Hör-Tipp: BR startet Podcast über Volkskomiker Karl Valentin.

Hör-Tipp: Der BR widmet Volkssänger und Komiker Karl Valentin einen siebenteiligen Podcast. In jeder Folge spricht Bayern2-Moderator Christoph Leibold mit Gästen u.a. über Valentins Verhältnis zu Frauen, seine Fixierung auf Krankheiten und sein Können als Musiker. Dazu gibt es thematisch passende Original-Aufnahmen aus dem BR-Archiv.
br.de

Markus Söder fordert Ministerpräsidenten zur Einigung beim Rundfunkbeitrag auf.

Rundfunkbeitrag: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ruft die Länder zur Einung auf. Es dürfe beim Rundfunkbeitrag keine Blockade geben, sagt Söder im BR. In Zeiten von Fake News brauche es "einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk". Der CSU-Chef attestiert der ARD "ein ganz neues Kostenbewusstsein", die Gebühren-Kommission KEF habe sich bei ihrem Vorschlag zur Erhöhung auf 18,36 Euro "sehr beschränkt".
br.de, welt.de

Thomas Gottschalk moderiert künftig nicht mehr regelmäßig im Radio.

Bayern 1 muss künftig ohne Thomas Gottschalk als regelmäßigen Radio-Moderator auskommen. Der Entertainer begründet seinen Rückzug mit persönlichen Gründen und scherzt on air, sein Arzt rate ihm davon ab "wie bisher einmal im Monat das Bett" zu verlassen. Für Sondersendungen stehe Gottschalk weiter zur Verfügung. Gottschalk hatte vor gut drei Jahren sein Radio-Comeback beim BR gegeben und war seitdem am jeden ersten Sonntag im Monat in einer Abendshow zu hören.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

BR-Stardirigent Mariss Jansons, 76, ist tot.

Mariss Jansons, 76, ist tot: Der Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und Leiter des BR-Chors starb in der Nacht zum Sonntag im russischen St. Petersburg. Jansons hatte beide Klangkörper 2003 übernommen. In den vergangenen Jahren musste er mehrfach Konzerttermine krankheitsbedingt absagen.
br.de, spiegel.de, twitter.com/BRSO (2-Min-Video)

Kef kritisiert zu hohe Gehälter beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Öffentlich-Rechtliche zahlen überproportionale Gehälter mahnt die Kef an und fordert niedrigere Personalkosten. Die Finanzkommission ließ die Gehälter der Rundfunkanstalten von einer externen Agentur mit anderen Unternehmen vergleichen. Während das Lohnniveau im Vergleich zu privaten Medienunternehmen ähnlich sei, würde die Verwaltung im Vergleich zu sonstigen öffentlichen Verwaltungen überproportional gut bezahlt. Insbesondere bei WDR, NDR, BR, HR und ZDF seit die Vergütung höher.
medienkorrespondenz.de, faz.net

Mitarbeiter von BR und WDR streiken.

DJV ruft die Mitarbeiter vom BR und WDR zum Warnstreik auf. Der Bayerische Rundfunk wird am Donnerstag und Freitag ganztägig bestreikt, der WDR ab Freitagmorgen um 4.00 Uhr. Anlass sind die festgefahrenen Tarif-Verhandlungen, die ARD-Anstalten wollen die Gehälter vom öffentlichen Dienst abkoppeln. In den vergangenen Monaten haben ARD-Mitarbeiter mehrfach gestreikt, das vom WDR produzierte "ARD-Morgenmagazin" musste streckenweise aus der Konserve senden.
bjv.de (BR), djv-nrw.de (WDR), turi2.de (Background)

turi2 edition #9: Rainer Maria Schießler predigt sonntags und dreht montags.


Mit Kreuz vor der Kamera: Rainer Maria Schießler ist katholischer Geistlicher – und eine kleine Medienberühmtheit. In Serien wie “München 7” und “Dahoam is dahoam” steht er als Schauspieler vor der Kamera und spielt meist sich selbst. Für die turi2 edition #9 spricht Tatjana Kerschbaumer mit dem alten Fernsehhasen über seine Mission, den Glauben und die katholische Kirche via Flimmerkiste menschlicher und beliebter zu machen. Lesen Sie das Porträt über Rainer Maria Schießler kostenlos hier als Online-Text oder im neuen, komfortablen E-Paper der “turi2 edition #9”.

Frühere BR-Franken-Chefin wirft Gremiumsmitglied sexuelle Belästigung vor.

