Hör-Tipp: Meinolf Ellers von der dpa spricht über die Anfänge der Digitalisierung.

Hör-Tipp: Meinolf Ellers (Foto) von der dpa erinnert sich im Gespräch mit VRM-Chefredakteur Stefan Schröder an die Anfänge des Internetzeitalters: Mitte der 1990er war Ellers kaum technikaffin, seine Sicht änderte sich als Korrespondent in Tokio. Zurück in Deutschland bekamen zwei Kolleginnen aus der Wissenschaftsredaktion den ersten Internetzugang der dpa. Heute gehöre Skandinavien zu den Vorreitern der Digitalisierung.
schroeder-trifft.podigee.io (62-Min-Audio)

Jan Mies wird Fußballchef der dpa.

dpa befördert Jan Mies, bisher Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball-Politik, zum Fußballchef. Er folgt auf Arne Richter, der inzwischen den Sport in den dpa-Büros Berlin und Leipzig verantwortet. Mies kam 2019 vom SID zur dpa, in seiner neuen Rolle soll er u.a. die Fußball-Berichterstattung im Sinne der sich wandelnden Kunden- und Nutzerinteressen weiterentwickeln.
presseportal.de

dpa startet “use the news” für langfristige Förderung von Nachrichtenkompetenz.

dpa startet das Projekt "use the news" und will damit langfristig Nachrichtenkompetenz von unter 30-Jährigen erforschen und fördern. Grundlage ist eine Studie des Hamburger Leibniz-Instituts für Medienforschung. Anhand der Studienergebnisse sollen u.a. neue Nachrichtenformate entwickelt werden. An dem Projekt sind außerdem u.a. BDZV, SWR, NDR, "Spiegel" und Funke beteiligt.
presseportal.de, kress.de (Interview)

Wir graturilieren: Niddal Salah-Eldin wird 35.

Niddal Salah-Eldin
Wir graturilieren: Niddal Salah-Eldin, stellvertretende Chefredakteurin und Produkt- und Innovationschefin der dpa, feiert heute ihren 35. Geburtstag – und zwar in Brandenburg. Den Tag wird sie dort mit ihrem Mann in ihrer "kleinen Datsche" verbringen, werkelnd und zu zweit im Garten feiernd. Salah-Eldin sieht das als das "Corona-konforme Work & Travel des kleinen Mannes". Per Facetime und WhatsApp-Video dürfen Freunde und Familie am brandenburgischen Datschen-Idyll teilhaben. Das Beste am abgelaufenen Jahr war für Salah-Eldin eine Reise in ihr Heimatland Sudan, inklusive Familienwiedersehen und einem Abstecher zu den Pyramiden von Meroe. Für sie ein "Fest für Geist, Herz und Seele".

Für das kommende Jahr wünscht sie sich, "dass möglichst schnell ein Covid-19-Impfstoff auf den Markt kommt." Ihre Mutter arbeite gerade bei der Biotech-Firma Moderna in den USA daran, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht. "Ich drücke ihr, dem gesamten Team und allen Forscherinnen und Forschern weltweit in diesen Tagen ganz besonders die Daumen", so Salah-Eldin. Wer mit Daumen drücken oder gratulieren möchte, kann dies per Twitter, Facebook oder per Mail tun.

Aus dem turi2.tv-Archiv: Niddal Salah-Eldin singt, spricht über ihre Liebe zur Musik und ihren Weg in den Journalismus (Januar 2019).

dpa schließt wegen Corona-Verdacht ihre Berliner Zentralredaktion.

dpa schließt am Mittwoch ihre Zentralredaktion in Berlin, weil ein Mitarbeiter Kontakt mit einer Corona-erkrankten Person hatte. Alle Beschäftigten arbeiten bis zu einem Testergebnis im mobilen Büro, lediglich ein "systemerhaltendes Team" werde vor Ort bleiben. Auch Mitarbeiter*innen aller dpa-Tochterfirmen in Berlin sind betroffen. Ein Großteil der dpa-Mitarbeiter*innen in Hamburg, Frankfurt und München arbeitet bereits seit Ende vergangener Woche im Home Office.
dwdl.de, twitter.com/fhomburger

dpa holt Theresa Rentsch und Jörg Pfeiffer als Produktmanager.

