Huawei versucht, deutsche Entwickler auf seine App-Plattform zu locken.

Huawei investiert in Deutschland 20 Mio Euro, um Entwickler auf seine Plattform zu lotsen und ein von Google unabhängiges Ökosystem aufzubauen, schreibt Andreas Floemer. Entwickler sollen ihre Apps einfacher monetarisieren können, im ersten Jahr verlangt Huawei nur bei Gaming-Apps Anteile. Wegen der US-Sanktionen kann Huawei Dienste wie Facebook und Instagram nicht auf seine Plattform holen, auf die kaum ein Nutzer verzichten will. Eine Lösung könnte ein europäisches Ökosystems sein, bei dem Huawei nicht Betreiber, sondern Kunde ist, so Floemer.
t3n.de

Huawei kooperiert künftig mit dem Kartendienst von Tomtom.


Ziel erreicht: Huawei nutzt in Apps künftig Kartenmaterial des niederländischen Navigationssystemanbieters Tomtom als Alternative zu Google Maps. Damit umgeht Huawei Trumps schwarze Liste, wonach US-Konzerne nicht direkt mit chinesischen Firmen zusammenarbeiten dürfen. Zu Details wie Preis, Umfang oder Laufzeit des Deals schweigt Tomtom.

Die Kooperation sei bereits "vor einiger Zeit" geschlossen worden, wurde jedoch "im Interesse beider Partner" geheim gehalten, meldet Reuters. Huawei könnte mit den Karten, Verkehrsinformationen und der Navigationssoftware von Tomtom künftig Apps für die eigenen Smartphones entwickeln.
faz.net, reuters.com

Angela Merkel berät mit Unionspolitikern über einheitliche Huawei-Linie.

Huawei: Angela Merkel macht den Zugang der Chinesen zum deutschen 5G-Netz zur Chefsache. Laut "Handelsblatt" trifft sich die Kanzlerin heute mit führenden Bundestags­abgeordneten der Union. Die CDU/CSU-Fraktion ist in der Frage gespalten: Teile sind wie die SPD für einen Ausschluss Huaweis, Merkel lehnt den Ausschluss einzelner Unternehmen ab.
"Handelsblatt", S. 8

Chinesischer Botschafter wollte deutsches Geld für besseres China-Image.


Sympathie-Spende: Der ehemalige chinesische Botschafter in Deutschland, Shi Mingde (Foto), hat im Februar 2019 versucht, bei deutschen Dax-Konzernen und Stiftungen 250.000 Euro für eine positivere China-Berichterstattung einzuwerben, berichteten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Der Botschafter warb für das Projekt "Chinareporter" der beiden deutschen Journalisten Wolfgang Hirn, damals Reporter für das "manager magazin", und Georg Blume, freier Mitarbeiter der "Zeit" und Pauschalist beim "Spiegel". Beide gelten als ausgewiesene China-Kenner.

Shi schreibt in seiner Spenden-Bitte, er müsse zum Ende seiner Amtszeit "ehrlich bilanzieren", dass es ihm "nicht ausreichend gelungen" sei, "den Deutschen ein besseres China-Bild zu vermitteln". Hirn und Blume seien "keine unkritischen Geister" und beherrschten "alle Regeln der aufgeklärten deutschen Öffentlichkeit", um das China-Bild in Deutschland "dauerhaft beeinflussen und objektiver gestalten können". Shis Nachfolger, der aktuelle chinesische Botschafter Wu Ken, legt in einem weiteren Schreiben Anfang Dezember nach: "Angesichts der einseitigen Medienberichterstattung hier in Deutschland über China ist die Vermittlung eines allseitigen, besseren China-Bildes in Deutschland immer aktueller und dringender geworden". Den Recherchen nach hat keines der angeschriebenen Unternehmen der Bitte der Botschaft nach Geld entsprochen. Umgesetzt wurde "Chinareporter" nie. (Archivfoto: picture alliance / Paul Zinken/dpa)
tagesschau.de, sueddeutsche.de, presseportal.de, ndr.de/zapp (4-Min-Video)

Alibaba hat Schwierigkeiten, europäische Marken auf seine Plattform zu holen.

Alibaba stockt bei seiner Europa-Offensive bei großen Modemarken wie Mango und Benetton, schreibt das "Handelsblatt". Einige Händler sähen in der Plattform kein "passendes Umfeld", dort wird bisher hauptsächlich chinesische Billigware verkauft. AliExpress will vor allem in Italien und Spanien Fuß fassen, hat aber auch Deutschland im Visier.
handelsblatt.com

Chinesischer Diplomat warnt Deutschland vor Huawei-Ausschluss.

