“Spiegel”: Robert Schneider wird Co-Chefredakteur der “Bild”.


Neuer Fokus: Robert Schneider, seit 2016 Chef von Burdas "Focus", soll neuer Chefredakteur der "Bild" werden, berichtet der "Spiegel". Demnach zieht er in die zweite Führungsebene ein und berichtet künftig an Johannes Boie, der Vorsitzender der Chefredaktion bleiben soll. Bisher leiten Claus Strunz, verantwortlich für Bild-TV, und Alexandra Würzbach, verantwortlich für die "Bild am Sonntag", mit Boie das Boulevardblatt. Der "Spiegel" berichtet unter Berufung auf interne Quellen bei Springer, dass die beiden vor der Ablösung stehen könnten. Die Verpflichtung von Robert Schneider bestätigt Springer inzwischen.

Boie war vor knapp einem Jahr als Krisenmanager angetreten – nach dem unrühmlichen Abgang seines Vorgängers Julian Reichelt war die Redaktion in Aufruhr. Das Klima in der Redaktion habe Boie verbessert, schreibt der "Spiegel". Zweifel gab es am früheren Kulturredakteur der "Süddeutschen Zeitung" und Ex-Chef der "Welt am Sonntag" eher, weil er keine Boulevard-Erfahrung mitbrachte.
spiegel.de, horizont.net

Hans-Peter Siebenhaar wird Chefautor bei “Focus Money”.

Geld ist Chefsache: Der frühere "Handels­blatt"-Journalist Hans-Peter Siebenhaar wird ab Dezember Chef­autor und damit Teil der Chef­redaktion bei "Focus Money". Siebenhaar hat zuletzt als Freier u.a. für "Süddeutsche" und "Manager Magazin" geschrieben, nachdem er kurzzeitig Kommunikations­­chef beim Mineralöl- und Gaskonzern OMV war. Zwischen 2000 und 2021 war er beim "Handels­blatt" tätig.
burda.com, turi2.de (Background)

“Focus” startet investigativen True-Crime-Podcast mit Thilo Mischke.

Finanzkrimi: In dem investigativen True-Crime-Podcast "Missing Magic Money" beschäftigt sich "Focus"-Reporter Thilo Mischke mit dem bisher ungelösten Diebstahl bei der ersten großen Kryptobörse Mt. Gox im Jahr 2014, bei dem fast 750.000 Bitcoins (heutiger Wert: 34 Mrd Dollar) verschwinden. Focus will die Enthüllungen mit einer umfassenden crossmedialen Kampagne in Print, Online und Social Media begleiten. Die sechs Folgen erscheinen ab dem 29. November.
burda.com

Meistgeklickter Kopf gestern war Julian Reichelt.

Meistgeklickter Kopf gestern war Julian Reichelt. Der Ex-"Bild"-Chef und heutige Krawall-YouTuber feiert sich selbst dafür, mehr Abonnenten zu haben als der Kanal von "Focus". Auf ihn folgt die Politik-Chefreporterin von Welt TV, Franca Lehfeldt. Die Boulevard-Presse freut sich derzeit über den ersten gemeinsamen Auftritt von ihr mit Ehemann Christian Linder.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 19.10.2022)

Zahl des Tages: Julian Reichelt feiert sich für 189.000 YouTube-Abonnentinnen.

Zahl des Tages: Genau 189.000 Abonnentinnen hat Julian Reichelt mit seinem YouTube-Kanal "Achtung, Reichelt!". Auf Twitter feiert er sich dafür, den YouTube-Kanal von "Focus" (188.000) überholt zu haben. Seinem Ex-Arbeitgeber "Bild" folgen aber immerhin 1,9 Mio. Reichelts Kanal ist vor sechs Monaten als Fan-Kanal mit dem Namen "Reichelt Ultras" gestartet und hat bisher 100 Videos veröffentlicht. Vor drei Monaten hat Reichelt ihn zu seinem offiziellen Kanal gemacht.
twitter.com, turi2.de (Background)

“Focus”: Produzent zahlte Olympia-Attentäter 2.000 Dollar für ARD-Doku.


