Zitat: Unternehmen können in ihrer Werbung nicht mehr aufs Gendern verzichten, sagt Anja Sturm.

"Bei einer Entscheidung für genderneutrale Sprache werden Werbungtreibende zwangsläufig zu gesellschaftspolitischen Akteuren."

Marken müssen in ihrer Werbung gendern, weil "junge Menschen genau diese Sprache" einfordern, schreibt Anja Sturm bei "Horizont". Diese seien nicht nur Kundinnen, sondern auch "wichtige potenzielle Mitarbeiter".
horizont.net (Paid)

Wir graturilieren: Stefanie Kuhnhen wird 45.

Wir graturilieren: Stefanie Kuhnhen wird heute 45 Jahre alt. Die Strategieexpertin hat vor Kurzem erst eine wichtige berufliche Entscheidung getroffen. Nach 16 Jahren verlässt sie die Hamburger Agentur Grabarz & Partner – "obwohl es mir dort gut gegangen wäre". Das neue Lebensjahr ist deshalb geprägt vom beruflichen Neuanfang. Wo genau das sein wird, verrät sie noch nicht, aber sie freue sich "auf die Riesen-Lernkurve auf allen Ebenen". Außerdem wird nächstes Jahr ihr Sohn eingeschult. "Ich weiß jetzt schon, dass das ein Einschnitt wird", sagt die zweifache Mutter.

Ihren Geburtstag verbringt sie aber erst einmal mit ihrer Familie tiefenentspannt am Meer. Zunächst steht ein Buch am Strand auf dem Plan, später kommen noch enge Freunde zu Besuch. Das verspricht gutes Essen, Spaziergänge "und hoffentlich viele gute Gespräche". Sie freut sich heute über Glückwünsche bei Linked-in, aber wie sagte schon ihr Opa: "Wünsche werden das ganze Jahr angenommen!"

Meinung: Marketing-Abteilungen müssen ihre Kompetenzen neu ordnen.

Aufbruch-Stimmung: Die Marketing-Abteilungen von Unternehmen müssen sich strukturell neu aufstellen, schreibt Strategie­berater Peter Kiefer. Die strenge Trennung in Marketing, Vertrieb, Social Media usw. führt zum "Scheuklappen-Denkmuster", sagt er. Stattdessen schlägt er drei übergreifende Bereiche vor: Marketing­strategie, Marken­aufbau und Aktivierung. Dadurch entstünden "Synergien" und damit "sichtbar" mehr Erfolg.
t3n.de

Meinung: In Agenturen herrscht Scheuklappendenken.

Eingeschränkte Sicht: LVM-Pressesprecherin Heike Hano attestiert Werbeagenturen ein Führungsproblem. Im Alltagsstress bleibe oft keine Zeit, ums sich mit Zukunftsfragen zu beschäftigen. Dadurch entstehe ein fatales Scheuklappendenken. An der Kündigungswelle in Agenturen seien aber auch die Kundinnen schuld. Wer guten Service wolle, müsse auch anständig bezahlen und Absprachen einhalten.
meedia.de

Hör-Tipp: Der Begriff “Agentur” hat ausgedient.

Hör-Tipp: Achtung-Gründer Mirko Kaminski sinniert im Podcast "What's Next, Agencies?" über den Begriff "Agentur", der seiner Meinung nach langsam ausgedient hat. "Es klingt nach Dienstleister und Vermittler", dabei seien gute Agenturen eher "Kulturstätten", sagt er. Er befürchtet, dass einige Agenturen aufgrund fehlenden Nachwuchses bald schrumpfen "oder sogar schließen" müssen.
whatsnextagencies.podigee.io (64-Min-Audio)

Storymachine-Innovatorin Nora Beckershaus-Bottler verlässt die Agentur.

