Zum Nachlesen: Das Transkript zum Open Innovation Live Podcast.

Inklusion bei Clubhouse: Wie nutzen blinde und gehörlose Menschen soziale Audio-Räume wie Clubhouse? Mit dieser Frage hat sich der Open Innovation Live Podcast am Donnerstag auseinandergesetzt. Das Experiment mit der blinden Microsoft-Mitarbeiterin Franziska Sgoff, dem blinden Journalisten Marko Schlichting und der tauben Julia Probst (Foto) hat gezeigt, dass sie mit Hilfsmitteln sogar miteinander ins Gespräch kommen können.
turi2.de (21-Seiten-Transkript), turi2.tv (83-Min-Mitschnitt mit Untertiteln)

Ein Abend für Inklusion – so lief der Open Innovation Live Podcast #3 bei Clubhouse.


Mit allen Sinnen: Zuhören, wie blinde und gehörlose Menschen leben und Social Media nutzen, steht im Mittelpunkt der dritten Ausgabe des Open Innovation Live Podcasts von Richard Gutjahr und Peter Turi im turi2 Clubraum. Bloggerin und Drehbuchautorin Julia Probst, bei Twitter bekannt als @EinAugenschmaus, ist gehörlos, kann über eine Live-Transkription und ihren Gebärdensprache-Dolmetscher aber dennoch an der Diskussion teilnehmen. "Ich war total überrascht, wie viele tolle Themen es hier bei Clubhouse gibt. Das hat die Angst in mir geschürt, Dinge zu verpassen", sagt sie. Die blinde Kinderbuch-Autorin und Microsoft-Mitarbeiterin Franziska Sgoff schätzt an Clubhouse die Möglichkeit, mit der Stimme zu überzeugen: "Hier kann der Mensch einfach sein, wie er ist." Online-Journalist Marko Schlichting, ebenfalls blind, lobt, dass sich die Clubhouse-Entwickler sehr darum bemühen, die App für Blinde nutzbar zu machen: "Das ist für mich gelebte Inklusion."

Innerlich zum Köcheln bringt ihn dagegen die häufige Frage zu seiner Blindheit: "Kann man da denn gar nichts machen?" In eine ähnlich Kerbe schlägt Julia Probst, die oft gefragt wird, ob sie nicht gerne hören würde: "Das ist so eine nervige Frage! Das einzige, was ich nicht kann, ist hören. Den Rest kriege ich doch wunderbar hin." Franziska Sgoff wünscht sich, dass Menschen mit und ohne Behinderung mehr miteinander in den Austausch kommen, "um sich gegenseitig besser kennenzulernen und die Lebenserfahrungen des Gegenübers besser zu verstehen". Marko Schlichting warnt jedoch vor ungefragter und ungewollter Hilfe, etwa beim Überqueren der Straße.

Außerdem geht es um Cripping up, die Situation, dass Schauspieler*innen ohne Behinderung in Filmen Menschen mit Behinderung spielen. Für Julia Probst völlig unverständlich: "Es gibt ganz viele gehörlose Schauspieler*innen, die eine Glanzleistung vollbringen, aber trotzdem nicht angenommen werden." Sie merke, wenn die Behinderung nur gespielt ist, sagt Probst: "Ich habe den Eindruck, dass man da manchmal für doof verkauft wird." Marko Schlichting sagt, behinderte Menschen sollten im Berufsleben ihre Fähigkeiten nicht unter den Scheffel stellen, sondern als Vorteil präsentieren: Er selbst kann bestens in der Nacht arbeiten, weil ihm egal ist, ob es draußen hell oder dunkel ist. Julia Probst ergänzt, Gehörlosen mache in Großraumbüros die Geräuschkulisse nichts aus.

Am kommenden Donnerstag will der Open Innovation Live Podcast die eigene Filterblase überwinden und in andere Räume reinhören, "von denen wir am wenigsten Ahnung haben", schlägt Peter Turi zum Schluss vor.
turi2.tv (83-Min-Video), turi2.de/podcast (83-Min-Podcast), spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Clubhouse-Tipp: Diskussionsrunde zu “Journalismus in der Pandemie”.

Clubhouse-Tipp: "Journalismus in der Pandemie – zu staatstragend? Eine illustre Runde aus u.a. Cordt Schnibben, Nicola Kuhrt, Mathias Müller von Blumencron, Jan Fleischhauer, Gilda Sahebi, Richard Gutjahr, Joachim Huber und Markus Peichl – die beiden letzteren hatten selbst Covid-19 – erörtert morgen Nachmittag, wie Medien in der Krise berichten. Die Reporterfabrik zeichnet die Diskussion auf.
joinclubhouse.com (Freitag, 17 Uhr)

Aufstieg eines Fitness-Lauchs: So lief der turi2 Clubabend mit Philipp Westermeyer.


Philipp, der Schlaue: OMR-Chef Philipp Westermeyer präsentiert sich beim Clubabend mit der turi2-Community am Mittwochabend als Unternehmer mit feiner Trendnase. Westermeyer berichtet, dass sein Team in der Pandemie ein neues Betätigungsfeld gefunden hat: Als diskreter Dienstleister unterstützt das OMR-Team das große Impfzentren in Hamburg, hat dafür personell sogar auf 500, meist freie Mitarbeiter aufgestockt. Vor Ort übernehmen seine Leute "alles, was nicht medizinisch ist", zum Beispiel die Datenerfassung. Ein bis zwei Millionen Euro habe das gecancelte OMR-Festival ihn 2020 gekostet. "Allerspätestens im Mai 2022" soll es die Flaggschiff-Veranstaltung wieder geben – die Chancen stehen gut, dass das Durchschnittsalter der Gäste dann deutlich unter dem im Impfzentrum derzeit liegt.

