In Kooperation mit epd Medien publiziert turi2 ausgewählte Beiträge des epd-Fachdienstes.

Debatte um ZDF-Fernsehfilm – Wie Identitätspolitik die Freiheit der Kunst angreift.


Recht & Regie: Im März kritisierten mehrere Frauen­verbände den ZDF-Fernseh­film Sie sagt. Er sagt, der einen Gerichts­prozess über eine Vergewaltigung thematisiert. In einer Stellung­nahme schrieben sie, der Film von Ferdinand von Schirach und Matti Geschonneck sei “von einer fast reinen Cis-Männer­riege” gemacht worden. Es sei ärgerlich, wenn Filme­macher Themen “inhaltlich besetzen, von denen sie keine Ahnung haben”. Ein gemischt­geschlechtliches Team hätte zu einem besseren Ergebnis geführt, so die Frauen­verbände. Barbara Sichtermann kritisiert diese Argumentation bei epd Medien als “kunst­feindlich”. Sie plädiert dafür, dass alle “alles spielen oder inszenieren” können. Frauen bräuchten faire Chancen, aber Boni oder Sonder­rechte dürfe es nicht geben. turi2 veröffentlicht diesen Text in der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Markanter Kopf der Bonner Republik – Der ehemalige WDR-Intendant Friedrich Nowottny wird 95.


Geburtstagsgrüße nach Bonn: Als Moderator des “Bericht aus Bonn” prägte Friedrich Nowottny fast 20 Jahre lang das Fernseh-Bild der Bonner Republik. 1985 wurde er Intendant des WDR und leitete den Sender bis 1995. Heute feiert er seinen 95. Geburts­tag. Uwe Kammann blickt für epd Medien zurück auf den Werde­gang des Journalisten, der “der Republik in bewunderns­werter Konstanz einen Spiegel vor­hielt”. Im Gespräch mit Kammann kritisiert Nowottny einen “schranken­losen Einfluss der Politik” beim Reform­prozess des ÖRR und findet, dass die Rund­funk­anstalten, “sich bewegen müssen, statt immer neue Luft­schlösser zu bauen”. turi2 veröffentlicht diesen Text in der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Andere Ansprüche – Wie die Produktionsbranche für Fachkräfte attraktiver werden will.


Film ab: Beim Fernsehen oder beim Film zu arbeiten, war früher für viele ein Traum. Derzeit hat die Produktions­branche zwar noch keine Nachwuchs­sorgen, aber die Arbeits­bedingungen – vor allem an langen Drehtagen – wirken gerade für junge Menschen abschreckend. Tilmann Gangloff, freier Fernseh­kritiker und Autor, hat für epd Medien nach­gefragt, was die Branche tut, um für Arbeits­kräfte interessant zu bleiben – und warum sich das Problem der Work-Life-Balance nur schwer lösen lässt. turi2 veröffentlicht diesen Text in der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Die Justiz im Nacken: Warum der Druck auf Medienschaffende in Tunesien zunimmt.


Freiheit war gestern: Tunesien galt nach dem politischen Umbruch im Norden Afrikas und der arabischen Welt 2011 als Vorzeige-Land, was Freiheit von Meinungen und Medien angeht. Seit der Machtübernahme des autokratisch agierenden Präsidenten Kais Saied ändert sich das, berichtet Sarah Mersch, die für epd Medien aus Tunesien berichtet. Der Druck auf Medienschaffende nimmt zu, die Selbstzensur kehrt zurück, auch weil kritischen Stimmen hohe Haftstrafen drohen. turi2 veröffentlicht Merschs Analyse in der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Im Spannungsfeld: Sportjournalismus zwischen Nähe und Distanz.


Zu nah dran? Galten Sport­journalisten früher vor allem als “verkappte Fans”, die kostenlos Zugang zu Spielen wollten, hat sich die Rolle des Sportjournalismus inzwischen geändert, analysiert Stephan Köhnlein, selbst Sport­journalist, für epd Medien. Durch die Auflösung starrer Ressort­grenzen lieferten die Sport­bericht­erstattenden heute auch investigative Recherchen. Köhnlein beobachtet eine neue Tendenz: “Gerade im Profi­fußball wird es immer schwieriger, in die Nähe von Spielern und Offiziellen zu kommen.” turi2 veröffentlicht seinen Text in der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Zurück zu den Wurzeln – Zur Transformation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.


Auf Los: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sollte sich auf die Ideen zurückbesinnen, die ihn in den 50er-Jahren stark gemacht haben, schreibt Publizist Norbert Schneider bei epd Medien. Programme im Bereich Kultur und Bildung seien damals wesentliche Programmsäulen gewesen, die es jetzt zu stärken gilt. Je stärker der ÖRR durch die Rückbesinnung an seine Wurzeln gemacht werde, desto besser gelinge die Überführung in die digitale Welt, glaubt der langjährige Direktor der Landesanstalt für Medien NRW. turi2 veröffentlicht seinen Text in der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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“Nicht Akzeptanz mit Quote verwechseln” – Diemut Roether mahnt Politik und Sender beim Rundfunkbeitrag.


