In Kooperation mit epd Medien publiziert turi2 ausgewählte Beiträge des epd-Fachdienstes.

Weniger Raum für Gegenkultur – René Martens über das Aus des Arte-Magazins “Tracks”.


Verlorenes Juwel: Nach 25 Jahren stellt Arte sein Popkultur-Magazin Tracks ein. René Martens bedauert das Aus bei epd Medien und zitiert die französische Zeitung “Libération”, die die Sendung als einen “außer­gewöhnlichen Nähr­boden für kulturelle Besonderheiten” adelt. Der Reportage-Ableger Tracks East, der Kultur­schaffende aus Ost­europa zeigt, bleibt zwar bestehen, kann den Wegfall des Popkultur-Magazins aber nicht kompensieren, meint Martens. Weiterlesen >>>

Du bist, was du lernst – Tilmann Gangloff über 50 Jahre deutsche “Sesamstraße”.


Bildungsfernsehen, das Spaß macht: Die “Sesamstraße” war “bereits divers, als sich hierzulande noch niemand etwas unter ‘Diversity Management’ vorstellen konnte”, schreibt Medien­journalist Tilmann Gangloff bei epd Medien zum 50. Geburtstag der Kindersendung. 1969 im US-Fernsehen entstanden, um Kinder aus ethnischen Minderheiten zu fördern, hat sich die deutsche “Sesamstraße” bald vom US-Original emanzipiert. Galt es hierzulande lange als ungeschriebenes Gesetz, dass Kinder unter sechs Jahren gar kein TV schauen sollten, wurde das Fernsehen mit der “Sesamstraße” zum “Vorschul­erzieher”. turi2 veröffentlicht den Beitrag in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

“Wie kann das sein, dass das noch nicht thematisiert wurde?” – Regisseurin Claudia Garde über die Serie “Bonn”.


Im Bann von Bonn: Die ARD-Serie “Bonn – Alte Freunde, neue Feinde” erzählt von den 50er Jahren der Bundes­republik, der Entstehung des Verfassungs­schutzes und des Bundes­nachrichten­dienstes und dem Einfluss alter Nazi­seilschaften. Headautorin und Regisseurin Claudia Garde (Foto: links) spricht im Interview mit epd-Medien über Fakten, die sie während ihrer Recherche “umgehauen” haben und warum sie das Label “Frauenfilm” problematisch findet. Weiterlesen >>>

Wie die Rundfunkräte professionalisiert werden können.


Rat für den Rat: Der RBB-Skandal hat eine Debatte um mangelnde Expertise in den Rundfunkräten angestoßen. Medienrechtler Karl-Eberhard Hain schlägt bei epd Medien vor, Fachleute in die Gremien zu integrieren. Diese sollten sich um die Posten bewerben und von den Ratsmitgliedern gewählt werden. Bei Fachleuten, die nicht Teil des Gremiums sind, sieht Hain dagegen die Gefahr, dass sie die Rundfunkräte zu sehr dominieren könnten. Weiterlesen >>>

Verzögerungstaktik – Wie die Ampelregierung kommuniziert.


Auskunft verweigert: Die Regierung hat bei wichtigen Fragen aufgehört, zu kommunizieren, schreibt Mey Dudin bei epd Medien. Sie beobachtet, dass die Politik zunehmend Informationen wie Gesetzestexte zurückhält, auf die Medienschaffende einen rechtlichen Anspruch haben. Manche Ministerien versuchten sogar zu kontrollieren, wie sie in Medien wiedergegeben werden. “So wird Journalismus schleichend zu Öffentlichkeitsarbeit”, kritisiert Dudin. turi2 veröffentlicht den Beitrag in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

Kein Wintermärchen – Tilmann Gangloff über die Fußball-WM im TV.


Im Abseits: Um Sport ging es bei der Berichterstattung zur Fußball-WM in Katar nur am Rande, schreibt Tilmann Gangloff in seiner TV-Analyse bei epd Medien. ARD und ZDF hätten alles unternommen, um die Vorfreude auf das Turnier gen null zu reduzieren. Auch sportlich seien die Spiele bis auf wenige Ausnahmen eher enttäuschend gewesen. Dennoch hätten die Fifa und Katar “viele spektakuläre Bilder” geliefert. Weiterlesen >>>

Instrumentenkasten – Ellen Nebel über den Compliance-Leitfaden der ARD.


