In zehn Jahren sind die Innenstädte abgasfrei – Tier-Gründer Julian Blessin im Interview.


E-Visionen: Julian Blessin glaubt, dass unsere Innenstädte in zehn Jahren rauch- also abgasfrei sein werden. Der Mitgründer des E-Scooter-Verleihers Tier stellt schon heute in 43 Städten weltweit rollende Mobilitäts-Alternativen bereit – in Form der mintgrünen Miet-Roller. Im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv am Rande des Focus Inner Circle in Berlin erinnert er daran, dass in Deutschland seit mehr als zehn Jahren in Restaurants nicht mehr geraucht wird. "Ich denke, wenn man in zehn Jahren zurückschaut, wird es ähnlich sein, dass man sich gar nicht mehr vorstellen kann, wie wir unsere Innenstädte vollgeraucht haben."

Dass die E-Roller-Ära mit einigen Kinderkrankheiten kämpft, sich etwa Passanten und Anwohner über unmöglich abgestellte Roller ärgern, sieht Blessin auch und sagt, dass dafür "leider einige wenige" Kunden verantwortlich seien, "die wir hoffentlich auch noch zu besserem Verhalten erziehen können". Blessin hofft – neben der Emissionsfreiheit – auch die übrige Öko-Bilanz der Roller zu verbessern. Die ersten Geräte, die Tier und andere Anbieter auf die Straße gestellt hatten, seien Konsumergeräte gewesen, deswegen seien sie oft so schnell kaputt gegangen. Von der neuesten Roller-Generation erwartet sich Blessin eine durchschnittliche Nutzungszeit von mehr als 24 Monaten.
turi2.tv (4-Min-Video auf YouTube)

Vom E-Roller bis zum Flugtaxi: Wie Franz Tepe sich die Mobilität von morgen vorstellt.


Mit dem E-Radl da: Fahrrad-Vorkämpfer Franz Tepe will wild parkende E-Roller von den Gehwegen holen und Ladung und Wartung in zentralen Hubs erledigen. Beim Focus Inner Circle in Berlin stellt der Eurorad-Chef das Projekt Sharea ("Share" + "Area") vor. In den überdachten, verschlossenen Hubs für E-Mobile aller Art sollen möglichst zentral in Wohngebieten Fahrzeuge für Nutzer bereitstehen, bequem buchbar per App, erklärt er im Video-Interview von "Horizont" und turi2.tv.

"In den globalen Ballungszentren, gerade der Zukunft, wird das Auto nicht mehr die Rolle spielen, die es heute hat", glaubt der bekennende Autofan Tepe mit Blick auf das neue Jahrzehnt. Dafür sei Autofahren in der Stadt zu teuer und zu unbequem. Schon heute stehe man oft mehr, als man fahre. Stattdessen glaubt er an einen bunten, aber geordneten Mobilitäts-Mix vom E-Roller über E-Bikes und ÖPNV bis zum Flugtaxi.
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

“Focus”-Kolumnist Jan Fleischhauer bekommt Gast-Auftritt bei “Welt am Sonntag”.

Focus: "Welt am Sonntag" sichert sich einen Gast-Auftritt von "Focus"-Kolumnist Jan Fleischhauer (Foto). Fleischhauer bleibt Chef-Kolumnist beim "Focus", wo er angestellt ist. Eine langfristige Zusammenarbeit mit der "Welt am Sonntag" schließt "Focus"-Chefredakteur Robert Schneider im Gespräch mit turi2 aus.
turi2 - eigene Infos, "Welt", S. 13 (Paid), twitter.com

Instyle-Chefredakteurin Kerstin Weng gestaltet “Focus Money”-Ausgabe.

Focus arbeitet für eine Ausgabe der "Focus Money" mit "Instyle" und deren Chefredakteurin Kerstin Weng (Foto) zusammen. Das Magazin kommt einmalig mit anderem Layout und Schwerpunkten, die "vor allem auch Frauen" ansprechen sollen. Es geht u.a. um Vermögensaufbau, Sparen mit Kindern und Mikrofinanzfonds. "Instyle" begleitet das Heft mit einer Instagram-Kampagne.
focus.de

IVW 3/2019: “Welt” verliert 27,2 %, “Focus” 11,6 %, E-Paper-Verkäufe steigen.


Das Netz fängt auf: Im 3. Quartal verlieren die meisten Zeitungen und Zeitschriften laut IVW weiter Auflage. Minus-Spitzenreiter ist "Welt" mit 27,2 %. Beim "Focus" sorgt die stark zusammengestrichene Bordauflage für ein Auflagen-Minus von 11,6 %. "Bild" verliert 9,6 %. Der "Spiegel" und die "Süddeutsche Zeitung" verlangsamen den Sinkflug durch steigende E-Paper-Verkäufe. "Zeit" und "Handelsblatt" drehen die Auflage dadurch sogar um 2,0 % und 6,8 % ins Plus. Die "Landlust" bleibt stabil.
horizont.net, dwdl.de (Zeitungen), dwdl.de (Zeitschriften)

“Industrie geht zu kleine Schritte”: Topmodel Barbara Meier will, dass Nachhaltigkeit in Mode kommt.


Grün verdient (noch) kein Geld: Topmodel Barbara Meier setzt sich für nachhaltige Mode ein – und fordert am heutigen Klima-Streiktag: "Cool und fair muss zusammen kommen." Meier richtet im Video-Interview beim Focus Inner Circle kritische Worte an die Modeindustrie: Sie gehe viel zu kleine Schritte. "Wenn ich als Model nicht mehr für unfaire Textilien arbeiten würde, müsste ich meinen Job aufgeben", sagt Meier im Interview von "Horizont" und turi2.tv.

