Hör-Tipp: DFB-Arzt Tim Meyer über die Zusammenarbeit mit den Bundestrainern.

Hör-Tipp: "Ich bin nie overruled worden", sagt Tim Meyer, Arzt der deutschen Fußball­national­mannschaft, im Podcast "Kult-Kicker" über sein Verhältnis zu den Bundestrainern. Jürgen Klinsmann sei manchmal "übers Ziel hinausgeschossen", etwa mit seinem zu großen Experten-Team. Jogi Löw habe immer Ruhe ausgestrahlt und "sehr viel dirigiert". Hansi Flick kümmere sich sehr, wenn "zwischen­menschliche Probleme" auftauchen.
kult-kicker.de (54-Min-Audio)

Basta: DFB-Elf muss Bahn-Verspätung von elf Minuten hinnehmen.

Rote Karte: Die Fußball-Nationalmannschaft reist zum Länderspiel nach Leipzig umweltbewusst mit dem ICE statt mit dem Flieger. Der Zug kommt allerdings zu spät, zudem muss das Gleis gewechselt werden – erst nach ausgerechnet elf Minuten geht die Fahrt für die DFB-Elf los. Die Kicker sollten besser schon einmal verinnerlichen, dass auch Zugfahrten in die Verlängerung gehen können.
express.de

Studie: Der SC Freiburg klickt am besten.

Beliebtheitspokal: Die Nachrichten-App Upday hat untersucht, welche Fußballvereine der Bundesliga im August die meisten Menschen interessiert haben. Tabellenerster ist mit durchschnittlich 125,4 Klicks pro Artikel der SC Freiburg, gefolgt von Eintracht Frankfurt mit 104,4 und Werder Bremen mit 63,5 Klicks. "Überraschende und mitreißende sportliche Erfolge" sind beliebter als negative Meldungen, sagt Upday-CPO Aneta Nowobilska.
presseportal.de

Borussia Dortmund und Chemiekonzern Evonik rollen globale Kampagne aus.

Doppelpass: Fußballverein Borussia Dortmund und Chemiekonzern Evonik rollen eine globale Kampagne unter dem Motto "Act like a leader" aus. "Führung bedeutet, andere wertzuschätzen. Führung bedeutet Verantwortung", heißt es in dem Clip. Es tauchen Spieler und Spielerinnen des BVB auf, das Voice Over spricht Mats Hummels. Hinter der Kampagne steht die Agenturgruppe KNSK.
per Mail, youtube.com (53-Sek-Video)

Hör-Tipp: “Zeit” und ARD beleuchten die Situation in Katar.

Hör-Tipp: Der Wüstenstaat Katar ist "sehr einflussreich und sehr einfallsreich", eine "Blackbox", ein "Schlaraffenland mit einer dunklen Seite" – das sagen die Journalistinnen Pune Djalilevand (RBB), Yassin Musharbash ("Zeit") und Benedikt Nabben (BR) über den Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2022. Zusammen mit Moderatorin Lena Petersen (RBB) beleuchten sie im Podcast Geld Macht Katar die Strategie des Wüstenstaats, durch die WM international sichtbarer zu werden.
zeit-verlagsgruppe.de (38-Min-Podcast)

Dazn entschuldigt sich für unpassenden Tweet.

Sagt Sorry: Der Sport-Streamingdienst Dazn bittet um Entschuldigung für einen inzwischen gelöschten, unpassenden Tweet. Man sei sich "nicht bewusst gewesen, welche ernsten Umstände das Spiel begleiten". Während der Partie gegen den FC Barcelona hatte am Samstag ein Zuschauer einen Herzinfarkt erlitten, woraufhin Cádiz-Torhüter Jeremias Ledesma einen Defibrillator zur Tribüne brachte. Danach patzte Ledesma bei einem Gegentor, Dazn schrieb dazu: "Wenn dein bester Freund bei den Gegnern im Tor steht." Barcelona-Torwart Marc-André ter Stegen kommentierte den Post mit: "Unpassend und respektlos. Zum wiederholten Male! Schämt Euch."
faz.net, twitter.com

“Spiegel” und Spotify starten gemeinsamen Podcast zur WM in Katar.

