Wieder auf Feindfahrt: Rudolf Worschech blickt auf die dritte Staffel von “Das Boot”.


Oberwasser: Heute Abend sticht bei Sky die dritte Staffel der Kriegs-Serie “Das Boot” in See – für Rudolf Worschech, Leitender Redakteur der “epd Film”, die beste Staffel “seit die Ur-U-96 als Kinofilm und Fernsehserie” herauskam. Aber die Serie der Regisseure Hans Steinbichler und Dennis Gansel hat auch Schwächen, findet Worschech. So verströme die Serie “den Hauch eines ‘sauberen’ Kriegs”, wenn die deutsche U-Boot-Besatzung die Ertrinkenden eines versenkten britischen Bootes aufnimmt. turi2 veröffentlicht die TV-Kritik in Kooperation mit epd Medien in der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.

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Ein Lob der Gelassenheit: Stefan Kornelius über Qualitäts­journalismus.


Mehr­wisserei statt Besser­wisserei: Ordentlicher Journalismus kennt die “Mechanismen des Möglichen” und wirkt der Radikalisierung und Blasen­­bildung entgegen, schreibt Stefan Kornelius, Ressort­leiter Politik der “Süddeutschen Zeitung”. Qualitätsjournalismus wechsele die Perspektive, stelle die überraschende Gegen­frage, zerstöre wohltuende Gewiss­heiten und sensibilisiere für den Blick der anderen. turi2 veröffentlicht seinen Beitrag in Kooperation mit Republic, dem gemeinsamen Vermarkter der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” und der “Süddeutschen Zeitung”. Weiterlesen >>>

Der “Kicker” legt Aufarbeitung seiner NS-Vergangenheit vor.


Gründliche Analyse: Das Buch “Einig. Furchtlos. Treu. Der ‘Kicker’ im Nationalsozialismus – eine Aufarbeitung” ist “inspirierend”, schreibt René Martens bei epd Medien. Das sei unabhängig davon, ob sich Leserinnen für Sportjournalismus oder Fußball interessieren. Bemerkenswert sei vor allem die “Vielfalt der Perspektiven” – ein Germanist analysiert die Sprache des Magazins, eine Kunsthistorikerin schaut sich die Ästhetik der Karikaturen an.
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Die einen sagen so, die anderen so: Carsten Knop über Sinn durch Kontroversen.


Kontroversinn: Manchmal liegt der größt­mögliche zu stiftende Sinn im Ende der Debatte, schreibt Carsten Knop. Der “FAZ”-Heraus­geber setzt sich mit der These auseinander, dass oft erst in der Kontroverse Sinn entsteht. Er beobachtet besorgt, dass allzu häufig der Konflikt als solcher überbetont werde, dabei Lösungen im Sinne von gemeinsamer Verständigung oder Einsicht aber sehr oft vergessen würden. turi2 veröffentlicht seinen Beitrag in Kooperation mit Republic, dem gemeinsamen Vermarkter der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” und der “Süddeutschen Zeitung”. Weiterlesen >>>

“Kunst ist ein Experimentier­feld” – Regisseur Max Färberböck im epd-Interview.


Von Franken fasziniert: Am 1. Mai zeigt Das Erste mit der Folge Warum den achten “Tatort Franken”. Regisseur und Autor Max Färberböck hat den “Tatort Franken” vor sieben Jahren gemeinsam mit seiner Co-Autorin Catharina Schuchmann erfunden. Im Gespräch mit Diemut Roether bedauert Färberböck bei epd Medien, dass im “Tatort” Dialekt “nicht gerne gehört” wird. An Nürnberg fasziniert den Oberbayern “ganz besonders die Lebens­zugewandt­heit und der Humor der Bevölkerung”. In deutschen Komödien stört Färberböck “das unbedingte Bedürfnis, komisch zu sein”. turi2 veröffentlicht das Interview in Kooperation mit epd Medien in der neuen, wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

Geschichten des Gelingens: Judith Wittwer über Konstruktiven Journalismus.


Konstruktiver Journalismus erschöpft sich nicht im Aufdecken von Miss­ständen, er stiftet auch Hoffnung, schreibt Judith Wittwer. Die Chef­redakteurin der “Süddeutschen Zeitung” erzählt von Impf­stoffen, Skipisten auf Kraft­werken und dem Wunder von Somaliland. turi2 veröffentlicht ihren Beitrag in Kooperation mit Republic, dem gemeinsamen Vermarkter der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” und der “Süddeutschen Zeitung”. Weiterlesen >>>

Die Welt­erklärerinnen: Barbara Sichtermann über wissende Frauen in Talkshows.


Weibliches Talkshow-Wunder: War die Corona-Krise bei Talkshow-Gästen noch weitgehend eine Männer­domäne, sieht es beim Ukraine-Krieg ganz anders aus, schreibt Publizistin Barbara Sichtermann bei epd Medien. Sie beobachtet bei Lanz, Plasberg und Will “lauter wohl­instruierte, wissende Frauen”, die “klar und pointiert” erläutern, wie die Weltlage derzeit aussieht. Dabei müssen die Expertinnen “nicht durch ihren Rang beeindrucken, sie tun es durch Inhalte”.
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Realistische Nachrichten: Marco Bertolaso mit einem Plädoyer für guten Informationsjournalismus.


