Studie: Eigenproduktionen von Streamingdiensten sind weniger divers als vermutet.

Netflix LogoMehr Schein als Sein: Die Eigenproduktionen von Streamingdiensten wie Netflix und Amazon sind in Sachen Diversität nicht besser als das deutsche TV, sagt eine Studie der Uni Rostock. Rund 60 % der Protagonisten seien Männer, ähnlich wie im Fernsehen. Bei der Vielfalt sexueller Lebensentwürfe seien die Streaming-Plattformen vergleichsweise divers. Die "Vielfalt von Frauen" ist aber eingeschränkt: Die Protagonistinnen seien oft "jung, haben genormte schlanke Körper und Berufe, die ihre emotionale Kompetenz betonen". Frauen ab 50 kämen kaum vor. Rund 80 % der Figuren in deutschen Streaming-Produktionen sind weiß. In 93 % der Fälle führen Männer Regie, bei ARD und ZDF waren es nur 83 %.
sueddeutsche.de

EU-Kartellis werfen Amazon Wettbewerbsverzerrung vor.

amazonAmazon verschafft sich anhand nicht-öffentlicher Daten von unabhängigen Drittanbietern Vorteile auf der eigenen Plattform, zu dem Schluss kommen die EU-Wettbewerbshüter. Der Versandriese kann sich nun zu den Vorwürfen äußern. Können diese nicht aus der Welt geschafft werden, steht Amazon eine saftige Strafe ins Haus, die bis zu 10 % des weltweiten Jahresumsatzes betragen kann (2019: 280,5 Mrd Dollar).
wuv.de, turi2.de (Background)

Amazon bringt Watch-Party-Funktion nach Deutschland.

Amazon Prime Video lädt nun auch in Deutschland zur Watch Party, in den USA gibt es die Funktion schon seit dem Sommer. Nutzer*innen können bis zu 100 weitere Zuschauer*innen zum gemeinsamen Anschauen von Serien und Filmen einladen, in einem Chat können sie sich austauschen. Verfügbar ist das Feature nur am Computer, nicht auf Mobilgeräten. Eine ähnliche Funktion bietet auch Facebook.
dwdl.de, onlinemarketing.de

Amazon Air eröffnet erstes europäisches Luftfrachtzentrum in Leipzig.

amazonGefahr für die Gelben: Amazon Air, die Frachtfluggesellschaft von Amazon, nimmt am Flughafen Leipzig/Halle ihr erstes Luftfrachtzentrum Europas in Betrieb. Am neuen Standort entstehen dadurch 200 Arbeitsplätze. Der Flughafen ist auf Luftfracht spezialisiert und wichtigste Basis im internationalen Cargo-Geschäft von DHL, weshalb die Corona-Krise ihn nicht lahmgelegt hat.
manager-magazin.de

Google, Amazon und Facebook wachsen in der Krise, nur Apple enttäuscht.

Tech-Konzerne kommen gut durch die Krise: Google-Mutter Alphabet steigert ihren Umsatz im 3. Quartal um 14 % auf 46,2 Mrd Dollar. Wachstumstreiber ist vor allem Werbung bei YouTube. Der Gewinn wächst um mehr als ein Fünftel auf 11,2 Mrd Dollar. Bei Amazon steigt der Umsatz um 37 % auf 96,1 Mrd Dollar, der Gewinn verdreifacht sich auf 6,3 Mrd Dollar. Facebook profitiert von den US-Wahlen: Der Umsatz klettert um 22 % auf fast 21,5 Mrd Dollar, der Gewinn wächst um 29 % auf rund 7,85 Mrd Dollar. Nur Apple enttäuscht: Der Umsatz des iPhone-Konzerns sackt um 20,7 % auf 26,4 Mrd Dollar ein, der Gewinn geht um 7,4 % auf knapp 12,7 Mrd Dollar zurück.
handelsblatt.com, spiegel.de

Kartellwächter untersuchen Kooperation von Amazon und Markenherstellern.


