Wolfgang Büchner verlässt Madsack – Hannah Suppa und Marco Fenske übernehmen.


Tschüss, Hannover: Die Mediengruppe Madsack und Wolfgang Büchner, zuletzt Geschäftsführer des Redaktionsnetzwerks Deutschland und Entwicklungs-Chefredakteur beim Regionalzeitungs-Riesen, gehen getrennte Wege. Büchner war vor gut zwei Jahren von Ringier zu Madsack gewechselt. Er soll den Verlag weiter beraten, schreibt Madsack in seiner Pressemitteilung. Mit Büchners Abgang steigen Hannah Suppa, Chefredakteurin der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" und Marco Fenske, Chefredakteur des RND, weiter auf und übernehmen auch die Geschäftsführung der Zentralredaktion.

Büchner war 2017 bei Madsack zunächst als Chief Content Officer angetreten. Ende 2018 hatte der Verlag Büchners Rückzug aus der redaktionellen Verantwortung bekannt gegeben – zugunsten von Fenskes Aufstieg vom Sportchef zum Chefredakteur. Hannah Suppa wirkt seit Juli 2017 als Chefredakteurin der "Märkischen Allgemeinen Zeitung", wer ihr in Potsdam nachfolgt, ist noch nicht bekannt.
madsack.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Marco Fenske baut mit dem Sportbuzzer dem Regional-Fußball die große Bühne. (10/2017)

Marco Fenske wird RND-Chefredakteur, Wolfgang Büchner bleibt Geschäftsführer.


Nächste Liga: Marco Fenske, 34, steigt bei Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland zum Chefredakteur auf. Bisher ist er als Sportchef des Netzwerks bereits Vize-Chef des RND. Fenske übernimmt von Wolfgang Büchner, 52, der Geschäftsführer bleibt, sich aber aus dem journalistischen Tagesgeschäft zurückzieht. Er firmiert künftig als Entwicklungs-Chefredakteur. Büchner soll sich in der neuen Position um den digitalen Umbau bei Madsack kümmern und neue Digital-Angebote wie die Nachrichten-Plattform RND.de entwickeln.

Uwe Dulias, 62, bisher Entwicklungs-Chefredakteur, will Ende 2019 in den Ruhestand gehen, teilt Madsack mit. Dulias ist Gründungsgeschäftsführer des RND, das heute nach eigenen Angaben mehr als 50 Partnerzeitungen mit über 2 Mio Auflage mit Inhalten versorgt. "Madsack ist Uwe Dulias zu größtem Dank verpflichtet", richtet Konzernchef Thomas Düffert per Pressemitteilung aus und freut sich, "den personellen Übergang" bei RND und Entwicklungs-Chefredaktion "so weitsichtig und zukunftsgerichtet einleiten zu können".
madsack.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Marco Fenske baut mit dem Sportbuzzer dem Regional-Fußball die große Bühne.

Zitat: Wolfgang Büchner hält Festhalten an einem eigenen Mantel für falschen Stolz.

"Ich finde es wertvoller, die Vielfalt von Regionalzeitungen überhaupt zu erhalten, als zuzuschauen, wie Zeitungen im Stolz sterben, weil sie versuchen, ihre Mantelredaktion aufrechtzuerhalten."

Wolfgang Büchner, Chefredakteur bei Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland, verteidigt im Interview mit der "taz" Zentralredaktionen und sieht sie eher als Investitions- denn als Sparmodell.
taz.de

Zitat: Wolfgang Büchner sieht “erstklassigen Journalismus” als Voraussetzung für die Digitalisierung.

"Wenn wir keinen erstklassigen Journalismus haben, brauchen wir auch nichts zu digitalisieren."

Wolfgang Büchner, seit sechs Monaten Chief Content Officer bei Madsack, zieht im Interview mit "Kress Pro" Halbjahresbilanz. Er wolle keine digitalen Arbeitsweisen von oben verordnen, sondern mit den Mitarbeitern entwickeln.
"Kress Pro", 6/2017, S. 64-67 (Paid)

weitere Zitate:
- über die Rolle von Google und Facebook:

"Wir dürfen die Kommunikation mit unseren Lesern nicht in soziale Netzwerke auslagern, sondern müssen den Dialog selbst führen."

- über Journalisten im digitalen Zeitalter:

"Für Journalisten muss es Teil ihres beruflichen Selbstverständnisses sein, mit denen zu kommunizieren, für die sie recherchieren und schreiben."

