Bertelsmann stockt seine Anteile am brasilianischen Bildungsunternehmen Afya auf.

Bertelsmann stockt seine Anteile am brasilianischen Bildungsunternehmen Afya auf und konsolidiert es in der Bertelsmann Education Group. Das Unternehmen investiert 161 Mio Dollar und hält somit insgesamt 57 % der Stimmrechte. Seit 2014 ist Bertelsmann an Afya beteiligt, zuletzt investierte das Unternehmen im August 2021 rund 500 Mio Euro.
bertelsmann.de, turi2.de (Background)

Debatte: Bertelsmann-Stiftung fordert staatlich finanziertes Weiterbildungssystem.

Zeit zum Lernen: Die Bertelsmann-Stiftung fordert angesichts des Fachkräftemangels einen Ausbau des deutschen Weiterbildungssystems. Notwendig sei eine staatliche Finanzierung, zum Beispiel durch Lohnersatzleistungen und Weiterbildungsstipendien, aber auch ein Rechtsanspruch auf Bildungszeit. Eine Bertelsmann-Studie hatte gezeigt, dass es zwar viele Weiterbildungsangebote gibt, die aber vor allem Jüngere erreichen, die ohnehin schon gut qualifiziert sind.
handelsblatt.com

Bertelsmann fährt 2021 bestes operatives Ergebnis seiner Geschichte ein.

Bertelsmann verzeichnet 2021 das beste operative Ergebnis seiner Geschichte. Der Umsatz wächst um 11,4 % auf 18,7 Mrd Euro. Der Gewinn beläuft sich auf 2,3 Mrd Euro - ein Plus von 58 % im Vergleich zu 2020. Das operative EBITDA erreicht den Rekordwert von 3,2 Mrd Euro, 2020 waren es noch 3,1 Mrd Euro. Die Schulden sinken um 1,1 Mrd Euro und liegen nun unter 1 Mrd Euro.
bertelsmann.de

- Anzeige -

Karin Schlautmann, Kommunikationsleiterin bei Bertelsmann, sagt im neuen Podcast "turi2 Jobs", dass sie vor allem als Lokaljournalistin viel gelernt hat, was sie auch heute noch anwenden kann. Sie ist eines von 100 Vorbildern in der turi2 Edition #17. Das Buch zum Thema "Arbeiten in der Kommunikation" erscheint am 6. April und stellt die 100 wichtigsten Arbeitgeber aus Werbung, Marketing, PR und Medien vor.
turi2.tv (direkt zu vertrauenswürdigen Geschichten), turi2.tv (ganzer 39-Min-Podcast), spotify.com, podcast.apple.com

“Man muss kein Techie sein” – Karin Schlautmann über die Arbeit in der Bertelsmann-Kommunikation.


PR und Verantwortung: Das Setting, die Optik, Kleidung, die Dekoration – "am Ende kann alles eine Botschaft sein", sagt Karin Schlautmann. Kommunikation sei mehr als das geschriebene oder gesprochene Wort. Im neuen Podcast "turi2 Jobs – Arbeiten in der Kommunikation" sagt die Bertelsmann-Kommunikationsleiterin, dass genau das eins der wichtigsten Dinge ist, "die man sich in dem Beruf klar machen muss". Auch Neugierde und ein offener Blick für Technik und neue Formate spielen eine große Rolle, denn nichts verändere sich so schnell, wie die Kommunikationsarbeit. "Dafür muss man aber kein Techie sein", sagt Schlautmann im Gespräch mit Peter Turi. Es gehe eher darum, zu erkennen, welche Technik zur Vermittlung der Botschaft passt.

Auch Schlautmann selbst ist kein Technik-Freak und kommt aus dem Journalismus. Fast 20 Jahre lang war sie für verschiedene Medien in Deutschland unterwegs. Nach einem Volontariat beim "Westfalen-Blatt" in Bielefeld arbeitet sie unter anderem bei der "Bild" im Chemnitz und wird Redakteurin bei der ersten deutschen Late-Night-Show mit Thomas Gottschalk in München. Auch, wenn sich diese Stationen von ihrem jetzigen Job unterscheiden, konnte Schlautmann in jedem Bereich etwas lernen. Bei Gottschalk etwa "ging es sehr stark um Inszenierungen". Das hilft ihr auch heute noch, wenn die Bertelsmann-Party geplant oder der Image-Teil des Geschäftsberichtes erstellt wird.