Audio-Anpfiff: Spotify und "Spiegel" starten den gemeinsamen Podcast "Ausverkauft – Katar, der Fußball und das große Geld" über die wirtschaftlichen Verflechtungen im Fußball. Hosts sind die ehemalige Profifußballerin Tugba Tekkal und "Spiegel"-Sportredakteur Danial Montazeri. Die acht Folgen erscheinen ab dem 13. Oktober wöchentlich immer donnerstags.
per Mail

Esther Sedlaczek verstärkt das Moderationsteam von “Blickpunkt Sport”.

Sportlich: Esther Sedlaczek verstärkt ab dem kommenden Wochenende das Moderationsteam von "Blickpunkt Sport" im BR. Wie oft sie die Sendung im Wechsel mit Markus Othmer und Julia Scharf präsentieren soll, ist noch nicht genau klar. Sedlaczek tritt bereits in der ARD-"Sportschau" auf, zudem ist sie Nachfolgerin von Jörg Pilawa als "Quizduell"-Moderatorin.
dwdl.de

Debatte: Philipp Lahm stellt die Champions League in Frage.

Fußball-Frust: Ex-Fußballnationalspieler und EM-Turnierdirektor 2024 Philipp Lahm kritisiert in seiner "Zeit Online"-Kolumne die Champions League als "berechenbar" und "Wettbewerb, den nur etwa fünf Vereine gewinnen können". Die Spiele lieferten zwar "rauschhafte Fußballnächte", aber keine sportlichen Impulse. Möglich mache dies das ungebremste Wachstum des europäischen Fußballmarkts.
zeit.de

Hör-Tipp: Toni Kroos sind Slogans für die Nationalmannschaft nicht wichtig.

Hör-Tipp: "Wegen mir bräuchte es keinen Slogan", sagt Profi-Fußballer Toni Kroos im OMR-Podcast über das Aus des Nationalmannschafts-Claims "Die Mannschaft". Ihm ist es egal, wie das Team verkauft wird, solange es keinen "negativen Touch" bekommt. An Podcasts schätzt er, dass die Kommunikation dort viel persönlicher sei als auf Social Media. Privat hört er gerne Lanz & Precht.
omr.podigee.io (59-Min-Audio)

Lese-Tipp: Wie die Clubs in der Bundesliga 2022/23 vermarktet sind.

Lese-Tipp: Sponsors zeigt in einer detaillierten Analyse, wie die 18 Bundes­ligisten in der Fußball-Saison 2022/23 vermarktet sind. Die Trikot­brust etwa bringt den Sponsoren der ersten Fußball-Bundes­liga-Clubs Erlöse zwischen rund drei Mio und 50 Mio Euro ein. In der Saison 2022/23 laufen drei Bundes­ligisten mit einem anderen Partner auf als in der vergangenen Spielzeit. Zudem nutzen immer mehr Vereine die Möglichkeit, Trikot-Ärmel doppelt zu vermarkten.
sponsors.de

Klick-Tipp: 90 Promis stellen Toni Kroos je eine Frage.

Klick-Tipp: "Du hattest 90 Minuten Zeit, Dir vernünftige Fragen zu überlegen. Und dann stellst Du mir zwei so Scheißfragen", antwortet Fußballer Toni Kroos dem ZDF-Reporter Nils Kaben nach dem Champions-League-Finale gegen Liverpool. Jetzt stellen ihm 90 Promis von Robbie Williams über Esther Sedlaczek bis Peter Turi je eine Frage – Kroos antwortet. Daraus hat Journalist und Verleger Oliver Wurm ein 179-seitiges PDF-Magazin gedruckt, das ab heute auf der Plattform United Kiosk zum Download zur Verfügung steht. 90 Cent von jedem verkauften Exemplar gehen an die Toni-Kroos-Stiftung.
kroos90.de, youtube.com (56-Sek-Trailer)

Lese-Tipp: Wie zwei Brüder aus Indonesien den Fußball-Club Como 1907 retten.

