“Focus” holt die Fakten zurück in seinen Claim.

Burda schraubt an der Eigenwerbung für den "Focus" und holt die Fakten zurück: "Focus – hier sind die Fakten", lautet der neue Claim des Nachrichten-Magazins, der an "Fakten, Fakten, Fakten" von Gründer Helmut Markwort erinnert. Die Kampagne von der Agentur Vasataschröder feiert mit der Ausgabe, die heute Abend erscheint, Premiere. Sie soll in TV, Hörfunk, Print und Online laufen und umfasst u.a. auch einen neuen Image-Spot. "Die Bedeutung von unabhängigem, faktenbasiertem Qualitätsjournalismus wird durch die Digitalisierung und einem sehr schnellen Medienkonsum stetig relevanter. 'Focus' hilft, sich auf Basis von objektiv vermittelten, relevanten Informationen eine Meinung zu bilden", zitiert wuv.de Manuela Kampp-Wirtz, Chief Publishing Officer des Burda-Verlags.
wuv.de, youtube.com (25-Sek-Spot)

“Horizont”: Philipp Welte teilt scharf gegen deutsche Politik und US-Riesen aus.


Einer gegen alle: Burda-Vorstand Philipp Welte schießt im Interview mit "Horizont" schärfer denn je gegen die US-Tech-Riesen, gegen die deutsche Politik und fordert von der Verlagsbranche ein "neues Denken". "Wir sind nur noch ein kleiner Teil des Werbemarktes, aber wir sind unverzichtbar für das Funktionieren unserer Demokratie", sagt Welte im Gespräch mit Jürgen Scharrer. Diese Rolle könne die Branche nur wahrnehmen, wenn "wir unsere Inhalte auch in Zukunft weiter unabhängig finanzieren können". Der Politik wirft Welte vor, mit den sozialen Netzwerken zu flirten – etwa wenn Angela Merkel ihre Botschaften lieber selbst bei YouTube verbreitet, statt sich kritischen Interviews zu stellen. Welte beklagt bei der Politik fehlendes Verständnis für die wirtschaftlichen Bedingungen, die die Verlagsbranche braucht – als Beispiel gilt ihm die gescheiterte Förderung der Zeitungs- und Zeitschriften-Zustellung.

Welte nimmt auch Stellung zum Umbau bei Gruner + Jahr unter dem Dach von RTL: "Gruner + Jahr war für Burda immer der Nummer-1-Wettbewerber, an dem wir uns gemessen haben." Er hofft, dass der Konkurrent aus Hamburg der Verlagsbranche und "unserem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger" erhalten bleibt und plädiert für mehr organisatorische Zusammenarbeit bei gleichzeitigem "publizistischen Wettbewerb". Als möglichen neuen Kooperations-Partner bringt Welte den Zeitungs-Vermarkter Score Media ins Spiel. Er kann sich eine Zusammenarbeit in der Werbewirkungsforschung und die Entwicklung gemeinsamer Reichweiten-Produkte vorstellen.
"Horizont" 37/2021, S. 8-9

Burda Forward eröffnet Büro an der Ahr.

Nach der Flut: Burda Forward eröffnet ein Büro in Ahrweiler. Von dort aus begleiten Burda-Marken wie Focus Online oder Bunte.de den Wiederaufbau nach der Flutkatas­trophe. Gebündelt unter dem Label Die Flutreporter. Das zehnköpfige Team soll dabei insbesondere die Rolle des Katastrophen­schutzes kritisch hinterfragen und in einer fortlaufenden Serie Verbesserungs­ansätze aufzeigen. Das Büro in Ahrweiler dient zudem als Anlaufstelle für Betroffene. Laut Burda ist die Präsenz zunächst unbefristet.
presseportal.de

Burda startet neues Premium-Wohnmagazin “Villa”.