Revier-Markierung: Das Bundeskartellamt hat ein weiteres Verfahren gegen Amazon eingeleitet, berichtet die "FAZ". Dabei will die Behörde herausfinden, "ob und inwieweit Amazon mit Markenherstellern zu Lasten von Dritthändlern kooperiert", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der Zeitung. Amazon bietet Marken, die den Online-Händler direkt beliefern, die Möglichkeit, Dritthändler vom Verkauf dieser Produkte auf dem deutschen Amazon-Marktplatz auszuschließen. Prominentestes Beispiel ist Apple: Seit Anfang 2019 ist der Verkauf von Apple-Produkten nur autorisierten Händlern und Amazon selbst erlaubt. Zwar seien solche "Brandgating"-Vereinbarungen zum Schutz vor Produkt­piraterie "grund­sätzlich als berechtigt" anzuerkennen, sagt Mundt. Um kartell­rechts­konform zu sein, müssten sie aber "das Gebot der Verhältnis­mäßigkeit wahren und dürfen nicht zu einer Aus­schaltung des Wettbewerbs führen".

Amazon will im Verfahren "vollumfänglich mit den zuständigen deutschen Behörden" kooperieren, sagt ein Sprecher. Ziel sei es, den Kund*innen die "breiteste Produktauswahl" anzubieten, dabei aber ein "vertrauensvolles Einkaufserlebnis" zu bewahren" und die Plattform "vor unrechtmäßigen Waren" zu schützen. In einem anderen Verfahren prüfen die Kartell­wächter derzeit, ob Amazon Dritthändler wieder dazu bewegen will, ihre Waren nirgendwo sonst günstiger anzubieten als auf Amazons Marketplace. Klauseln für eine solche Preisparität hatte Amazon auf Druck des Kartellamtes zuvor abgeschafft. (Foto: Christoph Schmidt/ dpa / Picture Alliance)
"FAZ" S. 17 (Paid), handelsblatt.com (Paid)

Amazon veröffentlicht im Dezember eine Doku-Serie zur “Bild”.


"Bild"-ungsfernsehen: Amazon zeigt in seinem Streaming-Dienst Prime Video ab 18. Dezember die siebenteilige Dokumentationsreihe "BILD.Macht.Deutschland?". Die Serie verspricht "noch nie dagewesene Einblicke" in den Alltag der Redaktion. So soll zu sehen sein, wie Reporter*innen recherchieren und mit Entscheider*innen aus Politik und Gesellschaft umgehen. Chefredakteur Julian Reichelt (Foto) und sein Stellvertreter Paul Ronzheimer erklären in Interviews ihre Meinung.

Produziert wurde die Reihe von Constantin Entertainment unter der Federführung von Jochen Köstler. Springer hat seinem Team dafür "umfassenden Zugang" gewährt. Oliver Berben, TV-Vorstand bei Constantin Film, sagt zur Dokumentation: "Die Möglichkeit, tiefgehende Einblicke in Deutschlands größte Medienmarke und die Redaktion der 'Bild' zu bekommen, ist einmalig und wird überraschen."
dwdl.de, rnd.de

Basta: Die Bahn ist mit ihrem IT-Umbau zu früh fertig.

In umgekehrter Bit-Reihenfolge: Die Deutsche Bahn wollte sich für den Umbau ihrer Computer-Infrastruktur eigentlich bis 2022 Zeit lassen. Nun ist die Bahn-IT bereits in den kommenden Wochen fertig. Auf die Schiene lässt sich das Konzept aber nur bedingt übertragen - dann müssten die Fahrgäste künftig nämlich statt bei der Bahn bei Amazon und Microsoft einsteigen, deren Dienstleistung sich die DB einkauft.
handelsblatt.com

Amazon und Netflix nutzen politische Ideale als Marktlücke.