Vor allem aus ihrer Zeit als Lokaljournalistin hat Schlautmann viel mitgenommen. Sie ist fest davon überzeugt: "Wer keine Freude hat an Lokalthemen, der findet auch schwer Zugang zu großen, internationalen Geschichten." Eine Journalismus-Vergangenheit ist dennoch keine Voraussetzung, um in der Unternehmens­kommunikation zu arbeiten, sagt Schlautmann. In ihrem Team gibt es "alle Hintergründe" vom Politik- oder Wirtschaftsstudium bis zur Historikerin. Wichtiger sei es, zu überlegen: "Was finde ich spannend und wie kann ich mich einbringen?"

Karin Schlautmann ist eines von 100 Vorbildern in der turi2 edition #17. Das Buch zum Thema "Arbeiten in der Kommunikation" erscheint am 6. April und stellt die 100 wichtigsten Arbeitgeber aus Werbung, Marketing, PR und Medien vor. Die neue Podcast-Reihe turi2 Jobs begleitet die Buch-Veröffentlichung und die neue Jobplattform turi2.de/jobs.
turi2.tv (39-Min-Podcast auf YouTube), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Bertelsmann-Chef Thomas Rabe ist offen für Fusion mit ProSiebenSat.1.

Softe Signale: Bertelsmann-CEO Thomas Rabe zeigt sich im "FAS"-Interview offen für eine Fusion von RTL mit ProSiebenSat.1, auch wenn dies kurzfristig "nicht auf der Agenda" stehe. Die geplanten Zusammen­schlüsse größerer Privatsender in Frankreich und den Niederlanden sehe er als "echte Test­fälle": Sollten diese klappen, kenne er "keinen guten Grund, warum es nicht auch in Deutschland funktionieren sollte". Die "unmittelbaren Auswirkungen" des Ukraine-Kriegs seien für Bertelsmann gering, in Russland gebe es 2.200 Angestellte in einer Druckerei sowie in der Logistik-Sparte von Arvato.
faz.net (Paid), wiwo.de

Porträt: Bertelsmann-Kommunikationschefin Karin Schlautmann.

Das Neue und das Alte: Wenn es etwas Neues in der Medienwelt gibt, saugt Karin Schlautmann es auf. Ständig ist sie auf der Suche nach innovativen Tools und Kommunikationswegen. Per Online-Studium bildet sie sich zu Themen wie Datenanalyse und Künstlicher Intelligenz weiter, die "in der Kommunikation immer wichtiger werden". Sie brauche Infos aus verschiedensten Quellen, um "Entwicklungen und Stimmungen einschätzen und kommunikative Chancen ausloten zu können".

Als Chefin der Unternehmenskommunikation bei Bertelsmann muss sie große Zukunftsthemen angehen: Bis 2030 will der Konzern klimaneutral sein. Und auch Diversität stellt sie als wichtigen Aspekt für ihr Team heraus, das mit Medien aus allen Teilen der Welt zusammenarbeitet. Diesen Blick nach vorne verbindet sie mit Bewahrung und Reflexion der Vergangenheit. Schließlich vermittelt ihre Abteilung auch das kulturelle Engagement von Bertelsmann, von der Restauration bedrohter Stummfilme bis zum Ricordi-Archiv in Mailand, das Dokumente der italienischen Operngeschichte verwaltet.

Schlautmann schwärmt von der Vielfalt ihrer Aufgaben. Sie beginnt ihre Karriere mit einem Volontariat beim "Westfalenblatt", arbeitet bei "Bild", "Bunte" und "Gala" und übernimmt schließlich auch die Chefredaktion der "Frau im Spiegel".

Bei Bertelsmann ist sie mittlerweile eng mit dem Management verbunden und freut sich, "aus erster Hand" über die Konzern-Strategie informiert zu sein. Wer in der Medienwelt arbeiten will, muss Neugier und die Bereitschaft zu ständiger Veränderung mitbringen, empfiehlt sie – und hofft, dass sie in ihrem nächsten Leben wieder dort landen wird. Sie kann sich "keine spannendere Branche vorstellen".

3 Karriere-Tipps von Karin Schlautmann
1. Sei neugierig und verschaffe dir eine breite Allgemeinbildung.
2. Lerne, in starken Botschaften zu denken.
3. Befasse dich intensiv mit Medien in ihrer ganzen Vielfalt: Schau dir den Wirtschaftsteil deiner Lokalzeitung genauso neugierig an wie Reels auf TikTok, Threads auf Twitter oder ein internationales Magazin wie den "New Yorker".

