“Tagesspiegel” und “Berliner Morgenpost” wollen enger kooperieren.


Hauptstadt-Harmonie: Funkes "Berliner Morgenpost" und der "Tagesspiegel" von Holtzbrinck gehen auf Kuschelkurs, berichtet Ulrike Simon. Vertreter beider Verlage seien beim Bundeskartellamt vorstellig geworden, das klären soll, in welcher Form und in welchem Ausmaß ein Zusammenrücken möglich wäre.

Die Pläne seien schon recht konkret: Der "Tagesspiegel" soll entgegen seiner ursprünglichen Pläne sein nordisches Format behalten und voraussichtlich ab Frühjahr 2020 gegen eine Provision die regionale Vermarktung für die "Berliner Morgenpost" übernehmen. Auch Dienstleistungen im Vertrieb und im Lesermarketing seien im Gespräch. Umgekehrt sei der "Tagesspiegel" an den Callcenter-Aktivitäten der "Morgenpost" interessiert. (Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa)
horizont.net (Paid)

Funke übernimmt Bettenvermittler Monteurzimmer.de und Pension.de.

Funke investiert in ruhigen Schlaf und kauft die Betreiberfirma hinter Monteurzimmer.de und Pension.de zu 100 %. Seit 2016 ist Funke an der Passion 4 Gästezimmer GmbH von Christoph Jost und Tim Keding beteiligt, die schon 2015 die Jobbörse Absolventa an Funke verkauft haben. Neue Geschäftsführerin wird Victoria Tschirch, die ebenfalls bereits bei Absolventa gearbeitet hat.
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Funke-Chef Andreas Schoo kämpft gegen Regionalzeitungs-Klischees.


Verzerrte Wahrnehmung: Funke-Geschäftsführer Andreas Schoo kämpft gegen die Vorurteile der Werbewirtschaft über Regional­zeitungen. "Das Klischee einer mainstreamigen und eher einfach gestrickten Taubenzüchter- oder Taxifahrer-Klientel lebt hier und da noch fort. Das müssen wir korrigieren", sagt Schoo im "Horizont"-Interview. Zeitungen wie das "Hamburger Abendblatt" seien mit fast 50 Euro pro Monat "absolut hochpreisige Produkte mit einer Top-Zielgruppe", sagt er, und auch die "WAZ" habe überwiegend Leser "in den bürgerlichen und in den besten Wohngebieten" des Ruhrgebiets. Das Image der Regionalblätter auffrischen sollen Supplements wie die saisonale Zeitung Monocle - The Winter Weekly, die Ende November erstmals dem "Hamburger Abendblatt", der "Berliner Morgenpost" und der "WAZ" beiliegt. Das Magazin bekommen aber "mittels Geo-Targeting nur unsere 100.000 Top-Abonnenten".

Schoo sieht Funke "im Zeitungsgeschäft verwurzelt" und weiterhin als "einen der Marktkonsolidierer", wenn sich "gute Opportunitäten" zu "realistische Konditionen" ergeben. An den zum Verkauf stehenden DuMont-Titeln habe Funke jedoch kein Interesse: "Wir sehen derzeit keine Veranlassung, uns näher damit zu befassen." Geld will er bei sinkenden Auflagen und Werbeumsätzen u.a. mit Paid Content verdienen. In NRW habe Funke sich zum Ziel gesetzt, im Dezember pro Tag 150 Digital-Abos zu gewinnen.
"Horizont" 47/2019, S. 12/13 (Paid)

Funke startet das Bewegtbild-Angebot Beauty TV.

Funke bringt Schönheitstipps gebündelt als Video-Formate unter der Marke Beauty TV auf Smart-TVs von Samsung, YouTube und auf die Plattform beautytv.de. Zudem sollen die Inhalte auf den Websites von "Myself", "Donna" und "Bild der Frau" zu finden sein. Zum Start gibt es vier Sendungen mit insgesamt rund drei Stunden Länge. Als Gesicht von Beauty TV tritt Yvonne Beeg, Beauty Director bei Funke Lifestyle, auf.
funkemedien.de

Meinung: Grönemeyer-Gesundheitsmagazin kann Werner Bartens nicht überraschen.

