Mathias Meier wechselt von “Bild” als Produktchef zu CH Media in die Schweiz.

CH Media, Schweizer Medienhaus hinter Titeln wie dem "St. Galler Tagblatt" oder der "Aargauer Zeitung", verpflichtet Mathias Meier, 39, als Chief Product Officer. Er kommt im Juli von Springer, wo er acht Jahre lang Leiter Produktentwicklung bei "Bild" war und in dieser Funktion maßgeblich an einer Vielzahl digitaler Initiativen beteiligt.
chmedia.ch

Aus dem Archiv von turi2.tv: Mathias Meier und Jakob Wais gewähren Einlick ins "Bild"-Labor. (01/2017)

Renner: Landesmedienanstalten zweifeln bei “Bild TV” an der journalistischen Sorgfalt.

Bild dir deinen Sendeschluss? Die Landesmedienanstalten zweifeln bei "Bild TV" an der journalistischen Sorgfaltspflicht, schreibt Kai-Hinrich Renner in der "Berliner Zeitung". Die Bewilligung des Antrags für eine Rundfunklizenz sei demnach "kein Selbstläufer". Die Live-Berichterstattung über die rassistischen Morde in Hanau habe sich "im Wesentlichen in wilden Spekulationen erschöpft", hört Renner "in Kreisen der Landesmedienanstalten".

Die Pläne von Julian Reichelt, bei "Bild TV" neben professionellen Beiträgen von Journalisten auch gleichberechtigt Berichte von Laien zu senden, stoße bei den Medienaufsehern auf Kritik. "Bild TV" will künftig bis zu 18 Stunden täglich live senden und "News in Echtzeit" zeigen. Medienwächter kritisieren, dass Reichelt womöglich "Schnelligkeit und fiktionale Erzähltechniken" wichtiger als "Wahrheit und Fakten" seien, schreibt Renner.
berliner-zeitung.de

“Bild”-Vize Christian Stenzel verlässt Springer.

Bild: Christian Stenzel, als Chief of Staff seit Juni 2019 Stellvertreter von Julian Reichelt, verlässt die Zeitung im April nach insgesamt 17 Jahren. Künftig will sich Stenzel mit Partnern selbstständig machen und unter anderem im Umfeld von Storymachine arbeiten. Stenzel ist persönlich eng mit Kai Diekmann verbunden, der Storymachine mitgegründet hat.
horizont.net, turi2.de (Background)

“FAS” will offenbar Zustellkosten sparen, schreibt “Horizont”.

FAS: Bei der testweisen Umstellung des Erscheinungstages auf den Samstag geht es dem Verlag mehr um die teurere Sonntagszustellung als um den am Samstag stärkeren Einzelverkauf, hört Roland Pimpl aus dem Verlag. Springer, der mit “Bild am Sonntag” und “Welt am Sonntag” den Markt der Sonntagszeitungen dominiert, und “FAZ” hätten sich bisher offensichtlich nicht darauf einigen können “kostenaufteilend zusammenzuarbeiten”. In einem Testlauf sollen 1.000 Abonnenten auf die neue Ausgabe umgestellt werden.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Renner: Springer erwägt eine Aufspaltung in Publizistik und Rubrikenmärkte.

Sprung zu zwei Ufern? Springer erwägt nach dem KKR-Einstieg den Konzern in zwei Teile aufzuspalten, schreibt Kai-Hinrich Renner in der "Berliner Zeitung". Künftig solle es nur noch den Unternehmensbereich Publizistik mit den Zeitungen "Bild" und "Welt" sowie die profitablen digitalen Rubrikenmärkte geben. Renner schreibt von zwei nicht namentlich genannten Quellen, ein Sprecher von Springer teilt Renner dagegen mit: "Solche Pläne gibt es nicht".

