Hör-Tipp: Nicht nur Meduza braucht Unterstützung, sagt Dennis Kogel.

Hör-Tipp: Das Online-Magazin Meduza wehrt sich gegen das Verbot unabhängiger Medien in Russland und wird u.a. von der Journalismus-Plattform Krautreporter unterstützt. Journalist Dennis Kogel sagt in der DLF-Kultur-Sendung Breitband, dass es noch viele andere unabhängige Medien gebe, "die unsere Unterstützung brauchen". Meduza sei deshalb in aller Munde, "weil es ein sehr westlich geprägtes Medium ist".
deutschlandfunkkultur.de (18-Min-Audio)

Hör-Tipp: “Flut an Bildern” aus der Ukraine ist “Fluch und Segen zugleich”, sagt Patrick Gensing.

Hör-Tipp: Die "unglaublich Flut an Bildern" aus dem Krieg in der Ukraine ist "Fluch und Segen" zugleich, sagt Patrick Gensing, Leiter des ARD-Portals Faktenfinder, im Medienmagazin mediares. Seine Redaktion könne nicht alle Fotos und Videos verifizieren, die im Internet auftauchen. Allerdings helfe die Masse dabei, "ein Gesamtbild zu erstellen".
deutschlandfunk.de (5-Min-Audio)

turi2.de/termine: Erzähl mir etwas Neues!

Termine: Der Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur richten von heute bis Samstag den digitalen Kölner Kongress aus. Unter dem Motto "Erzähl mir etwas Neues!" widmet sich die Veranstaltung in Vorträgen und Diskussionen der Zukunft des Erzählens in Medien. Zum Auftakt heute ab 14 Uhr geht es u.a. um das Erzählen des kaum Vorstellbaren sowie Nutzen und Nachteil der Schwarzmalerei beim Erzählen. Die Teilnahme ist nach Anmeldung kostenlos.
Die wichtigsten Termine der Branche: turi2.de/termine

Termin-Tipp: Muss die Podcastwelt weiblicher werden?

Termine-Tipp: Der "Über Podcast" von Deutschlandfunk Kultur diskutiert heute ab 20 Uhr unter dem Motto Podcast is King die Frage "Muss die Podcast­welt weiblicher werden?" An der Gesprächs­runde live auf Twitter Spaces nehmen Podcasterin Maxi Häcke, Journalistin Nora Hespers und Psychologin Christiane Attig teil.
Die wichtigsten Termine der Branche: turi2.de/termine

Auch ARD, ZDF und DLF beenden vorerst ihre Berichterstattung aus Russland.

ARD und ZDF setzen die Berichterstattung aus ihren Moskauer Studios vorläufig aus. Man prüfe derzeit "die Folgen des am Freitag verabschiedeten Gesetzes". Von ihren anderen Standorten aus wollen die Sender "weiterhin umfassend über das Geschehen in Russland und der Ukraine informieren". Der Deutschlandfunk teilt mit, dass sein Russland-Korrespondent zunächst aus dem Warschauer Studio weiter über den Ukraine-Krieg berichten werde. Zuletzt hatten bereits u.a. die BBC, Bloomberg und CNN ihre Journalistinnen aus Russland abgezogen.

Der DJV reagiert mit Bedauern und Verständnis auf die Entscheidung von ARD und ZDF. "Die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen hat derzeit oberste Priorität", erklärt DJV-Chef Frank Überall. Es sei dramatisch, dass "die unabhängige Information aus der Russischen Föderation inzwischen nahezu unmöglich ist". Putin "tritt mit der Pressefreiheit so ein weiteres Menschenrecht mit Füße".
zeit.de, twitter.com, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Götz Alsmann hat ein Herz für vergessene Perlen des Jazz.

Hör-Tipp: Musiker Götz Alsmann widmet sich in seinem neuen Podcast "Der geheime Garten des Jazz" vergessenen Größen der Jazz­geschichte - oder solchen, die gar nicht erst zu Größen wurden. In der ersten Folge geht es um John Plonsky, der hauptsächlich als Studio­trompeter und Arrangeur gearbeitet, jedoch nur wenige eigene Werke veröffentlicht hat. Alsmann ist von dessen Album "Cool Man Cool" fasziniert: "Solche Platten sind es, die die eigentliche Geschichte des Jazz schreiben", sagt er bei Deutschlandfunk Kultur.
ardaudiothek.de (15-Min-Audio) via deutschlandfunkkultur.de (mit 7-Min-Audio)

Zitat: Das Radio ist ein “Nutznießer” der Mobilität, sagt Stefan Raue.

