Alibaba macht mit dem Singles Day 38,4 Mrd Dollar Tagesumsatz.

Alibaba erwirtschaftet mit dem Singles Day einen Tagesumsatz von 38,4 Mrd Dollar – er übersteigt den vergangenen Quartalsumsatz von Amazon. Nutzer haben am "Anti-Valentinstag" besonders Produkte von L'Oreal und Nestle gekauft, das beliebteste Importprodukt waren laut Alibaba Nahrungsergänzungsmittel. Der Amazon-Rivale heizt den Aktionstag mit Kampagnen, Live-Shows und TV-Übertragungen an.
manager-magazin.de

Milliardärsreport: Amazon-Chef Bezos ist Spitzenreiter, Anzahl der Milliardäre sinkt.

Milliardärsreport: Die Vermögen der Milliardäre sinken zum ersten Mal seit fünf Jahren, errechnet die Unternehmensberatung PWC mit der Schweizer Bank UBS. Der stärkere Dollar und ein schwankender Aktienmarkt vernichten 388 Mrd Dollar. 2018 gibt es 114 deutsche Milliardäre, neun weniger als im Vorjahr. Amazon-Chef Bezos ist der reichste Mensch der Welt.
zeit.de

Zitat: James Farrell sucht für Amazon nach Lückenschließern.

"Es ist für uns keine Option zu sagen 'Kommt doch für die Serien, für den Rest gibt es andere Angebote.' Wir wollen unsere Kunden alle Genres bieten. Also schauen wir auch nach non-fiktionalen Formaten."

James Farrell, Chef für internationale Eigen­produktionen bei Amazon Studios, will ein Kaufhaus sein, kein Fachhändler. Im DWDL-Interview sagt er, dass er gern unbesetzte Lücken im Markt schließt, "Highend-Fiction" bleibe jedoch der Fokus.
dwdl.de

Netflix-Serien sind häufig auch mit deutschen Steuergeldern finanziert.

Der Fiskus streamt mit: Ein Großteil der deutschen Förderung für Serien landet bei Produktionen, die später auf internationalen Streaming-Plattformen wie Netflix, Amazon oder auch bei Sky zu sehen sind, zitiert "Welt am Sonntag" aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Otto Fricke. Allein bis Mitte Oktober flossen 2019 etwa 11,3 Mio Euro - 68 % der gesamten Fördersumme - an sechs Serienproduktionen, von denen fünf bei Netflix und eine bei Amazon abrufbar sein werden.

Der Anteil der Förderung für Serien, die bei internationalen Anbietern zu sehen sind, liege in den vergangenen Jahren zwischen 75 und 90 %. Die "inzwischen auch in Deutschland boomende Serienproduktion", dürfe nicht zu einer "verkappten Werbekampagne für große Internetfirmen" verkommen, kritisiert Fricke.
welt.de

Amazon-Chef Bezos ist nicht mehr der reichste Mensch der Welt.

Amazon: Chef Jeff Bezos fällt im Milliardärs-Ranking hinter Microsoft-Gründer Bill Gates zurück, berechnet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Erstmals seit 2017 ist Amazons Quartalsgewinn im Jahresvergleich gesunken. Bezos kommt demnach rechnerisch auf ein Vermögen von rund 104 Mrd Dollar, Gates auf 106 Mrd Dollar.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Käufer scheuen Online-Händler aus Angst vor Plagiaten.

Plagiate werden für Marken, aber auch für Online-Händler zunehmend ein Image-Problem, berichtet Georg Weishaupt. Laut einer Untersuchung von Statista würden rund 20 % der Käufer aus Angst vor Fälschungen keine Luxusprodukte online kaufen. Ein großes Risiko sähen die potentiellen Käufer vor allem bei Ali Express (73 %), Ebay (70 %) und Alibaba (69 %), aber auch bei Amazon befürchten 46 % der Befragten Fälschungen bei Markenartikeln.
handelsblatt.com

Amazon überträgt Flash-Briefing-Prinzip auf Bewegtbild-Nachrichten.