Too little, too late: Politiker wie Markus Söder kommen “dummerweise reichlich spät” mit Reduktions­vorschlägen zur Rundfunk­beitrags-Debatte, schreibt Diemut Roether. Das Verfassungs­gericht sieht bei den Ländern eine “staat­liche Handlungs­pflicht” bei der Rund­funk­finan­zierung – “dieser Verant­wortung scheinen sich die Minister­präsidenten nicht bewusst zu sein”, resümmiert sie in ihrem Beitrag für epd Medien. Den Sendern wiederum wirft sie vor, “geflissent­lich die dringende Empfehlung des Zukunfts­rats zu über­hören, ihre Angebote stärker zu profi­lieren”. Sie dürften sich nicht bloß an Klick­zahlen messen, ihre Existenz­berechtigung seien nur “einzig­artige Inhalte”, die sich von Privaten unter­scheiden. turi2 veröffentlicht ihren Beitrag in der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Nicht vergessen – Wie ARD und ZDF den Krieg in der Ukraine dokumentieren.


Bilder des Schreckens: Zum zweiten Jahrestag des Angriffskriegs in der Ukraine zeigen mehrere Dokus bei ARD und ZDF die Auswirkungen der Kämpfe in dem Land. René Martens wirft bei epd Medien einen kritischen Blick auf einige der Filme. Der Oscar-nominierte Film “20 Tage in Mariupol” zeigt nicht nur Bilder der damals einzigen professionellen Berichterstatter in der Stadt, sondern brilliere mit “kalten Sounds der Verstörung”. Bildlich überzeugt “10 Jahre Krieg – Wie die Ukraine für ihre Freiheit kämpft” von ARD-Studioleiter Vassili Golod Martens hingegen nicht. turi2 veröffentlicht seinen Beitrag in der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Wie die Redaktionen von “Süddeutscher”, Springer und “Spiegel” Künstliche Intelligenz einsetzen.


Kollegin KI: Von “Roboterjournalismus” war die Rede, als vor Jahren erstmals Software nach strengen Vorgaben Texte verfasste. Damals bestand die Leistung der KI im Prinzip darin, Lückentexte mit aktuellen Daten zu füllen, etwa bei Börsen-Berichterstattung oder im Sport-Journalismus. Seit Chat GPT und Co auf der Bildfläche erschienen sind, wissen wir: KI kann mehr. Elisa Makowski geht in ihrem Text für epd Medien der Frage nach, wie Redaktionen KI konkret nutzen und welche Regeln gelten. turi2 veröffentlicht ihren Beitrag in der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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“Ein öffentliches Medienhaus” – Otfried Jarren über die Risiken der Reform von ARD und ZDF.


Nur ein RefÖRRmchen? Der öffentliche Rund­funk in Deutschland kann nur strategie­fähig werden, wenn er sich in einem zentralen Medien­haus organisiert, sagt Medien­wissenschaftler Otfried Jarren. Andernfalls sieht er die Gefahr eines sich über längere Zeit hinschleppenden “Reform­prozesses” bei ARD, ZDF und Deutschland­radio, der “große kommunikative und somit institutionelle Risiken” berge. Gleichzeitig betont Jarren in seiner Rede bei den Bitburger Gesprächen über den öffentlich-rechtlichen Rund­funk in Mainz, dass der digitale Transformations­prozess alle Medien betrtfft. Dass in Deutschland fast ausschließlich über Reformen von ARD und ZDF gesprochen werde, sei ein Versäumnis der Medien­politik. epd Medien dokumentiert Jarrens Vortrag. turi2 veröffentlicht diesen Beitrag in der Reihe Das Beste aus epd Medien bei turi2.
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NDR-Chef Joachim Knuth: Warum die Gesellschaft ARD und ZDF finanziert.


Sendungsbewusst: “Zu sehr vielen gesellschaftlich relevanten Themen sind wir die Auseinandersetzungsfläche. Aber wir sind nicht der Grund für die unterschiedlichen Auffassungen”, sagt NDR-Intendant Joachim Knuth vor Studierenden und Lehrenden der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. In seinem Vortrag vom 30. November mit dem Thema “Warum finanzieren alle den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wenn er gar nicht von allen genutzt wird?” spricht Knuth über die Herausforderungen des NDR im Rahmen der Festsetzung des Rundfunkbeitrags ab 2025 und den zunehmenden gesellschaftlichen Gegenwind. So erklärt er etwa die wachsende Fehlerkultur, auch im eigenen Sender: “Mein Eindruck ist, dass wir besser werden, schneller, weniger verdruckst.” epd Medien dokumentiert den Vortrag in einer überarbeiteten Fassung. turi2 veröffentlicht diesen Beitrag in der Reihe Das Beste aus epd Medien bei turi2.
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epd Medien startet neue Website und App, Print bekommt Relaunch.

Medienupdate: Der Fach­dienst epd Medien startet mit einer Rundum­erneuerung ins Jahr 2024. Ab Januar gehen die Website epd-medien.de sowie eine App online und liefern aktuelle Nachrichten aus der Branche. Das Print-Magazin bekommt einen Relaunch und soll künftig mehr Debatten und Einordnung enthalten. Zudem soll es nur noch alle zwei Wochen statt wöchentlich erscheinen.
epd.de

Wie Amazon und Netflix den Buchmarkt ankurbeln.


Fortsetzung folgt nicht: Selbst erfolgreiche Serien bekommen bei Streaming­diensten manchmal keine Fortsetzung. Fans der Science-Fiction-Erzählung “Peripherie” bei Amazon oder der Geister­jäger von “Lockwood & Co.” bei Netflix stehen dann “im Nirgendwo”, schreibt Michael Ridder bei epd Medien. “Ein Glück, dass die Buch­handlung des Vertrauens hier Abhilfe schaffen kann.” Denn viele Serien beruhen auf der Vorlage von Romanen. Für Ridder hilft der “Serien­einstellungs-Boom” der Streaming­dienste somit dem Buch­handel.
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Fragwürdiges Sponsoring – Glücksspielwerbung bei den Öffentlich-Rechtlichen.


