Kartellrechtsklage: Kalifornien wirft Amazon Missbrauch seiner Marktmacht vor.

Amazon: Der US-Bundesstaat Kalifornien reicht eine Kartellrechts-Klage gegen den Online-Versandhändler ein. Der Konzern treibe die Preise durch wettbewerbsschädigendes Verhalten nach oben und missbrauche so seine Marktmacht. Zudem würde Amazon Drittanbieter zu Knebelverträgen zwingen, die es ihnen verbieten, ihre Waren woanders günstiger zu verkaufen.
spiegel.de

RMS und Beyto vermarkten Audio-Spots bei Amazon Alexa.

Wird schlauer: Der Audio­vermarkter RMS kooperiert mit der Agentur Beyto und bietet künftig Audio­spots im "Stream Player" an, den Beyto entwickelt hat. Der Alexa-Skill nutzt frei verfügbare Streams von TV-Sendern und bringt diese auf verschiedenen Amazon-Geräten an. Durch das neue Angebot können Werbe­treibende Pre- und Post-Roll-Ads individuell je nach TV-Stream oder Gerätetyp ausstrahlen.
new-business.de

Amazon plant eine Doku-Serie über Jan Ullrich und gibt Joko eine Show.

Stream-Radler: Der Streaming-Dienst Amazon Prime Video kündigt eine vierteilige Doku-Serie über Jan Ullrich an, den bisher einzigen deutschen Tour-de-France-Sieger. In "Jan Ullrich – Der Gejagte", so der Arbeitstitel, kommentiert Ullrich seine Karriere, Erfolge und Abstürze erstmals selbst. Constantin Dokumentation produziert. Ullrich war u.a. in einen Dopingskandal verwickelt. Darüber hinaus stellt Amazon eine neue, noch namenlose Show mit dem eigentlich fest bei ProSieben beheimateten Joko Winterscheidt in Aussicht. Zum Inhalt äußert sich der Moderator nebulös, berichtet DWDL: "Es wird anders, es wird krass, sogar sehr krass. Es wird einen vielleicht sogar verstört zurücklassen."
presseportal.de, dwdl.de

Basta: Amazon-Pakete genießen nun Polizeischutz.

Polizei-Packstation: Der Online-Versandhändler Amazon tut sich in den USA mit der örtlichen Polizei zusammen. Direkt vor dem Eingang von zwei Polizei-Stationen in Washington sind nun Paket-Abholstationen installiert. Die ansonsten vor die Haustür abgelegten Päckchen sind nämlich öfter mal leichtes Diebesgut. Wer vor den Augen der Gesetzeshüter trotzdem noch versucht, zu klauen, ist wohl dümmer, als die Polizei erlaubt.
t3n.de

Debatte: Amazon nutzt sein Streaming-Angebot als Köder.

Hobbit-Strategie: Online-Riese Amazon nutzt sein Streaming-Angebot als Köder, schreibt Tobias Mayer. Die Mega-Serie Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht sei vor allem ein Vehikel, um neue Prime-Kundinnen anzulocken – und ihnen am Ende nicht nur Unterhaltung, sondern auch Amazon-Topseller anzudrehen. Weil die Serie mutmaßlich mehr als eine Mrd Dollar kostet, sei die Ausrichtung klar: Amazon ziele mit ihr auf das Massenpublikum.
tagesspiegel.de

Basta: Amazon will Staubsauger-Spione einsetzen.

Agent Null Null Saugen: Amazon verfolgt mit der geplanten Übernahme des Staubsauger-Roboter-Herstellers iRobot einen blitz­blanken Plan, sind sich US-Daten­schützer einig. Die kamera­gerüsteten Staub- und Daten­sammler sollen jeden Winkel der Wohnung der Amazon-Kunden ausspähen, die der Online­händler dann wiederum mit der passenden Werbung bombardieren kann. Und die kann man nicht so einfach wegwischen.
rnd.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Warum manche Online-Händler an kostenlosen Retouren festhalten.

