Apple ist der Leviathan unter den Unternehmen der Welt, cash-gewordener Alptraum im Zirkel der Aspiranten auf die erste Market-Cap-Billion. Weiterlesen im lexikon2.de

Basta: Apple bekommt nicht genügend Chips für das iPhone 13.

Unfreiwillige Diät: Der globale Chip-Mangel trifft jetzt auch Apple und sein neues iPhone 13. Laut einem "Bloomberg"-Bericht kann der Hersteller bis Jahresende nur 80 Mio statt der geplanten 90 Mio Smartphones produzieren. Wenn das so weiter geht, müssen Apple-Nutzer wohl ernsthaft darüber nachdenken, ihr Handy nicht wie sonst bereits nach einem Jahr wegzuwerfen.
bloomberg.com, derstandard.at, theverge.com

Apple legt Berufung zu Urteil über In-App-Käufe ein.

Apple legt im Streit mit Epic Games Berufung gegen das Urteil ein, das dem Tech-Konzern vorschreibt, alternative Zahlungsmethoden im App-Store einzuräumen. Apple bittet um eine Aussetzung und argumentiert mit Sicherheitslücken, die durch die Verlinkung auf externe Seiten entstehen können. Das Gericht prüft, ob es der Berufung und Aufschiebung stattgibt.
theverge.com, turi2.de (Background)

136 Staaten stimmen für höhere Besteuerung von Apple, Google & Co.

Austrocknende Oasen: 136 Staaten einigen sich auf die globale Mindeststeuer von 15 %. Damit rückt die Steuerreform näher, die auch Unternehmen wie Microsoft, Apple, Google und Facebook treffen würde. Deren europä­ischen Hauptquartiere sitzen in Irland, wo derzeit deutlich weniger Steuern anfallen. Irland stimmt der Erhöhung mittlerweile zu.
faz.net, deutschlandfunk.de

EU will einheitliche Smartphone-Stecker durchsetzen.

Kontrollierte Kabel: Die EU-Kommission will Hersteller von Smartphones und weiteren Elektro-Kleingeräten verpflichten, einheitliche Ladestecker für ihre Devices zu produzieren. Ab Mitte 2024 sollen nur noch Stecker des Standards USB-C verwendet werden. Der Vorstoß richtet sich vor allem gegen Apple: Der Konzern lehnt seit mehr als 10 Jahren eine Vereinheitlichung der Stecker ab.
rnd.de, edition.welt.de (Paid)

Debatte: Apple TV+ ist zu langweilig.

Der Apfel fällt weit vom Stamm: Apple TV+, Streaming-Angebot des Tech-Riesen, wird den eigenen Maßstäben nicht gerecht, kritisiert Nils Jacobsen. Das Angebot sei "zu klein und zu langweilig" – woran auch vermeintliche Vorzeige-Produktionen wie The Morning Show nichts ändern können. Apple TV+ kranke vor allem daran, aus einem "blitzsauberen Konzern für die ganze Familie" zu kommen: Kontroverse Serien im Grenzbereich zwischen Politik, Sex und Crime seien deshalb "tabu".
meedia.de

Basta: Apple-Gründer macht klar Schiff im All.

Virgin Satelliten-Netz 150Großputz: Apple-Mitgründer Steve Wozniak reiht sich in die Reihe der Weltraum­unternehmer ein. Anders als Jeff Bezos, Elon Musk und Richard Branson will er im All aber nicht Reichtum und Männlichkeit unter Beweis stellen, sondern Ordnung "in die größte Müllhalde der Welt" bringen: Sein Unternehmen Privateer soll Weltraumschrott beseitigen. So kann er auch ganz einfach ausblenden, wie viele Tonnen Elektroschrott Apple auf der Erde produziert.
gizmondo.com via wuv.de

Apple muss alternative In-App-Käufe zulassen.

Apple muss App-Herstellern erlauben, Artikel über externe Zahlungsmethoden direkt an Benutzerinnen zu verkaufen, urteilt ein Gericht in den USA. Damit können Anbieter die Provisionen in Höhe von bis zu 30 % umgehen. Auslöser ist der Rechtsstreit mit dem Spiele­hersteller Epic Games. Der hatte eine Wett­bewerbs­beschwerde gegen Apple eingereicht.
businessinsider.com, t3n.de, turi2.de (Background)

Statista: Mehrheit vertraut großen Tech-Konzernen beim Datenschutz nicht.

