Die ARD ist wie die UNO in klein: Alle reden mit, keiner entscheidet.

Sophie Burkhardt wird stellvertretende ARD-Programmdirektorin.

ARD ernennt Sophie Burkhardt zur stell­vertretenden Programm­direktorin und Channel-Managerin der Mediathek. Sie übernimmt damit die Verantwortung für die inhaltliche Gestaltung als Nachfolgerin von Florian Hager, der im März HR-Intendant wird. Die 39-Jährige wechselt aus der ZDF-Hauptredaktion Digitale Medien in die ARD-Programm­direktion nach München.
presseportal.de

GMX-Umfrage: “Tagesschau” ist das beliebteste News-Angebot im Netz in Deutschland.

Tagesschau ist das beliebteste News-Angebot in Deutschland, sagt eine Umfrage der E-Mail-Provider GMX und Web.de. Demnach nutzen 17 % der Befragten das ARD-Nachrichtenflaggschiff als Hauptnachrichten-Quelle, gefolgt von den Auftraggebern der Studie GMX und Web.de. Die E-Mail-Portale nutzen demnach 16 % der Befragten. Auf Platz 3 landen n-tv und T-Online.
gmx.net

Video-Tipp: Im Amateurfußball fließen bis zu 500 Mio Euro Schwarzgeld.

Video-Tipp: Im deutschen Amateurfußball fließen nach Recherchen von ARD und Correctiv jährlich womöglich bis zu 500 Mio Euro Schwarzgeld. Laut Befragung bekommen vor allem männliche Spieler unter der Hand Geld für ihren Auftritt in einem Amateurverein. Das Erste zeigt "Milliardenspiel Amateurfußball" heute um 23:30 Uhr, schon jetzt ist die Doku in der Mediathek abrufbar.
ardmediathek.de (41-Min-Video), correctiv.org, sportschau.de

Journalist Jörg Gehlen, 69, ist tot.

Jörg Gehlen, 69, ist tot. Der Journalist ist heute in Saarbrücken gestorben, teilt der SR mit. Gehlen begann seine Karriere beim SR-Hörfunk, wo er Ende der 1960er Jahre den damaligen "Aktuellen Dienst" mitgründete. Von 1981 bis 1991 war er Redakteur für die Abteilung "Aktuelles und Sport". Danach übernahm er die Leitung der Ab­teilung "Zeit­geschehen", bis er 2003 Bereichs­leiter für das Landes­programm wurde. Gehlen war außerdem Chef des "Aktuellen Berichts" und moderierte die Sendung. Er ging 2011 in den Ruhe­stand.
sr.de

“Langfristige Vision”: Sachsen-Anhalts CDU plädiert für eine Abschaltung des Ersten.

Letzte Runde fürs Erste? Die CDU in Sachsen-Anhalt liebäugelt mit dem Gedanken, Das Erste als eigenständigen Kanal langfristig abzuschaffen, berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung". Demnach habe sich die Landtagsfraktion hinter einen entsprechenden Vorschlag von Sachsen-Anhalts Medienminister Rainer Robra, ebenfalls aus der CDU, gestellt. Das ZDF und die Dritten sollen übrig bleiben, letztere sollen ein "Das Erste mit regionalen Schwerpunkten" werden. Die Abschaltung des Ersten sei eine "langfristige Vision", sagt Parlamentsgeschäftsführer Markus Kurze: "Wir wissen, dass wir das politisch derzeit nicht umsetzen können. Aber das ist unser Fernziel." In einer Pressemitteilung reagiert die Partei auf die Berichterstattung der "Mitteldeutschen Zeitung" und versucht, zu beschwichtigen: "Von einer jetzigen Abschaltung des Ersten war niemals die Rede und wurde auch nicht beschlossen", betont Kurze darin. Dabei war in dem Bericht von einer "jetzigen Abschaltung" überhaupt keine Rede.