Burda bringt am 20. Oktober sein neues Premium-Wohnmagazin "Villa" auf den Markt. Chefredakteur ist Klaus Dahm, der im Heft "cooles Wohnen und Naturerlebnis" verbinden will. Er übernimm den Posten zusätzlich zu seiner Tätigkeit des Co-Chefredakteurs beim Apothekenheft "My Life". "Villa" soll ab 2022 quartalsweise erscheinen und kostet 6,90 Euro. Das Heft startet mit 100.000 Auflage.
burda.com, clap-club.de

Burda investiert in Tiergesundheits-Startup Felm.

Verlag meets Tier: BurdaPrincipal Investments beteiligt sich an einer Finanzierungsrunde über insgesamt 15 Mio Euro am Tiergesundheits-Startup Felmo. Burda will das Berliner Startup "in der nächsten Wachstumsphase zu unterstützen und die Internationalisierung vorantreiben", sagt Christian Teichmann, Chef von Burda Principal Investments. Felmo listet in seiner App u.a. mobile Tierärzte.
burda.com, felmo.de

Lese-Tipp: Die “Bunte” verliert mit Tanja May eine “selten talentierte Promiranschmeißerin”.

Lese-Tipp: Die "Bunte" verliert durch den Abgang von Vize-Chefredakteurin Tanja May eine selten "talentierte Promiranschmeißerin", schreibt Laura Hertreiter. May sei "mit einem Ehrgeiz, der selbst für Boulevardverhältnisse ohne Grenzen ist" gesegnet und "für prominente Deutsche mit Marketingbedürfnissen seit Jahren die Frau für den kalkulierten Seelenstriptease". Ihr noch nicht offiziell bestätigter Wechsel zur "Bild" könnte auch an "Bunte"-Chef Robert Pölzer liegen, der auf "weniger Sex, mehr Krebs" setze.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Konstanze Hacke wird 52.


Wir graturilieren: Konstanze Hacke, Inhaberin der Agentur konstanzemedia und früher bei Burda fürs Business Development verantwortlich, feiert heute ihren 52. Geburtstag – mit Bier und Burgern im Garten in Hamburg. Unser Foto zeigt sie allerdings in ihrem Lieblingsurlaubsland Frankreich auf einer Fahrradtour. Heute verbringt sie den Tag mit "Familie und Freunden".

Im Corona-Jahr fand sie "die Entfaltung von Karl Lauterbach" besonders bemerkenswert "seine Tweets sind (m)eine tägliche Bereicherung", schreibt Hacke. Im neuen Lebensjahr freut sie sich auf “mutige & kreative Ideen, die nicht gleich zerpflückt werden”. Gratulationen nimmt sie per E-Mail oder Linked-in entgegen.

Meinung: DLD-Wanderung könnte Vorbild für andere Netzwerk-Events sein.

Wanderzirkus: Burdas Technologie-Konferenz DLD hat aus der Pandemie-Not eine Tugend gemacht und zur Bergwanderung geladen. Nele Husmann sieht daran die Zukunft des Netzwerkens: Gehen helfe den Gedanken auf die Sprünge, statt Test, Abstand und Masken verspreche eine Wanderung an der frischen Luft mit neuen Gesichtern "eine Rückkehr in die sorglose Welt, eine echte Befreiung".
"Wirtschaftswoche" 28/2021, S. 92 (Paid), instagram.com (Bilder der Wanderung)

Burda übernimmt Content-Agentur C3 komplett.

Ohne Kircher Burkhardt: Lukas Kircher und Rainer Burkhardt verkaufen ihre restlichen 15 % an der Content-Agentur C3 an Burda und ziehen sich damit komplett aus dem einstigen Joint-Venture zurück. Operativ sind die beiden Mitgründer schon seit zwei Jahren bei C3 ausgestiegen, sagt Adel Gelbert in "Horizont". Mit der Komplett-Übernahme durch Burda soll sich strategisch nichts ändern. Gelbert kündigt aber an, für weitere Agentur-Übernahmen und Partnerschaften offen zu sein: "Wir führen Gespräche in alle Richtungen." Dass der Konkurrent Territory nun – ähnlich wie C3 schon länger – mit Beratung Geld verdienen will, sieht der C3-Chef ganz unbescheiden als "Bestätigung unseres Weges".
horizont.net (Paid), turi2.de (Background Territory)

Burdas BCN vermarktet Nachbarschafts­netzwerk nebenan.de.

