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Einsendeschluss 18. Mai 2018: Der NOVA – Innovation Award der deutschen Zeitungen wird für 2018 erneut ausgeschrieben: Je ein Preis für Verlage wird in den Kategorien Produktinnovation, Vermarktungsinnovation und Neue Geschäftsfelder vergeben. Ausschreibungsunterlagen unter www.nova-award.de

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Volker Stennei ist neuer Sprecher des Presserats.

Presserat wählt Volker Stennei zu seinem neuen Sprecher. Der Geschäftsführer beim Zeitungsverlag Rubens und Chefredakteur des Hellweger Anzeigers wird vom BDZV in den Presserat entsandt und löst den bisherigen Sprecher Manfred Protze von der DJU ab. Protze ist künftig Vize-Sprecher. Stennei will den Presserat als Stimme in
medienethischen Debatten stärken.
presserat.de (PDF)

Wir graturilieren: Nadine Rosenkranz wird 39.


Wir graturilieren: Nadine Rosenkranz, Leiterin Produktmanagement und Sales Marketing beim Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag sh:z, feiert heute ihren 39. Geburtstag. Sie blickt auf ein "spannendes Jahr" zurück, in dem sie mit viel Durchhaltevermögen neue Kundenprojekte gestartet hat. Auch im nächsten Lebensjahr will sie das Agenturgeschäft ihres Verlags ausbauen.

Die Produktmanagerin freut sich bereits darauf, ihre Geschäftsideen am 24. April beim BDZV-Vermarktungsgipfel in Berlin mit ihrem Beitrag "Da geht noch viel mehr: Zusatzumsatz durch Veredlung von Kundenbeziehungen" auch anderen Verlagen vorzustellen.

Ihr privates Highlight im vergangenen Jahr war das Ja­wort zu ihrem Ehemann und Norddeutschland. So feiert die Golf- und Schachspielerin heute mit Familie und Freunden in ihrer Wahlheimat Glücksburg an der Ostsee. Für die Zukunft wünscht sie sich "immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel". Glückwünsche erreichen Nadine Rosenkranz via Facebook, LinkedIn, Xing und E-Mail. Am meisten freut sie sich aber über Anrufe und den Blumen- oder Postboten.

BDZV protestiert gegen mehr Online-Texte für ARD und ZDF.

Zeitungsverleger haben Angst, dass ARD und ZDF im Netz mit dem Segen der Politik noch mehr statt weniger Text bringen könnten. Anlass dafür ist laut BDZV ein neuer Textvorschlag für den Telemedienauftrag, der momentan in den Staatskanzleien kursiere und nach Angaben des Verlegerverbands "sehr viel mehr und deutlich hervorgehobene Textbeiträge" erlaube. Der BDZV hält die Regelung für "medienpolitisch nicht tragbar" und appelliert an die Bundesländer, dem Text nicht zuzustimmen.
bdzv.de

Wir graturilieren: Dietmar Wolff wird 55.


Wir graturilieren: Dietmar Wolff, Hauptgeschäftsführer des BDZV, wird 55. Wolff nutzt den freien Sonntag, um mit der Familie zu feiern und in den Parks von Potsdam zu frösteln. Zu Hause wird heute mit Hausmannskost getafelt: Knackiger Feldsalat mit Speck, krosse Bratkartoffeln und deftige Frikadelle stehen auf dem Speiseplan.

Wolff wünscht sich für sein neues Lebensjahr stabile und klare politische Verhältnisse mit einer neuen Regierung – zumindest ein paar Wochen dürfte es bis zur Erfüllung dieses Wunsches aber noch dauern. BDZV-intern sieht sich Wolff auf Kurs: Der Verlegerverband habe neue Mitglieder gewonnen und von den alten mehr Unterstützung erhalten. Glückwünsche und weitere Tipps für deftige Hausmannskost nimmt der gebürtige Rheinländer per Mail entgegen.

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Heute um 24.00 Uhr ist Einsendeschluss! Der vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) ausgeschriebene Theodor-Wolff-Preis 2018 wird vergeben für Texte, die 2017 in einer deutschen Tages-, Wochen- oder Sonntagszeitung gedruckt oder digital erschienen sind. Autoren bewerben sich nur noch heute hier: www.bdzv.de/twp/

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Morgen ist Einsendeschluss! Der vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) ausgeschriebene Theodor-Wolff-Preis 2017 wird vergeben für Texte, die 2016 in einer deutschen Tages-, Wochen- oder Sonntagszeitung gedruckt oder digital erschienen sind. Autoren bewerben sich bis 31. Januar hier: www.bdzv.de/twp/

“W&V”-Gründer Alexander von Kuk ist tot.

