“Industrie geht zu kleine Schritte”: Topmodel Barbara Meier will, dass Nachhaltigkeit in Mode kommt.


Grün verdient (noch) kein Geld: Topmodel Barbara Meier setzt sich für nachhaltige Mode ein – und fordert am heutigen Klima-Streiktag: "Cool und fair muss zusammen kommen." Meier richtet im Video-Interview beim Focus Inner Circle kritische Worte an die Modeindustrie: Sie gehe viel zu kleine Schritte. "Wenn ich als Model nicht mehr für unfaire Textilien arbeiten würde, müsste ich meinen Job aufgeben", sagt Meier im Interview von "Horizont" und turi2.tv.

Medien wie Instagram seien "nicht gerade förderlich" für ihre Mission, mehr Umweltbewusstsein zu etablieren. Stars in sozialen Medien lebten vor, man müsse jeden Tag ein anderes Outfit tragen. Dabei würden viele geliehene Kleidung tragen, während junge Menschen einmal gekaufte Kleidung in den Müll werfen. Influencer, Blogger, Journalisten und alle Verbraucher haben nach Meiers Meinung eine besondere Verantwortung, nachhaltiges Verhalten zu zeigen – denn die Wirtschaft werde sich eher langsam bewegen.
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Germanys next Topmodel Barbara Meier über Marken und Werbung (Februar 2016).

Nielsen: Publikumszeitschriften erholen sich leicht beim Anzeigengeschäft.

Publikumszeitschriften erholen sich im Anzeigengeschäft ein bisschen – in den ersten acht Monaten 2019 sinken die Anzeigenumsätze laut Nielsen um 3 %, zum Halbjahr waren es noch 3,5 %. Für "Bild am Sonntag" und "Focus" geht es mit -20 % bzw. -17,9 % weiter bergab. Der "stern" bleibt zwar weiterhin im Plus, jedoch sinkt dieses von 21,3 % (Halbjahr) auf 18,7 %.
meedia.de

BR-Rundfunkrat will nur noch unbefangene Mitglieder haben.

BR-Rundfunkrat will seine Zusammensetzung reformieren, um Interessenskonflikte zu vermeiden. Kirchenvertreter Lorenz Wolf, Chef des Kontrollgremiums, fordert vom Landtag neue gesetzliche Bestimmungen zu Befangenheiten und Karenzzeiten. Auch die Zeitungsverleger sollen nicht mehr im Gremium vertreten sein. Anlass für den Wunsch nach Veränderung ist der Fall Helmut Markwort: Der "Focus"-Gründer sitzt als FDP-Abgeordneter im BR-Rundfunkrat, obwohl er selbst an Privatsendern beteiligt ist.
sueddeutsche.de

Zitat: Jan Fleischhauer sagt, er wurde beim “Spiegel” nicht “rausgemobbt”.

"Bei der 'Süddeutschen' wäre das mit mir zwei Wochen gut gegangen. Dann wäre ich von der politischen Abteilung standrechtlich erschossen worden."

Ex-Kolumnist Jan Fleischhauer nennt den "Spiegel" im Interview mit "Kress Pro" ein "liberales Haus" und sagt zu seinem Abgang nach 30 Jahren, er sei nicht rausgemobbt worden.
"Kress Pro" 6/2019, S. 70-73 (Paid)

weitere Zitate:

- über den Grund für seinen Wechsel:

"Wenn man wie ich 57 Jahre alt ist, ahnt man, dass es so viele Angebote mutmaßlich auch nicht mehr geben wird."

- wie sich seine Kolumne beim "Focus" ändern wird:

"Die direkte Reibung zum 'Spiegel' fällt weg, klar. Aber die Reibung zum medialen Gesamtumfeld wird bleiben. Ich habe nicht den Eindruck, dass ich dort von lauter konservativen und rechten Journalisten umgeben bin."

ProQuote: “stern” strahlt mit knapp 53 % Frauenanteil in Führungs-Jobs.

stern erreicht als erstes Leitmedium einen Frauenanteil von mehr als 50 % in Führungspositionen der Print-Redaktion, zählt ProQuote. Die Zeitschrift besetzt alle Leitungsjobs mit gemischten Doppelspitzen und erreicht so 52,5 %. Der "Spiegel" meldet einen Frauenanteil von knapp 39 %, die "Süddeutsche" 32,6 %. Schlusslicht ist "Focus" mit nur 11,8 % Frauen.
meedia.de

Nielsen-Ranking: “stern” gewinnt Anzeigenumsätze, der Gesamtmarkt verliert.

