Funke veröffentlicht das Ratgeberbuch “Pflegekompass”.

Funke verkauft ab sofort das 320 Seiten umfassende Ratgeberbuch "Pflegekompass". In dem gemeinsam mit dem Hamburger Verlag Umsorgt Wohnen produzierten Buch geben u.a. Ärztinnen, Pflegerinnen und Heimbewohnerinnen Einblicke. Den "Pflegekompass" gibt es im Buchhandel, bei Amazon und in den Online-Shops der Funke-Zeitungen. Neben einer nationalen Ausgabe gibt es im jeweiligen Einzugsgebiet der Regionalzeitungen eine Ausgabe mit jeweiligem Branding.
funkemedien.de

Funke gibt Carsten Groß mehr Verantwortung, Vertriebschef Marcel Pfeifer geht.

Funke betraut Carsten Groß, 42 (Foto), zusätzlich zu seiner Position Head of Audiences and Subscription auch mit der Zusammenführung von Produktentwicklung und Sales des Bereichs. Marcel Pfeifer, bisheriger Vertriebschef, verlässt Funke – laut Pressemitteilung "auf eigenen Wunsch und im besten gegenseitigen Einvernehmen".
funkemedien.de, turi2.de (Background)

Funke Medien Thüringen bringt die “Thüringer Grillzeit” heraus.

Funke Medien Thüringen bringt am 1. Juni 2021 die "Thüringer Grillzeit" heraus. Das Magazin hofft auf die kulinarische Unterstützung von Leser*innen, die vom 6. bis 31. März ihre besten Barbecue-Rezepte einsenden können. Das Konzept orientiert sich an der Thüringer Backzeit, die bereits drei Mal erschienen ist und für je 4,90 Euro verkauft wird.
funkemedien.de, tlz.de

Facebook News startet im Mai in Deutschland.


Blaue Neuigkeiten: Facebook News startet im Mai mit rund 30 Medien-Partnern in Deutschland, dem zweiten europäischen Markt nach Großbritannien (Screenshot). Mit dabei sind Dickschiffe wie "Spiegel", "FAZ", "Zeit" und "Handelsblatt". Aus dem Zeitschiften-Segment nehmen Gruner + Jahr, die Motor Presse und Condé Nast teil, aus dem Regionalen u.a. Ippen, Funke und die "Rheinische Post". Facebook zahlt den beteiligten Verlagen Geld dafür, damit sie ihre Beiträge "um zusätzliche Inhalte ergänzen". Das können auch Inhalte sein, die ansonsten hinter der Paywall stehen, die Entscheidung liegt bei den Verlagen. Auffällig: Springer, Burda, Bauer und die "Süddeutsche Zeitung" sind zum Start nicht dabei.

Facebook hofft offensichtlich, in Zukunft noch mehr deutsche Verlage zur Kooperation bewegen zu können – im Laufe des Jahres sollen weitere Partner bekannt gegeben werden. Schmackhaft macht Zuckerbergs Konzern den Deal u.a. mit internationalen Zahlen: So habe Facebooks News Feed weltweit 188 Mrd Klicks für Verlage generiert. Die Verlagshäuser erhoffen sich laut verschiedener Statements vor allem die Erschließung neuer Zielgruppen. So interessiert sich etwa Stefan Ottlitz vom "Spiegel" dafür, "wie wir gerade angesichts des Erfolgs unserer Abomodelle neue Interessierte für unsere Marken begeistern können."
about.fb.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Tatjana Kerschbaumer

Österreich: OGH lehnt Funke-Beherrschung bei der “Kronen-Zeitung” ab.

Funke darf die "Kronen-Zeitung" nicht allein führen, entscheidet der Oberste Gerichtshof von Österreich. Die vier Dichand-Erben hatten ihre 50 % gleichmäßig aufgeteilt. Da nur ganze Prozentpunkte Stimmrechte haben, wollte Funke die Verlegerfamilie auf 48 % drücken. Das Gericht stuft den Vorgang mangels Klarheit über die Wirksamkeit als "hypothetisch" ein.
derstandard.at

Freie Funke-Mitarbeiter*innen warten auf Honorar-Zahlungen.

