Der große Social Network Guide in der turi2 edition #14: Facebook.

Totgesagte leben länger: In Gruppen und Kommentar-Spalten ist Facebook nach wie vor ziemlich lebendig, auch wenn Jüngere längst zu Instagram und TikTok abgewandert sind. Wir sagen in unserem Guide in der turi2 edition #14, was es fast 20 Jahre nach der Gründung des Social-Methusalems noch über Facebook zu wissen gibt. Markus Trantow schreibt über Facebook News und Katrin Berner über den Versuch, trockene Finanzen per Facebook sexy zu machen. Björn Wendler spricht über Käse-Hack-Erfolgsrezepte und Sven Schoderböck darüber, wie die Plattform einem oberfränksichen Gitarren-Verkäufer zu internationaler Bekanntheit verhilft.
issuu.com (E-Paper), turi2.de (künftige E-Paper bestellen)

Klick-Tipp: Die “Süddeutsche Zeitung” blickt hinter die Kulissen von Facebook.

Klick-Tipp: Andrian Kreye blickt für die "Süddeutsche Zeitung" in den Maschinenraum von Facebook, einem Konzern, der zunehmend an seiner ungewollten politischen Macht zu knabbern hat. Oversight Board und Policy Teams sollen sich um heikle Themen wie Sperrungen, Verschwörungstheorien und Fake News kümmern, was im "Dickicht des Internets" sogar für "Weltmaschine" Facebook schwierig ist. Extrem heiße Eisen wie die Verbannung Trumps muss Mark Zuckerberg immer noch selbst anfassen.
projekte.sueddeutsche.de

Facebook setzt verstärkt auf Home-Office.

Dauerhaft daheim: Facebook lässt die meisten seiner Mitarbeiterinnen auch nach Corona von zu Hause aus arbeiten, wenn sie das wollen. Wer diese Freiheit nutzt, um vom sündhaft teuren Silicon Valley in günstigere Gegenden umzuziehen, muss eventuell Gehaltseinbußen hinnehmen. Ein Grund: Ab und zu sollen die Teams ins Büro kommen. Auch Chef Mark Zuckerberg hat angekündigt, künftig vermehrt mobil zu arbeiten.
spiegel.de

Zitat: Thomas Koch warnt vor der Gefahr der Werbemacht von Google, Facebook und Amazon.

"Es gleicht einer Revolution, bei der die Fallbeile von Google & Co diejenigen köpfen, an deren Erhalt wir alle in unserer Gesellschaft ein existenzielles Interesse haben."

Werber und Mediaberater Thomas Koch warnt deutsche Medien in einem "FAZ"-Gastbeitrag vor Mrd-Einbußen, sollten Google, Facebook und Amazon in wenigen Jahren die 50 %-Schwelle des deutschen Werbemarktes knacken.
"FAZ", S. 13 (Paid)

Facebook und Instagram locken Influencerinnen mit Boni und Provisionen.

Money, money, money: Facebook und Instagram rollen eine Reihe finanzieller Anreize aus, um Content-Erstellerinnen künftig möglichst lange an ihre Plattformen zu binden. Wer Streaming-Ziele erreicht, wird bei den "Star Challenges" belohnt, Followerinnen können sich über "Badges" Extras erkaufen. Zudem können Influencerinnen via "Instagram Shopping"-Posts bald direkt Geld verdienen.
t3n.de, turi2.de (Background)

Basta: Mark Zuckerberg schießt mit Transparenz gegen Apple.

Für einen Apple und ein Ei: Mark Zuckerberg teilt mit, dass Facebook Tools wie Bezahl-Events und Fan-Abos bis 2023 kostenfrei lässt. Danach werde sein Erlösanteil "unter den 30 % liegen", die Lieblingsfeind Apple erhebt. Zusätzlich will er Creators künftig genau aufzeigen, welche Firmen wie viel Geld von ihren Verdiensten auf Facebook abzwacken. Transparenz kam selten passiv-agressiver daher.
facebook.com via cnet.com

Meinung: Politik hat bei der “Monopolisierung des Internets” lange “regungslos zugeschaut”.

