Paul-Bernhard Kallen sieht Burda trotz Corona auf gutem Kurs und fordert eine europäische Digital-Infrastruktur.


Auf Kurs: Burda ist an der Corona-Krise offenbar nur mit einer Delle vorbeigeschrammt. "Wir haben im ersten Halbjahr mehr oder weniger den gleichen Umsatz gemacht wie 2019. Es gab also keinen Einbruch", sagt Burda-Vorstandschef Paul-Bernhard Kallen im "Handelsblatt"-Interview. Das geplante Wachstum von 4,5 % sei jedoch ausgeblieben. "Wachstum und Aufräumen" standen bei Burda schon vor Ausbruch der Corona-Krise im Vordergrund, sagt Kallen, daher sei der Verlag "mit einem gewissen Kostenvorteil ins Jahr gestartet", der "manches abgefedert" habe. Das klassische Anzeigengeschäft sei rückläufig, aber "nach wie vor lukrativ", mache mit 3 bis 4 % jedoch "einen sehr geringen Anteil am Konzern­umsatz" aus. Das Tourismus- und Eventgeschäft dagegen ist auch bei Burda komplett weggebrochen. Kallen glaubt jedoch, dass Reisen "ein Grundbedürfnis der Menschen" ist und will mit Holidaycheck künftig mehr eigene Reisepakete verkaufen. Im Event-Geschäft gehe ohne physische Treffen "ein Teil von dem verloren, was so einen Event ausmacht". Webinare könnten zwar "die bestehende Community am Leben erhalten", aber nur schwerlich eine neue aufbauen.

Im Interview spricht sich Kallen auch für eine eigene digitale Infrastruktur in Europa aus. "Wir müssen den bestehenden Playern Vorschriften machen, wie unsere Infrastruktur auszusehen hat. Diese Vorschriften müssen Europas Werte widerspiegeln, Werte wie Datenschutz, Datensicherheit, Datenintegrität." EU-Wettbewerbs­kommissarin Margrethe Vestager habe zwar "eine ganze Reihe mutiger Entscheidungen getroffen", an den Spielregeln habe sie aber nichts verändern können. "Wir beschützen die Bürger in Deutschland sehr effizient vor deutschen Unternehmen, aber null vor außereuropäischen Unternehmen. Das ist ein Akt der Selbstgeißelung, der mir nicht einleuchtet", sagt Kallen.

Zu seiner eignen Zukunft bei Burda sagt Kallen, 63, es gebe "eine klare Regelung", was passiert, "wenn mir ein Ziegelstein auf den Kopf fällt". Einmal im Jahr überdenke er, welche Vorkehrungen für den "Ziegelsteinfall" notwendig sind. Kallen verspricht: "Ich werde nicht fahnenflüchtig und gründe mein nächstes Digitalunternehmen. Obwohl die Versuchung groß ist." (Foto: Imago Images)
handelsblatt.com (Paid)

Burda investiert 30 Mio Euro in Offenburger Druckerei.

Burda investiert 30 Mio Euro in den Ausbau seines Druckzentrums am Güterbahnhof Offenburg. Am Donnerstag wurde der symbolische Spatenstich für den dritten Bauabschnitt gesetzt. Im Gegenzug schließt die Druckerei am Offenburger Verlagssitz Ende 2021. Rund 60 der 400 Druck-Jobs ins Offenburg fallen "Synergie­effekten" zum Opfer und sollen "sozialverträglich" abgebaut werden.
stadtanzeiger-ortenau.de, badische-zeitung.de (Paid)

Übermedien: Fotograf lauert Einbrechern bei Helene Fischer auf.

Fingierter Foto-Fang? Boris Rosenkranz wundert sich, dass es von einem angeblichen Einbruch auf der Baustelle der Villa von Helene Fischer (Foto) am Ammersee perfekte Fotos gibt. "Bild", Bauer und Burda, die die Bilder gedruckt haben, wollen sich zur Herkunft nicht äußern. Rosenkranz stellt die Hypothese auf, der Fotograf könnte die "Eindringlinge" selbst mitgebracht haben.
uebermedien.de (Paid)

Ex-“Playboy”-Verlagschef Vernon von Klitzing arbeitet jetzt bei ProSiebenSat1.

