Clubhouse startet Android-App in den USA.

Was lange währt, wird endlich Beta: Die Audio-App Clubhouse ist nach über einem Jahr erstmals über Android verfügbar – vorerst aber nur als Beta-Version in den USA. Bevor weitere englischsprachige Länder und der Rest der Welt folgen, will der Dienst Feedback der Community sammeln, etwaige Technik-Probleme beheben und Funktionen wie Zahlungen und die Erstellung von Clubs hinzufügen.

Userinnen außerhalb der USA können sich im Google Play Store für Clubhouse vorregistrieren, sie werden dann automatisch darüber benachrichtigt, wenn die App in ihrem Land verfügbar ist. Gänzlich öffnen wird sich Clubhouse aber auch weiterhin nicht, an dem Einladungs-Prinzip will man festhalten. Clubhouse war lange nur auf Apples Betriebssystem iOS nutzbar. Derweil hat die Konkurrenz bereits an ihren eigenen Clubhouse-Klonen gearbeitet, erst Anfang Mai ist Twitter Spaces für alle Nutzerinnen mit mehr als 600 Followern an den Start gegangen.
joinclubhouse.com, turi2.de (Background Twitter), turi2.de/clubraum

Clubhouse-Klon Twitter Spaces startet.


Testphase (fast) beendet: Twitter launcht seinen Clubhouse-Klon Spaces für alle Nutzerinnen. Zunächst können nur Accounts mit mehr als 600 Followern Gesprächsräume hosten, in den kommenden Wochen will Twitter die Funktion für alle Konten freischalten. So will der Konzern weitere Zeit gewinnen, um Feedback zu sammeln und Fehler zu beheben. Anders als Konkurrent Clubhouse läuft Spaces auch auf Android-Geräten und nicht nur auf Apples Betriebssystem iOS. Wenn Nutzerinnen einen Raum starten, können alle Follower diesen als violetten Kreis über der eigenen Timeline sehen und beitreten. Neben der bekannten der stimmlichen Interaktion, erlaubt Spaces auch Reaktionen der Zuhörerinnen via Emojis.

Der Kurznachrichtendienst hat bereits weitere Veränderungen seines Social-Audio-Produktes angekündigt. In den kommenden Monaten erhält eine zunächst limitierte Zahl von Usern Zugang zu einem Ticket-System für ihre Räume. Sie können dann Preise und Ticketanzahl selbst bestimmen, Twitter behält eine "kleine Menge" des erlösten Geldes ein. Zudem wird es möglich sein, Erinnerungen für künftige Spaces zu setzen und mit Co-Hosts einen Raum zu managen. Auch die Live-Untertitelung werde bald optimiert, so Twitter.
blog.twitter.com, dwdl.de, theverge.com, rnd.de, meedia.de

Clubhouse-Tipp: Reporterfabrik und Reporter ohne Grenzen diskutieren über Pressefreiheit.

Clubhouse-Tipp: Zum Tag der Pressefreiheit diskutieren Reporterfabrik-Gründer Cordt Schnibben und Martin Kaul von Reporter ohne Grenzen am Freitag um 17 Uhr über die Bedrohung der Pressefreiheit sowie Medienkritik, die ihm Rahmen der "Alles dicht machen"-Aktion laut wurde. Mit dabei sind u.a. Journalistin Lea Deuber, DJV-Vorstand Mika Beuster und Autor Jan Fleischhauer.
joinclubhouse.com (Kalenderlink)

Lese-Tipp: Wie “NYU Girls Roasting Tech Guys” ihre Social-Audio-Marke aufbauen.

Lese-Tipp: Die Clubhouse-Dating-Show NYU Girls Roasting Tech Guys hat "das Potenzial, eine der ersten großen Social Audio Brands mit funktionierendem Businessmodell auf Clubhouse zu werden", schreibt Florian Heide bei OMR. Neben Marketing auf anderen Netzwerken betreiben die NYU Girls auch einen Livechat, in dem Direktzahlungen an die Creator möglich sind. Zudem haben sie am Dienstag bei WME, der größten Entertainment-Agentur der USA, unterschrieben.
omr.com

Der Trend geht zum Doppelpunkt – so lief die offene turi2 Redaktions-Konferenz bei Clubhouse.


Im Gespräch bleiben: "Ich weiß jetzt, wie sich Frauen fühlen müssen, wenn sie immer nicht mitgedacht werden." So bilanziert turi2-Gründer Peter Turi knapp zwei Monate generisches Femininum in den Medien von turi2. In einer offenen Redaktionskonferenz im turi2 Clubraum haben Redaktion und Community über die Erfahrungen mit der ausschließlich weiblichen Schreibweise diskutiert. Unter dem Strich wird klar: Niemand will zum generischen Maskulinum zurück, gleichzeitig braucht es aber ein Zeichen, das alle Geschlechter mitmeint. Fast alle Gesprächsteilnehmer:innen plädieren für den von Verlegerin Heike Turi ins Gespräch gebrachten Binnen-Doppelpunkt – auch weil er den Lesefluss weniger unterbricht als das Gender-*. CvD Björn Czieslik legt Wert darauf, bei feststehenden Eigennamen wie "Bund der Steuerzahler" nicht zu gendern – es sei denn, der Verband ändert seinen Namen offiziell.