Alexander von Kuk, Mitgründer von "Werben & Verkaufen" und Ex-BDZV-Geschäftsführer Verlagswirtschaft, ist am 22. Januar im Alter von 84 Jahren in München gestorben. Von Kuk begann seine Laufbahn beim Ullstein-Verlag, arbeitete danach bei der "Welt" und der "Süddeutschen Zeitung". Mit 29 gründete er "Werben & Verkaufen". Bis 1997 leitete er beim BDZV die Verlagswirtschaft.
wuv.de, trauer.sueddeutsche.de

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Einsendeschluss 31. Januar: Der vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) ausgeschriebene Theodor-Wolff-Preis 2018 wird vergeben für Texte, die 2017 in einer deutschen Tages-, Wochen- oder Sonntagszeitung gedruckt oder digital erschienen sind. Autoren bewerben sich bis 31. Januar hier: www.bdzv.de/twp/

BDZV schließt sich Murdoch-Forderung nach Geld von Facebook an.

BDZV unterstützt wenig überraschend die Forderung von Rupert Murdoch, wonach Facebook und vergleichbare Anbieter Verlagen Geld für die Verbreitung von vertrauenswürdigen Inhalten zahlen sollen. "Unsere Produkte werden gedruckt und digital als seriöse Quellen wahrgenommen mit weitem Abstand vor den sozialen Medien. Davon profitieren die Plattformanbieter nicht nur inhaltlich, sondern auch mit einem Zugewinn an Image", begründet der Verleger-Verband.
presseportal.de, turi2.de (Background)

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"Heimat und die Fremden" lautet das Thema des Jahres beim Theodor-Wolff-Preis 2018. Die vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) ausgeschriebene Würdigung wird vergeben für Texte, die 2017 in einer deutschen Tages-, Wochen- oder Sonntagszeitung gedruckt oder digital erschienen sind. Autoren bewerben sich bis 31. Januar 2018 hier:
www.bdzv.de/twp/

Hör-Tipp: Döpfner sieht ZDF und WDR als Vorbilder für öffentlich-rechtliche Berichterstattung.

Hör-Tipp: ARD und ZDF können gerne Texte veröffentlichen, sagt BDZV-Präsident Mathias Döpfner. Doch zwei Drittel der Online-Inhalte sollten aus Bewegtbild- und Audio-Elementen bestehen. ZDF und WDR seien Vorbilder, wie es gehen könne. ARD und ZDF sollten vor allem Video-Plattformen wie Netflix und YouTube Konkurrenz machen, meint Döpfner.
deutschlandfunk.de (12-Min-Audio)

Zitat: Nordkorea-Vergleich hat seinen Zweck erfüllt, sagt Mathias Döpfner.

"Für mich ist der Begriff nicht wichtig, aber wenn Sie so wollen, hat er seinen Zweck erfüllt."

BDZV-Präsident Mathias Döpfner steht im "Spiegel"-Interview zu seinem Nordkorea-Vergleich im Verleger-Streit mit ARD und ZDF. Die Zuspitzung habe Aufmerksamkeit gebracht, weil "wir Verlage uns nicht mehr anders zu helfen wissen".
"Spiegel" 50/2017, S. 96 (Paid), spiegel.de

Zitat: ZDF-Intendant Bellut wundert sich über BDZV-Präsident Döpfner.

"Ich habe noch keine einzige Klage von einem Verleger oder Chefredakteur gehört, wir vom ZDF würden mit unserem Angebot im Netz Verlagsangebote konterkarieren, Geschäftsmodelle zerstören."

ZDF-Intendant Thomas Bellut versteht die giftige Debatte nicht. Über kämpferische Aussagen von BDZV-Präsident Mathias Döpfner hat er sich "schwer gewundert".
"Zeit" 51/2017, S. 29 (Paid), zeit.de

Weitere Zitate:

"Google und Amazon sind wohl schwieriger zu kritisieren, denen ist Kritik aus Deutschland am Ende auch egal."


"Wir sollten uns als Qualitätsmedien gemeinsam darauf konzentrieren, in möglichst großer Zahl zu überleben."