Karin Schlautmann
Geb. 1965 in Herzebrock-Clarholz
1987: Volontariat beim "Westfalen-Blatt" in Bielefeld
1994: Redakteurin für "Gottschalks Late Night"
1995: "Bild"-Chefreporterin in München
2002: Stellvertretende "Gala"-Chefredakteurin
2003: Chefredakteurin bei "Frau im Spiegel"
2007: Kommunikationschefin der Bertelsmann-Stiftung
2011: Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Bertelsmann


(Foto: Jan Voth / Bertelsmann)

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #17 Jobs – lesen Sie alle Geschichten hier im E-Paper:

Sanktionen schränken Bertelsmanns Russland-Geschäft ein.

Russland-Sanktionen belasten auch Bertelsmann, berichtet Gregory Lipinski. Zwar hat sich der Konzern weitgehend aus Russland zurückgezogen, die Dienst­leistungs-Tochter Arvato Supply Chain Solutions hat im russischen Jaroslawl aber noch rund 2.000 Beschäftigte, eine Druckerei am selben Standort weitere 200. Ein Sprecher rechnet mit einer Einschränkung der Geschäfts­aktivitäten, "bis hin zu deren möglicher vorüber­gehender Einstellung".
meedia.de (Paid)

Jennifer Mullin und Núria Cabutí ziehen ins Bertelsmann Group Management Committee.

Bertelsmann beruft Jennifer Mullin (Foto) und Núria Cabutí zum 1. März in das Group Management Committee. Mullin ist Chefin der Produktionsfirma Fremantle. Cabutí leitet den spanischen Ableger der Verlagsgruppe Penguin Random House. Das 20-köpfige Komitee berät den Bertelsmann-Vorstand u.a. bei Fragen zur Konzernentwicklung.
presseportal.de

Ufa bildet Quer­einsteigerinnen zu Film-Fachkräften aus.

Ufa sucht gezielt Quer­einsteigerinnen, um dem Fachkräfte­mangel in der Film- und TV-Branche "aktiver entgegen­zusteuern". Die neue Ufa Academy bietet berufliche Weiter­bildung für Aufnahme­leitung, Regie­assistenz, Script/Continuity und Film­geschäfts­führung. Bewerben können sich Menschen zwischen 25 und 60 Jahre, Medien-Erfahrungen sind keine Voraussetzung. Während des zweijährigen Programms erhalten die Teilnehmenden den Mindestlohn.
ufa.de, dwdl.de (Interview)

RTL will beim neuen Führungsteam in Sachen Diversity nachbessern.


Frauen-Flaute: Das neue RTL-Führungsteam stellt sich selbst per Mail an die Belegschaft die Diagnose, "nicht divers genug" zu sein. Erst vor wenigen Tagen war die neue Führungsriege um Matthias Dang und Stephan Schäfer bekannt gegeben worden – bestehend aus 18 Männern und nur vier Frauen. "Bissige Kommentare" von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Intranet sollen die Spitze laut "Wirtschaftswoche" "zur Selbstkritik" bewogen haben.

In den kommenden Wochen wolle sich RTL "ernsthaft mit dem Thema befassen" und bittet dabei um Unterstützung: Angestellte sollen Ideen und Vorschläge einreichen. "Mit Blick auf Diversität" habe die Besetzung des Führungsteams "eine lebendige Diskussion im Unternehmen ausgelöst", bestätigt RTL. Die Geschäftsführung werde zu dem Punkt "weiter intensiv arbeiten".
wiwo.de, turi2.de (Background)

Influencer-Netzwerk We are Era bietet Coaching für Content-Talente.

We are Era, Influencer-Netzwerk von Bertelsmann, startet eine Coaching-Plattform für Künstlerinnen und Content Creator. Your Era bietet in Form von Video­kursen und 1:1-Coachings Know-How und Wissens­transfer aus Schauspiel, Theater, Moderation, Musik und Content-Creation. Das Angebot steht gegen Bezahlung auch Talenten zur Verfügung, die nicht bei We Are Era unter Vertrag sind.
per Mail, your-era.com

“Eine Marke sollte immer auch verantwortungsvoll sein” – Gabriele Haessig und Frank Vogel über Purpose Marketing.