Netflix und Amazon pflegen ein progressives Image, auch über ihre Chefs Reed Hastings (Foto) und Jeff Bezos, schreibt Andrian Kreye. Anders als auf Facebook und Twitter, wo sich durch die Aufmerksamkeitsökonomie "die politisch Radikalen" durchsetzen, platziert sich Netflix als "klar linksliberale Alternative zum rechtsnationalen Medienkosmos", so Kreye. Amazon strahlt ab heute z.B. die politisch eindeutig positionierte "Borat"-Fortsetzung aus, die schon im Vorfeld hohe Wellen schlägt. Trump-Anwalt Rudy Giuliani wird im Film von einer jungen Fake-Reporterin interviewt und blamiert sich #metoo-verdächtig.
zeitung.sueddeutsche.de (Paid), spiegel.de (Background Giuliani)

Basta: Amazon sammelt Kassenbons der großen und kleinen Konkurrenz.

Mitwisser: Amazon sammelt Daten über die Konkurrenz und das Kaufverhalten seiner Kundschaft jetzt auch offline. Teilnehmer*innen des Amazon Shopper Panels in den USA können monatlich zehn Kassenbons, etwa aus dem Supermarkt, mit dem E-Commerce-Riesen teilen – und dafür 10 Dollar kassieren. Günstiger ist Industriespionage sonst nicht zu haben.
wuv.de, techrcunch.com

US-Politiker*innen wollen Macht von Google, Facebook & Co einschränken.

Mehr Regeln: Der Wettbewerbs-Unterausschuss im US-Repräsentantenhaus findet, dass Amazon, Apple, Facebook und Google zu mächtig geworden sind und ihre Marktmacht missbrauchen. Das sagt ein in der Nacht veröffentlichter Untersuchungsbericht. Die Parlamentarier*innen empfehlen u.a. ein Verbot, eigene Produkte zu bevorzugen und bei künftigen Übernahmen kartellrechtlich früher einzuschreiten.
spiegel.de

Hör-Tipp: Amazon-Deutschlandchef Ralf Kleber spricht mit Jeff Bezos “dann, wenn es notwendig ist”.

Hör-Tipp: Die Öffnung des Marktplatzes für externe Händler war einer der ersten großen Meilensteine für Amazon, sagt Deutschlandchef Ralf Kleber im OMR-Podcast von Philipp Westermeyer. Ein wesentlicher Bestand­teil der Kultur bei Amazon sei die Beteiligung aller Festangestellten am Unternehmen. Mit Konzern­chef Jeff Bezos habe er Kontakt "dann, wenn es notwendig ist". Klebers Vision ist es, mit Sprache komplexe Bedienungs­abläufe zu vereinfachen.
omr.podigee.io (82-Min-Audio)

Lobbycontrol legt Beschwerde gegen Facebook und Co bei EU-Lobbyregister ein.

Undurchsichtig: Die US-Tech-Riesen Apple, Amazon, Facebook, Google und Microsoft kennzeichnen ihre inhaltliche und finanzielle Lobbyarbeit in Europa teils nicht transparent, das Mitwirken an sogenannten Think Tanks bleibt etwa bei Facebook unerwähnt, findet Lobbycontrol heraus. Die Organisation hat deshalb Beschwerde beim zuständigen EU-Lobbyregister eingereicht.
lobbycontrol.de via spiegel.de

EU plant strengere Regeln für marktberrschende Tech-Riesen.

EU-Kommission plant verschärfte Regeln für US-Tech-Riesen zur Wahrung des fairen Wettbewerbs, schreibt die "Financial Times". Sie will Branchengrößen notfalls zerschlagen oder zwingen, europäische Ableger zu verkaufen, wenn sie den Markt zu stark dominieren. EU-Kommissar Thierry Breton plädiert im Extremfall auch für die Möglichkeit, große Tech-Konzerne komplett vom europäischen Markt auszuschließen. Das Regelwerk zum Digital Services Act soll bis Ende 2020 vorliegen.
ft.com (Paid), faz.net

Amazons Algorithmen sorgen für die Verbreitung von Verschwörungsliteratur.