Nicht sicher: Tech-Konzerne wie Google, Amazon und Facebook genießen nur wenig Vertrauen, wenn es um Datenschutz geht, sagt einen Studie von Statista. Das höchste Zutrauen sprechen die Befragten in Deutschland noch Amazon (42 %) zu, darauf folgen Google (30 %), Apple (26 %) und Microsoft (22 %). Schlusslicht ist Facebook mit 20 %.
de.statista.com

Meinung: Apple wendet bei seiner App-Store-Reform eine Salamitaktik an.

Apple: Die Gesetzgeber in aller Welt sollten sich nicht mit Apples Salamitaktik zufriedengeben, schreibt Svenja Bergt in der "taz". Mit den Lockerungen im App-Store wolle der Konzern testen, wie viele Abstriche vom "eigenen optimalen Geschäftsmodell" nötig sind, damit der "öffentliche, politische und juristische Gegenwind" nachlässt. "Merkwürdige Praktiken, wie exorbitante Provisionen auf In-App-Käufe", würden sich jedoch auch "ganz von selbst erledigen", wenn Tech-Monopole wie die von Apple und Google aufgelöst werden würden.
taz.de, turi2.de (Background)

Wegen nicht blockierter Wahl-App: Russland droht Google und Apple mit Geldstrafen.

Russland wirft Google und Apple Wahlbeeinflussung vor. Grund dafür ist, dass die Tech-Konzerne die Smart-Voting-App von Kreml-Kritiker Alexej Nawalny nicht blockieren wollen. Das könne zu hohen Geldstrafen führen, teilt die Aufsichtsbehörde Roskomnadsor mit. Russland stuft alle Organisationen, die mit Nawalny in Verbindung stehen, als extremistisch ein.
spiegel.de

Apple lockert Bezahlregeln für seinen App-Store.

Apple kommt seinen Kritikerinnen erneut entgegen und reformiert seinen App-Store. Netflix, Amazon und Spotify, aber auch Medienverlage und E-Book-Anbieter können ab Anfang 2022 Links in ihre Apps setzen und Nutzerinnen auf eigene Webseiten weiterleiten, um dort ein Abo abzuschließen. Damit können Unternehmen die Provision umgehen, die sie sonst an Apple zahlen müssten.
spiegel.de, faz.net, turi2.de (Background)

Smartphones werden vom Freund zum Feind, sagt Ex-Apple-Sicherheitsexperte Jon Callas.

Apfel mit Ohren: In Smartphones steckt heutzutage "ein kleiner Spion drin, der vielleicht manchmal gegen mich ist", sagt Ex-Apple-Sicherheitsexperte Jon Callas der "Zeit". Apples neue Funktion zum Scannen von Fotos nach Kinderpornografie würde "nur die Dümmsten" fangen, eröffne "aber au­to­ri­tä­ren Staa­ten neue Mög­lich­kei­ten". Aktuelle Beteuerungen des Konzerns, die Funktion nicht politischen Interessen zur Verfügung zu stellen, seien unerheblich, da die Funktionen "für al­le Zei­ten ein­ge­baut" seien.
"Zeit" 35/2021, S. 22 (Paid)

Apple rudert im Streit um den App-Store zurück.

Apple reformiert seine Vorgaben für seinen App-Store. Zu den Neuerungen gehört u.a., dass Händler künftig auch Zahlungsmethoden jenseits von Apple annehmen und diese bei ihrer Kundschaft bewerben können – zuvor waren 30 Mio Entwickler dazu verpflichtet, Apples Bezahlmethode zu nutzen und mussten dafür eine hohe Kommission an das Unternehmen zahlen. Entwicklerinnen hatten wegen Apples Monopolstellung geklagt. Mit der Änderung des Geschäftsmodells hat der Konzern eine Einigung mit den Klägerinnen erzielt.
handelsblatt.com

Debatte: Kritikerinnen verstehen nicht, wie Apples Kinderporno-Scan funktioniert.

