Nach Hacker-Angriff: Funke-Zeitungen könnten Notfall-Modus noch diese Woche verlassen.


Zurück zur Tagesordnung: Funke-Tageszeitungen erscheinen bald wieder regulär. "Wir sind, Stand heute, sehr optimistisch, den Notfallmodus noch diese Woche zu verlassen", teilt die Mediengruppe in einem Statement mit. Grund sei der Wiederaufbau der IT-Struktur, der schneller als erwartet vorangeht. Rund 5.000 Computer seien bereits repariert worden und wieder in den Redaktionen und in der Verwaltung im Einsatz.

Laut Funke erscheint die "Berliner Morgenpost" wieder im Regelumfang. Die Umfänge der Anzeigenblätter steigen "von Ausgabe zu Ausgabe". Über finanzielle Konsequenzen des Cyberangriffs kann Funke derzeit "nichts Verlässliches" sagen. Für einen "Kassensturz" sei es zu früh. Im Dezember ist Funke Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Medienberichten zufolge hatte Erpresser-Software die Computersysteme lahmgelegt. Sämtliche Funke-Zeitungen sind deshalb nur im Notfall-Modus in abgespeckten Varianten erschienen.
funkemedien.de, turi2.de (Background)

Funke-Hack: Verlag verschiebt die IVW-Meldung.

Nichts gefunkt: Nach dem IT-Angriff auf Funke vor Weihnachten verschiebt der Verlag seine IVW-Meldung für das vierte Quartal 2020. Zum Meldeschluss am 14. Januar konnte Funke keine Daten übermitteln, will sie aber "zeitnah nachmelden". Die Ergebnisse dürften aber kaum valide sein, da viele Ausgaben nach dem Hack zusammengelegt werden mussten und nicht getrennt meldefähig sind.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Funke-Hack: Vor allem Lokalausgaben und Printwerbung sind noch betroffen.

Funke kämpft weiter mit den Folgen des IT-Angriffs vor Weihnachten, schreibt Roland Pimpl. Bei den Tages­zeitungen sind die Lokalteile noch "leicht eingeschränkt". Gravierende Auswirkungen habe der Hack insbesondere auf das Print-Werbegeschäft der Zeitungen und Anzeigenblätter, hauptsächlich bei aktueller Handels­werbung mit Teil­belegungen. Magazine und Digitalmedien seien dagegen kaum betroffen. Bis zum Normalzustand werde es "noch einige Wochen dauern", sagt eine Sprecherin. Andere Verlage wollen sich zu ihrer IT-Sicherheit auf "Horizont"-Nachfrage gar nicht oder nur vage äußern.
horizont.net (Paid)

Zitat: Lars Haider widersteht im Home-Office Viren aller Art.

"Ich hätte nie dran geglaubt, dass man das 'Hamburger Abendblatt' aus dem Home-Office heraus machen kann. Und was soll ich sagen: Es funktioniert sogar dann, wenn man nicht nur mit einem Virus zu kämpfen hat."

Chefredakteur Lars Haider witzelt beim digitalen Neujahrsempfang des "Hamburger Abendblatts" über den Hacker-Angriff auf die IT-Systeme von Funke.
abendblatt.de, youtube.com (67-Min-Video) via horizont.net (Paid)

Zahl des Tages: Funke lässt 6.000 Laptops auf Schad-Software prüfen.

Zahl des Tages: Unsichere 6.000 Personal-Laptops lässt Funke in den nächsten Wochen in Essen, Erfurt und Braunschweig auf Schad-Software prüfen und bei Bedarf davon befreien, teilt Sprecherin Jasmin Fischer mit. Pro Gerät dauere das circa eine Stunde. Nach dem Hacker-Angriff letzte Woche erscheinen die Zeitungen der Mediengruppe noch immer in reduziertem Umfang.
per Mail, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Willkommen im Club: Jochen Beckmann.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Jochen Beckmann ist bei Funke in Hamburg Geschäfts­führer Zeitschriften und für Titel wie "Hörzu" und "Bild der Frau" verantwortlich. Beckmann ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Florian Boitin, Gabriele Hässig und Michael Trautmann.
turi2.de/koepfe (Profil Beckmann)

Funke: Der Cyberangriff auf den Verlag ist noch nicht vorbei.