Ex-Playboy-Verlagsspitze Vernon von Klitzing, bisher Deutschlandchef der KI-Marketing-Firma Blackwood Seven, leitet seit Juli den Bereich "Digitale Distribution und Verkauf" bei ProSiebenSat1, entdeckt "Meedia". Dort verantworte er die "Kommerzialisierung der digitalen Angebote" und kümmere sich um Kooperationen mit Drittplattformen.
meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv: Vernon von Klitzing im turi2.tv-Fragebogen über Einfühlsamkeit und Hugh Hefner (2009).


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Hubert Burda Media ruft gemeinsam mit Freundin und der Burda Journalistenschule ein Recherche-Stipendium ins Leben und setzt damit ein Zeichen für die Förderung junger Journalistinnen. Drei Stipendien in Höhe von jeweils 3.000 Euro werden an junge Reporterinnen und Fotografinnen vergeben. www.burda.de

RTL2 managt Burdas “Bunte”-Kanäle bei YouTube.

RTL2 managt künftig Burdas YouTube-Kanäle Bunte TV und Bunte Flashlights und darf sie strategisch neu ausrichten. Inhaltlich wird die "Bunte.de"-Redaktion die Kanäle aber weiter bespielen. Um die Vermarktung der Bewegtbild-Inhalte soll sich der RTL2-Vermarkter El Cartel Media kümmern. Erfolgreichster YouTube-Kanal des Senders ist die Pseudo-Reality-Soap Berlin - Tag & Nacht.
presseportal.de

Der “Tiefststand” ist überwunden – Burda-Vorstand Welte rechnet mit 20 % Werbe-Minus.

Print-Prognose: Burda-Vorstand Philipp Welte will im Interview mit "Horizont" Aufbruch-Stimmung verbreiten und sieht den "Tiefststand" beim krisenbedingten Werbeeinbruch überwunden. Für 2020 prognostiziert er ein durchschnittliches Werbe-Minus "aller Verlage von Publikumszeitschriften" von 20 %. Die gute Nachricht ist für ihn, dass die Menschen in der Krise auf klassische Medien vertrauen. Die Reichweite der Zeitschriften sei in den Krisen-Monaten gewachsen. 2020 würden trotz Corona 1,5 Mrd Publikumszeitschriften abgesetzt.
horizont.net (Paid)

Burda vergibt drei Stipendien an junge Journalistinnen.

Burda vergibt gemeinsam mit "Freundin" und der Burda Journalistenschule drei Recherche-Stipendien an junge Journalistinnen und Fotografinnen. Für die Stipendien in Höhe 3.000 Euro können sich Interessierte bis zum 15. September mit einem Kurzexposé zu ihrem Themenvorschlag bewerben, bis Ende des Jahres sollen die ausgewählten Geschichten umgesetzt und in der "Freundin" veröffentlicht werden.
freundin.de

Wir graturilieren: Ulf Heyden wird 49.

Wir graturilieren: Ulf Heyden, Director New Business bei BurdaForward, feiert heute seinen 49. Geburtstag. Mit seinen drei Kindern ist eine Familienwanderung zur bayrischen Alm Siebenhütten mit einem Abstecher zur Wolfsschlucht geplant. Im abgelaufenen Jahr war die Entwicklung eines "Selfbooking-Tools für Native Ads" bei BurdaForward sein berufliches Highlight. Im neuen Lebensjahr wünscht sich Heyden mit dem Projekt viel Erfolg - nach einer internen Testphase soll das Tool zum Jahreswechsel starten, "auch für weitere Publisher". Gratulationen sind auf allen Wegen willkommen - am liebsten persönlich. Im Corona-Jahr darf es aber auch virtuell werden - zum Beispiel via Twitter.

Wir graturilieren: Burkhard Graßmann wird 54.