- über das Redaktionsnetzwerk Deutschland als Marke in den Madsack-Zeitungen:

"Es wertet auch die Partner-Zeitung des Redaktionsnetzwerks Deutschland auf, wenn RND-Interviews und RND-Recherchen in der 'Tagesschau' zitiert werden. Das RND etabliert sich als eine Art Qualitätssiegel für die Berichterstattung."

Wolfgang Büchner spricht über sein Jahr bei Ringier und seinen Wechsel zu Madsack.


Rückspiegel: Wolfgang Büchner, Ex-"Spiegel"-Chefredakteur und zuletzt Geschäftsführer der "Blick"-Gruppe von Ringier, ringt um Deutungshoheit in eigener Sache. Im Interview mit der Schweiz-Ausgabe der "Zeit" geht er kritischen Fragen trotzdem weitgehend aus dem Weg. Müsse man sich bei Ringier mit den richtigen Leuten gut stellen, um zu überleben? "Das ist doch nichts Besonderes." Hat er sich mit der Ringier-Spitze überworfen? "Nein." Und auch zum "Spiegel" und seinem unrühmlichen Abgang dort sagt Büchner "No Comment".

Lieber betont Büchner, was er in einem Jahr beim "Blick" in der Schweiz erreicht hat: "Ein neues Redaktionssystem eingeführt und die Redaktionsstruktur verändert", "die erste Virtual-Reality-App der Schweiz gestartet" und Video massiv ausgebaut. Die digitalen Erlöse hätten "sich hervorragend entwickelt".

Aber warum dann der schnelle Wechsel zurück nach Deutschland zu Madsack? Das Angebot vom Regionalzeitungs-Konzern sei "so verlockend, dass ich mir sagte: Da will ich hin!" Als Chefredakteur des RedaktionsNetzwerks Deutschland freue er sich nun darauf, Leitartikel für Madsack zu schreiben.

Ein bisschen Selbstkritik lässt Büchner dennoch durchblicken: Er hätte mindestens zwei oder drei Jahre bei Ringier bleiben sollen, "das wäre besser gewesen, da muss man nicht drum herumreden". Auf die Frage, ob er in seiner Zeit beim "Spiegel" Fehler gemacht habe, bekennt er "ganz grundsätzlich": "Kennen Sie jemanden, der keine Fehler macht?"
"Zeit" 2/2017, S. 12 (Paid, Schweiz-Teil), meedia.de, wuv.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Björn Czieslik, Markus Trantow

Alexander Theobald übernimmt Aufgaben von Wolfgang Büchner bei Ringier.

Alexander Theobald150Ringier hat einen Übergangsnachfolger für Wolfgang Büchner gefunden, der Ende Oktober zu Madsack wechselt. Alexander Theobald, 52, übernimmt ab sofort die operative Leitung der "Blick"-Gruppe - zusätzlich zu seiner Funktion als Chief Operating Officer von Ringier Schweiz. Zum 1. September startet zudem die neue Native-Advertising-Abteilung Brand Studio unter der Leitung von Fabian Zürcher, bisher Vize-Chef von Blick.ch und "Blick am Abend" sowie Blickamabend.ch.
ringier.ch, turi2.de (Background)

Wolfgang Büchner wechselt von Ringier zu Madsack.

Eröffnung Madsack-Newsroom
Wolfgang Büchner (rechts im Bild), damals noch Spiegel-Chefredakteur, setzt Madsack-Chef Thomas Düffert 2014 bei der Eröffnung des RND die Finger-Pistole auf die Brust. (Foto: dpa)

Uf Wiederluege und Moin: Wolfgang Büchner verlässt Ringier und wechselt als Chief Content Officer zu Madsack. Er gibt seinen Geschäftsführerposten bei der "Blick"-Gruppe offiziell Ende Oktober auf, einen Nachfolger nennt Ringier bisher nicht. Die umfassende, neu geschaffene Chefstelle für inhaltliche Werte bei Madsack tritt Büchner zu Jahresbeginn 2017 an. Sie umfasst neben der Verantwortung für Medienentwicklung und digitale Transformation auch das Chefredakteurs-Amt bei Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Der bisherige RND-Chefredakteur Matthias Koch leitet künftig das Ressort Politik und Zeitgeschehen, bleibt aber Mitglied der Chefredaktion. Uwe Vorkötter berichtet bei Horizont.net, Büchner habe bereits im Frühjahr den Vertrag für eine Führungsposition in Hannover unterschrieben und selbst um Aufhebung seines Vertrags in Zürich gebeten. Wolfgang Büchner hatte die Stelle beim "Blick" erst Anfang Juli 2015 angetreten, im Dezember 2014 verlor er den Posten des "Spiegel"-Chefredakteurs.
horizont.net, madsack.de, ringier.ch

“NZZ”: Wolfgang Büchner droht Machtverlust beim “Blick” – Büchner widerspricht.

