Apple ist der Leviathan unter den Unternehmen der Welt, cash-gewordener Alptraum im Zirkel der Aspiranten auf die erste Market-Cap-Billion. Weiterlesen im lexikon2.de

Lobbycontrol legt Beschwerde gegen Facebook und Co bei EU-Lobbyregister ein.

Undurchsichtig: Die US-Tech-Riesen Apple, Amazon, Facebook, Google und Microsoft kennzeichnen ihre inhaltliche und finanzielle Lobbyarbeit in Europa teils nicht transparent, das Mitwirken an sogenannten Think Tanks bleibt etwa bei Facebook unerwähnt, findet Lobbycontrol heraus. Die Organisation hat deshalb Beschwerde beim zuständigen EU-Lobbyregister eingereicht.
lobbycontrol.de via spiegel.de

App-Entwickler verbünden sich gegen Apple.

App-okalypse: Eine Gruppe bekannter App-Entwickler verbündet sich gegen Apple, um für neue Regeln im App-Store des Unternehmens zu kämpfen - vor allem für niedrigere Provisionen. Mitglieder der "Coalition for App Fairness" sind u.a. Spotify, Tinder-Betreiber Match Group, Fortnite-Entwickler Epic Games sowie der Verlegerverband European Publishers Council. Die Organisation hat neben Apple aber auch andere App-Store-Betreiber wie Google im Visier.
manager-magazin.de via wsj.com

Coalition for App Fairness mit Epic Games und Co kämpft gegen Appstore-Zwang.

Epische Gilde: Die "Coalition for App Fairness", zu der Epic Games, Match Group, Deezer, Spotify und andere gehören, will gegen Apples Appstore-Regeln vorgehen. Die Unternehmen, die deswegen alle schon Clinch mit dem Apfelkonzern hatten, schließen sich dafür in einer Non-Profit-Organisation zusammen. Sie kritisieren wettbewerbsfeindliche Regeln, fehlende Wahlfreiheit für Endkund*innen und hohe Transaktionsgebühren. Ihr Ziel ist das Ende des Appstore-Zwangs.
heise.de, businessinsider.com, turi2.de (Background)

Umweltchefin Lisa Jackson erklärt Apples Weg zur Klimaneutralität.

Grüner Apfel? Technologie-Gigant Apple reklamiert die Branchen-Vorherrschaft in Umweltfragen für sich. Im Gespräch mit der "FAZ" erklärt Umwelt-Chefin Lisa Jackson, dass Apple seit 2018 alle eigenen Standorte mit erneuerbarer Energie betreibt. Eine Herausforderung stelle die angestrebte Klimaneutralität der Gesamtproduktion bis 2030 dar. Weniger als die Hälfte der Lieferanten hätten sich dem Ziel bisher verschrieben. Neben erneuerbaren Energien, in die Apple teils direkt investiert, setzt der Konzern laut FAZ auch auf stärkeres Recycling sowie Aufforstung.
faz.net

Basta: Ein Rechenfehler zündet bei Apple-Aktien über Nacht ein Kursfeuerwerk.

Der Apfel fällt nicht weit vom Aktienstamm: Ein Buchungsfehler hat Apple-Aktionär*innen am Wochenende zeitweise reicher gemacht. Der für Montag geplante Aktiensplit, der aus einer Aktie vier neue macht, war durch einen Computerfehler vorab ohne die Vierteilung des Wertes erfolgt. Die Freude der Apple-Jünger*innen hielt damit so kurz wie die Akkulaufzeit vieler iPhones.
"FAZ", S. 19 (Paid)

Gericht verbietet Apple die Verbannung von Epic Games aus dem Entwickler­programm.

Fortnite: Ein Gericht in Kalifornien verbietet Apple, die Grafik-Technologie Unreal Engine von Spiele-Entwickler Epic Games aus dem Entwickler­programm zu werfen. Zuvor hatte Microsoft das Vorhaben kritisiert, das die Technologie selbst nutzt. Zugleich weist das Gericht Epics Antrag ab, den Rauswurf von Fortnite aus dem App-Store rückgängig zu machen.
wuv.de (Gericht), horizont.net (Microsoft), turi2.de (Background)

Streit zwischen Apple und Epic Games schadet beiden, schreibt Valentin Dornis.