Desinformation: Amazons Algorithmen helfen bei der Verbreitung von Verschwörungstheorien, berichten Sebastian Meineck und Daniel Laufer bei Netzpolitik.org. Ausgehend vom Correctiv-Buch Corona: Geschichte eines angekündigten Sterben liste Amazon in einer Stichprobe von 355 Kauf-Empfehlungen 124 Bücher mit "einschlägiger Verschwörungsliteratur" sowie 56 impfskeptische Werke.
netzpolitik.org

US-Luftfahrtbehörde: Amazon darf Lieferdrohnen fliegen lassen.

Flügge: Die US-Luftfahrtbehörde FAA erlaubt Prime Air von Amazon die Auslieferung von Paketen per Drohne. Der Alleshändler hofft, damit seinem Ziel einer Lieferung innerhalb von 30 Minuten näher zu kommen. An einer Lieferdrohne arbeitet Amazon bereits seit mehreren Jahren. Wann die ersten Bestellungen serienmäßig in den Vorgärten der Kund*innen landen, steht allerdings noch nicht fest.
nytimes.com, businessinsider.com

Kartellamt prüft Eingriff Amazons in die Preisgestaltung der Dritthändler.

Der Preis ist heiß: Das Kartellamt prüft, ob Amazon die Pandemie missbraucht, um Angebote von Dritthändlern zu beeinflussen, schreibt das "Handelsblatt". Amazon will in der Krise "Maßnahmen gegen Preistreiberei" bei gefragten Produkten wie Desinfektionsmitteln oder Schutzmasken ergreifen. Laut Händlern seien auch Angebote abseits von Corona, wie Bücher oder Gartenstühle, betroffen.
"Handelsblatt", S. 1 (Paid)

Bewegtbildstudie: 54 % der Deutschen streamen mindestens einmal im Monat.

Streaming-Dienste können weiter zulegen: Die Nutzer*innen schalten täglich im Schnitt 55 Minuten ein, 20 Minuten mehr als noch vor drei Jahren, sagt die Bewegtbildstudie 2020 von "TV Spielfilm" und der GfK. 54 % der Deutschen nutzen mindestens einmal im Monat ein Streaming-Abo, bei den unter 30-Jährigen liegt die Zahle bei 82 %. 47 % der Befragten sind davon überzeugt, dass Streaming klassisches TV auf lange Sicht ablösen wird.
burda.com

Dazn und Amazon Prime übertragen die Freitagsspiele der Bundesliga 2020/21.


Anstoß: Dazn und Amazon Prime sichern sich in der Saison 2020/21 der Fußball-Bundesliga die Rechte für die Übertragung der Freitagsspiele. Das Paket zählt 45 Spiele, darunter auch je fünf Begegnungen am Sonntag und Montag, vier Relegationsspiele und den Supercup. Die Rechte für die Spiele liegen eigentlich bei Eurosport, das die Spiele aber nicht selbst zeigen will. Dazn zeigt die Spiele mit einer Sublizenz, Amazon Prime übernimmt die Dazn-Übertragung. Prime-Kund*innen bekommen die Übertragungen – anders als am Ende der letzten Saison – allerdings nicht mehr kostenlos, sondern müssen für die Spiele extra zahlen.

Nach und in der Corona-Pause hatte es einen Rechtsstreit zwischen Eurosport-Mutter Discovery und der DFL um das Rechtepaket gegeben, der zugunsten der DFL ausging. Nun liegen die Rechte wieder bei Eurosport – das die Rechte mit Sublizenzen weitergibt. Das Paket soll 80 Mio Euro pro Saison kosten, schreibt "Bild".
bild.de, turi2.de (Background)

Amazons Consumer-Chef Jeff Wilke kündigt seinen Rückzug an.

Amazon: Jeff Wilke (Foto), 53, Chef des internationalen Handels-, Logistik- und Consumer-Geschäfts, will Anfang 2021 nach 20 Jahren bei Amazon in den Ruhestand gehen und "persönliche Interessen" pflegen. Dave Clark, 47, der bisher die Lieferkette leitet, übernimmt. Wilke ist neben Andy Jassy, Chef der Cloud-Computing-Sparte, bisher der wichtigste Mann im Bezos-Imperium.
reuters.com

Kartellprüfung: Amazon bestätigt Einflussname auf Preise indirekt.