Suchtgefahr: Seit etwas mehr als zwei Jahren dürfen Sportwetten-Anbieter vor der “Sportschau” Sponsorings schalten – und sie nutzen diese Möglichkeit rege. Für Sucht- und Präventionsforschende stellt die Öffnung für Wettanbieter ein Problem dar, weil Glücksspiel damit salonfähig gemacht werde. ARD und ZDF können sich gegen die Werbung der Wettanbieter kaum wehren, denn ihr Zugriff auf die Werbeplätze ist in den Medienrechte-Verträgen geregelt. Die Sender könnten im Umfeld der Werbung aber mehr für Suchtprävention tun, schreibt Stefan Fuhr bei epd Medien. turi2 veröffentlicht diesen Beitrag in der Reihe Das Beste aus epd Medien bei turi2.
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Meinung: Warum die Presseförderung nicht das drängendste Problem des Lokaljournalismus ist.


Unverzichtbar? Auch 2024 wird es von der Bundes­regierung wohl keine Zustell­förderung für Zeitungen geben. Die Verleger argumentieren, dass Lokal­zeitungen wichtig für den Erhalt einer gesunden Demokratie sind, hohe Kosten machen die Zustellung der gedruckten Zeitung jedoch unwirtschaftlich. Das wirklich drängende Problem liegt aber woanders, urteilt Ellen Nebel bei epd Medien und fragt: “Wo gibt es den wirklich guten, kritischen Zeitungs­lokal­journalismus denn eigentlich noch?” turi2 veröffentlicht ihren Text in der Reihe Das Beste aus epd Medien bei turi2.
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Online first, Senioren second – Wie ARD und ZDF ihr Stammpublikum vergraulen.


Digitale Diskriminierung? Bei vielen Serien, Dokus und Filmen gilt inzwischen die Devise “Online first”. Gerade ARD und ZDF haben allerdings ein großes älteres Publikum, das die Mediatheken nicht nutzt, schreibt Tilmann Gangloff bei epd Medien. “Die Öffentlichkeits­arbeit gerade der ARD lässt die Mediathek vor allem als Premieren­platz erscheinen.” Das wirke wie eine Abwertung der linearen Ausstrahlung. Die Sender argumentieren, dass Formate in der Mediathek vor allem Jüngere ansprechen sollen. Der Medien­wissenschaftler Marcus S. Kleiner warnt vor einer “öffentlich-rechtlichen Zwei­klassen­gesellschaft”.
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“Ein Gegengift gegen Populismus” – Grimme-Direktorin Frauke Gerlach über die deutsche Medienlandschaft.


Schaut genau hin: “Wir sind heute verwöhnt, es gibt viel Gutes”, sagt Frauke Gerlach, Direktorin des Grimme-Instituts, über das deutsche TV-Programm im Interview mit Diemut Roether von epd Medien. Das Institut, das vor allem für die Grimme-Preise für vorbildliches Fernsehen bekannt ist, feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen – am Montag findet im Landtag von Düsseldorf der Festakt statt. Gleichzeitig beobachtet Gerlach aber auch “eine Popularisierung und einen schrilleren Ton” in der Medien­landschaft. Die Öffentlich-Rechtlichen sieht sie u.a. als “Gegengift” zum kapitalistischen Streben der “Platt­formen aus Übersee”. Außerdem erklärt sie im Interview, warum sie überzeugt ist, dass es lineares TV geben wird, “solange es das Wort Fernsehen gibt” und was sie selber gerne schaut. turi2 veröffentlicht ihren Beitrag in der Reihe Das Beste aus epd Medien bei turi2.
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Aus der zweiten Reihe – Wie sich das neue Sport-Portal Dyn etablieren will.


Schöne neue Sportwelt: Im August ist der vom ehemaligen DFL-Manager Christian Seifert gegründete Sport-Streaming­dienst Dyn gestartet, der sich auf Hand­ball, Basket­ball, Volley­ball, Tisch­tennis und Hockey konzentriert. Die Plattform ist eine “auf den ersten Blick übersichtliche Welt ohne besonderen Schnick­schnack”, schreibt Journalist Thomas Gehringer (rechts im Bild) bei epd Medien. Sympathisch sei, dass es keine Hierarchie der Ligen und Vereine gebe und “ein Spitzen­spiel im Hand­ball nicht größer angekündigt wird als ein Abstiegs­duell im Tisch­tennis”. Um ein größeres Publikum zu erreichen, bräuchte Dyn aber Länder­spiel­rechte, analysiert Gehringer. Zudem vermisst er kritische Recherchen und journalistische Distanz.
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Lizenz zum Hören – Diemut Roether über 100 Jahre Radio in Deutschland.


Ohrhang auf: Am 29. Oktober 1923 geht in Deutschland das erste Radioprogramm auf Sendung. Weniger als 300 Menschen können damals zuhören. Doch der Hörfunk wird rasch populär und erreicht bald ein Millionenpublikum. Diemut Roether skizziert bei epd medien die Entwicklung des Mediums in den vergangenen 100 Jahren und sagt ihm eine große Zukunft voraus. Denn auch im Online-Zeitalter, findet Roether, kann man vom Radio noch einiges lernen, etwa über Community Building, den Wert einer vertrauen Stimme – und die Kunst des Zuhörens.
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Freude am Experiment – zum 95. Geburtstag von Produzent Günter Rohrbach.