Mindeststandards? Die ARD-Anstalten haben sich auf einheitliche Compliance-Regeln geeinigt. Doch was taugt dieser Leitfaden? Das Papier fasst die “allgemein anerkannten Vorgaben für zeitgemäße Compliance zusammen”, schreibt Ellen Nebel bei epd Medien. Manches klinge abstrakt, vieles unkonkret. Expertinnen halten den Leitfaden für den ersten wichtigen Schritt. Nun komme es auf die Umsetzung in den einzelnen Häusern an. Eine Arbeits­gemeinschaft der Rundfunk­kommission erarbeitet derweil strengere Compliance-Regeln für den Medien­staats­vertrag. turi2 veröffentlicht den Beitrag in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

Spektren der Qualität: Manfred Riepe über die Televisionale in Baden-Baden.


Leistungsschau des Qualitäts­fernsehens: Das traditions­reiche Fernsehfilm-Festival in Baden-Baden hat sich unter dem Namen Televisionale neu ausgerichtet und an die Gegebenheiten des veränderten Medienmarktes angepasst. Geblieben ist die Tradition, dass die Jury ihren Entscheidungs­prozess in einer vor Publikum ausgetragenen Diskussion transparent macht. Manfred Riepe blickt bei epd Medien auf die Wettbewerbs­beiträge und beobachtet, dass die Grenzen zwischen dem linearen Fernsehen, Streamern und Pay-TV durchlässiger geworden sind. Weiterlesen >>>

Reiches Angebot – Dietrich Leder über die Kulturwellen der ARD.

Wellenreiter: Hat die ARD zu viele Radiosender? Bei epd Medien hat Medienwissenschaftler Dietrich Leder sich die elf Kulturwellen der ARD-Rundfunkanstalten angehört und kommt zu dem Schluss: Es gibt viele Ähnlichkeiten, aber mindestens genauso vieles, in dem sich die Sender als “stark regional fundiert” erweisen. Käme es zu einer Zusammenlegung der Angebote, befürchtet Leder “eine Nivellierung auf niedrigem Niveau und einen dramatischen Verlust an Vielfalt”. Weiterlesen >>>

Aus Frauensicht: Eine Nachrichtenagentur in Mexiko kämpft gegen Sexismus.


Sichtbarmacherinnen: Beiträge aus feministischer Perspektive sind für eine Nachrichten­agentur eher ungewöhnlich. Das mexikanische Projekt Cimac bietet jedoch genau das an: Berichte über Gewalt gegen Frauen und über den Aktivismus dagegen. Bei epd Medien stellt Mexiko-Korrespondent Wolf-Dieter Vogel die Initiative vor, die sich als Mittler zwischen Zivil­gesellschaft und Medien sieht. Weiterlesen >>>

Wer spricht denn da? – Diemut Roether über Tom Buhrows Rede zur Reform von ARD und ZDF.


Einfallslos: Es ist “keine neue und auch keine exklusive Erkenntnis von Herrn Buhrow”, dass die Standort­politik die Rundfunk­politik dominiert, schreibt Diemut Roether bei epd Medien über die Rede des ARD-Vorsitzenden im Hamburger Übersee-Club. Dabei äußere Buhrow einige “populistische Forderungen aus der Mottenkiste”. Das einzig “Verblüffende” an der Rede sei, “dass er über die Zustands­beschreibung hinaus keine Vision davon entwickelt, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk für die Gesellschaft leisten sollte”.
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Wagnis und Wunder – Edgar Reitz hat mit “Heimat” einen TV-Kosmos geschaffen.


