Funke veröffentlicht erste “kronendach”-Printausgabe.

Funke veröffentlicht heute die erste Ausgabe des Magazins kronendach. Die Premium-Medienmarke rund um das Thema bewusster und nachhaltiger Lifestyle ist während der Corona-Pandemie auf Social Media gestartet. Die Zeitschrift erscheint mit einer Auflage von über 100.000 Exemplaren und ist für 8,90 Euro in Concept Stores sowie in Funke-Shops erhältlich.
per Mail, turi2.de (Background)

Hajo Schumacher wird Chefkolumnist bei Funke.

Mehr davon: Funke baut seine Zusammenarbeit mit Hajo Schumacher aus und macht ihn zum Chefkolumnisten. Zusätzlich zu seinen Kolumnen für "Berliner Morgenpost" und "Hamburger Abendblatt" sowie seinem Podcast "Wir", soll Schumacher künftig für weitere Tageszeitungen und Online-Portale der Mediengruppe "das politische und gesellschaftliche Geschehen in Deutschland und der Welt beschreiben und einordnen".
funkemedien.de

Funke schafft neue Datenorganisation im Unternehmen, Jonas Rashedi wird ihr Chef.

Funke schafft die neue Datenorganisation Funke Data & Intelligence für das gesamte Unternehmen, die sich auch für Kooperationen und externe Marktpartner öffnen soll. Jonas Rashedi tritt zum 1. November die neu geschaffene Stelle als Chief Data Officer an; er kommt von Douglas. Catherin Hiller, seit 2019 bei Funke, verantwortet die Gesamtleitung Intelligence & Insights.
funkemedien.de

Funke: Christian Siebert wird neuer Chef am Standort Hamburg.

Funke macht Christian Siebert zum neuen Geschäftsführer der Funke-Regionalmedien in Hamburg. Er verantwortet somit künftig die Titel "Hamburger Abendblatt", "Bergedorfer Zeitung", "Hamburger Wochenblatt" und "Klönschnack". Bisher war Siebert Chef der New-Business-Unit Funke One. Siebert folgt auf Claas Schmedtje, der das Haus "auf eigenen Wunsch" verlässt.
new-business.de

David Herten wird stellvertretender Chefredakteur der Funke-Reichweitenportale

Funke macht David Herten zum stellvertretenden Chefredakteur der Reichweitenportale Der Westen, Moin.de, News38 und Thüringen24. ist verantwortlich für das Identifizieren von neuen Themenfeldern und das Coaching der Redaktionsmitglieder. Herten ist 2017 von DuMont zu Funke gewechselt und halt als Teamleiter Sport für Der Westen gearbeitet. Seit 2021 ist er bereits Mitglied der Chefredaktion der vier Portale.
funkemedien.de

Funke One holt das Magazin “Fototest” und einen neuen Director Innovation ins Haus.

Doppel­belichtung: Funke kauft das Magazin "Fototest" von Gründer und Herausgeber Artur Landt. Chef­redakteur wird Axel Telzerow, der bei Funke One bereits "Imtest" managt. Die Verlags-Unit bekommt zudem Zuwachs: Francesco Ferreri kommt als Director Innovation von Otto zu Funke One und soll die Produkt- und Geschäfts­entwicklung verantworten.
lifepr.de (Fototest), kress.de (Ferreri)

Funke-Tochter Raufeld bietet kostenfreie Schulung zur Medienkompetenz.

Schulung für Schule: Die Funke-Tochter Raufeld bietet die kostenlose Online-Schulung Newscheck NRW an, um die Grundlagen journalistischer Arbeit und Medien­kompetenz zu vermitteln. Das von der Staats­kanzlei Nordrhein-Westfalen geförderte und auf drei Stunden ausgelegte Programm richtet sich an Lehr­kräfte sowie alle Interessierten. Es setzt auf Erklär­videos, Experten­interviews und Tests. Mit dabei ist u.a. Medien­psychologin Maren Urner.
newscheck.nrw, funkemedien.de

Nach Angriff auf “OTZ”-Redakteur: Rücktritt von Bürgermeister Weigelt “unumgänglich”.


Pressefreiheit: "Wir werden alle juristischen Mittel aufbieten, um diesen Übergriff zu ahnden", sagt Funke-Aufsichtsratsvorsitzende Julia Becker (Foto) nach dem Angriff des Bad Lobensteiner Bürgermeisters Thomas Weigelt auf einen Journalisten der "Ostthüringer Zeitung". "Meine Familie und ich fordern klare Konsequenzen", schreibt Becker in einem Statement. Der Rücktritt "dieses Bürgermeisters, der mit körperlicher Gewalt Berichterstattung verhindern will", sei "unumgänglich". Der Angriff auf Peter Hagen sei "nicht nur ein schändlicher Angriff auf einen unserer Mitarbeiter", sondern auch "ein Angriff auf die Pressefreiheit und damit auf einen der Grundwerte unserer Demokratie".