Werbung von nebenan: Der Burda-Vermarkter BCN startet die Vermarktung des Nachbarschafts­netzwerks nebenan.de, an dem Burda beteiligt ist. Werbekunden können ihre Inhalte durch native Einbettung hyperlokal bis auf Straßenebene genau platzieren. Nebenan.de hat nach eigenen Angaben 1,9 Mio Nutzerinnen.
burda.com, horizont.net (Paid), turi2.de (nebenan.de in der turi2 edition #6)

Wir graturilieren: Burkhard Graßmann wird 55.


Wir graturilieren: Burkhard Graßmann, Chief Marketing Officer des Burda-Verlags, feiert seinen 55. Geburtstag – im kleinen Kreis mit Freunden und "endlich wieder im Restaurant". Das Beste am abgelaufenen Jahr war für Graßmann, zu sehen, wie sich die Natur im Zuge der Corona-Maßnahmen erholt hat. Dies sei eine echte Chance für den Planeten, "wenn sich das Verhalten der Menschen langfristig ändert". Über seine "stete Ungeduld in allen Belangen" hat sich Graßmann zuletzt geärgert, "ich werde sie nicht los". Für das kommende Jahr möchte er weiterhin dem Dichter Heinrich Heine recht geben, wenn der sagt: "Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste." Glückwünsche sind über E-Mail willkommen.

Meinung: Politik hat bei der “Monopolisierung des Internets” lange “regungslos zugeschaut”.

Endlich aufgewacht? Tech-Giganten wie Google und Facebook hätten ihre wachsende Macht jahrelang "ungeniert ausgespielt", die Politik habe dabei "staunend zugeschaut oder einfach weggesehen", schreibt Burda-Vorstand Philipp Welte im "Focus". Inzwischen scheint in Berlin und Brüssel aber ein Umdenken eingesetzt zu haben, was er u.a. an dem neuen Leistungsschutzrecht festmacht. In Kombination mit dem "handfesteren Wettbewerbsrecht" werde dieses "zum wirksamen Werkzeug" für "wirklich jedes Medienunternehmen", wenn es um die Durchsetzung von Rechten gegenüber den "Megaplattformen" geht.
"Focus" 23/2021, S. 46 (Paid), turi2.de (Background)

Hören Nachbarschaftsnetzwerke schon den Leichenwagen anrollen, Ina Remmers?

Lese-Tipp: Eine gute Nachbarschaft macht gesellschaftlich einen "echten Unterschied" und ist systemrelevant – nicht nur in Krisenzeiten, schreibt Nebenan.de-Gründerin Ina Remmers von Burda in der turi2 edition #14. Eine gute Nachbarschaft halte zusammen und helfe einander aus. Auf ihrer Plattform träfen sich all diejenigen, "die keine Lust haben auf Hate Speech, Selbstinszenierung und Echokammern".
issuu.com (kostenloses E-Paper), turi2.de (künftige E-Paper bestellen)

Burdas “Klimagazin” erscheint als Beilage in “Focus”-Titeln und “Chip”.

Burda will sein "Klimagazin" im Rahmen der Initiative For Our Planet künftig zweimal jährlich rausbringen. Es erscheint erstmals am 29. Mai als Beilage im "Focus", am 2. Juni in "Focus Money" und am 4. Juni in "Chip". Als Autoren hat der Verlag u.a. die Umweltjournalisten Fabian Franke und Volker Kühn gewinnen können. Das Magazin entsteht in Zusammenarbeit mit der Kreativagentur C3, die auch "Focus Business" produziert.
burda.com, turi2.de (Background)

DLD kooperiert mit dem Founders Forum und Viva Tech.