Lese-Tipp: 2019 haben Robert Budi und Michael Bambang Hartono den Fußball-Club Como 1907 übernommen und kurzerhand zum reichsten des Landes gemacht. Spox-Autor Nino Duit beschreibt die Rettung des Vereins durch die indonesischen Brüder, die mit einem auf Nelken­zigaretten spezialisierten Tabak­konzern reich geworden sind und mit ihrer Streaming-Plattform Mola TV in Indonesien u.a. die Rechte an der Bundesliga, dem DFB-Pokal und der Serie B halten.
spox.com

Zitat: Bochum-Geschäfts­führer Ilja Kaenzig sieht “Netflix-Fußball” kommen.

"Es wird einen Fußball geben, der Teil der Unterhaltungs­industrie ist, einen Netflix-Fußball. Es gibt dafür einen großen, internationalen Markt."

Ilja Kaenzig, Geschäftsführer des VFL Bochum, prophezeit im "Handelsblatt"-Interview eine durch Investoren getriebene "Amerikanisierung des Fußballs". Bochum wolle kein Teil davon sein, profitiere als "Ausbildungs­verein" aber trotzdem von der Entwicklung.
handelsblatt.com (Paid)

Wir graturilieren: Jörg Jakob wird 59.

Wir graturilieren: Kicker-Chefredakteur Jörg Jakob feiert heute seinen 59. Geburtstag "im kleinsten Familien- und Freundeskreis" bei einem Open-Air-Abendessen in der "wunderschönen Dammühle" bei Marburg. In den vergangenen Monaten hat er feststellen müssen, dass "Wichtigtuer" und "Dummschwätzer" nicht aussterben: "Im Gegenteil, in den asozialen Medien pflanzen sie sich fort." Zum Glück gab es für ihn auch genügend Anlässe zum Freuen, denn die Kicker-Redaktion habe "große Anerkennung" sowie Preise erhalten, mit denen sie "früher nicht unbedingt in Verbindung gebracht wurde" – darauf ist der Chefredakteur stolz.

Künftig möchte Jakob ernsthaft versuchen, jedem Tag "die Chance zu einem Highlight zu geben", sowohl im Job als auch privat. Zudem hat er sich vorgenommen, mehr zu lachen. Gratulationen erreichen ihn heute über die "gute, alte" E-Mail.

Debatte: Fußballer brauchen die Medien nicht mehr, sagt Sport1-Chefredakteur Pit Gottschalk.

Machen ihr eigenes Ding: "Fußball-Spieler brauchen die Medien gar nicht mehr", sagt Sport1-Chefredakteur Pit Gottschalk im "Tomorrow"-Podcast. Heutzutage würden die Fußballer Instagram nutzen, um etwas in eigener Sache zu veröffentlichen, "und wir Medien übernehmen das". Kritischen Fragen würden sich "nur noch ganz wenige" Fußball-Stars aussetzen; das mache "alles ein bisschen unjournalistischer" und die Medien zu einer Art "Wiedergabeverstärker".
open.spotify.com (80-Min-Audio)

Dazn kämpft beim Bayern-Spiel mit technischen Problemen.

Streaming-Abseits: Fußball-Fans ärgern sich am Sonntag über Technik-Probleme beim Sport-Streamingdienst Dazn. Während des Bundesliga-Spiels zwischen dem FC Bayern und dem VfL Wolfsburg setzt die Übertragung mehrmals aus, zu sehen ist eine Fehlermeldung. Noch während der Partie hatte sich der Kommentator Jan Platte für "die Unannehmlichkeiten" entschuldigt. Seit einiger Zeit steht Dazn in der Kritik für heftige Preiserhöhungen.
focus.de

FC Bayern und die Telekom verlängern ihre Partnerschaft bis 2027.

