Kritik an ehemaliger BDZV-Führung: Julia Becker beklagt ein “unerträglich lautes Schweigen”.


Nachtrag zum Austritt: Funke-Verlegerin Julia Becker kritisiert in einem "Süddeutsche"-Gastbeitrag ein "unerträglich lautes Schweigen" beim BDZV nach der Reichelt-Affäre. "Die Herren an der Spitze" hätten sich "nicht so gerne in ihrer routinierten Tagesordnung stören lassen", schreibt Becker. Im vergangenen Jahr habe man den "Versuch des kollektiven Beschweigens eines brutalen Machtmissbrauchs gegenüber Frauen in der Medienbranche erlebt", spielt sie auf den Umgang von Mathias Döpfner mit den Machtmissbrauchs-Vorwürfen gegen Julian Reichelt bei "Bild" an. Dies habe die "Leiden der betroffenen Frauen noch vergrößert" und "unsere Branche beschmutzt". Unterm Strich hätte Funke sich zudem "ein paar größere Schritte" in der Reform des Verbandes gewünscht. Im November 2022 war Funke nach Reform-Forderungen und Kritik an dem damaligen Vorsitzenden Döpfner aus dem Zeitungsverleger-Verband ausgetreten.

Becker beklagt außerdem, dass es generell zu wenig weibliche Führungskräfte in der Branche gibt: Es brauche "deutlich mehr weibliche Perspektiven und eine geschlechtergerechte Berichterstattung". Frauen würden "gewiss keinen besseren Journalismus machen", aber "einen anderen": Frauen "blicken anders auf die Welt als Männer, schreiben und reden anders über sie, machen sich und uns andere Bilder von ihr". Becker selbst habe sich in Meetings "manchmal wie ein Alien gefühlt", so sei sie auch behandelt worden: "Mit übertriebener, fast devoter Höflichkeit. Mit Nichtachtung."
sueddeutsche.de (€), turi2.de (Background)
(Foto: Selina Pfrüner)

Hör-Tipp: Herbert Bauernebel erzählt von Recherche nach Flugzeug­absturz des McFit-Gründers Rainer Schaller.

Hör-Tipp: Der "Bild"-Korrespondent Herbert Bauernebel ist einer der Journalisten, die sich nach dem Flugzeug-Absturz des McFit-Gründers Rainer Schaller ein Bild von der Unglücks­stelle in Costa Rica machen konnten. Im Springer-Podcast "True Story" erzählt der Reporter, dass er dort nur wenige andere Journalistinnen getroffen hat. Die Medien vor Ort haben "sehr kooperativ und freundlich" auf seine Anfragen reagiert.
truestory.podigee.io (32-Min-Audio)

Tom Drechsler verlässt Springer nach mehr als 30 Jahren, Robin Hornig übernimmt.

Fährt ab: Der bisherige Chef­redakteur Auto der "Bild"-Gruppe, Tom Drechsler, verlässt nach mehr als 30 Jahren den Spinger-Konzern "im gegenseitigen Einvernehmen". Seine Rolle übernimmt ab März Robin Hornig. Er ist seit 2016 stell­vertretender Chef­redakteur bei Auto Bild Digital und hat ab 2020 stellvertretend "Auto Bild" geleitet.
meedia.de

IVW: Springer dominiert bei Digital-Abos, “FAZ” wächst deutlich.

Plus fürs Plus: "Bild" und "Welt" führen 2022 weiterhin die meisten Digital-Abos unter den Tageszeitungen, besagen die aktuellen IVW-Zahlen. Bei "Bild" verringert sich das Wachstum allerdings im Vergleich zum Vorjahr und liegt nun bei 650.669 Abos. "Welt" verzeichnet 211.541 Stück, dahinter folgt die "Süddeutsche" mit 151.910. Die "FAZ" wächst deutlich um 45 % auf 114.240. Das größte Wachstum verzeichnet das Online-Angebot der "Nordwest-Zeitung" mit einem Plus von fast 50 %.
dwdl.de

Janina Kirsch und Christian Friedewald leiten neue Video-Einheit bei “Bild”.

Hub gewechselt: Bei "Bild" übernehmen Janina Kirsch und Christian Friedewald die Leitung des neuen Video Hub, der im Zuge der Umstrukturierung von Bild TV entsteht. Kirsch war bisher Ressort­leiterin Unterhaltung beim Springer-Blatt, Friedewald ist bereits Head of Video News. Die neue Unit soll die Bewegtbild-Inhalte im Tages­geschäft koordinieren.
medieninsider.com, turi2.de (Background)

Bild TV zeigt Talkshows gebündelt an einem Abend pro Woche.