Endlich aufgewacht? Tech-Giganten wie Google und Facebook hätten ihre wachsende Macht jahrelang "ungeniert ausgespielt", die Politik habe dabei "staunend zugeschaut oder einfach weggesehen", schreibt Burda-Vorstand Philipp Welte im "Focus". Inzwischen scheint in Berlin und Brüssel aber ein Umdenken eingesetzt zu haben, was er u.a. an dem neuen Leistungsschutzrecht festmacht. In Kombination mit dem "handfesteren Wettbewerbsrecht" werde dieses "zum wirksamen Werkzeug" für "wirklich jedes Medienunternehmen", wenn es um die Durchsetzung von Rechten gegenüber den "Megaplattformen" geht.
"Focus" 23/2021, S. 46 (Paid), turi2.de (Background)

Trump bleibt bei Facebook bis mindestens Anfang 2023 gesperrt. 


Bann noch lange nicht gebrochen: Facebook sperrt das Konto von Ex-US-Präsident Donald Trump bis mindestens Anfang 2023. Anschließend will das Netzwerk mithilfe von Expertinnen prüfen, ob durch Trumps Facebook-Präsenz noch immer ein Risiko für die öffentliche Sicherheit besteht. Die Sperre des Accounts könnte dann um einen weiteren befristeten Zeitraum verlängert werden. Facebook hatte Trumps Account nach den Angriffen auf das Kapitol zunächst unbefristet gesperrt. Das unabhängige Oversight Board kritisierte die Entscheidung zuletzt und forderte Facebook auf, den Bann zu prüfen. Facebooks Regeln sehen eine unbefristete Sperre normalerweise nicht vor.

Trump spricht in einer Mitteilung von "Zensur" und bezeichnet den Zwei-Jahres-Bann als "Beleidigung" der Menschen, die für ihn bei der Präsidentschaftswahl gestimmt hätten. Er droht Facebook-Chef Mark Zuckerberg mit Liebesentzug: Wenn er wieder im Weißen Haus sei, werde es keine Abendessen mehr mit Zuckerberg und dessen Ehefrau geben. Trump ist auch nach wie vor bei Twitter und YouTube gebannt. Twitter will Trump dauerhaft blockieren, YouTube werde das Profil erst dann wieder entsperren, wenn "das Risiko von Gewalt gesunken ist". Zuletzt hatte Trump versucht, seine Botschaften über einen eigenen Internet-Blog zu streuen. Nach knapp einem Monat ist der allerdings schon wieder Geschichte.
n-tv.de, edition.cnn.com, turi2.de (Background)

EU-Kommission untersucht Verdacht auf Wettbewerbsverstöße bei Facebook.

Unfairer Vorteil: Facebook könnte die durch Anzeigen von Unternehmen gewonnen Informationen für den hauseigenen Marketplace ausgenutzt haben. Ob ein rechtswidriger Wettbewerbsvorteil vorliegt, möchte die EU-Kommission nun gemeinsam mit der britischen Marktaufsicht CMA prüfen. “Wir werden weiter voll kooperieren, um zu zeigen, dass die Untersuchung grundlos ist”, äußert sich das US-Unternehmen zu den Vorwürfen.
zeit.de, turi2.de (Background)

Donald Trump stellt seinen Blog nach nur einem Monat wieder ein.

Abgebloggt: Donald Trump stellt seinen Blog From the Desk of Donald J. Trump nach knapp einem Monat schon wieder ein. Trump hatte darauf Inhalte veröffentlicht, für die er zuvor Twitter und Facebook genutzt hatte – beide Plattformen haben den Ex-US-Präsidenten gesperrt. Laut Aussagen eines Mitarbeiters will Trump künftig eine anderes soziales Medium für seine Botschaften nutzen.
n-tv.de

Facebook und Google schließen Deal mit Nine Entertainment.