Großes Kino: Produzent Günter Rohrbach stand hinter TV- und Kino-Produktionen wie “Das Boot”, Serien wie “Ein Herz und eine Seele” und Filmen wie “Das Millionenspiel” – am Montag wird er 95 Jahre alt. Rudolf Worschech würdigt Rohrbach bei epd Medien als Visionär des Nachkriegsfilms und -fernsehens, der oft gegen Widerstände Produktionen durchgesetzt und damit Mediengeschichte geschrieben hat. So läutete der Ankauf der US-Serie “Holocaust” 1979 einen neuen Umgang Deutschlands mit den Verbrechen der Nazis ein. Mit der Doku “Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt” von Rosa von Praunheim verursachte er 1973 einen Skandal: Der BR schaltete sich damals aus dem Gemeinschaftsprogramm der ARD aus. turi2 veröffentlicht den Text in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Früher Fahne, heute Warnhinweise: Konrad Ege über den 100. Geburtstag von Disney.


Wie im Märchen? Am 16. Oktober feiert der Disney-Konzern seinen 100. Geburtstag. “Doch nicht alles ist happy in Enten­hausen”, schreibt Konrad Ege bei epd Medien. Der Streaming­dienst Disney+ kämpft mit zurück­gehenden Abo-Zahlen, eine mögliche Abkehr vom linearen Fernsehen steht im Raum. Zudem ist das Unternehmen der Kritik ausgesetzt, “woke” geworden zu sein. Dabei tendierte Gründer Walt Disney “eher nach rechts”, schreibt Ege.
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Empathisch sein: HR-Intendant Florian Hager beschreibt, warum die Gesellschaft die evangelische Publizistik braucht.


Vermittlerrolle: Viele Menschen fühlen sich von den Öffentlich-Rechtlichen und den Kirchen “nicht mehr gesehen oder gehört”, schreibt der Intendant des Hessischen Rund­funks, Florian Hager, in seinem Gast­beitrag bei epd Medien anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Gemeinschafts­werks der Evangelischen Publizistik. Es brauche beide Institutionen, damit die Gesellschaft “miteinander im Gespräch bleibt”. Damit das besser gelingt, seien eine diversere Belegschaft und “unvoreingenommene Neugier” nötig: “Wir öffnen manchmal zu schnell Schubladen, in die wir Menschen oder Positionen hineinschieben.” Weiterlesen >>>

“Ein Pass für demokratiefördernde Medien” – Björn Staschen fordert Medienförderung statt Zustellförderung.


Gutschein für Gedrucktes? Eine staatliche Zustellförderung für Zeitungen scheint vorerst gescheitert, das Problem, dass sich Zeitungen und Zeitschriften nicht mehr rentabel in ländlichen Gegenden zustellen lassen, bleibt. Journalist und Change-Experte Björn Staschen sieht unser Mediensystem und unsere Demokratie bedroht, wenn Informationen nicht mehr überall hin gelangen. Bei epd Medien rät er Medien und Politik, die Perspektive der Nutzenden einzunehmen und ihnen die Macht über die Medienförderung zu geben. Im schwebt ein Gutschein-System vor, vergleichbar mit dem Kulturgutschein für junge Erwachsene. Von der Förderung könnten dann nicht nur Print-Medien, sondern auch Bezahl-Podcasts und Newsletter profitieren. Dieser Text ist Teil der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Aus Liebe zum Radio – Stefan Müller über Musiksendungen zwischen Kuration und KI.


Von Hand ausgewählt: Vor 40 oder 50 Jahren war Radio “das junge Medium schlechthin”, vor allem wegen der Musik­sendungen, schreibt Stefan Müller bei epd Medien. Der freie Radio­journalist und Moderator bedauert, dass die von Musik­redakteuren und Musik-Kennerinnen moderierten und kuratierten Radio­sendungen immer seltener werden – auch bei öffentlich-rechtlichen Wellen. Anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Radio in Deutschland blickt Müller auf legendäre Radio-DJs der 70er und 80er zurück, spürt die Perlen der Autoren­sendungen auf und fragt, welche Rolle KI künftig spielen wird. Weiterlesen >>>

“Wir müssen Risiken bewusst in Kauf nehmen” – Katrin Eigendorf über Berichterstattung im Krieg.


Frau von Welt: Für das ZDF berichtet Katrin Eigendorf aus Afghanistan, Irak und der Ukraine. Als Kriegs- und Krisen­bericht­erstatterin darf man sich nicht “für allmächtig und allwissend halten”, sagt sie im Interview mit Ellen Nebel von epd Medien. Das Korrespondenten-Netz sei heute viel kollegialer als früher. Doch das Berufsfeld müsse an die veränderte Welt angepasst werden, es gäbe noch immer blinde Flecken. Ihren Job könne man nicht vom Schreib­tisch aus machen. Das sei wie bei der Bundes­wehr: “Wenn ich in einen Kampf­einsatz gehe, kann ich nicht in der Kaserne bleiben.” Im Interview berichtet sie außerdem über das festgefahrene Bild des Kriegs­reporters und wie die Tatsache, dass sie eine Frau ist, ihre Karriere beeinflusst hat: “Dass ich Mutter bin, war mehrfach ein Hindernis.” Weiterlesen >>>

“Die Regierung riskiert die Meinungs­vielfalt” – Mey Dudin zur ausbleibenden Zustell­förderung.

