Basta: Die “FAZ Woche” remixt zum Abschluss ihr erstes Cover.

Kein Happy-End: Die "Frankfurter Allgemeine Woche" erscheint heute zum letzten Mal und verabschiedet sich mit einer Neuauflage ihres ersten Covers vor rund vier Jahren. Wieder zeigt es Angela Merkel als Wonderwoman neben dem amtierenden US-Präsidenten. Doch statt Superman Obama ist nun Donald Trump mit der Finger-Geste von Dr. Evil zu sehen. Offenbar glaubt die Redaktion, dass nicht nur für sie die beste Zeit in der Vergangenheit liegt.
clap-club.de, turi2.de (Background)

Google zahlt für Inhalte von “FAZ”, “Spiegel”, “Zeit” und weiteren Medien.


Lizenz zum Verbreiten: Google geht auf die Verlage zu und zahlt erstmals für Inhalte – in Deutschland an die "FAZ", den "Spiegel", die "Zeit", die "Rheinische Post" und den "Tagesspiegel". Weitere Partner sollen folgen. Der Konzern will mit der Initiative zunächst bei Google News und Discover hochwertige journalistische Inhalte anbieten. Zum Teil sollen auch Texte und Videos, die auf den Verlagsseiten hinter der Paywall stehen, über Google kostenfrei abrufbar sein. "Google will mit dem Programm einen Beitrag leisten, damit das Verlagswesen den Sprung in die digitale Zukunft schafft", sagt Sprecher Ralf Bremer zu turi2. Das Angebot soll im Laufe des Jahres starten und auch für Radio- und TV-Sender offen sein. Der Umgang mit Inhalten von ARD und ZDF ist noch unklar.

Das Programm läuft zunächst als Test in Deutschland, Australien und Brasilien. Google und insbesondere die Presseverlage streiten seit Jahren um Nutzungs-Gebühren für die Verwendung von Text-Schnipseln bei Google News. Das vor dem Europäischen Gerichtshof gescheitere deutsche Leistungsschutzrecht für Presseverleger zielte auf eine politische Regelung des Konflikts.
googleblog.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Wir graturilieren: Bettina Weiguny wird 50.

Wir graturilieren: Bettina Weiguny, "FAZ"-Kolumnistin und Buchautorin (u.a. "Die geheimnisvollen Herren von C&A" und "Bionade – Eine Limo verändert die Welt") feiert heute ihren 50. Geburtstag, diesmal zuhause im kleinen Kreis, mit der Familie und einer Schulfreundin, die zu Besuch ist. Die Corona-Zwangspause berühre sie kaum, schreibt sie. So könne sie ungestört an ihrem Buch über junge Rebellinnen wie Greta Thunberg arbeiten, das Anfang 2021 erscheinen soll. Wir erlauben uns, diesen Umstand mit einer beliebten Floskel zu kommentieren: "Keine Krise ohne Chance". Auf ihrer Wunschliste stehe nicht viel, außer, dass ihre Kolumne "Ein Balance Akt" im "FAS"-Wirtschaftsressort verfilmt werden könnte, so Weiguny. Bis dahin erreichen sie Gratulationen zu ihrem Geburtstag auf allen Wegen, z.B. per Twitter oder Linked-in.

“Assi-Zeitungen”: YouTuber Rezo kritisiert “Bild”, “Welt” und “FAZ”.

Die Zerstörung der Presse: Seriöse Medien sollten sich von "Assi-Zeitungen" stärker distanzieren, sonst spielen sie "Hetzern in die Hände", sagt Influencer Rezo in einem einstündigen Video bei YouTube. Darin warnt er u.a. vor Verschwörungstheorien und kritisiert die Arbeit vor allem von "Bild", "Welt" und "FAZ". Diese hätten häufig falsch über ihn berichtet. Es gebe zudem Gründe, warum etablierte Zeitungen von einigen Menschen verachtet würden: "Unethisches Verhalten ist leider keine Seltenheit", sagt Rezo. Insbesondere "Bild" und "Welt" fehle es an "moralischer Integrität". Aus Sicht von Rezo hielten sich die Redaktionen häufig nicht an den Opferschutz sowie an Persönlichkeitsrechte. Dass die "Bild" dem Virologen Drosten für die Beantwortung einer Presseanfrage nur eine Stunde Zeit ließ, sei ein "Kack-Move".