"Das Radio ist einer der großen Nutznießer dieser Mobilität. Denn heute kann ich von überall bestimmte Programm abrufen, kann sie hören. Früher musste man eben bis Dienstagabend 20.15 Uhr warten."

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue und Journalistin Brigitte Baetz sprechen zum 60. Jubiläum von Deutschlandfunk über Veränderung und Verantwortung von der ersten Sendung am 1. Januar 1962 bis heute.
deutschlandfunk.de (41-Min-Audio)

Deutschlandfunk Nova legt Twitter-Kanal still.

Nicht hip genug: Deutschland­funk Nova lässt seinen Twitter-Account mit knapp 99.000 Followern einstauben, um künftig den "Schwerpunkt auf Instagram" zu legen. "Wir möchten uns fokussieren, um so auch neue Ideen & Formate umsetzen zu können", heißt es. Auch bei Facebook postet das Social-Media-Team künftig nicht mehr, bleibt aber auf beiden Platt­formen per DM erreichbar.
twitter.com

DLF und DLF Kultur überarbeiten ihre Websites.

Frischzellenkur: Die Websites von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur präsentieren sich ab sofort in neuem Design und mit einer "deutlich verbesserten Nutzerführung". Neu ist etwa, dass sich der Audio-Player am unteren Bildschirmrand öffnet. DLF Kultur bietet zudem "erweiterte Themenportale" wie Bühne, Philosophie oder Geschichte an.
deutschlandfunk.de, deutschlandfunkkultur.de

Meinung: DLF-Presseschau liefert zu viel Einheitsbrei.

Beitrags­finanzierte Lange­weile? Übermedien-Autor Gabriel Yoran fordert mehr und internationale Meinung aus Online-Magazinen und Social-Kanälen für die Presseschau des Deutschlandfunks. Die Redaktion setze "jeden Tag die immer­gleichen Meinungs­puzzle­teilchen zu einem immer gleichen Meinungs­bild zusammen". Mediale Meinungs­bildung brauche jedoch Vielfalt, Ungewöhnliches und Interessantes, keine Print-Einheitsmeinung, um ihrem Gesellschaftsauftrag gerecht zu werden.
uebermedien.de (Paid)

Hör-Tipp: Deutschlandfunk-Feature beschäftigt sich mit Nationalsymbolen.

Hör-Tipp: Der Deutschlandfunk erkundet das oftmals angespannte Verhältnis der Deutschen zu ihren Nationalsymbolen wie Hymne oder Flagge. Thomas Franke besucht eine Fahnenmanufaktur in Berlin, den Reichstag und die Walhalla in Bayern. Das Feature fragt, wie sich Nationen auf ihre Symbole einigen und beobachtet wie sich die Wahrnehmung dieser Symbole wandelt.
deutschlandfunk.de (50-Min-Audio)

Hör-Tipp: DLF Kultur erinnert an die Boots-Massenevakuierung am 11. September 2001.

Hör-Tipp: Beim Terroranschlag am 11. September 2001 in New York haben Fischer, Fährmänner und Bootskapitäne rund eine halbe Mio Menschen spontan über das Wasser aus den Staubwolken Manhattans evakuiert. Antje Passenheim erzählt für Deutschlandfunk Kultur diese fast vergessene Geschichte. Zeitzeuginnen berichten in der Sendung von dramatischen Stunden, die sie bis heute nicht loslassen.
deutschlandfunkkultur.de (24-Min-Audio)

Neuer Deutschlandfunk-Podcast geht an die Grenzen der Wissenschaft.

Frankensteins Erben: Der Deutschlandfunk startet am 9. September den Podcast Deep Science. In zunächst fünf Folgen erzählt Wissenschafts­journalistin Sophie Stigler gemeinsam mit Reporterinnen von Experimenten, die an ethische, moralische und gesellschaftliche Grenzen gehen. Unter anderem geht es um die Kreuzung von Mensch und Affe.
deutschlandradio.de

Hör-Tipp: Trainerinnen fühlen sich nicht genug wertgeschätzt.