Lese-Tipp: Rücksende-Gebühren kommen für die Online-Händler Amazon, Zalando und Otto trotz Kritik an hohen CO2-Emissionen vorerst nicht in Frage, hört das "Handelsblatt". Und das, obwohl sich die Kunden nicht vollständig gegen Zusatzkosten sperren. Weniger Retouren erhofft sich Amazon u.a. von dem Einsatz von Augmented Reality bei Produktdarstellungen, 100.000 neue E-Lieferwagen des Startups Rivian sollen zudem einen nachhaltigen Transport sicherstellen.
handelsblatt.com (Paid)

Handelsgigant Amazon schwächelt, schreibt das “Handelsblatt”.

amazonGespaltene Prognose: Handels­riese Amazon muss sich neu erfinden, schreibt das "Handelsblatt". Das Ansehen und der Aktienkurs des Konzerns schwächeln, das Versand­geschäft schreibt rote Zahlen. Gleichzeitig schließt Amazon eine "ambitionierten Wette" auf den Gesundheits­sektor. Sollte CEO Andy Jassy den Umbau des Konzerns nicht schaffen, drohe Amazon die Aufspaltung.
handelsblatt.com (Paid)

Bild des Tages: Neue Super-Jacht von Jeff Bezos wechselt heimlich die Werft.


Riesen-Umweg: Das Schiff mit der Modellbezeichnung "Y721" schippert am frühen Morgen durch Kanäle in Rotterdam. Es handelt sich vermutlich um die neue Mega-Yacht von Amazon-Gründer Jeff Bezos, wegen deren Transport ursprünglich die historische Koningshaven-Brücke in Rotterdam kurzzeitig weichen sollte – doch der Protest der Niederländer war zu groß. Deshalb zogen Schlepper das unfertige Schiff still und heimlich auf Umwegen in eine andere Werft. (Foto: Dutch Yachting)
spiegel.de

Apple und Amazon legen überraschend gute Quartalszahlen vor.

Apple und Amazon melden für das 2. Quartal überraschend gute Zahlen. Der iKonzern steigert seinen Umsatz um 2 % auf 83 Mrd Dollar, als Gewinn bleiben 19,4 Mrd – weniger als 2021 aber mehr als von der Börse erwartet. Ähnlich bei Amazon: Der Umsatz wächst um 7 % auf 121 Mrd Dollar, der Nettoverlust von 2 Mrd Dollar ist durch Investitionen begründet.
spiegel.de

Amazon bietet 3,5 Mrd Dollar für Telemedizin-Unternehmen One Medical.

Diagnose Kauf­sucht: Amazon will den US-Telemedizin-Konzern One Medical übernehmen und damit sein Engagement in der Gesundheits­branche ausbauen. Amazon legt rund 3,49 Mrd Dollar auf den Tisch, die Aufsichts­behörden und die One-Medical-Aktionäre müssen noch zustimmen. One Medical betreibt Kliniken in den ganzen USA und hat rund 2.900 Mitarbeiterinnen.
press.aboutamazon.com, derstandard.at

Verdi ruft Amazon-Mitarbeitende zum Streik auf.

Prime-Strike: Verdi ruft Beschäftigte von Amazon in sieben Verteilzentren zum Streik auf. Der Startschuss erfolgt in der Nacht zum Montag, das Ende ist offen. Die Gewerkschaft fordert die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie den Abschluss eines Tarifvertrages "Gute und gesunde Arbeit". Anlass für die Arbeitsniederlegung ist Amazons Rabatt-Aktion Prime Day, die am Dienstag beginnt.
heise.de

AGF-Studie: YouTube verliert, ARD und ZDF gewinnen.

