Entwickler und Producer sprechen über Arbeiten an “Bild”-Doku.

bildlogoBild-Doku: Bei den Dreharbeiten mussten sich Serien-Entwickler Jochen Köstler und Producer Jan Klophaus an drei Bedingungen halten, sagen die beiden im "Planet Interview". Mitarbeiter*innen hatten ein Veto bei Persönlichkeitsrechten, es galt, Quellen zu schützen und keine Lügen zu erzählen. Klophaus zeigt Springer-Empathie: "Man hat es bei der 'Bild' nicht mit Monstern zu tun, sondern mit ernst zu nehmenden Journalisten." Zum Vorwurf der fehlenden Distanz sagt Köstler: "Bei so einem Langzeit-Blick hinter die Kulissen besteht natürlich die Gefahr, dass es zu unkritisch wird."
planet-interview.de

Kommentar von Springer-Chef Döpfner kritisiert indirekt die “Bild”-Linie.

Kürze mit Würze: Mathias Döpfner setzt mit seinem knappen Kommentar in der "Bild" eine Spitze gegen die Linie des Blattes, beobachtet Georg Streiter. Döpfner schreibt: "Die Politik kann gegen Seuchen wie Corona wenig tun. Deswegen sind generelle Schuldzuweisungen an Politiker Quatsch." Die "Bild" hatte erst wenige Tage zuvor in einem Kommentar die Corona-Politik hart kritisiert. Streiter freut sich: "Im milliardenschweren Springer-Chef schlägt immer noch ein Journalisten-Herz."
georgstreiter.de, bild.de (Döpfner-Kommentar), bild.de ("Bild"-Kommentar)

Meinung: “Bild. Macht. Deutschland?” fehlt es an kritischer Distanz.

Bild-Doku "Bild. Macht. Deutschland?", die ab heute bei Amazon Prime Video zu sehen ist, ist zu einseitig, heißt es in den Kritiken. Oliver Jungen schreibt in der "FAZ", die Dokumentation sei so "unkritisch und lautsprecherisch", dass sie wie ein "Marketing-Feature" für die "Bild" wirke. Die Macher würden sich zudem in keiner Weise mit dem Wesen des Boulevardjournalismus auseinandersetzen. Interessant sei jedoch zu sehen, wie "Bild"-Chef Julian Reichelt bereits vor der Eskalation des Streits mit Christian Drosten über den und Karl Lauterbach geschimpft habe. Cornelius Pollmer schreibt in der "Süddeutschen Zeitung", die Dokumentation habe "ein paar handwerklich doch gravierende Mängel". Auch er kritisiert, dass externe, kritische Stimmen fehlen. Der Konflikt mit Christian Drosten gerate etwas einseitig zugunsten der "Bild". Trotzdem hält Pollmer die Dokumentation für "sehenswert".
"FAZ", S. 15 (Paid), sueddeutsche.de

Bild Live soll als Sender wahrgenommen werden, sagt Chef Julian Reichelt im DWDL-Interview.

Bild Live hat einen Underdog-Status, der die Redaktion "rausholt aus einer Routine, die dazu verführt zu glauben, man wisse ja, wie alles funktioniert", sagt Julian Reichelt im DWDL-Interview. Sein Anspruch sei perspektivisch, als Sender wahrgenommen werden, auch wenn das nicht zwangsläufig ein TV-Sender sein muss. Bild Live soll "durchgehend Geschichten erzählen, immer verbunden mit Kapazität für Breaking-News-Situationen".
dwdl.de

Claus Strunz wird Teil der “Bild”-Chefredaktion, soll Bild Live pushen.


