Zitat: Bjarne Mädel hat der Bestell-Boom in der Pandemie “schockiert”.

"Was die Paketboten betrifft, bin ich der Meinung, man sollte einfach deutlich weniger bestellen. Oder wenn man schon etwas bestellt, sollte man zumindest daran denken, dass sich jemand anders für einen den Rücken kaputtmacht."

Schauspieler Bjarne Mädel wundert sich im Interview mit dem "Playboy" über die Online­shopping-Wut der Deutschen. Dass in der Pandemie so viel bestellt wurde, habe ihn "schockiert".
"Playboy" 11/2021 (Paid)

Hör-Tipp: Im Deutschen Film fehlt Diversität bei Alter und sexueller Orientierung.

Hör-Tipp: Das Filmmagazin von Deutschlandfunk Kultur beschäftigt sich mit Diversität im deutschen Film. Die Zahl von männlichen und weiblichen Rollen sei inzwischen fast gleichgroß. Mängel gebe es bei der sexuellen Orientierung und beim Alter. Silke Burmester, Journalistin und Gründerin des Portals Palais F*luxx, etwa kritisiert "ein konservatives Bild von Alter". Ältere Menschen, die normal leben, feiern und Sex haben, würden nicht abgebildet.
deutschlandfunkkultur.de (6-Min-Audio)

Zitat: Martin Moszkowicz fordert mehr Engagement von Streamingdiensten für Förderung.

"Die Streamer setzen sich in ein gemachtes Nest und nehmen gute Leute vom Markt, indem sie exklusive Verträge schließen. Das ist nicht marktgesund."

Constantin-Chef Martin Moszkowicz kritisiert im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" in Deutschland produzierende Streamingdienste. Diese würden Ressourcen nutzen, "die wir über zig Jahre aufgebaut haben", sich aber "nur ganz gering an den Fördersystemen beteiligen".
sueddeutsche.de (Paid)

Studie: Vielfalt im TV lässt immer noch zu wünschen übrig.

Noch zu tun: Die Geschlechtervielfalt im TV hat sich 2020 gegenüber 2016 zwar verbessert, bildet aber immer noch nicht die Gesellschaft ab, sagt eine Studie der Uni Rostock zur audiovisuellen Diversität, gefördert u.a. von ARD, ZDF, RTL und ProSieben. Demnach kommt über alle Programme und Genres hinweg auf zwei Männer nur eine Frau. Immerhin ist im fiktionalen Bereich fast 50:50 erreicht. Ältere Frauen sind weiterhin selten zu sehen, als Experten treten meist Männer auf, homosexuelle Protagonistinnen, People of Color oder Menschen mit Behinderungen sind unter­repräsentiert. RBB-Intendantin Patricia Schlesinger kündigt bei der Vorstellung der Ergebnisse an, ein "Tool" zu entwickeln, dass Diversität regelmäßig erfassen soll.
malisastiftung.org, dwdl.de, twitter.com/daniel_bouhs

Bild des Tages: Rakete fliegt russisches Filmteam zur ISS.

Schwereloses Drehbuch: Eine Sojus-Rakete startet am Dienstag vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur in Richtung Internationale Raumstation ISS. An Bord ist ein russisches Filmteam, das den ersten Kinofilm im Weltraum drehen will. Mindestens zwölf Tage wird die Crew im All bleiben. Die Besatzung der ISS wird ebenfalls Rollen im Streifen mit dem Arbeitstitel "Wysow" ("Herausforderung") spielen. (Foto: Dmitri Lovetsky / AP / Picture Alliance)
tagesschau.de, t3n.de

Disney und Scarlett Johansson einigen sich im Streit um entgangene Einnahmen.

Millionen-Deal: Disney und Scarlett Johansson einigen sich im Prozess um entgangene Einnahmen der Schauspielerin durch den Streaming-Frühstart des Films "Black Widow". Über die Höhe des Deals schweigen beide Parteien. Das US-Blog Deadline hört, dass Johansson "mehr als 40 Mio Dollar" erhält. Die Schauspielerin und Disney versichern sich gegenseitig ihre Verbundenheit und wollen künftig weiter zusammenarbeiten.
variety.com, deadline.com, turi2.de (Background)

Maria Furtwängler fordert Frauenquote bei ARD und ZDF.