Julian Reichelt kontert bei Twitter, dass die Frist "leider" zu kurz gewesen sei, "aber wir fragen". Der "Bild"-Chef lädt Rezo zu einem Redaktionsbesuch ein, "ich komme aber auch jederzeit zu Dir" - und betont: "Dies ist keine Aufforderung zum Duell, lieber 'Spiegel'". Rezo sagt, dass er die Presse nicht zerstören wolle - anders als der Titel seines gleichnamigen Videos vermuten lassen könnte. Reichelt spricht bei Twitter von "Zerstörungsquatsch" sowie von "billigen, schnellen Likes". Rezo wisse nicht, "was 'Zerstörung' ist".
(Foto: Screenshot YouTube)
youtube.com (60-Min-Video), twitter.com (Reaktion Reichelt), t-online.de, tagesspiegel.de

“FAZ”-Podcast: Kekulé relativiert Drosten-Kritik, “FAZ” lehnt Gesprächsangebot der “Bild” ab.

Mediale Antikörper: Alexander Kekulé sagt im "FAZ"-Podcast, dass auch er von der "Bild" im Streit mit Christian Drosten benutzt worden sei. Dabei stellt der Forscher klar, dass der "Tagesspiegel" ihn mit der Forderung, Drosten solle seine Studie zurückziehen, falsch zitiert habe: "Ich habe das zu keinem Zeitpunkt gefordert." Die Zeitung selbst gesteht ein, aus der Vergangenheitsform "Warum der im Umgang mit den Medien versierte, erfahrene Forscher und Politikberater die Vorveröffentlichung nicht einfach zurückgezogen und stattdessen der 'Bild' eine unnötige Angriffsfläche gegeben hat, ist schwer nachvollziehbar" die Präsens-Formulierung "Warum Drosten die Studie nicht einfach zurückzieht, ist schwer nachvollziehbar" gemacht zu haben. An seiner grundsätzlichen Kritik an der Studie hält Kekulé jedoch fest.

Andreas Krobok, Moderator des "FAZ"-Podcast erteilt zu Beginn der neuen Folge zudem Julian Reichelt eine Absage für ein gemeinsames Gespräch mit ihm und Christian Drosten. "Sorry, lieber Julian Reichelt: Uns, die 'FAZ' braucht es da nicht", sagt Krobok. Auch "FAZ"-Medienreporter Michael Hanfeld bezeichnet das Gesprächsangebot im Podcast als "wertlos". Die "Bild" verfolge eine "primitive Taktik", um Christian Drosten zu diskreditieren. Reichelt wolle ein Gespräch erst, nachdem er genug Munition gegen den Virologen gefeuert habe.
faz.net (27-Min-Audio), tagesspiegel.de (Kekulé-Text mit Korrektur), turi2.de (Gesprächs-Angebot), turi2.de ("Bild" vs. Drosten)

“Bild”-Chef Julian Reichelt bestreitet Anti-Drosten-Kampagne.

"Quatsch und frei erfunden": So wertet "Bild"-Chef Julian Reichelt den Vorwurf, sein Blatt fahre eine Kampagne gegen den Virologen Christian Drosten. Die Berichterstattung der "Bild" sei "vollkommen legitim"; seine Zeitung sei deshalb nun selbst Opfer einer üblen Kampagne - u.a. durch "FAZ" und "Spiegel". Mit Blick auf Drosten befindet Reichelt, er habe nicht gedacht, "dass wir beim Thema Heiligenverehrung in den Medien so weit gekommen sind".
"Spiegel" 23/2020, S. 18 (Paid), turi2.de (Background)

Virologe Christian Drosten ist für Gespräch mit “Bild” bereit, Julian Reichelt sagt zu.