Kurze wirft den öffentlich-rechtlichen Sendern vor, sich zu sehr von ihren Zuschauenden entfernt zu haben. Minderheitenmeinungen würden "stärker vorkommen als die Meinung der Mehrheit", zitiert die "Mitteldeutsche Zeitung" Kurze. "Zum Beispiel sollten die Sender nicht nur diejenigen zu Wort kommen lassen, die immer noch mehr und mehr Klimaschutz wollen, sondern auch diejenigen, die das bezahlen müssen." Kurze stört sich auch an der Gender-Sprache von öffentlich-rechtlichen Journalistinnen, die Sender sollten darauf verzichten und "ihre Kraft auf den Kernauftrag richten".
mz.de, presseportal.de, dwdl.de, cdufraktion.de

Debatte: ARD und ZDF dürften von Johnsons Frontalangriff auf die BBC profitieren, schreibt Steffen Grimberg.

Profiteure? Dass der britische Premier Boris Johnson als Ablenkungsmanöver zu seinen jüngsten Eskapaden die Beitragsgebühren der BBC abschaffen will, dürfte ARD und ZDF den Rücken stärken, meint "taz"-Autor Steffen Grimberg. Wohl keine Politikerin wolle "in diesen Tagen in einem Atemzug mit Boris Johnson genannt werden". Das dürfe aber nicht dazu führen, dass "die ohnehin schleppend laufende Reformdebatte vollends wieder einschläft".
taz.de, turi2.de (Background)

ARD-Gremien wollen an der Unterhaltung festhalten.

Unterhaltung soll bleiben: Die Vorsitzenden der gesetzlichen Aufsichtsorgane der ARD-Anstalten wollen an dem Unterhaltungs-Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen festhalten. "Jede Verengung, zum Beispiel auf einen elitären Unterhaltungsbegriff, ist abzulehnen", heißt es in einem Statement zu den Reformplänen der Länder. Auch eine "trennscharfe Abgrenzung unterschiedlicher Genres" sei weder "praktisch leistbar, noch rechtssicher durchführbar". Unterm Strich sehen die ARD-Gremien in dem Entwurf des Medienänderungsstaatsvertrags "die Chance auf eine grundlegende, zukunftsweisende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks".
presseportal.de, ard.de, dwdl.de

Debatte: Vaunet sieht die duale Medienordnung in Gefahr.

Privatsache: Der Privatsender-Verband Vaunet kritisiert, dass die Vorschläge der Länder für eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks die Medienordnung zulasten der privaten Anbieter verschieben. Der Verband fordert ein vollständiges Verbot von Werbung bei ARD und ZDF und eine starke Begrenzung im Radio. Der Gesetzgeber müsse Radio und Audio separat berücksichtigen und die Präsenz von ARD und ZDF auf Drittplattformen generell überdenken.
presseportal.de (Medienordnung), presseportal.de (Radio/Audio)

Zitat: ARD-Korrespondentin Tamara Anthony erwartet Kultur-Clash in der Olympia-Bubble.

"Ich gehe davon aus, dass es einen Clash der Kulturen in der Olympia-Bubble geben wird. Chinas Null-Covid-Politik, gepaart mit einem auto­kratischen System auf der einen Seite und westliche Journalisten, die an freie Presse und Covid gewöhnt sind, auf der anderen Seite."

ARD-Peking-Korrespondentin Tamara Anthony sagt im Teleschau-Interview, dass sie in der chinesischen Bevölkerung bisher "wenig Euphorie" für Olympia spürt. Die Winter­spiele seien letztlich "eine Regierungs­veranstaltung".
showcase.teleschau.de

Hör-Tipp: Klaudia Wick plädiert für einfache Unterhaltung bei ARD und ZDF.

Recht auf Berieselung: ARD und ZDF sollten nicht dazu gezwungen werden, nur noch Unterhaltungs-Formate mit Bildungs­auftrag zu produzieren, sagt Klaudia Wick von der Deutschen Kinemathek im Übermedien-Podcast mit Holger Klein. Ohne "Wetten, das..?", Fußball­spiele und Helene-Fischer-Shows entstünde eine "Monokultur", die dem "Gemeinsinn" der Gesellschaft nicht gerecht wird.
uebermedien.de (29-Min-Audio)

Debatte: Die ARD hält “wichtige Informationen” zurück, findet Christoph Lütgert.

