Die ARD ist wie die UNO in klein: Alle reden mit, keiner entscheidet.

Esther Sedlaczek folgt auf Matthias Opdenhövel bei der “Sportschau”.

TV-Transfer: Sky-Moderatorin Esther Sedlaczek, 35, wechselt zur kommenden Saison in die ARD-"Sportschau", meldet die "Bild". Sie ersetzt Matthias Opdenhövel, der nach zehn Jahren aus dem Moderations-Trio um Alexander Bommes und Jessy Wellmer ausscheidet. Sedlaczek ist die dritte Frau in der Geschichte der "Sportschau". Die ARD kommentiert die Personalie zunächst nicht.
bild.de

“FAZ”: RBB-Intendantin Patricia Schlesinger wünscht sich mehr Flexibilität von der Politik.


Gegenpol zur Stimmungsmache: RBB-Intendantin Patricia Schlesinger wünscht sich im "FAZ"-Interview von der Politik mehr Flexibilität bei den Programmstrukturen und Verbreitungswegen: "Wir müssen schneller und flexibler als bisher reagieren können, sonst verlieren wir Publikum. Wir müssen besser als bisher auf neue Entwicklungen vorbereitet sein, die vielleicht schneller kommen, als wir denken."

Schlesinger sagt, wenn die USA der "Schrittmacher neuer digitaler Kommunikationstechnologien" sind, zeigt das, "dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk in einer Demokratie zur Basis-Infrastruktur gehört". Teilöffentlichkeiten entstünden aus wirtschaftlichen Überlegungen, besonders im Netz will sie dazu ein starken Gegenangebot bieten: "Der digitale Raum ist de facto im Privatbesitz, mit den dazugehörigen Geschäftsmodellen, die vielfach empörungsgetrieben sind." (Foto: Holger Talinski für die turi2 edition)
"FAZ", S. 12 (Paid), turi2.de (Interview mit Schlesinger in der turi2 edition #13)

Aus dem turi2.tv-Archiv (01/2021): Patricia Schlesinger im Videofragebogen.

Neue SWR-Show mit Thomas Gottschalk hat acht Folgen.

SWR gibt Details zur neuen Show mit Thomas Gottschalk bekannt: Es handelt sich um eine achtteilige Reihe, der vollständige Titel ist "Gottschalk feiert: Nochmal 18! Der große Promigeburtstag". Der SWR strahlt sie erstmals am Freitag, den 16. April zur Primetime aus, danach monatlich. Gottschalk reist mit jeweils drei Promis in die Zeit ihrer Volljährigkeit zurück und spricht über die Highlights aus Musik, TV, Kino und Styling. Als Gäste sind bisher u.a. Birgit Schrowange, Laura Wontorra, Kai Pflaume, Uwe Ochsenknecht und Bülent Ceylan angekündigt.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Willkommen im Club: Jörg Schönenborn.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: ARD-Programmdirektor Jörg Schönenborn darf sich 2021 als Mann für die Zahlen bei Wahlen auf besonders viel Screentime freuen. Schönenborn ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Jonas Hummels, Donata Hopfen und Philipp Klotz.
turi2.de/koepfe (Profil Schönenborn)

Zitat: Die Maus klackert über Dinge, über die sie nicht sprechen kann.

"Ich halte es mit Wittgenstein: Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man klackern."

Die WDR-Maus gibt der "Welt am Sonntag" anlässlich ihres 50. Geburtstags ein Interview über Kommunikation, Fellfarbe und fusselnde Merchandising-Stofftiere.
"Welt am Sonntag", S. 12 (Paid)

weitere Zitate:

... über die Titel-Musik:

"Ich bin froh, dass der WDR nicht irgendwann Dieter Bohlen mit der Neukomposition beauftragt hat, wie bei der 'Sportschau'. Danach war die Sendung so gut wie tot."

... über die Kritik an ARD und ZDF:

"Ich halte es da mit dem ehemaligen Finanzminister Hans Eichel. Der hat mal gesagt: 'Wenn man die ARD abschafft, würde man auch die Maus abschaffen. Und das kann keiner wollen.'"

Meinung: CDU-Wirtschaftsflügel stellt AfD-ähnliche Rundfunk-Forderungen.

