Apple ist der Leviathan unter den Unternehmen der Welt, cash-gewordener Alptraum im Zirkel der Aspiranten auf die erste Market-Cap-Billion. Weiterlesen im lexikon2.de

Apple steigert im jüngsten Quartal den Umsatz um 36 % auf rund 81 Mrd Dollar.

Apple steigert seinen Umsatz im jüngsten Quartal um 36 % auf rund 81 Mrd Dollar. Unterm Strich steht ein Gewinn von 21,7 Mrd Dollar – 93 % mehr als ein Jahr zuvor. 39,6 Mrd erlöst Apple von April bis Ende Juni alleine mit iPhone-Verkäufen, auch das boomende China-Geschäft mit starker Nachfrage der Apple Watch trägt zum Umsatzsprung bei.
manager-magazin.de, finanzen.net, cnet.com

Kartellamt leitet Verfahren gegen Apple ein.

Pfeil auf Apfel: Das Kartellamt untersucht, ob Apple eine "marktübergreifende Bedeutung" hat und damit den Wettbewerb gefährdet. Geprüft werden soll u.a., ob Apple rund um das iPhone mit dem Betriebssystem iOS ein "digitales Ökosystem über mehrere Märkte errichtet hat", erklärt Andreas Mundt, Präsident des Bundes­kartellamtes. Ein Schwerpunkt der Ermittlungen liege auf dem Betrieb des App Stores. Gegen die anderen großen US-Digitalkonzerne Facebook, Amazon und Google führt das Kartellamt bereits Verfahren.
sueddeutsche.de, tagesschau.de, bundeskartellamt.de

“NYT”: Apple hat Trump Metadaten demokratischer Abgeordneter übermittelt.

Loading Data: Die Trump-Administration hat Apple 2017 und 2018 dazu gedrängt, Metadaten von mindestens zwei Demokraten aus dem Geheimdienst-Ausschuss des Repräsentantenhauses sowie Personen aus deren Umfeld herauszurücken, meldet die "New York Times". Das damalige Justizministerium habe die Quellen von Medien-Leaks über Trumps Russland-Kontakte finden wollen. In den bereitgestellten Daten sei es aber nicht fündig geworden.
nytimes.com (Paid), theverge.com, cnet.com

Apple und Google blockieren Zugang zu Attila Hildmanns Telegram-Kanal.

Hetz-Block: Der Telegram-Kanal des Rechtsextremen Attila Hildmann ist über iPhones und etliche Android-Handys nicht mehr aufrufbar. Die offiziellen Apps der App-Stores blockieren den Zugang, über andere Wege ist der Kanal weiter zugänglich. Hildmann teilt auf Telegram immer wieder hetzerische und antisemitische Inhalte. Gegen ihn liegt ein Haftbefehl vor, er hat sich jedoch in die Türkei abgesetzt.
rnd.de, turi2.de

Apple-Belegschaft lehnt sich in Brief an Tim Cook gegen Büro-Rückkehr auf.

Moderate Meuterei: Ein interner Brief an CEO Tim Cook und die Apple-Führungsriege macht Stimmung gegen die Rückkehr ins Büro. Das Management ignoriert, dass der Schritt nicht in der gesamten Belegschaft begrüßt wird, beklagen die 80 Unterzeichnerinnen. Cook hatte vergangene Woche angekündigt, dass an Montagen, Dienstagen und Donnerstagen ab September wieder Präsenzpflicht herrscht.
theverge.com via br.de

Apples Videodienst Facetime öffnet sich anderen Betriebssystemen.

Alle an Bord: Apple öffnet seinen Videodienst Facetime künftig auch für Android- und Windows-Geräte. Nicht-Apfel-Jünger greifen dann via Browser auf den Dienst zu. Zudem kann Facetime künftig zum gemeinsamen Videoschauen oder Musikhören während des laufenden Calls genutzt werden. Weitere Änderungen schließen u.a. die Möglichkeit zur Gesprächseinladung per Link ein.
handelsblatt.com

Apple plant weltweit neue Läden und einen Store in Berlin.

Apple will das Filialnetz wieder kräftig ausbauen, auch am Hackeschen Markt in Berlin soll ein neuer Apple Store entstehen – in Rom eröffnet Apple diese Woche eine Filiale. Zwischen 2016 und 2020 stieg die Zahl der Apple Stores weltweit nur von 490 auf 510. Deirdre O’Brien, Apple-Vorständin für Einzelhandel und Personal, kündigt nun "viele weitere Stores" an.
handelsblatt.com (Paid)

Google und Samsung wollen bei Smartwatches kooperieren.

