Basta: Michael Wendlers Gold-Geheimnis.

Goldige Zeiten: Schlagersänger Michael Wendler schuldet dem Finanzamt 1 Mio Euro, doch zahlen kann er angeblich nichts. "Bild" zeigt nun Kontoauszüge, die belegen sollen, dass der heutige Verschwörungsschwurbler seine RTL-Gage noch vor dem Rauswurf bei "DSDS" in Gold umgewandelt hat – so könne er Geld an seinen Gläubigern vorbeischmuggeln. Man darf davon ausgehen, dass der Wendler sich mit einem ganz bestimmten Song herausredet: Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
bild.de (Paid)

Internetstörung legt weltweit Websites lahm.

Lockdown: Weltweit sind am Donnerstag gegen 18 Uhr etliche Websites ausgefallen oder nur eingeschränkt nutzbar gewesen. Betroffen gewesen sind z.B. die deutschen Nachrichtenportale Bild.de, stern.de, focus.de und RTL.de. International waren u.a. die Seiten von Google, Microsoft, Amazon, UPS und der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines nicht abrufbar. Gegen 18.30 Uhr hat die schwedische Website-Überwachungsplattform Pingdom laut "Bild" 30.000 Website-Ausfälle gezählt, gegen 19 Uhr waren es immerhin noch 22.000. Laut dem Blatt habe die Störung rund 40 Minuten angedauert, danach seien erste Websites wieder erreichbar gewesen. Grund sind technische Probleme beim US-Server-Anbieter Akamai gewesen. Der dort eingesetzte Edge-DNS-Service schützt normalerweise vor Überlastungs-Attacken. Inzwischen funktioniert dieser Dienst wieder normal, man werde die Situation aber weiter beobachten. Das Unternehmen betont, dass es keine Cyberattacke gegeben habe.

Erst Anfang Juni hatte es eine ähnlich große Internetstörung durch einen Konfigurationsfehler beim US-Cloud-Dienst Fastly gegeben. Damals hat es u.a. Reddit, die "New York Times" und Twitch erwischt. Die Seiten waren für circa eine Stunde nicht erreichbar.
bild.de, stern.de, t-online.de, twitter.com

Hör-Tipp: Carli Underberg und Niko Glasmacher feiern “Bild”-Bundesliga-Rechte.

Hör-Tipp: Bei "Bild" "bringt es Bock", dass nicht nur für eine Plattform gearbeitet wird, sondern alle davon profitieren, sagt Niko Glasmacher (Foto), Managing Director Sports der "Bild". Die Bundesliga-Rechte seien eine "Traumkonstallation" und machten "Bild" zur ersten wirklichen 360-Grad-Marke, betont er gemeinsam mit "Bild"-Vize-Chefredakteur Sport Carli Underberg im "Sports Maniac Podcast".
sportsmaniac.de

Newsroom-Chef Stefan Brandenburg lobt WDR in interner Mail, “Bild” reagiert verärgert.

Hochwasser-Berichterstattung: Die "Bild" gräbt eine interne Mail von WDR-Newsroom-Chef Stefan Brandenburg aus, in der er seine Anstalt für eine "beispiellose Programm-Ausweitung" zur Flut­katastrophe lobt. Er sei "immer wieder sprachlos" ob der "herausragenden Leistungen". Die zuletzt extern kommunizierte Selbstkritik findet darin zum Unmut von Georg Altrogge keinen Platz. Er höhnt: "Klingt, als habe der WDR alles richtig gemacht."
bild.de, turi2.de (Background)

IVW: “Spiegel” gewinnt dank Digital-Abos, “Welt” und “Wams” verlieren deutlich.


Digital gewinnt: Im 2. Quartal fällt die Bilanz der IVW durchwachsen aus: Bei 60 der 100 reichweitenstärksten Titel steht ein Minus in der Statistik, mehr als ein Dutzend wächst prozentual zweistellig. In den Top 20 legen immerhin vier Magazine zu: Der "Spiegel", "TV pur", "TV für mich" und Funkes "Land Idee". Dem "Spiegel" retten die Digital-Abos inklusive E-Paper die Auflage, die mehr als ein Viertel der knapp 408.000 Abos ausmachen. Prozentual größter Gewinner bei den Zeitschriften ist die "Vogue", die es mit knapp 33 % Plus auf über 91.000 Verkäufe schafft.

