Bahn verhängt Zugverbote gegen Maskenverweigerinnen.

Du kommst hier nicht rein: Die Deutsche Bahn verhängt erstmals bundesweite Zugverbote gegen "eine niedrige zweistellige Zahl" von Maskenverweigerinnen, meldet die "Welt am Sonntag". Sie dürfen für sechs Monate lang weder einen Bahnhof betreten, noch im Regional- und Fernverkehr mit der Bahn reisen. Bei Verstößen gegen die Beförderungsausschlüsse kann die Bahn Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstatten. Zudem müssen die Betroffenen mit Geldstrafen und einem Strafverfahren rechnen.

Verhängt worden seien die Zugverbote "in besonders drastischen Fällen von Verstößen gegen die Maskenpflicht". Einige der Betroffenen sollen zu einer Gruppe von Corona-Leugnerinnen gehören, die sich Ende Dezember bei Dresden in einem Regionalexpress dabei gefilmt hatten, wie sie ohne Maske andere Passagiere belästigen. Das belastende Beweis-Video hatten sie danach selbst ins Internet gestellt.
edition.welt.de (Paid)

Wolfgang Ainetter wirkt als Sonderbeauftragter bei der Bahn.

Umgestiegen: Wolfgang Ainetter, zuletzt Sprecher von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, arbeitet bis Jahresende bei der Bahn als Sonderbeauftragter. In der Funktion soll er die Organisation von Aktivitäten rund um das europäische Jahr der Schiene unterstützen.
pressesprecher.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie Wolfgang Ainetter im Verkehrsministerium kommuniziert: Storys statt Polit-Sprech (10/2018)

Deutsche Bahn will internationale Verbindungen ausbauen.

Sänk ju for travelling internäschnl: Die Deutsche Bahn will die internationalen Zugverbindungen ausbauen, sagt Chef Richard Lutz dem "Handelsblatt". Zum Fahrplanwechsel 2023 ist ein "europäisches Metropolennetz für Nachtzüge" geplant, das Städte wie Paris, Brüssel und Amsterdam mit Berlin, München, Wien und Zürich verbindet. Die Bahn wird nicht selbst ins Nachtzuggeschäft einsteigen, sondern dafür laut Lutz mit der Österreichischen Bundesbahn kooperieren, die kürzlich 20 Schlafwagenzüge bei Siemens geordert hat.
handelsblatt.com

Meinung: Sabina Jeschkes Abgang bei der Bahn zeigt das Männer-Problem des Konzerns.

Deutsche Bahn fährt führungstechnisch "die Chauvi-Schiene", das zeigt der Abgang von Digitalvorständin Sabina Jeschke erneut, kommentiert Michael Machatschke. Die versierte Expertin sei von Vorstandschef Richard Lutz sowie Netz- und Politvorstand Ronald Pofalla "offenkundig nicht ernstgenommen worden". Auch Sigrid Nikutta, Vorständin für Güterverkehr, hätten die beiden um schier jeden Preis fernhalten wollen. "Die Crux der Bahn sind nicht die Frauen. Sondern die falschen Männer an der Spitze", lautet Machatschkes Fazit.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Sabina Jeschke im Fragebogen zur turi2 edition #10 - Agenda 2020.

“Handelsblatt”: Digitalchefin Sabina Jeschke verlässt die Deutsche Bahn.

Außerplanmäßiger Halt: Digitalvorständin Sabina Jeschke räumt Ende Mai ihren Posten bei der Deutschen Bahn, schreibt das "Handelsblatt". Sie habe ihre Ideen nicht durchsetzen können, sagen Stimmen aus dem Unternehmensumfeld. Jeschke bekleidet seit 2017 das damals neu geschaffene Amt, das der Digitalisierung des Geschäftes gewidmet ist. Zuvor hat sie an der Universität Aachen als Direktorin des Cybernetics Lab gearbeitet. Die Bahn äußert sich auf "Handelsblatt"-Anfrage zunächst nicht zu der Personalie.
handelsblatt.com

Aus dem turi2.tv-Archiv: Sabina Jeschke im Fragebogen zur turi2 edition #10 - Agenda 2020.