Gesundheitsblatt Professor Dietrich Grönemeyer von Funke dürfte den Lesern gut als "Einschlafhilfe dienen", urteilt Werner Bartens. Die Themen Rücken, Demenz, Wechseljahre und Yoga seien vorhersehbar, die Umsetzung beliebig und "lasch wie eine kalt gewordene Wärmflasche". Manche Texte "atmen den Stil von Frauenzeitschriften der Achzigerjahre". Grönemeyer tauche hybrid mal als ratgebender Namensgeber auf, mal als externer Kenner.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Funke startet werbefreies Achtsamkeitsmagazin “I am”.

Funke will sich weiterentwickeln und startet ein "Magazin für persönliche und spirituelle Weiterentwicklung" namens "I am" mit Achtsamkeits-Beraterin Laura Malina Seiler. Sie ist, außer mit dem Namen, auch als Editor at Large beteiligt. Bei der Startauflage visualisiert Funke mit 100.000 Stück Erfolg, der Copypreis beträgt ausgeglichene 10 Euro, das Heft erscheint entspannte vier Mal im Jahr. Auch bei der Vermarktung macht sich Funke von negativen Gedanken frei, "I am" erscheint "bewusst komplett anzeigenfrei".
funkemedien.de

“Horizont”: Springer-Funke-Vermarkter Media Impact wackelt.

Media Impact: Der Springer-Funke-Vermarkter stehe "zur Disposition", schreibt Roland Pimpl in "Horizont". Wer noch 2019 kündigt, könne ab 2021 aussteigen, beide Partner wollen "Spekulationen grundsätzlich nicht kommentieren". Alternativ kooperiere Springer bereits mit Bertelsmann und Funke schiele in Richtung Burda. Burda wiederum "verfolgt" eine mögliche Kooperation mit Bertelsmanns Ad Alliance "nicht weiter".
"Horizont" 42/2019, S. 6 (Paid)

Funke bringt Tyler Brûlés “Monocle – The Winter Weekly” nach Deutschland.

Funke adaptiert die saisonale Wochenzeitung "Monocle - The Winter Weekly" von Tyler Brûlé für den deutschen Markt. Die Inhalte entstehen bei Funke und bei "Monocle" in London. Die Zeitung erscheint mit 120.000 Auflage und liegt erstmals am 30. November "Hamburger Abendblatt", "Berliner Morgenpost" und "WAZ" bei, sowie für 5 Euro "im ausgewählten Zeitschriftenhandel".
wuv.de

“Hamburger Abendblatt” veröffentlicht Magazin “Tatort Hamburg”.

Funke setzt auf Crime und veröffentlicht das 108 Seiten starke Magazin "Tatort Hamburg". Das Heft behandelt historische Themen wie die letzten Mörder unter dem Fallbeil, politische Fälle rund um die RAF und den KGB und auch die Attentäter des 11. September. Das Heft erscheint mit 20.000 Auflage bundesweit für 9 Euro, "Abendblatt"-Abonnenten zahlen 2 Euro weniger.
funkemedien.de

Media Impact erwartet 3 bis 4 % mehr Umsatz durch Ad Alliance.

Media Impact, Vermarkter von Springer und Funke, erhofft sich durch die Anbindung an Bertelsmanns Ad Alliance 3 bis 4 % zusätzlichen Umsatz, sagt der neue Chef Carsten Schwecke im "Horizont"-Interview. Die großen Herbsttermine mit Media-Agenturen bestreiten beide Partner zusammen, das Tagesgeschäft jeder für sich.
"Horizont" 37/2019, S. 14/15 (Paid)

“Horizont”: Funke trennt sich von Zeitungsgeschäft-Chef Ove Saffe.

Funke trennt sich von Geschäftsführer Ove Saffe, schreibt Roland Pimpl. Statt eines Dementis lässt Gesellschafterin und Aufsichtsratschefin Julia Becker ausrichten, Funke wolle "auf jeden Fall den Vertrag von Herrn Saffe erfüllen".