Bei den Zeitungen gewinnen insbesondere "Zeit" (13 %), "FAZ" (7,2 %) und "FAS" (4,6 %). Springers "BamS" legt mit 1,3 % Plus leicht zu und verdankt ihr Wachstum ebenfalls den Digitalabos, die um 81 % gestiegen sind. "Welt" und "WamS" verlieren deutlich, "Bild" und "Süddeutsche" leicht.
dwdl.de, meedia.de (Zeitschriften), meedia.de (Zeitungen), dwdl.de (Harte Auflage)

“Bild” zählt 34 Warnmeldungen zur Flut, auf die der WDR “nicht erkennbar” reagiert habe.

bildlogoNachgezählt: Die "Bild" zählt 34 Warnmeldungen aus dem Sendegebiet des WDR, die der Sender allein am 14. Juli vor Beginn der Flutkatastrophe erhalten hat, ohne sein Programm "erkennbar" anzupassen. Das Blatt bezieht sich auf eine entsprechende Liste, die ihm vorliegt. Eine WDR-Sprecherin spricht von "einer Vielzahl sehr lokaler, aber keiner landesweiter Meldungen" und einer "äußerst unübersichtlichen Lage". Dennoch hätte umfangreicher berichtet werden müssen, der Fall werde nun aufgearbeitet.
bild.de

“Bild” kritisiert ZDF für “versteckte” Veröffentlichung von Ergebnissen aus Gender-Umfrage.

Sterne gucken: "Bild" wirft dem ZDF vor, die Ergebnisse einer Umfrage des Politbarometers zum Umgang mit gendergerechter Sprache in den Medien unter den Teppich zu kehren. Demnach halten mehr als 70 % der Befragten Gendersternchen und Co für "überhaupt nicht" oder "nicht so wichtig", "nur" ein Viertel für mindestens "wichtig". "Bild" kritisiert u.a., dass die Ergebnisse "kommentarlos und fast schon versteckt in einer langen Liste von Grafiken" veröffentlicht worden seien.
bild.de

Julian Reichelt wirft Politik, WDR und SWR Verschleierung von Fehlern vor.

System-Versagen? "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt wirft Politik, WDR und SWR vor, die Menschen in den Hochwasser-Gebieten nicht gewarnt und geschützt zu haben. Es solle verschleiert werden, "dass Sirenen nicht heulten", in WDR und SWR "keine Gefahrenmeldungen und Warnungen verkündet" wurden. Reichelt fordert, nicht nur nach dem Klimawandel zu fragen, sondern auch, "warum kein Politiker sich dafür verantwortlich fühlte, Hunderttausende Menschen vor der herantobenden Flut zu warnen".
bild.de

Video-Tipp: Philipp Walulis kritisiert übertriebene “Bild”-Berichterstattung zum Hochwasser.

Video-Tipp: Philipp Walulis kritisiert die teils "unbeholfene und geschmacklose" Medien-Berichterstattung über die Hochwasser-Katastrophe. Der WDR habe zunächst zu langsam reagiert, die "Bild" habe es dagegen mit ihrer Berichterstattung übertrieben. Die "große Todesflut-Show" von Bild Live sei am Donnerstag so lange gelaufen, dass die Reporterinnen "irgendwann nicht mehr wussten, was sie erzählen sollen". Die Devise der "Bild" sei: "Hauptsache Drama, Hauptsache Emotion."
youtube.com (12-Min-Video)

Lese-Tipp: Die “Bunte” verliert mit Tanja May eine “selten talentierte Promiranschmeißerin”.

Lese-Tipp: Die "Bunte" verliert durch den Abgang von Vize-Chefredakteurin Tanja May eine selten "talentierte Promiranschmeißerin", schreibt Laura Hertreiter. May sei "mit einem Ehrgeiz, der selbst für Boulevardverhältnisse ohne Grenzen ist" gesegnet und "für prominente Deutsche mit Marketingbedürfnissen seit Jahren die Frau für den kalkulierten Seelenstriptease". Ihr noch nicht offiziell bestätigter Wechsel zur "Bild" könnte auch an "Bunte"-Chef Robert Pölzer liegen, der auf "weniger Sex, mehr Krebs" setze.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Nele Würzbach wechselt von Bild Live zum TV-Sender Welt.

Springt rüber: Nele Würzbach, bisher Moderatorin von Bild Live, wechselt konzernintern zum Nachrichten­sender Welt. Schon heute bestreitet sie für ihren Alt-Arbeitgeber den letzten Tag, wann sie bei Welt erstmals moderiert ist noch offen. Vergangene Woche hatte sie überraschend erklärt, "vor einiger Zeit" bei Bild Live gekündigt zu haben.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Bremer Innensenator wirft “Bild” zu euphorische Berichterstattung über Sportwetten vor.