Jörg Riebartsch, Chefredakteur der "OTZ", nennt den Angriff "eine neue, traurige Eskalation". Man werde sich allerdings "auch künftig nicht mit Gewalt einschüchtern" lassen. Die Polizei hat inzwischen eine Strafanzeige von dem "OTZ"-Reporter aufgenommen, es bestehe der Verdacht der Körperverletzung und der Sachbeschädigung, sagt ein Sprecher der Polizei. "OTZ"-Redakteur Hagen hatte Weigelt im Rahmen eines öffentlichen Auftritts auf einem Marktfest gefilmt. Der parteilose Politiker war daraufhin auf ihn losgegangen und schubste ihn sowie einen weiteren Passanten zu Boden.
sueddeutsche.de, twitter.com, turi2.de (Background)
(Foto: Selina Pfrüner)

Meistgeklickter Kopf gestern war Julia Becker.

Meistgeklickter Kopf gestern war Julia Becker. In der turi2 edition #18 erzählt die Verlegerin, dass ein Job auf dem Ponyhof sie auf ihren späteren Posten bei der Funke-Mediengruppe vorbereitet hat. Ihr folgt im Ranking Tarek Müller. Der About-You-Gründer ist betrunken E-Roller gefahren – nun muss er 80.100 Euro Strafe zahlen.
turi2.de/koepfe (meistgeklickte Köpfe am 28.7.2022)

Funke Digital übernimmt Baseplus mehrheitlich.

Base plus Funke: Die Funke-Tochter Funke Digital hat zum 1. Juli die Mehrheitsanteile der Digitalagentur Baseplus übernommen. Die Agentur bietet u.a Webentwicklung, Suchmaschinen- und Social-Media-Marketing an. Funke will damit "Rahmen­bedingungen für noch bessere und ziel­gerichtetere Marktbearbeitung" schaffen, heißt es in einer Mitteilung. Die Mediengruppe übernimmt alle Mitarbeiter und will neue Stellen schaffen. Gründer Branimir Witt bleibt Minderheitsgesellschafter und Berater.
funkemedien.de

Funke erwägt nach Döpfner-Rücktritt Verbleib im BDZV.

Funke schließt den Verbleib im Verleger-Verband BDZV nach dem angekündigten Rückzug von Präsident Mathias Döpfner nun doch nicht mehr aus. Die Kündigung sei zwar schon vor einigen Wochen eingereicht worden, werde aber erst zum Jahresende wirksam, sagt ein Funke-Sprecher dem epd und ergänzt: "Alles Weitere wird man sehen und ist auch von den Fortschritten im Reformprozess abhängig." Funke hatte wegen des Umgangs mit Julian Reichelt Döpfners Rücktritt gefordert und den Austritt aus dem BDZV angekündigt.
epd.de (Paid), turi2.de (Background)

Raufeld macht André Aimaq zum Leiter des Bereichs Brand & Campaigns.

Raufeld erweitert ihr Angebot um den Bereich Brand & Campaigns und macht André Aimaq zum Kreativ-Chef. Er soll sich künftig bei der Funke-eigenen Agentur u.a. um Markenstrategien, Storytelling- und Innovation-Workshops sowie Social-Media- und Influencer-Marketing kümmern. Zuvor hat Aimaq u.a. eine eigene Agentur gegründet, die er 2017 an die Serviceplan Gruppe verkaufte.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Funke wirft Übermedien vor, Presserats-Beschwerden des Traffics wegen zu erheben.

Funke wirft Übermedien vor, in erster Linie zur "Generierung von Traffic" eine Beschwerde über einen Klatsch-Artikel beim Presserat eingereicht zu haben, berichtet Mats Schönauer bei Übermedien in eigener Sache. Das geht aus einer Stellugnahme des Verlags aus der entsprechenden Presserats-Rüge hevor. Es bestehe der Eindruck, Übermedien habe die Beschwerde nicht "aus einem echten Interesse an der Wahrung des journalistischen Standards oder einem offenen Diskurs" erhoben. In dem gerügten Text der "Echo der Frau" sagt eine "Star-Hellseherin" namens Soraya voraus, dass Prinz William und Herzogin Kate Eltern von Zwillingen werden. Der Presserat sieht darin einen "schweren Verstoß gegen das Wahrhaftigkeitsgebot".
uebermedien.de

Funke lagert seine Unternehmenskommunikation aus und macht sie mietbar.

