Apple ist der Leviathan unter den Unternehmen der Welt, cash-gewordener Alptraum im Zirkel der Aspiranten auf die erste Market-Cap-Billion. Weiterlesen im lexikon2.de

Apple-CEO Tim Cook verdient künftig deutlich weniger.

Kocht auf Sparflamme: Apple-Boss Tim Cook hat eine von ihm selbst vorgeschlagene Kürzung seiner Bezüge bekommen. Sein Entlohnung, ein Mix aus Aktien, Boni und Gehalt, wird um 40 % reduziert, so dass er 2023 49 Mio Dollar verdienen soll. Grund für den Schritt ist, dass letztes Jahr nur 64 % der Anteils­eigner mit Cooks üppigem Gehalt zurfrieden waren. Im Fiskal­jahr 2020 waren es noch 95 %.
cnbc.com

Apple vertont Bücher mit Hilfe künstlicher Intelligenz.

Umgestimmt: Der Konzern Apple plant die Ausweitung seines Hörbuch-Katalogs mit Hilfe von Computer-vertonten Büchern. Ein neues Programm bietet unabhängigen Autoren und Verlagen an, ihre Bücher mit Hilfe künstlicher Intelligenz einsprechen zu lassen. Kulturschaffende kritisieren das Angebot als Eingriff in die Kunst des Erzählens. Für kleine Verlage bietet sich die Chance, auch ohne großes Budget am wachsenden Hörbuchmarkt zu partizipieren. Noch ist das Angebot nur für englischsprachige Bücher und wenige Genres verfügbar. Ein Hörbuch-Erlebnis à la Siri bleibt Hörerinnen aber erspart.
heise.de, theguardian.com

Apple TV+ kündigt eine zweiteilige Dokumentation über Boris Becker an.

Spiel, Satz, Apfel: Der Streaming-Dienst Apple TV+ plant eine zweiteilige Doku über den Ex-Tennis-Star Boris Becker. Die Oscar-Gewinner Alex Gibney und John Battsek haben Becker drei Jahre lang vor seiner Verurteilung zu zweieinhalb Jahren Gefängnis im April 2022 begleitet. Neben Interviews mit Becker selbst sollen auch Gespräche mit dessen engen Familienangehörigen sowie mit Tennis-Profis wie John McEnroe, Björn Borg und Novak Djokovic zu sehen sein. ProSiebenSat.1-Sprecher Christoph Körfer dementiert derweil gegenüber DWDL einen "Bild"-Bericht, wonach Becker für eine halbe Mio Euro ein Exklusiv-Interview für Sat.1 gibt. Becker ist Medienberichten zufolge heute frühzeitig nach siebeneinhalb Monaten Haft in England entlassen worden.
variety.com, beta.blickpunktfilm.de, dwdl.de, bild.de

Apples iPhone kann jetzt Notrufe per Satellit absetzen.

Funkloch-SOS: Das iPhone 14 von Apple kann ab sofort Notrufe über Satellit absetzen, wenn sich Nutzerinnen in einem Funkloch bewegen. Sie müssen dabei zunächst Fragen im Display beantworten, damit das System die GPS-Daten ermitteln kann, und das Handy auf einen Satelliten ausrichten. Eine Grafik hilft dabei. Die Funktion ist zwei Jahre lang kostenlos, danach nur gegen Abo-Gebühren. Neben Deutschland funktioniert der Notruf auch in Großbritannien, Irland und Frankreich.
spiegel.de, apple.com

Apple hebt das Rede-Verbot über die Arbeitsbedingungen auf.

Bricht das Schweigen: Apple verbietet seinen Beschäftigten nicht länger, offen über ihre Arbeitsbedingungen sowie Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz zu sprechen. Vorausgegangen war eine externe Überprüfung der Geheimhaltungs-Vereinbarungen. Im Oktober 2021 hatte der Konzern einer Initiatorin der Website #AppleToo gekündigt.
theverge.com, ft.com (€), turi2.de (Background)

Elon Musk sagt, Apple drohe, Twitter aus dem App Store zu verbannen.