Gegen Wetten wettern: Der Bremer Innen­senator Ulrich Mäurer wirft "Bild" vor, "penetrant und positiv" über Sport­wetten zu berichten. In einem Brief an den Presse­rat, der dem ARD-Hauptstadt­studio vorliegt, beklagt Mäurer die "besorgnis­erregende, da gezielt verharm­losende" Bericht­erstattung der Zeitung. Besondere stört ihn, dass Springer unter der Marke BildBet selbst Sportwetten anbietet und somit "von wirtschaftlichen Interessen geleitet" werde.

Dem wider­spricht in der ARD ein Springer-Sprecher: "Bild" berichte "ausgesprochen verantwortungs­voll" über Sport­wetten, die Marken­kooperation sei "ganz klar und sichtbar getrennt vom redaktionellen Angebot". Der Presserat wird sich im September mit der Beschwerde befassen, Mäurer will das Thema bei der nächsten Innen­minister­konferenz ansprechen.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Zitat: Thomas Gottschalk gratuliert Günther Jauch zum 65. Geburtstag.

"Ich habe mich immer etwas überschätzt, indem ich mich für lustiger hielt, als ich war. Günther war immer unterhaltsamer, als er dachte. Er wollte das gar nicht."

Thomas Gottschalk gratuliert seinem Freund Günther Jauch in "Bild" zum 65. Geburtstag. Er nennt es "eine der größeren Leistungen meines Lebens", Jauch eine allzu ernsthafte Karriere in der ARD ausgeredet zu haben.
bild.de

TV-Moderatorin Nele Würzbach verlässt “Bild”.

Bild Live und Moderatorin Nele Würzbach gehen getrennte Wege. Die Tochter von Chef­redakteurin Alexandra Würzbach kündigt bei Instagram an, dass sie nach sieben Jahren bei "Bild" bereits "vor einiger Zeit" gekündigt hat. Sie freue sich auf "neue Herausforderungen und neue Wege", habe aber "noch keinen anderen Plan". Wie lange sie noch auf Sendung ist, sagt Würzbach nicht, sei aber "noch ein bisschen hier".
instagram.com via twitter.com/antonrainer, dwdl.de

Springer-Chef Mathias Döpfner verteidigt Abdruck von Orbán-Anzeige in “Bild”.


Viktors Verteidiger: Springer-Chef Mathias Döpfner (Foto) rechtfertigt die Veröffentlichung der umstrittenen Anzeige des ungarischen Regierungs­chefs Viktor Orbán in "Bild", berichtet Marvin Schade bei Medieninsider. In einer digitalen Mitarbeiter­versammlung sagt Döpfner, eine Ablehnung "nur weil wir die vermittelte Nachricht nicht mögen" würde im Gegenzug bedeuten, "dass jede andere Anzeige redaktionelle Unterstützung erfährt. Das wäre katastrophal". Redaktionelle Haltung und kommerzielle Kommunikation müssten "total abgegrenzt" bleiben: "Wenn wir das aufgeben, würden wir etwas zusammenbringen, das nicht zusammen gehört", führt der Springer-Boss aus. Den Vorschlag eines Mitarbeiters, die Einnahmen aus der Orbán-Anzeige an eine LGBTQI+-Organisation zu spenden, lehnt Döpfner daher auch ab.

Döpfners Credo: Wenn die Absender verboten sind oder die Anzeigen gegen Gesetze verstoßen, veröffentliche Springer eine Anzeige nicht. "Alles dazwischen müssen wir veröffentlichen – ob aus der Türkei, Russland, Ungarn oder woher auch immer", sagt Döpfner. Auf die Frage, ob "Bild" die Anzeige auch gedruckt hätte, hätte Orbán Israel das Existenzrecht abgesprochen, sagt Döpfner klar: "Nein, das würden wir definitiv nicht", schränkt jedoch ein: "Würde er aber sagen, dass die Siedlungspolitik Israels eine Bedrohung des Weltfriedens wäre oder aggressiv konkrete Aktionen verurteilen würde, würden wir dies natürlich veröffentlichen." Das Existenzrecht Israels ist eines von fünf Essentials, für die Springer eintritt.
medieninsider.com (Paid), turi2.de (Background)

Bild TV geht am 22. August auf Sendung.

Bild startet am 22. August seinen frei zugänglichen TV-Sender. Hauptprogramm ist die Nachrichtensendung "Bild Live", die von Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 14 Uhr laufen wird und am Sonntag von 9 bis 13 Uhr. Darüber hinaus soll es weitere Live-Shows, Reportagen und Dokus geben. Empfangen können Zuschauerinnen Bild TV über Kabel, Satellit, IPTV sowie OTT.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

Viktor Orban schaltet ganzseitige, europakritische Anzeige in “Bild”.