In der Dauerschleife: Viele Trainerinnen im deutschen Spitzensport müssen sich von einem Zeitvertrag zum nächsten hangeln und am Jahresende turnusgemäß arbeitslos melden, beklagt Holger Hasse im Deutschlandfunk. Der Präsident des Trainer-Bundesverbands sagt, die befristeten Verträge, eine zu geringe Entlohnung und fehlende gesellschaftliche Anerkennung machten den Job unattraktiv. Hasse appelliert an die Politik und den DOSB, sich des Problems anzunehmen.
deutschlandfunk.de (8-Min-Audio)

Hör-Tipp: “Mediasres” blickt auf die Medien nach der Taliban-Machtübernahme.

Hör-Tipp: Der langjährige Afghanistan-Korrespondent Martin Gerner spricht im Deutschlandfunk über die größtenteils noch unklare Rolle der Medien nach der Taliban-Machtübernahme. Anders als früher seien die Taliban an internationaler Anerkennung interessiert, dadurch könne es zumindest einen "kleinen Spielraum für kritischen Journalismus" geben.
deutschlandfunk.de (6-Min-Audio)

ARD und ZDF entlasten Flut-Opfer beim Rundfunkbeitrag.

Flut-Katastrophe: ARD und ZDF entlasten Opfer beim Rundfunkbeitrag. Betroffene können ihre Wohnstätten, Geschäfte oder Autos temporär abmelden, sofern sie derzeit nicht nutzbar sind. Sind sie zerstört, können sie das Beitragskonto auch löschen. Zudem seien Zahlungserleichterungen möglich, genauere Infos dazu würden zeitnah veröffentlicht.
rnd.de, bild.de

Hör-Tipp: Claus Kleber findet Katastrophenschutz drängender als Debatten über den Klimawandel.

Hör-Tipp: Medien müssen aufklären, welche Versäumnisse es seitens der Politik bei der Flutkatastrophe gab, sagt Claus Kleber im Interview mit dem Deutschlandfunk. Die Frage nach dem Katastrophenschutz sei jetzt drängender als "philosophische Debatten über den Klimawandel". Es sei nicht Aufgabe des Journalismus, die Menschen zu klimabewusstem Handeln zu erziehen.
deutschlandfunk.de, ondemand-mp3.dradio.de (10-Min-Audio)

Presserat versäumt Kontrolle der “Apotheken Umschau”.

Risiken und Nebenwirkungen: Der Presserat fühlt sich bisher nicht für Beschwerden über die "Apotheken Umschau" zuständig, berichtet der Deutschlandfunk. Anlass ist die Beschwerde eines DLF-Hörers, die beim Presserat abgeblitzt ist. Das Kontrollgremium hat die auflagenstärkste deutsche Zeitschrift offenbar bisher nicht als unabhängige journalistische Publikation betrachtet, sondern als ein Magazin, das einer "besonderen Interessenssteuerung" unterliegt. Dem widerspricht Chefredakteur Dennis Ballwieser.

Er ist bis jetzt davon ausgegangen, dass der Presserat zuständig ist, auch wenn er in seiner fünfjährigen Amtszeit nie eine Beschwerde erhalten hat. Im Zuge der Recherche des Deutschlandfunks rudert der Presserat zurück und teilt mit, er sei wohl doch zuständig. Er wolle sich aber erst äußern, wenn die Gremien beraten haben. Wie viele Beschwerden der Presserat gegen die "Apotheken Umschau" bisher abgewiesen hat, ist unklar. Erst seit 2018 dokumentiert der Presserat abgewiesene Beschwerden.
deutschlandfunk.de

Deutschlandradio gründet Meinungs-Redaktion.

Dialogbereit: Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur gründen die gemeinsame Redaktion "Meinung und Diskurs". Unter Leitung von Sina Fröhndrich arbeiten die Teams von sieben Sendungen künftig standortübergreifend in Berlin und Köln zusammen. Die neue Redaktion soll den Dialog mit den Hörerinnen weiter intensivieren und neue Diskussionsformate entwickeln.
presseportal.de

FDP schreibt sich Beschneidung von ARD und ZDF ins Wahlprogramm.

Wollen weniger: Die FDP will das Programm und die Finanzierung von ARD und ZDF beschneiden. Ein entsprechender Änderungsantrag für das Wahl­programm ist mit der knappen Mehrheit von 185 zu 179 Stimmen auf dem Parteitag am Samstag angenommen worden. Darin heißt es u.a., die Anstalten sollen sich auf "Nachrichten, Kultur, politische Bildung und Dokumentationen konzentrieren", die Senderanzahl reduzieren und im Internet nur Bereiche bespielen, die dem klassischen Rundfunk nahestehen.
digitalfernsehen.de

Öffentlich-Rechtliche Journalistinnen fordern Sicherheit auf Veranstaltungen und im Netz.

