Prinz Harry kündigt “intime” Memoiren an.

Royaler Report: Prinz Harry will seine Memoiren mit "intimen und herzlichen" Details aus seinem Leben veröffentlichen, kündigt Bertelsmann Buch-Verlag Penguin Random House an. Der Herzog von Sussex schreibe "nicht als der Prinz, als der ich geboren wurde, sondern als der Mann, der ich geworden bin", zitiert ihn der Verlag. Das Werk soll Ende 2022 erscheinen. Laut des US-Magazins Page Six soll er 20 Mio Dollar Vorschuss bekommen haben.
focus.de, bild.de, pagesix.com

Willkommen im Club: Christoph Mohn.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Christoph Mohn zählt als Aufsichtsratschef schon länger zu den wichtigsten Playern im Bertelsmann-Konzern. Mit der Beförderung zum Familiensprecher der Bertelsmann Verwaltungs­gesellschaft hat Mutter Liz Mohn seine Machtfülle nochmals erweitert. Christoph Mohn ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland.
turi2.de/koepfe (Profil Mohn)

Frankreich: Mitarbeiterinnen stimmen Fusion der Sender M6 und TF1 zu.

Frankreich: Die geplante Fusion der Sendergrupppen M6 der RTL Group und TF1 des Mischkonzerns Bouygues nimmt die erste Hürde. Die Beschäftigen beider Sender und der Groupe Bouygues haben dem Zusammen­schluss zugestimmt, die Mutterkonzerne unterzeichnen eine Vereinbarung zur Fusion. Nun müssen noch die französische Wettbewerbs­behörde und die Medien­aufsicht zustimmen. Der Deal soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Content Alliance: n-tv bringt “Brigitte”-Talks ins TV.

Brigitte-TV: Die Kanzlerkandidatinnen-Interviews der Frauenzeitschrift "Brigitte" schaffen es ins Fernsehen. Der Nachrichtensender n-tv überträgt die Live-Gespräche mit Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz. Die Interviews führen "Brigitte"-Chefredakteurin Brigitte Huber und Meike Dinklage, Ressortleiterin Zeitgeschehen. Im Rahmen der Bertelsmann Content Alliance arbeiten RTL Deutschland und Gruner + Jahr zuletzt stärker zusammen. Die Zeitschrift “Geo” wirkt etwa am "Klima Update" von RTL mit, gemeinsam mit dem "stern" produziert RTL einen täglichen News-Podcast.
presseportal.de

Hör-Tipp: Bertelsmann-Podcast lässt Erinnerungen an Reinhard Mohn aufleben.

Hör-Tipp: "Er ist eben der große Macher", sagt Joachim Scholtyseck, Biograf vom verstorbenen Bertelsmann-Patriarchen Reinhard Mohn, im Podcast des Verlags. Autorin Amelie Fried spricht mit Bertelsmann-CEO Thomas Rabe und Scholtyseck über Mohn, der Dienstag 100 Jahre alt geworden wäre. Rabe sagt, dass er den "Jahrhundertunternehmer" nicht nur wegen seiner Verbundenheit zum Unternehmen, sondern auch durch sein Interesse an Mitmenschen in Erinnerung behält. Rabe bezeichnet das erste Gespräch von 2004 mit Mohn als besonders prägend und sagt: Würde er heute auf Bertelsmann blicken, wäre er u.a. im Hinblick auf die breite Aufstellung und die Kreativität stolz.
soundcloud.com (59-Min-Audio), turi2.de (Background)

Bertelsmann Stiftung gründet Liz-Mohn-Center.

Bertelsmann Stiftung gründet das Liz-Mohn-Center: In ihm sollen Themen, für die sich die scheidende Firmen-Matriarchin besonders einsetzt, "gebündelt und von ihr weiterhin verfolgt" werden. Dazu zählen u.a. Kulturprojekte sowie Initiativen zur internationalen Verständigung. Zum ihrem heutigen 80. Geburtstag verlässt Mohn satzungsgemäß den Vorstand der Stiftung, bleibt ihr aber als "weltweite Repräsentantin und Ehrenmitglied des Kuratoriums" erhalten.
bertelsmann-stiftung.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Joachim Scholtyseck schildert den Mensch und Unternehmer Reinhard Mohn.