China droht Deutschland mit Konsequenzen, sollte der Bundestag Huawei vom 5G-Aufbau ausschließen. Peking werde nicht "untätig bleiben", kündigt Wang Weidong, chinesischer Diplomat in der Wirtschaftsabteilung der Botschaft in Berlin, im Parteiblatt Global Times an. Huawei selbst geht auf Distanz zur Partei und verweist lieber auf die Verfehlungen der NSA.
sueddeutsche.de, globaltimes.cn

Drohnen-Lichtshow in Shanghai leuchtete gar nicht zu Silvester.

Fake-Silvester: Die spektakuläre Drohnen-Lichtshow, mit der Shanghai angeblich das neue Jahr begrüßt hat, fand gar nicht zu Silvester statt. Die Bilder, die Medien weltweit verbreitet haben, wurden schon am 28.12. aufgezeichnet, erfährt die BBC. Zuvor hatte Shanghai.ist von Augenzeugen berichtet, die zum Jahres­wechsel vor Ort waren, aber nichts gesehen haben.
bbc.com, shanghai.ist

“WSJ”: TikTok sucht nach einem Hauptquartier außerhalb Chinas.

TikTok will sein Image als chinesisches Unternehmen loswerden und sucht nach einem Hauptquartier außerhalb Chinas, berichtet das "Wall Street Journal". Vor allem in den USA steht die App unter Beobachtung, die US-Marine verbietet etwa die Installation auf Diensthandys. Als mögliche Standorte seien Singapur, London und Dublin im Gespräch.
wsj.com via businessinsider.de

Chinesischer Digitalkonzern Tencent investiert 10 Mrd Dollar nach Europa.

Tencent, chinesischer Tech-Konzern und dortiger WeChat-Betreiber, will 2020 mehr als 10 Mrd Dollar in Europa investieren, schreibt das "Handelsblatt". Deutschland sei nach China der wichtigste Markt, "rund ein Drittel" der Investitionen fließe in die Bundesrepublik. Tencent plane Zukäufe aus den Branchen Design, Maschinenbau und autonome Mobilität.
"Handelsblatt", S. 1 (Paid)

Chinesische Handelskammer in Deutschland will “Welt”-Interview zensieren.

China: Wei Duan, Geschäftsführer der chinesischen Handelskammer in Deutschland, streicht in einem "Welt"-Interview über Themen wie den Einfluss Chinas oder Huawei zahlreiche kritische Passagen. Die "Welt" veröffentlicht die unzensierte Version, Pekings Vertreter wollte bei der Autorisierung der Zitate im Nachhinein rund zwei Drittel der Fragen rauskürzen.
"Welt", S. 8 (Paid)

AfD-Fraktion unterstellt “Bild”-Reporter Spionage.

Pressefreiheit: Die AfD-Fraktion will in einer kleinen Anfrage von der Bundesregierung wissen, ob "Bild"-Reporter Paul Ronzheimer ein Spion sei. Der Journalist berichtete über die Demonstrationen in Hongkong. Das Auswärtige Amt will "weder einzelne Inhalte noch die Arbeit einzelner Medien oder Journalisten" kommentieren. Die "freiheitsfeindliche und damit pressefeindliche" AfD bringt "Journalisten in Gefahr", warnt "Bild"-Chef Julian Reichelt.
bild.de

Meinung: Europa droht zu einer digitalen Kolonie Chinas zu werden.

Digitalpolitik: Europa darf nicht zur "digitalen Kolonie Chinas" werden, warnt der CDU-Europaabgeordnete Axel Voss in der "FAZ". In einem 13-seitigen "Manifest" fordert er "schnelles Handeln" statt einer "rein reaktiven Rechtsetzung". Es gehe darum, ob wir in Europa im Wettbewerb mit China und den USA "noch eine Rolle spielen wollen".
"FAZ", S. 16 (Paid)

TikTok löscht Vice-Videos, die Polizeigewalt zeigen.

Vice lädt bei TikTok Videos von Polizeigewalt aus Hongkong, Deutschland, Spanien, Frankreich und den USA hoch, die Plattform löscht vier davon, eines hat null Views. Vice kritisiert, TikTok beziehe sich auf die Richtlinie, keine Videos zu zeigen, in denen sich Menschen verletzen – sie sei "die ultimative Hintertür, um Aufnahmen von Protesten zu löschen". TikTok schreibt in einem Statement, die Richtlinien dienen "Wohlbefinden und Sicherheit der Community".
vice.com

NZZ: Köppel-Wochenblatt profitiert finanziell von “unkritischen Haltung gegenüber Peking”.