Alexa übernimmt für Jan Hofer: Amazon startet in den USA eine Nachrichten-Aggregations-App für den Streamingadapter Fire TV. Nutzer können sich zum Start aus 20 Quellen und Kategorien wie Politik, Wirtschaft und Sport ihre Nachrichtensendung zusammenstricken und auf Sprachkommando abrufen.

Das Prinzip entspricht den Flash-Briefings auf den hauseigenen Alexa-Lauschsprechern, nur eben um Bewegtbild erweitert. Zum Start sind u.a. CBS News, Reuters, Bloomberg und Yahoo Sports dabei, weitere Partner und Kategorien seien geplant.
techcrunch.com

Studie: Plattformen wie Amazon sollen kleinen Firmen mehr Daten geben.

Kartell-Spar-Abo: Das deutsche Kartellrecht braucht schleunigst eine Modernisierung, um die Übermacht von Plattformen wie Amazon zu begrenzen, schreibt das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft in einer Studie im Auftrag des Mittelstandsverbunds ZGV, der vor allem gewerbliche Genossenschaften und Einkaufsverbände vertritt. Die Studie beklagt eine steigende Abhängigkeit der kleinen Firmen von Plattformen, die wegen ihres privilegierten Datenzugangs einen Wettbewerbsvorteil genießen.

Die Studie schlägt drei Optionen vor: Amazon könnte gezwungen werden, Daten mit anderen Firmen zu teilen, entflochten oder gar Zerschlagen werden - der ZGV spricht sich gegen die letzte Idee aus. Der Verband wolle ein "ebenes Spielfeld" - und Zugriff zu den Daten für die kleinen Firmen, "die ja zur Entstehung dieser Daten aktiv beigetragen haben", sagt Verbandschef Ludwig Veltmann. Derweil sieht ein Gesetzentwurf aus dem Wirtschaftsministerium vor, dass das Kartellamt den Datenzugang für kleine Wettbewerber erleichtert.
handelsblatt.com

Mitarbeit: Dirk Stascheit

Amazon verschleiert Werbegelder bei seiner Weihnachts-Liste.

Amazon veröffentlicht in den USA eine Liste mit Spielzeug-Empfehlungen für Weihnachten, verschweigt aber, dass die genannten Marken bis zu zwei Mio Dollar für ihre Nennung hinblättern. Stattdessen schreibt Amazon, die Liste sei "sorgfältig zusammengestellt" und von "internen Experten kuratiert". Je mehr Geld Hersteller zahlen, desto mehr Produkte erscheinen in der Liste, berichtet Bloomberg. US-Verbraucherschützer fordern, dass Amazon diese und ähnliche Listen als Werbung kennzeichnet.
bloomberg.com via t3n.de

Lese-Tipp: “Wirtschaftswoche” beleuchtet den Schein der Online-Sterne.

Lese-Tipp: Online-Bewertungen sollen Authentizität suggerieren, werden aber immer häufiger von Agenturen systematisch gefälscht, beobachtet die "Witschaftswoche". Das Verbraucherschutzministerium will gemäß EU-Richtlinie, dass Portale künftig mit "angemessenen Maßnahmen" prüfen, ob Online-Bewertungen echt sind.
"Wirtschaftswoche" 44/2019, S. 16-24 (Paid)

Streaming-Nutzer scheuen lange Serien, meint Martin Moszkowicz.

Streaming: Früher hatten Produktionsfirmen Probleme mit dem Budget, heute damit, kreative Talente zu finden, sagt Constantin-Film-Chef Martin Moszkowicz im DWDL-Interview. Mit Bora Dagtekin spreche er aktuell über Serienideen. Generell beobachte er, dass das Publikum sich nicht mehr leicht auf lange Serien einlässt. Deshalb bestellen Netflix und Co zunehmend Filme.
dwdl.de

“Spiegel”: Schüler verdienen mit Fake-Bewertungen auf Amazon Geld.