Mietbares Mastermind: Funke lagert seine Unternehmenskommunikation um Sprecher Tobias Korenke an die unternehmenseigene Content-Marketing-Agentur Raufeld aus und macht deren Expertise buchbar. Korenke und Team sollen demnach künftig nicht nur für den Verlag, sondern auf Anfrage auch für andere Unternehmen, Stiftungen und Behörden kommunizieren. Für den ersten Erklärer Korenke sind immerhin weitere Pöstchen drin: Er wird Chef der Agentursparte Corporate & Public Affairs und zusätzlicher Geschäftsführer von Raufeld.
funkemedien.de, horizont.net (Paid)

“Hamburger Abendblatt” gönnt sich Redaktionsstandort auf Sylt.

Hamburger Abendblatt A150Report von den Reichen: Das zu Funke gehörende "Hamburger Abendblatt" gönnt sich einen Redaktions­standort auf Sylt, den Redakteurinnen der Zeitung abwechselnd nutzen und bespielen dürfen – um so von der "Lieblingsinsel der Hamburger" zu berichten. Geplant sind vier bis fünf Geschichten aus Sylt und der Region täglich, die online veröffentlicht werden sollen. Schlagen die Sylt-Stories ein, will das "Abendblatt" eventuell weitere Standorte "erschließen", z.B. die Schlei-Region.
funkemedien.de

Funke startet Klub-Programm für Abonnentinnen aus Thüringen.

Funke startet für Abonnentinnen seiner Thüringer Tageszeitungen das Vorteilsprogramm "Willkommen im Klub!", das Leserinnen u.a. Rabatte in den verlagseigenen Shops gewährt. Weiterer Partner wird die Thüringer Wald Card, die Funke-Freundinnen rund 200 Ausflugsangebote zum Sparpreis schmackhaft machen will. Regelmäßige Hinweise auf Events für Leserinnen runden das Angebot ab.
per Mail, tlz.de/klub

Funke startet Gesprächspodcast “Salon Funke”.

Funke startet einen Podcast von und mit Verlegerin Julia Becker und Moderator Jörg Thadeusz. Im "Salon Funke" laden sie Menschen ein, die im Gespräch sind, und versuchen, mehr über sie zu erfahren. In der ersten Folge ist FPD-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann zu Gast, in der zweiten der Schauspieler Heino Ferch. Die Folgen erscheinen immer am dritten Freitag im Monat, erstmals am 17. Juni.
abendblatt.de

turi2 edition #18: Wie viel geben die Deutschen für Programm­zeitschriften aus, Christian Hellmann?


Volles Programm: Programmzeitschriften sind quasi vollwertige Illustrierte, erklärt der Chef­redakteur der Sparte bei Funke, Christian Hellmann. Im Gastbeitrag in der turi2 edition #18 sagt er den Heften eine blühende Zukunft voraus – wenn sie innovativ bleiben. Weiterlesen >>>

Wir graturilieren: Karl Hans Arnold wird 60.

Wir graturilieren: Mitglied im Gesellschafterausschuss und Aufsichtsrat der Funke Mediengruppe, Karl Hans Arnold, macht heute die 60 voll. Er startet sein neues Lebensjahrzehnt mit Tatendrang, Optimismus, aber auch mit Demut. Beruflich setzt Arnold sich zum Ziel, einen Beitrag zum unab­hängigen Journalismus zu leisten: "Eine notwendige und erfüllende Aufgabe." Wenn er sich etwas wünschen dürfte, wäre das die erhebliche finanzielle Ausstattung der Redaktionen. Aber "bitte nicht durch Subventionen", sagt Arnold.

Doch bevor die Verantwortung ruft, ist erstmal Entspannen angesagt: Seinen Ehrentag verbringt er mit seiner Familie an der ihm so vertrauten Côte d'Azur. Glückwünsche erreichen Arnold heute per E-Mail.

Christine Ritzenhoff wird Chefredakteurin der neuen Funke-Medienmarke “kronendach”.

Neues Produkt: Journalistin Christine Ritzenhoff wird Chefredakteurin der neuen Funke-Mulitchannel-Marke "kronendach". Die Marke setzt sich mit bewussten und nachhaltigen Lifestyle auseinander. Bisher ist "kronendach" als Social-Media-Marke auf Instagram und Facebook aktiv gewesen. Jetzt launcht Funke die dazugehörige Webseite kronendach.com. Ab September soll ein Printmagazin erscheinen, gefolgt von weiteren Produkten z.B. Büchern.
funkemedien.de

Funke entwickelt ein einheitliches Design für alle Tageszeitungen.