Seinen unternehmerischen Erfolg erklärt Westermeyer mit dem "Fitnessstudio-Effekt": Angefangen habe er – wie einst im Sporti – als "dünner Typ", als „Fitness-Lauch“, der null Klimmzüge geschafft hat. "Am Anfang hast du auch als Unternehmer keine Ahnung, weißt noch nicht mal, wie man eine Rechnung schreibt. Dieser Muskel wird aber mit jedem Tag und jedem Monat stärker." Gepumpt hat Westermeyer offenbar auch in Sachen VIP-Akquise für seinen Podcast, darauf weist Ex-"t3n"-Digitalchefredakteur Stephan Dörner im Clubraum hin. Den Grundstein für die Promitisierung habe Talk-Gast Dieter Bohlen gelegt, sagt Westermeyer: "Als ich den Verdacht hatte, das könnte was sein, haben wir weitergemacht."

Der Marketing-Mann kündigt außerdem eine Nachfolge-Doku zur Middelhoff-Produktion an, outet sich als E-Mail-Sekretär seiner Mitarbeiter*innen und gibt Tipps fürs Körbe-Verteilen. Dann tritt mit einem überraschenden Gruß aus der Küche noch Podstars-Mitmischer Tim Mälzer ans Mikrofon und fragt schimpfend, was 300 Leute nach Feierabend in einer Audio-App zu suchen haben.
turi2.tv (65-Min-Audio), turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de (Background)

Zum Nachlesen: Das Transkript zur Premiere von jobs@turi2 Clubraum.

Premiere mit FischerAppelt: Die erste jobs@turi2-Runde im turi2 Clubraum über den Werdegang der Hamburger Agentur-Gruppe können Sie jetzt als Transkript nachlesen. Co-Gründer Andreas Fischer-Appelt und Geschäftsführerin Eugenia Lagemann suchen darin neue Leute, die "digital ticken" und erzählen von ihren Lieblingsprojekten. Auch andere Agentur-Menschen nutzen das Podium, um ihre offenen Stellen zu bewerben, darunter Lars Cords von Scholz & Friends.
turi2.de (15-Seiten-Transkript), turi2.tv (60-Min-Mitschnitt mit Untertiteln)

Pandemie wirft Springers Event-Sparte nicht zurück, sagt Knut Döring.

Springer hat seine Event-Sparte mit Businesstreffen im Netz und der Verwertung von Live-Inhalten für Sonderbeilagen, News und Co über die Lockdown-Monate gerettet, sagt Vermarkter Knut Döring. Sein Fazit: Besonders Events, die sich um bestimmte Themen drehen und daraus Netzwerke bilden können, funktionierten virtuell gut. Clubhouse sieht er nicht als Konkurrenz, Springers B2B-Events seien erfolgreich, weil sie als "geschlossene Gesellschaften" Werbekund*innen mit Entscheider*innen aus Politik und Wirtschaft zusammenbringen.
horizont.net (Paid)

Kommunikationsnachwuchs verzweifelt gesucht – so lief der turi2 Clubabend bei FischerAppelt.


Klein anfangen, groß rauskommen: Mehr Konkurrenz als Bewerberinnen stehen am Ende im turi2 Clubraum beim neuen Format jobs@turi2 auf der Bühne – und der Mangel an qualifiziertem Nachwuchs wird greifbar. Co-Gründer Andreas Fischer-Appelt lüftet das Geheimnis um den Doppelnamen der Agentur FischerAppelt, Geschäftsführerin Eugenia Lagemann wirbt mit warmen Worten um junge Leute, "die digital ticken" und für ihr Trainee-Programm. Die Kommunikations-Branche ist "längst kein Sammelbecken für Journalist*innen mehr", betont Andreas Fischer-Appelt. In seiner Agentur hätten nur 50 der insgesamt 700 Mitarbeitenden Wurzeln im Journalismus. Auch der Netzwerker und Fachjournalist Nico Kunkel glaubt, dass die PR mehr Gewerke als den Journalismus braucht. Er wünscht sich mehr Quereinsteiger*innen, etwa Menschen mit Wirtschaftsstudium.

Wo eine große, deutsche Kommunikations-Agentur für sich als Arbeitgeber trommelt, ist die Konkurrenz nicht weit: Aus dem Kreis der 150 Zuhörer*innen entern zwei Konkurrenten das Podium: Lars Cords von Scholz & Friends berichtet von seiner Vergangenheit bei FischerAppelt, sucht aber selbst Nachwuchs-Talente. Eine ähnliche Guerilla-Taktik verfolgt Tilo Bonow von Piabo-PR: Auch er hat offene Stellen und via Social Media und Clubhouse bereits einige Bewerber*innen gefunden. Die Suche bei jobs@turi2 geht weiter – am kommenden Dienstag ist Europas größte inhabergeführte Agentur Serviceplan Gastgeber der neuen Job-Plattform.
turi2.tv (60-Min-Mitschnitt), turi2.de/podcast (60-Min-Audio), spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de (15-Seiten-Transkript)

Meinung: Clubhouse gibt Personen abseits der Mehrheitsgesellschaft eine Stimme.

Clubhouse "verleiht im wörtlichen Sinne den Menschen wieder eine Stimme", schreibt Philipp Oehmke. In der App kommen auch diejenigen mit Medien und Politik ins Gespräch, "über die die Mehrheitsgesellschaft seit einigen Jahren zwar intensiv spricht, die aber selten im Original zu hören sind", zum Beispiel Clan-Mitglieder. Zweifellos habe Corona den Hype um Clubhouse befeuert und werde in der Erinnerung damit verknüpft bleiben. Oehmke schreibt aber auch: "Vielleicht werden in postpandemischen Zeiten die Menschen auf Clubhouse auch nur noch vornehmlich schreien, wie sie es auf Twitter tun."
spiegel.de (Paid)

Lese-Tipp: Clubhouse-Investor Marc Andreessen im Porträt.