Facebook und GoogleAustralien: Facebook und Google schließen auch mit Nine Entertainment einen Inhalte-Deal für mehrere Jahre. Konkret geht es um die Lieferung von Inhalten für Google News Showcase und die News-Plattform von Facebook. Zuvor hatte es einen ähnlichen Deal mit Rupert Murdochs News Corp gegeben. Seit Februar müssen Internetfirmen Verlage an Werbeeinnahmen beteiligen, die deren Inhalte auf ihren Plattformen erzielen.
handelsblatt.com (Paid), reuters.com

Facebook spielt problematische Werbung auch an Minderjährige aus.

Facebook-Logo Facebook macht Werbeanzeigen mit hochproblematischen Inhalten auch für Minderjährigen sichtbar, schreibt "Welt am Sonntag". Das ist das Ergebnis eines Tests, den die Nichtregierungsorganisation Reset durchgeführt hat. Dazu hatte die Organisation Fake-Werbeanzeigen mit diskriminierenden Inhalten hochgeladen, welche durch Facebook anstandslos freigeschaltet wurden. Facebook teilt "Welt am Sonntag" mit, Werbeanzeigen per Künstlicher Intelligenz zu prüfen, was jedoch auch "Herausforderungen" mit sich bringe.
welt.de

Facebook macht es möglich Likes auszublenden.

Herzlos: Facebook und Instagram ermöglichen künftig das Ausblenden der Likes von Posts. Nutzerinnen können die Positivreaktionen bei fremden Beiträgen generell unterdrücken, bei eigenen Posts müssen sie die Anzeige jeweils einzeln deaktivieren. Der Like-Button bleibt funktionstüchtig, auch wenn die Zahl der Likes nicht sichtbar ist. Die Neuerung startet erst auf Instagram und einige Zeit danach auf Facebook.
heise.de

Antonio Komes beobachtet Doppelmoral deutscher Whatsapp-Nutzerinnen.

Wechselwillig: Anlässlich der Kritik an den neuen WhatsApp-AGB wundert sich Antonio Komes bei Focus Online, warum die Deutschen Datenschutz-"Wiederholungstäter" Facebook noch die Stange halten. Angesichts der Debatten um die Corona-Warn-App "müsste man meinen, unsere privaten Daten lägen uns doch am Herzen". Auf dem Markt gebe es etliche gute Alternativen.
focus.de

Michael Hanfeld rät Verlagen zum Vergleich ihrer Facebook-News-Deals mit Springers Konditionen.

Gleiches Geld für alle: "FAZ"-Autor Michael Hanfeld rät Verlagen, die mit Facebook News kooperieren, ihre Verträge mit den Konditionen von Springer zu vergleichen. "Als marktbeherrschender Konzern" dürfe Facebook dürfe seine "Geschäftspartner bei gleichartigen Vereinbarungen nicht nach Lust und Laune besser- oder schlechterstellen". Dass Facebook Deals schließe, zeige die Wichtigkeit von Kartellwächtern und lenkender Gesetzgebung.
faz.net

Meinung: Springers Facebook-Deal sorgt für Unmut bei der Konkurrenz.

Branchen-Gewitter: Springers Partnerschaft mit Facebook "provoziert unter vielen Verlegern Unmut", schreibt Ulrike Simon im "Horizont". Nach Informationen des Blattes nimmt Springer mit dem Deal über die kommende Jahre einen dreistelligen Millionenbetrag ein. Der Verlag kassiere durch die Upday-Kooperation und die überraschende Partnerschaft mit Facebook-News gleich doppelt. Häuser, die sich "billig kaufen ließen oder Mark Zuckerbergs Verlockungen widerstanden, schauen in die Röhre".
horizont.net (Paid)

Facebook startet Facebook News – so sieht das neue Nachrichten-Angebot aus.


Fast alle an Bord: "Facebook News ist keine Antwort auf das Leistungsschutzrecht", sagt Jesper Doub im Video-Interview mit turi2.tv zum neuen Bereich für Qualitätsinhalte im sozialen Netzwerk. Ab heute rollt Facebook die neue Funktion aus, "es wird mehrere Wochen dauern, bis Facebook News für alle Nutzer verfügbar ist", erklärt Doub und zeigt im Video, wie der Dienst aussehen wird. Bei News affinen Anwenderinnen werde sich der Tab mit dem Zeitungs-Piktogramm in der Navigation etablieren – immer zu finden sei er über die sogenannten Bookmarks. Doub freut sich, dass Facebook neben den bereits bekannten Partner nun auch Springer und die Südwestdeutsche Medienholding u.a. mit der "Süddeutschen Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" an Bord hat. Insgesamt zählt die Partner-Liste aktuell 35 Medienuntermehmen mit weiteren sei Facebook im Gespräch.

