Christiano Ronaldo wird bei neuem Club Al-Nassr in Saudi-Arabien vorgestellt.


Keine flachen Bälle: Fußball-Star Christiano Ronaldo ist mit einer großen Show bei seinem neuen Club Al-Nassr empfangen worden. Die Kritik an seinem umstrittenen Wechsel nach Saudi-Arabien beeindrucke ihn nicht. Der Vertrag sei einzigartig, "aber ich bin auch ein einzigartiger Spieler", sagt Ronaldo auf die Frage, ob er die negativen Stimmen verstehen kann. Er wolle trotz vieler Angebote "aus Europa" etwas in Saudi-Arabien entwickeln und sei stolz, "diese große Entscheidung getroffen zu haben". Saudi-Arabien fällt immer wieder wegen Menschen­rechts­verletzungen international auf. Kritiker vermuten, dass die politische Führung den Sport nutzt, um das Image des Landes aufzupolieren und von den Miss­ständen abzulenken. Eine Rolle spielt wohl auch, dass sich Saudi-Arabien laut Berichten offenbar um die Ausrichtung der Endrunde der Fußball-WM 2030 bewirbt. Ganz klar scheint Ronaldo noch nicht zu sein, wo er sich eigentlich befindet. "Es ist nicht das Ende meiner Karriere, nach Südafrika zu kommen", sagt der Fußballer während der Presse­konferenz. Zumindest finanziell lohnt sich der Deal über zweieinhalb Jahre: Medienberichten zufolge soll Ronaldo inklusive Werbeeinnahmen rund 200 Mio Euro pro Spielzeit bekommen. Im November 2022 war bekannt geworden, dass Ronaldo und der britische Premier-League-Club Manchester United getrennte Wege gehen. Kurz zuvor hatte der Spieler in einem TV-Interview gegen Club und Trainer ausgeteilt. (Foto: Amr Nabil / Associated Press / Picture Alliance)
sportschau.de, sportbuzzer.de, turi2.de (Background)

Video-Tipp: Argentinische Fans feiern ARD-Korrespondenten Matthias Ebert.

Video-Tipp: Vor lauter Freude über den WM-Sieg ihrer Mannschaft lassen argentinische Fans ARD-Korrespondent Matthias Ebert während einer Live-Schalte vor laufender Kamera hochleben. Das Video geht in Argentinien viral, sodass inzwischen auch argentinische Medien darüber berichten.
twitter.com (42-Sek-Video) via horizont.net, lanacion.com

“Kicker” zeigt sich mit WM-Reichweite zufrieden.

Gute Statistik: Das Fußballmagazin "Kicker" zieht nach der WM in Katar eine positive Bilanz: Die Reichweiten in den Sozialen Netzwerken, auf der News-Seite und in der App seien groß gewesen. Einen "absoluten Spitzenwert" von über 45 Mio Seitenaufrufen habe das Spiel zwischen Japan und Spanien in der Gruppenphase erreicht. Besonders auf Facebook seien die Klickzahlen überraschend angestiegen. Einen internen Rekord stellt ein Beitrag zu aufräumenden japanischen Fans auf, der bisher mehr als 7,2 Mio Nutzer erreicht hat. Das ZDF hatte zuletzt eine "durchwachsene" Bilanz gezogen.
meedia.de

Basta: Messi ist beliebter als ein Ei.

Aus dem Ei gepellt: Fußball-Welt­meister Lionel Messi schafft mit dem WM-Pokal bei Instagram das, was viele seit Jahren versuchen: Das Bild mit den meisten Likes – das World Record Egg – abzuhängen. Das Eier-Foto hat gut 56,6 Mio Herzchen gesammelt, bei Messi sind es schon über 60 Mio. Nächster Reich­weiten-Coup wird dann vielleicht ein Ei in einer zugemüllten Wohnung: das Messi-Ei.
spiegel.de, instagram.com (Messi), instagram.com (Ei)

Palais F*luxx sammelt über 27.000 Euro Spenden mit #KatarKontern ein.