Substraktionsgedanken: Der Wirtschaftsflügel der CDU fordert eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, bei der ZDF und ARD aufgelöst und zu einem Sender fusioniert werden – wohl aus Angst vor einer Wählerwanderung zur AfD, analysieren Ralf Neukirch und Anton Rainer. Denn das ZDF gelte "in rechten Unionskreisen als politisch ebenso verdächtig wie die ARD". Der liberale Flügel der Union reagiert alarmiert.
spiegel.de

Reiner Haseloff fordert bei ARD und ZDF Impf-Aufklärung zur Primetime.

Impf-TV zur Primetime: Sachsen-Anhalts Minister­präsident Reiner Haseloff redet sich bei Markus Lanz in Rage und fordert nach "Tagesschau" und "heute" tägliche Aufklärungs­sendungen zur Corona-Impfung. Der Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen sei in erster Linie Bildung, sagt Haseloff. Bildungs­sendungen sollten deshalb in der Primetime laufen, "ein Quiz gehört nach hinten, für diejenigen, die nicht einschlafen können".
watson.de, twitter.com (90-Sek-Video), zdf.de (Haseloff ab 33:30 Min)

Wir graturilieren: Axel Balkausky wird 59.

Wir graturilieren: ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky feiert heute seinen 59. Geburtstag – Corona-konform daheim bei einem ruhigen Dinner mit seiner Frau. Das Beste am abgelaufenen Jahr war für ihn, dass sein persönliches und berufliches Umfeld weitestgehend von Corona-Erkrankungen verschont geblieben ist. Für das kommende Jahr wünscht sich Balkausky häufigeren Kontakt zu seinen Enkelkindern und Töchtern – und dass "wir alle wieder Schritt für Schritt in die Normalität zurückkehren können". Glückwünsche sind via E-Mail, WhatsApp oder SMS willkommen.

Mittelstandsunion schlägt Vereinigung von ARD und ZDF vor.

Eher so mittelmäßig: Eine Kommission der Mittelstandsvereinigung der Union will ARD und ZDF zusammenlegen, berichtet die "Welt" unter Berufung auf ein Positionspapier. Die Pläne sehen u.a. die Einstellung etlicher TV- und Radio-Sender vor. Das Unterhaltungsangebot solle zurückgefahren und das Informationsangebot gestärkt werden. Der Rundfunkbeitrag fiele laut den Plänen geringer aus.
welt.de (Paid), spiegel.de

Der Saarländische Rundfunk wählt Martin Grasmück zum neuen Intendanten.

Saarländischer Rundfunk: Martin Grasmück wird neuer Intendant. Der Rundfunkrat hat den bisherigen Hörfunkdirektor im 7. Wahlgang mit 26 von 38 Stimmen gewählt. Zuvor verfehlte er die nötige Zweidrittel-Mehrheit. Neben Grasmück standen auch ARD-Chefredakteur Rainald Becker und SR-Chefredakteurin Armgard Müller-Adams zur Wahl. Grasmück tritt seinen neuen Job im Mai an und folgt auf Thomas Kleist.
sr.de, turi2.de (Background)

Andreas Rickmann lobt die “Tagesschau” in den sozialen Netzwerken.

Immer passend: Andreas Rickmann, Ex-Social-Media-Leiter bei "Bild", lobt die "Tagesschau" für ihren "klaren Plan", mit dem sie "plattformgerechte Inhalte" in ihren Kanälen platziert. Im Meedia-Interview erklärt er, ein Vergleich mit den Medien der freien Wirtschaft sei unfair. Hier seien die Budgets für Social Media viel geringer. Außerdem messen private Medien Erfolg anders: Für sie "sind 10 Paid-Subscriptions via Instagram viel mehr wert als 10.000 Likes."
meedia.de

Dalli, Dalli kehrt mit Jubiläumsausgabe zurück.

A blast from the past: Das ZDF reanimiert die Spielshow Dalli, Dalli für eine Jubiläumsausgabe. Johannes B. Kerner ist als Moderator an Bord, die Aufzeichnung findet im Mai statt. Bei guten Quoten könnte das Format in Serie gehen, vermutet die "Bild am Sonntag". Sie berichtet, dass auch die ARD ähnliche Pläne verfolgt hat. Dort ist das Format zuletzt mit Kai Pflaume unter dem Namen "Das ist Spitze!" gelaufen.
"Bild am Sonntag", S. 49 (Paid)

“Welt am Sonntag” moniert “Lobgesänge auf die Mächtigen” im deutschen Journalismus.