Epic Games vs. Apple: Der Ausgang dieses Streits, bei dem auch Google, Spotify, Facebook und große US-Verlage mitmischen, könnten unschöne Folgen für alle Beteiligten haben, schreibt Valentin Dornis. Apple könnte mit der Umsatzbeteiligung viel Geld verlieren und es sich mit jungen Menschen verscherzen, Epic Games wiederum sei finanziell unterlegen und werde vielleicht klein beigeben müssen. Die beste Lösung, zumal für die Gamer*innen, wäre ein Kompromiss.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Basta: Die wollen nur spielen.

Wenn das Leben dir Äpfel gibt... Spielehersteller Epic Games, der Apple im Streit um die Provision beim Spiel Fortnite verklagt, schüttelt ein Ass aus dem Ärmel und geht spielerisch gegen den Feind vor – mit einem Anti-Apple-Turnier. Gamer*innen können zum Beispiel "Free Fortnite"-Hüte gewinnen, sowie das Kostüm von Tart Tycoon – dem apfelköpfigen Bösewicht der Fortnite-Welt.
futurezone.at, turi2.de (Background)

Apple startet neue Online-Radiosender und benennt Beats 1 um.

Apple verabschiedet sich bei seinem Online-Radiosender Beats 1 von der Marke Beats. Der Sender firmiert ab sofort unter dem Titel Apple Music 1. Außerdem startet Apple zwei weitere Radiokanäle: Apple Music Hits mit Songs aus den 1980er, 1990er und 2000ern sowie den Sender Apple Music Country. Die Sender stehen Abonnenten von Apple Music zur Verfügung und bieten zum Teil exklusive Originalshows.
radioszene.de

Facebook schließt sich der Fortnite-Kritik an Apple an.

Facebook-LogoFacebook schießt bei der Präsentation einer neuen Funktion gegen Apple: Nutzer*innen können auf Facebook künftig kostenpflichtige Veranstaltungen organisieren. Das Netzwerk verspricht den Anbietern, sie würden 100 % der Einnahmen bekommen, betont jedoch, dass dies nicht bei Nutzer*innen von Apple-Mobilgeräten gilt. Apple habe abgelehnt, auf eine Provision im App-Store zu verzichten oder Facebook Pay zu erlauben, sodass "die kleinen und mittleren Unternehmen nur 70 Prozent von ihren hart verdienten Erlösen bekommen werden". Damit schließt sich Facebook der Kritik des Spieleherstellers Epic Games an, der Apple im Streit um die Provision beim Spiel Fortnite verklagt.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Bloomberg: Apple arbeitet an Abo-Paketen für TV, Musik und Co.

Apfelkompott: Unter dem Arbeitstitel "Apple One" baut der iPhone-Macher Abo-Pakete um seine Apps, hört Bloomberg von Insidern. Sie sollen im Oktober parallel zum neuen iPhone vorgestellt werden. Nutzer*innen sollen damit – ähnlich Amazon Prime – mehrere Dienste zu einem Preis nutzen können, darunter Apple TV+, Apple Music und Apple News+. Bei höherpreisigen Paketen sollen auch Apple-eigene Fitness-Videos dabei sein.
bloomberg.com (Paid), theverge.com

Basta: Der Apfel fällt zu weit vom Stamm.

Äpfel-Birnen-Vergleich: Apple bekämpft als gäriger Goliath zum wiederholten Mal ein Startup, das es wagt, für sein Logo ebenfalls in den Obstkorb zu greifen. Im konkreten Fall: Das fünfköpfige US-Startup Prepear, Rezepte-App für Kinder, das des Wortspiels wegen eine grüne Birne als Logo führt. Apple fürchtet Fruchtsalat "Verwischungseffekte" – und macht sich so zum Fallobst.
t-online.de

Marketingchef Phil Schiller verlässt den Apple-Vorstand.

The Next Big Thing Exit: Apples Marketingchef Phil Schiller gibt seinen Posten im Vorstand auf. Künftig will er sich als "Apple Fellow" um die Events des Tech-Konzerns sowie um den App-Store kümmern. Nachfolger wird Greg Joswiak, der bisherige Vize. Schiller ist die vierte Top-Personalie, die Apple innerhalb der letzten 18 Monate verlässt.

