Die ARD ist wie die UNO in klein: Alle reden mit, keiner entscheidet.

Basta: Kai-Claudia und die Wirren der Intendanten-Wahl.

Sturm über Stuttgart: "Tagesschau"-Chef Kai Gniffke muss als Kandidat fürs Intendanten-Amt beim SWR kräftig einstecken. Widersacher graben immer neuen Dreck aus – und jetzt sogar Sexismus-Vorwürfe: Gniffke habe bei einer Weihnachtsfeier 2014 vorm Damenklo gepupst Wetterfee Claudia Kleinert in blonder Perücke imitiert. (Fotomontage: turi2)
kontextwochenzeitung.de

ARD bringt Talkshows aus den Dritten ins Erste.


Prominenter palavern: Die ARD baut einen Talk-Sendeplatz am Dienstagabend und bringt vier Shows aus den dritten Programmen im Ersten unter, berichtet Joachim Huber. Als "Talk am Dienstagabend" laufen ab Herbst "3nach9" mit Judith Rakers (Foto) und Giovanni di Lorenzo, die "NDR Talk Show" mit Barbara Schöneberger und Hubertus Meyer-Burckhardt sowie vom WDR der "Kölner Treff" mit Bettina Böttinger. Der RBB steuert einen neuen Talk mit Eva-Maria Lemke und Jessy Wellmer bei.

Beim "Talk am Dienstag" bleibt der MDR mit seinem "Riverboat" außen vor – der Talk-Umzug ist damit eine rein westdeutsche Sache, merkt Huber an. Grund für den Umzug sei nicht nur der Erfolg der Talk-Formate, sondern auch die schwächelnde Akzeptanz für das erste Programm. Das Erste ist bereits erprobt im Formate-Transfer aus den Dritten: "Inas Nacht", "Extra 3", "Ladies Night" und Carolin Kebekus' "Pussy Terror TV" kamen nach der Bewährungsprobe im regionalen Umfeld ins bundesweite Programm. (Foto: Ingo Wagner / dpa / Picture Alliance)
tagesspiegel.de

Institut für Rundfunktechnik und Ex-Patentanwalt beenden Rechtsstreit.

Rechtsstreit: Die Staatsanwaltschaft hat das Strafverfahren gegen den Ex-Patentanwalt des Instituts für Rundfunktechnik eingestellt. Er muss rund 1 Mio Euro an gemeinnützige Einrichtungen und 60 Mio Euro an das IRT zahlen. Das Institut wirft ihm vor, rund 200 Mio Euro aus Patenterlösen in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Die Streitparteien haben sich im Zivilrechtsverfahren auf einen Vergleich geeinigt.
"FAZ", S. 14 (Paid), turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Christoph Hammerschmidt wird 52.


Wir graturilieren: Christoph Hammerschmidt, Leiter Kommunikation beim Hessischen Rundfunk, feiert heute seinen 52. Geburtstag – und hat kürzlich bereits "ein wenig vorgefeiert, mit Koalas und Kängurus in Down Under". Die Auszeit in Australien hat ihn mächtig beeindruckt und war das Highlight der vergangenen zwölf Monate. Neben den freundlich-fröhlichen Menschen auch wegen des wundervollen Ozeans vor der Tür.

Für das neue Lebensjahr erhofft sich Hammerschmidt sachliche und unaufgeregte Debatten um die Rolle und Funktion des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks. Privat freut er sich darauf, seinen Heimatverein 1. FC Köln bald wieder in der 1. Liga anfeuern zu können. Gratulationen sind auf allen Wegen willkommen – am liebsten persönlich, oder auch per E-Mail.

Radioeins meldet keine Blitzer-Warnungen mehr.

RBB liefert den Hörern von Radioeins künftig keine Warnungen vor Radarfallen mehr. Nachrichtenchef Jan Vesper begründet den Schritt damit, dass die Meldungen nicht mehr zeitgemäß seien. Zwar melde die Polizei selbst Radarfallen, um den Eindruck flächendeckender Kontrollen zu erwecken, dennoch nehme Raserei als Unfallursache zu.
radioeins.de (2-min-Audio), twitter.com



Hör-Tipp: Neue Online-Regeln der öffentlich-rechtlichen Sender stärken US-Plattformen.