Unverhofft kommt oft: Der Regisseur Edgar Reitz (rechts), der in dieser Woche 90 Jahre alt geworden ist, hat mit seiner Trilogie Heimat ein einzig­artiges Fernseh-Epos geschaffen, schreibt Uwe Kammann in seinem Porträt bei epd Medien. Die Chronik über das fiktive Hunsrück-Dorf Schabbach sei “eine kluge Reflexion über deutsche Geschichte von universeller Botschaft, eine berührende Saga über die ewige Suche nach den eigenen Wurzeln”. Reitz habe das Epos gegen Widerstände in der ARD durchgesetzt.
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Twin Peaks in Bavaria: Alexander Matzkeit über den Journalismus-Thriller von Moritz Hürtgen.


Entgegen der Erwartungen: Der scheidende “Titanic”-Chefredakteur Moritz Hürtgen geht mit Der Boulevard des Schreckens unter die Thriller-Autoren. Doch obwohl das Buch einen jungen Journalisten als Hauptfigur hat und im Medien-Umfeld spielt, ist es entgegen der Erwartungen an Hürtgen “im Kern weder besonders satirisch noch besonders medienkritisch”, schreibt Medienjournalist Alexander Matzkeit (Foto) bei epd Medien. Das Buch sei “im Herzen ein Grusel­­thriller”. Hürtgens Vorhaben, eine Geschichte zu schreiben, die “fesselnd und unterhaltsam” ist, ist ihm gelungen, urteilt Matzkeit. turi2 publiziert die Rezension in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

“Heimat für Kultur­interessierte” – Ein epd-Interview mit Bettina Kasten und Jana Brandt.


Sicherer Kulturhafen: Mit dem Angebot ARD Kultur will der Sender­verbund ein “Kultur-Booster” werden, beschreibt Programm­­geschäfts­führerin Bettina Kasten im epd-Interview die Vision des Portals. Nicht nur werde die “Vielfalt der Kultur­angebote der ARD” sichtbarer, “es geht auch darum, neue kulturelle Inhalte zu entdecken und zu präsentieren”. Gemeinsam mit MDR-Programm­­direktion Jana Brandt spricht Kasten über Inhalte wie die Neuproduktion “Call me DJ!” und verrät, wie etwa mit einem Creators-Wettbewerb auch die Kulturszene von dem Angebot profitieren kann.
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Ein Spannungsfeld: Uwe Kammann fasst die Public-Value-Konferenz zusammen.

Konferenz-Kritik: Auf der Zweiten Europäischen Public-Value-Konferenz in Leipzig diskutieren Expertinnen, wie Medien Gemeinwohl durch Vielfalt erreichen können. Dass der Begriff Vielfalt “nicht auf einen einfachen Nenner” zu bringen ist und sich keine “einfachen Handlungs­anweisungen ableiten” lassen, zieht sich “wie ein roter Faden durch die Tagung”, schreibt Grimme-Institut-Chef Uwe Kammann bei epd Medien. turi2 veröffentlicht den Beitrag in Kooperation mit epd Medien in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Reservisten als Fritten: Irina Chevtaeva erklärt Russlands Propaganda zur “Teilmobilisierung”.


Augenöffner: Durch die “Teilmobilisierung” beginnen immer mehr Menschen in Russland, die wirkliche Lage in der Ukraine aus eigener Erfahrung klarer zu sehen, schreibt Journalistin Irina Chevtaeva bei epd Medien. Die Regierung müsse nun überall erklären, warum sie Männer zwingt, ihr Leben zu riskieren – und hat damit nicht immer Erfolg: Eine Kampagne, in der eine Influencerin mit Pommes frites die Einberufung von Reservisten erklärt, habe viel Kritik auf sich gezogen. “Die Kluft zwischen Propagandabild und Realität wächst”, urteilt Chevtaeva. turi2 publiziert den Text in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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“Ich wäre ein schlechter Schauspieler.” – Investigativ-Reporter Günter Wallraff im epd-Interview.


Ganz oben: Er arbeitete als türkischer Leiharbeiter Ali in Jobs, die keiner in Deutschland machen wollte und deckte auf, wie die “Bild” Nachrichten verfälschte. Günter Wallraff, der am 1. Oktober 80 wird, hat mit seinen Undercover-Recherchen die deutsche Gesellschaft durchleuchtet wie kein Zweiter. Auch turi2 graturiliert der Investigativ-Legende in einem kleinen Text. Im Gespräch mit Diemut Roether von epd Medien erzählt Wallraff von den Prozessen, die er durchfochte, um seine Publikationen zu veröffentlichen, seinen Vorbildern und warum er sich nicht als klassischen Journalisten begreift. turi2 veröffentlicht das Interview in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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“Früher hieß das Radio” – Ein epd-Gespräch mit Oliver Kalkofe und Oliver Welke.


