"Bild" startet einen TV-Sender bei waipu.tv.


Bewegt-BILD nonstop: "Bild" bespielt erstmals einen TV-Kanal mit eigenen Inhalten. Auf der Streaming-Plattform waipu.tv laufen diverse Formate rund um die Uhr, die Rotation wird individuell für jeden Nutzer zusammengestellt. Im Angebot sind News- und Promi-Videos, Reportagen und Lifestyle-Themen, Technik-Tests von "Computer Bild" sowie Geschichts- und "Auto Bild"-Videos.

Die Politik-Talkshow "Die Richtigen Fragen" sowie News-Sondersendungen werden live eingespielt. Einzelne Videos können in der Waipu-Mediathek abgerufen werden. Nutzer können Waipu fürs Streaming auf TV-Geräten, Smartphones und Tablets abonnieren, künftig gibt es eine Kooperation mit O2. Auch der ADAC hat einen TV-Kanal bei Waipu.
axelspringer.com, waipu.tv/bild

Urteil: Berliner OVG lässt Bild.de weiterhin live streamen.

bildlogoBild darf weiterhin Livestreams senden, bestätigt das Berliner Oberverwaltungsgericht die Entscheidung des Verwaltungsgerichts. Im Netz sei die rechtliche Abgrenzung zwischen zulassungspflichtigem Rundfunk und zulassungsfreien Medien ungeklärt und höchst umstritten – weshalb sich die Richter zugunsten von Bild.de entschieden hätten. Die MABB hatte die Live-Formate auf Bild.de beanstandet.
horizont.net, turi2.de (Background)

"Bild" verkündet Modern-Talking-Comeback und verkauft Tickets an Digital-Abonnenten.


Cheri Cheri Paywall: Dieter Bohlen kehrt als Ein-Mann-Modern-Talking zurück auf die Bühne. "Bild" berichtet über das Comeback und verkauft ab Mittwoch Tickets fürs Konzert – aber nur an Kunden des Digitalabos Bild Plus. Bohlen spielt am 31. August in Berlin und singt dabei seinen und Thomas Anders' Part. Wegen "Stress und Streit" mit Anders macht es Bohlen lieber alleine.

Der Bohlen-Deal ist ein kleiner Coup für Springer im Boulevard-Portal-Wettstreit zwischen Bild.de und dem frisch erneuerten RTL.de. Bohlen steht u.a. für "Deutschland sucht den Superstar" vor der RTL-Kamera, wählt aber "Bild" als Verkündigungs- und Verkaufsplattform. RTL sticht wegen eigener Online-Ambitionen weniger Dschungelcamp-Tratsch zu "Bild" durch, die RTL Gruppe hat jüngst Ex-"Bild"-Chefredakteurin Tanit Koch an Bord geholt. (Foto: Röhnert / Keystone / Picture Alliance, Montage: turi2)
"Bild", S. 4 (Nachricht), bild.de (Ticketverkauf, ab 10 Uhr)

"Bild"-Chef Julian Reichelt ärgert sich über "platte Kritik vergessener Männer".

Springer: "Bild"-Chef Julian Reichelt findet Kritik an seiner Amtsführung verlogen – er achte die Institutionen, kritisiere sie aber als Journalist. Äußerungen von Ex-"BamS"-Chef Michael Spreng und Ex-"Bild"-Mann Georg Streiter nennt Reichelt "platte Kritik vergessener Männer unserer Branche", die sich in "berechenbarer Aufmerksamkeit sonnen" wollten. Reichelt geht im Interview von Ulrike Simon zum Gegenangriff über: Spreng wirft er vor, 2002 bei einem ausländerfeindlichen Spruch gelacht zu haben. Georg Streiter schmiert er aufs Brot, als Regierungssprecher "gleichgültig" gewesen zu sein und bei "Bild" weniger pointiert geschrieben zu haben als heute auf Facebook.
"Horizont" 1/2019, S. 16-17 (Paid), turi2.de (Spreng), turi2.de (Streiter)

Bild darf seine Livestream-Formate vorerst weitersenden.


