Die EU-Kommission untersucht Facebooks Kryptowährung Libra.


Unter Beobachtung: Die EU-Kommission untersucht Facebooks Pläne für die eigene Kryptowährung Libra, berichtet Bloomberg. Konkret würden sich die Wettbewerbshüter sorgen, dass Facebook und die in der Libra Association verbundenen Unternehmen auf unerlaubte Weise Konkurrenten ausschließen könnte. Dies betreffe insbesondere die gewonnenen Daten über die Nutzer. Die EU-Kommission untersuche aber auch, wie Facebook Libra in seine Messenger-Dienste wie WhatsApp integrieren wolle.

Facebook hat bislang angekündigt, vor den Start der Währung alle Bedenken von Regulatoren ausräumen zu wollen. Durch die neuen Untersuchungen der EU könnte sich somit der für die erste Hälfte 2020 geplante Start verschieben. Auch in den USA regt sich politischer Widerstand gegen Facebooks Pläne. Im Juli hat der Banken-Ausschuss des Repräsentantenhauses die Arbeit an einer Regulierung gestartet, die große Tech-Konzerne aus der Finanzwelt verbannen soll.
bloomberg.com, cnet.com, turi2.de (Background)

Facebook startet “Clear History”-Funktion in Irland, Spanien und Südkorea.

Facebook-LogoFacebook führt seine vor eineinhalb Jahren angekündigte Funktion ein, mit der Nutzer die von Facebook gespeicherten Daten über ihr Surfverhalten löschen können. Zum Start gibt es die Option jedoch nur in Spanien, Irland und Südkorea. Weitere Länder sollen folgen. Nutzer können zudem Unternehmen blockieren, die Daten an Facebook übermitteln.
theverge.com

Facebook stellt eine Redaktion zusammen.

Facebook fb-logo-neuFacebook ringt sich endlich durch und stellt ein Team an Redakteuren ein, die Inhalte für die neue Medieninhalte-Ecke News Tab in der Facebook-App kuratieren sollen - zunächst in den USA. Facebook will "erfahrene Journalisten" von verschiedenen Medien zum Wechseln überreden, die Jobanzeigen sollen noch im Laufe des Tages online gehen.

Die meisten Geschichten in der News Tab sollen algorithmisch sortiert und gerankt werden. Eine Sektion mit besonders wichtigen News soll aber von menschlichen Kuratoren bestückt werden. Außerdem dauere es eine Weile und brauche viele Daten, bis die Algorithmen gut funktionieren, sagt Campbell Brown, Facebooks Verbindungsoffizierin für Medienfirmen.
nytimes.com, turi2.de (Background)

Twitter reagiert auf chinesische Kampagne gegen Hongkong-Proteste.

China: Twitter und Facebook haben Accounts gesperrt, die kampagnenartig im Sinne der chinesischen Staatsführung die Proteste in Hongkong diskreditierten. Twitter schaltet zudem seine Werbetools für Staatsmedien ab, allerdings nicht für unabhängige, gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche Medien. Twitter hat nach eigenen Angaben 936 aktive und rund 200.000 noch nicht eingesetzte Accounts gesperrt. Facebook hat fünf Accounts, sieben Seiten und drei Gruppen gelöscht.
spiegel.de, twitter.com (Staatsmedien), twitter.com (gesperrte Accounts), turi2.de (Background)

Instagram: Externe Sicherheitsteams sollen Datenlecks aufspüren.


Schlupfloch-Schutz: Instagram will die Daten seiner Nutzer besser schützen und holt sich dafür externe Sicherheitsteams an Bord. Diese sollen Fälle aufspüren, bei denen Nutzerdaten von Drittanbietern missbräuchlich genutzt werden. Die Facebook-Tochter hat dafür ein Programm zur Aufdeckung von Datenmissbrauch angekündigt, bei dem externe Experten sich Prämien verdienen können, wenn sie Fälle finden, bei denen Benutzerdaten illegal eingesammelt werden.

Mit dem Programm reagiert Instagram auf den Vorfall um die Marketingfirma Hyp3r. Diese soll Nutzerdaten, wie u.a. den Standort, über einen längeren Zeitraum abgegriffen und zur zur Vermarktung eingesetzt haben. businessinsider.de, cnet.com, turi2.de (Background)

Facebook hat Audio-Chats durch Drittfirmen transkribieren lassen.