BR: Kathrin Degmair, geschasste Leiterin des Studios Franken, wirft einem "hochrangigen BR-Gremiumsmitglied" vor, sie wiederholt verbal sexuell belästigt zu haben, berichtet die "Süddeutsche". Der Beschuldigte widerspricht. Degmair habe Intendant Ulrich Wilhelm bei ihrem Trennungsgespräch im Februar über den Vorfall informiert, zunächst ohne Details oder Namen zu nennen. Laut "SZ" ist Degmair freigestellt und bezieht ihr Gehalt bis Ende 2020.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Funk und ARD starten Talk-Rekordversuch: 72 Stunden auf Sendung.

Funk und ARD wollen das Prinzip "Nach müde kommt blöd" brechen und starten einen Talk-Rekordversuch: Vom 12. bis 15. November wollen die Macher des YouTube-Formats Das schaffst Du nie, Ariane Alter und Sebastian Meinberg, ununterbrochen senden. Pro Stunde stehen ihnen 5 Minuten Klo- und Kamerapause zu. Der Rekordversuch findet im Rahmen der ARD-Themenwoche "Zukunft Bildung" statt, er läuft online und bei ARD Alpha in voller Länge, in Auszügen im Ersten und BR Fernsehen. Der bisherige Talk-Rekord liegt bei knapp über 70 Stunden und wird vom syrischen Staatsfernsehen gehalten.
presseportal.de

DJV und Verdi störten Mittwoch zeitweise Sendebetrieb in ARD-Anstalten.

Streik: WDR kann das ARD-Morgenmagazin am Mittwoch aufgrund des Streiks von DJV und Verdi nur in einer vorproduzierten Fassung senden. Im BR-Hörfunk läuft Bayern 3 zeitweise auch auf den Wellen B2 und B5 aktuell, die "Abendschau" und die "Münchner Runde" entfallen. Die Radio-Übertragung des Champions-League-Auftakts des FC Bayern muss dem Streik komplett weichen.
"Süddeutsche Zeitung", S. 25 (Paid), turi2.de (Background)

DJV und Verdi rufen bei ARD-Sendern zum Streik auf.

ARD: DJV und Verdi wollen am Mittwoch bei ihrem bundesweiten "Aktionstag" die Radio- und Fernsehprogramme beim BR, NDR, SWR und WDR zeitweise stören. Die Gewerkschaften fordern eine Anhebung der Gehälter auf Basis des Tarifabschlusses beim öffentlichen Dienst. Die ARD-Anstalten kontern, sie verfügten nicht über die finanziellen Spielräume der Länder.
dwdl.de, djv.de

BR-Rundfunkrat will nur noch unbefangene Mitglieder haben.

BR-Rundfunkrat will seine Zusammensetzung reformieren, um Interessenskonflikte zu vermeiden. Kirchenvertreter Lorenz Wolf, Chef des Kontrollgremiums, fordert vom Landtag neue gesetzliche Bestimmungen zu Befangenheiten und Karenzzeiten. Auch die Zeitungsverleger sollen nicht mehr im Gremium vertreten sein. Anlass für den Wunsch nach Veränderung ist der Fall Helmut Markwort: Der "Focus"-Gründer sitzt als FDP-Abgeordneter im BR-Rundfunkrat, obwohl er selbst an Privatsendern beteiligt ist.
sueddeutsche.de

BR-Talkshow “Münchner Runde” sorgt wegen Beraterkosten intern für Ärger.


BR hat internen Ärger wegen Berater-Verträgen für eine Verjüngung der Talkshow "Münchner Runde", berichtet das "Handelsblatt". Regisseur Rolf Sturm und der frühere Servus-TV-Chefredakteur Robert Altenburger hätten insgesamt 170.000 Euro Honorar erhalten, dafür aber wenig geliefert. Die Zuschauer der "Münchner Runde" sind im Schnitt 73 Jahre alt. Künftig will der BR das Berater-Duo nicht mehr engagieren.
handelsblatt.com

BR strukturiert um.

BR unterscheidet ab Mitte 2020 nicht mehr in Hörfunk- und Fernsehdirektion. Der Sender will sich nach Inhalten organisieren, unter den Programmdirektionen Kultur und Information. In der Intendanz soll eine Stabsstelle Hörfunk Radioverantwortliche vernetzen. Der Sender hat 2018 rund 13,5 Mio Euro weniger aus Rücklagen benötigt als geplant und 25,6 Mio Euro Gewinn gemacht.
per Mail

Video-Tipp: Stefan Winterbauer trifft Ulrich Wilhelm zum “Sommerinterview”.