Wie funktioniert Facebook News? Das Netzwerk sammelt automatisch alle von Medienhäusern auf der Plattform geteilten Links und spielt sie auch bei Facebook News aus. Dazu müssen Nachrichtenseiten als solche registriert sein und sich an die Community-Richtlinien halten. Eine News-Partnerschaft braucht es dafür nicht. Partnerverlage erhalten für Inhalte, die sie darüber hinaus zur Verfügung stellen, eine Vergütung in ungenannter Höhe. Dabei kann es sich um Pay-Inhalte handeln, muss es aber nicht.

Der Großteil des Nachrichten-Feeds wird durch den Algorithmus zusammengestellt, erklärt Doub. Die ersten paar Meldungen, die die Top-Storys des Tages darstellen, sind allerdings von Menschenhand kuratiert – nämlich vom Springer-Unternehmen Upday. Doub betont im Video-Interview, dass die Auswahl nichts mit der gleichnamigen News-App zu tun hat, die Springer auf Samsung-Handys betreibt, und dass Facebook die Richtlinien für die Auswahl vorgibt.

Als Antwort auf ein kommendes Leistungsschutzrecht will Doub Facebook News nicht verstanden sehen. Das Angebot sei in den USA und in Großbritannien gestartet – "dort gibt es kein Leistungsschutzrecht". Und in Frankreich, wo das LSR schon in nationales Recht umgesetzt ist, "sind wir rechtskonform unterwegs".
turi2.tv (10-Min-Video auf YouTube)

Springer kooperiert mit Facebook.


Ende des Widerstands? Springer schließt überraschend eine globale Partnerschaft mit Facebook. Die Medieninhalte von Marken wir "Bild", "Welt" und Business Insider sollen künftig auf diversen Plattformen des US-Tech-Riesen erscheinen – das schließt auch eine Ausspielung bei Facebook News ein, das noch im Mai starten soll. Bisher ist Springer einer der schärfsten Gegner von Verlags-Kooperationen mit US-Konzernen und Verfechter des Leistungsschutzrechts, das Google, Facebook & Co auf die harte Tour zur Kasse bitten will. Künftige Forderungen aus dem LSR sind aus der neuen Vereinbarung ausdrücklich ausgeschlossen.

Springer-Chef Mathias Döpfner bezeichnet das Abkommen als strategischen Meilenstein "für das Haus und die gesamte Branche". Die Kooperation umfasst auch Bezahl-Inhalte von "Welt" und "Bild", die via Facebook in einer begrenzten Anzahl anmeldefrei zugänglich sein sollen. Zudem wird Springer auch in Deutschland als Dienstleister für Facebook tätig: Das Springer-Unternehmen Upday besorgt – wie schon für den Markt in Großbritannien – die Kuratierung der Partnerinhalte bei Facebook News.
axelspringer.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Hör-Tipp: Jochen Krisch hält persönlichen Kontakt im Handel für weniger relevant.

Hör-Tipp: E-Commerce-Experte Jochen Krisch sagt im OMR-Podcast mit Philipp Westermeyer, dass die Beratung im stationären Handel die Bequemlichkeit des Online-Shoppings nicht aussticht. Das Handy biete andere Möglichkeiten "zeitgemäßer einzukaufen". In den letzten zehn Minuten des Podcasts ist Facebooks Europa-Chefin Nicola Mendelsohn zu Gast und spricht u.a. über die Audio-Strategie des Unternehmens.
omr.podigee.io (94-Min-Audio)

Zahl des Tages: Deutsche Nutzerinnen sind besorgt darüber, wie WhatsApp mit Daten umgeht.