Zuletzt kehrten Design-Chef Jony Ive, PR-Chef Steve Dowling sowie Einzelhandelschefin Angela Ahrendts Apple den Rücken.Schiller gehörte zu den Vertrauten von Apple-Gründer Steve Jobs und arbeitet seit 1987 für das Unternehmen. Seit 1997 gehört er zum Führungsteam und tritt u.a. bei Produktpräsentationen von Apple auf.
manager-magazin.de, apple.com

US-Tech-Konzerne schlagen sich in der Corona-Krise besser als erwartet.


Krisenimmunität: Die Tech-Konzerne Google, Apple, Facebook und Amazon scheinen weitgehend immun gegen die Auswirkungen der Corona-Krise und schneiden im 2. Quartal besser ab als erwartet. Vor allem Amazon profitiert vom Boom beim Online-Shopping während der Krise und steigert seinen Umsatz um 40 % auf knapp 89 Mrd Dollar. Der Versandriese vermeldet mit 5,2 Mrd Dollar zudem den höchsten Nettogewinn der Konzerngeschichte, der sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt hat.

Für Apple ging es im 2. Quartal seit Langem auch bei den iPhones wieder bergauf – der Smartphone-Umsatz des Konzerns stieg um 2 % auf 26,4 Mrd Dollar. Insgesamt kommt Apple beim Umsatz auf 59,7 Mrd Dollar, ein Plus von 11 %. Der Konzern hat außerdem einen Aktien-Split im Verhältnis eins zu vier angekündigt. So soll die Aktie laut Konzern für eine "breitere Basis von Investor*innen" zugänglich sein.

Facebooks Wachstum ist im 2. Quartal zwar abgeflacht, der Umsatz wächst aber dennoch um 11 % auf 18,7 Mrd Dollar. Der weltweite Werbeboykott kann dem sozialen Netzwerk offenbar nicht viel anhaben – laut Konzernangaben sind die Werbeumsätze in den ersten drei Juli-Wochen um 10 % gestiegen.

Nur Google-Mutter Alphabet schwächelt – der Konzern muss erstmals in seiner börsennotierten Geschichte einen Umsatzrückgang hinnehmen. Dieser schrumpft um 2 % auf 38,3 Mrd Dollar, Analyst*innen waren von 4 % ausgegangen. Alphabet leidet unter den Rückgängen im traditionellen Kerngeschäft der Suchmaschinen-Werbung, da viele Werbungtreibende ihre Ausgaben in der Krise zurückgefahren haben. YouTube entwickelt sich hingegen positiv und auch das Cloud-Geschäft kann beim Umsatz um 43 % auf 3 Mrd Dollar zulegen.
faz.net, golem.de (Google), turi2.de (deutsche Wirtschaft)

Google, Apple, Facebook und Amazon reden sich vor dem US-Kongress klein.


Strategische Bescheidenheit: Die Chefs von Google, Apple, Facebook und Amazon haben sich bei einer Anhörung vor dem US-Kongress am Mittwochabend große Mühe gegeben, ihre Marktdominanz kleinzureden. Der Vorsitzende des Kongress-Ausschusses, der Demokrat David Cicilline, wirft den Konzernen vor, "zu viel Macht" zu haben. Die vier Tech-Bosse, die alle per Video zugeschaltet sind, nennt er die "Kaiser der Online-Wirtschaft". Die sehen sich schon in ihren Eingangs-Statements gar nicht in kaiserlicher Rolle: Google-Chef Sundar Pichai etwa argumentiert, "Googles fortgesetzter Erfolg ist nicht garantiert". Apple-Chef Tim Cook spricht von einem "Straßenkampf um Marktanteile", in dem sich sein Konzern befinde. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg lässt die Abgeordneten wissen, dass Facebook in vielen Bereichen hinter seinen Konkurrenten liege: "Die größte Messaging-App ist iMessage, die am schnellsten wachsende Plattform ist TikTok", sagte Zuckerberg. Und auch Amazon-Boss Jeff Bezos sieht sich als Winzling – gemessen am globalen Einzelhandelsmarkt, an dem Amazon weniger als 1 % ausmache.