Kein Funke Hoffnung? Zahlreiche freie Mitarbeiter*innen bei Funke warten auf ihre Honorare, beklagt der DJV-NRW. Die Zahlungen für Dezember und Januar seien bei vielen Kräften der Zeitungen, aber auch der Lokalfunksender "nicht, verspätet oder nur anteilig" eingegangen. DJV-Landesvorsitzender Frank Stach beklagt zudem die fehlende Kommunikation zum Thema: "Es gab von den Verantwortlichen wohl nicht ein Wort der Warnung oder Erklärung". Funke widerspricht dem in einer Stellungnahme und schreibt, man habe die Mitarbeitenden "mehrfach und auf diversen internen Kommunikations­kanälen" informiert. Der Zahlungsverzug sei eine Folge der Cyber-Attacke.
djv-nrw.de, turi2.de (Background)

Funke kooperiert mit TikTok, startet Kanal mit Infos für Erstwähler*innen.

Funke startet auf TikTok den Kanal "Du hast die Wahl" mit Inhalten zum Wahljahr. Das Angebot ist eine Kooperation der Berliner Zentralredaktion und des Social Networks, das im Rahmen seiner Kampagne "Lernen mit TikTok" mit insgesamt acht Medienhäusern zusammenarbeitet. Funke liefert Erklärvideos für Erstwähler*innen unter anderem zu den Fragen, was Erst- und Zweitstimmen sind oder was die Fünf-Prozent-Hürde bedeutet.
presseportal.de

Funke macht Ruth Betz zur Digital-Geschäftsleiterin beim “Hamburger Abendblatt”.

Funke verstärkt seine Digital-Aktivitäten beim "Hamburger Abendblatt" mit Ruth Betz. Sie wechselt verlagsintern und wirkt künftig von der neu geschaffenen Position als Geschäftsleiterin Digital News bei Funke Medien Hamburg. Bisher war Betz Leiterin Digitale Transformation bei Funke, wo sie unter anderem den Aufbau des Newsletter-Geschäfts verantwortet hat.
funkemedien.de, turi2.de/koepfe (Profil Betz)

Funke übernimmt das Gesundheitsportal Onmeda.de von gofeminin.de.

Gesunder Neuerwerb: Funke erweitert seine Digital Brands Networks und kauft gofeminin.de dafür das Gesundheitsportal Onmeda.de ab. Das Portal mit monatlich rund 1,2 Mio Nutzer*innen soll das Funke-eigene Angebot gesundheit.de ergänzen. Geschäftsführer Andreas Schoo sagt, das Unternehmen könne "Werbekunden jetzt ein noch reichweitenstärkeres Portfolio anbieten."
presseportal.de

Ist der Chefredakteur der Zukunft ein multimedialer Entertainer, Lars Haider?


Probieren geht über Studieren: Lars Haider, Chefredakteur des “Hamburger Abendblatt”, ermuntert seine Kolleg*innen, neue journalistische Formen auszuprobieren. Interviews seien z.B. durch Podcasts viel authentischer als in der klassischen Form, schreibt er in seinem Gastbeitrag für die turi2 edition #13. Sie können das Buch hier als kostenloses E-Paper lesen oder gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Funke: Thüringer Lokalzeitungen erscheinen wieder vollständig.

Funke: Die Lokalzeitungen "Thüringer Allgemeine", "Ostthüringer Zeitung" und "Thüringische Landeszeitung" erscheinen heute erstmals wieder in vollem Umfang – inklusive Lokalausgaben. Nach dem Hackerangriff auf die Mediengruppe kurz vor Weihnachten sei die vollständige Produktion erst am Dienstag wieder möglich gewesen, schreibt "TA"-Chefredakteur Jan Hollitzer. Die Zeitungen ziehen online ab heute auch ihre Bezahlschranke wieder hoch – diese war nach dem Hack ausgesetzt worden.
mdr.de, turi2.de (Background)

Nach Hacker-Angriff: Funke-Zeitungen könnten Notfall-Modus noch diese Woche verlassen.