Sendezeit-Verlängerung: "Bild" darf seine Livestream-Formate "Bild Live", "Die richtigen Fragen" und "Bild Sport – Talk mit Thorsten Kinhöfer" vorerst weiter ausstrahlen. Das Verwaltungsgericht Berlin hat einem Eilantrag Springers auf Vollstreckungsschutz stattgegeben. Es sieht es als fraglich an, dass die Formate tatsächlich Rundfunk seien und eine entsprechende Lizenz benötigten. Das Verwaltungsgericht betont allerdings, eine grundsätzliche Entscheidung, ob die Angebote Rundfunk seien, könne nur in einem Hauptsacheverfahren geklärt werden.

Gegen den Beschluss kann die Medienanstalt Berlin-Brandenburg noch am Oberverwaltungsgericht Beschwerde einreichen, was sie auch angekündigt hat. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg argumentiert, Springer brauche für die Formate eine Rundfunklizenz und will die Formate solange untersagen. Sie hatte dem Verlag zunächst eine Frist bis September eingeräumt.
horizont.net, wuv.deturi2.de (Background)

Jörg Kachelmann kriegt weitere 235.000 Euro von Springer.

Springer muss noch einmal für "Bild"-Berichte über Jörg Kachelmann blechen, entscheidet der Bundesgerichtshof. Der Wetter-Moderator erhält weitere 235.000 Euro Schmerzensgeld einschließlich Zinsen für die Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte durch bild.de. Wegen Print-Berichten musste Springer bereits 295.000 Euro zahlen, also nun insgesamt 530.000 Euro. Die Entscheidung ist rechtskräftig, Springer prüft jedoch eine Verfassungsbeschwerde – das Geld muss dennoch fließen. Kachelmann war 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden, nachdem eine Frau ihn falsch beschuldigt hatte.
ndr.de, turi2.de (Background)

"Bild" dokumentiert rechtswidrige Beitrags-Löschungen von Facebook.

bildlogoBild dokumentiert drei seltsame Fälle, in denen Facebook Nutzer-Beiträge gelöscht und dies mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz begründet hat. In zwei Fällen haben Gerichte Facebook bereits verboten, den Beitrag zu löschen und den Nutzer zu sperren. In einem dieser Fälle hatte der Betroffene eine Nutzerin in Schutz genommen, die beschimpft worden war.
"Bild", S. 2 (Paid)

Zitat: "Bild" nutzt "Refugees Welcome"-Banner nur noch als Feigenblatt.

"Im Spätwerk Diekmanns wollte 'Bild' von den Eliten, den Intellektuellen, den Kollegen gemocht werden. Reichelts 'Bild' ist wieder plumper geworden, verbohrter, dümmer, rechter."

Stefan Niggemeier beobachtet, "Bild" sei nach einem "kostspieligen Ausflug in die Welt der Menschlichkeit" wieder "für AfD-Anhänger und Pegida-Spaziergänger lesbar".
uebermedien.de

"Bild" zeigt TV-Doku auf eigenem Portal.

bildlogoBild scheint, ihre "Operation Netflix" anzuschieben: Die Print-Ausgabe kündigt für heute 18 Uhr eine TV-Doku über die Höhlenrettung von Thailand an. Die Produktion des Discovery Channels soll unter doku.bild.de laufen – die Seite ist derzeit noch nicht erreichbar. "Bild"-Chef Julian Reichelt hat schon 2017 aufwändige Bewegtbild-Eigenproduktionen angekündigt.
"Bild", S. 1 (Paid), doku.bild.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: Jakob Wais erklärt die Videostrategie von "Bild".

MABB duldet Live-Streams von "Bild" noch bis Ende August.

Springer bekommt von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg eine Schonfrist bis 31. August für die Live-Streams "Bild live", "Die richtigen Fragen" und den "Bild Sport-Talk mit Thorsten Kinhöfer". Die MABB hatte im Mai Rundfunklizenzen für die Streaming-Angebote gefordert. Das Verwaltungsgerichts Berlin prüft den Sachverhalt und hatte sich die Verlängerung der Frist von der MABB erbeten.
horizont.net, turi2.de (Background)

Kai Diekmann startet eine Kampagne für seinen Zukunftsfonds.