Zahl des Tages: Deutsche Bahn investiert 1,4 Mrd Euro in Werke und Instandhaltung.

Zahl des Tages: Bahnbrechende 1,4 Mrd Euro nimmt die Deutsche Bahn in den kommenden Jahren für den Ausbau von Instandhaltungs-Werken und Abstell-Anlagen in die Hand. Insgesamt will das Unternehmen dafür mehr als 1.000 zusätzliche Mitarbeiter*innen einstellen. In Nürnberg soll bis 2028 ein komplett neues Werk entstehen, das sich die Bahn 400 Mio Euro kosten lässt.
heise.de

Bahn stellt den Bordverkauf von Tickets ein.


Ausverkauft: Die Deutsche Bahn stoppt ab 2022 den Verkauf von Tickets an Bord ihrer Züge. Spontan-Fahrer können stattdessen online einen Fahrschein erwerben. Dafür haben sie nach Fahrtantritt 10 Minuten Zeit. Der bei An-Bord-Käufen vom Zugpersonal erhobene Aufschlag von zuletzt 17 Euro fällt bei den künftigen Online-Tickets weg. Die neue Digital-Option wird bereits ab kommenden April freigeschaltet.

In den vergangenen Jahren hat die Bahn stets weniger als 1 % ihrer Tickets während der Fahrt verkauft. Trotzdem kritisiert die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft die Entscheidung: Sie habe immer für ein "offenes System" plädiert, das spontane Fernverkehrsreisen ermögliche. Die EVG fordert eine Aufklärungskampagne, um Missverständnisse in der Übergangszeit zu minimieren. Für den Fahrgastverband Pro Bahn ist die Neuerung dagegen "kein großer Verlust". Der Wegfall des zeitraubende Verkaufs entlaste das Personal, das so besser seinen Informationsaufgaben nachkommen könne. Allerdings fordert Pro Bahn, dass es möglich sein muss, sein Ticket bei technischen Problemen nachträglich per Rechnung zu bezahlen.
tagesschau.de, welt.de (Paid)

turi2 edition #13: Jürgen Kornmann über “Klick”-Momente.


It’s the people, stupid: Jürgen Kornmann, Marketingchef der Deutschen Bahn, lernt in der Pandemie, dass es in der Krise auf die Menschen ankommt: “Unsere Mitarbeiter*innen vermitteln die Systemrelevanz der Bahn am glaubhaftesten und sympathischsten”, schreibt er in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13. Das gelte auch für die Werbung – mit der “Sicher Reisen”-Kommunikation erziele die Bahn Rekordwerte bei der Kundenzufriedenheit. Sie können den Text im kostenlosen E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

“Spiegel”: Bahn lehnt Staatshilfen ab, bei denen der Vorstand auf Boni verzichten muss.

Bahn will den Bedingungen für Hilfen der Bundesregierung nicht zustimmen, berichtet der "Spiegel". Die EU-Kommission fordert vor allem einen Verzicht auf Bonuszahlungen für die Vorstände. Außerdem wehrt sich die Bahn gegen die Forderung, auch private Wettbewerber zu unterstützen, zum Beispiel durch eine Öffnung des DB-Navigator für Buchungen bei anderen Zugunternehmen.
spiegel.de (Paid)

Grüne wollen die Bahn bei Regierungsbeteiligung grundlegend umbauen.

Grüne wollen die Deutsche Bahn AG im Fall einer Regierungsbeteiligung auflösen, schreiben sie in einem Positionspapier: Die Bahnhöfe, die Serviceeinheiten, das Schienennetz und die DB Energie sollten dann in eine eigene Gesellschaft aufgehen, die unabhängig von der Bahn in Bundeseigentum agiert. Sie müsste keine Gewinne machen und würde "gemeinwohlorientiert" ins Netz investieren, Strecken vergeben und Fahrpläne aufstellen. Die Grünen wollen mehr Fernzüge zwischen mehr Großstädten fahren lassen, 3.000 Kilometer Trassen wiederbeleben und 5.700 Bahnhöfe sanieren.
sueddeutsche.de, spiegel.de

Der Bahn-Beauftrage der Bundesregierung rechnet mit 13 bis 14 Mrd Euro Corona-Schäden.