Marken mit Botschaft: "Purpose Marketing wird oft missverständlich verwendet", sagt Frank Vogel, bei der Ad Alliance zuständig für Marketing und Sales, im Doppel-Interview mit Gabriele Hässig, die bei Procter & Gamble Nachhaltigkeit und Kommunikation verantwortet. Am Rande des Events Innovation Now erklärt er gemeinsam mit Hässig, wie gutes Purpose Marketing funktioniert. Eine Limonade habe als ersten Zweck, gut zu schmecken, zu erfrischen oder stehe für Spaß. Der sehe heute aber vielleicht anders aus, als in den 1990er Jahren: "Wir tun Dinge, die uns früher Spaß gemacht haben, heute nicht mehr, weil sie einfach nicht nachhaltig sind." Auch Hässig betont die Verantwortung großer Werbe-Kunden wie Procter & Gamble: Der Konzern arbeite seit seiner Gründung 1837 daran, "das Leben der Menschen jeden Tag ein Stückchen besser zu machen". Sie will im Marketing die Stimmen großer Marken nutzen, um Themen zu transportieren, die zu den jeweiligen Marken passen.

Als Beispiel nimmt Hässig die Windelmarke Pampers: Deren Zweck sei es, dass Babys gesund aufwachsen. Mit Studien wie Zukunft. Leben. Jetzt!, die Pampers mit der Zeitschriften-Marke "Eltern" aufgesetzt hat, will Procter & Gamble erfahren, wie junge Familien heute leben und was sie bewegt – und ihren Anliegen eine Stimme geben. Gleichzeitig betonen Hässig und Vogel, dass Daten auch in Zeiten von KI in der Werbung nicht alles sind. Daten würden zwar helfen, Werbung und deren Platzierung zu optimieren, es brauche aber immer einen "liebevollen", "empathischen" Blick auf die Menschen.
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube)

RTL Group wächst dank TV-Werbung und Streaming.

RTL Group wächst im 3. Quartal um 3,9 % auf 1,455 Mrd Euro Umsatz. Das TV-Werbe­geschäft legt sogar um 15,7 % zu. Von Januar bis September steigt der Gesamt­umsatz um rund 10 % auf gut 4,7 Mrd Euro. Der Streaming-Umsatz von RTL+, bisher TV Now, Videoland in den Niederlanden wächst in den ersten drei Quartalen um 30,6 % auf 162 Mio Euro. Für das gesamt Jahr erwartet die RTL Group 6,5 Mrd Euro Umsatz. Der Umsatz der RTL-Mutter Bertelsmann steigt in den ersten neun Monaten um 9,2 % auf 13,1 Mrd Euro
dwdl.de, company.rtl.com, presseportal.de (Bertelsmann)

Bertelsmann kauft die Rote Liste Service GmbH.

Gesundes Investment: Bertelsmann kauft die Rote Liste Service GmbH, die das auflagenstärkste Arzneimittelverzeichnis Deutschlands herausgibt. Die Gütersloher haben die Anteile des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie und des Verbands Forschende Arzneimittelhersteller bereits zum 1. Oktober übernommen. Über die Details haben alle Seiten Stillschweigen vereinbart, Bertelsmann möchte die Rote Liste künftig digital ausbauen.
bertelsmann.de

RTL.de überträgt Vollendung von Beethovens 10. Sinfonie.

KI-Komposition: Die Deutsche Telekom vollendet die 10. Sinfonie Beethovens mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz – für den Medien-Aufschlag zur Präsentation kooperiert der Konzern mit Bertelsmann-Medien. Am 9. Oktober überträgt ein Livestream auf RTL.de, n-tv.de und stern.de das Ergebnis der KI-Komposition. RTL, n-tv und Vox begleiten die Veröffentlichung auch im TV-Programm mit mehreren Beiträgen zu KI und Kreativität, in Print berichten "stern" und "Gala". Beethoovens 10. Sinfonie ist seit fast 200 Jahren unvollendet.
mediengruppe-rtl.de

Hör-Warnung: Viele Bertelsmann-Köche verderben bei “heute wichtig” den Klang-Brei.

