Seibert: Corona-Warn-App kann bald auch Türkisch.

Corona-Warn-App soll "voraussichtlich bis Ende dieser Woche" auch auf Türkisch verfügbar sein, kündigt Regierungssprecher Steffen Seibert im Interview mit WDR Cosmo an. Eine arabische Sprachversion sei "sehr weit in der Vorbereitung". Auf EU-Ebene arbeite die Bundesregierung daran, dass Warn-Apps verschiedener Länder untereinander Informationen austauschen können.
presseportal.de

Springers News-App Upday profitiert von erhöhter Nachfrage während Corona.

Upday konnte im 1. Halbjahr sinkende Werbepreise durch Nutzerzuwachs kompensieren und 30 % mehr Umsatz generieren, sagt Upday-Chef Peter Würtenberger. Die Newsapp von Springer und Samsung erreicht derzeit rund 7 Mio Nutzer*innen täglich, in der Spitze waren es während der Corona-Hochphase in Europa über 11 Mio. Vor Corona zählte Upday es noch nur 5,4 Mio tägliche Nutzer*innen. In Zukunft soll Upday auch in den Samsung-Browser integriert werden. Der Ableger Earli für andere Gerätemarken steht weniger im Fokus.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Facebook zieht bei seinem TikTok-Klon Lasso den Stecker.

Facebook-LogoFacebook stampft seinen TikTok-Konkurrenten Lasso ein. Die Karaoke-App ging Ende 2018 ans Netz, muss nun aber für Instagram Reels Platz machen. Mit dem in der Instagram-App integrierten Reels will Facebook endlich an den Erfolg von TikTok anknüpfen.
techcrunch.com, turi2.de (Lasso), turi2.de (Reels)

Mein Homescreen: Olaf Gersemann.


Olaf Gersemann, Datenfreund und Ressortleiter Wirtschaft, Finanzen und Immobilien bei “Welt”, wurde durch die Corona-Krise zur Selfmade-Medienmarke: Auf seinem Twitter-Kanal veröffentlicht der 52-Jährige seit Februar anschauliche Corona-Updates zu Fallstatistiken aus aller Welt. Seine Zahlenliebe zeigt sich auch auf Gersemanns Homescreen. Was die Leser*innen bei “Welt” gerade interessiert und wie viele Abos sie abschließen, trackt der Journalist genauso wie die Entwicklung an den Finanzmärkten. Währenddessen zählt er Trainingseinheiten und Kalorien. Weiterlesen …

Neue App Molo.News bündelt Lokal­meldungen aus Bremen.

Lokaljournalismus: Ein Verbund von Forschungs­einrichtungen hat mit Molo.News eine App ins Leben gerufen, die Lokalmeldungen aus Bremen bündelt und kuratiert. Die App verbreitet News von Radio Bremen, der "taz.Nord" und der "Kreiszeitung Syke" sowie Presse­mitteilungen. Das gleichberechtigte Nebeneinander von Journalismus und PR-Meldungen stört den "Weser-Kurier", der deshalb nicht teilnimmt.
horizont.net

Corona-Warn-App ist auf den Smartphones von 15,6 % der Bevölkerung.

Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts kann nicht mehr nur von deutschen Nutzer*innen, sondern auch solchen aus den Benelux-Staaten, Frankreich, Österreich, Tschechien, Polen, Dänemark, Rumänien und Bulgarien verwendet werden, wenn sie in Deutschland sind. Die App wurde bisher 13 Mio Mal heruntergeladen, das entspricht 15,6 % der Bevölkerung. Das RKI hat allerdings noch keine Daten dazu, wie viele Corona-Infizierte ihren Status in der App eintragen.
t3n.de

Google will – etwas – weniger Nutzungsdaten sammeln.

Google kündigt an, Standortverläufe sowie Web- und App-Aktvitäten von neuen Nutzer*innen nach 18 Monaten automatisch zu löschen. Bisher musste man die Option in den Einstellungen explizit auswählen. Bei bestehenden Nutzer*innen bleibe die bisher gewählte Einstellung bestehen. Als neuer Standard will Google die Viewing-Historie von YouTube-Accounts nach drei Jahren vergessen.
t3n.de, nytimes.com, germany.googleblog.com

WWDC: Apple verabschiedet sich von Intel-Prozessoren in Macs.