Wolfgang Buechner-600

Wolfgang Büchner erleidet eine Niederlage bei der Neuaufstellung der Schweizer "Blick"-Gruppe, schreibt Francesco Benini, Inlandschef der "NZZ am Sonntag". Christian Dorer, 41, werde Chefredakteur des "Sonntags-Blick". Der derzeitige Chef der "Aargauer Zeitung" wolle eine eigene Redaktion leiten, schreibt Benini. Wolfgang Büchner hingegen ist dabei, alle Abteilungen unter einem zentralen Newsdesk zusammenzufassen. Büchner bezeichnet die "NZZ"-Berichterstattung auf Nachfrage von turi2 als Spekulation, will Personalien aber nicht kommentieren.

Ringier-Chef Marc Walder habe den früheren dpa- und "Spiegel"-Chef Büchner kaum in die Entscheidung für Dorer einbezogen, heißt es in der "NZZ". Walder solle mit Büchner unzufrieden sein, weil der Betrieb im Newsroom nicht reibungslos funktioniere. Büchner selbst betont, es gebe "keinen Dissens" mit Walder: "Wir stimmen uns in allen Fragen eng und vertrauensvoll ab." Auch Walder weist die "suggerierten Dissonanzen" auf Nachfrage zurück. Büchner betont, dass das Sonntags-Team auch in seinem Konzept teilweise eigenständig ist. Jedes Ressort stelle zwei Kollegen speziell für die Sonntagsproduktion ab. (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Picture Alliance)
"NZZ am Sonntag", S. 11, blendle.com (Paid), turi2 - eigene Infos

Zitat: Wolfgang Büchner liebt Print, liest News aber online.

wolfgang-büchner-mai 2015-150"Ich liebe Zeitungen, ich liebe Magazine. Aber ich muss zugeben, dass ich für die schnelle Information auf Twitter, Facebook oder Nachrichtenseiten im Internet schaue."

Wolfgang Büchner, Geschäftsführer der "Blick"-Gruppe, findet, dass Journalisten bei technischen Innovationen mehr probieren und "viel flexibler" sein sollten.
freiepresse.de

Meinung: Ringier könnte mit Wolfgang Büchner seriöser werden.

Roger Schawinski-150Ringier versucht seit Jahren vergeblich das Boulevard-Image abzustreifen, beobachtet Roger Schawinski. Letzter gescheiterter Versuch seien "Cicero" und "Monopol" gewesen, von denen sich der Schweizer Verlag nun getrennt hat. Mit Wolfgang Büchner an der Spitze des "Blick" könnte der Turnaround gelingen und deutlich risikofreier ablaufen als alle früheren Bemühungen, glaubt Schawinski.
persoenlich.com

Wolfgang Büchner will “Blick” modernisieren.

wolfgang-büchner-mai 2015-150Wolfgang Büchner, geschasster "Spiegel"-Chefredaktor, will als neuer Desk-Chef die Schweizer Blick-Gruppe modernisieren: weniger überreizter Boulevard-Journalismus, Instant Articles auf Facebook und Erklärstücke für YouTube. Im Newsroom soll eine Konferenz "ohne Redaktionsschluss" das Zusammenspiel der Kanäle kontrollieren, sagt Büchner im Interview des "Tagesanzeigers".
tagesanzeiger.ch

Wolfgang Büchner streicht 20 Stellen beim “Blick”.

wolfgang-büchner-mai 2015-150Sparkurs: Wolfgang Büchner reduziert den "Blick" aufs Wesentliche. Bis zu 20 Stellen in der "Blick"-Gruppe stehen im Zuge von Büchners Reorganisation zur Diskussion, berichtet der "Tagesanzeiger". Bereits am Mittwoch wurden vier Angestellte entlassen, angeblich alles Frauen. Betroffen sind vor allem Mitarbeiter, "die wenig Erfahrung im Digitalen haben". Unterdessen leitet der gebürtige Kolumbianer Juan Fernando Baron bisher weitgehend unbemerkt eine digitale Taskforce im Newsroom.
blog.tagesanzeiger.ch, turi2.de (Background)

Wolfgang Büchner strukturiert “Blick”-Gruppe um.

