BBC engagiert ersten TV-Moderator mit Down-Syndrom.

Hi, I'm George: Die BBC holt mit dem 20-jährigen George Webster (Foto) erstmals einen Moderator mit Down-Syndrom vor die Kamera. Der Schauspieler präsentiert Sendungen auf dem Kinderkanal CBeebies. Webster ist Botschafter des Hilfsvereins Mencap und hatte zuvor in der BBC über Mythen rund um das Down-Syndrom gesprochen. Die Organisation bezeichnet ihn als "ein brillantes Vorbild".

"Ich bin so stolz und freue mich so auf den Start", sagt Webster in einem Video des Senders. Vor allem das Kochen vor der Kamera werde ihm viel Freude bereiten. Das Engagement des Moderators ruft viele positive Reaktionen in den sozialen Medien hervor. Die Schauspielerin Sally Phillips, die selbst einen Sohn mit Down-Syndrom hat, schreibt bei Twitter: "Oh CBeebies, ich könnte dich nicht mehr lieben. Das bedeutet uns so viel und ist George nicht großartig!!" Der Kinderkanal sagt, der 20-Jährige wird schon bald im britischen Fernsehen zu sehen sein.
derstandard.at, theguardian.com, twitter.com/CBeebiesHQ (2-Min-Video), twitter.com (Tweet Philipps)

Visum nicht verlängert: BBC-Korrespondentin muss Russland verlassen.

Pressefreiheit: BBC-Korrespondentin Sarah Rainsford muss Russland bis spätestens Ende August verlassen, die russische Regierung lässt ihr Visum auslaufen. Grund dafür ist offenbar, dass Großbritannien dem Staatssender RT keine Lizenz erteilen will. Zudem würde das Land "ständigen Druck auf Mitarbeiter vieler anderer russischer Medien" ausüben. Die BBC hat sich bisher nicht zu dem Fall geäußert.
handelsblatt.com

Impfgegnerinnen stürmen ehemaliges BBC-Gebäude.

Satz mit X: Impfgegnerinnen haben vor einem ehemaligen Gebäude der BBC protestiert – in der Annahme, dass dort die Nachrichtenredaktion des Senders sitzt. Seit 2013 sendet die BBC nicht mehr aus dem Television Centre, derzeit produziert ITV dort seine Morning-Shows. Die Protestierenden werfen der BBC vor, zu positiv über Corona-Impfungen zu berichten. Laut der Londoner Polizei gab es keine Festnahmen.
theguardian.com

Basta: Die Teletubbies sind geimpft.

Vor ihrer Zeit: Die Teletubbies, Plüsch-Stars des Kleinkinder­fernsehens, werben für die Corona-Impfung. Stolz zeigen Tinky Winky, Dipsy, Laa-Laa und Po in sozialen Medien ihren Impfpass. Die Wirksamkeit von "AstraTubbica" und "Noo-nson & Noo-nson" mag umstritten sein, stutzig macht jedoch der eingetragene Termin der Zweitimpfung: 22. Juli 2021. Die Reaktion: Uh-Oh!
rnd.de, theverge.com

Meinung: ARD sollte sich bei Politmagazinen ein Beispiel an der BBC nehmen.

Politmagazine: Die ARD sollte sich bei der Aussteuerung von "Monitor", "Panorama" & Co ein Beispiel an der BBC nehmen, regt Daniel Bouhs an. Das britische Magazin Newsnight leiste jeden Abend das, was die Politmagazine auch liefern wollen: investigative Berichte, Diskussionen und Interviews. Der Medienjournalist kann sich vorstellen, dass alle Polit-Magazine in einer vergleichbaren Sendung aufgehen. Das würde auch den oft parallel arbeitenden Investigativ-Teams eine aktuelle Abspielfläche bieten.
uebermedien.de

Lese-Tipp: Der “Spiegel” blickt auf die krisengeplagte BBC.

Lese-Tipp: Selten ging es der BBC "so dreckig wie zuletzt", schreibt Jörg Schindler im "Spiegel". Während die Rundfunkanstalt seit zehn Jahren "zum Sparen verurteilt" ist, bade die private Streaming-Konkurrenz in Geld. Immer weniger jüngere Zuschauerinnen seien für das Programm der BBC zu begeistern. Zudem sei man in eine "niederträchtige politische Schlacht" verwickelt: Boris Johnson und "seine Brexit-beseelten Getreuen" überziehen den Sender seit Jahren mit "Häme und Hass". Diese fühlen sich "schon lange nicht mehr an die urbritischen Regeln des Fair Play gebunden".
"Spiegel" 22/2021, S. 84 (Paid)

Diana-Interview: Ex-BBC-Generaldirektor Tony Hall legt Amt in der National Gallery nieder.