Riskantes Spiel: Der Umgang der Regierung “mit der Presse­förderung steht beispiel­haft für das Des­interesse im Bund an Medien­politik”, schreibt Mey Dudin bei epd Medien. Die Ampel verspreche schon als zweite Regierung eine Zustell­förderung, ohne zu liefern. Für die meisten Verlage sei das Print-Abo “noch mindestens zwei Jahre die wichtigste Erlösquelle”. Wenn sie teils die Zustellung einstellen müssen, drohe, dass gerade ältere Menschen auf dem Land “den Anschluss an regionale und lokale Informationen verlieren”. Die Regierung spiele auf Zeit und verspiele damit womöglich die Meinungs­vielfalt in Deutschland. Dieser Text ist Teil der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

“Wir sind zeitgemäßer denn je” – Das Kleine Fernsehspiel und die Bedeutung von TV für junge Filmschaffende.


Jung geblieben: Seit 60 Jahren zeigt das Kleine Fernseh­spiel im ZDF Filme von auf­strebenden Regisseurinnen. Zum Jubiläum sprechen Redaktions­leiter Burkhard Althoff und Redakteurin Melvina Kotios mit Thomas Gehringer bei epd Medien darüber, welche Bedeutung das Fernsehen für junge Film­schaffende noch hat und wie die Redaktion junge Talente fördert. Außerdem geht es um Transparenz beim Auswahl­verfahren, die Bedeutung von Sende­plätzen und das Interesse des jüngeren Publikums. Dieser Text ist Teil der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

Wie die rechte Regierung in Italien den Rundfunk auf Linie bringt.


Bella ciao: In Italien herrscht eine “beispiel­lose Säuberungs­welle im Staats­rundfunk”, beobachtet Birgit Schönau bei epd Medien. Bekannte und erfolgreiche Medien­schaffende würden gezwungen, zu gehen. Stattdessen hieve die rechte Regierungs­chefin Giorgia Meloni Gefolgs­leute auf Chef­posten. Der Rund­funk ist “vollkommen auf Regierungs­linie, in einem Ausmaß, das noch zu Zeiten Berlusconis undenkbar gewesen wäre”. Dieser Text ist Teil der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

“Ohrenbetäubende Sprachlosigkeit” – Stefan Raue über die Reformdebatte zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk.


Vergiftete Debatte? ARD, ZDF und Deutschland­radio sind sehr erfolgreich, “aber politisch unter Druck wie nie”, sagt Deutschland­radio-Intendant Stefan Raue in einer Rede bei einem kirchlichen Empfang in Magdeburg, die epd Medien wiedergibt. Er kritisiert die Forderungen einiger Minister­präsidenten, den Rund­funk­beitrag nicht zu erhöhen. Raue betont die Bedeutung des ÖRR für die Demokratie. Gleichzeitig passe die Haltung “Kultur und Nachrichten gut, Unterhaltung schlecht” nicht zu den Erwartungen der Menschen. Zudem beobachtet Raue, dass der RBB-Skandal zwei Trends ausgelöst hat, “die die Sender und Medien mittelfristig verändern werden”. Dieser Text ist Teil der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Temporäres Anreizprogramm: Otfried Jarren über die Transformation der öffentlich-rechtlichen Medienhäuser.


Kontrollierte Transformation: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist einem Transformations­­prozess unterworfen, an dem “viele Köche und stimm­gewaltige Gastro­kritiker” mitwirken, der bisher aber weitgehend ungesteuert stattfindet, schreibt Kommunikations­wissenschaftler Otfried Jarren bei epd Medien. Es bedürfe einer “klaren Kompetenz- und Aufgaben­­zuweisung”. Im Kern stehe die Frage, was öffentlich-rechtliche Medienhäuser für die Gesellschaft leisten sollten. Für Jarren ist klar, dass die Reorganisation zusätzliche Ressourcen benötigt. Er schlägt daher einen flexibel nutzbaren “Zukunftsfonds” vor. turi2 veröffentlicht Jarrens Beitrag in der Reihe Das Beste von epd medien bei turi2. Weiterlesen >>>

Kaum ein Grund zu bleiben – Warum immer mehr Medienschaffende den Journalismus verlassen.


Journexit: Jede Woche kehren zwei Medienschaffende in der Schweiz ihrem Job den Rücken, sagt eine Auswertung des Online­magazins “Republik”. Als Gründe nennen die Betroffenen Stress, fehlende Perspektiven und hohe Rendite­erwartungen der Verlage. Christopher Hechler von epd Medien sieht viele Parallelen zu Deutschland und kommt zu dem Schluss: Es braucht einen Kultur­wandel in den Verlagen und Redaktionen, der “nicht an einen voraus­gehenden wirtschaftlichen Aufschwung geknüpft” ist. Denn Idealismus allein reiche oft als Grundlage für ein langfristiges Engagement im Journalismus nicht mehr aus. Dieser Text ist Teil der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Dazwischengefunkt: Warum TV-Sender und Kulturschaffende um Funk-Frequenzen fürchten.


