Apple ist der Leviathan unter den Unternehmen der Welt, cash-gewordener Alptraum im Zirkel der Aspiranten auf die erste Market-Cap-Billion. Weiterlesen im lexikon2.de

EU sollte auf Tech-Lizenzen setzen, meint Stefan Winners.

Digitale EU: Ex-Burda-Vorstand Stefan Winners überlegt im Interview mit dem "Aktionär", wie die EU den Tech-Markt regulieren kann: Denkbar wäre laut Winners, das "chinesische Modell" zu etablieren. Firmen müssten dann Lizenzen kaufen, um in bestimmten Sektoren in Europa tätig werden zu dürfen. US-Firmen müssten ihr Europageschäft abspalten, um einen EU-Sitz zu haben. Er plädiert außerdem für "Liberalisierung", bei der etwa Google seine Such-Schnittstelle auch anderen Anbietern zugänglich machen muss.
deraktionaer.de

Apple will Management-Boni an sozialen und ökologischen Zielen ausrichten.

Bio-Obst? Die Höhe der Boni für Apple-Manager*innen soll künftig davon abhängen, ob sie in ihrem Job ökologische und soziale Zielen erreicht haben, kündigt der iPhone-Konzern an. Die vereinbarten Summen sollen um bis zu zehn Prozent nach oben oder unten korrigiert werden können. Zu den Zielgrößen gehören auch Diversität und Barrierefreiheit. Wie Apple deren Umsetzung genau messen will, ist nicht bekannt.
spiegel.de, business-insider.com, turi2.de (Background)

“Washington Post”: Apple-Zulieferer setzt Uiguren zur Zwangsarbeit ein.

Fauler Apfel: Für den langjährigen Apple-Zulieferer Lens Technology sollen uigurische Zwangsarbeiter*innen tätig sein, berichtet die "Washington Post" und beruft sich auf Dokumente des Tech Transparency Project. Lens Technology beliefert nach eigener Aussage auch Amazon und Tesla. Apple bestreitet die Vorwürfe der Zwangsarbeit in seiner Lieferkette.
washingtonpost.com, cnet.com

Lese-Tipp: Der Streit um Werbe-Tracking zwischen Apple und Facebook ist komplex.

Lese-Tipp: Apple will künftig Nutzer*innen fragen, ob Apps für Werbezwecke ihre Daten sammeln dürfen. Facebook reagiert empört und sieht sich als Verteidiger des freien Internets. Simon Hurtz rekonstruiert in der "Süddeutschen" den seit Juni schwelenden Streit und die schwierige Beziehung zwischen den Tech-Riesen, deren Chefs einander nicht besonders leiden können.
sueddeutsche.de

Zitat: EU-Vorschläge zur Bändigung der Techkonzerne überzeugen nicht, sagt Klaus Müller.

"Bis wir einen der großen Internetkonzerne entflochten haben, würden Jahre vergehen. Das hilft den Verbrauchern nicht."

Verbraucherschutz-Chef Klaus Müller sagt im "Spiegel", die neuen Regeln, mit denen die EU-Kommission die Techkonzerne bändigen will, bringen wenig. Konzerne zu zerschlagen sei aber auch keine Lösung.
spiegel.de

Reuters: Apple will bis 2024 erste E-Autos produzieren.


Der Apfel rollt weit weg vom Stamm: Apple treibt die Entwicklung von selbstfahrenden Autos voran und will nach jahrelangen Gerüchten 2024 nun doch selbst in die Produktion einsteigen. Dafür wolle Apple einen PKW mit selbst entwickelter Batterietechnologie für den Massenmarkt produzieren, berichtet Reuters. Ein neues Batterie-Design soll die Produktionskosten stark reduzieren und die Reichweite der Fahrzeuge erhöhen. Wer die Autos für Apple zusammenschrauben soll, stehe bisher noch nicht fest.