Zahl des Tages: Rund 68 % der Befragten einer Appinio-Umfrage sind besorgt darüber, wie WhatsApp personenbezogene Daten verwendet, meldet das "Handelsblatt". Dennoch würden 61 % den AGB-Änderungen zustimmen, um den Messenger-Dienst weiter verwenden zu können. Nur 13 % würden auf die Nutzung verzichten, 26 % sind die Neuerungen egal. Die neuen Bedingungen von WhatsApp erlauben u.a. die Weitergabe von Daten an Facebook. Stimmen Nutzerinnen bis Samstag nicht zu, müssen sie mit Einschränkungen rechnen.
handelsblatt.com

Video-Tipp: Nemi El-Hassan und Richard Gutjahr dokumentieren die Übermacht von Google und Facebook.

Facebook und GoogleVideo-Tipp: Nemi El-Hassan und Richard Gutjahr fragen für "Frontal 21", warum soziale Medien unsere Gesellschaft bedrohen. Sie dokumentieren in Brüssel und Dublin, wie übermächtig die Konzerne durch ihre Lobbyarbeit sind. Die oberste EU-Datenschützerin Helen Dixon bleibt im Interview mit Gutjahr dagegen blass. Sie setze nicht auf Strafen, sondern auf Freiwilligkeit, gibt sie zu Protokoll. In seinem Blog berichtet Gutjahr, dass sich die Behörde im Nachgang über die kritischen Fragen beim ZDF beschwert hat und die Ausstrahlung des Gesprächs verhindern wollte.
youtube.com (29-Min-Doku), gutjahr.biz

Facebook fordert testweise dazu auf, Artikel vor dem Teilen zu lesen.

Facebook-Logo Facebook will der Verbreitung von Fake-News entgegenwirken und blendet testweise eine Lese-Aufforderung ein, bevor das Teilen von Artikeln möglich ist. Dazu erscheint ein Fenster mit dem Hinweis, dass wichtige Fakten möglicherweise verpasst werden, wenn der Beitrag zuvor nicht gelesen wird. Twitter hatte die Funktion bei Retweets bereits im vergangenen Jahr eingeführt.
golem.de, twitter.com (Ankündigung von Facebook)

Analyse: Donald Trumps Facebook-Bann dreht ihm den Geldhahn zu.

Gesperrter Geldsegen: Der anhaltende Facebook-Bann von Donald Trump erschwert dem Ex-US-Präsidenten den direkten Kontakt zu seiner Fan-Basis und damit zu Spenden, schreibt Roland Nelles. Trump brauche aber dringend "frisches Geld", um seine "Machtmaschine am Laufen zu halten". Donald macht's daher wie sein Namensvetter aus Entenhausen und schnorrt – unter anderem via Mails mit dem Slogan "Save America".
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Signal wirft Facebook vor, seine kritischen Werbeanzeigen unterbunden zu haben.

Werbe-Clinch: Messenger-Dienst Signal beschuldigt Facebook, seinen Werbe-Account wegen kritischer Anzeigen stillgelegt zu haben. In Instagram-Werbe-Posts habe Signal Nutzerinnen offenlegen wollen, wie Facebooks Targeting funktioniert. Dafür hätten die Anzeigen den Anwenderinnen persönliche Erkenntnisse über sich selbst angezeigt.
signal.org via businessinsider.com

Facebook kann Hatespeech nicht komplett ausschließen, sagt Tino Krause.

Hält die Bälle flach: Tino Krause, Deutschland-Chef von Facebook, reagiert auf den Social-Media-Boykott weiter Teile des englischen Fußballs und einiger Bundesligisten, die Facebook zu mehr Engagement gegen Hassbringen wollen. Facebook und Instagram könne Menschen trotz strenger Richtlinien nicht daran hindern, "Vorurteile zu haben oder Beleidigungen in ihr Smartphone zu tippen". Die Forderung nach Legitimation von Accounts durch den Personalausweis sieht er kritisch, weil sie Menschen ohne "einfachen Zugang zu offiziellen Ausweisformen" ausschließe. Urheberrechtsverletzungen stelle Facebook nicht über Hassrede, KI könne erstere aber leichter selbst erkennen.
horizont.net

Basta: Mark Zuckerberg wollet sich mit Sonnencreme tarnen – und wurde so erst recht zum Fotomotiv.

