Video-Tipp: Rainer Maria Schießler im TV-Fragebogen.


Video-Tipp: Rainer Maria Schießler ist Münchens bekanntester Pfarrer, auch, weil er in seinem Amt oft in Fernseh-Serien wie "Dahoam is Dahoam" auftritt. Im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9 beichtet er seine Fernsehleidenschaft: Er brauche TV zur Bildung, Aufklärung und Entspannung. Deswegen schaut er alles – von der Wissens-Doku bis zur Soap. Sein eindrucksvollstes TV-Erlebnis war die Mondlandung 1969, damals wurde im Wohnzimmer seiner Eltern trotz Renovierung ein Fernseher aufgestellt, um das Ereignis live mitverfolgen zu können.
turi2.tv (3-Min-Video bei YouTube)

Siebenhaar: BR-Chefredakteur Christian Nitsche steht wegen der “Münchner Runde” in der Kritik.

BR: Chefredakteur Christian Nitsche sorgt intern für Unbehagen bei der Neuausrichtung der Talkshow "Münchner Runde", schreibt Hans-Peter Siebenhaar. Nitsche moderiert die Sendung künftig allein und nicht wie bisher im Wechsel mit Ursula Heller. Kritiker behaupten, Nitsche habe Heller aus der Sendung gedrängt, obwohl er selbst nicht die nötige Körpersprache und das rhetorische Talent für die Sendung mitbringe.
handelsblatt.com

BR-Rundfunkrat verteidigt Handeln der Intendanz im Fall Gutjahr.

Bayerischer Rundfunk: Der Vorsitzende des Rundfunkrats, Lorenz Wolf, verteidigt BR-Intendant Ulrich Wilhelm gegen die Vorwürfe von Richard Gutjahr. Die Geschäftsleitung habe die Anfeindungen gegen Gutjahr "sehr ernst genommen", sagt Wolf der "Süddeutschen". Er sei sich mit Wilhelm einig darin gewesen, "dass der BR Herrn Gutjahr auf jeden Fall Unterstützung zukommen lassen muss - auch im Hinblick auf entstehende Kosten".
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Meinung: Öffentlich-Rechtliche müssen Freie besser vor Hetzkampagnen schützen.

Öffentlich-rechtliche Sender schützen ihre Freien nicht genug vor rechten Angriffen, kritisiert Peter Weissenburger und nennt Richard Gutjahr (Foto) und den BR sowie Danny Hollek und den WDR als aktuellste Beispiele. Die Sender unterschätzten nicht nur "die Geschwindigkeit, in der Hass auf Einzelne niedergehen kann", sondern auch, dass ihre Freien viel angreifbarer seien als Festangestellte. Die Sender seien "nicht auf derartige juristische Projekte" eingestellt.
taz.de, turi2.de (Gutjahr), turi2.de (Hollek)

“Welt”-Chef Ulf Poschardt kritisiert: Einige Milieus treiben ARD und ZDF vor sich her.


Angriff der "Welt"-Macht: "Welt"-Chefredakteur Ulf Poschardt nimmt die Diskussion um die WDR-Satire und die BR-Kritik von Richard Gutjahr zum Anlass, in einem Kommentar auf Seite 1 die öffentlich-rechtlichen Anstalten scharf zu kritisieren. Poschardt wirft ihnen vor, "einen eher hermetischen Werte- und Wahrnehmungskorridor" zu besitzen, bedingt durch eine "beamtenähnliche Journalistenexistenz" und zu gleichen Verhältnissen, aus denen die Medienschaffenden stammen. In den "Tagesthemen" kommentiere daher "in der Regel ein konformistisches Haltungskollektiv". Applaus komme dafür von "nationalmoralistischen Minderheiten, denen der Umerziehungsimpetus in Sachen Sozialismus, Klimanotstand oder Gendersprache noch nicht weit genug geht". Poschardt diagnostiziert, diese Milieus würden die Sender vor sich hertreiben.