Zurück zur Tagesordnung: Funke-Tageszeitungen erscheinen bald wieder regulär. "Wir sind, Stand heute, sehr optimistisch, den Notfallmodus noch diese Woche zu verlassen", teilt die Mediengruppe in einem Statement mit. Grund sei der Wiederaufbau der IT-Struktur, der schneller als erwartet vorangeht. Rund 5.000 Computer seien bereits repariert worden und wieder in den Redaktionen und in der Verwaltung im Einsatz.

Laut Funke erscheint die "Berliner Morgenpost" wieder im Regelumfang. Die Umfänge der Anzeigenblätter steigen "von Ausgabe zu Ausgabe". Über finanzielle Konsequenzen des Cyberangriffs kann Funke derzeit "nichts Verlässliches" sagen. Für einen "Kassensturz" sei es zu früh. Im Dezember ist Funke Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Medienberichten zufolge hatte Erpresser-Software die Computersysteme lahmgelegt. Sämtliche Funke-Zeitungen sind deshalb nur im Notfall-Modus in abgespeckten Varianten erschienen.
funkemedien.de, turi2.de (Background)

Funke-Hack: Verlag verschiebt die IVW-Meldung.

Nichts gefunkt: Nach dem IT-Angriff auf Funke vor Weihnachten verschiebt der Verlag seine IVW-Meldung für das vierte Quartal 2020. Zum Meldeschluss am 14. Januar konnte Funke keine Daten übermitteln, will sie aber "zeitnah nachmelden". Die Ergebnisse dürften aber kaum valide sein, da viele Ausgaben nach dem Hack zusammengelegt werden mussten und nicht getrennt meldefähig sind.
horizont.net (Paid), turi2.de (Background)

Funke-Hack: Vor allem Lokalausgaben und Printwerbung sind noch betroffen.

Funke kämpft weiter mit den Folgen des IT-Angriffs vor Weihnachten, schreibt Roland Pimpl. Bei den Tages­zeitungen sind die Lokalteile noch "leicht eingeschränkt". Gravierende Auswirkungen habe der Hack insbesondere auf das Print-Werbegeschäft der Zeitungen und Anzeigenblätter, hauptsächlich bei aktueller Handels­werbung mit Teil­belegungen. Magazine und Digitalmedien seien dagegen kaum betroffen. Bis zum Normalzustand werde es "noch einige Wochen dauern", sagt eine Sprecherin. Andere Verlage wollen sich zu ihrer IT-Sicherheit auf "Horizont"-Nachfrage gar nicht oder nur vage äußern.
horizont.net (Paid)

Zitat: Lars Haider widersteht im Home-Office Viren aller Art.

"Ich hätte nie dran geglaubt, dass man das 'Hamburger Abendblatt' aus dem Home-Office heraus machen kann. Und was soll ich sagen: Es funktioniert sogar dann, wenn man nicht nur mit einem Virus zu kämpfen hat."

Chefredakteur Lars Haider witzelt beim digitalen Neujahrsempfang des "Hamburger Abendblatts" über den Hacker-Angriff auf die IT-Systeme von Funke.
abendblatt.de, youtube.com (67-Min-Video) via horizont.net (Paid)

Zahl des Tages: Funke lässt 6.000 Laptops auf Schad-Software prüfen.

Zahl des Tages: Unsichere 6.000 Personal-Laptops lässt Funke in den nächsten Wochen in Essen, Erfurt und Braunschweig auf Schad-Software prüfen und bei Bedarf davon befreien, teilt Sprecherin Jasmin Fischer mit. Pro Gerät dauere das circa eine Stunde. Nach dem Hacker-Angriff letzte Woche erscheinen die Zeitungen der Mediengruppe noch immer in reduziertem Umfang.
per Mail, tagesspiegel.de, turi2.de (Background)

Willkommen im Club: Jochen Beckmann.

