BR nutzt Blackfacing in Satiresendung “SchleichFernsehen”.

Bayerischer Rundfunk sendet in der Satireshow "SchleichFernsehen" eine fragwürdige Parodie: Satiriker Helmut Schleich mimt mit schwarz angemaltem Gesicht einen afrikanischen Diktator, der Deutschland Tipps im Umgang mit der Pandemie gibt. Blackfacing ist rassistisch – eine Sprecherin des BR teilt mit, die "damit verbundene Problematik" seien der Redaktion bewusst gewesen und im Vorfeld intensiv mit Schleich diskutiert worden. In einem Satireformat müsse dem Künstler "Freiraum für satirische Überhöhungen zugebilligt werden".
spiegel.de, faz.net, sueddeutsche.de

Milchlobby bringt Bayern 3 zum Löschen seiner Klimaschutz-Tipps.

Eingeknickt: Die BR-Popwelle Bayern 3 hat nach einem Shitstorm der Milchlobby einen Facebook-Post gelöscht, der u.a. klimafreundliche Milchalternativen im Kaffee empfiehlt. Der Sender entschuldigt sich sogar: Er habe "die wertvolle Arbeit, die in der Landwirtschaft geleistet wird" nicht kritisieren wollen. Jan Hegenburg vom Blog Volksverpetzer schreibt verärgert: "Bayern 3 hat sich bei der Milchindustrie dafür entschuldigt, Fakten genannt zu haben". Der Verband der Milcherzeuger Bayern bilanziert: "Protest lohnt sich".
volksverpetzer.de via twitter.com, milcherzeugerverband-bayern.de

“‘Konservativer Knochen’ trifft nur einen Teil meiner Person.” So lief das Clubfrühstück mit Sigmund Gottlieb.


Treffen der Generation: Beim turi2 Clubfrühstück auf Clubhouse diskutieren Peter Turi und Tess Kadiri am Sonntagmorgen mit Sigmund Gottlieb, der von 1995 bis 2017 Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens war. Gottlieb gilt vielen noch heute als letzte konservative Stimme der ARD. Dass seine Kommentare heute auch von Kollegen, die sich eher auf der linken Seite des politischen Spektrums verorten, vermisst werden, hört er gerne. Ein "konservativer Knochen" will Gottlieb dennoch nicht sein. Zum Abschied 2017 haben ihn Mitarbeiterinnen gar zum "letzten Punk der ARD" erklärt. Eine konservative Haltung besteht für ihn denn auch nicht nur darin, Bewahrenswertes zu bewahren, sondern auch offen für Neues zu sein. Gottlieb glaubt, dass "ideologische Trennungen" in der Politik heute eine deutlich kleinere Rolle spielen als früher – Politikerinnen hätten oft gar keine Zeit mehr, über ihren Kurs nachzudenken, sondern müssten einfach entscheiden.

Offen ist Gottlieb auch bei den Fragen nach Gendersternchen und Jugendsprache. So sieht für ihn das geschriebene * zwar wie ein Verweis auf eine Fußnote aus und auch die gesprochene Gender-Lücke findet er "gewöhnungsbedürftig". Gleichzeitig plädiert er dafür, "nicht deutsch-verkrampft" zu diskutieren und findet die Diskussion um eine gerechte Sprache als noch "nicht abgeschlossen". Es sei das Privileg der Jugend, eine eigene Sprache zu generieren. Richtig "ätzend" findet Gottlieb dagegen, wenn sich 60-Jährige bei jungen Leuten anbiedern, in dem sie ihre Sprache übernehmen.
turi2.tv (65-Min-Video/-Podcast), turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)

Klick-Tipp: BR und Spiegel beleuchten KI in der Arbeitswelt.