Maschine aus: Nora Beckershaus-Bottler verlässt die PR-Agentur Storymachine von Kai Diekmann und Philipp Jessen zum Jahresende, berichtet Kress.de. Sie war Anfang 2018 von Refinery29 als Innovationschefin zu der Agentur gewechselt. Laut Beckershaus-Bottler und Jessen erfolgt die Trennung freundschaftlich. Die Innovatorin gehe auf eigenen Wunsch. Die "Zeit" hatte zuletzt von hohem Druck und großer Personal-Fluktuation bei Storymachine berichtet.
kress.de, turi2.de (Background), turi2.de (Storymachine)

AFP-Journalist Carsten Hauptmeier geht zur “FAZ”-Agentur Fazit.

Hello from the other side: Am 1. Oktober wechselt Journalist Carsten Hauptmeier, bisher Korrespondent und Chef vom Dienst bei AFP, die Seiten und geht zur "FAZ"-Tochter und Kommunikationsagentur Fazit. Für AFP schrieb DJS-Absolvent Hauptmeier 20 Jahre, zuvor war er als freier Journalist unterwegs, u.a. für die "Süddeutsche Zeitung".
fazit.de, turi2.de (Background)

Die “Zeit” wirft Storymachine mehr Schein als Sein vor.


Blick in den Story-Maschinen­raum: Die Autorinnen Hannah Knuth und Ann-Kathrin Nezik nehmen sich in der "Zeit" die Arbeit der Kommunikations­agentur Storymachine von Kai Diekmann (Foto), Michael Mronz und Philipp Jessen vor. Unter der Überschrift "Die Scheinfluencer" legen sie nahe, dass die Agentur weniger erfolgreich ist, als die Geheimnis­krämerei der Gründer vermuten lässt. Sie sprechen mit Operativ-Chef Philipp Jessen sowie Kunden und ehemaligen Beschäftigten. Über ihre Auftraggeber schweigt die Agentur normalerweise, die "Zeit" nennt aber zwei Beispiele jüngster Kampagnen: Die öffentlich angeknackste Wohnungsgesellschaft Vonovia und den Tabakkonzern British American Tobacco, den Storymachine als "modernes Unternehmen in einer gesundheitsbewussten Welt" darstellen will.

Die Berliner Agentur verdiene ihr Geld mit der "Ratlosigkeit" von Parteien und Unternehmen in Sachen Social Media und der Angst vor der "hypernervösen Öffentlichkeit", schreiben die Autorinnen. Hinter das selbst auferlegte Image als Meinungsmacher machen sie aber zumindest ein Fragezeichen. Die "Zeit" spricht mit aktuellen und ehemaligen Kunden, die sich alle anonym äußern, viele von ihnen positiv. Mehrere beurteilen die Arbeit als "hilfreich", "aber auch keine Zauberei". Andere lassen wissen, dass sie "zufrieden" sind. "Storymachine hat uns geholfen, eine Tonalität für den CEO zu finden", zitiert das Blatt einen anderen Kommunikator. Ein nicht näher benannter Konzernsprecher sagt: "Der Eindruck, dass die Agentur unsere Strategie bestimmt hat, ist falsch. Die sind sehr gut darin, sich zu verkaufen." Große Unternehmen wie die Deutsche Bahn und Volkswagen hätten die Zusammenarbeit mittlerweile beendet "oder stark heruntergefahren". Für Parteien arbeite die Agentur nur noch selten.

Zudem schreibt die "Zeit" von problematischen Arbeitsbedingungen im Berliner Büro: Ehemalige Angestellte berichten von einem "enormem Druck". "Die Fluktuation sei groß, es herrsche mitunter ein vergiftetes Klima." Selbst Philipp Jessen, früher "stern"-Journalist und heute Leiter des Tagesgeschäfts, gebe sich "keine Mühe, den Druck zu verbergen, unter dem er steht". Beim Gespräch mit der "Zeit" habe er sich erst einmal eine Aspirin eingeworfen. Gegen kritische Bewertungen auf dem Online-Job-Portal Kununu gehe Storymachine aktuell anwaltlich vor.
zeit.de (Paid), turi2.de (Background), turi2.de (Interview Kai Diekmann)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Digital zu Gast bei Kai Diekmanns Storymachine. (02/2021)

Ingo Stein wird neuer Plan.Net-CFO, COO Manfred Klaus geht.