Damit bewegt sich Poschardt nicht weit von der Kritik der AfD und anderer rechtspopulistischer Kräfte, die ARD und ZDF als zu links erachten. Von ihnen will sich der Springer-Mann jedoch nicht vereinbaren lassen. Vielmehr warnt er, dass die vermeintliche Schieflage der Öffentlich-Rechtlichen von der Partei für einen "erwartbar antiliberalen Affekt" genutzt werde. Porschardt fordert daher, dass die Mitte der Gesellschaft definieren solle, wie die Grundversorgung aussehen solle. Er selbst plädiert für eine Wachstumsbremse oder wie er verschärft sagt "Wucherbremse".
welt.de, turi2.de (Background)

BR findet Richard Gutjahrs Vorwürfe “im Kern nicht zutreffend”.


Brieffreundschaft beendet: Der Bayerische Rundfunk findet den offenen Abschiedsbrief seines langjährigen Mitarbeiters Richard Gutjahr "im Kern nicht zutreffend", sagt ein BR-Sprecher dem RND. "Der BR weist insbesondere den Vorwurf der Lüge und Täuschung durch den Intendanten strikt zurück." Die Anstalt habe Gutjahr eine Weiterbeschäftigung "in einem interessanten, auf seinen Themenbereich zugeschnittenen Bereich" angeboten, zitiert die "Welt" den BR. Gutjahr wollte demnach die Stelle nicht annehmen.

Im März 2019 sei ein Aufhebungsvertrag "in gegenseitigem Einvernehmen" geschlossen worden. Seitdem sei der Journalist nicht mehr für den BR tätig gewesen. Richard Gutjahr wirft Ulrich Wilhelm u.a. vor, ihn während eines rechtsextremen Shitstorms nicht angemessen unterstützt zu haben. Gutjahr hatte u.a. die "Rundschau-Nacht" im BR moderiert.
rnd.de, welt.de

Richard Gutjahr verlässt den BR und kritisiert Intendant Wilhelm.

BR: Richard Gutjahr verlässt die Anstalt nach 22 Jahren als fester freier Mitarbeiter. In einem offenen Brief an BR-Intendant Ulrich Wilhelm kritisiert er den Umgang mit freien Mitarbeitern scharf. Der BR habe Gutjahr und seine Familie mit dem "Hass und der Hetze" in Folge seiner ARD-Berichterstattung allein gelassen. Gutjahr wirft Wilhelm vor, den Rundfunkrat mit Unwahrheiten getäuscht zu haben. Nachdem Gutjahrs Rechtsschutzversicherung ihm nach einem Jahr kündigte, bat der Journalist den BR um juristische Unterstützung, die ihm verwehrt worden sei.
gutjahr.biz

Ulrich Wilhelm: “Europa hat die digitale Souveränität verloren.”


ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm beklagt auf den letzten Metern seiner Amtszeit als ARD-Chef Europas digitale Rückständigkeit. Europa habe seine "digitale Souveränität verloren", sagt er im Interview mit seinem Haussender BR. Die Verbreitung öffentlich-rechtlicher Inhalte bei US-Diensten wie Facebook und YouTube sieht er derzeit als alternativlos. Tagesschau.de etwa erreiche nur ein Drittel seiner Nutzer direkt, die Mehrheit komme über Google und Social Media. Wilhelm fordert eine europäische digitale Plattform. Dazu gäbe es bereits Gespräche mit Sendern in anderen europäischen Ländern.

Im Interview hebt der Intendant auch die Rolle von Allianzen hervor – die "allernatürlichste" sei die Zusammenarbeit von ARD und ZDF. Sie solle im Bereich der Mediatheken noch intensiviert werden. Aber auch unter den Kooperationen mit privaten Anbietern wie Sky, der Telekom oder Discovery zieht er eine positive Bilanz, etwa weil die wachsenden Kosten für Sportrechte so besser zu stemmen seien.

Der ARD-Vorsitz wandert am 1. Januar turnusmäßig nach zwei Jahren vom BR zum WDR.
br.de (11-Min-Audiointerview)

Mehr über Ulrich Wilhelm bei turi2.tv: ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm will nicht nur in der Nische senden. (11/2018)

Meinung: Das Erste verliert gegen die Dritten Programme den Anschluss.

ARD: Die Verschiebung der Talkshows aus den Dritten ins Erste zeigt die Not, nicht die Tugend, kommentiert Joachim Huber im "Tagesspiegel". Während die Quoten im Ersten schwächeln, werden die Dritten Programme immer stärker. Dies dürfe nicht der Anspruch des Ersten sein. Tom Buhrow (Foto) müsse als künftiger ARD-Vorsitzender die "Verzwergung" aufhalten.
tagesspiegel.de

ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm beklagt Umverteilung zum ZDF und Deutschlandradio.