Liegt was in der Luft: Um die Funk­frequenzen für TV und Veranstaltungs­technik tobt ein Verteilungs­kampf. Für die Zeit ab 2030 hoffen vor allem Mobil­funk­anbieter, den wachsenden Bedarf nach mobilem Internet über die Frequenzen decken zu können, wo heute DVB-T2 und draht­lose Mikrofone funken. Die Kultur­szene beklagt schon jetzt knappe Kapazitäten und auch ARD und ZDF wollen vom DVB-T-Fernsehen nicht lassen. Auf der Welt­funk­konferenz im November und Dezember werden international die Grund­satz-Ent­scheidungen für die Funk-Welt nach 2030 ge­troffen – bis dahin ringen TV-Sender, Kultur-Lobby und Mobil­funker um einen Kompromiss, der möglichst EU-weit trägt. Medien­journalist Volker Nünning beschreibt für epd Medien die unterschied­lichen Positionen und mögliche Kompromiss-Linien. Sein Text ist Teil der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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“Es gibt kaum medienkritische Öffentlichkeit” – Carsten Brosda über Debattenkultur und den Wert der “Lindenstraße”.


Bitte mehr Streit: Braucht der Journalismus eine neue Debatten- und Fehler­kultur? Ja, meint der Medien­senator von Hamburg, Carsten Brosda. Im Inter­view mit Diemut Roether von epd Medien sagt der SPD-Politiker und Journalist: “Diese Haltung zu sagen: Was ich mache, ist richtig, verwundert mich manchmal am Journalismus und den Medien.” Zudem spricht er über gutes Marketing für die Öffentlich-Rechtlichen, den gesell­schaftlichen Wert von Sendungen wie der “Linden­straße” oder “Forst­haus Falkenau” und warum Netflix kein absolutes Vorbild sein muss. Mit Krimis zur Primetime machten ARD und ZDF nicht unbedingt alles richtig, aber “auch nicht alles falsch”. Daneben kritisiert Brosda die Publizistik- und Kommunikations­wissen­schaft: Die Disziplin blicke zu sehr in die Ver­gangen­heit und zu wenig nach vorn — ganz anders als eine Luftfahrtingenieurin.
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CEO oder Klassensprecher? Diemut Roether über die Rollen des ARD-Vorsitzenden.


Wer bin ich – und wenn ja, wie viele? ARD-Chef Kai Gniffke scheint sich nicht ganz klar zu sein über die Rolle, die er in der ARD spielt, beobachtet Diemut Roether bei epd Medien. Mal bezeichne er seinen Job als “Klassen­sprecher”, mal als “CEO”. Eine Rollen­klärung sei dringend nötig, schreibt Roether und stellt schon mal fest, dass sich die ARD nicht wie ein Konzern von einem CEO führen lässt. Und auch die Auf­sichts­gremien sind nicht in der Lage, das “große Konstrukt wirksam zu kontrollieren”. Das habe nicht zuletzt der RBB-Skandal gezeigt. Dieser Beitrag ist Teil der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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“Fragwürdiges Gezerre” – Diemut Roether über die Intendantenwahl beim RBB.


Wahl mit Qual: Der Findungs­prozess nach einer neuen RBB-Intendanz hat deutlich gemacht, “dass auch der neue Rundfunk­rat noch nach seiner Rolle sucht und die Verfahren alles andere als gut geregelt sind”, schreibt Diemut Roether bei epd Medien. Sie sieht beim Sender ein “gefährliches Vakuum”, in das die Politik angesichts der Debatten um die Zukunft von ARD und ZDF nur zu gern stoße. Das Hin und Her um den Posten habe auch die neue Intendantin Ulrike Demmer (Foto rechts) beschädigt, die nun beweisen müsse, “dass sie tatsächlich politisch unabhängig ist”. Weiterlesen >>>

Journalistische Grenzgänge – Janis Brinkmann über subjektiven Journalismus in Funk-Reportagen.


Junge Forschung: Kommunikations­wissenschaftler Janis Brinkmann analysiert in einer Studie mehr als 1.000 Reportagen des Online-Jugend­angebots Funk von ARD und ZDF. Die Beiträge seien innovativ und “ergänzen den vermeintlich objektiven Informations- und Nachrichten­journalismus erzählerisch und emotional”, schreibt er bei epd Medien. Die Reportagen seien jedoch thematisch und geografisch teilweise unausgewogen und weisen ähnliche blinde Flecken auf wie traditionelle Medien. Weiterlesen >>>

Kurzandacht in der Wohnzimmerkapelle – Hermann Rotermund über die “Tagesschau” als beruhigende Welterzählung.


Fortsetzung folgt: Wie schafft es die “Tages­schau” trotz schwindender Relevanz weiterhin hohes Vertrauen zu genießen? Mit dieser Frage­stellung analysiert Medien­wissenschaftler Hermann Rotermund bei epd Medien die Nachrichten­sendung. In vielen Berichten beobachtet er “Viert­klässler-Didaktik” und “bebildertes Radio”. Von den Themen bleibe beim Publikum oft nicht viel haften. Letztlich sei die “Tages­schau” eine “stabile kulturelle Form”, eine “prinzipiell auf Unendlichkeit angelegte Fernseh­serie”. turi2 veröffentlicht den Beitrag in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

Lachen mit Donald. Konrad Ege über US-Medien und das neue alte Trump-Problem.

Dilemma-Déjà-vu: Das Bestreben von Donald Trump, erneut US-Präsident zu werden, zeigt “paradoxerweise den Einfluss und die Ohnmacht der Medien gleichzeitig”, schreibt Konrad Ege bei epd Medien. Trump bleibe ein “Magnet”, der das Publikum anzieht. “Bei Lügen am laufenden Band haben ‘Experten’ keine Chance”. Vielen Anhängern, die sich wie Trump als Opfer von Eliten betrachten, sei “Factchecking ohnehin suspekt”. Weiterlesen >>>

Transparenz ist gefragt – Lars Rademacher über Medienschaffende in der PR.


