Nur die Hälfte der Corona-App-Nutzer*innen warnt Kontakte bei positivem Test.


Luft nach oben: Die Corona-App ist seit ihrem Start im Juni mehr als 18 Mio mal heruntergealden worden – etwa so oft wie die Apps aller anderen EU-Länder zusammen. Allerdings warnt nur die Hälfte der Nutzer*innen, die ein positives Testergebnis bekommen haben, auch ihre Kontakte. Künftig kann die App auch Krank­heits­symp­tome abfragen, kündigen SAP und die Deutsche Telekom an. Die Abgabe der Daten ist freiwillig und wird ausschließlich lokal auf dem Smartphone gespeichert. Zudem ist die App ab sofort in zehn weiteren europäischen Ländern einsatzbereit, u.a. Österreich, Tschechien, Dänemark und Irland.
handelsblatt.com (Warnungen), handelsblatt.com (neue Funktionen)

100-Tage-Bilanz: Die Corona-App ist nur noch ein Werkzeug von vielen.

Corona-App: Rund 100 Tage nach dem Start bleibt vom Hoffnungsträger die Ernüchterung, schreibt der "Spiegel". Eine Zwischenbilanz sei mangels soliden Zahlen schwierig. Die Bundesregierung sehe die App in der Pandemie-Bekämpfung mittlerweile nur noch als ein Werkzeug von vielen. Doch jede Infektionskette, die dank digitaler Hilfe unterbrochen werden kann, helfe.
"Spiegel" 39/2020, S. 30-32 (Paid)

EU testet Schnittstelle für Corona-Apps.

EU startet eine gemeinsame Schnittstelle, um die Daten nationaler Corona-Apps grenzübergreifend auszuwerten. In der Testphase werden Daten aus sechs europäischen Ländern, darunter Deutschland, Italien und Tschechien, getauscht. SAP und Telekom haben die Schnittstelle entwickelt. Sie soll im Oktober europaweit in Betrieb gehen.
handelsblatt.com, n-tv.de, turi2.de (Background)

Radiosender wie SWR3 passen ihre Apps der digitalen Konkurrenz von Spotify an.

Radiosender werden im Wettlauf mit Spotify kreativer, schreibt die "taz". Die App von SWR3 ermöglicht u.a. das Überspringen von Musiktiteln. "Uns ist es lieber, Hörer*innen schalten innerhalb unseres Programms um als auf eine andere Welle oder in eine andere App", sagt SWR3-Chef Thomas Jung. Auch andere Sender prüfen, inwieweit sie ihre Livestreams ausbauen.
taz.de

Basta: Traue keinem Update.

Darkroom: Nutzer*innen von Adobes Foto-App Lightroom suchen nach einem Software-Update nach ihren Schnappschüssen - und finden teils keine mehr. Adobe beglückte seine User zwar mit Versionen auf Polnisch und Vietnamesisch, schickte per Fehler aber wertvolle Erinnerungen vieler Anwender*innen ins digitale Jenseits: Eine Rettung der Bilder "sei nicht möglich". Verschont blieben vor allem die sonst viel gescholtenen Update-Muffel.
spiegel.de

Corona sorgt für Aufschwung bei Business-, Gesundheits- und Bildungsapps.

Appschwung: Die Corona-Pandemie sorgt für die vermehrte Nutzung von Apps, errechnet das Analyseunternehmen App Annie. In Deutschland verbringen Nutzer*innen im Schnitt 14 % mehr Zeit mit ihnen als 2019, weltweit steigt die Nutzung sogar um 20 %. Zur Lockdown-Hochphase im April wurden weltweit 25 % mehr Apps runtergeladen als im Schnitt des 2. Halbjahrs 2019. Einen drastischen Zuwachs von 81 % verzeichnet die Suche nach "Telehealth"-Apps. Videokonferenzprogramme legen ebenfalls zu. Weltweit verbringen die Nutzer*innen im 2. Quartal 220 % mehr Zeit mit ihnen als 2019. Profitieren können auch Bildungsprogramme und Fitness-Apps.
horizont.net

Entwickler*innen wussten wohl schon seit Wochen von Problemen der Corona-Warn-App.