Hör-Tipp: Daniel Bouhs und Deutschlandfunk-Moderator Tim Wiese sprechen über die Änderungen im Rundfunkstaatsvertrag, der ARD, ZDF und Deutschlandradio bei Facebook oder YouTube mehr Online-Inhalte einräumt - wovon die US-Plattformen profitierten. Da Personal für die Bespielung der Drittplattformen fehle, sparten die öffentlich-rechtlichen Sender bei Texten.
deutschlandfunkkultur.de (8-Min-Audio)

"Journalist": ARD und ZDF denken über vernetzte Mediatheken nach.

ARD und ZDF sprechen darüber, ob und wie sie ihre Mediatheken vernetzen, sagt ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm dem "Journalist". Er könne sich "verschränkte Angebote auf den Feldern Wissen, Kultur, Kinder oder auch Sport" sowie gemeinsame Such-Funktionen und Logins vorstellen.
journalist-magazin.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Ulrich Wilhelm will nicht nur in der Nische senden (11/2018).

Studie: SWR sendet weniger Wiederholungen und mehr Tagesaktuelles.

SWR hat 2018 weniger Wiederholungen gesendet und den Anteil der tagesaktuellen Information im TV verdoppelt, sagt die Studie "Krimi Kontroversen Kochrezepte" der Otto-Brenner-Stiftung. Die Autoren Joachim Trebbe und Eva Spittka fragen sich aber, ob 5 % Sendezeit für kontroverse Themen aus Politik und Wirtschaft reichen, um den Programmauftrag in Sachen Information und Bildung zu erfüllen und ob der SWR zu viel in Unterhaltung macht.
otto-brenner-stiftung.de (Studie zum Download)

Wissenschaftler präsentieren Konzept für öffentlich-rechtliche Internetintendanz.

Rundfunkgebühren: Eine an das digitale Zeitalter angepasste öffentlich-rechtliche Medienplattform fordern die Wissenschaftler Christoph Bieber, Leonhard Dobusch und Jörg Müller-Lietzkow, schreibt Medienkorrespondenz. Das veröffentlichte Konzeptpapier sieht den Aufbau einer sogenannten Internetintendanz vor, die öffentlich-rechtliche Mittel für die Erstellung bestimmter Online-Inhalte vergeben solle.
medienkorrespondenz.de

Besetzung der Schlichtungsstelle von ARD, ZDF und Verlagen steht fest.

Schlichtungsstelle von Öffentlich-Rechtlichen und Verlagen kann ab 1. Mai angerufen werden. Das Gremium soll laut Epd nur anlassbezogen zusammentreten. Die ARD entsendet ihren Vorsitzenden Ulrich Wilhelm, Stellvertreterin Karola Wille und den Intendanten der jeweiligen Anstalt. Beim ZDF werden Intendant Thomas Bellut, Justitiar Peter Weber und Eckart Gaddum, Leiter der Hauptredaktion Neue Medien, im Gremium sitzen. Der BDZV schickt Präsident Mathias Döpfner und einen seiner vier Stellvertreter sowie ein Vertreter des Verlags, von dem die Beschwerde ausging.
"FAZ", S. 15 (Paid), turi2.de (Background)

ARD und ZDF bekommen Kritik und Lob für Notre-Dame-Berichterstattung.

ARD und ZDF bekommen Kritik und Zustimmung für ihre spärliche Live-Berichterstattung zum Brand von Notre Dame. TV-Journalistin Sonia Mikich forderte Infos auf Tagesschau24, Ulrich Deppendorf einen Brennpunkt im Ersten. DWDL-Gründer Thomas Lückerath findet in diesem Fall Zurückhaltung besser als "Desaster Porn".
twitter.com (Mikich), twitter.com (Deppendorf), dwdl.de (Lückerath)

ARD bündelt Investigatives auf tagesschau.de.

Tagesschau App-Logo 150ARD beendet die Kleinstaaterei im Recherche-Journalismus und will investigative Inhalte auf tagesschau.de bündeln. Die Rubrik Investigativ enthält Geschichten der politischen TV-Magazine, investigative Radio-Stücke und Recherchen des Verbundes NDR, WDR, "Süddeutsche". Gebündelt unter dem Dach von tagesschau.de soll sich die "Durchschlagskraft" erhöhen. Der federführende NDR arbeitet außerdem derzeit an einem Relaunch von tagesschau.de.
tagesschau.de

TV-Tipp: Pinar Atalay trifft Deniz Yücel für "Die Story im Ersten".

TV-Tipp: Das Erste, Montag, 22.45 Uhr: Die "Tagesthemen"-Moderatorin Pinar Atalay interviewt Deniz Yücel für "Die Story im Ersten". Der Journalist "polarisiert", porträtiert Atalay, aber sei "sicher nicht naiv und wusste wohl, was ihm drohen könnte". Yücel lebt seit seiner Haftentlassung Anfang 2018 zurückgezogen.
teleschau.de, daserste.de, turi2.de (Background)

Meinung: Geteilte Sportrechte dürften häufiger werden.

