Basta: Per App auf Kuschelkurs mit Spinnen.

Spider-App: Die Uni Basel lässt mit der App "Phobys" eine Horde Spinnen auf Hände und Wohnungen von Smartphone-Nutzerinnen los. Die Konfrontation mit den virtuellen Achtbeinern soll Arachnophobie bezwingen. Für fünf Dollar gibt es zehn Lerneinheiten mit immer mehr Krabbelviechern auf dem Display. Eine Lösch-Funktion, um die lebensechten Pendants aus dem Haus zu befördern, bietet die App allerdings nicht.
phobys.com (App), unibas.ch

Apple und Google löschen Nawalny-App aus ihren Stores.

Eingeknickt: Die Smart-Voting-App des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny kann in den russischen Apple- und Google-Stores nicht mehr heruntergeladen werden. Offenbar reagieren die Tech-Konzerne damit auf die Forderung der russischen Aufsichtsbehörde, die alle Organisationen Nawalnys als extremistisch einstuft und den Unternehmen Geldstrafen angedroht hatte. Nawalnys Anhänger sprechen von "politischer Zensur".
spiegel.de, turi2.de (Background)

CDU-Wahlkampf-App: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Hackerin ein.

Entlastet: Die Berliner Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen gegen Lilith Wittmann aus dem Chaos Computer Club ein, meldet der "Spiegel". Die Hackerin hatte die CDU im Mai auf eine Schwachstelle in deren Wahlkampf-App hingewiesen, daraufhin hatte die Partei Wittmann angezeigt. Nach Kritik hat die CDU die Strafanzeige zwar zurückgenommen, die Staatsanwaltschaft musste aber trotzdem weiter ermitteln. Das Ergebnis: Wittmann habe nicht gegen den Hacker-Paragrafen verstoßen, da die internen Daten "nicht vor einem unberechtigten Zugriff geschützt und aus technischer Sicht öffentlich abrufbar" gewesen sind.
spiegel.de, heise.de, lilithwittmann.medium.com

Meinung: Apple wendet bei seiner App-Store-Reform eine Salamitaktik an.

Apple: Die Gesetzgeber in aller Welt sollten sich nicht mit Apples Salamitaktik zufriedengeben, schreibt Svenja Bergt in der "taz". Mit den Lockerungen im App-Store wolle der Konzern testen, wie viele Abstriche vom "eigenen optimalen Geschäftsmodell" nötig sind, damit der "öffentliche, politische und juristische Gegenwind" nachlässt. "Merkwürdige Praktiken, wie exorbitante Provisionen auf In-App-Käufe", würden sich jedoch auch "ganz von selbst erledigen", wenn Tech-Monopole wie die von Apple und Google aufgelöst werden würden.
taz.de, turi2.de (Background)

Wegen nicht blockierter Wahl-App: Russland droht Google und Apple mit Geldstrafen.

Russland wirft Google und Apple Wahlbeeinflussung vor. Grund dafür ist, dass die Tech-Konzerne die Smart-Voting-App von Kreml-Kritiker Alexej Nawalny nicht blockieren wollen. Das könne zu hohen Geldstrafen führen, teilt die Aufsichtsbehörde Roskomnadsor mit. Russland stuft alle Organisationen, die mit Nawalny in Verbindung stehen, als extremistisch ein.
spiegel.de

Apple lockert Bezahlregeln für seinen App-Store.

Apple kommt seinen Kritikerinnen erneut entgegen und reformiert seinen App-Store. Netflix, Amazon und Spotify, aber auch Medienverlage und E-Book-Anbieter können ab Anfang 2022 Links in ihre Apps setzen und Nutzerinnen auf eigene Webseiten weiterleiten, um dort ein Abo abzuschließen. Damit können Unternehmen die Provision umgehen, die sie sonst an Apple zahlen müssten.
spiegel.de, faz.net, turi2.de (Background)

Studie: Alternative Fakten werden geteilt, um Gruppen-Zugehörigkeit zu zeigen.

Facebook funktioniert nicht als "Marktplatz der Ideen", sondern vielmehr als "Arena für Identitätsbehauptung und -bestätigung", sagt eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung, aus die der "Spiegel" zitiert. Userinnen teilen alternative Fakten auf AfD-Seiten vor allem deswegen, weil sie dadurch ihre Gruppen-Zugehörigkeit ausdrücken wollen. Faktenchecks würden daher z.B. nicht viel bewirken.
spiegel.de, otto-brenner-stiftung.de (Studie)

Instagram: Userinnen müssen Geburtsdaten nachreichen.