Update im Apfel-Haus: Apple macht in seinen Mac-Rechnern Schluss mit Prozessoren von Intel und setzt auf eigens entwickelte Hardware, die bereits in iPhones und iPads steckt. Das hat der Konzern auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC bekanntgegeben, die dieses Jahr erstmals ausschließlich digital stattfindet. Die Umstellung, durch die iPhone- und iPad-Apps auch auf Macs laufen sollen, soll die Rechner leistungsfähiger und energieeffizienter machen. Die Software "Rosetta 2" soll Entwickler*innen weltweit dabei helfen, für Intel-Hardware ausgelegte Anwendungen so umzubauen, dass sie auch auf Apples hauseigener Technik laufen.

Außerdem hat Apple das neue iPhone-Betriebssystem iOS 14 angekündigt. Damit sollen Nutzer*innen das iPhone unter anderem als Autoschlüssel verwenden können, allerdings ist das vorerst nur bei BMW-Fahrzeugen der 5er-Reihe möglich. Außerdem kündigt der Konzern eine App namens Library an, mit deren Hilfe Nutzer*innen sich leichter in der Masse ihrer heruntergeladenen Apps zurechtfinden sollen, da sie Apps automatisch nach Kategorien sortiert. Auch ein Übersetzter, der neben Deutsch zehn weitere Sprachen beherrscht, kommt aufs iPhone, das Feature Scribble, das handschriftliche Notizen in Text umwandeln kann, aufs iPad. Zu den Corona-spezifischen Neuerungen gehört, dass die Apple Watch künftig das Händewaschen tracken wird – und der Konzern seinen Memojis Gesichtsmasken aufsetzt.
spiegel.de (Intel-Abschied), theverge.com, faz.net, businessinsider.com (Memojis)

SAP räumt Hoffenheim-Trikot für Corona-App-Werbung.

TSG Hoffenheim wirbt beim Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen Union Berlin auf der Brust für die Corona-Warn-App. Hoffenheim-Sponsor und App-Mitentwickler SAP räumt dafür seinen Werbeplatz auf dem Trikot für den Hashtag #IchAppMit. Auch auf allen SAP-Werbeflächen im Stadion wird die App beworben. Zusätzlich tragen alle 36 Vereine der 1. und 2. Bundesliga das App-Logo an den verbleibenden beiden Spieltagen der Saison auf dem Trikot-Ärmel.
achtzehn99.de (Hoffenheim), dfl.de (Bundesliga)

Basta: Merkel und Söder liefern sich verbalen Schlag-App-Tausch.

Schlag-App-Tausch: Angela Merkel weicht bei der PK nach ihrer Sitzung mit den Ländern der Frage aus, ob sie die Cornona-Warn-App selbst schon nutzt. Bayerns Minister­präsident Markus Söder prescht vor: "Ich hab sie." Während der Sitzung habe er immer wieder drauf geschaut. Merkel kontert: Als Vorsitzender der Länderchefs sollte er eigentlich bei der Sitzung "ganz Auge und Ohr sein".
welt.de (1-Min-Video)

Dax-Vorstände werben für Corona-Warn-App.

Corona-Warn-App bekommt Unterstützung von Dax-Vorständen. Die Vorstandschefs von 29 der 30 Dax-Konzerne rufen mit ihrem Namen und ihrer Unterschrift in ganzseitigen Anzeigen u.a. in der "Süddeutschen", der "FAZ", in "Bild" und "Welt" sowie dem "Handelsblatt" zur Nutzung der App auf. Lediglich der Automobilzulieferer Continental fehlt in der Liste der Unterstützer.
turi2 - eigene Beobachtung, turi2.de (Screenshot der Anzeige)

Zitat: Für Timotheus Höttges ist die Corona-App ein Tempo-Rockstar.

