Meinung: Tinder verändert die Kommunikation der Generation Z.

Tinder: Die Generation Z kommuniziert flüchtiger, ist aber offener und toleranter "als die 40-Jährigen", sagt Tinder-Europachef Lennart Schirmer im "Spiegel"-Interview. Er widerspricht der These, dass Tinder zum Fremdgehen verführe. Seine Freundin habe Schirmer ebenfalls via Tinder kennengelernt. Schirmer verspricht, Nutzerdaten niemals an Dritte weiterzugeben.
"Spiegel" 38/2019, S. 70-71 (Paid)

Sky-Deal soll meistgenutze Fußball-App der Welt profitabler machen.

App: Ein Nachfahre des Malers Lucas Cranach hat die weltweit meistgenutzte Fußball-App One Football erfunden, schreibt die "FAS". Die kostenlose App erwirtschafte kaum Gewinne, doch die über 35 Mio Nutzer weltweit machten das Projekt für Fußball-Clubs interessant. Künftig wolle die App auch kostenpflichtige Spiele über Rechteinhaber Sky zeigen.
"FAS", S. 21 (Paid)

Instagram: Externe Sicherheitsteams sollen Datenlecks aufspüren.


Schlupfloch-Schutz: Instagram will die Daten seiner Nutzer besser schützen und holt sich dafür externe Sicherheitsteams an Bord. Diese sollen Fälle aufspüren, bei denen Nutzerdaten von Drittanbietern missbräuchlich genutzt werden. Die Facebook-Tochter hat dafür ein Programm zur Aufdeckung von Datenmissbrauch angekündigt, bei dem externe Experten sich Prämien verdienen können, wenn sie Fälle finden, bei denen Benutzerdaten illegal eingesammelt werden.

Mit dem Programm reagiert Instagram auf den Vorfall um die Marketingfirma Hyp3r. Diese soll Nutzerdaten, wie u.a. den Standort, über einen längeren Zeitraum abgegriffen und zur zur Vermarktung eingesetzt haben. businessinsider.de, cnet.com, turi2.de (Background)

Digitales-Versorgungs-Gesetz: Krankenkassen sollen Gesundheits-Apps zahlen.


An App a day keeps the doctor away? Apps mit "konkreten gesundheitlichen Nutzen" sollen künftig von der Krankenkasse bezahlt werden. Den Entwurf des entsprechenden "Digitale-Versorgungs-Gesetzes" hat Gesundheitsminister Jens Spahn am Mittwoch durch Kabinett gebracht. Im "Handelsblatt"-Interview erklärt er, dass Apps auf ihre Verschreibungswürdigkeit geprüft würden. Wie bei Medikamenten entscheide der Arzt darüber, wer eine App erhalte.

Die Programme sollten die Leistung des Arztes oder von Medikamenten allerdings nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen: "Das Prinzip lautet: nicht App statt Arzt, sondern Arzt und App."

Der Gesetzentwurf gibt Krankenkassen zudem neue Marketing-Möglichkeiten: Die Kassen könnten Daten ihrer Versicherten nach wirtschaftlichen Aspekten auswerten und anonymisiert an Dritte weitergeben, schreibt Netzpolitik.org. Damit würde Spahn den bisher recht strikten Gesundheitsdatenschutz aufweichen, schreibt das Blog.
handelsblatt.com (Apps), netzpolitik.org (Datenschutz), bundesgesundheitsministerium.de (Gesetzentwurf, 90-Seiten-PDF)

Chinas Polizei durchsucht mit einer App offenbar die Handys von Touristen.

China: Personen, die über den Landweg von Kirgisistan nach China einreisen, müssen Grenzpolizisten ihr Handy geben, woraufhin die Beamten eine Software installieren, die das Gerät unter anderem auf Koransuren und Texte über den Dalai Lama, Tibet oder Taiwan absucht. Die "Süddeutsche Zeitung" hat die App von einem Touristen erhalten und zusammen mit weiteren Medien untersuchen lassen.
sueddeutsche.de

Bahn entwickelt App für Carsharing, Mietfahrräder und E-Scooter.

Deutsche Bahn überarbeitet unter dem Namen "Mobimeo" ihre App DB Navigator grundlegend. Neben Zug- und ÖPNV-Tickets sollen Nutzer damit auch Carsharing betreiben sowie Mietfahrräder und E-Scooter buchen können, schreibt der "Spiegel". Der Konzern investiert einen dreistelligen Mio-Betrag und hofft, es entsteht die führende deutsche Mobilitäts-App.
"Spiegel" 19/2019, S. 62 (Paid)

“Tagesspiegel”: Ab Mai kostet der Checkpoint, Bezahlsystem für Tagesspiegel.de soll folgen.


Cashpoint: Der Tagesspiegel hebt die Bezahlschranke und macht den Newsletter Checkpoint ab Mitte Mai kostenpflichtig, sagt Lorenz Maroldt im "Horizont"-Interview. Der Newsletter kommt künftig in zwei Fassungen: Eine abgespeckte Version bleibt kostenlos verfügbar, das längere Original enthält Exklusiv-Infos, einen täglichen Comic, Verlosungen und Vorteilsangebote.

Abonnenten zahlen 6,99 Euro im Monat, das Jahresabo kostet 5 Euro monatlich. Der Checkpoint wird in diesem Zuge erweitert und erscheint an sechs Tagen in der Woche, also auch am Wochenende. Später sollen zudem App und Website überarbeitet werden und ein Bezahlsystem für Tagesspiegel.de folgen.
"Horizont" 18/2019, S. 10 (Paid)

Basta: Tinder schafft den Attraktivitäts-Score ab.