Moneten-Marketing: Der Zukunftsfonds von Kai Diekmann startet heute, der Ex-"Bild"-Chef sorgt zweigleisig für Aufmerksamkeit. Einerseits bewirbt er den Fonds mit einer Kampagne bei Bild.de. In einem Advertorial geben die Banker Alexander Schmidt, Michael Huber und Friedhelm Busch Anlage-Tipps. Zumindest die Überschrift scheint nicht um gelassene Aufklärung bemüht: "Top-Banker enthüllen" heißt es da. In der URL findet sich die bedrohliche Zeile: "Darum ist Ihr Erspartes bald nichts mehr Wert".

Die Werbekampagne läuft außerdem bei "Welt", "Bild", auf Welt.de und auf t-online.de. Das Onlinemagazin Zaster soll ebenfalls Interessenten ziehen – es richtet sich an junge Leser, mit Rubriken wie "Schein meines Lebens" und "Was kostet eigentlich...?" Analysten kritisieren den Fonds von Diekmann und Ex-Starbanker Lenny Fischer als "Mogelpackung", weil Renditen von bis zu 4 % ohne Risiko nicht zu erwirtschaften seien. (Bild: obs/DFG Deutsche Fondsgesellschaft SE Invest)
presseportal.de, bild.de (Advertorial), turi2.de (Zaster), turi2.de (Background Analysten)

Lese-Tipp: "Spiegel" porträtiert Julian Reichelt als Fleisch gewordene "Bild".

Lese-Tipp: Julian Reichelt ist die Mensch gewordene "Bild", porträtieren Isabell Hülsen und Alexander Kühn den "Bild"-Chef. Der Überzeugungstäter wollte bereits mit 17 "Bild"-Boss werden. Mit 20 kämpfte er ein halbes Jahr lang gegen Krebs, eine Che­mo­the­ra­pie ret­te­te ihn. Hülsen und Kühn schreiben, Reichelt sei ein "Besessener", unter dem "Bild" in den Kampfmodus gewechselt sei. Reichelt habe für Kai Diekmann zu der "Bild"-Mitarbeiterin recherchiert, die Diekmann vorgeworfen hatte, sie sexuell missbraucht zu haben.
"Spiegel" 17/2018, S. 82-88 (Paid), spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Mathias Döpfner gibt Statement zum Attentat auf Rudi Dutschke ab.


Die Kugel Nummer eins: Mathias Döpfner räumt in einem Statement auf Bild.de anlässlich des Attentats auf Rudi Dutschke vor 50 Jahren ein, dass Texte in den Zeitungen von Axel Springer die aufgeheizte Stimmung 1968 weiter verstärkt hätten. Auch der Geheimdienst der DDR habe damals Öl ins Feuer gekippt. Es sei gut, dass in Kreuzberg die Axel-Springer- auf die Rudi-Dutschke-Straße treffe, denn vielleicht hätten "damals die Falschen gestritten".

Am 11. April 1968 schoss ein Hilfsarbeiter aus rechtsextremen Motiven dreimal auf den Aktivisten Rudi Dutschke, der nur knapp überlebte und an den Spätfolgen der Gehirnverletzungen starb. Die linke Studentenbewegung gab "Bild" und dem Springer-Verlag damals eine Mitschuld, weil sie mit ihrer Berichterstattung Hass u.a. gegen Dutschke gesät hat.
bild.de

Studie: Fake News gründen oft auf schlechter PR.

Fake News, die zum Bundeswahlkampf verbreitet wurden, basieren oft auf schlechten Pressemitteilungen und missverständlichen Formulierungen von Journalisten, sagt eine Studie der Berliner Stiftung Neue Verantwortung. Welt.de und Bild.de hätten Fake News auffällig oft weiter verbreitet. Eine große Falschnachrichten-Schwemme oder ein besonders gravierender Fall ist den Studien-Autoren nicht untergekommen.
"Spiegel 13/2018", S. 27 (Paid)

"Bild" wertet "Die richtigen Fragen" mit Nikolaus Blome als Moderator auf.