Zuckerberg appelliert, seinen Konzern nicht allein aufgrund seiner Größe zu beurteilen: "So wie ich unsere Gesetze verstehe, sind Unternehmen nicht schlecht, nur weil sie groß sind." Alle vier verbreiten Patriotismus: "Die Tech-Industrie ist eine amerikanische Erfolgsgeschichte", sagt Zuckerberg. Bezos lässt wissen, es sei kein Zufall, dass Amazon hier entstanden sei, "diese großartige Nation" unterstütze risikofreudige Unternehmer. Gleich zu Beginn der Anhörung meldet sich per Twitter US-Präsident Donald Trump zu Wort: Wenn der Kongress die Tech-Konzerne nicht zur "Gerechtigkeit" zwinge, werde er dies mit Regierungsdekreten tun, so Trump. (Foto: Mandel Ngan/Pool AP / Picture Alliance)
faz.net, spiegel.de, sueddeutsche.de, handelsblatt.com (Paid), edition.cnn.com, theguardian.com

Corona-Warn-App funktioniert auch auf iPhones teils fehlerhaft.

The Next Big Thing Fail: Bei der Corona-Warn-App funktioniert die Kontaktüberprüfung auch beim iPhone teils nur lückenhaft, sagen Recherchen von tagesschau.de. Die Entwickler SAP und die Deutsche Telekom sehen den Fehler bei Apple: "Das Problem, das wir haben, ist, dass die Hintergrundaktualisierung vom Betriebssystem offenbar nicht aufgerufen wird", sagt Thomas Klingbeil von SAP. Bei der Android-App ist die Hintergrundaktualisierung im Stromsparmodus häufig nur eingeschränkt möglich.

Laut Gesundheitsministerium habe die Anwendung "zu jeder Zeit" funktioniert. Die teils eingeschränkte Hintergrundaktualisierung betreffe alle Apps und sei daher kein Programmierfehler. Bei einigen iPhones habe die Corona-Warn-App an mehr als zehn aufeinanderfolgenden Tagen kein Abgleich der Daten durchgeführt - statt alle 24 Stunden. Im Zweifel sind Nutzer*innen damit erst zehn Tage später gewarnt worden, wenn sie Kontakt mit Infizierten hatten.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Steve Wozniak klagt gegen YouTube.

Apple-Mitgründer Steve Wozniak schließt sich einer Klage gegen YouTube an. Darin geht es um eine Bitcoin-Betrugskampagne, die mit seinem Gesicht und dem von anderen Prominenten wirbt und auf YouTube läuft. Wozniak und die 17 anderen Kläger werfen der Plattform vor, anders als etwa Twitter zu wenig gegen die Masche zu tun. Die Videos sollen Nutzer*innen Millionen aus den Taschen gezogen haben.
businessinsider.com, bloomberg.com (Paid), turi2.de (Background)

Meinung: Google und Apple werden bei der Corona-Warn-App zu wenig kontrolliert.

Datenschutz: Die Corona-Warn-App zeigt erneut die Macht von Google und Apple, beklagt Douglas Leith, Professor für Computersysteme am Trinity College in Dublin. Beim Programmteil, den Apple und Google beisteuern, fehle es an Kontrolle: "Diese Firmen können Änderungen vornehmen, die die öffentliche Gesundheit angehen. Da gibt es keine Aufsicht", warnt Leith.
mdr.de

EU-Gericht: Apple muss vorerst keine 13 Mrd Euro Steuern zurückzahlen.


Der Apfel bleibt im Steuerparadies: Apple muss vorerst keine Rekord-Steuernachzahlung von mehr als 13 Mrd Euro leisten, entscheidet das EU-Gericht in Luxemburg. Die EU-Kommission hatte den iPhone-Hersteller 2016 zu der Nachzahlung aufgefordert. Im Raum steht der Vorwurf, Apple habe an seinem europäischen Unternehmenssitz in Irland in den letzten Jahren unrechtmäßig von Steuervorteilen profitiert. So soll Apple zeitweise Körperschaftssteuern in Höhe von lediglich 0,005 % gezahlt haben. Das Unternehmen um Chef Tim Cook (Foto) und Irland, das Apple als Prestige-Firma halten will, wehren sich dagegen. Apple verweist darauf, dass seine Erträge aus dem internationalen Geschäft bereits größtenteils in den USA versteuert würden.