Klick-Tipp: Wie Künstliche Intelligenz in die Arbeitswelt eingreift und u.a. Bewerbungen vorsortiert, beleuchten BR und Spiegel im gemeinsamen Web-Projekt "Die Boss-Maschine". In der BR-Mediathek erläutert ein 6-Min-Film Vor- und Nachteile von Algorithmen at work, spiegel.de stellt verschiedene Tools vor, die bei der Jobvermittlung zum Einsatz kommen. Ab kommender Woche beschäftigt sich auch der BR-Instagram-Account Workin Germany mit dem Thema.
br.de (6-Min-Film), spiegel.de (KI-Tools), instagram.com (Workin Germany)

Moderator von Bayern 3 löst Rassismus-Diskussion aus.

Bayern 3 steht im Shitstorm. Grund sind Äußerungen des Moderators Matthias Matuschik über die koreanischen Popband BTS. Matuschik bezeichnete die Mitglieder als "kleine Pisser" und verglich sie mit dem Corona-Virus, sagte gegen BTS gebe "es hoffentlich bald ebenfalls eine Impfung". Für seine Aussagen hat sich Matuschik inzwischen entschuldigt und bezeichnet sie in einer Stellungnahme als "komplett daneben". Er schreibt zudem, er habe nie die Absicht gehabt, jemanden rassistisch zu beleidigen, ihm sei aber bewusst, "dass am Ende zählt, wie die Worte bei den Empfängern ankommen ‐ und nicht, wie sie gemeint waren." Zuvor hatte der Sender bereits in einer Stellungnahme geschrieben, Matuschik sei beim Versuch, "seine Meinung ironisch-überspitzt und mit übertrieben gespielter Aufregung darzustellen, in seiner Wortwahl übers Ziel hinausgeschossen". Fremdenfeindlichkeit und Rassismus würden ihm aber fernliegen.
rnd.de, sueddeutsche.de, bayern3.de (Stellungnahme)

Sandra Rieß wird neue BR-Moderatorin von “Plusminus”.

BR macht Sandra Rieß zur neuen Moderatorin seiner Plusminus-Ausgaben. Die 34-Jährige ersetzt Chefredakteur Christian Nitsche, der seit Ende 2020 die ARD-Sendung "Report München" moderiert. Rieß präsentiert u.a. seit 2019 die "Rundschau"-Nachrichtenformate beim BR. Sieben Sender produzieren "Plusminus" im wöchentlichen Wechsel. Die erste Sendung mit Rieß läuft am 10. Februar.
br.de

TV-Tipp: ARD-Doku erzählt Wirecard-Crash aus Sicht der Shortsheller.

TV-Tipp: Der Fall Wirecard - Von Sehern, Blendern und Verblendeten (Das Erste, 22.50 Uhr) rollt den Wirt­schafts­skandal aus der Perspektive der Shortseller auf, die schon vor Jahren auf Unregelmäßigkeiten bei Wirecard hingewiesen haben. Insider geben Einblick in ein Unternehmen, das früh auf Hochrisiko-Kunden gesetzt hat und in dem offenbar schon weit vor dem Zusammenbruch rote Linien überschritten wurden.
tagesschau.de, daserste.de

BR untersagt gesprochene Genderlücke – außer in jungen Programmen.

Bayerischer Rundfunk hat entschieden, im Programm die Genderlücke nicht mitzusprechen - Ausnahme sind nur junge Angebote wie Puls oder die News WG. BR-Informations­direktor Thomas Hinrichs begründet die Entscheidung im Radioeins-Medien­magazin mit Ziel­gruppen: "Solange die Mehrheit der Bevölkerung das Gendersternchen nicht spricht, werden wir es auch nicht sprechen." Der BR wolle bei der Sprache "nicht bevormunden" und "nicht erziehen".
daniel-bouhs.de (mit 10-Min-Audio)

ARD-Sender fördern mit Projekten mehr Diversität im Programm.