Falsche Zurückhaltung? Die ARD enthält Zuschauerinnen "wie so oft" wichtige Informationen, schreibt der frühere NDR-Chefreporter Christoph Lütgert. Während das ZDF "ausführlich" über das Koblenzer Urteil gegen den syrischen Geheimdienst-Offizier und Mörder Anwar Raslan berichte, verpixele die ARD sein Bild und verzichte auf den vollen Namen. Zum "wiederholten Mal" fragt Lütgert: "Ist es das Bestreben, besonders korrekt zu sein, ist es die Angst, irgendeinen Fehler zu begehen" oder "schiere Gedankenlosigkeit"?
blog-der-republik.de

Debatte: ARD und ZDF sollten weniger abgehoben auftreten.

Weniger ist mehr: ARD und ZDF sollten weniger Tendenz wagen, fordert CDU-Mitglied Andreas Rödder in einem "FAZ"-Gastbeitrag. Der öffentlich-Rechtliche Rundfunk solle zu den "Prinzipien des Beutelsbacher Konsenses zurückkehren, statt sich in Erhebungen der eigenen Glaubwürdigkeit zu gefallen". Auch Reformen zur Erhebung der Rundfunkgebühr, eine Diskussion über Gehälter und Sinn oder Unsinn, alles Wünschenswerte selbst zu finanzieren, sei Rodder zufolge durchaus angebracht.
faz.net (Paid)

SWR und TikTok-Star Jule Nagel starten neuen Podcast.

Podcast-Offensive: Der SWR startet einen Podcast mit TikTok-Sternchen Jule Nagel. Die Influencerin @julesboringlife soll in dem Format den Alltagsfragen der Jugend von heute auf den Grund gehen und dabei möglichst viele ihrer 5,5 Mio Follower mitnehmen. Die ersten Folgen zum Thema Mauerfall und Freundschaft sind ab heute in der ARD Mediathek, dem YouTube-Kanal SWR-Plus und auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar. Neuer Hörstoff soll im Zweiwochentakt folgen.
presseportal.de

Hör-Tipp: Kika diskutiert die Medienwelt der neuen Generation.

Hör-Tipp: MDR-Intendantin Karola Wille (Foto), ZDF-Chef Thomas Bellut und Kika-Programm-Geschäfts­führerin Astrid Plenk diskutieren in der ersten Folge des neuen Kika-Podcasts Generation Alpha über Kinder-Themen in den Medien. Bereits die Hälfte der Zwei-bis Fünfjährigen nutze Streaming-Dienste, sagt Wille. Die Sender müssen deshalb dieser "veränderten Lebenswelt" gerecht werden.
ardaudiothek.de (40-Min-Podcast), presseportal.de

turi2 edition #16: Sven Plöger über Klima und Katastrophen.


Meteo­rologen-Blick: “Wenn wir die Menschen erreichen wollen, ist Katastrophe das falsche Wording”, sagt Sven Plöger teilt im Interview mit Heike Turi. Auch wenn es um das Weltklima nicht gut steht, sieht er eine Chance für den Menschen, “gegen die Dinge, die wir ja selber verursachen, auch etwas zu tun”. In der turi2 edition #16 erklärt der Wetterfrosch aus der ARD, warum er den Begriff “Klimaleugner” unzutreffend findet und dass die Menschheit deutlich bessere Überlebenschancen hat als einst die Dinosaurier. Weiterlesen >>>

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #16 über Nachhaltigkeit. Hier geht’s zum kostenlosen E-Paper.

Basta: Wenn aus Frau Miosga plötzlich Frau Slomka wird.

Falscher Film: In einem "Tagesthemen"-Interview spricht Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Moderatorin Caren Miosga mehrmals als "Frau Slomka" an. Blöd nur, dass Marietta Slomka die Konkurrenz-Sendung, das "heute-journal" im Zweiten, moderiert. "Miosga heiß' ich. Hallo Herr Ischinger. Macht nichts", reagiert Miosga mit einem Schmunzeln auf den Versprecher – und auch bei Twitter schreibt die Redaktion selbstironisch: "Mit dem Ersten sieht man besser."
rnd.de, twitter.com


turi2 edition #16: Wie das Rundfunkarchiv alte Schätze für neue Generationen interessant macht.