Viktors Visionen: Der ungarische Regierungschef Viktor Orbán schaltet eine ganzseitige Anzeige in der "Bild" mit sieben, zum Teil eindeutig rechten "Vorschlägen" "über die Zukunft der Europäischen Union". Er wirft der EU vor, "ein europäisches Imperium" errichten zu wollen und fordert die Gemeinschaft auf, die Zielsetzung "der immer engeren Einheit" zu streichen. Orbán will "die europäischen Menschen" vor Migration und Pandemien schützen und lehnt das EU-Parlament als "Sackgasse" ab. Außerdem fordert er die Aufnahme Serbiens in die Union.
"Bild" S. 9 (Paid)

“Bild”: Annalena Baerbock hat auch bei Joschka Fischer abgeschrieben.

Nächste Runde in der Plagiatsaffäre: Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat auch Stellen von einem "NZZ"-Interview mit Ex-Außenminister Joschka Fischer übernommen, schreiben Filipp Piatov und Sebastian Geisler in der "Bild". Darin geht es um die Gaspipeline Nord Stream 2 und Deutschlands Rolle in Europa. Auch aus der Zeitschrift Internationale Politik habe Baerbock Passagen übernommen. Den Funke-Zeitungen und dem französischen Blatt "Ouest-France" sagte Baerbock, sie habe sehr bewusst auf "Fakten aus öffentlichen Quellen" zurückgegriffen: "Niemand schreibt ein Buch allein. Es sind nicht nur viele Ideen eingeflossen, ich habe dankenswerterweise auch Unterstützung bekommen."
bild.de, morgenpost.de (Baerbock-Interview, Paid), turi2.de (Background)

DFB-Affäre: Unterlagen über Kurt Diekmann stammen laut Polizei nicht von gehacktem Computer.


Kein Gehacktes: Die strittigen Unterlagen in der DFB-Affäre um den Kom­mu­ni­ka­tions­berater Kurt Diekmann sind laut Polizei NRW nicht illegal auf dessen Computer ausgespäht worden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Sowohl der DFB als auch Diekmann selbst hatten die u.a. von "Bild" veröffentlichten Dokumente darauf zurückgeführt. Die Ermittlerinnen und eine extern beauftragte Firma hätten hingegen laut "aktuellstem Stand der Technik keine Spuren für ein Hacking festgestellt".

Insbesondere DFB-Interimspräsident Rainer Koch hatte der "Süddeutschen Zeitung" und weiteren Medien vorgeworfen, im Besitz von "unrechtmäßig erlangtem Datenmaterial" zu sein. Auch der "Spiegel", der mit Diekmann selbst mehrere Jahre zusammenarbeitete, flankierte die Vorwürfe u.a. mit der Formulierung, "ein Hauch von Watergate" liege über dem DFB. Auslöser der Affäre um Diekmann war vor allem ein Machtkampf zwischen Ex-DFB-Präsident Fritz Keller und Ex-Generalsekretär Friedrich Curtius.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

“Bild am Sonntag” zeigt falschen Täter von Würzburg – und bittet um Entschuldigung.

Bild am Sonntag räumt ein, einen falschen Mann als "Messer-Killer" von Würzburg auf der Titelseite gedruckt zu haben. In einem Artikel nennt das Blatt die Veröffentlichung "einen schweren Fehler" und bittet "um Verzeihung", rechtfertigt sich aber auch. Es habe "nach gründlichster Recherche keine vernünftigen Zweifel daran" gegeben, dass es sich bei dem abgebildeten Mann um den Beschuldigten handelt. Marvin Schade von Medieninsider kritisiert via Twitter, dass die "Bild"-Chefredaktion den Artikel nicht unterzeichnet und die Entschuldigung auf der Online-Startseite nur schwer, auf dem Print-Titel gar nicht zu finden ist.
bild.de, twitter.com (Marvin Schade), turi2.de (Background)

WDR und “Bild” streiten über Kampagnen-Vorwurf in der Causa Baerbock.

Welche Kampagne? "Bild" wehrt sich gegen den Vorwurf, im Rahmen der Debatte um Plagiatsvorwürfe gegen Annalena Baerbock eine Kampagne gegen die Grünen-Spitzenkandidatin zu fahren. Der Kampagnen-Vorwurf kommt u.a. vom WDR-Journalisten Philipp Menn, der ein Muster zu erkennen glaubt: Auf den Vorwurf des österreichischen Medienwissenschaftlers und Bloggers Stefan Weber seien "CDU-Influencer" aufgesprungen, anschließend seien die Blätter des Springer-Konzerns gefolgt. "Bild" führt an, dass auch andere Medien von "Spiegel" bis "Tagesschau" über die Plagiatsvorwürfe gegen Baerbock berichten. Dem WDR-Korrespondenten Menn wirft das Blatt seinerseits vor, für die Grünen Partei zu ergreifen und für deren Wahl zu werben.
bild.de, wdr.de

Lese-Tipp: Gott und Teufel streiten im “Freitag” über “Bild”-Buch.

