Amazon und Cartier ziehen vor Gericht wegen Produktfälschungen.

Betrugs-Bänder: Amazon und der Juwelier Cartier gehen gemeinsam vor Gericht gegen Produktfälschungen vor. Die beiden Unternehmen werfen acht Firmen und einem Influencer vor, bei dem Verkauf von gefälschten Cartier-Armbändern kooperiert zu haben. Bei Instagram hätten sie die Produkte als "täuschend ähnlich aussehende Cartier-Fälschung" angepriesen und auf vermeintlich harmlose Angebote beim Amazon-Marketplace verlinkt.
wuv.de

Amazon testet die Lieferung via Drohnen in Kalifornien.

Luftpost: Amazon will noch in diesem Jahr damit beginnen, Bestellungen über Drohnen auszuliefern. Geplant ist der Drohnen-Lieferdienst Prime Air vorerst als Pilotprojekt im kalifornischen Lockeford. Zunächst sollen nur einige Tausend Artikel über Drohnen bestellbar sein. Seit fast einem Jahrzehnt habe Amazon daran gearbeitet, die Drohnen-Zustellung Wirklichkeit werden zu lassen.
aboutamazon.com, heise.de

Gericht: Amazon muss gekaufte Produkt-Bewertungen deutlich machen.


Transparentes Geschäft: Handels­plattformen wie Amazon müssen bezahlte Produkt­rezensionen deutlich machen und offen­legen, zu welchem Anteil sie in die Gesamt­bewertung einfließen, urteilt das OLG Frankfurt am Main. Geschieht das nicht, liege "unlautere getarnte Werbung" vor. Konkret ging es um das frühere Early Reviewer Program von Amazon, bei dem ausländische Kundinnen gegen geringe Gutscheine Produkte bewerten, die sie zuvor auf den Amazon-Marktplätzen in den USA, Großbritannien oder Japan gekauft haben. 2021 hat Amazon dieses Programm weltweit eingestellt, Bewertungen sind nicht mehr sichtbar. Geklagt hatte eine Firma, die selbst Kunden­rezensionen an Händler verkauft.

Das Gericht bestätigt damit ein früheres Urteil des Landgerichts Frankfurt und weist Amazons Berufung dagegen ab. Verkaufte Bewertungen an sich bleiben erlaubt, müssen aber solche erkennbar sein. Komme Amazon der Verpflichtung zur Kenntlichmachung der verkauften Bewertungen in Deutschland nicht nach, könne ein Ordnungsgeld verhängt werden, sagte eine Gerichts­sprecherin dem epd.
evangelisch.de, ordentliche-gerichtsbarkeit.hessen.de

Amazon stellt drei Mio Produktfälschungen sicher.

Schlechte Fälschung: Amazon hat mehr als drei Mio gefälschte Produkte im letzten Jahr sichergestellt. Das geht aus dem aktuellen Brand Protection Report des Unternehmens hervor. Im Vorjahr konnte Amazon zwei Mio Produkt­fälschungen finden. Um Fälschungen vorzubeugen werden seit 2021 Händler auf Amazon verifiziert und deren Produkte auf Fälschungshinweise untersucht.
handelsblatt.com

EY-Studie: Ausländische Firmen fahren Investitionen in Deutschland zurück.

Attraktivitäts-Verlust: Um 10 % auf 841 sinkt 2021 die Anzahl der Investitionsprojekte von ausländischen Firmen in Deutschland, ergibt eine Studie der Beratungsgesellschaft EY – zum vierten Mal in Folge ein Rückgang. Unternehmen klagen u.a. über zu lange Genehmigungsprozesse und eine unzureichende digitale Infrastruktur. Amazon ist mit 18 Projekten, überwiegend Logistikzentren, der größte Einzelinvestor gewesen.
epaper.handelsblatt.com (Paid)

“Bild”: Unbekannte beschädigen mehr als 100 Amazon-Lieferwagen.