Als Grund vermutet Pimpl Kompetenz-Überschneidungen im Management und "miserable Zahlen im Zeitungsgeschäft". Andreas Schoo, ohnehin der maßgebliche Geschäftsführer bei Funke, sei angesichts der Situation "eher pragmatisch als übertrieben gefühlig", Saffe dagegen eher geduldig und besonnen – und deshalb nun offenbar nicht mehr gefragt.
horizont.net

Funke bringt Gesundheitsmagazin “Professor Dietrich Grönemeyer” heraus.

Funke macht Mediziner Dietrich Grönemeyer (Foto), Bruder von Sänger Herbert Grönemeyer, zum Maskottchen und Namensgeber eines Gesundheitsmagazins. "Professor Dietrich Grönemeyer" erscheint mit 100.000 Auflage für 6,90 Euro erstmals am 11. Oktober, für 2020 sind vier Ausgaben geplant. Chefredakteur des Magazins ist Georg Francken, Leiter von Funkes Kompetenzzentrum Gesundheit.
funkemedien.de

Bettina Steinke wird Vize-Chefredakteurin der Funke-Portale Der Westen, Thüringen24 und News38.

Funke befördert Bettina Steinke, 31, von der Vize-Redaktionsleiterin zur Vize-Chefredakteurin von Der Westen, Thüringen24 und News38. Sie hat zuletzt an der Neuaufstellung der drei Portale mitgearbeitet. Am Standort Essen leitet sie den zentralen Newsdesk der Reichweitenportale in den Bereichen News, Sport und Regionales. Künftig soll sie außerdem besonders Der Westen im Ruhrgebiet und NRW ausbauen.
funkemedien.de

Burda löst Redaktion der TV-Zeitschriften auf – Funke übernimmt Produktion.


Film-Riss: Burda trennt sich von den Redaktionen seiner Programmzeitschriften. Der Verlag behält zwar die redaktionelle Verantwortung, lagert die Produktion der Hefte "TV Spielfilm", "TV Today" und "TV Schlau" aber an Funke aus. Die Redaktion in Hamburg mit 53 Mitarbeitern wird aufgelöst, auch Chefredakteur Lutz Carstens (Foto) geht, er leitet das Blatt seit 1999. Für ihn übernimmt Philipp Schulze, Chefredakteur von "Cinema".

Grund für den Einschnitt ist wohl die wirtschaftliche Lage. Horizont.net zitiert Burkhard Graßmann, Chef von BurdaNews, mit den Worten: "Es muss gelingen, qualitativ hochwertige Magazine auch unter völlig veränderten Marktbedingungen marktwirtschaftlich zu produzieren ... Deshalb haben wir uns entschieden, im TV-Segment mit Funke neue Wege in der Zusammenarbeit zu gehen." Graßmann bedauere aufrichtig, "dass damit im Fall von 'TV Spielfilm' der Verlust von Arbeitsplätzen verbunden ist".

Zuletzt hatte es Gerüchte über einen Verkauf der Programmies an Funke gegeben. Mit der Auslagerung der Produktion umgeht Burda eine Kartellprüfung, die ein solcher Deal wohl nicht überstanden hätte. Burdas Zeitschriften-Vorstand Philipp Welte beklagt heute im "Tagesspiegel" die Erosion des "marktwirtschaftlichen Fundaments für freien und unabhängigen Journalismus". Das Überleben sei für Verlage "keine Selbstverständlichkeit mehr". (Foto: Burda, dpa, Montage: turi2)
horizont.net, tagesspiegel.de (Background Welte)

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Fernsehen wird wieder besser." Lutz Carstens und Philipp Schulze blättern durch ihr "Serien Magazin". (April 2018)

Lese-Tipp: Tobias Korenke über Lehren aus dem Hitler-Attentat für unsere Gesellschaft.