Weiter im Spiel: Die Deutsche Telekom bleibt bis mindestens 2027 Hauptsponsor des FC Bayern München. "Es ist sehr außergewöhnlich, dass wir mit der Telekom seit 2002 zusammen sind", sagt Bayerns Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn bei einer Pressekonferenz. Spekulationen zufolge soll der Deal bis zu 250 Mio Euro in die Klub-Kasse spülen.
handelsblatt.com

Basta: Köln-Trainer Steffen Baumgart entdeckt die Jugendsprache für sich.

Wilde Aktion: Der Trainer des 1. FC Köln, Steffen Baumgart, will bei einer Fake-Pressekonferenz so viele hippe Jugendwörter wie nur möglich unterbringen. Seinen kommenden Gegner RB Leipzig schätze er als "slay", also selbstbewusst, ein. Auf die Frage, ob der Kölner Verein in diesem Jahr den FC Bayern jage, antwortet er: "Digga, bodenlose Frage!" Der Clip wird in den sozialen Medien tausendfach geteilt. Läuft bei ihm.
instagram.com (1-Min-Clip) via sueddeutsche.de




 










Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an























 

Ein Beitrag geteilt von 1. FC Köln | Bundesliga (@fckoeln)




Sport1 kooperiert für neue “Doppelpass”-Rubrik mit “Das Örtliche”.

Sport1 kooperiert für die neue "Doppelpass"-Rubrik "Da fragen wir doch mal den Schiri!" mit "Das Örtliche". Ab kommenden Sonntag soll wöchentlich eine Spielszene des aktuellen Bundesliga-Spieltags unter die Lupe genommen und diskutiert werden. "Das Örtliche" übernimmt das Sponsoring, seit Juli 2021 ist das Telekommunikationsverzeichnis bereits offizieller Partner der DFB-Schiedsrichter.
sport1.de

Lese-Tipp: S04-Vorständin Christina Rühl-Hamers konnte Fußballspiele anfangs nicht genießen.

Lese-Tipp: Schalkes Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers konnte die Spiele ihres Vereins anfangs nicht genießen, sagt sie im Interview mit den Sportportalen Spox und Goal. Sie habe im Stadion gesessen und die Matches "nur in Geld, in Zahlen" gesehen: Das habe ihr zeitweise das Fan-Dasein "etwas vermiest". Die Kopplung zwischen "Fakten und Emotionalität" sei schwierig.
spox.com

Lese-Tipp: Über Bodycams als das nächste große Ding bei Fußball-Übertragungen.

Lese-Tipp: "Ausgefallene Gimmicks" könnten den Fußball in die Zukunft führen, analysiert der "Spiegel". Sportökonom Christoph Breuer sieht vor allem in Bodycams Potenzial, auch wenn diese Neuerung bei manchen Trainern und Spielern bisher auf wenig Begeisterung stößt. "Man wird die Revolution nicht stoppen können", sagt einer der Gründer von Mindfly – einem israelischen Startup, das die Kameras entwickelt.
spiegel.de (Paid)

Zitat: Martina Voss-Tecklenburg hält nichts von Equal Pay.

"Wir haben gesagt, wir wollen erst mal 'Equal Play' haben."

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg widerspricht im Bayern-1-Interview dem Vorschlag von Olaf Scholz, Equal Pay im Fußball einzuführen. Ihr gehe es vielmehr um "Talent-Gerechtigkeit", also dass alle Mädchen Fußball spielen können: "Mein erster Ansatz wäre, dass wir alle Bundesligaspielerinnen zu Profis machen können, heißt Grundgehälter in der Liga."
br.de

Zitat: Im Social Media werden Meinungen diskreditiert, findet Steffen Baumgart.

"Da wird im Netz verfälscht, anonym beleidigt und gepöbelt. Dann sollte man sich aber auch nicht darüber wundern, wenn die viel beschworenen Typen immer leiser werden und keine Lust mehr haben, sich solchen Attacken auszusetzen."

Steffen Baumgart, Trainer des 1. FC Köln, macht im RND-Interview für die Debatten um angeblich fehlende Typen im Fußball vor allem sozialen Medien verantwortlich. Es gehe nur noch darum, Meinungen zu diskreditieren.
rnd.de (Paid), sueddeutsche.de

NDR und Das Erste senden Trauerfeier für Uwe Seeler.