Plan-Änderung: Die Münchener Serviceplan-Agentur Plan.Net holt Ingo Stein (Foto) im Dezember als Finanzchef. Der promovierte Volkswirt hat vorher u.a. für Bertelsmann und Publicis gearbeitet. Parallel verkündet die Digital-Agentur den Abschied vom obersten Operativ-Lenker Manfred Klaus, seit 2004 dabei. Er verlasse Plan.Net "auf eigenen Wunsch".
plan-net.com

Nach Vorwürfen der US-Börsenaufsicht: Werber WPP zahlt 19 Mio Dollar.

WPP: Die US-Börsenaufsicht SEC hat die weltgrößte Werbe-Holding zu einer Zahlung von 19 Mio Dollar verdonnert. Die Behörde wirft der britischen WPP vor, gegen den sogenannten Foreign Corrupt Practices Act verstoßen zu haben. Das Gesetz verbietet u.a. Bestechung und falsche Buchführung. Im Fall von WPP geht es um mutmaßlich intransparente Aktivitäten von Tochtergesellschaften in Indien, China, Brasilien und Peru. WPP zahlt, jedoch ohne die Vorwürfe zu bestreiten oder anzuerkennen.
wuv.de, sec.gov

Debatte: Kreativ-Agenturen leiden unter Besitzerinnen-Wechsel.

Geld ist nicht alles: "Es ist nicht immer Gold, das hinter verkauften Agenturtüren glänzt", schreibt Claudia Bayer bei Meedia. Der Verkauf von Antoni an die Omnicom Group hinterlasse einen "faden Nachgeschmack": Zu viele Kreativ-Schmieden hätten zuletzt die Besitzerinnen gewechselt und seien danach ins Mittelmaß abgerutscht. Der "einst so hochgelobte Spirit" käme dabei abhanden, kreative Ideen blieben auf der Strecke.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Debatte: Ohne Feierabendbier und Kicker hält man es in Agenturen schwer aus.

Brand­beschleuniger: Durch die Pandemie fehlt der "soziale Kitt" in den Werbe­agenturen, sagt Mediator Oliver Blecken (Foto). Bei Meedia spricht er mit vier Führungs­kräften über die Miss­stände, die dadurch zu Tage treten. Jannis Johannmeier von Trailblazers sagt, dass "Agenturen ihre eigenen Leute bereitwillig leiden lassen". Darüber könnten "gratis Bier, Pizza und Party" nicht hinweg­täuschen.
meedia.de (Paid)

Gabriele Mühlen und Joy Jensen gründen die Agentur Delafood.

Kochen ihr Süppchen: Die ehemaligen Bauer-Chef­redakteurinnen Gabriele Mühlen (Foto) und Joy Jensen gründen die Agentur Delafood. Ziel ist es, Essens-Inhalte für Verlage wie auch Unternehmen zu konzipieren und zu produzieren. Mühlen hat bei Bauer zuletzt das "House of Food" aufgebaut. Jensen hat u.a. "Maxi" und "Myway" geleitet, seit 2017 lenkt sie die Agentur Moove.
horizont.net (Paid)

Für Mercedes: Omnicom übernimmt die Agenturen OSK und Antoni.


Auf Einkaufstour: Die Agentur-Gruppe Omnicom kauft die bisher inhabergeführte Kölner PR-Agentur Oliver Schrott Kommunikation. OSK liegt seit der Gründung vor rund 30 Jahren mehrheitlich in den Händen von Gründer und Namensgeber Oliver Schrott (Foto). Zeitgleich gibt Omnicom die Übernahme der 2015 gegründeten Berliner Werbeagentur Antoni von Tonio Kröger und André Kemper bekannt. Ziel der Deals ist, die weltweiten Kommunikations­aktivitäten von Mercedes-Benz, bei beiden Agenturen Kunde, unter ein Dach zu bringen und damit beim Etathalter der globalen Media-Aktivitäten Omnicom zu bündeln. Dazu wird innerhalb der Gruppe eine neue Einheit gegründet: Das sogenannte "Team X" soll im Januar 2022 loslegen. Die Daimler-Marke erhofft sich von dem Schritt eine "vollständig integrierte, maßgeschneiderte und datengesteuerte globale Agenturlösung". Der Agentur-Schmelze vorausgegangen war die Zusammenlegung der Abteilungen Marketing und PR bei Daimler im Frühjahr 2021.