Fehlende Distanz zur Regierung wirft Wolfgang Büscher (Foto) den "deutschen Medien" in der "Welt am Sonntag" vor. Dafür sammelt er 30 Kommentare aus der Corona-Zeit, die das belegen sollen. Mehr als die Hälfte der "schönsten und schaurigsten Lobeshymnen" geht demnach auf das Konto von ARD und ZDF. Der Bayerische Rundfunk fordert im Oktober etwa "mehr Merkel bitte", der Deutschlandfunk bezeichnet sie im Januar als "ehrliche Haut". Immerhin gibt Büscher zu, "vor solchen Versuchungen" auch selbst "nicht immer gefeit" gewesen zu sein und kramt sein eigenes Kanzlerinnen-Lob vom März 2020 aus dem Archiv.
welt.de (Paid)

ARD und ZDF sollten ihre Pressekonferenzen für alle zugänglich machen, fordert Jakob Buhre.

Wer im Glashaus sitzt: Jakob Buhre, Gründer von Planet Interview, nimmt den untersagten "Tagesschau"-Live-Stream der RKI-Pressekonferenz zum Anlass, um zu dokumentieren, wie ARD und ZDF mit ihren eigenen PKs vorgehen. Er fordert die Möglichkeit für Beitragszahler*innen, die PKs live anschauen zu können und "mehr Raum für Fragen". Außerdem kritisiert Buhre technische Schwierigkeiten, die bspw. entweder zum Ausfall oder zu einem vorzeitigen Ende der Streams geführt hatten.
uebermedien.de, turi2.de (Background)

Amazon Alexa: Hörfilme über Sprachbefehl abrufbar.

Hörfilme für blinde Menschen lassen sich ab sofort per Sprache über Amazons Alexa abrufen. Dafür kooperiert der Online-Händler mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) sowie ARD, ZDF und Arte. Das Angebot umfasst knapp 4.000 Titel. Hörfilme werden mit einer Audiodeskription versehen, die Elemente der Handlung sowie Mimik, Gestik und Dekor in kurzen Worten beschreibt.
netzwelt.de, rnd.de

ARD führt bei den “Tagesthemen” die Rubrik “Pro und Contra” ein.


Konservative Stimmen mögen erklingen: Die ARD sendet in den "Tagesthemen" am Montagabend erstmals die neue Rubrik Pro und Contra. Zum Auftakt diskutieren Kristin Schwietzer vom MDR und Tom Schneider vom HR die Schulöffnungen. Die Rubrik soll nicht täglich, aber immer, wenn es sich anbietet "das "Meinungsspektrum der Nachrichtensendung verbreitern", sagt Helge Fuhst (Foto), zweiter Chefredakteur von ARD aktuell, im "Welt"-Interview mit Christian Meier. Es gebe die unterschiedlichsten Meinungen in der Anstalt, sie müssten aber sichtbarer werden, weil das Publikum mehr Meinungsvielfalt fordere.

Fuhst sagt, die "Tagesthemen" sollen nicht missionarisch wirken, sondern "Einschätzungen und Denkanstöße" liefern. Er wünscht sich mehr junge Kommentator*innen, will häufiger "neue Gesichter ins Rennen schicken" und räumt ein, dass es aktuell zu wenige öffentlich wahrgenommene, konservative Meinungsmacher*innen gibt. Meiers Vermutung, dass die Konservativen aus Furcht vor Shitstorms lieber schweigen, will er nicht stehen lassen, "grundsätzlich fehlt uns nicht der Mut".
welt.de (Paid)

Clubhouse-Tipp: Wolfram Winter diskutiert mit Gästen über “Ruf und Berufung” von ARD und ZDF.

Clubhouse-Tipp: PR-Berater Wolfram Winter lädt um 18 Uhr zur zweiten Clubhouse-Runde über "Ruf und Berufung" von ARD und ZDF ein. Gäste sind u.a. WDR-Programmdirektorin Valerie Weber, Bremen-Vier-Chefin Felicia Reinstädt und ARD-Aktuell-Chefredakteur Helge Fuhst. Womöglich schaut auch Thomas Gottschalk erneut vorbei.
joinclubhouse.com (Kalender-Link fürs iPhone)

SR nominiert drei Bewerber*innen für die Intendanten-Wahl.