Amazon reagiert auf eine Untersuchung des Bundeskartellamtes zur Preispolitik im Marketplace: Ein Sprecher erklärt die Sperrung einzelner Händler*innen wegen überhöhter Preise als "Maßnahmen gegen Preistreiberei". Der Konzern habe Richtlinien, "die sicherstellen sollen, dass die Verkaufspartner ihre Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten". Damit gibt Amazon eine Einflussnahme auf Marketplace-Preise indirekt zu.
faz.net (Paid), turi2.de (Background)

Zitat: Prime Video soll nischig und Mainstream zugleich sein, sagt Chef Christoph Schneider.

"Vom Image der Streamingdienste als ausschließliches Angebot für Early-Adopter und Young Males sind wir ja schon lange weg."

Prime Video sei ein "Mainstream-Angebot", sagt Chef Christoph Schneider im DWDL-Interview. Amazon wolle aber "nicht nur auf die Mitte schielen" und setzt deshalb auch auf nischige Produktionen, etwa eine Doku über den Opern-Tenor Jonas Kaufmann.
dwdl.de

Post-Chef Frank Appel sieht Krise als Chance für die digitale Bildung.

Krise als Chance: Frank Appel spricht mit Gabor Steingart im Morning-Briefing-Podcast über Postbot*innen, deren Jobs nicht aussterben würden. Die Post müsse ihnen die Angst vor Digitalisierung nehmen. "Alte" Arbeitsplätze zu erhalten sei bei der Gesellschaft anerkannter, als in Innovationen zu investieren. Eine Zweiteilung der Arbeitsgesellschaft fürchtet Appel nicht, wenn sich die digitale Bildung weiterentwickelt – darauf hofft er als Nebeneffekt der Krise.
thepioneer.de (27-Min-Audio, nach Anmeldung frei)

Das Bundeskartellamt überprüft Amazons Preispolitik im Marketplace.


Kontroll-Kontrolle: Amazon ist derzeit Ziel von Untersuchungen des Bundeskartellamts, sagt dessen Präsident Andreas Mundt der "FAZ". Während der ersten Monate der Corona-Krise habe es Beschwerden mehrere Händler gegeben, weil Amazon sie wegen angeblich überhöhter Preise gesperrt hat. "Amazon darf kein Preiskontrolleur sein", sagt Mundt. Der Konzern habe auf ein erstes Auskunftsersuchen geantwortet, das nun geprüft werde. Andere Beschwerden hat das Bundeskartellamt abgelehnt. So hätten sich Dritthändler benachteiligt gefühlt, weil Lieferungen zurückgestellt wurden, um Masken oder Desinfektionsmitteln Vorrang zu gewähren. "Diese Art der Priorisierung war aus unserer Sicht aber nicht zu beanstanden", sagt Mundt.

Schon 2013 gab es Ärger mit Amazons Preispolitik gegenüber Drittanbietern. Kartellwächter und Amazon einigten sich damals darauf, dass Amazon seine Preisparitätsklausel aufgibt, die es Dritthändlern untersagte, ihr Angebot an anderer Stelle günstiger anzubieten.
faz.net (Paid)

“Switch Reloaded” startet als “Binge Reloaded” bei Amazon Prime.

Kanal-Switch: Die TV-Parodien von "Switch" und "Switch Reloaded" kehren als "Binge Reloaded" mit neuen Folgen auf Amazon Prime zurück, meldet DWDL. Die Show soll mit zunächst acht Folgen Ende 2020 starten. Bisher lief die Sendung auf ProSieben. Tochter Redseven Entertainment produziert die neuen Folgen für Amazon. Michael Kessler (Foto) alias Florian Silbereisen wird genau wie Martin Klempnow, der als Installateur-Azubi Dennis bekannt wurde, zur Besetzung gehören.
dwdl.de

Amazon zahlt Angestellten in Deutschland einen Corona-Bonus von bis zu 500 Euro.