Wilhelms Wünsche: BR-Intendant Ulrich Wilhelm, bis Jahresende noch ARD-Vorsitzender, will mit der Gebühren-Kommission Kef über deren Vorschlag zur Erhöhung des Rundfunkbeitrags auf 18,36 Euro nachverhandeln. Vor den Gesprächen am Mittwoch sagt Wilhelm im "FAZ"-Interview, er sei "freilich nicht mit allen Aspekten des Kef-Berichts glücklich", der Vorschlag bleibe unter der Teuerungsrate. Für nicht nachvollziehbar hält er die vorgeschlagene "nicht unbedeutende Umverteilung von der ARD zum ZDF und Deutschlandradio". Damit würden nationalen Angebote zulasten der regionalen gestärkt. "Wir brauchen aber beides", sagt Wilhelm. Auch den verwehrten Wechsel auf ein Index-Modell bedauert Wilhelm.

Er sei "natürlich froh" über die erste "moderate Beitragssteigerung" seit zwölf Jahren und respektiere die Rolle der Kef, dennoch bestünden "Differenzen zu unseren Einschätzungen in einer Reihe von Punkten". "Bitter" sei insbesondere, "dass wir zu wenig junge Menschen einstellen können, mit neuen Berufsbildern". Die Politik müsse sich entscheiden, "welche Rolle der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Zukunft ausfüllen soll, ob sein Angebot also kleiner werden soll oder nicht".
faz.net (Paid), dwdl.de

Hör-Tipp: BR startet Podcast über Volkskomiker Karl Valentin.

Hör-Tipp: Der BR widmet Volkssänger und Komiker Karl Valentin einen siebenteiligen Podcast. In jeder Folge spricht Bayern2-Moderator Christoph Leibold mit Gästen u.a. über Valentins Verhältnis zu Frauen, seine Fixierung auf Krankheiten und sein Können als Musiker. Dazu gibt es thematisch passende Original-Aufnahmen aus dem BR-Archiv.
br.de

Markus Söder fordert Ministerpräsidenten zur Einigung beim Rundfunkbeitrag auf.

Rundfunkbeitrag: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ruft die Länder zur Einung auf. Es dürfe beim Rundfunkbeitrag keine Blockade geben, sagt Söder im BR. In Zeiten von Fake News brauche es "einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk". Der CSU-Chef attestiert der ARD "ein ganz neues Kostenbewusstsein", die Gebühren-Kommission KEF habe sich bei ihrem Vorschlag zur Erhöhung auf 18,36 Euro "sehr beschränkt".
br.de, welt.de

Thomas Gottschalk moderiert künftig nicht mehr regelmäßig im Radio.

Bayern 1 muss künftig ohne Thomas Gottschalk als regelmäßigen Radio-Moderator auskommen. Der Entertainer begründet seinen Rückzug mit persönlichen Gründen und scherzt on air, sein Arzt rate ihm davon ab "wie bisher einmal im Monat das Bett" zu verlassen. Für Sondersendungen stehe Gottschalk weiter zur Verfügung. Gottschalk hatte vor gut drei Jahren sein Radio-Comeback beim BR gegeben und war seitdem am jeden ersten Sonntag im Monat in einer Abendshow zu hören.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

BR-Stardirigent Mariss Jansons, 76, ist tot.

Mariss Jansons, 76, ist tot: Der Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und Leiter des BR-Chors starb in der Nacht zum Sonntag im russischen St. Petersburg. Jansons hatte beide Klangkörper 2003 übernommen. In den vergangenen Jahren musste er mehrfach Konzerttermine krankheitsbedingt absagen.
br.de, spiegel.de, twitter.com/BRSO (2-Min-Video)

Kef kritisiert zu hohe Gehälter beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Öffentlich-Rechtliche zahlen überproportionale Gehälter mahnt die Kef an und fordert niedrigere Personalkosten. Die Finanzkommission ließ die Gehälter der Rundfunkanstalten von einer externen Agentur mit anderen Unternehmen vergleichen. Während das Lohnniveau im Vergleich zu privaten Medienunternehmen ähnlich sei, würde die Verwaltung im Vergleich zu sonstigen öffentlichen Verwaltungen überproportional gut bezahlt. Insbesondere bei WDR, NDR, BR, HR und ZDF seit die Vergütung höher.
medienkorrespondenz.de, faz.net

Mitarbeiter von BR und WDR streiken.