Keine stille Nacht: Der Hackerangriff auf die Funke-Mediengruppe in Essen hält offenbar weiter an, das schreibt Chefredakteur Andreas Tyrock in der aktuellen Ausgabe der "WAZ". Der Verlag habe inzwischen alle für die Zeitungsproduktion relevanten Computer-Systeme ausgeschaltet, die Zeitungen entstehen im Home Office und in telefonischer Absprache. Für heute plant der Verlag in NRW eine 24-seitige Zeitung – allerdings noch ohne Regionalausgaben. An vielen anderen Standorten erscheinen 20-seitige Ausgaben, sagt Verlagssprecherin Jasmin Fischer.

Über Weihnachten habe der Verlag mehrere Räume in der Zentrale in Essen in eine "digitale Waschstraße" umgebaut, um verseuchte Geräte zu reinigen und in ein "sicheres, neues IT-Umfeld" zu integrieren. Die Paywalls der Online-Angebote bleiben weiter offen. Chefredakteur Tyrock freut sich, dass es "fast keine Beschwerden" gab, viele Leser*innen "haben sich an uns gewandt und uns den Rücken gestärkt, uns Mut zugesprochen".

Der Hackerangriff war am 22. Dezember bekannt geworden. Vor Weihnachten sind nur Notausgaben mit acht Seiten erschienen. Die Hacker hatten die IT-Systeme offenbar verschlüsselt, um Lösegeld zu erpressen. Die "Welt am Sonntag" vermutet, dass der Verlag noch vor Weihnachten ein Lösegeld in Millionenhöhe bezahlt hat.
turi2 – eigene Infos, meedia.de, turi2.de (Background), turi2.de (Lösegeld)

“WamS”: Funke hat womöglich hohes Lösegeld bezahlt, um Hackerangriff abzuwehren.

Funke-Hack: Die "Welt am Sonntag" rekonstruiert den Hackerangriff auf die Essener Mediengruppe und legt nahe, dass der Verlag bereits am Dienstag ein Lösegeld in Millionenhöhe bezahlt hat, um einen Entschlüsselungs-Code zu erhalten. Mit dem Trojaner, der das Netzwerk des Verlags lahmlegte, wurde offenbar im September auch die Uniklinik Düsseldorf gehackt.
welt.de, turi2.de (Background)

Hacker-Angriff trifft die Funke Mediengruppe.


Funke ist bundesweit Opfer eines Hacker-Angriffs geworden, bestätigt die Mediengruppe in einem eigenen Statement. Alle Standorte sind betroffen, Mitarbeiter*innen konnten zwischenzeitlich nicht einmal telefonieren, berichtet der MDR. Zwischenzeitlich war unklar, ob am Mittwoch Zeitungen erscheinen können, die "Bild" berichtet nun, dass es wohl Ausgaben geben werde. Als Reaktion haben die Funke-Zeitungen ihre Paywalls deaktiviert und stellen Bezahlinhalte und E-Paper frei zugänglich zur Verfügung.

An der Funke-Zentrale in Essen hat die Polizei inzwischen Ermittlungen aufgenommen, außerdem arbeitet die Cybercrime-Abteilung der Staatsanwaltschaft an dem Fall. Unter Berufung auf mehrere Verlags-Mitarbeiter*innen berichtet die "Süddeutsche", dass es sich um einen Ransomware-Befall handle, also um Erpresser-Software, die in das Unternehmensnetzwerk eindringt und zentrale Inhalte durch Verschlüsselung unbenutzbar macht, um sie gegen eine Lösegeldzahlung wieder freizugeben. Aktuell arbeiten die Mitarbeiter*innen über private E-Mail-Konten, heißt es weiter.
thueringer-allgemeine.de (Statement Funke), mdr.de, sueddeutsche.de, spiegel.de, bild.de

Funke will Kund*innen mit später Zahlpflicht zu Ticket-Käufen animieren.