Corona-Warn-App: Die Entwickler*innen wussten offenbar schon kurz nach dem Start der App von den Problemen, die zu ausbleibenden Benachrichtigungen führen konnten. Bereits kurz nach dem Start der App gab es entsprechende Hinweise bei GitHub, auch SAP-Entwickler*innen beteiligten sich an der Diskussion. Dennoch blieben öffentliche Mitteilungen zum Bug aus.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Das Bundeskanzleramt und die Entwickler verteidigen die Corona-Warn-App.

Corona-Warn-App "funktioniert gut", beteuert das Bundeskanzleramt in einem gemeinsamen Statement mit SAP und der Deutschen Telekom nach Problemen bei der Aktualisierung der Kontaktüberprüfung. Es sei "ohnehin von Beginn an klar gewesen", dass die Entwicklung der App mit dem Start nicht abgeschlossen sei. "Jeder, der sie nutzt, macht einen Unterschied", appelliert die Bundesregierung.
bundesregierung.de (Statement), deutschlandfunk.de, bild.de

Corona-Warn-App funktioniert auch auf iPhones teils fehlerhaft.

The Next Big Thing Fail: Bei der Corona-Warn-App funktioniert die Kontaktüberprüfung auch beim iPhone teils nur lückenhaft, sagen Recherchen von tagesschau.de. Die Entwickler SAP und die Deutsche Telekom sehen den Fehler bei Apple: "Das Problem, das wir haben, ist, dass die Hintergrundaktualisierung vom Betriebssystem offenbar nicht aufgerufen wird", sagt Thomas Klingbeil von SAP. Bei der Android-App ist die Hintergrundaktualisierung im Stromsparmodus häufig nur eingeschränkt möglich.

Laut Gesundheitsministerium habe die Anwendung "zu jeder Zeit" funktioniert. Die teils eingeschränkte Hintergrundaktualisierung betreffe alle Apps und sei daher kein Programmierfehler. Bei einigen iPhones habe die Corona-Warn-App an mehr als zehn aufeinanderfolgenden Tagen kein Abgleich der Daten durchgeführt - statt alle 24 Stunden. Im Zweifel sind Nutzer*innen damit erst zehn Tage später gewarnt worden, wenn sie Kontakt mit Infizierten hatten.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

“Bild”: Warnfunktion in Corona-App lief fünf Wochen fehlerhaft.


App-getaucht: Die Corona-Warn-App soll auf zahlreichen Smartphones mit Android-Betriebssystem über Wochen fehlerhaft gelaufen sein, berichtet "Bild". Im Kern geht es um die Aktualisierung der Daten im Hintergrund, die eigentlich auch bei nicht geöffneter App funktionieren sollte. Auf "Millionen" Geräten der Marken Samsung und Huawei habe sich diese Funktion bei geschlossener App aber irrtümlich automatisch ausgeschaltet, um Strom zu sparen. Das könnte dazu geführt haben, dass Risikowarnungen gar nicht oder erst mit Verzögerung bei den Nutzer*innen eingetroffen sind, etwa wenn diese die App zufällig öffneten.

Ein SAP-Sprecher und das Robert-Koch-Institut bestätigen "Bild", dass es Probleme mit dem automatischen Datenabgleich bei Android-Smartphones gegeben habe. Diese seien mit einer am Mittwoch veröffentlichten Version aber behoben worden, wird das Gesundheitsministerium zitiert. Auch zuvor habe die Anwendung "zu jeder Zeit" funktioniert, heißt es. Laut Bundesregierung wurde die App bisher insgesamt 16 Mio Mal heruntergeladen.
bild.de (Paid), spiegel.de, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Meinung: Google und Apple werden bei der Corona-Warn-App zu wenig kontrolliert.

Datenschutz: Die Corona-Warn-App zeigt erneut die Macht von Google und Apple, beklagt Douglas Leith, Professor für Computersysteme am Trinity College in Dublin. Beim Programmteil, den Apple und Google beisteuern, fehle es an Kontrolle: "Diese Firmen können Änderungen vornehmen, die die öffentliche Gesundheit angehen. Da gibt es keine Aufsicht", warnt Leith.
mdr.de

28 Mio Deutsche wollen die Corona-Warn-App dauerhaft nutzen.

Corona-Warn-App: Laut Bitkom will jeder zweite deutsche Smartphone-User ab 16 Jahren die Corona-Warn-App dauerhaft nutzen; das entspricht 28 Mio Menschen. Ein Drittel der Nicht-Nutzer glaubt dagegen nicht an die Wirksamkeit der App, jeder fünfte von ihnen fürchtet Spionage durch die Bundesregierung. Jeder neunte App-Abstinenzler gibt an, kein geeignetes Smartphone zu besitzen.
bitkom.org

“New York Times” verlässt Apple News.