Amazon zahlt seinen rund 13.000 Mitarbeiter*innen in den deutschen Logistik- und Versandzentren einen Corona-Bonus von einmalig 500 Euro für Vollzeit­kräfte, berichtet die "Wirtschaftswoche". Wer in Teilzeit arbeitet, bekommt entsprechend weniger. Auch das Personal von Sub-Unternehmern und selbständige Fahrer*innen sollen eine Prämie erhalten. Verwaltungs­angestellte gehen leer aus.
wiwo.de

“WSJ”: Amazon erwägt Nutzung leerstehender Flächen in US-Einkaufszentren.

Feindliche Übernahme: Amazon verhandelt mit der größten Besitzerin von Einkaufszentren in den USA, der Simon Property Group, über die teilweise Umwandlung von Shopping Malls in Amazon-Logistikzentren, berichtet das "Wall Street Journal". Simon Property könnte dadurch leerstehende Flächen füllen, die durch den Rückzug von Ketten wie Sears oder J.C. Penney freigeworden sind – und hofft wohl darauf, die nicht erst seit Corona verwaisten Einkaufszentren wieder mit Leben zu füllen. Amazon wiederum könnte durch mehr Standorte seine Lieferzeiten auf den letzten Metern zur Haustür beschleunigen. Und dadurch noch mehr Waren in noch kürzerer Zeit verschicken.

Unklar ist allerdings noch, in wie viele und welche Einkaufszentren Amazon einziehen will. Die Gespräche mit der Immobilienfirma sollen bereits vor Corona gestartet sein – Corona-bedingt haben Leerstände in den Einkaufstempeln seitdem eher zu- als abgenommen. Davon könnte Amazon jetzt profitieren. Im US-Bundesstaat Ohio hat sich der Online-Händler bereits auf den großen Geländen zweier ehemaliger Einkaufszentren mit Lagerzentren niedergelassen.
wsj.com (Paid), theverge.com, mashable.com

Dazn zeigt künftig 121 von 138 Champions-League-Spielen exklusiv.

Dazn überträgt ab der Saison 2021/22 von insgesamt 138 Begegnungen der Fußball Champions League 121 exklusiv. Das umfasst alle Mittwochsspiele und bis auf die 16 Topspiele am Dienstag - die Amazon überträgt – auch alle Begegnungen am Dienstag. Das Endspiel ist zudem im Free-TV beim ZDF zu sehen. Die Rechteinhaber sind bereits seit Dezember bekannt, die genaue Anzahl der Spiele gab Dazn jetzt an. Aktuell teilen sich Sky und Dazn die Rechte.
kicker.de, turi2.de (Background)

US-Tech-Konzerne schlagen sich in der Corona-Krise besser als erwartet.


Krisenimmunität: Die Tech-Konzerne Google, Apple, Facebook und Amazon scheinen weitgehend immun gegen die Auswirkungen der Corona-Krise und schneiden im 2. Quartal besser ab als erwartet. Vor allem Amazon profitiert vom Boom beim Online-Shopping während der Krise und steigert seinen Umsatz um 40 % auf knapp 89 Mrd Dollar. Der Versandriese vermeldet mit 5,2 Mrd Dollar zudem den höchsten Nettogewinn der Konzerngeschichte, der sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt hat.

Für Apple ging es im 2. Quartal seit Langem auch bei den iPhones wieder bergauf – der Smartphone-Umsatz des Konzerns stieg um 2 % auf 26,4 Mrd Dollar. Insgesamt kommt Apple beim Umsatz auf 59,7 Mrd Dollar, ein Plus von 11 %. Der Konzern hat außerdem einen Aktien-Split im Verhältnis eins zu vier angekündigt. So soll die Aktie laut Konzern für eine "breitere Basis von Investor*innen" zugänglich sein.