Bild TV strahlt den Talk "Viertel nach Acht" linear ab sofort gebündelt jeden Donnerstag ab 20.05 Uhr aus. Dadurch sind die drei Folgen der Woche, die bei bild.de und YouTube wie gewohnt dienstags, mittwochs und donnerstags erscheinen, am Stück zu sehen. Auch beim Polittalk "Die richtigen Fragen" läuft die Premiere ab sofort montags auf bild.de und YouTube und auf Bild TV erst drei Tage später im Anschluss an "Viertel nach Acht".
dwdl.de

Wir graturilieren: Mathias Döpfner wird 60.


Wir graturilieren: Springer-Boss Mathias Döpfner wird heute 60 Jahre alt. Wie er den Tag verbringt, ist nicht bekannt. Wohl aber, dass hinter dem Medienmanager kein einfaches Jahr liegt: Haus-Krawallo Bild TV ist so gut wie tot, Döpfner nach Monaten der Kritik seit Ende 2022 nicht mehr Vorsitzender des Bundesverbands Digital­publisher und Zeitungs­verleger BDZV. Immerhin: Ende November entschuldigte sich der Verlagschef für die Causa Reichelt bei der Springer-Belegschaft und beteuerte, seine "Lektionen gelernt" zu haben.

Womit Döpfner in seinem neuen Lebensjahr rechnen kann: Eine Kommission der Goethe-Uni Frankfurt dürfte ihre Prüfung der Plagiatsvorwürfe gegen Dr. Döpfners Dissertation abschließen. Und bei "Bild" und "Welt" stehen "tiefgreifende" Umstrukturierungen und Kostensenkungen ins Haus, wie der CEO selbst ankündigt.

Bei Springer ist Döpfner nun schon seit mehr als 20 Jahren Chef – für die Branche und den Job eine halbe Ewigkeit. Er bleibt eine der wenigen Konstanten in der Medienwelt. Vielleicht täte Tech-Hallodri Elon Musk auch deshalb gut daran, Döpfners Angebot, Twitter für ihn zu managen, doch noch anzunehmen.

Gratulationen zum Geburtstag erreichen Döpfi z.B. per E-Mail. Wem das zu unpersönlich ist: Er soll – ganz unironisch – auch per SMS recht gut zu erreichen sein. Geldgeschenke dürften insbesondere von Friede Springer willkommen sein.

“Bild” entschuldigt sich für Fake-Interview mit “Drachenlord” Rainer Winkler.

Interview mit einem Fabelwesen: Die "Bild" entschuldigt sich in ihrer Donnerstag-Ausgabe für ein Fake-Interview mit "Drachenlord" Rainer Winkler. Die Boulevardzeitung hatte Anfang des Jahres einen Artikel über den "meistgehassten Mann des Internets" mit Zitaten des YouTubers veröffentlicht, der in einem Livestream sein Mitwirken an dem Interview dementiert hat. Laut "Bild" habe man stattdessen "eine andere Person interviewt, die sich mit Fälschungen amtlicher Ausweisdokumente und hoher krimineller Energie" als Rainer Winkler ausgegeben habe.

"Bild" hatte die Interviewfragen nur schriftlich übermittelt und sei wohl auf einen gefälschten Twitter-Account reingefallen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Der "Bild"-Artikel ist inzwischen offline. Ein anonymes Bekennervideo zeichnet nach, wie sogenannte Drachenlord-Hater "Bild" hinters Licht geführt haben wollen. Das Boulevardblatt kündigt an, Strafanzeige zu erstatten. Rund um den umstrittenen YouTuber "Drachenlord" hat sich ein Mob sogenannter Hater gebildet, die ihn sowohl im Netz als auch im realen Leben schikanieren.
sueddeutsche.de, rnd.de

Hör-Tipp: Antonia Yamin von Bild TV erzählt von ihrer Neonazi-Recherche.

Hör-Tipp: Die in Israel aufgewachsene Bild-TV-Chef­reporterin Antonia Yamin erzählt im Springer-Podcast "True Story" von ihrer Recherche bei Neonazi Tommi Frenck, der Bürgermeister seines Dorfs Kloster Veßra werden wollte. Die Komplexität internationaler Identitäten wie der ihren verstehe sein rechtes Umfeld gar nicht. Sie mache keinen "angreifenden Journalismus", sondern habe zeigen wollen, wie Frenck denke. Auf Security-Begleitung habe sie bewusst verzichtet.
axelspringer.com (31-Min-Audio)

turi2 edition #20: 7 Antworten von Paul Ronzheimer.


Krisenerprobt: Als “Bild”-Vize und Kriegsreporter in der Ukraine hatte Paul Ronzheimer 2022 kaum eine ruhige Minute. Für 2023 hofft er, weniger Zeit an der Front verbringen zu müssen und wieder mehr lachen zu können, sagt er im Agenda-Fragebogen der turi2 edition #20. Weiterlesen >>>, issu.com (im kostenlosen E-Paper lesen), turi2.de/bestellen (künftige E-Paper abonnieren)

Zitate-Ranking 2022: “Spiegel” erneut vorne, “Handelsblatt” überholt “Bild”.