Bild wertet seinen wöchentlichen Talk "Die richtigen Fragen" auf und schickt Vize-Chef Nikolaus Blome als Moderator ins Studio. Anna von Bayern bleibt Co-Moderatorin, Ali Aslan tritt ab. Erster Gast am Montag nach dem Relaunch mit "frischem Studio-Design" ist Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Ein Kommentar zu Beginn um 8 Uhr soll das Thema des Tages künftig in den Mittelpunkt stellen. "Bild" hat sein Live-Format inzwischen mehrfach überarbeitet.
per Mail, turi2.tv (3-Min-Video)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Bild"-Mann Kai Weise relauncht "Die richtigen Fragen".

Hör-Tipp: Kai Diekmann beschreibt seine ehrgeizigen Unternehmer-Pläne.

Hör-Tipp: Kai Diekmann spricht im OMR-Podcast 90 Minuten mit Philipp Westermeyer über alles – vom journalistischen Urknall bis zur Zukunft. Diekmann erzählt, wie seine Agentur Storymachine stark wächst: Die Mitarbeiter sind nach wenigen Monaten in größere Büros gezogen. Storymachine solle wie ein Ghostwriter für Kunden digital kommunizieren. Sein Finanz-Startup geht bald auf Kundensuche über "verschiedene große Medienpartner". Diekmann erinnert sich an seine Zeit bei Springer, erzählt vom Trump-Interview, das "Bild" 900 Mio Kontakte verschafft habe. Der Ex-Chefredakteur beschreibt, wie er im Silicon Valley lernte, aus dem engen Terminplan-Korsett auszubrechen, selber E-Mails zu schreiben und dann "Bild" vollbärtig von einer hierarchischen in eine digitale Organisation umzukrempeln.
soundcloud.com, spotify.com (90-Min-Audio)

Zitate aus dem Gespräch:

"Ich gehe keinem Konflikt freiwillig aus dem Weg."

"Die Digitalisierung hat den Journalismus besser gemacht."

"21 Mio daily active Facebook-User in Deutschland im Verhältnis zu 15 Mio verkauften Tageszeitungen: Social Media ist nicht irgendeine Bühne, sondern eine ganz zentrale."

"Wenn ich heute 25 wäre, würde ich mich mit Macht auf die digitale Welt stürzen und Gründer werden."

"Content interessiert mich heute noch: Ich bin wie ein Zirkuspferd, das die Trompete hört. (...) Aber meine Kreativität reduziert sich nicht auf Content."


Zitat: Kai Diekmann hat Verständnis für die Fehler von Julian Reichelt.

"Man muss bestimmte Fehler gemacht haben, um daraus zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen."

Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann nimmt Julian Reichelt vor Kritikern in Schutz. Diekmann sagt im Interview des OMR Podcasts, er habe ähnliche Fehler gemacht und sich mit einem Prozess gegen die "taz" "zum Gespött der Leute gemacht".
OMR Podcast per Mail, soundcloud.com (ab Mittwoch, 14 Uhr)

Weiteres Zitat über seine Nachfolger bei "Bild":
"Wenn jemand so lange wie ich, also 16 Jahre, an der Spitze einer Organisation gestanden hat, ist es vollkommen normal, dass sich danach dort bestimmte Dinge erst setzen, klären und neu ausrichten müssen. Diejenigen, die dort jetzt das Sagen haben, müssen die Chance haben, sich neu aufstellen zu können. Dass es dabei manchmal Ruckeleien gibt, ist vollkommen normal."

Zitat: Matthias Brügelmann erkennt Nachholbedarf der "Bild"-Gruppe bei Sportpolitik.

"Wichtig ist die Feststellung, dass Sportpolitik bei uns unterbelichtet war und dass wir das ändern."

Matthias Brügelmann, Sport-Chef der gesamten "Bild"-Gruppe, räumt im "Horizont"-Interview Nachholbedarf bei Recherchen zu Doping und Sportpolitik ein. Er will das Investigative stärken.
"Horizont" 08/2018, S. 21 (Paid), horizont.net (Zusammenfassung)

Weitere Zitate aus dem Interview:
"Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre das ein deutscher Schwergewichtsboxer. Es fehlt einer wie Axel Schulz. Er war nie Weltmeister, aber die Menschen haben ihn ins Herz geschlossen."