Lese-Tipp: Tobias Korenke, Historiker und Kommunikationschef von Funke, wünscht sich ein lebendigeres Gedenken an die Hitler-Attentäter vom 20. Juli. Zwar sähen viele der Verschwörer im Blick der Nachgeborenen nicht wie "lupenreine Demokraten" aus, ihre Haltung sei aber lebenswichtig für die Demokratie. Auch heute brauche es Menschen, die bereit sind, für Recht, Gemeinschaft, Wahrheit, bedrohte Mitmenschen und Freiheit Opfer zu bringen.
morgenpost.de

Funke verschickt Mailings als “personalisierte Zeitung” an Abo-Segmente.

Funke bietet Werbekunden nun eine "personalisierte Zeitung", schreibt Thomas Nötting. Im Gewand der jeweiligen Regionalzeitung wird eine achtseitige Kundenzeitung an die gewünschte Zielgruppe verschickt, die Leser namentlich anspricht. Datengrundlage des "Smart Paper" sind die Abonennten-Datenbanken der Funke-Zeitungen mit 1,1 Mio Einträgen, segmentiert wird nach Alter, Wohnsituation und Einkommen.
wuv.de

Alexander Rüben wird dritter Geschäftsführer von Funke Digital.

Funke befördert Alexander Rüben (Foto), 36, vom Prokuristen zum dritten Geschäftsführer von Funke Digital, neben Stephan Thurm und Jens Doka. Er verantwortet als COO den kaufmännischen Bereich sowie Classifieds, das Agenturgeschäft und Ad Technology & Monetization. Thurm soll sich künftig intensiver auf die  Entwicklung journalistischer Angebote und die Digitalbeteiligungen konzentrieren, Doka um Digital Content Verticals.
funkemedien.de

Funke übernimmt die Anzeigenblätter “Glinder Zeitung” und “Sachsenwald”.

Funke Mediengruppe verstärkt sein Geschäft mit Anzeigenblättern im Norden und übernimmt den Verlag Hans-Jürgen Böckel mit seinen Titeln "Glinder Zeitung" und "Sachsenwald". Funke war bei dem Verlag aus Schleswig-Holstein bisher Minderheitsgesellschafterin. In Hamburg und dem Norden verlegt Funke u.a. bereits die Anzeigenblätter "Hamburger Wochenblatt" sowie "Niendorfer Wochenblatt".
funkemedien.de

Video-Tipp: Anne Fromm zeigt Funkes großes Thüringen-Dilemma.

Video-Tipp: Anne Fromm erkundet die harte Zeitungsrealität in ihrer Heimat Thüringen. Das Geschäft des Quasi-Monopolisten Funke trägt immer weniger – eine Umstellung auf Digital scheitert an den meist älteren Lesern und schlechtem Netz auf dem Land. Bei Subventionen hat die Politik Bauchschmerzen. Derweil fällt immer mal wieder die Druckmaschine aus – und Funke weiß nicht, ob sich die Millionen-Investition für eine neue Maschine noch lohnt.
youtube.com (6-Min-Video)

Funke legt Lifestyle-Magazin “Fashion Icons” an den Kiosk.

Funke bringt ein neues Lifestyle-Magazin namens "Fashion Icons" auf den Markt. Die Zeitschrift mit 100 Seiten und 80.000 Auflage kostet 10 Euro. Das Heft dokumentiert die Geschichte hinter bekannten Unternehmen der Fashion-Branche, die erste Ausgabe widmet sich Gucci. Nicole Kleinhammer ist die Chefredakteurin des Heftes, das am 11. Juni und dann vierteljährlich erscheint.
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Grüne wollen Amazon den Retour-Müll verbieten.

Ist das Retour oder kann das weg? Die Grünen wollen Versandhändlern wie Amazon verbieten, von Kunden zurückgeschickte Neuware zu vernichten, melden die Funke-Zeitungen. "Wir erleben eine Perversion der Wegwerfgesellschaft", sagt Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. Hier sei der Staat gefordert. Die Rücksendungen belasteten durch zusätzliche Transporte nicht nur das Klima, häufig werde zurückgegebene Ware trotz Funktionsfähigkeit aus Kostengründen entsorgt. Die Grünen fordern, zurückgesendete Ware etwa über Sozialkaufhäuser zu verschenken.