Was erlauben Strunz? Springer beruft Claus Strunz in die Chefredaktion der "Bild". Dort soll er künftig die redaktionelle Live- und Videostrategie verantworten, jedoch an Julian Reichelt als obersten Chef berichten. Strunz ist bei Springer bereits Geschäftsführer für TV und Video und Programmgeschäftsführer der TV-Produktionsfirma Maz & More, die das Sat.1-Frühstücksfernsehen verantwortet. Mit der Berufung von Strunz soll Bild Live näher an andere Bewegtbild-Angebote des Verlags rücken. So will Springer künftig bei "Bild" und "Welt" auf gemeinsame Technik setzen. Der TV-Nachrichtensender Welt soll stärker auf Live-Berichterstattung ausgerichtet werden und ab dem Frühjahr 2021 aus neuen Studios im Springer-Neubau senden.

Erneut betont Springer, es werde 2021 über 22 Mio Euro in Bild Live investieren und 70 neue Mitarbeiter*innen für das Angebot einstellen. Zuletzt gab es Kontroversen, nachdem Kai-Hinrich Renner in der "Berliner Zeitung" geschrieben hatte, Springer wolle kein weiteres Geld nachschießen, weil es mit den bisherigen Erfolgen nicht zufrieden sei. Die Berichterstattung hat die "Berliner Zeitung" inzwischen im Wesentlichen zurückgenommen. (Foto: N. Kubelka / Imago Images)
axelspringer.com, turi2.de (Springer-Investitionen), turi2.de (Korrektur "Berliner Zeitung")

Hör-Tipp: Matthias Prinz erinnert an seinen Vater Günter Prinz.

Hör-Tipp: Der früheren "Bild"-Chefredakteur Günter Prinz hatte eine "sehr präzise, farbige, beschreibende Sprache", erinnert sich Sohn Matthias Prinz im "Abendblatt"-Podcast "Geliebt & Unvergessen". Er sei ein guter Teamführer gewesen, "weil er nie etwas von anderen verlangte, was er nicht selbst gemacht hätte". Als eine seiner schönsten Kindheitserinnerungen nennt Matthias Prinz, wie er oft eingeschlafen sei, während sein Vater an seinem Bett saß und auf der Schreibmaschine Serien geschrieben habe.
abendblatt.de (20-Min-Audio), turi2.de (Background)

Zitat: Julian Reichelt will mit “Bild Live”-Einnahmen wegbrechende Auflage kompensieren.

"Es geht darum, dass wir in einer Zeit, in der unsere Auflage morgen um die Hälfte einbrechen kann, eine wirtschaftliche Perspektive haben."

"Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt spricht in der Amazon-Doku "BILD.Macht.Deutschland?" über seine Pläne für "Bild Live". "Spiegel"-Redakteur Christian Buß zitiert vorab aus der siebenteiligen Doku und überschreibt seine Kritik mit "350 Minuten Säbelrasseln".
"Spiegel" 50/2020, S. 128 (Paid)

Video-Tipp: Browser Ballett zeigt die Arbeitsweise der “Blid”-Zeitung.

Video-Tipp: Das Browser Ballet von Funk parodiert in seiner ersten TV-Ausgabe die Arbeitsweise von "Bild". Julian Reichert, Chef der fiktiven "Blid"-Zeitung, kocht einen Schulbus­unfall zum vermeintlichen Terror-Anschlag hoch, sortiert Opfer-Fotos der toten Kinder nach Schönheit. Leser-Reporter*innen sollen Bilder vom Unfall liefern, gleichzeitig malt er sich schon die Schlagzeile aus: "Der Notarzt kam nicht durch. So behinderten Gaffer die Rettungs­arbeiten". In seinem Büro hängen eingerahmte Presserügen, von denen er sagt: "Das sind meine Orden." Das Fazit seiner Arbeit: "Boulevard ist Krieg."
daserste.de (4-Min-Video ab 1:19 Min), youtube.com

Renner: Springer verweigert “Bild TV” zusätzliche Gelder.