Eine Stiftung soll laut Renner künftig die publizistischen Objekte übernehmen, die losgelöst von KKR agiere. Als Stiftungsvorstand für die Zeitungen sei Springer-Vorstand Mathias Döpfner "gesetzt". Die Rubrikenmärkte gehen in eine vom US-Investor geführte Aktiengesellschaft mit der neugegründeten Stiftung als Juniorpartner über, schreibt Renner. Die Anwälte seien bereits dabei, die Verträge aufzusetzen.
"Berliner Zeitung", S. 3 (Paid), turi2.de (Springers Sparprogramm)

Bertelsmann-Boss Thomas Rabe würde “gegebenenfalls” ProSiebenSat.1 übernehmen – wenn die Kartellis mitspielen.


Oben auf: Bertelsmann- und RTL-Boss Thomas Rabe (Foto) macht im Interview mit der "FAS" Stimmung in eigener Sache. Befragt von Herausgeber Gerald Braunberger und Redakteur Georg Meck spricht er über den Kauf von RTL-Aktien durch den Mutterkonzern, kündigt einen internationalen Rollout der Content Alliance an, lässt eine mögliche Konkurrenz durch Springers Bild-TV an sich abtropfen und fordert eine Deregulierung des TV-Marktes, damit "größere Zusammenschlüsse" möglich werden – "gegebenenfalls mit RTL und ProSiebenSat.1".

So sagt Rabe, dass Bertelsmann die RTL-Aktie für unterbewertet hält, und daher die eigenen 75 % seit einigen Monaten "im kleinen Stil" aufstockt. Die Sendergruppe sei "hochprofitabel", das Problem seien die Analysten, die derzeit nur "die Risiken der Transformation" sähen. Eine Komplett-Übernahme von RTL sei nicht geplant.

Nach einem Jahr Content Alliance in Deutschland zieht Rabe eine positive Bilanz: Die Erfahrungen von RTL und "stern" im News-Bereich und die von RTL und "Gala" bei Unterhaltungsthemen seien so gut, dass künftig auch die Töchter in Amerika, Großbritannien und Frankreich nach diesem Vorbild zusammenarbeiten sollen.

Außerdem fordert Rabe eine Deregulierung des TV-Marktes: "Die Regeln stammen noch aus dem analogen Zeitalter, als es noch kein YouTube, kein Facebook, kein Netflix gab", kritisiert der Konzernchef. Es sei "außerordentlich wichtig", dass "nationale Champions" entstehen könnten, sagt Rabe und denkt dabei an einen möglichen Zusammenschluss von RTL und ProSiebenSat.1.

Angesprochen auf Springers TV-Vorstoß mit Bild-TV sagt Rabe: "Davor ist mir nicht bange." Ihm sei noch nicht klar, wie das Programm aussehen soll.
faz.net (Paid)

Basta: Claus Strunz verirrt sich im Wahlkreis von Jens Spahn.

Strunzschlau: Claus Strunz gibt bei Bild TV an seinen Kollegen in Münster ab – laut Strunz der Wahlkreis von Jens Spahn. Der befindet sich jedoch eigentlich ein paar Kilometer nordwestlich und heißt "Steinfurt I - Borken I". Vermutlich zu lang für Bild TV, das laut Julian Reichelt "niemals stundenlanges Programm werden" dürfe.
twitter.com

Anmerkung: Claus Strunz ist von seinen Studiogästen eine halbe Stunde später korrigiert worden.

Aus Fakten Emotionen machen: Julian Reichelt im Bühnen-Talk mit Ulrike Simon.


Herz und Hirn: "Bild"-Chef Julian Reichelt erklärt im Bühnen-Talk mit Ulrike Simon auf dem Deutschen Medienkongress, wie das neue Live-Fernsehen von Bild.de funktioniert. In der aktuellen "sehr frühen Test-Phase", so Reichelt, entscheiden Dringlichkeit und Machbarkeit darüber, was in den ein bis zwei Stunden Live-Programm zu sehen ist. Die Themen der Sendung sollen die Menschen "emotional sofort erreichen". Wie der "Bild"-Chef findet, ein Erfolg: Bei einer Sendung über eine tödliche Familientragödie haben 200.000 Zuschauer eingeschaltet, durchschnittlich blieben sie 7 Minuten dabei.

