Deutsche Bahn setzt in Werbekampagne auf Klimaschutz.

Grüner wird's nicht: Die Deutsche Bahn setzt in ihrer neusten Kampagne auf Klimaschutz als Verkaufs­argument. In einem 30-sekündigen Spot fährt ein Zug um den Globus und macht dabei auch einen Abstecher durch Meer und Wolkenhimmel. Unterlegt ist der Clip mit dem Song "You are so beautiful". Die Kampagne stammt von der Agentur Ogilvy. "Jede Bahnfahrt ist im Grunde genommen eine Liebeserklärung an den Planeten", sagt Kreativchef Siyamak Jung.
horizont.net (Paid), wuv.de

Deutscher Gewerkschaftsbund kritisiert GDL.

Entgleist: Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Reiner Hoffmann kritisiert das Verhalten der GDL im Bahnstreik. Die Lokführer-Gewerkschaft versuche, die eigenen Interessen gegen das Gesamtinteresse aller anderen Bahn-Beschäftigten durchzusetzen, um ihren Einfluss zu erhöhen und damit mehr Mitglieder zu gewinnen. Hoffmann fordert GDL-Chef Claus Weselsky zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf und zu einem gemeinsamen Tarifvertrag mit der Eisenbahner-Gewerkschaft EVG, die im Gegensatz zur GDL Mitglied im Deutschen Gewerkschaftsbund ist.
rp-online.de (Paid), faz.net

Bild des Tages: Bahnstreik dauert noch mehrere Tage.


Das Warten hat kein Ende: Ein Reisender sitzt mit einer Decke über dem Kopf an einem Gleis im Frankfurter Hauptbahnhof. Das Hessische Landesarbeitsgericht hat am Freitag in zweiter Instanz eine von der Bahn beantragte einstweilige Verfügung gegen den Streik der Lokführergewerkschaft GDL abgelehnt. Die Züge sollen wie geplant bis Dienstagmorgen stillstehen.
(Foto: Frank Rumpenhorst / dpa / Picture Alliance)

Lokführer streiken von Dienstag bis Freitag.

Arbeitskampf: Die Lokführerinnen der Gewerkschaft GDL stimmen zu 95 % für einen Streik bei der Deutschen Bahn. Grund für die gescheiterten Verhandlungen ist Uneinigkeit über den Zeitrahmen einer Lohnerhöhung von 3,2 %. Im Güterverkehr beginnt der Streik am Dienstag um 19 Uhr, im Personenverkehr am Mittwoch um 2 Uhr morgens. Der Streik läuft bis Freitag, 2 Uhr morgens. Reisende müssen mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen.
spiegel.de, zeit.de

Startups ärgern sich über Fahrplandaten-Deal der Bahn mit Google.

Saure Startups: Weil die Deutsche Bahn künftig Livedaten ihrer verspäteten Züge an Tech-Gigant Google freigeben will, fühlen sich kleinere Unternehmen und Startups benachteiligt. Das Bundeskartellamt ist laut "Handelsblatt" bereits "alarmiert". Obwohl die Deutsche Bahn von einer "nicht exklusiven Partnerschaft" mit Google spricht, will sie Startups trotzdem nicht mit Daten versorgen.
handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Bahn empfiehlt Mitarbeiterinnen die genderneutrale Ansprache für Gäste.

Die Bahn eifert der Lufthansa nach und empfiehlt ihrem Zugpersonal, "Damen und Herren" sowie "Ladies and Gentlemen" nicht als mehr Begrüßung zu verwenden, berichtet "Bild". Stattdessen sollen Mitfahrende künftig "Sehr geehrte Gäste" in den Zügen hören. Verpflichtend ist die neue Ansprache jedoch nicht. Die Bahn will mit der Kommunikation "über die verschiedenen Kanäle alle ansprechen".
bild.de, turi2.de (Background)

Bild des Tages: Die Bahn schickt ihren Regenbogen-ICE auf die Reise.