Murder Money: Für seine Aussagen in der ARD-Doku Tod und Spiele hat ein palästinensischer Terrorist, der beim Olympia-Attentat in München 1972 mehrere Menschen getötet hat, 2.000 US-Dollar bekommen, schreibt der "Focus". Die Produktionsfirma Looksfilm habe Mohammed Safady das Geld mehrere Monate nach den Dreharbeiten für die Nutzungsrechte an Interview, Dokumenten und Fotos gezahlt – obwohl die beteiligten Sender SWR, RBB und BR vereinbart hatten, keine Honorare an noch lebende Geiselnehmer herauszugeben. Die ARD betont, nichts von der Zahlung gewusst zu haben und erst durch die "Focus-Anfrage" davon erfahren zu haben. Der Produzent habe zuvor "mehrfach versichert", auf Honorar verzichtet zu haben, heißt es aus der ARD-Pressestelle. Die Sprecherin der Opfer-Familien Ankie Spitzer sieht darin einen "Medienskandal". Sie könne es nicht verstehen, "dass Killer für ihre menschenverachtenden Aussagen mit Geld bezahlt werden". Safady sagt in der Doku, er bereue seine "heroische" Tat nicht. (Bild: SWR)

Korrektur 17.35 Uhr: In einer früheren Version hatten wir geschrieben, der Produzent habe 2.000 Euro Honorar an den Attentäter gezahlt.
focus.de, presseportal.de

Lese-Tipp: Warum der Staat Bürgerinnen nicht einfach Geld überweist.

Lese-Tipp: Österreich überweist seinen Bürgerinnen einen "Klima- und Anti­teuerungs­bonus" von 500 Euro direkt aufs Konto. In Deutschland nimmt das Geld den Umweg über Entlastungs­pakete. Laut Finanz­minister Christian Lindner könne der Staat nicht einfach "auf einen Knopf drücken" und das Geld überweisen – aber warum eigentlich nicht? Focus-Online-Redakteur Florian Reiter begibt sich auf "eine Spuren­suche in den Untiefen der deutschen Bürokratie".
focus.de

Helmut Markwort beleuchtet die “Verschleierungskette” im Fall Reinhard Scolik.


Guter Rat ist teuer: "Focus"-Kolumnist Helmut Markwort, selbst Mitglied des BR-Rundfunkrats, beleuchtet die "Verschleierungskette" im Fall des ehemaligen BR-Programmdirektors Reinhard Scolik (Foto). Der Rundfunkrat habe zweimal über Scolik diskutiert: Einmal aufgrund seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung im Juli 2020, bei der die Rundfunkräte nur mit Ja oder Nein stimmen durften – aus Markworts Sicht "hochproblematisch". Als es nur acht Monate später um die vorzeitige Aufhebung von Scoliks Vertrag ging, waren Fragen zu den Gründen und zur Höhe der Abfindung nur in einer nicht öffentlichen Sitzung erwünscht.

Auch der Ausschluss der Öffentlichkeit erleuchtete den Rundfunkrat allerdings nicht: Die Höhe von Scoliks Abfindung von bis zu 700.000 Euro wollte der Sender dem Gremium nicht nennen. Über die Vereinbarung sei "Stillschweigen vereinbart worden". Zu Gerüchten, der gebürtige Österreicher Scolik hätte bevorzugt eine Wiener Firma "mit bayerischen Aufträgen versorgt", erhielt der Rat ebenfalls keine Auskunft – aus "wettbewerbsrechtlichen Gründen". Markworts Fazit: "Die Mächtigen des Senders lassen die Rundfunkräte nicht gern in ihre Zahlen gucken."
"Focus" 37/2022, S. 114 (€), turi2.de (Background)

turi2 edition #18: Wann kommt der nächste Finanzcrash, Georg Meck?


Moneten-Propheten: Vom Auf und Ab der Börse profitieren vor allem die Schwarzseher, die mit der Angst der Kundschaft ein hübsches Sümmchen machen, schreibt Georg Meck im Gastbeitrag für die turi2 edition #18. Der Chefredakteur von “Focus Money” warnt davor, statt in Aktien in Kartoffeln zu investieren – denn auch das üppigste Gemüsebeet sei bei Weitem nicht so ertragreich wie ein Depot. Weiterlesen >>>

Zitat: “Focus Money”-Chef Georg Meck hält Absprachen mit Wirtschaftsbossen für überholt.

"Die Zeiten, in denen alte Kollegen ein Abendessen mit einem Vorstandsvorsitzenden hatten und dann abgesprochen haben, in zwei Wochen darüber zu berichten, sind lange vorbei."