Publikumszeitschriften verlieren laut Nielsen-Ranking 3,5 % ihrer Anzeigenumsätze im 1. Halbjahr. Massiv gewinnen kann jedoch die TV-Beilage "Prisma": Analog zur Auflage wachsen die Umsätze um 44 %. Der "stern" legt trotz sinkender Auflage und Reichweite 21,3 % beim Umsatz zu. Düster sieht es u.a. für "Birgitte" mit -11,6% aus, für "Bild am Sonntag" mit -17,3 % sowie für "Focus" mit -17,7 %.
meedia.de

Medien verlieren immer mehr Entscheider – Print bricht ein.

Große Medienmarken erreichen fast durch die Bank weniger Entscheider, ergibt die Leseranalyse LAE. Print büßt massiv ein: die werktägliche "Welt" minus 17,1 %, Handelsblatt verliert 14,4 % Entscheider und auch die Print-"Zeit" liegt bei minus 11,6 %. "Focus Money" büßt 28,1 % ein, "Brand Eins" 15,7 %. Auch viele Medien-Websites werden seltener von den 2,9 Mio Entscheidern in Deutschland besucht: Focus Online verliert 16,4 % in dieser Zielgruppe, sueddeutsche.de 12 %. Hingegen gewinnt welt.de 9,4 % Entscheider hinzu. Ein Lichtblick unter 21 Titeln ist das "Handwerk Magazin", das crossmedial sein Niveau hält und gedruckt sogar leicht gewinnt. Die meisten Entscheider über alle Ausspielwege hinweg, nämlich 52,5 %, erreicht die Marke "Spiegel".
meedia.de, lae.de

Presserat erklärt “Focus Money” die Bedeutung von Anführungszeichen, schreibt Stefan Niggemeier.

Presserat muss "Focus Money" die Bedeutung von Anführungszeichen erklären, schreibt Stefan Niggemeier über die vergangene Woche ausgesprochene Rüge gegen das Titelseiten-Zitat von Alan Greenspan. Chefredakteur Frank Pöpsel räumt ein, dass der Ex-US-Notenbankchef den Satz "Wer Verstand hat, kauft Gold" nicht wörtlich gesagt hat. Das Zitat sei komprimiert, aber inhaltlich durch Aussagen von Greenspan gedeckt. Ein "durchschnittlich verständiger Leser" müsse die Überschrift in Anführungszeichen "zwingend als wörtliches Zitat auffassen", kontert der Presserat.
uebermedien.de, presserat.de (Rüge)

“Tech-Konzerne zu zerschlagen wäre saudumm”: Frank Thelen will lieber “deutschen Champion” aufbauen.


Anpacken statt verbieten: Investor Frank Thelen findet es schlicht "saudumm", massiv wachsende Internet-Unternehmen wie Google und Facebook zwangsweise aufzuspalten. Thelen geht unternehmerisch an die Sache und kündigt im Video-Interview beim "Focus" Inner Circle an, in Deutschland einen Innovations-Champion aufbauen zu wollen. Sein Fokus liegt auf Blockchain, Energie und digital vernetzter Mobilität. Deshalb tritt Thelen bei der Vox-Show "Die Höhle der Löwen" kürzer: "Ich will mich jetzt mehr auf Zukunftstechnologien konzentrieren."

Thelen warnt die wirtschaftlich florierende Gesellschaft vor zu viel Gelassenheit: "Uns geht es heutzutage noch sehr gut. Industrien, die wir haben, wie die Autoindustrie, die blühen noch. Die werfen noch tolle Gewinne ab. Aber das wird sich sehr bald ändern." In den neuen Leit-Industrien sei Deutschland hinten dran, obwohl es an der Zeit sei, ein Gegengewicht zu GAFA (Google, Apple, Facebook, Amazon) aus den Vereinigten Staaten und BAT (Baidu, Alibaba, Tencent) aus China aufzubauen. Aber: "Erstmal müssen wir überhaupt digital werden", sagt Thelen im Video von "Horizont" und turi2.tv.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Frank Thelen über die notwendige Digitalisierung der kompletten Verlagswelt.

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BR-Rundfunkrat lehnt Helmut Markwort als neues Mitglied ab.


Radio kills the Rundfunkrat-Star: Die FDP will, dass Helmut Markwort einen Platz im neuen BR-Rundfunkrat bekommt, der lehnt ab. Das Aufsichtsgremium des Senders sieht einen Konflikt mit dem Bayerischen Rundfunkgesetz, u.a. wegen möglicher Interessenkonflikte wegen Markworts Radio-Beteiligungen und -Aktivitäten. Der Rundfunkrat fordert vom Landtag, ein anderes Mitglied zu entsenden. "Focus"-Gründer Markwort kritisiert die Entscheidung scharf und widerspricht ihr in einem Schreiben seines Anwalts. Der Bayerische Rundfunk wolle "sich seine Kontrolleure selbst aussuchen".
t-online.de