Lese-Tipp: Marc Andreessen, einer der Groß-Investoren von Clubhose, "gilt als cholerisch und spricht mit vielen Schimpfwörtern", schreibt Marie-Astrid Langer im "Handelsblatt". Andreessen ist selbst häufig auf Clubhouse zu Gast, wo er u.a. Gründern Tipps gibt. Skeptiker und Kritiker schätzt er weniger: Die schneide Andreessen aus seinem Leben "wie einen Krebs".
handelsblatt.com

Podcast statt E-Mail: So lief der turi2 Clubabend über Audio-Formate in der PR.


Der Hype ums Clubhouse geht: Da sind sich die Teilnehmer*innen der Montagsrunde im turi2 Clubraum einig. MDR-Sprecherin Julia Krittian sieht dennoch einen anhaltenden Akustik-Trend: "Die Nachfrage nach Kurzinfos hat abgenommen, weil wir alle spüren, dass man mehr und länger erklären muss. Vielleicht ist das der Grund für den Hype um Audio-Formate." Laut RWE-Pressechef Lothar Lambertz ist zumindest das schriftliche Wortlaut-Interview ein rückläufiges Format. Events sind als Kommunikations-Tool schon weggebrochen, daran erinnert Medientage-Marketerin Kerstin Deixler. Steht jetzt auch das geschriebene Wort kurz vor dem Ableben? Einen solchen Shift in der internen Kommunikation beobachtet Patrick Kammerer von Coca-Cola, sein Team und er greifen auf Corona-Distanz inzwischen ganz selbstverständlich zum Hörer statt in die Tasten zu hauen: "Wir haben keine Lust mehr, lange E-Mails zu schreiben." Für die Deutsche Telekom berichtet zudem Podcast-Chefin Lina Brinkschulte von einem gestiegenen Bedarf nach "nahbarer, authentischer" Kommunikation.

"Je ehrlicher, desto erfolgreicher"? Diese einfache Wahrheit über PR gibt Moderatoren-Legende Waldemar Hartmann, Cola Zero statt Weißbier schlürfend, in die Runde. Authentizität könne das gesprochene Wort leisten, meint CEO-Flüsterer Michael Manske von Volkswagen: "Audio ist echter, bringt Nähe." Überhaupt sei der "Hollywood-Filter" weg. Im Hause VW würden Podcasts mit dem Boss schon mal mit Ansteckmikro am Handy produziert. Dass Volkswagen seine Konzern-PR in absehbarer Zukunft nur noch per Audio verbreitet, ist trotzdem eher unwahrscheinlich. Etwa auf Clubhouse eine Meldung mit Schlagkraft zu platzieren, sei schwierig, glaubt Manske: "Außer natürlich, es geht etwas schief." Viel wahrscheinlicher ist indes, dass VW-Boss Herbert Diess bald Clubhouse-Premiere feiert und es eines Mittwochs heißt: "Herbert Diess, wir müssen reden!"
turi2.tv (60-Min-Mitschnitt), turi2.de/podcast (60-Min-Audio), spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de (16-Seiten-Transkript)

turi2 eröffnet im Clubhouse jobs@turi2.de, die Partnerbörse der Kreativwirtschaft.


In Villabajo prüft noch der Justitiar, ob abgespült werden darf, Villarriba feiert schon die nächste Party: turi2 startet in der Audio-App Clubhouse am Dienstag um 19 Uhr jobs@turi2, die Partnerbörse der Kreativwirtschaft. Zur Premiere erzählt Gastgeber und Gründer Andreas Fischer-Appelt vom Aufstieg der Agentur FischerAppelt vom Zwei-Mann-Studentenprojekt zur führenden Content-Marketing-Agentur mit über 700 Mitarbeiter*innen. Eugenia Lagemann, Geschäftsführerin bei FischerAppelt Relations, spricht über die Job-Anforderungen der Agentur. Im Gespräch mit den Gästen, darunter Berater*innen, Moderator*innen und Stimmtrainer*innen mit Clubhouse-Expertise, werden Chancen der Kooperation ausgelotet.

jobs@turi2 bringt jeden Dienstag von 19-20 Uhr im turi2 Clubraum auf Clubhouse Unternehmen & Kreative der Branche zusammen. Ab März bietet auch die Website turi2.de/jobs einen Marktplatz für Jobs, Stellen & Projekte der Kommunikations- und Kreativwirtschaft. Fragen, Anregungen, Bewerbungen (auch als Gastgeber) bitte per Mail an jobs@turi2.de. turi2 hat damit fürs Clubhouse jeweils ein tägliches Event an fünf Tagen pro Woche geschaffen - von Sonntag bis Donnerstag. Und dafür 1,5 neue Arbeitsstellen geschaffen.
joinclubhouse.com (Link zum Event)

Mehr Inklusion, bitte: Das Transkript zur 2. Folge des Gutjahr+Turi-Podcasts.

An alle denken: Die 2. Folge des Podcasts von Richard Gutjahr und Peter Turi gibt's jetzt auch als Transkript zum Nachlesen. Das Format musste bisher ohne Konzept auskommen, in der gestrigen Ausgabe haben sich die Gäste nach Anregung von Franziska Sgoff (Foto) und Sandra Olbrich darauf geeinigt, nächste Woche mehr Inklusion zu probieren und auch gehörlose Menschen durch Video und Untertitel mit in die Clubhouse-Diskussion einzubeziehen.
turi2.de (17-Seiten-PDF), turi2.tv (64-Min-Mitschnitt mit Untertiteln)

Nächste Station Inklusion: So lief Podcast #2 von Gutjahr+Turi und der turi2-Community.


