turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Sigrid Nikutta schreibt über Rosa Parks.


Ziviler Ungehorsam: Rosa Parks soll ihren Platz im Bus für einen Weißen räumen. Sie bleibt sitzen. Und setzt so 1955 in Alabama ein Zeichen, das bis heute weltweit nachwirkt. DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta schreibt in der turi2 edition #12 über diese Geschichte, an die sie oft denkt. Lesen Sie jetzt den ganzen Beitrag kostenlos online oder im E-Paper. Hier können Sie das gedruckte Buch bestellen.

“Andere sind gut. Wir sind güter”: DB Cargo startet interne Kampagne.

DB Cargo, seit Januar von Managerin Sigrid Nikutta gesteuert, hebt intern eine neue Kampagne der Agentur GUD aufs Gleis. Der Claim "Andere sind gut. Wir sind güter" soll Mitarbeiter*innen motivieren und das "Wir-Gefühl" der Belegschaft stärken, so die Hoffnung des Logistikers. Für die Deutsche Bahn ist die Gütersparte seit Jahren ein Verlustgeschäft – Corona hat die Lage weiter verschärft.
horizont.net

Aus dem Archiv: DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta im Talk mit Peter Turi (September 2020).

Martin Noé sieht Kritik am “Manager Magazin” als “Verschwörungstheorie”.

Kein Systemversagen: Chefredakteur Martin Noé wehrt sich gegen die Kritik am "Manager Magazin", die Bahn-Kommunikationschef Oliver Schumacher im Branchenblatt PR-Report geübt hat. Noé bezeichnet dessen Vorwürfe, das "System Manager Magazin" sei durch "Hybris", "elitäres Gehabe", "Häme" und "Schadenfreude" gekennzeichnet, als "Verschwörungstheorie". Sein Magazin schreibe "auch positive Geschichten" - die "Faktenlage" müsse das aber auch hergeben. Mit anonymen Quellen zu arbeiten, sei gerechtfertigt, da es in einem "hierarchischen System" wie der Bahn eine "Opposition, wie man sie in der Politik kennt", nicht gebe. Das "Manager Magazin" nehme es "gelassen bis desinteressiert" hin, dass Schumacher als Medien- und Werbechef der Bahn seit sieben Jahren keine Anzeigen mehr im Heft geschaltet hat.
"PR Report" 5/20 (Paid)

Die Deutsche Bahn setzt in sozialen Netzwerken auf Gifs, Memes und das Du.


Hip unterwegs: Die Deutsche Bahn passt ihre Social-Media-Aktivitäten an und verschickt ab jetzt eigene Gifs und Memes, um mit ihren Kund*innen zu kommunizieren. Die eigens dafür produzierten Aufnahmen zeigen fünf Mitarbeiter*innen in verschiedenen Situationen des Arbeitsalltags, etwa am Bahnsteig oder im Bistro des Zuges. Der Meme-Zugang soll die Kommunikation zwischen der Bahn und ihrer Zielgruppe modernisieren und vereinfachen.

Hinter den Entwicklungen steht die Digitalagentur Buddybrand. Sie berät die Bahn seit Ende 2019 in Social-Media-Fragen und bewegte den Staatskonzern auch dazu, seine Ansprache auf Social Media zum "Du" zu ändern. Nach einer dreimonatigen Testphase ist das Unternehmen offenbar überzeugt und will seine Kund*innen ab sofort konsequent und dauerhaft auf den Plattformen duzen.
horizont.net

Deutsche Bahn kündigt Preiserhöhung im Fernverkehr an.

Deutsche Bahn erhöht die Preise im Fernverkehr zum Fahrplanwechsel im Dezember. Flexpreise steigen um durchschnittlich 1,5 %, Streckenzeitkarten und BahnCard 100 kosten 1,9 % mehr. Sparpreise sowie BahnCard 25 und 50 werden nicht teurer. Fahrgastvertreter*innen kritisieren die Maßnahmen. Die Bahn verweist darauf, dass die erhöhten Preise noch unter dem Niveau von 2019 liegen.
faz.net

Video-Tipp: Sigrid Nikutta bei turi2.tv über die notwendige Verkehrswende.

Video-Tipp: Beim Launch-Event der turi2 edition #12 sprach Bahn-Vorständin Sigrid Nikutta im Interview mit Peter Turi über Vorbilder und ihren Blick auf die Welt. Die Managerin erklärte aber auch, wie sie bei der als marode geltenden Güterbahn die Weichen Richtung Verkehrswende und Zukunft stellen will. Nikutta träumt etwa von einem Siegel für nachhaltigen Transport im Einzelhandel und von Güterzügen, die ähnlich getaktet fahren wie der Personenverkehr.
turi2.tv (6-Min-Ausschnitt auf YouTube), turi2.tv (46-Minuten-Talk anschauen)

Betriebsrat der Deutschen Bahn fordert mehr Neueinstellungen.