Instagram verlangt nun von allen Userinnen einen Altersnachweis. Eine entsprechende Aufforderung erscheint ab sofort beim Öffnen der App – wird diese zu lange ignoriert, werde der Kanal gesperrt. Bis 2019 war eine Altersangabe nicht zwingend. Instagram will damit Minderjährige besser schützen. Erst im Juli hatte Instagram alle Konten von unter 16-Jährigen automatisch auf privat gestellt, generell ist ein Profil ab 13 Jahren erlaubt.
techchrunch.com, futurezone.at

Clubhouse mit neuem Raumklang-Feature.

Klingt gut: Clubhouse führt 3D-Audio bei seiner App ein. Durch das Feature, das an Surround-Sound erinnert, sollen die Stimmen so klingen, als kämen sie aus verschiedenen Richtungen. Dadurch sollen sich die Gespräche "lebensechter" anhören. Vorerst haben Android-Userinnen aber mal wieder das Nachsehen: Die neue Funktion steht zunächst nur iOS-Nutzenden zur Verfügung.
blog.clubhouse.com, reuters.com


Netflix testet Mobile-Games in Polen.

Mögen die Spiele beginnen: Schon länger plant Netflix, Videospiele in sein Angebot zu integrieren. In Polen startet der Streamingdienst nun erstmals einen Test mit zwei Handyspielen. "Stranger Things: 1984" und "Stranger Things 3" sind dort ab sofort ohne Zusatzkosten über die Android-App downloadbar. Vorerst können die Spiele nicht gestreamt werden, die Installation erfolgt über den Google Play Store. Netflix verspricht, dass alle künftig angebotenen Spiele ohne Werbung auskommen, keine In-App-Käufe enthalten und im Abo inkludiert sind.

Auf Twitter schreibt Netflix, man befinde sich noch in einem sehr frühen Stadium, was das Gaming-Angebot betrifft. Man werde in den kommenden Monaten noch "viel Arbeit zu tun" haben. Wann das Spiele-Angebot für andere Länder verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt. Netflix liebäugelt schon seit einiger Zeit damit, ins Gaming-Geschäft einzusteigen. Mitte Juli hat man dafür den Ex-Facebook-Manager Mike Verdu in die Spiele-Entwicklung geholt.
theverge.com, twitter.com, gamepro.de, turi2.de (Background)

Doordash und Gorillas beenden Investitionsgespräche.

DoorDash beendet die Verhandlungen über eine Beteiligung an dem deutschen Lebensmittellieferanten Gorillas. Der größte Lieferdienst der USA war offenbar bereit, 400 Mio Dollar in den 10-Minuten-Lieferdienst aus Berlin zu investieren. Doch Gorillas war die Bewertung von rund 2,5 Mrd Dollar wohl zu niedrig. Ursprünglich strebte der Express-Lieferdienst einen Wert um 6 Mrd Dollar an. Doch Mitarbeiterstreiks, Ärger mit den Behörden und der Vorwurf schlechter Arbeitsbedingungen haben Investoren offenbar abgeschreckt.
telegraph.co.uk (Paid), seekingalpha.com

Spotify kauft Aktien im Wert von 1 Mrd Dollar zurück.

SpotifyFreikauf: Spotify startet ein Aktien-Rückkaufprogramm. Der Streamingdienst will innerhalb der nächsten 5 Jahren Aktien im Wert von einer Mrd Dollar zurückkaufen. Nach heutiger Bewertung wären das rund 2,5 Prozent der Anteile. Die Ankündigung trieb den Aktienkurs in die Höhe. Das Unternehmen hat bereits 2018 ein ähnliches Rückkaufprogramm durchgeführt.
techcrunch.com

N26 will Finanzaufsicht mit Risikovorstand besänftigen.

N26 reagiert auf wachsenden Druck der Finanzaufsicht BaFin und erweitert seine Führung um einen Risikovorstand. Der besteht u.a. aus Geschäftsführer Thomas Grosse, der zusätzlich Risikochef wird. Weitere Top-Manager erhalten zusätzliche Jobtitel wie Geldwäschebeauftragter oder Risiko-Direktor. Die Smartphone-Bank will damit drohenden Auflagen der Finanzaufseher zuvorkommen, die N26 zahlreiche gravierende Mängel in puncto Sicherheit oder beim Kampf gegen kriminelle Geschäfte vorwerfen.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Wie Dealer per Telegram Drogen verkaufen.

