Meinung: Amazons Zustellpläne in Europa gefährden DHL.

Amazon will seine Transportflugzeuge auch in Europa einsetzen und hat das Ziel, wie in den USA 50 % der Bestellungen selbst zuzustellen – was DHL in die Klemme bringt, schreibt Birger Nicolai. Laut Studie der KfW Ipex-Bank kostet der Frachttransport per Amazon Air den Onlinehändler fast ein Drittel weniger als fremde Flugzeuge anzumieten. Amazon erwäge auch, eigene Containerschiffe für den Transport von Asien nach Nordamerika einzuführen.
welt.de

Amazon-Mitarbeiter pochen weiter auf mehr Klimaschutz.


Betriebsklimaerwärmung: Amazon-Mitarbeiter kritisieren weiter Jeff Bezos und die Führung von Amazon. Die Angestellten fordern vom Versandriesen ein ehrgeizigeres Vorgehen im Klimaschutz. In einem Blogpost kritisieren 357 Angestellte die Vorgehensweise des Unternehmens. Kernforderung ist, dass Amazon bereits 2030 CO2-neutral wirtschaften soll und nicht wie von der Führung angepeilt 2040. Der öffentliche Protest ist besonders bemerkenswert, da Amazon bereits im Januar gedroht hat, Mitarbeitern zu kündigen, die öffentlich auf mehr Maßnahmen gegen den Klimawandel drängen.

Die Debatte um einen stärkeren Einsatz für Klimaschutz verfolgt Amazon bereits länger. Im April 2019 unterzeichneten mehr als 3.500 Amazon-Angestellte einen offenen Brief, in dem mehr Anstrengungen für die CO2-Reduktion gefordert wurden. Auch einige Aktionäre haben entsprechende Initiativen gestartet, konnten aber keine Mehrheit für die Ziele finden.
spiegel.de, medium.com (Blogpost der Amazon-Mitarbeiter), turi2.de (Kündigungs-Drohung), turi2.de (Offener Brief), turi2.de (Aktionärsinitiative)

Lese-Tipp: Amazon ist bei Empfehlungssiegeln nicht immer objektiv.

Lese-Tipp: Die Empfehlungssiegel bei Amazon für die vermeintlich besten Produkte werden von einem Algorithmus vergeben, erklärt Michael Gassmann in der "Welt". Die Auswahl sei nicht unbedingt günstiger oder besser, stattdessen sind es Produkte, die dem Nutzer mutmaßlich gefallen. Der Algorithmus berücksichtigt u.a. Verfügbarkeiten, aber auch Kundenrezensionen.
"Die Welt", S. 14 (Paid)

WhatsApp weist die Schuld am Hackerangriff auf Jeff Bezos zurück.

Hackerangriff: Nick Clegg ist "sehr, sehr zuversichtlich", dass Jeff Bezos nicht über WhatsApp gehackt wurde, verteidigt Facebooks Chefkommunikator die App-Tochter bei der BBC. Die Technologie der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sei sicher. Die Sicherheitslücke liege im "Betriebssystem", gibt Clegg indirekt Apple die Schuld.
twitter.com, mashable.com, turi2.de (Background)

Onlinehändler müssen Massen-Retouren strenger ahnden, meint Jacqueline Goebel.

Onlinehandel: Händler betreiben Rücksendefabriken und kooperieren mit Restposten-Händlern, scheuen aber wirklich wirksame Maßnahmen wie Retourenaufschlag und verkürzte Rückgabefristen, schreibt Jacqueline Goebel. Die vorgeschlagene Obhutspflicht, nach der Händler Produkte nur entsorgen dürfen, wenn z.B Sachspenden wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen sind, greife zu kurz, weil sie asiatischen Billighändlern nichts anhaben kann.
"Wirtschaftswoche" 05/2019 , S. 56 (Paid)

Saudischer Kronprinz löste laut IT-Forensiker den Cyberangriff auf Jeff Bezos aus.

Nachricht vom Prinzen: "Mit mittlerer bis hoher Zuversicht" ist ein vom saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman versendetes WhatsApp-Video der Auslöser für den Hackerangriff auf das iPhone von Jeff Bezos, zitiert das US-Portal Vice aus einem Bericht der Unternehmensberatung FTI Consulting. Ob es der Kronprinz selbst war, der die präparierte Videodatei an Bezos geschickt hat, können die IT-Forensiker nicht eindeutig belegen. Die saudische Botschaft in den USA hat die Vorwürfe als "absurd" zurückgewiesen.