Wolfgang Büchner 2015 Laurence Chaperon 600
Blickwechsel: Wolfgang Büchner, erst seit Anfang Juli Geschäftsführer von Ringiers "Blick"-Gruppe, versucht in Zürich, woran er beim "Spiegel" gescheitert ist. Wie watson.ch berichtet, hat Büchner schon zwei Wochen nach Dienstantritt ein umfangreiches Programm zur Umstrukturierung vorgelegt. "Online, mobil, digital. Mehr, besser, und zwar sofort", lautet die Devise. Umsetzen will er sie diesmal ohne störende Mitarbeiter-KG.

Büchners Plan: Die Ressorts aller Titel sind künftig einem zentralen Content-Desk untergordnet. Dessen Leiter entscheidet, welche Inhalte auf welchem Kanal erscheinen, und soll damit ein mächtiger Gegenspieler der Chefredakteure der einzelnen Titel sein. Unklar ist die Zukunft des defizitären "Blick am Abend". Überlegungungen gehen dahin, die Führungsstrukturen von "Blick am Abend" und Blick Online zusammenzulegen.

Überhaupt soll Büchner die Webseite "zu trashig" finden und wünscht sich einen "cooleren Auftritt". Dabei drückt er aufs Gaspedal: Bis Februar 2016 soll die neue Strategie umgesetzt sein.
watson.ch, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Wolfgang Büchner & more.

Wolfgang Büchner 2015 Laurence Chaperon 600Wolfgang Büchner wirft zum 49. Geburtstag einen Blick in den "Blick" statt in den "Spiegel" (Foto: Laurence Chaperon)

Wir graturilieren: Wolfgang Büchner, am 23.7.1966 in Speyer am Rhein im Schatten des Kaiserdoms geboren, verbringt seinen 49. Geburtstag in Zürich. Dort hat der frühere "Spiegel", dpa- und Spiegel-Online-Chefredakteur ein neues Betätigungsfeld bei Ringiers Blick, der "Bild" der Berge, gefunden. Gratulieren kann, wer will, über Privates spricht Geburtstagskind Büchner jedoch nicht. Büchners Vorgänger als Chefredakteur von Spiegel Online und "Spiegel", Mathias Müller von Blumencron, feiert ebenfalls heute Geburtstag. Der selbstgewisse Adelsspross ist sechs Jahre älter als Büchner und produziert bei FAZ.net jetzt kleinere Schlagzeilen.

Baujahr 64 ist Online-Vermarkter Christoph Schuh, er hat genau wie Verlagsmanager Andreas Mayer, der heute 57 wird, den Übergang von der Milchstraße zu Burda auf Dauer überstanden. Nicht nur dazu kann man beiden wohl gratulieren. Runde 50 wird heute heute Jörg Plathner, ehemals Gruner + Jahr, heute Digitalchef bei Bastei Lübbe in Köln. Wer will, kann Plathner hier zum Runden gratulieren. Last not least feiert ARD-Programmchef Volker Herres seinen 58. - von Vorruhestand ist aber noch nicht die Rede.
kress.de (Liste der Geburtstagkinder), lexikon2.de (Büchner)

Wolfgang Büchner beim “Blick” nur Geschäftsführer.

Wolfgang Büchner 2015 Laurence Chaperon 600Frisch erholt, gebräunt und gephotoshopt tritt Wolfgang Büchner beim "Blick" an. (Foto: Laurence Chaperon)

Doch kein Superchef: Wolfgang Büchner, 48, prominenter Schweiz-Emigrant und Ex-"Spiegel"-Chefredakteur, wird beim "Blick" in Zürich nur Geschäftsführer ohne direkten Einfluss auf die Redaktion. Das schreibt Christian Lüscher für den "Bund". Die beiden Chefredaktoren René Lüchinger ("Blick") und Christine Maier ("SonntagsBlick") hätten diese Klärung bei Ringier-CEO Marc Walder erwirkt.

Lüscher glaubt im Übrigen, Büchner wechsle aus dem "Haifischbecken" in Hamburg in eine Zürcher "Schlangengrube". "Dass er Deutscher ist", wird ihm "hinter vorgehaltener Hand" als Nachteil angekreidet. Das Experiment, beim "Blick" die "Bild"-Importe Ralph Grosse-Bley und Karsten Witzmann machen zu lassen, sei "gescheitert", auch "wegen ihres preußischen Führungsstils". Den fürchtet Lüscher bei Büchner nicht, schließlich stamme Büchner "aus der Pfalz" - genauer gesagt aus Speyer.
derbund.ch, turi2.de (Background)

Wolfgang Büchner heuert bei Ringier an.