Handelsblatt verdrängt "Bild" im Zitate-Ranking von Media-Tenor 2022 von Platz 2. Insgesamt 845 Mal haben andere Medien das "Handelsblatt" zitiert, von "Bild" gab es nur 792 Zitate. An der Spitze steht erneut der "Spiegel" mit 1.096 Zitierungen. Interessanter Aspekt: 44 % der Zitate im "Handelsblatt" stammen von der Schwester-Zeitung "Tagesspiegel", die von Platz 16 im Jahr 2021 auf Platz 9 aufsteigt.
kress.de

Nur die “taz” unterschreibt Vielfalts-Selbstverpflichtung von Pro Quote.

Keine Zeit für Vielfalt? Die Initiative Pro Quote Medien besucht die Chef­redaktionen deutscher Leit­medien und bringt eine Selbst­verpflichtung zur Förderung von Frauen und Diversität mit – lediglich die "taz" unter­schreibt den Vertrag. "Bild", "Welt" und "Focus" hatten keine Zeit für ein Treffen. "Stern", "Zeit", "Süddeutsche Zeitung" und "Spiegel" zeigen Bemühungen und Fort­schritte, wollten sich an die Forderung von Pro Quote, u.a. 50 % Frauen mit diversen Hinter­gründen in allen Führungs­ebenen, aber nicht binden. "FAZ"-Herausgeber Jürgen Kaube sehe keinen besonderen Förder-Bedarf.
mailchi.mp/pro-quote, turi2.de (Background Kaube)

Nora Tschirner verletzt sich leicht bei “Dalli Dalli”-Aufzeichnung.

ZDF: Schauspielerin Nora Tschirner hat sich bei der Aufzeichnung eines "Dalli Dalli"-Specials mit Johannes B. Kerner leicht am Knie verletzt. "Bild" spricht zunächst von einem "Horror-Unfall", passt die Berichterstattung aber offenbar später an. Tschirner relativiert zuvor via Insta-Story: Es habe sich um "den lustigsten Unfall der Welt" gehandelt.
faz.net, bild.de, instagram.com

Lese-Tipp: Die Barbie und ihre “Bild”-Wurzeln.

Lese-Tipp: Die "Absatzwirtschaft" erzählt die Geschichte der Barbie nach – von den Anfängen der blonden "Bild"-Lilli bis zur Plastik-Puppe von heute. Ruth Handler bringt Ende der 50er eine Lilli-Figur, die dem gleichnamigen "Bild"-Comic nachempfunden ist, aus Europa mit in die USA. Während Handler und ihr Mann die Puppe in den USA und später weltweit als Barbie groß rausbringen, stellt die "Bild" ihren Lilli-Comic 1961 ein.
absatzwirtschaft.de

Mathias Döpfner kündigt “tiefgreifende Veränderungen” für “Bild” und “Welt” an.

Kein großer Sprung: Mathias Döpfner kündigt für "Bild" und "Welt" im kommenden Jahr "tiefgreifende" Umstrukturierungen und Kostensenkungen an. In einer internen Ansprache vor Beschäftigen des Konzern zieht der Springer-Chef Bilanz und äußert sich auch zum Aus von Bild TV: "Wir mussten feststellen, dass das Konzept nicht funktioniert und dass es einen sehr ernsten, fast schädlichen Effekt auf das gesamte deutsche Mediengeschäft hatte."
meedia.de

“Bild”, “BamS” und “B.Z.” werden im nächsten Jahr klimaneutral.

bildlogoGrünes Label fürs rote Blatt: Springer verkauft "Bild", "Bild am Sonntag" und die "B.Z." ab Januar als "klimaneutrales Produkt" – so wie seit September bereits die "Auto Bild". Die Emissionen, die bei der Produktion der Zeitungen entstehen, gleicht Springer durch Kompensationszahlungen aus, u.a. für eine Solaranlage in Indien und ein Wasserkraftwerk in Nicaragua. Ab März sollen sich auf die gleiche Art auch "Welt" und "Welt am Sonntag" mit dem Tüv-zertifizierten "Klimaneutral"-Sticker schmücken dürfen.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

Presserat erteilt 10 Rügen u.a. für “Bild” und “InTouch”.