Diversität im Journalismus: Der BR fördert mit dem Projekt Puls Talente seit Sommer gezielt Menschen mit interkulturellem Hintergrund, die sonst nicht den Weg in die Redaktionen finden würden. Die fünf Talente, drei Frauen und zwei Männer, sollen Geschichten aus anderen Perspektiven erzählen, berichtet Burkhard Schäfers im Deutschlandfunk. Auch andere ARD-Sender fördern Nachwuchs-Journalist*innen mit "medien-untypischen Biografien".
deutschlandfunk.de (mit 6-Min-Audio)

BR erweitert Faktencheck-Team zur Bundestagswahl.

Bayerischer Rundfunk will seine Fakten­check-Redaktion im Wahl­jahr 2021 deutlich ausbauen. Das #Faktenfuchs-Team werde ab Januar "personell aufgestockt", um "weit über 1.000 Schichten bei Redaktion und Produktion", teilt BR-Chefredakteur Christian Nitsche auf Nachfrage mit. Die Recherchen sollen künftig auch im TV in der Rundschau sowie im Radio bei B5 aktuell laufen. Zudem ist der BR neuer Partner der Fakten-Offensive von Google und YouTube. Dadurch erscheinen bei Such­anfragen auch geprüfte Fakten­checks von BR24.
br.de, dwdl.de

Zitat: Die künftige BR-Intendantin Katja Wildermuth stellt Frauen nicht wegen ihres Geschlechts ein.

"Ich komme aus einem Umfeld von Frauen, die immer gesagt haben: 'Ich will den Job nicht nur haben, weil ich eine Frau bin.'"

Katja Wildermuth, designierte Intendantin des Bayerischen Rundfunks, sagt im BR-Medien­magazin, dass sie den Sender "möglichst plural aufstellen" will. Frauen habe sie bisher aber vor allem deshalb eingestellt, weil sie "die Besten waren".
br.de (Textfassung), br.de (4-Min-Audio ab 0:58)

Katja Wildermuth wird neue BR-Intendantin.

Bayerischer Rundfunk bekommt erstmals eine Intendantin: Katja Wildermuth folgt am 1. Februar auf Ulrich Wilhelm, der eine weitere Amtszeit ausgeschlossen hatte. Wildermuth ist aktuell Programmchefin der crossmedialen Bereiche Kultur, Bildung und Jugend beim MDR. Auch BR-Verwaltungsdirektor Albrecht Frenzel und Christian Vogg, Bereichsleiter Dokumentation und Archive beim SRF, hatten sich beworben. Im Vorfeld hatte sich das BR-Frauennetzwerk für eine weibliche Besetzung der Stelle stark gemacht. Wildermuth gilt als Expertin für Digitalisierung und trimediale Vernetzung.
br.de, tagesspiegel.de, turi2.de (Background Wildermuth), turi2.de (Background Wilhelm)

Bayern 2 wandert mit Promis auf die höchsten Gipfel ihrer Heimat-Bundesländer.

BR startet am Samstag, 6.05 Uhr, im Rucksackradio auf Bayern 2 eine neue, Corona-konforme Talk-Serie. Moderator Achim Bogdahn besteigt darin alle zwei Wochen mit Prominenten die jeweils höchsten Erhebungen in deren Heimat-Bundesländern. Als Gäste dabei sind u.a. Judith Holofernes (Foto) in Berlin und Kati Wilhelm in Thüringen.
per Mail, br.de (Sendung)

Aus dem Archiv: Judith Holofernes im Vorbilder-Fragebogen von turi2.tv (September 2020).

Lese-Tipp: Vor 56 Jahren begannen die dritten TV-Programme.

Lese-Tipp: Katja Iken beschreibt in ihrem noch immer amüsanten Artikel aus 2014 den Anfang der dritten Programme im deutschen TV. Der Start hatte 1964 vor allem ein Ziel: Bildung unter das Volk bringen. Den Anfang machte der BR mit seinem sogenannten "Studienprogramm" und einer Dokumentation. Der Hessische Rundfunk folgte zwei Wochen später. Doch als Bildungsfernsehen erreichten die Sender kaum Zuschauer. Das änderte sich erst in den 70ern - mit Sport und Unterhaltungsprogrammen.
spiegel.de

Klick-Tipp: BR schenkt der Bergrettung zum Geburtstag ein Multimedia-Projekt.