Abgefahren: Bahn-Vorsitzender Richard Lutz (links) und Martin Seiler, Vorstand für Personal und Recht, stehen vor dem Regenbogen-ICE in Berlin. Die Bahn will mit dem aufgeklebten Regenbogen-Symbol am Zug ein Zeichen für die LGBTQI+-Community setzen. Der ICE fuhr gegen Mittag vom Berliner Hauptbahnhof nach München. (Foto: Annette Riedl / dpa / Picture Alliance)
freiepresse.de

Adrian Pickshaus und Nina Grygoriew übernehmen die Chefredaktion von “DB mobil”.

Fahren vor: Adrian Pickshaus und Nina Grygoriew übernehmen als Doppelspitze die Chefredaktion des Bahn-Kundenmagazins "DB mobil". Sie folgen auf Stephan Seiler, der ab August zum "stern" wechselt, wo er das Gesellschafts- und Sportressort leiten wird. Pickshaus und Grygoriew kommen beide von der zuständigen G+J-Agentur Territory: Pickshaus kümmerte sich seit 2019 bei Territory um Neuentwicklungen und Pitches, Grygoriew war für Markeninhalte in verschiedenen Kundenmagazinen zuständig.
presseportal.de

Die Deutsche Bahn wappnet sich für Reiseverkehr zur Ferienzeit.

Bahnt sich an: Die Deutsche Bahn macht sich für einen Reise-Ansturm zu den Ferien bereit. Das Unternehmen habe für typische Reiseziele zehntausend Plätze mehr eingeplant, schreibt der "Spiegel". In einer von der Bahn durchgeführten Marktforschung hatten 35 % der Deutschen angegeben, nach der Corona-Pandemie das Reisen nachholen zu wollen, gut ein Drittel der Befragten planen, in Deutschland ihren Urlaub zu verbringen.
spiegel.de

Daniela Gerd tom Markotten wird Digitalvorständin der Deutschen Bahn.

Deutsche Bahn macht Daniela Gerd tom Markotten offiziell zur Digitalvorständin und damit zur Nachfolgerin von Sabina Jeschke. Der Aufsichtsrat hat die Wirtschaftsingenieurin am Dienstag in ihr neues Amt berufen. Die 46-Jährige arbeitete zuvor u.a. für Daimler. Das "Handelsblatt" hatte bereits über ihren möglichen Einstieg bei der Bahn berichtet.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)

“Handelsblatt”: Daniela Gerd tom Markotten soll Digitalvorständin bei der Bahn werden.

Deutsche Bahn: Das "Handelsblatt" bringt einen weiteren Namen bei der Suche seiner neuen Digitalvorständin ins Spiel. Ex-Moovel-Chefin Daniela Gerd tom Markotten (Foto), 46, soll den Posten übernehmen, heißt es in der Meldung. Zuvor war Donya Amer für die Stelle gehandelt worden, konnte sich aber nicht mit dem Bund einigen, schreibt das "Handelsblatt". Die Entscheidung über die Besetzung soll bei der Aufsichtsratssitzung am 15. Juni fallen.
handelsblatt.com (Paid), turi2.de (Background)

Donya Amer soll neue Digitalvorständin bei der Deutschen Bahn werden.

Deutsche Bahn: Donya Amer, 48, derzeit Chefin von Bosch Climate Solutions, steht offenbar vor der Berufung zu Digitalvorständin der Bahn, berichtet der "Spiegel". Die Gespräche seien bereits "weit gediehen". Das "Handelsblatt" meldet, dass die Personalie feststehe und beruft sich auf "Unternehmens- und Regierungskreise". Amer wäre die Nachfolgerin von Sabina Jeschke, die das Unternehmen im Mai "auf eigenen Wunsch" verlassen hatte. Amer ist seit 2017 für Bosch tätig und hat dem Konzern zu einer klimaneutralen Entwicklung verholfen. Davor arbeitete sie 17 Jahre lang für IBM.
handelsblatt.com (Paid), spiegel.de, turi2.de (Background)

Deutsche Bahn lässt 116 Mio Euro für den Streckenausbau ungenutzt.