Schaut in die Röhre: Bild Live enttäuscht die Springer-Führung mit schwachem Zuschauerzuspruch und muss deshalb ohne zusätzliche Finanzspritzen auskommen, schreibt Kai-Hinrich Renner. Der Springer-Aufsichtsrat habe den Plänen von Vorständin Stephanie Caspar und "Bild"-Chef Julian Reichelt widersprochen, weitere 20 Mio Euro in das Bewegtbild-Angebot zu investieren. Das Angebot muss sich somit aus "Bild"-internen Mitteln finanzieren. Reichelt hätte mit dem zusätzlichen Geld aber fest gerechnet. Renner schreibt, es sei "folglich nur logisch", die Einstellung der festen Sendezeiten um 9 und 12 Uhr als direkte Reaktion auf die Entscheidung des Aufsichtsrats zu werten. Intern bemängelt Springer vor allem die geringe Reichweite. Die Sondersendung zur US-Wahl habe im Schnitt nur 11.166 Zuschauer*innen erreicht. Sonstige Livesendungen schneiden noch schwächer ab, kommen auf nur 1.000 bis 3.000 Zuschauer*innen.

Die Verleihung des Axel-Springer-Awards an Tesla-Chef Elon Musk zog sogar nur 260 Menschen an. Springer widerspricht großen Teilen der Darstellung. Renner schreibt, ein Konzernsprecher bezeichne die Informationen zur Aufsichtsratssitzung als "Spekulationen", die "jeder Grundlage" entbehren. Der Sprecher gehe davon aus, dass die "Berliner Zeitung" sie "nicht zum Gegenstand einer Berichterstattung" mache. Außerdem verweist der Konzern im Hinblick auf die Berichterstattung zur US-Wahl auf die Zahl von 1,2 Mio Live Views über alle Plattformen hinweg, die ein Erfolg seien. (Foto: Jörg Schüler / Imago Images)
berliner-zeitung.de (Paid)

Update 4. Dezember, 16 Uhr: Springer geht inzwischen juristisch gegen den Text der "Berliner Zeitung" vor. Laut Anwaltsschreiben sind Teile des Textes von Kai-Hinrich Renner "unwahr". Demnach sind die Investitionen in Bild Live u.a. nicht bei einer Aufsichtsrats-, sondern in einer Vorstandssitzung verhandelt worden. Zudem seien inzwischen 22 Mio Euro Investitionen in das TV-Projekt des Boulevardblatts beschlossen.

Marc Biskup arbeitet künftig für Storymachine.

Storymachine, PR-Agentur von Kai Diekmann, angelt sich den nächsten Ex-"Bild"-Mann: Marc Biskup, bis heute Social-Media-Chef bei "Bild", wechselt in die Agentur, wie Medieninsider berichtet. Auch Vize-Chefredakteur Daniel Böcking wechselt von der "Bild" zu Storymachine.
medieninsider.com, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wer bitte dreht sein Handy? Wie "Bild" vertikale Videos produziert (09/19)

Meinung: Cornelius Pollmer unterzieht Bild Live einer “mitfühlenden Beobachtung”.

Bild Live: Wer den ganzen Tag auf Bild.de verbringt, "dem rauscht am Ende der Kopf wegen all der Redundanz", beobachtet Cornelius Pollmer. Immer mehr Bewegtbild kreise hauptsächlich "effektvoll um einen Nachrichtenwert von manchmal nur zwei, drei Sätzen". Breaking-News-Sendungen liefen u.a., "wenn es etwas gibt, das bei 'Bild' für eine Lage gehalten wird".
sueddeutsche.de (Paid)

Christian Drosten und “Bild” streiten wieder.