Meedia schickt Stefan Winterbauer zum Video-"Sommerinterview" mit ARD-Chef Ulrich Wilhelm (Foto). In knapp 30 Minuten fragt er Wilhelms Positionen zu aktuellen Themen und Kritik ab. Wilhelm lehnt eine Verengung des Auftrags von ARD und ZDF auf Kultur, Bildung und Information ab, bekräftigt seine Forderung nach einem an die Teuerungsrate angepassten Rundfunkbeitrag und kontert Kritik, dass die ARD vor allem Ältere erreiche.

Den Vorwurf politisch unausgewogener Berichterstattung sieht Wilhelm gelassen, weil es ihn schon in vordigitaler Zeit gab, will die Kritiker aber ernst nehmen. "Wir sind nie divers genug", sagt Wilhelm zur Frauenquote in Führungspositionen und sozialer Durchmischung der Redaktionen. Öffentliche Debatten sollten ARD-Journalisten - auch bei Twitter - eher abbilden, als selbst zum Akteur zu werden, sagt Wilhelm über twitternde Mitarbeiter. Selbst will der BR-Intendant nicht auf Twitter aktiv werden.
youtube.com (30-Min-Video), meedia.de

TV-Tipp: BR und das “Handelsblatt” zeigen Ausmaß von Audis Abgasaffäre.

TV-Tipp: Das Erste, Montag, 22.45 Uhr: Audi hat in der Abgasaffäre offenbar noch bis Anfang 2018 Diesel-Modelle verkauft, die unerlaubte Abschalteinrichtungen nutzen, sagen Recherchen vom "Handelsblatt" und dem BR. Die Autoren Arne Meyer-Fünffinger, Josef Streule und Lisa Wreschniok erhielten für "Die Story im Ersten: Der Fall Audi" Einsicht in vertrauliche Dokumente.
daserste.de

Bloggerin Marie Sophie Hingst hat auch BR und SWR Fake-Geschichten erzählt.

Fake-Bloggerin Marie Sophie Hingst hat auch den BR und den SWR getäuscht, berichtet Spiegel Online. In Radio-Interviews hat sie über eine frei erfundene Sexual-Beratung für junge Männer in Indien bzw. Flüchtlinge in Deutschland berichtet - wie auch bei Zeit Online und Deutschlandfunk Nova. In ihrem Blog erfand sie Holocaust-Opfer.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Es gibt kaum deutsche Journalismus-Podcasts, beobachtet Marcus Engert.

Podcasts über investigativen Journalismus sind in Deutschland noch rar, beobachtet Marcus Engert, Political Editor bei Buzzfeed. Das liege daran, dass Redaktionen für die Produktion immer eine zweite Person mitfinanzieren müssen, strittige Passagen kaum mehr aus der Welt geschafft werden könnten und beim Fernsehen noch immer das bessere Geld warte. Als Beispiel nennt er den BR-Podcast Aufgedeckt.
uebermedien.de

Bayerischer Rundfunk muss Radio-Spot der NPD senden.

Bayerischer Rundfunk muss eine umstrittene Wahlwerbung der NPD im Radio ausstrahlen. Das Verwaltungsgericht München entscheidet, der Spot sei nicht offenkundig volksverhetzend. Der BR wehrt sich, soll den Spot aber schon morgen ausstrahlen. Der RBB hingegen ist vor dem Oberverwaltungsgericht auch in zweiter Instanz erfolgreich und darf einen TV-Spot der NPD zur Europawahl ablehnen.
abendzeitung-muenchen.de (BR), tagesspiegel.de (RBB)

Update, 16:43 Uhr: RBB darf TV-Spot ablehnen.

Seine Doku zeigt die Kraft des linearen Live-Fernsehens, sagt Thomas Kufus.

Lese-Tipp Die Doku "24h Europe – The Next Generation" zeigt einen Tag in Europa von jungen Menschen. Arte, RBB, BR und SWR räumen dafür ihren kompletten Samstag frei. Produzent Thomas Kufus sagt im DWDL-Interview, sie sei "durchaus pro-europäisch", dennoch lassen er und sein Team radikale Aussagen, z.B. von Salafisten und Rechtsextremisten, unkommentiert stehen. Es gehe darum, ein "ungeschöntes Bild von der realen Situation" zu zeigen – das ihn selbst erschüttert habe. Er hoffe auf die Kraft des linearen Live-Fernsehens, die sich sonst nur noch bei Sportübertragungen entfalte.
dwdl.de, arte.tv (Trailer)

Zitat: Thomas Gottschalk hat keine Hoffnung, dass Lesen zu retten.

"Ich habe die Samstagabend-Unterhaltung nicht gerettet, von der ich sehr viel verstanden habe. Also werde ich auch das Lesen nicht retten, von dem ich relativ wenig verstehe."

