Aus einer kleinen Druckerei machten fünf Generationen der Verlegerfamilie Bauer ein weltweit agierendes Medienimperium mit starkem Zeitschriften-Kern. Die Printkrise? Nutzen die Bauers, um zu expandieren. lexikon2.de

Veit Dengler räumt bei Bauer tabulos auf.


Internet-Generalunternehmer: Veit Dengler, seit April Bauers neuer Operativ-Chef, will Erlösquellen abseits des Mediengeschäfts erschließen und den Familienverlag ohne Tabus "anpassen", wo es nötig ist. Tabus hätten "mit Religion zu tun, religiös sind wir nicht", sagt er in seinem ersten großen Interview im "Handelsblatt". Dengler kündigt an, er wolle "dazukaufen, wenn wir Chancen sehen", aber auch "verkaufen, wenn es nicht mehr anders geht". Im Internet sei Bauer "vielleicht spät dran", habe dadurch aber "auch viele Fehler vermieden". Wachstumschancen sieht Dengler in Online-Dienstleistungen für Mittelständler, "eine Art Generalunternehmer fürs Internet", der Webseiten baut, Suchwort-Marketing einrichtet und Social Media betreut. Hoffnung setzt er auch auf Vergleichsportale für Skandinavien, Spanien oder Osteuropa, jedoch nicht für Deutschland, weil der Markt hierzulande von Check24 und Verivox schon besetzt ist.

Kein gutes Haar lässt Dengler am deutschen Leistungsschutzrecht, das eine "Fehlinvestition von politischem Kapital" sei. "Es bringt uns Verlagen wirtschaftlich nur Peanuts, wenn überhaupt." Vielmehr wünsche er sich von der Politik "vernünftige Marktdefinitionen" und Regularien "auf der Höhe der Zeit". Den Digitalisierungsanteil in Medienunternehmen hält er als "Kennzahl für grundfalsch", die nur für den Kapitalmarkt erfunden sei und zeigen solle "wie cool ein Unternehmen ist, wie wenig es sich mit dem langweiligen Papiergeschäft beschäftigt". Bauer sei jedoch "immer beides - analog und digital". Im derzeitigen Podcast-Boom sieht Dengler kein Geschäftsfeld, mit dem sich Geld verdienen lasse. Podcasts seien "nicht mehr als eine zusätzliche Dienstleistung, die zunehmend auch kostengünstig automatisiert erstellt werden kann". (Foto: Hans Punz / Apa / Picture Alliance)
"Handelsblatt" S. 22/23 (Paid)

“Bravo” erscheint nur noch einmal im Monat, Digital und Bewegtbild sollen wachsen.


Na bravo: Bauer zieht Konsequenzen aus dem anhaltenden Auflage-Sinkflug seines Teenie-Hefts, es erscheint künftig nur noch einmal im Monat. Bis Ende 2014 legte Bauer die "Bravo" jede Woche an den Kiosk, danach alle zwei Wochen. Mit der Umstellung auf den Zwei-Wochen-Rhythmus konnte Bauer 2015 die Auflage vorübergehend um 70 % steigern. Im dritten Quartal 2019 kam die "Bravo" laut IVW auf 77.000 verkaufte Auflage.

"Bravo"-Verlagsleiter Karsten Binke sagt, die Jugend-Medienmarke sei stark und "extrem beliebt". Sie soll ihrer Zielgruppe nun noch stärker in deren natürlich-digitales Habitat folgen. Der Verlag will die digitalen Formate und Bewegtbild ausbauen. Bravo gibt es u.a. bei Snapchat, Instagram, YouTube, WhatsApp und TikTok, dazu kommt ein Dr.-Sommer-Podcast.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Petra Winter im TV-Fragebogen.


Kinderprogramm und kritischer Journalismus: Wenn bei "Madame"-Chefredakteurin Petra Winter der Fernseher läuft, dann ist es meist der Kinderkanal, den sie gemeinsam mit ihrem neunjährigen Sohn einschaltet. Das verrät die Journalistin im TV-Fragebogen von turi2 am Rande der Launchparty zur turi2 edition #9 in München bei ProSieben. TV-Vorbilder hatte sie früher in den Journalistinnen Gabi Bauer und Susanne Kronzucker. Heute schlägt Winter lieber ein gutes Buch auf, statt den Fernseher einzuschalten.
turi2.tv (93-Sek-Video auf YouTube)

Ganske holt Jörg Hausendorf als Berater und CEO zum Jahreszeiten Verlag.