Blicken nicht durch: Die Kritik an Apples geplanter Kinderporno-Scanfunktion läuft ins Leere, da manche Kritikerinnen die Technik dahinter nicht verstehen, schreibt Meedia-Chefredakteur Stefan Winterbauer. Während die Bild-Erkennung bei Apple nur indirekt über Hashes – also Codes bereits bekannter Kinderporno-Inhalte einer Datenbank – auf den Endgeräten erfolgt, scannen u.a. Google und Microsoft tatsächliche Inhalte auf ihren Cloud-Servern. Apples Weg sei also eigentlich einer, der die Privatsphäre besser schütze.
meedia.de, turi2.de (Background)

Meinung: Apple ist so erfolgreich, weil Tim Cook kein zweiter Steve Jobs ist.

Apple ist deshalb so erfolgreich, weil Firmenchef Tim Cook (Foto) gerade kein "Produkt-Genie" ist wie sein Vorgänger Steve Jobs, sagt Management­papst Geoffrey Moore im "Wiwo"-Interview. War Jobs ein Ästhet, der begeisterungs­fähige Produkte geschaffen hat, ist Cook ein "Experte für das Zusammenspiel von Systemen". Mit Ruhe und Beständigkeit habe er Apple Stabilität und Berechenbarkeit gegeben.
wiwo.de (Paid) via businessinsider.de

Apple sperrt in der Türkei schwule Dating-App Hornet.

Apple wirft in der Türkei die schwule Dating-App Hornet aus dem App-Store. Grund sei ein türkisches Gerichts­urteil aus dem Jahr 2020, über das Hornet erst jetzt informiert wurde. Bereits seit einem Jahr ist die Website des Dienstes in der Türkei gesperrt – offiziell wegen der Verletzung von Persönlich­keits­rechten. Die Android-App ist weiterhin verfügbar.
spiegel.de

Apple gewinnt Patentstreit und muss keine 300 Mio Dollar zahlen.

Apple gewinnt den Prozess mit dem Patent-Troll Personalized Media Communications – und muss somit doch keine 308,5 Mio US-Dollar Strafe zahlen. Apple hatte gegen ein entsprechendes Urteil von März Berufung eingelegt. PMC geht somit leer aus und muss zudem die gesamten Prozesskosten selbst tragen. Die Firma verwaltet zwar Patente für die digitale Rechteverwaltung, stellt selbst aber keine Produkte her.
bloomberg.com via golem.de, turi2.de (Background)

Kinderporno-Scans: WhatsApp kritisiert Apple-Pläne.

WhatsApp wird keine Kinderporno-Scan-Funktion einführen wie Apple, sagt Chef Will Cathcart. Apple führe damit ein eigenes "Überwachungssystem" ein, das z.B. von Regierungen oder Spyware-Firmen missbraucht werden und die Privatsphäre der Nutzenden verletzen könnte. WhatsApp setzt stattdessen weiterhin darauf, dass Nutzerinnen fragwürdige Inhalte möglichst leicht selbst dem Dienst melden können. Rund 400.000 Fälle habe WhatsApp 2020 einer NGO übermittelt – ohne die Verschlüsselung zu knacken.
mashable.com, twitter.com, ft.com (Paid), itopnews.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Wie Tim Cook Apple zum “Quasimonopolisten” gemacht hat.

Lese-Tipp: Tim Cook hat Apple mit "beispielloser Härte" zu einer "gigantischen Geldmaschine" geformt, schreiben Matthias Hohensee und Jörn Petring in der "Wirtschaftswoche". Insgesamt stehe Apple "so stark und mächtig da wie nie, ein Achill der Unternehmenswelt mit ziemlich gut geschützter Ferse". Problemfelder sind allerdings u.a. drohende Kartellstrafen sowie eine mögliche Eskalation des bilateralen Konflikts zwischen den USA und China.
wiwo.de (Paid)

Apple plant neue Kinderschutz-Funktionen.

Apple verschickt künftig Warnmeldungen an Eltern, wenn ihr Kind im iMessage-Chat Nacktfotos zugeschickt bekommt oder selbst versendet. Eine entsprechende Software soll die Nacktheit auf den Bildern automatisch erkennen. Vor dem Foto-Upload in die Cloud soll bei US-Nutzerinnen ab Herbst zudem ein Datenbank-Abgleich mit bereits bekannten kinderpornografischen Fotos erfolgen. Wird entsprechendes Material entdeckt, meldet Apple dies der Nichtregierungsorganisation NCMEC, welche wiederum die Behörden einschalten kann.
handelsblatt.com, theverge.com

Apple steigert im jüngsten Quartal den Umsatz um 36 % auf rund 81 Mrd Dollar.