dpa holt Theresa Rentsch, Jahrgang 1990, als Leiterin des redaktionellen Produktmanagents. Sie verantwortet bisher die digitale Produktentwicklung bei Springers "Welt". Jörg Pfeiffer, Jahrgang 1972, kommt als Produktmanager für Datenjournalismus und automatisierte Inhalte. Der Datenjournalist hat bisher im Google News Lab Trenddaten kuratiert und zuvor u.a. für ProPublica, Zeit Online und die BBC gearbeitet.
presseportal.de, new-business.de

Wir graturilieren: dpa-Nachrichtenchef Froben Homburger wird 54.

Wir graturilieren: Froben Homburger, Nachrichtenchef der dpa, feiert heute seinen 54. Geburtstag - und zwar "ausgeschlafen, unaufgeregt, altersgerecht". Im vergangenen Jahr war "die 25., 33., 49., 61. und 85. Minute im Bundesligaspiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Bayern München am 2. November sein absolutes Highlight, verrät der leidenschaftliche Eintracht-Fan. Nach dem 5:1-Heimsieg wünscht sich Homburger im neuen Lebensjahr den Europapokal als Geburtstagsgeschenk. Bevor der Fußballgott den Traum erfüllt, sind Gratulationen zum Geburtstag willkommen, beispielsweise über Twitter. "Gute Wünsche finden immer ihren Weg", gibt sich Homburger nicht nur zu seinem Ehrentag zuversichtlich.

Hör-Tipp: DAK-Pressesprecher Rüdiger Scharf kommuniziert mit Haltung.

Hör-Tipp: Rüdiger Scharf, PR-Chef der DAK-Gesundheit, sieht den Begriff "Pressesprecher" als Qualitätssiegel und Abgrenzung zu "Kommunikator", da auch Marketing und Lobbyisten kommunizieren, sagt er im news aktuell Podcast. Der frühere Journalist kennt beide Seiten und und macht mit seinem Team regelmäßig Redaktions­besuche. Im Podcast erzählt Scharf auch, dass er Schüler besser per Brief-Kommunikation an die Lehrer als über Facebook erreicht, warum er mit Plakaten anecken will und Interview-Anfragen mancher TV-Redaktionen nur noch schriftlich beantwortet.
newsaktuell.de (51-Minuten-Audio)

Anne Fischer: Mein turi2.tv-Video-Tipp 2019.



Mein turi2.tv-Lieblingsvideo: Manche Branchenmenschen habe ich so oft in Beiträgen gesehen, dass ich das Gefühl habe, ich könnte für sie Persönlichkeits-Tests ausfüllen und würde mindestens 80 % Treffer-Quote erreichen – Niddal Salah-Eldin, Vize-Chefredakteurin der dpa, zählt nicht dazu. Und da schafft das turi2.tv-Porträt, was guten Branchenjournalismus ausmacht: Es zeigt ihre Arbeit als Journalistin, vor allem aber überrascht es mit persönlichen Einblicken in ihr Leben und ist ganz nah dran an einem richtig spannenden, sympathischen und umtriebigen Menschen (der auch noch toll singt!).
turi2.tv (7-Min-Video), turi2.de (Alle Videos der Reihe)

dpa-infocom-Chef Christoph Dernbach zieht sich aus der Geschäftsführung zurück.

dpa: Christoph Dernbach, langjähriger Geschäftsführer der Töchter dpa-infocom und dpa-infografik, zieht sich Mitte 2020 aus der Geschäftsführung zurück. In der neugeschaffenen Funktion als Chefkorrespondent Digitales will er sich wieder vollständig auf seine journalistische Tätigkeit konzentrieren. Co-Geschäftsführer Frank Rumpf wird die Geschäfte allein weiterführen.
presseportal.de, turi2.de (Video Interview Dernbach aus der turi2 edition1)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Christoph Dernbach sieht die Zukunft der dpa im Live-Geschäft. (12/2015)


Dpa verharmlost Gewaltverbrechen nicht mehr mit Begriffen wie “Familientragödie”.