Gut gekontert: Mit der Aktion #KatarKontern sammelt Palais F*luxx über 27.000 Euro an Spenden für die NGO Discover Football ein. Die Platt­form von Silke Burmester hat zusammen mit vielen Unterstützern pro WM-Tor 1 Euro gespendet. Nun sucht Burmester jemanden, der die Summe verdoppelt, damit "wenigstens die Frauen von der WM profitieren".
twitter.com, palais-fluxx.de, turi2.de (Background)

Quote beim WM-Finale liegt weit unter Vorturnieren.

Quoten-Abseits: Das WM-Finale zwischen Argentinien und Frankreich hat am Sonntag im Schnitt 13,86 Mio Zuschauerinnen vor den Bild­schirm gelockt, ein Markt­anteil von 53,6 % für das Erste. Damit liegt die Quote deutlich unter der des WM-Finales 2018 in Russland, das 21,45 Mio Menschen gesehen hatten. Auch an das EM-Finale der Frauen im Sommer mit rund 17,9 Mio Menschen kommt das Spiel in Katar nicht heran.
dwdl.de

ZDF zieht nach WM-Finale “durchwachsene Bilanz”.

Gemischte Gefühle: Das ZDF zieht bereits vor dem Finale eine "durchwachsene Bilanz" der Fußball-WM in Katar, sagt Intendant Norbert Himmler der dpa. Der Sender habe eine etwa 30 bis 40 % geringere Sehbeteiligung zu vergleichbaren Turnieren der letzten Jahre festgestellt. Als Gründe nennt Himmler die Jahreszeit, den Austragungsort und die sportliche Performance der deutschen Mannschaft. Für die nächsten Turniere ist er zuversichtlich.
rp-online.de

Kein Wintermärchen – Tilmann Gangloff über die Fußball-WM im TV.


Im Abseits: Um Sport ging es bei der Berichterstattung zur Fußball-WM in Katar nur am Rande, schreibt Tilmann Gangloff in seiner TV-Analyse bei epd Medien. ARD und ZDF hätten alles unternommen, um die Vorfreude auf das Turnier gen null zu reduzieren. Auch sportlich seien die Spiele bis auf wenige Ausnahmen eher enttäuschend gewesen. Dennoch hätten die Fifa und Katar “viele spektakuläre Bilder” geliefert. Weiterlesen >>>

CNN: Die Fifa gestattet keine Friedensbotschaft von Selenskyj vor dem WM-Finale.

Make Football, no Peace: Der Welt-Fußballverband Fifa verbietet dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, vor dem WM-Endspiel zwischen Argentinien und Frankreich eine Friedensbotschaft zu übermitteln, meldet CNN. Selenskyj will sich am Sonntag vor dem Anpfiff per Videolink dazuschalten. Derzeit würden noch Gespräche dazu laufen. Die Fifa ist bekannt dafür, Politisches und Sportliches strikt zu trennen – auch das Tragen der One-Love-Kapitänsbinde war nicht gestattet.
edition.cnn.com via rnd.de

TeamViewer und Manchester United einigen sich auf Ende des Sponsoring-Deals.

Team ohne Team: Der schwäbische Software-Anbieter Teamviewer steht vor dem Ende seines Haupt­trikot­sponsoring-Deals mit Manchester United. Beide Parteien vereinbaren, dass der englische Fußball-Club die Rechte zurück­kaufen und ander­weitig vergeben kann. Der kolportierte 50 Mio Euro pro Jahr schwere Deal hatte viel Kritik auf sich gezogen und die Bilanz sowie den Aktien­kurs des Unternehmens belastet.
faz.net

Basta: Silvio Berlusconi verspricht Fußball-Team “einen Kleinbus mit Prostituierten”.

Baller-Balla: Beim aktuellen Gerede um furchtbare Fußball-Funktionäre ging der Name Silvio Berlusconi etwas unter. Vielleicht verspricht er deshalb auf der Weihnachts-Feier seines Clubs AC Monza den Spielern – im Spaß, wie er im Nachhinein betont – einen "Kleinbus mit Prostituierten" für Siege gegen Juventus Turin oder AC Mailand. Schwer vorstellbar, warum sich manch deutscher Medien­konzern gegen Berlusconis Einfluss wehrt.
spiegel.de

Zitat: Béla Réthy verabschiedet sich vom Sportjournalismus.