Bild vs. Drosten: Die "Bild" schreibt, die CDU/CSU-Fraktion habe eine Video-Schalte mit Virologe Christian Drosten kurzfristig abgesagt und damit "eine bemerkenswerte Kehrtwende vollzogen". Intern habe es "heftigen Widerstand" gegen die Einladung gegeben. Drosten twittert als Antwort, er habe seinen Auftritt selbst abgesagt, weil "Bild" "das Thema meines lange geplanten Auftritts vor der Fraktion schon im Vorfeld falsch darstellte und auf diese Weise Hassbotschaften gegen mich provozierte". Wissenschaftliche Information und Diskussion seien so unmöglich.
bild.de (Paid), twitter.com (Drosten)

Meinung: Julian Reichelt sieht in der Corona-Krise die Chance zum Fortschritt.

Corona-Krise zwingt uns zum Fortschritt, schreibt "Bild"-Chef Julian Reichelt in einem Essay. Die "historische Chance" lege "schonungslos offen, was wir alles versäumt haben", gerade im Hinblick auf Digitalisierung. Die junge Generation lerne, dass "sorgloses Leben keine Selbstverständlichkeit ist". Sorge bereitet Reichelt, "dass wir fortschrittsfeindlich geworden sind".
bild.de

Ex-“Bild”-Chefredakteur Günter Prinz ist tot.

Günter Prinz ist tot. Der Ex-"Bild"-Chefredakteur und ehemalige Springer-Vorstand ist mit 91 Jahren gestorben, twittert Kai Diekmann. Prinz pushte die Auflage der Zeitung in den 70ern mit einem "Mix aus Sex, Facts und Fiction, aus Politik, Verbrechen und Verbrauchertipps" auf mehr als fünf Mio und erfand bei Springer unter anderem Ein Herz für Kinder sowie die Ableger "Bild der Frau" und "Auto Bild".
twitter.com, bild.de, spiegel.de, wikipedia.de (Prinz)

Basta: “Potsdamer Neueste Nachrichten” besuchen Kai Diekmann beim Baden.

Keine Ente: Die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" führen ein langes Interview mit Kai Diekmann über seine morgendliche Lauf-Routine. Erkenntnis: "Der Sex" einer neuen Strecke ist, dass man nicht weiß, wie lang sie ist. Und für noch mehr Sex-Appeal posiert Diekmann am Ende des Artikels noch mit freiem Oberkörper und einer Ausgabe der Zeitung im Jungfernsee.
pnn.de

Hör-Tipp: Paul Ripke hat die “Bild” auf seinen Geräten blockiert.

Hör-Tipp: Starfotograf Paul Ripke meidet die "Bild" und nutzt dafür sogar die Jugendschutz-Funktion auf seinem Smartphone und Tablet, um die Angebote zu blockieren, sagt er im OMR-Podcast mit Philipp Westermeyer. Die deutsche Medienlandschaft sei jedoch deutlich besser als die in den USA, wo er "Propaganda und PR" wahrnimmt. Beeindruckt habe Ripke die "Vote"-Kampagne in den USA. Noch nie habe er erlebt, wie etwas so sehr beworben worden sei wie die Stimmabgabe - egal von welcher politischen Seite.
podigee.io (140-Min-Audio)

Mathias Richter wechselt von ProSiebenSat.1 als Social-Media-Chef zu “Bild”.

Bild holt Mathias Richter (Foto), 32, als neuen Head of Social Media Business und Editorial an Bord. Er kommt von der ProSiebenSat.1-Tochter Studio 71, wo er zuletzt Head of Branded Entertainment war. Auf dem neu geschaffenen Posten verantwortet er die Social Media-Auftritte von "Bild" redaktionell und kaufmännisch. Sein Vize fürs Redaktionelle wird - wie berichtet - Morten Wenzek. Anne-Kathrin Liebknecht, 28, verantwortet die Business- und Marketing-Aktivitäten.
new-business.de, turi2.de (Background Wenzek)

Lese-Tipp: Julian Reichelt warnt vor einer Spaltung zwischen Berlin und dem Rest Deutschlands.