Gesprächsbereit: Virologe Christian Drosten macht "Bild" im Streit um die Interpretation seiner Studie ein Gesprächsangebot. Im "FAZ"-Podcast sagt Drosten: "Ich würde durchaus soweit gehen, auch der 'Bild'-Zeiitung anzubieten, mal drüber zu reden." "Bild"-Chef Julian Reichelt reagiert bei Twitter, er sei "zu jeder Zeit und an jedem Ort bereit". Dabei sieht Reichelt die "FAZ" als Vermittler und regt ein Dreier-Gespräch an mit ihm, Drosten und Andreas Krobok, Moderator des "FAZ"-Podcasts. Das Gespräch könnte dann bei Bild.de und Faz.net laufen.
kress.de, faz.net (Paid), faz.net (Podcast, ab 18.00 Min), twitter.com (Reaktion Reichelt)

Die “FAZ” begräbt ihr Print-Magazin “Frankfurter Allgemeine Woche”.


Wochen-Ende: Die "FAZ" stellt ihr wöchentliches Nachrichtenmagazin Frankfurter Allgemeine Woche Ende Juni komplett ein. Als Gründe nennt der Verlag fehlende Einnahmen aus Anzeigenverkäufen durch die Corona-Krise und zu wenige Abonnent*innen. Die Jobs der zehn Redakteur*innen des Heftes seien nicht betroffen, sie kehrten in ihre jeweiligen Ressorts innerhalb der "FAZ" zurück, schreibt der Verlag in einer Mitteilung. "Das Konzept der 'FAZ Woche' war ein sehr gutes, das schlicht ein paar Jahre zu spät in den Markt kam", kommentiert "FAZ"-Geschäftsführer Thomas Lindner (Foto) die Entscheidung. Der Titel habe "viele Fans" gehabt, "aber am Ende nicht genug".

Das Aus des Blattes kommt gut vier Jahre nach dessen Start: Die "Frankfurter Allgemeine Woche" war im Frühjahr 2016 mit einer Druckauflage von 200.000 Exemplaren und Marketing-Budget in Mio-Höhe erstmals erschienen. Ziel war es, mit dem Magazin vor allem jüngere Leser*innen zu erreichen. Im ersten Quartal 2020 belief sich die verkaufte Auflage auf rund 48.000 Stück. Im selben Zeitraum zählte das Heft knapp 34.000 Abonnent*innen. "FAZ"-Chef Lindner hatte sich im Interview mit "Horizont" 2016 noch rund 100.000 Stück vorgestellt und als "realistisches Ziel" einen Wert zwischen 50.000 und 60.000 verkauften Heften ausgegeben.
verlag.faz.net, horizont.net, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Digitec-Podcast bespricht erste 100 Folgen und “Digitalisierung live” durch Corona.

Hör-Tipp: "FAZ"-Herausgeber Carsten Knop und Redakteur Alexander Armbruster sprechen in der 101. Folge des Digitec-Podcasts über die Zwangsdigitalisierung durch Corona. Dass sie Krise zu einem enormen Anstieg an Zoom-Downloads geführt habe, sei "Digitalisierung live", so Knop. Die beiden blicken außerdem auf die ersten 100 Folgen des Podcasts zurück.
faz.net (36-Min-Audio)

Burda-Justiziar Simon Haug kehrt als Personalchef zur “FAZ” zurück.

FAZ und zurück: Rechtsanwalt Simon Haug beendet seinen rund zweijährigen Burda-Exkurs und wechselt zurück zur FAZ. Dort war er von 2012 bis 2018 Chef-Justiziar, ab Juni übernimmt er dort die Leitung der Personabteilung. Haugs Vorgänger, Torsten Schmees, verlässt die "FAZ" laut Mitteilung, um künftig als Rechtsanwalt und Coach in Norddeutschland zu arbeiten.
presseportal.de, turi2.de (Wechsel zu Burda)

Meinung: Corona beeinflusst die deutsche Sprache.