Funke versucht in Thüringen zögerliche Ticket-Käufer zu überzeugen und fordert Kund*innen künftig erst 10 Tage vor einer Veranstaltung auf, zu bezahlen. Schon vorher können sie verbindlich bestellen. Kund*innen sollen so mehr Sicherheit haben, argumentiert Abteilungsleiter Wieland Kniffka und sagt, Gutscheinlösungen seien nach Ansicht von Funke nur die "zweitbeste Lösung".
funkemedien.de

VDZ startet Kampagne für journalistische Umfelder.

VDZ startet eine Gattungskampagne für Werbung in Publikums­zeitschriften und deren Digital-Ablegern. Springer, Burda, Condé Nast und Delius Klasing sowie Funke, Jalag, Klambt und die Motor Presse Stuttgart sind mit zwölf Medien-Marken dabei. Die Kampagne unter dem Motto Darum Markenmedien will das Vertrauen der Leser*innen in journalistische Inhalte betonen.
vdz.de, wuv.de, horizont.net (Paid)

“manager magazin”: Funke-Verlegerin Julia Becker “provoziert eine Revolte”.

Becker-Bashing reloaded: Das manager magazin hängt sich online an die Meldung der Berliner Zeitung, dass bei Funke der Haussegen schief hängt und die Geschäftsführer auf Druck der Gesellschafter nach möglichen Kompetenzüberschreitungen von Verlegerin Julia Becker suchen. Die "mm"-Story von Christoph Neßhöver, in Teilen recycelt aus einem Stück von 2019, trägt die Überschrift "Die Verlegerin provoziert eine Revolte" - was allerdings mit keiner Silbe belegt wird.

Stattdessen erzählt Neßhöver, erkennbar munitioniert von einem der Minderheitsgesellschafter, mit viel Häme süffige Anekdoten aus dem Innenleben des zerrissenen Verlagshauses. Dass die "Eskalation aus Neid und Misstrauen" womöglich weniger von Julia Becker ausgeht als von den Minderheitsgesellschaftern Stephan Holthoff-Pförtner und Klaus Schubries, zieht Neßhöver nicht in Betracht.

Holthoff-Pförtner steht laut "mm" unter finanziellem Druck, der Beitrag von Schubries zur "Eiszeit in Essen" bleibt unbeleuchtet. Deutlich wird hingegen das interne Problem von Julia Becker: Die 66 % Anteile ihrer Familie reichen für wichtige Entscheidungen nicht aus – dafür sind 75 % nötig.
manager-magazin.de (Paid), turi2.de (Background)

Funke-Sprecherin: Es gehe nicht darum, Julia Becker Fehler anzulasten.

Funke-Streit: Konzern-Sprecherin Jasmin Fischer widerspricht der Darstellung, dass es im Auskunftsersuchen der Gesellschafter zu Kontakten zwischen dem Gesellschafter-Ausschuss und Funke-Mitarbeiter*innen darum geht, Julia Becker Fehler anzulasten. Der Gesellschafterausschuss bestehe neben der Verlegerin aus vielen weiteren Personen. Zudem betont die Sprecherin, dass die Kontakt-Verfolgung von den Gesellschaftern ausgeht, nicht von den Geschäftsführern Christoph Rüth, Andreas Schoo und Michael Wüller. Sie seien verpflichtet, dem Ersuchen nachzukommen.
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Meldung zum Gesellschafter-Streit)

Renner: Funke-Geschäftsführer suchen Zeugen für Fehlverhalten ihrer Verlegerin Julia Becker.


Funkestörung: Ein Gesellschafterstreit bringt der Funke Mediengruppe (u.a. "Berliner Morgenpost", "WAZ") negative Schlagzeilen im Konkurrenzblatt "Berliner Zeitung". Dort berichtet Kai-Hinrich Renner über einen "massiven Zwist im Gesellschafterkreis" und eine "große Spitzelaktion" gegen die Verlegerin und Aufsichtsratsvorsitzende Julia Becker. Die drei Geschäftsführer der Funke Mediengruppe, Christoph Rüth, Andreas Schoo und Michael Wüller fordern von Führungs­kräften Auskunft über etwaige Treffen mit Mitgliedern des Gesell­schafter­ausschusses - gemeint ist Julia Becker.