Peter Turi regt an, die Entscheidung, wie turi2 inklusive Sprache nutzt, an die Community weiterzugeben – in Form einer Online-Umfrage gemeinsam mit unserem Umfrage-Partner Innofact. Weiteres Thema der offenen Redaktionskonferenz war die Entwicklung der Audio-Plattform Clubhouse und die Frage, wie viel Leben angesichts sinkender Nutzer-Zahlen und wachsender Konkurrenz noch in der App steckt. Hier schaltet sich Agenturchef und Clubhouse-Influencer Holger Kahnt von Allaboutclubhouse ein. Er glaubt, dass die App noch viel Potential hat und hofft auf einen weiteren Schub durch den für Mai angekündigten Android-Release. "Viele Menschen finden die spannenden Räume nicht", glaubt er und sieht die Clubhouse-Macherinnen in der Pflicht, eine bessere Discover-Funktion anzubieten.
turi2.tv (64-Min-Video/-Podcast), turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)

Wie Digitalisierung in deutschen Schulen funktionieren kann – So lief der Open Innovation Live Podcast #7.


Hefte raus, (digitale) Klassenarbeit: "Momentan ist das ungenutzte Potential ein Notstand", fasst Lehrer Oliver Kracke den Stand der Digitalisierung in deutschen Schulen im Open Innovation Live Podcast zusammen. Der "Lehrer mit Digitalisierungshintergrund", wie er sich selbst nennt, erzählt am Donnerstagabend von Lehrkräften Mitte 30, bei denen die Digitalisierung bei E-Mails aufhört. Das hält er für problematisch, da sie dann nicht einschätzen könnten, warum TikTok für Achtjährige so wichtig ist. Grundschullehrerin Charley Camejo muss sich selbst ständig mit neuen Plattformen auseinandersetzen und wünscht sich, dass es für Schülerinnen nicht nur einen Fahrrad-, sondern auch einen Internet-Führerschein geben sollte. Moderatorin Tess Kadiri erinnert sich, dass Social Media bei ihr im Unterricht nie angesprochen wurde – dabei ist ihr Abitur gerade einmal zwei Jahre her.

Überrascht war Richard Gutjahr vom Stundenplan seiner Tochter in Israel: Bereits in der 1. Klasse stehen dort Fächer wie iPad-Unterricht auf dem Plan. Charley Cameo gefällt das Konzept, in Deutschland stehe aber oft der Lehrplan, der abgearbeitet werden muss. "Digitale Bildung" im Lehrplan wünscht sich auch Anna-Katharina Meßmer, Projektleiterin für Digitale Nachrichten- und Informationskompetenz bei der Stiftung Neue Verantwortung. Die Ergebnisse ihrer Studie zur Einordnung von Nachrichten nennt sie "überraschend": Von 30 möglichen Punkten erreichen die Teilnehmerinnen über 18 Jahren im Schnitt nur 13,3 Punkte. An Medienkompetenz mangele es nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen. Meßmer hofft, dass die Generationen in Zukunft stärker voneinander lernen.
turi2.tv (60-Min-Video/-Podcast), turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)

Lese-Tipp: Sascha Lobo sieht “Goldenes Zeitalter” für Podcasts anbrechen.

Lese-Tipp: Sascha Lobo läutet in seiner "Spiegel"-Kolumne das "Goldene Zeitalter des Podcasts" ein. Apples Einführung von Paid Podcasts beurteilt er als als "gigantisches Schubmoment" für die Wirtschaftlichkeit des Mediums. Social Audio à la Clubhouse werde "noch immer unterschätzt, vor allem, weil Livestreaming und Podcasting miteinander verschmelzen werden".
spiegel.de

Bericht: Facebook stellt am Montag neue Social-Audio-Produkte vor.


In Plauderlaune: Facebook präsentiert am Montag diverse Social-Audio-Neuerungen, berichtet Recode. Mit dabei ist eine reine Audio-Version von "Rooms", das vor etwa einem Jahr als Videokonferenztool gelauncht wurde, und ein noch unbenannter Clubhouse-Klon. Zudem stellt Facebook das Posten von Sprachnachrichten im Newsfeed vor sowie ein Produkt zum Entdecken von Podcasts in Zusammenarbeit mit Spotify.

Noch ist nicht bekannt, wann die einzelnen Neuerungen an den Start gehen. Recode-Autor Peter Kafka mutmaßt, dass die Audio-Version von Rooms womöglich unmittelbar verfügbar ist. Andere Produkte könnten selbst in einer Beta-Version erst später im Frühling erscheinen. Facebook kommentiert auf Nachfrage eher nichtssagend, dass es "immer Wege auslote" Menschen durch Audio- und Videotechnologien zu verbinden.
vox.com via mashable.com, turi2.de (Background)

Clubhouse-Tipp: Reporterfabrik diskutiert über Medienkompetenz von Jugendlichen.