Sonnencreme-König: Facebook-Chef Mark Zuckerberg wurde im Sommer 2020 beim Surfen auf Hawaii mit massenhaft Sonnencreme im Gesicht von Paparazzi abgeschossen. Das Foto ging viral. In einem Instagram-Live-Chat erzählt er nun, dass die Sonnencreme eigentlich als Tarnung dienen sollte, um die Fotografen abzuhalten. Heute weiß er, dass lustige Filter in der Realität nicht funktionieren.
businessinsider.com

Renate Künast klagt gegen Facebook.

Facebook sieht sich mit einer Klage der Grünen-Politikerin Renate Künast konfrontiert. Die Bundestagsabgeordnete fordert, dass das Unternehmen nicht nur einen konkreten Beitrag löscht, in dem ein ihr fälschlich zugeschriebenes Zitat auftaucht, sondern alle Beiträge mit "identischen" und "sinngleichen Inhalten auf der ganzen Plattform". Aktuell müssen Betroffene jeden Einzelfall melden, um ihn löschen zu lassen. Facebook hat Künast bereits zugesagt, weitere Beiträge zu entfernen, die Politikerin will mit ihrer Klage aber die Frage auch grundsätzlich juristisch geklärt wissen.
spiegel.de

Facebooks Tatenlosigkeit beim Leak ist DSGVO-Verstoß, sagt Datenschützer Johannes Caspar.

Facebook-LogoFolgenschwer? Facebook hätte das im April bekannt gewordene Leck, über das persönliche Informationen von mehr als 533 Mio Facebook-Nutzerinnen in einem Hacker-Forum veröffentlicht wurden, "spätestens nach drei Tagen der Aufsichtsbehörde und unverzüglich den Nutzern" melden müssen, sagt der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar im "Spiegel". Laut Datenschutzgrundverordnung sind Vorfälle diesen Ausmaßes meldepflichtig. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von bis zu 2 % des Jahresumsatzes.
"Spiegel" 17/2021, S. 34 (Paid), turi2.de (Background)

Facebook testet neue Instagram-Werbeform Reels Ads.

Facebook-LogoFacebook startet die Testphase der neuen Instagram-Werbeform Reels Ads in Deutschland, Brasilien, Australien und Indien. Damit sollen im Kurzvideo-Bereich der Foto-App bis zu 30-sekündige bildschirmfüllende Anzeigen möglich sein. Erste Partner sind hierzulande BMW und Westwing. Darüber hinaus können Nutzerinnen der Facebook Stories künftig von Unternehmen erstellte Sticker einsetzen, dafür sollen sie an den Erlösen beteiligt werden.
wuv.de

“Panorama” und “STRG_F” veröffentlichen Kinderporno-Recherche.

Panorama ARD 150Kinderpornografie: Eine Datenrecherche der ARD-Formate "Panorama" und "STRG_F" entdeckt Hunderttausende aus sozialen Medien geklaute Kinderfotos auf Kinderporno-Seiten. Darunter sind vor allem Fotos, die ursprünglich von Facebook oder Instagram stammen und Kinder in harmlosen Alltagssituationen zeigen. Auch Hinweise auf Inhalte von WhatsApp, YouTube und TikTok finden die Redaktionen. Facebook verweist u.a. auf seine Privatsphäre-Einstellungen, YouTube auf Technologie-Lösungen, die Kindern und Familien Schutz bieten.
presseportal.de

Instagram führt Filter gegen Hate Speech in Direktnachrichten ein.

Instagram führt eine Funktion ein, die Hassrede und Beleidigungen in Privatnachrichten herausfiltert. Nutzerinnen können Worte, Emojis und Sätze auflisten, die Nachrichten automatisch aus dem Postfach verbannen. Alternativ stellt Instagram auch eine vorgefertigte Liste zur Verfügung. Facebook könnte eine solche Funktion ebenfalls bald einführen.
rnd.de

Facebook verrät ungewollt seine PR-Strategie zum gigantischen Daten-Leak.