New York Times beendet ihre Kooperation mit Apple News, der Nachrichten-App des Tech-Giganten. Laut Meredith Kopit Levien, COO der "NYT", wolle man Nutzer*innen wieder zurück ins "eigene Umfeld holen", in dem der Verlag seine News-Präsentation selbst kontrollieren könne. Für Apple News ist es der größte Verlust seit dem App-Exit des "Guardian" 2017; auch das Bezahl-Angebot Apple News Plus schwächelt.
theverge.com, turi2.de (Background)

Penny bringt Einkaufs-App Scan & Go in über 100 Filialen.

Penny-LogoPenny rüstet digital auf und ermöglicht in mehr als 100 Filialen deutschlandweit das schnelle Bezahlen via Scan & Go-App. Nutzer*innen scannen Produkte mit ihren Smartphones ein, generieren am Schluss einen QR-Code und bezahlen dank diesem bargeldlos an einer extra ausgewiesenen Kasse. Kleiner Wermutstropfen für Trinkfeste: Sicherungskappen von Hochprozentigem muss nach wie vor analoges Personal entfernen.
supermarktblog.com

Corona-Warn-App kostet dieses und kommendes Jahr 45 Mio Euro.

Corona-Warn-App kostet den Bund dieses und kommendes Jahr 45 Mio Euro. 20 Mio Euro entfielen bereits auf die Entwicklung der App, die Restsumme wird in Wartung, Pflege und Betrieb des Tools investiert. Rund 43 Mio gehen an an die Telekom-Tochter T-Systems, bescheidene 2 Mio an SAP. Für die Bewerbung der App sind außerdem 3,5 Mio Euro veranschlagt. Die Gesamtkosten belaufen sich nach aktuellem Stand daher auf rund 68 Mio Euro.
digitalfernsehen.de, spiegel.de, turi2.de (Background Kosten Entwicklung)

Corona-Warn-App des Bundes ist ab Dienstag nutzbar.

Corona-Warn-App des Bundes kann ab Dienstag heruntergeladen werden, meldet n-tv. Bis zum Start wollen die SAP und die Deutsche Telekom, Entwickler der App, gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik die Datensicherheit prüfen. Die App ist seit rund sechs Wochen in Arbeit und soll helfen, Infektionsketten schneller zu erkennen.
n-tv.de, turi2.de (Background)

Die deutsche Corona-Warn-App braucht eine Telefon-Hotline für Meldungen.

Corona-WarnApp: Zum Start müssen positiv-getestete Nutzer*innen sich bei einer Hotline telefonisch melden, um die Warnung an Kontakte zu aktivieren, berichtet der "Spiegel". Am Telefon werden ihnen von psychologisch geschulte Mitarbeiter*innen Testfragen gestellt, um Missbrauch zu vermeiden. Das Verfahren ist nötig, weil viele Labore nicht über eine sichere digitale Anbindung verfügen, um wie geplant einen QR-Code auszustellen, mit dem die Warnfunktionen in der App aktiviert werden. Datenschützer*innen äußern Bedenken, das Ersatzverfahren könnte die Anonymität der Infizierten gefährden, Missbrauch ermöglichen und so die Akzeptanz der App gefährden.
"Spiegel" 24/2020, S. 70 (Paid)

Klick-Tipp: Der WDR gibt Zeitzeugen des 2. Weltkriegs das Wort in einer AR-App.

Klick-Tipp: Der WDR erweitert seine Augmented-Reality-App WDR AR 1933-1945 um ein weiteres Kapitel. In "Mit 18 an die Front" erzählen Zeitzeugen, wie sie in den 2. Weltkrieg berufen wurden. Die App ist u.a. für den Schulgebrauch gedacht und zeigt die Protagonisten in der eigenen Umgebung. Bisher erschienen bereits die Kapitel "Kriegskinder" und "Meine Freundin Anne Frank".
wdr.de, presseportal.de

Zoom zählt in der Krise täglich 300 Mio Videokonferenz-Teilnahmen.