TV-Quote mal anders: Maria Furtwängler (Foto) plädiert in der "Zeit" für eine Frauen­quote bei ARD und ZDF. Den Einwand, dass darunter die Kunst leide, will sie nicht gelten lassen. Sie vermutet eher einen Qualitäts­schub, wenn "spannende Filme­macherinnen, die bisher ausgegrenzt wurden, dann auch ihre Geschichten erzählen könnten". Ihre Tochter, Musikerin Elisabeth Furtwängler, fordert parallel eine Quote in der Musik­branche.
"Zeit" 40/2021 (Vorabmeldung)

Debatte: Apple TV+ ist zu langweilig.

Der Apfel fällt weit vom Stamm: Apple TV+, Streaming-Angebot des Tech-Riesen, wird den eigenen Maßstäben nicht gerecht, kritisiert Nils Jacobsen. Das Angebot sei "zu klein und zu langweilig" – woran auch vermeintliche Vorzeige-Produktionen wie The Morning Show nichts ändern können. Apple TV+ kranke vor allem daran, aus einem "blitzsauberen Konzern für die ganze Familie" zu kommen: Kontroverse Serien im Grenzbereich zwischen Politik, Sex und Crime seien deshalb "tabu".
meedia.de

Amazon schließt Deal mit Eddie Murphy.

Die Glücksritter: Amazon verpflichtet Schauspieler Eddie Murphy, 60, per Deal zu drei Hauptrollen in Filmen der hauseigenen Studios. Zudem soll Murphy eigene Filmprojekte für Amazon Prime Video entwickeln und dafür die Option auf die Hauptrolle erhalten. Das Abkommen ist eine Reaktion auf den Erfolg von "Der Prinz aus Zamunda 2", für den Amazon und Murphy bereits erfolgreich kooperiert hatten.
rnd.de

Schauspieler Willie Garson, 57, ist tot.

Willie Garson, 57, ist tot. Der Schauspieler starb am Dienstag, berichten mehrere US-Medien. Sein Sohn Nathen verabschiedet sich in einem Instagram-Post von seinem Vater. Die Todesursache wurde noch nicht bestätigt. Bekannt wurde er durch seine Rolle als Stanford Blatch in der Serie "Sex and the City". Zuletzt stand er noch für die Neuauflage der Kultserie um Sarah Jessica Parker vor der Kamera. Garson spielte außerdem in Serien wie "Friends", "Monk" und "CSI" mit.
spiegel.de, bild.de

Klick-Tipp: Pennen wie ein Promi.

Klick-Tipp: Die "Bild" empfiehlt ihren Leserinnen, wie ein Promi zu pennen und stöbert dafür Filmkulissen auf, in denen Fans bestimmter Produktionen nächtigen können. Besonders günstig schläft es sich im "Mein Baby gehört zu mir"-Hotel von Dirty Dancing. Bewunderer von blauem Blut müssen für eine Nacht in der Downtown Abbey-Kulisse Highclere Castle mit rund 1.000 Euro tiefer in die Tasche greifen.
bild.de (Paid)

Schauspieler Wilfried Dziallas, 77, ist tot.

Wilfried Dziallas, 77, ist tot. Der Schauspieler und Regisseur starb bereits am vergangenen Samstag in Hamburg an den Folgen einer Corona-Infektion. Dziallas spielte u.a. an der Seite von Evelyn Hamann in "Adelheid und ihre Mörder". Besonders bekannt war seine Rolle als "Revierleiter Bernd Voss" in der Serie "Großstadtrevier", die er von 2004 bis 2007 verkörperte.
ohnsorg.de, n-tv.de, spiegel.de

Harvey Weinstein plädiert in seinem kalifornischen Verfahren auf “nicht schuldig”.

Hollywood: Ex-Filmproduzent Harvey Weinstein plädiert in seinem in Los Angeles anhängigen Verfahren auf "nicht schuldig". Insgesamt liegen zehn Anklagepunkte gegen ihn vor, fünf Frauen werfen ihm u.a. Vergewaltigung vor. Weinstein wurde bereits im vergangenen Jahr in New York zu 23 Jahren Haft verurteilt.
tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Netflix kündigt 80 deutsche Produktionen bis 2023 an.