Wir graturilieren: Burkhard Graßmann, Geschäftsführer von BurdaNews und der Vermarktungstochter BCN, feiert heute seinen 54. Geburtstag. Wegen Reisebeschränkungen findet die Feier in diesem Jahr zu Hause statt. Am Abend steht mit seiner Frau der Besuch "bei einem sehr familiären Italiener" auf dem Programm. Am vergangenen Lebensjahr freut ihn besonders, dass BurdaNews das vierte Jahr in Folge gewachsen ist - und ihm sein Segelboot "Amitie" ihm "soviel Glück beschert" (linkes Foto). Für das kommende Jahr wünscht sich Graßmann, dass "wir die Folgen von Corona gut überstehen". Gratulationen empfängt er am liebsten per E-Mail.

“Ein Marathonlauf” – wie Burda “Mylife” als Alternative zur “Apotheken Umschau” positioniert.


Kiosk Apotheke: "Wie sind gerade erst aus den Startlöchern." Im Video-Interview von turi2.tv zieht Klaus Dahm, Co-Chefredakteur von Burdas Apotheken-Zeitschrift Mylife, eine positive Bilanz nach mehr als einem Jahr als auflagenmäßig stärkster Konkurrent der "Apotheken Umschau". Trotz allgemeiner Werbeflaute wegen Corona sieht Dahm "mildernde Umstände" für sein Blatt, denn die Apotheken waren nie geschlossen, und der Bedarf an Kommunikation bei den Pharma-Herstellern sei groß. Seine Auflage von 2,3 Mio Exemplaren pro Monat ist immerhin stabil, obwohl die Apotheken seit Jahresbeginn für jedes "Mylife"-Heft, dass sie an ihre Kund*innen kostenlos weitergeben, eine Gebühr zahlen müssen. Zum Start war das Heft noch gratis.

Seine Marktposition als Angreifer der "Apotheken Umschau" bezeichnet Dahm als "Langstreckenlauf", nicht als Sprint. Er legt im Interview großen Wert darauf, dass das Heft nicht einfach ein Nachahmer-Produkt ist, sondern sich als moderne Alternative aufstellt, die jederzeit auch am klassischen Kiosk ihre Käufer*innen finden könnte. Zwar findet Dahm die "Apotheken Umschau" medizinisch fundiert, die Aufbereitung und Gestaltung des Konkurrenz-Blattes aus dem oberbayerischen Baierbrunn nennt er dagegen "altfränkisch".
turi2.tv (23-Min-Interview auf YouTube)

Burda expandiert in Frankreich.

Burda expandiert in Frankreich und will dort sowohl neue Magazine an den Kiosk bringen als auch ins Digitalgeschäft investieren. Noch im Juni sollen drei neue Zeitschriften zu den Themenfeldern Crime und Kochen auf den französischen Markt kommen. Burda bezeichnet Frankreich als "wichtigen Wachstumsmarkt", im Vergleich zu anderen Ländern ist der Medienkonzern dort bisher eher bescheiden aufgestellt.
handelsblatt.com

Danone steigt bei Burdas Ernährungskampagne “eatbetter” ein.

Burda und Edeka haben eine erste Unterstützerin für ihre Ernährungskampagne eatbetter gefunden: Danone. Die "Vision zu gesünderer und nachhaltiger Ernährung" des Fruchtzwerge-Konzerns passe "ideal" zu der Initiative, findet Burda-Home-Geschäftsführerin Nina Winter (Foto). Danone, bisher eher als Karies- denn als Gesundheitsförderer bekannt, soll auf der Seite eatbetter.de u.a. eine eigene Rezepte-Rubrik bekommen.
burda.com, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Nina Winter erklärt im Video-Interview mit turi2.tv die "eatbetter"-Kampagne (Mai 2020)

Wir graturilieren: Julia Dettmer wird 34.