Der Vorwurf: Becker sei mehrfach operativ tätig geworden, ohne sich vorab mit ihren Mitgesellschaftern abgestimmt zu haben. So werde ihr vorgeworfen, ein inzwischen gestopptes Zeitschriftenprojekt mit Bascha Mika, Ex-Chefredakteurin von "taz" und "Frankfurter Rundschau", "ohne Wissen der übrigen Anteilseigner" auf den Weg gebracht zu haben. Zudem fühlten sich die Gesellschafter unzureichend über eine ebenfalls gescheiterte Vermarktungskoop mit Burda informiert und misstrauten dem engen Draht von Becker zu Burda-Vorstand Philipp Welte.

Hinter der Aktion stecken vermutlich die Minderheitsgesellschafter Klaus und Renate Schubries und/oder Stephan Holthoff-Pförtner. Julia Becker spricht zwar für 2/3 der Anteile, aber mit je 1/6 der Anteile legen sich Renate Schubries, eine von zwei Schwestern von Julia Beckers Mutter Petra Grotkamp, und Stephan Holthoff-Pförtner gelegentlich quer. Holthoff-Pförtner ist NRW-Minister für Bund und Europa, war mal VDZ-Präsident und ist ein Adoptivsohn der anderen Grotkamp-Schwester Gisela Holthoff. Die drei Kinder von Petra Grotkamp - Julia Becker, Nora Marx und Niklas Jakob Wilcke - halten ihre 66,6 % am Verlag zu gleichen Teilen, Becker spricht für diesen Teil der Familie und der Gesellschafter und hat von ihrer Mutter den Aufsichtsratsvorsitz bei Funke übernommen. Offensichtlich ein Posten mit hohem Konfliktpotential.
(Foto: Axel Heimken / dpa / Picture Alliance)
berliner-zeitung.de (frei nach Anmeldung)

Mitarbeit: Peter Turi

Update 13.11., 11.20 Uhr: Konzern-Sprecherin Jasmin Fischer widerspricht der Darstellung, dass es im Auskunftsersuchen der Gesellschafter zu Kontakten zwischen dem Gesellschafter-Ausschuss und Funke-Mitarbeiter*innen darum geht, Julia Becker Fehler anzulasten. Der Gesellschafterausschuss bestehe neben der Verlegerin aus vielen weiteren Personen. Zudem betont die Sprecherin, dass die Kontakt-Verfolgung von den Gesellschaftern ausgeht, nicht von den Geschäftsführern Christoph Rüth, Andreas Schoo und Michael Wüller. Sie seien verpflichtet, dem Ersuchen nachzukommen.

Offizielles Statement zum Gesellschafter-Streit:
"Im Rahmen eines Auskunftsersuchens nach § 51a GmbHG wurden unsere drei Geschäftsführer Christoph Rüth, Andreas Schoo und Michael Wüller gebeten, Auskünfte über etwaige Termine zwischen Mitarbeitern der FUNKE Mediengruppe und Mitgliedern des Gesellschafterausschusses der FUNKE Mediengruppe seit 1. Januar 2018 einzuholen.

Diesem Ersuchen sind die drei Geschäftsführer nachgekommen."

Funke serviert mit “Eat Club” ein neues Food-Magazin.

Funke legt mit "Eat Club" ab Mittwoch ein neues Food-Magazin mit 75.000 Auflage an den Kiosk, schreibt "Clap". Chefredakteurin ist Jessika Brendel, die im Verlag den Bereich Food & Neuentwicklungen verantwortet. Zusätzlich zur nationalen Ausgabe soll es drei Regionalausgaben für Berlin, den Norden und NRW mit je 16 Extra-Seiten geben. Das Heft soll vierteljährlich erscheinen.
clap-club.de, turi2.de/koepfe (Profil Brendel)

“TV Digital” bekommt ein Streaming-Beiboot.