Smarte Allianz: Google und Samsung wollen bei Smartwatches kooperieren, kündigt Google auf seiner Entwicklerkonferenz an. Samsung wird seine nächsten Smartwatches nicht mehr mit dem eigenen Betriebssystem Tizen ausstatten, sondern auf Googles Plattform Wear OS umsteigen, in die Tizen-Elemente einfließen. Die Tech-Konzerne wollen sich so besser gegenüber Smartwatch-Marktführer Apple behaupten.
handelsblatt.com

Apple droht eine Kartellstrafe der EU-Kommission wegen Benachteiligung fremder Musik-Apps.

Apple: Die EU-Kommission wirft dem Konzern in einer vorläufigen Einschätzung unfairen Wettbewerb bei Musik­streaming-Apps vor. Beschwert hatte sich Konkurrent Spotify. Durch strikte Regeln im App-Store nehme Apple Nutzerinnen "die Wahl, billigere Dienste zu nutzen", sagt Wettbewerbs­kommissarin Margrethe Vestager. Die Einschätzung ist die Vorstufe zu einer Kartellstrafe.
zdf.de, handelsblatt.com, theverge.com

Berichte: EU-Kommission reicht zeitnah Kartellklage gegen Apple ein.

Apple droht noch in dieser Woche die Eröffnung eines Kartellverfahrens durch die EU, berichtet zuerst die "Financial Times". Gegenstand der laufenden Ermittlungen sind die App-Store-Provisionen des Tech-Konzerns sowie der Bezahldienst ApplePay. Nach einer Beschwerde von Spotify vor zwei Jahren hatte die EU-Kommission die Untersuchungen gestartet.
handelsblatt.com, ft.com (Paid)

Medien- und Werbeverbände legen Beschwerde gegen Apple beim Kartellamt ein.


Alle auf Apple: Acht Medien- und Werbeverbände beschweren sich beim Kartellamt wegen Apples neuer Datenschutzrichtlinie. Sie macht personalisierte Werbung nur noch bei Zustimmung der Nutzerinnen möglich. Die Verbände werfen Apple vor, Wettbewerber von der Nutzung der Daten auszuschließen, eigene Dienste jedoch von der Regelung auszunehmen. Der Konzern verstoße so gegen das Kartellrecht und missbrauche seine Marktmacht. Apples Datenschutz-Manager Erik Neuenschwander betont hingegen, dass die neuen Regeln für alle gelten, auch für den Apfel-Konzern selbst.

Beschwerdeführer sind BDVZ, IVW, ZAW, VDZ, OWM, OMG, Agof und der Markenverband. Auch Tech-Riese Facebook läuft schon länger gegen die Änderungen Sturm. Apple lässt wissen, dass es für die Anpassung im Vorfeld Unterstützung von Datenschützern und Behörden erhalten habe. Schon am Montag hat der Rollout des neuen Betriebssystem iOS 14.5 begonnen, dessen Installation die Neuregelung zum Werbe-Tracking aktiviert.
zaw.de via meedia.de, spiegel.de, rnd.de

Lese-Tipp: Sascha Lobo sieht “Goldenes Zeitalter” für Podcasts anbrechen.

Lese-Tipp: Sascha Lobo läutet in seiner "Spiegel"-Kolumne das "Goldene Zeitalter des Podcasts" ein. Apples Einführung von Paid Podcasts beurteilt er als als "gigantisches Schubmoment" für die Wirtschaftlichkeit des Mediums. Social Audio à la Clubhouse werde "noch immer unterschätzt, vor allem, weil Livestreaming und Podcasting miteinander verschmelzen werden".
spiegel.de

Apple bringt Paid-Abos für Podcasts an den Start.

Paidcasts: Apple führt Paid-Abos in seiner Podcast-Plattform ein. Ab Mai können Nutzerinnen aus 170 Ländern für einen Premium-Zugang zahlen, der unterschiedliche Features freischalten kann – darunter werbefreies Hören, Zusatzinhalte oder früheren Zugriff auf neuen Content. Außerdem führt Apple sogenannte Channels ein, in denen Kreative verschiedene Podcasts kuratieren.
apple.com via theverge.com

Zahl des Tages: Apple Music zahlt Musikerinnen 1 Cent pro Stream.