Das entsprechende "Project Titan" des iPhone-Konzerns, das seit 2014 läuft, ist von ständigem Auf und Ab geprägt: Mal investiert Apple, mal entlässt das Unternehmen einen Großteil der Belegschaft. 2019 hatte sich Apple zuletzt von 190 Mitarbeiter*innen auf einen Schlag getrennt.
reuters.com

Kampf gegen Desinformation darf Freiheit nicht beschneiden, meint Tobias Schmid.

Desinformation im Netz zu regulieren, ist schwierig, "weil sie ja gerade das Kernstück der Demokratie, nämlich die Meinungsfreiheit, für sich verwendet", sagt Tobias Schmid (Foto), Europabeauftragter der Medienanstalten, im Interview mit Medienpolitik.net. Deshalb müsse man bei jeder politischen Gegenmaßnahme extrem aufpassen, nicht die Freiheit einzuschränken. Bei Digital-Regeln kommt außerdem laut Schmid dazu, dass Facebook, Google und Co im Netz nicht nur Wirtschaftsunternehmen und Wettbewerber sind, sondern auch zentraler Bestandteil der Medienlandschaft – und "Medienregulierung funktioniert nicht nach den gleichen Logiken wie Wettbewerbspolitik".
medienpolitik.net

Lese-Tipp: Konsequenzen der neuen EU-Regeln für Online-Plattformen für Apple und Co.

Lese-Tipp: Das "Handelsblatt" erklärt, welche konkreten Konsequenzen der Digital Services Act und der Digital Markets Act der EU-Komission für Google, Amazon, Facebook und Apple hat. Google und Amazon etwa dürften ihre Angebote nicht mehr bevorzugt in den Suchergebnissen zeigen und Informationen ihrer Firmenkunden nicht mehr nutzen, um ihnen Konkurrenz zu machen.
handelsblatt.com

Vodafone verkauft sein TV-Angebot im Bündel mit einer AppleTV-4K-Box.

Vodafone kooperiert mit Apple und bietet sein GigaTV-Angebot im Paket mit einer AppleTV-4K-Streamingbox zur Miete an, kündigt Privatkunden-Geschäftsführer Andreas Laukenmann im DWDL-Interview an. Die ersten sechs Monate kostet das Paket 9,99 Euro, danach 19,99 Euro. Nutzer*innen haben Zugriff auf bis zu 120 lineare TV-Sendern und knapp 70 Mediatheken. Laukenmann sieht Vodafone als Aggregator, die Produktion eigener Inhalte stehe nicht auf der Agenda.
dwdl.de

Apple senkt Gebühren für Entwickler*innen von 30 % auf 15 %.

Apple halbiert ab 2021 die Gebühren für App-Entwickler*innen, sie müssen statt 30 nur noch 15 % Kommission zahlen. Das "App Store Small Business Program" richtet sich an alle, die im laufenden Jahr abzüglich der Gebühr weniger als eine Mio Dollar erwirtschaftet haben. Apple ist für seine hohen Gebühren in der Vergangenheit massiv in Kritik geraten, die Spieleschmiede Epic Games hat eigens die "Coalition for App Fairness" gegründet.
handelsblatt.com, faz.net, turi2.de (Background)

Apple stellt seine Computer auf selbst entwickelte Chips um.

Apple stattet seine Computer mit selbst entwickelten Chips aus. Chef Tim Cook kündigt bei einem Live-Event an, dass die "M1-Chips" bereits in den neuen Modellen verbaut sind, die kommende Woche auf den Markt kommen. Mit der Umstellung geht die 15-jährige Geschäftsbeziehung mit Chip-Hersteller Intel dem Ende entgegen. Apple preist die neuen Produkte als deutlich leistungsfähiger und dennoch günstiger an, da die teuren Chips nun selbst produziert werden.
sueddeutsche.de

Google, Amazon und Facebook wachsen in der Krise, nur Apple enttäuscht.