Blaue Briefe: Der Presserat spricht drei Rügen gegen bild.de und "Bild am Sonntag" aus, da die Redaktion veröffentlichte Bilder und Darstellungen von Personen nicht ausreichend anonymisiert hatte. Das Magazin "InTouch" erhält zwei Rügen wegen irreführender Überschriften. Außerdem rügt der Presserat die "Stuttgarter Zeitung, die "Braunschweiger Zeitung", südkurier.de, "Zeit" und "stern". Insgesamt hat der Presserat 118 Fälle behandelt und dabei 10 öffentliche Rügen, 21 Missbilligungen und 19 Hinweise erteilt. In 48 Fällen hat das Gremium die Beschwerden als unbegründet erachtet, in weiteren 6 Fällen auf eine Maßnahme verzichtet, sowie 14 Fälle vertagt oder abgelehnt.
presserat.de, meedia.de

Zitat: “Meine Mama schimpft immer mit mir”, sagt Paul Ronzheimer.

"Meine Mama schimpft immer mit mir, aber sie weiß, dass sie mich davon nicht so richtig abbringen kann."

Paul Ronzheimer, Kriegs­reporter und Vize-Chef­redakteur der "Bild", erzählt im turi2 Jobs-Podcast im Rahmen der Agenda-Wochen, dass Freunde und Familie während seiner Einsätze in Krisengebieten häufig besorgt um ihn sind.
turi2.tv (47-Min-Podcast), turi2.tv (direkt zu den Sorgen), turi2.de/agenda2023 (alle Agenda-Beiträge)

“Ich unterschätze oft, wie viel ich zu verarbeiten habe” – Paul Ronzheimer über Ausnahme­situationen und Ausdauer.


Krieg und Alltag: "Man kann in diesem Krieg kaum im klassischen Sinne neutral sein", sagt Paul Ronzheimer im turi2 Jobs-Podcast über den Ukraine-Krieg. Der Kriegs­reporter und Vize-Chef­redakteur von "Bild" findet, dass die Berichterstattung "truthful" sein sollte. Im Gespräch mit turi2-Chef­redakteur Markus Trantow sagt er, das bedeute "unbedingt auch, die ukrainische Sichtweise und Darlegungen kritisch zu hinterfragen". Nur weil er mit den Ukrainern fühlt und glaubt, "dass sie jedes Recht haben, sich zu verteidigen", müsse er als Journalist dennoch "genau hinschauen". Ronzheimer hat schon aus vielen Kriegs- und Krisen­gebieten berichtet – der Krieg in der Ukraine sei jedoch "ganz anders". Das liege vor allem daran, dass er das Land schon vor Kriegs­beginn häufig besucht und dadurch eine "große persönliche Bindung" habe.

Gerade ist Ronzheimer zurück in Deutschland – solche Kriegs-Auszeiten sind ihm extrem wichtig: "Wenn man teilweise mehrere Wochen und Monate dort verbringt, wird man verrückt im Kopf." Während seiner Heimat­besuche merkt Ronzheimer oft, "wie viel ich zu verarbeiten habe". Selbst der Profi, der schon seit Jahren als Kriegsreporter arbeitet, unterschätzt das häufig. Gerade in diesem Jahr, in dem er insgesamt sieben Monate unterwegs war, "ist das immer nur ein kurzes Ankommen".

Ronzheimer nimmt im Gespräch auch Stellung zu den Streichungen des Live-Programms von Bild-TV: "Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass das nicht weh tut", sagt der "Bild"-Vize, und lobt die "Startup-Stimmung" im dritten Stock des Springer-Hochhauses. Gleichzeitig äußert er Verständnis für die Verlagsentscheidung und geht davon aus, dass die Berichterstattung auf Bild.de und in Breaking-News-Situationen weitergeht. Der Sender sei ja nicht komplett weg.

Im Podcast gibt Ronzheimer auch Tipps für den Journalismus-Nachwuchs: Wer diesen Job machen will, brauche eine "massive Ausdauer" – das gelte grundsätzlich für Journalistinnen. Ronzheimer habe den Journalismus viele Jahre lang "als absolute Prio über alles gestellt" – darunter gelitten haben Familie und Freunde. "Vielleicht muss es nicht so extrem sein", lenkt er ein – dennoch sei es eben kein 9-to-5-Job.


 
Dieser Podcast ist Teil der Agenda-Wochen von turi2: Bis zum 18.12. blicken wir jeden Tag auf die Themen, die die Kommunikations­branche zum Jahres­wechsel bewegen. Am 11. Januar erscheint die turi2 edition #20 – Agenda 2023 als Jahrbuch der Kommunikation mit den Schwer­punkten Vielfalt, Nachhaltigkeit und Resilienz.
turi2.tv (47-Min-Podcast auf YouTube), turi2.podigee.io, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de



Mitarbeit: Pauline Stahl

“Spiegel”: Springer verlangt von Robert Schneider einen Drogentest.