Doppel-Olli: Die Satiriker Oliver Kalkofe und Oliver Welke haben das Medium Podcast entdeckt. Seit dieser Woche sprechen sie im Radioeins-Podcast Kalk & Welk in der ARD-Audiothek über Aktuelles aus Fernsehen, Politik, Kultur und Gesellschaft. Im Gespräch mit Diemut Roether von epd Medien erzählen Kalkofe und Welke über die Renaissance des Wortradios, Kreativität im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und den Unterschied zwischen intelligentem und doofem Humor. turi2 veröffentlicht den Interview in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

Mehr riskieren: Was sich beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk ändern muss.


Reform-Runde: “Viele Programmverantwortliche im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sind angstgetrieben”, sagt Andres Veiel. Der Dokumentarfilmer und RBB-Rundfunkrat diskutiert mit der Vizepräsidentin der Akademie der Künste, Kathrin Röggla sowie Hörspielautor und -regisseur Oliver Sturm, die Ursachen der RBB-Krise und wie sich die Öffentlich-Rechtlichen reformieren müssen: Den Rundfunkrat sollte z.B. ein “Zuschauer- oder User-Beirat” ergänzen und die Abteilungen brauchen mehr Autonomie. turi2 veröffentlicht den Beitrag in Kooperation mit epd Medien in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Auf dem Trockenen: René Martens über den Rückzug der ARD-Sender aus den Kinokoproduktionen.


Förder-Dürre: “2017 beauftragten oder beteiligten sich die ARD-Landes­­rundfunk­­anstalten und die Degeto noch an insgesamt 34 Kino­­spielfilmen”, schreibt der Autor René Martens bei epd Medien. 2020 und 2021 seien es dagegen nur noch an jeweils elf gewesen. Seit Anfang 2022 “Mehren sich Anzeichen”, dass sich “große ARD-Sender mehr und mehr aus der Kino­koproduktion zurückziehen”. turi2 veröffentlicht den Beitrag in Kooperation mit epd Medien in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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“Beim RBB gab es ein Organ­versagen” – Medien­wissenschaftler Otfried Jarren im epd-Interview.


Komplett-Ausfall: Die ARD und der RBB müssen einen “moderierten Prozess unter Einschluss der Belegschaft beginnen”, sagt Medien­wissenschaftler Otfried Jarren von der Uni Zürich im Interview mit Diemut Roether bei epd Medien. Anwälte würden die Probleme nicht lösen und die staatsanwaltlichen Ermittlungen werden dauern: “So viel Zeit hat der RBB, auch die ARD, nicht.” turi2 veröffentlicht das Interview in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Vertiefender Mehrwert: Otfried Jarren macht Vorschläge, wie Medien über die Klimakrise berichten sollten.


Kein Thema für nur ein Ressort: Klimaphänomene wie Starkregen oder die anhaltende Trockenheit lassen Redaktionen zunehmend darüber diskutieren, wie sie angemessen über die Klimakrise berichten können. Das 2021 gegründete Netzwerk Klimajournalismus hat im April eine Charta veröffentlicht, die fordert, die Klimakrise ähnlich wie die Demokratie oder Menschenrechte als Dimension jedes Themas zu begreifen. Klimajournalismus könne daher “nicht in engen Ressortgrenzen stattfinden”, stellt das Netzwerk fest. Der Medienwissenschaftler Otfried Jarren von der Uni Zürich beschreibt bei epd Medien, wie und warum sich die Organisation in den Redaktionen ändern muss, um angemessen über die Klimakrise zu berichten. Redaktionen müssten stärker in Teams und über Ressort-Grenzen zusammen­arbeiten, damit der Journalismus einen vertiefenden Mehrwert bieten könne, schreibt er. turi2 veröffentlicht seinen Beitrag in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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“Die Klimakrise ist ein Querschnittthema” – ZDF-Wetter-Moderator Özden Terli im epd-Interview.