Der Streit ist mit der heutigen Entscheidung noch nicht final beigelegt: Sollte sich die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager (Foto) mit dem Urteil nicht zufriedengeben, könnte der Fall noch vor der nächsten Instanz, dem Europäischen Gerichtshof, verhandelt werden.
sueddeutsche.de, businessinsider.com, spiegel.de, turi2.de (Background)

Apple testet das Personal auf Corona und plant bis Ende 2020 mit Home Office.

An apple a day keeps Corona away? US-Techkonzern Apple rechnet erst Ende 2020 mit einer vollständigen Rückkehr in die Büros, zitiert Bloomberg aus einer Videobotschaft der Apple-Personalchefin Deirdre O'Brien an die Belegschaft. Das Virus zwinge das Unternehmen, einige US-Standorte wieder temporär zu schließen. Apple will das Personal im Home Office mit Covid-19-Testkits ausstatten. Der Konzern plant zudem eine schrittweise Rückkehr in "viele" Büros im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Europa - je nach "lokalen Bedingungen".

Das Unternehmen will die Belegschaft des US-Hauptquartiers schrittweise zurückkehren lassen - die erste Phase hat bereits begonnen. O'Brien befürchtet angesichts der höheren Online-Nachfrage während der Pandemie teils "erhebliche Wartezeiten" bei Bestellungen. Die Mitarbeiter*innen geschlossener Apple Stores sollen von zu Hause arbeiten und online oder telefonisch Kund*innen beraten.
bloomberg.com (Paid), businessinsider.com

Apple beliefert künftig auch freie Werkstätten mit Originalteilen.

Fällt nun auch weit vom Stamm: Künftig können auch in Deutschland freie Werkstätten Akkus, Bildschirme und andere Teile für Reparaturen bei Apple bestellen. Voraussetzung ist, dass aus der Belegschaft eine Person von Apple als Techniker*in zertifiziert ist. Im September 2019 hatte sich Apple bereits in den USA für freie Werkstätten geöffnet.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Apple sperrt 30 weitere US-Filialen wegen Corona-Pandemie wieder zu.

Apple schließt in den USA wegen der Corona-Pandemie weitere 30 Läden, u.a. in Kalifornien, Louisiana und Nevada. Damit sind nun 77 der insgesamt 271 Apple Stores in den USA nach vorherigen Öffnung wieder dicht. Der Gouverneur von Kalifornien lässt derweil alle Bars wieder schließen sowie in weiten Teilen des Bundesstaats auch Restaurants, Museen und Kinos.
theverge.com, cnet.com (Apple), businessinsider.com (Kalifornien)

“New York Times” verlässt Apple News.

New York Times beendet ihre Kooperation mit Apple News, der Nachrichten-App des Tech-Giganten. Laut Meredith Kopit Levien, COO der "NYT", wolle man Nutzer*innen wieder zurück ins "eigene Umfeld holen", in dem der Verlag seine News-Präsentation selbst kontrollieren könne. Für Apple News ist es der größte Verlust seit dem App-Exit des "Guardian" 2017; auch das Bezahl-Angebot Apple News Plus schwächelt.
theverge.com, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Wie GAFAM in der Krise neue Märkte erobern wollen.

Lese-Tipp: Die US-Tech-Riesen sind die großen Profiteure der Corona-Krise, analysiert das "manager magazin". Autor Jonas Rest beschreibt, wie Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft "investieren, wenn andere kürzen" – eine Strategie, mit der GAFAM schon in der Finanzkrise 2008 zu Gewinnlern wurden. Amazon-Boss Jeff Bezos etwa steigt in den Markt für autonomes Fahren ein und lässt sich das Startup Zoox wohl mehr als 1 Mrd Dollar kosten. Zuvor war dem Unternehmen die Finanzierung weggebrochen. Die Konzentration des Online-Händlers auf Produkte des täglichen Bedarfs habe Bezos geschickt als Krisenhilfe verkauft, tatsächlich sei es ein "Schlag gegen Walmart" gewesen.

Google, Facebook und Microsoft profitieren vom Digitalisierungs-Schub durch Corona. Für ihre Cloud-Dienste konnten sie neue Kund*innen gewinnen – allen voran bei den Videokonferenz-Tools. Beliebte Features des neuen Konkurrenten Zoom wurden "in Windeseile kopiert", schreibt Rest. Wo die Werbeumsätze von Google und Facebook durch den Lockdown zeitweise eingebrochen sind, werden sie "auch am schnellsten wieder anziehen", zitiert Rest den Marketingprofessor Scott Galloway.
"manager magazin" 7/2020, S. 68-73 (Paid)

WWDC: Apple verabschiedet sich von Intel-Prozessoren in Macs.


