App-Tipp: “Brickit” scannt ausgewählte Lego-Steine.

Stein auf Stein: Die App Brickit will vergessene Lego-Steine im Kinderzimmer aus der Reste-Kiste holen. Brickit scannt die Plastik-Teile kostenlos und schlägt Kombinationsmöglichkeiten nach bislang 1.500 Lego-Anleitungen vor. Eine offizielle Lizenz von Lego gibt es dafür noch nicht. Hinter dem Fan-Projekt steckt Leonid Aleksandrov und sein 14-köpfiges Team aus Moskau, die künftig auch Eigenkreationen der Userinnen in die Datenbank einpflegen wollen. Ab Herbst soll es auch eine Android-Version geben.
spiegel.de, apps.apple.com (Brickit im App Store)

Nationalparkverwaltung Berchtesgaden sperrt Instagram-Hotspot.

Ausgepostet: Die Nationalparkverwaltung Berchtesgaden sperrt den Königsbachwasserfall, der sich zu einem Hotspot für Influencerinnen entwickelt hatte. Anziehungspunkt war ein Naturpool, der eine schöne Instagram-Kulisse verspricht. Grund für die Sperrung ist vor allem der Naturschutz, ein Gebiet von zehn Hektar rund um den Wasserfall darf für die kommenden fünf Jahre nicht betreten werden.
stern.de, nordbayern.de

Lese-Tipp: Telegram-Gründer Pawel Durow will Einfluss und globale Anerkennung.

Lese-Tipp: Telegram-Gründer Pawel Durow (Foto) geht es weniger ums Geld, sondern um "Einfluss und globale Anerkennung", schreiben Christina Hebel, Max Hoppenstedt und Marcel Rosenbach. Durow arbeite mit einer kleinen, geschlossenen Gemeinschaft an der App und lasse Geheimdienste und Regierungen auflaufen, wenn es um Kontaktanfragen oder die Herausgabe von Daten gehe. Das Bundesjustizministerium will Telegram deshalb künftig dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz unterwerfen.
spiegel.de (Paid)

“The Pioneer” erweitert sich um “Security Briefing”.

The Pioneer von Gabor Steingart ergänzt sein Angebot ab Mittwoch um das 14-tägig erscheinende Security Briefing mit Reporterin Marina Kormbaki und Vize-Chefredakteur Gordon Repinski. Das Format widmet sich den Themen Verteidigung, Geopolitik und Diplomatie. Ergänzend dazu bündelt Steingart seine Angebote in der erneuerten Podcast-App von The Pioneer, die im App Store und Google Play Store zum Download bereit steht.
per Mail, meedia.de

Lese-Tipp: OMR nimmt die “Hype-App” Poparazzi unter die Lupe.

Lese-Tipp: Roland Eisenbrand nennt bei OMR die Erfolgsfaktoren der neuen Foto-App Poparazzi, bei der nur jeweils andere Nutzerinnen das eigene Profil mit Selfie-Schnappschüssen bestücken können. So habe Poparazzi u.a. mehrere TikTok-Influencerinnen engagiert, damit diese über ihre Accounts für die App trommeln. Durch das Anbieten von Pre-Orders im Apple Store hätten die Macherinnen ihren selbsternannten "Anti Selfie Selfie Club" schon vor der Veröffentlichung "auf Hit programmiert".
omr.com

Clubhouse startet Android-App in den USA.

Was lange währt, wird endlich Beta: Die Audio-App Clubhouse ist nach über einem Jahr erstmals über Android verfügbar – vorerst aber nur als Beta-Version in den USA. Bevor weitere englischsprachige Länder und der Rest der Welt folgen, will der Dienst Feedback der Community sammeln, etwaige Technik-Probleme beheben und Funktionen wie Zahlungen und die Erstellung von Clubs hinzufügen.

Userinnen außerhalb der USA können sich im Google Play Store für Clubhouse vorregistrieren, sie werden dann automatisch darüber benachrichtigt, wenn die App in ihrem Land verfügbar ist. Gänzlich öffnen wird sich Clubhouse aber auch weiterhin nicht, an dem Einladungs-Prinzip will man festhalten. Clubhouse war lange nur auf Apples Betriebssystem iOS nutzbar. Derweil hat die Konkurrenz bereits an ihren eigenen Clubhouse-Klonen gearbeitet, erst Anfang Mai ist Twitter Spaces für alle Nutzerinnen mit mehr als 600 Followern an den Start gegangen.
joinclubhouse.com, turi2.de (Background Twitter), turi2.de/clubraum

Corona-Warn-App kann nun Schnelltest-Ergebnisse erfassen.