Clubhouse-Tipp: Am Freitagnachmittag diskutiert die Reporterfabrik mit Lehrkräften und Journalistinnen u.a. darüber, wie man das Medienwissen von Schülerinnen verbessern kann und ob man ein Fach "Medienkunde" braucht. Hintergrund ist eine Aktion zum Tag der Pressefreiheit, bei der hunderte Journalistinnen online in Schulen gehen, um das Medienwissen von Schülerinnen zu erhöhen – darunter Anja Reschke, Claus Kleber, Giovanni di Lorenzo, Mai Thi Nguyen-Kim und Caren Miosga.
joinclubhouse.com (Freitag, 17 Uhr)

“Unser Feld ist natürlich die Welt”: So lief das turi2-Chefgespräch mit Peter Limbourg.


Auf einer Wellenlänge: “Wer für uns in Afrika, Asien oder Mexiko unterwegs ist, riskiert teilweise sein Leben.” Peter Limbourg, Intendant der Deutschen Welle, tritt im turi2 Clubraum zum Chefgespräch mit Peter Turi an und würdigt die Leistungen seiner 3.300 Mitarbeiterinnen in aller Welt. Auch hier in Deutschland könnten “Journalisten mal Ärger kriegen oder einen Shitstorm”, mit den Gefahren in weniger stabilen Ländern sei die Arbeit aber nicht zu vergleichen. Die Leitung der Deutschen Welle ist für ihn ein Lebenstraum, sagt er. Als Diplomatensohn sei er in vier verschiedenen Ländern aufgewachsen, die Welt sieht er als “sein Feld”.

Außerdem berichtet Limbourg, dass der Sender in einigen Ländern mit staatlicher Zensur kämpft. So sei in China kaum ein Durchkommen durch die “Great Firewall”. Die Zensur im Iran lasse sich dagegen umgehen. In vielen Ländern sei der internationale deutsche Sender aber willkommen und produziere für und mit lokalen Partnersendern in Radio und TV. Weitere Themen des knapp einstündigen Gesprächs sind u.a. sensible Sprache – Limbourg will “keine Sprachpolizei, die Häkchen macht”, aber dennoch niemanden ausschließen – und Diversität.
turi2.tv, turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)

Können Familien-Firmen Nachhaltigkeit besser als Konzerne? So lief der Media-Talk bei Clubhouse.

Senf dazu: “Der durchschnittliche CEO hat eine Halbwertszeit von drei Jahren.” Michael Durach, Chef des Senf- und Ketchup-Herstellers Develey, ist überzeugt, dass Familienunternehmen grundsätzlich langfristiger denken als Konzerne, da u.a. keine Quartalsziele erreicht werden müssen. Im Mittwoch-Media-Talk bei Clubhouse sind sich er und Wolfgang Bscheid einig, dass Familien-Unternehmen beim Thema Nachhaltigkeit die Nase vorn haben. Am Mittwochmittag haben sie gemeinsam mit Christian Faltin von Cocodibu und turi2-Clubchef Peter Turi eine gute Stunde lang diskutiert. Wolfgang Bscheid von Mediascale gibt zu, dass das Thema Nachhaltigkeit in seiner Mediaagentur anfangs "schwer zu greifen" war. Gerade für jüngere Kolleginnen sei Nachhaltigkeit im Job ein Anspruch und nicht nur ein "Zusatzprojekt".

Mit der Green GRP-Initiative sollen Unternehmen bei der Serviceplan-Tochter Werbung künftig klimaneutralisiert buchen können. Bscheid plädiert für einen offenen Umgang mit Konsumentinnen, wenn nicht alles auf Anhieb funktioniert. Michael Durach ergänzt: "Der Verbraucher sieht selbst, dass nicht alles von heute auf morgen möglich ist." Er findet, dass seine Firma ihre Nachhaltigkeits-Aktivitäten bisher womöglich nicht gut genug kommuniziert hat. So sei der Senf des 1845 gegründeten Familienunternehmens inzwischen klimaneutral, am nachhaltigen Ketchup arbeite die Firma gerade.
turi2.tv, turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)

Neues E-Magazin “A&B” widmet sich Audio in der Markenwelt.

Auf die Ohren: Die Kölner Audio-Agentur Kirmes bringt das digitale Magazin A&B heraus, Abkürzung für "Audio & Brands". Es ist nach eigenen Angaben die erste Branchen-Zeitschrift über die Rolle von Audio in der Markenwelt. Das E-Magazin soll halbjährlich erscheinen und ist kostenlos. In der ersten Ausgabe liegt der Schwerpunkt auf dem Thema Social Audio, vor allem Clubhouse.
abzine.com (PDF-Download)

Meinung: Bei Clubhouse blättert der Lack ab.

Clubhouse steht schon wieder vor dem Absturz, glaubt Lars Bube. Bei der "maroden App" blättere aufgrund von Sicherheitsbedenken und starker Konkurrenz der Lack ab, was u.a. abgeflaute Google-Trends belegen. Nutzerinnen seien "vom virtuellen Palaver schnell gelangweilt" – knapp die Hälfte aller deutschen Clubhouse-Userinnen gibt derzeit an, die App nicht mehr zu nutzen.
ict-channel.com

Hacker-Forum veröffentlicht Daten von 1,3 Mio Clubhouse-Nutzerinnen.