Facebooks Wachstum ist im 2. Quartal zwar abgeflacht, der Umsatz wächst aber dennoch um 11 % auf 18,7 Mrd Dollar. Der weltweite Werbeboykott kann dem sozialen Netzwerk offenbar nicht viel anhaben – laut Konzernangaben sind die Werbeumsätze in den ersten drei Juli-Wochen um 10 % gestiegen.

Nur Google-Mutter Alphabet schwächelt – der Konzern muss erstmals in seiner börsennotierten Geschichte einen Umsatzrückgang hinnehmen. Dieser schrumpft um 2 % auf 38,3 Mrd Dollar, Analyst*innen waren von 4 % ausgegangen. Alphabet leidet unter den Rückgängen im traditionellen Kerngeschäft der Suchmaschinen-Werbung, da viele Werbungtreibende ihre Ausgaben in der Krise zurückgefahren haben. YouTube entwickelt sich hingegen positiv und auch das Cloud-Geschäft kann beim Umsatz um 43 % auf 3 Mrd Dollar zulegen.
faz.net, golem.de (Google), turi2.de (deutsche Wirtschaft)

Google, Apple, Facebook und Amazon reden sich vor dem US-Kongress klein.


Strategische Bescheidenheit: Die Chefs von Google, Apple, Facebook und Amazon haben sich bei einer Anhörung vor dem US-Kongress am Mittwochabend große Mühe gegeben, ihre Marktdominanz kleinzureden. Der Vorsitzende des Kongress-Ausschusses, der Demokrat David Cicilline, wirft den Konzernen vor, "zu viel Macht" zu haben. Die vier Tech-Bosse, die alle per Video zugeschaltet sind, nennt er die "Kaiser der Online-Wirtschaft". Die sehen sich schon in ihren Eingangs-Statements gar nicht in kaiserlicher Rolle: Google-Chef Sundar Pichai etwa argumentiert, "Googles fortgesetzter Erfolg ist nicht garantiert". Apple-Chef Tim Cook spricht von einem "Straßenkampf um Marktanteile", in dem sich sein Konzern befinde. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg lässt die Abgeordneten wissen, dass Facebook in vielen Bereichen hinter seinen Konkurrenten liege: "Die größte Messaging-App ist iMessage, die am schnellsten wachsende Plattform ist TikTok", sagte Zuckerberg. Und auch Amazon-Boss Jeff Bezos sieht sich als Winzling – gemessen am globalen Einzelhandelsmarkt, an dem Amazon weniger als 1 % ausmache.

Zuckerberg appelliert, seinen Konzern nicht allein aufgrund seiner Größe zu beurteilen: "So wie ich unsere Gesetze verstehe, sind Unternehmen nicht schlecht, nur weil sie groß sind." Alle vier verbreiten Patriotismus: "Die Tech-Industrie ist eine amerikanische Erfolgsgeschichte", sagt Zuckerberg. Bezos lässt wissen, es sei kein Zufall, dass Amazon hier entstanden sei, "diese großartige Nation" unterstütze risikofreudige Unternehmer. Gleich zu Beginn der Anhörung meldet sich per Twitter US-Präsident Donald Trump zu Wort: Wenn der Kongress die Tech-Konzerne nicht zur "Gerechtigkeit" zwinge, werde er dies mit Regierungsdekreten tun, so Trump. (Foto: Mandel Ngan/Pool AP / Picture Alliance)
faz.net, spiegel.de, sueddeutsche.de, handelsblatt.com (Paid), edition.cnn.com, theguardian.com

Kalifornien untersucht die Arbeitsbedingungen bei Amazon.

Amazon gerät in das Visier der kalifornischen Justiz. Der US-Bundesstaat untersucht die Arbeitsbedingungen beim Versandriesen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Kalifornien wirft Amazon vor, nicht genug für die Gesundheit und Sicherheit seiner Mitarbeiter*innen in Verteilerzentren und Lagern zu unternehmen. In mehreren Versandlagern kam es bereits zu Corona-Ausbrüchen.
techcrunch.com