Amazon zeigt SXSW-Filme als virtuelles Festival online.

Amazon Prime Video bringt das Filmprogramm des abgesagten Kultur- und Digital-Festivals South by Southwest online. Das virtuelle Festival soll Ende April zehn Tage lang stattfinden, teilnehmende Filmemacher*innen bekommen ein Honorar. In den USA zeigt Amazon die Filme frei zugänglich, eine Prime-Mitgliedschaft ist nicht notwendig, nur ein Amazon-Account.
hollywoodreporter.com, sxsw.com, turi2.de (Background)

Zunächst in den USA: Amazon schränkt Lieferungen für nicht lebensnotwendige Artikel ein.

Amazon macht Platz in seinen Lager-Regalen für lebensnotwendige Produkte wie Klopapier, Wasser und Desinfektionsmittel. Die Lieferung von Marketplace-Artikeln kann sich dadurch verzögern, teilt der Konzern mit. Die Regelung gilt vorerst nur in den USA, für Europa seien aber ähnliche Maßnahmen geplant, zitiert wuv.de "Mediengerüchte".
wuv.de

Meinung: Amazon ist der Kerngewinner der Corona-Ladenschließungen.

Amazon ist der Gewinner der Ladenschließungen aufgrund der Corona-Vorsichtsmaßnahmen, prophezeit Jörg Funder, Direktor des Instituts für Internationales Handels- und Distributionsmanagement, in der "Wirtschaftswoche". Im stationären Handel könnten u.a. Tankstellen durch Sortimentsumstellungen "fernab von Lebensmitteln" profitieren, sagt Kai Hudetz, Geschäftsführer des Kölner Instituts für Handelsforschung.
wiwo.de

Studie: Booking.com und Co manipulieren Nutzer mit fragwürdigen Tricks.

Nur noch ein Zimmer verfügbar: Plattformen wie Booking.com, Amazon und Co betreiben unethisches, manchmal illegales Marketing, um Nutzer zum Konsum zu treiben. Christoph Bogenstahl, Autor einer Technikfolgen-Studie für den Bundestag, sieht "politischen Handlungsbedarf". Tricks wie künstliche Verknappung, Irreführung und missverständliche, optische Gewichtung gehörten verboten.
spiegel.de (Paid)

Zitat: Amazons Buch-Boss David Naggar empfiehlt längere Texte.

"Menschen, die einer Geschichte mit allen Höhen und Tiefen über Hunderte von Seiten folgen können, denken einfach anders.

David Naggar, Chef der Buchsparte bei Amazon, sagt im "Focus"-Interview, dass heute so viel gelesen werde, wie nie zuvor. Für das Verständnis von politischen Debatten oder die Bereitschaft zu langfristigen Beziehungen sei es aber nötig, auch Bücher zu lesen.
"Focus" 11/2020, S. 96 (Paid)

Meinung: CCPA spielt Amazon und Facebook in die Hände.

Facebook-LogoFacebook und Amazon profitieren vom neuen, mit der DSGVO verwandten, kalifornischen Datenschutzgesetz, sagt Aaron Levie, Chef des Softwareunternehmens Box, im Spiegel.de-Interview. Denn es sei mit Blick auf große Konzerne entwickelt worden, die "bei der Datenverarbeitung über enorme Kompetenz und unbeschränkte Mittel verfügen". Für kleinere Unternehmen sei der Aufwand wesentlich höher und teurer, wodurch ihre Wettbewerbsfähigkeit leide.
spiegel.de (Paid)

Verbrauchertäuschung zu Corona: Amazon nimmt zahlreiche Produkte aus dem Sortiment.

Amazon reagiert auf Händler, die mit der Angst vor dem Wuhan-Coronavirus Kasse machen wollen und entfernt laut eigenen Angaben gut 1 Mio Angebote von seiner Plattform, die mit falschen Versprechungen gegen das Virus helfen wollen. Ferner habe Amazon zehntausende Gesundheitsartikel entfernt, bei denen die Händler künstlich die Preise deutlich erhöht haben.
reuters.com, rnd.de

BGH: Händler haften nicht für Kundenbewertungen bei Amazon.


Wertungsfreie Bewertung: Händler haften grundsätzlich nicht für Kundenbewertungen von Produkten auf Amazon – auch wenn diese irreführend sein sollten. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Reine Produktbewertungen seien keine aktive Werbung, ferner stellten die Bewertungen keine Irreführung der Kunden dar. Laut den Richtern sind Bewertungen von Kunden gewünscht und unterliegen der freien Meinungsäußerung. Amazon ordne Bewertungen zudem einem spezifischen Produkt zu unabhängig davon, welcher Händler es vertreibe.