Ganske lässt Reserveoffizier Jörg Hausendorf, zuletzt Kommandant Konzerngeschäftsleiter bei Bauer, als Berater für den Jahreszeiten Verlag antreten. Hausendorfs neuer Oberbefehlshaber Sebastian Ganske gewährt ihm im Rahmen der Befehlskette für den "Zeitraum der strategischen Weiterentwicklung" zudem die Funktion des CEO. Hausendorf kennt den Jahreszeiten Verlag noch von früher, bis 2008 war er hier Geschäftsführer.
per Mail, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Jörg Hausendorf im Unterwegs-Fragebogen zur turi2 edition #7

Lout: AOK beauftragt Bauer und Serviceplan mit ihrem Content-Etat.

AOK vergibt ihre Content-Aufträge nach einem Pitch an den Bauer Verlag und Serviceplan, schreibt Lout. Bisher hat der WDV die AOK-Magazine wie "On" und "Vigo" produziert. Das Druckmanagement bleibt bei der Contenagentur, die AOK halbiert die Auflage ihrer Kundenhefte aber auf rund 45 Mio. Die Krankenkasse krempelt ihre Medienstrategie um, schreibt Pia Dahlem: Die "Bleibgesund"-Medien ersetzt die Kasse ab 2020 mit vier jeweils quartalsweise erscheinende Zeitschriften für die Zielgruppen Familien, junge Frauen, reifere Frauen und Senioren sowie digitale Inhalte.
lout.plus, turi2.de (Background)

Meedia: Bauer steht vor Umbau in Australien.


Hopp oder Top Down Under: Dem Magazin-Geschäft von Bauer in Australien stehen erneut unruhige Zeiten bevor, schreibt Gregory Lipinski bei Meedia und beruft sich auf "Firmenkreise". Verlegerin Yvonne Bauer (Foto) verhandelt demnach schon seit "geraumer Zeit" über eine Übernahme der Zeitschriften-Sparte des australischen Konzerns Seven West Media mit Titeln wie "Marie Claire" und "Better Homes and Gardens". Auch ein Joint-Venture und ein späterer gemeinsamer Verkauf an einen Finanzinvestor seien möglich, genauso wie ein kompletter Rückzug Bauers aus Australien – sollten die Verhandlungen scheitern.

Damit verfolgt Bauer die Strategie, nur noch in Märkten mitzuspielen, in denen der Konzern die Marktführerschaft erlangen kann. Das Australien-Geschäft macht Bauer seit Jahren vor allem Ärger: Teure Rechtsstreitigkeiten, schwächelnde Auflagen und Magazin-Einstellungen, dazu häufige Chefwechsel. Brendon Hill ist aktuell Chef Nummer sechs seit Bauers Markteintritt Down Under im Jahr 2012.
meedia.de, turi2.de (Background)

Bauers Großhändler PVN startet Zeitschriften-Verkauf auf Amazon.


Klick statt Kiosk: Der Großhändler PVN verkauft ab sofort einzelne Zeitschriften auf Amazon – die Bauer-Tochter spricht von der "weltweit ersten Vertriebskooperation" dieser Art. Kunden können bei Amazon nun "Spiegel", "Focus", "stern", "Cosmopolitan" und 500 weitere Magazine bestellen. Bis Jahresende entfällt die Versandgebühr, danach soll sie 99 Cent kosten.

Der Vertrieb über Amazon sei nach dem Ausbau von Meine-Zeitschrift.de "der nächste logische Schritt", sagt PVN-Geschäftsleiter Joachim Sander. Er eröffnet damit aber nicht nur einen Vertriebsweg, sondern womöglich auch einen Streit: Amazon verschickt die Zeitschriften bundesweit – also auch über das Gebiet des PVN hinaus in die Gebiete anderer Presse-Grossisten. (Foto: Manfred Bail / Imagebroker / Picture Alliance, Montage: turi2)
presseportal.de, amazon.de/zeitschriften

Aus dem Archiv von turi2.tv: Ulla Strauß von United Kiosk findet, Verlage sollten Amazon und Apple umarmen (05/2018).