Weghör-Tipp: Viele Köche verderben den Klang-Brei, deshalb ist der Podcast "heute wichtig" aus dem Hause Bertelsmann/AudioNow/RTL/n-tv/stern auch heute unwichtig. Der Podcast präsentiert sich in seiner 98. Folge vom Freitag als seelenloses, von Moderator Michel Abdollahi runtergeschludertes Synergie-Kunstprodukt ohne Wumms. Nach einer abgelesen wirkende Cross-Promotion für die Amazon-Recherchen des RTL-Teams Wallraff irrlichtert Abdollahi durch den Wortwechsel mit dem AfD-Twitter-Sternchen Marie-Thérèse Kaiser. Prädikat: verzichtbar.
art19.com

DWDL: Bernd Reichart und die Mediengruppe RTL Deutschland gehen getrennte Wege.

Führungs-Frage geklärt: Nach insgesamt rund achteinhalb Jahren und zweieinhalb als CEO verlässt Bernd Reichart die Mediengruppe RTL Deutschland, meldet der in Köln bestens vernetzte Thomas Lückerath bei DWDL. Künftig leitet ein Duo das Haus: Stephan Schäfer, CEO von Gruner + Jahr und seit 2019 zusätzlich Geschäftsführer Inhalte & Marken bei RTL, macht gemeinsame Sache mit Matthias Dang, dem langjährigen Chefvermarkter und Ad-Alliance-Chef. Unklar ist noch, in welcher Form Reichart Bertelsmann erhalten bleibt.

Im Rahmen der Übernahme von Gruner + Jahr war zuletzt viel darüber spekuliert worden, wer den Chefposten bei RTL Deutschland übernimmt. Das "Manager-Magazin" sah Stephan Schäfer schon vor einigen Wochen im Vorteil, weil er "beide Kulturen" kennt. Dass Schäfer und Reichart den Job als Duo machen würden, galt dagegen als ausgeschlossen: Beide würden sich nicht gut verstehen. Lückerath sieht einen weiteren Grund in der "Dopplung der Expertise": Sowohl Schäfer als auch Reichart seien "in den Inhalten zuhause". Mit Matthias Dang seien die "Zuständigkeiten zwischen Finanzen und Inhalten in der neuen Führung klarer verteilt". Schäfer und Dang stehen nun vor der "Mammut-Aufgabe", Gruner + Jahr zu integrieren und einen "nationalen Champion" aufzubauen, wie ihn sich Bertelsmann-CEO Thomas Rabe wünscht.
dwdl.de

“Packen wir’s an”: Bertelsmann Content Alliance macht eine Wasser-Themenwoche.

Wasser marsch: Vom 4. bis 10. Oktober geht es bei RTL, UFA, RTL Radio, Penguin Random House und Gruner + Jahr schwerpunktmäßig um Themen rund ums Wasser. Mit der Nachhaltigkeits-Themenwoche "Packen wir's an! Damit es auch morgen noch läuft" will die Bertelsmann Content Alliance "ein Bewusstsein für den Zustand der Ressource und des Lebensraums Wasser schaffen" und zeigen, "wie der Klimawandel unser Leben verändern kann".
presseportal.de

Übermedien wirft Bertelsmann Verfälschung der Firmengeschichte vor.

Bertelsmann: Übermedien wirft dem Medienkonzern vor, die Rolle von Reinhard Mohn bei der Aufklärung der Nazi-Vergangenheit des Unternehmens zu verfälschen. Die Biografie "Reinhard Mohn. Ein Jahrhundertunternehmer" stilisiere den verstorbenen Patriarchen zum "Oberaufklärer", der die Aufdeckung der Legende vom "Widerstandsverlag" 1998 mit vorangetrieben habe, dabei sei das Gegenteil der Fall gewesen. Autor Thomas Schuler zitiert u.a. den damaligen CEO Thomas Middelhoff, der für sich in Anspruch nimmt, die Aufarbeitung gegen den Widerstand von Mohn durchgesetzt zu haben. Der Historiker Joachim Scholtyseck, Autor der neuen Mohn-Biografie, widerspricht dem Vorwurf.
uebermedien.de (Paid)

“Handelsblatt”: Bertelsmann will Callcenter-Dienstleister Majorel zeitnah an die Börse bringen.