Durchseuchtes Deutsch: Corona hat auch die Sprache infiziert, findet Frank Pergande in der "FAS". Als Beispiele nennt er u.a. den "Masken­flicken­teppich" und Merkels "Öffnungs­diskussions­orgien". Pergande erinnert daran, dass weite Teile der englischsprachigen Welt bei "Home Office" nicht etwa an die Arbeit am heimischen Schreibtisch denken, sondern an das Innenministerium.
"FAS", S. 4 (Paid)

Video-Tipp: “FAZ” geht es “nicht so schlecht” und plant keine Kurzarbeit.

Video-Tipp: Die "FAZ" plant vorerst keine Kurzarbeit - im Gegensatz zu vielen anderen Verlagen. "Es geht uns nicht so schlecht", sagt "FAZ"-Chef Thomas Lindner (Foto) im Videochat mit Volker Schütz. Nur 25 % des Umsatzes kämen bei der "FAZ" aus dem Anzeigengeschäft, Abo und Einzelverkauf seien dagegen stabil. Rabatte beim Bezahlangebot F+ will Lindner nicht als Verramschen verstehen, sondern als "hochinteressantes Experiment", die Preissensitivität der Nutzer*innen auszutesten. Der sonst seriöse Schütz zeigt seinen Fußball-Entzug und trumpft im Eintracht-Trikot auf – wenn das Schule macht, moderieren demnächst Peter Turi im Hoffenheim- und Maria Gramsch im RB-Trikot.
youtube.com (11-Min-Video), horizont.net

“FAZ” strebt Ausbau ihrer Fachmediensparte an.

Übernahmeabsichten: Die "FAZ" will offenbar in ihre Fachmedien investieren. Ihre Tochter "Business Media" plant, "we­sent­li­che Ver­mö­gens­wer­te" der Wol­ters Klu­wer Deutschland mit Sitz in Köln zu erwerben. Das geht aus einem Eintrag beim Bundeskartellamt hervor, den New Business entdeckt hat. Wolters Kluwer, das seinen Hauptsitz in den Niederlanden hat, vertreibt Fachliteratur, etwa zu Steuern oder Buchhaltung.
new-business.de, bundeskartellamt.de

Zahl des Tages: “FAZ” steigert dank Corona-News Digitalzugriffe und Bezahl-Abos.

Zahl des Tages: Um 80 % auf 120 Mio Visits hat die "FAZ" im März dank Corona-verstärkter Newsnachfrage ihre Digital-Zugriffe gesteigert, schreibt das Blatt in einem Jubel-Beitrag in eigener Sache. Das Bezahlangebot F+ habe mit einer Preissenkung von 2,95 auf 1 Euro im Monat innerhalb einer Woche über 10.000 neue Abonnenten gewonnen.
"FAZ", S. 22 (Paid)

“Frankfurter Allgemeine Zeitung” startet Wissenschafts-Podcast.

Frankfurter Allgemeine Zeitung startet einen wöchentlichen Wissenschafts-Podcast. Joachim Müller-Jung, Ressortleiter von "Natur und Wissenschaft", und Astrophysikerin Sibylle Anderl besprechen darin jeden Donnerstag Methoden und Forschungsergebnisse. Der 20-min-Podcast erscheint zu Beginn mit höherer Frequenz, um die Corona-Pandemie zu thematisieren.
faz.net, presseportal.de

Fazit-Stiftung meldet für 2018 knapp 20 Mio Euro Verlust.

