“Teen Vogue” beruft nach Skandal neue Chefin.

Aufgerückt: Die "Teen Vogue" setzt ihre Unterhaltungs- und Kulturchefin Danielle Kwateng als Executive Editor ein. Ihre Vorgängerin Alexi McCammond hat wegen der Reaktionen auf alte rassistische Tweets vor kurzem ihren Posten geräumt. In ihrem Antrittsschreiben auf der Website der "Teen Vogue" thematisiert Kwateng u.a. den "Schmerz und die Frustration", den die Tweets von McCammond bei der Leserschaft hervorgerufen haben. Nun wolle das Blatt sich mit den Leserinnen weiterentwickeln.
teenvogue.com via theguardian.com, turi2.de (Background)

Oliver Janik verlässt Condé Nast.

Zügiger Abgang: Oliver Janik (Foto), Chief Business Officer von CNX, verlässt die Kreativ- und Vermarktungsunit von Condé Nast nach nur sechs Monaten wieder. Janik, vormals Operativ-Chef der deutschen DDB-Gruppe, könnte laut Mehrdad Amirkhizi über den Condé Nast'schen Umbau-Wirbel gestolpert sein. Der 48-Jährige bestätigt sein Ausscheiden, will sich aber nicht weiter dazu äußern.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

“Glamour” und Pinterest starten gemeinsame Frauen-Kolumne.

Glamour und Pinterest starten anlässlich des Weltfrauentags eine gemeinsame Kolumne, die "Leser*innen dazu inspirieren soll, ihren eigenen Weg zu gehen". "Frauen unterstützen Frauen" soll ein wöchentliches Interview-Format sein, das sowohl im Magazin als auch via Story Pins erscheint. Teilnehmerinnen sind etwa Emma Brown und Merna Hermez.
horizont.net

Facebook News startet im Mai in Deutschland.


Blaue Neuigkeiten: Facebook News startet im Mai mit rund 30 Medien-Partnern in Deutschland, dem zweiten europäischen Markt nach Großbritannien (Screenshot). Mit dabei sind Dickschiffe wie "Spiegel", "FAZ", "Zeit" und "Handelsblatt". Aus dem Zeitschiften-Segment nehmen Gruner + Jahr, die Motor Presse und Condé Nast teil, aus dem Regionalen u.a. Ippen, Funke und die "Rheinische Post". Facebook zahlt den beteiligten Verlagen Geld dafür, damit sie ihre Beiträge "um zusätzliche Inhalte ergänzen". Das können auch Inhalte sein, die ansonsten hinter der Paywall stehen, die Entscheidung liegt bei den Verlagen. Auffällig: Springer, Burda, Bauer und die "Süddeutsche Zeitung" sind zum Start nicht dabei.

Facebook hofft offensichtlich, in Zukunft noch mehr deutsche Verlage zur Kooperation bewegen zu können – im Laufe des Jahres sollen weitere Partner bekannt gegeben werden. Schmackhaft macht Zuckerbergs Konzern den Deal u.a. mit internationalen Zahlen: So habe Facebooks News Feed weltweit 188 Mrd Klicks für Verlage generiert. Die Verlagshäuser erhoffen sich laut verschiedener Statements vor allem die Erschließung neuer Zielgruppen. So interessiert sich etwa Stefan Ottlitz vom "Spiegel" dafür, "wie wir gerade angesichts des Erfolgs unserer Abomodelle neue Interessierte für unsere Marken begeistern können."
about.fb.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Tatjana Kerschbaumer

Joko Winterscheidt verlässt die “GQ” wieder.


CU, GQ! Nach rund einen Jahr gehen Condé Nast und Joko Winterscheidt (3.v.l.) schon wieder getrennte Wege, schreibt Clap. Der Entertainer verlässt das Führungsteam der "GQ", wo er als "Chief Curiosity Officer" dem Magazin zu mehr Jugendlichkeit verhelfen sollte. Condé Nast begründet wortkarg: "Die Zusammenarbeit zwischen Joko Winterscheidt und 'GQ' wird in diesem Jahr mit dem neuen Set-Up von 'GQ' nicht fortgeführt." Ab dem 18. Februar erscheint die Zeitschrift nur noch vierteljährlich, dafür mit schwererem Papier und veränderter Optik. Vor der Corona-Krise waren noch zehn Ausgaben pro Jahr geplant.

