Wavemaker-Studie: Glaubwürdigkeit von Influencern sinkt.

Influencer: 55 % der Nutzer verbinden Influencer mit bezahlter Werbung, sagt eine Studie von Wavemaker. Ihre Glaubwürdigkeit sinke um 13 % im Vergleich zum Vorjahr, jeder dritte Befragte lehnt Kooperationen zwischen Marken und Influencern ab. Allerdings sagt noch fast jeder Zweite, dass er durch Influencer neue Produkte kennenlernt. Nutzer vertrauen Influencern, die eine erkennbare Linie in ihren Kooperationen haben und nicht in jedem Post werben.
wuv.de

Instagram bekommt eine Übersicht der Apps mit Zugriff auf den Account.

Facebook verpasst Instagram eine Übersicht der Dritt-Apps, die Zugriff auf den jeweiligen Account haben. Nutzer sollen so einen Überblick behalten können, welchen Anwendungen sie Zugriff auf welche Daten gewähren. Eine vergleichbare Funktion gibt es bereits beim Mutter-Netzwerk Facebook. In der Vergangenheit sind mehrfach Anwendungen von Drittanbietern in die Kritik geraten, weil Hacker mit ihnen unbemerkt Daten abzweigten.
mashable.com

Basta: Facebook findet doch noch Gründe, Anzeigen von Politikern zu löschen.

Facebook-LogoUngelogen: Buzzfeed stellt einige Anzeigen von Donald Trump und seinen Demokratischen Gegenkandidaten vor, die Facebook wegen Regelverstöße gelöscht hat. Auch eine Trump-Anzeige mit falschen Behauptungen zu Joe Biden löscht Facebook. Während die Lügen darin für Facebook okay sind, führt ausgerechnet die Ausdrucksweise von Biden zu weit: Der sagt in einem Videoausschnitt nämlich "son of a bitch".
buzzfeednews.com

Libra ist zu nah an Facebook, um Erfolg zu haben, schreibt Niklas Wirminghaus.

Libra: Die Kryptowährung schafft es nicht, sich von Facebook zu emanzipieren und leidet unter regulatorischem Druck, analysiert Niklas Wirminghaus. Er glaubt, dass Paypal, Visa und Stripe sich zurückgezogen haben, weil ein Bündnis mit Zuckerberg "gerade einfach kein Glück" bringe. Facebook stehe unter zu scharfer Beobachtung und habe zu viele Skandale hinter sich. Libra sei nur auf dem Papier unabhängig, in der öffentlichen Wahrnehmung und personell aber nicht.
financefwd.com

Facebook will YouTube mit Influencer-Formaten von u.a. Burdas “Bunte” angreifen.

Watch, Facebooks Video-Plattform, kooperiert in Deutschland u.a. auch mit Burdas Online-Auftritt von "Bunte" sowie mit der Kölner Produktionsfirma Brainpool, schreibt DWDL. Die Publisher sollen mit Influencern Formate entwickeln, um YouTube Konkurrenz zu machen. Facebook erhalte 45 % der Werbeeinnahmen, die Publisher behielten die redaktionelle Hoheit.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Digitalstaatsministerin Bär will Beweispflicht bei Hass-Kommentaren umkehren.

Game Over für Hass-Kommentare: Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (Foto) fordert im "Welt"-Interview eine Umkehr der Beweispflicht, wenn Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Die Plattformbetreiber wie Facebook sollten künftig "proaktiv" gegen Beleidigungen vorgehen. Das Urteil gegen Renate Künast sei "ein Beitrag zur Verrohung der Sprache und des Umgangs". Das Landgericht Berlin hatte Künasts Klage abgewiesen und die Hass-Kommentare als "Stilmittel der Polemik" gewertet.

