“Handelsblatt”: Forscher stellen am Mittwoch Corona-Tracking-App vor.

Corona-App: Eine Arbeitsgruppe des Heinrich-Herz-Instituts für Nachrichtentechnik will am Mittwoch Details zu einer Corona-Tracking-App vorstellen, berichtet das "Handelsblatt". Die App soll "anonym und ohne Ortserfassung", wahrscheinlich per Bluetooth, Nähe und Dauer von Kontakten auf dem Handy speichern. Ziel ist, Infektionsketten zu unterbrechen.
handelsblatt.com

ZDF relauncht sein Online-Nachrichtenangebot.


Zweites Deutsches Internet: Das ZDF relauncht inmitten der Corona-Krise sein News-Angebot im Netz – so wird aus heute.de nun ZDFheute. Der Relaunch von Website und App war seit Langem geplant, erfährt in Zeiten verstärkter Info-Nachfrage nun aber ungeplant besondere Aufmerksamkeit. Das neue Angebot soll das ZDF-Programm "noch passgenauer aufs Smartphone übersetzen". Optisch nimmt der Relaunch einiges vorweg, was ab Frühjahr 2021 auch im TV in den Studios von "heute" und "heute Journal" zu sehen sein soll.

Die App startet aufgrund der Corona-Pandemie direkt im sogenannten "Event-Modus", der eigentlich für unvorhersehbare Lagen wie z.B. Terroranschläge geplant war. In diesem Modus spielt die App Livestreams direkt im Autoplay-Modus ab. Auf der obersten Ebene werden außerdem alle wichtigen Informationen sowie die drei aktuellsten Liveblog-Einträge auf den ersten Blick sichtbar gemacht.
horizont.net, dwdl.de, zdf.de

Mitarbeit: Maria Gramsch

Upday expandiert in 18 weitere europäische Länder.

Springer bringt mit dem Start des neuen Samsung Galaxy S20 seine Nachrichten-App Upday in 18 weitere europäische Länder, hauptsächlich in Zentral- und Osteuropa. Die App ist auf dem Smartphone vorinstalliert und Upday damit jetzt in 34 Ländern und 26 Sprachen verfügbar. Die Leitung übernimmt Polen-Chefredakteur Michał Wodziński, 35, zusätzlich.
axelspringer.de

Bloomberg: Apple will Drittanbieter-Apps auf iPhone als Standard zulassen.

Apple erwägt, iPhone-, und iPad-Nutzern die Wahl zu lassen, Drittanbieter-Apps als Standard festzulegen, z.B. Chrome statt Safari als Browser. Der Konzern zieht den Schritt auch für den HomePod in Betracht, der bisher nur direkt mit Apple Music kommuniziert. Apples geschlossenes System hat in der Vergangenheit bereits den US-Kartellrechtsschutz auf den Plan gerufen.
bloomberg.com via t3n.de

Apple mahnt Murmann Verlag und Ex-Manager wegen Appstore-Buch ab.

Apple mahnt seinen Ex-Manager Tom Sadowski, 46, und den Murmann Verlag, in dem dessen Buch App Store Confidential erscheint, ab. Der Konzern sieht durch die Veröffentlichung Geschäftsgeheimnisse verraten. Der Murmann Verlag hat das Manuskript vorab an Apple geschickt. Sadowski hat das deutsche App-Store-Geschäft geleitet und gibt in dem Buch Tipps und Einblicke.
handelsblatt.com, heise.de

Lese-Tipp: “NYT” über Clearview, eine dystopische Gesichtserkennungs-App.

Lese-Tipp: Die Gesichtserkennungs-App Clearview könnte die Privatsphäre, wie wir sie kennen, auf dystopische Art beenden, schreibt Kashmir Hill. Nutzer fotografieren eine Person, die App spuckt öffentliche Fotos von ihr aus, zusammen mit Links zu den Plattformen, wo sie veröffentlicht wurden. Die KI dahinter zapft dafür u.a. Facebook, YouTube, Venmo und Mio andere Websites an und gehe weit über alles hinaus, was jemals von einer Regierung oder im Silicon Valley entwickelt wurde. Laut Clearview haben 2019 mehr als 600 Strafverfolgungsbehörden die App verwendet, das Unternehmen hat sie auch an Sicherheitsfirmen lizenziert – ob das legal ist, dürfe stark angezweifelt werden.
nytimes.com

Huawei kooperiert künftig mit dem Kartendienst von Tomtom.


Ziel erreicht: Huawei nutzt in Apps künftig Kartenmaterial des niederländischen Navigationssystemanbieters Tomtom als Alternative zu Google Maps. Damit umgeht Huawei Trumps schwarze Liste, wonach US-Konzerne nicht direkt mit chinesischen Firmen zusammenarbeiten dürfen. Zu Details wie Preis, Umfang oder Laufzeit des Deals schweigt Tomtom.