Springer bittet den designierten "Bild"-Co-Chef­redakteur Robert Schneider zum Drogen­test, berichtet der "Spiegel". Der bisherige "Focus"-Chef sei nach Unter­zeichnung seines Vertrags um einen entsprechenden Nachweis gebeten worden – offenbar unerwartet. Aus Schneiders Umfeld hört der "Spiegel", dass er davon vorher nichts gewusst habe. Ein Springer-Sprecher verteidigt das Prozedere: Wie "in vielen international tätigen Unternehmen üblich" gehöre zur Einstellung inzwischen auch ein Drogen­screening.
spiegel.de (€)

Schneider, Würzbach und Strunz bilden künftige “Bild”-Chefredaktion.

Bild' dir dein Trio: Die künftige "Bild"-Chef­redaktion besteht aus Alexandra Würzbach, Claus Strunz und dem Neu­zugang Robert Schneider, verkündet Johannes Boie der Belegschaft. "Bild am Sonntag"-Chef­redakteurin Würzbach und Bild-TV-Chef Strunz bleiben also entgegen ersten Spekulationen beim Springer-Blatt. Die Berichte haben laut "Spiegel" intern ein "Macht­vakuum" und "Führungs­chaos" ausgelöst.
spiegel.de, turi2.de (Background)

“Spiegel”: Robert Schneider wird Co-Chefredakteur der “Bild”.


Neuer Fokus: Robert Schneider, seit 2016 Chef von Burdas "Focus", soll neuer Chefredakteur der "Bild" werden, berichtet der "Spiegel". Demnach zieht er in die zweite Führungsebene ein und berichtet künftig an Johannes Boie, der Vorsitzender der Chefredaktion bleiben soll. Bisher leiten Claus Strunz, verantwortlich für Bild-TV, und Alexandra Würzbach, verantwortlich für die "Bild am Sonntag", mit Boie das Boulevardblatt. Der "Spiegel" berichtet unter Berufung auf interne Quellen bei Springer, dass die beiden vor der Ablösung stehen könnten. Die Verpflichtung von Robert Schneider bestätigt Springer inzwischen.

Boie war vor knapp einem Jahr als Krisenmanager angetreten – nach dem unrühmlichen Abgang seines Vorgängers Julian Reichelt war die Redaktion in Aufruhr. Das Klima in der Redaktion habe Boie verbessert, schreibt der "Spiegel". Zweifel gab es am früheren Kulturredakteur der "Süddeutschen Zeitung" und Ex-Chef der "Welt am Sonntag" eher, weil er keine Boulevard-Erfahrung mitbrachte.
spiegel.de, horizont.net

Medieninsider: Bild TV kündigt wohl Angestellte, DJV fordert Weiterbeschäftigung.

Bild TV entlässt wohl rund 80 Angestellte in Redaktion und Produktion, berichtet Medieninsider. Demnach betreffe dies befristete Verträge, die nicht verlängert werden. DJV-Vorsitzender Frank Überall fordert, den Betroffenen "alternative Arbeits­plätze im Konzern" anzubieten. Anfang November hatte der "Spiegel" berichtet, der Medien­konzern plane, das Live-Programm von Bild TV drastisch einzuschränken.
medieninsider.de (€), dwdl.de, djv.de, turi2.de (Background)

Klima-Stiftung MV muss “Bild” und “Welt” Namen von Nord-Stream2-beteiligten nennen.

Transparenz-Stream: Die umstrittene Klimastiftung MV um Stiftungs­vorstand Erwin Sellering muss die Namen der Unternehmen nennen, die am Bau der Gas-Pipeline Nord Stream 2 beteiligt waren, entscheidet das Bundes­verfassungsgericht. "Bild" und "Welt" hatten geklagt, weil die Stiftung bei der Nennung mauert. Das Land­gericht Schwerin und das Ober­landes­gericht in Rostock hatten bereits eine Auskunfts­pflicht der Stiftung fest­gestellt. Eine Beschwerde dagegen hat das Bundes­verfassungsgericht nun abgelehnt.
ndr.de, turi2.de (Background)

Springer-Boss Mathias Döpfner entschuldigt sich bei Mitarbeitenden für Causa Reichelt.


Hard to say I'm sorry: Springer-Chef Mathias Döpfner geht in einem Video bei Linked-in auf Distanz zu Ex-"Bild"-Chef Julian Reichelt. "Ich bedaure, dass wir die Erwartungen der Mitarbeiter - und insbesondere der betroffenen Frauen - nicht erfüllt haben. Und ich kann mich dafür nur entschuldigen", sagt Döpfner. Er habe seine "Lektionen gelernt". Der "Bild"-Chef­redakteur sei der "wahr­scheinlich unbeliebteste, wenn nicht meist­gehasste Journalist" in Deutschland, werde täglich kritisiert und benötige daher "Schutz" durch seinen Arbeit­geber. Dennoch brauche es eine "kritische Distanz". Inzwischen habe Springer seine Regeln angepasst und Prozesse über­arbeitet, wie Mitarbeitende sich melden können, wenn etwas "Unangemessenes" passiert. Das Video ist Teil des internen, englisch­sprachigen Podcast "On the Record" – Döpfners Ansprache richtet sich wohl vor allem an Springers US-Firmen. Durch eine außer­gerichtlich Einigung mit einer ehemaligen "Bild"-Mitarbeiterin hat Springer jüngst einen lang­wierigen Rechts­streit in den USA abgewehrt.
linkedin.com (2-Min-Video) via sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Bild-Gruppe startet digitalen Sport-TV-Sender.