Für "Focus Money"-Chefredakteur Georg Meck ist der Finanz- und Wirtschaftsjournalismus innerhalb der vergangenen 30 Jahre schneller, wettbewerbsorientierter und auch investigativer geworden. Trotzdem gebe es noch immer Fälle "bei denen eine ganze Branche Fehlentwicklungen zu spät erkennt".
meedia.de (Paid)

“Focus” gründet digitales Weiterbildungsangebot.

Focussiert lernen: "Focus" ruft den "Focus Campus" ins Leben und bietet in Kooperation mit der Allensbach Hochschule Konstanz berufsbegleitende digitale Fortbildungen für Fach- und Führungskräfte an. Das Angebot umfasst zurzeit 20 zertifizierte, kostenpflichtige Kurse im Fernstudium. Die erworbenen Leistungspunkte lassen sich auch auf spätere akademische Weiterbildungen und Studiengänge anrechnen.
burda.com, focus-campus.de

Frank Pöpsel wird Geschäftsführender Chefredakteur beim Finanzen Verlag.

Bleibt beim Geld: Der langjährige Chefredakteur von "Focus Money", Frank Pöpsel, wechselt als Geschäfts­führender Chef­redakteur zum Finanzen Verlag. Der Finanz­journalist ist nach der Übernahme durch die Börsenmedien AG für die inhaltliche Ausrichtung der Publikationen verantwortlich, zu denen u.a. Börse Online, "Euro am Sonntag" und "Euro" gehören.
meedia.de

Sara Sievert ist seit Januar neue Chefreporterin Politik bei Focus Online.

Focus Online hat Sara Sievert zur Chefreporterin Politik befördert, schon seit Januar berichtet die Journalistin in dieser Funktion über das politische Geschehen in Berlin. Seit Mai 2021 ist Sievert bereits als Innenpolitik-Redakteurin an Bord, zuvor schrieb sie auch für das Print-Magazin. Sievert volontierte an der Burda Journalistenschule.
twitter.com, de.linkedin.com (Profil Sievert)

Thorsten Fleischhauer wechselt als Foto-Chef von “Focus” zu “Bild”.

Fotografisches Gedächtnis: "Bild" holt Thorsten Fleischhauer als neuen Foto-Chef vom "Focus". Er folgt damit auf Visual Director Christian Langbehn, der Springer zum 1. Februar verlässt. Für Fleischhauer ist es eine Rückkehr an seinen alten Arbeitsplatz: Zwischen 2000 und 2013 war er bereits bei der "Bild" in verschiedenen Positionen tätig, u.a. als Foto-Chef.
per Mail

Basta: “Focus” hat viel um die Ohren und recycelt einen Titel von 2015.

Wiederholungstäter: Der "Focus" recycelt seine Titelstory "Hilfe für das Ohr" in der aktuellen Ausgabe. Vor beinahe genau sechs Jahren hat das Nachrichten-Magazin auf dem Cover schonmal mit den Themen wie Schwindel, Tinnitus und Hörverlust geworben. Besonders treuen Abonnentinnen dürfte bei dieser Dublette wohl zwar nicht das Hören vergehen, aber sehr wohl das Lesen.
turi2 – eigene Infos

Lese-Tipp: “Focus” widmet sich dem Phänomen der Taliban-Influencer.

Lese-Tipp: Der "Focus" interviewt in der aktuellen Ausgabe einen afghanischen Taliban-Kämpfer, der als Influencer und Propagandist für die selbsternannten Gotteskrieger in den Sozialen Netzwerken unterwegs ist. Auch in Afghanistan spielen die Online-Medien eine immer wichtigere Rolle, sind Smartphones weit verbreitet. Den Vormarsch der Taliban begleitete deshalb auch eine breit angelegte Online-Propaganda-Offensive, getragen von einer neuen technikaffinen Taliban-Generation, schreibt "Focus".
"Focus" 39/2021, S. 48-50 (Paid)

“Focus” holt die Fakten zurück in seinen Claim.