Existenzielle Frage: Der Meteorologe und ZDF-Wetter-Moderator Özden Terli weist seit Jahren in seinen Wetter­berichten auf die Gefahren durch die Erd­erwärmung hin und wirft der Politik vor, dass sie nicht schnell genug handelt. Im Interview mit Thomas Gehringer bei epd Medien spricht er über seinen Umgang mit sozialen Medien und darüber, wie Medien über die Klima­krise berichten sollten. Außerdem sagt Terli, warum er das Wort “Grillwetter” in seinen Vorhersagen nicht nutzt. Weiterlesen >>>

Filz und Vorteil: Diemut Roether über die Affäre Schlesinger und die Folgen.


Im Schatten des Glamours: Ex-RBB-Intendantin Patricia Schlesinger hat einen “Hauch von Glamour” in den “früher ziemlich piefig wirkenden RBB” einziehen lassen, mit den Vorwürfen der Vorteils­nahme und Vettern­wirtschaft hat sie das öffentlich-rechtliche System insgesamt “in den Grundfesten erschüttert”, schreibt Diemut Roether (links im Bild) bei epd Medien. Für die Gegner dieses Systems seien die Schlagzeilen von der “hemmungs­losen Luxusgier” der “unersättlichen RBB-Chefin” natürlich ein gefundenes Fressen. Weiterlesen >>>

Im Höhenrausch: Barbara Sichtermann zum Tod des Regisseurs Dieter Wedel.


Trennung von Werk und Autor: Der kürzlich gestobene Regisseur Dieter Wedel mag “ein Gernegroß und Sitten­strolch” gewesen sein, dennoch sollte man mit seinem “Gehabe als Gockel und womöglich sogar als Gewalt­täter” nicht auch sein Werk verwerfen”, schreibt Publizistin Barbara Sichtermann bei epd Medien. Die aus Amerika kommende “Cancel Culture”, nennt sie einen “peinlichen Rück­schritt”. Ein künstlerisches Werk besitze “ein eigenes, von seinem Autor oder seiner Schöpferin unabhängiges Leben”. Weiterlesen >>>

ARD und ZDF, Bastion der Presse­freiheit. Wirklich? – Dieter Dörr über die Unter­schiede von Presse- und Rundfunk­freiheit.


Unterschiede nicht nur im Detail: Zum 30-jährigen Bestehen des Mittel­deutschen Rundfunks hat Bundes­präsident Frank-Walter Steinmeier den MDR als “Bastion der Presse­freiheit” bezeichnet. Gut gemeint, aber nicht differenziert, schreibt Medien-Jurist Dieter Dörr bei epd Medien. Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gelte nämlich nicht die Presse­freiheit, sondern die – ebenfalls im Grund­gesetz garantierte – Rundfunk­freiheit. Die Sender genießen eine Bestands- und Entwicklungs­garantie sowie den Anspruch auf funktions­gerechte Finanzierung. Druckwerke dürfen sie aber nur programm­begleitend anbieten. Weiterlesen >>>

“Das war’s.” Was Kohl sich leistete, darf Scholz nimmermehr.


Patzige Politiker: Die flapsige Antwort von Bundeskanzler Olaf Scholz beim G7-Gipfel wäre früher nur eine kleine Randmeldung wert gewesen, durch Social Media überdauerte die Empörung Tage und gedieh schließlich zu einem Großthema, schreibt Ellen Nebel bei epd Medien. Sie erinnert an Altkanzler Helmut Kohl, der aus seiner Verachtung für den “Spiegel” keinen Hehl machte, und beobachtet, dass sich bei Medien­schaffenden von heute die Widerstands­­fähigkeit verschlechtert hat. turi2 veröffentlicht ihren Beitrag in der wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

Parlamente für Plattformen: Faire Regulierung für Online-Kommunikationsräume.