Ball im Bild: Die Bild-Gruppe startet den neuen TV-Kanal Bild Sport TV. Der Sender ist ausschließlich über die Sportworld-App von Samsung verfügbar, die sowohl auf Mobilgeräten als auch auf SmartTVs läuft. Das Programm zeigt durchgehend Sport-Sendungen verschiedener Disziplinen wie Fußball, Fighting und Motorsport, sowie Sendungen zu Extremsportarten. Zur Fußball-WM laufen täglich im Wechsel Morningshows mit Lothar Matthäus und Marcel Reif.
axelspringer.com

Meistgeklickter Kopf gestern war Ulrike Handel.

Meistgeklickter Kopf gestern war Ulrike Handel. Die bisherige News-Vorständin verlässt Axel Springer zum Jahresende wegen "unterschiedlicher Auffassungen über Ausrichtung und Struktur des Bereichs". Die Markengruppen "Bild" und "Welt" werden getrennt. Handel war erst 2022 zur Bereichsleiterin des Ressorts "News Media National" aufgestiegen.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 21.11.2022)

Springer trennt sich von Ulrike Handel und strukturiert “Bild” und “Welt” um.

Richtungswechsel: Axel Springer will "Bild" und "Welt" künftig wieder als eigene Gruppen führen, mit Carolin Hulshoff Pol (links) als CEO der Welt-Gruppe und Claudius Senst (Mitte) als CEO der Bild-Gruppe. Damit löst der Konzern das Ressort News Media National auf. Ulrike Handel (rechts), die das Ressort erst seit Mai 2022 leitet, verlässt das Unternehmen zum Jahresende. Aufsichtsratsvorsitzender Ralph Büchi nennt als Grund "unterschiedliche Auffassungen über Ausrichtung und Struktur des Bereichs". Im September hatte Handel nach Medienberichten eine komplette Zusammenlegung der beiden Redaktionen nicht ausgeschlossen. Stattdessen will Springer-Chef Mathias Döpfner die beiden Marken "eigenständiger und so schlank wie möglich organisieren". Er übernimmt ab sofort die Verantwortung für die beiden Markengruppen im Springer-Vorstand, der künftig aus vier Mitgliedern besteht.

Senst war bisher innerhalb von News Media National für "Bild" und "Welt" zuständig und leitet künftig nur noch die "Bild"-Gruppe. Zweiter Geschäftsführer und Chief Revenue Officer wird ab Februar 2023 Christoph Eck-Schmidt zusätzlich zu seiner Aufgabe als CEO von Bonial. CFO für beide Gruppen wird Ralf Hermanns, zusätzlich zu seiner Aufgabe als Verantwortlicher des Einkaufs bei Springer. Christian Fuhrhop, bislang CFO & CHRO News Media National, verlässt das Unternehmen.
axelspringer.com ("Bild"/"Welt"), axelspringer.com (Handel), turi2.de (Background)

Klick-Tipp: “Bild”-Reporter versorgen Fußball-Fans über WhatsApp.

Klick-Tipp: "Bild" startet zur Fußball-WM den kostenlosen WhatsApp-Service "WM live – Bild direkt aus Katar". Mehrmals täglich senden elf WM-Reporter Eindrücke, Meinungen, Bilder und Videos über den Messenger-Dienst. In den Chat gelangen Interessierte über diesen Link, anschließend werden sie direkt zu WhatsApp weitergeleitet, wo sie die Nachricht "Start" abschicken müssen, um die Benachrichtigungen zu starten.
bild.de

Klimastiftungs-Vorstand zahlt Ordnungsgeld wegen nicht beantworteter Presseanfragen.