Hüter der Historie: Edison-Walzen, Orchesterstücke aus der NS-Zeit und Propaganda von Joseph Goebbels. Das Deutsche Rundfunkarchiv arbeitet daran, Geschichte in Ton und Bild für die Nachwelt zu erhalten. Vorstand Bernd Hawlat erzählt in der turi2 edition #16 von seinen liebsten “Dauerbrennern” und wie die Gemeinschafts-Einrichtung von ARD und Deutschlandradio auch kommende Generationen für die alten Dokumente begeistern möchte. Weiterlesen >>>

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #16 über Nachhaltigkeit, die am 12. Januar 2022 erscheint. Hier kostenloses E-Paper bestellen!

Zahl des Tages: 11,668 Mio Menschen schauen 2021 täglich die “Tagesschau”.

Tagesschau App-Logo 150Zahl des Tages: Mit durchschnittlich 11,688 Mio Zuschauerinnen war die "Tagesschau" um 20 Uhr 2021 erneut die mit deutlichem Abstand meist­gesehene Nachrichten­sendung im deutschen TV, teilt der NDR mit. 6,016 Mio Menschen schalten im Schnitt im Ersten ein, 43.000 mehr als 2020, weitere 5,672 Mio in den Dritten oder anderen Programmen. Der Gesamt-Marktanteil steigt leicht auf 40,6 %. Zum Vergleich: ZDF-"heute" um 19 Uhr kommt mit 4,459 Mio auf 19,3 %, "RTL Aktuell" erreicht 3,266 Mio Menschen und 15 % Marktanteil.
presseportal.de

Hör-Tipp: Götz Alsmann hat ein Herz für vergessene Perlen des Jazz.

Hör-Tipp: Musiker Götz Alsmann widmet sich in seinem neuen Podcast "Der geheime Garten des Jazz" vergessenen Größen der Jazz­geschichte - oder solchen, die gar nicht erst zu Größen wurden. In der ersten Folge geht es um John Plonsky, der hauptsächlich als Studio­trompeter und Arrangeur gearbeitet, jedoch nur wenige eigene Werke veröffentlicht hat. Alsmann ist von dessen Album "Cool Man Cool" fasziniert: "Solche Platten sind es, die die eigentliche Geschichte des Jazz schreiben", sagt er bei Deutschlandfunk Kultur.
ardaudiothek.de (15-Min-Audio) via deutschlandfunkkultur.de (mit 7-Min-Audio)

turi2 edition #16: Carolin Kebekus über Glaube und Gleichberechtigung.


Schluss mit lustig: Carolin Kebekus ist Feministin, Katholikin und eine der erfolgreichsten deutschen Komikerinnen. Im Interview mit turi2 Vize-Chefredakteurin Elisabeth Neuhaus für die turi2 edition #16 spricht sie über alte weiße Menschen, Gott und den Wert von Witzen in schweren Zeiten. Und sie sagt, wann bei ihr Schluss mit lustig ist: “Wenn Provokation keinen Sinn mehr erkennen lässt und nach unten tritt.” Weiterlesen >>>

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #16 über Nachhaltigkeit. Hier geht’s zum kostenlosen E-Paper.

Debatte: Joachim Huber befürwortet die Dialog-Bereitschaft der ARD.

Für den Dialog: "Tagesspiegel"-Medienkritiker Joachim Huber begrüßt die Dialog-Bereitschaft der ARD mit dem Publikum. Die Meinungskorridore würden schließlich immer enger werden, damit "verzwergen sich auch die digitale, die diverse, die dialogische Welt". ARD-Vorsitzende Patricia Schlesinger habe mit Blick auf die Corona-Berichterstattung "zu Recht" darauf aufmerksam gemacht, dass die ARD "vielleicht zu spät" auf Menschen mit Impf-Vorbehalten eingegangen sei.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Eine Welt ohne Fremdsprachen.