"Das ist der Rockstar in der Geschwindigkeit und der Art und Weise, wie wir zusammen gearbeitet haben."

Telekom-Chef Timotheus Höttges nennt die Zusammenarbeit mit SAP und den Bundesbehörden bei der Pressekonferenz zur Corona-Warn-App als die beste dieser Art, die er je erlebt habe. Indes fordert der VZBV die Politik dazu auf, die Freiwilligkeit der App konsequent zu wahren.
turi2 – eigene Beobachtung, handelsblatt.com (VZBV)

Corona-Warn-App ist offiziell gestartet.

Corona-Warn-App steht ab heute offiziell für iOS und Android zum Download bereit. Nach einer Pressekonferenz der Bundesregierung am Vormittag sollen alle Funktionen freigeschaltet werden. Die App ermöglicht die Kontaktverfolgung von Corona-Infizierten und soll helfen, Infektionsketten zu verkürzen. Die Kampagne zur App umfasst u.a. Print- und TV-Werbung sowie Advertorials und Influencer-Posts. Sie wird in den Sozialen Netzwerken von dem Hashtag #ichapp begleitet.
faz.net, horizont.net (Kampagne), turi2.de (Background)

Brasilien: WhatsApp führt erstmals Zahlungen per Chat ein.

WhatsApp rollt erstmals offiziell die Bezahlfunktion innerhalb der App aus. Zunächst sollen Nutzer*innen in Brasilien auf das Feature zugreifen und damit Geld empfangen und versenden können. Der Dienst, der zunächst in Indien getestet worden war, basiert auf dem technischen Grundgerüst des Online-Bezahlsystems der WhatsApp-Mutter Facebook, Facebook Pay.
techcrunch.com, blog.whatsapp.com

Mein Homescreen: Nico Lumma.


Nico Lumma, SPD-Netzpolitiker und Mit-Geschäftsführer beim Hamburger Startup-Brutkasten Next Media Accelerator, freut sich seit einigen Wochen über weniger Altlasten im Mail-Postfach. Jetzt hat der 47-Jährige mehr Zeit für die digitale Lektüre der New York Times. Wenn er gerade keine Nachrichten liest, zieht Lumma gerne die Laufschuhe an und macht sein iPhone zum Fitness-Tracker. Hin und wieder versucht er sich als Hunde-Fotograf. Weiterlesen …

Corona-Apps funktionieren weltweit nur suboptimal, beobachtet Christina Brause.

Corona-Apps sind in bisher 23 Ländern im Einsatz – mit ernüchterndem Fazit, schreibt Christina Brause. Die Durchdringungsrate, also Zahl der Nutzer*innen, ist überall zu gering. In Norwegen, Indien und Singapur fehlt das Vertrauen und die Technik hakt. In Island sind die GPS-Daten zu ungenau. In Australien funktioniert die Bluetooth-Technologie der Warn-App bei iPhones nur reibungslos, wenn sie im Vordergrund läuft.
welt.de (Paid)

Jens Spahn will Corona-App diese Woche vorstellen.

Corona-Tracing-App des Bundes soll in dieser Woche starten, kündigt Gesundheitsminister Jens Spahn in der "Rheinischen Post" an - ursprünglich sollte die App schon nach Ostern fertig sein. Spahn begründet die Verzögerung mit strengen Vorgaben u.a. beim Datenschutz und der Energieeffizienz: "Eine App, die in wenigen Stunden den Akku des Handys leerzieht, nutzt keiner", sagt er und wäre "schon zufrieden", wenn die App "in den kommenden Wochen einige Mio Bürger" nutzten.
rp-online.de (Paid), faz.net

Konkurrenz für Alexa: BBC startet männlichen Sprach-Assistenten “Beeb”.