Nimmt Form an: Richard Gutjahr und Peter Turi geben ihrem Podcast ohne Namen und Konzept zusammen mit der turi2-Community eine neue Richtung, beschließt die Runde im Clubraum am Donnerstagabend. Auf Anregung von Autorin und IT-Managerin Franziska Sgoff, die blind ist, und ZDF-Moderatorin Sandra Olbrich soll die nächste Ausgabe am nächsten Donnerstag auch für hörgeschädigte und gehörlose Menschen zugänglich werden. PR-Stratege Sascha Stoltenow gibt dazu einen einfachen, aber hilfreichen Hinweis: Der Podcast könne als Video live mitgeschnitten werden, während die Kamera die Echtzeit-Untertitel-Funktion von PowerPoint abfilmt.

Die Gruppe um Media-Lab-Bayern-Chefin Lina Timm, Medienmanager York von Heimburg, Mediate-Gründerin Katja Nettesheim und die Schweizer Audio-Macherin Bea Jucker spricht sich gemeinsam für den neuen Dreh für das Format aus. "Wenn man hier eine lebendige, vielfältige Community aufbauen möchte, muss man allen Menschen den Zugang ermöglichen", meint Moderatorin Olbrich. Die Hoffnung des Plenums: Das aktuell noch exklusive Inklusiv-Konzept für die Plauder-Plattform könnte – sofern das Untertitel-Feature wie geplant funktioniert – später auch von den Initiator*innen anderer Räume aufgegriffen werden. Und die App so für mehr Menschen öffnen, noch bevor die Clubhouse-Macher*innen die technischen Voraussetzungen dafür schaffen. Das Experiment geht weiter.
turi2.tv (64-Min-Video), turi2.de/podcast (63-Min-Audio), turi2.de (17-Seiten-Transkript)

Zum Nachlesen und Durchsuchen: Das Transkript zum turi2 Clubabend mit Tijen Onaran.

Sichtbarkeit und Diversität: Den turi2 Clubabend-Podcast mit Profi-Netzwerkerin Tijen Onaran können Sie jetzt auch als Transkript nachlesen bzw. durchsuchen. Die Global-Digital-Women-Gründerin spricht darin über ihr politisches Herz, erinnert sich an ihre persönlichen Jenny-from-the-Block-Momente und kündigt eine Jonglage-Session auf dem Einrad an.
turi2.de (18-Seiten-PDF), turi2.tv (67-Min-Mitschnitt mit Untertiteln)

Video-Tipp: “Late Night Berlin” zeigt Clubhouse im Real Life.

Video-Tipp: Klaas Heufer-Umlauf und Jakob Lundt erleben bei Late Night Berlin, wie Clubhouse wohl wäre, wäre es ein echtes Haus mit realen Räumen. Sie treffen auf Menschen, die vor allem über sich selbst reden, manche sitzen auf dem Klo, während sie auf der Clubhouse-Bühne sprechen. Eine Hose gehört nicht zwangs­weise zum Dresscode.
youtube.com (7-Min-Video)

Hör-Tipp: Sandro Schroeder wünscht sich Clubhouse-Talks, die überdauern.

Hör-Tipp: Sandro Schroeder (Foto) spricht mit Philip Banse über Vor- und Nachteile von Audioformaten wie Podcasts und Clubhouse. Für Clubhouse wünscht sich Schroeder eine Art Archiv-Funktion, damit Menschen Gespräche nachhören können, die sie verpasst haben. Die Vergänglichkeit von Live-Talks mache ihn "eher traurig".
kuechenstud.io, podcasts.apple.com (2-Std-Podcast)

Zum Nachlesen: So lief der turi2 Social-Media-Clubabend auf Clubhouse.

Mehr als 280 Zeichen: Den turi2 Clubabend mit den Journalistinnen Yasmine M'Barek (Foto), Nalan Sipar, Tess Kadiri, der Telekom-Kommunikatorin Stephanie Tönjes und PR-Managerin Kristin Dolgner gibt's jetzt auch als Transkript zum Nachlesen. In der Runde erzählen die fünf, welches Social Network sie gerade inspiriert, wie sie Filterblasen durchstechen – und diskutieren Formen der Selbstinszenierung zwischen Instagram und Linked-in.
turi2.de (15-Seiten-PDF), turi2.tv (62-Min-Mitschnitt mit Untertiteln)

Welches Social Network inspiriert dich? Was nervt? Der Social-Media-Talk auf Clubhouse.


Der Mix macht's: Social Media zwischen Inspiration und Nerv-Faktor, darüber hat am Montagabend eine Runde aus Journalistinnen und PR-Frauen im turi2 Clubraum bei Clubhouse diskutiert. Einig sind sich Stephanie Tönjes, Content-Strategin der Telekom, Kristin Dolgner, Operativ-Chefin der PR-Agentur hypr, und die Journalistinnen Nalan Sipar, Tess Kadiri und Yasmine M'Barek darüber, dass es ohne soziale Netzwerke nicht geht. Die Schwerpunkte der Diskussions-Teilnehmerinnen unterscheiden sich aber zum Teil erheblich. Stephanie Tönjes etwa schwört auf Linked-in und "Personal Branding" – für sie ist das mehr als Selbstbeweihräucherung, es gehe um Persönlichkeitsentwicklung und die Frage "Wofür möchte ich stehen?". Diese Frage beschäftigt auch Kristin Dolgner, wenn sie PR für Unternehmen macht: "Die Communitys wünschen sich von den Unternehmen eine Haltung, es geht nicht mehr nur um Glossy Fotos und Kampagnen."