Plattform-Beliebtheit: Die Nutzung von YouTube ist in Deutschland wieder auf das Vor-Corona-Niveau gesunken, sagt die AGF-Plattformstudie. Knapp die Hälfte der Befragten ab 14 Jahren geben an, den Videodienst in den vergangenen vier Wochen genutzt zu haben. Die öffentlich-rechtlichen Sender legen dagegen auf 28,1 % zu. Netflix wächst auf 33,3 %, Amazon Prime Video auf 23,9 %. Disney+ verliert erneut und liegt nun bei 7,6 %.
presseportal.de

Bundeskartellamt stellt auch Amazon unter Aufsicht.

amazon 150Is watching you: Wie zuvor schon Google und Meta stuft das Bundeskartellamt jetzt auch Amazon als "Unternehmen mit überragender marktübergreifender Bedeutung für den Wettbewerb" ein. Solchen Unternehmen kann die Behärde Praktiken untersagen, die aus ihrer Sicht den Wettbewerb gefährden. Amazon stimmt den Feststellungen nicht zu. "Wir werden die Entscheidung sowie unsere Optionen, auch Rechtsmittel, sorgfältig prüfen", schreibt der Online-Händler in einer ersten Reaktion.
n-tv.de

Debatte: Medien sollten über Amazon keine Katastrophenberichterstattung machen.

Neufokussierung: Berichte über Arbeitsbedingungen bei Amazon sind häufig wie Reportagen aus einem Katastrophengebiet, beobachtet Sebastian Friedrich. Dabei gehe unter, dass es neben größeren Protesten auch bei den kleinen Subunternehmen Widerstand gibt. "Vielleicht gibt es bald weniger Katastrophen-Berichterstattung und mehr Berichte darüber, wie die von Menschen gemachte Ausbeutung durch Menschen herausgefordert wird", schreibt Friedrich. (Foto: Lidija Delovska)
freitag.de

Exklusiv-Deal: Amazon und Comedian Teddy Teclebrhan machen gemeinsame Sache.

Amazon bindet den Comedian Teddy Teclebrhan an sich. Der Exklusiv-Deal umfasst in den kommenden Jahren u.a. die Bereiche Show, Serie und Film, neue Projekte sollen mit dem Produktionsstudio Amazon Studios entstehen. Teclebrhan war zuvor schon in der Amazon-Comedy Lol zu sehen, Mitte Juli startet der Streaming-Dienst zudem sein neues Format One Mic Stand.
digitalfernsehen.de

Amazon und Cartier ziehen vor Gericht wegen Produktfälschungen.

Betrugs-Bänder: Amazon und der Juwelier Cartier gehen gemeinsam vor Gericht gegen Produktfälschungen vor. Die beiden Unternehmen werfen acht Firmen und einem Influencer vor, bei dem Verkauf von gefälschten Cartier-Armbändern kooperiert zu haben. Bei Instagram hätten sie die Produkte als "täuschend ähnlich aussehende Cartier-Fälschung" angepriesen und auf vermeintlich harmlose Angebote beim Amazon-Marketplace verlinkt.
wuv.de

Amazon testet die Lieferung via Drohnen in Kalifornien.

Luftpost: Amazon will noch in diesem Jahr damit beginnen, Bestellungen über Drohnen auszuliefern. Geplant ist der Drohnen-Lieferdienst Prime Air vorerst als Pilotprojekt im kalifornischen Lockeford. Zunächst sollen nur einige Tausend Artikel über Drohnen bestellbar sein. Seit fast einem Jahrzehnt habe Amazon daran gearbeitet, die Drohnen-Zustellung Wirklichkeit werden zu lassen.
aboutamazon.com, heise.de

Gericht: Amazon muss gekaufte Produkt-Bewertungen deutlich machen.


Transparentes Geschäft: Handels­plattformen wie Amazon müssen bezahlte Produkt­rezensionen deutlich machen und offen­legen, zu welchem Anteil sie in die Gesamt­bewertung einfließen, urteilt das OLG Frankfurt am Main. Geschieht das nicht, liege "unlautere getarnte Werbung" vor. Konkret ging es um das frühere Early Reviewer Program von Amazon, bei dem ausländische Kundinnen gegen geringe Gutscheine Produkte bewerten, die sie zuvor auf den Amazon-Marktplätzen in den USA, Großbritannien oder Japan gekauft haben. 2021 hat Amazon dieses Programm weltweit eingestellt, Bewertungen sind nicht mehr sichtbar. Geklagt hatte eine Firma, die selbst Kunden­rezensionen an Händler verkauft.