Medien wie Instagram seien "nicht gerade förderlich" für ihre Mission, mehr Umweltbewusstsein zu etablieren. Stars in sozialen Medien lebten vor, man müsse jeden Tag ein anderes Outfit tragen. Dabei würden viele geliehene Kleidung tragen, während junge Menschen einmal gekaufte Kleidung in den Müll werfen. Influencer, Blogger, Journalisten und alle Verbraucher haben nach Meiers Meinung eine besondere Verantwortung, nachhaltiges Verhalten zu zeigen – denn die Wirtschaft werde sich eher langsam bewegen.
turi2.tv (5-Min-Video bei YouTube)

Aus dem Archiv von turi2.tv: Germanys next Topmodel Barbara Meier über Marken und Werbung (Februar 2016).

Nielsen: Publikumszeitschriften erholen sich leicht beim Anzeigengeschäft.

Publikumszeitschriften erholen sich im Anzeigengeschäft ein bisschen – in den ersten acht Monaten 2019 sinken die Anzeigenumsätze laut Nielsen um 3 %, zum Halbjahr waren es noch 3,5 %. Für "Bild am Sonntag" und "Focus" geht es mit -20 % bzw. -17,9 % weiter bergab. Der "stern" bleibt zwar weiterhin im Plus, jedoch sinkt dieses von 21,3 % (Halbjahr) auf 18,7 %.
meedia.de

BR-Rundfunkrat will nur noch unbefangene Mitglieder haben.

BR-Rundfunkrat will seine Zusammensetzung reformieren, um Interessenskonflikte zu vermeiden. Kirchenvertreter Lorenz Wolf, Chef des Kontrollgremiums, fordert vom Landtag neue gesetzliche Bestimmungen zu Befangenheiten und Karenzzeiten. Auch die Zeitungsverleger sollen nicht mehr im Gremium vertreten sein. Anlass für den Wunsch nach Veränderung ist der Fall Helmut Markwort: Der "Focus"-Gründer sitzt als FDP-Abgeordneter im BR-Rundfunkrat, obwohl er selbst an Privatsendern beteiligt ist.
sueddeutsche.de

Zitat: Jan Fleischhauer sagt, er wurde beim “Spiegel” nicht “rausgemobbt”.

"Bei der 'Süddeutschen' wäre das mit mir zwei Wochen gut gegangen. Dann wäre ich von der politischen Abteilung standrechtlich erschossen worden."

Ex-Kolumnist Jan Fleischhauer nennt den "Spiegel" im Interview mit "Kress Pro" ein "liberales Haus" und sagt zu seinem Abgang nach 30 Jahren, er sei nicht rausgemobbt worden.
"Kress Pro" 6/2019, S. 70-73 (Paid)

weitere Zitate:

- über den Grund für seinen Wechsel:

"Wenn man wie ich 57 Jahre alt ist, ahnt man, dass es so viele Angebote mutmaßlich auch nicht mehr geben wird."

- wie sich seine Kolumne beim "Focus" ändern wird:

"Die direkte Reibung zum 'Spiegel' fällt weg, klar. Aber die Reibung zum medialen Gesamtumfeld wird bleiben. Ich habe nicht den Eindruck, dass ich dort von lauter konservativen und rechten Journalisten umgeben bin."

ProQuote: “stern” strahlt mit knapp 53 % Frauenanteil in Führungs-Jobs.

stern erreicht als erstes Leitmedium einen Frauenanteil von mehr als 50 % in Führungspositionen der Print-Redaktion, zählt ProQuote. Die Zeitschrift besetzt alle Leitungsjobs mit gemischten Doppelspitzen und erreicht so 52,5 %. Der "Spiegel" meldet einen Frauenanteil von knapp 39 %, die "Süddeutsche" 32,6 %. Schlusslicht ist "Focus" mit nur 11,8 % Frauen.
meedia.de

Nielsen-Ranking: “stern” gewinnt Anzeigenumsätze, der Gesamtmarkt verliert.

Publikumszeitschriften verlieren laut Nielsen-Ranking 3,5 % ihrer Anzeigenumsätze im 1. Halbjahr. Massiv gewinnen kann jedoch die TV-Beilage "Prisma": Analog zur Auflage wachsen die Umsätze um 44 %. Der "stern" legt trotz sinkender Auflage und Reichweite 21,3 % beim Umsatz zu. Düster sieht es u.a. für "Birgitte" mit -11,6% aus, für "Bild am Sonntag" mit -17,3 % sowie für "Focus" mit -17,7 %.
meedia.de

Medien verlieren immer mehr Entscheider – Print bricht ein.

Große Medienmarken erreichen fast durch die Bank weniger Entscheider, ergibt die Leseranalyse LAE. Print büßt massiv ein: die werktägliche "Welt" minus 17,1 %, Handelsblatt verliert 14,4 % Entscheider und auch die Print-"Zeit" liegt bei minus 11,6 %. "Focus Money" büßt 28,1 % ein, "Brand Eins" 15,7 %. Auch viele Medien-Websites werden seltener von den 2,9 Mio Entscheidern in Deutschland besucht: Focus Online verliert 16,4 % in dieser Zielgruppe, sueddeutsche.de 12 %. Hingegen gewinnt welt.de 9,4 % Entscheider hinzu. Ein Lichtblick unter 21 Titeln ist das "Handwerk Magazin", das crossmedial sein Niveau hält und gedruckt sogar leicht gewinnt. Die meisten Entscheider über alle Ausspielwege hinweg, nämlich 52,5 %, erreicht die Marke "Spiegel".
meedia.de, lae.de