Es hat Zoom gemacht: Der Videokonferenz-Dienst Zoom profitiert vom Home-Office-Trend und zählt in der Krise täglich 300 Mio Teilnahmen an Videokonferenzen – im Dezember lag die Zahl noch bei 10 Mio. Im abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal steigt der Umsatz im Jahresvergleich von 122 auf 328 Mio Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr schraubt das US-Unternehmen die Gewinnerwartung nach oben und rechnet mit einer Verdreifachung der Erlöse. Der Gewinn liegt im ersten Geschäftsquartal bereits bei rund 27 Mio Dollar - ein Jahr zuvor waren es rund 200.000 Dollar.

Die stark gestiegene Nutzerzahl führe bei Zoom nicht automatisch zu höheren Einnahmen, da der Videokonferenz-Dienst in der Krise zum Teil Einschränkungen bei der Gratis-Nutzung aufgehoben hatte. Dies führe zu höheren Kosten bei der Infrastruktur. Mit der Pandemie steigt auch die Nutzung durch Privatleute, beispielsweise bei Sportkursen oder Schulklassen. Das deutliche Wachstum bei zahlenden Firmenkunden stimme Zoom für 2020 optimistisch: Für das bis Ende Januar 2021 laufende Geschäftsjahr rechnet der US-Konzern sogar mit einem Umsatz von bis zu 1,8 Mrd Dollar.
handelsblatt.com, cnbc.com, gruenderszene.de

Klick-Tipp: Entwickler*innen zeigen erste Screenshots der geplanten Corona-App.

Klick-Tipp: Die Entwickler*innen der deutschen Corona-Warn-App geben bei Github weitere Einblicke in die geplante Anwendung. Darunter sind auch Screenshots, die zeigen, wie die App auf iOS- und Android-Geräten aussehen soll. Die App gibt unter anderem an, wie hoch das Infektionsrisiko ist. Zum Start wird sie nur innerhalb Deutschlands funktionieren.
github.com via spiegel.de

Apple und Google geben Schnittstelle für Corona-App frei.

Tracing-Apps für Corona-Kontakte können jetzt auf die Schnittstelle von Apple und Google zurückgreifen. Die Konzerne haben sie am Mittwoch veröffentlicht. Gesundheitsbehörden sollen die Technik weltweit nutzen, um damit Corona-Apps zu entwickeln und sie zur Freigabe in die App-Stores von Google und Apple zu stellen. In Deutschland arbeiten Telekom und SAP an der Corona-Warn-App. Sie soll Mitte Juni fertig sein.
spiegel.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Medien-Startup The Buzzard bringt News-App heraus.

The Buzzard startet eine News-App: Täglich 18 Uhr soll sie eine Übersicht über aktuelle Debatten bieten, die "alle Seiten des politischen Spektrums darstellt". Das Medien-Startup aus Berlin hat die Idee mehrere Jahre lang entwickelt, acht Redakteure kuratieren die Beiträge aus dem Netz und überprüfen Quellen. 2019 hat The Buzzard wegen seines unbedarften Umgangs mit rechten Seiten Unterstützer verloren. Ein Quellenkatalog soll das inzwischen verhindern.
wuv.de, turi2.de (Background)

“Handelsblatt”: Gesundheitsämter sollen Quarantänefälle per App überwachen.


Digitaler Hausbesuch: Die Gesundheitsämter sollen künftig via App kontrollieren können, ob Corona-Kontaktpersonen und -Infizierte die Quarantäne einhalten, liest das "Handelsblatt" aus einer Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine schriftliche Anfrage der FDP. Bei der App, die aktuell entwickelt in Form eines Symptom-Tagebuchs entwickelt werde, können Betroffene eine "freiwillige digitale Meldung“ an das zuständige Gesundheitsamt abgeben.