Mächtig Minus: Enak Ferlemann, der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung, schätzt den Corona-Schaden für die Bahn im "Welt"-Interview auf 13 bis 14 Mrd Euro. Das Anheben der Verschuldungsgrenze um weitere 5 Mrd Euro auf 35 Mrd begründet er damit, dass die von der Regierung geplante Kapitalerhöhung im laufenden Jahr noch nicht durchführen kann. Außerdem spricht er sich dafür aus, schnell mehr Geld für Sanierungen auszugeben, da während der aktuell geringeren Schienenauslastung leichter durchzuführen seien.
welt.de

Deutsche Bahn bedankt sich mit Kampagne bei Kund*innen und Team.

Deutsche Bahn startet die Kampagne "2020. Ein Jahr zum Vergessen?", mit der sie sich bei den Kund*innen und ihrer Belegschaft bedanken will. Statt wie sonst zum Jahresende aufzurufen, die Familie per Bahn zu besuchen, zeigt sie Online und in einem TV-Spot, wie sie sicheres Reisen "für die, die jetzt unterwegs sein müssen" ermöglicht. Ogilvy hat die Kampagne kreiert.
youtube.com (48-Sek-Video) via horizont.net

Deutsche Bahn fährt ein Minus von 5,6 Mrd ein und muss um Coronahilfen bangen.


Deutsche Bahn macht im laufenden Jahr 5,6 Mrd Euro Verlust, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Unterlagen für die Bahn-Aufsichtsratssitzung am 9. November. In den kommenden fünf Jahren ist ein Minus von insgesamt bis zu 11 Mrd Euro möglich. Eigentlich will die Bundesregierung der Bahn im Rahmen der Corona-Hilfen mit 5 Mrd Euro unter die Arme greifen, doch die Zustimmung der EU-Kommission steht noch aus. Es gilt als möglich, dass sie nur einen Teil der Hilfen billigt und diese an Bedingungen knüpft.

Auch der Bundesrechnungshof mahnt an, dass ein Auszahlen der 5 Mrd nicht zu rechtfertigen sei. Er fordert den Haushaltsausschuss auf, die Mittel zunächst zu sperren. So könne das Gremium je nach Bedarf das Geld freigeben. Die Prüfer hinterfragen, ob der Staatskonzern in der Krise alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe, Geld einzusparen. Auch Wettbewerber der Bahn kritisieren die Direkthilfen und fordern Maßnahmen wie Trassenpreissenkungen, die allen Schienenunternehmen gleichermaßen zu Gute kommen.
faz.net (Paid), handelsblatt.com

Zitat: Sigrid Nikutta über Warnungen ihres Vaters.

"Als ich meinem Vater erzählte, dass ich überlege, in den Schienengüterverkehr zurückzukehren, hat er gesagt: Oh Tochter! Überleg es dir. Bei deiner Geburt gab es den Slogan 'Mehr Güter auf die Schiene'. Und das ist 51 Jahre her."

DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta berichtet im SWR1-Leute-Podcast von berechtigten familiären Zweifeln ob ihrer Jobwahl.
swr.de, podcasts.apple.com (32-Min-Podcast)

Hör-Tipp: Bahn-Marketingchef Jürgen Kornmann über Klimaneutralität und Kommunikation 2021.

Hör-Tipp: Im FAW-Podcast spricht Jürgen Kornmann, Marketingchef der Deutschen Bahn, über die Herausforderungen, die der Konzern auf dem Weg zu Klimaneutralität lösen muss. Er gibt auch einen Ausblick auf Bahn-Kommunikation im kommenden Jahr: Neben der Mobilitätsleistung soll es um Verlässlichkeit in der Krise und gesellschaftliche Verantwortung gehen.
podigee.io (31-Min-Audio)

Die Deutsche Bahn schreibt sämtliche Kreativ-Etats neu aus.