Im konkreten Fall hatte der Verband Sozialer Wettbewerb geklagt und erreichen wollen, dass Bewertungen zu Kinesiologie-Tapes gelöscht werden, in denen Kunden behaupten, das Produkt helfe gegen Schmerzen. Eine solche Wirkung ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Laut Gericht müssten die Bewertungen nur dann gelöscht werden, wenn eine konkrete Gesundheitsgefährdung gegeben sei – dies sei nicht der Fall.
spiegel.de, bundesgerichtshof.de

Zitat: Berlinale-Chefkurator Carlo Chatrian will sich für Netflix und Co weiter öffnen.

"Wir haben keine Mauer um das Festival gezogen, im Gegenteil, wir wollen es noch weiter öffnen."

Carlo Chatrian, neuer künstlerische Leiter der Berlinale, will Amazon Prime, Netflix und Co nicht von der Berlinale ausschließen, sagt er im "FAZ"-Interview. Er wolle sich nicht von der jüngeren Generation und ihrem "veränderten Verhältnis zu bewegten Bildern" verabschieden.
"FAZ", S. 11 (Paid)

Jeff Bezos will 10 Mrd Dollar zur Bekämpfung des Klimawandels bereitstellen.

Amazon-Gründer Jeff Bezos will einen Fonds zur Bekämpfung des Klimawandels auflegen, schreibt er bei Instagram. Das Startkapital des "Bezos Earth Fund" soll 10 Mrd Dollar betragen und Wissenschaftlern, Aktivisten und NGOs helfen, den "Schutz der natürlichen Welt" zu erhalten.
techcrunch.com, instagram.com

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Today, I’m thrilled to announce I am launching the Bezos Earth Fund.⁣⁣⁣ ⁣⁣⁣ Climate change is the biggest threat to our planet. I want to work alongside others both to amplify known ways and to explore new ways of fighting the devastating impact of climate change on this planet we all share. This global initiative will fund scientists, activists, NGOs — any effort that offers a real possibility to help preserve and protect the natural world. We can save Earth. It’s going to take collective action from big companies, small companies, nation states, global organizations, and individuals. ⁣⁣⁣ ⁣⁣⁣ I’m committing $10 billion to start and will begin issuing grants this summer. Earth is the one thing we all have in common — let’s protect it, together.⁣⁣⁣ ⁣⁣⁣ - Jeff

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Amazon fordert eidesstattliche Aussage von Trump zum Cloud-Auftrag vom Pentagon.

Amazon fordert eine Aussage Trumps unter Eid zu einem Militärauftrag über zehn Mrd Dollar, den das Pentagon im Oktober an Microsoft vergeben hat. Amazon hat geklagt: Trumps Voreingenommenheit gegen Jeff Bezos habe den Deal beeinflusst. Der Onlinehändler fordert auch eine eidesstattliche Aussage von Verteidigungsminister Mark Esper.
sueddeutsche.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Kino-Werbung: Warum Weischer-Chef Stefan Kuhlow Netflix toll findet.


Großes Kino: Stefan Kuhlow hat keine Angst vor Netflix, Amazon Prime Video & Co - im Gegenteil: "Wir finden Netflix toll. Menschen, die eine Filmleidenschaft haben, gehen auch weiterhin gerne ins Kino", betont der Geschäftsführer des Kinovermarkters Weischer im Interview mit "Horizont" und turi2.tv beim Deutschen Medienkongress. Bislang könne man nicht erkennen, dass das klassische Kino durch Streamingdienste unter Druck gerate, so Kuhlow. Die Besucherzahlen seien stabil.

Für 2020 ist der Chef der Weischer-Gruppe angesichts des 25. James-Bond-Films, der Anfang April in die Kinos kommt, besonders optimistisch: "Wir haben ein Bond-Jahr. Und Bond-Jahre sind für Werbevermarkter immer keine schlechten Jahre." Außerdem erklärt der Manager, warum die Firmen der Weischer Mediengruppe ab sofort nur noch unter der gemeinsamen Dachmarke auftreten und Namen wie Jost von Brandis oder WerbeWeischer verschwinden: "Die Branche hat zu Weischer schon immer Weischer gesagt, dann können wir auch Weischer draufschreiben."
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Lese-Tipp: Für Bastian Pastewka altert eine Komödie schlechter als ein Drama.

Lese-Tipp: Humor ist immer Schwankungen unterworfen, sagt Bastian Pastewka im "FAS"-Interview. Eine gute Komödie altere schlechter als ein gutes Drama. "Ich kümmere mich gerade nicht um dich, sondern ich erzähle meine Geschichte", sieht Pastewska als eine Definition für gutes Fernsehen. Boulevard oder auch das öffentlich-rechtliche Nachmittagsprogramm sei "ganz sicher nicht" für ihn gemacht.
"FAS", S. 39 (Paid)

Europa wird Kontinent des Tech-Widerstands, schreibt Christian Meier.