Einen Monat vor dem Hackerangriff hatten Bezos und der Kronprinz Telefonnummern ausgetauscht. Einige Stunden nach dem Empfang des Videos seien plötzlich "anomal" große Datenmengen vom Smartphone abgeflossen, was über mehrere Monate passiert sei. Die "sehr wahrscheinliche Erklärung" sei eine Spionagesoftware. Die saudische Botschaft in den USA fordert eine Untersuchung, "um die Fakten auf dem Tisch zu haben".
vice.com, spiegel.de

Microsoft will eine positive Klimabilanz erreichen.

Microsoft will bis 2030 "CO2-negativ" werden. Der Ausstoß soll um mehr als die Hälfte gesenkt werden, zusätzliche Ausgleichsprogramme sollen eine noch größere Menge aus der Atmosphäre entfernen. Auch Tech-Konzerne wie Facebook, Apple oder Amazon wollen klimanegativ werden, sind es bisher aber nicht. Google ist nach eigenen Angaben seit 2007 klimaneutral. Mit ihren Rechenzentren verursacht die Digitalbranche rund 4 % der weltweiten CO2-Emissionen.
handelsblatt.com

Amazon investiert eine Mrd Dollar in Digitalisierung indischer Unternehmen.

Amazon will sich mit einer Mrd Dollar Digital-Investitionen bei kleinen Händlern in Indien beliebt machen, die zur Zeit gemeinsam gegen die Methoden des E-Commerce-Riesen protestieren. Das Geld soll kleinen Unternehmen helfen, online zu gehen und lokale Produkte via Amazon zu exportieren. Als Zielmarke nennt Jeff Bezos 10 Mrd Dollar Exportumsatz bis 2025.
techcrunch.com

Amazons Cloud-Tochter AWS wird offizieller Technologie-Provider der DFL.

DFL kooperiert mit AWS und macht Amazons Cloud-Sparte zum offiziellen Technologie-Provider. Die DFL will so u.a. Fußball-Inhalte stärker personalisieren und Live- und Highlight-Berichterstattung mit Echtzeit-Statistiken anreichern. Erst Anfang Januar hatte DFL-Chef Christian Seifert im "BamS"-Interview prognostiziert, dass Fußball-Rechte künftig vermehrt bei Streamingdiensten wie Amazon Prime Video landen werden.
financialbuzz.com, turi2.de (Seifert)

Nielsen: Musik-Streaming knackt 2019 in den USA erstmals die Billion-Grenze.


Auf die Ohren: Musik-Streaming ist 2019 in den USA um 30 % gewachsen und knackt damit erstmals die Marke von einer Billion Streams, errechnet Nielsen. Streaming-Dienste decken 82 % des gesamten Musikkonsums in den USA ab, 2018 lag die Zahl noch bei 77 %. Physische Albumverkäufe sinken um 19 % auf nur noch 9 % des Gesamtvolumens. Treiber des Booms seien u.a. Veröffentlichungen der Künstler Taylor Swift, Billie Eilish und Post Malone gewesen.

Derweil machen Streamingdienste große Verluste durch Passwortpiraterie und unter Freunden geteilten Accounts. Im Jahr 2019 gingen Streamingdiensten dadurch rund 9,1 Mrd Dollar flöten. Bis 2024 soll die Zahl auf 12,5 Mrd Dollar steigen, prognostiziert das Forschungsunternehmens Parks Associates.
9to5mac.com, hollywoodreporter.com

Alibaba hat Schwierigkeiten, europäische Marken auf seine Plattform zu holen.

Alibaba stockt bei seiner Europa-Offensive bei großen Modemarken wie Mango und Benetton, schreibt das "Handelsblatt". Einige Händler sähen in der Plattform kein "passendes Umfeld", dort wird bisher hauptsächlich chinesische Billigware verkauft. AliExpress will vor allem in Italien und Spanien Fuß fassen, hat aber auch Deutschland im Visier.
handelsblatt.com

Buzzfeed: Amazon nimmt Sicherheits-Risiken bei Zustellungen in Kauf.