Hör-Tipp: Wie würde die Welt aussehen, wenn jeder Mensch einen Universal-Übersetzer im Ohr hat? Birthe Sönnichsen und Markus Sambale sprechen im Zukunfts-Podcast der "Tagesschau" mit Expertinnen darüber, ob damit künftig das Lernen von Fremd­sprachen überflüssig wird und welche Gefahren dadurch lauern, z. B. durch Über­setzungs­fehler.
ardaudiothek.de (26-Min-Audio)

Video-Tipp: Wie Regierungskritiker und NGOs weltweit zunehmend unter Druck geraten.

Video-Tipp: Die ARD-Mediathek zeigt aus aktuellem Anlass "Im Fadenkreuz der Machthaber: Angriff auf die Zivilgesellschaft". Die Doku beleuchtet, wie Regierungskritiker und Nichtregierungs-Organisationen weltweit zunehmend unter Druck geraten. Am 28. Dezember ordnete Russlands oberstes Gericht die Auflösung der Menschenrechts-Organisation Memorial International an.
presseportal.de, ardmediathek.de (52-Min-Video)

Wir graturilieren: Dennis Horn wird 40.


Wir graturilieren: Heute feiert der Digitalexperte der ARD, Dennis Horn, seinen 40. Geburtstag. Der Journalist und "Nerd vom Dienst", wie er sich selbst bezeichnet, verbringt den Tag zu Hause in Dormagen mit "Ausschlafen, Waldspaziergang, Ruhe". Die größte Inspiration hat er sich im vergangenen Jahr bei seinen Gästen im Podcast Innovationstheater geholt. Fürs kommende Jahr hofft er darauf, endlich wieder eine Konferenz besuchen zu können, und zwar die Republica in Berlin. Weil in der Pandemie aber nichts so richtig planbar ist, freut er sich auf die Highlights, "mit denen ich vorher nie im Leben gerechnet hätte". Der Mann, der jeden Tag "Regenschirmwetter" für seinen Heimatort vorhertweetet, freut sich auch an seinem Geburtstag am meisten über Glückwünsche bei Twitter.

Video-Tipp: Dittrich-Kunstfigur Sandro Zahlemann gibt sich als Merkel aus.

Video-Tipp: In der ARD-Mockumentary "Ich war Angela Merkel – Das Zahlemann-Protokoll" erhält "Reporter-Legende" Sandro Zahlemann, gespielt von Olli Dittrich, durch Zufall Zugriff auf die SMSen der ehemaligen Bundeskanzlerin. Das nutzt er zu seinem persönlichen Vorteil aus und nimmt so "auf seine ganz eigene Art Einfluss auf das politische Geschehen". Gastauftritte in Dittrichs mittlerweile zwölften Folge seines TV-Zyklus haben u.a. Caren Miosga, Robin Alexander und Tom Buhrow.
ardmediathek.de (29-Min-Video), daserste.de

Debatte: Serienabende bei ARD und ZDF sollten Nachrichten-Magazine nicht verdrängen, schreibt Joachim Huber.

Sowohl als auch: Lange Serienabende wie zuletzt bei ARD und ZDF sollten nicht zu einem Ausfall der "Tagesthemen" und dem "heute-journal" führen, schreibt "Tagesspiegel"-Medienkritiker Joachim Huber. Stattdessen könnten die Nachrichten-Magazine "zu den gewohnten Startterminen" in den Mediatheken laufen. Dann bliebe das "Serienvergnügen" erhalten, "dito die Information". Durch das Streaming hätten u.a. die Öffentlich-Rechtlichen die "vornehme Aufgabe", das Wunder "Fernsehen für möglichst alle" zu kreieren.
tagesspiegel.de

KEF-Chef fordert mehr politischen Rückhalt für ARD und ZDF.