Gute Räte, schlechte Räte: Können Plattform­räte dazu beitragen, große Kommunikations­plattformen wie Twitter oder Facebook demokratischer zu gestalten und auf öffentliche Werte auszurichten? Mit dieser Frage befasst sich das Kooperations­projekt Plattform://Demokratie. Die Forschenden untersuchen dabei Best-Practice-Modelle für solche Beiräte, um u.a herauszufinden, wie die Plattformen Nutzerinnen besser an Entscheidungen über ihre Regeln beteiligen können. Forschungs­programm­leiter Matthias C. Kettemann (links im Bild) sowie die beiden Junior Researcher Josefa Francke und Martin Fertmann stellen ihr Projekt bei epd Medien vor, turi2 co-publiziert den Beitrag. Weiterlesen >>>

Journalismus braucht Rückgrat: Alexandra Borchardt über den Umgang mit Krisen.


Erklärungsbedarf: Journalismus muss “viel, sehr viel erklären”, sagt die Journalistin und Beraterin Alexandra Borchardt beim LPR-Forum Medienzukunft am 26. April in Frankfurt am Main. Wenn Medien mehr einordnen und den Menschen auch Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten aufzeigten, könnten sie damit der sogenannten “News Fatigue” vorbeugen, also dem Phänomen, dass Menschen Nachrichten bewusst vermeiden. Dies gelte besonders auch für das Thema Klimaschutz, für das sie ressort­über­greifende Zusammenarbeit in den Redaktionen und eine Vielzahl an Genres empfiehlt. Nur so lasse sich die ganze Dimension der Klimakrise angemessen erfassen und darstellen. turi2 dokumentiert ihre Keynote in Kooperation mit epd Medien. Weiterlesen >>>

Woodsteins Welt: Konrad Ege über Watergate-Nostalgie, 50 Jahre danach.


Andere Zeiten: Vor 50 Jahren führte die Watergate-Affäre zum Rücktritt von US-Präsident Richard Nixon – auch weil sich die Medien an der Geschichte festgebissen haben, die Rechts­staatlichkeit mit “einer unabhängigen Justiz ihren Lauf nahm” und die Republikaner Nixon fallen ließen, schreibt US-Korrespondent Konrad Ege (Foto) bei epd Medien. Zwar hätten Reporterinnen auch über Donald Trump “serien­weise potenzielle Illegalitäten” ans Tageslicht gebracht, doch die Partei hielt zum Präsidenten. Zudem konnte sich Trump auf eine zu Nixons Zeiten noch nicht existierende rechte Medien­welt mit “alternativen Fakten” verlassen. Weiterlesen >>>

Zwei-Klassen-System: Daniel Moßbrucker über untaugliche Pläne für den Whistleblower-Schutz.

Höhere Hürden: Im April hat Bundes­justiz­minister Marco Buschmann seine Pläne für das Hinweis­geber­schutz­gesetz veröffentlicht. Ein besserer Schutz für Whistleblower, die auf Miss­stände in Unternehmen oder Behörden hinweisen, das klingt für Medien zunächst verheißungs­voll. Doch nach Einschätzung des Journalisten Daniel Moßbrucker würde das geplante Gesetz die investigative Arbeit nicht erleichtern, schreibt er bei epd Medien. Die Hürden für Hinweis­geberinnen, die sich wegen Missständen an Medien wenden möchten, würden mit dem vorliegenden Entwurf nicht niedriger, sondern höher. turi2 veröffentlicht seinen Beitrag in Kooperation mit epd Medien in der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

“Das Individuum hat keine Lobby” – Christian Schertz über Prozesse und Politik.


Vor Gericht und auf hoher See: Christian Schertz, Medienanwalt u.a. von Jan Böhmermann, äußert sich im Interview mit Ellen Nebel und Michael Ridder erstmals zur erfolglosen Verfassungsbeschwerde im Rechtsstreit über das Erdogan-Schmähgedicht. Er wirft dem Gericht vor, auch eine politische Entscheidung getroffen zu haben. Dem Medienkonzern Springer bescheinigt Schertz im Fall Julian Reichelt ein unprofessionelles Vorgehen. Der promovierte Jurist erklärt außerdem, warum der Schutz der Persönlichkeitsrechte in Deutschland aus seiner Sicht “nicht optimal” ausfällt. turi2 veröffentlicht das Interview in Kooperation mit epd Medien in der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.