Nachspielzeit: Der NDR und Das Erste übertragen kommenden Mittwoch live die Trauerfeier für den mit 85 Jahren verstorbenen Nationalfußballer Uwe Seeler aus dem Hamburger Volksparkstadion. Der NDR steigt schon um 13.30 Uhr ein, Das Erste gegen 14 Uhr. Kommentator ist Alexander Bleick, die Moderation übernehmen Julia-Niharika Sen und Alexander Bommes.
presseportal.de, turi2.de (Background)

Kooperation: Dazn überträgt ab sofort auch den Sport1-“Doppelpass”.

Doppelt gemoppelt: Der Streaming-Dienst Dazn und der Free-TV-Sender Sport1 schließen einen Distributions-Deal über den Fußball-Talk Doppelpass. Ab sofort läuft die sonntägliche Sendung parallel zur Ausstrahlung bei Sport1 auch auf Dazn als Live-Stream. Die Sendung sei "eine gute Vorbereitung" auf die Sonntagsspiele der Bundesliga, die auf Dazn laufen.
dwdl.de

Debatte: Steffi Jones fordert eigenständige Vermarktung für den Frauen-Fußball.

Futterneid: Mit einer Frauen­quote im Fußball "ist es nicht allein getan", sagt die frühere National­spielerin- und trainerin Steffi Jones im "FAZ"-Interview. Der DFB spreche zwar von Diversität, doch schaut man sich die Geschäfts­führung an, sieht das "für mich nicht nach Commitment für Diversität aus". Ein Schritt in die richtige Richtung wäre etwa, die Frauen­ligen eigenständig zu vermarkten. Jedoch fürchte der Männer­fußball "dass man ihm etwas von seinem Kuchen wegnimmmt".
faz.net (Paid)

Fast 18 Mio Menschen schauen EM-Finale der Frauen.

Siegerinnen der Herzen: Knapp 18 Mio Zuschauerinnen haben sich am Sonntagabend das EM-Finale der Frauen-Nationalmannschaft gegen England im Ersten angeschaut – der höchste Wert, den die AGF je für den Frauen-Fußball gemessen hat. 2013, als die deutschen Frauen zuletzt Europameisterinnen wurden, haben weniger als 9 Mio Menschen vor dem Fernseher mitgefiebert.
dwdl.de, turi2.de (Background)

Deutsche Frauen ernten Begeisterung trotz verlorenem Fußball-EM-Finale.


Knapp verpasst: Die deutsche Frauen-Fußball-Nationalmannschaft belegt bei der Europameisterschaft den zweiten Platz. Sie unterliegt im Finalspiel gegen England mit 1:2 nach Verlängerung. Die beiden Siegtore schießen Ella Toone (62. Minute) und Chloe Kelly (111.). Für die Deutschen trifft Lina Magull (79.). Die englischen Gastgeberinnen werden damit zum ersten Mal Europameisterinnen. Die deutschen Reaktionen auf das Spiel fallen dennoch positiv aus.

Die ARD hatte für die Übertragung des Spiels den "Tatort" ausfallen lassen und die "Tagesschau" verschoben. Mit Blick auf die Reaktionen der deutschen Medien hat sich das trotz der Niederlage gelohnt. Die "Bild" bezeichnet es als "ein very tolles Fan-Finale" und Marc Heinrich lobt in der "FAZ": "Diese EM besaß bis zum feierlichen Schlusspunkt in Wembley Klasse und Stil." Zeit Online und der "Stern" prognostizieren nun den Durchbruch des Frauenfußballs – und loben vor allem die gestiegene Qualität.

Auf Twitter gratuliert unter anderem Bundeskanzler Olaf Scholz den Fußballerinen für "die Weltklasse-Leistung in einem engen Spiel". Es sei ein mitreißendes Turnier gewesen und: "Ganz Deutschland ist stolz auf dieses Team!"
tagesschau.de, bild.de, faz.net, zeit.de, stern.de, twitter.com

Vor dem Finale herrscht Begeisterung über die Frauenfußball-EM 2022.


