US-Bezirksrichterin kippt das von Trump verordnete WeChat-Verbot.

WeChat darf in den USA in den Appstores von Apple und Google bleiben, die kalifornische Richterin Laurel Beeler hat Trumps Verbot per einstweiliger Verfügung ausgesetzt. Die beschränkte Redefreiheit, die das Verbot mit sich bringe, sei schwerwiegender als die Sorge der Regierung um die nationalen Sicherheit. Laut Reuters hat Beeler gegen den Willen des US-Justizministeriums gehandelt.
spiegel.de, t3n.de, reuters.com, turi2.de (Background)

Apple-Update sorgt für Probleme bei der Corona-Warn-App.

Corona-Warn-App: Bei einigen Apple-Nutzer*innen funktioniert derzeit die Risiko-Bewertung nicht richtig. Die angezeigte Warnstufe kann somit höher ausfallen, obwohl das Infektionsrisiko eigentlich geringer war. Grund dafür ist ein Update des Betriebssystems auf iOS 13.7. Der Fehler ist bei Routine-Tests der Entwickler*innen der App aufgefallen. Wann ein weiteres Update den Fehler behebt, ist noch nicht bekannt. Nutzer*innen älterer iOS-Versionen sind nicht betroffen.
spiegel.de

Facebook startet reines Uni-Netzwerk.

Back to the roots: Facebook, einst als reine Uni-Plattform gestartet, verpasst sich einen Uni-Ableger namens "Facebook Campus". Student*innen können sich mit ihrer Studi-Mail-Adresse anmelden und sollen nur Infos im Newsfeed sehen, die für ihre jeweilige Hochschule relevant sind. Das Netzwerk verspricht sich davon ein Wiedersehen mit jungen Leuten, die kaum noch auf Facebook angemeldet sind.
mashable.com, techcrunch.com, about.fb.com

Basta: Warn-App Nina verweigert sich teilweise beim Probealarm.

Keine (Ent-)Warnung: Die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe herausgegebene Warn-App Nina macht beim bundesweiten Probealarm Probleme. Vielerorts reagierten pünktlich zum ersten Probealarm seit der Wiedervereinigung um 11:00 Uhr die Sirenen und Handys. Die Bildschirme blieben jedoch u.a. in Berlin und Potsdam 31 Minuten lang dunkel. Die Hauptstadtbevölkerung sieht es gelassen, gehört eine halbe Stunde Verspätung doch bei sämtlichen Gesellschafts-Events zum guten Ton.
tagesspiegel.de

Facebook erlaubt eine Woche vor der US-Wahl keine neuen Polit-Anzeigen mehr.


Wake me up when election ends: Facebook-Chef Mark Zuckerberg kündigt an, dass sein Netzwerk ab dem siebten Tag vor der US-Präsidentschaftswahl am 3. November keine neuen politischen Anzeigen mehr ausspielen wird. Das soll Falschinformationen eindämmen, die bis zur Wahl womöglich nicht mehr richtiggestellt werden könnten. Anzeigen, die vorher gebucht und bereits einmal ausgespielt wurden, dürfen aber weiter laufen, so Zuckerberg. In einem Post schreibt der CEO, dass er ein erhöhtes Risiko von Unruhen fürchte, da das Land gespalten sei und es möglicherweise Tage oder Wochen dauern könnte, bis das Wahlergebnis endgültig feststeht.

Zuckerberg verweist in seinem Post außerdem auf die Zusammenarbeit mit Reuters. Geplant sei, die Posts von Kandidat*innen oder Parteien, die vor der endgültigen Auszählung der Stimmen einen Sieg verkündeten, mit korrigierenden Hinweisen zu versehen. Außerdem würden Beiträge gelöscht, die einen Zusammenhang mit erhöhter Corona-Ansteckungsgefahr bei der Wahl herstellten.

Facebook will es anscheinend besser machen als noch 2016 und sich diesmal mit einem ganzen Maßnahmenpaket vor dem Vorwurf schützen, nicht ausreichend gegen Falschinformationen und Wahl-Beeinflussung vorzugehen.
spiegel.de, theverge.com, facebook.com (Post Zuckerberg), edition.cnn.com, nytimes.com, turi2.de (Background)

Wort & Bild Verlag steigt beim Gesundheits-Startup DoctorBox ein.