Tinder App-Logo 150In diesem Spiel sind alle Tricks erlaubt: Tinder mottet den Elo-Score ein, den Attraktivitäts-Ranking-Faktor, der bisher entschied, welche Profile einander vorgeschlagen werden – nicht zugunsten innerer Werte, sondern eines anderen Algorithmus. In-App-Käufe, mit denen Nutzer das Ranking außer Kraft setzen können, bleiben ebenfalls bestehen – verschmäht-flüssige Entlein können also nach wie vor Amor-Pfeile auf Schwäne schleudern.
theverge.com

“taz” gründet Team für Zukunftsprojekte mit fünf Mitarbeitern.

In Zukunft: Die "taz" gründet ein Konzeptteam, die fünf Mitarbeiter sollen sich um Zukunftsprojekte kümmern und dabei den Innovationsreport berücksichtigen. Bis Anfang 2021 soll u.a. die Weiterentwicklung der "taz" im Netz, der Wochenendausgabe und der App stehen. Luise Strothmann übernimmt die Produktentwicklung der "taz" im Netz, Jürn Kruse das Community-Management, Jörg Kohn die "taz am Wochenende". Lena Kaiser und Jan Kahlcke verantworten die Entwicklung der täglichen App.
per Mail, turi2.de (Background)

Zeitschriften-Gutschein-App Eazers gibt auf.

Eazers: Die Gutschein-App für Printmedien stellt ihren Betrieb ein. Geschäftsführer Jürgen Kieslich sieht keine ausreichenden Wachstumschancen für die App, mit der Verlage potenziellen Lesern digitale Gutscheine für gedruckte Zeitungen und Zeitschriften ausstellen konnten. Im Programm von Eazers waren u.a. "Bild", "Wirtschaftswoche" und Spezial-Titel. Das Angebot war beim SZZ Presse-Grosso entstanden.
dnv-online.net

Meinung: Tik-Tok könnte das erste weltweite Social Network werden.

Tik-Tok könnte das erste weltumspannende Social Network werden, schreibt Corinna Budras in der "FAS". Anders als Facebook oder Snapchat komme die App aus China, wo meist einheimische Netzwerke den westlichen Platzhirschen vorgezogen würden. Offizielle Nutzerzahlen gibt es zwar nicht, Experten gehen aber von einer halben Milliarde Nutzern der Synchron-Sing-App aus. Die meisten davon sind Teenager, doch auch Ältere würden den Hype nun für sich entdecken.
"FAS", S. 24 (Paid)

Otro vermarktet Fußball-Stars in einer App.

Otro versucht mit einem Mix aus Community und Streaming Fußball-Fans zum Bezahlen zu animieren. Die neue App-Plattform zeigt für 3,99 Euro Videos und Interviews mit Stars wie David Beckham und Lionel Messi. Hinter der Content-Marketing-Maßnahme der Fußball-Elite stehen Unternehmer Simon Oliveira, Investor 23 Capital und die Digitalagentur R/GA.
otro.com, forvision.de

Amazon bringt Bezahlsystem Amazon Pay in Restaurants und an Tankstellen.

amazonAmazon tritt im Bezahlsektor in Konkurrenz zu Apple und Google und will Kunden mit seinem Bezahlsystem Amazon Pay künftig auch per App mobil bezahlen lassen, schreibt das "Wall Street Journal". Insbesondere Tankstellen und Restaurants will Amazon als Nutzer gewinnen, da beide den Versandhändler nicht als direkten Konkurrenten ansehen.
wsj.com (Paid) via businessinsider.de

Musical.ly verschmilzt mit Tik Tok und verschwindet als App-Name.


Namedropping: Musical.ly, Synchrongesangs-App mit rund 100 Mio überwiegend jungen Nutzern, verschmilzt mit der Konkurrenz-App Tik Tok. Der App-Name Musical.ly verschwindet vom Markt. Beide Apps gehören der chinesischen Firma Bytedance. Nach der Fusion soll Tik Tok 200 bis zu 600 Mio Nutzer erreichen und von einer reinen Tanz-und-Sing-Plattform zu einer vollwertigen Videoapp weiterentwickelt werden.

Während Musical.ly vor allem im Westen genutzt wird, ist Tik Tok in Asien erfolgreich. Musical.ly startete 2014 mit seinem Hauptsitz in Los Angeles. Entwickelt wurde die App jedoch in China. 2017 kaufte Bytedance die App für einen Preis zwischen 800 Mio und 1 Mrd Dollar. Musical.ly ist vor allem bei Teenagern beliebt, kämpft aber mit der Kritik, Pädophile anzulocken.
netzfeuilleton.de, faz.net

Studie: Forscher können Twitter-Nutzer mit Metadaten zu 96,7 % identifizieren.

Twitter: Anhand der Metadaten, die Nutzer bei jedem Tweet mitsenden, können Nutzer exakt identifiziert werden, analysieren Forscher des University College in London. Bei jedem Tweet senden Nutzer 144 "obskure Datenfelder". Die Forscher konnten damit 10.000 Nutzer zu 96,7 % genau bestimmen, auch wenn diese versucht haben, ihre Identität zu verschleiern.
wired.co.uk, sueddeutsche.de