtigsten Verlegerin im Land etwas, was selbst sie sich nicht kaufen kann: einen Eintrag ins lexikon2. (Foto: dpa)
lexikon2.de

Friede Springer dementiert Streit im Aufsichtsrat.

Friede Springer dpa2 150Friede Springer erklärt im Interview mit dpa-Chef Sven Gösmann, warum die Umwandlung zur Kommanditgesellschaft auf Aktien - ein Weg, neue Gesellschafter mit verminderten Stimmrechten an Bord holen zu können - abgesagt wurde: Weil andere Aktionäre dies nicht wollten und sie selbst "auch kein gutes Gefühl" dabei hatte, so Friede Springer. Zu dem Thema habe es, entgegen anderslautender Medienberichte, nie "Streit oder auch nur Meinungsunterschiede" gegeben.
horizont.net, turi2.de (Background KGaA)

Springer/ProSieben: Friede Springer will die Kontrolle behalten.

friede springer 150Springer will bei einer möglichen Fusion mit ProSiebenSat.1 die Hosen anbehalten. Obwohl sich der Verlag "grundsätzlich zu Marktspekulationen nicht äußert", teilt er mit, dass die Axel Springer SE weiter an einer Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien arbeite, um der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik und ihrer Hauptaktionärin Friede Springer den Einfluss auf das Unternehmen zu sichern.

Als Juniorpartner sieht sich der Konzern also nicht. Dass Springer in den Verhandlungen die Kontrolle über ProSiebenSat.1 gewinnen könnte, ist aber ebenso unwahrscheinlich. Womöglich laufen die Gespräche auf einen von Springer kontrollierten Teil-Konzern hinaus.
axelspringer.de, turi2.de (Background)

Basta: Viktor Orban lockt Ex-“Welt”-Korrespondenten an seine Journalistenschule.

Die Welt ist nicht genug: Friede Springer überreicht Anfang des Jahres einem Kritiker des ungarischen Machthabers Viktor Orban (Foto) von einen Preis und formuliert dabei den Wunsch, undemokratische Regime in Europa klar zu benennen. Die "Welt" druckt die Rede ab. Deren langjähriger Ungarn-Korrespondent sieht die Sache offenbar anders - und wechselt nun als Leiter an die der Regierung nahestehende Journalistenschule.
uebermedien.de

Renner: Springers Geschäft mit digitalen Kleinanzeigen ist gefährdet.

Springer leidet unternehmerisch nicht nur wegen des Rückgangs von Werbeeinnahmen unter der Corona-Krise, sondern auch, weil das Geschäft mit digitalen Kleinanzeigen eingebrochen ist, schreibt Kai-Hinrich Renner. Es sei "nicht völlig auszuschließen, dass Friede Springer im Fall eines möglichen hochriskanten Erwerbs des Kleinanzeigengeschäfts von Ebay ihr Widerspruchsrecht ausgeübt hat."
berliner-zeitung.de, turi2.de (Background)

Die meistgeklickten Newsletter-Links im Mai 2020.


Meistgeklickt: Verlagserbin Friede Springer soll sich beim Vorstand über "Bild"-Chef Julian Reichelt beschwert haben, hört Kai-Hinrich Renner aus dem Verlag. Renners Beitrag dazu für die "Berliner Zeitung" ist mit 1.264 Klicks im turi2-Newsletter der meistgeklickte Link im Mai. Auch bei Platz 2 spielt "Bild" eine Rolle: Der Vorwurf der tendenziösen Berichterstattung von Virologe Christian Drosten erzielt 1.211 Klicks. Die Hintergründe zum Abgang von SAP-Vorständin Jennifer Morgan kommen mit 1.010 Newsletter-Klicks auf den dritten Platz im Ranking.
>>> Hier lesen Sie die komplette Top 10

Wiedervorlage: Das wichtigste aus KW 22/20 – Christian Drosten, Bild, Twitter.


Wiedervorlage: Was in der Kalenderwoche 22 wichtig war – für alle Meinungsmacher*innen, die es verpasst haben:

Wer zieht schneller? "Bild" verdirbt es sich mit der Wissenschafts-Community: Die Zeitung nimmt mehrere Anläufe, den Virologen Christian Drosten als Schlamper vorzuführen. Doch keiner der von Springers Boulevard-Haubitze zitierten Forscher will mit dem Blatt etwas zu tun haben. Nun soll sich sogar Verlegerin Friede Springer über "Kampagnenjournalismus" beschwert haben. "Bild"-Chef Julian Reichelt fordert Drosten zum (Rede-)Duell und beschwert sich via "Spiegel" u.a. über den "Spiegel" und "Heiligenverehrung in den Medien".