Final-Feier: Der Durchbruch des Frauenfußballs ist schon öfter prophezeit worden, aber diesmal ist die Chance wirklich da, prophezeit Jens Kirschnek für die diesjährige Frauen-Fußball-WM 2022, bei der die deutschen Spielerinnen im Finale gegen England antreten. Während der Hype bei der WM 2011 in Deutschland noch etwas Künstliches gehabt habe, "befeuert von peinlichen Marketingmaßnahmen des Verbandes und einer Gängelung der Spielerinnen", wirke die Euphorie diesmal echt. In den Medien ist sie deutlich zu spüren.

Die "Welt" titelt bereits: "Wir werden Europameisterin" und lobt vor allem die Arbeit von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Die "FAZ" porträtiert sie mit vier Spielerinnen als die "Fab Five", die alle mitreißen. "Focus" begleitet das Finale mit einem Live-Ticker. Der Männer-Bundestrainer Hansi Flick, sagt, dieser Fußball "macht einfach Spaß". Und auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff betont im Interview mit der "Bild am Sonntag", die Begeisterung sei "absolut echt". Die Spielerinnen und Trainerinnen hätten im richtigen Moment gezeigt, "zu was sie fähig sind und wie attraktiv Frauenfußball sein kann".

Kirschnek hofft, dass die Frauen diese Chance nutzen: "Es wäre ein Frevel, wenn nicht gleich nächste Woche eine Task Force aus Spielerinnen, Klubs und dem DFB zusammenkäme, um zu überlegen, wie sich dieser englische Sommer vergolden lässt."
11freunde.de (Paid), "WamS", S. 25, faz.net, sportbuzzer.de, bild.de

Basta: Alexandra Popp kommt mit angeklebtem Bart zur Pressekonferenz.

Witz hat einen Bart: Nationalelf-Kapitänin Alexandra Popp erscheint mit einem angeklebten Schnäuzer zur Pressekonferenz und spielt damit auf einen Beitrag der Satire-Seite "Postillon" an, die zuvor getitelt hatte: "Flick nominiert Newcomer Alexander Papp für Nationalmannschaft." Bleibt zu hoffen, dass sich Popps maskulines Auftreten nicht aufs Finalspiel auswirkt – die Fußball-Männer hatten bei internationalen Turnieren ja zuletzt kein glückliches Händchen bewiesen.
welt.de, sportschau.de (2-Min-Clip), twitter.com

DFB schafft den Claim “Die Mannschaft” ab.


Entmannt: Der DFB streicht den Markennamen "Die Mannschaft" für die Nationalelf der Männer. Das haben der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung am Donnerstag einstimmig beschlossen. DFB-Aufsichtsratsvorsitzender Alexander Wehrle sagt, nicht nur die Meinungen der Fans gehen auseinander, auch die innerhalb des Verbands. Das sei ein deutliches Zeichen für die Polarisierung des Namens, "hinter dem sich doch eigentlich alle versammeln sollen". DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagt, "Die Mannschaft" habe einen hohen Bekanntheitsgrad und finde besonders im Ausland Anerkennung. Bedeutender als der Name sei aber ohnehin das Auftreten der Nationalmannschaft. In einer repräsentativen Umfrage unter Anhängerinnen und Kundinnen der Bundesliga, haben sich 78,4 % für eine Abschaffung des Claims ausgesprochen.

Für RND-Sport-Chef Heiko Ostendorp ist die Abschaffung des Namens eine "längst überfällige Entscheidung". Der Claim stand "eher für Arroganz und Abgehobenheit". Neuendorf zeige, "dass er bereit ist, durchzugreifen und Fehler der Vergangenheit zu korrigieren". Raphael Brinkert, Chef der Sport-Agentur BrinkertLück, schreibt auf Twitter, er begrüße die Abschaffung des Namens "von Herzen". BrinkertLück ist seit Mai Leadagentur für die DFB-Produktwelt Adler & Akademie, zu der auch "Die Mannschaft" gehört. (Foto: Markus Gilliar / GES / Picture Alliance)
dfb.de, welt.de, n-tv.de, sport buzzer.de (Ostendorp), turi2.de (Background)

Sky verpflichtet Ex-Nationalspielerinnen Tabea Kemme und Julia Simic.