Neuer Mantel: Die Funke Mediengruppe verpasst ihren Tageszeitungen ein neues, einheitliches Design. Heute sind bereits u.a. die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung", die "Westfalenpost" und die "Westfälische Rundschau" im neuen Layout erschienen. Weitere Tageszeitungen wie das "Hamburger Abendblatt" und die "Thüringer Allgemeine" "folgen demnächst". Die digitalen Auftritte der Tageszeitungen bekommen auch einen neuen Anstrich. Das Layout hat die Agentur Einhorn Solutions zusammen mit den Designerinnen Anja Horn und Yvonne Acksel entworfen.
funkemedien.de

Tanja Fox wird stellvertretende Chefredakteurin von “Myself”.

Funke macht Tanja Fox, 36, zur stellvertretenden Chefredakteurin vom Lifestylemagazin "Myself". Fox war zuletzt im Bereich Corporate Publishing der Kosmetikmarke Weleda tätig, zuvor war sie u.a. Head of Editorial des Frauenmagazins "Glamour" bei Condé Nast. Alexandra Pasi, bisher Deputy Director Beauty bei "Myself", leitet künftig das Ressort "Leben".
funkemedien.de

Die Berliner Morgenpost zieht in die Funke Zentralredaktion ein.


Der Funke springt über: Der Print-Desk der Funke-Zentralredaktion produziert künftig auch alle Seiten der "Berliner Morgenpost". Damit steht auch das Portal morgenpost.de unter der Leitung von Laura Himmelreich, die seit kurzem Digitalchefin und stellvertretende Chefredakteurin der Zentralredaktion ist. Die "Morgenpost" will die Website ausbauen und investiert weiter in ihre Paid-Content-Strategie mit dem Ziel, mehr Digital-Abonnenten zu entwickeln. Unter anderem wird das Blatt dazu im Laufe des Jahres den Posten des Digital Lead Berliner Morgenpost neu schaffen, der direkt an Chefredakteurin Christine Richter berichtet. Andere Funke-Medien haben das bereits erfolgreich umgesetzt.

Der Schritt ist auch ein Umzug im wörtlichen Sinne: Die Morgenpost zieht in das Funke-Büro in der Friedrichstraße ein, wo auch die Zentralredaktion arbeitet. Die anderen Funke-Abteilungen am Kurfürstendamm, darunter das Anzeigenblatt "Berliner Woche", ziehen an den Standort in der Wilhelmstraße. Die Umsetzung soll bis zum 1. Juli erfolgen.
funkemedien.de, turi2.de (Background)

Sandra Schönbein wird Chefredakteurin von “LandIdee” und “LandApotheke”.

Funke stellt seine Land-Magazine neu auf und macht Sandra Schönbein zur Chefredakteurin von "LandIdee" und "LandApotheke". Schönbein hat die Titel vor etwa zehn Jahren selbst entwickelt. Beide Magazine hat zuletzt das Münchener Redaktionsbüro Blattgold produziert. Schönbein fungiert zusätzlich als Editor-at-Large für alle Landtitel und digitale Ableger. Katharina Seifert tritt Schönbeins Nachfolge als Verlagsbereichsleiterin für "TV für mich", "Zeit für mich" und "Frau von Heute" an.
funkemedien.de

Tatjana Biallas wird neue Geschäftsführerin der Funke Medien Niedersachsen.

Goes on: Gofeminin.de-Chefin, Tatjana Biallas (Foto), wird Geschäfts­führerin der Funke Medien Nieder­sachsen mit Schwer­punkt auf die Digital­strategie. Sie übernimmt von Claas Schmedtje, der sich nach einer Übergangs­phase auf den Hamburger Standort konzentriert, den er derzeit parallel leitet. Verlags­leiterin Nancy Klatt wird zudem Mitglied der Geschäfts­führung in Braunschweig und verantwortet vor allem Vertrieb und Logistik. Außerdem übernimmt Klatt die Geschäftsführung des "Harz Kuriers".
funkemedien.de

Julia Becker geht nicht in den BDZV-Vorstand, Funke tritt aus.