Offener Brief: Die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Redakteursausschüsse (Agra) fordert, Journalistinnen auf Veranstaltungen und im Netz besser zu schützen. In einem offenen Brief an die Politik plädieren sie für ein entsprechendes Konzept, damit Medienschaffende ihrer Arbeit ungehindert nachgehen können. Beleidigungen und konkrete Drohungen sollen durch "Gesetze und konsequente Strafverfolgung" unterbunden werden.
agra-rundfunk.de

Analyse: Wie Querdenker gegen die Presse schießen.

Querulanten: Teilnehmerinnen von Querdenker-Demos pochen zwar stets auf das Grundgesetz, versuchen jedoch zunehmend, die Pressefreiheit einzuschränken, berichtet Annika Schneider im Deutschlandfunk. Für Journalistinnen stelle sich die Frage, wie viel Raum sie Veranstaltungen mit mehreren Tausend Teilnehmerinnen geben. Zeigen Medien u.a. Fotos von Demo-Plakaten, geben sie auch falschen Tatsachenbehauptungen und Verschwörungsmythen eine Bühne, so Schneider.
deutschlandfunk.de

Hör-Tipp: Nikolaus Blome spricht über Merkel-Interviews.

Hör-Tipp: Das Gespräch zwischen Angela Merkel und Anne Will ist eine "innovationsarme Diskussion" gewesen, sagt RTL-Politikchef Nikolaus Blome dem Medienmagazin "Medias Res". Die Kanzlerin sei derzeit in TV-Gesprächen nicht so kontrolliert wie sonst. Aus Journalismus- und Publikumssicht hält er Interviews für das beste Format der Interaktion mit der Regierungschefin.
deutschlandfunk.de (7-Min-Audio)

Lese-Tipp: DLF und Initiative listen “vergessene Nachrichten” auf.

Lese-Tipp: Deutschlandfunk und die Initiative Nachrichtenaufklärung veröffentlichen eine Top-Ten-Liste über Themen, die in den letzten zwölf Monaten zu kurz gekommen sind in der medialen Berichterstattung. Darunter: Die Schwachstellen im neuen Netzwerkdurchsuchungsgesetz, die Armutsgefahr junger Menschen sowie Rassismus und Kolonialismus im Schulunterricht.
deutschlandfunk.de

Hör-Tipp: ARD-Korrespondentin Anne Demmer berichtet von den Gefahren für Journalist*innen in Mexiko.

Hör-Tipp: ARD-Mexiko-Korrespondentin Anne Demmer erzählt im Deutschlandfunk-Kultur-Magazin "Breitband" von einem Klima der Gewalt und Einschüchterung, in dem mexikanische Journalist*innen arbeiten müssen. Seit 2000 sind über 200 Reporter*innen umgebracht worden, in 99 % der Fälle gibt es kein Strafurteil. Der amtierende Präsident López Obrador diskreditiere zudem journalistisches Arbeiten. Als deutsche Reporterin fühle sie sich persönlich sicher, besonders gefährdet seien investigativ arbeitende Lokaljournalist*innen.
deutschlandfunkkultur.de, podcast-mp3.dradio.de (14-Min-Audio-Download)

Radio-Tipp: Christian Drosten spricht über seinen Lebensweg.

Radio-Tipp: Christian Drosten ist heute um 13.30 Uhr zu Gast in der Sendung "Zwischentöne" im Deutschlandfunk. Drosten spricht über seinen Weg vom Rettungssanitäter bis zum Leiter der Virologie der Charité in Berlin. Drosten sagt, dass er eigentlich nicht gerne Chef ist. Musikalisch fasziniert ihn Barock-Musik. Zudem mag er düstere Musik, weil sie die Realität spiegelt.
deutschlandradio.de

Zitat: Ex-NDR-Intendant Jobst Plog rät den Öffentlich-Rechtlichen zu klagen.

"Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat seine Freiheit immer mit den Gerichten und gegen die Politik erstritten - nicht mit Konzessionen an die Politik."

Jobst Plog, von 1991 bis 2008 Intendant des NDR, rät im aktuellen "Journalist" den Öffentlich-Rechtlichen zum Gang vor das Bundes­verfassungs­gericht, sollte die CDU in Sachsen-Anhalt die Erhöhung des Rundfunkbeitrags ablehenen.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Der Deutschlandfunk spendiert “Medias Res” den Podcast “Nach Redaktionsschluss”.