Saarländischer Rundfunk schlägt dem Rundfunkrat drei Bewerber*innen für den Intendanten-Posten vor: Nominiert sind der scheidende ARD-Chef­redakteur Rainald Becker (Foto), der stell­vertretende SR-Programm­direktor Martin Grasmück sowie SR-Chef­redakteurin Armgard Müller-Adams. Die Wahl findet am 22. Februar statt, Amtsantritt ist am 1. Mai. Der amtierende SR-Intendant Thomas Kleist scheidet zum 30. April vorzeitig aus.
dwdl.de, sr.de

“Welt am Sonntag”-Gastbeitrag: Thomas Gottschalk nimmt Stellung zu Rassismus-Kritik und widerspricht turi2.

Gottschalk erklärt sich: Entertainer Thomas Gottschalk reagiert in seinem "Welt am Sonntag"-Gastbeitrag erstmals auf die Rassismus-Vorwürfe gegen ihn, die nach seinem Auftritt im WDR-Talk Die letzte Instanz aufgekommen waren. Das "unselige" Z-Wort werde er "nie mehr benutzen". Zudem werde er gewisse Begriffe künftig meiden – nicht der Political Correctness wegen, sondern weil Menschen mit seiner "Eloquenz unzählige Worte zur Verfügung stehen, die weder missverständlich sind, noch aus einer Denkschule kommen, die ausgedacht hat". Zu einer Entschuldigung ist er dennoch nicht bereit, da seine Äußerungen "weder verletzend noch bösartig" gemeint gewesen waren: "Aber ich bin bereit, zu lernen und zuzuhören", so der Show-Master weiter. "Mein Weltbild entstand im letzten Jahrhundert, und ich akzeptiere, dass da einiges justiert werden muss."

Auch zu seinem Clubhouse-Auftritt von vergangenem Sonntag äußert sich Gottschalk: Bei einer Diskussion über den "Sinn und Unsinn des öffentlich-rechtlichen Fernsehens" habe er "reflexhaft die Hand gehoben" und seine "kritische Meinung zum Besten gegeben". Eine "Wutrede", wie turi2 den Auftritt bewertet hatte, sei das jedoch nicht gewesen: "Ich bin ein Fan des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, aber ich ärgere mich darüber, wie dieser sich in verknoteten Strukturen zu Tode verwaltet".
edition.welt.de (Paid), turi2.de (Letzte Instanz), turi2.de (Clubhouse)

Zitat: Thomas Gottschalk ärgert das ungenutzte Potential im öffentlich-rechtlichen TV.

"Ich bin voll heiligem Zorn, was die Chancen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens betrifft und wie wenig daraus gemacht wird. Und wenn man jetzt nach 50 Jahren sagt, wir lernen ja dazu - dann muss ich sagen, das hat wirklich gedauert."

Thomas Gottschalk teilt als Spontan-Gast einer Clubhouse-Runde mit Patricia Schlesinger mächtig gegen das öffentlich-rechtliche TV-Angebot aus.
turi2.de

Gottschalk in da House: Thomas Gottschalk crasht ARD-Kuschelrunde.

Gottschalk hebt Hand und Stimme: Moderatoren-Urgestein Thomas Gottschalk, 70, hat am Sonntagabend eine behagliche Kuschelrunde um RBB-Intendantin Patricia Schlesinger in der Audio-App Clubhouse mit einer fulminanten Wutrede gecrasht -allerdings nachdem Schlesinger die Runde verlassen hatte. Gottschalk meldet sich gegen 19.10 Uhr, wird von Moderator und PR-Mann Wolfram Winter auf die Bühne geholt und legt aus dem Stand los: "Wir senden uns hier in einem Verwaltungsmoloch zugrunde, wo die Anstalten sich gegenseitig nicht das Schwarze unter den Nägeln gönnen. ... Ich bin der Meinung, dass es jetzt Corona-Stäbe gibt, die schon Angst davor haben, dass die Seuche in den Griff zu kriegen ist, weil dann sämtliche Krisenstäbe eingestampft werden. Sowas können sie."

Gottschalk hält den "Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen" für "einfach katastrophal". "Sie sind ja nicht mal in der Lage ihre eigenen Programme zu promoten, ins Fenster zu stellen, weil dann der MDR sagt: Moment, wir senden gegen den SWR im Dritten. Die treten sich gegenseitig auf die Füße, da ist kein Gesamtmanagement dahinter." Gottschalks Fazit nach knapp drei Minuten Wutrede: "Ich bin voll heiligem Zorn, was die Chancen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens betrifft und wie wenig daraus gemacht wird. Und wenn man jetzt nach 50 Jahren sagt, wir lernen ja dazu – dann muss ich sagen, das hat wirklich gedauert."