Diana-Fallout: Ex-BBC-Generaldirektor Tony Hall gibt sein Amt als Kuratoriums-Vorsitzender der National Gallery ab. Der 70-Jährige reagiert damit auf den Untersuchungsbericht des Senders um das Diana-Interview von 1995. Darin heißt es, Hall habe von den "ernsten and unerklärten Lügen" gewusst, auf deren Basis das Interview stattfand. Die von ihm beaufsichtigte interne Untersuchung sei "bedauerlich ineffektiv" gewesen.
theguardian.com, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Prinz William und Harry kritisieren das BBC-Vorgehen beim Diana-Interview.

BBC hat beim Interview mit Diana 1995 schwere Fehler begangen und journalistische Standards verfehlt, stellt ein Untersuchungsbericht des Senders fest. Prinz William mache es "unendlich traurig", dass die BBC "wesentlich zu ihrer Angst, Paranoia und Isolation beigetragen hat", sagt er in einer Videobotschaft. Bruder Harry nennt das Vorgehen eine "Instrumentalisierung", die seiner Mutter "letztendlich das Leben gekostet" habe. Journalist Martin Bashir soll Dianas Bruder Charles Spencer mit gefälschten Kontoauszügen in die Irre geführt und so den Eindruck erweckt haben, Menschen wären für Informationen über Diana bezahlt worden.
spiegel.de

Diana-Interviewer Martin Bashir verlässt die BBC.

BBC: Journalist Martin Bashir verlässt den Sender aus gesundheitlichen Gründen. Seit einer Covid-Infektion und mehreren Operationen habe er nicht mehr arbeiten können. Bekanntheit erlangte Bashir 1995 durch sein Interview mit Prinzessin Diana, in der sie die Affäre ihres Mannes offengelegt hatte. Immer wieder hatte Dianas Bruder, Charles Spencer, dem Reporter vorgeworfen, sich das Interview mit unlauteren Methoden erschlichen zu haben. Im vergangenen Jahr hatte die BBC angekündigt, den Vorwürfen zum wiederholten Male in einer internen Untersuchung nachzugehen.
rnd.de, welt.de, turi2.de (Background)

BBC erhält mehr als 100.000 Beschwerden wegen der Berichterstattung über Prinz Philip.

Monarchen-Moserei: Die Berichterstattung über den Tod von Prinz Philip beschert der BBC mehr als 100.000 Beschwerden von britischen Bürgerinnen – so viele wie nie zuvor in der Geschichte. Die meisten Zuschauerinnen kritisieren, die royalen Nachrichten und Nachrufe seien ausgeufert – und hätten so ihre Lieblingssendungen zeitweise von der Mattscheibe gemobbt.
theguardian.com, turi2.de (Background)

Basta: BBC entschuldigt sich für Fake-Interview mit US-Senator.

BBC-Logo-150x150Auf den Leim gegangen: Die BBC entschuldigt sich beim US-Senator Cory Booker für ein Fake-Interview. Statt Booker hatte sie einen Imitator an der Strippe, der sich allerdings laut Hörer*innen überhaupt nicht wie der Senator angehört hat. Eigentlich schön, dass in Zeiten sich perfektionierender Deepfakes, auch schlechte Mimikry ihren Platz in der Welt behaupten kann.
bbc.co.uk via theguardian.com

BBC muss auf rund 450.000 Beitragszahler*innen verzichten.

BBC-Logo-150x150BBC steht vor ungewisser finanzieller Zukunft. Seit 2017 gibt es rund 450.000 Haushalte mit Beitrags­zahler*innen weniger. Das liegt zum einen an der demografischen Entwicklung, weil es immer mehr über 75-Jährige gibt, deren Rente der Staat aufstockt und die von der Gebühr befreit sind. Zum anderen melden immer mehr Jüngere ihre Geräte nicht für den Empfang des TV-Programms an.
tagesspiegel.de

BBC weitet wegen Schulschließungen ihr Bildungsangebot im TV aus.

BBC-Logo-150x150Fernsehen macht Schule: Die BBC reagiert auf die Schulschließungen in Großbritannien mit einer Erweiterung ihres Bildungsprogramms. Ab Montag läuft auf CBBC täglich ein dreistündiger Block für Grundschüler*innen, BBC Two liefert mindestens zwei Stunden Inhalte der weiterführenden Schulen. Das Programm orientiert sich am Lehrplan und will sicherstellen, dass auch Kinder und Jugendliche ohne Internetzugang weiter Zugriff auf Bildungsinhalte haben.
theguardian.com, bbc.com

Basta: Plötzlich ein Star.

