Wir graturilieren: Volker Schütz wird 61.


Wir graturilieren: Volker Schütz, Medien-Experte und seit mehr als 17 Jahren Horizont-Chefredakteur, feiert heute seinen 61. Geburtstag – und zwar im Garten der Eltern, mit seinen beiden Kindern und Erdbeertorte. Die könnte er gleich darauf auf seinem Cowboy E-Bike wieder wegstrampeln. Schütz hat das Rad, wie er schreibt, als das "ultimative Fortbewegungsmittel in der City" im abgelaufenen Jahr für sich entdeckt. Fürs nächste wünscht er sich neben einem Corona-Impfstoff, "dass das Business wieder anzieht" und dass sein "Lieblings-IPA-Bier auch in Frankfurter Kneipen gezapft wird". Geburtstagsgrüße nimmt Schütz auf allen Wegen entgegen, zum Beispiel per Linked-in oder Twitter.  (Foto: Maja Baumeister)

Meinung: Fachzeitschriften gefährden mit unausgereiften Artikeln Menschenleben.

Fachzeitschriften veröffentlichen unausgereifte Artikel zu Covid-19 und agieren in der Krise hektisch und verantwortungslos, kritisiert Werner Bartens. Mit Begutachtung, Gegen-Check und Überarbeitung vergehen sonst Monate, bis eine Studie publiziert wird. Aktuell stehen Fachzeitschriften aber in Konkurrenz zu Preprint-Servern, die Rohfassungen von Studien veröffentlichen. Falsche Ergebnisse "werfen die Forschung zurück, begünstigen politische Fehlentscheidungen, gefährden Menschen", so Bartens.
"Süddeutsche Zeitung", S. 12 (Paid)

Jahr Top Special experimentiert mit Webinaren zu Themen seiner Special-Interest-Titel.

Jahr Top Special entdeckt Webinare als neues Geschäftsfeld. Zwei erste Testläufe fanden Ende April statt, teilt der Verlag mit: Beim "Tennis-Magazin" gab French-Open-Sieger Andreas Mies Profi-Tipps zum Doppel-Spiel, das "Flieger­magazin" informierte über die Risiken von Flügen über Wasser. Webinare weiterer Special-Interest-Titel sollen "kurzfristig" folgen. Auch bei der Finanzierung experimentiert der Verlag: Den Tennis-Talk sponserte ein Anzeigen­kunde, fürs Flieger-Webinar bekamen Abonnenten Rabatt.
per Mail

Meedia zieht die Bezahlschranke hoch und verpasst sich einen neuen Online-Anstrich.

Meedia führt eine Bezahlschranke ein: Das Jahres-Abo kostet 200 Euro, kombiniert mit Print 300 Euro. Nachrichten und Meinungen sollen kostenfrei zugänglich bleiben. Im Plus-Bereich gibt es dann zusätzlich Analysen, Hintergründe und Fallstudien. Zugleich gibt sich der Fachdienst online einen neuen Anstrich, der sich an der Optik des Ende April eingeführten Print-Magazins orientiert.
meedia.de, meedia.de (Abo-Auswahl)

Investor will bei Weka-Gruppe einsteigen.

Weka: Die Münchner Investmentfirma Paragon Partners will bei der Fachmedien-Gruppe einsteigen, berichtet DNV Online. Beim Bundeskartellamt sei die Übernahme von Anteilen der Töchter Deubner Verlag und Weka Media sowie der Weka Holding angemeldet. Die Weka-Gruppe ist seit jeher familiengeführt, 2011 gab es Verkaufsgespräche mit dem Süddeutschen Verlag, ein Deal kam aber nicht zustande.
dnv-online.net

Wie geht’s dem Profifußball, Philipp Klotz?


Ein Zwischenlicht im Tunnel: "Man kann dem Fußball nicht vorwerfen, dass er versucht, seine Industrie wieder hochzufahren." Im Video-Interview mit turi2.tv zur Corona-Krise im Fußball hat Philipp Klotz viel Verständnis dafür, dass die DFL mit der Bundesliga weitermachen will. Darauf, dass Geisterspiele der absolut richtige Schritt sind, will sich der Geschäftsführer und Gesellschafter der Business-Plattform Sponsors aber nicht festlegen. Der Fußball sei die einzige Sportart, die sich Geisterspiele leisten könne – und die Geisterspiele, die er lieber "Medienspiele" nennt, die einzige Möglichkeit, die dringend benötigten Mediengelder zu erhalten.