Petra Winter und Verena Mölling führen Bauer Premium.

Exit Sandmann: Bauer befördert Petra Winter und Verena Mölling an die Spitze der Luxus-Printsparte Bauer Premium, der bisherige Verlagsgeschäftsführer Robert Sandmann geht "auf eigenen Wunsch". Petra Winter verantwortet künftig, neben ihrem Job als Chefredakteurin der "Madame", als Editorial Director die redaktionelle Seite des Geschäfts. Verena Mölling, bisher New-Business-Verantwortliche der Sparte und Verlagsleiterin bei "Joy" und "Shape", steuert als Publishing Director die Verlagsthemen. Auch Lisa Tippelt, Vermarkterin der Sparte, geht. Ihre Aufgaben übernimmt Ilona Kelemen-Rehm, Marketingchefin bei Bauer Advertising, zusätzlich.
wuv.de, bauermedia.com (Pressemitteilung)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Lisa Tippelt vermarktet Beautyprodukte auf möglichst vielen Kanälen.

Andreas Schilling wird Vermarktungschef bei Bauer.

Bauer holt Andreas Schilling als neuen Vermarktungschef. Gleichzeitig rückt er in die Geschäftsleitung des deutschen Verlagsgeschäfts von Bauer. Er folgt auf Dirk Wiedenmann, der Bauer wie bereits bekannt verlässt. Schilling war bis 2015 zwölf Jahre lang Vermarktungschef von Burda und hatte sich seitdem aus dem verlagsgeschäfts zurückgezogen.
horizont.net, turi2.de (Background)

Bauer startet in Großbritannien sieben neue Digital-Radioprogramme.

Bauer Media UK, britischer Marktführer beim digitalen Hörfunk, startet sieben neue digitale Spartenprogramme und einen Podcast. Die Radiomarke Kiss bekommt die Ableger Kiss Dance, Kiss Garage und Kiss Ibiza. Für Kerrang Radio schickt Bauer Klassic Kerrang Radio und Kerrang Radio Unleashed auf Sendung, bei Heat Radio die Ableger Heat Radio School Disco und Heat Radio Soundtracks.
wuv.de

Bastei Lübbe und Bauers House of Food kooperieren.

Bastei Lübbe und Bauers House of Food starten ein Kochbuch-Programm. Die ersten vier Kochbücher kommen im September auf den Markt, sie heißen "Filmreif kochen", "Feiern. Flirten. Fingerfood", "Iiihh! war gestern" und "Kitchenkarma statt Küchendrama". Sie sollen Rezepte und Unterhaltung verbinden.
buchmarkt.de

Aus dem turi2.tv-Archiv (06/2018): "Alles aus einer Hand" – So arbeitet Bauers "House of Food".

Bauer stellt “Nostalgie”-Magazin ein.

Bauer stellt sein Vergangenheitsromantik-Magazin Nostalgie ein, berichtet "Clap". Die Ausgabe vom 10. Juli war bereits die letzte. Die Lücke füllt Retro, das seit 2015 als Ableger von Bauers "Das neue Blatt" erscheint. Die "Süddeutsche" charakterisierte das Yester-Yellow-Magazin einst als Heft über die "Schönen und Leichen". "Retro" erscheint sechsmal im Jahr mit 85.000 Auflage.
clap-club.de

Zitat: Heribert Bertram nimmt großen Einzelhandelsketten ins Visier.

"Zusammen bespielen wir in Zukunft ein Klavier mit viel mehr Tasten und können daher mit dem Category Management der großen Einzelhandelsketten ganz anders umgehen."