Lese-Tipp: Joachim Scholtyseck, Autor der Biografie Reinhard Mohn. Ein Jahrhundertunternehmer schildert den verstorbenen Bertelsmann-Patriarchen im "stern"-Interview als "jemand, der sehr klar gesehen hat, in welche Richtung sich die Mediennutzung entwickelt". Mohn (Foto) sei allerdings auch "etwas kleinlich" gewesen: Einmal beschwerte er sich postalisch darüber, dass "seine hoch bezahlten Manager" bei schönem Wetter ihre Mittagspause überziehen würden.
"stern" 25/2021, S. 54 (Paid)

Liz Mohn macht Sohn Christoph zum Familiensprecher der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft.


Generationenwechsel: Bertelsmann-Matriarchin Liz Mohn übergibt zu ihrem 80. Geburtstag am 21. Juni das Amt des Familiens­prechers der Bertelsmann Verwaltungs­gesellschaft (BVG) an ihren Sohn Christoph Mohn. Der 55-Jährige ist bereits Teil des Gremiums und bleibt zudem Aufsichts­ratschef von Bertelsmann. Nach dem Tod von Reinhard Mohn 2009 hieß es zunächst, dass seine Kinder Christoph und Brigitte Mohn gleiche Chancen auf seine Nachfolge haben. Die Entscheidung für Christoph habe sich jedoch abgezeichnet, seine Jahre als Aufsichtsratschef hätten als bestandene "Probezeit" gegolten, schreibt der "Spiegel".

Mohn hat in seiner Zeit als Aufsichtsratschef mit dem Führungsstil seines Vaters gebrochen, der auf die Unabhängigkeit der Einzelun­ternehmen gesetzt hatte. Mohn sagt dem "Spiegel", es sei "unter einem Konzerndach leichter zu erkennen", welche Geschäftsmodelle sich überlebt haben und spricht sich gegen emotionale Entscheidungen aus. Den ebenfalls im Gespräch gefallenen Satz "man kann alles machen, aber überraschungs­frei muss es sein", beschreibt das Magazin als sein "Lebensmotto und Devise des Konzerns".

Liz Mohn ist auch nach der Staffel­übergabe Teil der BVG und des Aufsichtsrats sowie Ehrenmitglied im Kuratorium der Stiftung. 1999 hatte Reinhard Mohn die BVG sowie das Amt des Familiensprechers ins Leben gerufen, um den Einfluss der Familie auf den Konzern zu sichern. Das Gremium hält alle Stimmrechte und besteht aus drei Familien­mitgliedern und drei externen Kräften. Als Familiensprecher hat Christoph Mohn bei Stimmausgleich ein Vetorecht. Liz Mohn hat das Amt seit 2002 inne.
bertelsmann.de, spiegel.de (Paid), handelsblatt.com (Paid)

RTL startet neue Klima-Sendung im Juli.

Es wird grüner: RTL schickt ab 8. Juli zwei Mal pro Woche ein "Klima Update" auf Sendung. Das Format mit den Wetterexperten Christian Häckl und Bernd Fuchs läuft immer donnerstags und samstags jeweils nach "RTL Aktuell" um kurz nach 19 Uhr und entsteht in Partnerschaft mit "Geo" und der Initiative Klima vor acht. Eine ähnliche Kooperation lehnt die ARD bisher ab.
rtl.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

Bertelsmanns Multi-Channel-Netzwerk Divimove heißt künftig We are era.

Divimove, Multi-Channel-Netzwerk von Bertelsmann und RTL, tritt künftig unter der Dachmarke We are era auf. Grund ist eine Neu­positionierung nach der Integration von Ufa X, Tube One Networks und RTL MCN sowie der Fusion mit dem skandinavischen Video-Netzwerk United Screens. Mit geballter Kraft will das Netzwerk Werbekunden eine länder­übergreifende Marken­kommunikation anbieten und auch TV-Stars zu plattform­über­greifenden Persönlichkeits­marken aufbauen.
meedia.de

VW-CMO Jochen Sengpiehl lobt Bertelsmanns Ad Alliance.

Fährt drauf ab: VW-CMO Jochen Sengpiehl lobt im "Horizont"-Interview mit Jürgen Scharrer Bertelsmanns Vermarkter Ad Alliance als "absolut den richtigen Weg: Es geht nicht mehr nur um einen TV-Spot oder eine Printanzeige, sondern um das Zusammenspiel aller Kanäle und wirklich innovative Angebote." Sengpiehl guckt sich bei den Güterslohern gerne was ab und bündelt daher das VW-Marketing im neuen One Hub.
"Horizont" 22/2021, S. 8 (Paid)

Wolfgang Michal spricht von einem “beispiellosen Absturz” des Verlags Gruner + Jahr.