Tag der offenen Tür: Die Daten von 1,3 Mio Clubhouse-Nutzerinnen sind als kostenloser Datensatz in einem Hacker-Forum aufgetaucht, berichtet CyberNews. Es handelt sich um öffentliche Informationen, u.a. Name und Nutzername, verlinkte Twitter- und Instagram-Accounts sowie die Zahl der Follower. Einen ähnlichen Daten-Diebstahl haben zuletzt auch Facebook und Linked-in erlitten.
cybernews.com, businessinsider.com, turi2.de (Background)

Clubhouse-Tipp: Writer’s Pub der Reporterfabrik geht in die zweite Runde.

Clubhouse-Tipp: Der Writer's Pub der Reporterfabrik geht in die zweite Runde. Am Freitag um 17 Uhr gibt Autorin Doris Dörrie Feedback zu den Texten, die Nutzerinnen seit dem ersten Workshop geschrieben und per Website eingereicht haben. Mit dabei sind außer Dörrie auch Reporterfabrik-Gründer Cordt Schnibben und Leiter Jörg Sadrozinski.
joinclubhouse.com (Kalenderlink)

Peter Limbourg im Chefgespräch.

Chefgespräch #5: Peter Limbourg, Intendant der Deutschen Welle, im Gespräch mit Peter Turi. Zwei alte, hoffentlich weise Männer sprechen über Verantwortung, Haltung und die Veränderungen im Journalismus und in der globalisierten Welt. In der Audio-App Clubhouse, am Mittwoch, 14. April, 19 Uhr. Ab Donnerstag hier als Podcast abrufbar.
turi2.de/clubraum, joinclubhouse.com (Kalender-Link)

Clubhouse startet eine Bezahl-Funktion.


Ich werf die Fuffies durch den Club: Clubhouse erlaubt seinen Kreativen ab sofort, Geld auf der Plattform einzunehmen. Künftig können alle Nutzerinnen anderen Usern Geld senden. Dafür müssen sie nur das Profil der Person aufrufen und den neuen Button "Send Money" anklicken. Nutzerinnen müssen für Zahlungen eine Kreditkarte hinterlegen. Geld senden können laut Clubhouse bereits alle, die Funktion, Geld empfangen zu können, werde in Wellen ausgerollt. Zum Start ist eine nicht näher definierte, kleine Testgruppe bereits freigeschaltet.

Als Dienstleister wickelt Stripe die Zahlungen ab und verlangt von der Empfängerin eine kleine Gebühr. Clubhouse gibt an, kein Geld abzuziehen. Die Audio-App schreibt in einem Blogpost, die neue Funktion sei die erste von vielen Features, die Produzentinnen erlauben werde, direkt auf Clubhouse bezahlt zu werden.
joinclubhouse.com, techcrunch.com

turi2 edition #14: Philipp Westermeyer über den Clubhouse-Hype.


Früh dabei sein, ist alles: Am 16. Januar um 22.12 Uhr fällt auf turi2.de erstmals das Wort Clubhouse. Es ist das legendäre erste Wochenende, an dem es aussieht, als würde die Live-Audio-App die Welt auf den Kopf stellen. OMR-Gründer Philipp Westermeyer ist dabei und kommt ins Grübeln. In seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #14 berichtet er, wie er den Hype erlebt hat und warum es ihm an diesem Wochenende nie leichter gefallen ist, Millionären einen Gefallen zu tun. Lesen Sie den ganzen Beitrag hier im kostenlosen E-Paper oder als Online-Text.

Clubhouse-Tipp: Runde um Marie-Christine Knop diskutiert über Social Media als Gefahr für den Journalismus.

Clubhouse-Tipp: Marie-Christine Knop und Max Mundhenke von Brunswick, Journalist Bastian Brauns und Edition-F-Gründerin Susann Hoffmann diskutieren Donnerstag ab 13.30 Uhr über Social Media und Journalismus. Zusammen wollen sie ergründen, ob die Netzwerke eine Gefahr für den Journalismus darstellen und wie Lösungen aussehen könnten.
joinclubhouse.com (Kalenderlink)

OILP #6: Vom Vorbild zum Sorgenkind – so blickt die Welt auf die Corona-Lage in Deutschland.

Internationale Insights: In Ausgabe 6 des Open Innovation Live Podcast blicken Tess Kadiri und Richard Gutjahr gemeinsam mit Expats und Journalistinnen auf die Corona-Lage weltweit. "Besorgniserregend" nennt Digital Producer Marc Labitzky in New York die Situation in Deutschland. Die Menschen in der Stadt hätten die Deutschen mit ihren leergefegten Straßen erst als Vorbilder gesehen. Das sei jetzt nicht mehr so. Richard Gutjahr meldet sich aus Irland und erzählt, wie sich Dublin innerhalb weniger Tage wegen sprunghaft steigender Infektionszahlen in eine Geisterstadt verwandelt hat.

Journalist Karsten Lohmeyer lebt auf Bali 800 Meter vom Strand entfernt, statt Urlaubsfeeling erlebt er einen "ganz komischen Schwebezustand". Der Blick auf Deutschland lässt ihn bei der Mischung aus Impfgegnerinnen und Coronaleugnern "aus der Ferne verzweifeln". Journalistin Lilian Schmitt wünscht sich für Deutschland stärkere Kontrollen der Corona-Maßnahmen, wie es in Marokko üblich ist. Die frühere Türkei-Korrespondentin Senada Sokollu berichtet, dass sich das Land schon seit 2016 von einem Ausnahmezustand zum nächsten hangelt. Sie glaubt, dass die Menschen dort krisenerprobter sind als in Deutschland und sich über die Corona-Maßnahmen wenig wundern.