Twitter-Gewitter: Donald Trump ist überhaupt nicht erfreut, dass Twitter offensichtliche Lügen des US-Präsidenten als solche nun auch kennzeichnet. Per Dekret will er soziale Medien im Allgemeinen und seinen Lieblingsdienst im Speziellen an die kurze Leine nehmen.


Wochen-Ende: Die "FAZ" macht ihre "FAZ Woche" dicht. So richtig rund lief es für das Wochen-Magazin der Frankfurter zuletzt ohnehin nicht – Corona gibt ihr nun den Rest. "FAZ"-Geschäftsführer Thomas Lindner sagt, das Konzept sei "schlicht ein paar Jahre zu spät in den Markt" gekommen.


Dating auf Distanz ist in Zeiten der Kontakt-Beschränkungen richtig en vogue, sagt Parship-Chef Tim Schiffers im Video-Interview mit turi2.tv. Kurzarbeit ist für die ProSiebenSat.1-Tochter daher kein Thema, Home Office dagegen schon – aber bitte nicht als Dauerzustand, findet Schiffers.


Echte Pionier-Leistungen haben ihren Preis: Bei Media Pioneer von Gabor Steingart einen deutlich höheren als bisher bekannt. Bis zu 100.000 Euro dürfen echten Fans investieren und das Medien-Schiff dafür u.a. einmalig zum Party-Boot umfunktionieren. Wir wünschen Mast- und Schotbruch.


Außerdem: Funke entlässt den Großteil seiner Programm-Redaktion in Hamburg. +++ Springer steigt im Bieter-Kampf um Ebay-Kleinanzeigen aus. +++ Focus geht unter die True-Crime-Macher. +++ Amazon zeigt noch mehr Bundesliga-Spiele. +++ Altkanzler Schröder macht als Podcaster und bei Insta von sich reden.

KKR kündigt Delisting-Angebot für Springer-Aktien an.

Springer und KKR reichen bei der Frankfurter Börse Antrag auf Rückzug ein und machen den Aktionären ein Delisting-Angebot. KKR bietet 63 Euro je Aktie – den Preis, den der Investor bei der Übernahme 2019 angeboten hat. Friede Springer und Mathias Döpfner, die gemeinsam rund 45,4 % des Springer-Grundkapitals halten, werden laut Unternehmen beim Delisting keine Aktien verkaufen.
axelspringer.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Die KKR-Manager Huth, Freise und Kayser kommen in den Springer-Aufsichtsrat.


Drei Engel für Axel: Springer sortiert seinen Aufsichtsrat um und gewährt KKR wie zuvor bereits spekuliert wurde drei Posten: Neu in das weiterhin neunköpfige Gremium stoßen Johannes Huth, 59, Philipp Freise, 46, und Franziska Kayser, 32. Sie ersetzen Alexander Karp, 52, Iris Knobloch, 56, und Nicola Leibinger-Kammüller, 60. Ralph Büchi, 62 bleibt Vorsitzender. Auch Friede Springer, 77, als Vize sowie Oliver Heine, 57, Ulrich Plett, 62, Wolfgang Reitzle, 70, und Martin Varsavsky, 59, behalten ihre Posten.

Johannes Huth ist Leiter von KKR in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten. Philipp Freise ist Co-Leiter des europäischen Private-Equity-Geschäfts bei KKR. Beide sind zudem KKR-Partner. Franziska Kayser verantwortet bei KKR als Director Private Equity die Schwerpunkte Technologie, Medien und Telekommunikation.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

“Bild” erscheint zum Nikolaus mit Gratis-Sonderausgabe.

Bild steckt zum Nikolaus wieder ungefragt Zeitungen in die Stiefel Briefkästen. Eine 20-seitige Sonderausgabe erscheint morgen als Beilage der "Bild"-Regionalausgaben und der "B.Z.", zudem verteilt Springer über 2 Mio Gratis-Exemplare an Haushalte in den Großstädten des Landes. Im Blatt sprechen u.a. Verlegerin Friede Springer und Schauspielerin Uschi Glas über ihr soziales Engagement, Moderatorin Verona Pooth und Sänger Heino backen Weihnachtsplätzchen.
axelspringer.com

Video-Tipp: “Zapp” beleuchtet den Umbruch bei Springer.