Deutschlandfunk startet am 4. September den wöchentlichen Podcast "Nach Redaktionsschluss". Darin diskutiert die Redaktion des Medienmagazins "Medias Res" wöchentlich mit Hörer*innen über Themen der Sendung wie gendergerechte Sprache oder Haltung und Aktionismus. Die Sendung "Was mit Medien" auf DFL Nova hat der Deutschlandfunk gerade eingestellt. Sie existiert als eigenständiger Podcast weiter.
deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

Podcast über Achtsamkeit ersetzt bei DLF Nova “Was mit Medien”.


Was mit weniger Stress: Deutschlandfunk Nova ersetzt Was mit Medien, das gestern nach acht Jahren zum letzten Mal im Radio lief, durch den Podcast Achtsam. Ab dem 20. August sollen Psychologin Main Huong Nguyen (Foto, links) und Moderatorin Diane Hielscher auf dem bisherigen Sendeplatz des Medienmagazins wöchentlich donnerstags um 20.00 Uhr Tipps für einen bewussteren Alltag geben. Am Ende jeder Folge soll eine Achtsamkeits­übung stehen. Spannender Nebenaspekt: In seiner Kommunikation spricht DLF Nova von einem Podcast, der ins Radioprogramm kommt – nicht von einer Radiosendung, die es auch als Podcast gibt. "Was mit Medien" soll als reiner Podcast und nicht mehr im linearen Programm weiterlaufen.

DLF Nova springt mit "Achtsam" auf einen Trend auf, der sich auch an Kiosken als überraschend erfolgreich erwiesen hat: Magazine wie "Hygge" aus dem Hause Gruner + Jahr oder "Happinez" von Bauer wollen ihre Leser*innen mit Grünzeug und Yogakissen zu mehr Entschleunigung und Gemütlichkeit ermutigen. Chefredakteurin Sinja Schütte" macht für "Flow" den Podcast Verstehen, fühlen, glücklich sein. In Deutschland hat sich außerdem etwa die Mediations-App 7Mind einen eigenen Podcast zugelegt. Moderator René Träder unterhält sich darin mit wechselnden Gesprächspartner*innen etwa über die Philosophie hinter Zen.
deutschlandradio.de, radioszene.de, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Elisabeth Neuhaus

Hör-Tipp: Lukaschenko-Gegner*innen koordinieren sich per Telegram.

Hör-Tipp: Per Telegram organisieren sich in Belarus die Gegner*innen von Präsident Alexander Lukaschenko, berichtet Korrespondent Florian Kellermann. Auf dem redaktionell unterstützten Kanal "Nexta Live" mit 1,7 Mio Abonnent*innen werde zu Demos aufgerufen und Fotos, etwa von Polizeigewalt, geteilt. "Nexta Live" habe sich zum wichtigsten Informations- und Koordinationsmedium für die Protestbewegung entwickelt.
deutschlandfunk.de (7-Min-Audio und Transkript)

Früherer “Sonntagsrätsel”-Moderator Christian Bienert, 72, ist tot.

Christian Bienert, 72, ist tot. Der langjährige Moderator des Sonntagsrätsels bei Deutschlandfunk Kultur starb bereits am 7. Juli. Christian Bienert moderierte die von Hans Rosenthal erfundene Sendung von 1987, damals noch bei Rias, bis zu seinem Ruhestand 2012. Er hatte eine große Fangemeinde in Ost und West und bekam viele Zuschriften aus beiden Teilen Deutschlands.
t-online.de, deutschlandfunkkultur.de, sueddeutsche.de (Porträt von 2006)

Meinung: Dirk Ippen fährt mit Kaufmann-Genen als Verleger gut.

Verleger Dirk Ippen fährt dank Kaufmann-Genen auch im Zeitungsgeschäft gut, analysiert Brigitte Baetz für den Deutschlandfunk. Vor allem Ippens radikale Fokussierung aufs Lokale sichere ihm und seinen Produkten treue Leser - obwohl in Ippens Redaktionen bis heute "wenig Edelfedern zu finden sind". Ippen, inzwischen 79, sieht die Zeitung in Zukunft eher als Nischenmarkt: Wer zu klein sei, werde geschluckt.
deutschlandfunk.de

“FAZ”: Indexmodell beim Rundfunkbeitrag kommt vorerst nicht.