Burda schraubt an der Eigenwerbung für den "Focus" und holt die Fakten zurück: "Focus – hier sind die Fakten", lautet der neue Claim des Nachrichten-Magazins, der an "Fakten, Fakten, Fakten" von Gründer Helmut Markwort erinnert. Die Kampagne von der Agentur Vasataschröder feiert mit der Ausgabe, die heute Abend erscheint, Premiere. Sie soll in TV, Hörfunk, Print und Online laufen und umfasst u.a. auch einen neuen Image-Spot. "Die Bedeutung von unabhängigem, faktenbasiertem Qualitätsjournalismus wird durch die Digitalisierung und einem sehr schnellen Medienkonsum stetig relevanter. 'Focus' hilft, sich auf Basis von objektiv vermittelten, relevanten Informationen eine Meinung zu bilden", zitiert wuv.de Manuela Kampp-Wirtz, Chief Publishing Officer des Burda-Verlags.
wuv.de, youtube.com (25-Sek-Spot)

Internetstörung legt weltweit Websites lahm.

Lockdown: Weltweit sind am Donnerstag gegen 18 Uhr etliche Websites ausgefallen oder nur eingeschränkt nutzbar gewesen. Betroffen gewesen sind z.B. die deutschen Nachrichtenportale Bild.de, stern.de, focus.de und RTL.de. International waren u.a. die Seiten von Google, Microsoft, Amazon, UPS und der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines nicht abrufbar. Gegen 18.30 Uhr hat die schwedische Website-Überwachungsplattform Pingdom laut "Bild" 30.000 Website-Ausfälle gezählt, gegen 19 Uhr waren es immerhin noch 22.000. Laut dem Blatt habe die Störung rund 40 Minuten angedauert, danach seien erste Websites wieder erreichbar gewesen. Grund sind technische Probleme beim US-Server-Anbieter Akamai gewesen. Der dort eingesetzte Edge-DNS-Service schützt normalerweise vor Überlastungs-Attacken. Inzwischen funktioniert dieser Dienst wieder normal, man werde die Situation aber weiter beobachten. Das Unternehmen betont, dass es keine Cyberattacke gegeben habe.

Erst Anfang Juni hatte es eine ähnlich große Internetstörung durch einen Konfigurationsfehler beim US-Cloud-Dienst Fastly gegeben. Damals hat es u.a. Reddit, die "New York Times" und Twitch erwischt. Die Seiten waren für circa eine Stunde nicht erreichbar.
bild.de, stern.de, t-online.de, twitter.com

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Georg Meck wird Chefredakteur von “Focus Money”.

Zurück in die Zukunft: Wirtschaftsjournalist Georg Meck (54) verlässt die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" und löst ab Oktober Frank Pöpsel als Chefredakteur bei "Focus Money" ab. Pöpsel, der das Magazin seit mehr als 20 Jahren führt, verlasse das Unternehmen auf eigenen Wunsch, teilt der Verlag mit. Burda-Vorstand Philipp Welte nennt Meck "einen der renommiertesten Wirtschaftsjournalisten des Landes". Meck begann 1994 seine Karriere beim "Focus", ehe er 2001 zur "FAZ" wechselte und 2016 Wirtschafts-Chef der "FAS" wurde. Er freut sich, "mit einem führenden Wirtschaftsmagazin neu anzugreifen", sagt Meck.

Mecks Nachfolge wird weiblicher: Maja Brankovic tritt ab 1. September zunächst als Vize-Ressortleiterin an. Erst ab 1. März 2022 wird sie gemeinsam mit Patrick Bernau und Stellvertreter Ralph Bollmann das Ressort als verantwortliche Redakteurin leiten. Brankovic arbeitet bisher im Wirtschaftsressort der "FAS", betreut die Seite "Der Volkswirt" und ist Co-Host des Podcasts Finanzen und Immobilien.
burda.com, faz.net

Thomas Tuma wird Chefautor beim “Focus”.

Neuer Arbeitsfocus: Burda holt Thomas Tuma zum "Focus". Beim Nachrichtenmagazin besetzt er die neu geschaffene Position des Chefautors und schreibt als solcher "ressortübergreifend zu wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Themen". Tuma wird zugleich Mitglied der "Focus"-Chefredaktion. Bis Ende 2020 war Tuma stellvertretender Chefredakteur beim "Handelsblatt" und verantwortete dort auch das "Handelsblatt Magazin". Zuvor wirkte Tuma bereits für den "Spiegel" und der "stern".
burda.com, turi2.de (Background)