Bertelsmann plant seinen Callcenter-Dienstleister Majorel im Herbst an die Amsterdamer Börse Euronext zu bringen, berichtet das "Handelsblatt". Die Firma ist ein Joint Venture mit der Saham-Gruppe und beschäftigt derzeit weltweit etwa 60.000 Menschen. Majorel könnte eine Bewertung von bis zu 3 Mrd. Euro erhalten, so das "Handelsblatt". Bertelsmann lässt wissen, derlei Spekulationen grundsätzlich nicht zu kommentieren.
handelsblatt.com (Paid)

Ralf-Dieter Brunowsky nennt Gruner + Jahr “sterbenden Verlag”.

Bertelsmann hätte Gruner + Jahr besser am Stück oder in Teilen verkaufen sollen, so wie Springer es mit seinem Zeitschriften-Geschäft gemacht hat, urteilt Ralf-Dieter Brunowsky. Dass RTL nun die inhaltliche Führung im Verlagsgeschäft übernehme, ist für ihn "ein strategischer Gau". Die Vision von Thomas Rabe, mit RTL internationalen Streaming-Riesen einen nationalen Champion entgegenzusetzen, vergleicht der langjährige G+J-Journalist mit dem vergeblichen Versuch der Sparkassen, eine Alternative zu PayPal zu etablieren.
meedia.de (Paid)

Meinung: RTL/G+J gelingt nur, wenn Eigenständigkeit der Marken erhalten bleibt.

Bertelsmann: Die Übernahme von Gruner + Jahr durch RTL wird nur dann zum Erfolg, wenn es gelingt, die "Eigenständigkeit und den Charakter der Marken und ihrer Redaktionen" zu erhalten, urteilt Peter Steinkirchner. Auch die Frage, wer an der Spitze des Medienunternehmens steht, dürfte entscheidend sein: Weder RTL-Chef Bernd Reichart noch G+J-Boss Stephan Schäfer werden wohl freiwillig auf den Top-Job verzichten. Steffen Grimberg erwartet bei T-Online einen Zusammenprall der Kulturen, zumal das "immer noch von mildem hanseatischen Dünkel geprägte Verlagshaus von der Elbe" beim "Privatfernsehmoloch vom Rhein nur auf den Beifahrersitz" darf.
wiwo.de (Steinkirchner), t-online.de (Grimberg)

Bertelsmann gemeindet Gruner + Jahr bei RTL ein.


Rückschnitt: Zwei Tage nach dem Tod des früheren Gruner + Jahr-Chefs Gerd Schulte-Hillen verkündet Bertelsmann das Ende von Gruner + Jahr als eigenständiges Unternehmen. Offiziell spricht der Konzern davon, die Unternehmen zusammenzuführen, der letzte Absatz der Pressemitteilung legt aber nahe, dass vom einstigen Großverlag nicht mehr viel übrig bleibt. Dort heißt es, dass die G+J-Zukunftsfelder Territory und Applike, sowie das Zeitungsgeschäft DDV und die "Spiegel"-Beteiligung bei Bertelsmann "verbleiben". RTL kauft das Mediengeschäft von G+J für 230 Mio Euro. Die Nachricht dürfte die schlimmsten Befürchtungen der Gruner + Jahr-Mitarbeiterinnnen erfüllen, wenn nicht übertreffen.

Für Konzernchef Thomas Rabe ist das Gemeinschafts-Unternehmen der Anfang eines "nationalen Medien-Champions", der das Mediengeschäft auf dem Deutschen Markt gegen die internationale Konkurrenz stärkt. "Kein anderes Medienunternehmen hierzulande kann ein derartiges, gattungsübergreifendes Wachstumsbündnis schaffen." Das neue Unternehmen soll Anfang 2022 an den Start gehen. Der Verlagssitz von Gruner + Jahr soll in Hamburg bleiben.

Über die künftige Führung der Gruner + Jahr Deutschland GmbH sagt Thomas Rabe auf der Pressekonferenz zur Fusion noch nichts Konkretes, legt aber Wert darauf, dass das künftige Management "geschlossen" hinter der Fusion stehen muss. Mitarbeiter-Befragungen hätten ergeben, dass "die überwältigende Mehrheit" den Zusammenschluss befürworten. DJV und Verdi mahnen, auch unter RTL-Flagge die Tarifbindung zu erhalten.
horizont.net, faz.net, dwdl.de, djv.de, dju.verdi.de

Prinz Harry kündigt “intime” Memoiren an.