Lese-Tipp: Michael Angele inszeniert seine Buchkritik über das "Bild"-Buch "Ohne Rücksicht auf Verluste" im "Freitag" als Streitgespräch zwischen Gott und dem Teufel. Der Himmels-Herrscher solidarisiert sich größtenteils mit den Buchinhalten, der Chef des Schattenreichs versucht sich als moderater "Bild"-Apologet und härterer Buch-Kritiker: Er merkt etwa an, dass die Autoren die Null-Toleranz-Haltung der "Bild" beim Thema Antisemitismus meiden.
freitag.de

Moritz Tschermak lastet Julian Reichelt nach “Bild”-Logik Grünen-Werbung an.

Beim Wort genommen: Moritz Tschermak (Foto) veralbert einen "Bild"-Bericht, der ARD- und ZDF-Wetterfröschen nahelegt, durch Aufklärung über den Klimawandel für die Grünen zu werben. "Bild"-Chef Julian Reichelt habe im April 2007 nach dieser Logik als Reporter "kräftig Wahlkampf für die Grünen" gemacht. Nach einem Arktis-Besuch schrieb er etwa: "Die globale Erwärmung bedroht das, was unseren Planeten so einzigartig macht!" Und nach Reichelts "erschütterndem BILD-Report" zur Zerstörung der Erde im Dezember 2007 startete die "Bild" eine Kooperation mit Greenpeace, dem BUND und WWF.
bildblog.de

Zitat: Moritz Tschermak freut sich über Korrekturen in “Bild”.

"Wir machen uns nicht die Illusion, dass wir den Springer-Verlag komplett umkrempeln werden."

Moritz Tschermak freut sich im Interview mit HR-Info darüber, dass "Bild" auf Initiative seines Bildblogs immerhin Korrekturen vornehmen musste. Fake News zu verbreiten, würde er der Boulevard-Zeitung eher nicht vorwerfen. Er kritisiert "unsaubere Recherche oder einseitige Darstellung".
hr-inforadio.de (mit 27-Min-Audio)

Lukaschenko nennt Heiko Maas einen “Nazi-Erben”.

Beleidigt: Alexander Lukaschenko hat Bundesaußenminister Heiko Maas aufgrund verschärfter Sanktionen stark kritisiert und ihn als "Nazi-Erben" bezeichnet, schreibt "Bild". Lukaschenko habe "nicht erwartet, dass auch Deutschland an dieser kollektiven Verschwörung teilnimmt", sagt er bei der Gedenkfeier zum 80. Jahrestages des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion. Der Diktator spiele damit "die Propaganda-Karte" und setze die Sanktionen in einen Zusammenhang zu den Gräueltaten der Nazis vor 80 Jahren, berichtet "Bild". Später habe er Maas gefragt, ob er ein "reuiger Deutscher oder der Erbe der Nazis" gewesen sei.
bild.de, n-tv.de, turi2.de (Background)

“Bild” startet Aktion “Wir lassen uns die Meinung nicht verbieten”.

Das wird man ja wohl noch sagen dürfen: Unter dem Titel "Wir lassen uns die Meinung nicht verbieten" schildern Promis, Politikerinnen und Leserinnen in der "Bild"-Zeitung ihre Erfahrungen mit der Meinungsfreiheit. Ex-Familienministerin Kristina Schröder etwa habe immer wieder erlebt, dass "Kritik am radikalen Islamismus als 'Islamfeindlichkeit' verunglimpft" worden ist: "Das Ziel war klar: Ich sollte aus Angst vor dem Rassismusvorwurf künftig schweigen." Anlass ist eine kürzlich veröffentlichte Allensbach-Umfrage, wonach nur noch 45 % der Deutschen der Ansicht sind, sich frei äußern zu dürfen.
bild.de, turi2.de (Background)

“Bild” bringt Sonderausgabe zum Thema Zuversicht heraus.

Bild bringt heute eine Sonderausgabe zum Thema Zuversicht heraus, um die "Rückkehr in die Normalität" nach der Corona-Pandemie zu feiern. Zu Wort kommen u.a. Politikerinnen wie Manuela Schwesig, Markus Söder und Armin Laschet, Franz Beckenbauer gibt seine Einschätzung zur Fußball-EM ab. Die Ausgabe hat eine Auflagenhöhe von 3 Mio Exemplaren, über 2 Mio werden kostenlos verteilt.
per Mail

BPB-Streit: “taz” wirft Innenministerium Lüge vor.