Weltwoche: Das ansonsten straff konservative Magazin von Ex-"Welt"-Chefredakteur Rogel Köppel berichtet "auffallend unkritisch" über die Volksrepublik China und macht womöglich deshalb gute Geschäfte mit chinesischen Anzeigenkunden, schreiben Simon Hehli und Daniel Gerny in der "NZZ". Sie zitieren aus Kopien von E-Mails, die nahelegen sollen, dass die chinesische Botschaft chinesischen Firmen eine "Übernahme der Kosten für Werbung" in der "Weltwoche" in Aussicht gestellt habe.
nzz.ch

Chinesisches Fernsehen streicht Arsenal-Übertragung nach kritischem Özil-Tweet.

Meinungsfreiheit: Nach kritischen Äußerungen von Arsenal-Profi Mesut Özil zur Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China hat das chinesische Staatsfernsehen die TV-Übertragung eines Arsenal-Spiels abgesagt, berichten chinesische Medien. Özils "falsche Kommentare" hätten die chinesischen Fans und den nationalen Fußballverband "enttäuscht".
digitalfernsehen.de

Hör-Tipp: Gregor Schwung spricht mit “China Cables”-Enthüllerin Bethany Allen-Ebrahimian.

Hör-Tipp: In seinem Podcast "Politik mit Schwung" spricht Gregor Schwung mit Bethany Allen-Ebrahimian vom Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) über die Enthüllungen zu geheimen Umerziehungslagern der chinesischen Staatsführung in Xinjiang. Gemeinsam mit ihren Kollegen hat Allen-Ebrahimian geheime Regierungsdokumente aus China ausgewertet. Dass das Konsortium die Dokumente zugespielt bekommen habe, spreche dafür, dass es innerhalb der Regierungsbehörden Kritiker am System gehe.
gregorschwung.de (21-Min-Audio)

Meinung: Huawei-Marktführerschaft ist nur ein Mythos.

Huawei beansprucht für sich, Technologieführer bei 5G-Technik zu sein, Hendrik Ankenbrand sieht darin das Ergebnis eines über Jahre geführten PR-Feldzugs. Tatsächlich hat Ericsson weltweit mehr 5G-Ausrüsterverträge geschlossen als Huawei. Der chinesische Konzern besitzt zwar die meisten 5G-Patente, allein die Zahl sage aber nichts über die Qualität aus. Bei vielen Netzbetreibern gebe allein der Preis den Ausschlag für den Huawei.
"FAZ", S. 26 (Paid)

Meinung: China missbraucht TikTok für Überwachungszwecke.

TikTok: Die EU muss gegen Chinas Datenmissbrauch vorgehen, fordert "Welt"-Gastkolumnistin Glacier Kwong. Die Aktivistin aus Hongkong kämpft in ihrer Heimat gegen den Einfluss Chinas, Kwongs Smartphone wurde gehackt. China nutze Apps wie TikTok für Überwachungszwecke, um Gesichter in Fotos oder Standortdaten auszuspionieren.
welt.de

Hör-Tipp: Warum TikTok auch ohne Order aus Peking zensiert.

Hör-Tipp: TikTok wird zwar nicht aus Peking gelenkt, sagt "Handelsblatt"-Redakteur und China-Kenner Stephan Scheuer im DLF. Vorauseilender Gehorsam könnte bei China-kritischen Themen aber zu strengerer Moderation führen, als erforderlich wäre. Peking habe einen anderen Blick darauf, was Journalisten tun sollen: nicht kritisch berichten, sondern für Harmonie sorgen.
deutschlandfunk.de (6-Min-Audio)

Basta: TikTok-Nutzerin umgeht Zensur mit Makeup-Video.

Hübsch gelinkt: TikTok-Nutzerin Feroza Aziz überlistet die Zensur der chinesischen Plattform mit einen Makeup-Tutorial. Die Wimpernzange noch in der Hand wechselt sie das Thema und spricht über die Situation der Uiguren in China. Als das Video viral geht, sperrt TikTok ihren Account. NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" recherchieren wahrscheinlich schon, welche politischen Botschaften eigentlich Bibi in ihren Videos versteckt.
t3n.de, bbc.com, twitter.com (40-Sek-Video)

Deutsche Telekom will Huawei-Technik teilweise austauschen.

