Angriff nahe früherem “Charlie Hebdo”-Büro in Paris: Angreifer verletzten mindestens zwei Menschen.

Attacke in Frankreich: In Paris sind nahe des früheren Büros der Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo bei einem Angriff am Freitag Mittag mindestens zwei Menschen verletzt worden. Laut "Spiegel" soll es sich um Mitarbeiter der Presseagentur Premières Lignes handeln, die im selben Gebäude wie einst "Charlie Hebdo" sitzt. Sie wurden offenbar mit einer Machete attackiert, während sie eine Zigarettenpause machten. Zwei Verdächtige wurden inzwischen festgenommen.

Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Zusammenhang mit einer terroristischen Tat. Zuständige französische Minister treffen sich im Innenministerium zu einem Krisenstab. Seit Anfang September läuft in Paris der Prozess um den Anschlag auf "Charlie Hebdo" und andere Ziele im Januar 2015.
spiegel.de, tagesschau.de, stern.de

Allianz will französische Aviva-Tochter übernehmen.

Allianz liebäugelt mit Teilen der britischen Versicherungsgesellschaft Aviva, schreibt das "Manager Magazin". Die Konzerne verhandelten über das Unfall- und Schadensgeschäft in Frankreich. Der Kaufpreis läge bei zwei bis drei Mrd Euro. US-Finanzinvestor Apollo würde das Lebensversicherungsgeschäft übernehmen. Aviva will sich künftig auf die Kernmärkte Großbritannien, Irland und Kanada fokussieren.
manager-magazin.de

Französische Medien stellen sich mit Appell hinter “Charlie Hebdo”.

Frankreich: Mehr als hundert Medien wenden sich in einem "feierlichen Appell" an die Bevölkerung, nachdem "Charlie Hebdo" Drohungen von Al-Quaida bekommen hat. Verschiedene Tageszeitungen, Magazine, Radio- und Fernsehsender schreiben darin: "Wir brauchen Sie. Das Bollwerk Ihres Gewissens." Marika Bret, Personalchefin der Satirezeitschrift, hat konkrete Morddrohungen erhalten und musste untertauchen.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Lidl-Mutter Schwarz-Gruppe will im Recycling-Geschäft expandieren.

Schwarz-Gruppe, Mutter von Lidl und Kaufland, will über ihre Tochter PreZero für 1,1 Mrd Euro einen Teil der Recycling-Sparte des französischen Entsorgungs-Konzerns Suez übernehmen. Es geht um die Standorte in Deutschland und Polen sowie den BeNeLux-Staaten. Suez will mit dem Verkauf an Schwarz einen Einstieg des Konkurrenten Veolia verhindern.
manager-magazin.de, wiwo.de

Übersetzerin Gudrun Penndorf hat “Asterix” Goethe-Zitate untergejubelt.

Interpretarine: Romanistin Gudrun Penndorf hat die ersten 29 Asterix-Bände ins Deutsche übersetzt, dafür bekommt sie heute das Bundes­verdienst­kreuz. Von ihr stammen Namen wie Denkdirnix, Grautvornix oder Verleihnix. Im Interview mit der "Süddeutschen" erzählt Penndorf, wie sie Asterix manches Goethe-Zitat unterjubeln konnte und mit der Schreibmaschine die Sprechblasen mit deutschem Text befüllt hat, der immer länger war als das französische Original.
"Süddeutsche Zeitung", S. 8 (Paid)

Pharmakonzern Sanofi will den Corona-Impfstoff 2021 für unter zehn Euro anbieten.

Sanofi will den Corona-Impfstoff in Frankreich für unter zehn Euro verkaufen, sagt der Pharmakonzern-Chef Olivier Bogillot dem Radiosender France Inter. Der genaue Preis stehe noch nicht fest. AstraZeneca, das einen Teil der Produktion auslagert, will den Impfstoff in Europa für 2,50 Euro anbieten. Sanofi rechnet im ersten Halbjahr 2021 mit der Zulassung des Impfstoffs.
bild.de

Proteste in islamischen Ländern: “Charlie Hebdo” erhöht die Auflage.