Zahl des Tages: Rund 1 Cent erhalten Musikerinnen im Schnitt für die Wiedergabe eines Songs bei Apple Music, berichtet das "Wall Street Journal". Zum Vergleich: Marktführer Spotify lässt durchschnittlich nur rund ein Drittel bis die Hälfte eines Cents pro Stream springen – allerdings streamen Abonnentinnen bei Spotify auch wesentlich mehr Musik als bei Apple Music.
wsj.com via heise.de

Meinung: Apple News wird doch zum Erfolg.

Apple News mutiert allen Abgesängen zum Start zum Trotz zum Milliardengeschäft, schreibt Nils Jacobsen. Die US-Investmentbank Cowen prognostiziere dem Bezahlangebot Apple News+ in den nächsten zwei Jahren rund 19 Mio zahlende Abonnentinnen. Ihr Tech-Analyst Krish Sankar erwartet 2023 Umsätze von rund 2,2 Mrd Dollar. Auch in der kostenlosen News-App von Apple sieht Cowen erhebliches Potenzial. Das neue Ad-Targeting im aktuellen iOS 14.5 könne dazu beitragen, dass die Werbeerlöse bei Apple News in den nächsten drei Jahren um 36 % Wachsen.
meedia.de

Zahl des Tages: Erste Bewerbung von Steve Jobs für 187.000 Euro versteigert.

Zahl des Tages: Für stolze 187.000 Euro hat das allererste Bewerbungsschreiben vom verstorbenen Apple-Mitgründer Steve Jobs in London die Besitzerin gewechselt. In dem per Hand ausgefüllten Bogen gibt der damals 18-jährige Jobs u.a. an, dass er gut mit Computern umgehen kann, sich in den Bereichen "Design" und "Tech" auskennt und kein eigenes Telefon besitzt. Das Dokument ist bereits mehrfach versteigert worden, 2018 für umgerechnet 148.000 Euro und 2017 für 15.880 Euro.
spiegel.de, derstandard.de

Zahl des Tages: Apple beschäftigt 1.500 Ingenieurinnen in München.

Zahl des Tages: Knapp 1.500 Ingenieurinnen aus 40 Ländern beschäftigt Apple in München – der Konzern nennt erstmals konkrete Zahlen für sein Deutschlandgeschäft. Insgesamt beschäftigt Apple bundesweit 4.000 Menschen. In den letzten fünf Jahre hat der Konzern nach eigenen Angaben Produkte und Dienstleistungen für mehr als 15 Mrd Euro bei 700 deutschen Unternehmen eingekauft, darunter Infineon, Dell und Varta.
"Welt" (Paid)

Katrina Parrott, selbsternannte Erfinderin der Hautfarben-Emojis, verklagt Apple.

Emoji-Beef: Apple hat ihre Idee für Hautfarben-Emojis geklaut, sagt Entwicklerin Katrina Parrott, und klagt vor Gericht wegen Urheberrechtsverletzung. Sie hat 2013 die App iDiversicons auf den Markt gebracht, die das Versenden von Emojis verschiedener Hautfarbe ermöglichte, und die Idee Apple präsentiert. 2015 integrierte Apple Emojis mit verschiedenen Hautfarben direkt ins Keyboard seiner Geräte. Der Konzern streitet urheberrechtliche Ansprüche ab, weil man "auf Hautfarben kein Copyright abschließen kann".
rnd.de via washingtonpost.com

Apple investiert 1 Mrd Euro in den Standort Deutschland.


Apple und Lederhose: Der amerikanische Tech-Konzern investiert in den kommenden drei Jahren eine Mrd Euro in den Standort Deutschland. Der Großteil des Geldes fließt nach Bayern, wo die bestehenden Forschungs- und Entwicklungsabteilungen im Großraum München zu Apples Europa-Zentrum für Chip-Design erweitert werden. Außer den Entwicklungslaboren in Nabern bei Kirchheim unter Teck, wo 1.500 Ingenieure aus 40 Ländern arbeiten, erweitert der Konzern auch seinen 30.000 Quadratmeter großen Standort in der Münchner Karlstraße.