Lese-Tipp: Im online vorab veröffentlichtem Interview mit der "NZZ am Wochenende" sagt "Bild"-Chef Julian Reichelt , in Deutschland gebe es einen großen Graben zwischen Berlin und dem Rest des Landes. In Berlin sei er sogar "massivsten Aggressionen ausgesetzt". Reichelt kritisiert zudem das "Weltbild der öffentlich-rechtlichen Sender", das dafür sorge, dass Vertreter*innen der "Bild" nur in Talkshows eingeladen werden, wenn jemand für eine klischeehafte, unsympathische Position gesucht wird.
nzz.ch (frei nach Anmeldung)

Meinung: Bild-Live-Sendung zum Anschlag in Wien war “mittlere Katastrophe”.

Bildungsfern sehen: Bild Live hat in seiner mehrstündigen Berichterstattung zum Anschlag in Wien einige falsche Gerüchte in die Welt gesendet, beobachtet Moritz Tschermak. Breaking-Sondersendungen wie diese mache gefährlich, dass sie anfällig für Falschinformationen seien. Zudem kritisiert Tschermak, dass die Redaktion zunächst unkenntlich gemachte Szenen in Videos später unverpixelt gezeigt habe.
bildblog.de

Morten Wenzek steigt zum redaktionellen Leiter des Social-Media-Teams bei “Bild” auf.

Bild macht Morten Wenzek zum neuen redaktionellen Leiter des Teams Social Media/New Platforms, wie er auf Twitter verkündete. Er beerbt Marc Biskup, der "Bild" zum Jahresende verlässt. Bisher ist Wenzek verantwortlicher Social-Media-Redakteur in der Abteilung.
twitter.com, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Morten Wenzek hält den vielfach totgesagten Videodienst Snapchat für quicklebendig. (06/2020)

Bildblog wirft der “Bild” vor, den Täter von Wien zu glorifizieren.

Bildblog bezeichnet die Berichterstattung der "Bild" zum Anschlag von Wien als "PR-Arbeit" für den Attentäter. Die Zeitung druckt den Täter unverpixelt ab und nutzt dafür ein Bild, das einem Video des sogenannten Islamischen Staates entstammen soll. Auch die volle Namensnennung des Täters bei "Bild" kritisiert Autor Moritz Tschermak, denn sie erleichtere eine Identifizierung mit dem Attentäter.
bildblog.de

Basta: Josef Joffe schreibt live bei Bild TV einen Leitartikel für die “Zeit”.

Des einen Leit: "Zeit"-Herausgeber Josef Joffe soll in der Live-Sendung von Bild TV den Amerika-Experten geben, wirkt in der Schalte jedoch abwesend. Gegenüber Claus Strunz und Patricia Platiel macht Joffe dann auch keinen Hehl daraus, warum das Gespräch später stattfinden muss: "Ich arbeite hier an meinem Leitartikel".
twitter.com (Tweet von Boris Rosenkranz)

Bild des Tages: “Bild” übernimmt das Oval Office.


Präsidiale Kulisse: Die Bild-Live-Moderator*innen Kai Weise, Patricia Platiel, Claus Strunz und Nele Würzbach (von links nach rechts) posieren im Oval Office, dem Büro des amerikanischen Präsidenten im Weißen Haus. Von hier aus senden sie zur US-Wahl 12 Stunden live. Weil der Amtsinhaber keine Anstalten macht, das Original-Oval-Office zu räumen, haben Handwerker 14 Tage lang eine Kopie im 1. Stock des Springer-Hochhauses in Berlin nachgebaut. Die Tapete wurde dem Original nachempfunden, eben der Teppich mit US-Wappen, sogar die Privat-Fotos hinter Trumps Ledersessel sind originalgetreu. (Foto: Bild / Springer)
axelspringer.com, bild.de

TV-/Streaming-Tipp: Diese Medien berichten live mit Sondersendungen zur US-Wahl.