DJV ruft die Mitarbeiter vom BR und WDR zum Warnstreik auf. Der Bayerische Rundfunk wird am Donnerstag und Freitag ganztägig bestreikt, der WDR ab Freitagmorgen um 4.00 Uhr. Anlass sind die festgefahrenen Tarif-Verhandlungen, die ARD-Anstalten wollen die Gehälter vom öffentlichen Dienst abkoppeln. In den vergangenen Monaten haben ARD-Mitarbeiter mehrfach gestreikt, das vom WDR produzierte "ARD-Morgenmagazin" musste streckenweise aus der Konserve senden.
bjv.de (BR), djv-nrw.de (WDR), turi2.de (Background)

turi2 edition #9: Rainer Maria Schießler predigt sonntags und dreht montags.


Mit Kreuz vor der Kamera: Rainer Maria Schießler ist katholischer Geistlicher – und eine kleine Medienberühmtheit. In Serien wie “München 7” und “Dahoam is dahoam” steht er als Schauspieler vor der Kamera und spielt meist sich selbst. Für die turi2 edition #9 spricht Tatjana Kerschbaumer mit dem alten Fernsehhasen über seine Mission, den Glauben und die katholische Kirche via Flimmerkiste menschlicher und beliebter zu machen. Lesen Sie das Porträt über Rainer Maria Schießler kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der “turi2 edition #9”.

Frühere BR-Franken-Chefin wirft Gremiumsmitglied sexuelle Belästigung vor.

BR: Kathrin Degmair, geschasste Leiterin des Studios Franken, wirft einem "hochrangigen BR-Gremiumsmitglied" vor, sie wiederholt verbal sexuell belästigt zu haben, berichtet die "Süddeutsche". Der Beschuldigte widerspricht. Degmair habe Intendant Ulrich Wilhelm bei ihrem Trennungsgespräch im Februar über den Vorfall informiert, zunächst ohne Details oder Namen zu nennen. Laut "SZ" ist Degmair freigestellt und bezieht ihr Gehalt bis Ende 2020.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Funk und ARD starten Talk-Rekordversuch: 72 Stunden auf Sendung.

Funk und ARD wollen das Prinzip "Nach müde kommt blöd" brechen und starten einen Talk-Rekordversuch: Vom 12. bis 15. November wollen die Macher des YouTube-Formats Das schaffst Du nie, Ariane Alter und Sebastian Meinberg, ununterbrochen senden. Pro Stunde stehen ihnen 5 Minuten Klo- und Kamerapause zu. Der Rekordversuch findet im Rahmen der ARD-Themenwoche "Zukunft Bildung" statt, er läuft online und bei ARD Alpha in voller Länge, in Auszügen im Ersten und BR Fernsehen. Der bisherige Talk-Rekord liegt bei knapp über 70 Stunden und wird vom syrischen Staatsfernsehen gehalten.
presseportal.de

DJV und Verdi störten Mittwoch zeitweise Sendebetrieb in ARD-Anstalten.

Streik: WDR kann das ARD-Morgenmagazin am Mittwoch aufgrund des Streiks von DJV und Verdi nur in einer vorproduzierten Fassung senden. Im BR-Hörfunk läuft Bayern 3 zeitweise auch auf den Wellen B2 und B5 aktuell, die "Abendschau" und die "Münchner Runde" entfallen. Die Radio-Übertragung des Champions-League-Auftakts des FC Bayern muss dem Streik komplett weichen.
"Süddeutsche Zeitung", S. 25 (Paid), turi2.de (Background)

DJV und Verdi rufen bei ARD-Sendern zum Streik auf.

ARD: DJV und Verdi wollen am Mittwoch bei ihrem bundesweiten "Aktionstag" die Radio- und Fernsehprogramme beim BR, NDR, SWR und WDR zeitweise stören. Die Gewerkschaften fordern eine Anhebung der Gehälter auf Basis des Tarifabschlusses beim öffentlichen Dienst. Die ARD-Anstalten kontern, sie verfügten nicht über die finanziellen Spielräume der Länder.
dwdl.de, djv.de

BR-Rundfunkrat will nur noch unbefangene Mitglieder haben.