Das restliche Führungsteam der deutschen "GQ" bleibt bis aus Weiteres erhalten, darunter auch Winterscheidt-Kumpel Michalis Pantelouris (4.v.l.) als Stellvertreter von Markenchef André Pollmann (2.v.l.) sowie Redaktionsleiter Johannes Patzig (1.v.l.). Winterscheidts Einstieg bei der "GQ" kam vergangenes Jahr überraschend. Zuvor hatte er bereits bei Gruner + Jahr mit der Zeitschrift "JWD" als Magazin-Maskottchen Print-Erfahrungen gesammelt.
clap-club.de, turi2.de (Background), turi2.de (Interview Winterscheidt)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Joko Winterscheidt will aus “GQ” kein zweites Joko-Magazin machen. (04/2020)

Condé Nast baut auch sein redaktionelles Geschäft weltweit um.

Condé Nast verpasst sich eine neue redaktionelle Struktur und befördert Anna Wintour, Chefin der US-"Vogue", zusätzlich zur weltweiten Inhalte-Chefin. Für alle europäischen "Vogue"-Ausgaben bekommt Edward Enninful, aktuell Chefredakteur der britischen Ausgabe, die Oberverantwortung. Analog verantwortet Simone Marchetti die europäischen Ausgaben der "Vanity Fair" - mit Ausnahme der britischen. Marchetti ist aktuell in Italien Chef der "Vanity Fair". "AD" in Amy Astley, "Traveler" in Divia Thani und "GQ" in Will Welch bekommen weltweite Markenbeauftragte.
condenast.com, turi2.de (Background)

Basta: Heidi Klum posiert erstmals mit Tochter Leni auf der “Vogue”.

Family's next Top Model: GNTM-Mutti Heidi Klum, 47, posiert auf dem Cover der deutschen "Vogue" erstmals gemeinsam mit Tochter Leni, 16, die sie bisher aus dem Rampen­licht ferngehalten hat. Dass sie auch Model wird, sei "nur eine Frage der Zeit" gewesen, sagt Leni und kann sich "schon vorstellen", den Job ihrer Mutter bei "GNTM" zu übernehmen, wenn die "irgend­wann keine Lust mehr hat". Heidi hätte dann mehr Zeit, sich um ihren kleinen Tom zu kümmern.
vogue.de, bild.de

Meedia: Condé Nast Germany baut rund die Hälfte der Büro-Arbeitsfläche ab.

Conde Nast Germany: Chefin Jessica Peppel-Schulz sagt im Meedia-Interview, "erstmal" sei sie noch im Verlag, um "das Team in der Übergangsphase zu begleiten und eine erfolgreiche Integration des deutschen Geschäfts in eine neue europäische Struktur zu gewährleisten." Der Aussage, es gebe für sie nur die Optionen, selbst Europachefin zu werden oder das Unternehmen zu verlassen, widerspricht sie nicht. Im Interview erzählt sie auch, dass Condé Nast Germany gut die Hälfte der Arbeitsfläche im Münchner Verlagssitz abbauen will – laut Peppel-Schulz nicht als Sparmaßnahme, sondern um mehr mobiles Arbeiten zu ermöglichen.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

“Clap”: Jessica Peppel-Schulz steht vor dem Abgang bei Condé Nast.

Condé Nast und Verlagschefin Jessica Peppel-Schulz werden sich wohl Anfang 2021 trennen, berichtet "Clap". Die Rede ist vom Ende des 1. Quartals. In einem "Morning Briefing" sagte Peppel-Schulz heute zu den Mitarbeiter*innen, ihr Engagement sei "endlich", sie ist seit April 2019 Deutschlandchefin des Verlags. Laut "Clap" soll es aber keinen "Abschied Knall auf Fall" geben. Seit gestern ist bekannt, dass die Condé-Nast-Ableger in Europa mit Natalia Gamero del Castillo Calleja eine zentrale Vorgesetzte bekommen, die von London aus agiert.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Condé Nast: Spanien-Chefin Natalia Gamero del Castillo wird Geschäftsführerin Europa.