Der Arzt Benjamin Zeier ist Leiter einer Covid-Intensivstation in Peru und hat viele dramatische Verläufe erlebt, weil Infizierte nicht rechtzeitig medizinisch behandelt wurden. Im Vergleich zu Deutschland bewertet er die Lage in Peru "deutlich prekärer", findet einen Vergleich zwischen beiden Ländern jedoch schwierig.

Israel avanciert in der Coronakrise zum Vorbild. 90 % der Menschen über 16 Jahren sind bereits geimpft, sagt Bloggerin Jenny Havemann. Deutschland hänge mit Innovationen hinterher, was sich jetzt räche.
turi2.tv (65-Min-Video/-Podcast), turi2.de/podcast,spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)

Meinung: Geschwätzigkeit und Unverbindlichkeit machen den Reiz von Clubhouse aus.

Clubhouse bedient eine "neue Sehnsucht nach Geschwätzigkeit", schreibt der Schweizer Medien-Wissenschaftler Vinzenz Wyss im Blog seiner Hoch­schule. Die bisherige Einzig­artigkeit liege im Ad-hoc-Charakter, der Mündlichkeit und der damit "suggerierten Unverbindlichkeit". Für Medien biete Clubhouse eine "noch nie da gewesene Chance zur Meta­kommunikation" mit ihrem Publikum.
blog.zhaw.ch via persoenlich.com

Clubhouse-Tipp: prisma bittet zum Bier-Plausch.

Clubhouse-Tipp: prisma, TV-Beilage aus Düsseldorf, lädt die Schauspielerinnen Birte Hanusrichter und August Wittgenstein am Freitag um 20 Uhr zum Thema "Schaumgeboren – ein Gespräch über Fernsehen und Bier" ins Clubhouse ein. Chefredakteur Stephan Braun will dann nicht nur über deren gleichnamigen Podcast reden, sondern auch über das ein oder andere Bier.
turi2 – per Mail, joinclubhouse.com (Kalenderlink)

Clubhouse-Tipp: Reporterfabrik und turi2 fragen: “Wie ist es, für ‘Bild’ zu arbeiten”?

bildlogoClubhouse-Tipp: Zur gemeinsamen Gesprächsreihe
"Redaktions-Check" laden die Reporterfabrik und turi2 ein. Thema des ersten gemeinsamen Events am Freitag um 17 Uhr: "Wie ist es, die 'Bild' zu machen?" Moderiert von Cordt Schnibben und Tess Kadiri diskutieren u.a. Günter Wallraff, Miriam Hollstein, Daniel Bouhs, Hatice Akyün, Georg Streiter, Pia Siber und Uwe Vorkötter.
joinclubhouse.com (Kalenderlink), turi2.de/clubraum (Gesamtprogramm turi2)

Freund oder Feind der Redaktion? So lief die turi2-Montagsrunde über Clubhouse und Social Media.


Es ist kompliziert: Clubhouse könnte ein guter Freund für Redaktionen werden, darüber sind sich die Teilnehmerinnen der Montagsrunde im turi2 Clubraum einig. Doch zu welchem Preis? "Hype hin oder her: Es ist so, dass man sich grämt, dass man es nicht selbst erfunden hat", gesteht Lorenz Maroldt, "Tagesspiegel"-Chef seit 2004. Ein Stichwort zieht sich trotz des Lobs für die App durch die Clubhouse-Runde: Kapazitätsprobleme. "Wofür ein Talk, der nur 50 oder 100 Leute erreicht?", fragt Swen Thissen, Social-Media-Manager bei stern.de. Jörg Rheinländer vom Hessischen Rundfunk ergänzt: "Sinn macht es nur, wenn wir in einer Community Qualitätsvolles mitnehmen können." Wichtig im Social-Media-Alltag über Clubhouse hinaus: "Leidenschaft und Neugier haben, um neue Plattformen auszuprobieren", sagt Enita Ramaj, Cosmopolitan.de-Chefin. Dennoch müsse das Kosten-Nutzen-Verhältnis bedacht werden. Clubhouse sei für Bauer eher Business- als Reichweiten-Plattform.

"Ich erkenne noch nicht, wie gut der Freund werden könnte und zu welchem Zwecke", sagt Rheinländer. Bisher sei Clubhouse eher der Feind aufgrund des Aufwands. Und wie ist allgemein der Beziehungsstatus zwischen Redaktionsalltag und Social Media? Thissen: "In jeder Beziehung gibt es Stress und man muss nicht alles wunderbar finden." Für ihn überwiegen die Chancen der sozialen Netzwerke. "Wir begreifen das als Tool - entweder man setzt das Ding richtig an oder es knickt ab", ergänzt Lorenz Maroldt.
turi2.tv, turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)

App-Update: Clubhouse will ausgewählte Userinnen fördern und bezahlen.