Lahmgelegt: Unbekannte haben die Reifen von 116 Amazon-Lieferfahrzeugen am Logistikzentrum Magdeburg zerstochen, meldet die "Bild". Laut der Polizei sollen die Täter sich zwischen dem 25. und 27. Mai unbemerkt Zugang zum Gelände verschafft haben, die Ermittlungen dauern an. Lieferengpässe drohen nicht, Amazon verurteilt "diese Aktion, die kleine und mittelständische Lieferpartner trifft".
bild.de (Paid)

Verdi ruft zum Streik bei Amazon auf.

Langer Atem: Die Gewerkschaft Verdi ruft Beschäftigte an sieben Standorten des Versand-Riesen Amazon ab heute zum Streik auf. Im seit 2013 laufenden Konflikt fordert Verdi für die Belegschaft der Versand­zentren den Tarif des Einzel- und Versand­handels. Amazon zahlt hingegen den niedrigeren Tarif der Logistik­branche. Zudem wirft Verdi dem Unternehmen eine "ständige Überwachung und Verhaltenskontrolle" der Mitarbeitenden vor.
zdf.de, derstandard.de

“The Economist”: Die finanzielle Lage der Tech-Giganten ist fragil.


Big Tech, big money: Die finanzielle Lage von Alphabet, Amazon, Apple und Meta ist verwundbarer, "als es ihre vermeintliche Allmacht vermuten lässt", ergeben Recherchen von "The Economist". Das Nachrichten­magazin hat einen Blick auf Gerichts­dokumente, interne E-Mails, Analysen und durchgesickerte Dateien der Tech-Titanen geworfen und mehrere Schwächen in ihrem Geldfluss ausgemacht: hohe Gewinn­konzentration, schwindende Kunden­loyalität und schiere Summen, die durch Kartell­verfahren auf dem Spiel stehen.

Apples größter Profitmotor ist und bleibt laut Analyse das iPhone. Bei Amazon ist es das Cloud Computing, bei Alphabet und Meta ist es Online-Werbung – bei der Facebook-Mutter machen Werbegelder ganze 97 % der Einnahmen aus. Hier sorgen die oberen 5 bis 10 % der Werbetreibenden für mehr als 90 % der Einnahmen – eine "starke Abhängigkeit von einigen wenigen großen Gewinn­generatoren". Die größten Gewinnquellen von Apple und Alphabet sind ihre App-Stores, da die Firmen eine Provision auf alle In-App-Käufe bekommen.

Die Konzerne erzielen in Europa zusammen einen Umsatz von 267 Mrd US-Dollar, etwa ein Fünftel ihrer Gesamtsumme. Der Digital Markets Act, das EU-Regelwerk zur Eindämmung der Macht der Tech-Konzerne, könnte 40 % der europäischen Verkäufe der vier Unternehmen gefährden, berechnet "The Economist". Alphabet, die Google-Mutter, sei am stärksten durch das neue Gesetz gefährdet: "Fast 90 % der europäischen Einnahmen sind in Gefahr."

Da auch in den USA "Tech-Bashing-Bemühungen" anlaufen, stünden somit rund 330 Mrd Dollar an Einnahmen auf dem Spiel, etwa ein Viertel der Gesamtsumme von Alphabet, Amazon, Apple und Meta. Allerdings: "Es ist unwahrscheinlich, dass dieser katastrophale Fall für Big Tech eintritt", bilanziert das Magazin. Realistisch betrachtet werde nur "die Ernte verwässert".
economist.com (Paid), manager-magazin.de (Paid)

Amazon meldet Milliardenverlust fürs erste Quartal 2022.

Durchwachsener Start: Online-Händler Amazon meldet im ersten Quartal 2022 den ersten Quartalsverlust seit 2015. Zwar steigert der Ecommerce-Riese seinen Umsatz um 7 Prozent auf 116,4 Mrd Dollar, doch unter dem Strich steht ein Nettoverlust von 3,8 Mrd Dollar. Der lässt sich zwar durch Wertminderungen der Beteiligung am E-Autohersteller Rivian erklären. Doch auch Betriebsergebnis ist eingebrochen und hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 3,7 Mrd Dollar halbiert.
handelsblatt.com (Paid), faz.net

