Instagram führt bei neuen Nutzern eine Altersabfrage ein.

Ausweiskontrolle: Instagram verlangt künftig von neuen Nutzern verpflichtend ein Geburtsdatum. Wie bei Facebook liegt das Mindestalter bei 13 Jahren, was bisher aber nicht geahndet wurde. Künftig können Nutzer einstellen, von wem sie Nachrichten erhalten oder zu Gruppen hinzugefügt werden möchten – von allen Nutzern auf Instagram oder nur von den Profilen, denen sie selbst folgen.

Wenn mit dem Instagram-Account ein Facebook-Account verbunden ist, wird das Geburtsdatum automatisch hinzufügt. Instagram spricht bei der Umstellung der Nutzungsbedingungen von "altersgerechten Erlebnissen". Die Plattform wolle jüngere Nutzer künftig gezielt auf Privatsphäre-Einstellungen hinweisen, die Sicherheit der Community habe "oberste Priorität".
techcrunch.com, instagram-press.com, augsburger-allgemeine.de

Meinung: China missbraucht TikTok für Überwachungszwecke.

TikTok: Die EU muss gegen Chinas Datenmissbrauch vorgehen, fordert "Welt"-Gastkolumnistin Glacier Kwong. Die Aktivistin aus Hongkong kämpft in ihrer Heimat gegen den Einfluss Chinas, Kwongs Smartphone wurde gehackt. China nutze Apps wie TikTok für Überwachungszwecke, um Gesichter in Fotos oder Standortdaten auszuspionieren.
welt.de

Basta: Schauspielerin Sophia Thomalla macht Kies mit Schotter.

Steiniges Schauspiel? Sophia Thomalla investiert in eine App, die den Preisvergleich und die Lieferung von Schotter, Kies und Sand vereinfacht. Der analoge Anbietervergleich gilt bisher als steiniges Unterfangen. Die Wachstumsrate der digitalen Plattform liege im zweistelligen Prozentbereich, Thomalla macht damit jede Menge Kies mit Schotter.
faz.net (Paid), instagram.com

Sprach-App Babbel baut das Führungsteam um.

Babbel: Mitgründer Markus Witte (Foto) konzentriert sich als Aufsichtsratschef künftig auf Strategie und Kontrolle, schreibt "Welt am Sonntag". Das operative Geschäft übernimmt Arne Schepker als Vorstandschef, er war bisher im Marketing der Sprach-App tätig. Das Berliner Startup Babbel ist die weltweit umsatzstärkste digitale Anwendung zum Lernen von Sprachen.
welt.de

Aus dem turi2-Archiv: Die Sprach-App Babbel im digitalen Selbstversuch in der turi2 edition5 (11/2017).

Video-Tipp: China testet Journalisten per Gesinnungs-App auf Loyalität.

Video-Tipp: China prüft Journalisten per App auf ihre Loyalität. Die Medienmacher müssen die Gedankenwelt von Präsident Xi studieren und via App eine Prüfung absolvieren. Wer durchfällt, verliert seinen Job. Mit dem Test will die Partei ihre Macht demonstrieren und Angst verbreiten, berichtet ZDF-Korrespondent Ulf Röller.
twitter.com/ZDFheute (2-Min-Video), zdf.de (Textfassung)

“Mitarbeiter emotional ansprechen”: Sun-Kwang Park über die Otto-Group-App OG2GO.


Otto... find' ich App: Der Otto-Konzern aus Hamburg ist ein Dino in der Handelswelt – aber ein durch und durch digitaler Dinosaurier. Das gilt auch für die interne Kommunikation: Mehr als 50.000 Mitarbeiter können die hauseigene App Otto Group to Go, kurz OG2GO, als Nachrichten-Stream, Messenger und Event-Planer nutzen. Projektleiterin Sun-Kwang Park stellt im Video die multimediale Mitarbeiter-Kommunikation vor.