Schüttelt am Baum: Twitter-Besitzer Elon Musk wirft Apple vor, Twitter mit einer Verbannung aus dem App-Store zu drohen, ohne dafür einen Grund zu nennen. Zudem beschwert er sich, dass Apple seine Werbe-Aktivitäten auf der Platt­form größten­teils gestoppt habe und fragt, ob der Konzern "freie Meinungs­äußerung in Amerika hasst". Apple hatte auch die Twitter-Klone Gab und Parler in der Vergangenheit verbannt, sich zu Musks Attacken zunächst aber nicht geäußert.
spiegel.de

Apple erklärt Social-Media-Boosts zu In-App-Käufen und verlangt Provisionen.

Kassiert app: In seinen neuen App-Store-Richtlinien macht Apple sogenannte Social-Media-Boosts zu In-App-Käufen. Dadurch erhält das Unternehmen 30 % Provision, wenn etwa bei Facebook oder Instagram eine Person oder ein Unternehmen für die Erhöhung der eigenen Reichweite bezahlt. Meta kritisiert, Apple untergrabe damit andere Unternehmen in der digitalen Wirtschaft.
basicthinking.de

Apple gibt beim USB-C-Anschluss am iPhone nach.

Apples europäische Leiden: Smartphone-Hersteller Apple beugt sich den EU-Vorgaben und liefert auch sein iPhone ab spätestens Herbst 2024 mit USB-C-Lade­anschluss aus. Bisher beharrt das Unternehmen auf seinem eigenen Lightning-Anschluss. "Wir werden uns daran halten müssen", sagt Marketing-Chef Greg Joswiak bei einem Talk vom "Wall Street Jounal" – und lässt durch­blicken, dass Apple darüber nicht sehr glücklich ist.
theverge.com, giga.de

Lese-Tipp: Google, Facebook und Apple zahlen “übermäßig hohe Gehälter”, sagt Alex Bouaziz.

Lese-Tipp: Mit seinem Startup Deel will der Franzose Alex Bouaziz Unternehmen helfen, Mitarbeitende auf der ganzen Welt zu finden. Er hofft damit auch "übermäßig hohe Gehälter" zu korrigieren, die etwa im Silicon Valley bei Google, Facebook und Apple gezahlt werden. Dort können beispielsweise Software­entwickler bis zu 500.000 Dollar im Jahr erwarten.
faz.net

iPhones rufen Rettungsdienst wegen Achterbahnfahrt an.

Achter­bahn der Sensoren: Die Unfall­erkennung im neuem iPhone 14 und im neuen Modell der Apple Watch hat in den USA mehrfach zu Fehlalarmen in Freizeit­parks geführt. Die Geräte hätten Achter­bahn­fahrten als Auto­unfälle interpretiert und automatisch den Rettungs­dienst alarmiert. Laut "Wall Street Journal" wurde in mindestens einem Fall ein Rettungs­team losgeschickt.
spiegel.de, wsj.com (€)

Facebook identifiziert über 400 Malware-Apps, die mehr als 1 Mio Login-Daten geklaut haben.

Datensauger: Facebook hat über 400 Malware-Apps identifiziert, die mehr als 1 Mio Login-Daten von Nutzerinnen geklaut haben. Die Anwendungen seien in den App-Stores von Google und Apple verfügbar, u.a. handelt es sich dabei um vermeintliche Fitness-Tracker oder Spiele. Betroffene erhalten von Facebook derzeit Sicherheitshinweise. Die Meta-Tochter hat außerdem Google und Apple informiert, um die Apps aus den Stores entfernen zu lassen.
about.fb.com, basicthinking.de

Basta: Apple-CEO Tim Cook will Grundschüler zum Programmieren bewegen.

Mathe, Deutsch, Java: Apple-CEO Tim Cook hält Programmieren für die "wichtigste Sprache, die man lernen kann", sagt er in einem Interview mit RTL Nederland. Am besten sollten schon Grund­schülerinnen damit anfangen. Cook will sich damit wohl die Mitarbeitenden von morgen heranziehen – oder eine kleine Roboter-Armee, um mit Elon Musk mithalten zu können.
rtlnieuws.nl via businessinsider.com

Apple baut Münchner Entwicklungs­standort weiter aus.