Anders als Horst Seehofer sieht Bär keinen Zusammenhang zwischen Attentätern und der Gamerszene, sagt sie im "Welt"-Interview. Die Attentäter hätten "auch alle einen Führerschein" oder hätten "am Vortrag Brot gegessen". Nach dem Anschlag in Halle forderte der Innenminister, "die Gamer-Szene stärker in den Blick" zu nehmen.
"Welt", S. 5 (Paid), turi2.de (Künast-Klage)

Basta: Elizabeth Warren kämpft mit Lügen gegen Lügen auf Facebook.

Lügen haben kurze Anzeigen: Die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Elizabeth Warren kämpft gegen die Entscheidung Facebooks, Politikern in ihren Posts und Anzeigen Fake News durchgehen zu lassen und versucht, Facebook-Chef Zuckerberg zu provozieren. Ihre neuste Facebook-Anzeige beginnt Warren mit der Behauptung, Zuckerberg befürworte Trumps Wiederwahl.
edition.cnn.com, turi2.de (Background)

Meinung: Facebook holt bei Gaming-Videos auf.

Facebook-LogoGaming-Videos: Facebook wird für Computerspieler zunehmend interessant, schreibt Kat Tenbarge. Zwar habe der Gaming-Video-Bereich auf Facebook deutlich weniger Nutzer als die Konkurrenz von Twitch (Amazon), Mixer (Microsoft) und YouTube (Google), biete aber andere Vorteile. Gamer könnten hier schneller ihre Reichweite vergrößern. Die wenigen, die mit ihren Videos Geld verdienen, sagen zudem, dass sie bei Facebook höhere Einnahmen erzielen – auch wegen der zahlungskräftigeren Nutzerschaft.
businessinsider.de

eBay, Mastercard und Stripe steigen bei Facebooks Währung Libra aus.


Ausgeloggt: Facebook muss einen herben Rückschlag bei seinen Plänen zur Einführung einer eigenen Kryptowährung einstecken. Am Freitagabend erklären eBay, Mastercard und der Online-Bezahldienst Stripe ihren Rückzug aus der Libra Association, wie Bloomberg berichtet. eBay begründet, das Unternehmen wolle sich auf die Weiterentwicklung seiner Bezahlsysteme konzentrieren, Stripe schließt einen späteren Wiedereinstieg in seinem Statement nicht aus.

Vergangene Woche hatte bereits Paypal seinen Rückzug aus der Libra Association erklärt. Der Zusammenschluss hat damit nur noch 25 Mitglieder. Auch Visa erwägt Gerüchten zufolge den Ausstieg. Am Montag wollen sich die Mitgliedsunternehmen treffen.
bloomberg.com, faz.net, zeit.de,
ft.com, turi2.de (Background)

Basta: Facebook, der Freundschaftsdienst der Informations-Verwirrung.

Facebook-LogoWahrheit oder Pflicht? Joe Bidens Wahlkampfteam bittet die Facebook-Führungsriege, eine Trump-Kampagne offline zu nehmen, in der falsche Behauptungen über Bidens Familie getroffen werden. Facebook, feinfühliger Verfechter der Wahrheit, kann leider nicht helfen. Die eigenen Richtlinien hindern Zuckerberg daran, zu beurteilen, ob die in Umlauf gebrachten Fake News fadenscheinig oder freie Meinungsäußerung sind.
techcrunch.com

Zitat: Facebook-Mitgründer Chris Hughes will Social Networks ohne politische Werbung.

"Es gibt eine höhere Berufung - eine Plattform zu sein, auf der sich keine politischen Lügen verbreiten können. Die Mitarbeiter sollten eine solche Politik fordern."

Facebook-Mitgründer Chris Hughes kritisiert via Twitter Mark Zuckerbergs Entscheidung, politische Werbung keinem Fact-Checking zu Unterziehen. Damit begünstige er Donald Trump.
mashable.com

Meinung: Kartellrecht könnte Dateneigentum besser regeln.