Royaler Report: Prinz Harry will seine Memoiren mit "intimen und herzlichen" Details aus seinem Leben veröffentlichen, kündigt Bertelsmann Buch-Verlag Penguin Random House an. Der Herzog von Sussex schreibe "nicht als der Prinz, als der ich geboren wurde, sondern als der Mann, der ich geworden bin", zitiert ihn der Verlag. Das Werk soll Ende 2022 erscheinen. Laut des US-Magazins Page Six soll er 20 Mio Dollar Vorschuss bekommen haben.
focus.de, bild.de, pagesix.com

Willkommen im Club: Christoph Mohn.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Christoph Mohn zählt als Aufsichtsratschef schon länger zu den wichtigsten Playern im Bertelsmann-Konzern. Mit der Beförderung zum Familiensprecher der Bertelsmann Verwaltungs­gesellschaft hat Mutter Liz Mohn seine Machtfülle nochmals erweitert. Christoph Mohn ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macherinnen in Deutschland.
turi2.de/koepfe (Profil Mohn)

Frankreich: Mitarbeiterinnen stimmen Fusion der Sender M6 und TF1 zu.

Frankreich: Die geplante Fusion der Sendergrupppen M6 der RTL Group und TF1 des Mischkonzerns Bouygues nimmt die erste Hürde. Die Beschäftigen beider Sender und der Groupe Bouygues haben dem Zusammen­schluss zugestimmt, die Mutterkonzerne unterzeichnen eine Vereinbarung zur Fusion. Nun müssen noch die französische Wettbewerbs­behörde und die Medien­aufsicht zustimmen. Der Deal soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Content Alliance: n-tv bringt “Brigitte”-Talks ins TV.

Brigitte-TV: Die Kanzlerkandidatinnen-Interviews der Frauenzeitschrift "Brigitte" schaffen es ins Fernsehen. Der Nachrichtensender n-tv überträgt die Live-Gespräche mit Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz. Die Interviews führen "Brigitte"-Chefredakteurin Brigitte Huber und Meike Dinklage, Ressortleiterin Zeitgeschehen. Im Rahmen der Bertelsmann Content Alliance arbeiten RTL Deutschland und Gruner + Jahr zuletzt stärker zusammen. Die Zeitschrift “Geo” wirkt etwa am "Klima Update" von RTL mit, gemeinsam mit dem "stern" produziert RTL einen täglichen News-Podcast.
presseportal.de

Hör-Tipp: Bertelsmann-Podcast lässt Erinnerungen an Reinhard Mohn aufleben.

Hör-Tipp: "Er ist eben der große Macher", sagt Joachim Scholtyseck, Biograf vom verstorbenen Bertelsmann-Patriarchen Reinhard Mohn, im Podcast des Verlags. Autorin Amelie Fried spricht mit Bertelsmann-CEO Thomas Rabe und Scholtyseck über Mohn, der Dienstag 100 Jahre alt geworden wäre. Rabe sagt, dass er den "Jahrhundertunternehmer" nicht nur wegen seiner Verbundenheit zum Unternehmen, sondern auch durch sein Interesse an Mitmenschen in Erinnerung behält. Rabe bezeichnet das erste Gespräch von 2004 mit Mohn als besonders prägend und sagt: Würde er heute auf Bertelsmann blicken, wäre er u.a. im Hinblick auf die breite Aufstellung und die Kreativität stolz.
soundcloud.com (59-Min-Audio), turi2.de (Background)

Bertelsmann Stiftung gründet Liz-Mohn-Center.

Bertelsmann Stiftung gründet das Liz-Mohn-Center: In ihm sollen Themen, für die sich die scheidende Firmen-Matriarchin besonders einsetzt, "gebündelt und von ihr weiterhin verfolgt" werden. Dazu zählen u.a. Kulturprojekte sowie Initiativen zur internationalen Verständigung. Zum ihrem heutigen 80. Geburtstag verlässt Mohn satzungsgemäß den Vorstand der Stiftung, bleibt ihr aber als "weltweite Repräsentantin und Ehrenmitglied des Kuratoriums" erhalten.
bertelsmann-stiftung.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Joachim Scholtyseck schildert den Mensch und Unternehmer Reinhard Mohn.