Eine Perspektive für andere Sportarten und die Amateurligen ist das freilich nicht. Aber auch dort sieht er ein paar positive Entwicklungen. So beobachtet Klotz, dass die Sponsoren ihren Vereinen vergleichsweise treu sind. Es gebe nicht mehr Kündigungen als sonst auch. "Das ist anders als beim Buchen einer Anzeige", sagt Klotz. Viele Sponsoren wollen jetzt zeigen, dass sie nicht nur Werbekunden sind, sondern zu ihrem Verein stehen – auch in der Krise.

Auch der Sponsors-Verlag steht laut Klotz trotz Krise noch gut da, auch weil sein Branchen-Event, der Spobis, Ende Januar noch ganz ohne Corona-Krise über die Bühne gehen konnte. Aber grundsätzlich und längerfristig gelte auch hier: "Wenn die Branche leidet, leidet auch das Branchenmedium." Deshalb hofft Klotz, dass "die Krise nicht zu tief wird" und keine bleibenden Wunden hinterlässt.
turi2.tv (23-Min-Video auf YouTube)

WDV startet digitales Gesundheitsmagazin.

WDV startet mit bleibgesund.de ein digitales Gesundheitsmagazin, das sich trotz der Corona-Pandemie um mehr als "Social Distancing und Hygieneregeln" drehen soll. Die ersten Online-Themen sind u.a. die doch recht viruslastigen Artikel "Das hilft gegen die Einsamkeit" und "Stillen - keine Angst vor Corona-Ansteckung". Das Magazin wolle die Leser in Zukunft aber auch unterhalten, versichert die Mediengruppe.
per Mail, bleibgesund.de

Klick-Tipp: “Börsenblatt” stellt alle Ausgaben von 1834 bis 1945 online.

Klick-Tipp: Das "Börsenblatt", älteste deutschsprachige Fachzeitschrift, stellt digital alle Hefte von 1834 bis 1945 zur freien Verfügung. Die Sächsische Landesbibliothek, die Historische Kommission des Börsenvereins und die Deutsche Nationalbibliothek haben sie in einem Großprojekt digitalisiert. Die Erstausgabe vom 3. Januar 1834 hat acht Seiten und bereits einen Anzeigenteil.
boersenblatt.net

“FAZ” strebt Ausbau ihrer Fachmediensparte an.

Übernahmeabsichten: Die "FAZ" will offenbar in ihre Fachmedien investieren. Ihre Tochter "Business Media" plant, "we­sent­li­che Ver­mö­gens­wer­te" der Wol­ters Klu­wer Deutschland mit Sitz in Köln zu erwerben. Das geht aus einem Eintrag beim Bundeskartellamt hervor, den New Business entdeckt hat. Wolters Kluwer, das seinen Hauptsitz in den Niederlanden hat, vertreibt Fachliteratur, etwa zu Steuern oder Buchhaltung.
new-business.de, bundeskartellamt.de

turi2 edition #11: Philipp Klotz übers Sportbusiness.


Sport und Business: Philipp Klotz ist Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der Sportbusiness-Plattform Sponsors. Er und sein Team begleiten das Milliarden-Geschäft mit genauso viel Leidenschaft wie andere das Spiel. In der turi2 edition #11 spricht er mit Peter Turi über Chancen der Corona-Krise und seine Sorgen um Basketball, Handball und Eishockey. Lesen Sie jetzt das ganze Porträt kostenlos hier als Online-Text oder im komfortablen E-Paper der turi2 edition #11.

Heise kauft Anteile an Schlüterscher Verlagsgesellschaft.


Wissen, wo's steht: Heise beteiligt sich über eine Tochter mit 31,92 % an der Schlüterschen Verlagsgesellschaft. Die Investition soll bei der Expansion von Heises Verzeichnismedien helfen. Der Spezialist für Fachzeitschriften, der ebenfalls Verzeichnismedien herausgibt, soll als eigenständiges Unternehmen bestehen bleiben. Zum Kaufpreis macht Heise keine Angaben, das Kartellamt muss noch zustimmen. Bei Heise & Dumrath Medien erscheinen 17 Ausgaben von "Das Telefonbuch", 137 Ausgaben von "Das Örtliche" und 35 Ausgaben von "Gelbe Seiten" und "Gelbe Seiten regional", zudem Firmenhandbücher und Behördenführer.
dnv-online.de

Wirtschaftsmagazin “Impulse” kostet künftig knapp 29,90 Euro.

Impulse kostet künftig 29,90 Euro. Die letzte Preisanpassung nahm Chefredakteur Nikolaus Förster 2019 vor, der Heftpreis stieg von 19,90 auf 24,90 Euro. Wer "Substanzielles" erwarte, solle auch bereit sein, dafür zu zahlen. 2019 hat er "Impulse" aus der Reichweitenvermarktung genommen, die Auflage verringerte sich von 70.000 auf 10.000.
meedia.de

Aus dem turi2.tv-Archiv (2/2019): Das Ende der Reichweiten- vermarktung: Nikolaus Förster macht "Impulse" zum Abo-Only-Magazin.