"Immer, wenn in Deutschland versucht wird, etwas Größeres zu machen, gibt es den Kartellhammer."

Radio Bremen gibt im Streit mit Zeitungen eine Unterlassungserklärung ab.

Radio Bremen verpflichtet sich vor dem Landgericht Bremen, radiobremen.de niemals wieder in der Version vom 16. Januar 2017 anzubieten. Vier Tageszeitungen hatten wegen vermeintlich presseähnlicher, nicht sendungsbezogener Texte auf Unterlassung geklagt. Der BDZV bejubelt den Akt als "Niederlage" für Radio Bremen, das die Kosten des Verfahrens übernimmt. Die Anstalt betont, das Angebot des Tages werde ohnehin nicht mehr verbreitet und sieht den "Vorwurf der nicht-sendungsbezogenen Presseähnlichkeit ausgeräumt", da die Seite mittlerweile weiterentwickelt worden sei.
bdzv.de, radiobremen.de, turi2.de (Background)

Mathias Döpfner hat musikalische Wurzeln in Ladenburg.

Mathias Döpfner, Springer-Boss und BDZV-Präsident, übernimmt einen zusätzlichen Job: Am Sonntag, den 14. Januar, eröffnet er als Festredner im Domhof des nordbadischen Ladenburg die Feierlichkeiten zum 175. Jubiläum des Gesangsvereins Liederkranz Ladenburg. Sein Ur-Urgroßvater Franz Joseph Wenzeslaus Döpfner gründet den Verein in Ladenburg 1843, Ur-Großvater Joseph Ernst Döpfner war seinerzeit 1. Vorsitzender. Die Familie von Mathias Döpfner ist seit Jahrhunderten in der Römerstadt verwurzelt und musikalisch aktiv.
morgenweb.de

Stefan Raue: BDZV-Präsident Döpf­ner hat journalistisches Terrain verlassen.

Ma­thi­as Döpf­ner und die anderen Vertreter der Kritik am "Staatsrundfunk" verlassen den journalistischen Boden und sind selbst Partei, meint Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue in einem Gastbeitrag im "Spiegel". Wo­chen­lang sei kaum ein Tag ohne An­grif­fe un­ter der Gür­tel­li­nie vergangen. Der "klein­geis­ti­ge Krieg" helfe aber niemandem, nötig seien Kom­pro­misse. Die wirkliche Gefahr für die Verlage seien Google, Facebook und Co. Raue schreibt, auch die Öffent­lich-Recht­li­chen hätten im Umgang mit Print-Kollegen "Sün­den" begangen.
"Spiegel", 46/2017, S. 84-85 (Paid)

“Staatspresse-Debatte”: Stefan Niggemeier bezichtigt Mathias Döpfner der Lüge.

Mathias Döpfner hat ARD und ZDF sehr wohl als "gebührenfinanzierte Staats-Presse" bezeichnet, schreibt Stefan Niggemeier. Der BDZV verbreitete laut Niggemeier in seiner Entgegnung auf die Erklärung der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Redakteursausschüsse daher einer Lüge, wenn er schreibe, Döpfner habe den Ausdruck nur in einem Konjunktiv-Szenario verwendet. Die Wiedergabe Döpfners sei daher auch nicht böswillig.
uebermedien.de, turi2.de (Background)

US-Verleger-Chef bläst in “Bild” und “Welt” zur Attacke auf Google und Facebook.


Halali im Hause Springer: US-Verleger-Chef David Chavern schießt scharf gegen Google und Facebook. Über Interviews in "Bild" und "Welt" sucht der Chef der News Media Alliance den Schulterschluss mit deutschen Kollegen. Über beiden Blättern thront zufällig Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner, zugleich Präsident des deutschen Zeitungsverleger-Verbandes BDZV. Chavern will, dass sich Verleger aus den USA und Europa gemeinsam gegen Internetgiganten wehren.

Der US-Branchenlobbyist beschwert sich via "Bild", wie schwierig es sei, mit den Vertriebspartnern Google und Facebook zu leben. Beide ziehen Werbegeld ab und behinderten Online-Abos. In der "Welt" erkennt Chavern die jüngsten Bemühungen von Google und Facebook für Online-Abos an. Die Verleger würden trotz netter Worte aber "Aktivisten bleiben", bis wirtschaftliche Ergebnisse sichtbar werden. Chavern lobt namentlich EU-Kommissar Günther Oettinger für seine verlegerfreundliche Politik. Vor den Interviews in den beiden Springer-Zeitungen hatte Chavern seine Interview-Rundreise in der "FAZ" begonnen.
"Bild", S. 2; "Welt", S. 10 (Paid); faz.net

Georg Altrogge: Der BDZV droht, dem VDZ den Rang abzulaufen.