Bauer-Vertriebschef Heribert Bertram will mit DMV, der gemeinsamen Vertriebsgesellschaft mit Gruner + Jahr, das richtige Heft in der richtigen Menge an den richtigen Ort bringen – dabei steht vor allem der Lebensmitteleinzelhandel im Visier, sagt er im "Horizont"-Doppelinterview mit G+J-Operativchef Oliver Radtke.
"Horizont" 32/2018, S. 10-11 (Paid), turi2.de (Background)

Miss Germany ist Bauers next Top-Geschäftsmodell.

Bauer hilft als neuer Medienpartner, den Miss-Germany-Contest von der Fleischbeschau zum Wettbewerb um innere Werte umzudekorieren, beäugt Roland Pimpl interessiert. Das "ganzjährig bespielte Crossmedia-Vermarktungspaket" für "Werbekunden unterschiedlicher Branchen" soll künftig den kompletten Laden finanzieren, der bisher auch mit Eintrittsgeldern und Lizenzgeld arbeitet. Bauer akquiriert die Kunden und begleitet redaktionell in "Cosmo", "Laura", "Joy", "Lecker", "Shape", "Closer" und "Intouch".
horizont.net (Paid)

Bauer verkauft immmo.at und “Bazar” an den “Kurier”.

Bauer verkauft in Österreich die Immobilienplattform immmo.at und das das Kleinanzeigenangebot Baraz an den "Kurier". Die Digitaltochter des "Kurier" gründet für die beiden Angebote eine neue Tochtergesellschaft namens JIM Marketing. Bis 2015 trat Bauers Österreichtochter Bauer Media Austria unter dem Namen Bazar Media auf.
derstandard.at, turi2.de (Background)

Bauer holt “Joy” und “Shape” nach Hamburg – Angela Meier-Jakobsen wird Chefredakteurin.


Von der Isar an die Elbe: Bauer bündelt die Millennial-Titel "Joy" und "Shape" in Hamburg. Neue Chefredakteurin wird Angela Meier-Jakobsen (Foto, links), zusätzlich zur Verantwortung für die Klatsch-Blätter "InTouch" und "Closer". Die bisherige Chefredakteurin Nadine Nordmann (Foto, rechts) bleibt bei Bauer, soll aber eine nicht näher bezeichnete neue Aufgaben bekommen. Insgesamt sind 31 Mitarbeiter betroffen. Die Mehrheit erhält das Angebot, nach Hamburg zu wechseln. Kollegen, die sich dagegen entscheiden, "werden wir bestmöglich dabei unterstützen, eine neue Beschäftigung innerhalb und außerhalb der Bauer Media Group zu finden", lässt sich Sven Dams, Chef der deutschen Verlagssparte zitieren.

Der Umzug soll Mitte September über die Bühne gehen. Mit der Bündelung der Millennial-Themen in Hamburg orientiere sich Bauer am Modell der Kompetenz-Zentren, das der Verlag bei seinen Food-Titeln, den wöchentlichen Frauenzeitschriften und Gesundheitsthemen bereits verfolgt, heißt es in der Pressemitteilung.
horizont.net

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Béla Anda auf dem Bauer Blog
"Harte Kritik geht einen schon an...", sagt Béla Anda. Der Ex-"Bild"-Vize und -Sprecher der Schröder-Regierung verrät auf dem Bauer Blog, wie er gelernt hat, sich eine dickes Fell zuzulegen. Ein Gespräch über Publishing in Zeiten der digitalen Transformation, Employer Branding und – Mountainbiking.

Bauer-Managerin Bianca Schwarz über die neue Ehrlichkeit im Content Marketing.


Ehrlich währt am längsten: "Unehrlichkeit, etwas verschleiern, das funktioniert nicht mehr. Das kommt doppelt und dreifach zurück", sagt Bianca Schwarz im Video-Interview mit "Horizont" und turi2.tv am Rande des Food Trend Tags der Bauer Media Group in Hamburg. Schwarz leitet die Bereiche New Business und Produktion im House of Food. In der Food-Einheit von Bauer entstehen Magazine wie "Lecker" und "Kochen & Genießen", aber auch multimediale Auftragsarbeiten für Werbekunden – in Print, Web oder Social Media.