Die Kooperation sei bereits "vor einiger Zeit" geschlossen worden, wurde jedoch "im Interesse beider Partner" geheim gehalten, meldet Reuters. Huawei könnte mit den Karten, Verkehrsinformationen und der Navigationssoftware von Tomtom künftig Apps für die eigenen Smartphones entwickeln.
faz.net, reuters.com

Instagram testet Direct Messages über den Browser.

Instagram bringt seine Direktnachrichten in den Webbrowser. Bisher konnten Nutzer nur über die App Nachrichten verschicken und empfangen. Zunächst bekommt eine "kleine Prozentzahl" der weltweiten Nutzer Zugriff auf die neue Funktion, die sich u.a. an Firmen und Influencer richtet, die sehr viele Direktnachrichten erhalten.
theverge.com, techcrunch.com, cnet.com

Smartphone-Streamingdienst Quibi zeigt Videos aus zwei Perspektiven.

Quibi, künftiger Smartphone-Streamingdienst, zeigt auf der CES erstmals die Funktion Turnstyle. Dabei sehen Nutzer verschiedene Perspektiven des gleichen Videos, je nachdem, ob sie ihr Smartphone hochkant oder quer halten. Der Wechsel erfolgt nahtlos, Produzenten müssen zwei Versionen erstellen. Quibi startet in den USA am 6. April mit 175 Exklusiv-Formaten und kostet monatlich 5 Dollar mit und 8 Dollar ohne Werbung.
theverge.com, techcrunch.com, mashable.com, turi2.de (Background)

Facebook bezahlt Nutzer für Teilnahme an Marktforschung.

Facebook startet die Marktforschungs-App Viewpoints, die Nutzer für die Teilnahme an Umfragen bezahlt. US-Nutzer können bis zu 600 Dollar im Jahr machen, weitere Länder sollen 2020 folgen. Facebook hat offenbar aus dem Skandal um Cambridge Analityca gelernt und setzt auf Transparenz: Bei jeder Befragung erfahren die Nutzer, welche Daten Facebook sammelt und wofür es diese nutzt.
mashable.com, businessinsider.com

Vice schaut hinter die Kulissen gekaufter Likes und Follower in sozialen Netzwerken.

Soziale Netzwerke: Kommentare und Likes sind "millionenfach verteilter digitaler Applaus", Betrug damit entstehe in einer Art "Applausfabrik", analysieren Sebastian Meineck und Theresa Locker. Mit der manipulierten Reichweite würden Influencer teilweise versuchen, sich "Werbedeals zu ergaunern". Hinter dem Handel mit Reichweite stecke "die automatisierte und massenhafte Beeinflussung der größten Plattformen der Welt".
vice.com

Zitat: Das digitale Kundenerlebnis ist schlimm, aber nicht hoffnungslos.

"Wenn man sich als normaler Nutzer den Großteil der digitalen Lösungen von deutschen Behörden und Mittelständlern anschaut, hat man das Gefühl, dass wir sehr weit hinterherhinken."

Hester Hilbrecht, Spezialistin für Nutzeroberflächen im Digitalhandel, sieht Deutschland durch Skandinavien, Japan oder Südkorea klar deklassiert, aber im globalen Vergleich "wahrscheinlich trotzdem im oberen Mittelfeld".
wuv.de

KI-Expertin Anastassia Lauterbach vertraut dem Rat von Dr. App.


Dr. App empfiehlt: Künstliche Intelligenz wird uns künftig dabei helfen, gesund zu bleiben oder wieder gesund zu werden. Anastassia Lauterbach, Vordenkerin in Sachen KI, sieht im Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande des International Health Forums beim Wort & Bild Verlag in Baierbrunn virtuelle Assistenten als Schlüssel zur individuellen Gesundheits­vorsorge. "Medizin wird teurer und teurer, da müssen wir mehr Verantwortung in unsere eigenen Hände nehmen", sagt sie. Mittels Daten aus Sensoren könnten die Assistenten ganz individuelle Ratschläge zu Ernährung, Bewegung oder Medikamenten geben. Einen Arzt würden die Health-Apps nicht ersetzen, wohl aber den einen oder anderen Arztbesuch: "Vielleicht werden Sie bestimmte Krankheitsbilder wie eine Migräne oder auch eine Grippe über so einen Assistenten schon mal vorbehandeln lassen", sagt Lauterbach.