Auf Abruf: Funke will mit "TV Digital" auf der Streaming-Welle reiten und legt "Streaming TV Digital" an den Kiosk, berichtet "Clap". Das Heft soll "auf 134 Seiten Orientierung und Inspiration durch den immer unüberschaubarer werdenden Streaming-Dschungel bieten". Es erscheint alle 14 Tage und soll stolze 3,90 Euro kosten – das Mutter-Magazin kostet nur 2,10 Euro. "Clap" mutmaßt "eine sechsstellige Auflage", nennt aber keine konkrete Zahl.
clap-club.de

Zitate-Ranking: “Spiegel” liegt erneut deutlich vorne, “NYT” verdrängt “Bild” von Platz 2.

Ney York Times verdrängt "Bild" in den ersten neun Monaten des Jahres von Platz 2 des Zitate-Rankings von Media-Tenor. "Bild" rutscht sogar auf Platz 4 hinter die "Financial Times" ab. Die Funke-Zeitungen klettern von Platz 18 auf Platz 11. An der Spitze steht mit deutlichem Abstand erneut der "Spiegel" mit 885 Zitaten - vor einem Jahr waren es noch 109 mehr.
kress.de

Miriam Hollstein wird in der Funke-Zentralredaktion neue Chefreporterin.

Funke holt Miriam Hollstein (Foto) als neue Chefreporterin in die Zentralredaktion. Ab 1. November ersetzt sie Kerstin Münstermann, die Funke verlassen hat und die Parlamentsredaktion der "Rheinischen Post" leitet. Hollstein war zuvor u.a. Chefreporterin bei "Bild am Sonntag" und ist Autorin mehrerer politischer Bücher.
funkemedien.de, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Jost Lübben wird 56.


Wir graturilieren: Jost Lübben, Chefredakteur der Funke-Titel "Westfälische Rundschau" und "Westfalenpost", wird 56. Seinen Geburtstag verbringt er gemeinsam mit seiner Frau irgendwo in Europa. Das Paar reist mit dem "VW-Bus durch Deutschland und Europa - dorthin, wo man in Corona-Zeiten eben so sein kann". Die Devise: "wenig Gepäck, oft in den Bergen". Der neu erstandene, gebrauchte Bulli ist denn auch das Beste am abgelaufenen Jahr. Mit dem Kauf habe sich das Paar "einen kleinen Traum" erfüllt.

Für das neue Jahr wünscht Lübben sich und uns allen Gesundheit, aber auch "Gelassenheit angesichts der Tatsache, dass man in einer Demokratie jeden Tag auf Menschen trifft, die eine andere Meinung haben". Gratulationen sind auf allen Wegen willkommen, zum Beispiel via E-Mail oder Twitter.

Michael Krechting wechselt von NOZ zu Funke.

Funke holt Michael Krechting, noch Leiter der digitalen Zentralredaktion bei NOZ / mh:n Medien, ins Online-Führungsteam für NRW. Er soll die redaktionelle Entwicklung von Funke in NRW unterstützen und sich u.a. um die Abo-Strategie für waz.de und Co kümmern. Seinen neuen Job wird Krechting laut Funke spätestens im Januar 2021 antreten. Krechtings alten Posten im Norden besetzt Alexander Krug, wie seit Montag feststeht.
funkemedien.de, turi2.de (Alexander Krug)

Kai-Hinrich Renner rechnet bei Funke in Thüringen mit deutlich früheren Andruckzeiten.

Funke macht (Zeit-)Druck? Die Andruckzeiten der "Thüringer Allgemeinen", der "Thüringischen Landes­zeitung" und der "Ostthüringer Zeitung" könnten sich künftig um bis zu vier Stunden nach vorne verschieben, schreibt Kai-Hinrich Renner. Ende 2021 schließt Funke seine Druckerei in Erfurt und druckt die Zeitungen in Braunschweig. Die neuen Druckpläne für die Thüringer Titel stehen noch nicht fest, dementiert Funke die Meldung der "Berliner Zeitung".
berliner-zeitung.de, turi2.de (Background)

Funke schließt Druckzentrum in Erfurt.