Update: Über die Corona-Warn-App können Nutzende ab sofort Schnelltest- und PCR-Test-Ergebnisse empfangen – und ihre Kontaktpersonen warnen, wenn gewollt. Voraussetzung ist, dass man sich in einer Teststelle eines bereits kooperierenden Partners testen lässt. Zum Start sind acht Partner an Bord, u.a. das Bundeskanzleramt, das Bayerische Rote Kreuz und DM. Zunächst können nur iOS-Userinnen die neueste Version 2.1 herunterladen, die Android-Variante soll in spätestens 48 Stunden folgen.
coronawarn.app via t-online.de, turi2.de (Background)

Betreiberinnen der Luca-App reagieren mit Statement auf die Vorwürfe des CCC.


Luca contra CCC: Die Betreiberinnen der Registrierungs-App Luca reagieren mit einem achtseitigen Statement auf die Vorwürfe des Chaos Computer Clubs, der dem Tool u.a. ein intransparentes Geschäftsmodell und eine handwerklich fehlerhafte Validierung angekreidet sowie seine sofortige Aussetzung gefordert hat. In dem Schreiben, das turi2 vorliegt, gehen die Macherinnen der App selbst in die Offensive: Die Kritik des CCC sei "überzogen", Luca ein "Hilfsmittel zur Eindämmung der Pandemie" und nicht "der alleinige Heilsbringer". Sicherheitsrelevante Fragen sollten zwar "unbedingt gestellt werden", dem Team der App sei "hier allerdings keine Lücke im Luca-System bekannt". Das Geschäftsmodell von Luca sei "transparent", das Vergabeverfahren gemäß Verordnung gelaufen.

Zu anderen Kritikpunkten des CCC geben die Betreiberinnen teilweise an, nachgearbeitet zu haben. Die SMS-Verifizierung sei stark verbessert worden, alle IP-Adressen von Bots und aus dem TOR-Netzwerk stünden auf einer Blacklist. Der verfügbare Open-Source-Code der App sei am Mittwoch veröffentlicht worden. Auch den CCC-Vorwurf, die Luca-Schlüsselanhänger würden bei jedem Scan die vollständige, zentral gespeicherte Location-Historie verraten, versucht das Unternehmen so gut es geht zu entkräften: Die Daten der Userinnen seien nur von Gesundheitsämtern entschlüsselbar. Der CCC berufe sich auf ein Beispiel, in dem sich ein Dritter Zugang zu einem privaten Schlüsselanhänger verschafft habe.
turi2 – eigene Infos, t3n.de

Meinung: Bei Clubhouse blättert der Lack ab.

Clubhouse steht schon wieder vor dem Absturz, glaubt Lars Bube. Bei der "maroden App" blättere aufgrund von Sicherheitsbedenken und starker Konkurrenz der Lack ab, was u.a. abgeflaute Google-Trends belegen. Nutzerinnen seien "vom virtuellen Palaver schnell gelangweilt" – knapp die Hälfte aller deutschen Clubhouse-Userinnen gibt derzeit an, die App nicht mehr zu nutzen.
ict-channel.com

Basta: App soll Nachwuchs-Kriminellen auf die Sprünge helfen.

Voll einleuchtend: Das Justizministerium veröffentlicht mit der App Voll erwischt einen "kleinen Helfer" für 14- bis 20-jährige Jugendliche im Strafverfahren. Die Zielgruppe will man "möglichst niedrigschwellig" erreichen. Heraus gekommen sind u.a. bahnbrechende Tipps Selbstverständlichkeiten wie: "Handy ausschalten im Prozess, Mütze abnehmen, keine kurze Hose."
bild.de

Betreiber der Luca App wehren sich gegen Kritik von Jan Böhmermann.

Luca App vs. Böhmermann: Die Betreiber der Contact-Tracing-App Luca wehren sich gegen die Kritik von Jan Böhmermann, die App verhindere keine Falschangaben. Der Moderator hatte seine Followerinnen via Tweet aufgefordert, einen QR-Code des Zoos Osnabrück zu scannen und unter falschen Namen dort "einzuchecken". Das Startup Nexenio, das hinter der Luca App steht, weist die Anschuldigungen zurück: Niemand habe "echte Fehler beim Datenschutz gezeigt".
handelsblatt.com, twitter.com (Tweet Böhmermann)

Kika-Player: Videos lassen sich nun auch offline anschauen.

Kika stattet seine Mediatheken-App Kika-Player ab sofort mit einem Offline-Modus aus. Zudem lassen sich barrierefreie Angebote wie Audiodeskription und Deutsche Gebärdensprache mittels neuer Kennzeichnungen leichter finden. Neu ist auch die individuelle Profil-Bearbeitung, z.B. verspricht der Kindersender "vielfältige Bearbeitungsmöglichkeiten" des Avatars.
presseportal.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Kika-Chefin Astrid Plenk über die Zukunft des Kinderfernsehens.

