Bundeskartellamt-Präsident will Datensammlung der Tech-Konzerne stärker regulieren.

Tech-Konzerne wie Amazon oder Facebook sollen bei der Datensammlung stärker reguliert werden, fordert Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, im "FAZ"-Interview. Aufgrund der Marktdominanz von Onlinehändlern bewerte das Bundeskartellamt Fusionen wie von Karstadt und Kaufhof heute weniger "misstrauisch" als vor zehn Jahren.
"FAZ", S. 17 (Paid)

Bauers Großhändler PVN startet Zeitschriften-Verkauf auf Amazon.


Klick statt Kiosk: Der Großhändler PVN verkauft ab sofort einzelne Zeitschriften auf Amazon – die Bauer-Tochter spricht von der "weltweit ersten Vertriebskooperation" dieser Art. Kunden können bei Amazon nun "Spiegel", "Focus", "stern", "Cosmopolitan" und 500 weitere Magazine bestellen. Bis Jahresende entfällt die Versandgebühr, danach soll sie 99 Cent kosten.

Der Vertrieb über Amazon sei nach dem Ausbau von Meine-Zeitschrift.de "der nächste logische Schritt", sagt PVN-Geschäftsleiter Joachim Sander. Er eröffnet damit aber nicht nur einen Vertriebsweg, sondern womöglich auch einen Streit: Amazon verschickt die Zeitschriften bundesweit – also auch über das Gebiet des PVN hinaus in die Gebiete anderer Presse-Grossisten. (Foto: Manfred Bail / Imagebroker / Picture Alliance, Montage: turi2)
presseportal.de, amazon.de/zeitschriften

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ulla Strauß von United Kiosk findet, Verlage sollten Amazon und Apple umarmen (05/2018).

Amazon macht sich im Fernseher breit.


Buhlen um Bildschirme: Amazon baut seine Fire-TV-Plattform erstmals fest in Fernseher von Grundig ein. Auch die Eigenmarke von Mediamarkt-Saturn wird künftig Fire TV direkt an Bord haben. Amazon greift bei der Berliner Technikmesse IFA mit rund 20 neuen Fire-TV-Produkten an. Auf dem Markt gibt es noch keinen klaren Anführer: Sony und Philips setzen auf Android, Samsung auf ein eigenes System und auch Apple verkauft TV-Boxen.

Ab Oktober vertreibt Amazon in Deutschland eine Box: Der Fire TV Cube ist ein sprachgesteuerter Würfel zum Anschließen an Fernseher. Seine Nutzer verwenden Alexa als Ersatz für die Fernbedienung, zugleich kann der Würfel auch all das, was die üblichen Lauschsprecher leisten. Einer der neuen Grundig-Fernseher wird sich ebenfalls ohne Fernbedienung und nur per Sprache steuern lassen. Für Amazon ist die neue Partnerschaft ein Fortschritt, denn wie die anderen Anbieter will auch Fire TV zur führenden digitalen Umgebung auf dem Fernseher werden.
welt.de, techcrunch.com (20 Produkte)

Analyse: Amazon verdient mit Werbung in Deutschland viel weniger als bislang angenommen.

Amazon verdient 2018 rund 313 Mio Euro mit Werbung, liest Klaus Janke aus dem Jahresabschluss der Amazon Online Germany GmbH. Schätzungen haben den Werbeumsatz des Versandriesen bislang auf Zahlen zwischen 500 und 700 Mio Euro geschätzt. Amazon habe sich nicht dazu äußern wollen, ob Werbeeinnahmen noch bei weiteren Töchtern verbucht werden.
horizont.net

“Welt”: DHL lässt Pakete zugunsten Amazon liegen und legt sich mit Zustellern an.

Amazon first, Mitarbeiter second: DHL liefert Pakete in einigen Regionen bewusst später aus, um Sendungen von Amazon vorrangig zu bearbeiten, schreibt "Welt". Der Postkonzern wolle den Großkunden nicht verlieren. Der Onlinehändler erhöhte zuletzt den Druck, da Amazon in Teilen Deutschlands bereits eigene Zusteller beauftragt. Aufgrund der niedrigen Arbeitslosenzahl und einer zugleich Rekordmenge an Paketen, gingen DHL die Zusteller aus.