Lese-Tipp: In der App Telegram bieten Dealer Drogen an, als wären sie "in einer Süßwarenabteilung", schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Die Zeitung hat mehr als 200.000 Nachrichten des Messengers analysiert und stellt fest, dass der Markt seit der Pandemie stark wächst. Telegram sei zugänglicher als das Darknet und spreche vor allem junge Menschen an. Strafrechtliche Verfolgung sei schwierig, da die Betreiber nicht mit Behörden kooperierten.
sueddeutsche.de (Paid)

Facebook will Büros in die virtuelle Realität outsourcen.

Blick in die Zukunft: Facebook will mit der VR-App Horizon Workrooms Büros in die virtuelle Realität outsourcen. Mit App und 3D-Brille können Nutzer*innen einen Avatar von sich erstellen und im virtuellen Büro treffen und per Sprache, Chat, Mimik und Gestik miteinander kommunizieren, Dateien teilen und auf einem virtuellen Whiteboard präsentieren. Die App funktioniert in Kombination mit der VR-Brille Oculus Quest 2 und ist aktuell noch in einer Beta-Version und nur per Einladung verfügbar.
cbsnews.com, t3n.de

Taliban bringen westliche Techkonzerne in die Bredouille.

Harām Media: Die Taliban leben in Sachen Kommunikation nicht mehr hinterm Halbmond. Sie nutzen westliche Plattformen wie WhatsApp, Telegram oder Twitter und bringen Techkonzerne damit in die Bredouille. Während umstrittene Politiker wie Donald Trump auf Twitter gesperrt sind, haben Taliban-Sprecher hunderttausende Follower. Facebook sperrt die Taliban zwar aus, doch über WhatsApp können die Gotteskrieger ungehindert kommunizieren. Experten halten Sperrungen der Kommunikationswege aber für wenig zielführend.
faz.net

WDR beteiligt sich an KI-Forschungsprojekt.

Künstliche Intelligenz: Der WDR steigt zum 1. November in das EU-Forschungsprojekt "Open GPT-X" ein, bei der die Entwicklung von KI-Sprachmodellen im Fokus steht. Damit sollen künftig z.B. automatisch erstellte Sportberichte oder Text-Zusammenfassungen möglich sein. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut ist zudem ein KI-gestützter Sprachassistent für die Sendung mit der Maus geplant, in einer App soll es dann u.a. interaktive Spiele geben.
presseportal.de

Zahl des Tages: 50 % der Top-Marken machen nichts bei TikTok.

Zahl des Tages: Rund 50 % der 317 von In Video untersuchten Top-Marken posten nichts bei TikTok oder haben noch nicht mal einen eigenen Account. Zu den Verweigerern der Kurzvideo-Plattform gehören z.B. Ikea, Nestlé, Audi und Toyota. Die meisten Videoabrufe verzeichnen Firmen aus den Bereichen Food, Tech und Gaming, die erfolgreichsten Marken posten im Schnitt 3,1 Beiträge pro Woche.
invideo.io via horizont.net (Paid)

Tinder kündigt ID-Verifizierung für Dating-Profile an.

Tinder App-Logo 150Echtheits-Check: Tinder will in den kommenden Monaten eine neue Option zur Identitätsüberprüfung einführen. Nutzerinnen können sich dann mit Ausweisdokumenten verifizieren lassen – vorerst freiwillig. Bisher bietet Tinder in den meisten Ländern nur eine Foto-Verifizierung an, wobei Userinnen der Datingapp ein Selfie in einer bestimmten Pose zur Prüfung schicken.
heise.de

Lese-Tipp: Wie Bumble-Gründerin Whitney Wolfe Herd das Onlinedating für Frauen verändert hat.