BBC führt ihren eigenen digitalen Sprach-Assistenten Beeb ein. Der hat eine "warme und freundliche" männliche Stimme mit nord­englischem Akzent und spielt auf Sprachbefehl u.a. Radiosender und Podcasts ab oder liefert News und Wetter. Zunächst findet ein Beta-Test unter Windows 10 statt, später will die BBC "Beeb" auch in eigene Apps und Geräte von Drittanbietern einbauen, plant aber keine eigene Hardware
bbc.com, theguardian.com, theverge.com, twitter.com/bbcpress (40-Sek-Hörbeispiel)

Kosten für Corona-App von SAP und Telekom bleiben ungewiss.

Corona-Tracing-App, die SAP und Telekom entwickeln, ist aus Kostensicht ein Überraschungs-Ei: Ein Vertrag, der Preise oder Fristen festsetzt, war bis gestern noch nicht unterzeichnet, schreibt Philipp Alvares de Souza Soares. Für das Projekt sei insgesamt ein zweistelliger Mio-Betrag veranschlagt, Kostentreiber seien u.a. die hohen Anforderungen an die Kapazität - mehr als 50 Mio Menschen sollen die App nutzen. Die "besondere Dringlichkeit" ermöglichte Verhandlungen ohne Ausschreibung,
manager-magazin.de (Paid)

Schweizer Corona-App nutzt als erste Schnittstellen von Apple und Google.

SCHWEIZ_FLAGGE_150Schweiz nutzt für ihre Corona-Tracing-App SwissCovid als erstes Land weltweit die Schnittstellen von Apple und Google. Bis Ende Juni läuft ein Pilot-Test u.a. mit Mitarbeiter*innen von Unis, Krankenhäusern, der Verwaltung und der Armee. Ab Donnerstag legen die Entwickler den Quellcode für Sicherheitstest offen.
computerworld.ch, persoenlich.com

Zitat: Wolfgang Schäuble warnt vor einem Ende des “europäischen Zeitalters”.

"Gucken Sie sich das Elend um die Entwicklung einer Corona-App an. Oder die Debatte über die Beteiligung von Huawei in unseren Netzen. Wir brauchen mehr Europa!"

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble spricht sich im Interview mit der "Welt am Sonntag" für mehr europäische Lösungen aus, insbesondere in der Corona-Pandemie. Wenn die Staaten in der aktuellen Krise versagten, sei "das europäische Zeitalter zu Ende", warnt er.
welt.de (Kurzfassung), "Welt", S. 4 (Paid)

Mein Homescreen: Yoram Roth.


Yoram Roth, Fotokünstler, Mit-Eigentümer der Stadtmagazine Zitty und Tip Berlin und des Berliner Lokals Clärchens Ballhaus, lässt sich von den roten Benachrichtigungs-Punkten über den Bildschirm seines iPhones leiten. Tagsüber testet er eine neue Foto-App für “Tip Berlin”, nachts produziert er Techno-Tracks. Zwischendurch hält er sein ADHS mit virtuellen Puzzles im Zaum. Weiterlesen …

Twitter testet Feature, das Antworten auf Tweets einschränkt.

Twitter lässt einige seine Nutzer*innen weltweit testweise festlegen, wer auf ihre Tweets antworten darf: alle, nur gefolgte Kanäle oder nur Personen, die im Tweet vertaggt sind. Das könnte zu weniger Hassreaktionen und Troll-Einmischung auf der Plattform führen. Kritiker*innen sehen in dem Feature allerdings eine Gefahr für die Meinungs- und Redefreiheit.
theverge.com, mashable.com (Kritik), blog.twitter.com


Mein Homescreen: Christoph Hammerschmidt.


Christoph Hammerschmidt, Leiter der Kommunikationsabteilung beim Hessischen Rundfunk, zeigt, wie Corona seinen Homescreen verändert – und seinen Job. Die Schlagzahl der internen Kommunikation, sagt er, hat sich stark erhöht und macht jetzt 80 % seiner Arbeit aus. Die große Frage, die ihn beschäftigt: “Wie können wir im Mobile Office das Wir-Gefühl stärken?” Weiterlesen …

Facebook kauft Giphy für 400 Mio Dollar.