Omnicom gibt an, OSK als eigenständige Marke innerhalb der Gruppe zu erhalten. Gründer Schrott soll die Agentur auch nach der Übernahme weiter leiten. OSK ist insbesondere für seine Automobil-Kommunikation bekannt. Anfang der 2000er machte die Agentur etwa mit dem in New York City pompös inszenierten Maybach-Relaunch für DaimlerChrysler auf sich aufmerksam. Die Agentur hat auch Büros in New York und Peking und nach eigener Aussage "mehr als 225" Angestellte.

Gründungskunde von Antoni war einst Mercedes-Benz, inzwischen gehören auch Firmen außerhalb der Auto-Industrie wie Katjes oder Vodafone zu den Kunden. Antoni gibt an, 170 Mitarbeitende zu beschäftigen.
omnicomgroup.com (OSK), omnicomgroup.com (Antoni), media.daimler.com, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv: Oliver Schrott fährt auf leisen Reifen (turi2 edition #15)

Wolfgang Lünenburger verlässt die Agentur BCW.

Abgang: Die Agentur BCW und Wolfgang Lünenbürger, Kreativ-Chef für Europa und Afrika, gehen getrennte Wege. Lünenbürger, 51, verlässt BCW "aufgrund veränderter geschäftlicher Prioritäten", teilt die Agentur dem "PR Report" mit. Bevor er bei BCW den neu geschaffenen Posten als Kreativ-Chef übernommen hatte, war er bis Juli 2020 als Deutschland-Chef tätig.
prreport.de

Vogel Communications Group wächst mit ihrer Agentursparte im ersten Halbjahr 2021 deutlich.

Vogel Communications Group verzeichnet im ersten Halbjahr 2021 ein deutliches Wachstum in ihrer Agentursparte. Für das gesamte Jahr 2021 rechnet das Unternehmen dort mit einem Umsatz von 12 Mio Euro. Das entspricht einem Wachstum von 30 % im Vergleich zum Vorjahr (9,4 Mio). Vogel Communications Group meldet bei all ihren Agenturgeschäften in China, Berlin und Würzburg eine erhöhte Nachfrage.
vogel.de

Avantgarde gründet Nachhaltigkeitsagentur “Green Game” mit Felix Neureuther.

Avantgarde startet mit Ex-Ski-Profi Felix Neureuther (Foto) und Sportökonom Marc Socher die Agentur "Green Game", um Sponsoring nachhaltiger zu gestalten. Die Agentur richtet sich u.a. an Sportlerinnen und Musikerinnen und will die Schwerpunkte Gerechtigkeit und Inklusion berücksichtigen. Neureuther tritt als Partner auf, Socher als Geschäftsführer. Dazu kommt Regina Unterforsthuber, Group Account Direktorin bei Avantgarde, die das Team von Nachhaltigkeitsexpertinnen bei "Green Game" leitet.
horizont.net (Paid)

Lukas Kircher und Rainer Burkhardt gründen wieder gemeinsam.

Firma mit X: Lukas Kircher und Rainer Burkhardt holen ihre frühere Agentur-Marke KircherBurkhardt aus der Versenkung und gründen KircherBurkhardt X. Die Firma will keine klassische Agentur sein, sondern eher beraten – allerdings mit Grenzen: "Beraten kann man nur das, was man selber schon mal erfolgreich gemacht hat", sagt Kircher in "Horizont". Die Berater-Einsätze sollen nach jeweils einer Woche abgeschlossen sein. Vor zwei Wochen war bekannt geworden, dass Burda die Agentur C3, in der KircherBurkhardt 2015 aufgegangen war, komplett übernimmt.