Corona-Warn-App und Luca-App sollen aufeinander abgestimmt werden.

App mal App: Die Corona-Warn-App und die Checkin-App Luca sollen laut Bundesgesundheitsministerium aufeinander abgestimmt werden, um Infektionscluster besser nachverfolgen zu können. Beide Apps sollen künftig QR-Codes scannen können, die etwa bei Veranstaltungen oder einem Gastronomiebesuch nötig werden. Unterscheiden soll sich künftig ihr Zweck: Die Corona-Warn-App ist laut Ministerium eher für private Events gedacht, Luca u.a. gegen "Zettelwirtschaft in Restaurants".
sueddeutsche.de

Corona-Warn-App: Check-in-Funktion soll nach Ostern kommen.

Update in Sicht: Die Corona-Warn-App soll "recht zeitnah nach Ostern" über ein Check-in-System verfügen, berichtet der "Spiegel". Mittels QR-Codes soll die Kontaktverfolgung z.B. bei Veranstaltungen oder in der Gastronomie erleichtert werden. Dabei speichert die App den Check-in lokal auf dem Smartphone, personenbezogene Daten werde sie nicht erfassen.
spiegel.de, t-online.de

“Spiegel”, “Manager Magazin” und “Harvard Business Manager” bündeln ihre Apps.

App in one: "Spiegel", "Manager Magazin" und "Harvard Business Manager" fusionieren ihre bestehenden Apps. Die Digital-Ausgaben der Magazine, bisher über die Kiosk-App abrufbar, werden in die Nachrichten-Apps von "Spiegel" und "Manager Magazin" integriert. Die Kiosk-Apps werden "für eine Übergangszeit" noch unterstützt, anschließend aber stillgelegt.
spiegelgruppe.de

Meinung: Clubhouse ist der “First Mover” einer größeren Social-Audio-Bewegung.

Clubhouse ist der "First Mover" einer größeren Social-Audio-Bewegung, glaubt RMS-Chefin Marianne Bullwinkel. Die App passe zum "Audio only"-Zeitgeist und sei ein Beleg für "Voice als Schlüsseltechnologie der 20er Jahre." Laut Bullwinkel könnte sich Clubhouse in Zukunft auch über gesprochene Werbung finanzieren. Auch Sven Rühlicke, CEO der Audio-Agentur Wake Word, sieht Clubhouse als "letztes Puzzlestückchen" im allgemeinen Trend hin zu Audio.
horizont.net (Paid), blog.medientage.de

Zahl des Tages: Die Corona-Warn-App erreicht ein Drittel der Bevölkerung.

Zahl des Tages: Immerhin 1 von 3 Personen über 16 Jahren nutzt die Corona-Warn-App auf dem Handy, sagt eine Bitkom-Umfrage. Weitere 17 % wollen die Anwendung künftig installieren. Allerdings würden nur 62 % der Befragten einen Positiv-Befund auch in der App teilen. Bislang haben 230.000 Infizierte dies getan. Ab sofort funktioniert die App auch auf älteren iPhone-Modellen.
bitkom.org

Stiftung Warentest prüft Datenschutz von Clubhouse.

Clubhouse teilt persönliche Daten der Nutzer*innen mit Apple und Datenanalyse-Firmen in den USA, zeigt eine Prüfung der Stiftung Warentest. Die App schneidet alle Äußerungen mit und übertrage in vielen Fällen Adressbucheinträge auf Firmenserver, wo sie für Werbezwecke verwendet werden können. Der Verbraucherschutzverband VZBV hat Clubhouse bereits wegen "gravierender rechtlicher Mängel" abgemahnt.
test.de, turi2.de (Background)

Instagram lässt User*innen gelöschte Posts wiederbeleben.

Instagram rollt das neue Feature "Recently deleted" aus, das es User*innen ermöglicht, bereits gelöschten Content 30 Tage lang wiederzubeleben. Gelöschte Inhalte bleiben einen Monat in einem Ordner, der ihre Wiederherstellung zulässt, bevor sie endgültig ins digitale Nirwana wandern. Die App will damit Hacker-Angriffe erschweren, die Bilder und Videos von privaten Konten tilgen.
theverge.com

Verbraucherschutzverband mahnt Clubhouse ab.