Update im Apfel-Haus: Apple macht in seinen Mac-Rechnern Schluss mit Prozessoren von Intel und setzt auf eigens entwickelte Hardware, die bereits in iPhones und iPads steckt. Das hat der Konzern auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC bekanntgegeben, die dieses Jahr erstmals ausschließlich digital stattfindet. Die Umstellung, durch die iPhone- und iPad-Apps auch auf Macs laufen sollen, soll die Rechner leistungsfähiger und energieeffizienter machen. Die Software "Rosetta 2" soll Entwickler*innen weltweit dabei helfen, für Intel-Hardware ausgelegte Anwendungen so umzubauen, dass sie auch auf Apples hauseigener Technik laufen.

Außerdem hat Apple das neue iPhone-Betriebssystem iOS 14 angekündigt. Damit sollen Nutzer*innen das iPhone unter anderem als Autoschlüssel verwenden können, allerdings ist das vorerst nur bei BMW-Fahrzeugen der 5er-Reihe möglich. Außerdem kündigt der Konzern eine App namens Library an, mit deren Hilfe Nutzer*innen sich leichter in der Masse ihrer heruntergeladenen Apps zurechtfinden sollen, da sie Apps automatisch nach Kategorien sortiert. Auch ein Übersetzter, der neben Deutsch zehn weitere Sprachen beherrscht, kommt aufs iPhone, das Feature Scribble, das handschriftliche Notizen in Text umwandeln kann, aufs iPad. Zu den Corona-spezifischen Neuerungen gehört, dass die Apple Watch künftig das Händewaschen tracken wird – und der Konzern seinen Memojis Gesichtsmasken aufsetzt.
spiegel.de (Intel-Abschied), theverge.com, faz.net, businessinsider.com (Memojis)

EU-Wettbewerbshüter nehmen Apple in zwei Verfahren unter die Lupe.


Apfel im Visier: Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission untersuchen in zwei Kartell-Verfahren mögliche Wettbewerbsverzerrungen durch den Tech-Konzern. Konkret geht es zum einen um die Bedingungen beim Bezahldienst Apple Pay. So können Besitzer*innen von Apple-Geräten die Technik "tap and go" für bargeldlose Zahlungen an Kassen nur über Apple Play nutzen. "Apple darf den Verbrauchern mit seinen Maßnahmen aber nicht die Vorteile der neuen Zahlungstechnologien vorenthalten", findet EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Der Konzern bestreitet die Vorwürfe.

Im Mittelpunkt der zweiten Untersuchung stehen womöglich überhöhte Provisionen im App-Store. Spotify hatte das Verfahren durch eine Beschwerde im Frühjahr 2019 angestoßen. Als Reaktion auf die Anschuldigungen hat Apple Zahlen zu seinem App Store veröffentlicht. Diesen Daten zufolge erzielt das Unternehmen die meisten Erlöse mit dem Verkauf physischer Güter und Dienstleistungen über seine Apps. Bis zu 30 % Provision werden beim Verkauf digitaler Dienste fällig. Diese Einnahmequelle ist laut Apple aber ungleich kleiner. Vestager will nun sicherstellen, dass der iPhone-Konzern beim Vertrieb von Apps und Inhalten an Nutzer*innen nicht die Rolle eines Gatekeepers einnimmt.
faz.net, crn.de, apple.com (Zahlen)

Video-Tipp: 5 Filme vom iPhone.

Video-Tipp: Das iPhone erobert Hollywood – zumindest ein bisschen. wuv.de stellt fünf ganz unterschiedliche Filme vor, die mit dem Apple-Gerät gedreht wurden. Prominentester Handy-Filmer ist Regisseur Steven Soderbergh (u.a. "Ocean’s Eleven"), der mit dem iPhone 7 Plus den Film "Unsane" produziert hat, über eine Frau, die vor einem Stalker flieht.
wuv.de, youtube.com (Trailer "Unsane")

YouTube und Apple investieren je 100 Mio Dollar in Rassismus-Bekämpfung.