Fazit-Stiftung, u.a. Eigentümerin der "FAZ", schreibt 2018 rote Zahlen und macht 19,96 Mio Euro Miese, u.a. wegen des Verkaufs der "Frankfurter Rundschau" und der "Frankfurter Neuen Presse" an die Zeitungsholding Hessen, und sinkender Werbeeinnahmen, schreibt Gregory Lipinski. Der Umsatz sinkt von 395 Mio Euro auf rund 326 Mio Euro. Für das Geschäftsjahr 2019 rechnet die Fazit-Stiftung mit einem Verlust in mittlerer einstelliger Mio-Höhe.
meedia.de

“FAS” will offenbar Zustellkosten sparen, schreibt “Horizont”.

FAS: Bei der testweisen Umstellung des Erscheinungstages auf den Samstag geht es dem Verlag mehr um die teurere Sonntagszustellung als um den am Samstag stärkeren Einzelverkauf, hört Roland Pimpl aus dem Verlag. Springer, der mit “Bild am Sonntag” und “Welt am Sonntag” den Markt der Sonntagszeitungen dominiert, und “FAZ” hätten sich bisher offensichtlich nicht darauf einigen können “kostenaufteilend zusammenzuarbeiten”. In einem Testlauf sollen 1.000 Abonnenten auf die neue Ausgabe umgestellt werden.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” will den Samstag als Erscheinungstag testen.


Frankfurter Allgemeine Samstagszeitung: "FAZ"-Geschäftsführer Thomas Lindner erwägt, die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" künftig bereits samstags in den Handel zu bringen, berichtet Gregory Lipinski. Noch im ersten Halbjahr 2020 soll ein mehrstufiger Markttest starten. Darin will Lindner die Akzeptanz des Samstags als Erscheinungstag testen. In einem oder mehreren noch nicht genannten Testgebieten will der Verlag dafür den am Test teilnehmenden Leser*innen die Zeitung bereits einen Tag früher als bisher zukommen lassen. Parallel soll die "FAS" im Testgebiet samstags auch schon am Kiosk erhältlich sein.

Der Verlag hofft, dass die Leser*innen so das gesamte Wochenende zur "FAS"-Lektüre nutzen. Außerdem will die Zeitung mit dem Schritt darauf reagieren, dass es insbesondere sonntags gerade im ländlichen Raum immer weniger potentielle Verkaufsstellen gibt.
meedia.de

Wegen Orkantief Sabine: “FAZ” und der SHZ stellen ihre E-Paper kostenlos ins Netz.

FAZ stellt das E-Paper sowie die multimediale Version der Montagsausgabe online kostenlos zur Verfügung. Der Verlag erwartet in einzelnen Gebieten aufgrund des Orkantiefs Sabine Probleme bei der Zustellung der Printausgabe. Auch der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag hebt die Bezahlschranke für Online-Inhalte sowie für das E-Paper zeitweise auf.
faz.net ("FAZ"), shz.de (SHZ)

“FAZ”: Carsten Knop ersetzt ab April Werner D’Inka als Herausgeber.

FAZ: Herausgeber Werner D'Inka (Foto) geht Ende März in den Ruhestand. Als sein Nachfolger rückt Digitalchef Carsten Knop in das vierköpfige Gremium, das weiter reine Männerdomäne bleibt. D'Inka ist seit 2005 zuständiger Herausgeber für die Rhein-Main-Zeitung. Carsten Knop galt bereits bei der Nachfolge von Holger Steltzner als aussichtsreicher Kandidat für einen Posten im Herausgeber-Gremium. Statt ihn erhielt jedoch Gerald Braunberger einen Platz im Gremium, dem ferner Jürgen Kaube und Berthold Kohler angehören.
faz.net, turi2.de (Background)

Die “FAZ” startet einen neuen, täglichen Podcast.

FAZ startet "Podcast für Deutschland". Das Format erscheint montags bis freitags jeweils um 17 Uhr und behandelt in zwanzig Minuten ein aktuelles Hauptthema und zwei bis drei Nebenthemen. Verantwortlich für den Podcast sind Audio-Chef Andreas Krobok und die Redakteurinnen Tami Holderried und Sandra Klüber. Die "FAZ" bietet den Podcast kostenfrei an und will ihn mit Werbung finanzieren.
presseportal.de

Springer-Zeitungen verlieren im 4. Quartal rund 10 % Auflage, “Zeit” wächst.