Thomas Gottschalk debütiert im BR heute Abend als Literatur-Kritiker. Gottschalk liest macht er auch, um selbst einen Grund zum Lesen zu haben sagt er der "Augsburger Allgemeinen".
augsburger-allgemeine.de via stern.de

News-WG erklärt Weltpolitik mit den Mitteln von Instagram.

News-WG des Bayerischen Rundfunks versucht, mit persönlich erzählten Nachrichten und ein bisschen Quatsch, Instagram-Nutzer für Politik zu interessieren. Was in den Insta-Storys spontan aussieht, ist das Ergebnis stundenlanger Recherchen und Aufnahmen, erfährt Aurelie von Blazekovic beim Besuch in der WG, in der die beiden News-Hosts Helene Reiner und Max Osenstätter auch wohnen.
sueddeutsche.de, instagram.com/news_wg

BR-Rundfunkrat lehnt Helmut Markwort als neues Mitglied ab.


Radio kills the Rundfunkrat-Star: Die FDP will, dass Helmut Markwort einen Platz im neuen BR-Rundfunkrat bekommt, der lehnt ab. Das Aufsichtsgremium des Senders sieht einen Konflikt mit dem Bayerischen Rundfunkgesetz, u.a. wegen möglicher Interessenkonflikte wegen Markworts Radio-Beteiligungen und -Aktivitäten. Der Rundfunkrat fordert vom Landtag, ein anderes Mitglied zu entsenden. "Focus"-Gründer Markwort kritisiert die Entscheidung scharf und widerspricht ihr in einem Schreiben seines Anwalts. Der Bayerische Rundfunk wolle "sich seine Kontrolleure selbst aussuchen".
t-online.de

BR gibt Institut für Zeitgeschichte NSU-Prozessdoku für Forschung.

BR übergibt Institut für Zeitgeschichte 10.000 Seiten Gerichtsprotokolle aus dem NSU-Prozess zu Forschungszwecken. Die Forscher wollen um Fakten und Zusammenhänge einordnen. In Deutschland gibt es keine offiziellen Gerichtsprotokolle. Ein ähnliches Projekt gibt es von den "Süddeutsche"-Kollegen: Sie haben ihre Protokolle in Buchform veröffentlicht.
br.de, turi2.de (Background)

ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm will nicht nur in der Nische senden.


Nicht nur Nische: Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks und amtierender ARD-Vorsitzender, blickt gespannt auf 2019. Dann entscheiden die Länder wie der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks künftig sein soll. "Über allem steht, dass die Rundfunkfreiheit gewährt bleibt", sagt Wilhelm im Interview mit turi2.tv heute in München. Nicht minder wichtig ist ihm, dass die ARD nicht zum Informations- und Kultur-Nischenprogramm zusammengestutz wird, sondern auch künftig Filme, Sport und Unterhaltung zeigen darf: "Alles gehört zum Leben und die einzelnen Sendungen kann man auch nicht glasklar nur einer bestimmten Kategorie zuordnen".

"Ermutigend" nennt Wilhelm das Ergebnis der Volksabstimmung über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Schweiz: "Wenn das anders ausgegangen wäre, hätte das sicher auch eine Wirkung gehabt für die Diskussion in Deutschland." Hierzulande stellt er erfreut fest, dass das "Vertrauen in die etablierten Medien, auch in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wieder steigt". Über die Einigung mit den Verlagen, was ARD und ZDF online dürfen, ist Wilhelm froh und sieht sich im gemeinsamen Kampf gegen Facebook & Co: "Ein überwölbendes gemeinsames Interesse ist glaube ich ein guter Hintergrund, um gut auszukommen."
turi2.tv (5-Min-Video)

Meinung: ARD-Anstalten stehen sich bei Recherche-Kooperationen selbst im Weg.

ARD könnte Recherchen mit einer gemeinsamen Investigativ-Sendung wuchtiger präsentieren, meint Ulrike Simon, kennt aber auch den Haken: die ARD. Vor der Vereinigung der sechs Polit-Magazine würden Bedenkenträger-Arbeitsgruppen das meiste zerreden. Also kooperieren öffentlich-rechtliche Redaktionen verstärkt mit externen Partnern.
spiegel.de (Paid)

“Spiegel” zeigt die Wahlkampf-Welt des Helmut Markwort.