Das Gericht bestätigt damit ein früheres Urteil des Landgerichts Frankfurt und weist Amazons Berufung dagegen ab. Verkaufte Bewertungen an sich bleiben erlaubt, müssen aber solche erkennbar sein. Komme Amazon der Verpflichtung zur Kenntlichmachung der verkauften Bewertungen in Deutschland nicht nach, könne ein Ordnungsgeld verhängt werden, sagte eine Gerichts­sprecherin dem epd.
evangelisch.de, ordentliche-gerichtsbarkeit.hessen.de

Amazon stellt drei Mio Produktfälschungen sicher.

Schlechte Fälschung: Amazon hat mehr als drei Mio gefälschte Produkte im letzten Jahr sichergestellt. Das geht aus dem aktuellen Brand Protection Report des Unternehmens hervor. Im Vorjahr konnte Amazon zwei Mio Produkt­fälschungen finden. Um Fälschungen vorzubeugen werden seit 2021 Händler auf Amazon verifiziert und deren Produkte auf Fälschungshinweise untersucht.
handelsblatt.com

EY-Studie: Ausländische Firmen fahren Investitionen in Deutschland zurück.

Attraktivitäts-Verlust: Um 10 % auf 841 sinkt 2021 die Anzahl der Investitionsprojekte von ausländischen Firmen in Deutschland, ergibt eine Studie der Beratungsgesellschaft EY – zum vierten Mal in Folge ein Rückgang. Unternehmen klagen u.a. über zu lange Genehmigungsprozesse und eine unzureichende digitale Infrastruktur. Amazon ist mit 18 Projekten, überwiegend Logistikzentren, der größte Einzelinvestor gewesen.
epaper.handelsblatt.com (Paid)

“Bild”: Unbekannte beschädigen mehr als 100 Amazon-Lieferwagen.

Lahmgelegt: Unbekannte haben die Reifen von 116 Amazon-Lieferfahrzeugen am Logistikzentrum Magdeburg zerstochen, meldet die "Bild". Laut der Polizei sollen die Täter sich zwischen dem 25. und 27. Mai unbemerkt Zugang zum Gelände verschafft haben, die Ermittlungen dauern an. Lieferengpässe drohen nicht, Amazon verurteilt "diese Aktion, die kleine und mittelständische Lieferpartner trifft".
bild.de (Paid)

Verdi ruft zum Streik bei Amazon auf.

Langer Atem: Die Gewerkschaft Verdi ruft Beschäftigte an sieben Standorten des Versand-Riesen Amazon ab heute zum Streik auf. Im seit 2013 laufenden Konflikt fordert Verdi für die Belegschaft der Versand­zentren den Tarif des Einzel- und Versand­handels. Amazon zahlt hingegen den niedrigeren Tarif der Logistik­branche. Zudem wirft Verdi dem Unternehmen eine "ständige Überwachung und Verhaltenskontrolle" der Mitarbeitenden vor.
zdf.de, derstandard.de

“The Economist”: Die finanzielle Lage der Tech-Giganten ist fragil.


Big Tech, big money: Die finanzielle Lage von Alphabet, Amazon, Apple und Meta ist verwundbarer, "als es ihre vermeintliche Allmacht vermuten lässt", ergeben Recherchen von "The Economist". Das Nachrichten­magazin hat einen Blick auf Gerichts­dokumente, interne E-Mails, Analysen und durchgesickerte Dateien der Tech-Titanen geworfen und mehrere Schwächen in ihrem Geldfluss ausgemacht: hohe Gewinn­konzentration, schwindende Kunden­loyalität und schiere Summen, die durch Kartell­verfahren auf dem Spiel stehen.

Apples größter Profitmotor ist und bleibt laut Analyse das iPhone. Bei Amazon ist es das Cloud Computing, bei Alphabet und Meta ist es Online-Werbung – bei der Facebook-Mutter machen Werbegelder ganze 97 % der Einnahmen aus. Hier sorgen die oberen 5 bis 10 % der Werbetreibenden für mehr als 90 % der Einnahmen – eine "starke Abhängigkeit von einigen wenigen großen Gewinn­generatoren". Die größten Gewinnquellen von Apple und Alphabet sind ihre App-Stores, da die Firmen eine Provision auf alle In-App-Käufe bekommen.

