Öffentlich-Rechtliche Journalistinnen fordern Sicherheit auf Veranstaltungen und im Netz.

Offener Brief: Die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Redakteursausschüsse (Agra) fordert, Journalistinnen auf Veranstaltungen und im Netz besser zu schützen. In einem offenen Brief an die Politik plädieren sie für ein entsprechendes Konzept, damit Medienschaffende ihrer Arbeit ungehindert nachgehen können. Beleidigungen und konkrete Drohungen sollen durch "Gesetze und konsequente Strafverfolgung" unterbunden werden.
agra-rundfunk.de

Belarus hat Journalisten der Deutschen Welle verhaftet.

Pressefreiheit: Die Deutsche Welle meldet, dass ihr Journalist Nicholas Connolly am Samstag in Belarus rund fünf Stunden lang auf einer Wache festgehalten worden ist. Regierungsvertreterinnen hatten die Akkreditierung geprüft und sogar verlangt, Videomaterial vorzuführen, andernfalls drohe Haft. Inzwischen ist Connolly wieder auf freiem Fuß. Bereits am Donnerstag war der Journalist von einer Polizeistreife festgesetzt und abtransportiert worden.
dw.com, dwdl.de

Meedia: DW-Chef Peter Limbourg hält kritische Artikel über den Sender für unausgewogen.


Limbourgs Sicht: DW-Intendant Peter Limbourg sagt im Meedia-Interview über die Machtmissbrauchs-Vorwürfe mehrerer Medien wie "Guardian", "Zeit", "taz" und "Süddeutsche Zeitung", in den Artikeln seien alte Themen aufgegriffen worden, die der Sender "schon vor eineinhalb Jahren angegangen" ist. Die Berichterstattung gehe "im Wesentlichen auf wenige Vorgänge in der Arabisch-Redaktion zurück".

Das Arbeitsverhältnis zu drei gekündigten Mitarbeiter*innen sei nicht beendet worden, weil sie Kritik äußerten: "Aus der Redaktion hatten wir sehr viele Beschwerden über die Spaltung der Redaktion durch diese Kollegen bekommen." Limbourg nennt den Schritt "Wiederherstellung des Betriebsfriedens und Gewährleistung einer vertrauensvollen und kollegialen Zusammenarbeit". Einzelne Verdi-Vertreter*innen hätten die internen Konflikte "mit angeheizt, um sie dann zu skandalisieren." Der Intendant kritisiert außerdem, dass Journalist Mohamed Amjahid, der in "Zeit" und "Süddeutscher Zeitung" Artikel über die DW geschrieben hat, "nach unseren Informationen eng verbunden ist mit den von uns beendeten Kollegen", und das nicht kenntlich mache. Amjahid bestreitet das gegenüber Meedia.
meedia.de (Paid), turi2.de (Background)

“Süddeutsche Zeitung” berichtet vom Vorwurf des Machtmissbrauchs innerhalb der DW.


Ungeklärte Tatsachen: Hinter der Fassade der Deutschen Welle herrschen "erbitterter Streit", "Missmanagement, Einschüchterung und Schikane", schreibt Mohamed Amjahid in der "Süddeutschen Zeitung". Kritik an der Führungsebene führe zum Rausschmiss. In einem Protestbrief von Anfang 2020, den Amjahid zitiert, schrieben mehr als 350 DW-Mitarbeiter*innen: "Wir glauben, dass Machtmissbrauch bei der Deutschen Welle allgegenwärtig ist." Der Artikel stellt die Frage, ob interne Missstände angemessen aufgearbeitet werden. Die Zusammenarbeit mit drei freien Mitarbeiter*innen sei im Dezember 2020 wegen "nachhaltig zerstörten Vertrauensverhältnisses" beendet worden, alle drei waren laut Artikel "mit kritischen Nachfragen zu Strukturen und Arbeitsklima aufgefallen".