Appgehört: Facebook hat hunderte Personen in Drittfirmen bezahlt, um Sprachaufnahmen seiner Nutzer zu transkribieren, berichtet Bloomberg. Die Arbeiter hätten nicht erfahren, wann und wie die Aufnahmen gemacht wurden. Facebook bestätigt, dass es Audioaufnahmen hat transkribieren lassen. Das Netzwerk habe so überprüfen wollen, ob Facebooks künstliche Intelligenz die Nachrichten richtig interpretiere. Betroffen seien nur Nutzer, die die Funktion zum Transkribieren ihrer Sprachaufnahmen aktiviert hätten. Facebook gibt an, seit Anfang August keine Gespräche mehr von Menschen transkribieren zu lassen, nachdem es öffentliche Kritik an ähnlichen Fällen bei anderen Unternehmen gegeben habe.

In den vergangenen Monaten sind bereits vergleichbare Fälle bei Amazon, Apple und Google bekannt geworden. Hierbei handelte es sich jedoch meist um Mitschnitte von Sprachbefehlen an Lauschsprecher, wenngleich einige der Aufnahmen unbeabsichtigt erfolgt waren.
bloomberg.com, turi2.de (Amazon), turi2.de (Google)

Facebook startet Bereich für Medieninhalte im Herbst.


Hier News-Ressort, dort News-Feed: Facebook will bis Ende 2019 einen eigenen Bereich für Medieninhalte einrichten. Laut "Wall Street Journal" bietet Facebook Medienunternehmen bis zu 3 Mio Dollar pro Jahr, wenn sie ihre News oder Schlagzeilen dafür zur Verfügung stellen. Gespräche gebe es u.a. mit der "Washington Post" und dem Finanzdienst Bloomberg. Medien sollen selbst entscheiden, ob sie komplette Artikel bei Facebook platzieren oder Leser auf ihre Seite lotsen.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat Pläne für ein eigenes News Tab bereits im Gespräch mit Springer-Chef Mathias Döpfner angekündigt. Mehr Details lässt das Unternehmen auch jetzt nicht raus. Laut "WSJ" sollen die angebotenen Deals mit Medien über drei Jahre laufen. Mitarbeiter loten demnach gerade die Stimmung im Markt aus. Auch Apple bietet sich als Partner für Medieninhalte an: In den USA gibt es etwa die Digitalkiosk-Flatrate Apple News+.
spiegel.de, wsj.com (Paid), cnbc.com, faz.net

Mitarbeit: Jens Twiehaus

USA: Facebooks Berufung zur Sammelklage wegen Gesichtserkennung abgelehnt.


Appgelehnt: Ein US-Bundesgericht hat Facebooks Berufung abgelehnt – das soziale Netzwerk hatte Berufung gegen eine Sammelklage gegen Gesichtserkennung eingelegt. In der Sammelklage wird Facebook vorgeworfen, biometrische Daten von Millionen von Nutzern ohne deren Zustimmung illegal gesammelt und gespeichert zu haben. Die Gesichtserkennung, die vor allem für die Markierungsvorschläge auf Fotos genutzt wurde, ist im Bundesstaat Illinois verboten.

Die Klage aus dem Jahr 2015 könnte Facebook eine Strafe in Milliardenhöhe kosten. Das Gesetz zum Schutz von biometrischen Daten in Illinois sieht Schadensersatz in Höhe von 1.000 Dollar für jede fahrlässige Verletzung und 5.000 Dollar für jede vorsätzliche Verletzung vor. Facebook ist der Meinung, die Praktiken der Gesichtserkennung stets offen kommuniziert zu haben. Nutzer hätten diese jederzeit ein- oder ausschalten können.
reuters.com, turi2.de (Background)

Marketingfirma sammelt mutmaßlich illegal Instagram-Daten.