Im Lauf der sich anschließenden Diskussion sagt Gottschalk, er sehe die Zukunft der ARD "eher im Radio", wo er eine "größere Hörernähe" und "teilweise geniale Beiträge" wahrnimmt, auf den Kulturwellen gebe es "unglaublich tolle Features", das sei "der öffentlich-rechtliche Auftrag". Nach Gottschalks Wutrede schnelle die Zuhörerzahl der Runde kurzfristig auf 2.700 hoch, um 19.38 Uhr sagt Gottschalk gute Nacht. Als Moderator Wolfram Winter um 20.00 Uhr eine Fortsetzung der Reihe für nächsten Sonntag, 18-20 Uhr, ankündigt, sind noch 770 Zuhörer*innen in der Clubhouse-Session.
turi2 war Ohrenzeuge, turi2.de (Background zur Sendung)

turi2 edition #13: Patricia Schlesinger über Gebühren und Geduld.


Under construction: Patricia Schlesinger lässt beim RBB kaum einen Stein auf dem anderen. Die Intendantin holt mehr Frauen in Führungsjobs und organisiert die journalistische Arbeit neu. Im Gespräch mit Markus Trantow für die turi2 edition #13 stellt sie ARD und ZDF in der Pandemie ein gutes Zeugnis aus und wirbt für “mehr Geduld” mit der Politik: “Was hier passiert, ist neu für uns alle, wir sind eine Lerngemeinschaft.” Sie können das Interview im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Zitat: SWR-Intendant Kai Gniffke hält an seinen Reformgedanken fest.

"Können wir uns nicht in dieser Arbeitsgemeinschaft mehr Arbeit teilen?"

SWR-Intendant Kai Gniffke legt bezüglich seiner Reformpläne um eine engere Zusammenarbeit zwischen SWR und SR nach. Er habe viel positive Resonanz bekommen, die ablehnende Haltung des SR überrasche ihn. Er wolle diskutieren, ob es zur "Autonomie eines Senders gehört, dass man alles selbst macht".
meedia.de, turi2.de (Background)

ARD meldet neue Höchstwerte bei Mediathek- und Audiothek-Abrufen.

ARDFor the record: Für ihre Mediathek meldet die ARD im Januar 2021 mit 170 Mio Abrufen einen neuen Höchstwert – ein Plus von ca. 19 Mio gegenüber Dezember. Die Zahl habe sich innerhalb eines Jahres fast verdoppelt. Als ein Treiber nennt die ARD Homeschooling-Angebote. Die Zahl der Wiedergaben im Akustik-Pendant Audiothek ist 2020 laut ARD gegenüber 2019 um 130 % gestiegen, mit rund 54 Mio pro Jahr liegt sie aber weiter deutlich unter den Abrufen in der Mediathek.
ard.de (Mediathek), ard.de (Audiothek)

Basta: Funk beschwert sich auf Instagram – die “Tagesschau” kontert.

Tagesschau App-Logo 150Insta-Clash: Funk fleht die "Tagesschau" an, bitte endlich die Klappe zu halten zuzumachen. Seit Tagen steht am voluminösen Moderationstisch der ARD-Nachrichten ein Verschlussdeckel offen. Die ARD kontert gelassen: "Ooch kommt! Ein bisschen Luft braucht Jan Hofer schon in seinem neuen Zuhause ... 🤷🏻‍♂️".
instagram.com

Sandra Rieß wird neue BR-Moderatorin von “Plusminus”.

BR macht Sandra Rieß zur neuen Moderatorin seiner Plusminus-Ausgaben. Die 34-Jährige ersetzt Chefredakteur Christian Nitsche, der seit Ende 2020 die ARD-Sendung "Report München" moderiert. Rieß präsentiert u.a. seit 2019 die "Rundschau"-Nachrichtenformate beim BR. Sieben Sender produzieren "Plusminus" im wöchentlichen Wechsel. Die erste Sendung mit Rieß läuft am 10. Februar.
br.de

Welches Programm brauchen Kinder in der Pandemie, Astrid Plenk?