Gott sieht alles: In zahlreichen islamischen Ländern, u.a. in der Türkei, Ägypten und im Iran, kommt es am Freitagabend zu Protesten gegen die erneute Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in der französischen Satire-Zeitung "Charlie Hebdo". Die Regierung in Teheran bezeichnet die Zeichnungen als eine "Provokation". "Charlie Hebdo" bringt heute 200.000 weitere Exemplare in den Handel. Die ersten 200.000 Stück - die dreifache Menge der üblichen Auflage - sind bereits vergriffen. Die Satire-Zeitschrift veröffentlichte zum Prozessbeginn am vergangenen Mittwoch eine Sonderausgabe.

Die umstrittene Mohammed-Karikatur erschien erstmals 2005 in einer dänischen Zeitung. Respektlose Darstellungen von Mohammed oder anderen Propheten seien "absolut inakzeptabel", beklagt das iranische Außenministerium. Bei einem Anschlag auf die Pariser Redaktion von "Charlie Hebdo" sowie einen jüdischen Supermarkt starben im Januar 2015 zwölf Menschen. Die Islamisten begründeten das Attentat mit der Veröffentlichung der Karikaturen.
tagesschau.de

“Charlie Hebdo” veröffentlicht erneut eine Mohammed-Karikatur.

Je suis Charlie 150Charlie Hebdo druckt erneut eine Mohammed-Karikatur. Aufhänger ist der beginnende Strafprozess zum islamistischen Terroranschlag auf die Redaktion der französischen Satirezeitung vor fünf Jahren. Das Sonderheft trägt die Titelzeile "Tout ça pour ça", übersetzt "Viel Lärm um nichts".
twitter.com via faz.net

Pandemie erschwert die Berichterstattung über die Tour de France.

Tour de France: In der Pandemie ist die Bewegungsfreiheit der Journalist*innen "massiv" eingeschränkt, berichtet Daniel Bouhs im Deutschlandfunk. Die Fahrer lebten in einer "Blase" von 30 Leuten pro Team: Autogramme und Selfies sind verboten, Interviews finden nur am Start und am Ziel in zugewiesenen Boxen mit zwei Metern Sicherheitsabstand statt.
deutschlandfunk.de

Paris und Côte d’Azur werden zu Risikogebieten.

Paris Eiffelturm 150Corona: Die Bundesregierung erklärt am Montagabend auch die französische Region Île de France mit der Hauptstadt Paris sowie die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur zu Risikogebieten. In beiden Gebieten herrsche eine erhöhte Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus. Beide Regionen werden bereits auf der Liste der Risikogebiete des Robert-Koch-Institutes geführt.
bild.de, rki.de

Basta: Im Eis konservierte News.

Papier ist geduldig beständig: Ein Gastronom hat am Mont Blanc im Gletschereis Zeitungen gefunden, die vermutlich vom Absturz eines Air-India-Flugzeugs am 24.1.1966 stammen. Die Blätter verkünden den Aufstieg von Indira Gandhi zur ersten indischen Minister­präsidentin und seien in einem sehr guten Zustand. Vom Medienkonsum heutiger Fluggäste bleibt bei einem Absturz wohl nur Elektroschrott.
spiegel.de

Nach Digitalsteuer: USA beschließen Zölle gegen Frankreich.

Digitalsteuer: Die USA wollen zusätzliche Zölle von 25 % auf französische Waren wie Kosmetik oder Handtaschen erheben. Zuvor hatte Frankreichs Regierung eine Digitalsteuer von 3 % beschlossen, die Internetkonzerne wie Facebook trifft. Die US-Maßnahme wird zunächst 180 Tage ausgesetzt, um eine Einigung auszuhandeln.
tagesschau.de

Bertelsmann plant Audio-Allianzen in Frankreich und Großbritannien.

Hör' mal, wer da hämmert: Bertelsmann will in Frankreich die Podcast-Plattform Audio Now sowie eine gemeinsame Audio Alliance starten, zitiert New Business aus einer Bertelsmann-Videokonferenz mit Julia Jäkel. Auch in Großbritannien planen die Bertelsmann-Unternehmen eine Produktions-Allianz für Audio-Content.

Nachtrag, 13. Juli 2020: Bertelsmann bestätigt den Start von "Storyglass", dem ersten Projekt der Bertelsmann Content Alliance in Großbritannien. Das neue Unternehmen soll Podcasts aller Genres produzieren.
new-business.de, presseportal.de (Nachtrag)

Aus dem turi2.tv-Archiv (10/2018): Julia Jäkel über Frauen, Print und die Zukunft von Gruner + Jahr.