Alle Fäden in einer Hand: Condé Nast befördert Spanien-Chefin Natalia Gamero del Castillo (rechts) zur Geschäftsführerin für sein Europa-Geschäft. Die Position ist neu. Gamero del Castillo soll von London aus alle europäischen Aktivitäten leiten – also die Geschäfte in Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien. Sie berichtet nach New York an Roger Lynch, CEO von Condé Nast. Sie arbeitet seit fast zwanzig Jahren für den Verlag, unter anderem als digitale Geschäftsführerin von Condé Nast Spanien. Aus der Mitteilung geht nicht hervor, ob und wie sich das gebündelte Europa-Geschäft auf die bisherigen Länder-Chefs, etwa Deutschland-CEO Jessica Peppel-Schulz (links), auswirkt. Ende Oktober hatte Lynch eine "Uniting Europe"-Strategie angekündigt. Die Posten der Länderchefs könnten dadurch mittelfristig obsolet werden.
wwd.com, news.yahoo.com, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: (10/2019) "Coffeetable allein als Geschäftsmodell reicht nicht aus", erläutert Condé-Nast-Chefin Jessica Peppel-Schulz.

Donald Trump erklärt sich zur Machtübergabe an Joe Biden bereit.


Ein bisschen Einsicht: Donald Trump macht nun doch den Weg frei für die Amtsübergabe an seinen gewählten Nachfolger Joe Biden – "im besten Interesse unseres Landes", wie er bei Twitter schreibt. An die Macht klammert er sich zumindest verbal weiter, seine Niederlage gesteht Trump nicht ein. Dennoch weist er seine Regierung zur Zusammenarbeit mit Bidens Team an. Zuvor hatten die CEOs von 164 US-Konzernen, u.a. Visa und Mastercard, Condé Nast und Goldman Sachs, von Trump in einem offenen Brief gefordert, den Wahlsieg von Biden anzuerkennen. Jeder Tag Verzögerung bedeute im Hinblick auf die Corona-Pandemie "ein Risiko für die Öffentlichkeit und die Sicherheit Amerikas".

Auch in der republikanischen Partei war der Widerstand gegen die Blockade Bidens zuletzt gewachsen. Das Biden-Team bekommt nach Wochen der Blockade nun u.a. Zugang zu Regierungsbeamten und dem Übergangs-Budget von 6,3 Mio Dollar. Trump wolle seinen Kampf um die Macht im Weißen Haus allerdings fortsetzen. Auch an der Behauptung, die Wahlen seien gefälscht worden, hält Trump weiter fest.
sueddeutsche.de, cnn.com (Übergabe), handelsblatt.com, int.nyt.com (Offener Brief)

VDZ startet Kampagne für journalistische Umfelder.

VDZ startet eine Gattungskampagne für Werbung in Publikums­zeitschriften und deren Digital-Ablegern. Springer, Burda, Condé Nast und Delius Klasing sowie Funke, Jalag, Klambt und die Motor Presse Stuttgart sind mit zwölf Medien-Marken dabei. Die Kampagne unter dem Motto Darum Markenmedien will das Vertrauen der Leser*innen in journalistische Inhalte betonen.
vdz.de, wuv.de, horizont.net (Paid)

Chefredakteurin Andrea Ketterer verlässt “Glamour”.

Glamour bekommt eine neue Führung. Die bisherige Chefredakteurin und Markenverantwortliche Andrea Ketterer verlässt Condé Nast Germany nach rund 15 Jahren, davon zwölf als Glamour-Chefredakteurin. Als neuer Markenchef rückt der bisherige Vize Georg Wittmann auf. Tanja Fox, bisher Redakteurin, rückt zur Inhaltechefin auf. Stephanie Neureuter bleibt Mitglied der Chefredaktion.
new-business.de

Condé Nast bündelt sein Europa-Geschäft und sucht zentrale*n Chef*in dafür.

Condé Nast zentralisiert sein Europa-Geschäft und sucht für die fünf Verlagsmärkte in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien und Italien einen Managing Director, zitiert kress.de aus einer internen E-mail von Roger Lynch, Chef des Verlags. Was das für die bisherigen Länder-Chefs, etwa Deutschland-CEO Jessica Peppel-Schulz, bedeutet, ist nicht klar. Peppel-Schulz sagt, sie teile die Vision "eines integrierten und mächtigen Condé Nast Westeuropas voll und ganz" und sei selbst "Treiber dieser Transformation" gewesen.
kress.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv Jessica Peppel-Schulz: "Coffeetable allein als Geschäftsmodell reicht nicht aus." (10/2019)

Condé Nast streicht 19 Stellen und reduziert Heft-Frequenz.