Lese-Tipp: Ex-Tinder-Managerin Whitney Wolfe Herd ist der neue Star der Onlinedating-Branche, schreibt Lorenz Wagner im "SZ-Magazin". Nur Frauen können in der Bumble-App den ersten Schritt zum Kennenlernen machen. Die Idee zu dem "Anti-Tinder" kam Wolfe 2014, nachdem sie Tinder im Streit verlassen hatte. Berichten zufolge soll Wolfe dort herausgemobbt worden sein.
sz-magazin.sueddeutsche.de (Paid)

Kinderporno-Scans: WhatsApp kritisiert Apple-Pläne.

WhatsApp wird keine Kinderporno-Scan-Funktion einführen wie Apple, sagt Chef Will Cathcart. Apple führe damit ein eigenes "Überwachungssystem" ein, das z.B. von Regierungen oder Spyware-Firmen missbraucht werden und die Privatsphäre der Nutzenden verletzen könnte. WhatsApp setzt stattdessen weiterhin darauf, dass Nutzerinnen fragwürdige Inhalte möglichst leicht selbst dem Dienst melden können. Rund 400.000 Fälle habe WhatsApp 2020 einer NGO übermittelt – ohne die Verschlüsselung zu knacken.
mashable.com, twitter.com, ft.com (Paid), itopnews.de, turi2.de (Background)

Basta: Tiere suchen ein Zuhause – mit Tierheim-Tinder.

Tinder App-Logo 150Scharfe Hunde: Das Tierheim München setzt bei der Vermittlung von langjährigen Heimbewohnerinnen bald auf die Dating-App Tinder. Wer mit einem Tier matcht, unterhält sich zunächst mit einem Chat-Bot – z.B. über die Frage, ob dem Vierbeiner ein Garten in seinem potenziellen neuen Zuhause erwartet. Das erste Date findet dann mit den Tierpflegerinnen statt. Die versichern schon mal im Vorfeld: Hunde, die tindern, beißen nicht.
zeit.de

App-Tipp: “Brickit” scannt ausgewählte Lego-Steine.

Stein auf Stein: Die App Brickit will vergessene Lego-Steine im Kinderzimmer aus der Reste-Kiste holen. Brickit scannt die Plastik-Teile kostenlos und schlägt Kombinationsmöglichkeiten nach bislang 1.500 Lego-Anleitungen vor. Eine offizielle Lizenz von Lego gibt es dafür noch nicht. Hinter dem Fan-Projekt steckt Leonid Aleksandrov und sein 14-köpfiges Team aus Moskau, die künftig auch Eigenkreationen der Userinnen in die Datenbank einpflegen wollen. Ab Herbst soll es auch eine Android-Version geben.
spiegel.de, apps.apple.com (Brickit im App Store)

Nationalparkverwaltung Berchtesgaden sperrt Instagram-Hotspot.

Ausgepostet: Die Nationalparkverwaltung Berchtesgaden sperrt den Königsbachwasserfall, der sich zu einem Hotspot für Influencerinnen entwickelt hatte. Anziehungspunkt war ein Naturpool, der eine schöne Instagram-Kulisse verspricht. Grund für die Sperrung ist vor allem der Naturschutz, ein Gebiet von zehn Hektar rund um den Wasserfall darf für die kommenden fünf Jahre nicht betreten werden.
stern.de, nordbayern.de

Lese-Tipp: Telegram-Gründer Pawel Durow will Einfluss und globale Anerkennung.

Lese-Tipp: Telegram-Gründer Pawel Durow (Foto) geht es weniger ums Geld, sondern um "Einfluss und globale Anerkennung", schreiben Christina Hebel, Max Hoppenstedt und Marcel Rosenbach. Durow arbeite mit einer kleinen, geschlossenen Gemeinschaft an der App und lasse Geheimdienste und Regierungen auflaufen, wenn es um Kontaktanfragen oder die Herausgabe von Daten gehe. Das Bundesjustizministerium will Telegram deshalb künftig dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz unterwerfen.
spiegel.de (Paid)

“The Pioneer” erweitert sich um “Security Briefing”.

The Pioneer von Gabor Steingart ergänzt sein Angebot ab Mittwoch um das 14-tägig erscheinende Security Briefing mit Reporterin Marina Kormbaki und Vize-Chefredakteur Gordon Repinski. Das Format widmet sich den Themen Verteidigung, Geopolitik und Diplomatie. Ergänzend dazu bündelt Steingart seine Angebote in der erneuerten Podcast-App von The Pioneer, die im App Store und Google Play Store zum Download bereit steht.
per Mail, meedia.de

Lese-Tipp: OMR nimmt die “Hype-App” Poparazzi unter die Lupe.