Dpa nutzt für die Berichterstattung über Gewaltverbrechen in Familien und Partnerschaften keine Begriffe wie "Familientragödie" oder "Beziehungsdrama" mehr, schreibt Nachrichtenchef Froben Homburger. Er argumentiert, dass sie "gezielte und oft tödliche Gewalt verharmlosen". Die konkrete Beschreibung solcher Verbrechen spreche meist für sich und mache die Begriffe deshalb überflüssig. Auch "Sex-Täter" und "Sex-Attacken" wandern auf den Index.
twitter.com

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Zur richtigen Zeit auf die passende Themenwelle aufspringen. Um frühzeitig Themen für die eigene Kommunikation zu finden, ist ein kontinuierliches Monitoring unerlässlich. Mit dem Termintool der dpa lassen sich schon jetzt die Highlights in 2020 recherchieren. Wie die jährliche Content-Planung gelingt, lesen Sie hier.

Video-Tipp: Carl-Eduard Meyer erinnert sich an die Gründung seines “Startups” News Aktuell.

Video-Tipp: Mit drei großen Fax-Geräten und einem ausgeklügelten System an Verteiler-Gruppen hat Carl-Eduard Meyer 1989 den Pressemitteilungs-Verbreitungsdienst News Aktuell gegründet. Im dpa-Video erinnert sich "Mr. ots" an die Anfänge der Firma, die man nach heutiger Definition wohl Startup genannt hätte.
70.dpa.com (3-Min-Video)

“Süddeutsche”: Springer will weniger für dpa-Meldungen bezahlen.

dpa: Springer verhandelt mit der Deutschen Presse-Agentur über einen "massiven Preisnachlass", schreibt die "Süddeutsche". "Bild" habe in einem mehrtägigen Test auf dpa-Material verzichtet, dpa habe die Außenbüros daraufhin aufgerufen, möglichst viele Exklusiv-Geschichten zu liefern. Chefredakteur Sven Gösmann soll von mittelfristig 1 Mio Euro weniger Umsatz im Jahr gesprochen haben, die er insgesamt erwartet. Als erste Maßnahme verlagert er die Bearbeitung von Regional-Meldungen in die Berliner Zentrale.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

dpa entwickelt App für ihre Reporter.

dpa lässt ihre IT-Tochter Mediatec und externe Dienstleister gemeinsam mit ihren Reportern an einer App für die Berichterstattung arbeiten. Das Tool soll es den Reportern ermöglichen, direkt vom Smartphone Beiträge zur Bearbeitung an die Zentrale zu schicken. Die Arbeit soll für sie dadurch nicht nur schneller zu erledigen sein, sondern auch sicherer werden: Bei der Arbeit am Smartphone seien sie insbesondere in Krisenregionen, anders als am Laptop, nicht direkt als Berichterstatter zu erkennen.
presseportal.de

dpa schafft einen Zentral-Desk, streicht bis zu zehn Stellen.


Nicht mehr Ländersache: dpa verlagert das Redigieren ihrer Agentur-Meldungen aus den Regionen nach Berlin. Ab Sommer 2020 schicken Redakteure alle Texte von Berlin aus in die Landesdienste – die Zentralisierung soll acht bis zehn Stellen einsparen. Betroffenen Journalisten werden Abfindungen und Vorruhestand angeboten. Chefredakteur Sven Gösmann sagt: "Wir wollen bei der Verarbeitung sparen, aber nicht bei der Erarbeitung von Meldungen."

Derzeit geben Mitarbeiter an Regio-Desks die Meldungen in die Landes-Ticker ein. Nur in den Randzeiten 5 bis 9 Uhr und 17 Uhr bis Mitternacht ist schon heute das Team "Powerhaus" in Berlin zuständig, mitten in der Nacht der Berliner Nachtdienst. Künftig laufen sämtliche Landesmeldungen, rund 100.000 pro Jahr, über Berlin. Dort sollen dann unterm Strich weniger Redakteure eine gleich bleibende Anzahl an Meldungen verarbeiten. Die dpa will damit eine sechsstellige Summe einsparen. Durch sinkende Zeitungsauflagen büßt die Agentur in ihrem Kerngeschäft Einnahmen ein. (Foto: Wolfram Steinberg / dpa / Picture Alliance)
turi2 - eigene Infos

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Hundefutter werden wir nie verkaufen" – Sven Gösmann über die dpa in Zeiten sinkender Auflagen. (4-Min-Video, 2/2019)

Wir graturilieren: Martin Romanczyk wird 59.