PR-Panne: Facebook schickt versehentlich seine Kommunikationsstrategie im jüngsten Datenskandal an die belgische Website DataNews. Demnach will das Netzwerk die "stetig nachlassenden" Berichte und Diskussionen aussitzen. Facebook rechne langfristig mit weiterem Datenklau. Daher sei es wichtig, derlei Attacken "zum einen als Problem der ganzen Branche darzustellen und zum anderen als regelmäßig auftretende Aktivität zu normalisieren".
spiegel.de, turi2.de (Background)

Biden-Regierung tut sich für Impfkampagne mit sozialen Medien zusammen.

Kommunikations-Offensive: Die Biden-Regierung feuert am Montag aus allen Rohren, um die Bevölkerung für die nun geöffnete Impfkampagne zu gewinnen. Neben linearen Medien holt der Staat auch soziale Netzwerke ins Boot. Twitter und Facebook schicken u.a. Push-Nachrichten an ihre Nutzerinnen, die sie darüber informieren, dass sie Anspruch auf eine Impfung haben. Virologe Anthony Fauci wird zudem auf Snapchat auftauchen.
axios.com via theverge.com

Bericht: Facebook stellt am Montag neue Social-Audio-Produkte vor.


In Plauderlaune: Facebook präsentiert am Montag diverse Social-Audio-Neuerungen, berichtet Recode. Mit dabei ist eine reine Audio-Version von "Rooms", das vor etwa einem Jahr als Videokonferenztool gelauncht wurde, und ein noch unbenannter Clubhouse-Klon. Zudem stellt Facebook das Posten von Sprachnachrichten im Newsfeed vor sowie ein Produkt zum Entdecken von Podcasts in Zusammenarbeit mit Spotify.

Noch ist nicht bekannt, wann die einzelnen Neuerungen an den Start gehen. Recode-Autor Peter Kafka mutmaßt, dass die Audio-Version von Rooms womöglich unmittelbar verfügbar ist. Andere Produkte könnten selbst in einer Beta-Version erst später im Frühling erscheinen. Facebook kommentiert auf Nachfrage eher nichtssagend, dass es "immer Wege auslote" Menschen durch Audio- und Videotechnologien zu verbinden.
vox.com via mashable.com, turi2.de (Background)

Geplantes Instagram für Kinder stößt auf Kritik.

Nichts für kleine Kinder: Mark Zuckerberg soll seine Pläne, eine Instagram-Variante für Kinder unter 13 Jahren machen, aufgeben, fordern rund 100 Kinderschutz-Gruppen und Einzelpersonen in einem offenen Brief an den Facebook-CEO. Eine solche Plattform würde die Angst von jungen Menschen ausnutzen, etwas zu verpassen. Der Konzern weist die Kritik zurück, es sei Realität, dass die Kinder online seien.
deutschlandfunk.de, horizont.net, turi2.de (Background)

Bundestag warnt Abgeordnete wegen Facebook-Datenleck.

Datenleck: Daten von Bundestags-Abgeordnete tauchen in einem Facebook-Datensatz auf, der kürzlich in einem Hackerforum veröffentlicht wurde, schreibt der "Spiegel". Darunter sind private Telefonnummern von rund 50 Abgeordneten. Das Leck ist seit Anfang April bekannt. Facebook selbst will die Nutzerinnen nicht über den Vorfall benachrichtigen, weil die Daten öffentlich verfügbar seien.
spiegel.de

Basta: Mark Zuckerberg steht nicht auf Bitche.

Facebook is a bitche: Die französische Kleinstadt Bitche fällt anglophoner Zensur zum Opfer und verliert dadurch ihre offizielle Facebook-Seite. Mehrere Wochen ist die Gemeinde auf die unverdächtige Behelfs-Adresse Mairie 57230 angewiesen, bis der französische Facebook-CEO einschreitet und sich für die phonetische Verwirrung entschuldigt. Für Mark Zuckerberg springt immerhin eine Einladung raus – er darf sich jederzeit selbst ein Bild von Bitche machen.
leparisien.fr, deutschlandfunk.de

Hacker-Forum veröffentlicht Daten von 1,3 Mio Clubhouse-Nutzerinnen.

Tag der offenen Tür: Die Daten von 1,3 Mio Clubhouse-Nutzerinnen sind als kostenloser Datensatz in einem Hacker-Forum aufgetaucht, berichtet CyberNews. Es handelt sich um öffentliche Informationen, u.a. Name und Nutzername, verlinkte Twitter- und Instagram-Accounts sowie die Zahl der Follower. Einen ähnlichen Daten-Diebstahl haben zuletzt auch Facebook und Linked-in erlitten.
cybernews.com, businessinsider.com, turi2.de (Background)

AfD-Politiker teilt irreführende Söder-Collage.

Irreführend: Der AFD-Bundestagsabgeordnete Jörn König hat auf Facebook einen "Netzfund" geteilt, der Markus Söder (Foto) bei sechs verschiedenen Impfterminen zeigt. In der Grafik steht der Satz: "Man fragt sich, wie oft Markus Söder eigentlich schon gegen Corona geimpft wurde?" Mehrere Faktenchecks belegen, dass die teils jahrealten Bilder andere Impftermine zeigen, etwa gegen Grippe. Dennoch steht der Post bisher ohne Warnhinweis auf Facebook.
tagesschau.de, facebook.com

Facebook unterstützt 18 Medienhäuser bei der Entwicklung digitaler Bezahlmodelle.


Blaue Freundschaftsanfrage: Facebook sichert sich mit einer Neuauflage seines Accelerator-Programms die Sympathie lokaler Medien. Das Programm unterstützt Verlage mit Workshops und Beratung bei der Entwicklung digitaler Bezahl­modelle. Für die Umsetzung individueller Projekte und Prototypen stellt Facebook den Verlagen jeweils 50.000 Euro zur Verfügung. Mit dabei sind 18 Medien­häuser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, u.a. der "Tagesspiegel", die "Hamburger Morgenpost", Krautreporter und VRM sowie die "Passauer Neue Presse".

Die erste Runde fand 2019 statt, 2020 musste das Programm coronabedingt pausieren. Die zweite Runde läuft nun nun virtuell. Auf dem Stundenplan steht ein dreimonatiges Workshop- und Coaching-Programm für die teilnehmenden Medienhäuser, dazu gehört auch ein länderübergreifender Austausch mit Medien aus den Benelux-Staaten und Skandinavien.
about.fb.com, meedia.de

Datenschützer Johannes Caspar fordert rasche Aufklärung von Facebooks Datenleck.

Facebook-Leck: Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar fordert von der zuständigen irischen Datenschutzbehörde die Aufklärung des gigantischen Datenverlusts. Der Vorfall sei vor zwei Jahren erstmals bekannt geworden, nun stehe die Frage im Raum, was die Behörde bisher unternommen habe. Es gebe eine Pflicht zur Meldung des Falles und zur Benachrichtigung der Nutzerinnen. Caspar weist darauf hin, dass Betroffene Schadensersatzansprüche stellen und so ein "wirksames Korrektiv von Datenschutzverletzungen" entwickeln können. Berichten zufolge ist sich auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg unter den über 500 Mio Betroffenen, deren Daten am Samstag in einem Hacker-Forum aufgetaucht sind.
handelsblatt.com (Caspar), businessinsider.com (Zuckerberg), turi2.de (Background)

Persönliche Daten von 533 Mio Facebook-Nutzerinnen sind geleakt worden.

Riesen-Leak: Persönliche Informationen von mehr als 533 Mio Facebook-Nutzerinnen sind in einem Hacker-Forum veröffentlicht worden, schreibt Business Insider. Das Medium hat die Echtheit der Daten, darunter Telefonnummern, Geburtsdaten und teils auch E-Mail-Adressen, verifiziert. Zuerst hatte Alon Gal von der Cybersecurity-Firma Hudson Rock über den Leak auf Twitter berichtet. Er hatte die Daten bereits im Januar entdeckt, damals waren sie nur über einen kostenpflichtigen Bot zugänglich.
businessinsider.com, twitter.com (Post Gal), sueddeutsche.de