Wolfgang Büchner Foto Spiegelverlag 150Wolfgang Büchner heuert bei Ringier an: Laut "NZZ am Sonntag" wird der ehemalige Chefredakteur von dpa und "Spiegel" in Zürich Chef der "Blick"-Gruppe. In der Funktion eines Verlagsmanagers soll Büchner die Boulevard-Bätter "Blick", "Sonntags-Blick" und "Blick am Abend" sowie Blick.ch "publizistisch weiterentwickeln" und den Titeln "auf die Sprünge helfen".
"NZZ am Sonntag" via twitter.com/MarcBrup

interview2 mit Wolfgang Büchner.


turi2.tv - das Branchenfernsehen (Classics): Wolfgang Büchner, damals noch angehender Chefredakteur von Spiegel Online, spricht 2008 über die Geschichten-Community einestages.spiegel.de. Für den gedruckten "Spiegel" sieht Büchner 2008 noch eine "lange und gute Zukunft", für die Medienmarke "Spiegel" gehe es um Reichweiten und Umsätze im Gesamtmarkt, es spiele "keine große Rolle, ob das im gedruckten oder im digitalen Markt passiert". Für knapp 6 Minuten Interview mit Büchner einfach ins Video klicken.
(Erstveröffentlicht am 7. März 2008)
youtube.com/user/turi2tv

Wolfgang Büchner hinterlässt tiefe Gräben zwischen Print- und Online-Spiegel.

Wolfgang Büchner hat als Change-Manager publizistisch nicht überzeugt, kommentiert die "Süddeutsche Zeitung" den Abgang des Chefredakteurs. Für "taz"-Mann Jürn Kruse hat Büchner die Gräben zwischen Print und Online noch vertieft. Michael Hanfeld zitiert in der "FAZ" aus einem Brief, in dem der Spiegel-Online-Betriebsrat gegen die Print-Fraktion aufbegehrt.
sueddeutsche.de, faz.net, taz.de

Cordt Schnibben rechnet mit Wolfgang Büchner ab.

Abrechnung 3.0: “Spiegel”-Reporter Cordt Schnibben lässt an seinem Ex-Chef Wolfgang Büchner nach dessen Entlassung kein gutes Haar. Büchner sei “der falsche Mann zum richtigen Zeitpunkt am falschen Ort” gewesen, schreibt Schnibben auf seiner Facebook-Seite. Das Spiegel-3.0-Konzept bezeichnet er als “unausgegoren, zu ängstlich, zu gestrig”, Büchners Strategie würden “bis... Weiterlesen ...

Spiegel trennt sich diese Woche von Wolfgang Büchner, meint Kai-Hinrich Renner.

Spiegel wird diese Woche die Trennung von Chefredakteur Wolfgang Büchner verkünden, berichtet der meist gut informierte Kai-Hinrich Renner. Vize Klaus Brinkbäumer wird als Interimschef gehandelt. Die Zukunft von Geschäftsführer Ove Saffe, der sich stets vor Büchner gestellt hatte, ist unklar. Die Abfindungen für beide könnten den "Spiegel" rund fünf Mio Euro kosten. "Spiegel"-Pressechefin Anja zum Hingst bezeichnet Renners Bericht als Spekulation, es habe keine Gespräche über eine Ablösung Büchners gegeben.
"Handelsblatt", S. 21, eigene Infos

Büchner: Facebook ist nicht das Reich des Bösen, muss sich aber ändern.

Facebook: Wolfgang Büchner will in die #DeleteFacebook-Hysterie nicht einstimmen. Niemand werde gezwungen, das Netzwerk zu nutzen. Es biete Kommunikation, die früher ein Vermögen gekostet hätte. Dass wir dafür mit unseren Daten zahlen, sei legitim. Büchner fordert aber mehr Transparenz von Facebook – oder eine radikale Regulierung.
goettinger-tageblatt.de

Ringier macht Personalie Büchner offiziell.

wolfgang-büchner-mai 2015-150Ringier macht offiziell, was die "Schweiz am Sonntag" bereits vor zwei Tagen zu Papier brachte: Wolfgang Büchner, 48, tritt bei der Blick-Gruppe in Zürich den Posten des mächtigen Geschäftsführers an. Ab Juli soll der "europäische Top-Journalist" - O-Ton CEO Marc Walder - die Aufsicht über René Lüchinger ("Blick") und Christine Maier ("SonntagsBlick") führen. Der Ex-"Spiegel"-Chefredakteur muss - laut Pressemitteilung - nur Walder gegenüber Rechenschaft ablegen.
ringier.com, turi2.de (Background)

Ex-“Spiegel”-Chef Büchner wird “Blick”-Chef.