Apple steigert seinen Umsatz im jüngsten Quartal um 36 % auf rund 81 Mrd Dollar. Unterm Strich steht ein Gewinn von 21,7 Mrd Dollar – 93 % mehr als ein Jahr zuvor. 39,6 Mrd erlöst Apple von April bis Ende Juni alleine mit iPhone-Verkäufen, auch das boomende China-Geschäft mit starker Nachfrage der Apple Watch trägt zum Umsatzsprung bei.
manager-magazin.de, finanzen.net, cnet.com

Kartellamt leitet Verfahren gegen Apple ein.

Pfeil auf Apfel: Das Kartellamt untersucht, ob Apple eine "marktübergreifende Bedeutung" hat und damit den Wettbewerb gefährdet. Geprüft werden soll u.a., ob Apple rund um das iPhone mit dem Betriebssystem iOS ein "digitales Ökosystem über mehrere Märkte errichtet hat", erklärt Andreas Mundt, Präsident des Bundes­kartellamtes. Ein Schwerpunkt der Ermittlungen liege auf dem Betrieb des App Stores. Gegen die anderen großen US-Digitalkonzerne Facebook, Amazon und Google führt das Kartellamt bereits Verfahren.
sueddeutsche.de, tagesschau.de, bundeskartellamt.de

“NYT”: Apple hat Trump Metadaten demokratischer Abgeordneter übermittelt.

Loading Data: Die Trump-Administration hat Apple 2017 und 2018 dazu gedrängt, Metadaten von mindestens zwei Demokraten aus dem Geheimdienst-Ausschuss des Repräsentantenhauses sowie Personen aus deren Umfeld herauszurücken, meldet die "New York Times". Das damalige Justizministerium habe die Quellen von Medien-Leaks über Trumps Russland-Kontakte finden wollen. In den bereitgestellten Daten sei es aber nicht fündig geworden.
nytimes.com (Paid), theverge.com, cnet.com

Apple und Google blockieren Zugang zu Attila Hildmanns Telegram-Kanal.

Hetz-Block: Der Telegram-Kanal des Rechtsextremen Attila Hildmann ist über iPhones und etliche Android-Handys nicht mehr aufrufbar. Die offiziellen Apps der App-Stores blockieren den Zugang, über andere Wege ist der Kanal weiter zugänglich. Hildmann teilt auf Telegram immer wieder hetzerische und antisemitische Inhalte. Gegen ihn liegt ein Haftbefehl vor, er hat sich jedoch in die Türkei abgesetzt.
rnd.de, turi2.de

Apple-Belegschaft lehnt sich in Brief an Tim Cook gegen Büro-Rückkehr auf.

Moderate Meuterei: Ein interner Brief an CEO Tim Cook und die Apple-Führungsriege macht Stimmung gegen die Rückkehr ins Büro. Das Management ignoriert, dass der Schritt nicht in der gesamten Belegschaft begrüßt wird, beklagen die 80 Unterzeichnerinnen. Cook hatte vergangene Woche angekündigt, dass an Montagen, Dienstagen und Donnerstagen ab September wieder Präsenzpflicht herrscht.
theverge.com via br.de

Apples Videodienst Facetime öffnet sich anderen Betriebssystemen.

Alle an Bord: Apple öffnet seinen Videodienst Facetime künftig auch für Android- und Windows-Geräte. Nicht-Apfel-Jünger greifen dann via Browser auf den Dienst zu. Zudem kann Facetime künftig zum gemeinsamen Videoschauen oder Musikhören während des laufenden Calls genutzt werden. Weitere Änderungen schließen u.a. die Möglichkeit zur Gesprächseinladung per Link ein.
handelsblatt.com

Apple plant weltweit neue Läden und einen Store in Berlin.

Apple will das Filialnetz wieder kräftig ausbauen, auch am Hackeschen Markt in Berlin soll ein neuer Apple Store entstehen – in Rom eröffnet Apple diese Woche eine Filiale. Zwischen 2016 und 2020 stieg die Zahl der Apple Stores weltweit nur von 490 auf 510. Deirdre O’Brien, Apple-Vorständin für Einzelhandel und Personal, kündigt nun "viele weitere Stores" an.
handelsblatt.com (Paid)

Google und Samsung wollen bei Smartwatches kooperieren.