Fakten, Fakten, Fakten: Der "Spiegel" begleitet Helmut Markwort in die bayerische Provinz zu einem Wahlkampfauftritt. Der frühere "Focus"-Chef tritt auf wie eine Mischung aus Guido Westerwelle und bayerischem Trump: Er geht mit einem gelben Faktomobil auf Stimmenfang für die FDP, was seinen Streit mit dem BR über ein Wahlkampf-Plakat angeht, gibt er sich uneinsichtig, schreibt Alexander Kühn.
"Spiegel" 40/2018, S. 75 (Paid)

BDZV-Präsident Döpfner unterstützt Idee eines “europäischen YouTube”.

Europäisches YouTube: Der Vorstoß von ARD-Chef Ulrich Wilhelm (Foto) rennt bei den Zeitungsverlegern offene Türen ein. Der BDZV "verfolge interessiert" die Idee einer Plattform, die unabhängig von den US-Konzernen ist, sagt Mathias Döpfner. Unklar ist Döpfner, wie Öffentlich-Rechtliche und private Unternehmen zusammen daran arbeiten könnten, ohne dass die Systeme verschmelzen. Wilhelm schlägt beim Zeitungskongress vage vor, Öffentlich-Rechtliche könnten ihre Videos beisteuern - und die Verlage die Einordnung dazu.
turi2 vor Ort beim Zeitungskongress, turi2.de (Background)

BR-Intendant Wilhelm sieht den Staat in der Pflicht, europäische Plattform zu initiieren.

Europäische Medienplattform: BR-Intendant Ulrich Wilhelm sieht den Aufbau einer Plattform, die Funktionen von YouTube, Facebook und Google kombiniert, aber nach europäischen Regeln arbeitet, als staatliche Aufgabe, sagt er im "Handelsblatt"-Interview. So wie das US-Militär einst Brutstätte des Internets war, könnten Deutschland und Frankreich Motor sein, um "mit weniger als 50 Mio Euro" "rasch, ohne große Bürokratie" einen Prototypen zu entwickeln. Die Trägerschaft müsse am Ende in unabhängiger Hand liegen, Rundfunkgebühren sollen nicht fließen.
handelsblatt.com (Paid)

Lese-Tipp: Ex-BR-Redakteurin Isabel Mühlfenzl überraschte die Wirtschaftswelt.

Lese-Tipp: Isabel Mühlfenzl, 91, war 1961 die erste Frau in der Wirtschaftsredaktion des Bayerischen Rundfunks. In der männlich dominierten Wirtschaftswelt hat sie manche Interview-Partner überrascht, weil diese "Dr. Mühlfenzl und nicht seine Sekretärin" erwarteten, schreibt Lea Binzer in ihrem Porträt. In den USA hat Mühlfenzl amerikanischen Monetarismus kennengelernt, in Deutschland Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl in Wirtschaftsfragen beraten. 2014 hat sie einen alten Bahnhof gekauft und renoviert.
"Süddeutsche Zeitung am Wochenende", S. R6 (Paid)

Basta: Helmut Markwort übt sich als Auktionator.

Öffentlich-rechtliche Finanzspritze: Helmut Markwort sammelt aktuell Gelder für seinen Wahlkampf für die Landtagswahlen in Bayern. Bei einem Abendessen übte er sich zu diesem Zwecke als Auktionator und versteigerte u.a. eine Rolle in einer BR-Fernsehserie. Markwort, der für seine Politik-Karriere die Moderation seines Sonntags-Stammtischs beim BR abgeben musste, sieht darin kein Problem.
sueddeutsche.de

Securitel entwickelt Kriminalmagazin für Bayerischen Rundfunk.

Bayerischer Rundfunk soll ein wöchentliches Kriminalmagazin bekommen. Securitel, Produktionsfirma des ZDF-Klassikers Aktenzeichen XY … ungelöst, entwickelt die Reihe. Die nach Aktenzeichen-XY-Gründer Eduard Zimmermann benannte Redaktion Eduard Zimmermann - Deutsche Kriminal-Fachredaktion ist eine Tochter von Securitel.
"New Business" 29/2018, S. 32 (Paid), turi2.de (Background)

Gericht: BR muss keine Beleidigungen auf Facebook dulden.

BR siegt vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht im Rechtsstreit mit einem Nutzer, den der Sender sperrte. Das Gericht sagt zwar, dass alle Nutzer Anspruch auf die Kommentarfunktion hätten und ein Verweis auf die Netiquette keinen Ausschluss rechtfertige. Der Nutzer habe aber andere beleidigt und den Diskussionsverlauf nachhaltig gestört. Die Meinungsfreiheit gelte dabei nicht. Seiten-Betreiber müssten bei mehrfachen Beleidigungen nicht jeweils den Kontext prüfen und die strafrechtliche Relevanz bewerten.
skwschwarz.de