Wort & Bild Verlag beteiligt sich über seine Tochter Isartal Ventures am Digital-Health-Startup DoctorBox, berichtet Healthcare Marketing. Die Beteiligung sei Teil einer "strategischen Partnerschaft", die Höhe des Investments bleibt ungenannt. DoctorBox bietet u.a. eine digitale Gesundheitsakte, Corona-Getestete erhalten über die Plattform ihr Ergebnis.
healthcaremarketing.eu

App-Tipp: “Gewitter im Kopf” klärt humorvoll über Tourette auf.

App-Tipp: Die YouTuber Jan Zimmermann und Tim Lehmann, die sich als Gewitter im Kopf humorvoll mit dem Tourette-Syndrom befassen, haben eine kostenlose App herausgebracht, die über die Krankheit aufklären soll. Lehmann beantwortet die gängigsten Fragen, ein Soundboard bietet 120 Tics von "Gisela", wie Zimmermann sein Tourette selbst nennt.
apps.apple.com (iOS-App), play.google.com (Android-App)

Gericht verbietet Apple die Verbannung von Epic Games aus dem Entwickler­programm.

Fortnite: Ein Gericht in Kalifornien verbietet Apple, die Grafik-Technologie Unreal Engine von Spiele-Entwickler Epic Games aus dem Entwickler­programm zu werfen. Zuvor hatte Microsoft das Vorhaben kritisiert, das die Technologie selbst nutzt. Zugleich weist das Gericht Epics Antrag ab, den Rauswurf von Fortnite aus dem App-Store rückgängig zu machen.
wuv.de (Gericht), horizont.net (Microsoft), turi2.de (Background)

N26-Gründer Valentin Stalf entschuldigt sich und will Betriebsrat unterstützen.

Guter Betriebsrat ist teuer: N26-Gründer Valentin Stalf entschuldigt sich auf Linked-in für den bei der Smartphone-Bank aufgekochten Streit um die Gründung eines Betriebsrates. "Letztendlich fühlen ich und mein Führungsteam bei N26 uns dafür verantwortlich, wie diese Debatte eskaliert ist. Und wir möchten uns für die letzten paar Tage entschuldigen." Die Führung hatte unter anderem unter Verweis auf die Corona-Bestimmungen die Gründung des Betriebsrates blockieren wollen. Damit soll nun Schluss sein. Gleichzeiti macht Stalf weiter deutlich, dass er sich eine alternative Arbeitnehmer-Vertretung wünsche.
gruenderszene.de, turi2.de (Background)

N26 soll einen Betriebsrat bekommen – doch die Gründer wehren sich.

Smartphone-Bank: N26-Mitarbeiter*innen wollen einen Betriebsrat wählen, die Startup-Spitze stellt sich quer. Teile des Teams haben nun Wahlvorstände bestimmt, berichtet Finance Forward, zuvor hatte das Management noch versucht, das gerichtlich zu unterbinden. Argument: ein Hygienekonzept für das Treffen fehle. Die Gründer trommeln für eine alternative Vertretung mit "inklusivem, modernem und digitalem Konzept". Verdi kritisiert das.
financefwd.com, sueddeutsche.de

Bloomberg: Apple arbeitet an Abo-Paketen für TV, Musik und Co.

Apfelkompott: Unter dem Arbeitstitel "Apple One" baut der iPhone-Macher Abo-Pakete um seine Apps, hört Bloomberg von Insidern. Sie sollen im Oktober parallel zum neuen iPhone vorgestellt werden. Nutzer*innen sollen damit – ähnlich Amazon Prime – mehrere Dienste zu einem Preis nutzen können, darunter Apple TV+, Apple Music und Apple News+. Bei höherpreisigen Paketen sollen auch Apple-eigene Fitness-Videos dabei sein.
bloomberg.com (Paid), theverge.com

Mein Homescreen: Maria Hedengren.