Dateneigentum: Die Zeit der defensiven Digitalpolitik muss enden, kommentiert Hendrik Wieduwilt. Das Kartellrecht könnte Tech-Konzerne wie Facebook besser bändigen als das Datenschutzrecht. Dass Nutzer ihre Daten nicht zu anderen Anbietern transportierten, liege nicht an fehlenden Alternativen, sondern an der Trägheit der Menschen, die ihre Daten liebten.
faz.net (Paid)

PayPal steigt bei Libra aus.

Facebook muss bei seiner geplanten Krypto-Währung Libra auf PayPal verzichten. Der Bezahl-Dienst steigt bei der Libra Association aus. Die Organisation zählt damit nur noch 28 Mitglieder. Auch MasterCard und Visa denken offenbar über einen Ausstieg nach.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Libra-Diskussion bei turi2.tv: Warum sich Frank Thelen auf Facebooks Digitalgeld freut.



Wolfgang Kubicki sieht es anders: Er würde Libra gerne verhindern, weil Facebook sich mit einer eigenen Währung an die Stelle von Regierungen setze.

“Zeit”-Chef Rainer Esser will kein Geld von Google.


Keine Zeit für Klagelieder: Rainer Esser, Geschäftsführer des Zeitverlags, will im Klagechor der Verlage über die bösen Googles und Facebooks nicht mitsingen. "Alle schauen, dass sie möglichst gut von Google gefunden werden. Im Gegenzug von Google Geld dafür zu verlangen, halte ich für eine komische Idee", sagt Esser im Interview mit der österreichischen Zeitung "Standard". Das Leistungsschutzrecht sei wichtig für längere Texte, nicht aber für Snippets.

Auch den Groll, dass Google und Facebook den Online-Werbemarkt dominieren, will Esser nicht teilen: "Wir sind in einem freien Wettbewerb. Wenn Google und Facebook gute Geschäfte machen, dann: Hut ab! Kooperation und Innovation statt Neid ist unser Weg." Einen Missbrauch der Marktmacht sieht Esser nicht: "Marktmissbrauch wäre, wenn sie uns nicht auf ihre Plattform lassen würden, weil wir Konkurrenten wären." (Foto: Johannes Arlt für die turi2 edition1)
derstandard.at

Tool-Tipp: Instagram-App Threads erleichtert Austausch mit Freunden.

Tool-Tipp: Threads von Instagram, die neue Messaging-App von Facebook, will das direkte Teilen von Fotos und Videos mit den engsten Kontakten erleichtern. Dazu bietet die App u.a. eine neue Inbox nur für Nachrichten und Benachrichtigungen der Kontakte, die auf der personalisierten Freundesliste stehen. Die App ist ab sofort für iOS und Android verfügbar.
haz.de

EuGH: Gerichte können Facebook-Beleidigungen weltweit entfernen lassen.


Lokal urteilen, global löschen: Online-Plattformen wie Facebook können von Gerichten in EU-Mitgliedsländern dazu verpflichtet werden, illegale Inhalte wie z.B. Beleidigungen weltweit zu löschen – unter Berücksichtigung des relevanten internationalen Rechts. Dabei müssen auch wortgleiche und sogar sinngleiche Äußerungen gelöscht werden, sofern sie sich automatisiert aufsprüren lassen, entscheidet das Gericht. Facebook kritisiert das Urteil, damit könne ein Land dem Publikum in einem anderen Land seine Auslegung von Meinungsfreiheit überstülpen. Eine Suche nach wort- bis sinngleichen Äußerungen scheint ohne die Nutzung der umstrittenen Uploadfilter schwierig.

Die österreichische Ex-Grünen-Politikerin Eva Glawischnig-Piesczek hatte nach einer Unterlassungsverfügung auch eine Löschung sinngleicher Beleidigungen gefordert. Der EuGH prüfte daraufhin auf Bitte des Obersten Gerichtshofs Österreichs, ob dies mit der EU-Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr vereinbar sei. Demnach waren Host-Provider wie etwa Facebook nicht für die von Nutzern veröffentlichten Informationen verantwortlich – bis auf deren Rechtswidrigkeit hingewiesen wird.
spiegel.de, nytimes.com, techcrunch.com, tagesspiegel.de

Basta: Das FBI sucht russische Informanten per Facebook-Anzeige.