Viel Programm will Reichelt künftig mit User-generated Content bestreiten – ein Widerspruch zum Fact-Checking? Reichelt widerspricht: "Das Blödsinn-Risiko steigt nicht, wenn man die Zahl der Journalisten reduziert." Journalisten redeten oft genug Blödsinn, findet Reichelt. Auch heißt User-generated Content nicht, irgendwen zu befragen, sondern etwa in einem Polittalk über die Rente möglichst viele Betroffene zu Wort kommen zu lassen.

Von Ulrike Simon auf die Verantwortung der "Bild" für die Polarisierung der Gesellschaft angesprochen, hebt Reichelt die konstruktive Rolle der "Bild" im Rahmen der Flüchtlingskrise hervor: "Davon war ich integraler Bestandteil und Treiber." Damit habe "Bild" mehr Verantwortung wahrgenommen als jede andere Boulevard-Zeitung auf der Welt. Reichelt hält es für "völlig legitim", aus Fakten Emotionen zu machen. "Was wir nur niemals machen dürfen, ist, aus Emotionen Fakten zu machen."
youtube.com (8-Min-Interview)

Julian Reichelt stellt in “Bild”-Talkshow populistisch anmutende Fragen.

Hart, aber sehr: Julian Reichelt lädt für die erste Folge der neuen "Bild"-Talkshow "Hier spricht das Volk" 15 Bürger*innen von Logistiker über Polizist bis Rentner ein, die er mit ihren Vornamen anspricht. Er moderiert sich, vor ihren Pulten stehend, seltsam grundschullehrerhaft durch 48 Sendeminuten, die er u.a. mit Fragen wie "Wer hat Angst vorm Corona-Virus?" und "Wer hat das Gefühl, dass sich die Regierung gut um uns kümmert?" füllt. Aufkommende Diskussionen bekommt er schwer eingefangen, Aussagen der Gäste ordnet er nicht ein.
bild.de, turi2.de (Background)

“Bild”-Chef Julian Reichelt diskutiert künftig in einer neuen Talkshow mit Bürgern.

Bild startet an diesem Montag die Talkshow "Hier spricht das Volk". Darin sollen künftig "ganz normale Bürgerinnen und Bürger" als Querschnitt der Gesellschaft mit "Bild"-Chef Julian Reichelt über Themen wie Gerechtigkeit, Verkehr, Klima oder Sicherheit diskutieren. Die erste Sendung wurde in Hamburg aufgezeichnet, die nächste Folge ist Mitte Februar in Leipzig geplant.
bild.de

Hör-Tipp: Tanit Koch öffnet das “Inhalte-Herz” von RTL.

Hör-Tipp: Tanit Koch ist Chefredakteurin des zentralen Newsrooms der Mediengruppe RTL Deutschland und Geschäftsführerin des News-Kanals n-tv. Im Talk mit Peter Turi bei der Launchparty zur turi2 edition 9, den es jetzt auch im turi2 podcast gibt, spricht die frühere "Bild"-Chefredakteurin über den Transformations-Prozess, bei dem das TV-, Print und Buch-Geschäft von Konzernmutter Bertelsmann immer weiter zusammenwächst, und was sie eigentlich zwischen ihrem Abgang bei "Bild" und dem neuen Job bei RTL gemacht hat.
turi2.podigee.io (63-Min-Audio), turi2.de (Talk als Video)

“Bild” startet Live-Talk mit Marcel Reif.