Apple-Chef Tim Cook nannte München ein "Zuhause" für Apple. Er sei gespannt darauf, was "die Ingenieurteams in München entdecken." Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zeigte sich ob der amerikanischen Investitionsfreude nicht minder begeistert: "Hightech made in Bavaria. Bayern ist die richtige Heimat für Spitzentechnologie" schrieb er auf Twitter.
n-tv.de, spiegel.de, br.de, twitter.com (Post Söder)

Nobelpreisträgerin Malala Yousafzai geht Partnerschaft mit Apple+ ein.

Apple+ und Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai machen gemeinsame Sache. Die 23-Jährige spricht im AP-Interview von einem mehrjährigen Deal, der die Produktion von Filmen, Dokumentationen, Komödien, Zeichentrickfilmen und Kinderserien umfasst. Sie hoffe auch ihre eigene Geschichte verfilmen zu können. Die Aktivistin setzt sich weltweit für Kinderrechte ein.
apnews.com via rnd.de

“Financial Times”: Apple und Nissan brechen Gespräche über Kooperation ab.

Apple und Nissan haben offenbar über eine Kooperation bei selbst­fahrenden Autos gesprochen, die Gespräche aber wieder beendet, berichtet die "Financial Times". Der japanische Autobauer wollte dem Vernehmen nach kein reiner Auftragsfertiger für Apple-Autos sein. Zuletzt waren bereits Gespräche zwischen Apple und dem südkoreanischen Autobauer Hyundai gescheitert.
ft.com (Paid), handelsblatt.com, reuters.com

Facebook sieht Apple als einen seiner größten Wettbewerber.

Tech-Knatsch: Apple ist inzwischen einer der größten Wettbewerber von Facebook, sagt Mark Zuckerberg. Änderungen im Apple-Betriebssystem iOS 14 könnten dem Werbe-Geschäftsmodell von Facebook schaden. Apple zwingt App-Anbieter ab Frühjahr, Nutzer*innen zu fragen, welche Daten sie preisgeben wollen. Facebook wettert daher z.B. in Zeitungsanzeigen oder Internet-Blogs gegen Apple und gibt sich als "Verteidiger der kleinen Unternehmen", denen eine effiziente Form der Werbung genommen werde.
welt.de, faz.net (Paid)

Apple beendet erstmals ein Quartal mit mehr als 100 Mrd Dollar Umsatz.

Apple legt Rekord-Quartal hin: Der Tech-Konzern macht im 4. Quartal mit 111,4 Mrd Dollar erstmals einen dreistelligen Mrd-Umsatz, ein Plus von 21 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn klettert um 29 % auf 28,75 Mrd Dollar. Neben gestiegenen Hardware-Verkäufen können auch Musik- und Streaming-Diensten ordentlich zulegen – auf 15,8 Mrd Dollar Umsatz, 24 % mehr als 2019.
handelsblatt.com

EU sollte auf Tech-Lizenzen setzen, meint Stefan Winners.

Digitale EU: Ex-Burda-Vorstand Stefan Winners überlegt im Interview mit dem "Aktionär", wie die EU den Tech-Markt regulieren kann: Denkbar wäre laut Winners, das "chinesische Modell" zu etablieren. Firmen müssten dann Lizenzen kaufen, um in bestimmten Sektoren in Europa tätig werden zu dürfen. US-Firmen müssten ihr Europageschäft abspalten, um einen EU-Sitz zu haben. Er plädiert außerdem für "Liberalisierung", bei der etwa Google seine Such-Schnittstelle auch anderen Anbietern zugänglich machen muss.
deraktionaer.de

Apple will Management-Boni an sozialen und ökologischen Zielen ausrichten.

Bio-Obst? Die Höhe der Boni für Apple-Manager*innen soll künftig davon abhängen, ob sie in ihrem Job ökologische und soziale Zielen erreicht haben, kündigt der iPhone-Konzern an. Die vereinbarten Summen sollen um bis zu zehn Prozent nach oben oder unten korrigiert werden können. Zu den Zielgrößen gehören auch Diversität und Barrierefreiheit. Wie Apple deren Umsetzung genau messen will, ist nicht bekannt.
spiegel.de, business-insider.com, turi2.de (Background)

“Washington Post”: Apple-Zulieferer setzt Uiguren zur Zwangsarbeit ein.