Park erläutert, dass OG2GO die Mitarbeiter emotionaler erreichen will, als es ein gedrucktes Magazin machen können. Die App enthält deshalb auch viel Video. Besonders gut geklickt werden Formate, in denen sich die obersten Bosse äußern, "denn wir sehen unsere Vorstände ja nicht jeden Tag", sagt Park. Auch längere Livestreams laufen gut, sagt sie. In der gerade erschienenen turi2 edition #9 zeigen weitere Otto-Mitarbeiter, wie sie ihre Kommunikation digitalisieren und mit bewegten Bildern arbeiten.
turi2.tv (3-Min-Video auf YouTube), turi2.de (Otto-Story im E-Paper der edition #9)

Sahra Al-Dujaili zeigt im Hochkant-Video, wie Otto mit Hochkant-Videos Kunden erreicht:

Tool-Tipp: Instagram-App Threads erleichtert Austausch mit Freunden.

Tool-Tipp: Threads von Instagram, die neue Messaging-App von Facebook, will das direkte Teilen von Fotos und Videos mit den engsten Kontakten erleichtern. Dazu bietet die App u.a. eine neue Inbox nur für Nachrichten und Benachrichtigungen der Kontakte, die auf der personalisierten Freundesliste stehen. Die App ist ab sofort für iOS und Android verfügbar.
haz.de

Viacoms Pluto TV ist künftig auch als Android-App und via Android TV verfügbar.

Pluto TV, werbefinanzierter Streaming-Dienst von Viacom, ist künftig auch über eine App für Tablets und Smartphones mit Android-Betriebssystem sowie für Android TV verfügbar, schreibt Quotenmeter. Die App startet in Deutschland, Großbritannien, Österreich und der Schweiz. Eigenen Angaben zufolge hat Pluto TV über 18 Mio monatliche Nutzer.
quotenmeter.de

Meinung: Tinder verändert die Kommunikation der Generation Z.

Tinder: Die Generation Z kommuniziert flüchtiger, ist aber offener und toleranter "als die 40-Jährigen", sagt Tinder-Europachef Lennart Schirmer im "Spiegel"-Interview. Er widerspricht der These, dass Tinder zum Fremdgehen verführe. Seine Freundin habe Schirmer ebenfalls via Tinder kennengelernt. Schirmer verspricht, Nutzerdaten niemals an Dritte weiterzugeben.
"Spiegel" 38/2019, S. 70-71 (Paid)

Sky-Deal soll meistgenutze Fußball-App der Welt profitabler machen.

App: Ein Nachfahre des Malers Lucas Cranach hat die weltweit meistgenutzte Fußball-App One Football erfunden, schreibt die "FAS". Die kostenlose App erwirtschafte kaum Gewinne, doch die über 35 Mio Nutzer weltweit machten das Projekt für Fußball-Clubs interessant. Künftig wolle die App auch kostenpflichtige Spiele über Rechteinhaber Sky zeigen.
"FAS", S. 21 (Paid)

Instagram: Externe Sicherheitsteams sollen Datenlecks aufspüren.


Schlupfloch-Schutz: Instagram will die Daten seiner Nutzer besser schützen und holt sich dafür externe Sicherheitsteams an Bord. Diese sollen Fälle aufspüren, bei denen Nutzerdaten von Drittanbietern missbräuchlich genutzt werden. Die Facebook-Tochter hat dafür ein Programm zur Aufdeckung von Datenmissbrauch angekündigt, bei dem externe Experten sich Prämien verdienen können, wenn sie Fälle finden, bei denen Benutzerdaten illegal eingesammelt werden.

Mit dem Programm reagiert Instagram auf den Vorfall um die Marketingfirma Hyp3r. Diese soll Nutzerdaten, wie u.a. den Standort, über einen längeren Zeitraum abgegriffen und zur zur Vermarktung eingesetzt haben. businessinsider.de, cnet.com, turi2.de (Background)

Digitales-Versorgungs-Gesetz: Krankenkassen sollen Gesundheits-Apps zahlen.


An App a day keeps the doctor away? Apps mit "konkreten gesundheitlichen Nutzen" sollen künftig von der Krankenkasse bezahlt werden. Den Entwurf des entsprechenden "Digitale-Versorgungs-Gesetzes" hat Gesundheitsminister Jens Spahn am Mittwoch durch Kabinett gebracht. Im "Handelsblatt"-Interview erklärt er, dass Apps auf ihre Verschreibungswürdigkeit geprüft würden. Wie bei Medikamenten entscheide der Arzt darüber, wer eine App erhalte.