Willkommen im Club der turi2.de/koepfe: Jochen Beckmann ist bei Funke in Hamburg Geschäfts­führer Zeitschriften und für Titel wie "Hörzu" und "Bild der Frau" verantwortlich. Beckmann ist neu im turi2-Club der wichtigsten Meinungs­macher*innen in Deutschland. Schon länger dabei im Köpfe-Index sind u.a. Florian Boitin, Gabriele Hässig und Michael Trautmann.
turi2.de/koepfe (Profil Beckmann)

Funke: Der Cyberangriff auf den Verlag ist noch nicht vorbei.


Keine stille Nacht: Der Hackerangriff auf die Funke-Mediengruppe in Essen hält offenbar weiter an, das schreibt Chefredakteur Andreas Tyrock in der aktuellen Ausgabe der "WAZ". Der Verlag habe inzwischen alle für die Zeitungsproduktion relevanten Computer-Systeme ausgeschaltet, die Zeitungen entstehen im Home Office und in telefonischer Absprache. Für heute plant der Verlag in NRW eine 24-seitige Zeitung – allerdings noch ohne Regionalausgaben. An vielen anderen Standorten erscheinen 20-seitige Ausgaben, sagt Verlagssprecherin Jasmin Fischer.

Über Weihnachten habe der Verlag mehrere Räume in der Zentrale in Essen in eine "digitale Waschstraße" umgebaut, um verseuchte Geräte zu reinigen und in ein "sicheres, neues IT-Umfeld" zu integrieren. Die Paywalls der Online-Angebote bleiben weiter offen. Chefredakteur Tyrock freut sich, dass es "fast keine Beschwerden" gab, viele Leser*innen "haben sich an uns gewandt und uns den Rücken gestärkt, uns Mut zugesprochen".

Der Hackerangriff war am 22. Dezember bekannt geworden. Vor Weihnachten sind nur Notausgaben mit acht Seiten erschienen. Die Hacker hatten die IT-Systeme offenbar verschlüsselt, um Lösegeld zu erpressen. Die "Welt am Sonntag" vermutet, dass der Verlag noch vor Weihnachten ein Lösegeld in Millionenhöhe bezahlt hat.
turi2 – eigene Infos, meedia.de, turi2.de (Background), turi2.de (Lösegeld)

“WamS”: Funke hat womöglich hohes Lösegeld bezahlt, um Hackerangriff abzuwehren.

Funke-Hack: Die "Welt am Sonntag" rekonstruiert den Hackerangriff auf die Essener Mediengruppe und legt nahe, dass der Verlag bereits am Dienstag ein Lösegeld in Millionenhöhe bezahlt hat, um einen Entschlüsselungs-Code zu erhalten. Mit dem Trojaner, der das Netzwerk des Verlags lahmlegte, wurde offenbar im September auch die Uniklinik Düsseldorf gehackt.
welt.de, turi2.de (Background)

Hacker-Angriff trifft die Funke Mediengruppe.


Funke ist bundesweit Opfer eines Hacker-Angriffs geworden, bestätigt die Mediengruppe in einem eigenen Statement. Alle Standorte sind betroffen, Mitarbeiter*innen konnten zwischenzeitlich nicht einmal telefonieren, berichtet der MDR. Zwischenzeitlich war unklar, ob am Mittwoch Zeitungen erscheinen können, die "Bild" berichtet nun, dass es wohl Ausgaben geben werde. Als Reaktion haben die Funke-Zeitungen ihre Paywalls deaktiviert und stellen Bezahlinhalte und E-Paper frei zugänglich zur Verfügung.