Facebook übernimmt die Gif-Plattform Giphy für angeblich 400 Mio Dollar. Der Social-Media-Rise plant, Giphy vor allem bei Instagram stärker einzubinden. Im dem Foto-Netzwerk sowie im Facebook Messenger oder in Whatsapp sind die kleinen Endlos-Videos bereits im Einsatz. Facebook findet, dass Gifs und Sticker den Menschen "bedeutsame und kreative Wege" gibt, sich auszudrücken.
axios.comabout.fb.com

P7S1 und RTL bauen ihre Digital-Angebote aus.


Zwei Konzerne, zwei Ideen: ProSiebenSat.1 und die Mediengruppe RTL machen sich – jede für sich – wieder ein Stückchen freier vom linearen Fernsehen. RTL baut eine Programmzeitschrift für Livestreams: Die Plattform Give Me Live empfiehlt Nutzer*innen Streams aus verschiedenen Bereichen, darunter Glauben, Bildung und Achtsamkeit. Gleichzeitig startet ProSiebenSat.1 die Comedy-App Smyle, die Humor-Videos wie Sketche oder Standup-Auftritte bündelt. Die zwei Projekte zeigen, dass beide Medienunternehmen daran arbeiten, sich mitten in der Corona-Krise in Sachen Unterhaltung einen höheren Servicewert zu verpassen.

Dazu passt außerdem, dass ProSiebenSat.1 im April mit der Audio-App FYEO eine Art Joyn für die Ohren an den Start gebracht hat. FYEO hat Podcasts und Hörspiele im Programm, der Premium-Zugang mit exklusiven Podcasts kostet knapp fünf Euro pro Monat. RTL-Mutter Bertelsmann war mit seinem Gratis-Dienst und Mediatheken-Pendant Audio Now schneller. Auf Audio Now läuft u.a. der GZSZ-Podcast. Der neue Livestream-Guide ist jetzt ein weitere Baustein auf dem Digital-Fahrplan. RTL listet auf der Plattform sowohl hauseigene als auch Inhalte auf Facebook, YouTube und Twitch auf. Geplant sei, auf der Plattform künftig zusätzlich eigene Livestreams anzubieten, sagt das Unternehmen.
dwdl.de, presseportal.de (Smyle), smyle-app.de, presseportal.de (givemelive.de), givemelive.de, turi2.de (FYEO), turi2.de (Audio Now)

ProSiebenSat.1-App Smyle bündelt Comedy-Videos.

ProSiebenSat.1 startet die Comedy-App Smyle, die Humor-Videos wie Sketche oder Standup-Auftritte bündelt. Kurz Ausschnitte geben einen Vorgeschmack, ein Swipe nach oben führt zum kompletten Video. Die Gatis-App merkt sich den Humor-Geschmack ihrer Nutzer*innen und bietet ein individuell zusammengestelltes Programm.
presseportal.de, play.google.com (Android), apps.apple.com (iOS)

Spotify startet Audio-App für Kinder auch in Deutschland.

Spotify testet seine App "Spotify Kids" jetzt auch in Deutschland. Wer das Familien-Paket von Spotify abonniert hat, kann die App zusätzlich nutzen und darüber jugendfreie Hörspiele und Musik abspielen. Eltern sollen das Nutzungsverhalten ihrer Kinder über die App kontrollieren und zum Beispiel einsehen können, welche Stücke sie zuletzt gestreamt haben.
heise.de, apps.apple.com (iOS), play.google.com (Android)

Telegram ist die Sickergrube der Verschwörungstheorien.

Telegram ist für die "Corona-Querfront" ein wichtiger Treffpunkt, beobachtet Simon Hurtz. Während Verschwörungsmythen um Bill Gates und die "Mächtigen" auf Plattformen wie YouTube schlechter auffindbar sind, wenn Faktenchecks sie einmal als falsch entlarvt haben, erreichen sie ihr Publikum auf Telegram ungefiltert. Mit den dort verbreiteten Links umgehen die Gruppen die Algorithmen von Facebook und Co.
sueddeutsche.de

Google verpasst seiner Lern-App für Kinder ein Rebranding.