Fake-Bewertungen auf Amazon sind ein Geschäftsmodell, schreibt Alexander Kühn im "Spiegel". Er berichtet von einem Abiturienten, der gemeinsam mit einem Freund bereits mehrere Tausend Euro verdient habe, indem er im Auftrag von chinesischen Firmen Artikel auf Amazon kauft und positiv bewertet. Den Kaufpreis bekommt er von den Firmen erstattet, das Produkt kann er behalten oder zurückschicken und ein zweites Mal erstattet bekommen. Die Firmen erhoffen sich von den positiven Kritiken bessere Rankings bei Amazon.
"Spiegel" 42/2019, S. 83 (Paid), turi2.de (Background)

Amazon spaltet Seattle, beobachtet Caterina Lobenstein.

Amazon zieht in Seattle zunehmend die Wut der Bürger auf sich, schreibt Caterina Lobenstein. Sie machen Jeff Bezos und sein Unternehmen verantwortlich für Probleme wie explodierende Immobilienpreise und Vollzeitangestellte, die in Obdachlosencamps wohnen müssen. Lokalpolitikerin Kshama Sawant hat eine Kampagne gestartet, in der sie medienwirksam fordert, die Stadt nicht "in einen Spielplatz für Reiche zu verwandeln" und die Amazon-Steuer wieder einzuführen.
"Zeit" 42/2019, S. 28-29 (Paid)

Die vierjährige Alexa braucht Menschen zum Erwachsenwerden, sagt David Limp.

Alexa ist geistig auf dem Stand einer Vierjährigen und braucht noch bis zur Adoleszenz, sagt David Limp, Chef von Amazons Hardware-Sparte, dem "Handelsblatt". Aktuell teste Amazon im Prototyp-Status einen smarten Fingerring und eine Brille. Die Strategie für alle Hardware sei, sie zum Selbstkostenpreis zu verkaufen und dann an den digitalen Produkten zu verdienen. Aus dem Lauschsprecher-Debakel habe der Konzern gelernt. Dass Nutzer das Mithören aktiv einschalten statt ausschalten können, sei für Amazon keine Lösung, weil Alexa sich mit menschlicher Hilfe extrem verbessere.
handelsblatt.com

Apple schickt Filme für TV+ vorab exklusiv ins Kino.

Schau einer an: Apple will sich in Hollywood beliebt machen und plant, für Apple TV+ produzierte Filme zunächst "wochenlang" in Kinos laufen zu lassen, bevor sie auf dem Streamingdienst verfügbar werden. Der Konzern will sich damit einerseits den Ärger ersparen, den Netflix einsammelte, als die Firma Filme parallel zum Kinostart auch auf der Plattform zeigte.

Nebenbei will Apple damit auch prominente Produzenten und Regisseure locken, die neben dem Geld auch auf Preise wie die Oscars schielen. Netflix bringt gerade zehn Filme in die US-Kinos, Streaming-Mitbewerber Amazon lässt für Prime produzierte Filme auch für einen Zeitraum exklusiv im Kino laufen, bevor sie auf die Plattform kommen. Teilweise nur zwei Wochen, teilweise zwölf wie beim Drama "Manchester by the Sea", für das Hauptdarsteller Casey Affleck einen Oscar einheimste.
wsj.com (Paid), theverge.com, turi2.de (Background)

Amazon: Alexa soll ihr Handeln künftig erklären können.

Amazon lässt seine Sprach-Assistentin Alexa künftig erklären, was sie verstanden und warum sie entsprechend reagiert hat. Die neuen Funktionen sind Teil einer Smarthome-Offensive, bei der Alexa mit vernetzten Geräten besser zusammenspielen soll. Denkbar sei z.B. eine Warnung, wenn die Batterien im vernetzten Türschloss zuneige gehen. Daneben stellt Amazon neue Hardware vor, u.a. einen Ring, eine Brille und kabellose Ohrhörer mit Alexa-Funktion.
faz.net, techcrunch.com, theverge.com

Discovery und Amazon starten Koch-Video-App.

Discovery startet in den USA Ende Oktober zusammen mit Amazon die Koch-Video-App Food Network Kitchen. Für 6,99 Dollar im Monat bekommen die Zuschauer bis zu 25 Live-Kochkurse pro Woche und mehr als 800 auf Abruf, dazu 3.000 Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Die Zutaten liefert Amazon auf Wunsch ins Haus. Innerhalb eines Jahres soll die App in weitere Länder expandieren.
theverge.com, bloomberg.com

“WSJ”: Amazon bevorzugt Eigenmarken bei Produktsuche – der Handelsriese widerspricht.