Die Fachgewerkschaft DPVKOM plane eine Musterklage gegen den Post-Konzern, damit Berufsjahre bei Fahrern der früheren Billigtochter Delivery nach der Zusammenlegung mit der Post AG angerechnet werden. Aktuell würden viele Zusteller aufgrund fehlerhafter Betriebszugehörigkeit weniger Gehalt bekommen. Der Fehler sei mittlerweile korrigiert, kontert ein Post-Sprecher.
"Die Welt", S. 10 (Paid), turi2.de (Haustarif), turi2.de (Fusion Delivery)

Zahl des Tages: Smartspeaker-Markt wächst im 2. Quartal weltweit um 55,4 %.

Zahl des Tages: Um künstlich intelligente 55,4 % wächst der Smartspeaker-Markt im 2. Quartal weltweit auf 26,1 Mio Stück, errechnet Canalys. Amazon bleibt Marktführer mit 6,6 Mio versendeten Lauschsprechern. Google fällt mit 4,3 Mio Stück auf Platz drei zurück. Der chinesische Marktführer Baidu schnappt sich mit 4,5 Mio verkauften Lautsprechern und einem Wachstum um 3.700 % Platz zwei.
techcrunch.com

US-Verlage verklagen Audible wegen vorsätzlicher Urheberrechtsverletzung.

Audible muss sich rechtlich mit mehreren der größten Verlage der USA, darunter Penguin Random House, auseinandersetzen. Die Verlage haben eine Klage wegen vorsätzlicher Urheberrechtsverletzung gegen die Amazon-Tochter für Hörbücher eingereicht. Hintergrund ist die geplante Funktion Audible Captions, die Hörbücher als Text darstellen soll. Die Verlage wollen mithilfe der Klage eine einstweilige Verfügung gegen das Tool erwirken.
t3n.de

Lese-Tipp: Der indonesische Onlinehändler Bukalapak ist stärker als Amazon.

Lese-Tipp: Der digitale Marktplatz Bukalapak in Indonesien ist erfolgreicher als Amazon, schreibt Mathias Peer. Gründer Achmad Zaky, 32, hat ein Netzwerk an Tante-Emma-Läden aufgebaut, in denen die mehr als ein Drittel der Bevölkerung ohne Internetzugang Waren online bestellen können. Die Ladenbesitzer wiederum sparen sich durch die App den Weg zum Großhandel. Indonesische Probleme seien so einzigartig, dass Größen wie Amazon und Co den Markt oft scheuen und so Platz für lokale Startups bleibe.
handelsblatt.com

Zahl des Tages: Amazon Prime Video legt mit Sprit für 30 Cent den Verkehr lahm.

Zahl des Tages: Mit wunderbaren 30 Cent pro Gallone Sprit legt Amazon Prime Video den Verkehr an einigen Tankstellen in Santa Monica lahm. Mit der Promo-Aktion für die Serie "The Marvelous Mrs. Maisel" beschert Amazon zum "Maisel Day" Preise wie aus dem Jahr 1959, in dem die Serie spielt. Auch die Preise von Hotelzimmern, Kinotickets oder Milchshakes wurden auf eine Zeitreise geschickt.
theverge.com

Studie: Jüngere Kunden begegnen Amazon kritisch.

Amazon ist für Onlineshopper zwar wichtig, aber nicht unschlagbar, sagt der "Future Shopper"-Report der Agentur Wunderman Thompson. Die 16- bis 24-Jährigen geben an, Amazon biete nicht den besten Zugang zu Marken und Kundenservice. Die Studie befragt 15.000 Nutzer aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Tschechien, Belgien und den Niederlanden.
horizont.net, insights.wundermanthompsoncommerce.com (Studie)

Studie: Junge Zielgruppe schaut täglich 78 Minuten Streaming-Videos.