Frankreichs Regierung tritt für Neubildung zurück.

Frankreich: Premierminister Édouard Philippe (Foto) und seine Regierung treten zurück. Beobachter hatten den Rücktritt bereits erwartet. Präsident Emmanuel Macron hatte nach der Niederlage bei den Kommunalwahlen bereits eine Regierungsumbildung angedeutet. Mit mehr ökologischen Themen will er vor allem auf den Wahlerfolg der Grünen reagieren. Neuer Premierminister wird Jean Castex.
spiegel.de

Bundestag verschärft Gesetz gegen Online-Hass.

Hass im Netz: Der Bundestag hat mit den Stimmen der Großen Koalition ein Gesetzespaket beschlossen, das härtere Strafen für digitale Hetze vorsieht. Bereits die Androhung von Körper­verletzungen und sexuellen Übergriffen gilt künftig als Straftat, bisher war das nur bei Mord­drohungen der Fall. Soziale Netzwerke müssen bestimmte Posts künftig nicht nur löschen, sondern sofort dem BKA melden und auch die IP-Adressen der Verfasser*innen weitergeben. Derweil ordnet in Frankreich der Verfassungsrat Nachbesserungen beim französischen Gesetz gegen Online-Hass an. Die Lösch-Frist von 24 Stunden ermutige Plattformen, gemeldet Inhalte voreilig zu löschen, egal, ob sie rechtswidrig sind oder nicht.
zeit.de, tagesschau.de (Bundestag), rfi.fr (Frankreich)

Burda expandiert in Frankreich.

Burda expandiert in Frankreich und will dort sowohl neue Magazine an den Kiosk bringen als auch ins Digitalgeschäft investieren. Noch im Juni sollen drei neue Zeitschriften zu den Themenfeldern Crime und Kochen auf den französischen Markt kommen. Burda bezeichnet Frankreich als "wichtigen Wachstumsmarkt", im Vergleich zu anderen Ländern ist der Medienkonzern dort bisher eher bescheiden aufgestellt.
handelsblatt.com

Telekom-Fonds investiert beim Cloud-Telefonie-Startup Aircall.

Deutsche Telekom steigt beim französischen Cloud-Telefonie-Anbieter Aircall ein. Der Fonds Deutsche Telekom Capital Partners ist Haupt­investor einer 65 Mio Dollar schweren Finanzierungs­runde. Kund*innen des Pariser Startups telefonieren übers Netz ohne zusätzliche Hardware, per App am Smartphone oder mit einem Headset am Computer, und sind überall unter einer Festnetz­nummer erreichbar.
gruender.wiwo.de, handelsblatt.com, techcrunch.com

Frankreich stützt seine Autobranche mit 8 Mrd Euro.

Frankreich plant ein 8 Mrd schweres Hilfsprogramm für seine Autobranche. 5 Mrd fließen an Renault, im Gegenzug verpflichtet sich das Unternehmen, Arbeitsplätze im Land zu erhalten und sich stärker für Elektromobilität zu engagieren. Der Staat erhöht die Kaufprämie für E-Autos von 6.000 Euro auf 7.000 Euro. Für Hybridfahrzeuge gibt es 2.000 Euro Zuschuss, jeweils 3.000 Euro stehen temporär zudem für 200.000 Autos mit Verbrennungsmotor Verfügung.
spiegel.de, faz.net

Frankreich will Hasskommentare im Netz mit bis zu 1,2 Mio Euro Strafe ahnden.

Frankreich verpflichtet Online-Plattformen, Hassbotschaften mit strafbarem Inhalt binnen 24 Stunden zu entfernen - ansonsten drohen den Betreibern Strafen von bis zu 1,2 Mio Euro. Unter das neu verabschiedete Gesetz fallen u.a. Nachrichten und Posts, die User aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Herkunft oder ihrer Religion beleidigen. Kritiker befürchten, das Gesetz führe zu einer "automatischen Zensur". Zudem werde die Strafbarkeit der Kommentare nicht von der Justiz festgestellt, sondern der Bewertung der Plattformen überlassen.
faz.net

Französische Behörden ermitteln nach Belästigungsvorwürfen einer WDR-Journalistin gegen Ex-Präsidenten.