Bild verpflichtet Ex-Fußball-Kommentator Marcel Reif für ein neues Live-Format. Unter dem Titel "Reif ist Live" wird Reif ab Mitte Februar dreimal die Woche rund 30 Minuten lang im Live-Video zu aktuellen Fußball-Themen sprechen. Co-Moderator sind im Wechsel "Bild"-Sportchef Matthias Brügelmann sowie seine Vize Walter Straten und Carli Underberg, auch die Zuschauer will "Bild" einbinden. Die erste Ausgabe ist für den 17. Februar, 9 Uhr geplant. Das Format soll zunächst bis zum Pokalfinale 2020 am 23. Mai laufen.
axelspringer.de

Kai Diekmann bereut im “Journalist”, “Bild” nicht eher verlassen zu haben.


Kai-ne Widerrede: Kai Diekmann plädiert im neunseitigen Titelinterview des "Journalist" für mehr Lokaljournalismus und bereut, "Bild" nicht eher verlassen zu haben. Zu Interviewer Jan Freitag sagt er, er hätte bereits viel früher den Absprung bei "Bild" schaffen müssen. In den 16 Jahren an der Spitze hätten sich zu viele Routinen eingeschliffen: "Am Ende haben viele in der täglichen Arbeit zu häufig nicht mehr gefragt: Was ist gut für die Marke, was ist gut für das Blatt, sondern was will Kai?" Das, so Diekmann, sei der Punkt, "an dem ein Chef der Marke nicht mehr nur guttut, dem Team nicht und auch dem Blatt nicht."

Dennoch findet er lobende Worte für "Bild". Die Marke habe es als eine der wenigen verstanden, dass sowohl Trägermedium als auch Gatekeeper-Funktion weggefallen seien. Für die klassische Medienindustrie gebe es "kein Recht auf Überleben". Große Chancen sieht Diekmann aber im Lokaljournalismus, auf den sich Medien stärker konzentrieren sollten, insbesondere unter Einbeziehung der Leser. Wenig selbstkritisch zeigt sich Diekmann im Hinblick auf die Art der Berichterstattung unter seiner Führung: Die habe nicht zur Verrohung der Kommunikation beigetragen.
"Journalist" 01/2020, S. 18 (Paid)

Video-Tipp: “Bild” zeigt Zeitzeugen-Doku zu 75. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung.

Video-Tipp: "Bild" veröffentlicht die Doku "Sheindi's Diary", die auf den Aufzeichnungen der Holocaust-Überlebenden Sheindi Miller-Ehrenwald basiert. Die Nazis deportierten die heute 90-Jährige mit 14 ins Konzentrationslager Auschwitz. Gesprochen wird die Doku von Iris Berben, Christian Berkel und Lea van Acken.
youtube.com (2-Min-Trailer), bild.de (35-Min-Doku, ab 12 Uhr online)

Springer-Zeitungen verlieren im 4. Quartal rund 10 % Auflage, “Zeit” wächst.

Kiosk-Auslage, Zeitungen, Zeitschriften, AuflageZeitungen: "Bild", "Welt" und "Bild am Sonntag" verlieren im 4. Quartal mehr als 10 % Auflage, schreibt Zahlen-Zar Jens Schröder. Die "Süddeutsche" mit -4,4 %, die "FAZ" mit -3,5 %, das "Handelsblatt" mit -1,1 % und die "taz" mit -1 % kommen glimpflich davon. Die "Zeit" liegt 0,4% über dem Vorjahreszeitraum, weil sie die E-Paper-Abos deutlich steigert.
meedia.de

Video-Tipp: Walulis knöpft sich die Recherchemethoden der “Bild” vor.