Zwei Konzerne, ein Gedanke: Apple startet eine 100-Mio-Dollar-Initiative, die Rassismus bekämpfen und Vielfalt innerhalb und außerhalb des Unternehmens fördern soll, vorerst in den USA, später auch global. Lisa Jackson, verantwortlich für Umwelt, Politik und soziale Initiativen, leitet das Projekt. Es soll Bildung, wirtschaftliche Gleichheit und Strafrechtsreformen fördern, twittert Chef Tim Cook (Foto links). Apple kündigt außerdem ein Entwickler-Camp für schwarze Entwickler an und will deutlich mehr Schwarze einstellen.

Zeitgleich investiert auch YouTube 100 Mio Dollar, ebenfalls im Dienste der Rassismus-Bekämpfung: Die Plattform will damit Inhalte schwarzer Urheber*innen fördern und neue, schwarze Formate für YouTube Originals entwickeln. Das erste so finanzierte Projekt ist das YouTube Original "Bear Witness, Take Action", eine Mischung aus Livestream und Spendenaktion. YouTube-Chefin Susan Wojcicki (Foto rechts) will die Richtlinien und Produkte der Plattform außerdem auf Toleranz prüfen.
wsj.com (Apple und YouTube), businessinsider.com (Apple), theverge.com (YouTube)

Apple und Google kassieren zu viel Mehrwertsteuer für Presseprodukte.

Mehrwertsteuer für digitale Presseerzeugnisse wird von Apple und Google falsch abgerechnet, berichtet "PV digest". Die US-Konzerne berechnen dem Bericht zufolge weiter 19 % MwSt, statt den ermäßigten Satz von 7 %. Auch in anderen Ländern würden Google und Apple, zum Teil schon seit Jahren, nicht beim Steuersatz für Presseerzeugnisse unterscheiden. Den Verlagen entgehen so Millionen. Hinter den Kulissen soll Apple inzwischen angekündigt haben zu handeln und auch Nachzahlungen zu leisten.
pv-digest.de (Paid)

Schweizer Corona-App nutzt als erste Schnittstellen von Apple und Google.

SCHWEIZ_FLAGGE_150Schweiz nutzt für ihre Corona-Tracing-App SwissCovid als erstes Land weltweit die Schnittstellen von Apple und Google. Bis Ende Juni läuft ein Pilot-Test u.a. mit Mitarbeiter*innen von Unis, Krankenhäusern, der Verwaltung und der Armee. Ab Donnerstag legen die Entwickler den Quellcode für Sicherheitstest offen.
computerworld.ch, persoenlich.com

Apple und Google geben Schnittstelle für Corona-App frei.

Tracing-Apps für Corona-Kontakte können jetzt auf die Schnittstelle von Apple und Google zurückgreifen. Die Konzerne haben sie am Mittwoch veröffentlicht. Gesundheitsbehörden sollen die Technik weltweit nutzen, um damit Corona-Apps zu entwickeln und sie zur Freigabe in die App-Stores von Google und Apple zu stellen. In Deutschland arbeiten Telekom und SAP an der Corona-Warn-App. Sie soll Mitte Juni fertig sein.
spiegel.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Apple schluckt VR-Streaming-Dienst NextVR.

Apple hat die Übernahme des Virtual-Reality-Dienstes NextVR und damit entsprechende Gerüchte bestätigt. Finanzielle Details nannte der Konzern nicht, laut Schätzungen könnte die Kaufsumme rund 100 Mio Dollar betragen. NextVR zeichnet Konzerte oder Sport­ver­an­stal­tungen so auf, dass Zuschauer*innen sie zuhause z.B. per VR-Brille verfolgen können.
theverge.com, 9to5mac.com (Bewertung), turi2.de (NextVR)

Hessischer Datenschutzbeauftragter prüft Apples Temperaturmessung.

Apple könnte gegen Datenschutzregeln verstoßen, weil es vor dem Eintreten der Kund*innen in seine Läden deren Körpertemperatur misst. Der hessische Datenschutzbeauftragte Michael Ronellenfitsch prüfe derzeit, ob entsprechende Verstöße vorlägen, schreibt die "FAZ". Gestern hat der US-Konzern seine Geschäfte in Deutschland nach zweimonatiger Corona-Pause wieder geöffnet.
faz.net, turi2.de (Messung)

Google und Apple geben Details zu ihrem Corona-App-Projekt bekannt.