Abrechnung: Wolfgang Michal, zwischen 1988 und 1999 "Geo"-Redakteur, attestiert Gruner + Jahr im "Freitag" einen "beispiellosen Absturz". Gründe dafür macht er in der Vergangenheit wie der Gegenwart aus – von den gefälschten Hitler-Tagebüchern bis zur kürzlich erfolgten Absage des Neubaus in der Hafencity. Er fürchtet, dass RTL im Herbst G+J "übernehmen, inhaltlich ausschlachten und schließlich liquidieren" könnte. Ex-Chefin Julia Jäkel habe es "nicht an englischen Manager-Floskeln, aber an zündenden Geschäftsideen und journalistischem Ethos" gefehlt. Sie sei nicht aus eigenen Stücken gegangen, sondern wie ihre Vorgänger an der Ungeduld von Bertelsmann gescheitert.
freitag.de via bildblog.de

Bertelsmann-Kommunikationschef Andreas Grafemeyer geht zu PR-Startup.

Verkleinert sich: Andreas Grafemeyer, bisher Leiter der Pressestelle von Bertelsmann in Gütersloh, startet am 1. Juni beim Bielefelder PR-Startup The Trailblazers. "Ich wollte meine Komfortzone verlassen", sagt Grafemeyer dem "Westfalen Blatt". Bertelsmann hatte Grafemeyers Weggang nach mehr als 15 Jahren "auf eigenen Wunsch und im besten gegenseitigen Einvernehmen" Ende März verkündet.
westfalen-blatt.de (Paid), nw.de (Paid) turi2.de (Background)

Korrektur: In einer früheren Version stand, dass Andreas Grafemeyer bisher Chef der Bertelsmann-Kommunikation war. Das ist falsch. Wir haben den Fehler behoben und entschuldigen uns.

Frankreich: Groupe M6 und Groupe TF1 wollen fusionieren.

Französische Verhandlungen: Groupe M6 und Groupe TF1 wollen fusionieren und so eine "französische Antwort auf Herausforderungen durch globale Tech-Plattformen" liefern. Groupe M6, die größtenteils zur Bertelsmann-Tochter RTL Group gehört, und Groupe TF1 mit Mehrheitsgesellschafter Bouygues sollen bis Ende 2022 verschmelzen. Bertelsmann-Boss Thomas Rabe will durch den Schritt "nationale Media Champions in unseren europäischen Märkten schaffen."
turi2 – eigene Infos, dwdl.de

Bertelsmann-Umsatz übertrifft Vor-Corona-Niveau.

Bertelsmann kann seinen Umsatz im 1. Quartal um 10 % auf 4,2 Mrd Euro steigern. Damit übertrifft der Medienkonzern das Vor-Corona-Ergebnis aus dem 1. Quartal 2019 um 7 %. Konzernchef Thomas Rabe spricht von einem teils starken organischen Wachstum in fast allen Unternehmensbereichen. Die Pressemitteilung betont das wachsende Streaming- und Produktionsgeschäft der RTL Group sowie das Buchgeschäft von Penguin Random House.
bertelsmann.de

“Handelsblatt”: Bertelsmann-Boss Thomas Rabe legt neue Wachstumsstrategie vor.

Business-Plan: Bertelsmann-Boss Thomas Rabe fordert seine Konzerneinheiten dazu auf, "nationale Media-Champions" zu werden, berichtet Catrin Bialek aus einer internen Tagung. Als Wettbewerber sehe Rabe US-Plattformen wie Facebook oder Netflix. So sollen RTL, und damit auch der Streaming-Dienst TV Now, bis 2025 jährlich um 5 % wachsen. Im internationalen Geschäft sollen Penguin Random House oder BMG jährlich zwischen 5 und 10 % zulegen.
handelsblatt.com

“Heute wichtig”: Erste Ausgabe des Morgen-Podcasts von “stern” und RTL ist online.

Heute wichtig, der gemeinsame Morgen-Podcast von "stern" und RTL ist heute gestartet und kommt fortan werktags um 6.00 Uhr. Hinter dem Podcast steht ein crossmediales Team beider Medien­häuser, Michel Abdollahi moderiert die jeweils rund 25-minütigen Folgen. Zum Auftakt spricht er u.a. mit einer Intensiv­pflegerin über "Alles dicht machen" und ihre tägliche Arbeit auf einer Covid-Intensiv­station
dwdl.de, presseportal.de, stern.de, rtl.de (Interview Abdollahi), audionow.de (21-Min-Audio), turi2.de (Background)

“Wiwo”: RTL will bis Herbst 2 Mio Streaming-Abos erreichen und Angebote bündeln.