Etwas neidisch schaut sie nach China, das Vorreiter in Sachen KI werden will. Während hierzulande noch über Strategien zur Digitalisierung gestritten werde, mache China Maschinelles Lernen zum Pflichtfach ab der sechsten Klasse. Grundkenntnisse davon würden künftig in fast allen Branchen gebracht, prognostiziert Lauterbach und konstatiert für Deutschland: "Da haben wir einen riesen Nachholbedarf."
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

CNBC: Verlage sind enttäuscht von Apple News+.

Apple News+ löst nach sechs Monaten Laufzeit keine Jubelstürme bei Verlagen aus, berichtet CNBC. Über die Plattform erwirtschafte ein Medium monatlich zwischen 20.000 und 30.000 Dollar, zitiert CNBC einen Publisher. Die anfänglichen Prognosen seien bedeutend höher gewesen. Jedoch erschließe der Flatrate-Dienst eine neue Zielgruppe, die jünger und weiblicher ist.
cnbc.com via wuv.de

China lässt nun auch Langnasen mobil bezahlen.

Alipay, Chinas Digital-Brieftaschen-Primus, startet eine Bezahlfunktion für ausländische Touristen. Es ist die erste Öffnung des chinesischen Mobile-Payment-Marktes für Ausländer ohne chinesisches Konto und ohne chinesische Mobilfunknummer. Das Prepaid-Produkt namens Tour Pass erlaubt für 90 Tage, in China so modern zu bezahlen wie ein Einheimischer. China hatte 2018 rund 30 Mio ausländische Besucher.
scmp.com

TikTok will Drittanbieter enger an sich binden, startet Smartphone-Verkauf.

TikTok will seinen Einfluss auf Drittanbieter ausbauen und kündigt ein neues Entwickler-Programm an, mit denen sie z.B. Inhalte bearbeiten und direkt in TikTok teilen können. Zum Start ist u.a. Adobe mit seiner mobilen Videobearbeitungs-App dabei. In China ist außerdem gerade das TikTok-Smartphone Jianguo Pro 3 auf den Markt gekommen. Mutterkonzern ByteDance hat es unter der Marke Smartisan entwickelt, es kostet rund 412 US-Dollar.
techcrunch.com (Drittanbieter), theverge.com (Smartphone)

Mobility-Inside-App verknüpft Reisen über Verkehrsverbünde hinweg.

Mobilitäts-App Mobilty Inside geht in die Testphase. Die App will bundesweit Fern- und Nahverkehr verknüpfen und auch Sharing-Dienste für Autos, Fahrräder und E-Scooter integrieren. Die Idee: Ein Ticket für die komplette Reise, auch über Verkehrsverbünde hinweg. Federführend sind die Münchner Verkehrsgesellschaft und der Rhein-Main-Verkehrsverbund, auch die Deutsche Bahn ist dabei.
sueddeutsche.de

Klick-Tipp: “c’t” legt Forderungskatalog für Gesundheits-Apps vor.

Klick-Tipp: Die Computerzeitschrift "c’t" aus dem Heise-Verlag hat nach Recherchen zum Datenschutz bei Gesundheits-Apps einen Forderungskatalog für die Regulierung vorgelegt. App-Entwickler wie auch Gesundheitsminister Spahn hatten zuvor für verbindliche Normen gefordert. Zu den Punkten gehört u.a., die Zustimmung zur Datenweitergabe per Opt-In, vollständig dokumentierte Schnittstellen und ein Verbot für Werbe-IDs und Tracker in den Apps.
heise.de

Discovery und Amazon starten Koch-Video-App.

Discovery startet in den USA Ende Oktober zusammen mit Amazon die Koch-Video-App Food Network Kitchen. Für 6,99 Dollar im Monat bekommen die Zuschauer bis zu 25 Live-Kochkurse pro Woche und mehr als 800 auf Abruf, dazu 3.000 Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Die Zutaten liefert Amazon auf Wunsch ins Haus. Innerhalb eines Jahres soll die App in weitere Länder expandieren.
theverge.com, bloomberg.com

Deezer trommelt für nutzerbasiertes Tantiemenmodell.

Deezer, Musikstreaming-Anbieter aus Frankreich, will sich als künstlerfreundliche Alternative profilieren. Dafür trommelt Deezer für eine nutzerbezogene Abrechnung der Künstlertantiemen – statt wie bisher nach Streams. Das sei gerechter, denn bisher sorgten Vielstreamer teils dafür, dass Künstler mehr Geld überwiesen bekommen, als der Kunde an Abogebühren bezahlt hat. Der Anteil für Deezer soll sich mit dem neuen Modell nicht ändern. Nutzer sollen auch sehen können, wie ihr Abogeld anteilig an die Künstler verteilt wird.
heise.de, deezer.com