Google hat seine Lern-App "Bolo" überarbeitet und umbenannt. "Read Along" startet in 180 Ländern und neun Sprachen. Sie soll Kindern bis ins Grundschulalter dabei helfen, lesen zu lernen. Die Funktionen in der App basieren u.a. auf Spracherkennung. Laut Google werden die Sprachdaten der jungen Nutzer*innen nicht an die Server des Konzerns gesendet.
theverge.com, techcrunch.com

Google und Apple geben Details zu ihrem Corona-App-Projekt bekannt.

Bitte kein Wildwuchs: Google und Apple wollen nur einer App pro Land den Zugriff auf ihre Schnittstellen für das Tracking von Corona-Infektionen erlauben, gaben beide Konzerne am Montag bekannt. Das soll verhindern, dass sich viele Nutzer*innen verschiedene Anwendungen auf ihre Smartphones holen, und einzelne Apps dadurch kaum oder gar nicht funktionieren. Die Tech-Firmen versprachen außerdem, dass Apps, die auf ihren Schnittstellen basieren, keine GPS-Daten abfragen können. Auch könnten die Daten nicht zum Targeting von Werbung genutzt werden. Google und Apple verzichten darauf, die App zur Kontaktverfolgung selber zu bauen, sie wollen nur das technische Fundament dafür liefern.

Die Konzerne setzen auf ein System, bei dem die Entfernung zwischen Smartphones via Bluetooth-Signalstärke gemessen wird. Wer sich länger als fünf Minuten in unmittelbarer Nähe einer infizierten Person aufgehalten hat, erhält eine Benachrichtigung. Voraussetzung dafür ist, dass die infizierte Person in derselben App meldet, dass sie erkrankt ist. Dies geschieht freiwillig. Krypto-Schlüssel sollen den Datenschutz gewährleisten. Dieses technische Grundgerüst soll Mitte Mai fertig sein und in den Betriebssystemen iOS und Android zur Verfügung stehen. Anhand von Screenshots zeigten Google und Apple am Montag daneben beispielhaft, wie sie sich eine Corona-App vorstellen. Behörden hätten die Unternehmen u.a. um entsprechende Vorschläge gebeten, sagten sie. Wer genau danach fragte, ließen die Partner offen.

In Deutschland arbeiten SAP und Telekom an einer Virus-Tracking-App. Ein Verbund der Unternehmensberatung PwC, des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche IntelligenzSIS Software und des Ticketanbieters Eventim machen diesem Vorhaben allerdings Konkurrenz, wie seit Ende letzter Woche feststeht. Sie kündigten an, der Öffentlichkeit schon Anfang Mai eine einsatzbereite App vorzustellen.
faz.net, handelsblatt.com, theverge.com, buzzfeednews.com (Hilfe beim Design), turi2.de (SAP und Telekom), turi2.de (PwC)

Intel zahlt 900 Mio US-Dollar für israelische Routen-App.

Intel übernimmt das israelische Startup Moovit, das eine ÖPNV-App entwickelt, für insgesamt 900 Mio US-Dollar. Der Chip-Hersteller wolle die App weiterlaufen lassen, schreibt TechCrunch. Die Technik hinter Moovit soll indes vor allem Mobileye zugute kommen. Das Startup will Autos fahrerlos auf die Straßen schicken. Intel hatte es 2017 für mehr als 15 Mrd Dollar gekauft.
techcrunch.com, handelsblatt.com, intel.com

Zitat: Marlis Prinzing wundert sich über die Corona-App in den Medien.

"Zu Wort kommen offenbar nur Personen, deren Positionen zur Tendenz des Berichts passt."

Journalistik-Professorin Marlis Prinzing wundert sich im "Tagesspiegel" über die Berichterstattung zur Corona-App. Sie glaubt, dass viele Medien es "kaum erwarten" könnten, bis die App da sei, und fast ohne Gegenstimmen berichteten, "als sei sie unsere letzte Rettung".
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Miriam Meckel und Léa Steinacker reden über Corona-Apps.