Die Konzerne erzielen in Europa zusammen einen Umsatz von 267 Mrd US-Dollar, etwa ein Fünftel ihrer Gesamtsumme. Der Digital Markets Act, das EU-Regelwerk zur Eindämmung der Macht der Tech-Konzerne, könnte 40 % der europäischen Verkäufe der vier Unternehmen gefährden, berechnet "The Economist". Alphabet, die Google-Mutter, sei am stärksten durch das neue Gesetz gefährdet: "Fast 90 % der europäischen Einnahmen sind in Gefahr."

Da auch in den USA "Tech-Bashing-Bemühungen" anlaufen, stünden somit rund 330 Mrd Dollar an Einnahmen auf dem Spiel, etwa ein Viertel der Gesamtsumme von Alphabet, Amazon, Apple und Meta. Allerdings: "Es ist unwahrscheinlich, dass dieser katastrophale Fall für Big Tech eintritt", bilanziert das Magazin. Realistisch betrachtet werde nur "die Ernte verwässert".
economist.com (Paid), manager-magazin.de (Paid)

Amazon meldet Milliardenverlust fürs erste Quartal 2022.

Durchwachsener Start: Online-Händler Amazon meldet im ersten Quartal 2022 den ersten Quartalsverlust seit 2015. Zwar steigert der Ecommerce-Riese seinen Umsatz um 7 Prozent auf 116,4 Mrd Dollar, doch unter dem Strich steht ein Nettoverlust von 3,8 Mrd Dollar. Der lässt sich zwar durch Wertminderungen der Beteiligung am E-Autohersteller Rivian erklären. Doch auch Betriebsergebnis ist eingebrochen und hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 3,7 Mrd Dollar halbiert.
handelsblatt.com (Paid), faz.net

Amazon arbeitet wohl an Mitarbeiter-App, die Worte wie “Gewerkschaft” blockiert.

amazonAntisocial: Der US-Konzern Amazon arbeitet wohl an einer Social-Media-App für Mitarbeitende, die bestimmte Worte überwacht und blockiert. Das Investigativ­portal The Intercept berichtet, dass die Plattform Begriffe wie "Gewerkschaft", "Gehalts­erhöhung", "ungerecht" und "Sklaven­arbeit" automatisch sperrt. Über die App können sich Beschäftigte gegenseitig Anerkennung für gute Leistungen geben.
theintercept.com via spiegel.de

Amazon-Angestellte setzen erstmals eine Gewerkschaftsgründung durch.

Amazon: Mit einer Mehrheit von 2654 zu 2131 Stimmen sprechen sich Lager-Mitarbeitende im New Yorker Bezirk Staten Island für eine Gewerkschaftsgründung aus. Damit bekommt ein US-Standort des Konzerns erstmals eine Arbeitnehmervertretung. Bisher hatte Amazon stets verhindern können, dass sich Angestellte der Logistikzentren gewerkschaftlich organisieren.
tagesschau.de

Amazon-CEO Andy Jassy verdient 2021 rund 213 Mio Dollar.

Spitzenverdiener: Der neue Amazon-Chef Andy Jassy hat 2021 eine Vergütung von rund 212,7 Mio Dollar eingesackt. Zu verdanken hat er das vor allem seinem lukrativen Aktienpaket, das er mit der Übernahme von des CEO-Postens von Jeff Bezos erhalten hatte. Sein Grunderhalt betrug 175.000 Dollar. Zum Vergleich: Das Durchschnitts-Jahresgehalt von Amazon-Angestellten lag zuletzt bei 32.855 Dollar.
manager-magazin.de

Neues Digital-Gesetz der EU geht Google, Facebook und Co an den Kragen.