Letzte Kontroll-Runde: Heinz Fischer-Heidlberger, scheidender Chef der KEF, fordert mehr politische Unterstützung für ARD und ZDF. "Ich glaube, wir brauchen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch zur Integration von Menschen, die zur Aufnahme von Arbeit oder auch als Schutzsuchende in unser Land gekommen sind", sagt er im Gespräch mit Claudia Tieschky. Er beklagt, dass einige Politikerinnen nicht verstehen wollen, dass Auftrag und Finanzierung des Rundfunks getrennt behandelt werden müssen, um die Unabhängigkeit der Sender zu garantieren. Dass sein Name für manche Sender-Verantwortlichen "ein rotes Tuch" ist, weil der den Sendern Einsparungen verordnet hat, könnte er "sogar als Kompliment betrachten".
sueddeutsche.de

RBB stellt auf 2G-Regel für Beschäftigte um.

RBB lässt ab Montag nur noch geimpfte und genesene Beschäftigte in den Sender. Die "Welt" zitiert aus einem entsprechenden internen Schreiben. Wer keine Corona-Impfung oder eine überstandene Infektion nachweisen kann, soll künftig nur noch aus dem Home Office arbeiten können. Bei allen anderen ARD-Sendern gilt bisher die 3G-Regel, wonach auch negativ getestete Mitarbeitende Zutritt zu ihren Arbeitsplätzen haben.
welt.de (mit 3-Min-Video)

Anna-Mareike Krause wird nicht wie geplant ARD-Sprecherin.

Steckt zurück: Die Social-Media-Chefin des RBB Anna-Mareike Krause wird im Zuge der Übernahme des ARD-Vorsitzes doch nicht Sprecherin des Rundfunk­verbundes. Ihr Mann ist zum Vize-Sprecher des Berliner Senats bestellt worden, daher wolle sie im Sinne der Staats­ferne "auch nur den Anschein zu großer Nähe vermeiden" und trete nicht an, twittert sie. Das Social-Media-Team der ARD bleibe indes in Krauses Hand. An der Spitze der ARD-Kommunikation stehen mit dem Jahreswechsel Ulrike Simon und Justus Demmer.
twitter.com, dwdl.de

ARD sagt Silbereisen-Show wegen Corona-Bedenken ab.

Fünfte Welle: Das Erste bläst die geplante Live-Show Schlagerchampions 2022 mit Florian Silbereisen für den 15. Januar ab, berichtet DWDL. Mit Blick auf die zu erwartende fünfte Corona-Welle und neuen Infektions-Höchstständen halte man die Durchführung der "Großproduktion" für "nicht verantwortbar", sagen Programmdirektor Klaus Brinkbäumer und Unterhaltungschef Peter Dreckmann vom produzierenden MDR. Mit "Schlagerstart.2022 - Silbereisen legt los" sei bereits eine Ersatz-Show in Planung.
dwdl.de

Rundfunk-Debatte: Tom Buhrow äußert Bedenken zu einer möglichen Begrenzung des Unterhaltungs-Auftrags.


Unterhaltung unter Voraussetzungen? Welche Rolle die Unterhaltung künftig bei ARD und ZDF spielen soll, war zuletzt öfter Thema von Zukunfts-Debatten über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Im "FAZ"-Interview begrüßt der scheidende ARD-Vorsitzende Tom Buhrow die "breite Debatte" und bezeichnet sie als "dringend notwendig". Er sei froh, "dass sich die Politik damit so intensiv auseinandersetzt". Dass der Unterhaltungs-Auftrag künftig an Bedingungen geknüpft sein könnte, mache ihn jedoch nachdenklich: "Ent­scheiden dann im Zweifelsfall Gerichte, was im Einzelfall öffentlich-rechtliche Un­terhaltung ist? Und was heißt das für die Programmfreiheit?"

Buhrow betont, dass sich schon die derzeit laufenden Unterhaltungssendungen "an unserem öffentlich-rechtlichen Pro­fil und unseren Werten" orientieren würden: "Wir führen zum Beispiel keine Menschen vor und ha­ben den Anspruch einer wertschätzenden Unterhaltung." Eine Reduzierung des Auftrags von ARD und ZDF "wäre nicht im Sinne unserer Gesellschaft", gibt Buhrow zu bedenken. Er beobachte "gegenwärtig wi­dersprüchliche Erwartungen": Einerseits werde gefordert, "nicht dort zu kürzen, wo es das eigene Lieblingsprogramm betrifft, andererseits sollen wir für unsere Inhalte weniger Geld benötigen."