Drei sind 'ne Party: Burda verheiratet seine Innovationskonferenz DLD mit dem Founders Forum in Großbritannien und der Viva Tech in Paris. Die Konferenzen kooperieren künftig bei Content, Werbung und Marketing. Ihren Charakter und ihre Communities wollen sie je beibehalten. DLD-Chefin Steffi Czerny sagt: "Wir leben in einer Zeit, in der Zusammenarbeit wichtiger ist als Wettbewerb."
burda.com

Zitat: Philipp Welte erinnert an die Rolle des Journalismus im Kampf gegen Antisemitismus.

"Es ist Teil unserer Verantwortung in dieser Republik, Antisemitismus als solchen zu benennen. Wer ihn verschweigt, übersieht oder als legitimen Ausdruck der Meinungsfreiheit verharmlost, verrät viel mehr als nur die Ideale des Journalismus. Er verrät die Wurzeln unserer Demokratie."

Burda-Vorstand Philipp Welte appelliert in einem Beitrag in der "Bild" an die "besondere Verantwortung" der Medien im Kampf gegen Antisemitismus.
bild.de

“Wirtschaftswoche”: Die Hälfte der “ADAC Motorwelt” bleibt an Abholstellen liegen.

Geldverbrenner: Der ADAC bleibt offenbar auf der Hälfte der Auflage seines Magazins ADAC Motorwelt sitzen, berichtet die "Wirtschaftswoche". Von den 4 Mio gedruckten Heften pro Ausgabe würden nur 2 Mio von Mitgliedern abgeholt, sagen Insider. Der ADAC will die Zahlen weder dementieren noch bestätigen. Bei Burda, das die Vereinspostille seit gut einem Jahr im Auftrag des ADAC produziert und vermarktet, werde gewitzelt "Das liegt rum wie Blei", hört "Wiwo" aus Verlagskreisen. Seit 2020 bekommen die Mitglieder das Vereins-Magazin nicht mehr zugeschickt, sondern müssen es gegen Vorlage des ADAC-Clubausweises in den Supermärkten von Edeka und Netto oder in den ADAC-Geschäfts­stellen abholen. Statt monatlich erscheint das Heft nur noch viermal im Jahr.

Der ADAC lässt wissen: "Mit der im Jahresverlauf sehr positiven Entwicklung sind wir angesichts der Rahmenbedingungen, die teilweise stark durch die Pandemie bestimmt wurden, sehr zufrieden." Die Mitglieder reagierten auf das neu gestaltete Magazin "ausgesprochen positiv". Auch Burda zeigt sich "sehr zufrieden" mit der Kooperation. Das Blatt sei "in der Marktbetrachtung eine sehr erfolgreiche Neueinführung", teilt der Verlag auf "Wiwo"-Anfrage mit. Die "ADAC Motorwelt" war bis Ende 2019 mit mehr als 13 Mio Auflage das größte Magazin Europas. Produktion und Versand verschlangen 90 Mio im Jahr, nur 30 Mio Euro davon kamen durch Anzeigen wieder rein.
wiwo.de, wiwo.de (Langfassung, Paid), turi2.de (Background)

Hatice Akyün wird Editor at Large bei Burdas “Esquire”.

Burda verpflichtet Journalistin und Autorin Hatice Akyün als Editor at Large des Lifestyle-Magazins Esquire. In dieser Rolle soll sie als freie Mitarbeiterin "ressort­übergreifend zu gesell­schafts­relevanten Themen schreiben". Akyün schreibt u.a. für den "Tagesspiegel". Ihr auto­bio­grafischer Bestseller Einmal Hans mit scharfer Soße wurde 2013 fürs Kino verfilmt.
wuv.de

Tom Bureau wird Chef von Burda International.