An der Funke-Zentrale in Essen hat die Polizei inzwischen Ermittlungen aufgenommen, außerdem arbeitet die Cybercrime-Abteilung der Staatsanwaltschaft an dem Fall. Unter Berufung auf mehrere Verlags-Mitarbeiter*innen berichtet die "Süddeutsche", dass es sich um einen Ransomware-Befall handle, also um Erpresser-Software, die in das Unternehmensnetzwerk eindringt und zentrale Inhalte durch Verschlüsselung unbenutzbar macht, um sie gegen eine Lösegeldzahlung wieder freizugeben. Aktuell arbeiten die Mitarbeiter*innen über private E-Mail-Konten, heißt es weiter.
thueringer-allgemeine.de (Statement Funke), mdr.de, sueddeutsche.de, spiegel.de, bild.de

Funke will Kund*innen mit später Zahlpflicht zu Ticket-Käufen animieren.

Funke versucht in Thüringen zögerliche Ticket-Käufer zu überzeugen und fordert Kund*innen künftig erst 10 Tage vor einer Veranstaltung auf, zu bezahlen. Schon vorher können sie verbindlich bestellen. Kund*innen sollen so mehr Sicherheit haben, argumentiert Abteilungsleiter Wieland Kniffka und sagt, Gutscheinlösungen seien nach Ansicht von Funke nur die "zweitbeste Lösung".
funkemedien.de

VDZ startet Kampagne für journalistische Umfelder.

VDZ startet eine Gattungskampagne für Werbung in Publikums­zeitschriften und deren Digital-Ablegern. Springer, Burda, Condé Nast und Delius Klasing sowie Funke, Jalag, Klambt und die Motor Presse Stuttgart sind mit zwölf Medien-Marken dabei. Die Kampagne unter dem Motto Darum Markenmedien will das Vertrauen der Leser*innen in journalistische Inhalte betonen.
vdz.de, wuv.de, horizont.net (Paid)

“manager magazin”: Funke-Verlegerin Julia Becker “provoziert eine Revolte”.

Becker-Bashing reloaded: Das manager magazin hängt sich online an die Meldung der Berliner Zeitung, dass bei Funke der Haussegen schief hängt und die Geschäftsführer auf Druck der Gesellschafter nach möglichen Kompetenzüberschreitungen von Verlegerin Julia Becker suchen. Die "mm"-Story von Christoph Neßhöver, in Teilen recycelt aus einem Stück von 2019, trägt die Überschrift "Die Verlegerin provoziert eine Revolte" - was allerdings mit keiner Silbe belegt wird.

Stattdessen erzählt Neßhöver, erkennbar munitioniert von einem der Minderheitsgesellschafter, mit viel Häme süffige Anekdoten aus dem Innenleben des zerrissenen Verlagshauses. Dass die "Eskalation aus Neid und Misstrauen" womöglich weniger von Julia Becker ausgeht als von den Minderheitsgesellschaftern Stephan Holthoff-Pförtner und Klaus Schubries, zieht Neßhöver nicht in Betracht.

Holthoff-Pförtner steht laut "mm" unter finanziellem Druck, der Beitrag von Schubries zur "Eiszeit in Essen" bleibt unbeleuchtet. Deutlich wird hingegen das interne Problem von Julia Becker: Die 66 % Anteile ihrer Familie reichen für wichtige Entscheidungen nicht aus – dafür sind 75 % nötig.
manager-magazin.de (Paid), turi2.de (Background)

Funke-Sprecherin: Es gehe nicht darum, Julia Becker Fehler anzulasten.

Funke-Streit: Konzern-Sprecherin Jasmin Fischer widerspricht der Darstellung, dass es im Auskunftsersuchen der Gesellschafter zu Kontakten zwischen dem Gesellschafter-Ausschuss und Funke-Mitarbeiter*innen darum geht, Julia Becker Fehler anzulasten. Der Gesellschafterausschuss bestehe neben der Verlegerin aus vielen weiteren Personen. Zudem betont die Sprecherin, dass die Kontakt-Verfolgung von den Gesellschaftern ausgeht, nicht von den Geschäftsführern Christoph Rüth, Andreas Schoo und Michael Wüller. Sie seien verpflichtet, dem Ersuchen nachzukommen.
turi2 – eigene Infos, turi2.de (Meldung zum Gesellschafter-Streit)

Renner: Funke-Geschäftsführer suchen Zeugen für Fehlverhalten ihrer Verlegerin Julia Becker.