Die Programme sollten die Leistung des Arztes oder von Medikamenten allerdings nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen: "Das Prinzip lautet: nicht App statt Arzt, sondern Arzt und App."

Der Gesetzentwurf gibt Krankenkassen zudem neue Marketing-Möglichkeiten: Die Kassen könnten Daten ihrer Versicherten nach wirtschaftlichen Aspekten auswerten und anonymisiert an Dritte weitergeben, schreibt Netzpolitik.org. Damit würde Spahn den bisher recht strikten Gesundheitsdatenschutz aufweichen, schreibt das Blog.
handelsblatt.com (Apps), netzpolitik.org (Datenschutz), bundesgesundheitsministerium.de (Gesetzentwurf, 90-Seiten-PDF)

Chinas Polizei durchsucht mit einer App offenbar die Handys von Touristen.

China: Personen, die über den Landweg von Kirgisistan nach China einreisen, müssen Grenzpolizisten ihr Handy geben, woraufhin die Beamten eine Software installieren, die das Gerät unter anderem auf Koransuren und Texte über den Dalai Lama, Tibet oder Taiwan absucht. Die "Süddeutsche Zeitung" hat die App von einem Touristen erhalten und zusammen mit weiteren Medien untersuchen lassen.
sueddeutsche.de

Bahn entwickelt App für Carsharing, Mietfahrräder und E-Scooter.

Deutsche Bahn überarbeitet unter dem Namen "Mobimeo" ihre App DB Navigator grundlegend. Neben Zug- und ÖPNV-Tickets sollen Nutzer damit auch Carsharing betreiben sowie Mietfahrräder und E-Scooter buchen können, schreibt der "Spiegel". Der Konzern investiert einen dreistelligen Mio-Betrag und hofft, es entsteht die führende deutsche Mobilitäts-App.
"Spiegel" 19/2019, S. 62 (Paid)

“Tagesspiegel”: Ab Mai kostet der Checkpoint, Bezahlsystem für Tagesspiegel.de soll folgen.


Cashpoint: Der Tagesspiegel hebt die Bezahlschranke und macht den Newsletter Checkpoint ab Mitte Mai kostenpflichtig, sagt Lorenz Maroldt im "Horizont"-Interview. Der Newsletter kommt künftig in zwei Fassungen: Eine abgespeckte Version bleibt kostenlos verfügbar, das längere Original enthält Exklusiv-Infos, einen täglichen Comic, Verlosungen und Vorteilsangebote.

Abonnenten zahlen 6,99 Euro im Monat, das Jahresabo kostet 5 Euro monatlich. Der Checkpoint wird in diesem Zuge erweitert und erscheint an sechs Tagen in der Woche, also auch am Wochenende. Später sollen zudem App und Website überarbeitet werden und ein Bezahlsystem für Tagesspiegel.de folgen.
"Horizont" 18/2019, S. 10 (Paid)

Basta: Tinder schafft den Attraktivitäts-Score ab.

Tinder App-Logo 150In diesem Spiel sind alle Tricks erlaubt: Tinder mottet den Elo-Score ein, den Attraktivitäts-Ranking-Faktor, der bisher entschied, welche Profile einander vorgeschlagen werden – nicht zugunsten innerer Werte, sondern eines anderen Algorithmus. In-App-Käufe, mit denen Nutzer das Ranking außer Kraft setzen können, bleiben ebenfalls bestehen – verschmäht-flüssige Entlein können also nach wie vor Amor-Pfeile auf Schwäne schleudern.
theverge.com

“taz” gründet Team für Zukunftsprojekte mit fünf Mitarbeitern.

In Zukunft: Die "taz" gründet ein Konzeptteam, die fünf Mitarbeiter sollen sich um Zukunftsprojekte kümmern und dabei den Innovationsreport berücksichtigen. Bis Anfang 2021 soll u.a. die Weiterentwicklung der "taz" im Netz, der Wochenendausgabe und der App stehen. Luise Strothmann übernimmt die Produktentwicklung der "taz" im Netz, Jürn Kruse das Community-Management, Jörg Kohn die "taz am Wochenende". Lena Kaiser und Jan Kahlcke verantworten die Entwicklung der täglichen App.
per Mail, turi2.de (Background)

Zeitschriften-Gutschein-App Eazers gibt auf.