BR-Rundfunkrat will seine Zusammensetzung reformieren, um Interessenskonflikte zu vermeiden. Kirchenvertreter Lorenz Wolf, Chef des Kontrollgremiums, fordert vom Landtag neue gesetzliche Bestimmungen zu Befangenheiten und Karenzzeiten. Auch die Zeitungsverleger sollen nicht mehr im Gremium vertreten sein. Anlass für den Wunsch nach Veränderung ist der Fall Helmut Markwort: Der "Focus"-Gründer sitzt als FDP-Abgeordneter im BR-Rundfunkrat, obwohl er selbst an Privatsendern beteiligt ist.
sueddeutsche.de

BR-Talkshow “Münchner Runde” sorgt wegen Beraterkosten intern für Ärger.


BR hat internen Ärger wegen Berater-Verträgen für eine Verjüngung der Talkshow "Münchner Runde", berichtet das "Handelsblatt". Regisseur Rolf Sturm und der frühere Servus-TV-Chefredakteur Robert Altenburger hätten insgesamt 170.000 Euro Honorar erhalten, dafür aber wenig geliefert. Die Zuschauer der "Münchner Runde" sind im Schnitt 73 Jahre alt. Künftig will der BR das Berater-Duo nicht mehr engagieren.
handelsblatt.com

BR strukturiert um.

BR unterscheidet ab Mitte 2020 nicht mehr in Hörfunk- und Fernsehdirektion. Der Sender will sich nach Inhalten organisieren, unter den Programmdirektionen Kultur und Information. In der Intendanz soll eine Stabsstelle Hörfunk Radioverantwortliche vernetzen. Der Sender hat 2018 rund 13,5 Mio Euro weniger aus Rücklagen benötigt als geplant und 25,6 Mio Euro Gewinn gemacht.
per Mail

Video-Tipp: Stefan Winterbauer trifft Ulrich Wilhelm zum “Sommerinterview”.

Meedia schickt Stefan Winterbauer zum Video-"Sommerinterview" mit ARD-Chef Ulrich Wilhelm (Foto). In knapp 30 Minuten fragt er Wilhelms Positionen zu aktuellen Themen und Kritik ab. Wilhelm lehnt eine Verengung des Auftrags von ARD und ZDF auf Kultur, Bildung und Information ab, bekräftigt seine Forderung nach einem an die Teuerungsrate angepassten Rundfunkbeitrag und kontert Kritik, dass die ARD vor allem Ältere erreiche.

Den Vorwurf politisch unausgewogener Berichterstattung sieht Wilhelm gelassen, weil es ihn schon in vordigitaler Zeit gab, will die Kritiker aber ernst nehmen. "Wir sind nie divers genug", sagt Wilhelm zur Frauenquote in Führungspositionen und sozialer Durchmischung der Redaktionen. Öffentliche Debatten sollten ARD-Journalisten - auch bei Twitter - eher abbilden, als selbst zum Akteur zu werden, sagt Wilhelm über twitternde Mitarbeiter. Selbst will der BR-Intendant nicht auf Twitter aktiv werden.
youtube.com (30-Min-Video), meedia.de

TV-Tipp: BR und das “Handelsblatt” zeigen Ausmaß von Audis Abgasaffäre.

TV-Tipp: Das Erste, Montag, 22.45 Uhr: Audi hat in der Abgasaffäre offenbar noch bis Anfang 2018 Diesel-Modelle verkauft, die unerlaubte Abschalteinrichtungen nutzen, sagen Recherchen vom "Handelsblatt" und dem BR. Die Autoren Arne Meyer-Fünffinger, Josef Streule und Lisa Wreschniok erhielten für "Die Story im Ersten: Der Fall Audi" Einsicht in vertrauliche Dokumente.
daserste.de

Bloggerin Marie Sophie Hingst hat auch BR und SWR Fake-Geschichten erzählt.

Fake-Bloggerin Marie Sophie Hingst hat auch den BR und den SWR getäuscht, berichtet Spiegel Online. In Radio-Interviews hat sie über eine frei erfundene Sexual-Beratung für junge Männer in Indien bzw. Flüchtlinge in Deutschland berichtet - wie auch bei Zeit Online und Deutschlandfunk Nova. In ihrem Blog erfand sie Holocaust-Opfer.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Es gibt kaum deutsche Journalismus-Podcasts, beobachtet Marcus Engert.