Instagram: Die Marketingfirma Hyp3r soll über längere Zeit öffentlich zugängliche Daten von Nutzern gesammelt und vermarktet haben. Dank Standort-Daten konnten Hyp3r-Kunden etwa gezielt Nutzer ansprechen, die bei der Konkurrenz einkaufen. Facebook hat Hyp3r von Instagram verbannt, weil die Agentur ein Schlupfloch nutzte. Entwickler können seit 2018 eigentlich nicht mehr auf Ortsdaten zugreifen – dennoch blieb Hyp3r lange unentdeckt.
businessinsider.de, sueddeutsche.de

Nutzer melden erneut technische Probleme bei Facebook und Instagram.

Facebook kämpft am Sonntag erneut zeitweise mit technischen Problemen. Weltweit, darunter auch in Deutschland, melden einige Nutzer Fehlermeldungen beim Teilen und Hochladen von Beiträgen oder beim Einloggen. Die Störung, die auch Instagram betrifft, sei am Sonntagabend behoben. Zuletzt hatte Facebook im Juli massive technische Probleme.
paz-online.de, theverge.com, turi2.de (Background)

The Information: Facebook schmuggelt den eigenen Namen bei Instagram und WhatsApp ein.

Facebook-LogoFacebook hat Angst vor dem Bedeutungsverlust und stülpt seinen besser wachsenden Töchtern WhatsApp und Instagram den eigenen Namen über, berichtet The Information. Die Apps sollen künftig WhatsApp from Facebook und Instagram from Facebook heißen. Intern habe das Rebranding Überraschung und Verwirrung hervorgerufen.
theinformation.com, theverge.com

Zitat: Facebook ist nur unmoralisch profitabel, sagt Tech-Journalist David Kirkpatrick.

"Facebook ist die profitabelste Firma, die jemals existiert hat. Das ist keine Übertreibung. Ein besseres, moralischeres Facebook käme nicht auf solche Ergebnisse."

Tech-Journalist David Kirkpatrick sagt im "Focus"-Interview, dass Mark Zuckerberg lügt, wenn er behaupte, ihm geht es bei Facebook nicht ums Geld verdienen.
"Focus" 32/2019, S. 56-58 (Paid)

The Information: Facebook will Apple TV mit Netflix und Co Konkurrenz machen.


Ciao Catalina: Facebook will sich auch im Fernsehen breit machen und mit einer eigenen TV-Box Apple TV und Amazon Fire TV Konkurrenz machen, berichtet The Information. Das Projekt läuft unter dem Codenamen "Catalina" – demselben Namen wie Apples neustes macOS-Betriebssystem. Facebook will u.a. die Streamingdienste Netflix und Disney an Bord holen.

Die TV-Box läuft mit derselben Hardware wie Facebooks Smartspeaker Portal und soll im Herbst auf den Markt kommen. Neben Streamingangeboten soll das Gerät – wie auch Portal – vor allem auf Videotelefonie spezialisiert sein.
theinformation.com, itopnews.de

Facebook meldet Fortschritte bei seinem Hirn-Computer-Interface.

Facebook-LogoFacebook meldet Fortschritte bei seinen Bemühungen, Nutzer Texteingaben direkt mit dem Gehirn machen zu lassen. Gemeinsam mit Forschern der University of California San Francisco sei es erstmals gelungen, Hirnaktivitäten einer Testperson während eines Gesprächs auszuzeichnen und direkt zu dekodieren. Bisher hatten die Forscher zwar bereits Hirnaktivitäten aufgezeichnet, sie bisher jedoch nie in Echtzeit dekodiert.
businessinsider.de

EuGH nimmt Webseite-Betreiber bei Like-Button in Datenschutz-Pflicht.

Digitalrecht: Webseitenbetreiber sind mitverantwortlich für die Datenschutz-Einhaltung, wenn sie den Like-Button von Facebook einbinden und personenbezogene Daten von Nutzern an Facebook weiterleiten, entscheidet der EuGH. Die Verbraucherzentrale hatte eine Unterlassungsklage gegen Fashion ID, einen Onlinehändler von Peek & Cloppenburg, eingereicht. Das Gericht bestätigt auch das Klagerecht deutscher Verbraucherverbände in Datenschutz-Fragen auf EU-Ebene.
handelsblatt.com

FDP will Auskunftsanspruch für Betroffene bei Hass im Netz.