Für die Journalistinnen Tess Kadiri, Nalan Sipar und Yasmine M’Barek sind Filterblasen in den Netzwerken ein großes Thema. Die deutsch-türkische Journalistin Nalan Sipar hat Angst vor einer gespaltenen Gesellschaft, wie sie sie in der Türkei erlebt, dort gebe es keine öffentliche Debatte mehr. Sie folge in Social Media bewusst Menschen, über deren Beiträge sie sich ärgert, um ihre eigene Filterblase zu durchbrechen. Für Tess Kadiri ist Input, der von außerhalb der sozialen Medien kommt, deswegen so wichtig: Sie begegnet anderen Meinungen und Weltanschauungen im Radio, Fernsehen oder im persönlichen Gespräch und merkt, "aus den Filterblasen muss man raus". Yasmine M’Barek nutzt alle relevanten sozialen Netzwerke: Auf TikTok erfährt sie, wie die ganz jungen Leute ticken, bei Twitter erlebt sie die Journalist*innen-Blase, die sie als "fern der Lebensrealität" bewertet, und auf Instagram sei "alles soft gewaschen" – "der Mix daraus ist für mich persönlich ganz gut".
turi2.tv (62-Min-Video/-Podcast), turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Meinung: Clubhouse ist der “First Mover” einer größeren Social-Audio-Bewegung.

Clubhouse ist der "First Mover" einer größeren Social-Audio-Bewegung, glaubt RMS-Chefin Marianne Bullwinkel. Die App passe zum "Audio only"-Zeitgeist und sei ein Beleg für "Voice als Schlüsseltechnologie der 20er Jahre." Laut Bullwinkel könnte sich Clubhouse in Zukunft auch über gesprochene Werbung finanzieren. Auch Sven Rühlicke, CEO der Audio-Agentur Wake Word, sieht Clubhouse als "letztes Puzzlestückchen" im allgemeinen Trend hin zu Audio.
horizont.net (Paid), blog.medientage.de

Lese-Tipp: Clubhouse könnte es wie Snapchat ergehen, erwartet Jakob von Lindern.

Lese-Tipp: Nicht Clubhouse ist das nächste große Ding, sondern das, wofür es steht, nämlich "mehr oder weniger spontan und ungeschnitten ins Smartphone gesprochenes Wort", schreibt Jakob von Lindern. Er sieht Parallelen zu Snapchat, dessen "gefühlte Vergänglichkeit" der Storys sich inzwischen auch bei vielen anderen Diensten findet. Clubhouse selbst sei "noch in der Metaphase", weil auf der Audio-Plattform häufig diskutiert wird, was Clubhouse eigentlich sein soll.
zeit.de

Clubhouse-Tipp: Wolfram Winter diskutiert mit Gästen über “Ruf und Berufung” von ARD und ZDF.

Clubhouse-Tipp: PR-Berater Wolfram Winter lädt um 18 Uhr zur zweiten Clubhouse-Runde über "Ruf und Berufung" von ARD und ZDF ein. Gäste sind u.a. WDR-Programmdirektorin Valerie Weber, Bremen-Vier-Chefin Felicia Reinstädt und ARD-Aktuell-Chefredakteur Helge Fuhst. Womöglich schaut auch Thomas Gottschalk erneut vorbei.
joinclubhouse.com (Kalender-Link fürs iPhone)

“Welt am Sonntag”-Gastbeitrag: Thomas Gottschalk nimmt Stellung zu Rassismus-Kritik und widerspricht turi2.

Gottschalk erklärt sich: Entertainer Thomas Gottschalk reagiert in seinem "Welt am Sonntag"-Gastbeitrag erstmals auf die Rassismus-Vorwürfe gegen ihn, die nach seinem Auftritt im WDR-Talk Die letzte Instanz aufgekommen waren. Das "unselige" Z-Wort werde er "nie mehr benutzen". Zudem werde er gewisse Begriffe künftig meiden – nicht der Political Correctness wegen, sondern weil Menschen mit seiner "Eloquenz unzählige Worte zur Verfügung stehen, die weder missverständlich sind, noch aus einer Denkschule kommen, die ausgedacht hat". Zu einer Entschuldigung ist er dennoch nicht bereit, da seine Äußerungen "weder verletzend noch bösartig" gemeint gewesen waren: "Aber ich bin bereit, zu lernen und zuzuhören", so der Show-Master weiter. "Mein Weltbild entstand im letzten Jahrhundert, und ich akzeptiere, dass da einiges justiert werden muss."

Auch zu seinem Clubhouse-Auftritt von vergangenem Sonntag äußert sich Gottschalk: Bei einer Diskussion über den "Sinn und Unsinn des öffentlich-rechtlichen Fernsehens" habe er "reflexhaft die Hand gehoben" und seine "kritische Meinung zum Besten gegeben". Eine "Wutrede", wie turi2 den Auftritt bewertet hatte, sei das jedoch nicht gewesen: "Ich bin ein Fan des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, aber ich ärgere mich darüber, wie dieser sich in verknoteten Strukturen zu Tode verwaltet".
edition.welt.de (Paid), turi2.de (Letzte Instanz), turi2.de (Clubhouse)

“prisma”-Chef Stephan Braun holt Jürgen Domian ins Clubhouse.

prisma, TV-Beilage aus Düsseldorf, und ihrem Chefredakteur Stephan Braun gelingen ein kleiner Clubhouse-Scoop: Unter der Fahne der Zeitschrift feiert die WDR-Talk-Legende Jürgen Domian (Foto) seine Clubhouse-Premiere. Am Montag zwischen 21 und 22 Uhr sprechen Domian, Braun und Christian Parth, Redaktionsleiter "Domian live", zum Thema: "Corona, Lockdown und kein Karneval - was macht das alles mit uns?" Der Talk ist gleichzeitig die "prisma"-Premiere bei Clubhouse, Stephan Braun plant zunächst mit einer wöchentlichen Reihe.
turi2 – eigene Infos, joinclubhouse.com (Kalender-Link fürs iPhone)

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Kein Weißer-alter-Männer-Podcast: Der Podcast ohne Namen und Konzept, in dem Richard Gutjahr und Peter Turi in 10 Folgen die Möglichkeiten digitaler Räume zusammen mit der turi2-Community öffnen wollen, sucht schlaue Medienfrauen für die Bühne der 2. Sendung am Donnerstag, 18. Februar, 19-20 Uhr. Thema: Diversity works! Wir wollen zeigen, dass eine bunte Truppe weiter und breiter denkt.
joinclubhouse.com (Termin-Link für den iPhone-Kalender), turi2.de (Folge 1)

Die erste Folge des Gutjahr+Turi-Podcasts gibt’s jetzt auch zum Nachlesen.