Binge-Filming: Netflix will in den kommenden zwei Jahren 500 Mio Euro in 80 deutschsprachige Serien, Filme und Dokus stecken, sagt der Gründer des Streaming-Dienstes Reed Hastings am Mittwoch bei der Eröffnung des Netflix-Büros in Berlin. Das sind doppelt so viele Produktionen wie bisher. Das Unternehmen verzeichnet knapp elf Mio Abos in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der Standort in Berlin-Friedrichshain mit 80 Mitarbeiterinnen ist neben Amsterdam, London, Madrid und Paris das fünfte Netflix-Büro in Europa. Die künftigen deutschen Produktionen sollen an internationale Erfolge wie "Unorthodox" und "How to sell drugs online (fast)" anknüpfen. Beim Termin kündigt Netflix für das kommende Jahr u. a. die Mystery-Serie "1899" von den Machern von "Dark" an. Gedreht wird sie in einem Studio in Babelsberg mit einer neuartigen LED-Technik, der Nachfolge des Greenscreens. Laut Hastings "die fortschrittlichste Produktionstechnik der Welt". Ein weiteres Serien-Highlight soll "The Empress" werden, eine Serie über Kaiserin Susi.

Produzent und Schauspieler Matthias Schweighöfer schwärmt bei der Einweihung des Büros von der Zusammenarbeit mit Netflix. "Bei einem Kinofilm kann schönes Wetter am Release-Wochenende den ganzen Film kaputtmachen." Beim Streaming-Dienst weiß er: "Das sieht die ganze Welt." Schweighöfer wird 2022 in einem Netflix-Film über zwei Schwestern aus Syrien zu sehen sein, die über das Schwimmen nach Deutschland und dann zu den Olympischen Spielen kommen.
turi2 – eigene Infos, dwdl.de

Disney setzt den Rest des Jahres wieder auf exklusive Kino-Auswertung seiner Filme.

Kino-Comeback: Disney schenkt allen Film-Neustarts des laufenden Jahres wieder eine exklusive Kino-Auswertung. 45 Tage lang sind die Streifen nur auf der großen Leinwand zu sehen, bevor Streaming-Dienst Disney+ zugreifen darf. In der Pandemie hatte der Micky-Maus-Konzern auf zeitgleiche Online- und Kino-Starts gesetzt und sich dabei mit Hollywood-Star Scarlett Johannson verkracht.
spiegel.de, bild.de, turi2.de (Background)

Ausfallfonds für Film- und TV-Produktionen werden verlängert.

Geldhahn bleibt offen: Bund und Länder verlängern die Corona-Ausfallfonds für Film- und TV-Produktionen, die eigentlich Ende September ausgelaufen wären, berichtet die "FAZ". Kino- und Serienproduktionen können den Bundes-Anteil des Ausfallfonds 1 bis Ende 2021 in Anspruch nehmen, bei Bedarf sogar bis zum 31. März 2022. Der von den Ländern sowie TV- und Streaming-Anbietern getragene Ausfallfonds 2 laufe bis 30. Juni 2022.
"FAZ", S. 15 (Paid)

Sky zeigt Doku zur “Ibiza-Affäre”.

Chronologie eines Skandals: Zeitlgleich zur Miniserie "Die Ibiza-Affäre" zeigt Sky auch eine Dokumentation zum österreichischen Polit-Skandal. Der 90-Minüter "Das Ibiza-Video: Ein journalistischer Krimi" ist ab dem 21. Oktober auf Sky Ticket und Sky Q zu sehen. Die Doku zeichnet die Recherchen der Journalisten Bastian Obermayer und Frederik Obermaier nach.
dwdl.de, derstandard.de, turi2.de (Background)

Debatte: Dokumentarfilmer wehrt sich gegen Rechnung nach Wald-Besetzung.

Teure Aufnahmen: Nach der Besetzung des Dannenröder Forsts im Herbst 2020 erhält der Dokumentarfilmer David Klammer (Foto) eine Rechnung von der hessischen Polizei: Über 1.200 Euro soll er für die Räumung aus den Baumhäusern zahlen, ähnlich wie die Aktivistinnen. Er hatte sich laut eigenen Angaben stets als Pressevertreter zu erkennen geben, auch der Polizei gegenüber. Mithilfe eines Anwalts wehrt er sich jetzt gegen die Rechnung.
freelens.com via bildblog.de

Produzentenallianz: On-Demand-Dienste sollen mehr in europäische Produktionen investieren.