Eazers: Die Gutschein-App für Printmedien stellt ihren Betrieb ein. Geschäftsführer Jürgen Kieslich sieht keine ausreichenden Wachstumschancen für die App, mit der Verlage potenziellen Lesern digitale Gutscheine für gedruckte Zeitungen und Zeitschriften ausstellen konnten. Im Programm von Eazers waren u.a. "Bild", "Wirtschaftswoche" und Spezial-Titel. Das Angebot war beim SZZ Presse-Grosso entstanden.
dnv-online.net

Meinung: Tik-Tok könnte das erste weltweite Social Network werden.

Tik-Tok könnte das erste weltumspannende Social Network werden, schreibt Corinna Budras in der "FAS". Anders als Facebook oder Snapchat komme die App aus China, wo meist einheimische Netzwerke den westlichen Platzhirschen vorgezogen würden. Offizielle Nutzerzahlen gibt es zwar nicht, Experten gehen aber von einer halben Milliarde Nutzern der Synchron-Sing-App aus. Die meisten davon sind Teenager, doch auch Ältere würden den Hype nun für sich entdecken.
"FAS", S. 24 (Paid)

Otro vermarktet Fußball-Stars in einer App.

Otro versucht mit einem Mix aus Community und Streaming Fußball-Fans zum Bezahlen zu animieren. Die neue App-Plattform zeigt für 3,99 Euro Videos und Interviews mit Stars wie David Beckham und Lionel Messi. Hinter der Content-Marketing-Maßnahme der Fußball-Elite stehen Unternehmer Simon Oliveira, Investor 23 Capital und die Digitalagentur R/GA.
otro.com, forvision.de

Amazon bringt Bezahlsystem Amazon Pay in Restaurants und an Tankstellen.

amazonAmazon tritt im Bezahlsektor in Konkurrenz zu Apple und Google und will Kunden mit seinem Bezahlsystem Amazon Pay künftig auch per App mobil bezahlen lassen, schreibt das "Wall Street Journal". Insbesondere Tankstellen und Restaurants will Amazon als Nutzer gewinnen, da beide den Versandhändler nicht als direkten Konkurrenten ansehen.
wsj.com (Paid) via businessinsider.de

Musical.ly verschmilzt mit Tik Tok und verschwindet als App-Name.


Namedropping: Musical.ly, Synchrongesangs-App mit rund 100 Mio überwiegend jungen Nutzern, verschmilzt mit der Konkurrenz-App Tik Tok. Der App-Name Musical.ly verschwindet vom Markt. Beide Apps gehören der chinesischen Firma Bytedance. Nach der Fusion soll Tik Tok 200 bis zu 600 Mio Nutzer erreichen und von einer reinen Tanz-und-Sing-Plattform zu einer vollwertigen Videoapp weiterentwickelt werden.

Während Musical.ly vor allem im Westen genutzt wird, ist Tik Tok in Asien erfolgreich. Musical.ly startete 2014 mit seinem Hauptsitz in Los Angeles. Entwickelt wurde die App jedoch in China. 2017 kaufte Bytedance die App für einen Preis zwischen 800 Mio und 1 Mrd Dollar. Musical.ly ist vor allem bei Teenagern beliebt, kämpft aber mit der Kritik, Pädophile anzulocken.
netzfeuilleton.de, faz.net

Studie: Forscher können Twitter-Nutzer mit Metadaten zu 96,7 % identifizieren.

Twitter: Anhand der Metadaten, die Nutzer bei jedem Tweet mitsenden, können Nutzer exakt identifiziert werden, analysieren Forscher des University College in London. Bei jedem Tweet senden Nutzer 144 "obskure Datenfelder". Die Forscher konnten damit 10.000 Nutzer zu 96,7 % genau bestimmen, auch wenn diese versucht haben, ihre Identität zu verschleiern.
wired.co.uk, sueddeutsche.de