Funkestörung: Ein Gesellschafterstreit bringt der Funke Mediengruppe (u.a. "Berliner Morgenpost", "WAZ") negative Schlagzeilen im Konkurrenzblatt "Berliner Zeitung". Dort berichtet Kai-Hinrich Renner über einen "massiven Zwist im Gesellschafterkreis" und eine "große Spitzelaktion" gegen die Verlegerin und Aufsichtsratsvorsitzende Julia Becker. Die drei Geschäftsführer der Funke Mediengruppe, Christoph Rüth, Andreas Schoo und Michael Wüller fordern von Führungs­kräften Auskunft über etwaige Treffen mit Mitgliedern des Gesell­schafter­ausschusses - gemeint ist Julia Becker.

Der Vorwurf: Becker sei mehrfach operativ tätig geworden, ohne sich vorab mit ihren Mitgesellschaftern abgestimmt zu haben. So werde ihr vorgeworfen, ein inzwischen gestopptes Zeitschriftenprojekt mit Bascha Mika, Ex-Chefredakteurin von "taz" und "Frankfurter Rundschau", "ohne Wissen der übrigen Anteilseigner" auf den Weg gebracht zu haben. Zudem fühlten sich die Gesellschafter unzureichend über eine ebenfalls gescheiterte Vermarktungskoop mit Burda informiert und misstrauten dem engen Draht von Becker zu Burda-Vorstand Philipp Welte.

Hinter der Aktion stecken vermutlich die Minderheitsgesellschafter Klaus und Renate Schubries und/oder Stephan Holthoff-Pförtner. Julia Becker spricht zwar für 2/3 der Anteile, aber mit je 1/6 der Anteile legen sich Renate Schubries, eine von zwei Schwestern von Julia Beckers Mutter Petra Grotkamp, und Stephan Holthoff-Pförtner gelegentlich quer. Holthoff-Pförtner ist NRW-Minister für Bund und Europa, war mal VDZ-Präsident und ist ein Adoptivsohn der anderen Grotkamp-Schwester Gisela Holthoff. Die drei Kinder von Petra Grotkamp - Julia Becker, Nora Marx und Niklas Jakob Wilcke - halten ihre 66,6 % am Verlag zu gleichen Teilen, Becker spricht für diesen Teil der Familie und der Gesellschafter und hat von ihrer Mutter den Aufsichtsratsvorsitz bei Funke übernommen. Offensichtlich ein Posten mit hohem Konfliktpotential.
(Foto: Axel Heimken / dpa / Picture Alliance)
berliner-zeitung.de (frei nach Anmeldung)

Mitarbeit: Peter Turi

Update 13.11., 11.20 Uhr: Konzern-Sprecherin Jasmin Fischer widerspricht der Darstellung, dass es im Auskunftsersuchen der Gesellschafter zu Kontakten zwischen dem Gesellschafter-Ausschuss und Funke-Mitarbeiter*innen darum geht, Julia Becker Fehler anzulasten. Der Gesellschafterausschuss bestehe neben der Verlegerin aus vielen weiteren Personen. Zudem betont die Sprecherin, dass die Kontakt-Verfolgung von den Gesellschaftern ausgeht, nicht von den Geschäftsführern Christoph Rüth, Andreas Schoo und Michael Wüller. Sie seien verpflichtet, dem Ersuchen nachzukommen.

Offizielles Statement zum Gesellschafter-Streit:
"Im Rahmen eines Auskunftsersuchens nach § 51a GmbHG wurden unsere drei Geschäftsführer Christoph Rüth, Andreas Schoo und Michael Wüller gebeten, Auskünfte über etwaige Termine zwischen Mitarbeitern der FUNKE Mediengruppe und Mitgliedern des Gesellschafterausschusses der FUNKE Mediengruppe seit 1. Januar 2018 einzuholen.