Streaming übertrifft bei jungen Nutzern die Sehdauer vom klassischen TV. Die Zielgruppe bis 29 Jahre tummelt sich 1 Stunde und 18 Minuten pro Tag bei Netflix, Amazon Prime und Co, aber weniger als eine Stunde im linearen Programm, ermittelt die GfK für Burda. Zuschauer nehmen die Portale als umfassende Angebote wahr, obwohl Nachrichten und Sport fehlen.
burda.com

Amazon geht künftig in Europa stärker gegen Plagiate vor.

Amazon will durch technische Maßnahmen wie den Einsatz von Künstlicher Intelligenz die Zahl der Produktfälschungen auf seiner Plattform auf null reduzieren, schreibt das "Handelsblatt". Das in den USA bereits laufende Project Zero, bei dem u.a. eingeladene Hersteller Plagiate selbst beim Versandhändler sperren können, solle künftig auf Europa ausgeweitet werden.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Sporthändlerverbund Intersport verkauft künftig Restposten bei Amazon.

Intersport, Deutschlands größter Zusammenschluss von Sporthändlern, verkauft künftig unter dem Label "Budget Sport" Restposten bei Amazon. Intersport unterstütze die Ladenbesitzer, ihre Sportartikel auch über Amazon oder Ebay anzubieten. Die Online-Umsätze sollen helfen, den Kundenschwund im stationären Handel zu kompensieren.
handelsblatt.com

Amazon hat Alexa-Gespräche auch von Heimarbeitern in Polen auswerten lassen.

Das Homeoffice hört mit: Alexa-Sprachbefehle wurden nicht nur von Amazon-Mitarbeitern, sondern auch von Zeitarbeitern in Polen analysiert, schreibt "Welt am Sonntag". Die Mitarbeiter seien zwar in Danzig geschult worden, würden ihre Arbeit jedoch oft auch zu Hause oder unterwegs erledigen – wodurch sensible Daten, wie u.a. Name oder Standort, der Alexa Nutzer in die private Umgebung der Heimarbeiter gelangten. Amazon hat bislang behauptet, die Mitarbeiter würden die Mitschnitte "in besonders geschützten Büros unter strengen Zugriffsbeschränkungen" untersuchen. Ein polnischer Zeitarbeiter habe den Job gegenüber "WamS" jedoch als "ideale Hausfrauentätigkeit" beschrieben.

Amazon bestätigt die Vorwürfe auf Anfrage von "Welt am Sonntag". So sei es "einigen Mitarbeitern" erlaubt, "von anderen Orten aus zu arbeiten". Dabei würden allerdings "strenge Sicherheitsmaßnahmen und Richtlinien" gelten – vor allem sei die Arbeit an öffentlichen Orten untersagt.

Die Leiharbeitsfirma Randstad habe die Heimarbeiter mit Deutschkenntnissen auf Muttersprachniveau für Amazon rekrutiert. In Stellenanzeigen warb sie dafür u.a. mit "Telearbeit im ganzen Land". Nach einer Anfrage von "Welt am Sonntag" habe Randstad die entsprechenden Online-Stellenanzeigen gelöscht. Amazon wolle künftig auf Sprachaufzeichnungen verzichten.
"Welt am Sonntag", S. 1

Mitarbeit: Maria Gramsch

US-Regierung verschiebt die Entscheidung über Amazons Cloud-Auftrag.

AWS, Cloud-Sparte von Amazon, bangt um den größten Auftrag, den eine US-Regierung jemals für ein Projekt der Informationstechnik ausgeschrieben hat, schreibt die "Washington Post". Das Weiße Haus habe dem Verteidigungsministerium befohlen, die Vergabe zu überprüfen. Trump gilt als Kritiker der "Washington Post", die im Besitz von Amazon-Chef Bezos ist.
washingtonpost.com (Paid), heise.de

Amazon könnte sich an Reliance Retail in Indien beteiligen.