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Wieder auf Feindfahrt: Rudolf Worschech blickt auf die dritte Staffel von “Das Boot”.


Oberwasser: Heute Abend sticht bei Sky die dritte Staffel der Kriegs-Serie “Das Boot” in See – für Rudolf Worschech, Leitender Redakteur der “epd Film”, die beste Staffel “seit die Ur-U-96 als Kinofilm und Fernsehserie” herauskam. Aber die Serie der Regisseure Hans Steinbichler und Dennis Gansel hat auch Schwächen, findet Worschech. So verströme die Serie “den Hauch eines ‘sauberen’ Kriegs”, wenn die deutsche U-Boot-Besatzung die Ertrinkenden eines versenkten britischen Bootes aufnimmt. turi2 veröffentlicht die TV-Kritik in Kooperation mit epd Medien in der Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.

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Der “Kicker” legt Aufarbeitung seiner NS-Vergangenheit vor.


Gründliche Analyse: Das Buch “Einig. Furchtlos. Treu. Der ‘Kicker’ im Nationalsozialismus – eine Aufarbeitung” ist “inspirierend”, schreibt René Martens bei epd Medien. Das sei unabhängig davon, ob sich Leserinnen für Sportjournalismus oder Fußball interessieren. Bemerkenswert sei vor allem die “Vielfalt der Perspektiven” – ein Germanist analysiert die Sprache des Magazins, eine Kunsthistorikerin schaut sich die Ästhetik der Karikaturen an.
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“Kunst ist ein Experimentier­feld” – Regisseur Max Färberböck im epd-Interview.


Von Franken fasziniert: Am 1. Mai zeigt Das Erste mit der Folge Warum den achten “Tatort Franken”. Regisseur und Autor Max Färberböck hat den “Tatort Franken” vor sieben Jahren gemeinsam mit seiner Co-Autorin Catharina Schuchmann erfunden. Im Gespräch mit Diemut Roether bedauert Färberböck bei epd Medien, dass im “Tatort” Dialekt “nicht gerne gehört” wird. An Nürnberg fasziniert den Oberbayern “ganz besonders die Lebens­zugewandt­heit und der Humor der Bevölkerung”. In deutschen Komödien stört Färberböck “das unbedingte Bedürfnis, komisch zu sein”. turi2 veröffentlicht das Interview in Kooperation mit epd Medien in der neuen, wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

Die Welt­erklärerinnen: Barbara Sichtermann über wissende Frauen in Talkshows.


Weibliches Talkshow-Wunder: War die Corona-Krise bei Talkshow-Gästen noch weitgehend eine Männer­domäne, sieht es beim Ukraine-Krieg ganz anders aus, schreibt Publizistin Barbara Sichtermann bei epd Medien. Sie beobachtet bei Lanz, Plasberg und Will “lauter wohl­instruierte, wissende Frauen”, die “klar und pointiert” erläutern, wie die Weltlage derzeit aussieht. Dabei müssen die Expertinnen “nicht durch ihren Rang beeindrucken, sie tun es durch Inhalte”.
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Realistische Nachrichten: Marco Bertolaso mit einem Plädoyer für guten Informationsjournalismus.


Newsrealo: Nachrichten­redaktionen sollten sich wieder stärker als “Kläranlagen” oder “Virenscanner” der Information verstehen und aussortieren, was wie eine Nachricht aussieht, aber keine ist, schreibt Marco Bertolaso bei epd Medien. Der Nachrichtenchef des Deutschlandradios und Autor des Buchs Rettet die Nachrichten plädiert für die Idee “Realistischer Nachrichten”, bei denen etwas ist nicht allein deshalb aktuell ist, weil es an einem bestimmten Tag gesagt und getan wird oder geschieht. Weiterlesen >>>

Eigentümlich blass: Marc Engelhardt über reduzierten Auslands­journalismus als Gefahr für die Demokratie.