Schüssikowski: Die Funke Mediengruppe um Verlegerin Julia Becker macht ihre Drohung wahr und tritt Ende 2022 aus dem BDZV aus, berichtet u.a. die "FAZ". Damit schlägt Becker auch das Angebot aus, als Vizepräsidentin in den Verbands-Vorstand zu gehen. In einem Brief an die Vize-Präsidenten des Verbands von Funke-Geschäftsführer Christoph Rüth ist von einem Vertrauensverlust der Mediengruppe "in die Veränderungsbereitschaft des geschäftsführenden Präsidiums" die Rede.

Mit dem Austritt wolle Funke den "Spekulationen um das Machtgerangel im BDZV ein klares Signal entgegensetzen und das Augenmerk auf den Kern unserer Diskussion lenken", schreibt Rüth weiter. Funke hatte zuvor mehrmals öffentlich den Rücktritt von Mathias Döpfner als Vorsitzenden gefordert. Der BDZV bot Becker an, den frei gewordenen Vize-Posten von Madsack-Chef Thomas Düffert zu übernehmen. Dieses Angebot lehnt Becker "dankend ab", heißt es in dem Schreiben.

Funke strebt eine umfassende Modernisierung des Verbands an und spricht sich u.a. für ein Mitspracherecht für Lokalmedien und eine Konsolidierung der Landesverbände aus. Zuletzt hatte der BDZV eine Reformkommission mit zehn Verlags- und Verbands-Vertretern gebildet. Die Reformvorschläge sind jedoch insgesamt auf wenig Gegenliebe gestoßen.
faz.net, turi2.de (Background)
(Foto: Selina Pfrüner für turi2)

René Benkos Signa-Gruppe steigt bei Funkes “Ostthüringer Zeitung” ein.

Griaß di: Die Funke-Mitgesellschafterin Rheinisch-Westfälische Verlagsgesellschaft tritt ihre Anteile in Höhe von 40 % an der "Ost­thüringer Zeitung" an die öster­reichische Signa-Gruppe von René Benko ab. Signa und Funke übernehmen damit gemeinsam die Kontrolle über die Verlags­gesellschaften. Eine entsprechende Anfrage liege dem Bundeskartellamt vor. Signa-Medien-Geschäfts­führer ist demnach Christoph Keese (Foto), aktuell noch Geschäfts­führer von Springers Beratungs­tochter Hy. Die Signa Holding des Karstadt-Eigentümers Benko hält seit 2018 49 % des Österreich-Geschäfts von Funke.
derstandard.at, turi2.de (Background)

BDZV bietet Julia Becker Vize-Posten und setzt Reform-Kommission ein.


Vize fürs Verweilen: Der BDZV will im Streit um seinen Präsidenten Mathias Döpfner die Reihen schließen und macht Funke-Verlegerin Julia Becker ein Angebot, das sie vermutlich ablehnen wird: Geht es nach dem Verband, soll Becker den frei gewordenen Vize-Posten von Madsack-Chef Thomas Düffert übernehmen, um die Verbands-Arbeit aktiv mitgestalten zu können, berichtet Medieninsider. Unterschrieben ist der Brief von Christian DuMont Schütte, Aufsichtsrat von DuMont, Jan Dirk Elstermann, Verleger "NOZ" und Valdo Lehari, Verleger "Reutlinger General-Anzeiger", die gleichzeitig klarstellen, dass sie hinter Döpfner stehen. Die Unterschrift Döpfners fehlt. Auch deswegen ist es unwahrscheinlich, dass Becker sich nach ihrem Vorstoß gegen den Springer-CEO Ende Februar mit einem Posten beschwichtigen lässt. Funke schweigt bisher zu dem Vorschlag.

Derweil zeitigen die Reformvorschläge Beckers, die Ende Januar bekannt und Mitte Februar im Rahmen der Delegierten-Versammlung diskutiert wurden, Konsequenzen: Es gibt nun eine mit zehn Verlags- und Verbands-Vertretern besetzte Reformkommission, bestehend aus acht Männern und zwei Frauen. Für Springer sitzt der frühere Springer-Manager und Funke-Kenner Christian Nienhaus am Tisch, für Funke verhandelt Verlags-Sprecher Tobias Korenke. Außerdem reden u.a. Verleger Lambert Lensing-Wolff, Inken Boyens, Verlegerin der "Dithmarscher Landeszeitung", Lutz Schumacher von Schwäbisch Media und Matthias Ditzen-Blanke, Verleger der "Nordsee-Zeitung" mit. Für den BDZV ist Katrin Tischer, Geschäftsführerin Märkte, dabei.