Funke macht Ende 2021 seine Druckerei in Erfurt dicht. Investitionen in neue Druckmaschinen seien aufgrund der sinkenden Auflagenzahlen nicht zu rechtfertigen. "Thüringer Allgemeine", "Thüringer Landeszeitung" und "Ostthüringer Zeitung" sollen in Zukunft bei Funke in Braunschweig oder extern gedruckt werden. Für die 270 Angestellten in Erfurt sucht das Unternehmen laut Sprecherin Jasmin Fischer "sozialverträgliche Lösungen."
mdr.de, meedia.de

Funke lässt Sprecher der Geschäftsführung “rollieren”.


Sprecher wechsel dich: Die Funke Mediengruppe macht ihre drei Geschäftsführer Andreas Schoo (Bild, Mitte), Michael Wüller (Bild, rechts) und Neuzugang Christoph Rüth (Bild, links) künftig abwechselnd zu "Sprechern der Geschäftsführung", berichtet zuerst Ulrike Simon bei Horizont.net. Inzwischen hat Funke das neue Prinzip bestätigt und den Abgang von Zeitungs-Geschäftsführer Ove Saffe, sowie den Eintritt seines Nachfolgers Rüth offiziell gemacht. Unklar ist, wie lange jeder Chef den Sprecher-Hut tragen soll. Geklärt ist dagegen, dass Andreas Schoo beginnt.

Auch die Zuständigkeiten der Geschäftsführer stehen nun fest: Christoph Rüth, der am 1. Oktober in Essen anfängt, übernimmt wie Vorgänger Ove Saffe die Zeitungen und deren Online-Angebote sowie die Vermarktung. Bei Andreas Schoo liegen künftig noch die Zeitschriften und die Reichweiten-Portale (u.a. derwesten.de) sowie Teile der Vermarktung. Michael Wüller verantwortet Logistik, Druck, Personal und Recht.

Laut Pressemitteilung geht Saffe in Essen "im besten gegenseitigen Einvernehmen". Verlegerin Julia Becker verabschiedet den scheidenden Manager mit warmen Worten: Er habe "die Regionalzeitungen unseres Verlages behutsam und immer mit einem Blick auf die Belange der Redaktionen umstrukturiert". Der Verlag sei ihm "zu großem Dank verpflichtet". Saffe war 2015 zu Funke gekommen, zunächst als Geschäftsführer von "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost". 2018 stieg er in die Konzerngeschäftsführung auf.
horizont.net (Paid), meedia.de, funkemedien.de

Meedia: Funke will designierten Zeitungschef zum Sprecher der Geschäftsführung machen.

Kräftmessen? Funke spielt Andreas Schoo und Christoph Rüth (Foto) gegeneinander aus, berichtet Meedia. Rüth, der von Madsack kommt und als Zeitungschef auf Ove Saffe folgen soll, sei der Posten als Sprecher der Geschäftsführung versprochen worden. Das Amt hat aber bereits Schoo inne, der bei Funke-Verlegerin Julia Becker angeblich in Ungnade gefallen ist, schreibt Ulrike Simon. Wann Rüth bei Funke anfängt, ist offen.
meedia.de (Paid), horizont.net (Paid)

Funke erhebt Thüringer Wirtschaftsbarometer.

Funke macht's wie einst Luther und schaut den Thüringer*innen aufs Maul: Das Thüringer Wirtschaftsbarometer soll künftig alle drei Monate die wirtschaftliche Lage von Unternehmen und Haushalten und deren Stimmung abbilden. Im Auftrag der Mediengruppe Thüringen (u.a. "Thüringer Allgemeine") befragt das Meinungsforschungs-Institut Insa 150 Unternehmen und 1.000 Verbracher*innen. Die Ergebnisse erscheinen in den Tageszeitungen der Gruppe.
funkemedien.de

Funke bringt Magazin über Trainer Jürgen Klopp heraus.