Amazon verhandelt über eine Beteiligung von 26 % an Reliance Retail, Indiens größtem stationären Einzelhändler, berichtet das indische Wirtschaftsblatt "Economic Times". Die über 10.000 Reliance-Läden, das Mobilfunk-Netzwerk Jio und die guten politischen Kontakte der Eigentümerfamilie Ambani könnten Amazon im indischen Markt voranbringen. Verhandlungen zwischen Reliance und dem chinesischen Onlinehändler Alibaba waren zuvor an unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert.
businessinsider.com, reuters.com

Amazons Vorlese-Service wird menschlicher, liest abgestimmt auf Kundenkontext vor.

Amazon führt bei seinem Sprachausgabe-Service AWS Polly einen neuen Vorlese-Stil mit natürlicherer Sprachqualität ein. Mit dem Newscaster-Stil klingen Inhalte wie Nachrichtenartikel und Blog-Posts menschlicher, er ist für zwei englische Stimmen verfügbar. Amazon kann seiner KI inzwischen innerhalb weniger Stunden einen bestimmten Sprachstil antrainieren. Wettbewerber Google lässt seinen Text-zu-Sprache-Service WaveNet u.a. Stress und bestimmte Sprach-Intonationen nachahmen.
venturebeat.com

Meinung: Agenturen müssen sich wandeln oder werden sterben.

Werbeagenturen, die keinen technologischen Kern haben, überleben die neue Marketingwelt nicht, prophezeit Catrin Bialek. Die Zahl der Medienkanäle sei explodiert, die Kundenansprache habe sich personalisiert, die wertvollste Marke der Welt ist Amazon. Tech-Riesen wie der Onlinehändler, aber auch Facebook und Co setzen auf direkten Kontakt mit Werbeteibenden. Als deutsche Agenturen, die den Wandel verstanden haben, nennt Bialek u.a. Serviceplan, TLGG und Syzygy – weil die auf Digitalisierung und Disruption setzen.
handelsblatt.com

Ebay startet 2020 einen Fulfillment-Dienst.

Ebay startet 2020 einen eigenen Fulfillment-Dienst namens Managed Delivery. Das Unternehmen arbeitet dafür mit Drittanbietern zusammen, die Lager-, Verpackungs- und Lieferservices über Ebays Technologieplattform anbieten. Allein in den USA verschicken Ebay-Verkäufer täglich 1,5 Mio Pakete. Laut Reuters eignen sich 40 bis 50 % davon für Fulfillment-Leistungen. Ebay rüstet mit dem Angebot gegen Konkurrent Amazon, der Händlern schon länger Fulfillment-Dienstleistungen anbietet.
theverge.com

Ortlieb gewinnt zweiten Rechtsstreit gegen Amazon vor dem BGH.


Kein Werbezugpferd für andere: Ortlieb gewinnt vor dem Bundesgerichtshof gegen Amazon im Streit um Markenrechte. Der Fahrradtaschenhersteller klagte, weil Nutzer, die bei Google nach Produkten der Marke suchen, bei Amazon landen und dort auch Konkurrenzprodukte angezeigt bekommen. Der BGH gibt Ortlieb in einem Grundsatzurteil recht, die Marke werde bei dieser Praxis als eine Art Lotse ausgebeutet.

Das Urteil hat auch Folgen für andere Online-Shops, die in der Google-Suche Anzeige mit Marken-Nennungen schalten und dann Produkte verschiedener Marken anbieten. Für Ortlieb ist es der zweite Rechtsstreit mit Amazon. Zuvor hat der Mittelständler bereits geklagt, weil Nutzer, die direkt bei Amazon nach Produkten einer Marke suchen, auch Konkurrenzprodukte sehen. Diese Praxis hält das BGH allerdings für zulässig.
spiegel.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Amazon liefert in Deutschland künftig Lese-Charts.

Amazon will künftig als Instanz für den Erfolg von Büchern auftreten und veröffentlicht ab sofort wöchentlich Buch-Charts für Deutschland und Großbritannien. Der Konzern veröffentlicht sowohl Listen der meistverkauften Sachbücher und Belletristik, als auch welche der meistgelesenen, in der Amazon auch geliehene Audible-Hörbücher und Kindle-Versionen einbezieht.
presseportal.de, amazon.de

Google öffnet in den USA seine Shopping-Plattform wieder.