Deutsche Bahn hat 2020 nicht einmal 1,4 Mrd von 1,5 Mrd Euro vom Bundeshaushalt für den Streckenausbau abgerufen, schreibt "Welt am Sonntag". Grund sei, dass "nicht genügend fertig geplante und baureife Bahn-Projekte" vorlägen. Die nicht ausgegebene Summe steigt damit erneut: 2020 sind vorerst 116 Mio Euro ungenutzt geblieben, 2019 waren es 109 Mio Euro. Projekte der Bahn, die sich aktuell in der Planung befinden, liegen bei mehr als 60 Mrd Euro, die Umsetzung würde laut "Welt am Sonntag" rund 40 Jahre dauern.
edition.welt.de (Paid)

“Manager Magazin”: Konkurrenten prüfen den Kauf der DB-Speditionstochter Schenker.

Kein Schnäppchen: Mehrere Logistik-Riesen sollen Kaufinteresse an der Speditionstochter DB Schenker haben, schreibt das "Manager Magazin". Großes Interesse zeigt der dänische Großspediteur DSV Panalpina, der Sondierungen bei DB Schenker aufgenommen haben soll. Bis zu 15 Mrd Euro könnte DB Schenker der Deutschen Bahn beim Verkauf einbringen, sagt ein Insider dem "Manager Magazin".
financialpost.com, manager-magazin.de (Paid)

Bahntöchter zahlen ihren Top-Führungskräfte trotz schwerer Einbußen Boni aus.

Mit Fahrschein: Vorstand und Geschäftsführung bei Tochterunternehmen der Deutschen Bahn erhalten trotz Einbußen große Teile ihrer Erfolgsprämie. Der Aufsichtsrat hat die Auszahlung von gut der Hälfte der vereinbarten Bonussumme bewilligt, schreibt der "Spiegel". Über die Zahlungen war zuvor ein "heftiger Streit" in den Aufsichtsgremien der Bahn-Töchter entbrannt.
spiegel.de (Paid)

Bahn verhängt Zugverbote gegen Maskenverweigerinnen.

Du kommst hier nicht rein: Die Deutsche Bahn verhängt erstmals bundesweite Zugverbote gegen "eine niedrige zweistellige Zahl" von Maskenverweigerinnen, meldet die "Welt am Sonntag". Sie dürfen für sechs Monate lang weder einen Bahnhof betreten, noch im Regional- und Fernverkehr mit der Bahn reisen. Bei Verstößen gegen die Beförderungsausschlüsse kann die Bahn Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstatten. Zudem müssen die Betroffenen mit Geldstrafen und einem Strafverfahren rechnen.

Verhängt worden seien die Zugverbote "in besonders drastischen Fällen von Verstößen gegen die Maskenpflicht". Einige der Betroffenen sollen zu einer Gruppe von Corona-Leugnerinnen gehören, die sich Ende Dezember bei Dresden in einem Regionalexpress dabei gefilmt hatten, wie sie ohne Maske andere Passagiere belästigen. Das belastende Beweis-Video hatten sie danach selbst ins Internet gestellt.
edition.welt.de (Paid)

Wolfgang Ainetter wirkt als Sonderbeauftragter bei der Bahn.

Umgestiegen: Wolfgang Ainetter, zuletzt Sprecher von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, arbeitet bis Jahresende bei der Bahn als Sonderbeauftragter. In der Funktion soll er die Organisation von Aktivitäten rund um das europäische Jahr der Schiene unterstützen.
pressesprecher.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie Wolfgang Ainetter im Verkehrsministerium kommuniziert: Storys statt Polit-Sprech (10/2018)

Deutsche Bahn will internationale Verbindungen ausbauen.

Sänk ju for travelling internäschnl: Die Deutsche Bahn will die internationalen Zugverbindungen ausbauen, sagt Chef Richard Lutz dem "Handelsblatt". Zum Fahrplanwechsel 2023 ist ein "europäisches Metropolennetz für Nachtzüge" geplant, das Städte wie Paris, Brüssel und Amsterdam mit Berlin, München, Wien und Zürich verbindet. Die Bahn wird nicht selbst ins Nachtzuggeschäft einsteigen, sondern dafür laut Lutz mit der Österreichischen Bundesbahn kooperieren, die kürzlich 20 Schlafwagenzüge bei Siemens geordert hat.
handelsblatt.com

Meinung: Sabina Jeschkes Abgang bei der Bahn zeigt das Männer-Problem des Konzerns.