Amazon arbeitet wohl an Mitarbeiter-App, die Worte wie “Gewerkschaft” blockiert.

amazonAntisocial: Der US-Konzern Amazon arbeitet wohl an einer Social-Media-App für Mitarbeitende, die bestimmte Worte überwacht und blockiert. Das Investigativ­portal The Intercept berichtet, dass die Plattform Begriffe wie "Gewerkschaft", "Gehalts­erhöhung", "ungerecht" und "Sklaven­arbeit" automatisch sperrt. Über die App können sich Beschäftigte gegenseitig Anerkennung für gute Leistungen geben.
theintercept.com via spiegel.de

Amazon-Angestellte setzen erstmals eine Gewerkschaftsgründung durch.

Amazon: Mit einer Mehrheit von 2654 zu 2131 Stimmen sprechen sich Lager-Mitarbeitende im New Yorker Bezirk Staten Island für eine Gewerkschaftsgründung aus. Damit bekommt ein US-Standort des Konzerns erstmals eine Arbeitnehmervertretung. Bisher hatte Amazon stets verhindern können, dass sich Angestellte der Logistikzentren gewerkschaftlich organisieren.
tagesschau.de

Amazon-CEO Andy Jassy verdient 2021 rund 213 Mio Dollar.

Spitzenverdiener: Der neue Amazon-Chef Andy Jassy hat 2021 eine Vergütung von rund 212,7 Mio Dollar eingesackt. Zu verdanken hat er das vor allem seinem lukrativen Aktienpaket, das er mit der Übernahme von des CEO-Postens von Jeff Bezos erhalten hatte. Sein Grunderhalt betrug 175.000 Dollar. Zum Vergleich: Das Durchschnitts-Jahresgehalt von Amazon-Angestellten lag zuletzt bei 32.855 Dollar.
manager-magazin.de

Neues Digital-Gesetz der EU geht Google, Facebook und Co an den Kragen.

Gamechanger: Das Europaparlament und die EU-Mitgliedsstaaten haben sich am Donnerstagabend auf neue Regeln für Tech-Konzerne geeinigt. Das neuen EU-Gesetz über digitale Märkte (DMA) sieht die Einhegung der Marktmacht von Internetriesen wie Google, Facebook oder Amazon vor und soll für faireren Wettbewerb im Netz sorgen. Sogenannten Gatekeepern ist es künftig verboten, eigene Produkte und Angebote bevorzugt gegenüber der Konkurrenz zu behandeln. Nutzerinnen erhalten mehr Verbraucherrechte z.B. soll das Löschen vorinstallierter Apps auf Smartphones erleichtert werden, Datenschutz verbessert und personalisierte Werbung eingeschränkt werden. Bei Verstößen drohen Tech-Konzerne harte Sanktionen bis zur Zerschlagung.
faz.net, spiegel.de

Basta: Indigene stoppen Amazon-Neubau in Südafrika.

Unheilig gebaggert: Die Grünfläche, die sich Amazon als Standort für seine neue Afrika-Zentrale auserkoren hat, wird für den Online-Riesen zum Problem. Für die indigene Volksgruppe Khoi-San gilt die Fläche bei Kapstadt nämlich als "heiliger Ort". Ein Gericht stoppt die Bauarbeiten deshalb vorerst. Kulturelle Bedenken lassen sich eben nicht mit einem Klick abwiegeln.
faz.net

Wir graturilieren: Christoph Schneider wird 56.


Wir graturilieren: Der Deutschland-Chef von Amazon Prime Video, Christoph Schneider, feiert heute seinen 56. Mit dem Wechsel von Kaspar Pflüger zu Prime widmet sich Schneider beruflich bald neuen Aufgaben. Sein Ziel: "In diesen spannenden und herausfordernden Zeiten weiter die Nase vorn zu haben." Dabei möchte er aber "noch gelassener" werden und sich den "Blick auf das Positive" täglich bewahren.

Privat freut er sich vor allem darauf, nach dem Umzug letztes Jahr "keine Handwerker mehr zu sehen und hoffentlich endlich 'fertig' zu sein". Schneider feiert heute mit der Familie, dem "nagelneuen Geburtstagsgrill" und einer guten Flasche Wein. Über Glückwünsche freut er sich auf allen Wegen – "da bin ich nicht wählerisch" – zum Beispiel per Mail oder Linked-in.