Klick-Tipp: Der BR gratuliert der Bergwacht zu ihrem 100. Gründungs­jubiläum mit dem Multimedia-Projekt Die Rettung. Eine interaktive Seite erklärt anhand eines fiktiven Unfallszenarios die verschiedenen Phasen der Bergrettung. Bei einer VR-Installation im Alpinen Museum in München können Besucher*innen in einem echten Bergrettungssack Platz nehmen, der an einem Seil hochgezogen wird, und die Arbeit der Rettungskräfte mittels VR-Brille verfolgen.
br.de, dierettung.br.de

BR produziert neue ARD-Talkshow “Club 1” mit Hannes Ringlstetter.

BR mischt ab Oktober in der ARD-Reihe "Talk am Dienstag" mit und steuert die Show "Club 1" mit Hannes Ringlstetter bei. Ähnlich wie in den anderen Dienstags-Formaten (u.a. "3nach9", "NDR Talkshow") sollen Gäste aus Kultur, Gesellschaft, Sport oder Wissenschaft auftreten. Moderator Ringlstetter weiß allerdings vorher nicht, wer kommt. Die Premiere ist für den 6. Oktober geplant.
br.de

Lese-Tipp: Sprachpfleger Werner Müller ist gegen Deutschtümelei.

Lese-Tipp: Aurelie von Blazekovic porträtiert Werner Müller, 75, der 25 Jahre lang "Sprachpfleger" beim BR war, als akribischen, aber unpedantischen Helfer der Journalist*innen, der keine Sprachhoheit beanspruchte. Grammatik ist laut Müller "ein Stück Leben", er selbst, im Hauptberuf Lehrer, verbrachte die Wochenenden damit, das Programm zu hören und Sprachberichte zu schreiben. Der BR war die einzige ARD-Anstalt, die sich einen Sprachpfleger leistete, inzwischen ist Müller im Ruhestand. Er halte nichts von "Deutschtümelei", dem Gendern steht er dennoch gespalten gegenüber – denn er habe kaum einmal gehört, dass im Radio souverän gegendert worden sei. Er plädiert dafür, lieber beide Geschlechter zu erwähnen.
sueddeutsche.de

Meinung: Bei Demonstrant*innen der Anti-Hygiene-Demos ist “kein Durchkommen”.

Lügenpresse: BR-Hauptstadt-Korrespondentin Barbara Kostolnik hat keine Antwort darauf, wie Journalist*innen mit Anfeindungen auf Anti-Hygiene-Demos umgehen sollen. Es sei frustrierend, dass sie mit den Demonstrant*innen partout nicht ins Gespräch kämen, weil die Protestierenden kein demokratisches Grundvertrauen hätten und somit "kein Durchkommen" sei.
br.de

Klick-Tipp: Der BR bietet Hintergrundbilder für Videokonferenzen an.

Klick-Tipp: Der Bayerische Rundfunk will für mehr Abwechslung bei Video-Konferenzen sorgen und bietet Nutzer*innen verschiedene Hintergrundbilder zum Download an. Zur Auswahl stehen unter anderem ein Übertragungswagen aus dem Jahr 1961, das ARD-Olympiastudio von 1980 oder Szenenbilder aus verschiedenen Episoden des "Komödienstadel". Vorbild ist die BBC, die ebenfalls Bilder zum Download anbietet.
br.de, turi2.de (BBC)

Gesellschafter beschließen endgültig das Aus für das IRT.


IRT-um ausgeschlossen: Das Münchner Institut für Rundfunktechnik, kurz: IRT, macht zum Jahresende dicht. Nach einer mehr als fünfstündigen Sitzung einigten sich die 14 Gesellschafter am Ende auf die Auflösung. Das IRT teilt mit, es sei "kein tragfähiges Modell für eine Fortführung" gefunden worden. Rund 100 Angestellte verlieren damit im Dezember ihren Job. Die Gesellschafter hatten bereits vor einigen Wochen alle ihre Kündigungen eingereicht. Zuletzt hat sich der Bayerische Rundfunk noch um eine Fortführung des IRT bemüht.