Linksextremismus-Definition der Bundeszentrale für politische Bildung ist wohl doch auf direkten Druck der Leitung des Innenministeriums geändert worden, berichtet die "taz" und wirft dem Ministerium Lügen vor. Die Zeitung zitiert aus internen Mails, die das belegen sollen – das Ministerium widerspricht. Mitte Januar hatte die BPB ihren Linksextremismus-Teaser im Netz mehrfach geändert – von einer wissenschaftlichen Definition zu einem Text, der an die Haltung des Verfassungsschutzes angepasst ist. Impulsgeber für die Änderung war offenbar ein Bericht der "Bild", die der BPB Verharmlosung von Linksextremismus vorwarf.
taz.de, bpb.de

Bild.de, Welt.de und Techbook bauen NetID auf ihren Websites ein.

Springer integriert NetID Professional auf den Websites von Bild, Welt und Techbook. Nutzerinnen können eine Website mit ihrer NetID zu verknüpfen und so ihre Privatsphäre-Einstellungen zentral verwalten. Werbung­treibende und Publisher können geräte­übergreifend und datenschutz­konform personalisierte Werbung und Inhalte ausspielen. Noch nicht integriert ist die Möglichkeit, sich mit einen Account bei verschiedenen Webseiten anzumelden.
horizont.net (Paid)

Video-Tipp: Judith Rakers erzählt, wie sie angetrunken die Tagesschau moderiert hat.

Video-Tipp: Judith Rakers plaudert in der BR-Talkshow "Ringlstetter" darüber, wie sie sich einmal im Dienstplan vertan und angeschickert die "Tagesschau" moderiert hat. Sie sei von einem Restaurant über "dunkelgelbe, orange Ampeln" ins Studio gerast. "Du wirst ungeschminkt, lallend und unvorbereitet dastehen", habe sie gedacht. Das Adrenalin habe sie aber übermenschlich gemacht. Trotzdem hatte sie ein schlechtes Gewissen: "Es tat mit so leid".
ardmediathek.de (45-Min-Video) via bild.de

Presserat rügt “Bild” doppelt für Berichterstattung über Kasia Lenhardt.

bildlogoDoppelt daneben: Der Presserat rügt die "Bild" gleich zweifach für die Berichterstattung über Kasia Lenhardt. Das Blatt hätte weder den Alkhoholismus-Vorwurf ihres Ex-Partners Jérôme Boateng, noch den Chatverlauf von Lenhardt mit einer anderen ehemaligen Partnerin des Fußballers veröffentlichen dürfen. Das Model ist am 9. Februar gestorben. Insgesamt hat der Presserat 17 Rügen ausgesprochen, davon sieben für "Bild"-Publikationen.
sueddeutsche.de

Meinung: Politiker lassen sich besonders gern von “Bild”-Journalistinnen beraten.

Bildende Beratung: Politiker holen sich besonders gern bei (ehemaligen) "Bild"-Journalistinnen Rat und Tat, schreibt Joachim Huber. So setzte Helmut Kohl auf Peter Boenisch und Hans-Hermann Tiedje, "Bild, Bams und Glotze"-Gerhard Schröder beschäftigt bis heute den ehemaligen "Bild"-Vize Béla Anda – zunächst als Regierungssprecher, jetzt bei seinem Podcast. Die Berufung von Tanit Koch zur Beraterin von Armin Laschet steht daher in guter Tradition.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Kanzlerkandidat Armin Laschet macht Tanit Koch zu seiner Wahlkampfberaterin.


Kocht Wahlkampf-Süppchen: Ex-"Bild"-Chefredakteurin Tanit Koch, 43, wird Wahlkampfberaterin bei CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet. Koch soll die Kommunikation im Wahlkampf leiten, die dazugehörige Pressearbeit koordinieren und Laschets Präsenz in den sozialen Medien ausbauen. Teile der CDU vermissen dort u.a. "eine Strategie für die Präsentation des Kanzlerkandidaten" und "klare Botschaften", schreibt die dpa. Laschet solle so auf "schwache persönliche Umfragewerte" reagieren.

Der CDU-Chef freue sich bei Tanit Koch über eine "erfahrene Journalistin und Kommunikationsexpertin" in seinem Team. Koch war bis Ende 2020 Geschäftsführerin von n-tv sowie Chefredakteurin des zentralen RTL-Newsrooms, Ende 2020 kündigte die Mediengruppe RTL ihren Weggang nach weniger als zwei Jahren an. Davor war sie bis 2018 "Bild"-Chefredakteurin, verließ das Blatt aber wegen eines Zerwürfnisses mit Julian Reichelt.
horizont.net, t-online.de, turi2.de (Background)

Ex-“Bild”-Chefredakteur und -Herausgeber Willi Schmitt, 77, ist tot.