Aus Sicht des Senders hätten Verdi-Vertreter*innen die internen Konflikte angeheizt. Tatsächlich geht die Gewerkschaft hart mit Intendant Peter Limbourg ins Gericht und schreibt in einem Brief, der Sender habe "auf dem Gebiet der Konfliktlösung jedes Maß verloren". DW-Sprecher Christoph Jumpelt schreibt in einem Statement, der "SZ"-Artikel stelle falsche Behauptungen auf. Der Sender sei der Bitte um Stellungnahme und Erläuterung "ausführlich nachgekommen", davon finde sich kaum etwas in dem Artikel wieder. "Seit Jahren aufgearbeitete Vorfälle" würden fälschlicherweise als aktuell dargestellt. Die Gründe für die Trennung von den drei Mitarbeiter*innen sei "nicht wahrheitsgetreu wiedergegeben".
sueddeutsche.de

Deutsche Welle hat Probleme in der Arabisch-Redaktion.

Deutsche Welle: Eine externe Untersuchung findet im Auslandssender keine Anzeichen für "strukturellen Machtmissbrauch", sagt Intendant Peter Limbourg der "Süddeutschen Zeitung". Probleme gebe es aber in der 130 Köpfe zählenden Arabisch-Redaktion, wo eine "destruktive Minderheit", einen "respektvollen Umgang miteinander fast unmöglich" mache. Der Sender hatte sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe, u.a. durch den Guardian von zwei Mitarbeitern getrennt und investiere nun in Führungsschulungen und Diversity-Management.
sueddeutsche.de

Belarus: Peter Limbourg dämpft Hoffnungen auf russisches DW-Vollprogramm.

DW-Intendant Peter Limbourg hält den Ausbau russischsprachiger Online-Formate seines Senders für sinnvoll. Ein eigenes Programm hingegen sei "kostspielig" und "aufwendig". Die belarussische Oppostions­politikerin Swetlana Tichanowskaja und Christian Lindner hatten die DW aufgefordert, ein Vollprogramm auf Russisch zu starten, um den Menschen in Belarus Zugang zu unabhängigen Informationen zu verschaffen.
sueddeutsche.de

Rund 500 Beschäftigte beteiligen sich an Warnstreik bei Deutscher Welle.

Warnstreik: Rund 500 Mitarbeiter*innen der Deutsche Welle haben am Donnerstag laut DJV in Berlin und im Home Office ihre Arbeit niedergelegt. Zuvor waren Tarif­ver­handlungen mit Gewerkschaften gescheitert. Als Folge des Streiks fielen zwischen 12 und 14 Uhr englische und spanische DW-Nachrichtensendungen aus. Intendant Peter Limbourg hatte den Streik als "schweren Fehler" bezeichnet.
digitalfernsehen.de, dwdl.de (Background), turi2.de/koepfe (Profil Peter Limbourg)

Weißrussland verhaftet und verurteilt einen Reporter der Deutschen Welle.

Deutsche Welle: Ein Reporter des deutschen Auslandssenders ist in Weißrussland verhaftet und zu zehn Tagen Gefängnis verurteilt worden. Die Richter werfen ihm angebliches "Rowdytum" vor. Intendant Peter Limbourg spricht von einem "fadenscheinigen Vorwand", um kritische Berichte im Vorfeld der Präsidenten­wahl an diesem Sonntag zu verhindern.
rnd.de, dw.com

Renner: Rundfunkanstalten haben doch keine Auflösung des IRT beschossen.

Funkstille: Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben ihr Institut für Rundfunktechnik überraschend doch nicht eingestampft, räumt Kai-Hinrich Renner ein. Der Rückzug des ZDF aus dem Gesellschafterkreis ist schon länger bekannt, ARD, Deutschlandradio, Deutsche Welle, ORF und SRG sollen folgen. Wie es danach für das IRT weitergeht, ist noch offen. Hintergrund ist ein Betrugsskandal: Ein für das Institut tätiger Patentanwalt soll sich 200 Mio Euro in die eigene Tasche gewirtschaftet haben.
berliner-zeitung.de, rnd.de, sueddeutsche.de (Background)

Deutsche Welle erweitert die Chefredaktion um fünf neue Mitglieder.