"Ich bin gealtert mit euch, durch den Stress aber auch durch den Spaß."

Sportreporter-Legende Béla Réthy, 66, verabschiedet sich im Anschluss an das WM-Halbfinale Frankreich gegen Marokko nach 40 Jahren vom Sportjournalismus. Er begann als studentische Hilfskraft im ZDF-Archiv, seit 1991 kommentiert er Live-Fußballspiele.
turi2 – eigene Beobachtung

“Süddeutsche”: Fifa zeigt TV-Bilder selektiv.

Heile Welt: Die Fifa zeigt von der WM ein einseitiges TV-Bild, beobachtet die "Süddeutsche". Während "gern und ausführlich" Wiederholungen von feiernden Fans oder jubelnden Spielern gezeigt würden, gebe es teilweise keine Wiederholung bei strittigen, "sportlich höchst bedeutsamen Momenten". Das TV-Weltbild verstärke so "die Verschleierung fragwürdiger Vorgänge". Die Fifa soll für die redaktionelle Auswahl der Bilder zuständig sein, bestätigt dies jedoch auf Anfrage nicht. Die Erstellung der Bilder übernimmt die Schweizer Produktionsfirma HBS. Abnehmer wie ARD oder ZDF sind in der Regel nur bei deutschen Spielen mit eigenen Kameras vor Ort.
sueddeutsche.de

DFB-Präsident Neuendorf räumt Kommunikations­fehler bei One-Love-Debatte ein.

One love, one Einsicht: DFB-Präsident Bernd Neuen­dorf räumt Kommunikations­fehler bei der Diskussion um die "One Love"-Kapitäns­binde ein, die die deutsche Mannschaft eigentlich bei der WM in Katar tragen wollte. Er hätte "eine verbindliche Aussage" der Fifa zu den Trage­regeln einfordern sollen und frage sich im Nachhinein, ob "es die richtige Entscheidung gewesen" sei, auf die Binde zu verzichten, um Sanktionen zu vermeiden.
br.de, turi2.de (Background)

Die Uefa verschiebt die Vergabe der Frauen-EM 2025.

Gut Ding braucht Weile: Der europäische Fußballverband Uefa will sich zwei Monate mehr Zeit für die Auswahl des Austragungsortes der Frauen-Fußball-EM 2025 nehmen. Anfang April 2023 soll nun die Entscheidung fallen. Die Uefa verlange den vier Bewerbern detailliertere Budgetvorschläge, um sich ein abschließendes Bild aller Kandidaturen machen zu können. Die Schweiz, Frankreich, Polen und ein Bündnis aus Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden sind im Rennen. Die diesjährige Europameisterschaft fand in England statt und hatte hierzulande ein hohes Interesse hervorgerufen.
t-online.de

Hör-Tipp: Oliver Kahn spricht über seine Depressionen im Podcast “Alles nur im Kopf”.

Hör-Tipp: "Mir schauten zwei Milliarden Menschen beim Versagen zu", spricht Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn im Podcast "Alles nur im Kopf" über seine jahrelange Depressionserkrankung und den damit einhergehenden Selbstzweifeln. Er habe "immer ein Symptom gespürt, dieses Ausgebranntsein". Insbesondere Buhrufe und Bananenwürfe der Fans in gegnerischen Stadien habe er als "erniedrigend" empfunden.
allesnurimkopf.podigee.io (69-Min-Audio), zeit.de

Axel Hellmann und Oliver Leki werden Intermins-Geschäftsführer der DFL.

Ein Doppel für Donata: Die Deutsche Fußball Liga macht Axel Hellmann und Oliver Leki zu Geschäfts­führern und damit Nachfolgern von Donata Hopfen. Sie sollen die Geschäfte bis Ende Juni 2023 übergangs­weise leiten. Hellmann ist Vorstands­sprecher bei Eintracht Frankfurt, Leki Vorstands­mitglied des Sport-Club Freiburg. Beide gehören dem DFL-Präsidium an.
dfl.de, turi2.de (Background)

Zitat: Donata Hopfen hat am Ende nur noch wenig Rückhalt gespürt.