Konzeptlos-Papier: Die erste Folge des Podcasts mit Richard Gutjahr (Foto) und Peter Turi steht jetzt als Transkript zum Nachlesen bereit. Das offiziell noch namenlose Format will in insgesamt 10 Folgen die Möglichkeiten digitaler Räume für die Kommunikationsbranche ergründen – und sucht jetzt für die 2. Bühne am 18. Februar Frauen, die mitreden und sich einbringen wollen.
turi2.de (20-Seiten-PDF), turi2.tv (70-Min-Mitschnitt mit Untertiteln)

Befragung: Clubhouse erreicht bislang überwiegend urbane Bildungsschichten.

Clubhouse ist bislang vor allem urbanen Schichten mit höherem Bildungsniveau ein Begriff, zeigt eine Befragung des Marktforschers Civey. Die Nutzer*innen suchen überwiegend nach Themen aus Politik und Gesellschaft. Tobias Kollmann, Professor der Universität Duisburg-Essen, sagt: "Clubhouse ist bislang noch ein gesellschaftliches Randphänomen. Die vermeintliche digitale Kommunikationselite scheint auf dieser Plattform somit noch weitgehend unter sich zu sein." Interessant: Fast die Hälfte der Befragten ist pessimistisch, ob sich Clubhouse gegen Konkurrenz von Twitter und Facebook durchsetzen kann.
horizont.net (Paid)

Tool-Tipp: Diese Dienste erleichtern die Nutzung von Clubhouse.

Tool-Tipp: Martin Fehrensen, Gründer vom Social Media Watch Blog, hat eine Reihe praktischer Dienste zusammen­gestellt, die die Nutzung von Clubhouse erleichtern. Clublink.to erstellt visuell ansprechende Einladungen. Bei Shorten.club können Hosts Infos und Links hinterlegen, die über sechsstellige Zahl abrufbar sind. Clubrecorder.com ermöglicht den Cloud-Mitschnitt von Gesprächen, Roomsofclubhouse.com listet alle aktuell offenen Räume. Dennis Horn gibt in seinem Blog Tipps zur lokalen Aufzeichnung von Clubhouse-Talks.
twitter.com/martinfehrensen, dennishorn.de (Aufzeichnung)

Hör-Tipp: “t3n” veröffentlicht Clubhouse-Podcast mit Trivago-Gründer Rolf Schrömgens.

Hör-Tipp: Die jungen Pioniere der Techie-Seite t3n haben in ihren vermutlich blauen Hemden ein Experiment und das Ungeheuerliche gewagt: ein Clubhouse-Gespräch mit Trivago-Gründer Rolf Schrömgens als Podacst zu veröffentlichen. Was sollen wir sagen? Das Experiment ist - auch inhaltlich - gelungen und hörenswert. Wir graturilieren!
t3n.de (53-Min-Podcast)

Meinung: Clubhouse gerät in die Todeszone.

Clubhouse gerät in die Startup-Todeszone, schreibt Thomas Heuzeroth. Die App sei so erfolgreich, dass sie entweder gekauft werde oder von den "Großen" nachgemacht werde - Facebook und Twitter sind bereits in das Klon-Rennen eingestiegen. Insbesondere Facebook, das "in der Todeszone sehr aktiv sei", könnte für Clubhouse zu einer ernsten Bedrohung werden.
edition.welt.de (Paid), turi2.de (Background Facebook)

Gutjahr+Turi – Der Podcast ohne Namen und Konzept #1.

Konstituierende Clubhouse-Session: Mit viel prominent-kollegialer Unterstützung haben Journalist und Blogger Richard Gutjahr und turi2-Gründer Peter Turi am Donnerstagabend ihren "Podcast ohne Namen und Konzept" gestartet. Ihr Ziel: In insgesamt zehn Sessions Inspiration und Ideen für die Nutzung von Audioformaten und Hörräumen zu finden. Die Clubabende laufen jeden Donnerstagabend live auf Clubhouse und tags drauf als turi2-Podcast. Bereits zur Premiere hat sich die turi2-Community aktiv eingebracht – auf dem Podium haben u.a. n-tv-Journalistin Carola Ferstl, der beratende Blogger Thomas Knüwer, die Fotografin Anne Hufnagl, der Neurowissenschaftler Henning Beck und der Immobilien-Unternehmer Konstantin Neven DuMont mitdiskutiert und Einfluss auf das Konzept des Podcasts genommen.

So erklärt Henning Beck etwa, dass es bei Clubhouse mehr um Content geht als auf anderen Plattformen, weil kein Bild ablenkt: "Ein Drittel unseres Hirns ist mit der Bildverarbeitung beschäftigt", erklärt der Forscher – das falle hier weg. Zudem sei der Kontakt zu anderen Menschen ein "urmenschliches Bedürfnis", deshalb hält Beck Audio-Räume wie Clubhouse auch nicht für einen kurzlebigen Hype. Fotografin Anne Hufnagl, die u.a. auf der Pioneer One von Gabor Steingart für die Optik sorgt, findet Bilder auf Clubhouse dagegen besonders wichtig, gerade, weil es in der App so wenige davon gibt: "Ich klicke auf Bilder der Leute, die ich ansprechend finde."

Auf eine Kritik haben Gutjahr und Turi sofort reagiert: Damit am Ende kein Podcast von alten, weißen Männern entsteht, versprechen sie, sich um die von der Community vorgeschlagenen Frauen als Gäste für die nächsten Ausgaben zu bemühen: Carline Mohr, Sham Jaff, Samira El Ouassil und Maja Göpel. Außerdem soll es, anders als bei der Premiere, keinen rein männlichen Einführungstalk mehr geben.
turi2.tv (70-Min-Video/-Podcast auf YouTube) turi2.de/Podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de




Zum Nachlesen: Das Transkript zum turi2 Clubabend mit Kai Diekmann.