Rundfunkbeitrag: Die Bundesländer können sich nicht auf ein neues Modell einigen, wonach dem der Beitrag an einen Index gebunden automatisch steigt, berichtet die "FAZ". Laut Oliver Schenk, Leiter der sächsischen Staatskanzlei, seien zwar "alle Länder grundsätzlich für Reformen", die Zeit für ein Index-Modell jedoch "noch nicht reif." In den nächsten Tagen werde die Kef ihre Empfehlung für den künftigen Beitrag abgeben. Unabhängig davon rechne Schenk für die nächste Gebührenperiode Abgaben in Höhe von "18 Euro + X".
per Mail, turi2.de (Background)

Befreiung der Rundfunkbeitragspflicht für Nebenwohnung ist künftig einfacher.

Rundfunkbeitrag: Künftig können auch Ehepartner und eingetragene Lebenspartner eine Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht für eine Nebenwohnung beantragen. Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio hat das Befreiungsverfahren geändert und reagiert damit auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts.
dwdl.de

Übermedien: Deutschlandradio trennt sich nach gefälschten Reportagen von Mitarbeiter.

Radio Relotius: Deutschlandradio trennt sich von einem Mitarbeiter, der vermeintliche Vor-Ort-Reportagen lieferte, obwohl er selbst nie vor Ort war, berichtet Daniel Bouhs. Der Deutschlandradio-Reporter habe im vergangenen halben Jahr O-Töne verwendet, die er selbst nicht geholt hat, was er aber nicht kennzeichnete. Das Material stamme aus anderen Medien. Mit atmosphärischen Elementen habe er den Eindruck erweckt, er wäre persönlich vor Ort. Deutschlandradio und der inzwischen gekündigte Journalist bestätigen auf Anfrage von Übermedien den Fall.

"Der Fall ist kein zweiter Relotius", betont Deutschlandfunk-Chefredakteurin Birgit Wentzien bei Übermedien. Der Journalist habe keine Geschichten erfunden, die Fakten stimmten. Der Reporter berichtete knapp zwei Jahrzehnte für Deutschlandradio, zuletzt aus dem europäischen Ausland. Der Journalist sagt, er habe aus einer "persönlichen Notlage" gehandelt, "aber das entschuldigt nichts". Aus "persönlichen Gründen" habe er seinen Wohnort für Reportage-Reisen nicht verlassen können. Der Sender hat die Zusammenarbeit beendet.
uebermedien.de (Paid)

Zitat: DRadio-Intendant Stefan Raue plädiert für Transparenz durch Erklärung.

"Wir haben lange geglaubt, uns nicht erklären zu müssen. Wir müssen aus unserem Turm raus und erklären, was wir warum tun."

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue sagt im "FAZ"-Interview, dass Transparenz mehr ist als Fehlerkultur. "Unebenheiten" in Beiträgen sollten erklärt statt "poliert" werden.
"FAZ", S. 13 (Paid)

Über Podcast vs. Radio:

"Podcasts müssen sehr schnell an den Hörer gebracht werden. Man muss rasch auf den Punkt kommen. Wir duzen die Hörer auch, nicht weil wir sie ankumpeln wollen, sondern weil die Menschen gerne direkt und persönlich angesprochen werden. Ich habe den Kopfhörer auf, und da spricht jemand direkt mit mir. Das ist ein ganz persönlicher Zugang, nicht das klassische Radio."

Aus dem Archiv von turi2.tv: Stefan Raue will sich den Text im Netz nicht gänzlich verbieten lassen. (12/2017)

Kameraleute werden bei Leichtathletik-WM in der Berichterstattung behindert.

Pressefreiheit: Kameraleute sind bei der Leichtathletik-WM in Katar bedrängt worden, schreibt "Spiegel" über Beobachtungen von Deutschlandfunk und ARD. Die Berichterstatter wollten die in der Hitze kollabierenden Athletinnen filmen. Beim Wettbewerb in Doha herrschte über 32 Grad, nur 40 der 68 Starterinnen kamen ins Ziel.
spiegel.de, twitter.com

“SZ”-Autor Johannes Kuhn wechselt zum Deutschlandfunk.

Süddeutsche Zeitung: Johannes Kuhn, Autor und Ex-US-Korrespondent für Tech- und Wirtschaftsthemen, wechselt im August als Korrespondent in das Hauptstadtstudio von Deutschlandfunk, verkündigt der Journalist bei Twitter. Künftiger Schwerpunkt sei die Digitalpolitik. Kuhn arbeitete knapp zehn Jahre für die "Süddeutsche Zeitung".
twitter.com