Wunschzettel: Die Produzentenallianz fordert von der Politik, On-Demand-Dienste zur Investition in neue europäische audio-visuelle Produktionen zu verpflichten. Eine vergleichbare Regelung existiert bereits in Frankreich. Der Verband wünscht sich zudem steuerliche Rahmenbedingungen, die die "Realisierung von Film- und Fernsehproduktionen nicht mehr behindern".
dwdl.de, produzentenallianz.de

Deutsche Produktionsbranche hält sich beim Thema Impfpflicht zurück.

Nicht so streng: Anders als Netflix in den USA, prescht in Deutschland noch keine Produktionsfirma in Sachen Impfpflicht für Crew und Cast vor, schreibt Timo Niemeier bei DWDL. Mehrere angefragte Unternehmen wollen sich nicht zu Maßnahmen-Verschärfungen am Set äußern. Viele würden jedoch betonen, bei Mitarbeitenden und sonstigen Protagonistinnen für eine Impfung zu werben. Endemol Shine teilt mit, die 3G-Regel anzuwenden, weshalb man auch ungeimpfte Promis in seinen Shows engagieren würde.
dwdl.de

Schauspieler Jean-Paul Belmondo, 88, ist tot.

Jean-Paul Belmondo, 88, ist tot. Der französische Schauspieler starb am Montag in Paris, teilt sein Anwalt mit. Belmondo wurde berühmt durch seine Rolle in Jean-Luc Godards "Außer Atem" an der Seite von Jean Seberg. Seitdem galt er als Symbolfigur der rebellischen Jugend der 60er Jahre. Er drehte mit einflussreichen Regisseuren wie Jean-Pierre Melville, Claude Sautet und François Truffaut.
sueddeutsche.de, spiegel.de

Video-Tipp: Warum Disney sich schwer damit tut, Haltung zu zeigen.

Video-Tipp: Disney hat Probleme damit, Haltung zu zeigen, analysiert Philipp Walulis. Demnach legt der Micky-Maus-Konzern international verschiedene Maßstäbe an, was Wokeness angeht und schmeißt seine westlichen Werte in anderen Märkten wie China oder Singapur über Bord – etwa, wenn es um die Darstellung von Homosexualität in Filmen geht.
youtube.com (12-Min-Video)

Kevin Spacey dreht erstmals seit vier Jahren wieder in den USA.

Comeback auf Sparflamme: Der einstige Star-Schauspieler Kevin Spacey steht erstmals seit vier Jahren wieder für einen Film in den USA vor der Kamera. TMZ zufolge dreht Spacey im nordkalifornischen Dunsmuir für die Mini-Produktion Peter Five Eight. Seit den #MeToo-Missbrauchsvorwürfen von mehreren Männern im Jahr 2017 ist Spacey in Hollywood nicht mehr geduldet, Netflix z.B. warf ihn bei "House of Cards" raus.
tmz.com via n-tv.de

Zahl des Tages: Spider-Man-Trailer bricht Rekord.

Zahl des Tages: Historische 355,5 Mio Views hat der jüngste Spider-Man-Trailer weltweit binnen 24 Stunden eingefahren. Damit stößt der Netzschwinger die Avengers vom Thron, deren Trailer zum Film Endgame mit 289 Mio Sichtungen den Rekord hielt. 4,5 Mio Erwähnungen in den sozialen Medien am Release-Day stellen zudem ebenfalls einen Rekord dar.
deadline.com via cnet.com, youtube.com (3-Min-Video)

“Black Widow”: Scarlett Johanssons Anwalt lehnt außergerichtliche Einigung ab.

Disney will eine außergerichtliche Einigung mit Scarlett Johansson erzielen – deren Anwalt John Berlinski lehnt das aber ab und sieht große Erfolgschancen bei einer öffentlichen Verhandlung. Der Konzern versuche, "sein Fehlverhalten in einem vertraulichen Schiedsverfahren zu verbergen". Johansson hatte Disney für die zeitgleiche Veröffentlichung von "Black Widow" im Kino und bei Disney+ verklagt, ihr sei Gage entgangen. Kritikerinnen werfen Disney vor, frauenfeindlich auf die Klage reagiert zu haben. Disney wies die Klage bisher stets als unbegründet zurück.
rnd.de, theverge.com, turi2.de (Background)

Zitat: Cornelia Funke nutzt das Geld aus schlechten Verfilmungen für gute Projekte.