Deutsche Welle: Chefredakteurin Manuela Kasper-Claridge (Foto) strebt mehr Diversität an und holt fünf Mitarbeiter*innen in die Chefredaktion, die jeweils einen anderen Blickwinkel einbringen. Zum Team gehören künftig: Erkan Arikan, Leiter der Türkisch-Redaktion, Recherche-Chefin Sandra Petersmann, der in Sambia aufgewachsene Wissenschafts- und Wirtschaftsjournalist Chiponda Chimbelu, die Verantwortliche für die deutsche und englische Nachrichten Homepage, Kristin Zeier, sowie Jaafar Abdul Karim, der für seine Talkshzows "Shababtalk" und "JaafarTalk" bekannt wurde.
dw.com, turi2.de (Background)

Social-Media-Chef Mischa Heuer wechselt von der Deutschen Welle zu MSL.

Deutsche Welle verliert ihren Chef für Social-Media-News, Mischa Heuer, an die PR-Beratung MSL. Bei MSL wirkt Heuer künftig in einer Doppelspitze mit Adrian Rosenthal als Verantwortlicher für Digital und Social Media. Heuer ist Absolvent der Deutschen Journalistenschule und mit 100.000 Followern bei Instagram, Facebook und Twitter selbst Influencer.
wuv.de, mslgroup.de

Ausschreitungen: Deutsche-Welle-Reporter gerät in die Schusslinie der Polizei.

Deutsche Welle: Bei den Ausschreitungen in Minneapolis ist der Korrespondent Stefan Simons in die Schusslinie der Polizei geraten. Er blieb unverletzt, die Polizei drohte mit Verhaftung. Ein Video zeigt, wie Polizeikräfte die Arbeit der Presse behindern. Ein CNN-Team wurde verhaftet. Ein TV-Reporter in Pittsburgh soll von Demonstranten geschlagen worden sein. Innerhalb weniger Tage ist es zu mindestens 68 Übergriffen auf Medienschaffende gekommen, sagen "Reporter ohne Grenzen".
dw.com, welt.de, welt.de (Angriff), welt.de (Reporter ohne Grenzen)

Deutsche Welle, BBC und Co entwickeln gemeinsame Strategie gegen Fake News zu Corona.

DG7, internationale Kooperation öffentlich-rechtlicher Medien, arbeitet an einer gemeinsamen Strategie gegen die Verbreitung von Fake News in der Corona-Pandemie. Die Initiative, an der u.a. die Deutsche Welle und BBC beteiligt sind, wolle "mit zuverlässigen Informationen Leben schützen". DW-Intendant Peter Limbourg sagt, öffentlich-rechtliche Anbieter lieferten Futter "für die Debatten, die notwendig sind, um die Zukunft nach der Pandemie aufzubauen".
quotenmeter.de

Aus dem Archiv: Intendant Peter Limbourg über 65 Jahre Deutsche Welle (2018).

Deutsche Welle will stärker gegen internen Machtmissbrauch vorgehen.

Deutsche Welle verpasst sich eine verbindliche Dienstvereinbarung gegen sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch am Arbeitsplatz. Beschäftigte, auch freie, sollen sich bei Bedarf an spezielle Stellen wenden können. Der Sender will Fälle verfolgen und aufklären. Intendant Peter Limbourg spricht von einer "Null-Toleranz-Strategie". Die Deutsche Welle stand wegen Belästigungsvorwürfen zuletzt massiv in der Kritik.
dw.com, lifepr.de, turi2.de (Background)

DW-Intendant Peter Limbourg ist nach positivem Corona-Test in Quarantäne.

Deutsche Welle: Intendant Peter Limbourg wurde positiv auf das Corona-Virus getestet. Er befinde sich seit Dienstag in häuslicher Quarantäne, es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, sagt ein Sprecher. Mittels Video-Konferenzen sei Limbourg in die Führung des Auslandssenders eingebunden. Viele Mitarbeiter*innen befinden sich im Home Office.
tagesspiegel.de, dwdl.de

Zitat: DW-Intendant Peter Limbourg widerspricht “allgegenwärtigem” Machtmissbrauch im Sender.