BBC-Dad is back: Robert Kelly, Politik-Experte und 2017 im Netz berühmt geworden dank seiner Kinder, die während einer BBC-Liveschalte das Arbeitszimmer stürmten, ist zurück – als Werbegesicht für Twitter. Nun zeigt sich: Er war der Zeit einfach drei Jahre voraus, seine Fähigkeit, im Home-Office auf unerwartete Unterbrechungen zu reagieren, ist 2020 Gold wert.
adweek.com, twitter.com (Spot)

Meinung: Zerfall der BBC hätte verheerende Auswirkungen auf die britische Kultur.

BBC-Logo-150x150BBC befindet sich durch den massiven politischen Druck "mitten im Kampf ihres Lebens", schreibt Ex-Korrespondent Misha Glenny. Ihre Niederlage würde "verheerende Auswirkungen auf die britische Kultur und Identität haben". Die BBC sei die einzige Institution, die den Dialog zwischen den verfeindeten Lagern Großbritanniens noch aufrecht erhalten könne.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

BBC gibt Social-Media-Regeln für Journalist*innen vor.

BBC-Logo-150x150BBC legt in einer neuen "Unabhängigkeitstrategie" fest, dass Journalist*innen von persönlichen Meinungsäußerungen in der Öffentlichkeit absehen sollen. Auch Likes, Retweets, Hashtags und "unterminierende Emojis" sind tabu. Der Sender müsse sich "dringend für Unparteilichkeit einsetzen", so Generaldirektor Tim Davie, um dem Vorwurf, politisch einseitig zu berichten, entgegenzuwirken. Vor kurzem hat die BBC Mitarbeiter*innen, die für News- und Informations­sendungen arbeiten, die Teilnahme an politischen Protesten für die LGBT-Community und Black-Lives-Matter-Bewegung verboten.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

BBC untersagt Mitarbeiter*innen LGBT- und Black-Lives-Matter-Proteste.

BBC-Logo-150x150BBC verbietet Mitarbeiter*innen, die für News- und Informations­sendungen arbeiten, die Teilnahme an politischen Protesten für die LGBT-Community und Black-Lives-Matter-Bewegung, berichtet die Website inews. Grund sei die Wahrung politischer Neutralität. Vor der Teilnahme an Events, die "kontrovers sein könnten", müssen sie eine Erlaubnis ersuchen, sonst drohten Konsequenzen.
inews.co.uk

BBC zahlt mehr als 700 Mitarbeiterinnen mehr Gehalt.

BBC-Logo-150x150BBC hat von Juli 2017 bis März 2020 mindestens 84 Frauen, die weniger verdienten als ihre männlichen Kollegen, Gehaltserhöhungen gewährt, 608 weitere haben im Rahmen einer informellen Anfrage eine Gehaltsrevision oder -erhöhung bekommen. Auftaktgeberin war die Moderatorin Samira Ahmed, 52: Sie klagte vor einem Arbeitsgericht erfolgreich mehr als 700.000 Pfund Nachzahlung ein, weil sie wesentlich schlechter verdiente als ihr Kollege als Jeremy Vine, 55, für seinen gleichwertigen Job. Ob die Lohnverteilung bei der BBC nun gleichberechtigt ist, werden erst die noch ausstehenden Ergebnisse einer Untersuchung der Gleichstellungskommission zeigen.
guardian.com, turi2.de (Background)

BBC entschuldigt sich für rassistische Moderation – nach 18.000 Beschwerden.

BBC-Logo-150x150BBC-Chef Tony Hall entschuldigt sich für Rassismus im Programm: Eine Journalistin hatte in einer Nachrichtensendung Ende Juli über einen Unfall mit Fahrerflucht berichtet und dabei das N-Wort wiederholt. Die BBC versuchte noch, die Aussage zu rechtfertigen – kassierte aber 18.000 Beschwerden. Am Samstag hatte Radio-Moderator und DJ Sideman bekanntgegeben, wegen des Vorfalls seinen BBC-Job zu verlassen.
theguardian.com, turi2.de (Background)

BBC bekommt 18.000 Beschwerden, weil sie rassistische Beleidigung wiederholt.