Wir graturilieren: Journalistin Julia Dettmer feiert heute ihren 34. Geburtstag. Ihren letzten Arbeitgeber Burda und ihren Posten als Bunte.de-Chefredakteurin hat Dettmer Anfang 2020 verlassen. Inzwischen arbeitet sie u.a. als freie Journalistin und Medienberaterin, einen Schritt, den sie "keinen Tag bereut" hat. An ihrem ersten Geburtstag als Selbstständige verzichtet Dettmer nicht nur wegen Corona auf eine große Party. Schwanger könne sie sich das "nicht antun", schreibt sie. Stattdessen gibt's einen Brunch auf der Dachterasse. Ihr Wunsch für das nächste Lebensjahr: ein gesundes erstes "Anfänger-Baby", das wenig schreit und viel schläft. Beruflich hofft sie auf eine bessere Auftragslage für freie Journalist*innen – und dass die Auswirkungen von Corona auf sie und ihre Kolleg*innen wieder nachlassen. Gratulationen zu ihrem Geburtstag erreichen sie z.B. per Instagram oder E-Mail. Wer noch unschlüssig ist, für den hat Dettmer einen anderen Vorschlag: "Ich habe noch nie eine Brieftaube bekommen. Wie wär’s damit?" (Foto: Lisa Hantke)

Zitat: “Freundin”-Chefredakteurin Anke Helle versteckt Relevanz zwischen Beauty-Tipps.

"Den Leserinnen des 'Missy Magazine' muss man übers Thema Gleichberechtigung natürlich nicht mehr viel erzählen. Bei unserer Leserin, deren Alltag womöglich nicht permanent vom Thema Gleichberechtigung geprägt ist, kann das Porträt einer Astronautin oder die Geschichte über New Work Modelle dagegen durchaus etwas bewirken."

"Freundin"-Chefredakteurin Anke Helle sagt im "Journalist"-Doppelinterview mit ihrer Chefredakteurskollegin Mateja Mögel, dass sie Themen Relevanz verschaffen, gerade weil sie im Umfeld von Beauty-Tipps und Mode-Strecken stattfinden.
"Journalist" 6/2020, S. 19 - 25 (Paid)


Weitere Zitate aus dem Interview

Anke Helle über ...
... "perfekte Frauen" in Frauenzeitschriften:

"Wir haben in Marktforschungen die interessante Entdeckung gemacht, dass es viele Frauen ablehnen, wenn in Heften nur die – in Anführungszeichen – normale Frau gezeigt wird; das empfinden sie auf gewisse Art auch schon wieder als Druck oder als Einschränkung darin, ein Heft einfach nur zu genießen."

... Print- und Digitalgeschäft:

"Wir glauben zwar fest daran, dass gedruckte Magazine noch lange fortbestehen. Ob sie allerdings die Kassen der Verlage so klingeln lassen wie bisher, ist fraglich. Umso mehr müssen Journalistinnen und Journalisten schon vor ihrer Berufswahl begreifen, dass alte Grenzen in der Medienbranche kaum noch bestehen."

Mateja Mögel über...

... die Relevanz der Themen von Frauenzeitschriften:

"Ich finde, dass Frauenzeitschriften absolut ihre Berechtigung haben und zudem viel besser sind als ihr Ruf. Da hat sich seit den Neunzigern sehr viel getan. Entscheidend ist also, dass der Begriff nicht abwertend und gleichbedeutend mit 'weniger relevant' verwendet wird."

... die Doppelspitze mit Anke Helle:

"Wichtig ist, dass sich die einzelnen Teile einer Doppelspitze nicht gegenseitig ausbremsen. Deshalb haben wir schon in der ersten Redaktionssitzung klargemacht, dass eine Entscheidung gilt, sobald sie eine von uns vorgebracht hat. Wenn wir uneins sind, klären wir das untereinander."

“eatbetter”: Burda und Edeka starten Plattform und Kampagne für gesunde Ernährung.


Besser essen: "Wir wollen es den Menschen einfacher machen, einen Zugang zu gesunder Ernährung zu finden." Im Video-Interview mit turi2.tv erklärt Nina Winter, Managing Director bei Burda Home, die Aktion "eatbetter", die der Burda-Verlag morgen gemeinsam mit dem Einzelhändler Edeka startet. Kernstück ist die Seite eatbetter.de, auf der es Rezepte aber auch Hintergrund-Informationen zu gesunder Ernährung geben soll, außerdem erscheinen die "eatbetter"-Rezepte auch in den Food-Zeitschriften von Burda und in den Edeka-Medien. Große Events in den Märkten der Händlergenossenschaft gibt es zum Start Corona-bedingt nicht, perspektivisch sind aber auch POS-Aktionen geplant. Der offizielle Startschuss fällt mit einem Livestream auf Instagram am Dienstag. Dann kochen TV-Koch Holger Stromberg und Burdas Kochstudiochef Jörg Götte gemeinsam für die Burda-Belegschaft.