Büchner bald Boulevard-Boss beim “Blick”: Wolfgang Büchner, einst hochgeschätzter Chefredakteur von Spiegel Online und dpa, beim “Spiegel” an übelmeinenden Kollegen, aber auch an eigenen Fehlern gescheitert, hat laut “NZZ am Sonntag” einen neuen, gut bezahlten Job gefunden. Beim “Blick”, der “Bild” der Berge, soll Büchner als mächtiger Verlagsleiter... Weiterlesen ...

Tweets zu Schnibbens Abrechnung mit Büchner.

Die Abrechnung von "Spiegel"-Reporter Cordt Schnibben via Facebook mit seinem gescheiterten Chefredakteur Wolfgang Büchner wird auf Twitter kontrovers diskutiert. Highlights:

Dorin Popa freut sich über die klaren Worte:

Auch Marcus Schwarze von der "Rhein-Zeitung" lobt Schnibbens Schritt:

Moritz von Uslar, ehemals "Spiegel", jetzt "Zeit", kritisiert Büchners Auftreten:

"Clap"-Macher Daniel Häuser findet Schnibbens Abrechnung unsportlich:

Das denkt auch Bild.de-Chef Julian Reichelt:

Auch Spiegel-Online-Frau Judith Horchert is not amused:

"Bild am Sonntag"-Chefin Marion Horn kritisiert die Wortwahl von Schnibben:

Andere versuchen sich mit Witzen:

Für Zeit-Online-Chef Jochen Wegner sehen alle Beteiligten schlecht aus:

Wobei sich für Cordt Schnibben auch ganz neue Türen öffnen könnten:

Ein Gutes hat es immerhin, der "Spiegel" findet zu alter Recherchekompetenz:

Spiegel macht’s offiziell: Büchner und Saffe danken ab.

Spiegel-Personalien jetzt offiziell: Wolfgang Büchner, 48, tritt als Chefredakteur von "Spiegel" und Spiegel Online ab und scheidet zum 31. Dezember aus dem Verlag - von einer siebenstelligen Abfindung getröstet. Über Büchners Nachfolge wird laut Pressemitteilung "in Kürze" entschieden, in Wahrheit ist Klaus Brinkbäumer gesetzt. An seiner Seite soll SpOn-Vize Florian Harms wirken. Geschäftsführer Ove Saffe, 53, geht ebenfalls. Bis ein Nachfolger gefunden ist, längstens bis Mitte 2015, organisiert Saffe den Übergang. Den Nachfolger vermuten "Spiegel"-Insider im eigenen Haus.
spiegelgruppe.de, turi2.de (Background)

Brinkbäumer statt Büchner beim “Spiegel”.

Print gewinnt: Der Machtkampf zwischen “Spiegel”-Chefredakteur Wolfgang Büchner und der Print-Redaktion ist entschieden. Büchner geht Ende dieser oder Anfang nächster Woche. Auch Geschäftsführer Ove Saffe wird gehen. Nach Informationen von turi2 wird er seinen Posten nach Ablauf einer Schamfrist verlassen. Büchners Nachfolge ist entschieden: Klaus Brinkbäumer, Jahrgang 1967,... Weiterlesen ...

Geht “Spiegel”-Chefredakteur Büchner noch diese Woche?

Ende in Sicht: Der Spiegel-Verlag wird sich laut Medien-Insider Kai-Hinrich Renner vom “Spiegel”-Chefredakteur Wolfgang Büchner trennen. Im Verlag rechne man damit, “dass Büchners Demission noch diese Woche bekanntgegeben werden wird”, schreibt Renner im “Handelsblatt”. Büchner wurde am Mittwoch laut Renner “mitgeteilt, dass man sich von ihm trennen werde”.... Weiterlesen ...

Büchner schmeißt Fleischhauer-Kolumne aus dem “Spiegel”.