Der Spion, der mich likete: Das FBI schaltet auf Facebook Anzeigen, in denen es um Hinweise aus der Bevölkerung bittet. Die Besonderheit: Die Anzeigen weisen auf Russisch unter anderem darauf hin, man solle an die Zukunft seiner Familie denken. Fraglich ist, ob auf diese Art wirklich russische Trolle gelockt werden sollen – oder doch eher russische Diplomaten getrollt.
mashable.com

Visa, Mastercard und PayPal überdenken ihr Engagement für Facebooks Libra.

Libra: Visa, Mastercard und PayPal überdenken ihre Unterstützung für Facebooks geplante Krypto-Währung, berichten "Wall Street Journal" und Bloomberg. Grund sei die anhaltende Kritik aus US- und EU-Politik. Die Finanzunternehmen sollen sich geweigert haben, sich öffentlich zu ihrer Libra-Unterstützung zu bekennen.
wsj.com (Paid), bloomberg.com, handelsblatt.de

Meinung: Mark Zuckerberg versteht TikTok falsch.

TikTok: Facebook-Chef Mark Zuckerberg unterschätzt die Konkurrenz, die seinem Unternehmen in der chinesischen App wächst, schreibt Josh Constine. Zuckerberg missverstehe TikTok und vergleiche es mit dem Explore-Tab bei Instagram. Da TikTok auf dem Remixen von Beiträgen basiere, sei es schwer zu kopieren. Zuckerberg müsse aber ähnliche Features in seine Apps einbauen und prominente TikTok-Nutzer anwerben, sonst würde TikTok in diesem Feld uneinholbar werden.
techcrunch.com

Zahl des Tages: Facebook bezahlt nur 25 % der Medien für News.

Facebook-LogoZahl des Tages: Nur rund 25 % der etwa 200 Medienhäuser, die Inhalte für Facebooks neuen Newsbereich liefern, sollen dafür von Facebook auch Geld bekommen, schreibt das "Wall Street Journal". Dass alle bezahlt werden, sei nie geplant gewesen, sagt ein Insider. Wer zu den Glücklichen zählt, kassiere zwischen einigen Hunderttausend und 3 Mio Dollar pro Jahr.
wsj.com, mashable.com

“Libra ist sauber”: Warum sich Frank Thelen auf Facebooks Digitalgeld freut.


Nicht verzagen, Franky fragen: Startup-Investor Frank Thelen sieht Facebook kritisch – freut sich aber auf die geplante digitale Währung Libra. Das Kryptogeld sei rechtlich sauber, anders als Bitcoin gegen Spekulationen geschützt und Teil eines großen Konsortiums, sagt Thelen im "Horizont"- und turi2-Video vom Innovation Day Finance. Der Tech-Experte widerspricht damit Wolfgang Kubicki, der im Video vor einer Facebook-geführten "Weltregierung" warnt. Thelen spricht im Interview auch über seine private Geldanlage-Strategie.

Thelen meidet Bitcoin und steckt lieber sein Geld in Aktien großer Technologie-Firmen wie Tesla, weil er an mit weiteren Wertgewinnen rechnet. Technologie sei "die nächste Quelle zur Magie", sagt Thelen – und so blickt er auch auf Libra. Auch wenn Facebook wegen seiner Marktmacht beängstigend wirkt, fordert Thelen keine Verbote. Libra sei schlicht der Versuch, mehr Menschen das Geld ausgeben via Facebook zu erleichtern. Er wünscht sich statt Angst eine digitale, europäische Alternative zum alten Währungssystem, das auf unpraktischem Bargeld basiert.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Wolfgang Kubicki sieht es anders: Er würde Libra gerne verhindern, weil Facebook sich mit einer eigenen Währung an die Stelle von Regierungen setze.