Stellt sich stur: Der Vorstandsvorsitzende der umstrittenen Stiftung Klima- und Umweltschutz Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, hat nach Informationen von "Bild" und "Welt" ein Ordnungs­geld von 3000 Euro zahlen müssen. Trotz eines entsprechenden Gerichtsurteils hatte er Anfragen der beiden Zeitungen nicht beantwortet und zwei Zwangs­vollstreckungs-Termine platzen lassen. "Bild" und "Welt" wollen unter anderem die Namen der rund 80 Firmen wissen, mit denen die Stiftung Verträge zum Weiterbau der Gaspipeline Nord Stream 2 im Auftragswert von insgesamt 165 Mio Euro abgeschlossen hatte.
bild.de

Basta: “Bild”-Bericht bringt Weltklimagipfel mehr Wärme.

bildlogoWärmebild: "Bild" schreibt sich auf die Fahnen, den Welt­klima­gipfel vor dem "Kälte-Schock" zu bewahren. Die Zeitung hatte angeprangert, dass die Klima-Anlagen bei der Konferenz in Scharm el Scheich auf Hochtouren laufen und die Teilnehmenden frieren müssten. Nun gebe es keinen Raum mehr, der kühler als 20 Grad ist. Als nächstes Klima-Ziel könnte "Bild" sich vornehmen, weniger heiße Luft zu verbreiten.
bild.de

Kurt Krömer knöpft sich Julian Reichelt im Verhörraum bei “Chez Krömer” vor, “Süddeutsche” übt Kritik an der Sendung.


Achtung, es reichelt: Ex-"Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt und Kurt Krömer liefern sich einen Schlagabtausch bei Chez Krömer. Zu den Machtmissbrauchs-Vorwürfen kann Krömer Reichelt dabei nicht viel entlocken – Reichelt beharrt darauf, zu seinem Privatleben nichts sagen zu wollen. Die Berichterstattung darüber tut er als "abscheulich, abstoßend und verleumderisch" und "Teil einer Kampagne" ab. Das Compliance-Verfahren beim Springer-Verlag nennt er einen "unfassbaren Einbruch" in seine Privats- und Intimsphäre. Brisant wird es, als in einem Einspieler eine verpixelte Ex-"Bild"-Mitarbeitern zu Wort kommt, die behauptet, Reichelt würde Kokain konsumieren. Sie könne sich an einen Abend erinnern, an dem er fünf bis sieben Lines gezogen haben soll: "Und ich kann mir nicht vorstellen, dass er am nächsten Tag schon nüchtern war." Reichelt entgegnet, dies sei "anonymisierter Schmutz".

"Sie benutzen Methoden, die Sie eigentlich abstoßend finden, und das macht Sie und Ihre Methoden abstoßend", kritisiert Reichelt. Warum er vor einem Jahr bei der "Bild" seinen Hut nehmen musste, wisse er angeblich nicht: "Das hat man mir bis heute nicht gesagt", gibt sich Reichelt unschuldig. Laura Hertreiter und Nele Pollatschek kritisieren in der "Süddeutschen Zeitung", dass Reichelt in der Sendung wie ein Opfer wirke. Dies sei "fast ein Kunststück, ein wirklich schlechtes". Sie bemängeln u.a., dass einige Behauptungen von Reichelt unwidersprochen bleiben und keiner da sei, "der verbogene Wahrheiten zurechtrückt" – etwa, dass es Reichelt war, in seiner Zeit als "Bild"-Chef offensichtlich Berufliches und Privates nicht trennen konnte oder wollte.
youtube.com (30-Min-Video), sueddeutsche.de (€), focus.de, t-online.de, twitter.com
(Foto: Screenshot RBB)


“Spiegel”: Bild TV plant Einsparungen beim Live-Programm.


Schwaches Bild: Springer plant offenbar, das Live-Programm von Bild TV drastisch einzuschränken, berichtet der "Spiegel". Vor allem die personal- und ressourcen­intensive Dauer-Sendung "Bild Live" könnte bis Ende des Jahres aus dem Programm verschwinden. Die Talkshows "Viertel nach Acht" und "Die richtigen Fragen" dagegen sollen bleiben. In einer noch nicht veröffentlichten "Bewegtbild-Strategie" schreibe Chefredakteur Johannes Boie, dass Bild TV künftig nur noch live auf Sendung gehe, wenn der Zuschauer es erwarte – etwa bei Terror­anschlägen oder anderen Groß­ereignissen. Ein "Bild"-Sprecher will die kolportierten Kürzungen auf "Spiegel"-Nachfrage nicht kommentieren und lässt wissen: "Unsere Programmplanung für 2023 ist noch nicht abgeschlossen." Der Sender war ein Herzens­projekt von Ex-"Bild"-Chef Julian Reichelt, der nur zwei Monate nach dem Sende­start seinen Posten räumen musste. Bei Einschalt­quoten und Werbe­erlösen blieb das Programm bisher hinter den Erwartungen.
spiegel.de, dwdl.de

“Bild” holt neuen Investigativ-Chef von Correctiv.