Deutsche Telekom will die Technik von Huawei im "sensibelsten Teil" des Netzes in den kommenden "zwei bis drei Jahren" ersetzen, erfährt die "Welt am Sonntag" aus dem Umfeld der Telekom. Der Staat ist zu etwa einem Drittel an der Telekom beteiligt. Generell solle Huawei beim Netzausbau nicht ausgeschlossen werden, fordern die Mobilfunk-Konzerne.
"Welt am Sonntag", S. 31 (Paid)

Meinung: Live-Streams der Proteste in Hongkong mobilisieren die Nutzer.

Social Media: Dutzende Live-Streams übertragen die politischen Proteste in Hongkong, beobachtet Katharin Tai in "Zeit Campus". Berichte in Social Media seien nicht neu, doch die Macht der Live-Bilder emotionalisierten auch Menschen aus der Ferne und trieben immer mehr auf die Straßen. Zugleich bestehe die Gefahr, dass die Menschen durch die Live-Streams abstumpften.
zeit.de

5G: CDU-Parteitag vertagt Entscheidung über Huawei-Ausschluss.

5G: Beim Ausbau des deutschen Netzes sollen nur Unternehmen zugelassen werden, bei denen "eine Einflussnahme durch einen fremden Staat" auf "kritische Infrastruktur" ausgeschlossen ist, heißt es im Antrag, den der CDU-Bundesparteitag am Samstag annimmt. Eine Huawei-Beteiligung am 5G-Netzausbau wäre damit schwerer durchsetzbar. Der Bundestag soll einen Kriterien-Katalog erarbeiten, was voraussichtlich ab März 2020 stattfinde.
tagesspiegel.de, bild.de

TikTok erwägt Rebranding in den USA, um chinesische Wurzeln zu vertuschen.

Trojanisches Pferd: ByteDance, Mutter von TikTok, will in den USA seine chinesischen Wurzeln vertuschen und erwägt dafür einen Namenswechsel und ein Rebranding sowie den Umzug nach Singapur, schreibt das "Wall Street Journal". TikTok steht u.a. für seinen Umgang mit Daten, mögliche Zensur und mangelnden Jugendschutz in der Kritik. Die USA fürchtet, die App könne die "nationale Sicherheit" gefährden. ByteDance widerspricht, derlei Pläne zu haben.
wsj.com, businessinsider.de, turi2.de (Artikel über TikTok in der turi2 edition #9)

TikTok filtert politische Inhalte aus China offenbar auch in Deutschland.

TikTok hält offenbar politische Themen aus China auch von deutschen Jugendlichen fern, beobachtet "Welt am Sonntag" in einem Test mit mehreren Konten. Die Suche nach vermeintlich brisanten Stichworten wie "Tiananmensquare" lieferte keine oder nur sehr wenige Beiträge. Mutterkonzern Bytedance erklärt sich die wenigen Treffer mit dem Konzept der "unterhaltsamen Videos".
welt.de

US-Regierung verlängert die eingeschränkte Handelserlaubnis mit China.

USA: Die Regierung will Unternehmen weiterhin eingeschränkte Geschäfte mit China erlauben, wovon u.a. Huawei profitieren könnte. Eine langfristige Lösung hänge von einer Einigung im US-Handelsstreit mit China ab. Zuletzt hatte der US-Handelsminister Ross im August die Frist für eine "temporäre Generallizenz" um 90 Tage verlängert. Diese Regelung läuft am Montag aus.
faz.net

Alibaba macht mit dem Singles Day 38,4 Mrd Dollar Tagesumsatz.

Alibaba erwirtschaftet mit dem Singles Day einen Tagesumsatz von 38,4 Mrd Dollar – er übersteigt den vergangenen Quartalsumsatz von Amazon. Nutzer haben am "Anti-Valentinstag" besonders Produkte von L'Oreal und Nestle gekauft, das beliebteste Importprodukt waren laut Alibaba Nahrungsergänzungsmittel. Der Amazon-Rivale heizt den Aktionstag mit Kampagnen, Live-Shows und TV-Übertragungen an.
manager-magazin.de

China lässt nun auch Langnasen mobil bezahlen.

Alipay, Chinas Digital-Brieftaschen-Primus, startet eine Bezahlfunktion für ausländische Touristen. Es ist die erste Öffnung des chinesischen Mobile-Payment-Marktes für Ausländer ohne chinesisches Konto und ohne chinesische Mobilfunknummer. Das Prepaid-Produkt namens Tour Pass erlaubt für 90 Tage, in China so modern zu bezahlen wie ein Einheimischer. China hatte 2018 rund 30 Mio ausländische Besucher.
scmp.com

TikTok will Drittanbieter enger an sich binden, startet Smartphone-Verkauf.