Diesem Ersuchen sind die drei Geschäftsführer nachgekommen."

Funke serviert mit “Eat Club” ein neues Food-Magazin.

Funke legt mit "Eat Club" ab Mittwoch ein neues Food-Magazin mit 75.000 Auflage an den Kiosk, schreibt "Clap". Chefredakteurin ist Jessika Brendel, die im Verlag den Bereich Food & Neuentwicklungen verantwortet. Zusätzlich zur nationalen Ausgabe soll es drei Regionalausgaben für Berlin, den Norden und NRW mit je 16 Extra-Seiten geben. Das Heft soll vierteljährlich erscheinen.
clap-club.de, turi2.de/koepfe (Profil Brendel)

“TV Digital” bekommt ein Streaming-Beiboot.

Auf Abruf: Funke will mit "TV Digital" auf der Streaming-Welle reiten und legt "Streaming TV Digital" an den Kiosk, berichtet "Clap". Das Heft soll "auf 134 Seiten Orientierung und Inspiration durch den immer unüberschaubarer werdenden Streaming-Dschungel bieten". Es erscheint alle 14 Tage und soll stolze 3,90 Euro kosten – das Mutter-Magazin kostet nur 2,10 Euro. "Clap" mutmaßt "eine sechsstellige Auflage", nennt aber keine konkrete Zahl.
clap-club.de

Zitate-Ranking: “Spiegel” liegt erneut deutlich vorne, “NYT” verdrängt “Bild” von Platz 2.

Ney York Times verdrängt "Bild" in den ersten neun Monaten des Jahres von Platz 2 des Zitate-Rankings von Media-Tenor. "Bild" rutscht sogar auf Platz 4 hinter die "Financial Times" ab. Die Funke-Zeitungen klettern von Platz 18 auf Platz 11. An der Spitze steht mit deutlichem Abstand erneut der "Spiegel" mit 885 Zitaten - vor einem Jahr waren es noch 109 mehr.
kress.de

Miriam Hollstein wird in der Funke-Zentralredaktion neue Chefreporterin.

Funke holt Miriam Hollstein (Foto) als neue Chefreporterin in die Zentralredaktion. Ab 1. November ersetzt sie Kerstin Münstermann, die Funke verlassen hat und die Parlamentsredaktion der "Rheinischen Post" leitet. Hollstein war zuvor u.a. Chefreporterin bei "Bild am Sonntag" und ist Autorin mehrerer politischer Bücher.
funkemedien.de, turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Jost Lübben wird 56.


Wir graturilieren: Jost Lübben, Chefredakteur der Funke-Titel "Westfälische Rundschau" und "Westfalenpost", wird 56. Seinen Geburtstag verbringt er gemeinsam mit seiner Frau irgendwo in Europa. Das Paar reist mit dem "VW-Bus durch Deutschland und Europa - dorthin, wo man in Corona-Zeiten eben so sein kann". Die Devise: "wenig Gepäck, oft in den Bergen". Der neu erstandene, gebrauchte Bulli ist denn auch das Beste am abgelaufenen Jahr. Mit dem Kauf habe sich das Paar "einen kleinen Traum" erfüllt.

Für das neue Jahr wünscht Lübben sich und uns allen Gesundheit, aber auch "Gelassenheit angesichts der Tatsache, dass man in einer Demokratie jeden Tag auf Menschen trifft, die eine andere Meinung haben". Gratulationen sind auf allen Wegen willkommen, zum Beispiel via E-Mail oder Twitter.

“Hamburger Abendblatt” veröffentlicht Heft über Ralf Dümmel.

Ralfumfassend: Das "Hamburger Abendblatt" legt am 17. September ein Sonderheft über Unternehmer Ralf Dümmel an den Kiosk. Das Magazin kommt mit 100 Seiten für 9 Euro. Funke will das Heft mit Werbung in TV, Radio und Social Media bekannt machen.
clap-club.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "DHDL"-Juror Ralf Dümmel investiert mit Bauch, Kopf und Herz. (01/2017)

Michael Krechting wechselt von NOZ zu Funke.