"Wenn ich Filmrechte verkaufe, habe ich meist wenig Hoffnung, dass das Ergebnis mir gefallen wird. 'Drachenreiter' war das bislang schlimmste Beispiel.

Kinderbuch-Autorin Cornelia Funke sagt im "stern"-Interview, dass sie das Geld für Filmrechte ihrer Bücher nutzt, "um viele Projekte zu unterstützen, die viel wichtiger sind als eine schlechte Verfilmung".
"stern" 34/2021, S. 52-56 (Paid)

Disney gibt im Streit um “Black Widow” nicht nach.

Disney will auch künftig die Entscheidungshoheit über die Vermarktung seiner Filme haben, sagt CEO Bob Chapek bei einem Analystinnen-Gespräch. Man werde auch in Zukunft "alle verfügbaren Optionen" nutzen. Darstellerin Scarlett Johansson hatte den Konzern verklagt, weil ihr durch den Streaming-Start Teile ihrer Gage entgangen sein sollen. Die Klage sei nicht gerechtfertigt und lasse zudem die Folgen der Corona-Pandemie außer Acht, sagt Disney dem "Business Insider".
businessinsider.com, golem.de

Lese-Tipp: Studio Babelsberg und sein Verhältnis zu Netflix.

Lese-Tipp: Netflix spielt globale Drehstandorte geschickt gegeneinander aus, schreibt Peter Steinkirchner in der "Wirtschaftswoche". Carl Woebcken, Chef von Studio Babelsberg, spricht von einem "ewigen Überlebenskampf". Das älteste Filmstudio der Welt will bei der künftigen Bundesregierung für neue Filmförderungs-Gesetze werben.
"Wirtschaftswoche" 33/2021, S. 55 (Paid)

Warner Bros zeigt neue Filme erst 45 Tage nach Kinostart online.

Warner Bros einigt sich mit der US-Kinokette AMC darauf, neue Filme 2022 frühestens 45 Tage nach dem Kinostart beim eigenen Streamingdienst HBO Max zu zeigen. In der Pandemie sind viel Studios dazu übergegangen, ihre Filme zeitgleich zum Kinostart online zu veröffentlichen – zum Ärger der Kinobetreiber. Vor Corona hatten Kinos neue Filme bis zu 90 Tagen exklusiv.
hollywoodreporter.com via theverge.com

“Guardian”: Marvel zahlt Comic-Autorinnen nur 5.000 Dollar bei Verfilmung.

Marvel, Comic-Studio von Disney, zahlt Autorinnen, deren Storys es in Verfilmungen schaffen, nur 5.000 Dollar – und schickt ihnen eine Einladung zur Premiere, berichtet der "Guardian". Ein Marvel-Sprecher sagt der Zeitung, dass Autorinnen die Firma wegen Verträgen kontaktieren könnten. Einzelne Autoren haben bereits Sondervereinbarungen getroffen.
theguardian.com, cnet.com

Disney wirft Scarlett Johansson eine “orchestrierte PR-Kampagne” vor.

Disney wehrt sich erneut gegen die Vorwürfe von "Black-Widow"-Star Scarlett Johansson (Foto). Disney-Anwalt Daniel Petrocelli wirft der Schauspielerin eine "hochgradig orchestrierte PR-Kampagne" gegen den Konzern vor, um öffentlichen Druck auf einen vermeintlich aussichtslosen Gerichtsprozess aufzubauen. Demnach sei der Film wie vertraglich vereinbart auf mindestens 1.500 Kinoleinwänden zu sehen gewesen, auf 9.000 in den USA und 30.000 weltweit. Die US-Schauspielergewerkschaft kritisiert den "frauenfeindlichen Ton" von Disney. Johansson hatte Disney für den zeitgleichen Start von "Black Widow" im Kino und bei Disney+ verklagt, durch die Streaming-Veröffentlichung sei ihr Gage entgangen.
variety.com via sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Paramount+ kommt nach Deutschland und kooperiert mit Sky.

Versetzen Berge: ViacomCBS bringt seinen Streaming-Dienst Paramount+ im kommenden Jahr nach Deutschland und kooperiert dabei mit Sky. Abonnentinnen des Filmpakets bekommen kostenfreien Zugang zu den knapp 10.000 Stunden Content. Zudem sollen Paramount-Spielfilme ab 2022 auch auf dem linearen Pay-TV-Kanal Sky Cinema laufen. Paramount+ soll aber auch ohne Sky abonnierbar sein.
wuv.de

Harvey Weinstein kann Klagen nicht wegen Verjährung einstellen lassen.