Zur Delegierten-Versammlung im September soll es erste Ergebnisse geben. Funke fordert eine Reform des BDZV u.a. mit mehr Mitspracherecht für Lokalmedien, einer Konsolidierung der Landesverbände und einer Kooperation oder Verschmelzung des Zeitungsvermarkters ZMG mit dem Marktforscher GIK. (Fotos: Springer, Selina Pfrüner für turi2)
turi2 – eigene Infos, medieninsider.com (Vize-Angebot, Paid). turi2.de (Background)

Ippen und Funke melden Cyberangriffe auf Websites und in Social Media.


Digitalkrieg: Sowohl Ippen Media als auch die Funke Mediengruppe haben aufgrund ihrer Ukraine-Berichterstattung mit Cyberangriffen auf ihre Angebote zu kämpfen. Thomas Kaspar (Foto), Chefredakteur der zu Ippen gehörenden "Frankfurter Rundschau", spricht von einem "Informationskrieg". Seit Putins Kriegserklärung sei das Aufkommen von russischen Propaganda-Facebook-Kommentaren im Ippen-Netzwerk von durchschnittlich 22.000 auf über 35.000 pro Tag gestiegen.

Das Community-Team von Ippen beobachte dabei "das stets gleiche Muster": Meist männliche Kommentatoren würden u.a. wiederholen, dass die Ukraine "eigenes Territorium" Russlands sei. Verfasst würden die Kommentare zumeist von neu registrierten Accounts, die täglich 50 bis 100 Beiträge posten. Kurzfristig sei es zu einer Überlastung der Löschfunktion gekommen: "Der digitale Krieg hatte sein Ziel erreicht", schreibt Kaspar, der zugleich klarstellt, dass sich die "FR" deshalb nicht aus dem digitalen Raum zurückziehen werde.

Derweil würden die Websites der Tageszeitungen, Magazine und Reichweitenportale der Funke Mediengruppe seit Freitagmorgen "in mehreren Wellen" von Bots angegriffen, ist im "WAZ"-Liveblog zum Ukraine-Konflikt zu lesen. Auch auf den Social-Media-Seiten der Marken registriere man eine "erhöhte Bot-Aktivität". "Durch die Angriffe kann die Aktualisierung unserer Seiten teilweise verzögert werden." Man habe Maßnahmen zur Abwehr weiterer Angriffe eingeleitet.
fr.de, waz.de via faz.net
(Foto: picture alliance/dpa, Marcus Schlaf)

“Süddeutsche Zeitung”: Funke droht nun auch öffentlich mit dem Austritt aus dem BDZV.


Ton verschärft sich: Die Funke Mediengruppe um Verlegerin Julia Becker kokettiert nun erstmals auch öffentlich mit dem Austritt aus dem BDZV und fordert, dass Präsident Mathias Döpfner zurücktritt. "Wir halten die hier geforderte Trennung von Präsidentenamt und Person für nicht haltbar. Deshalb erwarten wir eine personelle Neuaufstellung an der Spitze des BDZV", zitiert die "Süddeutsche Zeitung" aus einem Statement. Demnach treibt Funke vor allem die Sorge um, "dass die Glaubwürdigkeit der gesamten Branche gefährdet ist". Zudem sehe man "die Werte, die wohl jedes dem Journalismus verpflichtete Verlagshaus auszeichnen" nicht mehr ausreichend repräsentiert. Mit der Androhung eines Austritts wolle man "ein deutliches Zeichen setzen, dass sich etwas ändern muss".

Zuvor hatte Funke einen möglichen Austritt nur intern bei der BDZV-Tagung vom 14. Februar angedeutet. Bei der besagten Versammlung soll die Personalie Döpfner nur eine "Randnotiz" gewesen sein. BDZV-Vize Thomas Düffert, Madsack-Geschäftsführer, ist vor einer Woche dann überraschend zurückgetreten – offenbar als Reaktion darauf. Beim Verband herrsche "eine gewisse Ratlosigkeit" nach Düfferts Rücktritt, hört die "Süddeutsche Zeitung". "Die Entscheidung, ob eine Nachfolge benannt wird, liegt gemeinsam in den Händen aller großen Verlagsgruppen, die direkt im Präsidium vertreten sind", lässt der BDZV wissen. Wann damit zu rechnen sei, wisse man aber nicht.

Auslöser der Uneinigkeiten im BDZV sind die jüngsten Recherchen zu Döpfner. Laut "Financial Times" soll der Springer-Chef die internen Untersuchungen im Fall Julian Reichelt verschleppt haben und eigene "Gegenermittlungen" gegen Satiriker eingeleitet haben. Zuvor hatte zudem die "NYT" eine SMS geleakt, in der Döpfner Journalistinnen als "Propaganda-Assistenten" bezeichnet hatte.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background Funke)
(Foto: Selina Pfrüner für turi2)

“Horizont”: Funke gerät durch Kritik an Döpfner beim BDZV selbst ins Abseits.