Als wichtigsten Content-Trend sieht Schwarz nach wie vor Bewegtbild – gerne auch "perfekt-unperfekt": "Es wird immer echter, immer realer", was Food-Stylisten und das Influencer-Netzwerk des Verlags produzieren, sagt Schwarz. Rund 70 % ihrer Kunden wollten inzwischen ehrlichen Content, der nicht mehr nur Produkte in den Vordergrund schiebt, sondern die Story dahinter erzählt.
turi2.tv (4-Min-Video)

Berufe mit Zukunft: J wie Journalistin – Petra Winter.


Mehr als schöner Schein: Petra Winter hat bei Springer das Journalisten-Handwerk gelernt, ist bei “Cosmopolitan” zu Chefredakteurin aufgestiegen und leitet nun bereits seit fünf Jahren die Zeitschrift “Madame”. Im Porträt von Anne-Nikolin Hagemann für die turi2 edition #8 erzählt sie von der Macht der Worte und wie kritischer Journalismus in der “Welt des Schönen” funktioniert. Lesen Sie das ganze Porträt über Journalistin Petra Winterhier als Online-Text oder hier im kostenlosen PDF des Buchs und klicken Sie hier den Videofragebogen.

Algorithmen beim Essen: Futurologe Max Thinius über die Digitalisierung unserer Ernährung.


Schmeckt nicht, gibt's bald nicht mehr: Wenn es nach Max Thinius geht, hat die Zukunft schon begonnen. Der Futurologe vermisst sein ganzes Leben digital, Ernährungs- und Gesundheitsdaten landen in seinem eigenen Datenbestand, die digitalen Datenkraken haben keinen Zugriff. Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande des Food Trend Tags der Bauer Media Group entwirft er eine Vision davon, wie ein persönlicher Algorithmus uns künftig Essens-Empfehlungen gibt – nach unserem persönlichen Geschmack, der Herkunft der Lebensmittel und nach unseren gesundheitlichen Bedürfnissen.

Die Digitalisierung werde dabei helfen, dass wir künftig wieder genau wissen, was wir auf dem Teller haben – so wie in vorindustrieller Zeit, als man nur Dinge essen konnte, die in der Nachbarschaft erzeugt wurden, ist Thinius überzeugt. Der Schlüssel ist für ihn die Blockchain-Technologie. Sie mache etwa nachvollziehbar, wo genau TK-Shrimps aus dem Supermarkt herkommen und wie sie aufgezogen wurden. Lebensmittel, die diesen Nachweis nicht liefern, würden schlicht nicht mehr gekauft.

Die digitale Durchoptimierung aller Lebensbereiche werde dafür sorgen, dass wir gesünder und länger leben: Die Geburtenjahrgänge ab 2030 könnten schon mit 100 Jahren Lebenserwartung rechnen, so Thinius. Spaß haben und über die Stränge schlagen können man natürlich trotzdem. Irgendwann werde aber der Algorithmus empfehlen, zu einem gesunden Lebenswandel zurzückzukehren.
turi2.tv (4-Min-Video)

Bloß kein Greenwashing: Axel Kölle bringt Unternehmen Nachhaltigkeit bei.


Tu Gutes und sprich darüber: Dr. Axel Kölle forscht seit 25 Jahren zum Thema Nachhaltigkeit – mit dem an der Uni Witten/Herdecke entwickelten Standard für Unternehmen will er Firmen dabei helfen, sich nicht nur einen grünen Anstrich zu verpassen, sondern eine grüne Seele. Im Interview mit "Horizont" und turi2.tv am Rande des Food Trend Tags der Bauer Media Group stellt er den Unternehmen, die sich bei ihm melden, ein gutes Zeugnis aus: "Die meinen es sehr ernst", sagt der Forscher – Marken wie Ritter Sport, Brandt und Bahlsen haben sich dem sogenannten ZNU-Standard verpflichtet, mit dem die Unternehmen schrittweise nachhaltiger werden wollen.