Social Media: Der innenpolitische Sprecher der FDP, Konstantin Kuhle, fordert einen Auskunftsanspruch bei Hasskommentaren, schreibt die "FAZ". Richter sollen künftig entscheiden, ob etwa Facebook oder Twitter Nutzerdaten herausgeben müssen. Es sei "absurd", dass Urheberklagen zivilrechtlich einfacher durchsetzbar seien als bei einer "Bedrohung von Leib und Leben".
"FAZ", S. 15 (Paid)

Meinung: Facebook ist künftig die Zentralbank der Welt.

Facebook mutiert zu einer Zentralbank, sagt Ökonom Markus Brunnermeier im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Digitale Währungen orientierten sich weniger an Ländergrenzen und führten zu einem neuen Währungswettbewerb. Derzeit liege China weltweit bei digitalen Zahlungsmethoden vorne. Sogar immer mehr Bettler sammelten mit QR-Codes Spenden.
sueddeutsche.de (Paid)

Meinung: Agenturen müssen sich wandeln oder werden sterben.

Werbeagenturen, die keinen technologischen Kern haben, überleben die neue Marketingwelt nicht, prophezeit Catrin Bialek. Die Zahl der Medienkanäle sei explodiert, die Kundenansprache habe sich personalisiert, die wertvollste Marke der Welt ist Amazon. Tech-Riesen wie der Onlinehändler, aber auch Facebook und Co setzen auf direkten Kontakt mit Werbeteibenden. Als deutsche Agenturen, die den Wandel verstanden haben, nennt Bialek u.a. Serviceplan, TLGG und Syzygy – weil die auf Digitalisierung und Disruption setzen.
handelsblatt.com

Facebook einigt sich mit der US-Verbraucherschutzbehörde auf eine Strafzahlung von 5 Mrd Dollar.

Facebook-LogoFacebook und die US-Verbraucherschutzbehörde FTC einigen sich außergerichtlich zu den zurückliegenden Datenschutzskandalen. Facebook installiert wie von der FTC gefordert einen Datenschutz-Beauftragten im Verwaltungsrat und zahlt 5 Mrd Dollar. Damit liegt die Strafe im oberen Bereich der erwarteten Höhe.
zdf.de, turi2.de (Background)

Facebook wehrt sich gegen Mio-Bußgeld in Deutschland.

Facebook legt Widerspruch gegen den 2 Mio Euro schweren Bußgeldbescheid des Bundesjustizamtes ein. Das Netzwerk will den Einspruch zurückziehen, sobald es eine Einigung mit dem Amt gibt. Das Bundesjustizamt wirft Facebook vor, das Meldeformular für Verstöße gegen das NetzDG zu versteckt und der halbjährlich fällige Beschwerde-Bericht unvollständig sei.
spiegel.de, turi2.de (Background)

US-Politiker starten Initiativen gegen Facebooks Währung Libra.

USA wollen Facebook die Einführung der Digitalwährung Libra verbieten. Die Demokraten-Mehrheit im Banken-Ausschuss des Repräsentantenhauses arbeitet an einer Regulierung, die speziell große Tech-Konzerne aus der Finanzwelt verbannen soll. Präsident Trump bezweifelt schon jetzt die Stabilität von Libra und sagt, der Dollar sei die einzige Währung der USA.
mashable.com, turi2.de (Background)

Meinung: Geldstrafe gegen Facebook setzt falsches Signal an Tech-Konzerne.

Facebook: Die Strafe der US-Verbraucherschutzbehörde FTC gegen Facebook zeigt, dass Konzerne sich aus Untersuchungen herauskaufen können, kommentiert "FAZ"-Autor Bastian Benrath. Facebook-Chef Zuckerberg sei offen für mehr Datenschutz wie bei der DSGVO. Der Konzern bliebe auch mit stärkerer Regulierung profitabel.
"FAZ", S. 15 (Paid), turi2.de (Background)

Meinung: Facebooks Kryptowährung Libra läutet ökonomische Revolution ein.

Facebook-LogoLibra, Facebooks Kryptowährung, ist eine globale ökonomische Revolution, schreibt Sarah Spiekermann, Professorin an der Wirtschaftsuniversität Wien, in einem Gastbeitrag der "Süddeutschen Zeitung". Libra könnte "auf solideren Füßen" als das gegenwärtige Geldsystem stehen. Facebook sei ein Meister in Nutzerfreundlichkeit. Es bestehe die Gefahr einer Monopolstellung.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Basta: Facebook-Gruppe will Treffen mit Außerirdischen erzwingen.