Bitte kein Wildwuchs: Google und Apple wollen nur einer App pro Land den Zugriff auf ihre Schnittstellen für das Tracking von Corona-Infektionen erlauben, gaben beide Konzerne am Montag bekannt. Das soll verhindern, dass sich viele Nutzer*innen verschiedene Anwendungen auf ihre Smartphones holen, und einzelne Apps dadurch kaum oder gar nicht funktionieren. Die Tech-Firmen versprachen außerdem, dass Apps, die auf ihren Schnittstellen basieren, keine GPS-Daten abfragen können. Auch könnten die Daten nicht zum Targeting von Werbung genutzt werden. Google und Apple verzichten darauf, die App zur Kontaktverfolgung selber zu bauen, sie wollen nur das technische Fundament dafür liefern.

Die Konzerne setzen auf ein System, bei dem die Entfernung zwischen Smartphones via Bluetooth-Signalstärke gemessen wird. Wer sich länger als fünf Minuten in unmittelbarer Nähe einer infizierten Person aufgehalten hat, erhält eine Benachrichtigung. Voraussetzung dafür ist, dass die infizierte Person in derselben App meldet, dass sie erkrankt ist. Dies geschieht freiwillig. Krypto-Schlüssel sollen den Datenschutz gewährleisten. Dieses technische Grundgerüst soll Mitte Mai fertig sein und in den Betriebssystemen iOS und Android zur Verfügung stehen. Anhand von Screenshots zeigten Google und Apple am Montag daneben beispielhaft, wie sie sich eine Corona-App vorstellen. Behörden hätten die Unternehmen u.a. um entsprechende Vorschläge gebeten, sagten sie. Wer genau danach fragte, ließen die Partner offen.

In Deutschland arbeiten SAP und Telekom an einer Virus-Tracking-App. Ein Verbund der Unternehmensberatung PwC, des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche IntelligenzSIS Software und des Ticketanbieters Eventim machen diesem Vorhaben allerdings Konkurrenz, wie seit Ende letzter Woche feststeht. Sie kündigten an, der Öffentlichkeit schon Anfang Mai eine einsatzbereite App vorzustellen.
faz.net, handelsblatt.com, theverge.com, buzzfeednews.com (Hilfe beim Design), turi2.de (SAP und Telekom), turi2.de (PwC)

Google und Apple schalten die Schnittstellen für Corona-Apps für Entwickler frei.

Google und Apple gewähren ausgewählten Entwicklern, die mit Gesundheitsbehörden zusammenarbeiten, Zugriff auf eine Vorab-Version ihrer Schnittstellen für die geplanten Corona-Apps. Die Konzerne setzen auf ein System, bei dem die Entfernung zwischen Smartphones via Bluetooth-Signalstärke gemessen wird. Krypto-Schlüssel sollen den Datenschutz gewährleisten.
t3n.de

BSI warnt vor Sicherheitslücke in Apples Mail-App.

Apple Mail: Das BSI warnt vor Schwachstellen in der E-Mail-App auf iPhones und iPads. Dadurch sei "potenziell das Lesen, Verändern und Löschen von E-Mails möglich". Die Behörde stuft das Leck als "besonders kritisch" ein und rät, die App bis zum nächsten System-Update nicht mehr zu nutzen. Apple selbst sieht "kein unmittelbares Risiko".
manager-magazin.de, basicthinking.de, faz.net

Apple bringt neues Einsteiger-Smartphone iPhone SE heraus.

Apple ändert seine Preisstrategie und bringt inmitten der Corona-Krise eine Neuauflage seines Einsteiger-Smartphones iPhone SE auf den Markt. Das neue Modell sieht aus wie das iPhone 8, hat den Prozessor des iPhone 11 an Bord. Mit rund 500 Euro kostet es weniger als das leistungs­schwächere iPhone 8, dessen Verkauf Apple einstellt. Die Entsperrung erfolgt per Fingerabdrucksensor und nicht wie bei teureren iPhones per Gesichtserkennung.
faz.net, giga.de, cnet.com (iPhone SE), mashable.com (iPhone 8)