Sky holt die beiden ehemaligen Fußball-National­spielerinnen Tabea Kemme (Foto) und Julia Simic in die Experten­runde des Bundes­liga-Topspiels am Samstag­abend. Die Frauen werden die Spiele der kommenden Saison im Wechsel an der Seite von Lothar Matthäus und Moderator Sebastian Hellmann kommentieren. Die Bundesliga startet wieder am 5. August.
dwdl.de

DFL gründet eigene Kommission für mehr Nachhaltigkeit.

Auf dem grünen Rasen: Die Deutsche Fußball Liga ruft eine Kommission für Nachhaltigkeit ins Leben, kündigt DFL-Geschäfts­führerin Donata Hopfen an. Vertreter aus den Clubs der Bundesliga und 2. Liga werden sich "mit Themen aus den Bereichen ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit" auseinandersetzen. Zudem soll es Tagungen einer neuen "Vollversammlung Nachhaltigkeit" mit Fachleuten aus allen 36 Clubs und der DFL geben.
dfl.de, sportschau.de

Homophobes Banner: HSV droht Fans mit Konsequenzen.

Provokantes Plakat: Der Hamburger SV will gegen Stadion-Zuschauer vorgehen, die während eines Heimspiels am Sonntag ein homophobes Banner gezeigt haben. In den kommenden Tagen wolle man dazu "alle relevanten Videoaufnahmen sichten und klar identifizierbare Personen zu einem Stadionverbotsgespräch vorladen", lässt der Fußball-Verein wissen. Auf dem Spruchband war "Ganz MV ist schwul, besonders der Hansa Hool" zu lesen – platziert unter einem Gedenkbanner für Uwe Seeler.
t-online.de, queer.de (Background)

Zitat: Fußball befindet sich durch den Konkurrenzkampf der Streaming-Dienste in einem Umbruch, findet Ronald Reng.

"Das Gefühl ist da, dass der Fußball in Deutschland an Grenzen stößt, vor allem bei der Refinanzierbarkeit der Fernsehrechte."

Sportjournalist Ronald Reng kritisiert im "FAZ"-Interview, dass verschiedene Streaming-Anbieter sich die Rechte an Fußballspielen teilen und die Abo-Gebühren steigen. Der Kampf der verschiedenen Dienstleister führe dazu, dass Fußball sich in einer Umbruchphase befindet.
zeitung.faz.net (Paid)

Video-Tipp: Fußballerinnen berichten bei NDR und “SZ” über Sexismus im Sport.

Video-Tipp: Fußballerinnen sind regelmäßig mit sexistischen Kommentaren und struktureller Benachteiligung konfrontiert, zeigt eine Recherche von NDR und "Süddeutscher Zeitung". National­spielerin Almuth Schult berichtet beispielsweise von einem Mannschafts­arzt, der anzügliche Bemerkungen über Spielerinnen gemacht hat. Außerdem werde sie in Interviews immer wieder auf ihre Sexualität angesprochen.
ndr.de (8-Min-Video), sueddeutsche.de (Paid)

Kult-Kicker Uwe Seeler, 85, ist tot.

Uwe Seeler, 85, ist tot. Der frühere Fußball-Nationalspieler ist im Kreise seiner Familie gestorben, meldet "Bild". Seeler gilt als bedeutendster Spieler des HSV aller Zeiten. Er war mit dem Verein Deutscher Meister und Pokalsieger. 1966 wurde er mit der Nationalelf Vize-Weltmeister, 1970 Dritter. Zuletzt hatte Seeler mehrere Unfälle, von denen er sich nicht wieder richtig erholte.
bild.de

JvM/Sports wird Leadagentur für die DFB-Markenkommunikation.