Bureau für Burda: Tom Bureau (Foto), 52, wird Chef von Burda International, das die Aktivitäten des Medien- und Technologieunternehmens im Ausland bündelt. Er übernimmt von Martin Weiss, der sich künftig auf seinen Posten als Burda-Vorstandsmitglied konzentriert. Bureau soll das Burda-Wachstum in Europa und Asien beschleunigen. Er bleibt Vorstandsvorsitzender von Immediate Media, der Special-Interest-Tochter von Burda in Großbritannien.
burda.com, new-business.de

Burda kauft den polnischen Online-Shop Cocolita.pl, will rund 55 Mio in Polen investieren.


Go east: Burda will sein Engagement in Polen ausweiten und in den nächsten fünf Jahren insgesamt rund 55 Mio Euro investieren. Der Verlag plant einen Standort für neue Technologien und E-Commerce in Rzeszów im Südosten Polens. Als einen ersten Schritt der Investitionspläne steigt Burda mit einer Mehrheitsbeteiligung bei der E-Commerce-Plattform Shoko ein, die den Onlinestore Cocolita.pl betreibt. Cocolita.pl verkauft insbesondere Beauty-Produkte. Das bisherige Managementteam um Gründer Hubert Gorecki bleibt an Bord, das Unternehmen soll weiter eigenständig operieren. Das Kartellamt muss der Übernahme noch zustimmen.

Martin Weiss (Foto), Burda-Vorstand und Chef der Sparte BurdaInternational, sagt zu den Plänen: "Polen war schon immer ein wichtiger Markt für uns, der jetzt durch unsere geplanten Investitionen von rund 55 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird." Zur Übernahme von Cocolita.pl sagt er. "Während unser Verlagsgeschäft ein wichtiger, integraler Bestandteil unseres Geschäftes in Polen bleiben wird, ermöglicht uns die Investition in Cocolita, unsere digitale Transformation zu beschleunigen."
burda.com

Agof: n-tv und “Spiegel” machen Bild.de Konkurrenz.

Agof im März: Die Reichweiten-Statistik beschert Burdas "Mein schöner Garten" einen Zuwachs von 83,3 % im Vergleich zum Februar. Am stärksten nach unten geht es mit -34,2 % für vip.de. An der Spitze gibt es kaum Veränderung bei den täglichen Unique Usern: Bild.de verliert zwar Reichweite (-4,9 %), bleibt aber auf Platz 1, gefolgt von n-tv (+9,2 %) und dem "Spiegel" (+6,8 %).
meedia.de (Paid)

Thomas Tuma wird Chefautor beim “Focus”.

Neuer Arbeitsfocus: Burda holt Thomas Tuma zum "Focus". Beim Nachrichtenmagazin besetzt er die neu geschaffene Position des Chefautors und schreibt als solcher "ressortübergreifend zu wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Themen". Tuma wird zugleich Mitglied der "Focus"-Chefredaktion. Bis Ende 2020 war Tuma stellvertretender Chefredakteur beim "Handelsblatt" und verantwortete dort auch das "Handelsblatt Magazin". Zuvor wirkte Tuma bereits für den "Spiegel" und der "stern".
burda.com, turi2.de (Background)

Jan Böhmermann nimmt Klatschblätter auseinander.


Regenbogen-Schelte: Jan Böhmermann knöpft sich im "ZDF Magazin Royale" das Geschäft der Klatschzeitschriften und deren Verlage vor. Kern des Geschäftsmodells sei es, "ein Fitzelchen Wahrheit zur größtmöglichen Skandalschlagzeile aufblasen, sodass es gerade eben noch juristisch erlaubt ist". Besonders Burda, Bauer, Funke und Klambt bekommen ihr Fett weg. Nebenbei schießt Böhmermann aber auch gegen Gruner + Jahr und Springer, die bei der Verlags-Initiative Best4 miteinander kooperieren.

Namentlich genannt und zum Teil zitiert werden vor allem Burda-Vorstand Philipp Welte und sein Verleger Hubert Burda, Klambt-Verleger Lars Rose und Bauer-Verlegerin Yvonne Bauer. Daneben werden Stephan Schäfer von Gruner + Jahr und Jan Bayer von Springer erwähnt, sowie der bei Bauer bereits ausgeschiedene Jörg Hausendorf.