Willi Schmitt, ehemaliger Chefredakteur der "Bild am Sonntag", ist tot. Nach Stationen als Sportchef, Chefreporter und Vize-Chef der "Bild" lenkte er die "BamS" ab 1984 drei Jahre lang mit Wolfgang Kryszohn und zwei weitere Jahre in Eigenverantwortung. 2000 übernahm Willi Schmitt für drei Jahre die Chefredaktion der "Sport Bild". Kai Diekmann sagt im "BamS"-Nachruf, dass er Schmitt die Erkenntnis verdanke, "dass es keinen schöneren Beruf gibt". Franz Beckenbauer bezeichnet den Journalisten als "hochanständigen Kerl". Schmitt ist am vergangenen Sonntag gestorben.
bild.de (Paid)

Clubhouse-Tipp: Der Writers Pub diskutiert über das “Bild”-Buch “Ohne Rücksicht und Verluste”.

Clubhouse-Tipp: Die Reporterfabrik diskutiert heute im Writers Pub um 18:30 Uhr über das "Bild"-Buch "Ohne Rücksicht auf Verluste" von Moritz Tschermak und Mats Schönauer. Thema ist u.a., warum sich jeder vierte "Bild"-Redakteur schämt, für das Blatt zu arbeiten. Teilnehmen werden zum Beispiel Cordt Schnibben, Kevin Kühnert und Aline von Drateln.
clubhouse.com

RTL, ProSieben, Sat.1 und Sky buhlen um “The Masked Dancer”.


Die Masken fallen: Gleich vier Sender buhlen um den "The Masked Singer"-Ableger "The Masked Dancer", berichtet "Bild". RTL, ProSieben, Sat.1 und Sky haben laut Informationen der Boulevard-Zeitung Interesse an der Show bekundet. Das Konzept ähnelt dem der verkleideten Sängerinnen – wie der Name vermuten lässt, treten Prominente aus Film, Musik und Sport als maskierte Tänzerinnen in Duellen gegeneinander an. Sat.1 und ProSieben halten "The Masked Dancer" laut Sprecher Christoph Körfer für ein "interessantes Programm", RTL und Sky halten sich mit Aussagen zum Rechte-Deal um die Show noch zurück.

Die erste Staffel von "The Masked Dancer" lief Ende des vergangenen Jahres in den USA mit gutem Erfolg bei Fox. Insbesondere RTL dürfte Interesse an der Tanz-Version des Formats haben: Vor gut zwei Jahren konkurrierte der Kölner Sender mit ProSieben um die Rechte an "The Masked Singer" – und zog damals den Kürzeren. Für ProSieben entwickelte sich die Show zum erfolgreichsten Neustart 2019 und bringt seitdem zuverlässig Quote.
bild.de

Mitarbeiterbefragung bei “Bild” legt Misstrauen und Unzufriedenheit offen.


Betriebsklima-Krise: Bei "Bild" herrscht in Teilen der Belegschaft offenbar eine hohe Unzufriedenheit über die Arbeitsbedingungen, legt eine Befragung unter knapp 900 Mitarbeiterinnen offen. Die Ergebnisse wurden dem Team am Montag in einer Videokonferenz präsentiert, "Spiegel" und Medieninsider zitieren daraus. 16 % der Befragten geben an, ihren direkten Führungskräften nicht zu vertrauen, rund ein Drittel beklagt, nicht regelmäßig Feedback von Vorgesetzten zu erhalten. Knapp jeder Dritte sagt, Mehrarbeit nicht problemlos durch Freizeit ausgleichen zu können, jeder Vierte schaffe sein Arbeitspensum nicht innerhalb der vertraglichen Arbeitszeit.

"Bild"-Co-Chefredakteurin Alexandra Würzbach sagt in der Video-Konferenz laut "Spiegel", das Ergebnis habe sie "teilweise auch traurig gemacht". Ganz viele Mitarbeiterinnen hätten offenbar "was in sich hineingefressen" und dem jetzt anonym "zum ersten Mal Luft gemacht". Würzbach bittet um Vergebung und entschuldigt sich bei allen, "die sich respektlos behandelt gefühlt haben". "Bild"-Chef Julian Reichelt sagt laut "Spiegel", es brauche jetzt ein "Comeback des Miteinanders". Mitarbeiterinnen sollten künftig stärker Gehör finden – angstfrei, in einer offenen Diskussion "und ohne Konsequenzen zu fürchten". Reichelt räumt ein, dass die Gruppen, die während der Pandemie redaktionsintern Entscheidungen getroffen haben, wohl "als zu klein und zu gleich" empfunden wurden, vor allem "als zu abgeschottet" gegenüber dem Rest des Hauses.
spiegel.de (Paid), medieninsider.com (Paid)

Basta: “Bild” angelt sich einen Angel-Podcast.