Video-Tipp: Die Satire-Sendung Walulis von Funk knöpft sich die Recherchemethoden der "Bild" vor, die nach dem Raser-Unfall in Südtirol eine nicht involvierte Frau fälschlicherweise für tot erklärte. Walulis fantasiert im Stil des Boulevardblattes, wie die fiktive Todesmeldung von "Bild"-Chef Julian Reichelt aussehen könnte.
youtube.com (9-Min-Video)

“Bild” macht RTL wegen Buschfeuern das “Dschungelcamp” madig.

ibes Dschungelcamp Logo 150Dschungelcamp: "Bild" findet mehr als ein Dutzend Politiker und Ex-Kandidaten, die eine Absage der RTL-Show wegen der Buschfeuer in Australien fordern. Ex-Dschungelkönig Peer Kusmagk regt an, die Gewinnprämie zu spenden, der frühere "Glücksrad"-Moderator Peter Bond echauffiert sich, "die Einnahmen sind dem Sender wichtiger als moralische Bedenken". SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagt, er könne die Show "auch grundsätzlich entbehren". RTL betont, die Brände seien mehrere Hundert Kilometer von dem Camp entfernt.
bild.de, turi2.de (Background)

“Bild” zeigt falsches Unfall-Opfer.

bildlogoBild erwischt beim Zusammenklauen von Opfer-Fotos des Auto-Unfalls in Südtirol eine Frau, die mit dem Unfall nichts zu tun hat und bei bester Gesundheit ist, berichtet Bildblog. Einige Fotos der tatsächlichen Opfer sind verpixelt, aber offenbar erst nach Intervention der Angehörigen. Im Fall des Polizei-Einsatzes in der Silvesternacht in Leipzig-Connewitz zeigt "Bild" einen Screenshot aus einem Video, dessen Nutzung Zeit Online zuvor explizit untersagt hatte.
bildblog.de (Südtirol), twitter.com/ChristianFuchs_ (Leipzig)

Springer befördert Florian von Heintze zum Vize der gedruckten “Bild”.

Springer ernennt Florian von Heintze zum stellvertretenden Chefredakteur der Print-"Bild". Seit 2004 ist er bereits Teil der "Bild"-Chefredaktion. Seine neue Position übernimmt er von Alexandra Würzbach, die von Marion Horn die "Bild am Sonntag" übernommen hat. Ferner koordiniert Filipp Piatov, bisher Redakteur im Politikressort, künftig ressortübergreifend Debattenthemen, schreibt Ulrike Simon. Martin Heidemanns, früher Unterhaltungschef und Mitglied der Chefredaktion, hat "Bild" verlassen. Der Verlag kommentiert die Personalie jedoch nicht.
horizont.net. dwdl.de, turi2.de (Background)

Julian Reichelt will “Bild TV” mit Nutzervideos bestreiten.


Bild Dir Deinen Sender: "Bild"-Chef Julian Reichelt schwört sein Team in einer Mail auf sein TV-Projekt ein, das mit "Bild TV Live Digital" nun offenbar auch einen Namen hat. "Horizont" zitiert aus der Mail, der Sender solle "Deutschlands erster User Generated Channel" werden und sich innerhalb von drei Jahren zu mehr als 50 % aus Zuschauer-Videos speisen. "Wir fragen nicht das Volk, wir geben der Stimme der Menschen ein Zuhause", propagiert Reichelt und will auch "große Gerechtigkeitsthemen unserer Zeit" im Programm abbilden. Nur "Bild" habe "die Kraft, die Energie und die Agilität", den "begehrten Rohstoff News in Live-Entertainment von höchster Relevanz und Reichweite zu verwandeln".

Einen klassischen News-Sender will Reichelt nicht machen, "es ist nicht Fernsehen, es ist nicht linear", schreibt er. Wichtig seien allein "Content, Reichweite und Relevanz". Was nicht in zwei Minuten für Social Media oder in zehn Minuten für YouTube funktioniert, "darf niemals stundenlanges Programm werden". Gleichwohl gehe es nicht ganz ohne lineares Programm, denn dort sei das Geld zu verdienen, "alles andere hätte keine Chance, das zu tragen, was uns einzigartig macht – unser Netzwerk".
horizont.net (Paid)

Medien sollten die Radikalität aus dem Netz nicht übernehmen, warnt Schröder.