Die digitale Quarantäne-Überwachung soll die Ämter entlasten, die bisher Personen in Quarantäne meist täglich anrufen. Das Starup Climedo Health und das US-Data-Unternehmen SAS Institute entwickeln die App. Die FDP hält sie für kontraproduktiv, weil die Entwicklung einer Corona-Tracing-App Vorrang haben müsse.

Bei der geplanten Corona-Tracing-App droht derweil eine weitere Verzögerung: Laut "Handelsblatt" will die Telekom nicht die bestehende Schnittstelle nutzen, um positive CCorona-Fälle in die App zu übermitteln. Die Schnittstelle stammt von KV.Digital, einer Tochter der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, und dem Verband der Akkreditierten Labormediziner. Die Entwicklung einer neuen Software würde wohl zwei weitere Monate dauen.
(Symbolbild: Kirsten Nijhof / dpa / Picture alliance)
handelsblatt.com (Gesundheitsamt)

Lieferando ist kein Profiteur der Corona-Krise.

Takeaway-App Lieferando profitiert nicht von der Corona-Krise, schreibt Jonas Rest. Zwar durften Restaurants stets außer Haus verkaufen, viele Betriebe hätten aber dennoch zunächst dicht gemacht. Zudem seien viele osteuropäische Fahrer*innen in ihre Heimat zurückgekehrt. Statt als Krisenprofiteur stand Lieferando damit zunächst als Problemfall da. Mittlerweile hätten sich die Bestellungen stabilisiert und viele neue Restaurants sich angemeldet, da sie ihr Geschäft umgestellt haben.
manager-magazin.de (Paid)

Die WHO steht mit eigener Corona-App in den Startlöchern.


Auf der Zielgeraden: Die WHO will im Mai eine eigene Corona-App starten, die Nutzer*innen bei einer ersten Selbstdiagnose unterstützt. Eine Funktion zum Contact Tracing via Bluetooth wird möglicherweise später integriert. Der Ansatz ist umstritten, die Organisation will deshalb zunächst rechtliche Fragen zu Datenschutz und Datensicherheit klären. Weil immer mehr Privatunternehmen an Tracing-Apps arbeiten, bei denen nicht geklärt sei, ob sie eher der wirtschaftliche Aspekt der Daten antreibt, sieht sich die WHO aber in der Pflicht, sagt Technikchef Bernardo Mariano.

Laut WHO ist die App vor allem für Länder mit schwacher Wirtschaft und Gesundheitssystem gedacht, die wahrscheinlich keine App entwickeln können. Sie soll weltweit über App-Stores verbreitet werden und ist mit Open-Source-Software entwickelt. Das dient einerseits der Transparenz, andererseits können ärmere Länder bei Bedarf auf dem Code aufbauen. Eine zweite WHO-App soll Mitarbeiter*innen im Gesundheitswesen beim richtigen Umgang mit der Pandemie helfen.
reuters.com via t3n.de

Telekom und SAP bekommen Konkurrenz in Sachen Corona-App.

Corona-App reloaded: Obwohl die Bundesregierung bereits die Telekom und SAP um die Entwicklung einer Virus-Tracking-App gebeten hat, bekommen die Konzerne nun Konkurrenz. Ein Verbund der Unternehmensberatung PwC, des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, SIS Software und des Ticketanbieters Eventim habe eine bereits "funktionsfähige Lösung", lässt PwC verlauten. Die App sei Anfang Mai einsatzbereit und soll zunächst firmenintern bei PwC Deutschland erprobt werden.

Ganz ausbooten will die neue App-Initiative SAP und die Telekom aber nicht: Die Gruppe schlägt vor, in Deutschland mehrere Corona-Apps einzusetzen, die untereinander kompatibel sind. Man sei "offen für Kooperationen", u.a. durch das Bereitstellen einzelner Module. Auch die internationale Initiative PEPP-PT hat sich bereit erklärt, ihr Know-How SAP und der Telekom zur Verfügung zu stellen.
spiegel.de, crn.de, turi2.de (Background)

Telekom und SAP arbeiten an der Corona-App.


Anbieter-Wechsel: Die Telekom und SAP sollen im Auftrag der Bundesregierung die ersehnte Corona-Tracking-App verwirklichen. Die Regierung habe die Unternehmen darum gebeten, berichtet der "Spiegel". Am Wochenende habe es bereits Gespräche mit Gesundheitsminister Spahn und Kanzleramtschef Braun gegeben. Die Institute, die bisher bereits an der Entwicklung beteiligt waren, darunter Fraunhofer und Helmholtz, sollen weiter "beraten". Gleiches gelte für das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sowie den Datenschutz-Beauftragten des Bundes.