Lese-Tipp: Joachim Scholtyseck, Autor der Biografie Reinhard Mohn. Ein Jahrhundertunternehmer schildert den verstorbenen Bertelsmann-Patriarchen im "stern"-Interview als "jemand, der sehr klar gesehen hat, in welche Richtung sich die Mediennutzung entwickelt". Mohn (Foto) sei allerdings auch "etwas kleinlich" gewesen: Einmal beschwerte er sich postalisch darüber, dass "seine hoch bezahlten Manager" bei schönem Wetter ihre Mittagspause überziehen würden.
"stern" 25/2021, S. 54 (Paid)

Liz Mohn macht Sohn Christoph zum Familiensprecher der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft.


Generationenwechsel: Bertelsmann-Matriarchin Liz Mohn übergibt zu ihrem 80. Geburtstag am 21. Juni das Amt des Familiens­prechers der Bertelsmann Verwaltungs­gesellschaft (BVG) an ihren Sohn Christoph Mohn. Der 55-Jährige ist bereits Teil des Gremiums und bleibt zudem Aufsichts­ratschef von Bertelsmann. Nach dem Tod von Reinhard Mohn 2009 hieß es zunächst, dass seine Kinder Christoph und Brigitte Mohn gleiche Chancen auf seine Nachfolge haben. Die Entscheidung für Christoph habe sich jedoch abgezeichnet, seine Jahre als Aufsichtsratschef hätten als bestandene "Probezeit" gegolten, schreibt der "Spiegel".

Mohn hat in seiner Zeit als Aufsichtsratschef mit dem Führungsstil seines Vaters gebrochen, der auf die Unabhängigkeit der Einzelun­ternehmen gesetzt hatte. Mohn sagt dem "Spiegel", es sei "unter einem Konzerndach leichter zu erkennen", welche Geschäftsmodelle sich überlebt haben und spricht sich gegen emotionale Entscheidungen aus. Den ebenfalls im Gespräch gefallenen Satz "man kann alles machen, aber überraschungs­frei muss es sein", beschreibt das Magazin als sein "Lebensmotto und Devise des Konzerns".

Liz Mohn ist auch nach der Staffel­übergabe Teil der BVG und des Aufsichtsrats sowie Ehrenmitglied im Kuratorium der Stiftung. 1999 hatte Reinhard Mohn die BVG sowie das Amt des Familiensprechers ins Leben gerufen, um den Einfluss der Familie auf den Konzern zu sichern. Das Gremium hält alle Stimmrechte und besteht aus drei Familien­mitgliedern und drei externen Kräften. Als Familiensprecher hat Christoph Mohn bei Stimmausgleich ein Vetorecht. Liz Mohn hat das Amt seit 2002 inne.
bertelsmann.de, spiegel.de (Paid), handelsblatt.com (Paid)

RTL startet neue Klima-Sendung im Juli.

Es wird grüner: RTL schickt ab 8. Juli zwei Mal pro Woche ein "Klima Update" auf Sendung. Das Format mit den Wetterexperten Christian Häckl und Bernd Fuchs läuft immer donnerstags und samstags jeweils nach "RTL Aktuell" um kurz nach 19 Uhr und entsteht in Partnerschaft mit "Geo" und der Initiative Klima vor acht. Eine ähnliche Kooperation lehnt die ARD bisher ab.
rtl.de, dwdl.de, turi2.de (Background)

Bertelsmanns Multi-Channel-Netzwerk Divimove heißt künftig We are era.

Divimove, Multi-Channel-Netzwerk von Bertelsmann und RTL, tritt künftig unter der Dachmarke We are era auf. Grund ist eine Neu­positionierung nach der Integration von Ufa X, Tube One Networks und RTL MCN sowie der Fusion mit dem skandinavischen Video-Netzwerk United Screens. Mit geballter Kraft will das Netzwerk Werbekunden eine länder­übergreifende Marken­kommunikation anbieten und auch TV-Stars zu plattform­über­greifenden Persönlichkeits­marken aufbauen.
meedia.de

VW-CMO Jochen Sengpiehl lobt Bertelsmanns Ad Alliance.

Fährt drauf ab: VW-CMO Jochen Sengpiehl lobt im "Horizont"-Interview mit Jürgen Scharrer Bertelsmanns Vermarkter Ad Alliance als "absolut den richtigen Weg: Es geht nicht mehr nur um einen TV-Spot oder eine Printanzeige, sondern um das Zusammenspiel aller Kanäle und wirklich innovative Angebote." Sengpiehl guckt sich bei den Güterslohern gerne was ab und bündelt daher das VW-Marketing im neuen One Hub.
"Horizont" 22/2021, S. 8 (Paid)