Amazon wehrt sich gegen den Vorwurf, leichtfertig Retouren zu vernichten. Union und FDP wollen das Problem ohne Verbote lösen. Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Theurer warnt im "Handelsblatt" vor mehr Bürokratie. Es sei falsch, "gleich die Verbotskeule zu schwingen". 2018 schickten die Deutschen rund 487 Mio Artikel wieder zurück, sagt eine Studie der Universität Bamberg. In Frankreich soll es Onlinehändlern bereits ab Sommer verboten werden, zurückgesandte Waren zu vernichten.
manager-magazin.de, faz.net, handelsblatt.de

“DNV”: Berliner Zeitungsboten tragen testweise Einkauf Aktuell aus.

Deutsche Post testet in Berlin eine Fremdzustellung ihrer Werbesendung Einkauf Aktuell, berichtet "DNV". Statt Postboten sollen für sechs Monate die Zeitungsboten von Berlin Last Mile zum Einsatz kommen. Die Firma gehört dem Logistiker Fiege sowie den Berliner Töchter-Verlagen von DuMont, Holtzbrinck und Funke. Einkauf Aktuell erreicht nach eigenen Angaben 20 Mio Haushalte, in Berlin sind es jeden Samstag 1,8 Mio Exemplare.
dnv-online.net

Herausgeber der “Kronen Zeitung” fordert von Funke Antworten zu Straches Zensurplänen.

Kronen Zeitung fordert von Funke Antworten zu Straches Aussagen über mögliche redaktionelle Beeinflussung durch Investoren, schreibt "Spiegel". Die Eigentümerfamilie um Herausgeber und Chefredakteur Christoph Dichand wolle wissen, ob Funke als Mitgesellschafter von den Plänen des FPÖ-Chefs wusste. Der österreichische Investor René Benko übernahm später tatsächlich Anteile der "Kronen Zeitung" von Funke.
"Spiegel" 22/2019, S. 80 (Paid), turi2.de (Ibiza-Affäre), turi2.de (Benko-Anteile)

Google startet Jobsuche-Funktion in Deutschland.


Wer nach Jobs googelt, bekommt Angebote künftig sehr präsent in einer blauen Box – Anzeigen vom Springer-Portal Stepstone sind nicht dabei. (Foto: Jens Twiehaus)

Gehalt voller googeln: Google bietet deutschen Nutzern ab heute eine Stellensuche-Funktion – und wird damit schlagartig zum wohl wichtigsten Online-Stellenmarkt. Wer nach mehr Gehalt oder einfach einem neuen Job sucht, bekommt Ausschreibungen mehrerer hundert Stellenmarkt-Websites in einer Übersicht innerhalb der Google-Suche. Als Partner sind viele Verlage dabei, etwa Burda mit Xing, Funke mit Absolventa, die "FAZ"-, "Zeit"- und "Süddeutsche"-Stellenmärkte. Nicht dabei ist die Bundesagentur für Arbeit. Auch die Springer-Jobbörse Stepstone fehlt, weil Springer selbst eine starke Position im Online-Jobmarkt hat.

Nutzer der Job-Funktion können speziell in ihrem Umkreis suchen, Ergebnisse speichern und sich E-Mail-Alerts einrichten. Über Filter können Jobsuchende auch nach Teilzeit, Ausbildungen oder Praktika suchen, außerdem bestimmte Arbeitgeber auswählen. Google-Manager Nick Zakrasek verspricht, die Reihenfolge der Ergebnisse gemäß Relevanz zu gestalten – und Unternehmen oder Portalen kein besseres Ranking zu verkaufen. Über den Suchergebnissen tauchen aber die klassischen Google-Anzeigen auf – wer nach "Redakteur Berlin" sucht, sieht etwa eine Anzeige vom Springer-Portal Stepstone.