Condé Nast muss in der Corona-Krise stärker sparen als geplant, kündigt Deutschlandchefin Jessica Peppel-Schulz im "Meedia"-Interview an. 19 Mitarbeiter*innen erhalten eine betriebsbedingte Kündigung, zudem reduziert der Verlag die Erscheinungsfrequenz seiner Magazine: "Vogue" kommt ab 2021 statt monatlich nur noch achtmal im Jahr heraus, "GQ" wird von elf auf vier Ausgaben jährlich gestutzt, "Glamour" erscheint nur noch sechsmal im Jahr.
meedia.de

Aus dem Archiv von turi2.tv Jessica Peppel-Schulz: "Coffeetable allein als Geschäftsmodell reicht nicht aus." (10/2019)

September-Ausgabe der “GQ” erscheint weltweit unter dem Motto “Change is good”.

GQ stellt alle seine 21 internationalen September-Ausgaben unter das Motto "Change is good". Eine gemeinsame internationale Digital-Kampagne startet heute und bewirbt ein Manifest der Herausgeber*innen, in dem sie für Toleranz, Liebe und Verständigung eintreten und schreiben, dass dafür Wandel unerlässlich ist. Die deutsche Titelstory fragt, was vom "American Dream" noch übrig ist.
wuv.de

“Vogue” stellt Septemberausgabe weltweit unter ein Motto.

Vogue von Condé Nast lässt im September erstmals alle 26 Ausgaben weltweit unter demselben Motto erscheinen: Hoffnung. Auf der deutschen Titelseite wird die Infektiologin Marylyn Addo (Foto) zu sehen sein. In der Ausgabe soll es u.a. um Aktivist*innen, Diversität und Inklusion, die Klimakrise und LGBT-Rechte gehen, kündigt "Vogue" an. Das Blatt wolle seinen Leser*innen damit "eine positive Sicht auf die Zukunft vermitteln".
vogue.de

Oliver Janik heuert bei Condé Nast an.

Seitenwechsel: Oliver Janik, bis Ende März Operativ-Chef der deutschen DDB-Gruppe, wechselt von der Agentur- auf die Verlagsseite. Künftig verantwortet er als Chief Business Officer die Geschäfte von CNX, der Kreativ- und Vermarktungsunit von Condé Nast. Er soll das Geschäft der Inhouse-Agentur weiter ausbauen – CNX bietet Werbekunden Dienstleistungen an, darunter Beratung aber auch Events, und vermarktet Condé-Nast-Titel wie "Vogue", "GQ" und "Glamour".
wuv.de

Lese-Tipp: Condé Nast streitet intern um weiße Privilegien.

Lese-Tipp: Bei Condé Nast ist eine Debatte um weiße Privilegien entstanden, schreibt Jürgen Schmieder. Nicht-Weiße berichten von Diskriminierung, Posten würden vor allem an reiche, weiße Kinder vergeben. "Vogue"-Chefredakteurin Anna Wintour, seit 2013 im gesamten Verlag für journalistische Inhalte verantwortlich, versucht, den Streit zu moderieren, und gesteht Fehler ein. Es gibt aber auch Zweifel daran, ob sie bereit ist, eigene Vorteile aufzugeben.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Zitat: Moritz von Laffert bedauert Marken-Beerdigungen ohne Verkaufsversuch.

"Leider gibt es immer noch Verleger und Manager, die lieber etwas beerdigen, als es einem anderen Haus zu verkaufen. Es könnte ja passieren, dass der neue Eigentümer mehr Erfolg damit hat!"

Moritz von Laffert, ehemaliger Deutschlandchef von Condé Nast und nun Berater für Zukäufe und Zusammen­schlüsse bei Proventis, sagt im "Horizont"-Interview, ihm tue es "in der Seele weh", wenn Marken verschwinden, die in anderer Konstellation eine Chance gehabt hätten.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Condé Nast will bis 2030 CO2-neutral sein.

Conde Nast 150Condé Nast will nachhaltiger werden. Bis 2030 will das Medienhaus CO2-neutral sein. Bereits Ende 2021 sollen die Emissionen im Unternehmen um 20 % gesunken sein, in der Lieferkette um 10 %. Gleichzeitig will der Verlag nur noch international zertifiziertes Papier nutzen. Ab 2025 will Condé Nast zudem auf Einweg-Kuntsstoffverpackungen verzichten. 2018 verursachte Condé Nast ca. 341.233 Tonnen CO2-Äquivalente, davon 92 % in der Lieferkette. Im gleichen Jahr verwendete der Verlag 440 Tonnen Einwegkunststoffe für die Verpackung von Zeitschriften.
condenast.com

Joko Winterscheidt will aus “GQ” kein zweites Joko-Magazin machen.