Himmel, Wasser und Strandidyll hat Maria Hedengren, seit 2019 Chefin der Magazin-Flatrate-App Readly aus Stockholm, auf ihrem iPhone immer im Blick. Beruflich ist sie damit vor allem auf Slack und Linked-in unterwegs, privat trackt sie per App die Schulnoten ihrer beiden Söhne, schaut sich die Insta-Posts junger Tech-Kolleginnen, oder sucht den nächsten Tesla Supercharger. Weiterlesen …

“Spiegel”: Infizierte müssen bei Corona-Warn-App oft den Namen angeben.

Corona-Warn-App: Auch sieben Wochen nach den Start müssen viele positiv Getestete ihr Ergebnis telefonisch durchgeben, samt Namen und Rufnummer, berichtet der "Spiegel". Die Daten würden auf Papier notiert und "spätestens nach 60 Minuten" in einem Schredder vernichtet, versichert die Telekom. Erst rund drei Viertel der Labore seien an das anonyme und automatisierte Verfahren mit QR-Codes angebunden, technisch funktioniere es nur bei rund der Hälfte.
spiegel.de

Snapchat will US-Wähler*innen aufklären und motivieren.

Snapchat bietet US-Nutzer*innen vor der Präsidentschaftswahl die Wahlregistrierung als Snap Mini an. Unter dieser Bezeichnung gibt Snapchat seit kurzem Drittanbietern Zugriff auf die App. Ein weiterer Snap Mini ist Before You Vote, ein unparteiischer Wählerleitfaden, der Beispielstimmzettel zeigt und Wahllokale auflistet. Bei den Wahlen 2018 haben sich laut Snap 450.000 Wähler*innen über die App zur Stimmabgabe angemeldet.
adweek.com, turi2.de (Background)

Google lässt persönliche Audio-Dateien wieder von Menschen abhören.

Google lässt Audio-Daten wieder von Menschen auswerten – aber nur, wenn die Nutzer*innen von Google Assistant und Co zustimmen. In der Standardeinstellung bleibe der menschliche Zugriff ausgeschlossen, sagt das Unternehmen. Die fragwürdige Abhör-Praxis persönlicher Audio-Daten durch Google und andere Tech-Firmen löste 2019 einen Skandal aus.
theverge.com, businessinsider.com, turi2.de (Background)

TikTok will sich mit Faktencheck-Team für US-Wahl rüsten.

TikTok plant, vor der US-Wahl im November gegen Falschinformationen vorzugehen. Ein Faktencheck-Team soll dabei helfen, Lügen und irreführende Informationen zu finden. Außerdem sollen Nutzer*innen verdächtige Inhalte melden können. Ziel der chinesischen App ist es, auch dann einem drohenden Verbot in den USA zu entgehen, wenn Microsoft den Kurzvideo-Dienst nicht übernehmen sollte.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Instagram soll Trump-Hashtags zulasten von Biden ausgespielt haben.

Trump-stagram: Der Algorithmus von Facebooks Foto-Plattform Instagram hat offenbar Pro-Trump-Inhalte denen seines demokratischen Rivalen Joe Biden über Wochen vorgezogen, entdeckt das US-amerikanische Tech Transparency Project. Wer in den letzten Wochen auf beliebte Trump-Hashtags klickte, darunter #trump oder #presidenttrump, habe demnach keinerlei verwandte Hashtags angezeigt bekommen. Bei Biden-Hashtags wie #joebiden oder #teambiden habe Instagram dagegen Hashtags vorgeschlagen, die den Herausforderer in ein schlechtes Licht rücken oder Falschinformationen streuen, darunter #creepyjoebiden oder #joebidenpedophile. Außerdem hätten die Biden-Hashtags auf positive Trump-Posts geführt, während bei Trump keine Inhalte aus dem demokratischen Lager zu sehen gewesen seien. Instagram hat die Politiker also offenbar unterschiedlich behandelt.

Ein Sprecher räumt den Fehler gegenüber BuzzFeed News grundsätzlich ein und bezeichnet ihn als "bug". Zehntausende Hashtags seien betroffen gewesen. Das "Related Hashtags"-Feature hat Instagram nach der Medienanfrage vorerst abgeschaltet. Weil auch bei Begriffen wie #democrats keine Vorschläge angezeigt worden seien, wirft Instagram dem Tech Transparency Project per Twitter "Rosinenpickerei" vor, um eine "sensationelle Geschichte" zu liefern.