Newsrealo: Nachrichten­redaktionen sollten sich wieder stärker als “Kläranlagen” oder “Virenscanner” der Information verstehen und aussortieren, was wie eine Nachricht aussieht, aber keine ist, schreibt Marco Bertolaso bei epd Medien. Der Nachrichtenchef des Deutschlandradios und Autor des Buchs Rettet die Nachrichten plädiert für die Idee “Realistischer Nachrichten”, bei denen etwas ist nicht allein deshalb aktuell ist, weil es an einem bestimmten Tag gesagt und getan wird oder geschieht. Weiterlesen >>>

Eigentümlich blass: Marc Engelhardt über reduzierten Auslands­journalismus als Gefahr für die Demokratie.


Seltene Geschichten aus der Ferne: Das Weltbild, das deutsche Medien transportieren, ist “zunehmend verzerrt”, schreibt Marc Engelhardt, langjähriger Auslands­korrespondent und Geschäfts­führer der Schweizer Recherche-Plattform CrowdNewsroom, bei epd Medien. Der Krieg in der Ukraine zeige, wie wenig wir in den vergangenen Jahren aus einem Land erfahren haben, das direkt an die EU grenzt. Nur in Krisen­zeiten kämen “Fallschirm­reporter” ins Land, die berichten, “was sie sich vorher angelesen haben”. Selbst aus dem USA, die von allen Länder die meiste Aufmerksamkeit bekommen, erfahre das deutsche Publikum kaum etwas aus dem Binnenland. Engelhardt sieht den Staat in der Pflicht, Auslands­berichterstattung zu unterstützen, ähnlich wie bei der Film­förderung. turi2 veröffentlicht seinen Text in Kooperation mit epd Medien in der neuen, wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

Hase und Igel: Ellen Nebel über die schwierige Umsetzung des Verbots von RT DE.


Föderale Uneinigkeit: Der russische Propaganda­sender RT DE führt den deutschen Rechts­staat “nach allen Regeln der Kunst vor”, schreibt epd-Redakteurin Ellen Nebel bei epd Medien. Bei der Umsetzung des EU-Verbots mache Deutschland “keine glamouröse Figur” und könne den “Wettlauf von Hase und Igel” nur gewinnen, wenn Zuständigkeiten in der Medienaufsicht zwischen Bund und Länder “klar und klug verteilt werden”. turi2 veröffentlicht Nebels Text in Kooperation mit epd Medien in der neuen, wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Stärken und Schwächen: René Martens über die Bericht­erstattung von ARD und ZDF zum Ukraine-Krieg.


Dominierendes Thema: Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar ist die aktuelle Bericht­erstattung bei ARD und ZDF fast mono­thematisch, kritisiert Medien­journalist René Martens bei epd Medien. Bilder und Berichte von Korrespondentinnen vor Ort “entwickeln weitaus mehr Kraft als all die durchaus eindrücklichen Videochats mit in der Ukraine lebenden Menschen, die die Berichterstattung seit der Invasion prägen”. Die Erzähl­weise der Einzel­schicksale sei aber oft gleich. Martens fürchtet, “dass sich hier ein Abnutzungs­effekt einstellen könnte”, schreibt er in seinem Beitrag, den turi2 in Kooperation mit epd Medien in der neuen, wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2 publiziert. >>> Weiterlesen

Aufmerksamkeit und Ignoranz: Michael Jäckel über die öffentliche Meinung als Konstrukt.


Theoretisch informiert: “Zur Ungleichheit in dieser Welt gehört auch, dass es ungleiche Informations- und Wissensbedürfnisse gibt”, schreibt Konsum- und Kommunikations­forscher Michael Jäckel bei epd Medien. Der Präsident der Uni Trier beobachtet, dass durch eine Vermehrung der Informations- und Wissens­angebote “diese Kluft eher wächst als schrumpft”. Der Alltag vieler Gesell­schaften kenne “den institutionalisierten Zweifel nicht”, schreibt Jäckel und sieht “unter­schiedliche Grade der Gelassenheit im Umgang mit Nicht­wissen”. turi2 publiziert seinen Essay in Kooperation mit epd Medien in der neuen, wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Zusammenbruch der Information: Irina Chevtaeva erklärt Russlands Entlastungspropaganda.


Russisches Framing: Russland inszeniert den Krieg in der Ukraine als alternativlos und “Rache für die Vergangenheit”, beobachtet Irina Chevtaeva bei epd Medien. “Politologen und Soziologen, die sich auf Russland spezialisiert haben, sehen jetzt aus wie Menschen, die bis zum 24. Februar den Elefanten im Raum nicht bemerkt haben.” Grund dafür ist u.a., dass die Vorzeichen des Krieges von der Propaganda ins Lächerliche gezogen wurden, urteilt die frühere Moskau-Korrespondentin. turi2 publiziert ihren Text in Kooperation mit epd Medien in der neuen, wöchentlichen Reihe “Das Beste von epd Medien bei turi2”. Weiterlesen …