Der BR brauchte dafür aber einen der anderen großen Gesellschafter als Partner. Den Anfang vom Ende des Instituts besiegelte ein Betrugsskandal, bei dem sich ein Patentanwalt rund 200 Mio Euro in die eigene Tasche gewirtschaftet haben soll.
sueddeutsche.de, irt.de, turi2.de (Background)

BR will Institut für Rundfunktechnik retten.


Münchner Mäzen: Der Bayerische Rundfunk will das angeschlagene Institut für Rundfunktechnik retten, berichtet Kai-Hinrich Renner. Der Sender hält eine Fortführung der Forschungseinrichtung "in kleinerer Form mit einem fokussierten Aufgabenspektrum" für den "günstigsten und effizientesten Weg", sagt ein Sprecher. Dafür sei der BR bereit, "überproportionale Lasten in Kauf zu nehmen". Allein stemmen könnten die Bayern eine Rettung aber nicht, sie bräuchten einen der drei großen Gesellschafter, das ZDF, den WDR oder den NDR. Doch keine der drei Anstalten wolle ihre Kündigung zurück­nehmen. Sie werfen dem BR, der "federführende Anstalt" beim IRT ist, vor, nur höchst unzureichend seiner Aufsichtspflicht nachgekommen zu sein. Der BR sagt, er habe bei der GmbH keine "besonderen Kontroll- oder Aufsichtsfunktionen".

Alle Gesellschafter, neben den neun ARD-Anstalten das ZDF, die Deutschen Welle und Deutschlandradio sowie ORF und SRG, haben ihren Gesellschaftervertrag zum 31.12.2020 gekündigt. Gerade die kleineren Anstalten fürchten jedoch die immensen Kosten einer Liquidation. Die Rede ist von einem dreistelligen Mio-Betrag. Diese Summe ist "nicht zutreffend", sagt der BR, die genauen Kosten ließen sich nicht exakt benennen. Wie es mit dem IRT nun weitergeht, könnte sich am heutigen Freitag entscheiden, nachdem eine Entscheidung in der vergangenen Woche vertagt worden war. (Foto: Felix Hörhager / dpa / Picture Alliance)
berliner-zeitung.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: Wie Kochvideos in die rechte Blase führen können.

Video-Tipp: Vermeintlich harmlose Kochvideos oder Styling-Tutorials mit unterschwellig politischen Botschaften können der Einstieg in die rechte Internet-Blase sein. Die Puls Reportage vom BR testet, wie der YouTube-Algorithmus den Zuschauer*innen immer wieder Videos der gleichen Akteure vorschlägt, ohne eine Gegenposition anzubieten, aber manchmal auch überraschend ausschlägt.
youtube.com (21-Min-Video)

Hör-Tipp: TV-Comedy “Das Institut – Die Oase des Scheiterns” bekommt Podcast-Ableger.

Hör-Tipp: Der BR verlängert die Comedy-Serie Das Institut - Die Oase des Scheiterns um einem Podcast. Reporterin Ariane Alter besucht das fiktive Deutsche Sprach- und Kulturinstitut im ebenfalls fiktiven zentral­asiatischen Kisbekistan. Mit unkonventionellen Mitteln versucht das Team, deutsches Kulturgut zu vermitteln und tappt dabei vom einen ins nächste interkulturelle Fettnäpfchen.
ardaudiothek.de (8 Folgen à ca. 20 Minuten), br.de, ardmediathek.de (TV-Staffeln)

BR-Frauen wünschen sich eine Frau als Nachfolgerin für Intendant Ulrich Wilhelm.