Sportrechte: Lizenzdeals wie kommende Woche, wenn die ARD das Bundesliga-Spiel zwischen Schalke und Dortmund im Free-TV zeigt, könnten künftig häufiger werden, schreibt Michael Ashelm. Da die Rechte immer teurer würden, könne so jeder ein Stück vom Kuchen bekommen. Pay-TV-Anbieter bekommen durch solche Schaufenster für ihr Angebot. Die ARD zeige sich offen, für weitere Zusammenarbeiten mit Sky oder der Telekom, auch wegen der guten Erfahrungen mit "Babylon Berlin".
"FAZ", S. 21 (Paid)

Der Bundesrechnungshof kritisiert Steuervorteile für die Öffentlich-Rechtlichen.


Vom Rechnungshof gejagt: Der Bundesrechnungshof moniert in seinem Jahresbericht, dass die öffentlich-rechtlichen Sender Steuervorteile in Anspruch nehmen, die ihnen aus seiner Sicht eigentlich nicht zustünden, berichtet die "Welt". In den letzten zehn Jahren seien ARD, ZDF und Co so mit 55 Mio Euro subventioniert worden. Konkret geht es um die Versteuerung von Einnahmen aus Werbung und dem Verkauf von Serien und Filmen.

Anders als Privatsender müssten die Öffentlich-Rechtlichen nicht die tatsächlichen Erträge versteuern, sondern könnten Pauschalen nutzen – und die seien seit 20 Jahren nicht angepasst worden, was aus Sicht des Rechnungshofes jedoch nötig sei. Die derzeitige Situation verzerre den Wettbewerb von Öffentlich-Rechtlichen und privaten Sendern beim Handel mit Werbezeiten und Lizenzen.
"Welt", S. 13 (Paid)

Ulrich Wilhelm fordert staatliche Förderung für eine EU-Alternative zu Google und Facebook.

Europäischer Internetriese: Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm fordert am Mittwochabend bei einer Diskussion des Bayerischen Journalisten-Verbandes eine deutliche staatliche Unterstützung für eine europäische Alternative zu US-Internetgiganten. "Europa kann das, wenn der Wille nur entfacht wird", so Wilhelm.
handelsblatt.com (Paid)

Aus dem turi2.tv-Archiv (11/2018): ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm will nicht nur in der Nische senden.

Ufa-Podcast zur Serie beleuchtet die Errungenschaften der Berliner Charité.

Ufa und RTL Radio starten einen Podcast zur ARD-Serie Charité, die Ufa ebenfalls produziert. Journalist Prof. Dr. Markus Heinker, kein Mediziner, spricht mit Ärzten und Experten über Errungenschaften, Probleme und Besonderheiten des historischen Krankenhauses. Der Podcast ist exklusiv über Bertelsmanns Audio-Now-App abrufbar. Die ARD hat zugestimmt.
per Mail

Funk startet ein Format mit Tipps zum Umweltschutz.

Funk will die Jugend nicht nur mit den Fridays for Future für den Umweltschutz begeistern und startet das Format "Ozon". Auf der Website des Jugendangebots von ARD und ZDF, aber vor allem auf Instagram, geben dabei drei junge Gastgeber Tipps für mehr Umweltschutz und führen Selbstversuche durch. Jede Woche behandeln sie ein Thema. Zum Start stellen sie die Frage, wie man schlechte Angewohnheiten überwindet. UFA X produziert das Format.
dwdl.de, instagram.com

TV-Tipp: Ranga Yogeshwar widmet sich der KI-Technologie in einer ARD-Dokumentation.

TV-Tipp: Das Erste, 22.45 Uhr: Ranga Yogeshwar beleuchtet in einer ARD-Dokumentation die Chancen und Risiken von künstlicher Intelligenz. Europa liege technisch hinter den USA und China. Yogeshwar fordert in "Der große Durchbruch - Wie künstliche Intelligenz unser Leben verändert" eine gesellschaftliche Debatte, um auch ethische Fragen zu diskutieren.
tagesspiegel.de, daserste.de

Hör-Tipp: Kasia Mol-Wolf plauder-podcastet mit Anja Reschke.