Fauler Apfel: Für den langjährigen Apple-Zulieferer Lens Technology sollen uigurische Zwangsarbeiter*innen tätig sein, berichtet die "Washington Post" und beruft sich auf Dokumente des Tech Transparency Project. Lens Technology beliefert nach eigener Aussage auch Amazon und Tesla. Apple bestreitet die Vorwürfe der Zwangsarbeit in seiner Lieferkette.
washingtonpost.com, cnet.com

Lese-Tipp: Der Streit um Werbe-Tracking zwischen Apple und Facebook ist komplex.

Lese-Tipp: Apple will künftig Nutzer*innen fragen, ob Apps für Werbezwecke ihre Daten sammeln dürfen. Facebook reagiert empört und sieht sich als Verteidiger des freien Internets. Simon Hurtz rekonstruiert in der "Süddeutschen" den seit Juni schwelenden Streit und die schwierige Beziehung zwischen den Tech-Riesen, deren Chefs einander nicht besonders leiden können.
sueddeutsche.de

Zitat: EU-Vorschläge zur Bändigung der Techkonzerne überzeugen nicht, sagt Klaus Müller.

"Bis wir einen der großen Internetkonzerne entflochten haben, würden Jahre vergehen. Das hilft den Verbrauchern nicht."

Verbraucherschutz-Chef Klaus Müller sagt im "Spiegel", die neuen Regeln, mit denen die EU-Kommission die Techkonzerne bändigen will, bringen wenig. Konzerne zu zerschlagen sei aber auch keine Lösung.
spiegel.de

Reuters: Apple will bis 2024 erste E-Autos produzieren.


Der Apfel rollt weit weg vom Stamm: Apple treibt die Entwicklung von selbstfahrenden Autos voran und will nach jahrelangen Gerüchten 2024 nun doch selbst in die Produktion einsteigen. Dafür wolle Apple einen PKW mit selbst entwickelter Batterietechnologie für den Massenmarkt produzieren, berichtet Reuters. Ein neues Batterie-Design soll die Produktionskosten stark reduzieren und die Reichweite der Fahrzeuge erhöhen. Wer die Autos für Apple zusammenschrauben soll, stehe bisher noch nicht fest.

Das entsprechende "Project Titan" des iPhone-Konzerns, das seit 2014 läuft, ist von ständigem Auf und Ab geprägt: Mal investiert Apple, mal entlässt das Unternehmen einen Großteil der Belegschaft. 2019 hatte sich Apple zuletzt von 190 Mitarbeiter*innen auf einen Schlag getrennt.
reuters.com

Kampf gegen Desinformation darf Freiheit nicht beschneiden, meint Tobias Schmid.

Desinformation im Netz zu regulieren, ist schwierig, "weil sie ja gerade das Kernstück der Demokratie, nämlich die Meinungsfreiheit, für sich verwendet", sagt Tobias Schmid (Foto), Europabeauftragter der Medienanstalten, im Interview mit Medienpolitik.net. Deshalb müsse man bei jeder politischen Gegenmaßnahme extrem aufpassen, nicht die Freiheit einzuschränken. Bei Digital-Regeln kommt außerdem laut Schmid dazu, dass Facebook, Google und Co im Netz nicht nur Wirtschaftsunternehmen und Wettbewerber sind, sondern auch zentraler Bestandteil der Medienlandschaft – und "Medienregulierung funktioniert nicht nach den gleichen Logiken wie Wettbewerbspolitik".
medienpolitik.net

Lese-Tipp: Konsequenzen der neuen EU-Regeln für Online-Plattformen für Apple und Co.

Lese-Tipp: Das "Handelsblatt" erklärt, welche konkreten Konsequenzen der Digital Services Act und der Digital Markets Act der EU-Komission für Google, Amazon, Facebook und Apple hat. Google und Amazon etwa dürften ihre Angebote nicht mehr bevorzugt in den Suchergebnissen zeigen und Informationen ihrer Firmenkunden nicht mehr nutzen, um ihnen Konkurrenz zu machen.
handelsblatt.com

Vodafone verkauft sein TV-Angebot im Bündel mit einer AppleTV-4K-Box.

Vodafone kooperiert mit Apple und bietet sein GigaTV-Angebot im Paket mit einer AppleTV-4K-Streamingbox zur Miete an, kündigt Privatkunden-Geschäftsführer Andreas Laukenmann im DWDL-Interview an. Die ersten sechs Monate kostet das Paket 9,99 Euro, danach 19,99 Euro. Nutzer*innen haben Zugriff auf bis zu 120 lineare TV-Sendern und knapp 70 Mediatheken. Laukenmann sieht Vodafone als Aggregator, die Produktion eigener Inhalte stehe nicht auf der Agenda.
dwdl.de

Apple senkt Gebühren für Entwickler*innen von 30 % auf 15 %.