VDZ ist seit dem Rücktritt seines langjährigen Präsidenten Hubert Burda geschwächt, analysiert Georg Altrogge. Die Wahl des konfessionellen Verlegers Rudolf Thiemann zu Burdas Nach-Nachfolger werde das kaum ändern. Altrogge sieht den Konkurrenz-Verband BDZV mit Mathias Döpfner an der Spitze als neuen Stern am Lobby-Himmel. In einem Nebensatz bricht der Meedia-Chef beinahe eine Lanze für den Alternativ-Kandidaten Peter "Bulo" Böhling, der als chancenlos gilt. Der Gewinner der Wahl am 5. November stehe mit Thiemann schon fest, so Altrogge, "der Verlierer auch: der Verband Deutscher Zeitschriften-Verleger".
meedia.de

Zitat: Mathias Döpfner sieht eine Allianz zwischen Politikern und ARD und ZDF.

"Es gibt eine Interessenallianz, die dazu führt, dass kaum ein Politiker es wagt – schon gar nicht in Wahlkampfzeiten –, sich mit den Öffentlich-Rechtlichen anzulegen, weil man auf deren Wohlwollen angewiesen ist."

BDZV-Präsident und Springer-Chef Mathias Döpfner sieht einen Interessenkonflikt der Politiker bei der Kontrolle von ARD und ZDF. Besonders Landespolitiker seien von der Präsenz in den öffentlich-rechtlichen Programmen abhängig, sagt Döpfner im Interview mit der "FAZ".
faz.net

Weiteres Zitat aus dem Interview:
"Wenn sich die ARD von morgen an so verhielte wie das ZDF, würde kein Verleger mehr Kritik üben. Aber die ARD verhält sich eben anders – mit ihrer "Tagesschau"-App, mit ihren regionalen Angeboten und mit ihren Heerscharen von Print-Redakteuren, die Texte schreiben."

“Horizont”: Zeitungsverleger sind von ihrem Präsidenten Mathias Döpfner ganz angetan.

Mathias Döpfner hinterlässt als Präsident des BDZV nach einem Jahr Amtszeit einen positiven Eindruck, bilanziert Uwe Vorkötter. Branchengrößen loben Döpfner genauso wie Kleinverleger. Der Springer-Boss treibe die Reform des Verbandes voran und sei in Berlin und Brüssel präsent. Die Arbeit mit dem Präsidenten sei "sehr professionell, aber auch sehr kompliziert", weil die Granden des Verlags auch im Verband mitsprechen. Bevor eine Vorlage den Präsidenten erreiche, werde geprüft und umgeschrieben. Wenn ein Thema bei Döpfner ankomme, treffe er immerhin schnell Entscheidungen.
"Horizont", 38/2017, S. 11 (Paid)

Katrin Tischer wird Geschäftsführerin Märkte beim BDZV.

BDZV ernennt Katrin Tischer, 51, zur Geschäftsführerin für den Fachbereich Märkte, sie fängt im Dezember an. Tischer kommt vom Cornelsen Verlag, wo sie bisher als Produktions- und Prozessleiterin für Print & Digital verantwortlich ist. Beim BDZV folgt sie auf Jörg Laskowski, der den Verleger-Verband im August 2016 in Richtung Reisebranche verlassen hat. Seitdem ist der Posten unbesetzt.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Meinung: Zeitungskongress hinterlässt bei Ulrike Simon Widersprüchlichkeiten.

Zeitungskongress wirkt auf Ulrike Simon sehr ambivalent: Einerseits singt BDZV-Präsident Mathias Döpfner ein Loblied auf die Pressefreiheit, andererseits lädt der Verband Bundestrainer Jogi Löw zum PR-Gespräch mit seinem eigenen Pressesprecher ein. Auch das Ergebnis einer vorgestellten Allensbach-Studie scheint widersprüchlich: Die Mehrheit der Bevölkerung halte sich zwar für gut informiert, das Überangebot an Informationen sorge aber zugleich dafür, dass viele sich nur noch "nach Bedarf" informierten und 15 Minuten am Tag für ausreichend hielten.
horizont.net

Bild des Tages: Mathias Döpfner bereitet sich auf seine Rede beim Zeitungskongress vor.