Storymachine als Story: Den turi2 Clubabend mit Kai Diekmann, der durch die Maschinenräume seiner PR-Agentur in Berlin führt, gibt's jetzt auch als Transkript zum Nachlesen. Diekmann beantwortet darin Fragen zur Wulff-Affäre, spricht über seine Rolle bei Wirecard, seine Zeit bei "Bild" – und berichtet, welche Ideen einem so kommen, wenn man zwei Flaschen Weißwein intus hat.
turi2.de (16-Seiten-PDF), turi2.tv (64-Min-Mitschnitt)

Clubhouse-Tipp: Hirn-Experten Elena Gross und Henning Beck sprechen über den Lockdown.

Clubhouse-Tipp: Neurowissenschaftlerin Elena Gross und Science Slammer Henning Beck (Foto) sprechen am Freitag zum Thema: "Neuro Nerds - Macht uns der Lockdown dumm?" Sie widmen sich aktuellen Erkenntnissen aus Hirnforschung und Psychologie und beantworten die Frage, was mit unserem Denken passiert, wenn wir nicht unter Leute kommen.
joinclubhouse.com, turi2.de (Henning Beck im Interview in der turi2 edition #12)

Hirnforscher Henning Beck in der turi2 edition über das menschliche Bedürfnis nach Vorbildern.

Twitter weitet Spaces-Testlauf aus.

Twitter legt beim Testlauf mit seiner Clubhouse-ähnlichen Audio-Funktion Spaces mehrere Zähne zu und weitet ihn auf mehr Nutzer*innen aus. Produktchef Kayvon Beykpour sagt, Twitter wolle den Austausch von Informationen "durch Gespräche zwischen Nutzern ergänzen". Der Zwitscherdienst hat in Sachen Community-Vernetzung die Nase im Wind, wo Clubhouse penetrant nach Zugriff auf die Kontakte der Nutzer*innen fragen muss. Spannend wird, ob Audio-Affine weiterhin den "Umweg" über Clubhouse gehen, wenn sie stattdessen einen Audio-Chatraum bei Twitter nutzen können.
heise.de, faz.net, turi2.de (Vergleich Twitter Spaces und Clubhouse)

Facebook entwickelt Clubhouse-Klon.

Copyhouse: Facebook arbeitet an einem Clubhouse-Imitat, berichtet die "New York Times" unter Bezug auf zwei unternehmensnahe Quellen. Diese berichten, dass sich das Produkt in der Frühphase seiner Entwicklung befindet. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte erst kürzlich selbst einen Auftritt auf Clubhouse. Sein Unternehmen will sich zu der Nachricht nicht äußern. Konkurrent Twitter hat bereits einen eigenen Clubhouse-Klon am Start.
nytimes.com, theverge.com, turi2.de (Background Twitter)

Der turi2 Video-Clubabend mit Kai Diekmann und StoryMachine.


Im Maschinenraum: Ab 19 Uhr begrüßt turi2 Kai Diekmann als Talk-Gast beim turi2 Clubabend. Im Gespräch mit Peter Turi führt der langjährige “Bild”-Chefredakteur durch die Räume seiner Agentur StoryMachine und stellt sich den Fragen der turi2 Community. turi2 überträgt den Clubabend live auf turi2.de, auf YouTube und bei Clubhouse. Wenn Sie Fragen an Kai Diekmann haben, twittern Sie unter dem #clubabend oder schreiben Sie eine Mail an clubabend@turi2.de.
turi2.tv, joinclubhouse.com

Stiftung Warentest prüft Datenschutz von Clubhouse.

Clubhouse teilt persönliche Daten der Nutzer*innen mit Apple und Datenanalyse-Firmen in den USA, zeigt eine Prüfung der Stiftung Warentest. Die App schneidet alle Äußerungen mit und übertrage in vielen Fällen Adressbucheinträge auf Firmenserver, wo sie für Werbezwecke verwendet werden können. Der Verbraucherschutzverband VZBV hat Clubhouse bereits wegen "gravierender rechtlicher Mängel" abgemahnt.
test.de, turi2.de (Background)

Gutjahr und Turi versuchen sich an einem Live-Podcast ohne Namen und Konzept.

Wir müssen reden - über die Zukunft des Journalismus und der Medien in Deutschland. Mit diesem Vorsatz starten der Journalist, Moderator und Innovationsexperte Richard Gutjahr und turi2-Verleger Peter Turi im turi2 Clubraum in der Audio-App Clubhouse am Donnerstag abend um 19 Uhr einen Live-Podcast mit Hörer*innenbeteiligung. Die zehn Folgen werden - wie bei turi2 üblich - als Podcast mitgeschnitten und transkribiert. Der Podcast ist aus einem zufälligen Treffen der beiden am späten Freitag abend im Clubhouse entstanden.

Gutjahr hatte einen Raum geöffnet ohne Namen und Konzept - genau das machte Turi neugierig. Die beiden kam in einer kleinen Runde ins Reden, über die Kraft neuer Hörräume, über die künftige Finanzierung von Journalismus und über Innovation. Und beschlossen, ihr spontanes Gespräch fortzuführen: am Donnerstag, 19 Uhr, ist es soweit. Wichtigste Spielregel: Zwischen den Folgen dürfen die beiden nicht miteinander sprechen oder schreiben, alle Gespräche finden auf offener Bühne und mit Publikumsbeteiligung statt - Open Innovation sozusagen. In der ersten Folge müssen Gutjahr + Turi Grundlegendes klären: Wo wollen wir überhaupt hin? Wie heißt der Podcast denn nun? Und: Wie verhindern wir, dass es ein typischer Alte-weiße-Männer-Podcast wird?
joinclubhouse.com

Kreativ durch die Krise: Das Transkript des turi2 Ideen-Clubabends zum Nachlesen.