Apple halbiert ab 2021 die Gebühren für App-Entwickler*innen, sie müssen statt 30 nur noch 15 % Kommission zahlen. Das "App Store Small Business Program" richtet sich an alle, die im laufenden Jahr abzüglich der Gebühr weniger als eine Mio Dollar erwirtschaftet haben. Apple ist für seine hohen Gebühren in der Vergangenheit massiv in Kritik geraten, die Spieleschmiede Epic Games hat eigens die "Coalition for App Fairness" gegründet.
handelsblatt.com, faz.net, turi2.de (Background)

Apple stellt seine Computer auf selbst entwickelte Chips um.

Apple stattet seine Computer mit selbst entwickelten Chips aus. Chef Tim Cook kündigt bei einem Live-Event an, dass die "M1-Chips" bereits in den neuen Modellen verbaut sind, die kommende Woche auf den Markt kommen. Mit der Umstellung geht die 15-jährige Geschäftsbeziehung mit Chip-Hersteller Intel dem Ende entgegen. Apple preist die neuen Produkte als deutlich leistungsfähiger und dennoch günstiger an, da die teuren Chips nun selbst produziert werden.
sueddeutsche.de

Google, Amazon und Facebook wachsen in der Krise, nur Apple enttäuscht.

Tech-Konzerne kommen gut durch die Krise: Google-Mutter Alphabet steigert ihren Umsatz im 3. Quartal um 14 % auf 46,2 Mrd Dollar. Wachstumstreiber ist vor allem Werbung bei YouTube. Der Gewinn wächst um mehr als ein Fünftel auf 11,2 Mrd Dollar. Bei Amazon steigt der Umsatz um 37 % auf 96,1 Mrd Dollar, der Gewinn verdreifacht sich auf 6,3 Mrd Dollar. Facebook profitiert von den US-Wahlen: Der Umsatz klettert um 22 % auf fast 21,5 Mrd Dollar, der Gewinn wächst um 29 % auf rund 7,85 Mrd Dollar. Nur Apple enttäuscht: Der Umsatz des iPhone-Konzerns sackt um 20,7 % auf 26,4 Mrd Dollar ein, der Gewinn geht um 7,4 % auf knapp 12,7 Mrd Dollar zurück.
handelsblatt.com, spiegel.de

Zitat: Deezer-Chef Hans-Holger Albrecht kämpft für faire Bedingungen bei Apple.

"Wir sind ein digitaler Mittel­ständler, kein Riesen­konzern. Wir können es uns gar nicht leisten, aus dem App-Store zu fliegen."

Hans-Holger Albrecht, Chef des französischen Musik-Streamingdienstes Deezer, kämpft gegen Apples Marktmacht und intransparente Gebühren. Im "Zeit"-Interview sagt er, Deezer dränge mit anderen Entwicklern darauf, "dass regulatorisch etwas passiert".
"Zeit" 45/2020, S. 26 (Paid)

Hollywood: Netflix und Apple haben offenbar Interesse an James-Bond-Film.

Käuflicher Agent? Netflix und Apple buhlen offenbar um die Streaming-Rechte für den schon mehrfach verschobenen James-Bond-Film Keine Zeit zu sterben, berichten Bloomberg und Variety. Rund 600 Mio Dollar seien als Preis im Gespräch. Durch die Verschiebung hat das Filmstudio MGM bereits 30 bis 50 Mio Dollar verloren. Offiziell hält MGM an einer Kino-Auswertung fest und teilt mit: "Der Film steht nicht zum Verkauf".
bloomberg.com, variety.com, golem.de

Microsoft verlängert Home Office bis Juli 2021.

Microsoft 150Microsoft kündigt an, seine Mitarbeiter*innen bis 6. Juli kommenden Jahres im Home Office zu belassen. Bisher galt die Maßgabe nur bis zum Januar. Andere Tech-Giganten wie Google, Amazon und Facebook peilen ebenfalls den Sommer für eine Rückkehr der Belegschaft an. Twitter und Dropbox werden ihre Angestellten gar nicht mehr in die Büros zurückbitten. Apple-CEO Tim Cook deutete zuletzt ähnliches für sein Unternehmen an.
zdnet.com, businessinsider.com