Bild: Gerhard Schröder wirft dem Boulevardblatt im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vor, Formen von Diffamierung aus den sozialen Medien in den Printbereich zu übertragen. Dies sei kein Erfolgsrezept gegen sinkende Auflagen. Medien sollten die "Radikalität" nicht überbieten, diesen Wettbewerb könne der Journalismus nie gewinnen. Der Ex-Kanzler brauchte einst "nur 'Bild', 'BamS' und Glotze" zum Regieren.
noz.de

AfD-Fraktion unterstellt “Bild”-Reporter Spionage.

Pressefreiheit: Die AfD-Fraktion will in einer kleinen Anfrage von der Bundesregierung wissen, ob "Bild"-Reporter Paul Ronzheimer ein Spion sei. Der Journalist berichtete über die Demonstrationen in Hongkong. Das Auswärtige Amt will "weder einzelne Inhalte noch die Arbeit einzelner Medien oder Journalisten" kommentieren. Die "freiheitsfeindliche und damit pressefeindliche" AfD bringt "Journalisten in Gefahr", warnt "Bild"-Chef Julian Reichelt.
bild.de

BVerwG: Verfassungsschutz muss Einsicht in Akte von Nazi-Kriegsverbrecher Alois Brunner gewähren.

Bild darf die Akte von Nazi-Kriegsverbrecher Alois Brunner einsehen, der Verfassungsschutz muss Chefreporter Hans-Wilhelm Saure Einsicht gewähren, entscheidet das Bundesverwaltungsgericht. Nach Ablauf der Frist von 30 Jahren seien die Voraussetzungen für einen "archivrechtlichen Nutzungsanspruch" gegeben.
sueddeutsche.de

“Bild” erscheint zum Nikolaus mit Gratis-Sonderausgabe.

Bild steckt zum Nikolaus wieder ungefragt Zeitungen in die Stiefel Briefkästen. Eine 20-seitige Sonderausgabe erscheint morgen als Beilage der "Bild"-Regionalausgaben und der "B.Z.", zudem verteilt Springer über 2 Mio Gratis-Exemplare an Haushalte in den Großstädten des Landes. Im Blatt sprechen u.a. Verlegerin Friede Springer und Schauspielerin Uschi Glas über ihr soziales Engagement, Moderatorin Verona Pooth und Sänger Heino backen Weihnachtsplätzchen.
axelspringer.com

Business Insider Deutschland verstärkt Investigativ-Team mit “Bild”-Journalisten.

Springer baut das Investigativ-Team von Business Insider aus: Kayhan Özgenc (Foto), 50, wird Vize-Chefredakteur, er leitet bisher das Investigativ-Ressort der "Bild am Sonntag". Jan C. Wehmeyer, 39, wird Investigativ-Chef und Mitglied der Redaktionsleitung, er ist bisher Chefreporter Investigativ der "Bild am Sonntag". Lars Petersen, 37, übernimmt auch die Ressortleitung Politik.
axelspringer.com, horizont.net

Zitat: Tanit Koch steht zu den “Bild”-Berichten über die Willkommenskultur.

"Wir haben damals als Massenmedium 'Bild' die vorhandene Hilfsbereitschaft verstärkt. Ich würde das heute wieder machen."

Tanit Koch, Chefin von n-tv und Ex-"Bild"-Chefin, spricht beim Europäischen Mediengipfel in Lech über die Rolle der Medien in der Flüchtlingskrise.
twitter.com

Aus dem turi2.tv-Archiv: Tanit Koch beantwortet den TV-Fragebogen live auf der Launchparty-Bühne (Archiv 10/2019).

Renner: Claus Strunz berät TV-Projekt von “Bild”, Start Ende 2020 möglich.