Video-Tipp: Daniel Bouhs und Jon Mendrala fassen in ihrem Beitrag für "Zapp" die aktuellen Entwicklungen bei Springer zusammen. Zu Wort kommen Ex-Mitarbeiter und Beobachter des Konzerns. Fazit: Zwar bemühen sich Mathias Döpfner und Friede Springer, den klassischen Journalismus zu erhalten, dennoch werde es für viele traditionelle Journalisten bald keinen Platz mehr bei Springer geben.
ndr.de (6-Min-Video), turi2.de (Background)

Zitat: Die “Welt” hatte nie eine “unbedingte Bestandsgarantie”.

"Eine unbedingte Bestandsgarantie für die "Welt" ist doch ein Mythos. Unter dem Börsenregime stand sie quasi jedes Quartal zur Disposition."

Springer-Boss Mathias Döpfner will das Blatt dennoch behalten, wie auch KKR-Deutschlandchef Johannes Huth und Friede Springer im Triumvirats-Interview mit der "Süddeutschen" betonen. Sie liebe die "Welt" mehr als die "Bild", sagt Friede Springer in dem Gespräch.
sueddeutsche.de (Paid)

Springer kündigt Sparkurs an und bekennt sich zur “Welt”.

Die Welt am Marterpfahl: Springer plant einen Stellenabbau bei "Bild" und "Welt" sowie bei den Druckereien und Zeitschriften, kündigen Friede Springer, Mathias Döpfner und KKR-Europachef Johannes Huth im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" an. "Wir werden eher bei den Häuptlingen als bei den Indianern sparen," sagt Döpfner, der Hierarchien verschlanken wolle. Für "digitales Wachstum" wolle Springer in der Summe Arbeitsplätze aufbauen. Die defizitäre "Welt" bleibe "ein essenzieller Teil" von Springer, verspricht Döpfner.

Springer wolle "ein journalistisches Haus" bleiben, "Welt" solle auch als gedruckte Ausgabe fortgeführt werden. "Allein das Rascheln des Papiers - wunderbar", sagt Friede Springer, die Großaktionärin beim Konzern bleibt. Die bisher getrennten Redaktionen von "Bild" und "Bild am Sonntag" sollen künftig "intensiver" zusammenarbeiten, die beiden Marken bleiben erhalten. KKR wolle Springer "langfristig begleiten" und schließt weitere Übernahmen nicht aus: "Wir werden uns nach Abschluss der Transaktion anschauen, was auf dem Markt ist", kündigt der KKR-Europachef an.
"Süddeutsche Zeitung", S. 20 (Paid)

Springer-Enkel verkaufen einen Teil ihrer Aktien an KKR.


(K)ein Enkeltrick: Ariane Melanie Springer und Axel Sven Springer, Enkel des Verlagsgründers Axel Springer, verkaufen für 250 Mio Euro einen Teil ihrer Aktien an KKR. Sie entsprechen etwa 3,7 % des Grundkapitals der Axel Springer SE.

Künftig bleiben die Springer-Enkel mit rund 6 % am Unternehmen beteiligt, sie sind "vom unternehmerischen Konzept" des KKR-Einstiegs überzeugt. Da Friede Springer und Vorstandschef Döpfner ihre Anteile behalten, kann KKR rechnerisch nicht die Mehrheit am Konzern übernehmen. Die Kartellbehörde muss den KKR-Einstieg noch zustimmen.
dwdl.de, presseportal.de, handelsblatt.com

Mitarbeit: Benjamin Horbelt

Springer-Bieter KKR will “Welt” nur unter Bedingungen fortführen.

Die Welt ist nicht genug? Der an Springer interessierte Finanzinvestor KKR knüpft die Fortführung der "Welt" und "Welt am Sonntag" in den Angebotsunterlagen an wirtschaftliche Bedingungen, schreibt "FAZ". Zwar hätte KKR mit den Großaktionären Friede Springer und Mathias Döpfner vereinbart, die "Welt"-Gruppe fortzuführen - dies stehe allerdings unter der Voraussetzung einer "angemessenen Steuerung der jährlichen Ergebnissituation". Von der "Bild"-Gruppe, die als lukrativer gilt, sei keine Rede.