Wolfgang Büchner, unter Druck geratener Chefredakteur des "Spiegel", hat seinen eigenen Kolumnisten Jan Fleischhauers zensiert und den Abdruck der Kolumne "Der schwarze Kanal" im heutigen Print-"Spiegel" verhindert. Das berichtet Gabor Steingart, Juniorverleger beim "Handelsblatt" und einstmals "Spiegel"-Mann, in seinem Newsletter "Handelsblatt Morning Briefing". Fleischhauer lässt in seiner Kolumne Sympathien für die "Spiegel"-Rebellen durchscheinen und erklärt dem Kampf gegen den Chef mit dem Widerspruchsgeist der 68er.
handelsblatt-service.com

Mitarbeiter-KG des “Spiegel” will Büchners Abgang.

Entscheidung zum Wochenende? Die mächtige Mitarbeiter-KG, mit 50,5 % Mehrheitseigner des Spiegel-Verlags, wird auf der Gesellschafterversammlung am Freitag wohl die Ablösung von Chefredakteur Wolfgang Büchner fordern, berichten unisono “Horizont” und “Handelsblatt”. Büchner hätte somit den seit Monaten schwelenden Machtkampf mit großen Teilen der Printredaktion verloren. Gruner + Jahr... Weiterlesen ...

“Spiegel”-Ressortleiter geschlossen gegen Büchner.

Der Machtkampf beim “Spiegel” geht weiter: Wolfgang Büchners Einzelgespräche mit den Print-Ressortleitern haben die Fronten zwischen dem Chefredakteur und den Magazin-Machern nicht gelockert, sondern verhärtet. Die zwölf Vollressortleiter sprechen Büchner in einem Brief an die “lieben Kolleginnen und Kollegen” vom Montag, der turi2 vorliegt, geschlossen ihr Misstrauen aus.... Weiterlesen ...

Büchner bleibt Chefredakteur auf Bewährung.

Tagesgeschäft ohne den Chef: Wolfgang Büchner hat von den drei Gesellschaftern des “Spiegel” eine nahezu unlösbare Aufgabe gestellt bekommen – er soll sich auf die überwiegend feindlich gesonnene Print-Redaktion zubewegen und sie dazu bringen, mit ihm die Vision “Spiegel 3.0” umzusetzen. Dazu wird Büchner sich aus dem redaktionellen... Weiterlesen ...

Redaktion bezieht Stellung gegen Büchner.

Rein in den Schützengraben und volle Breitseite auf den Chefredakteur: Im Konflikt um den unglücklich agierenden “Spiegel”-Chef Wolfgang Büchner fühlen sich die Print-Redakteure stark genug, um ihrem Chefredakteur das Misstrauen auszusprechen. Büchner-Gegner streuen vernichtende Zahlen: So sollen über 80 % der Print-Redakteure eine Resolution unterschrieben haben, die sich... Weiterlesen ...

“Spiegel” holt Clemens Höges in die Chefredaktion.


Blattmacher wird Boss: "Spiegel" beruft Clemens Höges in die Chefredaktion – neben Steffen Klusmann und Barbara Hans. Sein Amt als Blattmacher wird Höges behalten. Er scheidet jedoch aus der Kommission aus, die die internen Verfehlungen rund um den Relotius-Skandal untersucht. Der Verlag betont, dass sich die Fertigstellung des Abschlussberichts dadurch nicht verzögere. Der Bericht werde "in Kürze" an Klusmann und Geschäftsführer Thomas Hass übergeben.

Mit Höges' Berufung endet ein Vakuum an der Spitze des Magazins, ausgelöst durch den Fall Relotius. Ullrich Fichtner und Matthias Geyer ließen ihre Ämter als Co-Chefredakteur bzw. Blattmacher zunächst ruhen – und wurden dann auf Posten mit "besonderen Aufgaben" weggelobt. Fichtner und Geyer waren als Förderer und Ressortchef von Relotius für die Chefredaktion verbrannt. Die Lücke füllte Höges zunächst übergangsweise als Blattmacher, ab sofort offiziell als Teil der Chefredaktion. Höges ist seit 1990 beim "Spiegel", leitete früher Deutschland- und Auslandsressort. Unter Wolfgang Büchner wurde er 2014 schon einmal stellvertretender Chefredakteur. (Foto: Fotoraum Reinhold / Der Spiegel, Montage_ turi2)
spiegelgruppe.de

Aktuell bei turi2.tv: Clemens Höges spricht am vergangenen Freitag über die Relotius-Aufklärung.

“Spiegel” macht Clemens Höges und Armin Mahler zu Interims-Blattmachern.