DWDL: Kaspar Pflüger wechselt von Seven.One Entertainment zu Prime Video.

Streamender Wechsel: Der ehemalige Sat.1-Geschäftsführer Kaspar Pflüger verlässt Seven.One Entertainment und wird Landeschef für die DACH-Region bei Prime Video, berichtet DWDL. Seit seiner Rückkehr aus der Elternzeit ist Pflüger Vize-Produktionsleiter bei Seven.One, weil Daniel Rosemann die Leitung von Sat.1 übernommen hat. Der bisherige Prime-Deutschlandchef, Christoph Schneider, kümmert sich nach Pflügers Wechsel um andere europäische Länder.
dwdl.de

“Business Insider”: Amazon trickst seit Jahren Kundinnen ins Prime-Abo.

Verwirrende Buttons: Amazon ignoriert seit Jahren Beschwerden über sein Webseiten-Design, das Kundinnen in ein kostenpflichtiges Prime-Abo trickst, zeigen interne Dokumente, die "Business Insider" vorliegen. Das Unternehmen ergreife bewusst keine Maßnahmen gegen die "irreführenden Bilder oder absichtlich vagen Angebote" und Kündigungen würden extra "langwierig gestaltet". "Es ist absichtlich verwirrend gestaltet", so ein Insider. Verbesserungsvorschläge der Mitarbeitenden habe die Geschäftsführung abgelehnt. Eine Untersuchung der Federal Trade Commission erhöht nun den Druck auf das Unternehmen, dieses Problem zu lösen.
businessinsider.de (Paid)

EU-Kommission erlaubt Übernahme von MGM durch Amazon.

Löwe zieht um: Die EU-Kommission gibt grünes Licht für die Übernahme der Hollywood-Studios MGM durch Amazon. Der Kauf sorge für keine wettbewerbs­rechtlichen Probleme im europäischen Wirtschafts­raum. Außerdem sei Amazon u.a. einem starken Wettbewerb durch andere Streaming-Anbieter ausgesetzt. Amazon hat MGM für 8,45 Mrd Dollar im Mai 2021 übernommen.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Amazon macht seine Vor-Ort-Geschäfte dicht.

Online only: Der Online-Riese Amazon zieht sich aus dem Offline-Handel zurück. Der Konzern schließt alle Buch-Läden, seine Popup-Stores und seine 4-Sterne-Läden, die u.a. Elektronik und Spielzeug verkaufen. Betroffen sind 66 Läden in den USA und zwei in Großbritannien. Noch in diesem Jahr will Amazon in den USA zwei Mode-Läden unter dem Namen Amazon Style eröffnen.
nytimes.com, handelsblatt.com

Amazon verklagt zwei Agenturen, die Fake-Bewertungen verkaufen.

amazonNicht vertrauenerweckend: Amazon verklagt AppSally und Rebatest in den USA, Großbritannien und Deutschland. Beide international handelnde Agenturen verkaufen Fake-Bewertungen auf Plattformen wie Amazon, Ebay oder Etsy. Online-Händler können positive Bewertungen kaufen und schicken kostenlose Produkte an die Autoren, die von den Anbietern vermittelt werden.
spiegel.de

Lese-Tipp: Blind gibt Einblicke in die Arbeitswelt der Tech-Konzerne.

Lese-Tipp: Über die App Blind tauschen sich Beschäftigte von Amazon, Meta, Google und Co. über ihre Arbeit aus. Michael Moorstedt klickt sich durch diese "Echokammer der Privilegierten und Besserverdienenden" und gibt Einblicke in die Gedanken, Sorgen und Selbstzweifel der Digitalmanagerinnen – die Blind wiederum auswertet und an deren Arbeitgeber verkauft.
sueddeutsche.de

“Handelsblatt”: Amazon startet “preisaggressiven” Frachtdienst in Deutschland.