Neue Bedürfnisse: Kika-Programmgeschäftsführerin Astrid Plenk hat im Lockdown miterlebt, wie ihr Kinder-Sender zum Kummerkasten für die Kinder und Eltern wurde – sie müssen “einen nie dagewesenen Verzicht” leisten. Treffen mit Freund*innen, Trainings in Sportvereinen oder Familienfeste fallen aus. In ihrem Gastbeitrag in der turi2 edition #13 schreibt Plenk, wie sie und ihr Team das Kika-Programm an den neuen Alltag anpassen. Sie können den Text im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Meinung: Merkel-Interview erinnert an “Sendung mit der Maus”.

Nur der blaue Elefant fehlt: Angela Merkels ARD-Interview am Dienstagabend erinnert an die "Sendung mit der Maus", kritisiert Thomas Vitzthum. Die Kanzlerin richte ihre Sätze allerdings nicht an Kinder, sondern an erwachsene Menschen. Die meisten Aussagen Merkels seien zudem bereits bekannt gewesen - sie habe sie im Interview nur noch einmal "banaler formuliert".
welt.de (Paid)

TV-Tipp: Angela Merkel gibt der ARD ein Interview zur Corona-Lage.

TV-Tipp: Das Erste zeigt heute um 20.15 Uhr ein kurzfristig durchgeführtes TV-Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. In "Farbe bekennen" stellt sich Merkel den Fragen von Tina Hassel und Rainald Becker, insbesondere zur Impfstrategie der Bundesregierung. Das 15-minütige Gespräch läuft zwischen "Tagesschau" und der Übertragung des Spiels Dortmund gegen Paderborn im DFB-Pokal.
dwdl.de

Zahl des Tages: 15 Funk-Angebote begehen Themenwoche zum Leben mit Behinderung.

Zahl des Tages: Insgesamt 15 verschiedene Serien des Jugendangebots Funk von ARD und ZDF zeigen diese Woche Beiträge zum Themenschwerpunkt "Leben mit Behinderung". In der Reportagereihe STRG_F gibt es zum Beispiel einen Film zu Mobbing gegen Menschen mit Behinderung. Die da oben! geht auf YouTube der Frage nach, ob Menschen mit Behinderung in der Politik unterrepräsentiert und benachteiligt sind. Hinzu kommen unter anderem Beiträge der Instagram-Accounts von Hand Drauf und ein Video bei Deutschland3000.
presseportal.de

Meinung: Öffentlich-Rechtliche fordern ihr Publikum nicht mehr.

ard_zdf_150x150Qualitäts-Debatte: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk fordert sein Publikum nicht mehr und lässt es dadurch alleine, schreibt Holger Gertz in der "Süddeutschen Zeitung". Als Beleg dafür sieht er u.a. die jüngst zusammengestrichenen Literatur-Rezensionen im WDR. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk befände sich heute "auf der Höhe seiner Banalität". Gute Dinge gebe es zwar noch, aber "zu selten" oder in Spartenkanälen versteckt.
sueddeutsche.de

Zitat: Tom Buhrow sieht die ARD in ihrem bisher “größten Reformprozess”.

"Man kann nicht sagen: Reform, Reform, Reform, aber wir wollen keine Abstriche an dem, was zu sehen und hören ist."

ARD-Vorsitzender und WDR-Intendant Tom Buhrow rechnet bis 2024 mit Einsparungen von mehr als 300 Mio Euro. Die ARD befindet sich im "größten Reformprozess in der Geschichte", sagt er im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger".
ksta.de (Paid) via presseportal.de

ARD-Versprechen an Sabine Töpperwien: Eine Frau kommentiert das nächste WM-Finale.

ARD verspricht Sabine Töpperwien, 60, per Urkunde, dass eine Frau das nächste Fußball-WM-Finale im ARD-Radio kommentieren darf. Die WDR-Reporterin hatte kürzlich ihren vorzeitigen Ruhestand aus gesundheitlichen Gründen bekannt gegeben. In Interviews dazu äußerte sie mehrfach, sie werde es nicht mehr erleben, dass eine Frau bei einer Fußball-EM oder WM das Finale kommentiert. ARD-Direktorin Valerie Weber sagte Töpperwien, das habe der ARD zu denken gegeben, weshalb sie die Urkunde ausgestellt hat. Darin heißt es auch, dass die ARD mehrere Reporterinnen so ausbilden will, dass sie WM-Finalspiele kommentieren können.
bild.de (Paid), turi2.de (Background)

Basta: Judith Rakers schreibt Gärtnerbibel.