Das Angebotsdokument befasse sich in der entsprechenden Passage mit der "Welt"-Gruppe mit der Tageszeitung "Welt", der "Welt am Sonntag", den digitalen Angeboten sowie dem Fernsehsender. Im Gespräch mit turi2 kontert Springer-Sprecherin Bianca-Maria Dardon: "Die vertragliche Vereinbarung mit KKR beinhaltet ein klares Bekenntnis zur "Welt"-Gruppe. Damit bleibt die "Welt" ein wesentlicher Bestandteil der Zukunftsstrategie von Axel Springer." Aufgrund kaufmännischer Erwägungen gelte "wie bisher auch" der Vorbehalt einer "angemessenen Ertragslage".
faz.net, turi2.de (Background), turi2 - eigene Infos

Springer schließt Deal mit KKR, Investor bietet 12 % Aufschlag.


Der Deal steht: Der Investor KKR startet die Übernahme der börsengelisteten Springer-Aktien. KKRs Fonds-Vehikel Traviata bietet Springer-Aktionären 63 Euro pro Aktie. Zum Börsenschluss am Dienstag waren die Papiere je 56 Euro wert, ein Aufschlag von 12 %. Springers Vorstand und Aufsichtsrat begrüßen den "strategischen und finanziellen" Partner. Springer hatte die Gespräche mit KKR Ende Mai bestätigt. Der Medienkonzern erhofft sich davon frisches Geld für das "langfristige Wachstum und die Investitionsstrategie". Springer "möchte ein weltweit führender Anbieter von digitalem Journalismus und digitalen Rubrikenangeboten werden" - und muss Beobachtern zufolge vor allem die digitalen Rubrikenangebote gegen die Konkurrenz der Tech-Plattformen positionieren, etwa durch weitere Zukäufe.

Die Beteiligungsgesellschaften von Verlagserbin Friede Springer und Verlagsboss Mathias Döpfner behalten ihre Anteile. Friede Springer (42,6 %) und Mathias Döpfner (2,8 %) besitzen zusammen nur 45,4 %. Deshalb regelt der Deal mit KKR, dass "keine Entscheidungen auf Gesellschafterebene ohne die Zustimmung von Friede Springer getroffen werden können".

Kritiker sehen Risiken für das Geschäft mit gedruckten Zeitungen, Digital-Versteher Sven Schmidt sieht Vorteile vor allem für Döpfner, etwa durch höhere Boni. Er fände einen Spinoff des Rubrikengeschäfts zielführender.
presseportal.de, turi2.de (Zeitungen), turi2.de (Sven Schmidt)

Gründer und Digitalexperte Sven Schmidt kritisiert Mathias Döpfners KKR-Deal scharf.


Ohr-Feige: Mathias Döpfner, Vorstandschef und Kleinaktionär bei Springer, bekommt im Podcast seines Kooperationspartners Philipp Westermeyer ordentlich auf die Löffel. Westermeyers Buddy & Digital-Versteher Sven Schmidt (Foto, links) kritisiert den bevorstehenden Einstieg des US-Finanzinvestors KKR bei Springer scharf: Er nütze eher dem Springer-Gesellschafter Döpfner als der Verlegerin Friede Springer.

Schmidt, der als Gründer- und Investoren-Urgestein in der Branche hoch angesehen ist, wirft Döpfner vor, den "logischsten Schritt" nicht gegangen zu sein: Um für Springer neues Geld für große Deals wie den Kauf des Ebay-Kleinanzeigengeschäfts zu besorgen und trotzdem Friede Springers Hoheit über das publizistische Geschäft zu wahren, hätte Döpfner, so Schmidt, das rendite- und wachstumsstarke, aber umkämpfte Rubrikengeschäft für Jobs, Autos und Wohnungen "als Spin-off" ausgliedern und zur "reinen Kapitalbeteiligung" für Springer machen sollen.

Den Finanzinvestor KKR in die Kernfirma Springer zu holen, sei nicht die beste Lösung. Döpfner fürchte, so Schmidt, bei der Ausgliederung der sogenannten Classifieds Media wohl einen persönlichen Machtverlust und erwarte für sich persönlich durch den Einstieg von KKR "wahrscheinlich" höhere Boni.