Europa, "Kontinent der Bedenkenträger" entwickelt sich zum "gelobten Land des Widerstands gegen die Allmacht der Digitalkonzerne", schreibt Christian Meier. Bewunderung habe sich innerhalb einer Dekade in Regulierungsforderungen gewandelt. Google, Amazon, Facebook und Co hätten noch nie mehr unter Druck gestanden, dennoch könne scheinbar kein Skandal ihnen schaden. Deshalb brauche es für echten Wandel "die Politik, die von Technologie eigentlich nie allzu viel verstanden hat".
welt.de

Meinung: Amazons Zustellpläne in Europa gefährden DHL.

Amazon will seine Transportflugzeuge auch in Europa einsetzen und hat das Ziel, wie in den USA 50 % der Bestellungen selbst zuzustellen – was DHL in die Klemme bringt, schreibt Birger Nicolai. Laut Studie der KfW Ipex-Bank kostet der Frachttransport per Amazon Air den Onlinehändler fast ein Drittel weniger als fremde Flugzeuge anzumieten. Amazon erwäge auch, eigene Containerschiffe für den Transport von Asien nach Nordamerika einzuführen.
welt.de

Amazon-Mitarbeiter pochen weiter auf mehr Klimaschutz.


Betriebsklimaerwärmung: Amazon-Mitarbeiter kritisieren weiter Jeff Bezos und die Führung von Amazon. Die Angestellten fordern vom Versandriesen ein ehrgeizigeres Vorgehen im Klimaschutz. In einem Blogpost kritisieren 357 Angestellte die Vorgehensweise des Unternehmens. Kernforderung ist, dass Amazon bereits 2030 CO2-neutral wirtschaften soll und nicht wie von der Führung angepeilt 2040. Der öffentliche Protest ist besonders bemerkenswert, da Amazon bereits im Januar gedroht hat, Mitarbeitern zu kündigen, die öffentlich auf mehr Maßnahmen gegen den Klimawandel drängen.

Die Debatte um einen stärkeren Einsatz für Klimaschutz verfolgt Amazon bereits länger. Im April 2019 unterzeichneten mehr als 3.500 Amazon-Angestellte einen offenen Brief, in dem mehr Anstrengungen für die CO2-Reduktion gefordert wurden. Auch einige Aktionäre haben entsprechende Initiativen gestartet, konnten aber keine Mehrheit für die Ziele finden.
spiegel.de, medium.com (Blogpost der Amazon-Mitarbeiter), turi2.de (Kündigungs-Drohung), turi2.de (Offener Brief), turi2.de (Aktionärsinitiative)

Lese-Tipp: Amazon ist bei Empfehlungssiegeln nicht immer objektiv.

Lese-Tipp: Die Empfehlungssiegel bei Amazon für die vermeintlich besten Produkte werden von einem Algorithmus vergeben, erklärt Michael Gassmann in der "Welt". Die Auswahl sei nicht unbedingt günstiger oder besser, stattdessen sind es Produkte, die dem Nutzer mutmaßlich gefallen. Der Algorithmus berücksichtigt u.a. Verfügbarkeiten, aber auch Kundenrezensionen.
"Die Welt", S. 14 (Paid)

WhatsApp weist die Schuld am Hackerangriff auf Jeff Bezos zurück.

Hackerangriff: Nick Clegg ist "sehr, sehr zuversichtlich", dass Jeff Bezos nicht über WhatsApp gehackt wurde, verteidigt Facebooks Chefkommunikator die App-Tochter bei der BBC. Die Technologie der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sei sicher. Die Sicherheitslücke liege im "Betriebssystem", gibt Clegg indirekt Apple die Schuld.
twitter.com, mashable.com, turi2.de (Background)

Onlinehändler müssen Massen-Retouren strenger ahnden, meint Jacqueline Goebel.

Onlinehandel: Händler betreiben Rücksendefabriken und kooperieren mit Restposten-Händlern, scheuen aber wirklich wirksame Maßnahmen wie Retourenaufschlag und verkürzte Rückgabefristen, schreibt Jacqueline Goebel. Die vorgeschlagene Obhutspflicht, nach der Händler Produkte nur entsorgen dürfen, wenn z.B Sachspenden wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen sind, greife zu kurz, weil sie asiatischen Billighändlern nichts anhaben kann.
"Wirtschaftswoche" 05/2019 , S. 56 (Paid)

Saudischer Kronprinz löste laut IT-Forensiker den Cyberangriff auf Jeff Bezos aus.