Reichart resümiert: RTL kommt im Abo-Wettkampf der Streamingdienste schneller voran als erwartet, sagt Bernd Reichart, 47, Chef der Mediengruppe RTL Deutschland, im "Wirtschaftswoche"-Interview. Das Wachstum bei TV Now habe sich im Vergleich zum Vorjahr in den ersten drei Monaten 2021 vervierfacht. Bis zum Herbst soll der Streamingdienst die 2-Mio-Marke knacken. Die Wachstumsraten zeigen laut Reichart, dass die Deutschen Bezahlinhalten inzwischen zugetan sind – wenn die Abo-Modelle flexibel sind. Die Erlöse sollen dem Unternehmen helfen, unabhängiger vom Werbemarkt zu werden.

Reichert bestätigt im Interview, dass RTL an einer Bündelung verschiedener Bertelsmann-Angebote arbeitet: "Es könnte im Interesse der Nutzer sein, einzelne Mediengattungen enger zu verzahnen, daran arbeiten jeweils auch Amazon und Apple gerade." Zu einer möglichen Fusion mit Gruner + Jahr sagt Reichart, es liege nahe, "zu analysieren, ob die bisherigen Kooperationen das optimale Modell sind oder ob wir noch enger zusammenrücken, um Kräfte zu bündeln". Dieser "ergebnisoffene und kollegiale" Prozess soll in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden. Vorher wolle er "nicht über dessen Ausgang spekulieren".

Den Abgang von Dieter Bohlen kommentiert Reichert so: "'DSDS' hat auf hohem Niveau nach und nach Marktanteile verloren. Deshalb bekommt die Sendung ein neues Konzept und eine neue Jury." Insgesamt reagiere RTL "auf den gewachsenen Bedarf an Orientierung und Einordnung" und setze "auf positive Unterhaltung, auf großes, innovatives Familienfernsehen".
wiwo.de (Paid), wiwo.de (Zusammenfassung), turi2.de (G+J-Betriebsrat lehnt Fusion ab), turi2.de (Abgang Bohlen)

Werbemarkt hält Stephan Schäfers Kurs bei G+J für “konsequent und schlüssig”.

Gruner + Jahr: Der Werbemarkt bewertet den CEO-Wechsel des Verlags positiv, hört Roland Pimpl. Georg Berzbach, Media-Chef bei Dentsu, attestiert dem neuen Chef Stephan Schäfer "das Rüstzeug für den Spagat zwischen multiplen Interessen". Andrea Malgara, Managing Partner bei Mediaplus, glaubt, ein "höherer Fokus auf den Gewinn wird dem Unternehmen und auch dem Markenportfolio guttun". Bernhard Becker, Media-Einkaufschef bei Mindshare, hält die Annäherung an RTL für "konsequent und schlüssig".
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

G+J-Betriebsrat lehnt Fusion mit RTL ab.


Nein, danke: Der Betriebsrat von Gruner + Jahr lehnt eine mögliche Fusion mit RTL ab, berichtet Gregory Lipinski. Man sei zwar "total offen für Zusammenarbeit mit dem Kollegium von RTL", eine Verschmelzung von Verlag und TV-Unternehmen hält der Betriebsrat aber für keine gute Idee. Ein derartiges Vorgehen koste "erfahrungsgemäß" Motivation und Geld und generiere kein Wachstum, argumentiert Frank Donovitz, Vorsitzender des Gremiums.

Mitarbeiterinnen von Gruner + Jahr befürchten vor allem, dass durch eine Fusion viele Stellen wegfallen könnten, insbesondere beim "stern". Bertelsmann, zu dem beide Unternehmen gehören, lässt über einen Sprecher ausrichten, der Prozess sei noch "völlig offen".
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

Audio Now und Hendrik Streeck pausieren ihren Corona-Podcast.

Streeckt die Waffen: Bertelsmann-Tochter Audio Now und Virologe Hendrik Streeck lassen ihren Corona-Podcast Hotspot nach nur zwei Folgen auf unbestimmte Zeit pausieren, berichtet wuv.de. Grund sind laut einer Sprecherin Terminprobleme von Streeck und Moderatorin Katja Burkard. Ursprünglich war jeden Samstag eine neue Folge geplant.
wuv.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

“Spiegel”-Einschätzung: Julia Jäkels G+J-Abschied ist Vorbote einer Fusion mit RTL.