Schmidt, seit Jahrzehnten erfahren im Venture-Geschäft, kritisiert außerdem, dass Döpfner sich nicht heftiger gegen den Einstieg von Google ins Geschäft mit Stellenanzeigen wehrt. Es sei an der Zeit, dass "Döpfner sich endlich mal aufregt" und "Bild" und "Welt" gegen den "Missbrauch der Marktmacht" von Google in Stellung bringt.
soundcloud.com (ab Minute 13.20)

Rückzug von der Börse: Springer bestätigt Gespräche mit Investor KKR.


Springer spricht: Der Konzern plant den Rückzug von der Börse und verhandelt dafür über eine strategische Beteiligung mit dem US-Investor KKR. Gemeinsam mit Beteiligungsgesellschaften von Friede Springer und Vorstandschef Mathias Döpfner wolle KKR die restlichen Springer-Aktien aufkaufen. Die Anteile, um die es geht, sind an der Börse 2,66 Mrd Euro wert.

KKR ist ohnehin auf Deutschland-Einkaufstour: Zuletzt hat der Investor u.a. die Produktionsfirma von Günther Jauch übernommen und baut mit Fred Kogel eine Fernseh- und Film-Produktion aus der Tele München Gruppe auf.
bloomberg.com, spiegel.de, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Bild des Tages: Diekmann, Springer und Mathias Döpfner sitzen auf der Couch.


Auf der Couch: Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann, Verlegerin Friede Springer und Springer-Chef Mathias Döpfner sitzen in der Kunsthalle Rostock bei der Eröffnung der Ausstellung bildRAUM auf der Couch vor dem bekannten "Bild"-Kunstwerk von Jens Lorenzen aus dem Chefbüro der "Bild". Besucher können es ihnen ab heute nachtun. (Foto: Bernd Wüstneck / dpa / Picture Alliance)

Spiegel, Steffen Klusmann, Claas Relotius – die meistgeklickten Newsletter-Links im Dezember 2018.


Klickmeister: Der "Spiegel", die Causa Relotius und daraus resultierende Personalien an der Hamburger Ericusspitze dominieren die meistgklickten Links im turi2-Newsletter im Dezember 2018. Auch Sophia Thomallas Sympathie für Helene Fischer und eine Neuauflage von "Kevin allein zu Haus" schaffen es in die Top 10 - garantiert nicht gefälscht. weiterlesen...

“Horizont”: Jan Bayer soll Business Insider zur stärksten Springermarke ausbauen.


Die Zukunft des Zeitungsverlags: Mathias Döpfner wird "Friede Springers starker Mann im Hintergrund", Jan Bayer sein Nachfolger, glaubt Ulrike Simon. Springer baue gerade für die Zukunft vor, werde Döpfner zu gegebener Zeit in den Aufsichtsrat versetzen und Business Insider zur wichtigsten internationalen Marke ausbauen.

Der Konzern wolle damit das Risiko einer erlösschwächelnden "Bild" minimieren. Business Insider sei in Deutschland bisher zwar kein Dickschiff, könne es aber werden, z.B. durch einen Umzug von Karlsruhe nach Berlin. Simon glaubt, dass es Jan Bayers Aufgabe werde, Business Insider international zur wichtigsten Springer-Marke auszubauen.
"Horizont" 49/2018, S. 1 (Paid), turi2.de (Background)

Springer-Enkel übernehmen ihre Anteile direkt.

Springer: Die Axel Springer Gesellschaft für Publizistik, Hauptgesellschafter der Axel Springer SE mit bisher 47,3 %, ändert ihre Besitzstruktur. Axel Springers Enkel Axel Sven und Ariane Springer scheiden aus Erbengemeinschaft aus und übernehmen 7,36 % bzw. 2,36 % an der SE persönlich. Die Gesellschaft für Publizistik hält nun 38 % an der SE, Friede Springer ist Alleingesellschafterin. Sie besitzt weitere 5,1 % an der SE direkt.
axelspringer.com

Springer erwägt eine Kapitalerhöhung, schreibt das “manager magazin”.

Springer prüft eine Kapitalerhöhung, schreibt das "manager magazin". Damit könne sich der Medienkonzern für Zukäufe rüsten. Im Fall einer Kapitalerhöhung werde Haupteignerin Friede Springer neue Aktien zeichnen und ihre Mehrheit absichern. Die Entscheidung über die mögliche Kapitalerhöhung könne bereits diese Woche fallen. Springer-Chef Mathias Döpfner sagt dem "manager magazin", es sei wahrscheinlicher, dass Springer mehrere kleine Übernahmen tätigt als eine große.
manager-magazin.de