Deutsche Bahn muss mehr neue Mitarbeiter*innen einstellen, um die geplante Verkehrsverlagerung zu schaffen und somit Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, fordert der Betriebsrat. 2021 will der Konzern 18.000 Menschen neu einstellen, der Betriebsrat sagt, es bräuchte mindestens 20.000. Aktuell beschäft die Bahn bundesweit knapp 215.000 Mitarbeiter*innen.
handelsblatt.com

Die Bahn einigt sich mit der EVG auf einen Tarifvertrag.

Fahrschein gelöst: Die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben sich bei ihren Tarifverhandlungen geeinigt. Die Bahn schließt bis 2023 betriebsbedingte Kündigungen aus und sagt Beschäftigten mit Kindern zu, sich bis zu 50 Tage für die Betreuung freistellen lassen zu können, Alleinerziehende 100 Tage. Die Lohnsteigerung fällt dafür nur zwischen 0,5 und 1,5 % aus - genaue Zahlen sind noch nicht bekannt. Bei den letzten Verhandlungen einigten sich beide Seiten noch auf Steigerungen von 3,5 und 2,6 %.
sueddeutsche.de

turi2 edition #12: Bahn-Vorständin Sigrid Nikutta über Geschlechter und Güterverkehr.


Die liefert Großes: Entspannt posieren Sigrid Nikutta und Peter Turi beim Interview-Shooting auf der Dachterasse des Berliner Bahn-Towers. Nikutta hat als Vorständin Güterverkehr der Deutschen Bahn eine Aufgabe, an der alle Männer vor ihr gescheitert sind. Die fünffache Mutter sprengt alle Rollenklischees. In der turi2 edition #12 spricht sie über Vorbilder, Lebenswege und Kommunikation. Lesen Sie jetzt den ganzen Text kostenlos hier als Online-Text oder im E-Paper der turi2 edition #12.

Bahn spart beim Personal.

Deutsche Bahn Logo 150Deutsche Bahn stellt in den kommenden Jahren weniger neue Mitarbeiter*innen ein als bisher angekündigt. Das geht aus aktuellen Personalplanungszahlen hervor, die dem "Spiegel" vorliegen. Demnach sind für dieses Jahr insgesamt 25.000 Neueinstellungen geplant, bis 2024 sinkt diese Zahl allerdings auf 14.000 pro Jahr. Besonders DB Netz und der Güterverkehr sind betroffen.
spiegel.de

Bahn-Kommunikationschef Schumacher wettert gegen “das System Manager Magazin”.


Er hält 'nen Rant: "Hybris", "Selbstüberschätzung" und "elitäres Gehabe" kennzeichnen das "System Manager Magazin", schimpft Oliver Schumacher, als Kommunikationschef der Deutschen Bahn häufig schmerzgeplagt durch negative Artikel der Hamburger. In einer "Gast-Polemik" für den PR-Report schreibt Schumacher, "Manager Magazin"-Redakteure sähen sich "als Mittelpunkt der deutschen (Wirtschafts-)Publizistik" und reagierten "beleidigt, ja aufrichtig pikiert", wenn sie die neue Konzernstrategie oder spannende Personalien "nicht exklusiv" präsentiert bekämen.

In seinem Offline-Rant wettert Schumacher, die Weltsicht des "Manager Magazin" sei "bemerkenswert simpel": Es sei "ganz egal", was auf der Welt auch geschehe: "Schuld sind meist nur wenige Vorstände und/oder Aufsichtsräte". Zum "System Manager Magazin" gehöre auch das "Kalkül": "Wer exklusive Informationen liefert, wird eher in Ruhe gelassen, mit ein bisschen Glück sogar hofiert." So fuße ein Großteil der Berichte "auf anonymen Quellen".

Es gehöre zur Wahrheit, dass "Selbstüberschätzung und elitäres Gehabe" der "Manager Magazin"-Redakteure "bisweilen in deutschen Chefetagen verfangen": "Da zittern millionenschwere Top-Manager, denen die Alphatier-Gene ansonsten aus jedem Knopfloch tropfen, allen Ernstes vor Veröffentlichung vermeintlicher oder tatsächlicher Insider-Geschichten." Das Zittern sei aber "kaum nachzuvollziehen, denn die MM-Berichte über die Deutsche Bahn haben im vergangenen Jahrzehnt in der Regel nur eines ausgelöst: Schweigen in anderen Medien". Die Artikel versendeten sich nach seiner Erfahrung meist "im medialen Nichts".

Schumacher hält für sich und seine leidgeplagten Kolleg*innen aber auch Trost bereit: Die Auflage des "Manager Magazin" sei ja eher "mickrig" (laut IVW sind es im 2. Quartal 2020 immerhin 97.026 verkaufte Exemplare). "All die Häme und Schadenfreude" erreichten wohl eher "den stellvertretenden Abteilungsleiter Dieter Durchschnitt", der sich durch das "Manager Magazin" bestätigt fühle, "dass die da oben eh keine Ahnung haben".
prreport.de (Paid), turi2.de/koepfe (Profil von Schumacher), turi2.tv (Video-Interview mit Schumacher aus dem Juni 2020)