Neues Geschäftsfeld: Amazon startet mit Amazon Global Logistics einen "preisaggressiven Frachtdienst aus Übersee" und macht damit deutschen Spediteuren Konkurrenz, meldet das "Handelsblatt". Damit wolle der Online-Riese zunehmend den weltweiten Warentransport für die unabhängigen Händlerinnen auf seinem Marktplatz übernehmen. Der US-Konzern nutzt dazu Kapazitäten auf fremden Containerschiffen und Frachtflugzeugen und stellt diese Importeuren zur Verfügung.
"Handelsblatt", S. 4 (Paid)

Zahl des Tages: Amazon Prime Video hat 3 Mio Nutzer mehr als Netflix.

Zahl des Tages: Prime Video zählt in Deutschland 3 Mio Nutzer mehr als Netflix. Der "Spiegel" berichtet, dass die Abonnent­innen des Amazon-Streamingdienstes im Jahr 2021 von 1,4 auf 12,6 Mio gestiegen sind. Netflix-Nutzerinnen sind im gleichen Zeitraum um 300.000 auf 9,6 Mio gewachsen. Die Marktforschung Ampere Analytics rechnet damit, dass Prime Video den Vorsprung weiter ausbaut.
spiegel.de (Paid) via n-tv.de

Amazon will Mode-Kaufhaus in Los Angeles eröffnen.

Algorithmen als Trendberater: Amazon will noch in diesem Jahr sein erstes Modegeschäft in Los Angeles eröffnen. Der E-Commerce-Riese will in dem 2.800 qm großen Store das stationäre Einkaufserlebnis verbessern. Kunden erhalten in einer "magischen Umkleidekabine", die sich per Smartphone öffnen lässt, personalisierte Bekleidungstipps und können sich per Touchscreen Kleidung ordern.
manager-magazin.de

Schweiz will ab 2024 Mindeststeuer für Großkonzerne erheben.

SCHWEIZ_FLAGGE_150Steueroase trocknet aus: Die Schweiz will 2024 die von 136 Staaten beschlossene Mindeststeuer für Großunternehmen einführen. Internationale Konzerne mit einem Jahresumsatz über 750 Mio Euro sollen dann mindestens 15 Prozent abführen. Die Schweiz gilt selbst als Steueroase. Ursprünglich wollte die internationale Staatengemeinschaft die Pläne schon 2023 umsetzen.
wiwo.de, turi2.de (Background)

BBC: Alexa schlägt Zehnjähriger gefährliche Challenge vor.

Gefährliche Intelligenz: Amazons Digital­assistent Alexa hat einer Zehn­jährigen in Groß­britannien die gefährliche "Penny-Challenge" vorgeschlagen. Bei diesem im schlimmsten Fall lebens­bedrohlichen Social-Media-Trend wird eine Münze an ein halb aus der Steckdose ragendes Ladekabel gehalten. Amazon habe den Fehler umgehend behoben, so das Unternehmen.
bbc.com, spiegel.de

Reuters: Amazon befolgt Propaganda-Vorgaben in China.


Fünf-Sterne-Pflicht: Amazon blockiert auf seiner chinesischen Webseite amazon.cn Rezensionen zu einem Buch von Präsident Xi Jinping und befolgt damit Propaganda-Vorgaben der Regierung, berichtet Reuters. Diese habe den Handels-Riesen per Erlass dazu aufgefordert, nachdem vor zwei Jahren eine negative Rezension eingegangen war, schreiben Steve Stecklow und Jeffrey Dastin. Bis heute können Nutzerinnen keine Bewertungen und Kommentare unter dem Buch hinterlassen. Amazon verteidigt das Vorgehen mit der Einhaltung "aller geltender Gesetze und Vorschriften". China stelle da "keine Ausnahme" dar.

Reuters enthüllt außerdem ein internes Briefing-Dokument von 2018, das Amazon-Mitarbeiterinnen anweist, die Propaganda-Maschinerie in China nicht als "richtig oder falsch" zu bewerten. Das Unternehmen hatte damals unter Jeff Bezos das Projekt China Books ins Leben gerufen, um speziell Bücher der chinesischen Regierung zu verkaufen. Die Seite habe "keine nennenswerten Einnahmen generiert", sollte dem Online-Händler aber dabei helfen, die Gunst der kommunistischen Regierung zu gewinnen.