Funke vs. Döpfner: Funke-Geschäftsführer Christoph Rüth gerät für sein "Rütteln" am Amt von Mathias Döpfner als BDZV-Präsident selbst in die Kritik, berichtet Roland Pimpl bei "Horizont". Funke vermische Springer-Angelegenheiten mit dem Verbandsgeschehen, so der Vorwurf. Gescheitert sei die "Palastrevolution" daran, dass die überwiegenden kleinen Zeitungen in Döpfner einen starken, gut vernetzen Branchen-Lobbyisten sehen. Zudem sei eine Alternative nicht in Sicht – auch Funke-Verlegerin Julia Becker habe "keinerlei Ambitionen", so Pimpl.
horizont.net (Paid)

“FAZ”: Funke denkt über den Verbleib im BDZV nach.


Ein Funken Groll: Die Funke-Gruppe um Verlegerin Julia Becker stellt offenbar den Verbleib des Verlags im BDZV in Frage, hört "FAZ"-Medienjournalist Michael Hanfeld aus der Tagung des Präsidiums vom Montag. Funke habe aufscheinen lassen, "dass man über den Verbleib im BDZV durchaus nachdenke". Demnach sei es bei Funke "denkbar schlecht" angekommen, dass es im Fall Mathias Döpfner keine Aussprache gegeben hat. Funke hatte sich zuvor als erster großer Verlag gegen den BDZV-Chef gestellt und in einem "Spiegel"-Statement von einer "unerlässlichen" Neuaufstellung gesprochen, um die Zeitungsbranche zu schützen.

Um die von Funke in einem Diskussionspapier angeregte Strukturreform des BDZV solle sich in den kommenden Monaten eine "Taskforce aus den Reihen der Mitglieder" kümmern. Es werde dann "konkret an einer Modernisierung gearbeitet", teilt der BDZV mit, ohne weitere Details zu nennen. Funke hatte zuvor durchscheinen lassen, mit einer Fusion aller Verlagsverbände zu liebäugeln.

In der Sitzung hatte sich der BDZV zudem besorgt über den "erneut starken Ausbau von presseähnlichen Angeboten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks" geäußert. Klare Grenzen für Textangebote seien "wichtiger als jemals zuvor". Außerdem appellierte Döpfner erneut an die Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag stehende Förderung der Zeitungszustellung umzusetzen, mit Blick auf das "chronisch unterfinanzierte Zustellnetz der Presse" sei dies "zwingend notwendig". Es gehe "um den Informationszugang für alle, also um Grundlagen der Demokratie". (Foto: Selina Pfrüner für turi2)
faz.net, presseportal.de, turi2.de (Background)

“Horizont”: Funke will Fusion aller Verlagsverbände und “personellen Neuanfang” beim BDZV.

Funke strebt eine Fusion aller Verlagsverbände und einen "personellen Neuanfang" beim BDZV an, schreibt Roland Pimpl bei "Horizont". Er zitiert aus einem internen Schreiben mit Vorschlägen, die Funke bei der Delegiertenversammlung am 14. Februar vorstellen will. Darin fordert die Mediengruppe, bei der Aufsichts­rats­chefin Julia Becker die Fäden zieht, weiter mehr Mitspracherecht für Lokalmedien, eine Konsolidierung der Landesverbände und eine Kooperation oder Verschmelzung des Zeitungsvermarkters ZMG mit dem Marktforscher GIK. Den BDZV-Präsidenten Mathias Döpfner erwähnt das Schreiben nicht namentlich, jedoch heißt es, am Ende des Reformprozesses stehe die Frage, "ob die aktuelle Präsidentenstruktur zeitgemäß ist".
horizont.net (Paid)

IVW: Die größten 110 Regionalzeitungen verlieren alle.

IVW: Die größten 110 deutschen Regionalzeitungen verlieren im 4. Quartal allesamt an Auflage. Der "Tagesspiegel" schreibt das geringste Minus, da er schwindende Print-Käufe mit Digitalabos kompensiert. In Hamburg verliert die "Morgenpost" satte 9,7 %, in Bayern schwächelt vor allem die zu Ippen gehörende "tz". Die Funke-Zeitungen aus Thüringen melden sogar ein Minus von fast 10 %, die Daten sind aber aufgrund eines Hacker-Angriffs aus dem vergangenen Jahr nur bedingt belastbar.
meedia.de

turi2 edition #16: Julia Becker über Verlag und Verantwortung.