Lese-Tipp: Roland Eisenbrand nennt bei OMR die Erfolgsfaktoren der neuen Foto-App Poparazzi, bei der nur jeweils andere Nutzerinnen das eigene Profil mit Selfie-Schnappschüssen bestücken können. So habe Poparazzi u.a. mehrere TikTok-Influencerinnen engagiert, damit diese über ihre Accounts für die App trommeln. Durch das Anbieten von Pre-Orders im Apple Store hätten die Macherinnen ihren selbsternannten "Anti Selfie Selfie Club" schon vor der Veröffentlichung "auf Hit programmiert".
omr.com

Clubhouse startet Android-App in den USA.

Was lange währt, wird endlich Beta: Die Audio-App Clubhouse ist nach über einem Jahr erstmals über Android verfügbar – vorerst aber nur als Beta-Version in den USA. Bevor weitere englischsprachige Länder und der Rest der Welt folgen, will der Dienst Feedback der Community sammeln, etwaige Technik-Probleme beheben und Funktionen wie Zahlungen und die Erstellung von Clubs hinzufügen.

Userinnen außerhalb der USA können sich im Google Play Store für Clubhouse vorregistrieren, sie werden dann automatisch darüber benachrichtigt, wenn die App in ihrem Land verfügbar ist. Gänzlich öffnen wird sich Clubhouse aber auch weiterhin nicht, an dem Einladungs-Prinzip will man festhalten. Clubhouse war lange nur auf Apples Betriebssystem iOS nutzbar. Derweil hat die Konkurrenz bereits an ihren eigenen Clubhouse-Klonen gearbeitet, erst Anfang Mai ist Twitter Spaces für alle Nutzerinnen mit mehr als 600 Followern an den Start gegangen.
joinclubhouse.com, turi2.de (Background Twitter), turi2.de/clubraum

Corona-Warn-App kann nun Schnelltest-Ergebnisse erfassen.

Update: Über die Corona-Warn-App können Nutzende ab sofort Schnelltest- und PCR-Test-Ergebnisse empfangen – und ihre Kontaktpersonen warnen, wenn gewollt. Voraussetzung ist, dass man sich in einer Teststelle eines bereits kooperierenden Partners testen lässt. Zum Start sind acht Partner an Bord, u.a. das Bundeskanzleramt, das Bayerische Rote Kreuz und DM. Zunächst können nur iOS-Userinnen die neueste Version 2.1 herunterladen, die Android-Variante soll in spätestens 48 Stunden folgen.
coronawarn.app via t-online.de, turi2.de (Background)

Betreiberinnen der Luca-App reagieren mit Statement auf die Vorwürfe des CCC.


Luca contra CCC: Die Betreiberinnen der Registrierungs-App Luca reagieren mit einem achtseitigen Statement auf die Vorwürfe des Chaos Computer Clubs, der dem Tool u.a. ein intransparentes Geschäftsmodell und eine handwerklich fehlerhafte Validierung angekreidet sowie seine sofortige Aussetzung gefordert hat. In dem Schreiben, das turi2 vorliegt, gehen die Macherinnen der App selbst in die Offensive: Die Kritik des CCC sei "überzogen", Luca ein "Hilfsmittel zur Eindämmung der Pandemie" und nicht "der alleinige Heilsbringer". Sicherheitsrelevante Fragen sollten zwar "unbedingt gestellt werden", dem Team der App sei "hier allerdings keine Lücke im Luca-System bekannt". Das Geschäftsmodell von Luca sei "transparent", das Vergabeverfahren gemäß Verordnung gelaufen.

Zu anderen Kritikpunkten des CCC geben die Betreiberinnen teilweise an, nachgearbeitet zu haben. Die SMS-Verifizierung sei stark verbessert worden, alle IP-Adressen von Bots und aus dem TOR-Netzwerk stünden auf einer Blacklist. Der verfügbare Open-Source-Code der App sei am Mittwoch veröffentlicht worden. Auch den CCC-Vorwurf, die Luca-Schlüsselanhänger würden bei jedem Scan die vollständige, zentral gespeicherte Location-Historie verraten, versucht das Unternehmen so gut es geht zu entkräften: Die Daten der Userinnen seien nur von Gesundheitsämtern entschlüsselbar. Der CCC berufe sich auf ein Beispiel, in dem sich ein Dritter Zugang zu einem privaten Schlüsselanhänger verschafft habe.
turi2 – eigene Infos, t3n.de

Meinung: Bei Clubhouse blättert der Lack ab.