Geschäftsführer Gerrit Klein verlässt die Ebner Media Group.

Ebner Media Group in Ulm und Geschäftsführer Gerrit Klein, 57, gehen nach zwölf Jahren getrennte Wege, meldet Kress.de. Klein hat den Fachverlag zuletzt gemeinsam mit Marco Parrillo geleitet, der nun "im Rahmen eines Generationswechsels" übernimmt und die "Ein-Personen-Geschäftsführung wiederherstellen" soll. Klein soll seinen Nachfolger "bis zu seinem endgültigen Ausscheiden beratend unterstützen".
kress.de

Christa Catharina Müller wird Meedia-Vize, Stefan Winterbauer Leiter Digitales.

Meedia: Stefan Winterbauer ist künftig nicht mehr Teil der Chefredaktion, sondern Leiter Digitales, schreibt DWDL. Ab Februar wird Christa Catharina Müller neue stellvertretende Chefredakteurin bei Meedia. Damit folgt Müller dem neuen Chefredakteur Matthias Oden, der zuvor ebenfalls bei "Werben & Verkaufen" und der Content-Marketing-Agentur C3 arbeitete.
dwdl.de, meedia.de

Basta: Kai Diekmann ist zugleich “journalist” und “journalistin”.

Fast gleichberechtigt: Das DJV-Verbandsmagazin journalist erscheint unter Neu-Verleger Matthias Daniel mit zwei Covern. Auf der einen Hälfte der Auflage steht "journalist", auf der anderen "journalistin". Daniel will damit "ein Zeichen setzen". Bei der Cover-Gestaltung hat ihn aber offenbar der Mut verlassen: Vom Titelbild strahlt schmollt auf beiden Ausgaben Vorzeige-Journalistin Kai Diekmann.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Nahost-Fachzeitschrift “Inamo” erscheint nicht weiter.

Nahost-Fachblatt Inamo stellt nach 25 Jahren den Betrieb ein, schreibt Christian Meier in der "FAZ". Grund sei neben dem Aboschwund der fehlende Nachwuchs unter den Autoren. Die Vierteljahresschrift des Informationsprojekts Naher und Mittlerer Osten wollte "abseits aller Klischees" ein Blatt "von Regionalfachleuten, aber nicht nur für Fachleute" sein. Die "meinungs­betonten Analysen mit akademischem Einschlag" und "dezidiert linker Weltsicht" seien jedoch "meist recht absehbar" gewesen.
"FAZ", S. 15 (Paid)

Timo Busch will “Meedia” als gedrucktes Wochenmagazin starten.

Ins Blaue: Timo Busch (Foto links), 36, seit Februar 2019 Besitzer des zweimal wegen roter Zahlen verkauften Mediendienstes Meedia, plant ein wöchentliches "Meedia"-Magazin. Im "Meedia"-Jahrbuch, das kurz vor Weihnachten nach sechs Jahren Pause zum zweiten Mal erschien, kündigt Busch im Editorial an, den "kleinen Kraftakt" Print künftig wöchentlich zu wiederholen. Im Frühjahr 2020 soll das "Magazin" starten, Busch baut derzeit am Bavaria-Ring in München eine Redaktion auf.

Busch will mit Meedia als "Multichannel-Marke" in die Lücke stoßen, die er nach der Umstellung der "W&V" vom Wochen- zum Monatstitel vermutet, und hat sich dazu die Dienste von Matthias Oden (Foto rechts) als Chefredakteur und Managing Director gesichert. Oden hatte als Vizechefredakteur der "W&V" von 2014 bis 2016 deren Niedergang aktiv begleitet. Unternehmer Busch gilt als ehrgeizig: 2014 kaufte er Gruner + Jahr die Titel "Blickpunkt Film", "Gamesmarkt" und "Musikwoche" ab, 2017 legte er damit eine Insolvenz in Eigenverwaltung hin.

Inzwischen hat Busch sich mit Torsten Glatz (Foto Mitte) zusammengetan und tritt als Busch/Glatz-Group auf. Glatz gründete einst den Dienstleister Impress Media in Mönchengladbach.

Meedia-Jahrbuch 2019 (Bestellschein), S. 3, turi2 - eigene Infos, meedia.de (Background), wuv.de (Background, Paid), buschglatz.com

Meedia: SWMH will “Kontakter” und “Lead Digital” nicht wie bisher weiterführen.