Tech-Konzerne kommen gut durch die Krise: Google-Mutter Alphabet steigert ihren Umsatz im 3. Quartal um 14 % auf 46,2 Mrd Dollar. Wachstumstreiber ist vor allem Werbung bei YouTube. Der Gewinn wächst um mehr als ein Fünftel auf 11,2 Mrd Dollar. Bei Amazon steigt der Umsatz um 37 % auf 96,1 Mrd Dollar, der Gewinn verdreifacht sich auf 6,3 Mrd Dollar. Facebook profitiert von den US-Wahlen: Der Umsatz klettert um 22 % auf fast 21,5 Mrd Dollar, der Gewinn wächst um 29 % auf rund 7,85 Mrd Dollar. Nur Apple enttäuscht: Der Umsatz des iPhone-Konzerns sackt um 20,7 % auf 26,4 Mrd Dollar ein, der Gewinn geht um 7,4 % auf knapp 12,7 Mrd Dollar zurück.
handelsblatt.com, spiegel.de

Zitat: Deezer-Chef Hans-Holger Albrecht kämpft für faire Bedingungen bei Apple.

"Wir sind ein digitaler Mittel­ständler, kein Riesen­konzern. Wir können es uns gar nicht leisten, aus dem App-Store zu fliegen."

Hans-Holger Albrecht, Chef des französischen Musik-Streamingdienstes Deezer, kämpft gegen Apples Marktmacht und intransparente Gebühren. Im "Zeit"-Interview sagt er, Deezer dränge mit anderen Entwicklern darauf, "dass regulatorisch etwas passiert".
"Zeit" 45/2020, S. 26 (Paid)

Hollywood: Netflix und Apple haben offenbar Interesse an James-Bond-Film.

Käuflicher Agent? Netflix und Apple buhlen offenbar um die Streaming-Rechte für den schon mehrfach verschobenen James-Bond-Film Keine Zeit zu sterben, berichten Bloomberg und Variety. Rund 600 Mio Dollar seien als Preis im Gespräch. Durch die Verschiebung hat das Filmstudio MGM bereits 30 bis 50 Mio Dollar verloren. Offiziell hält MGM an einer Kino-Auswertung fest und teilt mit: "Der Film steht nicht zum Verkauf".
bloomberg.com, variety.com, golem.de

Microsoft verlängert Home Office bis Juli 2021.

Microsoft 150Microsoft kündigt an, seine Mitarbeiter*innen bis 6. Juli kommenden Jahres im Home Office zu belassen. Bisher galt die Maßgabe nur bis zum Januar. Andere Tech-Giganten wie Google, Amazon und Facebook peilen ebenfalls den Sommer für eine Rückkehr der Belegschaft an. Twitter und Dropbox werden ihre Angestellten gar nicht mehr in die Büros zurückbitten. Apple-CEO Tim Cook deutete zuletzt ähnliches für sein Unternehmen an.
zdnet.com, businessinsider.com

Meinung: Amerikas Tech-Konzerne fürchten sich vor einem Wahlsieg Bidens.

Silicon Valley drückt Donald Trump insgeheim die Daumen, schreibt Thomas Jahn im "Handelsblatt". Trumps Attacken auf die Unternehmen seien oft rein verbal und wenig systematisch. Bei einem Biden-Wahlsieg "müssen Amazon, Facebook & Co mit einem fundamentaleren Angriff aus Washington rechnen", sagt Jahn. Der demokratisch geprägte Rechtsausschuss im US-Repräsentantenhaus wirft den Tech-Konzernen u.a. vor, Monopole zu bilden und die amerikanische Wirtschaft und Demokratie zu gefährden.
handelsblatt.com

US-Politiker*innen wollen Macht von Google, Facebook & Co einschränken.