JvM/Sports ist die neue Leadagentur für die Markenkommunikation der DFB-Produktwelt "Deutscher Fußball". Dazu gehören der DFB-Pokal, die dritte Liga, die Futsal-Bundesliga und die Plattform fussball.de. Die Agentur gestaltet die Strategie der Marken mit und verantwortet ihre Konzeption und Kreation. Zuvor hat sie bereits Kampagnen für den DFB-Pokal betreut.
dfb.de

NDR und “Süddeutsche” berichten über Belästigung und Sexismus im Frauenfußball.

Grenzüberschreitung: Der NDR und die "Süddeutsche Zeitung" dokumentieren sexuelle Übergriffe, Belästigungen und Beleidigungen im Frauenfußball – im Amateur- und Profi-Bereich. O-Ton-Geberinnen sind u.a, die Nationaltorhüterin Almuth Schult und die frühere National-Spielerin Tabea Kemme. Sie beklagen neben respektlosen Sprüchen auch ungewollte Berührungen und schlechtere Trainings-Bedingungen als bei den Männern. Heike Ullrich, Generalsekretärin des DFB, sagt, jeder Vorfall "ist einer zu viel". Sexismus ist für sie aber kein spezifisches Fußball-Problem, sondern betreffe die gesamte Gesellschaft.
presseportal.de, ndr.de, sueddeutsche.de (Paid)

“Handelsblatt”: DFL prüft einen Teilverkauf der TV-Rechte an der Bundesliga.

Neues Geld muss her: Die DFL denkt über einen Teilverkauf der Bundesliga-TV-Rechte an einen Investor nach, berichten Hans-Jürgen Jakobs und Arno Schütze im "Handelsblatt". Demnach bereite die DFL einen Auktionsprozess vor, bei dem Bietende 20 % an einer Sportrechte-Vermarktungstochter erwerben könnten. Drei bis vier Mrd Euro würde das der DFL einbringen, das neue Unternehmen könnte Insidern zufolge auf eine Bewertung von 15 bis 18 Mrd Euro kommen.
handelsblatt.com (Paid)

Debatte: Öffentlich-rechtlicher Hype um Frauenfußball ist scheinheilig, findet Joachim Huber.

Heiligen-Schein: "Es hat schon etwas Scheinheiliges, wie die Moderatoren und Verantwortlichen der öffentlich-rechtlichen Sender die Großartigkeit des Fußballs der Frauen beschwören", schreibt Joachim Huber im "Tagesspiegel". Im Rest des Fernsehjahres werde dieser Sport "so attraktiv gehalten wie eine Doku über dänische Madonnenmalerei". Dabei gebe es "erstaunliche Unterschiede" bei Frauen- und Männerfußball im TV: Spielerinnen und Expertinnen verzichteten sehr viel mehr auf Floskeln und wirken konzentrierter und klüger.
tagesspiegel.de

Sky und Dazn vermarkten Bundesliga-Angebote gemeinsam.

Fußball-Bündel: Die Pay-TV-Anbieter Sky und Dazn vermarkten ihre Fußball-Pakete aus einer Hand. Für 39 Euro im Monat bekommen Fans Zugang zu allen Bundesliga-Samstags­spielen sowie allen Zweit­liga-Partien bei Sky und den Freitags- und Sonntags­spielen sowie der Champions League bei Dazn. Beim Jahres-Abo liegt die Ersparnis nach eigenen Angaben bei 156 Euro im Vergleich zu den Standard­preisen.
presseportal.de

Stiebel Eltron wird Premiumpartner von Borussia Dortmund.

Werden miteinander warm: Der Heizungshersteller Stiebel Eltron ist neuer Premiumpartner des Bundesligisten Borussia Dortmund. Das Sponsoring-Paket umfasst Bandenwerbung sowie weitere Marketing-Maßnahmen. Darüber hinaus wird Stiebel Eltron auch Nachhaltigkeitspartner des Fußballclubs und soll nach ersten Konzepten dessen Liegenschaften mit Wärmepumpen versorgen.
si-shk.de, bvb.de