TV-/Streaming-Tipp: Bild TV sendet zur US-Wahl ab 18:30 aus dem Oval Office - einer nachgebauten Kopie im Berliner Springer-Haus. Zeit Online berichtet ab 20.00 Uhr mit Gästen aus dem Berliner Studio. Im TV startet Welt um 18:30 Uhr mit einer Sondersendung, das ZDF sowie RTL und n-tv beginnen um 20.15 Uhr mit Spezial-Sendungen und Dokus, das Erste startet um 22.50 Uhr.
dwdl.de, fr.de (Übersichten), bild.de, zeit.de, presseportal.de (Welt TV), zdf.de, daserste.de, rtl.de

Presserat erhält Hunderte Beschwerden zu Anschlags­berichten aus Wien.


Der Tag danach Rund 700 Beschwerden zur Berichterstattung über den Terroranschlag in Wien am Montagabend sind beim Österreichischen Presserat allein bis Dienstagvormittag eingegangen, meldet der "Standard". So viele gab es bisher zu keinem anderen Anlass zuvor. Im Kern der Kritik stehen Videos von Augenzeug*innen, auf denen der Attentäter auf Menschen schießt. Die "Kronen-Zeitung" und Oe24.at – aber auch Bild.de – hatten das Material veröffentlicht. "Krone" und Oe24 haben die Videos inzwischen gelöscht, bei Bild.de ist das Videomaterial weiterhin online. "Krone"-Chefredakteur Klaus Herrmann verteidigt die Veröffentlichung mit dem Ziel, "die Bedrohungslage zu unterstreichen". Oe24-Herausgeber Wolfgang Fellner sagt dem "Standard": "Ich glaube schon, dass es zum Verständnis des Terroranschlags dazugehört, wie der Todesschütze agiert hat."

Die österreichische Supermarktkette Billa, die zur Rewe Group gehört, und Konkurrent Spar kündigen an, ihre Werbeschaltungen auf Oe24.at und Krone.at vorerst einzustellen. Ikea Österreich teilt mit, "aus Pietätsgründen sämtliche Werbung auf den Onlinekanälen aller News-Outlets" zu stoppen.

Bei dem Attentäter solle es sich nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden um einen 20 Jahre alten Österreicher mit familiären Wurzeln in Nordmazedonien handeln, der eine doppelte Staatsbürgerschaft hat. Nach Informationen von Zeit Online war er der Polizei schon vor dem Anschlag bekannt. Er soll sich in einer Wiener Moschee radikalisiert haben.
(Foto: Georges Schneider / Austria-Vienna-Shootings / Imago-Images)
derstandard.at, spiegel.de, sueddeutsche.de (Boulevard-Medien), derstandard.at (Werbung), zeit.de (Täter) turi2.de (Background)

Mitarbeit: Björn Czieslik

Video-Tipp: Walulis nimmt die Masken-Jagd der “Bild” aufs Korn.

Video-Tipp: Die Jagd der "Bild" nach Politiker*innen, die ihre Maske falsch oder gar nicht tragen, bietet Verschwörungsideolog*innen unnötigen Nährboden, zeigt Philipp Walulis in einer Sendung "Walulis Daily". Walulis betrachtet zudem den seltsamen "Brief von Wagner" zum Thema und erinnert daran, dass "Bild"-Chef Julian Reichelt zuvor noch vor Denuziantentum gewarnt hat.
youtube.com (10-Min-Video), turi2.de (Background)

Vize-Chefredakteur und Social-Stratege verlassen “Bild”.

Bild verzeichnet Abgänge in Schlüsselpositionen, schreibt Marvin Schade im Branchendienst Medieninsider. Vize-Chefredakteur Daniel Böcking (Foto) soll es vom Boulevard-Blatt zur Agentur Storymachine von Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann ziehen. Social-Media-Stratege Andreas Rickmann kehrt dem Blatt zum Jahreswechsel ebenfalls den Rücken und will sich als Berater selbstständig machen.
medieninsider.com (Paid)

Basta: “Bild” mag keine Petzen – außer, wenn sie selber petzt.