Seltene Geschichten aus der Ferne: Das Weltbild, das deutsche Medien transportieren, ist “zunehmend verzerrt”, schreibt Marc Engelhardt, langjähriger Auslands­korrespondent und Geschäfts­führer der Schweizer Recherche-Plattform CrowdNewsroom, bei epd Medien. Der Krieg in der Ukraine zeige, wie wenig wir in den vergangenen Jahren aus einem Land erfahren haben, das direkt an die EU grenzt. Nur in Krisen­zeiten kämen “Fallschirm­reporter” ins Land, die berichten, “was sie sich vorher angelesen haben”. Selbst aus dem USA, die von allen Länder die meiste Aufmerksamkeit bekommen, erfahre das deutsche Publikum kaum etwas aus dem Binnenland. Engelhardt sieht den Staat in der Pflicht, Auslands­berichterstattung zu unterstützen, ähnlich wie bei der Film­förderung. turi2 veröffentlicht seinen Text in Kooperation mit epd Medien in der neuen, wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2. Weiterlesen >>>

Hase und Igel: Ellen Nebel über die schwierige Umsetzung des Verbots von RT DE.


Föderale Uneinigkeit: Der russische Propaganda­sender RT DE führt den deutschen Rechts­staat “nach allen Regeln der Kunst vor”, schreibt epd-Redakteurin Ellen Nebel bei epd Medien. Bei der Umsetzung des EU-Verbots mache Deutschland “keine glamouröse Figur” und könne den “Wettlauf von Hase und Igel” nur gewinnen, wenn Zuständigkeiten in der Medienaufsicht zwischen Bund und Länder “klar und klug verteilt werden”. turi2 veröffentlicht Nebels Text in Kooperation mit epd Medien in der neuen, wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Stärken und Schwächen: René Martens über die Bericht­erstattung von ARD und ZDF zum Ukraine-Krieg.


Dominierendes Thema: Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar ist die aktuelle Bericht­erstattung bei ARD und ZDF fast mono­thematisch, kritisiert Medien­journalist René Martens bei epd Medien. Bilder und Berichte von Korrespondentinnen vor Ort “entwickeln weitaus mehr Kraft als all die durchaus eindrücklichen Videochats mit in der Ukraine lebenden Menschen, die die Berichterstattung seit der Invasion prägen”. Die Erzähl­weise der Einzel­schicksale sei aber oft gleich. Martens fürchtet, “dass sich hier ein Abnutzungs­effekt einstellen könnte”, schreibt er in seinem Beitrag, den turi2 in Kooperation mit epd Medien in der neuen, wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2 publiziert. >>> Weiterlesen

Aufmerksamkeit und Ignoranz: Michael Jäckel über die öffentliche Meinung als Konstrukt.


Theoretisch informiert: “Zur Ungleichheit in dieser Welt gehört auch, dass es ungleiche Informations- und Wissensbedürfnisse gibt”, schreibt Konsum- und Kommunikations­forscher Michael Jäckel bei epd Medien. Der Präsident der Uni Trier beobachtet, dass durch eine Vermehrung der Informations- und Wissens­angebote “diese Kluft eher wächst als schrumpft”. Der Alltag vieler Gesell­schaften kenne “den institutionalisierten Zweifel nicht”, schreibt Jäckel und sieht “unter­schiedliche Grade der Gelassenheit im Umgang mit Nicht­wissen”. turi2 publiziert seinen Essay in Kooperation mit epd Medien in der neuen, wöchentlichen Reihe Das Beste von epd Medien bei turi2.
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Zusammenbruch der Information: Irina Chevtaeva erklärt Russlands Entlastungspropaganda.


Russisches Framing: Russland inszeniert den Krieg in der Ukraine als alternativlos und “Rache für die Vergangenheit”, beobachtet Irina Chevtaeva bei epd Medien. “Politologen und Soziologen, die sich auf Russland spezialisiert haben, sehen jetzt aus wie Menschen, die bis zum 24. Februar den Elefanten im Raum nicht bemerkt haben.” Grund dafür ist u.a., dass die Vorzeichen des Krieges von der Propaganda ins Lächerliche gezogen wurden, urteilt die frühere Moskau-Korrespondentin. turi2 publiziert ihren Text in Kooperation mit epd Medien in der neuen, wöchentlichen Reihe “Das Beste von epd Medien bei turi2”. Weiterlesen …