Meinung: Hasskommentare müssen politisch stärker bekämpft werden.

Hasskommentare: Die Verschärfung des Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist "längst überfällig", schreiben die Grünen-Politiker Renate Künast (Foto) und Konstantin von Notz in einem "Handelsblatt"-Gastbeitrag. Die Bundesregierung müsse ein einheitliches Verfahren zur Löschung von beleidigenden Inhalten durchsetzen. Die "Sanktionsmechanismen" reichten nicht aus.
handelsblatt.com

“Das muss verhindert werden”: Warum Wolfgang Kubicki die Facebook-Währung Libra fürchtet.


Vereinigte Staaten von Facebook: FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki warnt vor dem Vorstoß von Facebook und anderen Konzernen, eine digitale Währung namens Libra einzuführen. "Wir wollen nicht, dass private Unternehmen sich an die Stelle von Regierungen setzen – vielleicht eine Weltregierung aufbauen können", sagt Kubicki beim Innovation Day Finance der Ad Alliance. Im Video von Horizont und turi2.tv rät Kubicki, lieber Geld auszugeben als es in Bitcoin oder andere Kryptowährungen zu investieren.

Mit seiner Mahnung vor der Macht von Facebook und Co sieht sich Kubicki in einer liberalen Tradition: Der Markt brauche Leitplanken und Regeln. Kein Unternehmen dürfe so groß werden, dass es Wettbewerber verdrängen kann. Doch dies sei bei Facebook wie auch Amazon und Uber der Fall. Aus den USA erhofft sich Kubicki keine politische Hilfe – weil US-Präsident Trump so sehr von Facebook profitiere.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Analyse: Deutsche Medienkonzerne sind im internationalen Vergleich Zwerge.

Medienzwerge: Die zehn größten deutschen Medienkonzerne setzen zusammen weniger um als Facebook, sagt eine Auswertung von "Horizont". 2018 machte Facebook rund 47 Mrd Dollar Umsatz und rangiert auf Platz 5 der weltweit größten Medienkonzerne. An der Spitze überholt AT&T Google-Mutter Alphabet, dahinter Comcast und Disney. Bertelsmann rangiert als mit Abstand größter deutscher Medienkonzern auf Platz 16.
horizont.net (Paid)

Die US-Kartellbehörde untersucht Vorwürfe der Konkurrenz gegen Facebook.


Unaussprechliche Untersuchung: Die US-Kartellbehörde FTC beleuchtet Praktiken von Facebook, die mutmaßlich gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen und beruft sich dabei auf Aussagen und Aufzeichnungen von Konkurrenten, berichtet das "Wall Street Journal". Die Behörde habe zu dutzenden Tech-Managern und App-Entwicklern Kontakt aufgenommen. Allen voran Snap liefere Material. Anwälte des Unternehmens hätten über Jahre ein Dossier mit dem Titel "Project Voldemort" angelegt, im dem sie Attacken Facebooks festhalten. Darin beschreibe Snap, dass Facebook aktiv versucht habe, Snapchat-Inhalte aus den Trends der eigenen Plattformen zu halten und Influencer bedrängt habe, ihre Snapchat-Profile nicht anzugeben.

Die FTC untersuche, ob Facebook bewusst Unternehmen übernommen habe, die zu Konkurrenz hätten werden können und ob Facebook in Übernahmegesprächen gedroht habe, andernfalls ihre Dienste zu kopieren. Auch inwiefern Facebook seine App Onavo genutzt habe, um Konkurrenten einschätzen zu können, sei Teil der Ermittlungen. Laut dem "Wall Street Journal" zeige sich Facebook intern besorgt über die Untersuchungen und plane, sein Verhältnis zu anderen Techkonzernen zu verbessern.
wsj.com (Paid), turi2.de (Background Onavo)

Basta: Voldemort kämpft gegen Facebook.