Kiosk-Auslage, Zeitungen, Zeitschriften, AuflageZeitungen: "Bild", "Welt" und "Bild am Sonntag" verlieren im 4. Quartal mehr als 10 % Auflage, schreibt Zahlen-Zar Jens Schröder. Die "Süddeutsche" mit -4,4 %, die "FAZ" mit -3,5 %, das "Handelsblatt" mit -1,1 % und die "taz" mit -1 % kommen glimpflich davon. Die "Zeit" liegt 0,4% über dem Vorjahreszeitraum, weil sie die E-Paper-Abos deutlich steigert.
meedia.de

“FAZ” und Holger Steltzner scheiden sich einvernehmlich.

Holger, der Kampf ist vorbei: Die "Frankfurter Allgemeine" und Holger Steltzner einigen sich auf eine einvernehmliche Trennung - nach dem faktischen Abgang des Ex-Herausgebers für Wirtschaft im März. Damals fehlte die "Grundlage für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den anderen Herausgebern". Nun dankt ihm Aufsichtsrats-Chef Andreas Barner "für 27 Jahre Einsatz" und "wünscht ihm für die Zukunft viel Erfolg und alles Gute".
faz.net, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: “FAZ Magazin” zeigt unveröffentlichte Fotos von Schauspielerin Hildegard Knef.

Lese-Tipp: Das "FAZ Magazin" druckt bisher unveröffentlichte Fotos der 2002 verstorbenen Hildegard Knef. Die Schauspielerin war als eine der ersten deutschen Schauspielerinnen auch in Hollywood erfolgreich und prägte "eine ganze Generation", schreibt "FAZ"-Autor Alfons Kaiser.
"FAZ Magazin" 11/2019, S, 31-34 (Paid), instagram.com (Foto-Vorschau)

Zitat: “Bild”-Chef Reichelt will mit AfD-Politikern keinen Geburtstag feiern.

"Sie zum Geburtstag einladen und feiern muss man mit Holocaust-Verniedlichern sicher nicht. Bei 'Bild' wäre das undenkbar."

"Bild"-Chef Julian Reichelt ärgert sich bei Twitter über die "FAZ", die den 70. Geburtstag auch mit AfD-Politiker Alexander Gauland feiert.
twitter.com

“FAS”-Politikchef Volker Zastrow schreibt nur noch als Autor, Nachfolger wird Nikolas Busse.

FAS degradiert Politikchef Volker Zastrow (Foto), Jahrgang 1958, zum "Correspondent at large", berichtet die "Süddeutsche". Er wird nur noch als Autor tätig sein. Er leitete die Politik-Redaktion der Sonntagszeitung seit 2006. Zastrows Nachfolger wird Nikolas Busse, Jahrgang 1969, bisher Vize-Ressortleiter Außenpolitik der "FAZ" und verantwortlicher Redakteur des Magazins "Frankfurter Allgemeine Woche".
sueddeutsche.de

Die “FAZ” mottet die klugen Köpfe ein und wirbt künftig mit neuem Claim.


Der kluge Kopf ist nun frei: Die "FAZ" verpasst sich zum 70-jährigen Bestehen einen neuen Markenclaim. Statt "Dahinter steckt immer ein kluger Kopf" heißt es künftig "Freiheit beginnt im Kopf". Ergänzt wird der Claim durch den Spruch "Freiheit beginnt mit F", wobei das F das Fraktur-F der Zeitung zeigt. Verantwortlich für das neue Corporate Design ist Agentur Strichpunkt, die im Februar von der Zeitung als Branding-Lead engagiert wurde.