Antreten, bitte: Die Deutsche Bahn will ihre Zusammenarbeit mit Kreativagenturen neu ordnen, schreibt "Horizont". Dafür startet sie fünf Pitchs und schreibt aus: die zentrale Marketingkommunikation Corporate, Fernverkehr und Regio, die dezentrale Marketingkommunikation Regio, das HR Marketing, das Content- und Social-Media-Marketing sowie B2B-Konzeption. Der Konzern will ab Mitte 2021 die Arbeit mit den neuen Dienstleistern beginnen. Die Verträge sind auf drei Jahre angelegt, je mit Verlängerungs-Option. Bisher betreut Ogilvy in Frankfurt die Fernverkehrssparte und Teile des Regionalgeschäfts sowie das Customer Relationship Management. BBDO Berlin hält den Corporate-Etat.
horizont.net (Paid), deutschebahn.com

Bahnvorständin Sigrid Nikutta will mehr netzwerken.

Vernetzung: Bahnvorständin Sigrid Nikutta wird nach erfolgreicher Bewerbung Mitglied des Frauennetzwerks Generation CEO, dem knapp 200 Frauen in Führungspositionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz angehören. Der Verein will mehr Frauen in Top-Positionen bringen und führende Frauen sichtbarer machen. Nikutta sagt dem "Handelsblatt": "Das erste Jahrzehnt in meinem Berufsleben dachte ich, Vernetzung würde überschätzt. Heute weiß ich, Vernetzung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden."
handelsblatt.com

Basta: Die Bahn ist mit ihrem IT-Umbau zu früh fertig.

In umgekehrter Bit-Reihenfolge: Die Deutsche Bahn wollte sich für den Umbau ihrer Computer-Infrastruktur eigentlich bis 2022 Zeit lassen. Nun ist die Bahn-IT bereits in den kommenden Wochen fertig. Auf die Schiene lässt sich das Konzept aber nur bedingt übertragen - dann müssten die Fahrgäste künftig nämlich statt bei der Bahn bei Amazon und Microsoft einsteigen, deren Dienstleistung sich die DB einkauft.
handelsblatt.com

turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Sigrid Nikutta schreibt über Rosa Parks.


Ziviler Ungehorsam: Rosa Parks soll ihren Platz im Bus für einen Weißen räumen. Sie bleibt sitzen. Und setzt so 1955 in Alabama ein Zeichen, das bis heute weltweit nachwirkt. DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta schreibt in der turi2 edition #12 über diese Geschichte, an die sie oft denkt. Lesen Sie jetzt den ganzen Beitrag kostenlos online oder im E-Paper. Hier können Sie das gedruckte Buch bestellen.

“Andere sind gut. Wir sind güter”: DB Cargo startet interne Kampagne.

DB Cargo, seit Januar von Managerin Sigrid Nikutta gesteuert, hebt intern eine neue Kampagne der Agentur GUD aufs Gleis. Der Claim "Andere sind gut. Wir sind güter" soll Mitarbeiter*innen motivieren und das "Wir-Gefühl" der Belegschaft stärken, so die Hoffnung des Logistikers. Für die Deutsche Bahn ist die Gütersparte seit Jahren ein Verlustgeschäft – Corona hat die Lage weiter verschärft.
horizont.net

Aus dem Archiv: DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta im Talk mit Peter Turi (September 2020).

Martin Noé sieht Kritik am “Manager Magazin” als “Verschwörungstheorie”.

Kein Systemversagen: Chefredakteur Martin Noé wehrt sich gegen die Kritik am "Manager Magazin", die Bahn-Kommunikationschef Oliver Schumacher im Branchenblatt PR-Report geübt hat. Noé bezeichnet dessen Vorwürfe, das "System Manager Magazin" sei durch "Hybris", "elitäres Gehabe", "Häme" und "Schadenfreude" gekennzeichnet, als "Verschwörungstheorie". Sein Magazin schreibe "auch positive Geschichten" - die "Faktenlage" müsse das aber auch hergeben. Mit anonymen Quellen zu arbeiten, sei gerechtfertigt, da es in einem "hierarchischen System" wie der Bahn eine "Opposition, wie man sie in der Politik kennt", nicht gebe. Das "Manager Magazin" nehme es "gelassen bis desinteressiert" hin, dass Schumacher als Medien- und Werbechef der Bahn seit sieben Jahren keine Anzeigen mehr im Heft geschaltet hat.
"PR Report" 5/20 (Paid)

Die Deutsche Bahn setzt in sozialen Netzwerken auf Gifs, Memes und das Du.