Heiratsvorboten? Der Abgang von Julia Jäkel ist ein "Einschnitt" für mögliche Fusionspläne von RTL und Gruner + Jahr, orakeln Isabell Hülsen, Anton Rainer und Alexander Kühn im "Spiegel". Sie halten die Vereinigung für "grundsätzlich entschieden", auch weil Ex-G+J-Boss Bernd Kundrun und Ex-G+J-Vorstand Rolf Schmidt-Holtz Ende April nicht erneut für den RTL-Aufsichtsrat kandidieren. Beide hätten "schon aus alter Verbundenheit" wohl gegen eine Fusion gestimmt. Die Stimmung bei RTL sei laut einer Führungskraft "gut heiter und gelöst", bei G+J herrsche eher Sorge vor.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Bertelsmann: Umsatz sinkt 2020 um 4,1 % auf 17,3 Mrd Euro.

Dickes B: Bertelsmann kommt vergleichsweise glimpflich durch das Pandemiejahr 2020. Der Umsatz sinkt "moderat" um 4,1 % auf 17,3 Mrd Euro. Der Gewinn beläuft sich auf 1,5 Mrd Euro, ein Plus von 34 %. Damit überschreiten die Gütersloher mit ihrem Konzernergebnis zum sechsten Mal in Folge die Schwelle von 1 Mrd Euro. Gruner + Jahr muss 2020 um 16 % niedriger Erlöse verzeichnen und setzt 1,14 Mrd Euro um.
bertelsmann.de

Bertelsmann zieht Audio Now in Frankreich den Stecker.


Audio out: Bertelsmann zieht seiner kostenlosen Podcast-Plattform Audio Now in Frankreich schon wieder den Stecker, berichtet "New Business". Das Digitalprojekt, das in Frankreich erst vor einem halben Jahr gestartet war, ist bereits seit einigen Tagen inaktiv und soll nicht wieder an den Start gehen. Zur Begründung heißt es, die strategischen Prioritäten in Bezug auf Audio-Inhalte hätten sich "verschoben". Die französischen Bertelsmann-Töchter Prisma Media und Groupe M6 wollen sich künftig auf die Produktion eigener Inhalte konzentrieren, Audio Now aggregierte vor allem Fremdcontent.

Ebenso wie Prisma Media will Bertelsmann seine Anteile an M6 allerdings verkaufen: Etliche Bieter haben bereits Angebote für die 48 % abgegeben, darunter die italienische Gruppe Mediaset sowie der Vivendi-Konzern. Die beste Offerte legen laut französischen Medien bislang der TV-Anbieter TF1 und seine Muttergesellschaft Bouygues vor. Dem Deal könnten aber kartellrechtliche Schwierigkeiten im Weg stehen.
new-business.de (Audio Now), new-business.de (Verkauf M6), turi2.de (Background)

Bertelsmann sortiert seine Unternehmenskommunikation neu.

Bertelsmann sortiert seine Unternehmenskommunikation neu und baut u.a. eine Zentralredaktion auf, die den Konzern mit "kreativem Storytelling" nach außen präsentieren soll. Die bisher separaten Public Affairs-Abteilungen in Berlin und Brüssel werden unter Leitung von Katrin Gaertner zusammengelegt. Andreas Grafemeyer, bisher Leiter der Abteilung Medien- und Wirtschaftsinformation, verlässt Bertelsmann "auf eigenen Wunsch".
bertelsmann.de (Neuaufstellung), bertelsmann.de (Grafemeyer)

BMG und KKR wollen gemeinsam Musikrechte kaufen.

Big Band: Bertelsmanns Musik-Tochter BMG und der Finanz-Investor KKR verbünden sich, um gemeinsam "einzelne Transaktionen zum Erwerb von Musikrechten zu realisieren". Die Allianz beinhaltet jedoch weder eine Übertragung von Anteilen noch die Gründung eines Joint Ventures. KKR war nach der Neugründung 2008 Gesellschafter von BMG, 2013 kaufte Bertelsmann KKR die Anteile ab.
presseportal.de, wiwo.de

Ufa Fiction und BMG produzieren Musical zur ZDF-Reihe “Ku’damm 56”.