Laut "FAZ" sollen die Sprüche den Gründungsanspruch der Zeitung, den Freigeist der Redaktion und die Selbstbestimmung ihrer Leser" widerspiegeln. Der bisherige Markenclaim "Dahinter steckt immer ein kluger Kopf" existiert bereits seit den 50ern. Insbesondere seit 1995 unter Scholz & Friends mutierte der Spruch zu einem häufig eingesetzten und bekannten Werbespruch. Als Kampagnen-Claim soll er erhalten bleiben.
horizont.net, presseportal.de, turi2.de (Background)

“NZZ” und “FAZ” beenden ihre inhaltliche Kooperation.

NZZ und FAZ haben ihre redaktionelle Kooperation beendet. Sie zielte darauf ab, mit gemeinsamen Korrespondenten in Russland und Japan kostensparend, aber tiefgründig zu berichten. Beide Verlage äußern sich nicht zu Gründen. Die Schweizer "Handelszeitung" vermutet Zwist, weil die "NZZ" in Deutschland "eine forsche Expansionsstrategie verfolgt" und der "FAZ" womöglich Leser abjage. Die "NZZ" will nun ihre Kooperation mit dem "Handelsblatt" ausbauen.
handelszeitung.ch

agma: Überregionale Zeitungen können gegen den Auflagentrend Leser hinzugewinnen.

Überregionale Tageszeitungen gewinnen zum Teil trotz sinkender Auflage an Reichweite, so ein Ergebnis der aktuellen Analyse der Arbeitsgemeinschaft Media. Die "Bild" belibt trotz Verlusten von 8,4 % mit einer Reichweite von 8,63 Mio an der Spitze. Die "Süddeutsche Zeitung" (1,28 Mio, +2,4 %), die "FAZ" (0,83 Mio, +9,2 %) und die "Welt" (0,70 Mio, +6,1 %) gewinnen hinzu. Noch deutlicher gewinnen die Sonntagstitel "Welt am Sonntag" (0,99 Mio, +13,8 %) und "FAS" (0,83 Mio + 20,3 %), die "Zeit" verliert mit 1,77 Mio und -2,7 % leicht. Bei den regionalen Titel gibt es starke Schwankungen. Großer Gewinner laut agma ist hier die "Berliner Morgenpost" mit 0,31 Mio und einem Plus von 29,2 % und der "Donaukurier", der ein Plus von 25 % bei 0,2 Mio Reichweite erzielt. Insgesamt erreichen Tageszeitungen laut der Analyse eine Reichweite von 53,9 % der Bevölkerung-
meedia.de

Junge Zielgruppen: “FAZ” setzt auf Social, “Zeit” auf Podcasts.

Lese-Tipp: Große Verlage versuchen mit unterschiedlichen Strategien, junge Zielgruppen im Netz zu gewinnen, beobachtet Henrik Rampe. FAZ-Chef Thomas Lindner setzt auf Social Media und verzichtet auf ein Jugendportal, weil die "FAZ" nicht hippes Jugendmagazin spielen will. Zeit-Online-Chef Christian Röpke hat elf Podcasts im Portfolio, die nicht direkt Abos generieren, aber die Marke bilden sollen.
horizont.net

China sperrt nun auch “FAZ” und “Süddeutsche”.

Das Netz wird engmaschiger: China blockiert nun auch die Websites von "Süddeutsche" und "FAZ". Bisher blockierte das System vor allem große Tech-Plattformen und englischsprachige Medien, die über kritische Themen wie Tibet oder auch die Verfolgung der Uiguren in Xinjiang berichten. Auch die "Tagesschau" wird seit Ende Juni blockiert. Am Samstagfrüh ist u.a. Focus Online und Abendblatt.de geblockt, ein großes Ströer-Portal und ein Wirtschaftsblatt aus Düsseldorf bisher aber ebensowenig wie turi2.de, ergeben Tests mit VPN-Tunneln nach China.