"Oft agiert man auf neuem Terrain, positive Ergebnisse zeigen sich meist erst sehr viel später. Für all das braucht man einen langen Atem, den Rückhalt und das gemeinsame Agieren aller Stake­holder. Dieses habe ich am Ende nicht mehr gespürt."

Die scheidende Geschäfts­führerin Donata Hopfen beklagt bei Linked-in mangelnde Rücken­deckung bei der DFL.
linkedin.com

Hör-Tipp: WM-Berichterstattung ist oft “folkloristisch”, sagt Nils Minkmar.

Hör-Tipp: Die Bericht­erstattung über Katar ist während der WM oft "touristisch und folkloristisch", als wäre das Land ein Märchen aus 1001 Nacht, sagt Nils Minkmar im "Quoted"-Medien­podcast. Politische Entwicklungen würden kaum abgedeckt. "SZ"-Politik­redakteurin Dunja Ramadan beobachtet, dass Medien die Zustände in Iran und Katar einfach gleichsetzen, obwohl das nicht der Realität entspricht.
sueddeutsche.de (33-Min-Audio)

Oliver Bierhoff verlässt den DFB.

Zieht Konsequenzen: Der Deutsche Fußball-Bund und Oliver Bierhoff gehen nach 18 Jahren getrennte Wege, teilt der DFB mit. Demnach löst der Geschäfts­führer National­mannschaften und Akademien seinen bis 2024 laufenden Vertrag vorzeitig auf. Grund sei das Debakel der National­mannschaft bei der Fußball-WM in Katar. "Einige Entscheidungen, von denen wir überzeugt waren, haben sich nicht als die richtigen erwiesen", sagt Bierhoff in einer Erklärung. "Das bedauert niemand so sehr wie ich. Dafür übernehme ich die Verantwortung". Unmittelbar nach dem WM-Aus in der vergangenen Woche hatte Bierhoff noch die EM 2024 als nächstes großes Ziel geäußert. Über seine Nachfolge werden nun die DFB-Gremien beraten. Bierhoff ist seit 2004 beim DFB, zunächst als Team­mananger an der Seite von Jürgen Klinsmann, 2018 wurde er Direktor National­mannschaften und Akademie und 2022 schließlich Geschäfts­führer. In seine Zeit fällt u.a. der WM-Titel 2014 in Brasilien mit Joachim Löw als Bundestrainer.(Foto: Lennart Preiss / dpa / Picture Alliance)
spiegel.de

“Sportschau”: Teil der Nationalmannschaft fühlt sich bei One-Love-Debatte “instrumentalisiert”.

Zoff ums Zeichen: Die Debatte um die One-Love-Binde soll die Spieler der deutschen Nationalmannschaft teilweise "belastet" und "genervt" haben, berichtet die "Sportschau". Vor dem Auftaktspiel gegen Japan habe es Diskussionen gegeben, bei denen die Verbandsspitze und auch einige Spieler sich für ein Zeichen eingesetzt haben, während sich andere "instrumentalisiert" fühlten. Raphael Brinkert von der Agentur BrinkertLück soll den Verband in dieser Frage ebenfalls beraten haben. Nach "Sportschau"-Informationen hatte die Agentur schon im September eine Kampagne ausgearbeitet, die der DFB aber nicht gestartet hat.
tagesschau.de

Katarische Sport-Sendung verspottet deutsche Mannschaft.

Mund zu: Die katarische Sport-Sendung "Madschlis" hat die deutsche Mann­schaft nach dem WM-Aus für ihre Geste beim Eröffnungs­spiel verspottet, wie in einem Clip auf Twitter zu sehen ist. Gäste der Show halten sich sekunden­lang die Hand vor den Mund, einer der Teilnehmer sagt, die "gesamte arabische und islamische Nation hat heute gebetet, dass sich Japan qualifiziert".
twitter.com (18-Sek-Video), spiegel.de, turi2.de (Background)

TV-Quoten der WM bleiben unter denen der Frauen-EM.

Quoten-Flop: Die deutsche Fußball-National­mannschaft erreicht beim Spiel gegen Costa Rica mit 17,44 Mio Zuschauenden die bisher beste TV-Quote der WM. Damit bleibt sie jedoch hinter den DFB-Frauen zurück, deren EM-Finale im Sommer rund 17,9 Mio Menschen gesehen hatten. Beim Spiel der Männer gegen Spanien hatten immerhin 17,05 Mio, im Auftaktspiel gegen Japan dagegen nur etwa 9,2 Mio Menschen eingeschaltet.
dwdl.de, turi2.de (Background)

TV-Tipp: ARD recherchiert zu Doping-Mittel bei der WM in Katar.

TV-Tipp: Ab 2024 will die Welt-Anti-Doping-Agentur das Schmerz­mittel Tramadol für Wettkämpfe verbieten, doch aktuell kommt das leistungs­steigernde Mittel noch zum Einsatz – wahrscheinlich auch bei der WM in Katar, zeigt eine ARD-Recherche. "No Limits – Wenn der Fußball keine Grenzen kennt" läuft heute im Rahmen der WM-Vor­bericht­erstattung um ca. 18.30 Uhr im Ersten und in der ARD-Mediathek im Livestream.
daserste.de

Schiedsrichterin Stéphanie Frappart leitet als erste Frau die Partie zwischen Deutschland und Costa Rica.

Fußballfrauen: Das anstehende WM-Spiel zwischen Deutschland und Costa Rica leitet erstmals eine Frau: Die französische Schiedsrichterin Stéphanie Frappart. Das gibt die Fifa via Twitter bekannt. Mit der Brasilianerin Neuza Back und der Mexikanerin Karen Díaz Medina kommen außerdem zwei Assistentinnen zum Einsatz. Bei der Nominierung im Mai hatte die Fifa erstmals drei weibliche Schiedsrichter aufgestellt, neben Frappart noch Salima Mukansanga aus Ruanda und Yoshimi Yamashita aus Japan. Alle drei hatten bisher aber nur Einsätze als vierte Offizielle.
tagesschau.de, faz.net (Nominierung)

Mutter von Kasia Lenhardt erreicht Teilsieg gegen Jérôme Boateng.


Rote Karte: Der Fußballspieler Jérôme Boateng darf nicht mehr behaupten, seine Ex-Partnerin Kasia Lenhardt hätte Lügen über ihn verbreitet, urteilt das Berliner Land­gericht und gibt damit der Mutter des verstorbenen Models in einem von sechs Punkten recht. Die übrigen beklagten Aussagen beanstandet das Gericht nicht; die schriftliche Urteils­begründung steht noch aus. Der Fall ist der Erste, bei dem ein Gericht über die postmortale Geltung des Persönlichkeits­rechts einer jungen Person entscheidet.

Lenhardt hatte ihrem Ex-Partner vorgeworfen, sie geschlagen zu haben, worauf dieser in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung ihre Glaub­würdigkeit in Zweifel gezogen und ihr unter anderem Alkoholismus und Erpressung vorgeworfen hatte. Eine Woche später hatte sie sich das Leben genommen. Boateng gibt an, das Interview zu bedauern. Der Presserat hatte "Bild" dafür gleich doppelt gerügt.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Jürgen Klinsmann steht in der Kritik für seine Aussagen zur Iran-Mannschaft.

Anmaßende Analyse: Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat Ärger wegen Aussagen zur iranischen Fußball-Mannschaft. In der BBC hatte er als TV-Experte den Iranern eine unsaubere Spielweise unterstellt und diese als "Teil ihrer Kultur" bezeichnet, zudem würden sie die Schiedsrichter bearbeiten. Irans Trainer Carlos Queiroz fordert seinen Rücktritt aus der Technischen Studiengruppe der Fifa. Der iranische Verband verlangt eine Entschuldigung von Klinsmann und bittet den Weltverband um eine Klärung.
n-tv.de, twitter.com


Ehemaliger ORF-Chef Alexander Wrabetz wird Präsident des Wiener Fußball-Clubs Rapid.

Seitenwechsel: Ex-ORF-Intendant Alexander Wrabetz ist am Samstag mit rund 88 % der Stimmen zum Präsidenten des Wiener Fußball-Traditionsclubs Rapid gewählt worden. Unter seiner Leitung soll Rapid u.a. an internationalen Wettbewerben teilnehmen und dem Meistertitel näher kommen – den letzten holte die Mannschaft 2008.
digitalfernsehen.de, kicker.de

Basta: Günter Netzer wurde in der Schweiz als “Ferrari-Drängler” verurteilt, meldet die “Bild”.

Auf der Überholspur: Der Ex-Fußballprofi und ehemalige ARD-Experte Günter Netzer muss umgerechnet rund 9.150 Euro Strafe zahlen wegen eines waghalsigen Überholmanövers in der Schweiz, meldet die "Bild". Netzer soll mit seinem Ferrari einen vor ihm fahrenden Wagen auf der Überholspur zu dicht aufgefahren sein. Verstrickt sich Netzer in den kommenden zwei Jahren nochmal im eigenen Netz, muss er die zur Bewährung ausgesetzten 61.000 Euro blechen.
bild.de, zueritoday.ch

Pressekonferenz ohne Spieler: Dem DFB droht eine Geld-Strafe der Fifa.

Flick macht's allein: Dem DFB droht eine Geldstrafe der Fifa, weil vor dem Spiel gegen Spanien kein Spieler der Nationalelf an der Pressekonferenz im internationalen Medienzentrum in Doha teilgenommen hat. Nur Bundestrainer Hansi Flick ist erschienen. Der Fußball-Verband wollte die PK im eigenen Quartier abhalten, die Fifa dagegen bestand auf ihre Regeln. "Wir wollten keinem Spieler zumuten, hier so lange herzufahren, es sind insgesamt fast drei Stunden", begründet Flick den Schritt. "Morgen ist ein ganz wichtiges Spiel für uns, da habe ich gesagt: Ich mache es alleine."
n-tv.de

Hör-Tipp: Verena Pausder wünscht sich mehr mediale Präsenz für den Frauen-Fußball.

Hör-Tipp: Unternehmerin Verena Pausder wünscht sich "ein bisschen mehr Mut" der Medien zur Bericht­erstattung über Frauen-Fußball. Fehlende mediale Präsenz sei aber auch eine "Reflektion davon, dass es wenig Aufmerksamkeit von Fan-Seite gab". Beim von ihr mit­geförderten Team Viktoria Berlin habe man "nicht viel geändert", sondern "Wert­schätzung und Schein­werfer­licht" auf den Platz gebracht. Für sie ist es jetzt "der falsche Zeit­punkt" für die Debatte zur Katar-WM. Das Thema hätte früher in der aktuellen Intensität diskutiert werden müssen.
plus.rtl.de (49-Min-Audio)

Video-Tipp: Warum sich Fußball-Profis eher verhalten zur WM in Katar äußern.

Video-Tipp: Das NDR-Format "Zapp" schaut die Instagram-Timelines aller National­spieler seit September an und stellt fest: Kritische Beiträge zur WM in Katar gibt es nicht. Sport­journalist Kai Schiller erzählt im Beitrag "WM in Katar: Das Schweigen der National­mannschaft", dass die Spieler-Berater immer mehr Einfluss haben: "Es geht eigentlich nichts mehr ohne sie." Das habe er vor allem bei seiner Katar-Bericht­erstattung gemerkt.
youtube.com (21-Min-Video)

Reporter ohne Grenzen startet zur Fußball-WM Bierdeckel-Kampagne.

Reporter ohne Grenzen startet zur Fußball-WM in Katar eine Kampagne gegen Diktatur und dafür, "die wichtige Arbeit von Journalistinnen und Reportern zu unterstützen". Dafür verteilt die Organisation Bierdeckel mit der Aufschrift "Die beste Abwehr gegen Diktatur: Pressefreiheit" in Kneipen, Bars und Restaurants in Berlin und anderen Städten.
reporter-ohne-grenzen.de

Deutsche Nationalspieler protestieren auf Mannschaftsfoto, Deloitte und Twitterperlen starten Social-Media-Aktion.