BBC-Logo-150x150BBC: Eine Journalistin berichtet in einer Nachrichtensendung über einen Unfall mit Fahrerflucht und wiederholt dabei die rassistische Beleidigung, mit der das Opfer beschimpft wurde – dafür hagelt es 18.000 Beschwerden. Die BBC argumentiert, sie habe gemeinsam mit dem Opfer und seiner Familie entschieden, sie auszusprechen, damit die Zuschauer die Schwere des Vorfalls einschätzen können und weil es redaktionell gerechtfertigt gewesen sei.
guardian.com

BBC muss 140 Mio Euro einsparen.

BBC-Logo-150x150BBC muss bis März 2021 rund 140 Mio Euro einsparen und hofft daher auf Mitarbeiter*innen, die "freiwillig und frühzeitig" aus dem Unternehmen ausscheiden wollen. Wie viele Arbeitsplätze vom Sparprogramm genau betroffen sind, ist nicht bekannt. Im Januar war öffentlich geworden, dass die BBC 450 Stellen in der Nachrichtensparte streichen will - die Maßnahme wurde aber wegen der Corona-Berichterstattung ausgesetzt.
derstandard.at, turi2.de (Background Nachrichtensparte)

Tim Davie wird BBC-Generaldirektor.

BBC befördert Tim Davie zum Generaldirektor. Er ist bisher Chef der Programm-Tochter BBC Studios. Davies wichtigste Aufgabe ab September ist nicht vergnügungssteuerpflichtig: Er muss mit der britischen Regierung die künftige Finanzierung der BBC klären. Boris Johnson stellt die Gebühren in Frage. Tony Hall, Davies Vorgänger, ist nach Johnsons Amtsantritt vorzeitig zurückgetreten, damit sein Nachfolger mehr Zeit für die Vorbereitung der anstehenden Verhandlungen hat.
derstandard.de, sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Konkurrenz für Alexa: BBC startet männlichen Sprach-Assistenten “Beeb”.

BBC führt ihren eigenen digitalen Sprach-Assistenten Beeb ein. Der hat eine "warme und freundliche" männliche Stimme mit nord­englischem Akzent und spielt auf Sprachbefehl u.a. Radiosender und Podcasts ab oder liefert News und Wetter. Zunächst findet ein Beta-Test unter Windows 10 statt, später will die BBC "Beeb" auch in eigene Apps und Geräte von Drittanbietern einbauen, plant aber keine eigene Hardware
bbc.com, theguardian.com, theverge.com, twitter.com/bbcpress (40-Sek-Hörbeispiel)

Deutsche Welle, BBC und Co entwickeln gemeinsame Strategie gegen Fake News zu Corona.

DG7, internationale Kooperation öffentlich-rechtlicher Medien, arbeitet an einer gemeinsamen Strategie gegen die Verbreitung von Fake News in der Corona-Pandemie. Die Initiative, an der u.a. die Deutsche Welle und BBC beteiligt sind, wolle "mit zuverlässigen Informationen Leben schützen". DW-Intendant Peter Limbourg sagt, öffentlich-rechtliche Anbieter lieferten Futter "für die Debatten, die notwendig sind, um die Zukunft nach der Pandemie aufzubauen".
quotenmeter.de

Aus dem Archiv: Intendant Peter Limbourg über 65 Jahre Deutsche Welle (2018).

Bericht: BBC vertagt die Suche nach Generaldirektor*in.

BBC-Logo-150x150BBC könnte erst im Januar 2021 eine*n Nachfolger*in für Noch-Generaldirektor Tony Hall haben. Die Rundfunkanstalt denke darüber nach, Gespräche mit den Kandidat*innen von Juni auf September zu verschieben, schreibt Mark Sweney. Der Kreis der Anwärter*innen auf den Job falle kleiner aus als gedacht, da viele der infrage kommenden Personen wegen Corona aus Angst vor Image-Schäden in ihren jetzigen Positionen verharrten.
theguardian.com, turi2.de (Background)

Meinung: Die BBC zeigt in der Corona-Krise ihre Stärken.

BBC-Logo-150x150BBC kann in der Corona-Krise Argumente für sich sammeln, schreibt Cathrin Kahlweit. Der scheidende Direktor Tony Hall habe früh reagiert, um sicherzustellen, dass die BBC nun Grundversorgung und Zusammenhalt biete, etwa durch Bildungsprogramme und Gottesdienste. Viele Kritiker würden nun in der Krise die eigentliche Leistungsfähigkeit der Anstalt erkennen. Die BBC steht in Großbritannien unter Beschuss, insbesondere durch die Regierung von Boris Johnson.
sueddeutsche.de

BBC plant mehrteilige Dokumentation über Greta Thunberg.