Im Zweitjob arbeitet Kircher inzwischen als Tischler: "Sie glauben gar nicht, wie sehr einen das Tischlern befriedigt, wenn man 20 Jahre lang nur virtuelle Gegenstände hergestellt hat", sagt er im Gespräch mit Jürgen Scharrer.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Mark Niedzballa tritt als neuer Chef der Game Group von BMW an.

Aus Marc wird Mark: Mark Niedzballa (Foto) wird Chef der BMW-Agentur The Game Group und folgt damit auf Marc Schumacher, der als Co-CEO zur Marketing-Agentur Avantgarde wechselt. Niedzballa ist erst seit Juni in der Geschäftsführung der Game Group. Zuvor war der Diplom-Kaufmann sieben Jahre Chef der Werbeagentur Heye.
meedia.de, horizont.net, turi2.de (Niedzballa), turi2.de (Schumacher)

Zum Goldenen Hirschen vergrößert Digitalableger mit München-Niederlassung.

Rotwild-Herde: Die Agenturgruppe Zum Goldenen Hirschen schenkt ihrem Digitalableger Valley einen zweiten Standort in München. Jonathan Goutkin (Foto) übernimmt die Leitung, als erstes Mandat betreut die Zweigstelle die Bestandskunden von MediaMarkt und Saturn. Seit der Gründung vor drei Jahren hat die Digitalagentur ihr Mitarbeiterzahl laut eigenen Angaben von 11 auf 50 gesteigert und über 30 Marken betreut.
horizont.net, meedia.de

FischerAppelt vergrößert Vorstand mit Eugenia Lagemann.

FischerAppelt holt Eugenia Lagemann, 41, am 1. August in den Vorstand – als einzige Frau. Sie soll u.a. Content, PR und Social Media der Agentur ausbauen. Matthias Wesselmann, bisher verantwortlich, bleibt Vorstand, kümmert sich aber künftig um "Strategie- und Kreativ­disziplinen". Noch ist Lagemann Geschäfts­führerin der PR-Tochter FischerAppelt Relations. Sie arbeitet seit 2008 für die Hamburger.
fischerappelt.de

Klick-Tipp: Adtech-Anbieter Criteo bringt Multimedia-Magazin zu Commerce Media heraus.

Klick-Tipp: Adtech-Anbieter Criteo veröffentlicht ein Multimedia-Magazin zum Thema Commerce Media. Im eingebetteten Podcast erklärt etwa Philipp Westermeyer, welche Digital-Trends wichtig werden, Matthias Weth, CEO von SYZYGY Performance Marketing diskutiert per Video-Takes über die erfolgreiche Zusammenarbeit von Agenturen und Tech-Unternehmen. Mit dem Magazin will sich Criteo auch im Markt repositionieren und auf sein neues Produktportfolio aufmerksam machen.
criteo.webmag.io via meedia.de

Adrian Pickshaus und Nina Grygoriew übernehmen die Chefredaktion von “DB mobil”.

Fahren vor: Adrian Pickshaus und Nina Grygoriew übernehmen als Doppelspitze die Chefredaktion des Bahn-Kundenmagazins "DB mobil". Sie folgen auf Stephan Seiler, der ab August zum "stern" wechselt, wo er das Gesellschafts- und Sportressort leiten wird. Pickshaus und Grygoriew kommen beide von der zuständigen G+J-Agentur Territory: Pickshaus kümmerte sich seit 2019 bei Territory um Neuentwicklungen und Pitches, Grygoriew war für Markeninhalte in verschiedenen Kundenmagazinen zuständig.
presseportal.de

Klaus Nadler ist neuer Partner bei Deloitte.

Neue Heimat: Klaus Nadler wird Partner bei Deloitte und verantwortet im Geschäftsbereich Marketing & Commerce den Bereich Digital Marketing. Der 53-Jährige Ex-Chef der Mediaagentur Carat hatte im vergangenen Dezember seinen Abgang verkündet. Jürgen Scharrer bezeichnet die Personalie bei "Horizont" als "echten Coup". Nadlers Kontakte und Netzwerk könnten Deloitte auf dem deutschen Markt helfen.
deloitte.com, horizont.net, turi2.de (Background)

Stefan und Anja Knieß gründen Agentur für Nachhaltigkeitsberatung.