Schneller als der Verstand erlaubt: BuzzFeed News und ProPublica veröffentlichen eine gemeinsame Recherche, derzufolge Amazon für seine Zustell-Angebote wie Same-Day-Delivery hohe Sicherheitsrisiken hinnimmt. Der Konzern, der mehr als die Hälfte seiner Pakete inzwischen selbst zustellt, habe Kurse, die neue Fahrer durchlaufen sollten, um sicher zu fahren, nie durchgeführt. Führungskräfte hätten Sicherheits-Richtlinien außer Kraft gesetzt. In Stoßzeiten habe Amazon z.B. einen Nachtblinden und einen Marihuana-Konsumenten eingestellt.

Die Fahrer seien permanent unter Zeitdruck, verzichteten auf Pausen und Essen. Amazon sagt, man habe mehr als 500 Änderungen an der Liefer-App "Rabbit", mit der die Zusteller arbeiten, vorgenommen, um die Sicherheit zu erhöhen. Der Konzern bestreitet, Schnelligkeit über Sicherheit zu stellen. Laut des Artikels waren Amazon-Fahrer seit 2015 an 60 Autounfällen mit schweren Verletzungen beteiligt, bei 13 davon kamen Menschen ums Leben.
buzzfeednews.com (Bericht), businessinsider.de (Zusammenfassung)

Basta: Amazon findet für “Herr der Ringe”-Serie kaum Schauspieler.

Herr der Rollenangebote: Amazon plant eine neue Serie über "Herr der Ringe". Doch für die Figuren der Orks suchen zwei Casting-Agenturen bisher vergeblich nach Schauspielern. Bevorzugt werden Bewerber, die über einen "besonders stark behaarten Körper" sowie "faltige Gesichter" verfügen. Der Fachkräftemangel macht eben auch vor Mittelerde nicht Halt.
rnd.de, dailymail.co.uk

Lineares TV stirbt nicht, glaubt Medienwissenschaftler Gerd Hallenberger.

Fernsehen wird immer globaler und gleichzeitig lokaler, glaubt Medienwissenschaftler Gerd Hallenberger. Der Begriff Fernsehen sei nicht mehr zeitgemäß. Hallenberger erklärt den Status Quo des Bewegtbildmarkts mit einem Kaufhallen-Vergleich: ARD, ZDF, RTL und Sat.1 als "Kaufhäuser des Fernsehens", die alles anbieten, Netflix, Amazon und Co als Boutiquen. Die Existenzgarantie für lineares TV seien Sport-Übertragungen, Wettbewerbs- und Castingshows.
rnd.de

Amazon, Apple, Google und die Zigbee Alliance entwickeln offenen Smart-Home-Standard.

Gemeinsam schlauer: Amazon, Apple, Google und die Zigbee Alliance gründen eine Arbeitsgruppe, um gemeinsam einen lizenzfreien Standard für Smart-Home-Geräte zu entwickeln. Das Projekt Connected Home over IP will die Entwicklung für Gerätehersteller vereinfachen und die Kompatibilität für Verbraucher erhöhen. Zur Zigbee Alliance zählen u.a. Ikea, Legrand und Samsung SmartThings.
apple.com

Zahl des Tages: Prime Video vereint 12,4 % des weltweiten Video-Streamings auf sich.

Zahl des Tages: Insgesamt 12,4 % des weltweiten Video-Streamings kann Amazon Prime Video im dritten Quartal auf sich vereinen, errechnet Parrot Analytics. Im zweiten Quartal waren es noch 10,8 %. Damit schließt Amazon ein bisschen zu Primus Netflix auf, das 61,3 % erzielt (Q2: 62,6 %). Hauptgrund für Amazons Zuwachs ist laut Parrot Analytics die Serie "The Boys".
businessinsider.de, insights.parrotanalytics.com

Meinung: Die Streiks bei Amazon bringen nichts.

amazonAmazon-Streiks sind wirkungslos, schreibt Bastian Benrath. Ver.di erreiche mit seinen vorweihnachtlichen Streik lediglich ein Fünftel der Angestellten, außerdem könne Amazon dank seiner modernen Logistik schnell auf Arbeitsniederlegungen reagieren. Der Versandriese sei daher nicht zu großen Zugeständnissen gezwungen. Wahrscheinlicher sei, dass der nunmehr im sechsten Jahr stattfindende, vorweihnachtliche Streik zum wiederkehrenden Ereignis werde.
faz.net (Paid)

Studie: Netflix ist beliebter als Amazon, aber YouTube rangiert deutlich vorne.

Online-Video: Netflix hat in Deutschland beim Bezahl-Videostreaming die Nase vorn, sagt eine Studie von Kantar im Auftrag der AGF Videoforschung. Demnach nutzt jeder Vierte hierzulande Netflix, Amazon Prime Video kommt auf 15 %. Spitzenreiter unter den Videoportalen ist jedoch YouTube, das 51 % der Befragten mindestens einmal im Monat nutzen. Auf die Mediatheken der TV-Sender greifen 30 % zu.
presseportal.de, dwdl.de

“BamS”: Amazon-Subunternehmer nutzt sittenwidrige Arbeitsverträge.

Lieferung mit Hindernissen: Zusteller von Amazon arbeiten über einen Berliner Subunternehmer teils mit "sittenwidrigen" Arbeitsverträgen, schreibt die "Bild am Sonntag". Demnach erhalten die Paketboten des Onlineriesen einen Stundenlohn von 9,20 Euro brutto - ein Cent über dem Mindestlohn - in sogenannten Abrufarbeitsverträge. Die konkrete Dauer der Arbeitszeit sei darin nicht festgelegt, was laut Arbeitsrechtlern unzulässig sei. Wird der Paketbote krank und legt nicht am selben Tag seine Krankschreibung vor, müsse dieser eine Strafe in Höhe seines Tagessatzes zahlen, zitiert die "Bild am Sonntag" aus einem Arbeitsvertrag.

Verstößt der Zusteller gegen weitere "wesentliche Pflichten aus diesem Vertrag", sei eine Vertragsstrafe von einen Bruttomonatsgehalt fällig. Am Standort Hamburg habe Amazon die Zusammenarbeit mit dem umstrittenen Subunternehmer nach Streitigkeiten beendet, in anderen Städten liefere dieser weiterhin Pakete für Amazon aus. Der Versandhändler habe mittlerweile eine Hotline eingerichtet, an die sich Zusteller bei Problemen mit den Subunternehmern wenden könnten.
"Bild am Sonntag", S. 16-17 (Paid)

Champions League geht ab 2021 an die Streaming-Anbieter Dazn und Amazon.


Sky ist am Limit: Sky verliert nach rund 20 Jahren die TV-Rechte an der Champions League. Ab der 2021 beginnenden Saison wird der Top-Wettbewerb im europäischen Vereinsfußball fast ausschließlich bei Dazn laufen. Amazon hält dann die Rechte am Topspiel am Dienstag. Damit ist die Champions League mit einer Ausnahme künftig nur bei Anbietern zu sehen, die zumindest aktuell bei Privatkunden lediglich auf die Verbreitung via Internet setzen. Denn auch das ZDF bekommt wieder einen Teil vom Kuchen: Laut "Bild" wird der Sender das Endspiel im Free-TV zeigen und zuvor Zusammenfassungen der Begegnungen am Spieltag.

Aktuell teilen sich Dazn und Sky die Champions-League-Rechte. Während Sky, das lange Jahre die Pay-TV-Rechte exklusiv hielt, die meisten Topspiele und Konferenzen der Spieltage zeigt, überträgt Dazn die weiteren Spiele als Einzelspiel. Erstmals gibt es in der laufenden Rechteperiode keine Spiele im Free-TV.
bild.de (paid), dwdl.de

Amazon sichert sich deutsche Champions-League-Rechte.


Prime-Kick: Amazon steigt in Deutschland in das Geschäft mit Live-Sportübertragungen ein und sichert sich einen Teil der Übertragungsrechte für die Fußball Champions League ab der Saison 2021/22, schreibt DWDL. Der Online-Riese habe das Paket A1 erworben, das unter anderem die Topspiele am Dienstagabend beinhaltet. Wer außer Amazon noch Rechte für die drei Jahre dauernde Rechteperiode erworben hat, ist noch unbekannt. Aktuell teilen sich in Deutschland Sky und Dazn den Zugriff auf die Champions League.

Für Amazon ist das Geschäft mit Sportübertragungen nicht gänzlich fremd. Bereits seit 2017 hat Amazon die Rechte für Audio-Streams zur Fußball-Bundesliga. In Großbritannien zeigt Amazon Tennis-Spiele. Der Griff nach der Champions League nun nährt die Gerüchte, Amazon könnte sich auch um die Übertragungsrechte der Bundesliga bemühen.
dwdl.de

Jeff Bezos sorgt sich um die technologische Vormachtstellung der USA.

USA: Jeff Bezos warnt bei einem Treffen des US-Militärs vor der Aufholjagd Chinas und dem Verlust der technologischen Vormachtstellung der USA. "Dieses Land ist wichtig", sagt der Amazon-Chef, der dem Verteidigungsministerium seine Hilfe anbot. Bezos, Investor des Raumfahrtunternehmens Blue Origin, fordert zudem mehr Investitionen in der Weltraum-Forschung.
handelsblatt.com, cnbc.com

Amazon bezieht in Spanien künftig Ökostrom von einer Hamburger Firma.

Amazon will seine Umweltbilanz in Europa mit dem Hamburger Ökostromproduzenten Encavis aufpolieren, schreibt der "Spiegel". Für die Versorgung eines energieintensiven Rechenzentrums in Spanien habe sich der Ökostromproduzent einen Großauftrag von Amazon gesichert. Der Strom soll lokal mittels eines Solarparks erzeugt werden.
"Spiegel" 50/2019, S. 67 (Paid), handelsblatt.com

Die Linke fordert gegen die Macht der Digitalkonzerne ein schärferes Kartellrecht.

Digitalpolitik: Die Linke fordert in einem Strategiepapier, aus dem die "Süddeutsche Zeitung" zitiert, die Demokratisierung des Internets. "Digitale Monopole" wie Facebook, Amazon oder Google "bedrohen" die Demokratie. Die Linke fordert u.a. ein schärferes Kartellrecht und eine Vergesellschaftung nicht personenbezogener Datenschätze wie etwa für den Übersetzer-Algorithmus von Google.
sueddeutsche.de

Meinung: Bei Amazon Go geht es um Convenience, nicht um Experience.

Amazon geht es bei seinen Kassen-losen Läden von Amazon Go "um Convenience, nicht um Experience", beobachtet Giuseppe Rondinella in San Francisco. Nahezu alle Produkte seien in Plastik verpackt, Gerüche gebe es kaum. Auch Hilfsbereitschaft sei in den Läden Fehlanzeige: Größere könnten kleineren Menschen nicht bei den oberen Regalen helfen – es sei denn, sie übernehmen auch direkt die Rechnung: "Denn es zahlt immer derjenige, der die Ware aus dem Regal nimmt."
horizont.net

Meinung: Amazons Paketdienst stößt an Wachstumsgrenzen.

Amazon Logistics, der hauseigene Lieferdienst des Online-Riesen, ist in Rekordzeit zu einem der größten Zusteller in Deutschland gewachsen, schreibt Jacqueline Goebel. Amazon konzentriere sich auf leichtere Pakete, die einfacher zuzustellen seien. Da die Ware dem Unternehmen selbst gehört, müssten die Zusteller die Ausstellung nicht genau protokollieren, könnten Pakete auch ohne Unterschrift abstellen und seien so schneller als die Konkurrenz. Amazon kontrolliere die Arbeit seiner Fahrer aber auch strenger und mache mehr Vorgaben. Der Mangel an potentiellen Zustellern könnte Amazons Wachstumspläne ausbremsen.
wiwo.de

Amazon macht werbefinanzierten Gratis-Musikdienst für alle verfügbar.

Amazon entkoppelt seinen werbefinanzierten Musik-Streamingdienst von seinen Echo-Lausschsprechern. In den USA, Großbritannien und Deutschland können Nutzer Amazon Music nun gratis über die App für iOS, Android und FireTV sowie über die Amazon-Music-Website nutzen. Eine Prime-Mitgliedschaft ist nicht nötig, dafür läuft zwischen den Songs Werbung.
techcrunch.com, mediapost.com

Amazon will Cloud-Auftrag vom Pentagon an Microsoft prüfen lassen.

Amazon fordert eine Überprüfung der Vergabe des milliardenschweren Cloud-Auftrags des Pentagons an Microsoft. Amazon sieht im Vergabeverfahren "klare Mängel, Fehler und unverkennbare Voreingenommenheit". Amazon galt als Favorit, Konzernchef Jeff Bezos und US-Präsident Donald Trump sind sich jedoch nicht grün.
futurezone.at, handelsblatt.com, huffpost.com, turi2.de (Background)