Der Fund erinnert jedenfalls an die Rolle von Facebook während des US-Präsidentschaftswahlkampfs im Jahr 2016. Damals hatte der Social-Media-Riese zu wenig gegen die politische Beeinflussung von Wähler*innen auf seiner Plattform unternommen. Jetzt muss sich die Instagram-Mutter den Vorwurf gefallen lassen, aus den alten Fehlern noch immer nicht gelernt zu haben.

Ebenfalls am Mittwoch hat Facebook einen Facebook-Post von Trump gelöscht. Begründung: Der Beitrag habe Falschinformationen zu Corona enthalten.
techtransparencyproject.com, buzzfeednews.com, theverge.com, techcrunch.com, edition.cnn.com (Facebook-Post gelöscht)

SAP und Telekom sollen Datenaustausch europäischer Corona-Apps betreuen.

Corona-Warn-App: SAP und die Deutsche Telekom sollen eine Plattform aufbauen und betreiben, über die nationale Corona-Apps verschiedener Länder Daten austauschen können, berichtet die "Wirtschaftswoche". Ein Konzept der beiden Konzerne, die die deutsche App entwickelt haben, habe von der EU-Kommission den Zuschlag erhalten, Verträge sollen "kurzfristig unterschrieben werden", die Plattform soll "ab Spätsommer" bereitstehen. Der Datenaustausch mit Apps aus Ländern, die ihre Daten zentral verarbeiten, etwas Frankreich, sei vorerst nicht geplant.
"Wirtschaftswoche" 32/2020, S. 6 (Paid)

Basta: Entwickler raten, die Corona-Warn-App einmal täglich zu öffnen.

Manuelle Kontaktaufnahme: Die Corona-Warn-App funktioniert auch nach Updates offenbar nicht ganz zuverlässig. SAP und Telekom empfehlen daher, die App "sicherheitshalber einmal pro Tag zu öffnen". Unser Vorschlag: Eine tägliche Push-Nachricht, die ans Öffnen der App erinnert, z.B. mit einer animierten Figur - Karl Klammer ist schließlich schon seit Jahren arbeitslos.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Instagram rollt persönliche Spendenfunktion aus.

Instagram erlaubt seinen Nutzer*innen in den USA, Großbritannien und Irland künftig, Spenden für sich selbst über die Profileinstellungen zu sammeln. Die neue Funktion ist nur für User ab 18 Jahren zugänglich und durchläuft einen Review-Prozess, um nicht ausgenutzt zu werden. Spendenaufrufe bleiben 30 Tage lang bestehen, können aber auch verlängert werden.
heise.de, theverge.com

Zahl des Tages: Corona-Warn-App wurde 16 Mio Mal heruntergeladen.

Zahl des Tages: Rund 16 Mio Mal wurde die Corona-Warn-App des RKI installiert, sie schneidet damit im europäischen Vergleich gut ab. Wenn alle, die sie heruntergeladen haben, sie auch nutzen, entspräche das rund 20 % der Bevölkerung. Inzwischen stagnieren die Downloadzahlen, die Bewertung der App liegt im Durchschnitt bei 3,5 von 5 Sternen.
"Süddeutsche Zeitung, S. 5 (Paid)

Rezo startet Social-Analyse-Werkzeug “Nindo”.

Rezo wirft eine Analyse-Plattform für Social Media auf den Markt. Nindo zeigt Statistiken zu den beliebtesten deutschsprachigen Kanälen nach Likes und Views der letzten fünf Tage. Aufgeführt sind neben YouTube auch Instagram, TikTok, Twitter und Twitch. Von bestehenden Angeboten hält Rezo nichts, wie er "OMR" sagt: "Es hat mich gestört, dass die so scheiße sind.“ Das Programm ist kostenlos, soll bald aber um eine Pro-Version für Firmen ergänzt werden.
omr.com

Seibert: Corona-Warn-App kann bald auch Türkisch.