Für Kölle ist Nachhaltigkeit – auch angesichts des Ausgangs der Europawahlen und der Fridays-for-Future-Bewegung – ein Wirtschaftsfaktor: Die jungen Leute, die heute auf die Straße gehen, "sind die Kunden von morgen". Dafür lohne es sich, in nachhaltige Unternehmensführung und Produkte zu investieren. Dort, wo es sich finanziell auszahlt, etwa beim Energie- und Wassersparen, seien die meisten Unternehmen schon nachhaltig unterwegs.
turi2.tv (5-Min-Video)

Bauer tauscht in Australien erneut CEO aus.

Bauer ernennt Brendon Hill (Foto) bei der australischen Verlagstochter zum Geschäftsführer, schreibt "New Business". Er folgt auf Paul Dykzeul, der "in den Ruhestand" geht. Hill ist bereits der sechste CEO, den Bauer seit Eintritt in den australischen Zeitschriftenmarkt 2012 einsetzt. Die Verlagstochter kämpft mit schwächelnden Auflagen und Umsätzen.
new-business.de

Urteil: TV Movie muss Günther Jauch 20.000 Euro wegen Facebook-Post zahlen.

TV Movie muss Günther Jauch 20.000 Euro zahlen, entscheidet das Oberlandesgericht Köln. Die TV-Zeitschrift hatte im Jahr 2015 bei einem Facebook-Post ein Foto des Moderators als "Klickköder" und damit unzulässig kommerziell genutzt. Der Teaser mit Jauchs Bild führte zu einem Artikel über die Krebserkrankung von Autor und Moderator Roger Willemsen.
horizont.net

Springer nimmt Bauer-Titel aus seinem iKiosk.

Springer entfernt alle Titel der Bauer Media Group aus seinem Digital-Büdchen iKiosk. Die Titel seien testweise bis Ende Mai 2019 verfügbar gewesen. Im iKiosk wurden die Titel, darunter u.a. "Cosmopolitan", "Intouch" und "Madame", ursprünglich als "vom Bauer Verlag eingestellt" angezeigt. Dabei habe es sich um eine missverständliche Formulierung gehandelt, bestätigen beide Verlage.
turi2 – eigene Infos

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Spannend und mitreißend: Auch die zweite Ausgabe von CLOSER CRIME, die heute erscheint, lässt ihren Leserinnen wieder den Atem stocken. Ob fesselnde True Crime Stories oder aktuelle Fälle, das neue Heft verspricht packende Unterhaltung mit ganz viel Nervenkitzel.
www.bauermedia.com

“Neue Post”: Chefredakteur Roland Hag verlässt Bauer – Eike Lange übernimmt.


Klatsch-König dankt ab: Bauer und Roland Hag, (Foto, links) 55, seit 2014 Chefredakteur der "Neuen Post", gehen getrennte Wege. Laut Pressemitteilung verlässt Hag den Verlag "auf eigenen Wunsch". Ingo Klinge, Mitglied des Publishung Boards, drückt sein Bedauern über den Abgang aus. Für Hag übernimmt – bereits ab Juni – Eike Lange (Foto, rechts). Er wirkt seit 2009 bei Bauers Yellows in unterschiedlichen Positionen und übernimmt den Job zusätzlich zu seinen Aufgaben als Chefredakteur der monatlichen Klatschblätter.

Die "Neue Post" adressiert Frauen über 50. Das Magazin verliert - wie fast alle Hefte am Markt - Auflage. Vor drei Jahren setzte der Verlag noch rund 600.000 Hefte pro Woche ab, im 1. Quartal 2019 sind es knapp 500.000.
kress.de

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Back to the 90s! Mit BRAVO HELDEN erscheint heute ein einzigartiges 90er-Sonderheft mit aktuellen Interviews mit den Star von damals sowie Original-Artikeln aus der BRAVO. Kommen Sie mit auf Zeitreise und lassen Sie sich in die bunte Welt von Boygroups, Eurodance und Neonfarben entführen.

“Cosmopolitan” startet Coaching-Plattform #SupportHer Academy.