Wir graturilieren: Martin Romanczyk, Nachrichtenchef bei der dpa, feiert heute seinen 59. Geburtstag mit seiner Frau "irgendwo im nahen Ausland" – mehr weiß er selbst noch nicht, das Reiseziel ist eine Überraschung. Das Beste am abgelaufenen Jahr war, dass "die Kinder selbstbewusst ihre Bahnen ziehen" und sonst auch "meine Liebsten allesamt gut beieinander sind". Aus sportlicher Sicht freut ihn am meisten, dass Borussia Mönchengladbach wieder international spielt.

Für das kommende Jahr dürfen es gern zwei Siege der Borussia gegen den 1. FC Köln – ansonsten darf alles so bleiben wie im vergangenen Jahr. Beruflich wünscht sich Romanczyk, dass er weiterhin jeden Tag mit Freude in den dpa-Newsroom gehen und immer wieder etwas dazulernen kann. Gratulationswege dürfen die Gratulanten selbst wählen – Glückwünsche kommen u.a. via E-Mail an.

Hör-Tipp: dpa-Vize Niddal Salah-Eldin sieht Fakten als Fundament und Diversität nicht als Deko-Effekt.

Hör-Tipp: Niddal Salah-Eldin, stellvertretende Chefredakteurin der dpa, sieht Fakten als Fundament der Nachrichtenagentur, Vertrauen sei die größte und wichtigste Währung, sagt sie im Podcast von Gabor Steingart. Diversität dürfe in Redaktionen kein Selbstzweck oder dekorativer Effekt für die Unternehmensbroschüre sein, sondern sollte als Bereicherung verstanden werden. Wer immer die gleichen Menschen einstellt, erhalte auch immer die gleichen Antworten.
gaborsteingart.com (13-Min-Audio ab 6:12 Min), turi2.tv (Video-Portät Niddal Salah-Eldin)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Niddal Salah-Eldin im Video-Porträt. (1/2019)

Daniel Bouhs erkundet die Fehlerkultur der dpa.

dpa: Zum 70. Geburtstag der Nachrichtenagentur fragt Daniel Bouhs nach der Fehlerkultur und dekliniert spektakuläre Falschmeldungen durch, z.B. einen Terroranschlag, den es nie gab. Chefredakteur Sven Gösmann warnt vor Deepfakes: "Wir müssen uns alle davor fürchten." Manchmal findet Bouhs die Korrekturen der dpa "in diesen schnellen Zeiten" zu langsam – zuletzt bei der Causa Linnemann.
taz.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Hundefutter werden wir nie verkaufen" – Sven Gösmann über die dpa in Zeiten sinkender Auflagen. (4-Min-Video, 2/2019)



Mein Homescreen: Sandra Liebich.


Sandra Liebich, Inhaberin der Kommunikations- und PR-Beratung Liebich Kommunikation und Ex-Projektmanagerin Konzernkommunikation dpa bei der dpa-Tochter news aktuell, schrubbt vor allem in sozialen Netzwerk jeden Tag ordentlich Scroll-Kilometer auf ihrem iPhone. Ihr mobiles Büro hat sich seit dem Schritt in die Selbständigkeit ziemlich verändert: neue Aufgaben, neue Herausforderungen – neue Apps. Weiterlesen …

dpa-Mitarbeiter streiken erstmals für Lohnangleichung.

dpa: Rund 100 Mitarbeiter haben am Dienstag­mittag in Berlin gestreikt, etwa 80 % der gerade Diensthabenden. Es war der erste Warnstreik in der Geschichte der dpa. DJV und Verdi fordern vor allem die Angleichung der Löhne zwischen der dpa und ihren tariflosen Tochterunternehmen. Die dpa sagt, die Geschäftsführung habe die Aktion "zur Kenntnis genommen".
taz.de

Video-Tipp: Christian Volbracht plaudert aus dem Nähkästchen zum 70. Geburtstag der dpa.