Hör-Tipp: Miriam Meckel und Léa Steinacker erklären im Ada-Podcast gut verständlich, wie Corona-Apps funktionieren und warum andere Länder deutlich weiter sind als Deutschland. So geht Australien mit CovidSafe aus Datenschutz-Perspektive mit gutem Beispiel voran, finden die beiden. Ein Denunzianten-Feature der Corona-App in Singapur kritisieren die Journalistinnen.
join-ada.com (34-Min-Audio), turi2.de (Australische App)

Google und Apple schalten die Schnittstellen für Corona-Apps für Entwickler frei.

Google und Apple gewähren ausgewählten Entwicklern, die mit Gesundheitsbehörden zusammenarbeiten, Zugriff auf eine Vorab-Version ihrer Schnittstellen für die geplanten Corona-Apps. Die Konzerne setzen auf ein System, bei dem die Entfernung zwischen Smartphones via Bluetooth-Signalstärke gemessen wird. Krypto-Schlüssel sollen den Datenschutz gewährleisten.
t3n.de

Lese-Tipp: Private Firmen setzen auf eigene Corona-Überwachung der Mitarbeiter.

Lese-Tipp: Firmen wie der Berater PwC entwickeln eigene Tools, um ihre Mitarbeiter am Arbeitsplatz zu überwachen und so die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. PwC wolle die Überwachung über Bluetooth und Wifi auf dem Smartphone verpflichtend für alle Mitarbeiter einführen, die zurück an ihren Arbeitsplatz kommen. Das US-Startup Microshare setzt auf eine Bluetooth-Lösung, die z.B. in Schlüsselringe oder Armbänder integriert ist.
ft.com (Paid)

Städte- und Gemeindebund will Corona-App ohne Datenweitergabe.

Corona-App sollte Behörden keine Klarnamen weiterleiten, fordert Gerd Landsberg, Chef des Städte- und Gemeindebundes. Er widerspricht damit der Forderung des Deutschen Landkreistags und mehrerer Städte, über die die "FAS" berichtet. Eine App, die zu sehr in die informationelle Selbstbestimmung eingreife berge die Gefahr, dass sie von den Bürgern abgelehnt werde. Landsberg fordert zunächst ein gemeinsames Kommunikationskonzept von Bund, Ländern und Kommunen.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Corona-App: Kommunen fordern Weitergabe von Namen und erwägen Zwang.


Ich weiß, wen du letzten Sommer infiziert hast: Städte und Kommunen mischen sich in den Streit um die Corona-App ein und fordern eine deutlich weitreichendere Anwendung als bisher diskutiert, schreibt die "FAS". So soll die App die Namen und "Kontaktdaten der betroffenen Personen sowie die jeweiligen örtlichen und zeitlichen Gegebenheiten" an die Gesundheitsämter weiterleiten. Diese Informationen erhalten die Behörden bisher bei Verdachtsfällen erst nach einer persönlichen Befragung und dadurch deutlich zeitverzögert und unvollständig. Zahlreiche Vertreter*innen der Städte und Gemeinden wollen die App zudem verpflichtend machen. Die Datenschutzgrundverordnung erlaube im konkreten Fall der Pandemie eine App mit deutlichen Einschnitten in die Privatsphäre, so die "FAS". Die Bundesregierung vollzieht derweil einen Kurswechsel und forciert nun doch eine App mit dezentraler Datenspeicherung.

Bisher setzte der Bund auf die europäische Technologie-Initiative PEPP-PT, die mit ihrer zentralen Datenspeicherung jedoch auf Kritik, u.a. durch den Chaos Computer Club, stößt. Auch Apple und Google planen mit einer denzentralen Lösung. Unabhängig von der Art der Datenspeicherung will die Bundesregierung weniger Daten erheben und weitergeben, als von den Komunen gefordert. Sie glaubt, dass eine weniger leistungsfähige App, die mehr Datenschutz garantiert, eher Akzeptanz findet. Zudem soll die Nutzung der App, anders als nun von den Komunen gefordert, freiwillig sein. Nutzer*innen sollen dabei eine Warnung erhalten, wenn sich eine Person als positiv getestet einträgt, in deren Nähe sie sich aufgehalten haben. Anwendungen wie von den Kommunen nun gefordert, kommen in China oder Südkorea derzeit zum Einsatz.
"FAS", S. 3 (Paid), tagesschau.de, turi2.de (Background)

Netz-Aktivisten sprechen sich gegen Corona-App aus, auch Bundesregierung ist uneinig.