Einsamer Präsident: Springer-Chef Mathias Döpfner sitzt beim Zeitungskongress in Stuttgart in einer noch leeren Stuhlreihe. Auf dem Schoß liegt sein Redemanuskript, das er konzentriert noch einmal durchgeht. In seiner Rolle als BDZV-Präsident wird Döpfner die Verleger an ihre Verantwortung für freien Journalismus erinnern und von der Politik bessere Rahmenbedingungen für Verlage fordern.
(Foto: Marijan Murat / dpa / Picture Alliance)

Zitat: Mathias Döpfner fordert Beschränkungen für ARD und ZDF.

"Ich hoffe sehr darauf, dass die Ministerpräsidenten den Sendern sehr bald klare Grenzen setzen."

BDZV-Präsident und Springer-Chef Mathias Döpfner appelliert beim Zeitungskongress an die Politik, die "gebührenfinanzierte Staats-Presse" von ARD und ZDF einzuschränken. Zudem fordert er, die "staatlich verursachten Kosten" für Zeitungszusteller deutlich zu senken.
presseportal.de

Oettinger will öffentlich-rechtlichen Sendern ihre Grenzen aufzeigen.

Günther Oettinger zeigt sich vor dem Zeitungskongress als Verlage-Versteher: Der EU-Kommissar will die Freiheit von ARD und ZDF im Internet einschränken. Es sei "überfällig, dass Gerichte den Graubereich ausleuchten, Spielräume definieren und den öffentlich-rechtlichen Sendern auch Grenzen aufzeigen". Er ermutigt die Verleger, per Beschwerde bei der EU-Kommission den Rundfunkbeitrag zu prüfen. Oettinger glaubt zudem, dass 2018 ein europäisches Leistungsschutzrecht beschlossen wird.
stuttgarter-zeitung.de

BDZV erwägt Reform der Präsentation der Geschäftszahlen.


Neue Zeitungs-Zahlen: Der BDZV will die Präsentation der Geschäftszahlen der Zeitungsbranche überarbeiten, sagt Geschäftsführer Dietmar Wolff im Interview mit Ulrike Simon. Der Verband überlege, die Umsätze aus dem Kerngeschäft mit Zeitungen mit Nebengeschäften wie Postdienstleistungen, regionalen Magazinen und Themen-Apps zu kombinieren. Die Zahlen aus dem reinen Zeitungsgeschäft würden die Stärke der Medienhäuser nicht vollständig abbilden. "Unsere Mitgliedsverlage haben sich längst weiterentwickelt", sagt Dietmar Wolff.

Bisher veröffentlicht der Verband jährlich Daten zum Kerngeschäft seiner Mitglieder. Seit drei Jahren gibt der BDZV ergänzend eine Trendstudie zu Zusatzgeschäften heraus, die nun ebenfalls erweitert werden soll.

Kritik an seiner Person und Amtsführung weist der BDZV-Geschäftsführer zurück und zählt die Erfolge der Verlags-Lobby auf, etwa die EU-Rekordstrafe gegen Google. Er gibt aber auch zu, dass die Reform eines Verbandes "Kraft und Nerven" kostet. Gleichzeitig lobt er Verbandspräsident Mathias Döpfner: Anders als von "manchen befürchtet", wolle er nicht dominieren, sondern achte "akribisch auf die Ausgewogenheit zwischen großen und kleinen Verlagen".
"Horizont" 37/2017, S. 16 (Paid)

Hans-Joachim Fuhrmann verlässt den BDZV.

BDZV und Hans-Joachim Fuhrmann gehen ab Jahresende getrennte Wege. Fuhrmann leitet den Bereich Kommunikation und Digitales und ist Mitglied der Geschäftsführung. Der BDZV sortiert im Zuge des Weggangs die Geschäftsbereiche neu, die Abteilungen Digitales und Verlagswirtschaft werden zusammengefasst und fließen in den neuen Geschäftsbereich Märkte ein, für den der Verband einen Geschäftsführer sucht.
presseportal.de

Verleger-Verbände: Inhalte müssen im Netz neutral aufgelistet werden.