Funke widmet Kult-Trainer Jürgen Klopp ein ganzes Magazin. Das 100-seitige Heft für 10 Euro erscheint in der Reihe "Collector's Edition" des "Hamburger Abendblatt" mit 60.000 Auflage, diesmal in Kooperation mit der "WAZ". In zwei Wochen erscheint eine englische Version des Magazins mit 10.000 Auflage, die auch in Großbritannien vertrieben wird, wo Klopp derzeit Trainer in Liverpool ist.
funkemedien.de

Funke bündelt Digital-Angebote unter dem Label “Digital Brands Network”.

Funke führt die General-Interest-Portale seiner Print-Titel und thematische Verticals, u.a. Gesundheit.de und Futurezone.de, unter dem Label "Digital Brands Network" zusammen, berichtet Roland Pimpl. Die Seiten sollen in Sachen Reichweite, Social-Media-Verbreitung oder Datenanalyse von der Expertise der jeweils anderen profitieren. Auch um den Austausch von Inhalten soll es gehen. Die Leitung der neuen Sparte übernehmen Malte Peters und Jens Doka.
horizont.net (Paid)

Meinung: Armin Laschet ist mit Rolle als Medienminister überfordert.

Medial egal: Armin Laschet ist mit seiner Zusatzrolle als Medienminister von NRW überfordert, kritisiert Alexander Vogt, medienpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion in NRW. Seitdem Laschet das Amt vor knapp drei Jahren von Funke-Anteilseigner Stephan Holthoff-Pförtner übernommen hat, sei er in Sachen Medien quasi unsichtbar. Von 44 Sitzungen des Ausschusses für Kultur und Medien besuchte Laschet nur eine einzige; auch bei medienpolitischen Anträgen und Gesetzesentwürfen lasse er sich regelmäßig von fachfremden Minster*innen vertreten.
landtag.nrw.de

Benjamin Schrader wird Madsack-COO, Vorgänger Christoph Rüth geht zu Funke.


Wachablösung: Benjamin Schrader, seit 2015 Geschäftsführer der "Märkischen Allgemeinen Zeitung", steigt beim Mutterkonzern Madsack in die Konzerngeschäftsführung auf. Er verantwortet ab Oktober das operative Geschäft des Regionalzeitungs-Riesen und löst Christoph Rüth ab. Damit macht Madsack offiziell, was "Horizont" bereits vor zwei Wochen gemeldet hat: Laut dem Marketing-Fachblatt übernimmt Rüth bei Funke die Aufgaben von Mit-Geschäftsführer Ove Saffe. Rüth war nach Stationen bei Gruner + Jahr und Springer 2013 zu Madsack gekommen.

Mit dem 41-jährigen Schrader will sich Madsack an der Spitze verjüngen. Er übernimmt auch die Verantwortung für die Felder Post und Reise. Die übrige Madsack-Führung bleibt mit CEO Thomas Düffert und Finanzchef Adrian Schimpf unverändert. In der Ebene darunter übernimmt Digitalchef Bernhard Bahners das B2B-Marketing und Niedersachsen-Chef Günter Evert das konzernweite Key-Account-Management.
madsack.de (Pressemitteilung), turi2.de (Background Funke)

“Rheinische Post”: Kerstin Münstermann wird Leiterin der Parlamentsredaktion.

Rheinische Post wirbt Kerstin Münstermann von Funke ab und macht sie zur Leiterin der Parlamentsredaktion. Sie übernimmt ihren Posten zum 1. Oktober und folgt auf Eva Quadbeck, die damit früher als bisher kommuniziert zu Madsacks Redaktionsnetzwerk Deutschland wechselt. Münstermann ist derzeit Funkes Chefkorrespondentin für Politik in Berlin. Zuvor wirkte sie unter anderem für die "Welt", die dpa und die dapd.
rheinischepostmediengruppe.de, turi2.de (Background)

Renner: Funke verlässt die VG Media.