Joko drin, aber nicht immer drauf: "Ich definiere mich definitiv eher über den Inhalt und nicht so sehr darüber, ob ich jetzt überall vorne mein Gesicht draufhalten muss." Im Video-Interview von turi2.tv sagt Joko Winterscheidt, dass die "GQ" mit ihm als Chief Curiosity Officer kein neues Joko-Magazin werden soll. Der deutsche Ableger des Männer-Lifestyle-Magazins erfindet sich neu, heute erscheint die erste neue Ausgabe. "Die Grund-Parameter sind komplett anders", sagt Winterscheidt im Vergleich zu seinem Ende 2019 eingestellten Blatt "JWD" von Gruner + Jahr. Zu manchen Themen könne er etwas hinzufügen, gleichzeitig freue er sich auf Neues, was "bisher vielleicht in meinem Kosmos nicht stattgefunden hat".

Auch "GQ"-Markenchef André Pollmann will "nicht das zehnte Personality-Magazin" herausbringen. Joko sei für "GQ" zwar ein "wahnsinnig wichtiges Face nach draußen", doch davon solle es "fünf, sechs, sieben weitere geben: Redakteure, Celebrities, Influencer". Der derzeitigen Arbeit im Home Office will Pollmann auch Positives abgewinnen: "Das ist eine sehr große Intimität, wenn man da abends mit seinem ganzen Team sitzt und man schaut jedem ins Wohnzimmer." Winterscheidt dagegen fremdelt nach anfänglicher Euphorie ein wenig mit dem dauernden Zuhause sein: "Da kann man nicht nach Hause fahren, die Tür fällt ins Schloss und man hat Feierabend. Sondern der Feierabend beginnt in den eigenen vier Wänden und der Tag beginnt arbeitsmäßig auch in den eigenen vier Wänden."
turi2.tv (10-Min-Video), gq-magazin.de (Joko-Titelstory), turi2.de (Background)

Zitat: Joko Winterscheid fragte Jessica Peppel-Schulz, ob sie ihn treffen wolle.

"Und dann war ich in diesem Call und dachte mir: Jetzt hab ich gerade die Chefin von Condé Nast am Telefon, frag ich doch mal, ob die Bock hat, sich mit mir zu treffen."

Joko Winterscheid erzählt im Podcast "Alle Wege führen nach Ruhm", dass die Idee für ein Engagement für die "GQ" erst entstanden sei, als er bei Jessica Peppel-Schulz anrief, um zu ergründen, woher das Gerücht stammte, dass er zu Condé Nast wechselt.
soundcloud.com (ab Minute 35), turi2.de (Background)

Condé Nast holt Joko Winterscheidt und macht André Pollmann zum “GQ”-Chef.


GQ goes JWD: Condé Nast stellt das neue Führungsteam der "GQ" vor. Dazu zählt auch Joko Winterscheidt (3.v.l) als Chief Curiosity Officer - Condé Nasts Umschreibung für Magazin-Maskottchen. Winterscheidt soll laut Pressemitteilung "die Neugierde in die Themen und Aktivitäten von GQ einbringen". Markenchef der Zeitschrift wird André Pollmann (2.v.l.), der in Personalunion Inhalt und Geschäfte verantworten soll. Pollmann ist aktuell übergreifender Publisher für "Vogue", "Glamour" und "GQ". Sein Stellvertreter wird Michalis Pantelouris (4.v.l.), der bei Gruner + Jahr bereits mit Winterscheidt zusammengearbeitet hat und Redaktionschef von dessen Zeitschrift "JWD" war. Johannes Patzig (1.v.l.), derzeit Digitalchef bei "GQ", wird Redaktionsleiter.