Öffentliche Öffentlichkeitsarbeit: Weder Journalistinnen und Medien noch Regierungs­stellen können sich bei der Vergabe und Annahme von PR-Aufträgen aus der Verantwortung stehlen, schreibt Lars Rademacher, Professor für Unternehmens­kommunikation, in einer Replik auf einen Text von Volker Lilienthal bei epd Medien. Rademacher plädiert für mehr Finger­spitzen­gefühl bei allen Beteiligten – und schlägt vor, Regierungs­aufträge für Medien­schaffende in einem Jahres­bericht transparent zu machen. Denn: “Die AfD wird sicher in schöner Regelmäßigkeit solche Anfragen stellen.” Weiterlesen >>>

Gut versteckt – Lukas Respondek über die ESC-Berichterstattung der ARD.


Wo geht’s hier zum ESC? Heute findet das Finale des Euro­vision Song Contest in Liverpool statt. Lukas Respondek beobachtet bei epd Medien eine “Vernachlässigung des ESC in reichweiten­starken Programmen”. Viel Begleit­programm des Musik­wettbewerbs spiele sich inzwischen online ab. “Die sehenswerten Halb­finals fristen weiterhin ihr Dasein in der Sparte.” Dass es der ARD dennoch gelingt, Vorfreude zu wecken, liege vor allem an Formaten, die sich eher an ESC-Fans richten. turi2 veröffentlicht ihren Beitrag in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

Gut beraten? Ellen Nebel über die Kommunikation der ARD.


Einseitige Kommunikation: Wenn die Intendantinnen und Intendanten der ARD regelmäßig tagen, sind vor allem “jene Beschlüsse besonders interessant, die nicht gefasst wurden”, schreibt Ellen Nebel bei epd Medien. Presse­gespräche für Nachfragen waren danach lange “gute Tradition”, doch zuletzt hat die ARD auf die Gelegenheit zum direkten Austausch verzichtet und sich auf “proaktive Kommunikation” per Presse­mitteilung beschränkt, kritisiert Nebel. Zwar seien Nachfragen an die Pressestelle möglich, jedoch habe “diese gefilterte Kommunikation nichts mit der Unmittelbarkeit und Öffentlichkeit einer Pressekonferenz zu tun”. Weiterlesen >>>

“Offenheit nach außen” – Dennis Horn schlägt ein Konzept für eine öffentlich-rechtliche Plattform vor.


Eine für alle: Eine gemeinsame Mediathek wäre für ARD und ZDF eine Chance, ihre Inhalte “so zusammen­zuführen, dass sie sich gegenseitig guttun”, schreibt Digital­experte Dennis Horn bei epd Medien. Eine öffentlich-rechtliche “Diskurs­plattform” könnte zudem einen Raum schaffen, “in dem nicht die lautesten Kommentare gewinnen oder die sensationalist­ischsten Inhalte nach oben gespült werden”. Damit die Plattform Erfolg hat, sollten ARD und ZDF sie allerdings für andere Anbieter öffnen – und gleichzeitig ihre eigenen Inhalte anderen zur Verfügung stellen, meint Horn. Weiterlesen >>>

“Ideologisch fixiert” – Volker Lilienthal über “Bild” und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.


Ziemlich bester Feind: Wenn “Bild” über ARD und ZDF berichtet, “werden die Fakten meist selektiv ausgewählt und die Belastungs­zeugen passend zum schon fest­stehenden Urteil ausgewählt”, schreibt Medienwissen­schaftler Volker Lilienthal bei epd Medien. Er hat die “Bild”-Bericht­erstattung über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk der vergangenen 60 Jahre analysiert und kommt zu dem Schluss: Der Blick des Blatts auf ARD und ZDF ist “ideologisch fixiert”. turi2 veröffentlicht den Beitrag in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Zweierlei Maß? – Mathias Döpfner führt Springers Verhaltenskodex ad absurdum, urteilt Diemut Roether.


Das Private ist politisch: Wenn Mathias Döpfner den “Bild”-Boss anstachelt, die FDP zu pushen, “ist dies eigentlich keine ‘private Nachricht’, sondern vielmehr eine berufliche Frage an den Chef­redakteur”, konstatiert Diemut Roether bei epd Medien. Den Abgang von Julian Reichelt hat der Konzern damit begründet, dass er “Privates und Berufliches nicht klar getrennt hat”. Selbiges Problem habe auch Döpfner, liest Roether aus dessen Umgang mit seinen Chats. Noch in Döpfners Reaktion auf die Leaks im Springer-Intranet wider­spreche er dem haus­eigenen Code of Conduct. Der besagt, dass “die Geschäfts­leitung journalistische Entscheidungen allein der Redaktion überlässt”. Döpfner hingegen hofft “doch sehr”, Einfluss auf “Bild zu nehmen: “Das ist als CEO und Mit­eigentümer mein Job.” Weiterlesen >>>

Alarmzeichen: Michael Ridder über den NDR-Klimabericht und das gefährdete Erbe des Hugo Grün.