Hör-Tipp: "Emotion"-Verlegerin Katarzyna "Kasia" Mol-Wolf trifft für ihren Podcast Anja Reschke. Die NDR-Journalistin erzählt im persönlichen Gespräch, dass sie sich nicht als starke Frau wahrnimmt und ursprünglich nie zum Politmagazin "Panorama" wollte. Nun ist sie Chefin und hat Spaß daran, anderen das Feld zu bereiten – zumal immer mehr Frauen an die Spitze streben.
emotion.de, spotify.com, itunes.apple.com (54-Min-Audio)

Zitat: Anja Reschke freut sich über mehr Frauen im Polit-Journalimus.

"Wenn ich zurückblicke, finde ich es interessant, wie in Redaktionen immer logisch war, die Männer machen das Investigative."

Anja Reschke, Leiterin der Innenpolitik beim NDR, sagt im "Emotion"-Interview, dass sie auf ihrem Karriereweg im Polit-Journalismus nicht viel "Frauensolidarität" erlebt hat. Männer hätten eher Männer gefördert, jedoch gebe es "gerade einen totalen Break" - auch dank Pro Quote.
"Emotion" 5/2019 (Vorabmeldung)

ARD weist Kritik an Israel-Berichterstattung zurück.

ARD: "Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke weist die Kritik von Andrea Kiewel zur Israel-Berichterstattung zurück. Die "Tagesschau" habe "selbstverständlich darauf hingewiesen", dass der israelische Angriff eine Reaktion auf einen Hamas-Angriff war. Der Hinweis kam am Ende des Beitrages. Die Reihenfolge der geschilderten Ereignisse erwecke einen falschen Eindruck, kritisiert die ZDF-Moderatorin zuvor in einem Gastbeitrag für die "Jüdische Allgemeine".
stern.de, facebook.com (Gniffke-Reaktion), juedische-allgemeine.de (Kiewel-Gastbeitrag)

ARD-Chef Ulrich Wilhelm will sich nicht von Printmedien abgrenzen.


Friedensbotschaft: Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm sieht keinen Anlass für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, sich gegenüber Zeitungen abzugrenzen. Er teile die Auffassung der ARD-Werbechefs Elke Schneiderbanger und Uwe Esser aus ihrem jüngsten "Horizont"-Interview nicht, teilt die ARD-Pressestelle auf Nachfrage mit. Zuvor hatte DJV-Vorsitzende Frank Überall deren Aussagen als "bodenlose Frechheit" und "verheerend für die Glaubwürdigkeit der Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen" bezeichnet und Ulrich Wilhelm aufgefordert, Stellung zu beziehen. Schneiderbanger und Esser hatten heftige Zweifel an der Qualität von Printmedien geäußert und betont, die ARD stehe für Brand Safety.

Mit Blick auf den Relotius-Skandal sagte Schneiderbanger unter anderem: "Wie muss es denn in den Redaktionen zugehen, wenn Journalisten glauben, auf diese Art gewünschte Geschichten kreieren zu müssen?" Die ARD-Pressestelle teilt mit, nur gemeinsam könnten beide Seiten "die vielfältigen Themen des öffentlichen Lebens begleiten und durchdringen und sich den Herausforderungen in einer sich rasant verändernden Medienwelt stellen".
per Mail, djv.de, turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv (11/2018): ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm will nicht nur in der Nische senden.

ARD-Werber attackieren die Print-Medien.


Reklame-Rowdys: Die Chefs der ARD-Werbung haben Oberwasser – und zielen per "Horizont"-Interview auf die schon angeschossene Print-Branche. AS&S-Chefin Elke Schneiderbanger sieht Werbung in TV und Radio als Krisen-Gewinner: Wer früher großflächig Papier-Präsenz zeigte, wechsele jetzt ins Umfeld von "Tagesschau" und "Sportschau". ARD-Werbung sei "die personifizierte Brand Safety". Schneiderbanger vermutet große Not bei Zeitungen und Zeitschriften mit Blick auf den Relotius-Skandal: "Wie muss es denn in den Redaktionen zugehen, wenn Journalisten glauben, auf diese Art gewünschte Geschichten kreieren zu müssen?"

Ihr TV-Chef Uwe Esser sekundiert, ohne konkrete Beispiele zu nennen, die heutige Qualität im Printbereich sei "selbst bei den sogenannten Entscheidermedien zu diskutieren". Uwe Esser widerspricht "Zeit"-Geschäftsführer Rainer Esser, der beobachtet haben will, dass sich Marken aus dem TV zurückziehen, um ihre Werbebudgets in Print zu stecken. "Rainer Esser spricht vielleicht für 'Die Zeit', aber nicht für die Gattung", meint Esser über Esser. (Fotos: AS&S, Montage: turi2)
"Horizont" 13/2019, S. 14 (Paid)

Aus dem Archiv der turi2 edition: Elke Schneiderbanger im Porträt.