"Dass ausgerechnet ein ehemaliger freier Mitarbeiter, der die Deutsche Welle im Unfrieden verlassen musste, diesen Artikel geschrieben hat, hat mit Journalismus wenig zu tun."

Intendant Peter Limbourg verteidigt die Deutsche Welle im "FAZ"-Interview gegen den Vorwurf des "allgegenwärtigen" Machtmissbrauchs, der im "Guardian" erhoben wurde. Es habe einzelne Fälle gegeben, denen die Geschäftsleitung nachgegangen sei, sobald sie davon erfahren habe.
"FAZ", S. 13 (Paid), turi2.de (Background)

DW-Intendant Peter Limbourg sucht das offene Gespräch mit den Kritikern.

Deutsche Welle: Intendant Peter Limbourg und Verwaltungsdirektorin Barbara Massing fordern die anonymen Kritiker auf, das offene Gespräch zu suchen, schreibt die "taz". Es scheint "tatsächlich einiges nicht zu funktionieren", heißt es im Antwortschreiben an die 250 Unterzeichner eines Briefes, der Machtmissbrauch bei der Deutschen Welle kritisiert.
taz.de, turi2.de (Background)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Die Regierung redet uns nicht rein." – Peter Limbourg über 65 Jahre Deutsche Welle (6/2018).

Deutsche Welle nimmt Stellung zu Belästigungs-Vorwürfen aus dem “Guardian”.

Deutsche Welle reagiert auf Vorwürfe aus einem Guardian-Artikel, wonach es in der Redaktion zu Mobbing, Belästigung und Rassismus gekommen sein soll und die meisten aus Angst nicht offen darüber sprechen würden. Die Deutsche Welle nennt die Schlagzeilen "unbegründet", die zitierten Vorfälle lägen mehr als 18 Monate, teilweise "noch deutlich weiter" zurück. Außerdem fehle in dem Artikel der Hinweis, dass der Sender "in allen damals bekannt gewordenen Fällen unmittelbar gehandelt hat". Intendant Peter Limbourg habe 2018 eine interne Aufklärungskampagne initiiert und bekannt gewordene Fälle mit arbeitsrechtlichen Maßnahmen geahndet. Die Deutsche Welle kritisiert, dass der "Guardian"-Autor ein ehemals Freier des Senders ist, der die DW "im Unfrieden verlassen musste".
dw.com, dwdl.de

Mitarbeiter der Deutsche Welle kritisieren Einschnitte beim deutschen Online-Programm.

Deutsche Welle: Rund 50 freie Journalisten kritisieren in einem Offenen Brief geplante Umstrukturierungen beim Auslandssender. Ab Februar sollen die Nachtschichten der deutschsprachigen Website deutlich gekürzt werden. Die Mitarbeiter befürchten, so falle das letzte deutschsprachige Vollprogramm der Deutschen Welle weg. Programmdirektorin Gerda Meuer entgegnet, schnelle News seien nicht das Hauptprodukt des Senders, sondern Hintergründe. Die Umstrukturierungen würden dem Rechnung tragen.
deutschlandfunk.de, deutschlandfunk.de (Offener Brief)

Maria Gramsch: Mein turi2.tv-Video-Tipp 2019.


Mein turi2.tv-Lieblingsvideo aus dem Jahr 2019 ist das Video-Porträt über Edith Kimani, Moderatorin der DW News in Berlin. Mein Kollege Jens Twiehaus und ich haben Edith Kimani einen Tag lang durch ihren Alltag begleitet. Dabei hat sie uns mit ihrer herzlichen und offenen Art in ihre Kultur eintauchen lassen und uns mit durch ihren Kiez und ins Studio der Deutschen Welle genommen. Das Interview mit Kimani war eines der spannendsten, das ich jemals führen durfte – weshalb das daraus entstandene Video es auch ganz nach oben aufs Treppchen meiner Video-Favoriten bei turi2.tv geschafft hat - und auf Platz 2 der meistgesehenen turi2.tv-Videos 2019.
turi2.tv (7-Min-Video), turi2.de (Alle Videos der Reihe)

Zitat: Stasi-Akten sind keine legitime Quelle, sagt Maike Kohl-Richter.