Mehr Regeln: Der Wettbewerbs-Unterausschuss im US-Repräsentantenhaus findet, dass Amazon, Apple, Facebook und Google zu mächtig geworden sind und ihre Marktmacht missbrauchen. Das sagt ein in der Nacht veröffentlichter Untersuchungsbericht. Die Parlamentarier*innen empfehlen u.a. ein Verbot, eigene Produkte zu bevorzugen und bei künftigen Übernahmen kartellrechtlich früher einzuschreiten.
spiegel.de

Lobbycontrol legt Beschwerde gegen Facebook und Co bei EU-Lobbyregister ein.

Undurchsichtig: Die US-Tech-Riesen Apple, Amazon, Facebook, Google und Microsoft kennzeichnen ihre inhaltliche und finanzielle Lobbyarbeit in Europa teils nicht transparent, das Mitwirken an sogenannten Think Tanks bleibt etwa bei Facebook unerwähnt, findet Lobbycontrol heraus. Die Organisation hat deshalb Beschwerde beim zuständigen EU-Lobbyregister eingereicht.
lobbycontrol.de via spiegel.de

App-Entwickler verbünden sich gegen Apple.

App-okalypse: Eine Gruppe bekannter App-Entwickler verbündet sich gegen Apple, um für neue Regeln im App-Store des Unternehmens zu kämpfen - vor allem für niedrigere Provisionen. Mitglieder der "Coalition for App Fairness" sind u.a. Spotify, Tinder-Betreiber Match Group, Fortnite-Entwickler Epic Games sowie der Verlegerverband European Publishers Council. Die Organisation hat neben Apple aber auch andere App-Store-Betreiber wie Google im Visier.
manager-magazin.de via wsj.com

Coalition for App Fairness mit Epic Games und Co kämpft gegen Appstore-Zwang.

Epische Gilde: Die "Coalition for App Fairness", zu der Epic Games, Match Group, Deezer, Spotify und andere gehören, will gegen Apples Appstore-Regeln vorgehen. Die Unternehmen, die deswegen alle schon Clinch mit dem Apfelkonzern hatten, schließen sich dafür in einer Non-Profit-Organisation zusammen. Sie kritisieren wettbewerbsfeindliche Regeln, fehlende Wahlfreiheit für Endkund*innen und hohe Transaktionsgebühren. Ihr Ziel ist das Ende des Appstore-Zwangs.
heise.de, businessinsider.com, turi2.de (Background)

Umweltchefin Lisa Jackson erklärt Apples Weg zur Klimaneutralität.

Grüner Apfel? Technologie-Gigant Apple reklamiert die Branchen-Vorherrschaft in Umweltfragen für sich. Im Gespräch mit der "FAZ" erklärt Umwelt-Chefin Lisa Jackson, dass Apple seit 2018 alle eigenen Standorte mit erneuerbarer Energie betreibt. Eine Herausforderung stelle die angestrebte Klimaneutralität der Gesamtproduktion bis 2030 dar. Weniger als die Hälfte der Lieferanten hätten sich dem Ziel bisher verschrieben. Neben erneuerbaren Energien, in die Apple teils direkt investiert, setzt der Konzern laut FAZ auch auf stärkeres Recycling sowie Aufforstung.
faz.net

Basta: Ein Rechenfehler zündet bei Apple-Aktien über Nacht ein Kursfeuerwerk.

Der Apfel fällt nicht weit vom Aktienstamm: Ein Buchungsfehler hat Apple-Aktionär*innen am Wochenende zeitweise reicher gemacht. Der für Montag geplante Aktiensplit, der aus einer Aktie vier neue macht, war durch einen Computerfehler vorab ohne die Vierteilung des Wertes erfolgt. Die Freude der Apple-Jünger*innen hielt damit so kurz wie die Akkulaufzeit vieler iPhones.
"FAZ", S. 19 (Paid)

Gericht verbietet Apple die Verbannung von Epic Games aus dem Entwickler­programm.