Über die Auflage der "Fußball Bild":
"Wir haben uns vielleicht mehr erhofft. Aber wir lernen auch viel."

Springer wollte Julia Jäkel als "Bild"-Verlagschefin holen.

Springer wollte die heutige Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel zur "Bild"-Verlagschefin machen, doch Jäkel lehnte ab, sagt Springer-Vorstand Andreas Wiele. Der Werbeversuch erfolgte noch vor Jäkels Berufung zur G+J-Vorstandsvorsitzenden 2013. Wiele lobt Jäkel als "hartnäckig, angstfrei, empathisch".
turi2 vor Ort beim "Horizont" Award

Bild.de beendet "Bild Daily" und startet stattdessen "Bild Live".

bildlogoBild.de zieht bei seiner Nachrichtensendung "Bild Daily" werktags um 18.45 Uhr leise den Stecker. Stattdessen gibt es bei wichtigen Ereignissen "Bild Live", monothematisch mit Moderator Moritz Wedel. Die erste Folge vom 2. Januar handelt von den Protesten in Iran. "Bild Daily" war 2015 gestartet.
turi2 - eigene Infos, youtube.com (25-Min-Video der 1. "Bild-Live"-Sendung), youtube.com (bisherige "Bild-Daily"-Sendungen)

"Bild" druckt trotz Kritik weiterhin Fotos mutmaßlicher G20-Randalierer.

bildlogoBild legt trotz Kritik und mindestens fünf Beschwerden beim Presserat bei der Teilnahme an der Öffentlichkeitsfahndung nach und druckt auf der ganzen Seite 7 erneut Fotos mutmaßlicher Plünderer, Randalierer und Gewalttäter von den G20-Randalen. "Bild" erwähnt einen Kommentar des - nicht namentlich genannten - "SZ"-Ressortleiters Heribert Prantl, der den Ermittlern vorwirft, mit dem "Internet-Pranger" "gesetzeswidrig" zu handeln. Als Antwort darauf lässt "Bild" den zuständigen Oberstaatsanwalt Michael Elsner das Verfahren der Öffentlichkeitsfahndung erklären. Der Presserat muss nach mindestens fünf Beschwerden noch entscheiden, ob er ein Beschwerdeverfahren einleitet.
"Bild", S. 7 (Paid), sueddeutsche.de (Prantl), br.de (Beschwerden Presserat), turi2.de (Titelseite mit "Krawall-Barbie")

Porträt: Tanit Koch will keine Heldin sein und scheut sich nicht vor Kritik.

Tanit Koch will nicht als Vorbild für weibliche Redaktionsleiterinnen instrumentalisiert werden, porträtiert "Clap" die "Bild"-Chefredakteurin. Koch lehne Einladungen mit reinem Frauenbezug ab und sei bei längeren Gesprächen über Geschlechterrollen genervt. Mit ihrem Sturmgeschütz "Bild" will sie die veränderte Sicherheitslage und den "Abschiebeirrsinn" anprangern und scheut sich nicht, sich damit unbeliebt zu machen. Mit dem Verschweigen von relevanten Infos richteten Journalisten mehr Schaden an als mit ihrer Veröffentlichung, meint die "Anti-Heldin", wie Autor Bijan Peymani Koch nennt.
"Clap" 12/2017, S. 6-11 (Paid)

Bild.de lässt Nutzer live beim Redaktions-Chat mitlesen.

bildlogoBild.de stellt den redaktionellen Chatroom zum Auftakt des Loveparade-Prozesses in Essen live zum Mitlesen online. Damit wolle die Redaktion um "Bild"-Chef Julian Reichelt ihre Arbeit transparent machen und die Abläufe in der Nachrichtenredaktion darstellen. Der Redaktions-Chat soll künftig bei großen Ereignissen regelmäßig veröffentlicht werden.
bild.de via meedia.de

"Bild" wehrt sich mit Vorab-Bericht gegen Boris Beckers Gegendarstellung.