Corona-Warn-App soll "voraussichtlich bis Ende dieser Woche" auch auf Türkisch verfügbar sein, kündigt Regierungssprecher Steffen Seibert im Interview mit WDR Cosmo an. Eine arabische Sprachversion sei "sehr weit in der Vorbereitung". Auf EU-Ebene arbeite die Bundesregierung daran, dass Warn-Apps verschiedener Länder untereinander Informationen austauschen können.
presseportal.de

Springers News-App Upday profitiert von erhöhter Nachfrage während Corona.

Upday konnte im 1. Halbjahr sinkende Werbepreise durch Nutzerzuwachs kompensieren und 30 % mehr Umsatz generieren, sagt Upday-Chef Peter Würtenberger. Die Newsapp von Springer und Samsung erreicht derzeit rund 7 Mio Nutzer*innen täglich, in der Spitze waren es während der Corona-Hochphase in Europa über 11 Mio. Vor Corona zählte Upday es noch nur 5,4 Mio tägliche Nutzer*innen. In Zukunft soll Upday auch in den Samsung-Browser integriert werden. Der Ableger Earli für andere Gerätemarken steht weniger im Fokus.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Facebook zieht bei seinem TikTok-Klon Lasso den Stecker.

Facebook-LogoFacebook stampft seinen TikTok-Konkurrenten Lasso ein. Die Karaoke-App ging Ende 2018 ans Netz, muss nun aber für Instagram Reels Platz machen. Mit dem in der Instagram-App integrierten Reels will Facebook endlich an den Erfolg von TikTok anknüpfen.
techcrunch.com, turi2.de (Lasso), turi2.de (Reels)

Mein Homescreen: Olaf Gersemann.


Olaf Gersemann, Datenfreund und Ressortleiter Wirtschaft, Finanzen und Immobilien bei “Welt”, wurde durch die Corona-Krise zur Selfmade-Medienmarke: Auf seinem Twitter-Kanal veröffentlicht der 52-Jährige seit Februar anschauliche Corona-Updates zu Fallstatistiken aus aller Welt. Seine Zahlenliebe zeigt sich auch auf Gersemanns Homescreen. Was die Leser*innen bei “Welt” gerade interessiert und wie viele Abos sie abschließen, trackt der Journalist genauso wie die Entwicklung an den Finanzmärkten. Währenddessen zählt er Trainingseinheiten und Kalorien. Weiterlesen …

Neue App Molo.News bündelt Lokal­meldungen aus Bremen.

Lokaljournalismus: Ein Verbund von Forschungs­einrichtungen hat mit Molo.News eine App ins Leben gerufen, die Lokalmeldungen aus Bremen bündelt und kuratiert. Die App verbreitet News von Radio Bremen, der "taz.Nord" und der "Kreiszeitung Syke" sowie Presse­mitteilungen. Das gleichberechtigte Nebeneinander von Journalismus und PR-Meldungen stört den "Weser-Kurier", der deshalb nicht teilnimmt.
horizont.net

Corona-Warn-App ist auf den Smartphones von 15,6 % der Bevölkerung.

Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts kann nicht mehr nur von deutschen Nutzer*innen, sondern auch solchen aus den Benelux-Staaten, Frankreich, Österreich, Tschechien, Polen, Dänemark, Rumänien und Bulgarien verwendet werden, wenn sie in Deutschland sind. Die App wurde bisher 13 Mio Mal heruntergeladen, das entspricht 15,6 % der Bevölkerung. Das RKI hat allerdings noch keine Daten dazu, wie viele Corona-Infizierte ihren Status in der App eintragen.
t3n.de

Google will – etwas – weniger Nutzungsdaten sammeln.

Google kündigt an, Standortverläufe sowie Web- und App-Aktvitäten von neuen Nutzer*innen nach 18 Monaten automatisch zu löschen. Bisher musste man die Option in den Einstellungen explizit auswählen. Bei bestehenden Nutzer*innen bleibe die bisher gewählte Einstellung bestehen. Als neuer Standard will Google die Viewing-Historie von YouTube-Accounts nach drei Jahren vergessen.
t3n.de, nytimes.com, germany.googleblog.com

WWDC: Apple verabschiedet sich von Intel-Prozessoren in Macs.