Apple will seinen Standort in München weiter ausbauen, kündigt Konzern­chef Tim Cook beim Besuch in der bayerischen Landeshauptstadt an. Mit mehr als 2.000 Beschäftigten sei München schon heute Apples größter Entwicklungs­standort in Europa und wie das Silicon Valley attraktiv für internationale Fach­kräfte. Zusammen mit den Angestellten der Apple-Stores arbeiten in Deutschland rund 4.600 Menschen für den Tech-Konzern.
t3n.de, sueddeutsche.de

Debatte: Apple kann ganz gut damit leben, “ein bisschen langweilig” zu sein.

Öder Apfel: "Apple muss nicht cool sein", schreibt "FAS"-Autor Alexander Wulfers mit Blick auf die seiner Meinung nach unspektakuläre Vorstellung des iPhone 14. Apple profitiere vor allem von seinem geschlossenen Ökosystem, das einen Ausstieg schwer mache. Solange Apple für seine Kunden alternativlos bleibt, könne es "ganz gut damit leben, ein bisschen langweilig zu sein".
faz.net, turi2.de (Background)

Basta: Wenn Apple neue Produkte zeigt, sind Pornhub-Nutzer enthaltsam.

Porndrop: Wenn Apple neue Produkte vorstellt, gehen bei Pornhub die Zugriffs­zahlen zurück. Bei der Apple-Präsentation am Mittwoch waren es bis zu 7,4 % der Apple-User und 2,9 % der Nutzer anderer Geräte weniger als sonst. Der Zusammenhang ist nicht neu: Schon bei Adam und Eva im Paradies war nicht die Nacktheit das Interessante – sondern der Apfel.
mashable.com

Apple: Neues iPhone ist teurer und kann Notrufe per Satellit senden.

Apple dreht an der Preisschraube und verlangt für das neuste iPhone 14 ab Oktober 999 Euro, 100 Euro mehr als beim Vorgänger-Grundmodell. Zu den Neuerungen gehört das Abschicken von Notfall-Nachrichten per Satellit, also unabhängig vom Mobilfunk-Empfang. Bisher sind dazu spezielle Telefone mit größeren Antennen nötig. Vorerst soll die Funktion nur in den USA und Kanada verfügbar sein. Bei der teureren Pro-Variante soll es zudem ein ständig aktives Display geben.
zdf.de, sueddeutsche.de

Ex-Ministerin Brigitte Zypries berät Apple.

Apfel-Rat: Die ehemalige Justiz- und Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries berät Apple seit Anfang September "zu verschiedenen Themen", bestätigt sie T-Online. Die 68-Jährige beschäftige sich für ihren neuen Arbeitgeber mit "digitalen Themen". T-Online vermutet, Apples Interesse an Zypries hänge mit der Ermittlung des Bundeskartellamt gegen den Konzern zusammen.
t-online.de, turi2.de (Background)

Zitat: Für Mitchell Baker sollten Datenschutz-Fragen nicht in der Entscheidung von Apple liegen.

"Apple setzt sich nicht aus Nächstenliebe für den Datenschutz ein, sondern weil dieser seinem Geschäft dient. Und damit wird die Frage, wie gut oder schlecht der ist, zu einer Entscheidung, die allein bei Apple liegt."

Mozilla-Chefin Mitchell Baker fordert im Interview in der "Wirtschaftswoche" verbindliche Regeln durch Politik. Die Gesellschaft sollte nicht vom Kurs eines einzelnen Unternehmens abhängig sein.
"Wirtschaftswoche" 34/2022, S. 62-65 (Paid)

Apple und Amazon legen überraschend gute Quartalszahlen vor.

Apple und Amazon melden für das 2. Quartal überraschend gute Zahlen. Der iKonzern steigert seinen Umsatz um 2 % auf 83 Mrd Dollar, als Gewinn bleiben 19,4 Mrd – weniger als 2021 aber mehr als von der Börse erwartet. Ähnlich bei Amazon: Der Umsatz wächst um 7 % auf 121 Mrd Dollar, der Nettoverlust von 2 Mrd Dollar ist durch Investitionen begründet.
spiegel.de

Apple: Nacktfoto-Scanner nun auch hierzulande verfügbar.

Jugendschutz: Apple führt in Deutschland und Frankreich seinen Nacktfoto-Scanner für iPhones ein. Empfangen oder senden Minderjährige Nacktbilder, macht das Feature die Bilder unkenntlich und es erscheinen Optionen wie "Kontakt blockieren". Anders als geplant müssen Eltern die Funktion aber erst manuell aktivieren, Pläne für automatische Kinderporno-Scans hatte Apple nach Kritik auf Eis gelegt.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Apple bietet Straßenfotos nun für fast ganz Deutschland an.

Apple baut seinen Panorama-Dienst Look around in Deutschland deutlich aus, berichtet zuerst heise.de. Der Google-Streetview-Konkurrent sei nun fast flächen­deckend verfügbar, sogar in kleinen Dörfern. Ende April hatte Apple den Dienst zunächst in München gestartet, weitere Großstädte folgten. Ein Teil der Aufnahmen stamme offenbar von 2020, zuletzt war Apple nach eigenen Angaben zwischen April und Juni vielerorts unterwegs. Google hat sein Bild­material in Deutschland nach Zoff um verpixelte Häuser seit 2011 nicht mehr aktualisiert.
heise.de, stadt-bremerhaven.de

Bloomberg: Apple will 2023 weniger Personal einstellen und Kosten senken.

Saurer Apfel: Der iPhone-Hersteller Apple plant 2023 mit weniger neuem Personal und will in einigen Geschäftsbereichen die Ausgaben senken, berichtet Bloomberg unter Berufung auf Insider. Grund sei der möglichen Wirtschaftsabschwung im kommenden Jahr. Laut dem Bericht sollen nicht alle Teams von den Maßnahmen betroffen sein, an den Produktneuheiten wolle der Konzern festhalten.
bloomberg.com, handelsblatt.com

Apple-Beschäftigte gründen erstmals eine Gewerkschaft.

Solidarischer Apfel: Die Beschäftigten eines Apple-Stores in Towson im US-Staat Maryland gründen eine Gewerkschaft. Es ist das erste Mal, dass sich Einzelhandels-Angestellte bei Apple gewerkschaftliche organisieren – 65 von 110 Mitarbeitenden stimmten dafür. In Atlanta war eine Gewerkschafts-Gründung im vergangenen Monat gescheitert, weil sich die Beschäftigten eingeschüchtert fühlten. Apple-Personalchefin Deirdre O'Brien findet, dass Gewerkschaften das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Angestellten "komplizierter machen".
techcrunch.com, dw.com

Bundeskartellamt prüft Apples Anti-Tracking-Regelung.

Unfaire Transparenz? Das Bundeskartellamt untersucht, ob Apple bei seinen Anti-Tracking-Regelungen eigene Dienste bevorzugt. Mit der Funktion "App-Tracking Transparenz" können Apple-Nutzerinnen die Nachverfolgung ihres Verhaltens über verschiedene Apps und Websites hinweg unterbinden. Spitzen­verbände der Medien-, Internet- und Werbewirtschaft haben deswegen Klage eingereicht. Apple weist die Vorwürfe zurück: Die Regeln würden für alle Entwickler gleichermaßen gelten.
spiegel.de

Hör-Tipp: Warum iPods so erfolgreich gewesen sind.

Hör-Tipp: Der iPod-Erfinder Tony Fadell (Foto) spricht im OMR-Podcast mit Florian Heinemann u.a. über die Erfolgsgeschichte der Apple-Marke Anfang der 2000er-Jahre. iPods seien u.a. deshalb so gefragt gewesen, weil MP3-Player zu dem Zeitpunkt insgesamt eine "schreckliche User Experience" gehabt hätten: "Entweder Platz für zu wenig Songs, ein schreckliches Interface, schlechte Laufzeit oder alles."
omr.com (34-Min-Audio)

Apple, Google und Microsoft arbeiten an Alternativen zum Passwort.

Generalschlüssel: Die Tech-Riesen Apple, Google und Microsoft wollen plattformübergreifend daran arbeiten, das Passwort als Login-Methode zu ersetzen. Zum Einsatz kommen soll stattdessen eine Technologie des Industriezusammenschlusses Fido-Allianz, die Konten mithilfe eines Passkeys auf dem Smartphone entsperrt. Diese Methode soll sicherer sein als der Zugang mittels Passwort. Microsoft-Vizepräsident Alex Simos spricht von einer "vollständigen Umstellung auf eine passwortlose Welt".
faz.net

EU-Kommission wirft Apple Benachteiligung von Bezahl-Konkurrenten vor.

Apple: Die EU-Kommission wirft dem iPhone-Hersteller vor, beim kontakt­losen Bezahlen gegen Wett­bewerbs­vorschriften zu verstoßen. Apple missbrauche seine "beherrschende Stellung" und beschränke Wett­bewerbern den Zugang. Apple hat die Möglichkeit zu einer Stellung­nahme, sollte diese die Wett­bewerbs­hüter nicht zufrieden­stellen, droht ein förmliches Kartellverfahren.
faz.net, tagesschau.de

“The Economist”: Die finanzielle Lage der Tech-Giganten ist fragil.


Big Tech, big money: Die finanzielle Lage von Alphabet, Amazon, Apple und Meta ist verwundbarer, "als es ihre vermeintliche Allmacht vermuten lässt", ergeben Recherchen von "The Economist". Das Nachrichten­magazin hat einen Blick auf Gerichts­dokumente, interne E-Mails, Analysen und durchgesickerte Dateien der Tech-Titanen geworfen und mehrere Schwächen in ihrem Geldfluss ausgemacht: hohe Gewinn­konzentration, schwindende Kunden­loyalität und schiere Summen, die durch Kartell­verfahren auf dem Spiel stehen.

Apples größter Profitmotor ist und bleibt laut Analyse das iPhone. Bei Amazon ist es das Cloud Computing, bei Alphabet und Meta ist es Online-Werbung – bei der Facebook-Mutter machen Werbegelder ganze 97 % der Einnahmen aus. Hier sorgen die oberen 5 bis 10 % der Werbetreibenden für mehr als 90 % der Einnahmen – eine "starke Abhängigkeit von einigen wenigen großen Gewinn­generatoren". Die größten Gewinnquellen von Apple und Alphabet sind ihre App-Stores, da die Firmen eine Provision auf alle In-App-Käufe bekommen.

Die Konzerne erzielen in Europa zusammen einen Umsatz von 267 Mrd US-Dollar, etwa ein Fünftel ihrer Gesamtsumme. Der Digital Markets Act, das EU-Regelwerk zur Eindämmung der Macht der Tech-Konzerne, könnte 40 % der europäischen Verkäufe der vier Unternehmen gefährden, berechnet "The Economist". Alphabet, die Google-Mutter, sei am stärksten durch das neue Gesetz gefährdet: "Fast 90 % der europäischen Einnahmen sind in Gefahr."

Da auch in den USA "Tech-Bashing-Bemühungen" anlaufen, stünden somit rund 330 Mrd Dollar an Einnahmen auf dem Spiel, etwa ein Viertel der Gesamtsumme von Alphabet, Amazon, Apple und Meta. Allerdings: "Es ist unwahrscheinlich, dass dieser katastrophale Fall für Big Tech eintritt", bilanziert das Magazin. Realistisch betrachtet werde nur "die Ernte verwässert".
economist.com (Paid), manager-magazin.de (Paid)

Meta und Apple geben Nutzerdaten an Kriminelle weiter.