Die Sperr-Infrastruktur, von Spöttern Große Chinesische Firewall genannt, gilt als die effizienteste Internet-Zensurmaschine der Welt diesseits vom plumpen Kappen des kompletten Datenverkehrs. Die Kriterien sind naturgemäß nicht bekannt. Das Netz in China ist seit jeher unfrei, die Zensur von aus chinesischer Perspektive eher kleiner Medien stellt aber eine neue Qualität dar. Grund könnten Berichte über die ungewöhnlich großen Proteste in Hong Kong gegen ein neues Auslieferungsgesetz sein.
sueddeutsche.de, faz.net, tagesschau.de

Mitarbeit: Dirk Stascheit

“FAZ” meldet wachsendes Digitalgeschäft und veränderten Aufsichtsrat.

Frankfurter Allgemeine Digitalzeitung: Die "FAZ" hat die rückläufigen Printerlöse dank wachsendem Digitalgeschäft in den ersten fünf Monaten "mehr als kompensiert". 2019 erwartet "FAZ"-Geschäftsführer Thomas Lindner ein positives Betriebsergebnis. Dafür sei "eine strenge Kostendisziplin" nötig. Die Bi­lanz­sum­me liegt 2018 bei 446,8 Mio Eu­ro.

Die Gesellschafterversammlung wählt Stefan Quandt und Joachim Rosengarten in den Aufsichtsrat. Andreas Barner und Karl Dietrich Seikel tauschen ihre Posten: Barner übernimmt den Vorsitz des Aufsichtsrats, Seikel wird Vorsitzender des Kuratoriums der FAZIT-Stiftung, Mehrheitseigner der "FAZ". Ludwig Georg Braun verlässt den Aufsichtsrat "nach Erreichen der satzungsmäßigen Altersgrenze".
"FAZ", S. 20 (Paid), turi2.de (Background)

Analyse: Umbau bei IQ Media könnte “Süddeutscher” und “FAZ” die Tür öffnen.

IQ Media: Der Umbau beim Holtzbrinck-Vermarkter könnte eine Brücke sein, um auch die "Süddeutsche" und die "FAZ" an Bord zu holen, schreibt Roland Pimpl. IQ Media kümmert sich künftig nur noch um Mediaagenturen und Mandanten, "SZ" und "FAZ" müssten somit nicht mehr befürchten, dass Holtzbrinck in einer Allianz "über Gebühr von ihren Kunden profitiert".
horizont.net (frei nach Registrierung), turi2.de (Background)

“Spiegel” analysiert Hintergründe des Steltzner-Abgangs bei der “FAZ”.


Frankfurter Allgemeine Zankerei: Markus Brauck und Ulrike Simon nehmen im "Spiegel" die Herausgeber der "FAZ" auseinander – Anlass ist der Abgang von Herausgeber Holger Steltzner. Der soll mit einem Redakteur über die Vertragsverlängerung von Feuilleton-Herausgeber Jürgen Kaube geprochen und gefragt haben, ob es nicht einen besseren Kandidaten für den Posten gäbe, u.a. mit mehr Digitalkompetenz. Als der Inhalt des Gesprächs den Aufsichtsrat erreichte, sei Stelzners Rauswurf innerhalb von Stunden beschlossen gewesen.

Simon und Brauck beschreiben die Herausgeber-Runde – Berthold Kohler, Jürgen Kaube und Werner D'Inka treffen sich mit den Autoren zum Interview – etwas verächtlich als "Teddybären". Kritische Fragen zur Zukunft der Zeitung und der wenig diversen Besetzung des Herausgeber-Gremiums beantworteten sie mit Ironie und "intellektuellen Spitzfindigkeiten". Der "Spiegel" zitiert aus einer "FAZ"-eigenen Analyse, wonach die Zeitung im Jahr 2030 stolze 190 Mio Euro Verlust einfahren würde, sollte die Print-Auflage weiter schrumpfen, sich das digitale Wachstum nicht beschleunigen und die Preise gleich bleiben.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow