Amazons Aktionäre lehnen Initiativen für Klimaschutz und gegen Gesichtserkennung ab.

amazonAmazon: Die Aktionäre des Konzerns haben zwei Anträge abgelehnt, mit denen aktivistische Aktionäre die Firmenpolitik ändern wollten. Ein Antrag sah vor, dass Amazon den Verkauf seiner Gesichtserkennungssoftware einschränken sollte. Der andere forderte ein stärkeres Engagement Amazons gegen den Klimawandel. Der Klimaschutz-Antrag war zuvor auch von zahlreichen Amazon-Angestellten unterstützt worden.
nytimes.com, turi2.de (Background)

Deutsche Banken wollen US-Tech-Konzerne einholen.


All about Money: Die deutschen Banken wollen ihre digitalen Bezahlverfahren bündeln und so wettbewerbsfähig machen, schreibt das "Handelsblatt". Genossenschaftsbanken, private Banken und Sparkassen überlegen, wie sie die Girocard, die Onlinebezahldienste Paydirekt und Giropay und das Zahlverfahren Kwitt unter einem Dach zusammenführen können. Google Pay und Apple Pay starteten 2018 in Deutschland und machen den deutschen Verfahren Konkurrenz.

Die Banken werden erste Ergebnisse des Projekts #DK laut "Handelsblatt" in wenigen Wochen präsentieren. Die Girocard, das bundesweit verbreiteste Zahlungsmittel, könne das Ankerprodukt sein.
"Handelsblatt", S. 30 (Paid)

"Bild": Amazon zahlt Borussia Dortmund 5 Mio Euro für BVB-Doku.


Borussiamazon: Amazon blickt mit einer Dokuserie hinter die Kulissen von Vizemeister Borussia Dortmund, berichtet "Bild". Die vier- bis sechsteilige Serie soll "zeitnah" ausgestrahlt werden, der BVB kassiert dafür 5 Mio Euro. Umgesetzt wurde die Reihe von Grimme-Preisträger Aljoscha Pause, der bereits die Doku "Being Mario Götze" für Dazn geliefert hat.

Die Serie zeigt u.a. Bilder aus dem borussischen Trainingszentrum, dem Mannschaftsbus, der Kabine, aus Kraft- und Frühstücksraum. Pause hat die Dortmunder Kicker seit dem Trainingslager im Winter in Marbella begleitet. Die Zweitverwertungs-Rechte für den asiatischen Markt liegen beim BVB.

Amazon hat bereits eine Doku über Manchester City ausgestrahlt, für den der englische Spitzen-Club rund 10 Mio Euro eingestrichen haben soll – für Coach Pep Guardiola gab es noch 1 Mio Euro extra. Die Borussen wollen den Deal am Dienstag offiziell bestätigen.
bild.de (Paid)

Basta: Jeff Bezos hat ein Häufchen gemacht.

Spatenstich 4.0: Amazon investiert am Cincinnati Airport 1,5 Mrd Dollar für einen neuen Prime Air Hub. Da darf natürlich auch Amazon-Chef Jeff Bezos nicht fehlen. Und da er alles im Superlativ machen muss, gibt es zum Spatenstich keinen Spaten ... sondern direkt einen Radlader.
mashable.com

Zitat: Terry von Bibra will Europa und Alibaba zusammenbringen.

"Europa ist kompliziert, Alibaba ist kompliziert - meine Aufgabe ist es, beides zu verstehen und zusammenzubringen."

Terry von Bibra, Europachef von Alibaba, erklärt im "Wirtschaftswoche"-Interview die Bedeutung deutscher Marken für den asiatischen Markt. Made in Germany sei begehrt und der deutsche Mittelstand für Alibaba deshalb "super spannend".
"Wirtschaftswoche" 21/2019, S. 68-69 (Paid)

DFL ordnet Fernseh-Rechte für die Fußball-Bundesliga neu.


Das kommt gerade recht: Die Fußball-Bundesliga könnte ab 2021 wieder komplett bei einem Sender laufen, folgert das Fachmagazin "Sponsors" aus einem Konzept der DFL. Die Liga-Organisatoren planen nur noch vier Rechte-Pakete für den Zeitraum 2021 bis 2025. Sofern das Kartellamt Ja sagt, könnte ein Käufer alle vier Pay-Pakete kaufen – die No-Single-Buyer-Rule wäre Geschichte. Neu ist, dass der Alles-Käufer nur zwei Pakete exklusiv hätte und zwei weitere im Online-Stream bei der Konkurrenz laufen müssten.

Die geplanten Änderungen spielen laut "Sponsors" Sky in die Karten, das derzeit nicht mehr alle Spiele zeigen kann. Auch Eurosport überträgt. "Bild" leitet aus den vorliegenden Plänen ab: Sky könnte alle vier Rechte-Pakete kaufen und die Samstags-Konferenz und die Samstags-Top-Spiele um 18.30 Uhr exklusiv behalten. Nicht mehr exklusiv wären dann die Freitags- und Sonntagsspiele, die etwa Dazn zeigen könnte. Und bei Amazon könnten die einzelnen Samstagsspiele um 15.30 Uhr laufen. Der endgültige Bieter-Wettstreit soll im 2. Quartal 2020 stattfinden.
sponsors.de (Übersicht), sponsors.de (Ausschreibung im Detail), sponsors.de (Folgen für Medien), bild.de

Tech-Giganten und 17 Staaten unterzeichnen Christchurch-Appell im Kampf gegen Terrorvideos.


Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron bei einer Pressekonferenz zum "Christchurch-Gipfel" Elysée-Palast.

Anti-Terror-Pakt: Die Internetriesen Facebook, Twitter, Google, Microsoft und Amazon unterzeichnen gemeinsam mit 17 Staaten einen Christchurch-Appell. Das internationale Bündnis will gemeinsam die Ausbreitung von Gewalt und Extremismus im Netz bekämpfen. Die Initiative geht von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron sowie der neuseeländischen Premierministerin Jacinda Ardern aus.

Die Unterzeichner versichern, dass Meinungsfreiheit sowie das freie Internet nicht beeinträchtigt werden sollen. Facebook hatte bereits im Vorfeld angekündigt, Regelverstöße mit einem Live-Streaming-Verbot zu ahnden. Microsoft, Twitter, Google und Amazon unterstützen den Aufruf und stelle Maßnahmen in Aussicht, etwa Terror-Inhalte künftig sofort zurückzuziehen.

Unter den 17 beteiligten Staaten sind u.a. Deutschland, Großbritannien und Australien. Die USA haben sich dem Abkommen nicht angeschlossen. Das Weiße Haus lies jedoch verlauten, dass man die Ziele grundlegend unterstütze, den Appell jedoch zur Zeit nicht mittragen könne.
mashable.com, abendblatt.de

Amazon packt in den USA erste Pakete per Roboter.

Amazon ersetzt einige Verpacker in US-Logistikzentren durch Roboter, berichtet Reuters. Die Maschinen scannen die Größe von Artikeln und bauen dazu passende Versandboxen. Amazon will zunächst je zwei Maschinen an weiteren Standorten einsetzen und damit jeweils 24 Arbeiter ersetzen. In vielen Logistikzentren, auch in Deutschland, fahren bereits Regale automatisch zu Mitarbeitern.
reuters.com, turi2.de (turi2-Besuch bei Amazon)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ein Besuch in der Versandfabrik – bei Amazon in Winsen.

Google und Amazon könnten Niederlassungen in Oberösterreich errichten.

Österreich: In Kronstorf könnten Google und Amazon künftig Standorte errichten, schreiben die "Oberösterreichischen Nachrichten". Bereits vor elf Jahren war dort eine Server-Farm von Google angedacht, woraus aber nichts wurde. Der Bürgermeister von Kronstorf bestätigt der Zeitung erneute Gespräche. Auch Amazon habe Interesse an einem Verteilzentrum in Oberösterreich.
nachrichten.at (Paid), diepresse.com

Meinung: Product Placements sind in digitalen Medien nur der Anfang.

Streamingdienste setzen stark auf Product Placement, um Werbebotschaften zu den Zuschauern zu bekommen – Nicolas Freund fragt sich, ob auch politische Einflussnahme denkbar wäre. Aus Massenkompatibilität verzichteten Netflix und Co zwar auf "allzu klare politische Positionierung", die Produktplatzierungen zeigen aber laut Freund die Manipulationskraft digitaler Medien.
sueddeutsche.de

Meinung: Tech-Verantwortliche handeln nicht absichtlich böse.

Facebook-LogoFacebook, Google und Co rutschen durch die "computerlogische Denkweise in der Tech-Industrie" in Skandale, glaubt Soziologe Oliver Nachtwey. Die Verantwortlichen dächten sich oft nichts Böses und nutzten schlichtweg die technischen Möglichkeiten, z.B. bei Google Streetview. Gesellschaftliche Probleme lösen sie laut Nachtwey durch Technologie, vergessen aber die Probleme, die daraus folgen – z.B. steigende Mietpreise durch Airbnb.
faz.net

Meinung: Die Tech-Riesen in den USA treiben erfolgreich ihre eigene Transformation voran.

Tech-Riesen in den USA erfinden sich derzeit, obwohl hochprofitabel, überwiegend erfolgreich neu, schreiben Alexander Armbruster und Roland Lindner. Microsoft habe unter Satya Nadella die Verwandlung vom Windows-Konzern zu einem Cloud-Anbieter, der an Zukunftstechniken forscht, geschafft. Facebook wolle vom Social Network zum "digitalen Wohnzimmer" werden und auf Privatsphäre setzen, Apple dränge auf den Software und Inhalte-Markt. Amazon und Google versuchten, in die Breite zu wachsen.
"FAZ", S. 24 (Paid)

Lese-Tipp: Das "Handelsblatt" beleuchtet die Bedeutung von Lauschsprechern.

Lese-Tipp: Auf acht Seiten behandelt das "Handelsblatt" heute das Thema Datenschutz im Zeitalter von Alexa und Co. Christof Kerkmann, Sebastian Matthes und Christian Rickens beschreiben Fälle, die zeigen, wie viel Internetkonzerne nicht zuletzt dank Spracherkennung über uns wissen. Kritiker nennen die Situation "Überwachungskapitalismus" oder "Spionage 4.0".
"Handelsblatt", S. 52

Amazon soll von Oracle ausspioniert worden sein.