Internet-Regulierung: Marktdominante Plattformen und Suchmaschinen müssen Presseinhalte neutral auffindbar machen, fordern die Verleger-Verbände BDZV und VDZ. Bisher seien die Algorithmen und Kriterien für die Ergebnisse von Suchmaschinen intransparent. Die Plattformen könnten Inhalte und Meinungen auslisten oder bevorzugen, teilt der BDZV "Horizont" mit. Bundesjustizminister Heiko Maas hatte ein "Antidiskriminierungsgesetz für Algorithmen gegen digitale Diskriminierung" vorgeschlagen.
horizont.net

Aus dem Archiv: Im Gespräch mit turi2-Verleger Peter Turi auf dem IT-Gipfel 2016 sagt Google-Lobbyistin Sabine Frank, eine Offenlegung der Algorithmen würde Suchmaschinen unnutzbar machen. Spammer könnten sonst die Informationen missbrauchen.

Christoph Keese denkt radikal digital – weil der Wandel extrem ausfällt.


Frisch voraus: Christoph Keese hat keine Zeit zum Verschnaufen. Die Digitalisierung verläuft immer schneller. Mehr und mehr Bereiche sind betroffen. Springer-Manager Keese fasst beim Kongress Zeitung Digital für turi2.tv die Entwicklungen zusammen. Sein persönliches Motto stammt vom französischen Lyriker Arthur Rimbaud: "Il faut être absolument moderne" – frei übersetzt: Mach dich selbst zur Speerspitze des Fortschritts.

"Mich hat früh eine Experimentierfreude befallen", sagt Keese, der durch private Neugierde getrieben auch immer nach dem neuesten Handy Ausschau hält. Das Nachdenken über digitale Geschäftsmodelle machte ihn zum "Mister Leistungsschutzrecht". Heute steht Keese mit der Springer-Tochter Hy anderen Unternehmen bei der Digitalisierung zur Seite.

Keese ist überzeugt, dass jeder mit möglichst vielen gesammelten Infos und Menschenverstand drei bis fünf Jahre vorhersehen kann. Doch kein Individuum könne alleine alles verstehen – es brauche Berater, Kooperationen und Netzwerke. Autoherstellern und Banken rät Keese einen Blick auf die Verlagsbranche: "Die anderen Branchen haben den Vorteil, dass sie von den Medien lernen können. Aber sie haben den Nachteil, dass sie viel weniger Zeit zur Verfügung haben."
turi2.tv (5-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

EU-Finanzminister vertagen einheitliche Steuer für Presse und Bücher.

Reduzierte Mehrwertsteuer für E-Paper und E-Books lässt weiter auf sich warten. Der EU-Finanzministerrat kann sich wegen des Vetos eines Mitgliedsstaates nicht einigen, beklagen BDZV und VDZ. In Deutschland gilt für die gedruckte Presse ein ermäßigter Steuersatz von 7 %. Für digitale Produkte und auch E-Books sind die vollen 19 % fällig.
presseportal.de

Verlegerverbände: Neues Urheberrecht würde Verlage und Journalisten enteignen.

Urheberrecht: Der vom Bundesrat begrüßte Entwurf zum Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz würde zu einer teilweisen Enteignung der Verlage und Journalisten führen, meinen die Verleger-Verbände BDZV und VDZ. Sollte das Gesetz in Kraft treten, bedeute dies massive Einschnitten in die Finanzierung von Journalismus. Immerhin habe der Bundesrat auf die Gefahren des Gesetzes für die Presse hingewiesen, sagen die Verlegerverbände. Der Gesetzentwurf sähe vor, dass Presseprodukte in den digitalen Angeboten von Bibliotheken teilweise gratis genutzt werden dürfen. Das Gesetz soll im Juni im Bundestag endgültig verabschiedet werden.
presseportal.de, bmjv.de (Gesetzesentwurf)

Zitat: Verleger Martin Balle sieht sich beim BDZV im Nachteil.

"In Berlin müssen sie aufpassen, dass kein Spalt entsteht – nur weil die Großstadtverlage große Probleme haben und die Tendenz, diese auf Kosten der kleinen und mittleren Verlage lösen zu wollen."

Martin Balle, Verleger von "Straubinger Tagblatt" und Münchner "Abendzeitung", schickt eine kleine Warnung an den BDZV: Der Verlegerverband vertrete zu stark Interessen aus der Großstadt.
"Kress Pro" 03/2017, S. 16-24 (Paid)