Cash für Content: Clubhouse will 20 ausgewählte Userinnen finanziell unterstützen. Im Creator-First-Programm sollen laut Gründer Paul Davison ein Monatseinkommen von 5.000 Dollar sowie Equipment und Sponsoring-Partnerinnen winken. Kandidatinnen können Bewerbungen bis Ende März einreichen. Clubhouse hat auch an einem weiteren Kritikpunkt gearbeitet: Nach dem Update wird kein Zugriff mehr aufs Userinnen-Adressbuch benötigt.
onlinemarketing.de, t3n.de

Clubhouse-Tipp: Männerrunde um Christian Maertin diskutiert über Krisenkommunikation.

Clubhouse-Tipp: Über Krisenkommunikation diskutieren heute Mittag ab 12 Uhr Christian Maertin von Bayer, Jörg Howe von Daimler sowie Bjoern-Christian Hasse von BWC und Christian Lawrence von der Brunswick Group. Sie fragen sich, warum Kommunikation in der Krise trotz vieler Regel und Standards so oft schief geht.
joinclubhouse.com (Kalenderlink)

Clubhouse als Tor zur Welt – so lief der Open Innovation Live Podcast #5.


Der Traum vom Tellerrand: "Wozu taugt dieses Clubhouse eigentlich?", fragt Peter Turi im turi2 Clubraum am Donnerstagabend. Im Kern der Runde steht auch die Frage, was die App nach dem anfänglichen Hype zukünftig noch leisten kann. Journalist Jaafar Abdul Karim gibt an, Clubhouse als Recherche-Tool zu nutzen. Er sieht die Plattform auch als politischen Ort, an dem sich Menschen austauschen können, die in autoritären Regimen leben und sonst keinerlei Chance dazu haben. In China wurde Clubhouse jedoch beispielsweise bereits gesperrt. Student Pablo Cienfuegos Klein weist auf antisemitische und rassistische Räume hin. Dort gehe er bewusst auf die Bühnen und versuche, sachliche Gegenargumente hervorzubringen: "Es hören 100, 200 Personen zu und das macht was mit denen."

Welche Motive verfolgen die Menschen noch im Clubhouse? Während Mobility-Netzwerkerin Katja Diehl "ein bisschen die Welt verbessern und Menschen Wissen vermitteln" möchte, will Cordt Schnibben in seinem "Writers Pub" mit Autorin Doris Dörrie Zuhörerinnen dazu ermuntern, selbst zum Stift zu greifen. Auch Finanzen sind ein Thema: Karrierebibel-Journalist Jochen Mai berichtet von Personen, die sich längst ein Clubhouse-Geschäftsmodell aufgebaut haben. Die sogenannte Moderatorinnen-Elite werde gut dafür bezahlt, Räume professionell zu moderieren. TV-Moderatorin Carola Ferstl sieht in Clubhouse eine Art Telegram-Fortsetzung – in ihren Räumen gebe sie u.a. Aktien-Neulingen Tipps. Fast-Auswanderer Nicolas Kreutter glaubt trotz der stark abgeflachten Hype-Kurve seit Januar, dass in der App noch einiges passieren wird. Werden Moderatorinnen dann die neuen Influencerinnen? Nicht ganz: Die neuen "Stars" sind, zumindest laut Jochen Mai, die Gastgeberinnen, die mit Themenschwerpunkten und spannenden Gästen auf sich aufmerksam machen.
turi2.tv (63-Min-Video und -Podcast), turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de/clubraum (weiteres Programm)

Christian Lawrence glaubt, Clubhouse ändert den Beruf von Pressesprecher*innen.

Clubhouse senkt die Dialogschwelle "zwischen Amtsträgern und normalen Leuten" drastisch und verändert das Berufsbild von Pressesprecher*innen, sagt Christian Lawrence, Partner bei der Brunswick Group, im "PR Magazin". Vorständen sei es nun möglich, die eigene "Bubble ein Stück weit zu verlassen", weil sie mit vielen Menschen reden könnten, ohne das Journalist*innen dazwischengeschaltet sind. In der App kämen alle "auf Augenhöhe" ins Gespräch. "CEOs und Vorstandsmitglieder haben das sonst nur beim Einkaufen oder im privaten Umfeld", sagt Lawrence. Auch die Öffentlichkeitsarbeit ändert sich. Der Job von Pressesprecher*innen werde zunehmend einer von Coaches, die helfen, Botschaften einzustudieren. Mutige Firmenlenker*innen kommunizieren selbst, wer sich das nicht zutraut, redet über Pressesprecher*innen, verliert aber an Vertrauensbonus.
"PR Magazin" 03/2021, S. 24 (Paid)

Clubhouse-Tipp: Gesprächsrunde über Frauen-Hass im Netz.

Clubhouse-Tipp: Die Reporterfabrik diskutiert am Donnerstag zum Thema "Frauen als Zielscheibe im Netz - Was tun?", Anlass ist der stärker gewordene Hass gegenüber Frauen im Netz von Usern aus dem rechten Spektrum. Zu Gast sind u.a. Yasmine M'Barek, Barbara Costanzo, Hatice Akyün, Cordt Schnibben, Nicole Diekmann, Ann Cathrin Riedel und Ingrid Brodnig.
joinclubhouse.com (Freitag, 17 Uhr)

Clubhouse-Tipp: Gesprächsrunde über Community Management in den sozialen Medien.