Zuhalter: Die Spieler der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft halten sich beim traditionellen Mannschaftsfoto vor dem WM-Auftaktspiel gegen Japan den Mund zu. Sie reagieren damit auf das Verbot der Fifa, beim Spiel eine Armbinde mit buntem "One Love"-Schriftzug zu tragen. Bei der Binde gehe es nicht um eine politische Botschaft, schreibt der DFB auf Twitter. Menschenrechte seien nicht verhandelbar, was leider immer noch nicht selbstverständlich sei. "Deshalb ist uns diese Botschaft so wichtig. Uns die Binde zu verbieten, ist wie den Mund zu verbieten. Unsere Haltung steht", heißt es weiter. Innenministerin Nancy Faeser trägt die Binde bei ihrem Besuch im Stadion.

Die Agentur Deloitte Digital und die Unterhaltungsplattform Twitterperlen nutzen Social Media für einen kreativen Protest und fordern ihre Followerschaft auf, die Haare der Spieler mit einem AR-Regenbogen-Filter bunt zu färben.
sportschau.de (Nationalmannschaft), horizont.net (Social-Media-Aktion), bild.de (Faeser), turi2.de (Background)






Investor Lars Windhorst verkauft seine Hertha-Anteile.

Deal or no deal: Investor Lars Windhorst hat einen Käufer für seine Anteile am Bundesligisten Hertha BSC Berlin gefunden, sagt er beim Wirtschaftsgipfel der "Süddeutschen Zeitung". Den Käufer und die Höhe des Kaufpreises nennt er nicht. Er sei aber "positiv überrascht" vom Verhandlungsergebnis gewesen. Windhorst hält aktuell noch über 60 % der Anteile an dem Klub. Im Oktober hatte er aufgrund von Differenzen mit der Hertha-Führung angekündigt, diese zu verkaufen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Jens Weinreich kritisiert mangelnde Kenntnis der Medien im Umgang mit Katar.

Hör-Tipp: Journalistinnen begeben sich in Katar in eine Blase und werden Teil der Vermarktungsmaschine, "ob sie es wollen, oder nicht", sagt Investigativ-Journalist Jens Weinreich bei RBB Kultur. Er hat preisgekrönte Recherchen zur Fifa-Kriminalität und WM-Vergabe durchgeführt und wertet die anfängliche Reaktion der Medien auf die WM 2022 als "Hyperventilieren" und "völlige Übertreibung", häufig "bar jeder Kenntnis". Darauf folge nun eine Normalisierung.
rbb-online.de (7-Min-Audio) via bildblog.de

Rewe beendet Werbepartnerschaft mit DFB nach One-Love-Rückzug.


Protest wegen Nicht-Protest: Die Supermarkt-Kette Rewe beendet die Werbepartnerschaft mit dem DFB mit sofortiger Wirkung, teilt Konzernchef Lionel Souque mit. Die "skandalöse Haltung der Fifa" sei für ihn als "CEO eines vielfältigen Unternehmens und als Fußballfan" nicht akzeptabel. Rewe hatte bereits im Oktober dem DFB mitgeteilt, den langjährigen Partnerschaftsvertrag nicht weiterzuführen. Nun stellt der Konzern diesen aber ab sofort ruhend und verzichtet auf Werberechte. Das bei Rewe derzeit erhältliche Sammelalbum gibt es ab sofort gratis, die Kosten dafür trägt das Unternehmen. Die bisherigen Erträge des Albums werde Rewe nach Ablauf der Promotion vollständig spenden. Die Entscheidung fällt, nachdem der DFB aus Sorge vor sportlichen Sanktionen seitens der Fifa angekündigt hat, dass Mannschaftskapitän Manuel Neuer auf das Tragen der bunten Armbinde mit "One Love"-Schriftzug verzichten wird.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Lese-Tipp: Almuth Schult findet arabischen Einfluss auf die WM interessant.

Lese-Tipp: DFB-Spielerin und ARD-Expertin Almuth Schult findet es interessant, wie sich die Atmosphäre der WM durch die Austragung im europäischen Winter und in einem Land ohne große Fußball-Tradition verändert. Im Interview mit der Teleschau sagt sie, bei "aller berechtigten Kritik an Katar" seien "große Teile der Welt in der langen Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaften noch nicht abgebildet" worden. Ein weiterer Grund für ihre Teilnahme sei, dass Frauen rund um das Event präsent sein sollten.
showcase.teleschau.de

WM-Kapitäne laufen nach Fifa-Drohung doch ohne Regenbogen-Armbinde auf.