Bild Dir deinen Sender: Knapp zwei Monate nach der Ankündigung eines Live-TV-Programms von "Bild" erfährt Kai-Hinrich Renner erste Details, auch wenn es noch nicht viel Konkretes gibt. Entschieden sei bisher, dass der Sender nicht "Bild TV" heißen solle, sondern womöglich schlicht "Bild". Chefredakteur Julian Reichelt lasse sich von einem zehnköpfigen Team beraten, darunter Claus Strunz. Der ehemalige Chefredakteur der "Bild am Sonntag" ist Chef von Springers TV-Produktionsfirma MAZ & More, die das Sat.1. Frühstücksfernsehen verantwortet. Nach derzeitigen Plänen solle der Sender zur Bundestagswahl 2021 "etabliert sein", wobei unklar ist, was das heißen soll. Manche Quellen sprechen von einem Sendestart Ende 2020. Um diesen Termin halten zu können, müssten wichtige Weichenstellungen bis Weihnachten erfolgen, so Renner.

Das "Bild"-Programm soll auf allen digitalen Plattformen vertreten sein, ob auch ein klassischer, linearerer TV-Kanal dazugehört, ist unklar. Grundsätzlich sei Springer hier zu Kooperationen mit Dritten bereit, schreibt Renner. Eine Zusammenarbeit mit ProSiebenSat.1 oder Magenta TV der Telekom seien bisher nicht mehr als Gedankenspiele. Ebenso die Einbeziehung des Senders Tele 5, den Springer-Investor KKR als "Beifang" der Tele München Gruppe bekommen hat und damit "nicht viel anfangen" könne. (Archivfoto: Michael Kappeler/dpa; Montage: turi2)
morgenpost.de (Paid), turi2.de (Background)

“Bild” kritisiert Präsenz der “Tagesschau” bei TikTok.

Tagesschau App-Logo 150Bild bellt laut gegen den neuen TikTok-Kanal der "Tagesschau". Paul Ronzheimer findet es "unverantwortlich", dass die ARD mit "unseren Gebührengeldern" - ein Totschlagargument - "gemeinsame Sache" mit der chinesischen Plattform macht, die Beiträge zensiere. ARD-aktuell-Chefredakteur Marcus Bornheim sagt, die Redaktion werde reagieren, "sollten wir hier Beeinträchtigungen feststellen". Seit vergangener Woche betreibt die Axel Springer Akademie unter dem Namen Hawaiitoast ein eigenes Angebot bei TikTok.
bild.de, bild.de (Ronzheimer), turi2.de (Background)

“Bild” legt das Sonderheft “Bild Sicher Leben” an den Kiosk.

Bild widmet sich dem urdeutschen Thema Angst und präsentiert im Sonderheft "Bild Sicher Leben" Reportagen und Test zu Gesundheit, Mobilität, Finanzen und Technik. Der Oneshot erscheint heute für 4,50 Euro mit 100.000 Auflage, die redaktionelle Leitung haben Tom Drechsler, Chefredakteur Auto, und Dirk General-Kuchel, Chefredakteur "Computer Bild". Das Heft kommt mit 112 Seiten – ein kleiner Reminder an die Notrufnummer.
axelspringer.com

turi2 edition #9: Hochkant-Videos bei “Bild”.


Smarte Formate: “Bild” hat für Snapchat einfach mal die Videokamera gedreht. Jens Twiehaus ergründet für die turi2 edition #9 den Hochkant-Trend, mit dem die Medienmarke täglich Hunderttausende, vor allem junge Nutzer, erreicht. Im spartanisch wirkenden Snapchat-Studio entstehen aufwendig produzierte Nachrichten und Shows, an denen ein Team aus Redakteuren, Cuttern und Motion Designern oft stundenlang arbeitet. Lesen Sie jetzt den ganzen Text kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der “turi2 edition #9”.

Zitat: “Bild”-Chef Reichelt will mit AfD-Politikern keinen Geburtstag feiern.

"Sie zum Geburtstag einladen und feiern muss man mit Holocaust-Verniedlichern sicher nicht. Bei 'Bild' wäre das undenkbar."

"Bild"-Chef Julian Reichelt ärgert sich bei Twitter über die "FAZ", die den 70. Geburtstag auch mit AfD-Politiker Alexander Gauland feiert.
twitter.com