Selbst ist die Frau: Julia Becker ist es wichtig, sich zu erinnern, wo sie herkommt. Als Chefin der Funke Mediengruppe sieht sie sich in den Fußstapfen ihres Großvaters und “WAZ”-Mitgründers Jakob Funke. Zum Interview für die turi2 edition #16 trifft sie Peter Turi denn auch im Gründerzimmer des Verlags, wo heute der Schreibtisch ihres Großvaters steht. Becker erklärt, wie der Verlag durch Investitionen, Kooperationen und Zukäufe wachsen soll – und bekennt sich klar zu Diversität: “Die Hälfte unserer Gesellschaft ist weiblich und die Hälfte der Führungspositionen muss mit Frauen besetzt sein.” Weiterlesen >>>

Dieser Beitrag ist Teil der turi2 edition #16 über Nachhaltigkeit. Hier geht’s zum kostenlosen E-Paper.

Die “aktuelle” erhält für Fake-Cover eine Rüge vom Presserat.

Gephotoshopt: Die "aktuelle" hat für ein Fake-Cover eine Rüge vom Presserat erhalten. Wenige Wochen nach dem Tod von Prinz Philip hat die Funke-Zeitschrift mit einem Titelbild aufgemacht, das sich als Foto-Montage herausstellte, berichtet Stefan Niggemeier. Anders als auf dem Cover steht die Queen auf dem Originalbild gar nicht an Philips Grabstein, sondern in ihrem Garten – und inspiziert ihre Pferde.
uebermedien.de

Hör-Tipp: Funke-Verlegerin Julia Becker über die Gefahr von Google und Facebook.

Hör-Tipp: Funke-Verlegerin Julia Becker fordert im "BrostCast"-Podcast mit Hajo Schumacher ein stärkeres Vorgehen der Politik gegen Google und Facebook. Durch die Tech-Giganten würde der Gesellschaft die Möglichkeit, sich eine "freie und anspruchsvolle Presse" leisten zu können, "mit dem Schaufelradbagger abgegraben". Sollte sich Kanzler Olaf Scholz der Problematik nicht annehmen, sei sie sehr besorgt "im Hinblick auf Freiheit und Pluralismus unserer Gesellschaft". Weiter spricht Becker darüber, wie ihre Kindheit auf dem Bauernhof sie geprägt hat und wie sie und ihre Geschwister das Verlagshaus künftig aufstellen wollen.
audionow.de (52-Min-Audio)

Wir graturilieren: Malte Peters wird 44.


Wir graturilieren: Der Geschäftsleiter des Digital Brands Network von Funke, Malte Peters, feiert heute seinen 44. Geburtstag. Er verbringt den Tag mit Frau, Hund und Freunden in Hamburg, wo er während seiner Zeit beim Bauer-Verlag mehrere Jahre lang gelebt hat. Noch nordischer wird es hoffentlich im Sommer, dann steht ein Campingurlaub mit dem VW-Bulli in Skandinavien auf dem Plan.

Beruflich will er sich 2022 darauf konzentrieren, das App-Geschäft bei Funke in München weiter auszubauen. Sein ambitioniertes Ziel: "20.000 zahlende Abonnenten gewinnen, ein bis zwei neue Food-Apps starten und die Umsatzrendite auf 60 % steigern". Im vergangenen Jahr hat ihn dagegen das neue Telekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetz das Leben schwer gemacht, weil sowohl IVW als auch Google "keine brauchbaren Daten" zur Nutzung der Funke-Websites mehr lieferten. Glückwünsche erreichen Peters heute per Telefon oder bei Linked-in.

turi2 edition #16: “Hörzu” wird es auch 2042 noch geben, sagt Jochen Beckmann.


Quicklebendig? Deutschlands älteste Programmzeitschrift “Hörzu” hat gerade ihren 75. Geburtstag gefeiert. Verlagsmanager Jochen Beckmann, 63 und seit 1994 dabei, ist happy – auch wenn die Auflage innerhalb von zehn Jahren von 1,4 Mio auf 800.000 gesunken ist. Dass sein Blatt demnächst Geschichte und die “Hörzu”-Leserinnen bald ausgestorben sein könnten, davor hat Beckmann keine Angst. Fragen dazu findet er “völlig irre und ziemlich doof”, sagt er im Interview in der turi2 edition #16. Weiterlesen >>>

Das Interview mit Jochen Beckmann ist Teil der turi2 edition #16 über Nachhaltigkeit, die am 12. Januar 2022 erscheint. Hier kostenloses E-Paper bestellen!