Große Bühne: Die Produktionsfirma Ufa Fiction und das Musikunternehmen BMG machen die ZDF-Reihe Ku'damm 56 im Rahmen der Bertelsmann Content Alliance zum Musical. Die Premiere findet am 28. November im Berliner Stage Theater des Westens statt, der Ticketvorverkauf startet am 22. März. Entwickelt worden ist das Musical von Annette Hess, Autorin der Geschichte, sowie von Peter Plate und Ulf Leo Sommer, die bisher Songs für z.B. Rosenstolz oder Max Raabe geschrieben haben.
presseportal.de, new-business.de

Bertelsmann Content Alliance gönnt sich eine Themenwoche Gesundheit.

Bertelsmann Content Alliance gönnt sich vom 22. bis 28. März eine Themenwoche Gesundheit. Unter dem Motto "Packen wir's an! – Gesund leben. Gesund bleiben." bringen RTL, RTL Radio, Penguin Random House und Gruner + Jahr gemeinsam Sendungen und Beiträge rund um Themen wie Vorsorge und medizinischen Fortschritt. Für das nötige Marketing auf allen Kanälen sorgen Moderatorin Katja Burkard, Arzt Dr. Christoph Specht, Krankenschwester und Influencerin Franziska Böhler und Personaltrainer Marcus Kalz.
presseportal.de

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Fast Forward: Am 25. Februar ließ die Ad Alliance beim Digitalevent Innovation NOW die Vielfalt des eigenen Portfolios erlebbar werden und zeigte einen bunten Mix zu Strategie, Programm und kommenden Werbe-Highlights – von Total Video bis zu Print und Crossmedia. In unserem Video gibt's das 6-Stunden-Event in schlanken 6 Minuten – mit Statements von Bernd Reichart, Julia Jäkel, Stephan Schäfer, Matthias Dang und vielen anderen. Hier geht's zum Video >>>

Content, Tech, Daten – was Matthias Dang und Karin Immenroth Google & Co entgegensetzen.


Transparenter werben: "Wir wollen nicht mehr Werbung verkaufen, sondern Wirkung." Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande des Ad Alliance-Events Innovation Now erklären Karin Immenroth und Matthias Dang, wie die Werbe-Tochter von Bertelsmann Google, Facebook und Co ein Schnippchen schlagen will. "Content, Technologie und Daten – auf allen diesen Feldern müssen wir Local Hero sein", sagt Dang. Der Chef der Ad Alliance sieht sich auf einem guten Weg dorthin und stellt gemeinsam mit RTL-Datenchefin Immenroth das neue Tool "Brand Aid" vor. Künstliche Intelligenz und Big Data sollen helfen, die Konsumentinnen besser zu verstehen und bei der Vermarktung zu optimieren.

Das neue Tool, erklärt Immenroth, kann die Wirkung von Werbekampagnen über Gattungsgrenzen hinweg beobachten und z.B. zeigen, welches Werbe-Medium welchen Beitrag zum Erfolg einer Kampagne leistet – und das praktisch in Echtzeit. Zudem lässt sich mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz schon im Vorfeld einer Kampagne die Werbewirkung prognostizieren. Laut Immenroth ist das eine Transparenz, die die US-Konzerne nicht bieten.
youtube.com (9-Min-Video)

Gruner + Jahr beteiligt sich an Autokauf-Plattform Instamotion.

Gruner + Fahr: Der Hamburger Verlag investiert mit einer Minderheitsbeteiligung in die Münchner Autokauf-Plattform Instamotion. Der Deal läuft über den Fonds G+J Digital Ventures erstmals in Zusammenarbeit mit der Ad Alliance – dem gemeinsamen Vermarkter von G+J sowie der Mediengruppe RTL. Instamotion erhofft sich mediale Reichweite, G+J Digital Ventures sieht einen Trend zum Online-Autokauf kommen.
meedia.de

“Nichts ist für die Ewigkeit.” Wie Thomas Rabe RTL und Gruner + Jahr fusionieren will.


Überzeugungsarbeit: Bertelsmann-Boss Thomas Rabe verteidigt im "Spiegel"-Interview von Steffen Klusmann, Anton Rainer und Alexander Kühn sein Ziel, die Töchter Gruner + Jahr und RTL näher zusammenzurücken – ob am Ende eine Fusion stehe, sei aber "noch nicht entschieden, wir stehen am Beginn des Prozesses". Es sei auch denkbar, "nur einige Geschäftsbereiche zu vereinen". Er plädiere allerdings dafür, die Ressourcen zu bündeln, so könnten beide Einheiten den "Veränderungen besser begegnen". Im 3. Quartal solle die Entscheidung fallen, im 4. werde sie umgesetzt. Rabe macht keinen Hehl daraus, dass er mit der Fusion auch sparen will: Es gehe darum, die Reichweiten zu bündeln, "gleichzeitig würden durch die Zusammenführung von Strukturen auch Kosten wegfallen".