Wie von Zauberhand: Die US-Kartellbehörde FTC stützt sich bei ihren Untersuchungen gegen Facebook auf ein Dossier, dass offenbar von Anwälten des Konkurrenten Snap zusammengestellt wurde. Darin soll ein Verdacht belegt werden, den jeder kennt, aber der nicht öffentlich genannt werden darf – dass Facebook Snapchat kopiert. Der Titel des Dossiers lautet daher auch treffend: Project Voldemort.
businessinsider.de

US-Umfrage: Mehrheit befürwortet Aufspaltung von Tech-Konzernen wie Facebook.

USA: Fast zwei Drittel der Amerikaner würden die Aufspaltung von zu mächtigen Tech-Konzernen unterstützen, zitiert das US-Portal Vox eine YouGov-Umfrage. Die Mehrheit der Amerikaner befürworte es, jüngste Fusionen wie die Übernahme von Instagram oder WhatsApp durch Facebook rückgängig zu machen, sofern dies den Wettbewerb fördere.
vox.com

Landgericht Berlin weist Künasts Klage wegen Hass-Kommentaren ab.

Hass-Kommentare: Das Landgericht Berlin stuft Beleidigungen wie "Stück Scheiße", "Schlampe" und "Drecksau" gegen Renate Künast als "Sachkritik" und "Stilmittel der Polemik" ein. Die Grünen-Politikerin hat gegen Facebook auf die Herausgabe der Identität von 22 Verfassern geklagt. Das Gericht weist die Klage in allen Punkten ab. Alle Nutzer hatten die Kommentare in Bezug auf einen "Welt"-Artikel geschrieben, in dem es um die Aufarbeitung der Haltung des Landesverbandes Berlin von Bündnis90/Die Grünen zu Pädophilie ging. Wegen dieses "Sachbezugs" habe die Meinungsfreiheit in diesem Fall großzügige Grenzen, so das Gericht. Künast hat sich mehrfach von der früheren Position mancher Partei-Kollegen distanziert.
faz.net

Tech-Konzerne wie Netflix oder Facebook greifen Nutzerdaten vom Smart-TV ab.

Smart-TV: Tech-Konzerne wie Netflix, Facebook oder Google greifen auf Nutzerdaten vom Smart-TV zu, zitiert die "Financial Times" Studien der Northeastern University und des Imperial College London. Die Datenübertragung geschehe auch, wenn die Geräte nicht in Betrieb sind. Die Tech-Konzerne nutzen die Daten u.a. für personalisierte Werbung.
ft.com

Facebook überarbeitet seinen smarten Bildschirm Portal.

Facebook-LogoFacebook veröffentlicht drei neue Portal-Geräte: Der smarte Bildschirm Portal wird überarbeitet und bekommt einen kleinen Bruder, den Portal Mini. Portal TV kommt als Kamera- und Mikroerweiterung für den Fernseher. Die neuen Geräte unterstützen erstmals auch WhatsApp und seinen Video-Chat. Für die Datensicherheit können Nutzer sowohl Mikro als auch Kamera manuell ausschalten.
theverge.com

Facebook veröffentlicht Details zu seinem obersten Schiedsgericht.


Im Namen des Followers: Facebook veröffentlicht Details zum neuen Aufsichtsgremium für Inhalte. Es soll bis Jahresende besetzt sein und soll ab 2020 über Einsprüche von Nutzern beraten, deren Inhalte von Facebooks Moderatoren blockiert wurden. Facebook will damit der Rolle entgehen, letzte Instanz in Sachen freie Meinungsäußerung zu sein.

Das Gremium soll mindestens 11 und bis zu 40 Mitglieder haben, die für maximal drei dreijährige Amtszeiten bestellt werden. Die Mitglieder arbeiten nebenberuflich, es soll aber ein Team hauptberuflicher Mitarbeiter geben, die Einsendungen sichten und recherchieren sollen.
theverge.com, faz.net