Basta: App soll Nachwuchs-Kriminellen auf die Sprünge helfen.

Voll einleuchtend: Das Justizministerium veröffentlicht mit der App Voll erwischt einen "kleinen Helfer" für 14- bis 20-jährige Jugendliche im Strafverfahren. Die Zielgruppe will man "möglichst niedrigschwellig" erreichen. Heraus gekommen sind u.a. bahnbrechende Tipps Selbstverständlichkeiten wie: "Handy ausschalten im Prozess, Mütze abnehmen, keine kurze Hose."
bild.de

Betreiber der Luca App wehren sich gegen Kritik von Jan Böhmermann.

Luca App vs. Böhmermann: Die Betreiber der Contact-Tracing-App Luca wehren sich gegen die Kritik von Jan Böhmermann, die App verhindere keine Falschangaben. Der Moderator hatte seine Followerinnen via Tweet aufgefordert, einen QR-Code des Zoos Osnabrück zu scannen und unter falschen Namen dort "einzuchecken". Das Startup Nexenio, das hinter der Luca App steht, weist die Anschuldigungen zurück: Niemand habe "echte Fehler beim Datenschutz gezeigt".
handelsblatt.com, twitter.com (Tweet Böhmermann)

Kika-Player: Videos lassen sich nun auch offline anschauen.

Kika stattet seine Mediatheken-App Kika-Player ab sofort mit einem Offline-Modus aus. Zudem lassen sich barrierefreie Angebote wie Audiodeskription und Deutsche Gebärdensprache mittels neuer Kennzeichnungen leichter finden. Neu ist auch die individuelle Profil-Bearbeitung, z.B. verspricht der Kindersender "vielfältige Bearbeitungsmöglichkeiten" des Avatars.
presseportal.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Kika-Chefin Astrid Plenk über die Zukunft des Kinderfernsehens.

Corona-Warn-App und Luca-App sollen aufeinander abgestimmt werden.

App mal App: Die Corona-Warn-App und die Checkin-App Luca sollen laut Bundesgesundheitsministerium aufeinander abgestimmt werden, um Infektionscluster besser nachverfolgen zu können. Beide Apps sollen künftig QR-Codes scannen können, die etwa bei Veranstaltungen oder einem Gastronomiebesuch nötig werden. Unterscheiden soll sich künftig ihr Zweck: Die Corona-Warn-App ist laut Ministerium eher für private Events gedacht, Luca u.a. gegen "Zettelwirtschaft in Restaurants".
sueddeutsche.de

Corona-Warn-App: Check-in-Funktion soll nach Ostern kommen.

Update in Sicht: Die Corona-Warn-App soll "recht zeitnah nach Ostern" über ein Check-in-System verfügen, berichtet der "Spiegel". Mittels QR-Codes soll die Kontaktverfolgung z.B. bei Veranstaltungen oder in der Gastronomie erleichtert werden. Dabei speichert die App den Check-in lokal auf dem Smartphone, personenbezogene Daten werde sie nicht erfassen.
spiegel.de, t-online.de

“Spiegel”, “Manager Magazin” und “Harvard Business Manager” bündeln ihre Apps.

App in one: "Spiegel", "Manager Magazin" und "Harvard Business Manager" fusionieren ihre bestehenden Apps. Die Digital-Ausgaben der Magazine, bisher über die Kiosk-App abrufbar, werden in die Nachrichten-Apps von "Spiegel" und "Manager Magazin" integriert. Die Kiosk-Apps werden "für eine Übergangszeit" noch unterstützt, anschließend aber stillgelegt.
spiegelgruppe.de

Meinung: Clubhouse ist der “First Mover” einer größeren Social-Audio-Bewegung.

Clubhouse ist der "First Mover" einer größeren Social-Audio-Bewegung, glaubt RMS-Chefin Marianne Bullwinkel. Die App passe zum "Audio only"-Zeitgeist und sei ein Beleg für "Voice als Schlüsseltechnologie der 20er Jahre." Laut Bullwinkel könnte sich Clubhouse in Zukunft auch über gesprochene Werbung finanzieren. Auch Sven Rühlicke, CEO der Audio-Agentur Wake Word, sieht Clubhouse als "letztes Puzzlestückchen" im allgemeinen Trend hin zu Audio.
horizont.net (Paid), blog.medientage.de

Zahl des Tages: Die Corona-Warn-App erreicht ein Drittel der Bevölkerung.

Zahl des Tages: Immerhin 1 von 3 Personen über 16 Jahren nutzt die Corona-Warn-App auf dem Handy, sagt eine Bitkom-Umfrage. Weitere 17 % wollen die Anwendung künftig installieren. Allerdings würden nur 62 % der Befragten einen Positiv-Befund auch in der App teilen. Bislang haben 230.000 Infizierte dies getan. Ab sofort funktioniert die App auch auf älteren iPhone-Modellen.
bitkom.org

Stiftung Warentest prüft Datenschutz von Clubhouse.

Clubhouse teilt persönliche Daten der Nutzer*innen mit Apple und Datenanalyse-Firmen in den USA, zeigt eine Prüfung der Stiftung Warentest. Die App schneidet alle Äußerungen mit und übertrage in vielen Fällen Adressbucheinträge auf Firmenserver, wo sie für Werbezwecke verwendet werden können. Der Verbraucherschutzverband VZBV hat Clubhouse bereits wegen "gravierender rechtlicher Mängel" abgemahnt.
test.de, turi2.de (Background)

Instagram lässt User*innen gelöschte Posts wiederbeleben.