Zudem bewirbt Burda die neue Food-Plattform mit einer Consumer-Kampagne in seinen Publikumsmedien und einer B2B-Kampagne. "Uns ist es wichtig, dass wir nicht einfach ein weiteres Rezept-Angebot sind", erklärt Winter im Video. Die Rezepte orientieren sich alle an Leitlinien, wie die Verwendung regionaler, frischer Zutaten und dem bevorzugten Einsatz von Bio-Lebensmitteln. Ein Experten-Rat stützt diese Leitlinien und berät die Redaktionen. Mit dabei sind Mediziner*innen, Ernährungsexpert*innen und Burda-Journalist*innen – bekanntestes Mitglied ist TV-Koch Stromberg. "eatbetter" soll zum einen den Vertrieb der Zeitschriften stärken, zum anderen ein Werbeumfeld für Marken bieten, sagt Nina Winter. Die Rezepte selbst sind "markenfrei", ergänzt Chefredakteurin Gabriele Höger im Pressegespräch am Montag.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube), burda.com (Pressemitteilung, pdf)

Burda-Justiziar Simon Haug kehrt als Personalchef zur “FAZ” zurück.

FAZ und zurück: Rechtsanwalt Simon Haug beendet seinen rund zweijährigen Burda-Exkurs und wechselt zurück zur FAZ. Dort war er von 2012 bis 2018 Chef-Justiziar, ab Juni übernimmt er dort die Leitung der Personabteilung. Haugs Vorgänger, Torsten Schmees, verlässt die "FAZ" laut Mitteilung, um künftig als Rechtsanwalt und Coach in Norddeutschland zu arbeiten.
presseportal.de, turi2.de (Wechsel zu Burda)

Heinz Scheiner verlässt BurdaLife und übergibt an Co-Geschäftsführer.

BurdaLife: Geschäftsführer Heinz Scheiner (Foto), verantwortlich u.a. für die "Super Illu", verlässt das Unternehmen zum 1. Juli, kurz nach seinem 65. Geburtstag. Seine Aufgaben gibt er an Co-Geschäftsführer Kay Labinsky ab. Scheiner werde Burda "weiter beratend zur Seite stehen", schreibt der Verlag in einer Mitteilung. Bei Burda ist er seit 1979 tätig.
burda.com

Aus dem Archiv: Heinz Scheiner im TV-Fragebogen zur turi2 edition #9 (2019):

Burda will unter den Slogan #AufbruchZukunft Zukunftsprojekte bündeln.

Burda startet die Initiative #AufbruchZukunft. Unter dem Titel will der Verlag über Monate über alle seine Marken hinweg verschiedene Aktionen bündeln, die sich mit der Welt nach Corona auseinandersetzen. Den Start machen ein neuer "Focus" Innovationspreis, der Fokus #FutureForFashion zum deutschen Mode-Mittelstand sowie das Projekt #WirFürDich, in dem Burda interaktive Angebote für seine Leser anbieten will.
burda.com

Wie geht’s der Esskultur, Gabriele Höger?


Zuhause schmeckt's am besten: "Definitiv wird mehr gekocht." Im Video-Interview von turi2.tv sagt Gabriele Höger, dass viele Menschen "das Kochen neu für sich" entdecken. Das sagen zum einen Umfragen, zum anderen merkt sie das auch am Feedback, dass sie jetzt von ihren Leser*innen bekommt. Auch Höger kennt den Spagat zwischen "Home Office, Homeschooling und Haushalt" und ist ein bisschen stolz, als sie berichtet, dass sie seit Corona noch kein Mal den Lieferdienst bemühen musste. "Einfach, weil ich es wissen wollte", dann könne man auch viel besser darüber schreiben, sagt Höger.