Clubhouse-Tipp: Stephanie Tönjes (Foto) und Karim Cheranti vom Branchennetzwerks #30xFriends laden zum Talk über Community Management in den sozialen Medien. Sie sprechen u.a. mit Peter Wittkamp, Vivian Pein, Tanja Laub und Peter Turi über Interaktionsmöglichkeiten für Unternehmen, aktuelle Herausforderungen und werthaltigen Dialog.
joinclubhouse.com (Donnerstag, 20.30 Uhr)

Termin-Tipp: Frankfurter Presseclub diskutiert über Clubhouse-Hype.

Termin-Tipp: Der Frankfurter Presseclub widmet sich heute um 20 Uhr der Frage "Clubhouse – kurzer Hype oder neue Entwicklung?". Es diskutieren Alina Fichter (Foto), Deutsche Welle, Mark Heywinkel, Zeit Online, Felix Kovac, Antenne Bayern, und turi2-Clubchef Peter Turi. Die Zoom-Runde wird auch bei YouTube und Facebook übertragen.
fpc-netzwerk.de, eventbrite.de (Anmeldung)

Twitter Spaces kommt vor Clubhouse auf Android-Geräte.

Ich bin schon da, sagte der Igel: Twitter kündigt an, Twitter Spaces für Android-Nutzer*innen zu öffnen, vorerst können sie nur Gesprächsräumen beitreten und mitreden, aber keine eigenen starten. Trotzdem ist Twitter damit schneller als Clubhouse. Twitter hat seinen Testlauf, angespornt vom Clubhouse-Hype, zuletzt stark ausgeweitet.
techcrunch.com, turi2.de (Background)

Basta: Live in allen Apps gleichzeitig.

Das große Ganze: Instagram reagiert auf den Clubhouse-Boom und stellt ebenfalls mit Live Rooms eine Funktion zur Verfügung, bei der sich bis zu vier Nutzer*innen in einem Videochat zusammenschalten können. Wirkliche Innovation schafft nun, wer eine App entwickelt, die mindestens die Streams und Gäste von Clubhouse, Twitter und Instagram plattformübergreifend versammelt. Solange, bis das echte Leben wieder einsetzt.
t-online.de, rnd.de, about.instagram.com

Zum Nachlesen: Das Transkript zum Open Innovation Live Podcast.

Inklusion bei Clubhouse: Wie nutzen blinde und gehörlose Menschen soziale Audio-Räume wie Clubhouse? Mit dieser Frage hat sich der Open Innovation Live Podcast am Donnerstag auseinandergesetzt. Das Experiment mit der blinden Microsoft-Mitarbeiterin Franziska Sgoff, dem blinden Journalisten Marko Schlichting und der tauben Julia Probst (Foto) hat gezeigt, dass sie mit Hilfsmitteln sogar miteinander ins Gespräch kommen können.
turi2.de (21-Seiten-Transkript), turi2.tv (83-Min-Mitschnitt mit Untertiteln)

Ein Abend für Inklusion – so lief der Open Innovation Live Podcast #3 bei Clubhouse.


Mit allen Sinnen: Zuhören, wie blinde und gehörlose Menschen leben und Social Media nutzen, steht im Mittelpunkt der dritten Ausgabe des Open Innovation Live Podcasts von Richard Gutjahr und Peter Turi im turi2 Clubraum. Bloggerin und Drehbuchautorin Julia Probst, bei Twitter bekannt als @EinAugenschmaus, ist gehörlos, kann über eine Live-Transkription und ihren Gebärdensprache-Dolmetscher aber dennoch an der Diskussion teilnehmen. "Ich war total überrascht, wie viele tolle Themen es hier bei Clubhouse gibt. Das hat die Angst in mir geschürt, Dinge zu verpassen", sagt sie. Die blinde Kinderbuch-Autorin und Microsoft-Mitarbeiterin Franziska Sgoff schätzt an Clubhouse die Möglichkeit, mit der Stimme zu überzeugen: "Hier kann der Mensch einfach sein, wie er ist." Online-Journalist Marko Schlichting, ebenfalls blind, lobt, dass sich die Clubhouse-Entwickler sehr darum bemühen, die App für Blinde nutzbar zu machen: "Das ist für mich gelebte Inklusion."

Innerlich zum Köcheln bringt ihn dagegen die häufige Frage zu seiner Blindheit: "Kann man da denn gar nichts machen?" In eine ähnlich Kerbe schlägt Julia Probst, die oft gefragt wird, ob sie nicht gerne hören würde: "Das ist so eine nervige Frage! Das einzige, was ich nicht kann, ist hören. Den Rest kriege ich doch wunderbar hin." Franziska Sgoff wünscht sich, dass Menschen mit und ohne Behinderung mehr miteinander in den Austausch kommen, "um sich gegenseitig besser kennenzulernen und die Lebenserfahrungen des Gegenübers besser zu verstehen". Marko Schlichting warnt jedoch vor ungefragter und ungewollter Hilfe, etwa beim Überqueren der Straße.