Die Vorwürfe gegen die Regenbogenblätter und die Fälle, die Böhmermann bespricht, sind zum größten Teil bekannt. Neu ist, dass Böhmermann den Spieß umdreht und am Samstag ein Klatschblatt über die Verlegerinnen an den Kiosk legt. Das "Freizeit Magazin Royale" kommt mit 32 Seiten und 500.000 Auflage und enthält "Qualitätstragödien, Schocknachrichten und Horror-Diagnosen" über die Zeitschriften-Macherinnen von Bauer, Burda, Funke, Klambt und Co. Die Titel-Zeile "Wie er mit Intrigen, Inzucht und Inkontinenz Millionen machte" über "Verleger-König" Hubert Burda gibt den Ton vor. In der Online-Ausgabe sind alle Fotos und Geschichten über die Verlegerinnen vorsorglich geschwärzt. Das Print-Heft lässt sich auch im Online-Shop bestellen.
youtube.com (18-Min-Video), uebermedien.de, br.de, shop.freizeitmagazinroyale.de, turi2.de (Background)

VDZ und BDZV werten staatliches Gesundheitsportal als “presse­rechtlich fatalen Tabubruch”.


Ungesundes Engagement: Die Verleger-Verbände VDZ und BDZV legen im Streit um das staatliche Gesundheitsportal gesund.bund.de nach. Es sei "ein presserechtlich fataler Tabubruch", dass ein Bundesministerium ein eigenes Fachmedium mit vollwertiger redaktioneller Berichterstattung über Gesundheitsfragen betreibe. Das Portal von Gesundheitsminister Jens Spahn sei "mit der Staatsfreiheit der Medien nicht vereinbar" und stelle "einen politisch verwerflichen Eingriff in den freien Pressemarkt dar", wettern die Lobby-Verbände anlässlich der Anhörung zum Gesetzentwurf des "Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetzes".

VDZ und BDZV fordern, das Portal auf Informationen über das "gesundheits­politische Regierungs­handeln" sowie "anlass­bezogene Gesundheits­informationen" zu beschränken, statt "umfassende presse­mäßige Information über beliebige Gesundheits­fragen" zu liefern. Strittig war zuletzt auch die Kooperation mit Google, die dem Portal eine bevorzugte Anzeige in der Suchergebnissen garantiert hat. Burdas Netdoktor hatte dagegen geklagt, das Landgericht München hat die Kooperation untersagt. Google hat seinen Einspruch gegen das Urteil inzwischen zurückgezogen.
bdzv.de, horizont.net (Paid)

Focus Online steigert Verweildauer mit konstruktivem Journalismus.

Good News are good News: Focus Online will konstruktiver werden und misst mit einem KI-Tool die Nützlichkeit von Texten. Mitarbeitende sehen unmittelbar, wie die KI ihre Texte bewertet, erklärt Florian Festl bei Horizont.net. "Wir haben keine konstruktive Schere im Kopf", sagt der Chefredakteur. Er will nicht nur auf die "negative Abweichung vom Normalen" fokussieren, sondern auch auf Positives den "Scheinwerfer richten". Im konstruktiven Ressort "Perspektiven" liege die Verweildauer "mehr als 100 % über dem Durchschnitt".
horizont.net (Paid)

Business Insider: Google knickt im Streit um das Bundes-Gesundheitsportal ein.


Rückzug: Google zieht im Rechtsstreit um das Gesundheitsportal gesund.bund.de seinen Einspruch zurück, berichtet "Business Insider". Gerichtsurteile hatten im Februar bestätigt, dass die Kooperation des Internet-Giganten mit der Bundesregierung einem Kartellverstoß entspreche und gaben somit einer Klage des Burda-Verlags statt. Google wollte das ursprünglich nicht auf sich sitzen lassen.