Fortnite: Ein Gericht in Kalifornien verbietet Apple, die Grafik-Technologie Unreal Engine von Spiele-Entwickler Epic Games aus dem Entwickler­programm zu werfen. Zuvor hatte Microsoft das Vorhaben kritisiert, das die Technologie selbst nutzt. Zugleich weist das Gericht Epics Antrag ab, den Rauswurf von Fortnite aus dem App-Store rückgängig zu machen.
wuv.de (Gericht), horizont.net (Microsoft), turi2.de (Background)

Streit zwischen Apple und Epic Games schadet beiden, schreibt Valentin Dornis.

Epic Games vs. Apple: Der Ausgang dieses Streits, bei dem auch Google, Spotify, Facebook und große US-Verlage mitmischen, könnten unschöne Folgen für alle Beteiligten haben, schreibt Valentin Dornis. Apple könnte mit der Umsatzbeteiligung viel Geld verlieren und es sich mit jungen Menschen verscherzen, Epic Games wiederum sei finanziell unterlegen und werde vielleicht klein beigeben müssen. Die beste Lösung, zumal für die Gamer*innen, wäre ein Kompromiss.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Basta: Die wollen nur spielen.

Wenn das Leben dir Äpfel gibt... Spielehersteller Epic Games, der Apple im Streit um die Provision beim Spiel Fortnite verklagt, schüttelt ein Ass aus dem Ärmel und geht spielerisch gegen den Feind vor – mit einem Anti-Apple-Turnier. Gamer*innen können zum Beispiel "Free Fortnite"-Hüte gewinnen, sowie das Kostüm von Tart Tycoon – dem apfelköpfigen Bösewicht der Fortnite-Welt.
futurezone.at, turi2.de (Background)

Apple startet neue Online-Radiosender und benennt Beats 1 um.

Apple verabschiedet sich bei seinem Online-Radiosender Beats 1 von der Marke Beats. Der Sender firmiert ab sofort unter dem Titel Apple Music 1. Außerdem startet Apple zwei weitere Radiokanäle: Apple Music Hits mit Songs aus den 1980er, 1990er und 2000ern sowie den Sender Apple Music Country. Die Sender stehen Abonnenten von Apple Music zur Verfügung und bieten zum Teil exklusive Originalshows.
radioszene.de

Facebook schließt sich der Fortnite-Kritik an Apple an.

Facebook-LogoFacebook schießt bei der Präsentation einer neuen Funktion gegen Apple: Nutzer*innen können auf Facebook künftig kostenpflichtige Veranstaltungen organisieren. Das Netzwerk verspricht den Anbietern, sie würden 100 % der Einnahmen bekommen, betont jedoch, dass dies nicht bei Nutzer*innen von Apple-Mobilgeräten gilt. Apple habe abgelehnt, auf eine Provision im App-Store zu verzichten oder Facebook Pay zu erlauben, sodass "die kleinen und mittleren Unternehmen nur 70 Prozent von ihren hart verdienten Erlösen bekommen werden". Damit schließt sich Facebook der Kritik des Spieleherstellers Epic Games an, der Apple im Streit um die Provision beim Spiel Fortnite verklagt.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Bloomberg: Apple arbeitet an Abo-Paketen für TV, Musik und Co.

Apfelkompott: Unter dem Arbeitstitel "Apple One" baut der iPhone-Macher Abo-Pakete um seine Apps, hört Bloomberg von Insidern. Sie sollen im Oktober parallel zum neuen iPhone vorgestellt werden. Nutzer*innen sollen damit – ähnlich Amazon Prime – mehrere Dienste zu einem Preis nutzen können, darunter Apple TV+, Apple Music und Apple News+. Bei höherpreisigen Paketen sollen auch Apple-eigene Fitness-Videos dabei sein.
bloomberg.com (Paid), theverge.com

Basta: Der Apfel fällt zu weit vom Stamm.