Dass Rabe G+J vor kurzem noch komplett verkaufen wollte, etwa an Burda, dementiert der Manager strikt. Mit dem Gedanken, ProSiebenSat.1 zu übernehmen, spiele er hingegen immer noch – allerdings "nicht unmittelbar". Durch die geplante Konsolidierung "könnten wir sogar noch mal ein Stück kleiner werden", sagt Rabe. Er peilt bis 2025 aber ein Umsatzziel von 20 Mrd Euro an und will Bertelsmann "stärker auf Wachstum ausrichten". Über sein neues Hobby, einen Jagdgrund, sagt er: "Ich kümmere mich dort um den Holzteil. Aufforsten, Waldumbau, CO2-Ausgleich, das interessiert mich. Das Jagen überlasse ich anderen."
spiegel.de (Paid)

“Guidos Deko Queen”: Heft und TV-Sendung starten im März.

Guido auf allen Kanälen: Gruner + Jahr legt "Guidos Deko Queen" mit Guido Maria Kretschmer ab dem 18. März an den Kiosk – zum Einführungspreis von zwei Euro, der reguläre Preis beträgt 3,50 Euro. Zehn Ausgaben sind jährlich geplant, die Auflage liegt bei 140.000. Im Rahmen von Bertelmanns Content Alliance zeigt TV-Sender Vox ab dem 20. März eine gleichnamige Doku-Soap am Samstagnachmittag mit vorerst sechs Folgen. Ursprünglich sollte die Zusammenarbeit bereits im Herbst 2020 starten.
presseportal.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

DWDL: Mediengruppe RTL Deutschland schraubt an der Marke und nennt TV Now künftig RTL+.


Now ist bald vorbei: Die Mediengruppe RTL Deutschland positioniert ihre Streamingmarke TV Now neu und nennt sie künftig RTL+, schreibt Thomas Lückerath bei DWDL. Der Schritt sei nur ein Teil des Projekts "RTL United" – aus dem eine einheitliche Kernmarke RTL in allen Märkten hervorgehen soll, um mit internationalen Anbietern wie Netflix, Disney und Co mitzuhalten. Bisher treten RTLs TV- und Radiosender sowie Digitalangebote unter verschiedenen Logos und Bezeichnungen auf.

"Ziel ist es, die Marke RTL als führende europäische Unterhaltungsmarke nachhaltig zu stärken und die Markenarchitektur innerhalb der gesamten RTL Group zu harmonisieren – national und international, von den Corporate Brands bis hin zu den Sender- und Formatmarken, über alle digitalen Plattformen", sagt Inhalte-Chef Stephan Schäfer. Lückerath reist gedanklich in der Zeit zurück, um zu erklären, warum die Streamingplattform TV Now namenstechnisch so generisch daherkam: 2018 starteten die Mediengruppe RTL, ProSiebenSat.1 und Discovery je ein Streamingangebot – und jeder hoffte, "einen Marktstandard zu etablieren, dem sich andere Sender anschließen würden". (Foto: Thies Rätzke für die turi2 edition #4)
dwdl.de

Ulrike Simon: Spiegel-Verlag diskutiert “juristische Drohszenarien” gegen RTL-Einfluss.

Spiegel fürchtet, ähnlich unter Druck zu geraten, wie Gruner + Jahr, wenn RTL bei G+J künftig das Sagen übernimmt, schreibt Ulrike Simon. Im Verlag würden bereits "juristische Drohszenarien" diskutiert, sollte die RTL Group künftige Investitionen behindern oder auf andere Weise Entscheidungen blockieren. Bevor Gruner + Jahr seine Anteile am Spiegel-Verlag von 25,5 % an die RTL Group übertragen kann, haben die Mitarbeiter KG und die Augstein-Erben ein Vorkaufsrecht.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Mediengruppe RTL Deutschland und Gruner + Jahr erwägen Fusion.