Jetzt knickt Google laut Business Insider doch ein und macht einen "überraschenden" juristischen Rückzieher. Der Tech-Konzern wird auch die Kosten des Verfahrens tragen. Bei der Kooperation ging es darum, dass Google Gesundheitsinformationen des staatlichen Portals bei Suchanfragen bevorzugt anzeigt. Sowohl Burdas Portal Netdoktor.de als auch der Wort & Bild Verlag sehen sich dadurch benachteiligt.
businessinsider.de, turi2.de (Background)

Procter & Gamble und Burda starten Ü-50-Kampagne.

FSK 50: Procter & Gamble und Burda wollen mit seiner neuen Kampagne ab Ostern "Glücksmomente mit Oma und Opa" zeigen. 100 ausgewählte Botschafterinnen, die sich zuvor bewerben konnten, posten in einer Social-Media-Kampagne unter dem Hashtag #GemeinsamStärker. Begleitet wird die Kampagne u.a. in den Burda-Medien SuperIllu und Freizeit Revue, in denen passende Artikel sowie Werbeanzeigen erscheinen.
burda.com

gesund.bund.de: Philipp Welte befürchtet “verfassungswidrige Staatspresse”.

Gesundheit: Burda-Vorstand Philipp Welte macht seinem Ärger über Jens Spahns Gesundheitsportal gesund.bund.de auf der letzten Seite des "Handelsblatt" Luft. In dem ganzseitigen Gastkommentar kritisiert er einen entsprechenden Gesetzesentwurf, der eine "gesetzliche Legitimation" für das Angebot sucht. Welte befürchtet die "verfassungswidrige Einführung der Staatspresse durch den Nebeneingang der Gesundheitsinformation", die Regierung bastle an "ihrem eigenen digitalen Staatsmonopol". gesund.bund.de soll um Funktionen wie eine Arztsuche oder ein Buchungssystem für Video-Sprechstunden erweitert werden, obwohl es dafür bereits viele unternehmerische Angebote im Markt gebe: "Woher nimmt sich der Staat das Recht, vorsätzlich in den Wettbewerb mit allen 'Digital Health'-Unternehmen in Deutschland einzugreifen?" Auch die "Zwangsverheiratung" von gesund.bund.de mit der elektronischen Patientinnenakte oder dem E-Rezept sieht Welte kritisch, da Nutzerinnen in beiden Applikationen über Links ausschließlich auf das Portal gelenkt würden.

Im Februar hatte Burda gegen eine geplante Zusammenarbeit vom Gesundheitsministerium und Google in einem Eilverfahren geklagt, weil gesund.bund.de in Google-Suchen bevorzugt angezeigt werden sollte. Das Landgericht München hatte dem Verlag recht gegeben und die Kooperation als Kartellverstoß bewertet.
"Handelsblatt", S. 64 (Paid), turi2.de (Background)

“For Our Planet”: Burda startet Nachhaltigkeits-Initiative.

Im Grünen Bereich: Burda will mit der Initiative For Our Planet den Blick für den globalen Klimawandel schärfen. Der Verlag plant in seinen Medien Klima-Schwerpunkte und veröffentlicht einmalig ein "Klimagazine". Eine begleitende Anzeigen-Kampagne zeigt Bilder bedrohter Landschaften und Tiere. Für die Umsetzung holt Burda Sweelin Heuss von Greenpeace, sie war bisher für die Medien der Umweltorganisation zuständig.
burda.com

Basta: Offenburger CDU will Burda die Bushaltestelle nehmen.

Bur da, Bus weg: Die CDU im Offenburger Gemeinderat will die Bushaltestelle "Burda" verlegen. Mit 18 Stufen auf dem Weg dorthin sei die Haltestelle ein "Barriere­monster", zudem sei die Zahl der busfahrenden Burda-Beschäftigten rückläufig. Für Mitarbeiterinnen, denen der Weg vom neuen Haltepunkt zu weit ist, kann Burda ja den Helikopter-Shuttle reaktivieren.
badische-zeitung.de