Unter den Titeln auf der Seite sind Schriften, die die offizielle Linie der Regierungspartei verstärken. Ein Buch verschleiert die Arbeitslager der Uiguren in der Region Xinjiang, ein anderes preist den heroischen Kampf Chinas gegen Pandemie in Wuhan an. Amazon sei es laut eigener Aussage wichtig, "Zugang zum geschriebenen Wort und zu verschiedenen Perspektiven zu bieten". Dazu gehörten auch Bücher, "die manche als anstößig empfinden". (Foto: Da Qing / HPIC / dpa / Picture Alliance)
reuters.com

Lese-Tipp: Wie Amazon mit einer “Charmeoffensive” punkten will.

Lese-Tipp: Die "Wirtschaftswoche" skizziert, wie Amazon mit einer "Charmeoffensive" versucht, sein Image bei Politikerinnen und Kritikerinnen aufzupolieren. Hierzulande setzt der Internet-Riese z.B. auf "launige Werbespots", die ihn als sozialen und diversen "Vorzeigearbeitgeber" zeigen. Verdi lässt sich davon nicht beeindrucken, Amazons Verhalten erinnere an einen "Gutsbesitzer", sagt ein Sprecher der Gewerkschaft – und bringt eine Verstaatlichung von Amazon zur Sprache.
wiwo.de (Paid)

Ralf Kleber verlässt Amazon Deutschland.

Wechsel an der Spitze: Amazon und Deutschlandchef Ralf Kleber gehen nach mehr als 20 Jahren getrennte Wege. Er übergibt den Posten im Januar an Rocco Bräuniger, der bisher das europäische Konsumgüter-Geschäft leitet. Kleber bleibt noch bis Mitte 2022 im Unternehmen, "um den Übergang zu begleiten". Bräuniger ist nach Klebers Aussage sein "Wunschnachfolger".
amazonpresse.de, handelsblatt.com (Paid)

Comedian Mirco Nontschew, 52, ist tot.

Mirco Nontschew, 52, ist tot. Laut "Bild" ist der Comedian in der vergangenen Woche verstorben. Bekannt geworden ist Nontschew durch Auftritte bei RTL Samstag Nacht in den 90er-Jahren. Zuletzt wirkte er an der Amazon-Comedyshow LOL mit, eine weitere Staffel mit ihm als Teilnehmer ist bereits abgedreht und soll im Frühjahr 2022 erscheinen. RTL ändert sein Programm und zeigt in der Nacht von Sonntag auf Montag eine 40-minütige Sondersendung "In Liebe an Mirco Nontschew", gefolgt von Best-ofs von "RTL Samstag Nacht".
bild.de, twitter.com

Zitat: Amazon-Deutschlandchef Ralf Kleber will kein Geld entsorgen.

"Das Entsorgen von Ware bedeutet ja auch das Entsorgen von Geld - das können wir als Händler allein aus wirtschaftlichen Gründen nicht wollen."

Ralf Kleber, Deutschlandchef von Amazon, sagt im "Handelsblatt", der Anteil von Retouren, die vernichtet werden, liege bei eigenen Waren "im Promillebereich". Für Dritthändler sei es mitunter jedoch günstiger, Ware zu entsorgen, als zu spenden und dafür Umsatzsteuer zahlen zu müssen.
"Handelsblatt", S. 18 (Paid)

Amazon und Apple sollen 200 Mio. Euro Strafe zahlen

Ver-applet: Die italienische Kartellbehörde AGCM verhängt Strafen in Höhe von 68,7 Mio. Euro gegen Amazon und 134,5 Mio. Euro gegen Apple. Die Konzerne sollen per Vertragsklausel geregelt haben, dass nur sie selbst sowie ausgewählte Drittverkäufer Apple- und Beats-Produkte auf dem Marketplace Amazon.it verkaufen dürfen. Amazon und Apple wollen in Berufung gehen.
t-online.de