Clubhouse steht schon wieder vor dem Absturz, glaubt Lars Bube. Bei der "maroden App" blättere aufgrund von Sicherheitsbedenken und starker Konkurrenz der Lack ab, was u.a. abgeflaute Google-Trends belegen. Nutzerinnen seien "vom virtuellen Palaver schnell gelangweilt" – knapp die Hälfte aller deutschen Clubhouse-Userinnen gibt derzeit an, die App nicht mehr zu nutzen.
ict-channel.com

Basta: App soll Nachwuchs-Kriminellen auf die Sprünge helfen.

Voll einleuchtend: Das Justizministerium veröffentlicht mit der App Voll erwischt einen "kleinen Helfer" für 14- bis 20-jährige Jugendliche im Strafverfahren. Die Zielgruppe will man "möglichst niedrigschwellig" erreichen. Heraus gekommen sind u.a. bahnbrechende Tipps Selbstverständlichkeiten wie: "Handy ausschalten im Prozess, Mütze abnehmen, keine kurze Hose."
bild.de

Betreiber der Luca App wehren sich gegen Kritik von Jan Böhmermann.

Luca App vs. Böhmermann: Die Betreiber der Contact-Tracing-App Luca wehren sich gegen die Kritik von Jan Böhmermann, die App verhindere keine Falschangaben. Der Moderator hatte seine Followerinnen via Tweet aufgefordert, einen QR-Code des Zoos Osnabrück zu scannen und unter falschen Namen dort "einzuchecken". Das Startup Nexenio, das hinter der Luca App steht, weist die Anschuldigungen zurück: Niemand habe "echte Fehler beim Datenschutz gezeigt".
handelsblatt.com, twitter.com (Tweet Böhmermann)

Kika-Player: Videos lassen sich nun auch offline anschauen.

Kika stattet seine Mediatheken-App Kika-Player ab sofort mit einem Offline-Modus aus. Zudem lassen sich barrierefreie Angebote wie Audiodeskription und Deutsche Gebärdensprache mittels neuer Kennzeichnungen leichter finden. Neu ist auch die individuelle Profil-Bearbeitung, z.B. verspricht der Kindersender "vielfältige Bearbeitungsmöglichkeiten" des Avatars.
presseportal.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Kika-Chefin Astrid Plenk über die Zukunft des Kinderfernsehens.

Corona-Warn-App und Luca-App sollen aufeinander abgestimmt werden.

App mal App: Die Corona-Warn-App und die Checkin-App Luca sollen laut Bundesgesundheitsministerium aufeinander abgestimmt werden, um Infektionscluster besser nachverfolgen zu können. Beide Apps sollen künftig QR-Codes scannen können, die etwa bei Veranstaltungen oder einem Gastronomiebesuch nötig werden. Unterscheiden soll sich künftig ihr Zweck: Die Corona-Warn-App ist laut Ministerium eher für private Events gedacht, Luca u.a. gegen "Zettelwirtschaft in Restaurants".
sueddeutsche.de

Corona-Warn-App: Check-in-Funktion soll nach Ostern kommen.

Update in Sicht: Die Corona-Warn-App soll "recht zeitnah nach Ostern" über ein Check-in-System verfügen, berichtet der "Spiegel". Mittels QR-Codes soll die Kontaktverfolgung z.B. bei Veranstaltungen oder in der Gastronomie erleichtert werden. Dabei speichert die App den Check-in lokal auf dem Smartphone, personenbezogene Daten werde sie nicht erfassen.
spiegel.de, t-online.de

“Spiegel”, “Manager Magazin” und “Harvard Business Manager” bündeln ihre Apps.

App in one: "Spiegel", "Manager Magazin" und "Harvard Business Manager" fusionieren ihre bestehenden Apps. Die Digital-Ausgaben der Magazine, bisher über die Kiosk-App abrufbar, werden in die Nachrichten-Apps von "Spiegel" und "Manager Magazin" integriert. Die Kiosk-Apps werden "für eine Übergangszeit" noch unterstützt, anschließend aber stillgelegt.
spiegelgruppe.de