Clubhouse-Klatsche: Der Verbraucherschutzverband VZBV mahnt die App Clubhouse ab, weil sie "gravierende rechtliche Mängel" aufweise. Der Verband bemängelt u.a. Verstöße gegen die DSVGO sowie die AGBs, die nicht wie vorgeschrieben auf Deutsch vorlägen. Der VZBV fordert von den Betreibern eine strafbewehrte Unterlassungserklärung, reagiert Clubhouse nicht, könnte eine Klage vor dem Landgericht Berlin folgen.
boerse-online.de, sueddeutsche.de

Meinung: Clubhouse stillt Bedürfnis nach “Talk auf dem Flur” und ersetzt Konferenzen.


In Schnatter-Stimmung: Am Wochenende hat die Kommunikations- und Tech-Branche in Deutschland ihre Twitter-Feeds mit der Audio-App geflutet, heute versuchen sich Journalist*innen und das Social-Media-Personal an Erklärungen für den plötzlichen Clubhouse-Hype. Daniel Hüfner, Alex Hofmann und Hannah Schwär von Business Insider sehen die iOS-App "ein bisschen wie Twitter, nur mit Ton statt Text" – und als Ersatz-Programm für die wegen Corona ausgefallenen Konferenzen. So sieht es auch Jan Nicolas König bei "Horizont": Das Tool befriedige das Bedürfnis nach "Talk auf dem Flur", der derzeit nur eingeschränkt möglich ist.

Die starke Nachfrage hierzulande ist zwar neu, die App dagegen nicht, in den USA ist sie schon seit letztem Frühjahr für Apple-Geräte verfügbar. Roland Eisenbrand zeichnet bei OMR nach, wie Digital-Unternehmer Philipp Glöckler und Berater Philipp Klöckner jetzt den Stein in Deutschland ins Rollen gebracht haben – per Telegram-Gruppe. Julian Heck attestiert der App "ein riesiges Suchtpotential". Startup-Verbandschef Christian Miele freut sich, dass dort statt Social-Media-Agenturen die eigentlichen Profil-Inhaber*innen vorm Mikro sitzen. Medienkritikerin Samira El Ouassil nimmt die App bei Übermedien mit einer Parodie aufs Korn.

Kritisiert wird an Clubhouse, dass Nutzer*innen dem Teilen ihres kompletten Adressbuchs mit dem Anbieter zustimmen müssen, wenn sie andere Leute einladen wollen. Auch das Mitschneiden von Gesprächen durch das dahinterstehende Unternehmen gilt als problematisch, ebenso wird der Männer-Überschuss in den Audio-Runden bemängelt. Marvin Schade erinnert daran, dass Clubhouse bereits in der Vergangenheit zu wenig moderiert habe – und die App vergangenen Herbst durch Konferenzräume mit offen antisemitischen Äußerungen auffiel.

Hüfner, Hofmann und Schwär fassen zusammen: "Nach dem anfänglichen Hype, nach den Wintermonaten und nach den Corona-Beschränkungen wird sich die App erneut beweisen müssen." (Foto: Christoph Dernbach / dpa / Picture Alliance)
businessinsider.de, horizont.net (Paid), omr.com, julianheck.de, uebermedien.de (Parodie), twitter.com (Tweet Miele), medieninsider.com (Paid), bild.de, wuv.de



Mitarbeit: Tatjana Kerschbaumer

Meinung: Clubhouse kommt zur richtigen Zeit.

Clubhouse, Social-Audio-App, erwischt den perfekten Zeitpunkt für ihren Hype, schreibt Jan Nicolas König. Das Tool befriedigt das Bedürfnis nach "Talk auf dem Flur", was derzeit persönlich kaum machbar ist. Besonders Clubhouse-affin sind aufgrund mangelnder Bühnen-Inspiration Deutschlands Marketing-Vordenker*innen. Roland Eisenbrand zeichnet bei OMR nach, wie Digitalunternehmer Philipp Gloeckler und Digitalberater Philipp Klöckner den Clubhouse-Hype in Deutschland ins Rollen gebracht haben. Julian Heck attestiert der App nach zwei Tagen "ein riesiges Suchtpotential". Samira El Ouassil nimm den Hype um die App mit einer Parodie aufs Korn.
horizont.net (Paid), omr.com, julianheck.de, uebermedien.de (Parodie)

Kommunikationsbranche entdeckt Social-Audio-App Clubhouse für sich.

Kommunikationsbranche lechzt nach Clubhouse-Einladungen: Die Social-Audio-App gewinnt rasant an Beliebtheit, bisher ist sie nur für iOS verfügbar. Die Nutzer*innen tauschen sich in Audio-Chaträumen aus, jede*r kann sich in laufende Gespräche einklinken. Besonders für Podcast-Hosts ist die App deshalb interessant. Noch ist sie in der Beta-Phase. Marketing-Clou der Erfinder Paul Davison und Rohan Seth: In den Club kommt man bisher nur per Einladung eines Mitglieds.
twitter.com, t3n.de (Erklärung App)