Muss sich stellen: Ex-Hollywood-Produzent Harvey Weinstein scheitert vor Gericht, wo er drei seiner fünf in Los Angeles anhängigen Klagen wegen Verjährung abweisen lassen wollte. Lediglich eine der Frauen, die ihm Vergewaltigung oder Nötigung vorwerfen, wird aus dem Verfahren ausgeschlossen. Weinstein droht ein Freiheitsentzug von bis zu 140 Jahren. In New York ist er bereits zu 23 Jahren verurteilt worden.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Scarlett Johansson verklagt Disney wegen Streaming von “Black Widow”.

Zoff um Mäuse: Die US-Schauspielerin Scarlett Johansson verklagt Disney wegen des gleichzeitigen Starts des Marvel-Superheldenfilms Black Widow im Kino und beim Streaming-Dienst Disney+. Die Hauptdarstellerin wirft dem Micky-Maus-Konzern Vertragsbruch vor. In Los Angeles habe sie eine entsprechende Klage eingereicht. Disney habe ihr einen exklusiven Kinostart von "Black Widow" versprochen, ihre Vergütung basiere großteils auf den Kinoeinnahmen. Disney wehrt sich gegen die Vorwürfe und bezeichnet die Klage der Darstellerin als "unbegründet". Durch den Release bei Disney+ habe man Johannsons "Möglichkeiten für zusätzliche Einnahmen über die bereits erhaltenen 20 Mio US-Dollar hinaus deutlich erhöht". "Black Widow" ist in den USA am 9. Juli gestartet, sowohl im Kino als auch bei Disney+. Weltweit hat der Film am ersten Kinowochenende 158 Mio Dollar eingespielt, weitere 60 Mio Dollar kamen durch Streaming zustande.

Disney ist nicht das einzige Filmstudio, das seit der Corona-Pandemie auf ein hybrides Veröffentlichungs-Modell seiner Filmproduktionen setzt. Auch Warner stellt neue Filme inzwischen parallel zum Kinostart auf seiner Streaming-Plattform HBO Max zur Verfügung – und will mittelfristig daran festhalten.
rnd.de, spiegel.de, wsj.com, deadline.com

Schauspieler Herbert Köfer, 100, ist tot.

Herbert Köfer, 100, ist tot. Der Schauspieler starb am Samstag, sagt seine Witwe der dpa. In seiner 80 Jahre umspannenden Karriere stand Herbert Köfer bis zuletzt auf der Bühne. Besonders bekannt war er für seine Rolle als Opa Paul Schmidt in der DDR-Serie "Rentner haben niemals Zeit". Er begleitete das DDR-Fernsehen von seinen Anfängen, damals als Nachrichtensprecher, bis zur letzten Sendung an Silvester 1991.
faz.net, bild.de

Zitat: Franka Potente über Sexismus unter Führungskräften in der Filmindustrie.

"Zugespitzt formuliert: Die Entscheidungsträger sind oft Männer einer gewissen Generation, die glauben, Frauen würden ständig frieren, weinen und ihre Tage haben. Und dass man ihnen deshalb kein Filmbudget anvertrauen kann."

Schauspielerin und Regiedebütantin Franka Potente sagt die Diskussion über die Benachteiligung von Frauen in der Filmbranche sei "fast schon schmerzhaft", aber müsse geführt werden "bis es auch der letzte Heini verstanden hat".
zeitung.sueddeutsche.de (Paid)

Debatte: Darstellerin Gesine Cukrowski kritisiert die vielen Film-Wiederholungen in der ARD.

Wiederholungs-Wahn: Schauspielerin Gesine Cukrowski kritisiert in der "Süddeutschen Zeitung" die "permanenten" Wiederholungen ihrer Filme in der ARD. In 13 Jahren seien in den Dritten 770 Wiederholungen von 14 Filmen mit ihr gesendet worden – "im Schnitt jede Woche ein Film". Durch die starke Präsenz würde fälschlicherweise der Eindruck entstehen, "man hätte ständig zu tun". Dadurch komme es zu einer "Übersättigung bei den Zuschauern, die dann natürlich von Nachteil ist."
sueddeutsche.de (Paid)