Smarte Allianz: Google und Samsung wollen bei Smartwatches kooperieren, kündigt Google auf seiner Entwicklerkonferenz an. Samsung wird seine nächsten Smartwatches nicht mehr mit dem eigenen Betriebssystem Tizen ausstatten, sondern auf Googles Plattform Wear OS umsteigen, in die Tizen-Elemente einfließen. Die Tech-Konzerne wollen sich so besser gegenüber Smartwatch-Marktführer Apple behaupten.
handelsblatt.com

Apple droht eine Kartellstrafe der EU-Kommission wegen Benachteiligung fremder Musik-Apps.

Apple: Die EU-Kommission wirft dem Konzern in einer vorläufigen Einschätzung unfairen Wettbewerb bei Musik­streaming-Apps vor. Beschwert hatte sich Konkurrent Spotify. Durch strikte Regeln im App-Store nehme Apple Nutzerinnen "die Wahl, billigere Dienste zu nutzen", sagt Wettbewerbs­kommissarin Margrethe Vestager. Die Einschätzung ist die Vorstufe zu einer Kartellstrafe.
zdf.de, handelsblatt.com, theverge.com

Berichte: EU-Kommission reicht zeitnah Kartellklage gegen Apple ein.

Apple droht noch in dieser Woche die Eröffnung eines Kartellverfahrens durch die EU, berichtet zuerst die "Financial Times". Gegenstand der laufenden Ermittlungen sind die App-Store-Provisionen des Tech-Konzerns sowie der Bezahldienst ApplePay. Nach einer Beschwerde von Spotify vor zwei Jahren hatte die EU-Kommission die Untersuchungen gestartet.
handelsblatt.com, ft.com (Paid)

Medien- und Werbeverbände legen Beschwerde gegen Apple beim Kartellamt ein.


Alle auf Apple: Acht Medien- und Werbeverbände beschweren sich beim Kartellamt wegen Apples neuer Datenschutzrichtlinie. Sie macht personalisierte Werbung nur noch bei Zustimmung der Nutzerinnen möglich. Die Verbände werfen Apple vor, Wettbewerber von der Nutzung der Daten auszuschließen, eigene Dienste jedoch von der Regelung auszunehmen. Der Konzern verstoße so gegen das Kartellrecht und missbrauche seine Marktmacht. Apples Datenschutz-Manager Erik Neuenschwander betont hingegen, dass die neuen Regeln für alle gelten, auch für den Apfel-Konzern selbst.

Beschwerdeführer sind BDVZ, IVW, ZAW, VDZ, OWM, OMG, Agof und der Markenverband. Auch Tech-Riese Facebook läuft schon länger gegen die Änderungen Sturm. Apple lässt wissen, dass es für die Anpassung im Vorfeld Unterstützung von Datenschützern und Behörden erhalten habe. Schon am Montag hat der Rollout des neuen Betriebssystem iOS 14.5 begonnen, dessen Installation die Neuregelung zum Werbe-Tracking aktiviert.
zaw.de via meedia.de, spiegel.de, rnd.de

Lese-Tipp: Sascha Lobo sieht “Goldenes Zeitalter” für Podcasts anbrechen.

Lese-Tipp: Sascha Lobo läutet in seiner "Spiegel"-Kolumne das "Goldene Zeitalter des Podcasts" ein. Apples Einführung von Paid Podcasts beurteilt er als als "gigantisches Schubmoment" für die Wirtschaftlichkeit des Mediums. Social Audio à la Clubhouse werde "noch immer unterschätzt, vor allem, weil Livestreaming und Podcasting miteinander verschmelzen werden".
spiegel.de

Apple bringt Paid-Abos für Podcasts an den Start.

Paidcasts: Apple führt Paid-Abos in seiner Podcast-Plattform ein. Ab Mai können Nutzerinnen aus 170 Ländern für einen Premium-Zugang zahlen, der unterschiedliche Features freischalten kann – darunter werbefreies Hören, Zusatzinhalte oder früheren Zugriff auf neuen Content. Außerdem führt Apple sogenannte Channels ein, in denen Kreative verschiedene Podcasts kuratieren.
apple.com via theverge.com

Zahl des Tages: Apple Music zahlt Musikerinnen 1 Cent pro Stream.

Zahl des Tages: Rund 1 Cent erhalten Musikerinnen im Schnitt für die Wiedergabe eines Songs bei Apple Music, berichtet das "Wall Street Journal". Zum Vergleich: Marktführer Spotify lässt durchschnittlich nur rund ein Drittel bis die Hälfte eines Cents pro Stream springen – allerdings streamen Abonnentinnen bei Spotify auch wesentlich mehr Musik als bei Apple Music.
wsj.com via heise.de

Meinung: Apple News wird doch zum Erfolg.

Apple News mutiert allen Abgesängen zum Start zum Trotz zum Milliardengeschäft, schreibt Nils Jacobsen. Die US-Investmentbank Cowen prognostiziere dem Bezahlangebot Apple News+ in den nächsten zwei Jahren rund 19 Mio zahlende Abonnentinnen. Ihr Tech-Analyst Krish Sankar erwartet 2023 Umsätze von rund 2,2 Mrd Dollar. Auch in der kostenlosen News-App von Apple sieht Cowen erhebliches Potenzial. Das neue Ad-Targeting im aktuellen iOS 14.5 könne dazu beitragen, dass die Werbeerlöse bei Apple News in den nächsten drei Jahren um 36 % Wachsen.
meedia.de

Zahl des Tages: Erste Bewerbung von Steve Jobs für 187.000 Euro versteigert.

Zahl des Tages: Für stolze 187.000 Euro hat das allererste Bewerbungsschreiben vom verstorbenen Apple-Mitgründer Steve Jobs in London die Besitzerin gewechselt. In dem per Hand ausgefüllten Bogen gibt der damals 18-jährige Jobs u.a. an, dass er gut mit Computern umgehen kann, sich in den Bereichen "Design" und "Tech" auskennt und kein eigenes Telefon besitzt. Das Dokument ist bereits mehrfach versteigert worden, 2018 für umgerechnet 148.000 Euro und 2017 für 15.880 Euro.
spiegel.de, derstandard.de

Zahl des Tages: Apple beschäftigt 1.500 Ingenieurinnen in München.

Zahl des Tages: Knapp 1.500 Ingenieurinnen aus 40 Ländern beschäftigt Apple in München – der Konzern nennt erstmals konkrete Zahlen für sein Deutschlandgeschäft. Insgesamt beschäftigt Apple bundesweit 4.000 Menschen. In den letzten fünf Jahre hat der Konzern nach eigenen Angaben Produkte und Dienstleistungen für mehr als 15 Mrd Euro bei 700 deutschen Unternehmen eingekauft, darunter Infineon, Dell und Varta.
"Welt" (Paid)

Katrina Parrott, selbsternannte Erfinderin der Hautfarben-Emojis, verklagt Apple.

Emoji-Beef: Apple hat ihre Idee für Hautfarben-Emojis geklaut, sagt Entwicklerin Katrina Parrott, und klagt vor Gericht wegen Urheberrechtsverletzung. Sie hat 2013 die App iDiversicons auf den Markt gebracht, die das Versenden von Emojis verschiedener Hautfarbe ermöglichte, und die Idee Apple präsentiert. 2015 integrierte Apple Emojis mit verschiedenen Hautfarben direkt ins Keyboard seiner Geräte. Der Konzern streitet urheberrechtliche Ansprüche ab, weil man "auf Hautfarben kein Copyright abschließen kann".
rnd.de via washingtonpost.com

Apple investiert 1 Mrd Euro in den Standort Deutschland.


Apple und Lederhose: Der amerikanische Tech-Konzern investiert in den kommenden drei Jahren eine Mrd Euro in den Standort Deutschland. Der Großteil des Geldes fließt nach Bayern, wo die bestehenden Forschungs- und Entwicklungsabteilungen im Großraum München zu Apples Europa-Zentrum für Chip-Design erweitert werden. Außer den Entwicklungslaboren in Nabern bei Kirchheim unter Teck, wo 1.500 Ingenieure aus 40 Ländern arbeiten, erweitert der Konzern auch seinen 30.000 Quadratmeter großen Standort in der Münchner Karlstraße.

Apple-Chef Tim Cook nannte München ein "Zuhause" für Apple. Er sei gespannt darauf, was "die Ingenieurteams in München entdecken." Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zeigte sich ob der amerikanischen Investitionsfreude nicht minder begeistert: "Hightech made in Bavaria. Bayern ist die richtige Heimat für Spitzentechnologie" schrieb er auf Twitter.
n-tv.de, spiegel.de, br.de, twitter.com (Post Söder)