Video-Tipp: Christian Volbracht war mehr als 40 Jahre bei der dpa tätig, u.a. als CvD und Büroleiter in Paris. Anlässlich des 70. Geburtstags der Nachrichtenagentur kehrt er an seinen alten Arbeitsplatz zurück und berichtet von Innovationen und den ersten journalistischen Versuchen am Newsdesk.
youtube.com (4-Min-Video) via twitter.com

Wir graturilieren: Bernd Zeberl wird 47.


Wir graturilieren: Bernd Zeberl, Chefredakteur des Wirtschaftstickers dpa-AFX, wird 47. Anlässlich seines Geburtstages genießt er heute einen freien Tag zuhause im hessischen Bad Vilbel. "Geplant ist nichts, außer in den Tag zu leben und ihn zu genießen", verrät Zeberl. Der Chefredakteur blickt beruflich auf ein "sehr gutes Jahr" zurück. Sein Team habe "Tag für Tag ein gutes Angebot rund um Finanz- und Wirtschaftsthemen abgeliefert". Das klinge zwar "einfach und selbstverständlich", sei aber "jeden Tag harte Arbeit".

Fürs neue Jahr wünsche er sich privat "frei nach den Toten Hosen Geld, Gold und Glück" und beruflich, "dass der Brexit bald mal über die Bühne geht oder eben nicht". Gut gemeinte Glückwünsche seien "auf jedem Wege" willkommen, zum Beispiel als Anruf, per E-Mail, in den Sozialen Medien "oder auch ganz traditionell via Brief oder Postkarte".

dpa prüft Fakten für Facebook.


Faktbook: Die dpa hilft Facebook beim Aufspüren von Fake-News - als zweiter deutscher Faktenprüfer neben dem Recherche-Netzwerk Correctiv. "Das Faktenchecken liegt in unserer DNA", erklärt dpa-Chefredakteur Sven Gösmann der "Welt" das Engagement, das zugleich neue Erlösquelle ist. Wie viel Facebook der dpa dafür bezahlt, bleibt geheim, laut NDR plant die Nachrichtenagentur für das Projekt drei Mitarbeiter ein.

Die dpa bekommt Zugriff auf Facebooks Datenpool, wo verdächtige Informationen landen. "Das schauen wir uns an und können dann selbst entscheiden, welche Faktenchecks wir machen", sagt Agentur-Sprecher Jens Petersen dem NDR. Die Kooperation kommt pünktlich vor der Europa-Wahl, bei der Facebook Desinformation und Fake-News auf seiner Plattform tunlichst vermeiden will bzw. die Verbreitung wenigstens eindämmen. Weltweit arbeiten 43 Medien­organisationen als Faktenprüfer für Facebook.
ndr.de, welt.de, meedia.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Hundefutter werden wir nie verkaufen" – Sven Gösmann über das Geschäft der dpa in Zeiten sinkender Auflagen. (02/2019)

Kurze Sätze sind besser als kunstvolle, rät Froben Homburger.

Nachrichtensprache ist oft zu verkrampft, meint Froben Homburger, Nachrichtenchef der dpa. Im Zweifel seien Subjekt-Prädikat-Objekt-Sätze besser als kunstvolle. Bei juristischen Themen könnten zumindest Substantivierungen weg. Fehlende Zeit lässt er nicht als Argument gelten: Besonders dann formuliere man mündlich klar – der gedachte Küchenruf helfe, Themen schriftlich auf den Punkt zu bringen.
uebermedien.de

“Ein gesellschaftliches Phänomen” – Benedikt Wenck ist E-Sport-Koordinator der dpa.


Der will nicht nur spielen: Benedikt Wenck ist E-Sport-Koordinator der dpa. Im Sportressort kümmert er sich um die Profi-Athleten an der Tastatur. Wenck erläutert im Video von Horizont und turi2.tv, weshalb virtuelle Ballerspiele mehr als Freizeitvertreib sind: Profis verdienen Millionen – und pushen sich teils durch Doping. Wenck sagt: "Über gesellschaftliche Phänomene sollten wir ernsthaft berichten."

Die dpa bietet Online-Medien einen Newsfeed zu E-Sport-Themen an, bis Februar zum Testen kostenlos. "Bild" und "Mindener Tageblatt" probierten die neuen News von der nüchternen Nachrichtenagentur aus. Wenck ist selbst Zocker und beobachtet die Szene schon lange. Ein interner Blog-Beitrag löste seine Beförderung zum journalistischen Kapitän für digitale Leibesübungen aus.
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

Korrektur:


“Hundefutter werden wir nie verkaufen” – Sven Gösmann über das Geschäft der dpa in Zeiten sinkender Auflagen.