Oracle versucht Amazon im Konkurrenzkampf um das wachsende Cloudgeschäft mit versteckten Störaktionen zu schädigen, schreibt "Welt am Sonntag". Auch Jeff Bezos solle geschwächt werden, u.a. durch Erpressungsvorwürfe wie beim "National Enquirer". Oracle habe Amazon ausspioniert, um ein Negativ-Dossier zu verfassen, das Amazons Image schädigen solle. An dem Dossier soll auch eine Münchener Firma involviert sein. Oracle dementiert das Vorgehen.
"Welt am Sonntag, S. 32-33 (Paid), turi2.de (Background)

Amazon plant "Prime"-Lieferungen innerhalb von 24 Stunden.

Amazon will Bestellungen von "Prime"-Kunden künftig innerhalb von 24 Stunden zustellen. Ab wann Amazon die schnellere Lieferung für alle Artikel anbietet, lässt der Vorstand offen. Amazon plane zunächst den Start in Nordamerika und wolle das Angebot später auf andere Länder ausweiten. Weltweit hat Amazon nach eigenen Angaben mehr als 100 Mio "Prime"-Kunden.
"FAZ", S. 21 (Paid), handelsblatt.com

Amazon plant Streamingdienst in CD-Qualität.

Amazon Music will künftig Musik in CD-Qualität streamen, schreibt Music Business Worldwide. Die meisten Streaminganbieter spielen Musik komprimiert ab. Amazon plane das unkomprimierte Streaming ab Ende 2019. Mit einem Monatspreis von 15 Dollar wolle Amazon Konkurrent Tidal preislich unterbieten. Tidal bietet auch höhere Abspielraten an.
musicbusinessworldwide.com, mactechnews.de

Deutschland liebt den Offline-Supermarkt, schreibt Jan Hauser.

Online-Handel: Die Deutschen kaufen Lebensmittel bisher lieber offline, schreibt Jan Hauser. Nur 1 % des Lebensmittelumsatzes entfalle auf das Online-Geschäft. Amazon und Rewe setzten jährlich jeweils "einen niedrigen dreistelligen Millionenumsatz" um. Der Mindestbestellwert von 40 Euro schließe kleinere Einkäufe aus, die aber die Mehrzahl der Lebensmittelkäufe ausmache. Zudem sei die Filialdichte konventioneller Supermärkte im Vergleich zum Ausland hoch.
faz.net (Paid)

Hör-Tipp: Neue Streamingdienste könnten Dominanz von Netflix brechen.

Hör-Tipp: Apple und Disney könnten mit ihren Streamingangeboten Netflix schwächen, glaubt Marcus Schuler bei WDR5. Ähnlich wie bei Büchern, zahlen Zuschauer künftig für einzelnen Content, sagt DWDL-Chefredakteur Thomas Lückerath im Interview. Die öffentlich-rechtlichen Sender müssten künftig stärker auf Innovationen statt "auf Nummer sicher" setzen.
overcast.fm (11-Min-Audio)

Amazon startet werbefinanzierten Musikdienst für Echo-Nutzer.

Amazon tut es Google gleich und veröffentlicht für seine Alexa-Smartspeaker einen kostenlosen, werbefinanzierten Musikdienst. Der Dienst ist in den USA verfügbar und greift auf denselben Song-Katalog wie Prime Music zurück. Bislang konnten Echo-Nutzer ausschließlich über eine Prime-Mitgliedschaft oder externe Streamingdienste wie Spotify Musik hören.
techcrunch.com

Facebook arbeitet an einem eigenen Sprachassistenten.


Alexa, was hat Facebook vor? Facebook rüstet im Kampf gegen Amazon, Apple und Google auf und plant einen eigenen smarten Sprachassistenten, berichtet CNBC. Der Speaker soll Amazons Alexa, Apples Siri und Googles Home Konkurrenz machen. Bereits seit Anfang 2018 arbeitet die AR- und VR-Abteilung an dem Projekt.

Der KI-Assistent soll u.a. in Oculus Headsets oder Facebooks smartem Videochat-Bildschirm Portal (Foto) laufen, bestätigt Facebook. Portal arbeitet bereits mit einer integrierten Spracherkennung. Nutzer können ihn mit "Hey Portal" aktivieren, jedoch nur einfache Kommandos erteilen. Für komplexere Anfragen ist bislang Amazons Alexa integriert.
cnbc.com, theverge.com

Bundesbank will europäische Alternative zu Apple Pay.

Apple Pay: Die Bundesbank fordert eine europäische Alternative zu den digitalen Bezahlangeboten der Tech-Konzerne, sagt Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz in der "Welt am Sonntag". Apple, Google, Paypal und Amazon übernehmen "mehr und mehr die Kundenbeziehung" und degradierten die Banken zu Zahlungsabwicklern im Hintergrund.
"Welt am Sonntag", S. 37 (Paid)