Nachricht vom Prinzen: "Mit mittlerer bis hoher Zuversicht" ist ein vom saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman versendetes WhatsApp-Video der Auslöser für den Hackerangriff auf das iPhone von Jeff Bezos, zitiert das US-Portal Vice aus einem Bericht der Unternehmensberatung FTI Consulting. Ob es der Kronprinz selbst war, der die präparierte Videodatei an Bezos geschickt hat, können die IT-Forensiker nicht eindeutig belegen. Die saudische Botschaft in den USA hat die Vorwürfe als "absurd" zurückgewiesen.

Einen Monat vor dem Hackerangriff hatten Bezos und der Kronprinz Telefonnummern ausgetauscht. Einige Stunden nach dem Empfang des Videos seien plötzlich "anomal" große Datenmengen vom Smartphone abgeflossen, was über mehrere Monate passiert sei. Die "sehr wahrscheinliche Erklärung" sei eine Spionagesoftware. Die saudische Botschaft in den USA fordert eine Untersuchung, "um die Fakten auf dem Tisch zu haben".
vice.com, spiegel.de

Microsoft will eine positive Klimabilanz erreichen.

Microsoft will bis 2030 "CO2-negativ" werden. Der Ausstoß soll um mehr als die Hälfte gesenkt werden, zusätzliche Ausgleichsprogramme sollen eine noch größere Menge aus der Atmosphäre entfernen. Auch Tech-Konzerne wie Facebook, Apple oder Amazon wollen klimanegativ werden, sind es bisher aber nicht. Google ist nach eigenen Angaben seit 2007 klimaneutral. Mit ihren Rechenzentren verursacht die Digitalbranche rund 4 % der weltweiten CO2-Emissionen.
handelsblatt.com

Amazon investiert eine Mrd Dollar in Digitalisierung indischer Unternehmen.

Amazon will sich mit einer Mrd Dollar Digital-Investitionen bei kleinen Händlern in Indien beliebt machen, die zur Zeit gemeinsam gegen die Methoden des E-Commerce-Riesen protestieren. Das Geld soll kleinen Unternehmen helfen, online zu gehen und lokale Produkte via Amazon zu exportieren. Als Zielmarke nennt Jeff Bezos 10 Mrd Dollar Exportumsatz bis 2025.
techcrunch.com

Amazons Cloud-Tochter AWS wird offizieller Technologie-Provider der DFL.

DFL kooperiert mit AWS und macht Amazons Cloud-Sparte zum offiziellen Technologie-Provider. Die DFL will so u.a. Fußball-Inhalte stärker personalisieren und Live- und Highlight-Berichterstattung mit Echtzeit-Statistiken anreichern. Erst Anfang Januar hatte DFL-Chef Christian Seifert im "BamS"-Interview prognostiziert, dass Fußball-Rechte künftig vermehrt bei Streamingdiensten wie Amazon Prime Video landen werden.
financialbuzz.com, turi2.de (Seifert)

Nielsen: Musik-Streaming knackt 2019 in den USA erstmals die Billion-Grenze.


Auf die Ohren: Musik-Streaming ist 2019 in den USA um 30 % gewachsen und knackt damit erstmals die Marke von einer Billion Streams, errechnet Nielsen. Streaming-Dienste decken 82 % des gesamten Musikkonsums in den USA ab, 2018 lag die Zahl noch bei 77 %. Physische Albumverkäufe sinken um 19 % auf nur noch 9 % des Gesamtvolumens. Treiber des Booms seien u.a. Veröffentlichungen der Künstler Taylor Swift, Billie Eilish und Post Malone gewesen.

Derweil machen Streamingdienste große Verluste durch Passwortpiraterie und unter Freunden geteilten Accounts. Im Jahr 2019 gingen Streamingdiensten dadurch rund 9,1 Mrd Dollar flöten. Bis 2024 soll die Zahl auf 12,5 Mrd Dollar steigen, prognostiziert das Forschungsunternehmens Parks Associates.
9to5mac.com, hollywoodreporter.com

Alibaba hat Schwierigkeiten, europäische Marken auf seine Plattform zu holen.

Alibaba stockt bei seiner Europa-Offensive bei großen Modemarken wie Mango und Benetton, schreibt das "Handelsblatt". Einige Händler sähen in der Plattform kein "passendes Umfeld", dort wird bisher hauptsächlich chinesische Billigware verkauft. AliExpress will vor allem in Italien und Spanien Fuß fassen, hat aber auch Deutschland im Visier.
handelsblatt.com