Nicht von dieser Welt: Verschwörungstheoretiker wollen das millitärische Sperrgebiet Area 51 stürmen. Angeblich leben in Nevada Außerirdische. Bereits über 600.000 Alien-Jäger haben bei der Facebook-Veranstaltung zugesagt. Ein irdischer Gewinner steht jetzt schon fest: Der lokale Tourismusverband stellt sich auf steigende Besucherzahlen ein.
faz.net, facebook.com (Aufruf)

Facebook einigt sich im Datenschutzskandal mit US-Handelsbehörde auf Vergleich.

Ins Netz gegangen: Facebook und die US-Handelsbehörde FTC einigen sich auf einen Vergleich, schreibt das Wall Street Journal. Die FTC hatte im Zuge des Cambridge-Analytica-Skandals vor über einem Jahr eine Ermittlung eingeleitet. Die fünf leitenden Vertreter der Kommission hätten mit drei zu zwei Stimmen für eine Zahlung von umgerechnet rund 4,4 Mrd Euro gestimmt.

Bisher äußern sich die FTC und Facebook nicht zur Einigung. Die Strafe entspricht weniger als ein Zehntel des Facebook-Gewinns von knapp 56 Mrd Dollar im vergangenen Jahr. Die Datenanalyse-Firma, die im US-Wahlkampf auch für den späteren Präsidenten Donald Trump arbeitete, hatte Daten von Facebook-Nutzern abgegriffen.
wsj.com, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Faktenkontor: Facebook fällt in Deutschland hinter WhatsApp zurück.

Facebook fällt bei deutschen Internetnutzern hinter WhatsApp zurück. Zu dem Ergebnis kommt der Social-Media-Atlas von Faktenkontor und Toluna. 69 % der deutschen Internetnutzer seien bei Facebook aktiv, womit WhatsApp mit 71 % erstmals vor Facebook rangiert. Vor allem jüngere Nutzer würden Facebook meiden. An der Spitze des Rankings steht weiter YouTube mit 74 %.
horizont.net

Video-Tipp: Reckitt Benckiser setzt im Marketing-Mix lieber auf VoD als Facebook und Co.


Video-Tipp: Das Unternehmen Reckitt Benckiser mit Marken wie Calgon, Clearasil und Durex-Kondomen setzt im Media-Mix verstärkt auf VoD-Kanäle, um seine Zielgruppen zu erreichen, erklären die Media-Manager Thorsten Müller und Marina Biersack. Im Interview von "Horizont" und turi2.tv auf den Screenforce Days bemängeln sie den "Verlust von Netto-Reichweiten im TV - insbesondere wenn auf Tagesbasis ausgewertet wird". Bewegtbild sei dennoch ein zentraler Punkt in der Konsumgüter-Werbung – diese verschiebe sich jedoch immer mehr in die digitalen Kanäle.
youtube.com (5-Min-Video), horizont.net

Meinung: Libra überzeugt als erste Kryptowährung mit echten Werten.

Facebook-LogoLibra, Facebooks Kryptowährung, hat die Chance, ein stabiles Zahlungsmittel zu werden, schreibt Berenberg-Chefvolkswirt Holger Schmieding in einem "FAS"-Gastbeitrag. Im Gegensatz zu bisherigen Kryptowährungen wie Bitcoin solle die neue Digitalwährung auch durch Wertpapiere gedeckt sein. An die Relevanz von Dollar und Euro käme Libra vorerst nicht heran.
"FAS", S. 16 (Paid), turi2.de (Background)

Digitalisierung führt zu mehr wirtschaftlicher Ungleichheit.

Digitalisierung führt bei Tech-Konzernen wie Google, Facebook und Amazon zu wachsender Marktmacht, schreibt Ökonom Gunther Schnabl in einem "FAS"-Gastbeitrag. Daraus entstünden Monopolstellungen, die insgesamt zu wirtschaftlicher Ungleichheit führten. Die Zentralbanken hätten die Konzentrationsprozesse durch niedrige Zinsen begünstigt.
"FAS", S. 22 (Paid)

Facebook hat massive Störungen und bietet ungewollt Einblicke in seine Foto-Vertaggung.