Frankreich: Wegen sexueller Belästigung ermitteln die Behörden gegen den ehemaligen Präsidenten Valéry Giscard d'Estaing (Foto). Ann-Kathrin Stracke, Journalistin beim WDR, wirft Giscard d'Estaing vor, ihr 2018 nach einem Interview in Paris mehrmals ans Gesäß gefasst zu haben. Stracke hatte daraufhin gegen den 94-Jährigen Strafanzeige gestellt. Laut seinem Anwalt erinnert sich Giscard d'Estaing nicht an den Vorfall.
zeit.de, wdr.de (Anzeige wegen sexueller Belästigung)

Französische Medien wehren sich gegen Qualitätsprüfung der Regierung.

frankreichFrankreich: 32 Redaktionen bekannter Medienhäuser fordern die Regierung in einem offenen Brief dazu auf, die Auswertung und öffentliche "Zertifizierung" von Medienberichten über Corona zu stoppen, berichtet Michaela Wiegel. Die Journalist*innen stellen in dem Schreiben klar, dass die Presse unabhängig ist. Die Regierung empfiehlt auf ihrer Homepage ausgewählte Medienbeiträge – offiziell, um vor Fake News zu schützen.
faz.net (Paid)

Amazon macht seine Lager in Frankreich vorübergehend dicht.

amazon 150Amazon schließt seine sechs Vertriebszentren in Frankreich bis mindestens Montag. Hintergrund ist ein Gerichtsurteil, das dem Versandhändler verbietet, in der Corona-Krise etwas anderes als Lebensmittel und Hygiene- bzw. Gesundheits­produkte zu verschicken. Demnach hat Amazon zu wenig für den Infektions­schutz seines Personals getan. Der Konzern will das Urteil anfechten.
futurezone.at, uk.reuters.com, turi2.de (Background)

Französisches Gericht verbietet Amazon nicht-lebensnotwendige Bestellungen.

Amazon darf in Frankreich wegen der Corona-Pandemie nur noch Bestellungen für Lebensmittel, Hygiene- und Gesundheitsprodukte annehmen, ordnet ein Gericht im Pariser Vorort Nanterre an. Bei Verstoß drohen 1 Mio Euro Strafe pro Tag. In einem geleakten Meeting hatten Amazon-Manager eingeräumt, zu wenig zum Schutz des Lagerpersonals zu tun.
techcrunch.com

Lese-Tipp: Die Rekonstruktion der Notre-Dame gerät in der Krise in Verzug.

Lese-Tipp: Über dem Pariser Wahrzeichen der Notre-Dame lagen vor einem Jahr zu Ostern noch Rauchwolken, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" und blickt auf den Stand des Wiederaufbaus. Die Arbeit am gotischen Monument gerät u.a. durch die Corona-Krise stark in Verzug. 200 Tonnen Trümmer sind bereits weggeräumt. Die Wiedereröffnung ist spätestens am 16. April 2024 geplant - fünf Jahre nach dem Brand.
sueddeutsche.de

Französische Kartellbehörde zwingt Google zu Verhandlungen mit Medienhäusern.

Frankreich: Google muss mit Medienhäusern innerhalb von drei Monaten eine Vergütung für das Anzeigen von Nachrichten, Fotos und Videos aushandeln, ordnet die Kartellbehörde an. Die Gebühren gelten rückwirkend ab dem 24.10.2019, an dem das neue EU-Urheberrecht in Frankreich in Kraft getreten ist. Seitdem weigert sich Google, für Medien-Inhalte zu bezahlen.
faz.net

Basta: Burger King bewirbt Quarantäne-Whopper zum Selbstbau.

Burger Basteln: Burger King bewirbt in Frankreich einen Quarantäne-Whopper, den es in keinem Restaurant gibt, weil alle geschlossen haben. Stattdessen zeigt die Werbung alle Zutaten für den Selbstbau-Whopper, wie man sie im Supermarkt kaufen kann. Manche Burger-Fans dürften überrascht sein, welche sie davon bisher alle nicht herausgeschmeckt haben.
twitter.com/BurgerKingFR via adweek.com (Paid)

Lese-Tipp: “Süddeutsche Zeitung” über Pressefreiheit in Ungarn, Frankreich und Co.

Lese-Tipp: Autor*innen der "Süddeutschen Zeitung" schreiben über das schwierige Verhältnis von Politik und Presse. Ungarn etwa sei ein Extremfall, Russland bedrohlich. In Großbritannien eifere Johnson Trump nach, in Frankreich schwanke Macron zwischen "überheblichem Wegschauen und versuchter Anbiederung".
sueddeutsche.de

Qwant sucht mit Ex-Microsoft-Manager und Geld von Springer den Neuanfang.