Blumiges Fazit: Der vergangene Woche veröffentlichte NDR- Klimabericht schließt mit einer Parabel, die die Stimmung im Sender “in floralen Metaphern” als Geschichte eines zugewucherten Gewächshauses wiedergibt, schreibt Michael Ridder bei epd Medien. Intendant Joachim Knuth, seit Amtsantritt 2020 “eher unauffällig”, gebühre der Verdienst, mit der Veröffentlichung die Missstände öffentlich gemacht zu haben. Doch: “Er muss nun umsteuern.” Ridder wundert sich, dass nicht schon Knuths Vorgänger die Probleme angegangen sind. Viele Punkte aus dem Bericht ließen sich “mühelos auf andere ARD-Anstalten” übertragen, etwa die “Zwei-Klassen-Gesellschaft aus festen und freien Mitarbeitern”. Weiterlesen >>>

Politisch gewollt – Karsten Packeiser blickt zurück auf 60 Jahre ZDF.


ZDF History: Heute vor 60 Jahren ging das Zweite Deutsche Fernsehen auf Sendung. “Mit seiner Mischung aus Information und Unterhaltung” stieg der Mainzer Sender zu einem der größten Medienunternehmen Europas auf, schreibt Karsten Packeiser bei epd Medien. Da das ZDF auf Wunsch der Adenauer-Regierung entstanden war, musste sich der Sender aber auch immer wieder seine “journalistische Distanz zur Politik” erkämpfen. Und schon die Gründer beschäftigte die Frage, ob ARD und ZDF zusammengelegt werden sollten. turi2 veröffentlicht den Beitrag in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

“Ein systemisches Problem” – Volker Lilienthal über gut entlohnte Regierungs­aufträge für Medienschaffende.


Staattlich bezahlt: Die Debatte um Regierungs­aufträge für Medien­schaffende ist “nicht nur eine Blamage für den Journalismus, sondern ebenso für die regierungs­amtliche Öffentlichkeits­arbeit”, schreibt Volker Lilienthal bei epd Medien. Er schaut genau in die verfügbaren Daten und stellt fest, dass die Honorare “zur Welt der Auftrags­kommunikation passen, im Journalismus sind sie unüblich”. Die Vertrags­freiheit freier Mitarbeitender sei kein Argument, wenn “interessierte Kreise” Moderationen nutzen, “um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk an sich zu skandalisieren”. Auch wenn der Vertrauens­verlust der Bevölkerung ungerecht sei, dürfe man ihn nicht noch befeuern. turi2 veröffentlicht den Beitrag in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

Alle gemeinsam? Otfried Jarren wünscht sich “maximale” Zusammenarbeit im Journalismus.

Nächster Schritt: Der Journalismus als Ganzes sollte auf “eine eigen­kontrollierte Infra­struktur der publizistischen Branche” hinarbeiten, schreibt Otfried Jarren bei epd Medien. Dafür brauche es im Kampf gegen die großen Tech-Konzerne branchen­intern ein “maximales Maß an technischer Kooperation”. Er glaubt, dass der Journalismus seine Position im digitalen Öko­system noch finden müsse. “Aus der industriell geprägten Medien- muss eine Dienst­leistungs­branche werden”, so der Kommunikations­wissenschaftler. turi2 veröffentlicht den Beitrag in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

Bürgersache: Timo Rieg will die Bevölkerung per Losverfahren in die Rundfunkräte bringen.

Auf die Plätze, fertig: Das Los ist die Lösung, die Timo Rieg für die stärkere Einbindung der Bevölkerung bei der Aufsicht von ARD und ZDF einbringt. Der Journalist glaubt, dass eine hinreichend großen Gruppe zufällig ausgewählter Menschen mitbringt, “was Experten und Funktionären fehlt: die gesamte Vielfalt an Lebenserfahrungen, an gesellschaftlicher Realität”. Die fachliche Expertise und das Vorbereiten von Themen für die Diskussion fiele in seinem Modell einem Dienstleister zu. So habe jede Idee eine Chance, denn “vor einem quasi als Jury tätigen ausgelosten Rundfunkrat muss kein Gedanke den Wettbewerb scheuen”. turi2 veröffentlicht den Beitrag in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

“Ich werde kein PR-Feuerwerk zünden” – Ein epd-Interview mit dem ARD-Vorsitzenden Kai Gniffke.


Gnifflix: SWR-Intendant Kai Gniffke hat es sich in seinem Amt als ARD-Vorsitzender zum Ziel gesetzt, ARD und ZDF noch in diesem Jahrzehnt zum “wichtigsten Streaming-Anbieter in Deutschland” zu machen. Inhaltlich sollen beide Marken auch weiterhin im “publizistischen Wettbewerb” stehen, sagt er im Interview von Diemut Roether und Michael Ridder bei epd Medien und erteilt einer gemeinsamen Mediathek eine Absage. Aber: “Die Frage, wie gut und klug die Suchfunktion ist, ist keine journalistische Frage. Da sollten wir uns die Arbeit mit dem ZDF teilen.” Auch innerhalb der ARD wünscht sich Gniffke mehr Kooperation: Er hat u.a. ein gemeinsames Mantel­programm für die Dritten TV-Programme vorgeschlagen und sieht bei der Bündelung von Kompetenzen auch die kleinen Sender in der Pflicht: “Es kann nicht sein, dass die großen Häuser alles machen und die kleinen warten, bis die Weisheit der großen über sie hereinbricht.” Der RBB-Skandal habe “alle ARD-Häuser noch enger zusammenrücken lassen” und die Aufsichtsgremien gestärkt. Gniffke hofft, “dass die Brandschutzmauern hoch und dick genug sind, dass so was nicht noch mal passiert”. Weiterlesen >>>

Foto: Andreas Langen / epd