Update im Apfel-Haus: Apple macht in seinen Mac-Rechnern Schluss mit Prozessoren von Intel und setzt auf eigens entwickelte Hardware, die bereits in iPhones und iPads steckt. Das hat der Konzern auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC bekanntgegeben, die dieses Jahr erstmals ausschließlich digital stattfindet. Die Umstellung, durch die iPhone- und iPad-Apps auch auf Macs laufen sollen, soll die Rechner leistungsfähiger und energieeffizienter machen. Die Software "Rosetta 2" soll Entwickler*innen weltweit dabei helfen, für Intel-Hardware ausgelegte Anwendungen so umzubauen, dass sie auch auf Apples hauseigener Technik laufen.

Außerdem hat Apple das neue iPhone-Betriebssystem iOS 14 angekündigt. Damit sollen Nutzer*innen das iPhone unter anderem als Autoschlüssel verwenden können, allerdings ist das vorerst nur bei BMW-Fahrzeugen der 5er-Reihe möglich. Außerdem kündigt der Konzern eine App namens Library an, mit deren Hilfe Nutzer*innen sich leichter in der Masse ihrer heruntergeladenen Apps zurechtfinden sollen, da sie Apps automatisch nach Kategorien sortiert. Auch ein Übersetzter, der neben Deutsch zehn weitere Sprachen beherrscht, kommt aufs iPhone, das Feature Scribble, das handschriftliche Notizen in Text umwandeln kann, aufs iPad. Zu den Corona-spezifischen Neuerungen gehört, dass die Apple Watch künftig das Händewaschen tracken wird – und der Konzern seinen Memojis Gesichtsmasken aufsetzt.
spiegel.de (Intel-Abschied), theverge.com, faz.net, businessinsider.com (Memojis)

SAP räumt Hoffenheim-Trikot für Corona-App-Werbung.

TSG Hoffenheim wirbt beim Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen Union Berlin auf der Brust für die Corona-Warn-App. Hoffenheim-Sponsor und App-Mitentwickler SAP räumt dafür seinen Werbeplatz auf dem Trikot für den Hashtag #IchAppMit. Auch auf allen SAP-Werbeflächen im Stadion wird die App beworben. Zusätzlich tragen alle 36 Vereine der 1. und 2. Bundesliga das App-Logo an den verbleibenden beiden Spieltagen der Saison auf dem Trikot-Ärmel.
achtzehn99.de (Hoffenheim), dfl.de (Bundesliga)

Basta: Merkel und Söder liefern sich verbalen Schlag-App-Tausch.

Schlag-App-Tausch: Angela Merkel weicht bei der PK nach ihrer Sitzung mit den Ländern der Frage aus, ob sie die Cornona-Warn-App selbst schon nutzt. Bayerns Minister­präsident Markus Söder prescht vor: "Ich hab sie." Während der Sitzung habe er immer wieder drauf geschaut. Merkel kontert: Als Vorsitzender der Länderchefs sollte er eigentlich bei der Sitzung "ganz Auge und Ohr sein".
welt.de (1-Min-Video)

Dax-Vorstände werben für Corona-Warn-App.

Corona-Warn-App bekommt Unterstützung von Dax-Vorständen. Die Vorstandschefs von 29 der 30 Dax-Konzerne rufen mit ihrem Namen und ihrer Unterschrift in ganzseitigen Anzeigen u.a. in der "Süddeutschen", der "FAZ", in "Bild" und "Welt" sowie dem "Handelsblatt" zur Nutzung der App auf. Lediglich der Automobilzulieferer Continental fehlt in der Liste der Unterstützer.
turi2 - eigene Beobachtung, turi2.de (Screenshot der Anzeige)

Zitat: Für Timotheus Höttges ist die Corona-App ein Tempo-Rockstar.

"Das ist der Rockstar in der Geschwindigkeit und der Art und Weise, wie wir zusammen gearbeitet haben."