Auch ihre Arbeit an den Food-Titeln von Burda hat sich durch die Krise geändert: Höger arbeitet halbtags aus dem Home Office, im Verlag trifft sich nur ein Kernteam und in der Versuchsküche wird jetzt mit viel Abstand und kleinen Teams Food fotografiert. Burdas Küchenchef, berichtet sie, macht aus der Not eine Tugend und dreht auch am heimischen Herd Kochvideos für Burdas Social-Media-Kanäle.
turi2.tv (6-Min-Video auf YouTube)

Vorbestellplattform Ihreapotheken.de wirbt groß in Burda-Blättern.

Zukunftspakt Apotheke, Joint-Venture von Burda und dem Pharmagroßhändler Noweda, startet eine große Print-Kampagne für die Vorbestellplattform Ihreapotheken.de. Die Kampagne läuft in 29 Burda-Blättern, u.a. in "Focus", "Bunte", "Freundin" und "Superillu", und soll die Vorteile der Vor-Ort-Apotheken gegenüber Pillen-Versendern herausstellen. Burda und Noweda bringen gemeinsam auch den "Apotheken Umschau"-Konkurrenten "Mylife" heraus.
presseportal.de

Burda-Vorstandschef ärgert sich über Tech-Monopole.

Burda: Vorstandsvorsitzender Paul Bernhard Kallen kritisiert die Monopol-Stellung von Such- und Browser-Anbietern in der "FAZ". Mit Mitteln der Privatwirtschaft seien sie "praktisch nicht mehr angreifbar". Den Preis dafür zahlten "insbe­sondere wir Europäer". Grund für Kallens kleine Wutrede ist das kürzlich verkündete Ende von Burdas Browser-Dienst Cliqz, der sich nie gegen den großen Gegner Google durchsetzen konnte.
faz.net (Paid), turi2.de (Background)

Burda zieht bei seinem Browser- und Such-Anbieter Cliqz den Stecker.


Das Ende vom Klick: Burda beendet den Versuch, Browser- und Such-Technologie in Deutschland zu entwickeln und schließt das Kerngeschäft seines Startups Cliqz. Betroffen seien 45 Mitarbeiter*innen, für die der Konzern "individuelle Lösungen" sucht, wie es in der Pressemitteilung heißt. Man habe "gegen einen übermächtigen Gegner wie Google, der den Markt in jeglicher Hinsicht dominiert und abschottet, langfristig keine Chance", sagt Cliqz-Gründer Jean-Paul Schmetz und lässt wenig Interpretations-Spielraum, wen er für das Aus seines Projekts verantwortlich macht. "Hinzu kommt, dass durch die Corona-Pandemie ein weitreichendes Innovationsprogramm in Europa auf absehbare Zeit nicht zu erwarten ist", lässt sich Burda-CEO Paul-Bernhard Kallen zitieren. Burda hatte das 2008 gegründete Startup 2013 übernommen.

Weiter machen sollen zwei Cliqz-Bereiche: Der Anti-Tracking-Abieter Ghostery, den das Burda-Startup 2017 übernommen hatte, und ein Experten-Team, das aus Cliqz heraus entstehen und sich um "Künstliche Intelligenz, Suche und den Einfluss von Technologie auf Medien" kümmern soll. Bei der Ad-Tech-Firma Cliqz MyOffrz prüfe Burda eine Eingliederung in den Konzern.
burda.com, horizont.net

Zitat: Philipp Welte über die Relevanz von Journalismus während Corona.

"Die letzten Wochen haben gezeigt, wie sehr die Menschen in Deutschland dem Journalismus der Verlage vertrauen."

Burda-Vorstand Philipp Welte interpretiert den Reichweitensprung bei Publikumszeitschriften zu seinen Gunsten - die Menschen hätten "die Bedeutung des Verlagsjournalismus in diesen Wochen der Unsicherheit eindrucksvoll unterstrichen".
"Focus" 18/2020, S. 34 (Paid)

DLD startet die Online-Event-Reihe DLD Sync.

DLD-Logo 150Burda setzt dem Veranstaltungsausfall eine digitale Eventreihe namens DLD Sync entgegen. Ab 28. April beleuchtet jeweils ein DLD-Speaker die Pandemie-Folgen. Den Anfang macht Oxford-Ökonom Carl Benedikt Frey zum Thema "Future of Work – What Can History Teach Us About the Impact of Covid-19". Die je 60-minütigen Webinare sind kostenlos, DLD-Gründerin Steffi Czerny und DLD-Chairman Yossi Vardi sind mit dabei.
burda.com

Aus dem turi2.tv-Archiv (01/2017): DLD-Gründerin Steffi Czerny geht zum Networken wandern.