Bayerischer Rundfunk: Das BR-Frauennetzwerk fordert, dass auf Intendant Ulrich Wilhelm eine Frau an der Spitze des Senders folgt. In einem offenen Brief an den Rundfunkrat schreiben sie, es werde "Zeit für eine Intendantin", die den BR "zukunftssicher und divers" aufstelle. Einen konkreten Vorschlag machen die Netzwerkerinnen nicht, lassen aber wissen, ihnen fiele "eine ganze Reihe von Frauen" ein, die das Amt ausfüllen könnten. Wilhelm tritt für keine weitere Amtszeit an und verlässt den BR im Feburar 2021.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Acatech unterstützt Pläne einer europäischen Medienplattform von BR-Intendant Wilhelm.

Europäische Medienplattform: Die Deutsche Akademie der Technik­wissen­schaften Acatech unterstützt die Pläne von BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ein europäisches Pendant zu YouTube, Facebook und Co aufzubauen. Die Plattform sollte die "Vielfalt an Angeboten" repräsentieren sowie "faire und transparente Zugangs- und Nutzungsbedingungen" haben, empfiehlt die Projektgruppe. Zum Start brauche es "staatliche Förderung flankiert von europäischer Regulierung". Die Koordination könnte eine Europäischen Digital-Agentur übernehmen.
acatech.de, br.de (Interview Wilhelm)

BR-Intendant Ulrich Wilhelm will keine weitere Amtszeit antreten.

BR: Intendant Ulrich Wilhelm stehe "nach reiflicher Überlegung nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung", meldet der Sender. Wilhelm bleibt noch sieben Monate im Amt und will den Chefsessel im Februar 2021 an eine*n Nachfolger*in übergeben. Als Intendant habe er "entscheidende Etappen unseres Umbauprozesses und die Regionalisierung erfolgreich abgeschlossen".
br.de

BR, NDR und WDR finden Tausende Hass-Posts in geschlossenen Facebook-Gruppen.

Facebook-LogoFacebook geht nicht konsequent genug gegen rechte Hetze auf seiner Plattform vor, berichten BR, NDR und WDR. Reporter*innen der Sender haben 2,6 Mio Posts und Kommentare aus 138 meist geschlossenen rechten Facebook-Gruppen erfasst und analysiert. In den Daten fanden sie mehr als 10.000 schwere Beleidigungen, viele davon rassistischer Art, und weit mehr als Tausend mutmaßlich rechtswidrige Inhalte, darunter Aufrufe zur Vergewaltigung, SS-Runen oder antisemitische Hass-Propaganda.
tagesschau.de

Hör-Tipp: News-WG vom BR arbeitet ohne Hierarchien und setzt kein Vorwissen voraus.

Hör-Tipp: Helene Reiner, Teil der BR-News-WG bei Instagram, erzählt im "New Work"-Podcast von Michael Trautmann und Christoph Magnussen, wie sie das Format nach der Devise "Ausprobieren, machen, testen" mitentwickelt hat. Auch die Struktur der Arbeitsteilung im Team hat sich erst mit der Zeit gefunden, Hierarchien haben sie abgeschafft. Bei ihrer Zielgruppe setzt die News-WG kein Vorwissen voraus. Der Gedanke dahinter: "Was soll ich mit der News anfangen, wenn ich überhaupt nicht verstehe, worum es eigentlich geht."
newwork.podigee.io (55-Min-Audio)

Bayerischer Rundfunk startet ersten True-Crime-Podcast.

Bayerischer Rundfunk knapst sich ein Stück vom True-Crime-Kuchen ab und veröffentlicht ab 14. Juni den ersten sendereigenen Verbrechens-Podcast. "Der Mörder und meine Cousine" befasst sich mit einer 2013 begangenen Beziehungstat. Die siebenteilige Serie soll auf BR-Podcast, in der ARD-Audiothek und "allen gängigen Podcast-Formaten" abrufbar sein. Zusätzlich laufen gekürzte Folgen sonntags in der Bayern2-Sendung "radioDoku".
infosat.de

Basta: BND hört bei Sex-Talk weg.