W&V: Geschäftsführer Karl Ulrich hat den Mitarbeitern verkündet, dass die Branchenmarken "Kontakter" und "Lead Digital" nicht wie bisher weitergeführt werden, schreibt Gregory Lipinski. Der Verlag überlege, den "Kontakter" als Marke vom Markt zu nehmen und die Inhalte in W&V-Data zu integrieren. Auch "Lead Digital" bekommt eine "andere Form".
meedia.de, turi2.de (Background)

Zitat: Gute Ideen muten meist verrückt an, sagt Lars Haider.

"Bei Ideen ist wichtig, dass man die Leute regelmäßig schockt. Dass sie sagen: 'Jetzt ist er völlig verrückt geworden.'"

Lars Haider, Chefredakteur des "Hamburger Abendblatts", sagt im Video der neuen Serie von "W&V", man brauche "Du-spinnst-Momente". Für die Reihe lässt das Fachmagazin Ex-Jung-von-Matt-Vorstand Oliver Voss als neuen Mirko Kaminski Kreative interviewen.
wuv.de, turi2.de (Kaminski-Wechsel)

Wir graturilieren: Markus Trantow wird 40.


Wir graturilieren: Markus Trantow, Chefredakteur aller turi2-Medien, die Lokomotive, die bei turi2 den Bahnhof zieht, wird am heutigen Donnerstag 40. Ohne den Mann mit dem ausgeprägten Talent, Herausforderungen zu erkennen, anzunehmen und zu meistern, ist der Aufstieg von turi2 vom Kellerkind zum Umsatzmillionär und Taktgeber der Branche nicht denkbar. Am abgelaufenen Lebensjahr hat ihn am meisten gefreut, dass die Tochter "endlich die Welt der Bücher entdeckt" hat - Harry Potter sei Dank! Fürs neue Jahr wünscht er sich, dass "Arbeit und Leben weiter so gut wie bisher unter einen Hut passen" und dass "die harte Arbeit weiter Früchte trägt".

Seinen Geburtstag feiert der Mann, der mit BahnCard 100 stets auf Achse und in allen Bahnlounges der Republik zuhause ist, standesgemäß: Markus dreht mit turi2.tv auf dem TV-Kongress in München. Eine turi2-Party für Markus steigt am 16. November in Hamburg. Glückwünsche erreichen Markus am sichersten per E-Mail.

Jens Twiehaus verlässt turi2 und das “Medium Magazin”.

Abschied2: Jens Twiehaus verlässt turi2 nach fast fünf Jahren. Er kam 2015 zum Kommunikations-Fachverlag, zunächst als Berlin-Korrespondent, und stieg bald zum Redaktionsleiter turi2.tv auf. Twiehaus entwickelte das Bewegtbild-Angebot maßgeblich weiter und legte mit dem üppigen Videoprogramm zur turi2 edition #9 sein Meisterstück vor. Er geht – zum größten Bedauern aller Kolleg*innen – um "neue Herausforderungen" zu finden. Die Video-Koordination übernimmt Chefredakteur Markus Trantow. Twiehaus verlässt parallel auch die Redaktion des "Medium Magazins", das im Oberauer-Verlag erscheint.
turi2 in eigener Sache, linkedin.com

Mehr von turi2.tv: Jens Twiehaus im Film zur "turi2 edition #9".

“Capital” und OMR starten Finanz-Tech-Plattform Finance Forward.

Capital, Wirtschaftsmagazin von Gruner + Jahr, und OMR, Onlinemarketing-Plattform, Event-Veranstalter und Podcast-Vermarkter, gründen Finance Forward. Ein Team innerhalb der Capital-Redaktion liefert journalistische Inhalte u.a. zu Fintech, Krypto-Währungen und Blockchain. Es soll Newsletter und Podcasts geben. Herzstück der Plattform soll ein Event sein, das erstmals 2020 an das OMR-Festival in Hamburg angedockt wird.
capital.de

Gabor Steingart zieht “Journalist”-Interview zurück, das Magazin druckt nur die Fragen.

Journalist veröffentlicht ein Interview mit Gabor Steingart, von dem nur die Fragen übrig bleiben. Nach Darstellung des DJV-Blatts habe Steingart erst versucht, seine Antworten umzuschreiben und in die Fragen der Autorin einzugreifen. Später ließ er seine Aussagen über seinen Anwalt Christian Schertz komplett zurückziehen.
journalist-magazin.de, deutschlandfunk.de, twitter.com (Reaktion Steingart)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Gabor Steingart über seine Pläne, Journalismus ohne Werbung zu treiben. (4/2019)

- Anzeige -

Das fehlende Puzzleteil für Ihren Newsletter
Newsletterfrequenz mit den gleichen Ressourcen ausbauen und Relevanz erhöhen dank Software-Unterstützung: Christian Schnücke von der dfv Mediengruppe erklärt den Erfolg eines täglichen englischsprachigen Newsletters des Verlags. Mehr Infos: thescope.com