Buhrow zieht auch ein Fazit zum zuletzt durchgeführten ARD-Zukunftsdialog mit Zuschauerinnen. Überraschend sei für Buhrow etwa die Aussage eines ostdeutschen Bürgers gewesen, der Serien wie Weissensee oder Charité als Bildungsangebote wahrnehme. Daraus zieht Buhrow den Schluss, dass "eine Abgrenzung der Genres in Kultur, Bildung oder Unterhaltung" aus Sicht der Nutzenden "anscheinend antiquiert" sei. Bestätigt sieht sich Buhrow in den Forderungen nach einer leichteren Bedienbarkeit der ARD-Mediathek, "mehr Hintergrundinformationen" und "mehr Meinungsvielfalt". Letzteres will Buhrow u.a. mit einer "Pro-und-Contra-Debatte" erreichen, er sei damals vom "Links-rechts-Format" Hauser & Kienzle im ZDF begeistert gewesen. Man wolle überlegen, wie man ein ähnliches Projekt im kommenden Jahr umsetzen könne.
zeitung.faz.net (Paid), dwdl.de

Debatte: Die Öffentlich-Rechtlichen brauchen keine “Unterhaltungs-Polizei”, sagt Joachim Huber.

Nichts zu lachen: Unterhaltung spielt im Entwurf der Rundfunkkommission für die künftigen Aufgaben der Öffentlich-Rechtlichen nur eine geringe Rolle. "Tagesspiegel"-Redakteur Joachim Huber sieht darin ein "gerütteltes Maß an Misstrauen, dass die öffentlich-rechtlichen Sender ihre Grundlagen und Werte zu wenig pflegen". Eine "Unterhaltungs-Polizei" brauchten die Sender nicht. Es bestehe keine Gefahr, dass sich das Publikum "zu Tode amüsiert".
tagesspiegel.de

SWR zieht “Spätschicht”-Ausgabe mit Lisa Fitz aus dem Verkehr.

Schwurbel-Stopp: Der SWR entfernt seine Ausgabe der "Spätschicht" vom 10.12. "wegen einer falschen Tatsachen­behauptung von Lisa Fitz" aus der Mediathek und von allen Kanälen. Die Komikerin hatte falsche Angaben zu Menschen gemacht, die durch eine Corona-Impfung gestorben seien. "Die Kritik an dieser Ausgabe der 'Spätschicht' trifft uns zu Recht", räumt SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler ein. Der Sender rückt damit von seiner vorigen Stellungnahme ab: Es gehe bei der entsprechenden Passage entgegen voriger Aussagen nicht mehr um freie Meinung­säußerung, sagt Bratzler. Alle andere Äußerungen der Komikerin seien von der Meinungs­freiheit gedeckt, so der SWR.
swr.de, turi2.de (Background)

Christian Franckenstein will Unterhaltung bei ARD und ZDF nicht schwächen.

Liest genau nach: Der Chef der Bavaria Film Christian Franckenstein warnt in einem "FAZ"-Gastbeitrag vor einer Abwertung der Unterhaltung im neuen Medien­staats­vertrag. Er hält das gefühlte Überangebot an Entertainment-Inhalten und -Anbietern für eine "Moment­aufnahme". Um Geld aufzutreiben, schlägt er im Namen des Produzenten­verbands stattdessen vor, die Immobilien von ARD und ZDF zu prüfen.
faz.net (Paid)

Andrea Schafarczyk soll WDR-Programmdirektorin werden.

WDR: Intendant Tom Buhrow schlägt Andrea Schafarczyk als Programm­direktorin für die Bereiche NRW, Wissen und Kultur vor – als Nachfolgerin von Valerie Weber, die den Sender verlässt. Am 25. Januar entscheidet der Rundfunkrat. Schafarczyk war bis 2015 Wortchefin beim jungen WDR-Radio 1Live, derzeit ist sie medien­übergreifende Chef­redakteurin beim HR.
presseportal.de, dwdl.de, turi2.de (Background)