Beistand von oben: Sven Gösmann empfiehlt der Medienbranche, "in sich zu gehen" – nach der Causa Relotius und gemieteten Komparsen in Reportagen tue das sicher gut, sagt der Chefredakteur der dpa im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv. Zur Chefredaktions-Konferenz lädt Gösmann am Montag dieser Woche in die Berliner Heilig-Kreuz-Kirche, "ein klassischer Ort".

Statt Einkehr setzt die Nachrichtenagentur auf Austausch mit den führenden Journalisten ihrer Kunden. Kein dpa-Produkt solle mehr an den Bedürfnissen der angeschlossenen Redaktionen vorbei entwickelt werden, so Gösmann. So soll ein neues auf dem Chat-Programm Slack basierendes Tool die Kommunikation zwischen Agentur und Redaktionen beschleunigen, Künstliche Intelligenz die Bild-Suche der dpa besser machen.

Angesichts sinkender Zeitungs-Auflagen und damit auch Agentur-Einnahmen setzt Gösmann auf "Quersubventionierung": dpa-Töchter wie news aktuell und technische Dienstleistungen helfen dabei, sagt er. Allerdings würden die Nebengeschäfte immer "Journalismus-nah" sein, "Hundefutter werden wir nie verkaufen".
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

Auch bei turi2.tv: Das erwarten Chefredakteure von Journalismus-Einsteigern.

#Medienmenschen: Niddal Salah-Eldin im Video-Porträt.


Mit Kraft und Karma: Niddal Salah-Eldin fällt auf. Durch mitreißenden Optimismus, Herzlichkeit – und auch ihre schwarze Hautfarbe. turi2 begleitet die "Welt"-Journalistin, die im Mai in die dpa-Chefredaktion wechselt, mit der Kamera. Salah-Eldin erzählt, wie ihre sudanesischen Eltern aus ihr früh einen mutigen Menschen machten – und wie sie diese Einstellung heute als Expertin für digitale Innovationen in die Redaktion trägt: "Ich will die großen Nüsse knacken."

Salah-Eldin kam als Kind mit ihren Eltern aus dem Sudan nach Göttingen, Mutter und Vater sind Naturwissenschaftler. Sie lasen ihrer kleinen Tochter in gebrochenem Deutsch Grimm-Märchen vor, im Kinderhort kümmerte sich Erzieherin Annette. Sie weckten in der kleinen Niddal eine Leidenschaft für Sprache, die sie in den Journalismus brachte – und bald in die Spitze der größten deutschen Nachrichtenagentur. Salah-Eldins zweite Leidenschaft ist das Singen, was sie im Video eindrucksvoll beweist.
turi2.tv (7-Min-Video bei YouTube)

Meinung: Twitter sorgt für neue Arbeitsbedingungen von Journalisten.

Twitter stellt Journalisten vor Herausforderungen, berichten Daniel Bouhs und Timo Robben. Die dpa habe eine "Er ist wach"-Schicht eingerichtet, die beobachtet, was Donald Trump twittert. Da Journalisten und Politiker auf Twitter zum Teil unter sich seien, ergäben sich ein Selbstbezug und ein verzerrtes Bild der Realität. Debatten auf Twitter seien zudem oft radikaler als im echten Leben.
ndr.de ("Zapp"-Beitrag und Video-Interview mit dpa-Chefredakteur Sven Gösmann)

Zahl des Tages: dpa hat 2018 rund 1.070 Eilmeldungen verschickt.

Zahl des Tages: Eilige 1.070 Kurzinformationen hat die dpa bis Ende Dezember verschickt, das sind rund 80 mehr als 2017. Den größten Anstieg an Eilmeldungen, nämlich um 60 %, gab es im Sport, v.a. wegen der Fußball-WM und Olympia. Mit 540 verzeichnen politische Ereignisse die meisten Eilmeldungen. Tendenziell sendet die dpa weniger Eilmeldungen als vor zehn Jahren.
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