Cosmopolitan startet eine digitale Plattform für die Weiterbildung von Frauen. Im Angebot der #SupportHer Academy sind Seminare zu Selbst-PR, Durchsetzungsvermögen und Führung – teils online, teils als Vor-Ort-Veranstaltung. Das Bauer-Magazin wirbt online und in Social Media, in Print gibt es das 100-seitiges Sonderheft Cosmo@Work zusammen mit der Hauptausgabe. Eine ähnliche Weiterbildungs-Plattform für Frauen, die Female Future Force von Edition F, wird bald eingestellt.
per Mail, supporther.de, turi2.de (Background Edition F)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Für Chefredakteurin Lara Gonschorowski ist "Cosmo" eine Lebenseinstellung. (Februar 2019)

Bauer führt Advertising und Xcel Media im “House of Digital Solutions” zusammen.


Housele-Bauer: Bauer bündelt seine Vermarktungstochter Bauer Advertising und seine Digitalsparte Xcel Media in einer Serviceeinheit. Nach dem Vorbild des House of Food soll das neue "House of Digital Solutions" sowohl intern tätig sein als auch externen Kunden gegenüber als digitaler Full-Service-Kommunikationsdienstleister entgegentreten. Damit verfolgt Bauer einen anderen Ansatz als zum Beispiel Burda oder Gruner + Jahr, die ihre Content-Marketing-Sparten C3 bzw. Territory bewusst getrennt vom journalistischen Betrieb halten.

Das "House of Digital Solutions" soll mit zunächst 20 Mitarbeitern in Redaktion, Vermarktung, Kreation, Audience Development und IT aktiv sein. Den Kern des Teams bilden zum Start Sinja Belgard und Steffen Schmid von Xcel Media, sowie Annika Quiskbrock, Dirk Wiedenmann und Vanessa Palten-Rossi von Bauer Advertising (v.l.n.r. im Bild)
horizont.net, turi2.de (House of Food)

“Gourmet Traveller” hat zu starken Australien-Beigeschmack, findet Marten Rolff.

Gourmet Traveller, von Bauer für den deutschen Markt adaptiertes Food-Heft aus Australien, bringt für Marten Rolffs Geschmack zu wenig redaktionelle Eigenleistung mit. Er schmeckt "australische Schlagseite bei der Themenauswahl" heraus, findet die Restaurant-Tipps lieblos und die Zutaten in den Rezeptstrecken eine Prise zu glamourös.
"Süddeutsche Zeitung", S. 10, turi2.de (Background)

Konzerngeschäftsleiter Jörg Hausendorf verlässt Bauer, Veit Dengler steigt auf.

Wachwechsel auf der Bauer-Brücke: Der Bauer-Verlag und Konzerngeschäftsleiter Jörg Hausendorf (Foto, rechts) gehen getrennte Wege. Verlegerin Yvonne Bauer spricht von unterschiedlichen Auffassungen "über den zukünftigen Kurs". Veit Dengler übernimmt ab sofort und wird Chief Operating Officer. Er denkt laut "Welt" über Zukäufe und Verkäufe nach und sagt "Horizont", er sei "mitten in der Portfolio-Analyse".

Dengler war bislang für Neugeschäft, Vergleichsportale, Radio und englischsprachige Medien verantwortlich. Von Hausendorf übernimmt er nun den Rest – insbesondere das gesamte Publishing-Geschäft. Zum Konzern gehören rund 700 Zeitschriftenmarken weltweit und rund 100 Radiosender. Bauer will sich vom Verlag zum Unternehmen entwickeln, das in neue Geschäftsfelder investiert. Mit klassischen Medien verdient Bauer wie fast alle auf dem Markt von Jahr zu Jahr weniger.

Ein neues Publishing Board soll das Zerwürfnis zwischen Hausendorf und Verlegerin Yvonne Bauer verschärft haben, hört Gregory Lipinski. In das Manager-Gremium soll Stefanie Hauer einziehen. Die Ex-Chefin von "Ostsee-Zeitung" und "Lübecker Nachrichten" hatte Madsack nach einem missglückten Auftritt mit dem damaligen Kanzlerkandidaten Martin Schulz verlassen müssen.
bauermedia.com, horizont.net welt.de, meedia.de (Lipinski)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Veit Dengler, im Sommer 2015 noch NZZ-Chef, spricht im Interview über seinen Innovationen-Turbo.