Podcasts über investigativen Journalismus sind in Deutschland noch rar, beobachtet Marcus Engert, Political Editor bei Buzzfeed. Das liege daran, dass Redaktionen für die Produktion immer eine zweite Person mitfinanzieren müssen, strittige Passagen kaum mehr aus der Welt geschafft werden könnten und beim Fernsehen noch immer das bessere Geld warte. Als Beispiel nennt er den BR-Podcast Aufgedeckt.
uebermedien.de

Bayerischer Rundfunk muss Radio-Spot der NPD senden.

Bayerischer Rundfunk muss eine umstrittene Wahlwerbung der NPD im Radio ausstrahlen. Das Verwaltungsgericht München entscheidet, der Spot sei nicht offenkundig volksverhetzend. Der BR wehrt sich, soll den Spot aber schon morgen ausstrahlen. Der RBB hingegen ist vor dem Oberverwaltungsgericht auch in zweiter Instanz erfolgreich und darf einen TV-Spot der NPD zur Europawahl ablehnen.
abendzeitung-muenchen.de (BR), tagesspiegel.de (RBB)

Update, 16:43 Uhr: RBB darf TV-Spot ablehnen.

Seine Doku zeigt die Kraft des linearen Live-Fernsehens, sagt Thomas Kufus.

Lese-Tipp Die Doku "24h Europe – The Next Generation" zeigt einen Tag in Europa von jungen Menschen. Arte, RBB, BR und SWR räumen dafür ihren kompletten Samstag frei. Produzent Thomas Kufus sagt im DWDL-Interview, sie sei "durchaus pro-europäisch", dennoch lassen er und sein Team radikale Aussagen, z.B. von Salafisten und Rechtsextremisten, unkommentiert stehen. Es gehe darum, ein "ungeschöntes Bild von der realen Situation" zu zeigen – das ihn selbst erschüttert habe. Er hoffe auf die Kraft des linearen Live-Fernsehens, die sich sonst nur noch bei Sportübertragungen entfalte.
dwdl.de, arte.tv (Trailer)

Zitat: Thomas Gottschalk hat keine Hoffnung, dass Lesen zu retten.

"Ich habe die Samstagabend-Unterhaltung nicht gerettet, von der ich sehr viel verstanden habe. Also werde ich auch das Lesen nicht retten, von dem ich relativ wenig verstehe."

Thomas Gottschalk debütiert im BR heute Abend als Literatur-Kritiker. Gottschalk liest macht er auch, um selbst einen Grund zum Lesen zu haben sagt er der "Augsburger Allgemeinen".
augsburger-allgemeine.de via stern.de

News-WG erklärt Weltpolitik mit den Mitteln von Instagram.

News-WG des Bayerischen Rundfunks versucht, mit persönlich erzählten Nachrichten und ein bisschen Quatsch, Instagram-Nutzer für Politik zu interessieren. Was in den Insta-Storys spontan aussieht, ist das Ergebnis stundenlanger Recherchen und Aufnahmen, erfährt Aurelie von Blazekovic beim Besuch in der WG, in der die beiden News-Hosts Helene Reiner und Max Osenstätter auch wohnen.
sueddeutsche.de, instagram.com/news_wg

BR-Rundfunkrat lehnt Helmut Markwort als neues Mitglied ab.


Radio kills the Rundfunkrat-Star: Die FDP will, dass Helmut Markwort einen Platz im neuen BR-Rundfunkrat bekommt, der lehnt ab. Das Aufsichtsgremium des Senders sieht einen Konflikt mit dem Bayerischen Rundfunkgesetz, u.a. wegen möglicher Interessenkonflikte wegen Markworts Radio-Beteiligungen und -Aktivitäten. Der Rundfunkrat fordert vom Landtag, ein anderes Mitglied zu entsenden. "Focus"-Gründer Markwort kritisiert die Entscheidung scharf und widerspricht ihr in einem Schreiben seines Anwalts. Der Bayerische Rundfunk wolle "sich seine Kontrolleure selbst aussuchen".
t-online.de