Aus dem Archiv von turi2.tv (Dezember 2018): Wie "Zeit"-Chef Rainer Esser Print- und Anzeigen-Krise trotzt – hier mit Themenliste des Gesprächs zum Anklicken.

"manager magazin": WDR-Intendant Tom Buhrow ist "Gefangener im Kölner Chaos".

WDR verschläft unter Intendant Tom Buhrow den digitalen Wandel, urteilt Gisela Maria Freisinger im "manager magazin". Grund seien u.a. interne Machtkämpfe, etwa zwischen Radio-Chefin Valerie Weber und Fernseh-Chef Jörg Schönenborn. Der bekannte TV-Moderator gelte vielen als heimlicher Herrscher im Sender – einst war er Buhrows Chef, nun ist es umgekehrt. Auch der #MeeToo-Skandal schwele weiter. Kritiker werfen Buhrow fehlende Entscheidungsfreude und mangelnde Management-Kompetenz vor.
"manager magazin" 4/2019, S. 100-104 (Paid)

Renner: ARD-Mitarbeiter werfen Kai Gniffke Zweckentfremdung von Gebührengeldern vor.


Sendestörung: Redakteure von ARD-aktuell richten sich mit einem Brandbrief an die ARD-Intendanten und werfen "Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke die Zweckentfremdung von Gebührengeldern vor, berichtet Kai-Hinrich Renner. Gniffke habe Anfang des Jahres die Nachtschicht in der Redaktion von ARD-aktuell abgeschafft, wo "Tagesschau", "Tagesthemen" und "Nachtmagazin" produziert werden. Ab 2.30 Uhr arbeite seither ausschließlich ein Online-Redakteur. In Nächten mit hohem Nachrichtenaufkommen solle deshalb auf Anordnung Gniffkes die 4.40-Uhr-Ausgabe der "Tagesschau" ausfallen. Ist dies der Fall, sollen als offizielle Version "'redaktionelle Gründe' vorgeschoben werden.

Gleichzeitig würden bei Tagesschau24 "redaktionelle Kapazitäten … heruntergefahren". Die so eingesparten Gelder seien laut dem Brandbrief nötig, "um Löcher im Dienstplan zu stopfen". Redakteure, die nicht am Brandbrief beteiligt waren, bestätigen die Vorwürfe gegenüber Renner. Es seien vor allem Mittel zugunsten von Tagesschau.de umgeschichtet worden.

Die Verfasser des Briefs wollen anonym bleiben. Sie werfen Gniffke vor, "ein Klima der Angst geschaffen" zu habe. Der Brandbrief ist auf den 13. März datiert – drei Tage zuvor wurde bekanntgegeben, dass Gniffke zur SWR-Intendantenwahl antreten wird.
morgenpost.de

Zitat: Malu Dreyer spricht sich für eine gemeinsame Onlineplattformen von ARD und ZDF aus.

"Das wäre ganz und gar in unserem Interesse, aber wir denken, das ist vor allem im Interesse der Zeit."

Malu Dreyer, die Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, spricht sich im Interview mit Steffen Grimberg und Daniel Bouhs für eine gemeinsame Onlineplattform von ARD und ZDF aus – in der neuen Welt müsse es auch darum gehen, wie man die Angebote des Öffentlich-Rechtlichen künftig findet.
daniel-bouhs.de

Wir graturilieren: Thomas von Bötticher wird 55.


Wir graturilieren: Thomas von Bötticher, Programmbereichsleiter Gesellschaft bei Radio Bremen, feiert heute mit Freunden und Familie seinen 55. Geburtstag. Im Val d‘Ultimo in Südtirol genießt er Neuschnee, Sonne und Veneziano. Das Beste am abgelaufenen Jahr war für von Bötticher die Entwicklung und der erfolgreiche Sendestart der Reportage-Reihe "Rabiat" im Ersten, veredelt mit dem internationalen Premios Ondas. Mit "Kroymann" hat sein Programmbereich zudem ein ebenfalls preisverwöhntes Comedy-Format aufgelegt.

Für das kommende Jahr wünscht er sich beruflich, dass es genau so weitergeht und privat, dass seine Tochter gut durchs Abi sowie sein Sohn weiter mit Spaß durchs Studium kommt. Wegen der Funklöcher kurz vorm Ortler erreichen ihn Glückwunsche am besten per E-Mail oder über Facebook.