"Jetzt bin ich also CCO – das ist sicherlich ein Titel, der beschreibt, dass meine Neugierde bei GQ ein Zuhause gefunden hat. Und vor allem ist es auch ein passender Titel für jemanden wie mich, der in kein Organigramm passt", sagt Joko Winterscheidt. Und Jessica Peppel-Schulz, Chef von Condé Nast Deutschland, sagt: "Wir bauen mit Condé Nast Germany eine neue strategische Organisation, die nicht vergleichbar ist mit den Organisationen der klassischen Verlage." Der bisherige "GQ"-Chefredakteur Tom Junkersdorf hatte das Magazin im Rahmen der geplanten Umstrukturierungen 2019 verlassen.
gq-magazin.de, turi2.de (turi2.tv-Gespräch mit Peppel-Schulz), turi2.de (Junckersdorf)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Michalis Pantelouris stellt Joko Winterscheidts Magazin "JWD" vor. (03/18)

“GQ”-Vize Marco Rechenberg und Marcus Lucas verlassen Condé Nast.

Condé Nast und Marco Rechenberg (links) und Marcus Lucas gehen getrennte Wege. Beide waren noch von Tom Junkersdorf in die "GQ"-Führungsriege geholt worden, Lucas als sein Stellvertreter, Rechenberg als Vize-Chefredakteur. Lucas arbeitet künftig für Storymachine, schreibt Meedia. Rechenbergs neuer Job ist noch nicht bekannt. Condé Nast-Chefin Jessica Peppel-Schulz will die Zeitschriften neu aufstellen und sucht Markenverantwortliche für sie.
meedia.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Coffeetable allein als Geschäftsmodell reicht nicht aus." – Jessica Peppel-Schulz stellt Condé Nast neu auf.

“Teen Vogue” eiert bei Kennzeichnung eines unkritischen Facebook-Artikels rum.

Teen Vogue, früheres US-Print- und inzwischen reines Online-Magazin von Condé Nast, kann sich nicht entscheiden, ob ein unkritischer Artikel über Facebooks Maßnahmen gegen Wahl-Beeinflussung bezahlt war oder nicht. Der Beitrag erscheint erst als regulärer Artikel. Nach Kritik bei Twitter ergänzt "Teen Vogue" den Hinweis auf "gesponserten redaktionellen Inhalt". Facebook dementiert, für den Beitrag bezahlt zu haben, woraufhin erst der Hinweis und später der ganze Text verschwindet.
businessinsider.de, cnet.com, theguardian.com

Früherer Condé-Nast-Deutschlandchef Moritz von Laffert wird Berater.


Läuft bei Laffert: Moritz von Laffert, bis Ende 2018 Deutschlandchef von Condé Nast, wird Partner beim Münchner Berater Proventis Partners. Die Firma berät vor allem Mittelständler bei Übernahmen und Verkaufs-Transaktionen. Von Laffert soll mit seiner Expertise und seinen Kontakten das M&A-Geschäft in der Medien- und Konsumgüterbranche ausbauen, insbesondere im Luxus- und Modemarkt. Bereits bei Condé Nast International war er für Akquisitionen verantwortlich.

Moritz von Laffert war 14 Jahre lang bei Springer, 2009 kam er zu Condé Nast Deutschland, 2011 wurde er zusätzlich Vice President International. Er hat einen einen harten Sanierungskurs gefahren, den Auflagen-Verlust bremsen konnte er nicht. Seine Nachfolgerin bei Condé Nast ist seit April 2019 Jessica Peppel-Schulz. Seit seinem Abschied hat Moritz von Laffert viel Zeit im Wald verbracht, schreibt "Horizont" ‐ auf seinem 450 Hektar großen Waldgrundstück, das er vor Jahren aus dem Familienbesitz übernommen hat und seitdem als Forstunternehmer bewirtschaften lässt. Er habe etliche Angebote auch von Verlagen sondiert und zwei davon intensiver verfolgt.
"Horizont" 1-2/2020, S. 10 (Paid), new-business.de, finance-magazin.de, turi2.de (Background)

Italienische “Vogue” ersetzt eine Ausgabe lang Fotos durch klimafreundliche Illustrationen.

Italienische Vogue ersetzt in ihrer ersten Ausgabe 2020 alle sonst glamourösen Bildstrecken durch Illustrationen, denn die Fotostrecken sind mit Reisen, Catering und Co nicht gerade klimafreundlich. Chefredakteur Emanuele Farneti sagt, die Öko-Ausgabe sei die erste Maßnahme einer Umweltkampagne, an der alle 26 nationalen Ableger der Zeitschrift teilnehmen.
spiegel.de

Condé Nast bringt “La Cucina Italiana” in die USA.