Telekom-Chef Timotheus Höttges nennt die Zusammenarbeit mit SAP und den Bundesbehörden bei der Pressekonferenz zur Corona-Warn-App als die beste dieser Art, die er je erlebt habe. Indes fordert der VZBV die Politik dazu auf, die Freiwilligkeit der App konsequent zu wahren.
turi2 – eigene Beobachtung, handelsblatt.com (VZBV)

Corona-Warn-App ist offiziell gestartet.

Corona-Warn-App steht ab heute offiziell für iOS und Android zum Download bereit. Nach einer Pressekonferenz der Bundesregierung am Vormittag sollen alle Funktionen freigeschaltet werden. Die App ermöglicht die Kontaktverfolgung von Corona-Infizierten und soll helfen, Infektionsketten zu verkürzen. Die Kampagne zur App umfasst u.a. Print- und TV-Werbung sowie Advertorials und Influencer-Posts. Sie wird in den Sozialen Netzwerken von dem Hashtag #ichapp begleitet.
faz.net, horizont.net (Kampagne), turi2.de (Background)

Brasilien: WhatsApp führt erstmals Zahlungen per Chat ein.

WhatsApp rollt erstmals offiziell die Bezahlfunktion innerhalb der App aus. Zunächst sollen Nutzer*innen in Brasilien auf das Feature zugreifen und damit Geld empfangen und versenden können. Der Dienst, der zunächst in Indien getestet worden war, basiert auf dem technischen Grundgerüst des Online-Bezahlsystems der WhatsApp-Mutter Facebook, Facebook Pay.
techcrunch.com, blog.whatsapp.com

Mein Homescreen: Nico Lumma.


Nico Lumma, SPD-Netzpolitiker und Mit-Geschäftsführer beim Hamburger Startup-Brutkasten Next Media Accelerator, freut sich seit einigen Wochen über weniger Altlasten im Mail-Postfach. Jetzt hat der 47-Jährige mehr Zeit für die digitale Lektüre der New York Times. Wenn er gerade keine Nachrichten liest, zieht Lumma gerne die Laufschuhe an und macht sein iPhone zum Fitness-Tracker. Hin und wieder versucht er sich als Hunde-Fotograf. Weiterlesen …

Corona-Apps funktionieren weltweit nur suboptimal, beobachtet Christina Brause.

Corona-Apps sind in bisher 23 Ländern im Einsatz – mit ernüchterndem Fazit, schreibt Christina Brause. Die Durchdringungsrate, also Zahl der Nutzer*innen, ist überall zu gering. In Norwegen, Indien und Singapur fehlt das Vertrauen und die Technik hakt. In Island sind die GPS-Daten zu ungenau. In Australien funktioniert die Bluetooth-Technologie der Warn-App bei iPhones nur reibungslos, wenn sie im Vordergrund läuft.
welt.de (Paid)

Jens Spahn will Corona-App diese Woche vorstellen.

Corona-Tracing-App des Bundes soll in dieser Woche starten, kündigt Gesundheitsminister Jens Spahn in der "Rheinischen Post" an - ursprünglich sollte die App schon nach Ostern fertig sein. Spahn begründet die Verzögerung mit strengen Vorgaben u.a. beim Datenschutz und der Energieeffizienz: "Eine App, die in wenigen Stunden den Akku des Handys leerzieht, nutzt keiner", sagt er und wäre "schon zufrieden", wenn die App "in den kommenden Wochen einige Mio Bürger" nutzten.
rp-online.de (Paid), faz.net

Konkurrenz für Alexa: BBC startet männlichen Sprach-Assistenten “Beeb”.

BBC führt ihren eigenen digitalen Sprach-Assistenten Beeb ein. Der hat eine "warme und freundliche" männliche Stimme mit nord­englischem Akzent und spielt auf Sprachbefehl u.a. Radiosender und Podcasts ab oder liefert News und Wetter. Zunächst findet ein Beta-Test unter Windows 10 statt, später will die BBC "Beeb" auch in eigene Apps und Geräte von Drittanbietern einbauen, plant aber keine eigene Hardware
bbc.com, theguardian.com, theverge.com, twitter.com/bbcpress (40-Sek-Hörbeispiel)