Stumm Redselig wie ein Fisch: "Bild" startet den Angel-Podcast Bis zum Biss. In der ersten Episode erklärt Fischerei-Forscher Robert Arlinghaus, wie schlau und empfindsam Fische sind. Die Thematik ist für "Bild" nur auf den ersten Blick Neuland: Tatsächlich hat das Springer-Blatt jahrelange Erfahrungen damit, in trüben Gewässern zu fischen, dicke Fische an Land zu ziehen und politische Zustände aus den Angeln zu heben.
bild.de (34-Min-Audio)

Clubhouse-Tipp: Cordt Schnibbens Writer’s Pub diskutiert das “Bild”-Buch der Bildblogger.

Clubhouse-Tipp: Der Writer's Pub von Reporterfabrik und Cordt Schnibben trifft sich heute Abend zur Buchkritik über das "Bild"-Buch von Moritz Tschermak und Mats Schönauer. Tschermak diskutiert u.a. mit "Bild"-Kritiker Günter Wallraff, dem früheren "Bild"-Journalisten Georg Streiter, Moderatorin Aline von Drateln und turi2-Gründer Peter Turi. Die Runde wird mitgeschnitten und erscheint später als Podcast.
clubhouse.com (Kalender-Link, Montag, 18 Uhr)

“Bild” wirft dem ZDF vor, Antisemitismus von Musliminnen zu leugnen.

Bild wirft dem ZDF vor, muslimischen Antisemitismus in Deutschland zu leugnen. Der Sender habe in einem Beitrag einen syrisch-palästinensischen Geflüchteten als einen "Vorkämpfer 'gegen Judenhass'" bezeichnet, obwohl er "offener Israel-Hasser" sei, wie "Bild" aus seinem Facebook-Profil liest. Das ZDF leugne die antisemitischen Aussagen im Beitrag, indem es darin heiße: "Antisemitismus verurteilt er, Israel aber ebenso". "Bild" stänkert auch gegen Jan Böhmermann, der "importierten Antisemitismus" als Import der Vergangenheit bezeichnet.
epaper.bild.de (Paid), zdf.de (ZDF-Beitrag)

“Spiegel”-Artikel über Julian Reichelt bleibt online – versehen mit einer Anmerkung.

Redaktionsschwanz: Der Artikel des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" über die kolportierten innerbetrieblichen Verfehlungen von "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt ("Vögeln, fördern, feuern") ist weiter online - jetzt ergänzt durch einen Redaktionsschwanz, wonach Reichelt "eidesstattlich versichert" hat, von der "Kommunikationsabteilung des Axel-Springer-Verlages nicht über unsere Fragen informiert worden" zu sein. Die Gelegenheit zur Stellungnahme hat demnach Reichelt ohne Schuld des "Spiegel" verpasst.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Julian Reichelt erwirkt einstweilige Verfügung gegen “Vögeln, fördern, feuern”-Artikel des “Spiegel”.

Vorerst ausgevögelt: Das Landgericht Hamburg untersagt dem "Spiegel" per einstweiliger Verfügung die Weiterverbreitung der Verdachtsberichterstattung gegen Julian Reichelt. Im Artikel "Vögeln, fördern, feuern" ging es um das Compliance-Verfahren gegen Julian Reichelt, der "Bild"-Chefredakteur ging rechtlich dagegen vor. In dem Artikel sind laut Gericht die Grundsätze der zulässigen Verdachtsberichterstattung nicht eingehalten worden. Es sei davon auszugehen, dass Reichelt keine ausreichende Gelegenheit zur Stellungnahme bekommen habe. Genau das hatte Reichelt moniert. Der "Spiegel" kann Widerspruch gegen den Beschluss einlegen. Reichelt ist nach Ende des Compliance-Verfahrens, in dem es um Vorwürfe des Machtmissbrauchs ging, auf seinen Posten zurückgekehrt.
welt.de, mopo.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Bildblog-Autoren über Muster hinter “Bild”-Geschichten.

Lese-Tipp: "Unter Julian Reichelt ist die Stimmungsmache gegen Muslime stark angestiegen", sagt Mats Schönauer (Foto) im "Standard"-Interview. Er und sein Bildblog-Kollege Moritz Tschermak sprechen über das Muster hinter "Bild"-Geschichten, darunter "das Bilden und Schüren von Feindbildern", das Weglassen entlastender Fakten und Expertinnen-O-Töne, die das jeweilige Feindbild weiter unterstützen. Die Meinungsmacht von "Bild" sei trotz sinkender Auflagen ungeschlagen – auch, weil "andere, auch seriöse Medien immer noch von 'Bild' abschreiben, oft ungeprüft".
derstandard.de