Burda kauft die Lizenz für das Nähmagazin “Fashion Style”.

Burda übernimmt die Lizenz für das Näh-Heft "Fashion Style" von der insolventen Medweth Gruppe. Die erste Ausgabe unter Burdas Federführung erscheint am 22. April mit 84 Seiten für 6,90 Euro. Der monatliche Titel ist die deutsche Version des niederländischen Magazins "KNIPmode" vom New Skool Media Verlag.
dnv-online.net, burda.com, turi2.de (Background)

Eva Spundflasche wechselt von Ströer zu BurdaStudios.

BurdaStudios verpflichtet Eva Spundflasche, 40, als Director Content. Auf der neu geschaffenen Position verantwortet sie die Inhalte von Bunte.de. Bis Ende 2017 war sie Digital-Chefredakteurin bei der "Brigitte", danach Leiterin Commerce Content bei Ströer.
wuv.de, burda.com


Aus dem Archiv von turi2.tv: Digital-Chefin Eva Spundflasche will die "Brigitte" zu einer Marke transformieren. (03/2017)

Burda Home legt “Ideen Magazin – Wir bleiben daheim” an den Kiosk.

Burda Home gibt im Corona-bedingten Hausarrest Tipps für ein schöneres Zuhause. Das "Ideen Magazin – Wir bleiben daheim" aus der Redaktion von "Lisa Wohnen & Dekorieren" will zeigen, wie sich Leser*innen "handwerklich und dekorativ in den eigenen vier Wänden" austoben können. Das 100-Seiten-Heft liegt mit 75.000 Auflage zum Preis von 2,99 Euro am Kiosk.
burda.com

“Focus” überträgt Inner-Circle-Event bei YouTube.

Focus verlegt seine Event-Reihe Inner Circle ins Netz. Weil öffentliche Veranstaltungen Corona-bedingt pausieren müssen, diskutieren Digital-Staatssekretärin Dorothee Bär, Kriegsreporterin Düzen Tekkal und Investor Frank Thelen am Donnerstag um 19.00 Uhr im YouTube-Livestream die Frage "Wie erfinden wir uns in der Krise neu?".
per Mail, turi2.tv (Interviews vom letzten Inner Circle)

“Focus”-Chefredakteur Robert Schneider positiv auf das Corona-Virus getestet.

Focus-Chef Robert Schneider hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. Das schreibt er in seinem Newsletter "Inner Circle". Ihm gehe es jedoch gut und er arbeite weiter aus der Heimquarantäne. Bereits im Editorial des aktuellen "Focus" hatte Schneider von seinem Symptomen berichtet.
per Mail

Aus dem Archiv von turi2.tv: Robert Schneider im Video-Fragebogen (01/2018)

Kreatives aus der Quarantäne: Die turi2-Community gibt Tipps für Corona-Krise.

#thinkpositve #actpositive: turi2 sucht gute Nachrichten in der Krise – hier sind sie: Die Food-Marken von Gruner + Jahr und der Deutschen Medien-Manufaktur empfehlen unter #stayathomeandcook, Vorräte zu verbrauchen und liefern passende "Zuhause-Rezepte". "SuperIllu"-Chef Stefan Kobus fordert seine Leser*innen in einer Video-Botschaft auf, dass Wochenende in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Die Agentur von Raphael Brinkert bietet von der Krise betroffenen Vereinen und Firmen Kreativ-Leistungen im Gegenwert von 150.000 Euro an, um kommunikativ gut durch die Krise zu kommen. Anna Ross, Gründerin der Agentur Grasshopper Kreativ, startet ein Portal mit Entertainment-Tipps für die (selbstgewählte) Quarantäne. Sie haben positive News, Gedanken und Aktionen zur Corona-Krise? Schreiben Sie an post@turi2.de.
#thinkpositive #actpositive