Deutsche Bahn fährt führungstechnisch "die Chauvi-Schiene", das zeigt der Abgang von Digitalvorständin Sabina Jeschke erneut, kommentiert Michael Machatschke. Die versierte Expertin sei von Vorstandschef Richard Lutz sowie Netz- und Politvorstand Ronald Pofalla "offenkundig nicht ernstgenommen worden". Auch Sigrid Nikutta, Vorständin für Güterverkehr, hätten die beiden um schier jeden Preis fernhalten wollen. "Die Crux der Bahn sind nicht die Frauen. Sondern die falschen Männer an der Spitze", lautet Machatschkes Fazit.
manager-magazin.de, turi2.de (Background)

Aus dem turi2.tv-Archiv: Sabina Jeschke im Fragebogen zur turi2 edition #10 - Agenda 2020.

“Handelsblatt”: Digitalchefin Sabina Jeschke verlässt die Deutsche Bahn.

Außerplanmäßiger Halt: Digitalvorständin Sabina Jeschke räumt Ende Mai ihren Posten bei der Deutschen Bahn, schreibt das "Handelsblatt". Sie habe ihre Ideen nicht durchsetzen können, sagen Stimmen aus dem Unternehmensumfeld. Jeschke bekleidet seit 2017 das damals neu geschaffene Amt, das der Digitalisierung des Geschäftes gewidmet ist. Zuvor hat sie an der Universität Aachen als Direktorin des Cybernetics Lab gearbeitet. Die Bahn äußert sich auf "Handelsblatt"-Anfrage zunächst nicht zu der Personalie.
handelsblatt.com

Aus dem turi2.tv-Archiv: Sabina Jeschke im Fragebogen zur turi2 edition #10 - Agenda 2020.

Zahl des Tages: Deutsche Bahn investiert 1,4 Mrd Euro in Werke und Instandhaltung.

Zahl des Tages: Bahnbrechende 1,4 Mrd Euro nimmt die Deutsche Bahn in den kommenden Jahren für den Ausbau von Instandhaltungs-Werken und Abstell-Anlagen in die Hand. Insgesamt will das Unternehmen dafür mehr als 1.000 zusätzliche Mitarbeiter*innen einstellen. In Nürnberg soll bis 2028 ein komplett neues Werk entstehen, das sich die Bahn 400 Mio Euro kosten lässt.
heise.de

Bahn stellt den Bordverkauf von Tickets ein.


Ausverkauft: Die Deutsche Bahn stoppt ab 2022 den Verkauf von Tickets an Bord ihrer Züge. Spontan-Fahrer können stattdessen online einen Fahrschein erwerben. Dafür haben sie nach Fahrtantritt 10 Minuten Zeit. Der bei An-Bord-Käufen vom Zugpersonal erhobene Aufschlag von zuletzt 17 Euro fällt bei den künftigen Online-Tickets weg. Die neue Digital-Option wird bereits ab kommenden April freigeschaltet.

In den vergangenen Jahren hat die Bahn stets weniger als 1 % ihrer Tickets während der Fahrt verkauft. Trotzdem kritisiert die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft die Entscheidung: Sie habe immer für ein "offenes System" plädiert, das spontane Fernverkehrsreisen ermögliche. Die EVG fordert eine Aufklärungskampagne, um Missverständnisse in der Übergangszeit zu minimieren. Für den Fahrgastverband Pro Bahn ist die Neuerung dagegen "kein großer Verlust". Der Wegfall des zeitraubende Verkaufs entlaste das Personal, das so besser seinen Informationsaufgaben nachkommen könne. Allerdings fordert Pro Bahn, dass es möglich sein muss, sein Ticket bei technischen Problemen nachträglich per Rechnung zu bezahlen.
tagesschau.de, welt.de (Paid)

turi2 edition #13: Jürgen Kornmann über “Klick”-Momente.