Ursprünglich sollte die App bereits Mitte April einsatzfähig sein. Zuletzt gab es immer wieder Diskussionen um die genaue Ausgestaltung und den Datenschutz. Am Wochenende vollzog die Bundesregierung einen Kurswechsel von einem Ansatz mit zentraler Datenspeicherung zu einer dezentralen Lösung. Deren Entwicklung sieht sie nun besser bei Telekom und SAP aufgehoben.
spiegel.de, faz.net, turi2.de (Background)

Australien bringt Corona-App “CovidSafe” online.

Schneller als hier: Australien startet seine Corona-App "CovidSafe", die das Nachverfolgen von Kontakten mit Infizierten vereinfachen soll. Push-Nachrichten zeigen an, ob sich jemand in der Nähe einer erkrankten Person aufgehalten hat. Die Nutzung der App ist freiwillig. Einmal heruntergeladen, muss sie auf dem Handy aber laufend geöffnet sein, um zu funktionieren.
faz.net, smh.com.au

Meinung: Apple und Google schaffen bei der Corona-App Fakten.

Corona-App zur Nachverfolgung von Infektionswegen verzögert sich, weil sich Wissenschaftler, Politiker und Datenschützer nicht auf eine technische Grundlage einigen können, schreiben Helena Offenborn und Marcel Kolvenbach. Hauptstreitpunkt sei, ob die Daten zentral, etwa bei RKI, gespeichert werden sollen, oder dezentral. Derweil schaffen Google und Apple mit ihrem Vorstoß Fakten - für eine dezentrale Lösung.
tagesschau.de

Wissenschaftler stellen sich gegen Corona-Warn-Apps.

Contra Corona-App: Rund 300 Wissenschaftler warnen in einem offenen Brief vor einer möglichen Überwachung durch Corona-Warn-Apps. Sie befürchten Missbrauch durch die Speicherung von Daten auf einem zentralen Server. Ihre Forderung: Es dürften nur so viele Daten gesammelt werden, wie zum Eindämmen der Pandemie notwendig seien. Insbesondere stellen sich die Wissenschaftler gegen das Projekt PEPP-PT, das die Entwicklung nationaler Corona-Apps vorsieht. Die Technologie sei "nicht offen und transparent genug".

Stattdessen befürworten die Unterzeichner eine dezentrale Lösung, bei der lediglich die Smartphones von Betroffenen miteinander kommunizieren. Daten zu Begegnungen sollen dabei das Handy nicht verlassen. Die Branchenverbände Bitkom und BVDW kritisieren das Verhalten der Wissenschaftler: Die Entwicklung der Apps dürfe "nicht durch langwierige akademische Debatten hinausgezögert werden". (Symbolbild: picture alliance / Sven Simon)
n-tv.de, per Mail, turi2.de (Background)

Corona-App soll binnen Wochen kommen.

Corona-App: Für die Bundesregierung ist die Nutzung einer App zur Identifizierung von Personen, die mit anderen Kontakt hatten, die mit dem Corona-Virus infiziert sind, ein "ganz zentraler Baustein" zur Senkung der Ansteckungsquote. Eine entsprechende App, die Bluetooth nutzt und keine Standortdaten speichern soll, soll bereits in den nächsten Wochen oder gar Tagen verfügbar sein. Das Bundeswirtschaftsministerium plant eine Werbekampagne für den Einsatz.
spiegel.de

Corona-Maßnahmen: Jeder Zweite findet Handy-Ortung angemessen.

Bürgerrechte: Jeder Zweite (50 %) hat keine Bedenken, Handy-Standortdaten im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus preiszugeben, sagt eine YouGov-Umfrage. 38 % fänden das unangemessen. Nach Kritik von SPD und FDP erwägt Gesundheitsminister Spahn, den freiwilligen Einsatz einer App. Falls einer der registrierten Nutzer*innen erkrankt, werden Kontaktpersonen der zurückliegenden zwei Wochen informiert.
rnd.de