Amazon hat seinen Such-Algorithmus geändert, um profitabler zu sein, berichtet das "Wall Street Journal". In der Folge seien Amazons Eigenmarken höher gelistet. Der Konzern gibt zu, auch Profitabilität zu berücksichtigen, widerspricht aber einer absichtlichen Änderung. Die US-Handelsbehörde FTC untersucht, ob Amazons Dominanz im Online-Handel den Wettbewerb verschlechtert.
wsj.com (Paid), businessinsider.de

Bundeskartellamt-Präsident will Datensammlung der Tech-Konzerne stärker regulieren.

Tech-Konzerne wie Amazon oder Facebook sollen bei der Datensammlung stärker reguliert werden, fordert Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, im "FAZ"-Interview. Aufgrund der Marktdominanz von Onlinehändlern bewerte das Bundeskartellamt Fusionen wie von Karstadt und Kaufhof heute weniger "misstrauisch" als vor zehn Jahren.
"FAZ", S. 17 (Paid)

Bauers Großhändler PVN startet Zeitschriften-Verkauf auf Amazon.


Klick statt Kiosk: Der Großhändler PVN verkauft ab sofort einzelne Zeitschriften auf Amazon – die Bauer-Tochter spricht von der "weltweit ersten Vertriebskooperation" dieser Art. Kunden können bei Amazon nun "Spiegel", "Focus", "stern", "Cosmopolitan" und 500 weitere Magazine bestellen. Bis Jahresende entfällt die Versandgebühr, danach soll sie 99 Cent kosten.

Der Vertrieb über Amazon sei nach dem Ausbau von Meine-Zeitschrift.de "der nächste logische Schritt", sagt PVN-Geschäftsleiter Joachim Sander. Er eröffnet damit aber nicht nur einen Vertriebsweg, sondern womöglich auch einen Streit: Amazon verschickt die Zeitschriften bundesweit – also auch über das Gebiet des PVN hinaus in die Gebiete anderer Presse-Grossisten. (Foto: Manfred Bail / Imagebroker / Picture Alliance, Montage: turi2)
presseportal.de, amazon.de/zeitschriften

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ulla Strauß von United Kiosk findet, Verlage sollten Amazon und Apple umarmen (05/2018).

Amazon macht sich im Fernseher breit.


Buhlen um Bildschirme: Amazon baut seine Fire-TV-Plattform erstmals fest in Fernseher von Grundig ein. Auch die Eigenmarke von Mediamarkt-Saturn wird künftig Fire TV direkt an Bord haben. Amazon greift bei der Berliner Technikmesse IFA mit rund 20 neuen Fire-TV-Produkten an. Auf dem Markt gibt es noch keinen klaren Anführer: Sony und Philips setzen auf Android, Samsung auf ein eigenes System und auch Apple verkauft TV-Boxen.

Ab Oktober vertreibt Amazon in Deutschland eine Box: Der Fire TV Cube ist ein sprachgesteuerter Würfel zum Anschließen an Fernseher. Seine Nutzer verwenden Alexa als Ersatz für die Fernbedienung, zugleich kann der Würfel auch all das, was die üblichen Lauschsprecher leisten. Einer der neuen Grundig-Fernseher wird sich ebenfalls ohne Fernbedienung und nur per Sprache steuern lassen. Für Amazon ist die neue Partnerschaft ein Fortschritt, denn wie die anderen Anbieter will auch Fire TV zur führenden digitalen Umgebung auf dem Fernseher werden.
welt.de, techcrunch.com (20 Produkte)

Analyse: Amazon verdient mit Werbung in Deutschland viel weniger als bislang angenommen.

Amazon verdient 2018 rund 313 Mio Euro mit Werbung, liest Klaus Janke aus dem Jahresabschluss der Amazon Online Germany GmbH. Schätzungen haben den Werbeumsatz des Versandriesen bislang auf Zahlen zwischen 500 und 700 Mio Euro geschätzt. Amazon habe sich nicht dazu äußern wollen, ob Werbeeinnahmen noch bei weiteren Töchtern verbucht werden.
horizont.net