It’s the people, stupid: Jürgen Kornmann, Marketingchef der Deutschen Bahn, lernt in der Pandemie, dass es in der Krise auf die Menschen ankommt: “Unsere Mitarbeiter*innen vermitteln die Systemrelevanz der Bahn am glaubhaftesten und sympathischsten”, schreibt er in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13. Das gelte auch für die Werbung – mit der “Sicher Reisen”-Kommunikation erziele die Bahn Rekordwerte bei der Kundenzufriedenheit. Sie können den Text im kostenlosen E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

“Spiegel”: Bahn lehnt Staatshilfen ab, bei denen der Vorstand auf Boni verzichten muss.

Bahn will den Bedingungen für Hilfen der Bundesregierung nicht zustimmen, berichtet der "Spiegel". Die EU-Kommission fordert vor allem einen Verzicht auf Bonuszahlungen für die Vorstände. Außerdem wehrt sich die Bahn gegen die Forderung, auch private Wettbewerber zu unterstützen, zum Beispiel durch eine Öffnung des DB-Navigator für Buchungen bei anderen Zugunternehmen.
spiegel.de (Paid)

Grüne wollen die Bahn bei Regierungsbeteiligung grundlegend umbauen.

Grüne wollen die Deutsche Bahn AG im Fall einer Regierungsbeteiligung auflösen, schreiben sie in einem Positionspapier: Die Bahnhöfe, die Serviceeinheiten, das Schienennetz und die DB Energie sollten dann in eine eigene Gesellschaft aufgehen, die unabhängig von der Bahn in Bundeseigentum agiert. Sie müsste keine Gewinne machen und würde "gemeinwohlorientiert" ins Netz investieren, Strecken vergeben und Fahrpläne aufstellen. Die Grünen wollen mehr Fernzüge zwischen mehr Großstädten fahren lassen, 3.000 Kilometer Trassen wiederbeleben und 5.700 Bahnhöfe sanieren.
sueddeutsche.de, spiegel.de

Der Bahn-Beauftrage der Bundesregierung rechnet mit 13 bis 14 Mrd Euro Corona-Schäden.

Mächtig Minus: Enak Ferlemann, der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung, schätzt den Corona-Schaden für die Bahn im "Welt"-Interview auf 13 bis 14 Mrd Euro. Das Anheben der Verschuldungsgrenze um weitere 5 Mrd Euro auf 35 Mrd begründet er damit, dass die von der Regierung geplante Kapitalerhöhung im laufenden Jahr noch nicht durchführen kann. Außerdem spricht er sich dafür aus, schnell mehr Geld für Sanierungen auszugeben, da während der aktuell geringeren Schienenauslastung leichter durchzuführen seien.
welt.de

Deutsche Bahn bedankt sich mit Kampagne bei Kund*innen und Team.

Deutsche Bahn startet die Kampagne "2020. Ein Jahr zum Vergessen?", mit der sie sich bei den Kund*innen und ihrer Belegschaft bedanken will. Statt wie sonst zum Jahresende aufzurufen, die Familie per Bahn zu besuchen, zeigt sie Online und in einem TV-Spot, wie sie sicheres Reisen "für die, die jetzt unterwegs sein müssen" ermöglicht. Ogilvy hat die Kampagne kreiert.
youtube.com (48-Sek-Video) via horizont.net

Deutsche Bahn fährt ein Minus von 5,6 Mrd ein und muss um Coronahilfen bangen.


Deutsche Bahn macht im laufenden Jahr 5,6 Mrd Euro Verlust, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Unterlagen für die Bahn-Aufsichtsratssitzung am 9. November. In den kommenden fünf Jahren ist ein Minus von insgesamt bis zu 11 Mrd Euro möglich. Eigentlich will die Bundesregierung der Bahn im Rahmen der Corona-Hilfen mit 5 Mrd Euro unter die Arme greifen, doch die Zustimmung der EU-Kommission steht noch aus. Es gilt als möglich, dass sie nur einen Teil der Hilfen billigt und diese an Bedingungen knüpft.