Bild dir deine Recherche: Die "Bild" will ihr Investigativ-Ressort wiederbeleben und holt dafür Frederik Richter vom Recherche-Netzwerk Correctiv. Richter soll im Januar zum Springer-Blatt wechseln und die Koordination des Investigativ-Teams übernehmen. Bei Correctiv ist er seit 2015 und aktuell Managing Editor, davor hat er zehn Jahre lang im Nahen Osten und Südost­asien als Korrespondent gearbeitet.
medieninsider.com, axelspringer.com

Sat.1 dementiert “Bild”-Spekulationen über neue Show mit Luke Mockridge.

Unlucky: Sat.1-Sprecher Christoph Körfer dementiert gegenüber DWDL.de einen Bericht der "Bild", wonach Comedian Luke Mockridge (Foto) eine neue Show bekommen soll. "Wir drehen nicht mit Luke Mockridge für eine neue Show", sagt Körfer. "Bild" hat berichtet, die Dreharbeiten hätten bereits stattgefunden. Ursprünglich hatte Sat.1 schon 2021 eine neue Show mit Luke Mockridge angekündigt, der hatte jedoch nach der öffentlichen Auseinandersetzung über Vergewaltigungs-Vorwürfe eine TV-Pause eingelegt.
dwdl.de, turi2.de (Background)

OLG Köln bestätigt “Berliner Runde”-Urteil gegen “Bild”.

Immer noch verboten: Das OLG Köln bestätigt das "Berliner Runde"-Urteil des Landgerichts Köln gegen "Bild", demzufolge Bild TV eine längere Passage von ARD und ZDF nicht im eigenen Programm zeigen durfte. Die Weitersendung sei urheberrechtswidrig gewesen. Das Urteil ist rechtskräftig; Springer hofft darauf, der Bundesgerichtshof möge sich der Causa annehmen.
kress.de, turi2.de (Background)

“Spiegel”: “Bild”-Journalist Paul Ronzheimer führte Wechsel-Gespräche mit RTL.


Paul auf Abwegen? "Bild"-Journalist Paul Ronzheimer (Foto) soll laut "Spiegel" in den vergangenen Monaten Gespräche mit RTL über einen möglichen Wechsel geführt haben. Das Nachrichtenmagazin beruft sich auf "Insider" und begründet Ronzheimers mutmaßlichen Vorstoß mit dessen Unzufriedenheit über "Bild"-Chefredakteur Johannes Boie: Ronzheimer sei gekränkt, weil er als Vertrauter von Julian Reichelt früher "so gut wie alles durfte", unter Boie aber z.B. nicht zu "Bild TV" zugeschaltet werde, wenn er es wolle. Sowohl Boie als auch Ronzheimer verneinen einen Konflikt offiziell, Ronzheimer wird mit "Ich bin sehr glücklich bei 'Bild'" zitiert. In Sachen Ralf Schuler, bisheriger Leiter der "Bild"-Parlamentsredaktion, weiß der "Spiegel" sicher, wohin es diesen zieht: Er wird demnächst für seinen ehemaligen Boss Reichelt arbeiten.
spiegel.de (€), turi2.de (Background Schuler)

Weil Ex-Ministerpräsident Sellering eine Presseanfrage nicht beantwortet, droht ihm Zwangshaft.

Schweighaft: Dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern Erwin Sellering drohen 15 Tage Zwangshaft oder ein Bußgeld von 3.000 €. Grund ist die Weigerung, eine Presseanfrage von "Bild" zur Stiftung Klima- und Umweltschutz MV zu beantworten. Sellering ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung, die den Bau der umstrittenen Gas-Pipeline Nord Stream 2 trotz US-Sanktionen vollenden sollte. Das Landgericht Schwerin hatte Sellering im Juli rechtskräftig zur Herausgabe von Infos zum Geschäftsbetrieb der Stiftung verurteilt.
bild.de

Ralf Schuler kündigt bei Springer fristlos.

Ralf ist raus: Journalist Ralf Schuler, bisher Leiter der "Bild"-Parlamentsredaktion, kündigt bei Springer fristlos. Eine "gütliche Einigung" über sein Ausscheiden aus dem Verlag sei nicht zustande gekommen. In einer Mail an das "Bild"-Team schreibt Schuler, den Rest "werden jetzt die Juristen klären". Schuler geht u.a. wegen politischer Differenzen.
kress.de, turi2.de (Background)

Meistgeklickter Kopf gestern war Julian Reichelt.

Meistgeklickter Kopf gestern war Julian Reichelt. Der Ex-"Bild"-Chef und heutige Krawall-YouTuber feiert sich selbst dafür, mehr Abonnenten zu haben als der Kanal von "Focus". Auf ihn folgt die Politik-Chefreporterin von Welt TV, Franca Lehfeldt. Die Boulevard-Presse freut sich derzeit über den ersten gemeinsamen Auftritt von ihr mit Ehemann Christian Linder.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 19.10.2022)