App-stimmungsproblem: Der Chaos Computer Club und weitere Netz-Initiativen schließen sich dem Chor der Kritiker an einer Corona-App nach dem Pepp-PT-Standard an, den das Bundeskanzleramt und Gesundheitsminister Jens Spahn favorisieren. Dabei generiert ein zentraler Server ständig wechselnde pseudonyme IDs für alle App-Nutzer*innen und berechnet bei Bedarf, wer einen potenziell gefährlichen Kontakt zu einer infizierten Person hatte. Kritiker stört daran vor allem die zentrale Speicherung der Daten. In einem offenen Brief an die Bundesregierung äußern die Netz-Aktivisten "großes Unverständnis" über die Entscheidung für Pepp-PT, weil dieser Standard "der problematischste unter den vorliegenden Entwürfen" sei. Technisch ausgereiften und datenschutzrechtlich unbedenklicheren Ansätzen sollte "unbedingt der Vorzug gegeben werden". Ansonsten drohe eine "Bruchlandung".

Auch die Bundesregierung ist sich uneins über die Anforderungen an eine Corona-App, berichtet der "Spiegel". Das Bundes­innen­ministerium präferiere - anders als Merkel und Spahn - eine dezentrale Lösung. Zudem müsse zunächst geklärt werden, was mit den Apps erreicht werden solle und wer die Daten nutzen dürfe. Bei einer dezentraler Speicherung würden die IDs auf den Smartphones der Nutz*innen selbst generiert. Auch die Risikobewertung würde auf dem Gerät stattfinden. Bereits Anfang der Woche hatten rund 300 Wissenschaftler*innen vor einer möglichen Überwachung durch Corona-Apps gewarnt.
zeit.de, ccc.de (CCC), magazin.spiegel.de (Politik, Paid), turi2.de (Background Wissenschaftler)

Chaos Computer Club warnt Politik vor Corona-App nach PEPP-PT-Standard.

Chaos Computer Club und weitere Netz-Aktivisten fordern die Bundes­regierung "eindringlich" dazu auf, sich von Plänen einer Corona-App nach dem Standard PEPP-PT zu verabschieden. PEPP-PT speichert Daten auf einem zentralen Server. Die Entscheidung von Gesundheits­minister Jens Spahn sei "höchst problematisch" und stoße auf "großes Unverständnis".
faz.net, zeit.de, ccc.de

BSI warnt vor Sicherheitslücke in Apples Mail-App.

Apple Mail: Das BSI warnt vor Schwachstellen in der E-Mail-App auf iPhones und iPads. Dadurch sei "potenziell das Lesen, Verändern und Löschen von E-Mails möglich". Die Behörde stuft das Leck als "besonders kritisch" ein und rät, die App bis zum nächsten System-Update nicht mehr zu nutzen. Apple selbst sieht "kein unmittelbares Risiko".
manager-magazin.de, basicthinking.de, faz.net

Gruner + Jahr wandelt AppLike in eine Holding um und investiert einen zweistelligen Mio-Betrag.

AppLike, Vorzeige-Startup von Gruner + Jahr, bekommt in den kommenden Jahren eine Finanzspritze in Höhe eines zweistelligen Mio-Betrags. Der Verlag will das Digitalgeschäft ausbauen und wandelt AppLike dafür in eine Holding um. Die Geschäftsführung bilden die beiden AppLike-Gründer Jonas Thiemann und Carlo Szelinsky sowie G+J-Chefin Julia Jäkel.
guj.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie AppLike funktioniert – ein Einblick in das Smartphone-Startup von Gruner + Jahr. (03/2018)