"Die Stasi-Akten sind keine legitime Quelle, das war immer die große Sorge meines Mannes, (…) weil er sagte, je weiter die Menschen von der DDR weg sind, desto weniger werden sie wissen, dass die Stasi-Akten nicht die Akten eines Rechtsstaates sind."

Maike Kohl-Richter spricht im Deutsche-Welle-Interview mit Peter Limbourg über die Gründe Kohls, sich gegen die Veröffentlichung seiner Stasi-Akte zu stellen.
youtube.com (20-Min-Video)

Aus dem turi2.tv-Archiv (06/2018): "Die Regierung redet uns nicht rein" – Intendant Peter Limbourg über 65 Jahre Deutsche Welle.

DW-Personalrat distanziert sich von Artikel in Verdi-Magazin “M”.

Deutsche Welle: Der örtliche Personalrat Bonn distanziert sich von einem Artikel im Verdi-Magazin "M", in dem ein anonymer Personalrat dem deutschen Auslandssender "strukturellen Machtmissbrauch gegenüber Freien" vorgeworfen hat. Die zitierten Äußerungen sowie Einschätzungen der Kompetenzen von Führungskräften seien dem Personalrat zuvor nicht bekannt gewesen.
per Mail, turi2.de (Background)

Deutsche Welle wird von israelischen Lobbyisten als antisemitisch beschimpft.

Deutsche Welle ist aufgrund eines Übersetzungsfehlers massiver Kritik selbsternannter, israelischer Lobbyisten ausgesetzt. Die Vorwürfe des Antisemitismus seien absurd. Es geht um einen Gastbeitrag des Nahost-Experten Rainer Hermann, den die Deutsche Welle ins Englische übersetzt hat. Die Übersetzung "dass es derzeit 600.000 jüdische Siedler im Gazastreifen gibt" war falsch, das Original bezog sich auf 600.000 jüdische Siedler in den von Israel besetzten Gebieten. Die Redaktion hat den Fehler behoben und dokumentiert.
dw.com

Deutsche Welle: Manuela Kasper-Claridge löst im Mai 2020 Ines Pohl als Chefredakteurin ab.


Neue Wellenrleiterin: Manuela Kasper-Claridge (rechts) löst im Mai 2020 Ines Pohl als Chefredakteurin der Deutschen Welle ab. Kasper-Claridge arbeitet seit 1992 bei der Deutschen Welle. Seit Oktober 2017 ist sie Pohls Stellvertreterin, zudem leitet sie die Abteilung Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt. Intendant Peter Limbourg erhofft sich von ihr "klare Schwerpunkte beim Übergang von der Linearität hin zu mehr On-Demand-Formaten". Ines Pohl bleibt bei der Deutschen Welle und leitet künftig das Auslandsstudio in Washington.

Dort war sie nach ihrem Abschied von der "taz" von 2015 bis zum ihren Aufstieg zur DW-Chefin bereits als Korrespondentin für den Auslandssender aktiv. Der Wechsel bringt weitere Personal-Rochaden mit sich: Die bisherige Studioleiterin in Washington, Alexandra von Nahmen, wechselt nach Brüssel. Dort übernimmt sie von Maximilian Hofmann, der Nachrichtenchef in Berlin wird. Der bisherige Nachrichtenchef Richard Walker übernimmt die Position des Chief International Editor.
dw.com

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Ich finde Perspektiv-Wechsel gut": Ines Pohl über ihr erstes Jahr bei der Deutschen Welle (06/2018)

Der Deutsche Welle droht der Verlust der Sendelizenz in Russland.