Funke nicht übergesprungen: Die Funke Mediengruppe verlässt die Verwertungsgesellschaft VG Media, schreibt Kai-Hinrich Renner. Streitigkeiten über das Leistungsschutzrecht habe es nicht gegeben, Funke will das Ziel "künftig aber auf anderem Weg verfolgen", sagt eine Unternehmenssprecherin. Mit Springer und Madsack bleiben so nur noch zwei Großverlage übrig und das Leistungsschutzrecht für Presseverlage rückt weiter in die Ferne.

Auch Burda hat die Gesellschaft schon verlassen. Die VG Media will sich auf ein "neues europaweites Recht" konzentrieren, musste aber zuletzt die Klagen gegen Google zurückziehen. Sie kosteten bisher einen Betrag in zweistelliger Mio-Höhe.
berliner-zeitung.de

“Handelsblatt”: Funke will Dichands bei der “Kronen-Zeitung” rausdrängen.

Kronen-Zeitung: Funke will die Verleger-Familie Dichand mittels einer Ausschlussklage aus dem gemeinsamen Unternehmen drängen, berichtet das "Handelsblatt". Die Dichands hatten ihre Anteile im Januar in einer gemeinsamen Gesellschaft in Wien zusammengefasst, was laut Gesellschaftervertrag nicht erlaubt ist. Sollte Funke sich vor Gericht durchsetzen, bekämen die Dichands als Entschädigung nur den Buchwert des Unternehmens. Investor Rene Benko, der zusammen mit Funke 50 % hält, könnte dann Mehrheitsgesellschafter werden. Auch ein Komplettausstieg von Funke sei nach einem Ausschluss der Dichands vorstellbar, schreibt Hans-Peter Siebenhaar.
handelsblatt.com (Paid)

“Horizont”: Funke holt Christoph Rüth als Nachfolger von Ove Saffe.

Funke holt Christoph Rüth als Nachfolger des scheidenden Geschäftsführers Ove Saffe, meldet horizont.net. Rüth kommt von Madsack, wo er bisher als COO wirkte. Ab 2021 soll er sich bei Funke um das Zeitungsgeschäft kümmern. Die Trennung von Funke und Ove Saffe war bereits im September 2019 öffentlich geworden.
horizont.net, turi2.de (Background)

Funke holt Ex-ThyssenKrupp-Frau Jasmin Fischer als neue Kommunikationschefin.

Funke: Jasmin Fischer, bisher globale Pressechefin der Aufzugssparte bei ThyssenKrupp, leitet ab heute die Funke-Unternehmenskommunikation. Fischer, die vor ihrer PR-Tätigkeit als Journalistin arbeitete, tritt damit die Nachfolge von Tobias Korenke an, dessen Rückzug im September 2019 bekannt wurde. Korenke wird sich für Funke künftig von Berlin aus um Public Affairs kümmern.
meedia.de, turi2.de (Background)

Funke will Großteil der Hamburger Programmie-Redaktion entlassen.

Kein Funke Hoffnung für Programmies: Funke trennt sich am Standort Hamburg von einem Großteil des Personals der zentralen Programmredaktion der Programmies und lagert die Produktion an Fremdfirmen aus, schreibt DWDL. Demnach blieben "kaum mehr als eine Handvoll Mitarbeiter übrig", die sich künftig um die zugelieferten Inhalte von externen Dienstleistern kümmern sollen. Der Schritt sei laut Funke nötig, um "auch mittelfristig wettbewerbsfähig zu bleiben".

Am Mittwoch wolle Funke die Beschäftigen informieren, dass "fast drei Viertel" der Belegschaft gehen müsse, schreibt DWDL. Der Standort in Ismaning, der u.a. Artikel zu Themen wie Gesundheit und Reise zuliefert, sei von der Sparrunde nicht betroffen. Funke veröffentlicht u.a. die einst von Springer übernommenen Titel "TV Digital" und "Hörzu", sowie "Gong", "Bild+Funk" sowie zahlreiche Billig-Titel wie "TV Direkt".
dwdl.de