Auch der Bundesrechnungshof mahnt an, dass ein Auszahlen der 5 Mrd nicht zu rechtfertigen sei. Er fordert den Haushaltsausschuss auf, die Mittel zunächst zu sperren. So könne das Gremium je nach Bedarf das Geld freigeben. Die Prüfer hinterfragen, ob der Staatskonzern in der Krise alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe, Geld einzusparen. Auch Wettbewerber der Bahn kritisieren die Direkthilfen und fordern Maßnahmen wie Trassenpreissenkungen, die allen Schienenunternehmen gleichermaßen zu Gute kommen.
faz.net (Paid), handelsblatt.com

Zitat: Sigrid Nikutta über Warnungen ihres Vaters.

"Als ich meinem Vater erzählte, dass ich überlege, in den Schienengüterverkehr zurückzukehren, hat er gesagt: Oh Tochter! Überleg es dir. Bei deiner Geburt gab es den Slogan 'Mehr Güter auf die Schiene'. Und das ist 51 Jahre her."

DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta berichtet im SWR1-Leute-Podcast von berechtigten familiären Zweifeln ob ihrer Jobwahl.
swr.de, podcasts.apple.com (32-Min-Podcast)

Hör-Tipp: Bahn-Marketingchef Jürgen Kornmann über Klimaneutralität und Kommunikation 2021.

Hör-Tipp: Im FAW-Podcast spricht Jürgen Kornmann, Marketingchef der Deutschen Bahn, über die Herausforderungen, die der Konzern auf dem Weg zu Klimaneutralität lösen muss. Er gibt auch einen Ausblick auf Bahn-Kommunikation im kommenden Jahr: Neben der Mobilitätsleistung soll es um Verlässlichkeit in der Krise und gesellschaftliche Verantwortung gehen.
podigee.io (31-Min-Audio)

Die Deutsche Bahn schreibt sämtliche Kreativ-Etats neu aus.


Antreten, bitte: Die Deutsche Bahn will ihre Zusammenarbeit mit Kreativagenturen neu ordnen, schreibt "Horizont". Dafür startet sie fünf Pitchs und schreibt aus: die zentrale Marketingkommunikation Corporate, Fernverkehr und Regio, die dezentrale Marketingkommunikation Regio, das HR Marketing, das Content- und Social-Media-Marketing sowie B2B-Konzeption. Der Konzern will ab Mitte 2021 die Arbeit mit den neuen Dienstleistern beginnen. Die Verträge sind auf drei Jahre angelegt, je mit Verlängerungs-Option. Bisher betreut Ogilvy in Frankfurt die Fernverkehrssparte und Teile des Regionalgeschäfts sowie das Customer Relationship Management. BBDO Berlin hält den Corporate-Etat.
horizont.net (Paid), deutschebahn.com

Bahnvorständin Sigrid Nikutta will mehr netzwerken.

Vernetzung: Bahnvorständin Sigrid Nikutta wird nach erfolgreicher Bewerbung Mitglied des Frauennetzwerks Generation CEO, dem knapp 200 Frauen in Führungspositionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz angehören. Der Verein will mehr Frauen in Top-Positionen bringen und führende Frauen sichtbarer machen. Nikutta sagt dem "Handelsblatt": "Das erste Jahrzehnt in meinem Berufsleben dachte ich, Vernetzung würde überschätzt. Heute weiß ich, Vernetzung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden."
handelsblatt.com

Basta: Die Bahn ist mit ihrem IT-Umbau zu früh fertig.

In umgekehrter Bit-Reihenfolge: Die Deutsche Bahn wollte sich für den Umbau ihrer Computer-Infrastruktur eigentlich bis 2022 Zeit lassen. Nun ist die Bahn-IT bereits in den kommenden Wochen fertig. Auf die Schiene lässt sich das Konzept aber nur bedingt übertragen - dann müssten die Fahrgäste künftig nämlich statt bei der Bahn bei Amazon und Microsoft einsteigen, deren Dienstleistung sich die DB einkauft.
handelsblatt.com

turi2 edition #12, 50 Vorbilder: Sigrid Nikutta schreibt über Rosa Parks.