Im Fahrstuhl nach oben: Das Foto zeigt Boris Becker 2012 bei der Präsentation des "Bild"-Buches. Derzeit ist er auf die Zeitung nicht gut zu sprechen. (Foto: Jens Kalaene / dpa / Picture Alliance)

Matchball vor dem Showdown: "Bild" geht mit einer Sonderseite gegen Boris Becker in die Offensive. Der Ex-Tennisstar erwirkt eine Gegendarstellung auf dem Titel der morgigen Samstagsausgabe. Schon einen Tag vorher erklärt "Bild" in der Ausgabe von Freitag, dass Beckers Rechtsmittel mit der Realität wenig zu tun habe. Medienanwalt Matthias Prinz, Sohn von Ex-"Bild"-Chefredakteur Günter Prinz, eilt "Bild" per Interview zu Hilfe.

Im Streit zwischen Becker und "Bild" geht es um die Schlagzeile: "Boris verpfändet auch das Haus seiner Mutter". Becker stellt hierzu fest: "Ich habe das Haus meiner Mutter nicht verpfändet." "Bild" steht jedoch zu der Formulierung und beschreibt, das Haus habe als Sicherheit für ein Darlehen gedient. Nur weil ein Eintrag im Grundbuch fehlte, ist der Begriff "verpfändet" juristisch nicht wasserdicht. Anwalt Prinz bestätigt "Bild" auf stichworthafte Nachfrage, dass eine Gegendarstellung nichts über die Wahrheit einer Berichterstattung aussagt.
"Bild", S. 3, bild.de (Text), bild.de (Interview Prinz)

"Bild" bringt RAF-Terroristin und Schleyer-Sohn zusammen.

bild bildlogoBild räumt die Seiten 2 und 3 für eine historische Geschichte frei: Reporter organisieren ein Treffen zwischen der früheren RAF-Terroristin Silke Maier-Witt und Jörg Schleyer, Sohn des ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer. Online steht eine Video-Kurzdoku des Treffens, mehrere Teile sollen folgen. Auch die Springer-Zeitung "Welt" teasert den Scoop prominent an.
"Bild", S. 2/3, bild.de (Paid), "Welt", S. 4

"Bild" lockt Nutzer mit Joshua-Kimmich-Doku hinter die Paywall.

Bild zeigt eine Exklusiv-Doku über den Aufstieg von FC-Bayern-Nachwuchsstar Joshua Kimmich, 22. Der Journalist Jan Mendelin hat Kimmich für die Doku fast zwei Jahre mit der Kamera begleitet. Die zehn jeweils zehn- bis zwölfminütigen Folgen sind ab Montag nur für zahlende Bild-Plus-Nutzer zu sehen. Für "Bild" ist Joshua Kimmich – Glaub an Dich! der Auftakt zum weiteren Ausbau des Video-Angebots für Bezahlkunden.
axelspringer.de, kimmich.bild.de

Seiten von Welt.de und Xing laden am schnellsten.

Welt.de ist das schnellste Newsangebot - zumindest was die Ladezeit der Seite angeht, sagt der Cloud-Service-Entwickler Baqend. Demnach ist die Seite nach einer halben Sekunde geladen, die erste "bedeutende Einheit" zeigt sich bereits nach 365 Millisekunden. Ähnlich schnell ist auch Xing. Spiegel Online und Bild.de brauchen mit 2,5 Sekunden rund fünfmal so lange, Focus Online lädt sogar 5 Sekunden.
onlinemarketing.de

Zahl des Tages: "Bild" startet Video-Serie über 8 Flüchtlinge.

bildlogoZahl des Tages: Genau 8 Flüchtlinge aus 5 Ländern hat "Bild" mit der Kamera begleitet. Die Video-Serie, die diesen Montag startet, ist Teil der Kampagne "Farben bekennen" der Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli. Die Interviewten sollen den 2016 von Julian Reichelt geforderten "Aufstand der anständigen Flüchtlinge" zeigen.
"Bild", S. 10 (Paid), twitter.com (Reichelts Forderung)