Russland droht der Deutschen Welle mit dem Entzug der Sendelizenz, berichtet Frank Herold. Das Außenministerium wirft dem Sender Einmischung in innere Angelegenheiten an. Am Mittwoch waren Sendervertreter vor einen Parlamentsausschuss vorgeladen worden. Die Deutsche Welle erschien nicht, da sie sich nicht erpressen lassen wolle, wie Intendant Peter Limbourg sagt. Der Sender sei jedoch Gesprächsbereit, sofern sich beide Seiten auf die Rahmenbedingungen eines Dialogs einigten.
tagesspiegel.de

“Zeit”: Deutsche Welle trennt sich von Moderator nach Vergewaltigungsvorwürfen.

Deutsche Welle hat sich nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung sowie Vergewaltigung bereits im August 2018 von einem Moderator getrennt, berichtet die "Zeit". Er soll u.a. mehrere Kolleginnen in seine Wohnung gelockt und sexuell belästigt haben. Der Sender hat die "vorgebrachten Anschuldigungen als glaubwürdig" eingestuft und sich daraufhin von dem Moderator getrennt und seine Sendung eingestellt.
"Zeit" 32/2019, S. 5 (Paid)

Deutsche Welle baut ihre arabische Sendung aus und nennt sie “JaafarTalk”.

Deutsche Welle entwickelt ihre Sendung "Shababtalk" zu "JaafarTalk" weiter – es geht weiter um arabische Themen, die Sendung richtet sich aber künftig auch an ältere Zuschauer. Studiopublikum und Zuschauer können über die Argumente der Gäste abstimmen und so Einfluss auf die Sendung nehmen. Außer im Studio in Berlin tourt die Sendung auch durch Ägypten, Sudan, Tunesien und Jordanien.
dwdl.de

Meinung: Die Herkunft des mutmaßlichen Täters sollte genannt werden.

Medienethik: Journalisten sollten die Herkunft des mutmaßlichen Täters vom Frankfurter Hauptbahnhof nennen, argumentiert Ines Pohl, Chefredakteurin der Deutschen Welle. Da es eine Debatte darüber gibt, ob und was der Fall mit der Zuwanderung zu tun hat, bestehe öffentliches Interesse. Das rechtfertige aber nicht das Verhalten von Medien, die "Rassismen befeuern, weil es Aufmerksamkeit bringt - und Umsatz".
dw.com/de

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Ich finde Perspektiv-Wechsel gut." Chefredakteurin Ines Pohl über ihr erstes Jahr bei der Deutschen Welle.

DW gibt Jaafar Abdul Karim eine neue Talkshow – und beendet sein “Shababtalk”.

Deutsche Welle schneidert Jaafar Abdul Karim, Aushängeschild des arabischen Programms, eine neue Talkshow auf den Leib: In "JaafarTalk" will der Moderator Tabuthemen ansprechen und Gäste mit sehr unterschiedlichen Meinungen zusammenbringen. Die Premiere läuft am 30. Juli zum Thema polygame Ehen. Parallel endet seine Jugendsendung "Shababtalk".
dwdl.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Shababtalk": Jaafar Abdul Karim gibt der arabischen Jugend eine Stimme

Türkische Denkfabrik attackiert internationale Medien wie die Deutsche Welle.

Pressefreiheit: Eine regierungsnahe türkische Denkfabrik wirft internationalen Medien in einer Studie "regierungsfeindliche" Berichterstattung vor, meldet die Deutsche Welle. Dabei seien Journalisten namentlich mit ihren Twitter-Accounts genannt, darunter auch Reporter der BBC sowie des US-Senders Voice of America. Die Türkei versuche objektive Berichterstatter einzuschüchtern, kritisiert die Deutsche Welle, der allein 30 Seiten der Studie gewidmet seien.
dw.com

Aus dem turi2.tv-Archiv: "Die Regierung redet uns nicht rein." – Peter Limbourg über 65 Jahre Deutsche Welle. (6/2018)