Kreativ-How-To: Das Transkript des turi2 Clubabends mit Dörte Spengler-Ahrens, Thomas Knüwer, Laura Karasek, Felix Dachsel, Gabriele Hässig und Michael Trautmann steht jetzt als Transkript vollständig zum Nachlesen bereit. In der Runde verraten die Gäste, wie sie es schaffen, ihre Kreativkraft im Lockdown hochzuhalten. Spoiler: Es wird getanzt – und getobt.
turi2.de (15-Seiten-PDF), turi2.tv (64-Min-Mitschnitt mit Untertiteln)

Was hilft gegen die Ideen-Krise im Lockdown? So lief der Kreativ-Talk im turi2 Clubraum.

Frischekur für den Kopf: Was die Kreativität befeuert, wenn Reisen und Konferenzen wegfallen, darüber haben sich sechs kluge Gäste im dritten turi2 Clubabend auf Clubhouse Gedanken gemacht. "Jetzt kommt der Moment, wo man merkt, dass Kreative noch etwas anderes brauchen als einen Monitor und viele Gesichter", sagt ADC-Präsidentin und Jung-von-Matt-Kreativchefin Dörte Spengler-Ahrens und spricht von einer schwierigen Zeit für die Agentur-Arbeit. "Man braucht Austausch, Reibung, das Zusammensein, die Zufälle." Vor dem Bildschirm sei die kreative Kraft niedriger als in der physischen Zusammenarbeit. Gabriele Hässig, als Geschäftsführerin bei Procter & Gamble für Kommunikation zuständig, empfiehlt, die Tage im Lockdown nicht durchzuplanen, um Zufälle zuzulassen. Im Clubraum erklärt Hässig zudem, warum ihr Konzern die Büros nicht komplett dicht macht, und weshalb sie auf mittägliche Meetings verzichtet. Eine ihrer persönlichen Maßnahmen gegen den Corona-Blues: tägliches Spazierengehen.

Sport-Marketer Michael Trautmann setzt auf dieselbe Ödnis-Prophylaxe – und zieht Energie aus seinen Podcasts. Medien-Multitalent Laura Karasek berichtet aus dem Zug nach Köln von vorwurfsvollen Laptop-Tastaturen, von Glücksgefühlen auf Clubhouse und von der Schwierigkeit, ohne Kneipen-Recherchen Romane zu schreiben. Sie bleibt kreativ, indem sie "viele kluge Texte von vielen klugen Leuten" liest, Serien schaut und manchmal im Hotelzimmer zu lauter Musik tanzt. Digital-Berater und Home-Office-Skeptiker Thomas Knüwer schreitet im Lockdown weiterhin täglich 70 Meter von seiner Wohnungstür ins Büro und schaut dabei zur Kreativ-Inspiration immer mal wieder auf TikTok vorbei. Für neue Ideen, glaubt Vice-Chefredakteur Felix Dachsel, kann es hilfreich sein, sich auch mal explizit über die Lage zu ärgern: "Ich glaube es ist wichtig, die Wut und die Verzweiflung dieser Situation zuzulassen. Dann kommt die Kreativität leichter wieder hervor."
turi2.tv (64-Min-Mitschnitt), turi2.de/podcast (64-Min-Audio), turi2.de (15-Seiten-PDF)



Mitarbeit: Elisabeth Neuhaus

China blockt Zugang zu Clubhouse.


Tür zu Clubhouse verschlossen: China macht der kurzen Phase der freien Meinungsäußerung via Clubhouse ein jähes Ende. Seit heute ist der Zugriff auf die Gesprächs-App in China gesperrt. Vorausgegangen ist ein Wochenende, an dem die App in China einen Boom erlebte und Chinesen in zahlreichen Räumen zu kritischen Themen diskutiert haben wie dem Umgang mit den Uiguren, das Verhältnis zu Hongkong und Taiwan oder das Massaker auf dem Tiananmen-Platz. Auch vor der Sperre war der Zugriff auf Clubhouse nur für iPhone-Besitzer*innen möglich, deren Apple-ID außerhalb Chinas registriert ist. Zusätzlich benötigten Interessierte einen Einladungscode. Entsprechende Codes wurden online zwischenzeitlich für bis zu 40 Euro verkauft.

Die Kontrolle des Internets ist in China streng. Politisch aus Sicht der Parteiführung heikle Themen werden zensiert. Beiträge und Diskussionen in Textform lassen sich dabei jedoch deutlich besser kontrollieren als gesprochenes Wort, sodass das Ende von Clubhouse in China von vielen bereits erwartet worden. Einige erwarten bereits eine chinesische Kopie, die mit Zensursoftware dafür sorgt, dass unerwünschte Themen nicht vorkommen.
faz.net, heise.de, techcrunch.com

Ehemaliger Vize-Regierungssprecher Georg Streiter kritisiert Mitschnitte bei Clubhouse.

Clubhouse-Streiter: Georg Streiter, von 2011 bis 2018 einer der Stellvertreter von Regierungssprecher Steffen Seibert, wettert auf seinem Blog am Beispiel von turi2 gegen Nutzer*innen, die Gespräche bei Clubhouse aufzeichnen. Solche Aufzeichnungen würden die schriftliche Genehmigung aller Teilnehmenden bedürfen, was praktisch nicht umsetzbar sei. Außerdem untergrabe es die lockere Gesprächsatmosphäre, wie schon Bodo Ramelow erfahren musste. "Vielleicht hätte er die 'Candy-Crush-Affäre' nicht überstanden, gäbe es ein genaues Wortprotokoll", schreibt Streiter. Turi2 weist sein Publikum während den Clubabenden mehrfach auf die Aufzeichnung hin.
georgstreiter.de