Lieblos: Sieben Fußball-Nationen, darunter Deutschland, schicken ihre Kapitäne doch nicht wie geplant mit viel­farbigen Kapitäns­binden mit dem Slogan "One Love" aufs Feld. Sie begründen den Schritt mit "sportlichen Sanktionen", die die Fifa angedroht habe. DFB-Präsident Bernd Neuendorf spricht von einem "beispiellosen Vorgang in der WM-Geschichte". Die Fifa verweist auf Ausrüstungs­regeln und gibt zu Protokoll, Kampagnen wie "One Love" zu unterstützen. Die BBC-Expertin Alex Scott hat derweil beim WM-Spiel zwischen England und Iran mit der "One Love"-Binde aus dem Stadion in Katar berichtet.
sportschau.de, dwdl.de

Basta: WM-Kommentator Wolff Fuss hätte Eröffnung fast verpasst.

Verfahrene Situation: Kommentator Wolff Fuss hätte am Sonntag beinahe seinen Einsatz zum WM-Eröffnungs­spiel bei Magenta TV verpasst. Erst wenige Minuten vor Anpfiff sei er "im Schweiße seines Angesichts" ins Stadion marschiert. Schuld war ausnahmsweise kein Boykott-Versuch, sondern die mangelnde Orts­kenntnis des Busfahrers: Der ist "fünf Kilometer in die falsche Richtung gestochen".
sportbuzzer.de, digitalfernsehen.de

BBC ignoriert WM-Eröffnungsfeier und sendet stattdessen Katar-Kritik.

War da was? Die britische BBC hat am Sonntag die WM-Eröffnungs­feier live im Fernsehen boykottiert. Statt der 30-minütigen Zeremonie, die in Deutschland im ZDF zu sehen war, sendete die BBC zunächst ein Match der Women's Super League und später eine vorproduzierte Sendung mit Kritik an Katar. Einige Zuschauerinnen werfen dem Sender nun Zensur und Heuchelei vor.
theguardian.com, dailymail.co.uk, zdf.de (31-Min-Video)

Klick-Tipp: “Bild”-Reporter versorgen Fußball-Fans über WhatsApp.

Klick-Tipp: "Bild" startet zur Fußball-WM den kostenlosen WhatsApp-Service "WM live – Bild direkt aus Katar". Mehrmals täglich senden elf WM-Reporter Eindrücke, Meinungen, Bilder und Videos über den Messenger-Dienst. In den Chat gelangen Interessierte über diesen Link, anschließend werden sie direkt zu WhatsApp weitergeleitet, wo sie die Nachricht "Start" abschicken müssen, um die Benachrichtigungen zu starten.
bild.de

Zahl des Tages: Deutschlands Sieg-Chancen bei der WM liegen bei 3,84 %.

Zahl des Tages: Bei 3,84 % liegt die Wahrschein­lichkeit, dass Deutschland Fußball-Welt­meister wird – sagt jedenfalls der britische Mathematiker Joshua Bull von der Universität Oxford. Er hat die bevorstehende WM durchgerechnet und dabei die Ergebnisse aller Spiele ab 2018 berücksichtigt. Sieger wird demnach zu 14,72 % Brasilien, Argentinien zu 14,36 %.
bild.de

Fifa-Chef Infantino hält bizarre Rede bei WM-Pressekonferenz.

Infantile Vorstellung: Fifa-Präsident Gianni Infantino hat in einer bizarren, 60 Minuten langen Rede Europa und die Kritikerinnen der WM attackiert. Er fühle sich solidarisch mit diskriminierten Gruppen, er fühle "wie ein Katarer, wie ein Araber, wie ein Afrikaner, wie ein Homosexueller, wie ein Beeinträchtigter". Ihn rege die "Doppelmoral" und "Heuchelei" Europas auf, das sich für die "vergangenen 3000 Jahre" entschuldigen sollte. Medienberichte über angeblich gekaufte Fan-Paraden bezeichnete er zudem als "Rassismus".
spiegel.de, sportschau.de