Google startet in den USA mit einer aufgehübschten Version seiner Shopping-Plattform, die u.a. personalisierte Einkaufsvorschläge basierend auf Nutzeraktivität und Browserverlauf bietet. Außerdem zeigt der Konzern dem Nutzer, wo er Produkte über Google, Drittanbieter oder offline kaufen kann. 2018 ist Amazon aus dem Shopping-Angebot von Google ausgestiegen. Der Suchriese hat 60 % Werbebudget an Amazon verloren, weil inzwischen viele Nutzer direkt dort Produkte suchen.
forbes.com via internetworld.de

EU-Kommission beginnt Kartellverfahren gegen Amazon.


Kein Strafrabatt am Prime Day: EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager bringt ihre Truppen gegen Amazon in Stellung, berichtet Bloomberg. Noch diesen Sommer will sie die Geschäfte des Konzerns nach allen Regeln der Kartell-Kunst durchleuchten. Bei der Kommission läuft bereits eine vorläufige Untersuchung, ob Amazon die Daten von Drittanbietern auf seiner Plattform zum eigenen Vorteil ausschlachtet – ein Verfahren will Vestager vor dem Ende ihrer Amtszeit im Oktober abschließen.

Die Ausweitung zu einem Kartellverfahren würde der Kommission ermöglichen, Strafzahlungen von Amazon zu kassieren. Vestager hat sich in den vergangenen Jahren als Schrecken der Tech-Konzerne einen Namen gemacht: Google musste in mehreren Verfahren schon insgesamt 8,2 Mrd Euro berappen und Apple Steuern in Milliarden-Höhe nachzahlen. Facebook ist aktuell noch im Visier. Auch Amazon stand schon zweimal auf dem Prüfstand, allerdings wegen Steuerfragen und dem E-Book-Vertrieb – für das Handelsgeschäft ist es eine Premiere. (Foto: MAXPPP / Picture Alliance, Montage: turi2)
bloomberg.com, turi2.de (Background)

Amazon schafft 2.800 neue Arbeitsplätze in Deutschland.

Jobs im Warenkorb: Amazon will bis Ende 2019 bundesweit 2.800 neue Arbeitsplätze schaffen. Damit steige die Zahl der Mitarbeiter auf über 20.000. Deutschland sei der wichtigste Auslandsmarkt für Amazon. Noch in diesem Jahr eröffne in Mönchengladbach das 13. Logistikzentrum des Versandriesen.

Amazon suche in Deutschland sowohl Berufseinsteiger als auch Fach- und Führungskräfte, darunter Softwareentwickler und Mitarbeiter in der Logistik. Die Stellen seien unbefristet ausgeschrieben. Amazon zahle in den deutschen Logistikzentren einen "wettbewerbsfähigen" Stundenlohn von mindestens 10,78 Euro brutto.
handelsblatt.com, heise.de, presseportal.de

EuGH: Online-Händler müssen keine Telefonnummer angeben.


Kein Anschluss unter dieser Nummer: Online-Händler müssen ihren Kunden nach EU-Recht nicht grundsätzlich eine Telefonnummer zur Kontaktaufnahme angeben, entscheidet der Europäische Gerichtshof. Es sei "unverhältnismäßig", sie extra zur Einrichtung einer solchen zu verpflichten. Die Richter betonen jedoch, dass der Händler Kommunikationsmittel bereit stellen müsse, über der die Kunden den Händler schnell und effizient erreichen können, zum Beispiel einen Online-Chat.

Geklagt hatte der Bundesverband der deutschen Verbraucherzentrale gegen Amazon. Auch die Vorinstanzen wollten Amazon nicht zu telefonischer Erreichbarkeit verdonnern. Der deutsche Bundesgerichtshof hatte die Klage zur endgültigen Klärung an den EuGH weitergeleitet.
heute.de, spiegel.de, curia.europa.eu