Gamechanger: Das Europaparlament und die EU-Mitgliedsstaaten haben sich am Donnerstagabend auf neue Regeln für Tech-Konzerne geeinigt. Das neuen EU-Gesetz über digitale Märkte (DMA) sieht die Einhegung der Marktmacht von Internetriesen wie Google, Facebook oder Amazon vor und soll für faireren Wettbewerb im Netz sorgen. Sogenannten Gatekeepern ist es künftig verboten, eigene Produkte und Angebote bevorzugt gegenüber der Konkurrenz zu behandeln. Nutzerinnen erhalten mehr Verbraucherrechte z.B. soll das Löschen vorinstallierter Apps auf Smartphones erleichtert werden, Datenschutz verbessert und personalisierte Werbung eingeschränkt werden. Bei Verstößen drohen Tech-Konzerne harte Sanktionen bis zur Zerschlagung.
faz.net, spiegel.de

Basta: Indigene stoppen Amazon-Neubau in Südafrika.

Unheilig gebaggert: Die Grünfläche, die sich Amazon als Standort für seine neue Afrika-Zentrale auserkoren hat, wird für den Online-Riesen zum Problem. Für die indigene Volksgruppe Khoi-San gilt die Fläche bei Kapstadt nämlich als "heiliger Ort". Ein Gericht stoppt die Bauarbeiten deshalb vorerst. Kulturelle Bedenken lassen sich eben nicht mit einem Klick abwiegeln.
faz.net

Wir graturilieren: Christoph Schneider wird 56.


Wir graturilieren: Der Deutschland-Chef von Amazon Prime Video, Christoph Schneider, feiert heute seinen 56. Mit dem Wechsel von Kaspar Pflüger zu Prime widmet sich Schneider beruflich bald neuen Aufgaben. Sein Ziel: "In diesen spannenden und herausfordernden Zeiten weiter die Nase vorn zu haben." Dabei möchte er aber "noch gelassener" werden und sich den "Blick auf das Positive" täglich bewahren.

Privat freut er sich vor allem darauf, nach dem Umzug letztes Jahr "keine Handwerker mehr zu sehen und hoffentlich endlich 'fertig' zu sein". Schneider feiert heute mit der Familie, dem "nagelneuen Geburtstagsgrill" und einer guten Flasche Wein. Über Glückwünsche freut er sich auf allen Wegen – "da bin ich nicht wählerisch" – zum Beispiel per Mail oder Linked-in.

DWDL: Kaspar Pflüger wechselt von Seven.One Entertainment zu Prime Video.

Streamender Wechsel: Der ehemalige Sat.1-Geschäftsführer Kaspar Pflüger verlässt Seven.One Entertainment und wird Landeschef für die DACH-Region bei Prime Video, berichtet DWDL. Seit seiner Rückkehr aus der Elternzeit ist Pflüger Vize-Produktionsleiter bei Seven.One, weil Daniel Rosemann die Leitung von Sat.1 übernommen hat. Der bisherige Prime-Deutschlandchef, Christoph Schneider, kümmert sich nach Pflügers Wechsel um andere europäische Länder.
dwdl.de

“Business Insider”: Amazon trickst seit Jahren Kundinnen ins Prime-Abo.

Verwirrende Buttons: Amazon ignoriert seit Jahren Beschwerden über sein Webseiten-Design, das Kundinnen in ein kostenpflichtiges Prime-Abo trickst, zeigen interne Dokumente, die "Business Insider" vorliegen. Das Unternehmen ergreife bewusst keine Maßnahmen gegen die "irreführenden Bilder oder absichtlich vagen Angebote" und Kündigungen würden extra "langwierig gestaltet". "Es ist absichtlich verwirrend gestaltet", so ein Insider. Verbesserungsvorschläge der Mitarbeitenden habe die Geschäftsführung abgelehnt. Eine Untersuchung der Federal Trade Commission erhöht nun den Druck auf das Unternehmen, dieses Problem zu lösen.
businessinsider.de (Paid)

EU-Kommission erlaubt Übernahme von MGM durch Amazon.

Löwe zieht um: Die EU-Kommission gibt grünes Licht für die Übernahme der Hollywood-Studios MGM durch Amazon. Der Kauf sorge für keine wettbewerbs­rechtlichen Probleme im europäischen Wirtschafts­raum. Außerdem sei Amazon u.a. einem starken Wettbewerb durch andere Streaming-Anbieter ausgesetzt. Amazon hat MGM für 8,45 Mrd Dollar im Mai 2021 übernommen.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)