Dezente Doppelmoral: Die "Bild" hat in der Corona-Krise offenbar große Angst vor "Corona-Verpetzern", analysiert Moritz Tschermak im Bildblog. Es sei denn, "Bild" hat selbst etwas zu petzen – einen Armin Laschet ohne Maske zum Beispiel. Dass er die nur kurz zum Essen abgenommen hat, wird nach anfänglich großem Aufreger erst hinter der Paywall aufgelöst.
bildblog.de

Ad Alliance vermarktet künftig auch die Print-Titel von Media Impact.

Vermarktungsriese: Die Ad Alliance von Bertelsmann vermarktet ab 2021 auch die Print-Titel von Springers Media Impact, also u.a. "Bild" und "Welt". Bisher hat sie bereits deren Digitalangebote im Portfolio. Die Ad Alliance agiert für Media Impact als Dienstleister und verhandelt mit Agenturen auf Rechnung von Media Impact Rahmenverträge. Media Impact verkauft sein Inventar weiterhin daneben auch selbstständig. Media-Impact-Chef Carsten Schwecke kündigt im Interview mit "Horizont" an, dass dies auch so bleiben soll: "Das Werbegeschäft von Axel Springer ist viel zu groß und bedeutend, als dass wir die eigene Vermarktung jemals abgeben würden." Mitarbeiter*innen würden zudem nicht den Betrieb wechseln: "Bei aller Partnerschaft bleiben die Mediengruppe RTL, Gruner + Jahr und wir im Werbemarkt ja auch harte Wettbewerber."

Die Ad Alliance führt neben den Springer-Medien und den Bertelsmann-eigenen Titeln von IP Deutschland und G+J ems auch die Titel von Spiegel Media und ab 2021 von rtv. Springers Digitaltitel sind seit September 2019 Teil der Vermarktungsgemeinschaft. Die nunmehr stärkere Orientierung zur Ad Alliance ist auch eine Reaktion auf das weitestgehende Ende der Vermarktungskooperation zwischen Springer und Funke. (Foto: Bildagentur-online / Picture Alliance)
presseportal.de, horizont.net (Paid)

Amazon veröffentlicht im Dezember eine Doku-Serie zur “Bild”.


"Bild"-ungsfernsehen: Amazon zeigt in seinem Streaming-Dienst Prime Video ab 18. Dezember die siebenteilige Dokumentationsreihe "BILD.Macht.Deutschland?". Die Serie verspricht "noch nie dagewesene Einblicke" in den Alltag der Redaktion. So soll zu sehen sein, wie Reporter*innen recherchieren und mit Entscheider*innen aus Politik und Gesellschaft umgehen. Chefredakteur Julian Reichelt (Foto) und sein Stellvertreter Paul Ronzheimer erklären in Interviews ihre Meinung.

Produziert wurde die Reihe von Constantin Entertainment unter der Federführung von Jochen Köstler. Springer hat seinem Team dafür "umfassenden Zugang" gewährt. Oliver Berben, TV-Vorstand bei Constantin Film, sagt zur Dokumentation: "Die Möglichkeit, tiefgehende Einblicke in Deutschlands größte Medienmarke und die Redaktion der 'Bild' zu bekommen, ist einmalig und wird überraschen."
dwdl.de, rnd.de

Corona-Test von Julian Reichelt fällt negativ aus.

Bild-Chef Julian Reichelt hat sich laut einem am Freitag durchgeführten Corona-Test nicht mit dem Virus infiziert, schreibt Medieninsider. Das Portal bezieht sich auf eine E-Mail von Reichelt an seine Mitarbeiter. Der "Bild"-Chefredakteur hatte sich am Mittwoch in Quarantäne begeben, weil er zuvor Kontakt mit Gesundheitsminister Jens Spahn hatte, der positive auf das Corona-Virus getestet wurde.
medieninsider.de (Paid), turi2.de (Background)

Kicker überholt “Bild” und RTL im Social-Media-Ranking und sichert sich Platz 4.