Verkehr nach Vorschrift: Der Bundesnachrichtendienst schreibt seinen Mitarbeiter*innen vor, abgefangene "Kommunikation mit rein sexualbezogenem Inhalt" in Mails oder Telefonaten zu löschen, lesen "Spiegel" und BR aus internen Dokumenten. Der BND hält es bei der Kategorisierung anzüglicher Kontakte auf Distanz offenbar mit der BZgA – und zählt derartige Gespräche zum "geschützten Verkehr".
spiegel.de (Paid)

Die ARD-Anstalten streiten um eine neue Kulturplattform in Halle.

ARD: Die digitale Kulturplattform könnte ohne den BR starten, schreibt Hans-Jürgen Jakobs. Hintergrund ist ein Standort-Streit: Die Intendanten planen mehrheitlich, sie in Halle anzusiedeln, was den Landtag von Sachsen-Anhalt milde im Hinblick auf die geplante Gebühren-Erhöhung stimmen könnte. Widerstand kommt jedoch weiterhin vom BR-Intendanten Ulrich Wilhelm (Foto). Der werte die Vorgänge als Erpressung.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

turi2 edition #11: Ulla Holthoff über ihr Leben mit dem Fußball.


Fußball und Verantwortung: Ulla Holthoff ist Sportjournalistin, Mutter von Mats Hummels und die Erfinderin des Sport-Talks “Doppelpass”. Für die turi2 edition #11 spricht sie mit Heike Turi über persönliche Krisen und Erfolge, gibt Ratschläge für die Zeit ohne Fußball und unterstreicht die gesellschaftliche Verantwortung des Sports. Lesen Sie jetzt das ganze Interview kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der turi2 edition #11.

TV-Tipp: ARD Alpha und BR zeigen historischen Konserven-Fußball.

TV-Tipp: ARD Alpha stillt den Durst der Fans nach Fußball-Berichten, wenn auch nur aus der Konserve. Ab 23.15 Uhr zeigt der Bildungskanal vier Stunden lang historische Spielberichte , Vereinsporträts und Dokus aus den 1960er und 1970er Jahren. Am Samstag ab 14 Uhr wiederholt das BR Fernsehen den Aufstiegskrimi TSV 1860 München – 1. FC Saarbrücken von 2018.
br.de, digitalfernsehen.de

BR bietet “Schule daheim” künftig auch für die Grundschule an.

BR und das Kultusministerium in Bayern erweitern online das Bildungsangebot Schule daheim für die Grundschule, das über die BR Mediathek und alphaLernen.de verfügbar ist. Für höhere Klassenstufen bietet der BR bereits Lerninhalte an. Zum Thema Medienkompetenz will das Projekt So geht Medien von ARD, ZDF und Deutschlandradio aufklären.
br.de, #thinkpositive #actpositive

Corona-Infektion: Bayerischer Rundfunk muss Sender zusammenlegen.

Bayerischer Rundfunk muss wegen Corona-Fällen in der Redaktion die Radiosender Bayern 2 und B5 zusammenlegen, schreibt t-online.de. Die Sendefähigkeit des Informationsprogramms B5 aktuell sei "akut gefährdet". Am Donnerstag seien drei bestätigte Krankheitsfälle aufgetreten, positiv getestet sei zudem auch eine Moderatorin, die Kontakt mit dem Team von B5 aktuell hatte.
t-online.de

BR, ARD und SWR ändern ihr Programm wegen Corona-Schulschließungen.

Öffentlich-rechtliche Sender bauen ihr Programm für Kinder und Jugendliche aus, die wegen geschlossener Schulen zu Hause bleiben müssen: Der BR startet das Programm "Schule daheim", ARD-alpha zeigt montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr Lernformate, der SWR ab Montag täglich 8 Uhr den "Tigerenten Club spezial". Der WDR stellte als erster Sender das Programm um, er zeigt täglich vormittags die "Sendung mit der Maus".
sueddeutsche.de