Äpfel-Birnen-Vergleich: Apple bekämpft als gäriger Goliath zum wiederholten Mal ein Startup, das es wagt, für sein Logo ebenfalls in den Obstkorb zu greifen. Im konkreten Fall: Das fünfköpfige US-Startup Prepear, Rezepte-App für Kinder, das des Wortspiels wegen eine grüne Birne als Logo führt. Apple fürchtet Fruchtsalat "Verwischungseffekte" – und macht sich so zum Fallobst.
t-online.de

Marketingchef Phil Schiller verlässt den Apple-Vorstand.

The Next Big Thing Exit: Apples Marketingchef Phil Schiller gibt seinen Posten im Vorstand auf. Künftig will er sich als "Apple Fellow" um die Events des Tech-Konzerns sowie um den App-Store kümmern. Nachfolger wird Greg Joswiak, der bisherige Vize. Schiller ist die vierte Top-Personalie, die Apple innerhalb der letzten 18 Monate verlässt.

Zuletzt kehrten Design-Chef Jony Ive, PR-Chef Steve Dowling sowie Einzelhandelschefin Angela Ahrendts Apple den Rücken.Schiller gehörte zu den Vertrauten von Apple-Gründer Steve Jobs und arbeitet seit 1987 für das Unternehmen. Seit 1997 gehört er zum Führungsteam und tritt u.a. bei Produktpräsentationen von Apple auf.
manager-magazin.de, apple.com

US-Tech-Konzerne schlagen sich in der Corona-Krise besser als erwartet.


Krisenimmunität: Die Tech-Konzerne Google, Apple, Facebook und Amazon scheinen weitgehend immun gegen die Auswirkungen der Corona-Krise und schneiden im 2. Quartal besser ab als erwartet. Vor allem Amazon profitiert vom Boom beim Online-Shopping während der Krise und steigert seinen Umsatz um 40 % auf knapp 89 Mrd Dollar. Der Versandriese vermeldet mit 5,2 Mrd Dollar zudem den höchsten Nettogewinn der Konzerngeschichte, der sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt hat.

Für Apple ging es im 2. Quartal seit Langem auch bei den iPhones wieder bergauf – der Smartphone-Umsatz des Konzerns stieg um 2 % auf 26,4 Mrd Dollar. Insgesamt kommt Apple beim Umsatz auf 59,7 Mrd Dollar, ein Plus von 11 %. Der Konzern hat außerdem einen Aktien-Split im Verhältnis eins zu vier angekündigt. So soll die Aktie laut Konzern für eine "breitere Basis von Investor*innen" zugänglich sein.

Facebooks Wachstum ist im 2. Quartal zwar abgeflacht, der Umsatz wächst aber dennoch um 11 % auf 18,7 Mrd Dollar. Der weltweite Werbeboykott kann dem sozialen Netzwerk offenbar nicht viel anhaben – laut Konzernangaben sind die Werbeumsätze in den ersten drei Juli-Wochen um 10 % gestiegen.

Nur Google-Mutter Alphabet schwächelt – der Konzern muss erstmals in seiner börsennotierten Geschichte einen Umsatzrückgang hinnehmen. Dieser schrumpft um 2 % auf 38,3 Mrd Dollar, Analyst*innen waren von 4 % ausgegangen. Alphabet leidet unter den Rückgängen im traditionellen Kerngeschäft der Suchmaschinen-Werbung, da viele Werbungtreibende ihre Ausgaben in der Krise zurückgefahren haben. YouTube entwickelt sich hingegen positiv und auch das Cloud-Geschäft kann beim Umsatz um 43 % auf 3 Mrd Dollar zulegen.
faz.net, golem.de (Google), turi2.de (deutsche Wirtschaft)

Google, Apple, Facebook und Amazon reden sich vor dem US-Kongress klein.