Kicker schiebt sich im Social-Media-Ranking von Storyclash im September an Bild (-30 %, Platz 5) und RTL (-13 %, Platz 6) vorbei auf Platz 4. Auch die "Tagesschau" verliert (-24 %), kann ihren Spitzen­platz aber verteidigen. Den einzig positiven Wert in den Top 10 erreicht das ZDF mit +4 % (Platz 2).
horizont.net

Medieninsider: “Bild”-Chef Julian Reichelt nach Spahn-Besuch in Corona-Quarantäne.


Ihm spahnt nichts Gutes: "Bild"-Chef Julian Reichelt hat sich in Quarantäne begeben, berichtet Medieninsider. Reichelt hatte am Montagabend Jens Spahn, der Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet wurde, in der Redaktion der "Bild" empfangen. In einer E-Mail an die Belegschaft schreibt Reichelt, er habe "rund eine halbe Stunde mit ihm in einem Raum verbracht". Reichelt schreibt weiter: "Damit bin ich ein Erstkontakt und begebe mich nunmehr nach Hause. Zurück kommen werde ich erst kommende Woche, so ich denn negativ getestet worden bin. Auch alle weiteren möglichen Erstkontakte von Jens Spahn informieren wir umgehend."

Laut Medieninsider gibt Reichelt auf Nachfrage an, es gehe ihm gut. Von Symptomen ist bislang keine Rede. Am Mittwochnachmittag hatte das Gesundheitsministerium bekannt gegeben, dass Jens Spahn positiv auf Corona getestet worden sei und sich in häusliche Quarantäne begebe. Er habe bislang nur Erkältungssymptome.
medieninsider.com (Paid), turi2.de (Background)

“Bild” kämpft mit internen Querelen wegen ihrer Berichterstattung über die US-Wahl.

Bild verzeichnet internen Widerstand gegen ihre amerikanische Wahlberichterstattung, schreibt Meedia. In internen Chats wirft ein Redakteur dem Blatt vor, betont "Anti-Mainstream" zu berichten und andere Perspektiven zu vernachlässigen. So seien einige seiner Texte wegen ihres Inhalts zurückgehalten worden. Anlass der Diskussion war ein Artikel zum TV-Duell, der Joe Biden besonders kritisch beäugte.
meedia.de (Paid)

Zitate-Ranking: “Spiegel” liegt erneut deutlich vorne, “NYT” verdrängt “Bild” von Platz 2.

Ney York Times verdrängt "Bild" in den ersten neun Monaten des Jahres von Platz 2 des Zitate-Rankings von Media-Tenor. "Bild" rutscht sogar auf Platz 4 hinter die "Financial Times" ab. Die Funke-Zeitungen klettern von Platz 18 auf Platz 11. An der Spitze steht mit deutlichem Abstand erneut der "Spiegel" mit 885 Zitaten - vor einem Jahr waren es noch 109 mehr.
kress.de

Gerhard Schröder droht “Bild” mit juristischen Schritten wegen Nawalny-Interview.

Vergiftete Stimmung: Altkanzler Gerhard Schröder will wegen Aussagen von Kreml-Kritiker Alexej Nawalny juristisch gegen "Bild" vorgehen, kündigt er in einem Beitrag bei Linked-in an. Nawalny nennt Schröder im "Bild"-Interview "Laufbursche Putins" und sagt, er habe "keine Zweifel", dass Schröder von Putin "auch verdeckte Zahlungen" erhalte - jedoch habe er auch keinen Beleg dafür. Schröder nennt die Behauptung "falsch" und wirft "Bild" vor, die Aussagen verbreitet zu haben, ohne ihn um eine Stellungnahme zu bitten.
linkedin.com, dwdl.de, bild.de (Interview) via twitter.com