Verlagsfernsehen der Zukunft: Bertelsmann erörtert eine Fusion von Mediengruppe RTL Deutschland und Gruner + Jahr, schreibt CEO Thomas Rabe den Mitarbeiter*innen im Intranet. DWDL zitiert daraus: "Beide Unternehmen haben Workshops aufgesetzt, die jetzt ergebnisoffen verschiedene Optionen prüfen. Ziel ist neben der noch engeren Kooperation auf unterschiedlichen Feldern auch die Entwicklung einer gemeinsamen Wachstumsstrategie." Laut Rabe können die beiden Medienunternehmen "auf eine bereits intensivierte Zusammenarbeit" aufbauen.

Bertelsmann müsse Antworten auf den Wettbewerb mit globalen Tech-Plattformen finden. Seine Favorisierte liefert Rabe gleich mit, sie lautet: "mehr Zusammenarbeit, um an Größe, Ressourcen und Kompetenz zu gewinnen". Einer Fusion stehen aber Hürden entgegen, deshalb formuliere Rabe vage, analysiert Thomas Lückerath. Die Strategie zeichnet sich aber seit längerem ab, unter anderem durch die Content und die Ad Alliance.
dwdl.de

G+J-Zeitschriften werden zum Bertelsmann-Marketinginstrument, meint Ulrike Simon.

Lese-Tipp: Gruner + Jahr ist kaum wiederzuerkennen, schreibt Ulrike Simon. Seit 2013 hat sich der Umsatz halbiert. Simon analysiert, das habe neben dem Strukturwandel der Medien "auch mit der Unternehmensführung zu tun und mit dem Druck, den Bertelsmann-CEO Thomas Rabe ausübt". Julia Jäkel, Stephan Schäfer und Oliver Radtke haben es laut Simon mit dem Wachstum probiert, allerdings "ohne durchschlagenden Erfolg". Sie kritisiert, dass Chefredakteur*innen inzwischen mehrere Titel verantworten, "das kannte man früher nur von Häusern, auf die G+J herabblickte". Bei Content Alliance und Ad Alliance entscheiden laut Simon "die Kaufleute" über die Themen, die Zeitschriften seien immer häufiger "zusätzliches Marketinginstrument für RTL-Sendungen".
horizont.net (Paid)

RTL Group verkauft US-Werbetechnologie-Firma SpotX.

RTL Group nimmt 1,17 Mrd Dollar für den Verkauf des US-Werbetechnologie-Unternehmens SpotX an die US-Firma Magnite ein. Der Kaufpreis setzt sich aus 560 Mio Dollar und 14 Mio Magnite-Aktien zusammen. Seit 2017 hält die Bertelsmann-Tochter alle Anteile an SpotX. RTL-Chef Thomas Rabe sagt, das Unternehmen wolle sich stärker auf den europäischen Markt konzentrieren.
rtlgroup.com, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Bertelsmann Content Alliance startet gemeinschaftlichen Morgen-Podcast.

Hör-Allianz: Einen gemeinsamen Morgen-Podcast ab Frühjahr kündigen "stern", die Mediengruppe RTL und Audio Alliance unter dem Dach der Bertelsmann Content Alliance an. Das Audio-Now-Format soll wochentäglich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft behandeln. Die Ausgaben sollen "crossmedial und mobil" zwischen Hamburg, Berlin und Köln entstehen.
presseportal.de

Neuer Anlauf: RTL empfängt Angela Merkel heute zum Corona-Interview.

Zweiter Versuch: Angela Merkel stellt sich heute um 20.15 Uhr bei RTL den Fragen von Frauke Ludowig und Politikchef Nikolaus Blome. Die 15-minütige Sendung "Corona-Krise – Deutschland braucht Antworten" läuft bei RTL und n-tv sowie im Livestream auf RTL.de. Für ihr Corona-Interview bei der ARD wurde die Bundeskanzlerin kritisiert – sie habe bereits Bekanntes nur noch einmal "banaler formuliert".
rtl.de, turi2.de (Kritik)

Reuters: Bertelsmann erwägt den Verkauf seiner französischen Tochter M6.

Adieu: Bertelsmann zieht in Erwägung, sich von dem französischen TV-Sender Group M6 zu trennen, berichtet Reuters. Die Tochter der RTL Group könnte dabei mit 3 Mrd Euro bewertet werden. Die Verhandlungen sollen sich in einem frühen Stadium befinden, u.a. seien Vivendi, der französische Sender TF1 sowie der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky und der italienischen Berlusconi-Konzern Mediaset im Gespräch.
reuters.com, handelsblatt.com