TikTok will seinen Einfluss auf Drittanbieter ausbauen und kündigt ein neues Entwickler-Programm an, mit denen sie z.B. Inhalte bearbeiten und direkt in TikTok teilen können. Zum Start ist u.a. Adobe mit seiner mobilen Videobearbeitungs-App dabei. In China ist außerdem gerade das TikTok-Smartphone Jianguo Pro 3 auf den Markt gekommen. Mutterkonzern ByteDance hat es unter der Marke Smartisan entwickelt, es kostet rund 412 US-Dollar.
techcrunch.com (Drittanbieter), theverge.com (Smartphone)

Apple beantragt die Befreiung von US-Strafzöllen für China-Importe.

An Apple keeps Zoll away? Apple beantragt bei der US-Regierung eine Befreiung von den China-Zöllen. Der Tech-Konzern befürchtet durch die zusätzliche Abgabe von 15 % Wettbewerbsnachteile. Apple-Chef Tim Cook sieht andernfalls "bedeutende wirtschaftliche Schaden". Der Tech-Konzern stehe im Wettbewerb mit dem südkoreanischen Konkurrenten Samsung, der von den Abgaben nicht betroffen ist.

Die Ausnahmegenehmigung soll für elf Produkte gelten, u.a. für die Apple Watch sowie für Bauteile von iPhone, iMac und Airpods. Die US-Regierung sei mit der chinesischen Regierung in Verhandlung, die Strafzölle künftig abzubauen. Diese gelten seit dem 1. September.
handelsblatt.com

Alibaba überrascht mit deutlichem Umsatz-Plus.

Alibaba meldet für sein zweites Geschäftsquartal Umsätze von umgerechnet 14,5 Mrd Euro. Die chinesische Online-Handelsblattform steigert sich damit um 40 % und wächst vor allem in seinen Kerngeschäften E-Commerce und Cloud Computing. Alibaba übertrifft die Erwartungen der Analysten. Die guten Zahlen lassen einen Börsengang des Unternehmens Ende November in Hongkong wahrscheinlicher erscheinen.
handelsblatt.com

Huawei erhält von der CDU eine Absage für den Parteitag.

CDU lädt Huawei von ihrem Parteitag am 22. und 23.11. in Leipzig wieder aus, berichtet "Bild". Die Partei habe dem chinesischen Konzern mitgeteilt, dass eine Teilnahme als Sponsor "aus organisatorischen Gründen" nicht möglich sei. Beim letzten CDU-Parteitag und beim Deutschlandtag der Jungen Union war Huwei noch mit großem Infostand vertreten, beim Parteitag der CSU sponserten die Chinesen einen Imbiss-Stand. Inzwischen geht die Politik auf Abstand.
bild.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: China testet Journalisten per Gesinnungs-App auf Loyalität.

Video-Tipp: China prüft Journalisten per App auf ihre Loyalität. Die Medienmacher müssen die Gedankenwelt von Präsident Xi studieren und via App eine Prüfung absolvieren. Wer durchfällt, verliert seinen Job. Mit dem Test will die Partei ihre Macht demonstrieren und Angst verbreiten, berichtet ZDF-Korrespondent Ulf Röller.
twitter.com/ZDFheute (2-Min-Video), zdf.de (Textfassung)

Meinung: China ist KI-Vorbild trotz Überwachungs-Praxis.

Internet: China ist Digitalisierungs-Vorbild, obwohl es seine Bürger per Gesichtserkennung überwacht, argumentiert Informatik-Professor Christoph Meinel im "Süddeutsche"-Interview. Deutsche sollten nicht alle Entwicklungen verteufeln, sondern selbst erproben und dann einen Umgang damit entwickeln, der "den Werten unserer Gesellschaft entspricht". Das gelte besonders für KI-Anwendungen. Wichtige Fortschritte könne es nur durch Analyse vollständig anonymisierter Daten geben.
sueddeutsche.de

Facebook-Chef Mark Zuckerberg wirbt vor dem US-Kongress für Libra.

Digitalwährung: Facebook-Chef Mark Zuckerberg wirbt mit seiner Aussage vor dem US-Kongress bei US-Finanzminister Jerome Powell und US-Notenbankchef Steven Mnuchin um Libra, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Die bisherigen Skeptiker seien "gar nicht mehr so abgeneigt". Libra stärkt die US-Vormachtstellung in Finanzfragen, argumentiert Zuckerberg.
sueddeutsche.de