Strategische Bescheidenheit: Die Chefs von Google, Apple, Facebook und Amazon haben sich bei einer Anhörung vor dem US-Kongress am Mittwochabend große Mühe gegeben, ihre Marktdominanz kleinzureden. Der Vorsitzende des Kongress-Ausschusses, der Demokrat David Cicilline, wirft den Konzernen vor, "zu viel Macht" zu haben. Die vier Tech-Bosse, die alle per Video zugeschaltet sind, nennt er die "Kaiser der Online-Wirtschaft". Die sehen sich schon in ihren Eingangs-Statements gar nicht in kaiserlicher Rolle: Google-Chef Sundar Pichai etwa argumentiert, "Googles fortgesetzter Erfolg ist nicht garantiert". Apple-Chef Tim Cook spricht von einem "Straßenkampf um Marktanteile", in dem sich sein Konzern befinde. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg lässt die Abgeordneten wissen, dass Facebook in vielen Bereichen hinter seinen Konkurrenten liege: "Die größte Messaging-App ist iMessage, die am schnellsten wachsende Plattform ist TikTok", sagte Zuckerberg. Und auch Amazon-Boss Jeff Bezos sieht sich als Winzling – gemessen am globalen Einzelhandelsmarkt, an dem Amazon weniger als 1 % ausmache.

Zuckerberg appelliert, seinen Konzern nicht allein aufgrund seiner Größe zu beurteilen: "So wie ich unsere Gesetze verstehe, sind Unternehmen nicht schlecht, nur weil sie groß sind." Alle vier verbreiten Patriotismus: "Die Tech-Industrie ist eine amerikanische Erfolgsgeschichte", sagt Zuckerberg. Bezos lässt wissen, es sei kein Zufall, dass Amazon hier entstanden sei, "diese großartige Nation" unterstütze risikofreudige Unternehmer. Gleich zu Beginn der Anhörung meldet sich per Twitter US-Präsident Donald Trump zu Wort: Wenn der Kongress die Tech-Konzerne nicht zur "Gerechtigkeit" zwinge, werde er dies mit Regierungsdekreten tun, so Trump. (Foto: Mandel Ngan/Pool AP / Picture Alliance)
faz.net, spiegel.de, sueddeutsche.de, handelsblatt.com (Paid), edition.cnn.com, theguardian.com

Corona-Warn-App funktioniert auch auf iPhones teils fehlerhaft.

The Next Big Thing Fail: Bei der Corona-Warn-App funktioniert die Kontaktüberprüfung auch beim iPhone teils nur lückenhaft, sagen Recherchen von tagesschau.de. Die Entwickler SAP und die Deutsche Telekom sehen den Fehler bei Apple: "Das Problem, das wir haben, ist, dass die Hintergrundaktualisierung vom Betriebssystem offenbar nicht aufgerufen wird", sagt Thomas Klingbeil von SAP. Bei der Android-App ist die Hintergrundaktualisierung im Stromsparmodus häufig nur eingeschränkt möglich.

Laut Gesundheitsministerium habe die Anwendung "zu jeder Zeit" funktioniert. Die teils eingeschränkte Hintergrundaktualisierung betreffe alle Apps und sei daher kein Programmierfehler. Bei einigen iPhones habe die Corona-Warn-App an mehr als zehn aufeinanderfolgenden Tagen kein Abgleich der Daten durchgeführt - statt alle 24 Stunden. Im Zweifel sind Nutzer*innen damit erst zehn Tage später gewarnt worden, wenn sie Kontakt mit Infizierten hatten.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Steve Wozniak klagt gegen YouTube.

Apple-Mitgründer Steve Wozniak schließt sich einer Klage gegen YouTube an. Darin geht es um eine Bitcoin-Betrugskampagne, die mit seinem Gesicht und dem von anderen Prominenten wirbt und auf YouTube läuft. Wozniak und die 17 anderen Kläger werfen der Plattform vor, anders als etwa Twitter zu wenig gegen die Masche zu tun. Die Videos sollen Nutzer*innen Millionen aus den Taschen gezogen haben.
businessinsider.com, bloomberg.com (Paid), turi2.de (Background)