Spiegel beruft als Interims-Chefs Armin Mahler und Clemens Höges als Blattmacher des Nachrichtenmagazins, schreibt Meedia. Mahler (Foto) leitete über 25 Jahre das Wirtschaftsressort und war auch zeitweise Geschäftsführer der Spiegel Mitarbeiter KG. Höges war bereits stellvertreter Chefredakteur an der Seite von Wolfgang Büchner und ist Mitglied der dreiköpfigen Aufklärungskommission im Fall Relotius. Die Verträge mit Ullrich Fichtner und Matthias Geyer wurden zuvor ausgesetzt.
meedia.de, turi2.de (Background)

Merkel, Madsack, DuMont, Saturn – die meistgeklickten Newsletter-Links im Mai 2018.

Top 1:
Kanzlerin kündigt Lockerung der deutschen DSGVO-Umsetzung an.
771 Klicks

Angela Merkel will die deutsche Umsetzung der europäischen Datenschutz-Grundverordnung kurz vor deren Inkrafttreten lockern. "Manches ist wirklich eine Überforderung", sagt sie am Mittwoch - und verweist auf laxere Bestimmungen u.a. in Österreich.
berliner-zeitung.de


Top 2:
Madsack und DuMont verbünden sich in Berlin.
690 Klicks

Madsack und DuMont schmieden eine gemeinsame Hauptstadtredaktion. Wolfgang Büchner und Uwe Dulias werden die Chefs der neuen RND Berlin GmbH, Gordon Repinski leitet das Büro. Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland ist an dem Joint Venture mit 75% beteiligt, DuMont mit 25%.
kress.de


Top 3:
Meinung: Martin Bell beobachtet Saturn beim Aussterben.
586 Klicks

Saturn stirbt den Verantwortlichen unter den Händen weg, beobachtet Martin Bell. Das neue Markenversprechen, den neuen Slogan und Flagship-Store sieht er als Ausdruck der Verzweiflung und "letztes Aufbäumen einer Marke". Seit 2011 hat sich Saturn aus acht Ländern zurückgezogen.
wuv.de


Top 4:
Renner: Gabor Steingart kommt nicht aus seinem Vertrag bei Holtzbrinck raus.
577 Klicks

Gabor Steingart kommt nicht aus seinem Vertrag heraus und verschickt deshalb bisher keine Morning Briefings, erfährt Kai-Hinrich Renner aus dem Flurfunk beim "Handelsblatt". Der Vertrag des Ex-Juniorverlegers soll bis Ende 2020 laufen.
abendblatt.de


Top 5:
WDR: Fernsehfilmchef Gebhard Henke bestreitet öffentlich Missbrauchs-Vorwürfe.
531 Klicks

WDR: Sechs Frauen erheben im "Spiegel" konkrete Belästigungsvorwürfe gegen Filmchef Gebhard Henke. Er soll zwischen 1990 und 2015 Frauen u.a. Förderung gegen "körperliche Zuwendung" angeboten haben. Zu den Betroffenen, die sich äußern, zählt auch die Moderatorin Charlotte Roche.
spiegel.de


Das waren die meistgeklickten Newsletter-Links im April.

Madsack und DuMont verbünden sich in Berlin.


Berliner Partnerschaft: Die Madsack Mediengruppe und DuMont schmieden eine gemeinsame Hauptstadtredaktion. Wolfgang Büchner und Uwe Dulias werden die Chefs der neuen RND Berlin GmbH, Gordon Repinski leitet das Büro.

Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland ist an dem Joint Venture mit 75% beteiligt, DuMont mit 25%. Die gemeinsame Redaktion liefert die Politik- und Wirtschaftsinhalte für beide Mediengruppen. Die Redakteure sitzen im bisherigen Hauptstadtbüro des RND im Gebäude der Bundespressekonferenz. Alle in Berlin ansässigen Journalisten des RND wechseln in die neue Gesellschaft. Thorsten Knuf, Korrespondent von DuMont, schreibt auf Twitter, die DuMont-Mitarbeiter "können sich bei einem neuen Gemeinschaftsunternehmen bewerben, das mit der Madsack-Gruppe gegründet werden soll".

Außerdem werden sechs DuMont-Titel Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland: Ab Oktober können "Berliner Zeitung", "Kölner Stadt-Anzeiger", "Mitteldeutsche Zeitung" sowie der "Express", die "Hamburger Morgenpost" und der "Berliner Kurier" auch auf überregionale Inhalte vom RND zugreifen. Das Kartellamt muss dem Zusammenschluss noch zustimmen.
kress.de, madsack.de, twitter.com (Thorsten Knuf) turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Uwe Dulias macht Madsacks Volontäre fit für die Zukunft.