Funke holt Michael Krechting, noch Leiter der digitalen Zentralredaktion bei NOZ / mh:n Medien, ins Online-Führungsteam für NRW. Er soll die redaktionelle Entwicklung von Funke in NRW unterstützen und sich u.a. um die Abo-Strategie für waz.de und Co kümmern. Seinen neuen Job wird Krechting laut Funke spätestens im Januar 2021 antreten. Krechtings alten Posten im Norden besetzt Alexander Krug, wie seit Montag feststeht.
funkemedien.de, turi2.de (Alexander Krug)

Kai-Hinrich Renner rechnet bei Funke in Thüringen mit deutlich früheren Andruckzeiten.

Funke macht (Zeit-)Druck? Die Andruckzeiten der "Thüringer Allgemeinen", der "Thüringischen Landes­zeitung" und der "Ostthüringer Zeitung" könnten sich künftig um bis zu vier Stunden nach vorne verschieben, schreibt Kai-Hinrich Renner. Ende 2021 schließt Funke seine Druckerei in Erfurt und druckt die Zeitungen in Braunschweig. Die neuen Druckpläne für die Thüringer Titel stehen noch nicht fest, dementiert Funke die Meldung der "Berliner Zeitung".
berliner-zeitung.de, turi2.de (Background)

Funke schließt Druckzentrum in Erfurt.

Funke macht Ende 2021 seine Druckerei in Erfurt dicht. Investitionen in neue Druckmaschinen seien aufgrund der sinkenden Auflagenzahlen nicht zu rechtfertigen. "Thüringer Allgemeine", "Thüringer Landeszeitung" und "Ostthüringer Zeitung" sollen in Zukunft bei Funke in Braunschweig oder extern gedruckt werden. Für die 270 Angestellten in Erfurt sucht das Unternehmen laut Sprecherin Jasmin Fischer "sozialverträgliche Lösungen."
mdr.de, meedia.de

Funke lässt Sprecher der Geschäftsführung “rollieren”.


Sprecher wechsel dich: Die Funke Mediengruppe macht ihre drei Geschäftsführer Andreas Schoo (Bild, Mitte), Michael Wüller (Bild, rechts) und Neuzugang Christoph Rüth (Bild, links) künftig abwechselnd zu "Sprechern der Geschäftsführung", berichtet zuerst Ulrike Simon bei Horizont.net. Inzwischen hat Funke das neue Prinzip bestätigt und den Abgang von Zeitungs-Geschäftsführer Ove Saffe, sowie den Eintritt seines Nachfolgers Rüth offiziell gemacht. Unklar ist, wie lange jeder Chef den Sprecher-Hut tragen soll. Geklärt ist dagegen, dass Andreas Schoo beginnt.

Auch die Zuständigkeiten der Geschäftsführer stehen nun fest: Christoph Rüth, der am 1. Oktober in Essen anfängt, übernimmt wie Vorgänger Ove Saffe die Zeitungen und deren Online-Angebote sowie die Vermarktung. Bei Andreas Schoo liegen künftig noch die Zeitschriften und die Reichweiten-Portale (u.a. derwesten.de) sowie Teile der Vermarktung. Michael Wüller verantwortet Logistik, Druck, Personal und Recht.

Laut Pressemitteilung geht Saffe in Essen "im besten gegenseitigen Einvernehmen". Verlegerin Julia Becker verabschiedet den scheidenden Manager mit warmen Worten: Er habe "die Regionalzeitungen unseres Verlages behutsam und immer mit einem Blick auf die Belange der Redaktionen umstrukturiert". Der Verlag sei ihm "zu großem Dank verpflichtet". Saffe war 2015 zu Funke gekommen, zunächst als Geschäftsführer von "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost". 2018 stieg er in die Konzerngeschäftsführung auf.
horizont.net (Paid), meedia.de, funkemedien.de