Friede, Freude, Fenchelbeet: "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers hat sich in den vergangenen zwei Jahren vom "gartentechnischen Vollhonk" zur hühnerhaltenden Selbstversorgerin hochgearbeitet. Ihre nun erscheinende Beet-Bibel Homefarming kommt zum richtigen Zeitpunkt für alle, die genug von Nachrichten haben und sich ins heile Radieschenbeet verziehen wollen.
smalltalk-entertainment.de

Meinung: Neue “Tagesschau”-Seite birgt neue Konflikte mit Verlagen.

Tagesschau: Der überarbeitete Onlineauftritt – größere Schrift, weniger Symbole, fehlendes Blau – birgt neuen Konfliktstoff, schreibt Anne Fromm. Denn die Verlage fürchten, dass "Tageschau" ihnen mit dem freien Angebot das Netz-Publikum abzieht. Die ARD fürchte deshalb zu viel Erfolg, der "könnte die Verlage wieder provozieren". Der BDZV schreibt, er wolle in den Gremien besprechen, "inwieweit die neue Seite gegen die geltenden Regeln verstößt".
taz.de

ARD plant Staffel der Serie “Charité” um Christian Drosten.

Virologen-TV: Die ARD plant laut "Bild" eine Staffel der Serie "Charité", die im Jahr 2046 spielen und sich u.a. um Christian Drosten drehen soll. Auch der Fall des vergifteten Alexej Nawalny könnte aufgegriffen werden. Drosten und Nawalny liefern allerdings nur die Geschichten und sollen nicht selbst mitspielen - mindestens einer von ihnen hat möglicherweise "Besseres zu tun".
bild.de (Paid), dwdl.de

Basta: Ausgemergelt zu Babylon Berlin.

Dürr im Geschäft: Die Berliner Agentur Filmgesichter sucht 2.000 Laiendarsteller*innen für die vierte Staffel der ARD-Serie Babylon Berlin. Um dem optischen Bild der 20er und 30er Jahre zu entsprechen, stehen schlechte Esser hoch im Kurs: Gesucht werden u.a. "ausgemergelt" aussehende Frauen und Männer, "gerne mit gelebten Gesichtern und/oder dürren Körpern". Bewerber*innen mit neumodischen Errungenschaften wie Tattoos, Solariumbräune und vermutlich zu viel Hüftgold erteilt die Agentur schon vorab eine Absage.
agenturfilmgesichter.de via rnd.de

ARD meldet erhöhtes Interesse an Social-Media-Videos.

ARDARD meldet hohe Zugriffszahlen auf die eigenen Videos bei Facebook und YouTube. 2020 haben die Clips der ARD-Accounts bei Facebook und YouTube demnach 9,7 Mrd Views erreicht - 46 % mehr als 2019. Auch die Zahl der Interaktionen sei von 306 Mio auf 563 Mio gestiegen. Das Engagement der Öffentlich-Rechtlichen in den sozialen Medien steht oft in der Kritik. ARD-Chef Tom Buhrow sieht in den Zahlen einen Beleg dafür, dass es wichtig ist, mit den Angeboten dort zu sein "wo die Menschen sich im Alltag bewegen".
presseportal.de

Tagesschau.de holt neues Design aus der Beta-Phase in die Öffentlichkeit.

Tagesschau hebt das neue Layout ihrer Website von der Beta-Phase auf die große Bühne: Seit heute erscheinen die Startseite und weite Teil des Angebots im neuen Design, das vor allem für die mobile Nutzung optimiert ist. Digital-Chefredakteurin Juliane Leopold schreibt im Tagesschau-Blog, die Redaktion hätten aber auch "Appelle erreicht, die Gestaltung der Seite für den Desktop nicht aus den Augen zu verlieren".
blog.tagesschau.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

Meinung: WDR verrät Kulturauftrag mit abgesetzter Literaturkritik.

Lese-Lücke: WDR begeht mit dem Zusammenstreichen seines Literaturprogramms "Verrat am Kulturauftrag", kritisiert Felix Stephan. Die "ganz rechte Infosphäre" freue sich über die entstehenden Lücken und dränge in den kulturellen Raum. Literaturkritik gehört laut Stephan gerade deshalb in den öffentlich rechtlichen Rundfunk, weil der keinen ökonomischen Druck habe und mit Literaturkritik nicht viel Geld zu machen ist. Er unterstellt dem WDR "Angst, als elitär zu gelten" – deshalb gebe es immer weniger "angeblich Kompliziertes" und stattdessen viel Gefühliges.
sueddeutsche.de