Außerdem geht es um Cripping up, die Situation, dass Schauspieler*innen ohne Behinderung in Filmen Menschen mit Behinderung spielen. Für Julia Probst völlig unverständlich: "Es gibt ganz viele gehörlose Schauspieler*innen, die eine Glanzleistung vollbringen, aber trotzdem nicht angenommen werden." Sie merke, wenn die Behinderung nur gespielt ist, sagt Probst: "Ich habe den Eindruck, dass man da manchmal für doof verkauft wird." Marko Schlichting sagt, behinderte Menschen sollten im Berufsleben ihre Fähigkeiten nicht unter den Scheffel stellen, sondern als Vorteil präsentieren: Er selbst kann bestens in der Nacht arbeiten, weil ihm egal ist, ob es draußen hell oder dunkel ist. Julia Probst ergänzt, Gehörlosen mache in Großraumbüros die Geräuschkulisse nichts aus.

Am kommenden Donnerstag will der Open Innovation Live Podcast die eigene Filterblase überwinden und in andere Räume reinhören, "von denen wir am wenigsten Ahnung haben", schlägt Peter Turi zum Schluss vor.
turi2.tv (83-Min-Video), turi2.de/podcast (83-Min-Podcast), spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de

Clubhouse-Tipp: Diskussionsrunde zu “Journalismus in der Pandemie”.

Clubhouse-Tipp: "Journalismus in der Pandemie – zu staatstragend? Eine illustre Runde aus u.a. Cordt Schnibben, Nicola Kuhrt, Mathias Müller von Blumencron, Jan Fleischhauer, Gilda Sahebi, Richard Gutjahr, Joachim Huber und Markus Peichl – die beiden letzteren hatten selbst Covid-19 – erörtert morgen Nachmittag, wie Medien in der Krise berichten. Die Reporterfabrik zeichnet die Diskussion auf.
joinclubhouse.com (Freitag, 17 Uhr)

Aufstieg eines Fitness-Lauchs: So lief der turi2 Clubabend mit Philipp Westermeyer.


Philipp, der Schlaue: OMR-Chef Philipp Westermeyer präsentiert sich beim Clubabend mit der turi2-Community am Mittwochabend als Unternehmer mit feiner Trendnase. Westermeyer berichtet, dass sein Team in der Pandemie ein neues Betätigungsfeld gefunden hat: Als diskreter Dienstleister unterstützt das OMR-Team das große Impfzentren in Hamburg, hat dafür personell sogar auf 500, meist freie Mitarbeiter aufgestockt. Vor Ort übernehmen seine Leute "alles, was nicht medizinisch ist", zum Beispiel die Datenerfassung. Ein bis zwei Millionen Euro habe das gecancelte OMR-Festival ihn 2020 gekostet. "Allerspätestens im Mai 2022" soll es die Flaggschiff-Veranstaltung wieder geben – die Chancen stehen gut, dass das Durchschnittsalter der Gäste dann deutlich unter dem im Impfzentrum derzeit liegt.

Seinen unternehmerischen Erfolg erklärt Westermeyer mit dem "Fitnessstudio-Effekt": Angefangen habe er – wie einst im Sporti – als "dünner Typ", als „Fitness-Lauch“, der null Klimmzüge geschafft hat. "Am Anfang hast du auch als Unternehmer keine Ahnung, weißt noch nicht mal, wie man eine Rechnung schreibt. Dieser Muskel wird aber mit jedem Tag und jedem Monat stärker." Gepumpt hat Westermeyer offenbar auch in Sachen VIP-Akquise für seinen Podcast, darauf weist Ex-"t3n"-Digitalchefredakteur Stephan Dörner im Clubraum hin. Den Grundstein für die Promitisierung habe Talk-Gast Dieter Bohlen gelegt, sagt Westermeyer: "Als ich den Verdacht hatte, das könnte was sein, haben wir weitergemacht."

Der Marketing-Mann kündigt außerdem eine Nachfolge-Doku zur Middelhoff-Produktion an, outet sich als E-Mail-Sekretär seiner Mitarbeiter*innen und gibt Tipps fürs Körbe-Verteilen. Dann tritt mit einem überraschenden Gruß aus der Küche noch Podstars-Mitmischer Tim Mälzer ans Mikrofon und fragt schimpfend, was 300 Leute nach Feierabend in einer Audio-App zu suchen haben.
turi2.tv (65-Min-Audio), turi2.de/podcast, spotify.com, podcast.apple.com, deezer.com, audionow.de, turi2.de (Background)

Zum Nachlesen: Das Transkript zur Premiere von jobs@turi2 Clubraum.

Premiere mit FischerAppelt: Die erste jobs@turi2-Runde im turi2 Clubraum über den Werdegang der Hamburger Agentur-Gruppe können Sie jetzt als Transkript nachlesen. Co-Gründer Andreas Fischer-Appelt und Geschäftsführerin Eugenia Lagemann suchen darin neue Leute, die "digital ticken" und erzählen von ihren Lieblingsprojekten. Auch andere Agentur-Menschen nutzen das Podium, um ihre offenen Stellen zu bewerben, darunter Lars Cords von Scholz & Friends.
turi2.de (15-Seiten-Transkript), turi2.tv (60-Min-Mitschnitt mit Untertiteln)