Ziviler Ungehorsam: Rosa Parks soll ihren Platz im Bus für einen Weißen räumen. Sie bleibt sitzen. Und setzt so 1955 in Alabama ein Zeichen, das bis heute weltweit nachwirkt. DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta schreibt in der turi2 edition #12 über diese Geschichte, an die sie oft denkt. Lesen Sie jetzt den ganzen Beitrag kostenlos online oder im E-Paper. Hier können Sie das gedruckte Buch bestellen.

“Andere sind gut. Wir sind güter”: DB Cargo startet interne Kampagne.

DB Cargo, seit Januar von Managerin Sigrid Nikutta gesteuert, hebt intern eine neue Kampagne der Agentur GUD aufs Gleis. Der Claim "Andere sind gut. Wir sind güter" soll Mitarbeiter*innen motivieren und das "Wir-Gefühl" der Belegschaft stärken, so die Hoffnung des Logistikers. Für die Deutsche Bahn ist die Gütersparte seit Jahren ein Verlustgeschäft – Corona hat die Lage weiter verschärft.
horizont.net

Aus dem Archiv: DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta im Talk mit Peter Turi (September 2020).

Martin Noé sieht Kritik am “Manager Magazin” als “Verschwörungstheorie”.

Kein Systemversagen: Chefredakteur Martin Noé wehrt sich gegen die Kritik am "Manager Magazin", die Bahn-Kommunikationschef Oliver Schumacher im Branchenblatt PR-Report geübt hat. Noé bezeichnet dessen Vorwürfe, das "System Manager Magazin" sei durch "Hybris", "elitäres Gehabe", "Häme" und "Schadenfreude" gekennzeichnet, als "Verschwörungstheorie". Sein Magazin schreibe "auch positive Geschichten" - die "Faktenlage" müsse das aber auch hergeben. Mit anonymen Quellen zu arbeiten, sei gerechtfertigt, da es in einem "hierarchischen System" wie der Bahn eine "Opposition, wie man sie in der Politik kennt", nicht gebe. Das "Manager Magazin" nehme es "gelassen bis desinteressiert" hin, dass Schumacher als Medien- und Werbechef der Bahn seit sieben Jahren keine Anzeigen mehr im Heft geschaltet hat.
"PR Report" 5/20 (Paid)

Die Deutsche Bahn setzt in sozialen Netzwerken auf Gifs, Memes und das Du.


Hip unterwegs: Die Deutsche Bahn passt ihre Social-Media-Aktivitäten an und verschickt ab jetzt eigene Gifs und Memes, um mit ihren Kund*innen zu kommunizieren. Die eigens dafür produzierten Aufnahmen zeigen fünf Mitarbeiter*innen in verschiedenen Situationen des Arbeitsalltags, etwa am Bahnsteig oder im Bistro des Zuges. Der Meme-Zugang soll die Kommunikation zwischen der Bahn und ihrer Zielgruppe modernisieren und vereinfachen.

Hinter den Entwicklungen steht die Digitalagentur Buddybrand. Sie berät die Bahn seit Ende 2019 in Social-Media-Fragen und bewegte den Staatskonzern auch dazu, seine Ansprache auf Social Media zum "Du" zu ändern. Nach einer dreimonatigen Testphase ist das Unternehmen offenbar überzeugt und will seine Kund*innen ab sofort konsequent und dauerhaft auf den Plattformen duzen.
horizont.net

Deutsche Bahn kündigt Preiserhöhung im Fernverkehr an.

Deutsche Bahn erhöht die Preise im Fernverkehr zum Fahrplanwechsel im Dezember. Flexpreise steigen um durchschnittlich 1,5 %, Streckenzeitkarten und BahnCard 100 kosten 1,9 % mehr. Sparpreise sowie BahnCard 25 und 50 werden nicht teurer. Fahrgastvertreter*innen kritisieren die Maßnahmen. Die Bahn verweist darauf, dass die erhöhten Preise noch unter dem Niveau von 2019 liegen.
faz.net