Familiensache: Stefan Knieß (Foto), Ex-Geschäfts­führer der Handelsblatt Media Group, und seine Schwester, die Kommunikationswissenschaftlerin Anja Knieß, gründen eine Agentur für interne Nachhaltig­keitsaktivierung. Unter dem Namen Green from within bieten sie Programme für Unternehmen an, die sich besonders ökologisch nachhaltig positionieren wollen. Sie wollen Führungskräfte wie Mitarbeiterinnen dazu befähigen, diese Entwicklung mitzugestalten.
pr-journal.de, meedia.de

Nach Kritik: Der Award CMO of the Year soll diverser werden.

Serviceplan reagiert auf Kritik am Preis CMO of the Year und will die Auszeichnung für Marketing-Chefinnen künftig diverser machen. Zwar hat in diesem Jahr mit Susan Schramm von McDonald's eine Frau den Preis erhalten, angestoßen von Douglas-Chefin Tina Müller gibt es dennoch Kritik: Via Linked-in beschwert sie sich darüber, dass in der 20-köpfigen Jury nur 3 Frauen saßen. Jury-Mitglied Johannes Diebig von Salesforce gibt bei Linked-in seinen Rücktritt aus der Jury bekannt und überlässt den Posten der Salesforce-CMO Claudia Linsenmeier. Veranstalter Serviceplan will sich "sowohl an der Zusammensetzung der Jury als auch bei anderen Aspekten der CMO of the Year-Wahl noch stärker an Diversitätskriterien orientieren".
linkedin.com (Posts Müller/Diebig), meedia.de (Reaktion Serviceplan, Paid)

Fischer Appelt bleibt im PR-Ranking die größte Agentur.

Fischer-Appelt verteidigt beim Ranking der größten PR-Agenturen im "PR-Journal" seinen ersten Platz vom vergangenen Jahr, verzeichnet mit einem PR-Honorarumsatz von 59,4 Mio Euro aber 15,3 % weniger Umsatz als noch 2019. Darauf folgt Serviceplan (+ 51,1 %) vor Achtung Agenturgruppe (+9,7 %). Am meisten Umsatz verliert die MC Group (-65,3 %). Im Schnitt haben haben die 84 abgebildeten Agenturen 2020 8,2 % ihres Honorarvolumens eingebüßt.
horizont.net (Paid), pr-journal.de (Ranking)

“Zeit”: Ermittlungen gegen Ex-WMP-Chef Michael Inacker eingestellt.


Ausermittelt: Die Berliner Agentur WMP Eurocom scheitert mit einer Anzeige gegen ihren Ex-Chef Michael Inacker. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat die Ermittlungen eingestellt, schreibt die "Zeit". Die Agentur hatte dem Manager in Bezug auf umstrittene Kooperationen mit Katar und Saudi-Arabien schwere Untreue vorgeworfen und auf Schadenersatz verklagt. Inacker selbst hat die Vorwürfe stets bestritten. Konkret ging es u.a. um das Geheimdossier eines Privatermittlers, das die mutmaßliche Finanzierung der libanesischen Hisbollah durch reiche Gönner belegen soll. WMP soll unter Inacker bei dem Versuch geholfen haben, das Dossier zu verkaufen, lautete der Vorwurf.

Die "Zeit" zitiert nun aus der Aufzeichnung eines Gesprächs zwischen Inacker und dem Privatermittler, in dem es u.a. um Geld und die Art und Weise der Auszahlung geht. Zudem berichtet die Zeitung, dass nun das US-Heimatschutz-Ministerium in der Sache und wegen des Verdachts der Terrorunterstützung ermittelt. US-Beamte wollen den Privatermittler in den kommenden Wochen befragen.

Inacker war von 2015 bis zum Sommer 2020 Chef von WMP. Sechs Wochen nach einem ersten Bericht von Zeit Online über das Geschäft, verließ er die Firma. Inzwischen leitet er eine eigene PR-Agentur.
"Zeit" 20/2021, S. 25, turi2.de (Background)