Instagram rollt das neue Feature "Recently deleted" aus, das es User*innen ermöglicht, bereits gelöschten Content 30 Tage lang wiederzubeleben. Gelöschte Inhalte bleiben einen Monat in einem Ordner, der ihre Wiederherstellung zulässt, bevor sie endgültig ins digitale Nirwana wandern. Die App will damit Hacker-Angriffe erschweren, die Bilder und Videos von privaten Konten tilgen.
theverge.com

Verbraucherschutzverband mahnt Clubhouse ab.

Clubhouse-Klatsche: Der Verbraucherschutzverband VZBV mahnt die App Clubhouse ab, weil sie "gravierende rechtliche Mängel" aufweise. Der Verband bemängelt u.a. Verstöße gegen die DSVGO sowie die AGBs, die nicht wie vorgeschrieben auf Deutsch vorlägen. Der VZBV fordert von den Betreibern eine strafbewehrte Unterlassungserklärung, reagiert Clubhouse nicht, könnte eine Klage vor dem Landgericht Berlin folgen.
boerse-online.de, sueddeutsche.de

Meinung: Clubhouse stillt Bedürfnis nach “Talk auf dem Flur” und ersetzt Konferenzen.


In Schnatter-Stimmung: Am Wochenende hat die Kommunikations- und Tech-Branche in Deutschland ihre Twitter-Feeds mit der Audio-App geflutet, heute versuchen sich Journalist*innen und das Social-Media-Personal an Erklärungen für den plötzlichen Clubhouse-Hype. Daniel Hüfner, Alex Hofmann und Hannah Schwär von Business Insider sehen die iOS-App "ein bisschen wie Twitter, nur mit Ton statt Text" – und als Ersatz-Programm für die wegen Corona ausgefallenen Konferenzen. So sieht es auch Jan Nicolas König bei "Horizont": Das Tool befriedige das Bedürfnis nach "Talk auf dem Flur", der derzeit nur eingeschränkt möglich ist.

Die starke Nachfrage hierzulande ist zwar neu, die App dagegen nicht, in den USA ist sie schon seit letztem Frühjahr für Apple-Geräte verfügbar. Roland Eisenbrand zeichnet bei OMR nach, wie Digital-Unternehmer Philipp Glöckler und Berater Philipp Klöckner jetzt den Stein in Deutschland ins Rollen gebracht haben – per Telegram-Gruppe. Julian Heck attestiert der App "ein riesiges Suchtpotential". Startup-Verbandschef Christian Miele freut sich, dass dort statt Social-Media-Agenturen die eigentlichen Profil-Inhaber*innen vorm Mikro sitzen. Medienkritikerin Samira El Ouassil nimmt die App bei Übermedien mit einer Parodie aufs Korn.

Kritisiert wird an Clubhouse, dass Nutzer*innen dem Teilen ihres kompletten Adressbuchs mit dem Anbieter zustimmen müssen, wenn sie andere Leute einladen wollen. Auch das Mitschneiden von Gesprächen durch das dahinterstehende Unternehmen gilt als problematisch, ebenso wird der Männer-Überschuss in den Audio-Runden bemängelt. Marvin Schade erinnert daran, dass Clubhouse bereits in der Vergangenheit zu wenig moderiert habe – und die App vergangenen Herbst durch Konferenzräume mit offen antisemitischen Äußerungen auffiel.

Hüfner, Hofmann und Schwär fassen zusammen: "Nach dem anfänglichen Hype, nach den Wintermonaten und nach den Corona-Beschränkungen wird sich die App erneut beweisen müssen." (Foto: Christoph Dernbach / dpa / Picture Alliance)
businessinsider.de, horizont.net (Paid), omr.com, julianheck.de, uebermedien.de (Parodie), twitter.com (Tweet Miele), medieninsider.com (Paid), bild.de, wuv.de



Mitarbeit: Tatjana Kerschbaumer

Meinung: Clubhouse kommt zur richtigen Zeit.

Clubhouse, Social-Audio-App, erwischt den perfekten Zeitpunkt für ihren Hype, schreibt Jan Nicolas König. Das Tool befriedigt das Bedürfnis nach "Talk auf dem Flur", was derzeit persönlich kaum machbar ist. Besonders Clubhouse-affin sind aufgrund mangelnder Bühnen-Inspiration Deutschlands Marketing-Vordenker*innen. Roland Eisenbrand zeichnet bei OMR nach, wie Digitalunternehmer Philipp Gloeckler und Digitalberater Philipp Klöckner den Clubhouse-Hype in Deutschland ins Rollen gebracht haben. Julian Heck attestiert der App nach zwei Tagen "ein riesiges Suchtpotential". Samira El Ouassil nimm den Hype um die App mit einer Parodie aufs Korn.
horizont.net (Paid), omr.com, julianheck.de, uebermedien.de (Parodie)

Kommunikationsbranche entdeckt Social-Audio-App Clubhouse für sich.

Kommunikationsbranche lechzt nach Clubhouse-Einladungen: Die Social-Audio-App gewinnt rasant an Beliebtheit, bisher ist sie nur für iOS verfügbar. Die Nutzer*innen tauschen sich in Audio-Chaträumen aus, jede*r kann sich in laufende Gespräche einklinken. Besonders für Podcast-Hosts ist die App deshalb interessant. Noch ist sie in der Beta-Phase. Marketing-Clou der Erfinder Paul Davison und Rohan Seth: In den Club kommt man bisher nur per Einladung eines Mitglieds.
twitter.com, t3n.de (Erklärung App)