Die Einführung der Google-Jobsuche wird neue Diskussionen über Marktmacht und kartellrechtliche Fragen auslösen. Mit der neuen Funktion könnte Google zur ersten Anlaufstelle für Jobsuchende werden und andere Portale in den Schatten stellen. Rechtsanwalt Thomas Höppner, bereits an einem Kartellverfahren vor der EU-Kommission beteiligt, kann sich eine ähnlichen Entwicklung wie bei Google Shopping vorstellen. Hier bündelte Google zunächst Angebote und integrierte immer mehr Funktion bis zur kompletten Abwicklung des Kaufs. Xing-Manager Jens Stief hingegen hofft, mithilfe von Google den Xing-Stellenmarkt bekannter zu machen.
turi2 bei Google-Pk in Berlin, germany.googleblog.com, recruiting.xing.com (Stief), focus.de (Höppner)

Springer schließt sich der Bertelsmann-Allianz gegen Google und Co an.

Matthias Dang, Stephanie Caspar und Stephan Schäfer führen RTL, Springer und Gruner + Jahr enger zusammen - vorerst vor allem in der Digitalvermarktung. (Foto: horizont.net)

Ganz große Koalition gegen GAFA: Media Impact, gemeinsamer Vermarkter von Springer und Funke, tritt der Ad Alliance von RTL, Gruner + Jahr und Spiegel Media bei. In den Abwehrkampf gegen die dominierenden Digitalplattformen aus den USA reihen sich somit auch Springers "Bild" und "Welt" ein. Konkret: Die Ad Alliance vermarktet ab September 38 neue Digital-Marken wie bild.de, welt.de, businessinsider.de und hoerzu.de. Im Angebot der Ad Alliance sind somit 7 TV-Sender, 91 Print- und 110 Digitalmarken, sowie das Angebot der neuen Audio Alliance.

Der Beitritt ist wohl nur ein Anfang: Print sei noch ausgeschlossen, Media Impact verkauft weiter auch selbst, heißt es. Aber: Der Einstieg in die ganze große, nationale Koalition gegen Google, Facebook und Amazon ist geschafft - und der nächste Schritt wird kommen. Verlagsübergreifende, crossmediale Kampagnen in TV, Radio, Print und Online aus einer Hand werden einfacher. Nach eigenen Angaben erreicht die Ad Alliance künftig 99 % der Bevölkerung in Deutschland.
horizont.net (nach Registrierung frei), dwdl.de

Mitarbeit: Peter Turi

Video-Tipp: Das “Hamburger Abendblatt” veröffentlicht einen Film zum Grundgesetz.

Video-Tipp: Das "Hamburger Abendblatt" veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der Zeit-Stiftung einen siebenminütigen Film, in dem verschiedene Prominente in einer Reise durch Hamburg Teile des Grundgesetzes vortragen. Der Film ist u.a. auf Hamburg.de und den Seiten der Funke Mediengruppe sowie auf YouTube zu sehen. Es sprechen u.a. "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, OMR-Chef Philipp Westermeyer, Udo Lindenberg und "Tagesschau"-Sprecherin Linda Zervakis.
funkemedien.de, youtube.com (7-min-Video)

Video-Tipp: Michael Sandvoss im Erfolgs-Fragebogen.


Erfolgsarchitekt: Michael Sandvoss, bei Media Impact verantwortlich fürs Luxus-Marketing, feiert erste Erfolge im Kinderzimmer als Lego-Architekt. Später im Berufsleben agiert er nicht immer erfolgreich – vielleicht hätte er Immobilien kaufen sollen, statt einen Verlag zu gründen, sagt er im Erfolgs-Fragebogen von turi2 am Rande der Launchparty zur turi2 edition #8. Trotzdem ist er rückblickend zufrieden: "Heute habe ich ein ganz gutes Gefühl dafür, was funktioniert und wie man es vermarktet", auch wegen der Risiken, die er früher eingegangen ist.
turi2.tv (3-Min-Video)

Funke schenkt dem Grundgesetz zum 70. Geburtstag ein Panini-Heft.

Funke und Oliver Wurm und Alexander Böker von Juststickit veröffentlichen zum 70. Geburtstag des Grundgesetztes ein Panini-Sammelheft mit 333 Motiven. Die Aktion startet am 11. Mai mit je sechs Sammelbildchen in den rund 700.000 Zeitungen der Mediengruppe. Das Heft bildet Motive aus der Gegenwart sowie aus der Geschichte der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR ab.
funkemedien.de