BBC will die Klimakativistin Greta Thunberg für eine mehrteilige Dokumentation begleiten. Produzent Rob Liddell plant, den Zuschauern Einblicke in Thunbergs Handeln und Leben zu geben und ihr auf dem Weg von Kind zum Erwachsenen folgen. So sollen Kamerateams sowohl Treffen mit Wissenschaftlern oder Politikern aufzeichnen, aber auch ruhige Momente der 17-Jährigen. Titel und Ausstrahlungstermin stehen noch nicht fest.
derstandard.at

BBC-Chef Tony Hall tritt zurück.

BBC: Generaldirektor Tony Hall, 68, kündigt an, im Sommer nach sieben Jahren an der Spitze abzutreten. Einen Nachfolger gibt es noch nicht, BBC-Vorstandschef David Clementi soll die Suche in den kommenden Wochen beginnen. Hinter Halls Abtritt stecken vermutlich strategische Erwägungen. 2022 überprüfen die Briten ihren Rundfunkstaatsvertrag, 2027 handeln sie einen neuen aus. Hall wünscht, dass die BBC zu beiden Terminen dieselbe Leitung hat, um eine bessere Verhandlungsposition zu besitzen.
spiegel.de

Boris Johnson will Gebührenverweigerer nicht mehr bestrafen.

BBC-Logo-150x150Großbritannien: Premierminister Boris Johnson schießt weiter gegen die BBC. Er überlege, die Nichtzahlung der Rundfunkgebühren zu entkriminalisieren, berichten "Guardian" und "Mail on Sunday". Jährlich werden rund 180.000 Gebührenverweigerer angeklagt, 150.000 verurteilt. Minister von Johnsons konservativer Regierungspartei boykottierten am Sonntag wegen der angeblichen Anti-Tory-Haltung der BBC die Morgensendung von Radio 4.
derstandard.at, theguardian.com, dailymail.co.uk, turi2.de (Background)

Greta Thunberg wird für einen Tag BBC-Chefredakteurin.

BBC macht Umweltaktivistin Greta Thunberg (Foto) einen Tag zur Chefredakteurin der Morgensendung bei Radio 4. Thunberg plane Berichte aus der Antarktis und Sambia sowie ein Interview mit Mark Carney, dem Chef der britischen Notenbank. Weitere Chefredakteure zwischen dem 26. Dezember und Silvester sind der Künstler Grayson Perry, Rapper "George The Poet", der Journalist und BBC-Kritiker Charles Moore sowie die Präsidentin des Obersten Gerichtshofes Großbritanniens, Brenda Hale.
faz.net

BBC und “Financial Times” wollen gleich viele Frauen und Männer zu Wort kommen lassen.

Gleichberechtigung: Die BBC bemüht sich mit ihrem Projekt 50:50 seit 2017 erfolgreich, gleich viele Männer und Frauen als Experten zu Wort kommen zu lassen, berichtet Ada von der Decken. Seitdem gefalle vielen Frauen das Programm besser. Der Initiative hätten sich inzwischen auch andere Medien angeschlossen, darunter die "Financial Times", die mit einer Software prüft, wie hoch der Anteil beider Geschlechter bei den Kolumnen und Zitaten ist, allerdings Personen wie Donald Trump außen vor lässt, da die Wahl der Zitatgeber hier nicht in der Hand der Redaktion liegt.
deutschlandfunk.de

BBC News startet Tor-Mirror für Nutzer in Überwachungsstaaten.

BBC startet eine Kopie ihres Portals BBC News im Dark Web, konkreter im Tor-Netzwerk. Dadurch sollen Besucher aus Ländern wie China, Iran und Vietnam überhaupt an die Inhalte kommen. Nutzer aus repressiven Ländern, in denen BBC News zwar zugänglich ist, aber die Internetnutzung überwacht wird, können damit verschleiern, ob und welche Inhalte sie auf dem Portal aufrufen.
bbc.com

BBC bastelt am Alexa-Konkurrenten Beeb.

BBC entwickelt einen eigenen Sprachassistenten. Der Alexa-Konkurrent hört auf den vorläufigen Namen Beeb und soll ab 2020 auf Lauschsprechern, Handys und TV-Geräten laufen. Die BBC will damit neue Angebote unabhängig von Amazon, Google und Apple testen. Die hauseigene News-Site zitiert einen Experten, der bezweifelt, dass die BBC gegen die Kraft der Tech-Giganten ankommt.
bbc.com