Hip unterwegs: Die Deutsche Bahn passt ihre Social-Media-Aktivitäten an und verschickt ab jetzt eigene Gifs und Memes, um mit ihren Kund*innen zu kommunizieren. Die eigens dafür produzierten Aufnahmen zeigen fünf Mitarbeiter*innen in verschiedenen Situationen des Arbeitsalltags, etwa am Bahnsteig oder im Bistro des Zuges. Der Meme-Zugang soll die Kommunikation zwischen der Bahn und ihrer Zielgruppe modernisieren und vereinfachen.

Hinter den Entwicklungen steht die Digitalagentur Buddybrand. Sie berät die Bahn seit Ende 2019 in Social-Media-Fragen und bewegte den Staatskonzern auch dazu, seine Ansprache auf Social Media zum "Du" zu ändern. Nach einer dreimonatigen Testphase ist das Unternehmen offenbar überzeugt und will seine Kund*innen ab sofort konsequent und dauerhaft auf den Plattformen duzen.
horizont.net

Deutsche Bahn kündigt Preiserhöhung im Fernverkehr an.

Deutsche Bahn erhöht die Preise im Fernverkehr zum Fahrplanwechsel im Dezember. Flexpreise steigen um durchschnittlich 1,5 %, Streckenzeitkarten und BahnCard 100 kosten 1,9 % mehr. Sparpreise sowie BahnCard 25 und 50 werden nicht teurer. Fahrgastvertreter*innen kritisieren die Maßnahmen. Die Bahn verweist darauf, dass die erhöhten Preise noch unter dem Niveau von 2019 liegen.
faz.net

Video-Tipp: Sigrid Nikutta bei turi2.tv über die notwendige Verkehrswende.

Video-Tipp: Beim Launch-Event der turi2 edition #12 sprach Bahn-Vorständin Sigrid Nikutta im Interview mit Peter Turi über Vorbilder und ihren Blick auf die Welt. Die Managerin erklärte aber auch, wie sie bei der als marode geltenden Güterbahn die Weichen Richtung Verkehrswende und Zukunft stellen will. Nikutta träumt etwa von einem Siegel für nachhaltigen Transport im Einzelhandel und von Güterzügen, die ähnlich getaktet fahren wie der Personenverkehr.
turi2.tv (6-Min-Ausschnitt auf YouTube), turi2.tv (46-Minuten-Talk anschauen)

Betriebsrat der Deutschen Bahn fordert mehr Neueinstellungen.

Deutsche Bahn muss mehr neue Mitarbeiter*innen einstellen, um die geplante Verkehrsverlagerung zu schaffen und somit Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, fordert der Betriebsrat. 2021 will der Konzern 18.000 Menschen neu einstellen, der Betriebsrat sagt, es bräuchte mindestens 20.000. Aktuell beschäft die Bahn bundesweit knapp 215.000 Mitarbeiter*innen.
handelsblatt.com

Die Bahn einigt sich mit der EVG auf einen Tarifvertrag.

Fahrschein gelöst: Die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben sich bei ihren Tarifverhandlungen geeinigt. Die Bahn schließt bis 2023 betriebsbedingte Kündigungen aus und sagt Beschäftigten mit Kindern zu, sich bis zu 50 Tage für die Betreuung freistellen lassen zu können, Alleinerziehende 100 Tage. Die Lohnsteigerung fällt dafür nur zwischen 0,5 und 1,5 % aus - genaue Zahlen sind noch nicht bekannt. Bei den letzten Verhandlungen einigten sich beide Seiten noch auf Steigerungen von 3,5 und 2,6 %.
sueddeutsche.de

turi2 edition #12: Bahn-Vorständin Sigrid Nikutta über Geschlechter und Güterverkehr.