Vertaggt nochmal: Facebook hat am Mittwochabend starke technische Probleme. Nutzer können weltweit kaum Fotos oder andere Dateien bei Facebook, Instagram und WhatsApp hochladen oder ansehen. Bei WhatsApp fallen daher auch die Sprachnachrichten weitestgehend aus. Bei Facebook und Instagram sorgt der Ausfall zudem für ungewollte Einblicke in die Art und Weise, mit der Facebook Bilder vertaggt. Statt der Dateien sehen die Nutzer offenbar computergenerierte Beschreibungen.

Zu lesen ist etwa, wie viele Personen der Algorithmus in dem Bild erkennt, ob diese lachen, ob sie im Freien oder in einem Gebäude sind. Auch Merkmale wie Brillen oder Bärte sind vermerkt. Beobachter mutmaßen, dass Facebook diese Daten nutzt, um Werbung gezielt auszuspielen.
faz.net (Störung), buzzfeednews.com (Bildbeschreibungen)

Analyse: Werbe-Wachstum in den sozialen Medien hat sich halbiert.

Werbetreibende fahren ihre Investitionen in Social Media zurück, sagt eine Analyse des britischen Marktforschers Warc. Die Werbeeinnahmen von Facebook, Pinterest, Snap, Twitter, WeChat und Weibo seien im ersten Quartal 2019 zwar um 26 % gestiegen, im Vorjahreszeitraum waren es aber 51 %. Laut Warc liegt es am stockenden Nutzerwachstum, rückläufiger Nutzungsdauer und sinkendem Vertrauen in Facebook und Co.
horizont.net

NetzDG: Justizamt verhängt Strafe in Höhe von 2 Mio Euro gegen Facebook.


Ins Netz gegangen: Facebook handelt sich Ärger mit dem Bundesamt für Justiz ein und kassiert einen Bußgeldbescheid in Höhe von 2 Mio Euro. Grund dafür ist der Umgang des sozialen Netzwerks mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Facebooks Angaben über eingegangene Beschwerden zu Hasskommentaren im 1. Halbjahr 2018 seien unvollständig. "Der Bericht führt nur einen Bruchteil der Beschwerden von Nutzern über rechtswidrige Inhalte auf", bemängelt das Bundesamt.

Zudem sei das Meldeformular für Beschwerden über rechtswidrige Inhalte für die Nutzer "zu versteckt". Der Bescheid des Justizamtes ist jedoch noch nicht rechtskräftig, Facebook kann gegen das Bußgeld noch Einspruch einlegen. Das NetzDG verpflichtet Internet-Plattformen klar strafbare Inhalte innerhalb von 24 Stunden zu löschen bzw. binnen 48 Stunden auf Beschwerden von Nutzern zu reagieren. Die Unternehmen sind außerdem halbjährlich zu einem Bericht über den Umgang mit eingegangenen Beschwerden verpflichtet.
faz.net

Facebook erhält Paket mit Verdacht auf Sarin.

Facebook-LogoFacebook: Am Firmensitz im kalifornischen Menlo Park ist ein Paket eingegangen, das möglicherweise das Nervengift Sarin enthält. Detektoren in der Poststelle hatten bei einer Routinekontrolle angeschlagen. Facebook hat vier Gebäude evakuiert, drei davon sind inzwischen wieder zugänglich. Zwei Mitarbeiter, die womöglich mit der Substanz in Kontakt gekommen sind, zeigten bisher keine Symptome.
welt.de, spiegel.de, nbcbayarea.com

Update 17.25 Uhr: Weitere Test haben ergeben, dass das Paket kein Sarin oder andere gefährliche Substanzen enthält.
reuters.com

Volkswirt warnt vor Kursschwankungen bei Facebooks Kryptowährung.

Libra, Facebooks Kryptowährung, ist riskant für die Nutzer, warnt Peter Bofinger, Professor für Volkswirtschaftslehre, in einem "FAS"-Gastbeitrag. Bei Libra seien große Schwankungen zwischen den Weltwährungen zu erwarten. Ohne traditionelle Bankeneinlage gingen Unternehmen ein hohes Wechselrisiko ein, bis hin zu einem Totalverlust des eingezahlten Guthabens.
"FAS", S. 26 (Paid)