Meta und Apple haben im vergangenen Jahr offenbar private Nutzerdaten wie Anschriften, Telefonnummern und IP-Adressen an Betrügerinnen weitergegeben. Die hatten sich Zugang zu den Systemen von Strafverfolgungsbehörden verschafft und darüber Notfall-Anfragen an die Unternehmen geschickt. Solche Anfragen kommen sonst z.B. bei Terror-Ermittlungen zum Einsatz und werden schneller als üblich beantwortet.
spiegel.de

Apple droht eine neue Sammelklage wegen seines “App-Store-Monopols”.

Apple: Die niederländische Stiftung Consumer Competition Claims bereitet eine Sammelklage gegen den Konzern vor, weil er sein "Monopol im App-Store" missbrauche. Weil Apple "jeglichen Wettbewerb" verhindere, führe das "zwangsläufig" zu "überhöhten Preisen" bei den iPhone-Apps. Verbraucherinnen hätten daher Anspruch auf Schadenersatz, die mögliche Schadenhöhe beläuft sich auf 5 Mrd Euro.
heise.de

Bloomberg: Apple plant Abodienst für iPhones und andere Hardware.

Apfel-Abo: iPhone-Bauer Apple plant ein Abo für Hardware-Produkte, flüstern Insider Bloomberg zu. Dem unbestätigten Bericht zufolge könnten iPhone-Fans ihre Geräte bald für eine monatlich Gebühr mieten statt zu kaufen und so immer das neuste Gerät bekommen. Ein ähnliches Programm ist bisher auf iPhones beschränkt und nicht in Deutschland verfügbar.
bloomberg.com

Debatte: Im Informationszeitalter sind IT-Konzerne zu Kriegsparteien geworden.

Informationsmacht: Die großen Tech-Konzerne können sich im Krieg nicht neutral verhalten, findet der Digital-Experte Richard Gutjahr – sie sind "im Informations­zeitalter selbst zu Kriegsparteien geworden". Apple, Google, Twitter und Co. seien keine Unternehmen im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr supranationale Organisationen, "deren Produkte zu strategischen Waffen geworden sind und deren Entscheidungen weltpolitisches Gewicht haben." Es sei scheinheilig, wenn zum Beispiel Apple-CEO Tim Cook Ukraine-Farben trage, die Karten-App aber die Krim immer noch zu Russland zähle.
rp-online.de

Apple stellt neuen Hochleistungs-Chip vor.

Apps & Chips: Der iPhone-Konzern Apple sieht sich zunehmend auch als Prozessor-Produzent und präsentiert bei seiner Neuheiten-Schau am Abend u.a. den hoch­leistungs­fähigen Chip M1 Ultra. Dieser gewinnt seine Kraft aus der Verbindung zweier kleinerer Chips und macht den neuen Mac-Studio-Rechner zum Arbeitstier. Zudem gibt es eine neue Version des Einsteiger-Smartphones iPhone SE, das Mittelklasse-Gerät iPad Air bekommt mehr Leistung.
sueddeutsche.de, spiegel.de

Apple verkauft keine Produkte mehr in Russland.

Apple stoppt den Verkauf seiner Produkte in Russland. Die Exporte von iPhones oder MacBooks an russische Vertriebspartner habe der Konzern bereits vergangene Woche gestoppt. Zudem schränkt Apple den Bezahl-Dienst Apple Pay in Russland ein und verbannt die Apps der russischen Staatsmedien RT News und Sputnik News außerhalb Russlands aus dem App-Store. Apple reagiert damit auf einen Appell der ukrainischen Regierung.
faz.net, sueddeutsche.de

Lese-Tipp: Welche Maßnahmen Tech-Konzerne in der Ukraine-Krise treffen.

Lese-Tipp: Nicht nur YouTube schränkt russische Staatsmedien ein, auch die Telekom und Vodafon wollen helfen und machen Anrufe und SMS in die Ukraine kostenfrei. Alexander Schulz sammelt bei tn3 Maßnahmen, die Tech-Konzerne bereits getroffen haben und schreibt, dass es von Apple noch keine Reaktion gegeben habe. Außerdem entlarvt er einige Falschmeldungen: Der Tweet etwa, Pornhub schließe die Tore in Russland, sei nicht wahr.
t3n.de, turi2.de (Background)