Die liefert Großes: Entspannt posieren Sigrid Nikutta und Peter Turi beim Interview-Shooting auf der Dachterasse des Berliner Bahn-Towers. Nikutta hat als Vorständin Güterverkehr der Deutschen Bahn eine Aufgabe, an der alle Männer vor ihr gescheitert sind. Die fünffache Mutter sprengt alle Rollenklischees. In der turi2 edition #12 spricht sie über Vorbilder, Lebenswege und Kommunikation. Lesen Sie jetzt den ganzen Text kostenlos hier als Online-Text oder im E-Paper der turi2 edition #12.

Bahn spart beim Personal.

Deutsche Bahn Logo 150Deutsche Bahn stellt in den kommenden Jahren weniger neue Mitarbeiter*innen ein als bisher angekündigt. Das geht aus aktuellen Personalplanungszahlen hervor, die dem "Spiegel" vorliegen. Demnach sind für dieses Jahr insgesamt 25.000 Neueinstellungen geplant, bis 2024 sinkt diese Zahl allerdings auf 14.000 pro Jahr. Besonders DB Netz und der Güterverkehr sind betroffen.
spiegel.de

Bahn-Kommunikationschef Schumacher wettert gegen “das System Manager Magazin”.


Er hält 'nen Rant: "Hybris", "Selbstüberschätzung" und "elitäres Gehabe" kennzeichnen das "System Manager Magazin", schimpft Oliver Schumacher, als Kommunikationschef der Deutschen Bahn häufig schmerzgeplagt durch negative Artikel der Hamburger. In einer "Gast-Polemik" für den PR-Report schreibt Schumacher, "Manager Magazin"-Redakteure sähen sich "als Mittelpunkt der deutschen (Wirtschafts-)Publizistik" und reagierten "beleidigt, ja aufrichtig pikiert", wenn sie die neue Konzernstrategie oder spannende Personalien "nicht exklusiv" präsentiert bekämen.

In seinem Offline-Rant wettert Schumacher, die Weltsicht des "Manager Magazin" sei "bemerkenswert simpel": Es sei "ganz egal", was auf der Welt auch geschehe: "Schuld sind meist nur wenige Vorstände und/oder Aufsichtsräte". Zum "System Manager Magazin" gehöre auch das "Kalkül": "Wer exklusive Informationen liefert, wird eher in Ruhe gelassen, mit ein bisschen Glück sogar hofiert." So fuße ein Großteil der Berichte "auf anonymen Quellen".

Es gehöre zur Wahrheit, dass "Selbstüberschätzung und elitäres Gehabe" der "Manager Magazin"-Redakteure "bisweilen in deutschen Chefetagen verfangen": "Da zittern millionenschwere Top-Manager, denen die Alphatier-Gene ansonsten aus jedem Knopfloch tropfen, allen Ernstes vor Veröffentlichung vermeintlicher oder tatsächlicher Insider-Geschichten." Das Zittern sei aber "kaum nachzuvollziehen, denn die MM-Berichte über die Deutsche Bahn haben im vergangenen Jahrzehnt in der Regel nur eines ausgelöst: Schweigen in anderen Medien". Die Artikel versendeten sich nach seiner Erfahrung meist "im medialen Nichts".

Schumacher hält für sich und seine leidgeplagten Kolleg*innen aber auch Trost bereit: Die Auflage des "Manager Magazin" sei ja eher "mickrig" (laut IVW sind es im 2. Quartal 2020 immerhin 97.026 verkaufte Exemplare). "All die Häme und Schadenfreude" erreichten wohl eher "den stellvertretenden Abteilungsleiter Dieter Durchschnitt", der sich durch das "Manager Magazin" bestätigt fühle, "dass die da oben eh keine Ahnung haben".
prreport.de (Paid), turi2.de/koepfe (Profil von Schumacher), turi2.tv (Video-Interview mit Schumacher aus dem Juni 2020)