Qwant googelt Neuanfang: Die europäische Suchmaschine Qwant ordnet das Management neu und erhält frisches Kapital, u.a. von Springer, schreibt die "FAZ". Éric Léandri, Mitgründer und Vorstandsvorsitzende von Qwant, tritt von seinem Amt zurück und leitet künftig ein Komitee "für strategische und wissenschaftliche Fragen". Neuer Vorstandsvorsitzender wird der frühere Microsoft-Manager Jean-Claude Ghinozzi. Künftig will die staatliche französische Beteiligungsgesellschaft CDC mehr Kontrolle übernehmen, die sich gemeinsam mit Großaktionär Springer an einer Kapitalerhöhung beteiligt. Die angesammelte Kapitalsumme ist nicht bekannt.

Springer hatte sich 2014 zunächst mit 20 % beteiligt, sank nach verschiedenen Beteiligungsrunden aber unter dieses Niveau. "Wir glauben nach wie vor an Qwant und unterstützen zusammen mit allen anderen Beteiligten die Veränderungen", wird ein Springer-Sprecher in der "FAZ" zitiert. Qwant gehe "in eine neue Wachstums- und Monetarisierungsphase." Qwant wirbt damit, die Suchergebnisse nicht nach kommerziellen Kriterien zu präsentieren. 2019 verfehlte die Suchmaschine das Umsatzziel von 10 Mio Euro.
"FAZ", S. 19 (Paid), capital.fr (französisch)

Zitat: “Charlie Hebdo”-Herausgeber Riss will weiter provozieren.

"Viele Menschen haben 'Charlie' erst durch das Attentat kennengelernt. Sie haben uns spontan unterstützt, und manche haben vielleicht erst später bemerkt, dass wir eine Satirezeitschrift sind. Missverständnisse waren deshalb unvermeidlich."

Karikaturist Laurent Sourisseau alias "Riss", Überlebender des Anschlags auf die Redaktion von Charlie Hebdo vor fünf Jahren, sagt im "Welt"-Interview, dass die Satire-Zeitung schwarzem Humor und Provokation treu blieben will. Trotz 30.000 Abos und Spenden nach dem Anschlag ist "Charlie Hebdo" heute verschuldet, u.a. wegen der hohen Sicherheitskosten.
"Welt", S. 8 (Paid)

Französische Finanzaufsicht verurteilt Bloomberg zu Mio-Strafe.

Bloomberg kassiert von der französischen Finanzaufsicht eine Strafe von 5 Mio Euro wegen der Verbreitung von Falschnachrichten. Die Agentur hatte 2016 eine gefälschte Presse­mitteilung übernommen, die "sehr schwere" Unregelmäßigkeiten beim französischen Bauriesen Vinci vorgab. Die Aktien von Vinci stürzten darauf um ein Fünftel ab. Bloomberg hätte die Informationen "als falsch erkennen müssen", sagt die Behörde.
derstandard.at

Europas Sozialdemokraten fordern eine Mindeststeuer für Tech-Konzerne.

Digitalsteuer: Tech-Konzerne wie Facebook oder Google sollen in der EU ab 2021 eine Steuer von mindestens 18 % zahlen, zitiert der "Spiegel" aus einem Positionspapier mit Forderungen der Sozialdemokraten im Europaparlament. Zuletzt hatte Frankreich eine nationale Digitalsteuer in Höhe von 3 % auf den im Land erwirtschafteten Umsatz eingeführt.
"Spiegel" 51/2019, S. 70 (Paid), finanznachrichten.de

USA wollen mit Strafzöllen auf französische Digitalsteuer reagieren.

USA drohen Frankreich mit Strafzöllen als Reaktion auf Frankreichs Digitalsteuer. Der US-Handelsbeauftragte sieht gezielt amerikanische Tech-Konzerne diskriminiert und will Strafzölle von bis zu 100 % auf französische Importe wie Champagner, Käse oder Kosmetik vorschlagen. Frankreich hatte im Frühjahr im Alleingang eine Digitalsteuer von 3 % für internationale Tech-Firmen mit mehr als 25 Mio Euro Umsatz im Land eingeführt.
sueddeutsche.de, welt.de, turi2.de (Background)