Conde Nast 150Condé Nast startet einen US-Ableger für sein Rezept-Magazin "La Cucina Italiana". Damit bringt der Verlag erstmals einen Titel aus dem Ausland in die USA. Bisher ging Condé Nast den Schritt stets andersherum. Bei einem erfolgreichen Start in den USA will der Verlag "La Cucina Italiana" auch in Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien einführen. Neben dem Original in Italien gibt es das Heft bereits in Serbien, der Türkei und Tschechien.
adweek.com

“Coffeetable allein als Geschäftsmodell reicht nicht aus.” – Jessica Peppel-Schulz stellt Condé Nast neu auf.


Marken mit Magazinhintergrund: Seit April 2019 ist Jessica Peppel-Schulz Deutschlandchefin von Condé Nast, nach einem halben Jahr im Amt baut sie den Verlag nun um. 15 Mitarbeiter müssen gehen, um die Print-Marken "Vogue", "Glamour", "GQ" und "AD" will sie neue Geschäftsmodelle aufbauen. Digitales und Events konnten in der Vergangenheit nicht wachsen, "weil sie auf eine nicht integrierte Organisation" gestoßen sind, sagt Peppel-Schulz im Interview mit turi2.tv und macht "eine fehlende Innovationskultur" im Haus dafür verantwortlich.

Die Hochglanz-Magazine von Condé Nast bleiben der Markenkern, doch "Coffeetable allein als Geschäftsmodell reicht nicht aus", sagt Peppel-Schulz. Statt Chefredakteuren sollen künftig Marken-Verantwortliche das Geschäft auch abseits des bedruckten Papiers betreuen. Eine Abkehr vom Journalismus will Peppel-Schulz darin nicht sehen und setzt auf "Synergien in der Content-Produktion". Unter dem Dach der Kreativberatung CNX bietet Condé Nast seine Lifestyle- und Luxus-Expertise künftig auch Werbekunden an. Jessica Peppel-Schulz versichert aber, dass Anzeigen und redaktionelle Inhalte "organisatorisch klar getrennt" bleiben.
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Jessica Peppel-Schulz startet bei Condé Nast mit 120 % Power. (4/2019)

“Kress”: “GQ”-Chefredakteur Tom Junkersdorf geht bei Condé Nast von Bord.

Mann des Jahres war gestern: "GQ"-Chefredakteur Tom Junkersdorf und Condé Nast gehen getrennte Wege, schreibt "Kress". Dies habe ein Verlagssprecher auf "Kress"-Anfrage bestätigt. Condé Nast Germany wolle sich neu aufstellen, "dies beinhaltet auch Personalmaßnahmen". Junkersdorf hatte die "GQ"-Chefredaktion 2017 übernommen und war zuvor für Bauer tätig.

"Kress" hört in der Münchner Gerüchteküche, dass der Männertitel künftig "möglicherweise von einem Markenverantwortlichen und gar nicht mehr von einem Chefredakteur" geführt werde. Junkersdorf war bis Ende 2016 Gründungs-Chefredakteur von "People" in Deutschland. Zuvor war der Journalist ebenfalls Gründungs-Chefredakteur von "Closer" sowie zwischen 2005 und 2010 "Bravo"-Chefredakteur.
kress.de

Condé Nast kündigt strategische Neuausrichtung an.

Condé Nast steht unter der Führung der neuen Deutschlandchefin Jessica Peppel-Schulz vor einem Strategiewechsel, schreibt "New Business". Künftig sollen Print, Digital, Events, E-Commerce und Kooperationen stärker verknüpft werden. Die Zusammenarbeit mit Condé Nast International solle ausgebaut werden. Der Verlag setze künftig auf weitere Erlösquellen, u.a. durch ausgebaute Beraterleistungen für Kunden.
new-business.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Jessica Peppel-Schulz startet bei Condé Nast mit 120 % Power (April 2019).

“Vogue” macht jetzt auch Mode.

Vogue Deutschland will künftig nicht mehr nur über Mode schreiben, sondern sie auch selbst designen. Die Mode-Bibel kooperiert dafür mit Influencern, Designern und Marken. Zum Start legt das Condé-Nast-Magazin eine Kollektion mit Veronika Heilbrunner auf - die Influencerin schreibt bereits eine Kolumne bei Vogue.de. Parallel bietet die Zeitschrift unter dem Namen "Classics Edition" mit dem Vogue-Logo gebrandete Oberteile vor. Chefredakteurin Christiane Arp will die Marke "für den modebegeisterten Endkunden noch greifbarer" machen.
wuv.de