Zahl des Tages: Italien gewinnt das EM-Auftaktspiel gegen die Türkei mit 3:0.

Zahl des Tages: Mit starken 3 Toren gewinnt die italienische Elf das EM-Auftaktspiel zu null gegen die Türkei. Der erste Treffer geht allerdings aufs Konto der Türken: Verteidiger Merih Demiral sorgt per Eigentor für die Führung der Squadra Azzurra. Ciro Immobile und Lorenzo Insigne machen in der 66. und 79. Minute den Sack zu.
sportschau.de

Bild des Tages: Totenköpfe zieren EM-Austragungsort.

Bunter Tod: Ein Mann mit Handy am Ohr spaziert vor einem bunten Kunstwerk aus Totenköpfen in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Das Bild in Regenbogenfarben steht in der Nähe des Kulturzentrums Heydar Aliyev. Ob das Werk auf die bevorstehende Fußball-EM anspielt? Die Uefa erntet seit der Verkündung der EM-Spielstätten immer wieder öffentlich Kritik. Grund dafür ist das autokratische Regime in Aserbaidschan. (Foto: Darko Vojinovi / AP Photo / Picture Alliance)

Zitat: Mirjam Berle hofft, dass beim DFB Ruhe einkehrt.

"Der Konflikt an der Spitze hat es schier unmöglich gemacht, mit wichtigen Anliegen des DFB durchzudringen, wie zum Beispiel Jugend- und Amateurfußball, Nachhaltigkeit, Vielfalt, Integration oder Nachwuchsförderung."

Die abgetretene DFB-Kommunikations­chefin Mirjam Berle rät dem Verband im Interview mit dem "PR Magazin", nach den internen Reibereien in der Führungsriege, "auch in der Außenwirkung entstandene Gräben zu schließen".
"PR Magazin" 6/2021, S. 28 - 30 (Paid), turi2.de (Background)


Zitat: Esther Sedlaczek glaubt trotz Pandemie an eine schöne EM.

"Wir sind es ja alle gewohnt, dass das Turnier in einem oder zwei Ländern stattfindet und nicht in elf. Es wird sicher ein anderes Gefühl werden."

Esther Sedlaczek, neue "Sportschau Club"-Moderatorin, sagt im "RND"-Interview über die EM-Austragungen in elf Ländern, dass sie "schon noch erwartet" habe, dass "man sich angesichts der Pandemie doch noch für ein einziges Land entscheidet".
rnd.de, turi2.de (Background)

TV-Tipp: ZDF-Reportage über Homosexualität im Fußball.

TV-Tipp: "Als Profispieler ist man ohnehin einem enormen Druck und der ständigen Öffentlichkeit ausgesetzt. Es braucht viel Selbstbewusstsein für ein Coming-out", sagt Ex-Profi-Fußballer Thomas Hitzlsperger. Eine 37°-Reportage beleuchtet heute um 22.15 Uhr im ZDF die Angst schwuler Fußballer, offen über ihre Sexualität zu sprechen. Der Film "In der Arbeitsfalle – Kein Coming-out im Fußball" versucht nachzuvollziehen, warum Homophobie noch immer ein Problem ist und was die Geheimhaltung mit den Sportlern macht.
zdf.de (29-Min-Video, bereits online), presseportal.de

“Bild”: Schalke verdient 30 Mio Euro mit E-Sports-Verkauf.

Ausverkauf: Schalke 04 macht seine E-Sports-Abteilung zu Geld und verkauft den Startplatz in der League-of-Legends-Liga LEC, berichtet "Bild". Für die "Zocker-Lizenz" kassiere der verschuldete Club 30 Mio Euro, 22 Mio Euro mehr als er einst dafür bezahlt hatte. Die Verträge von sechs Spielern, einem Trainer und einem Analysten liefen planmäßig aus.
bild.de (Paid), turi2.de (Background)

Bayern erlaubt bei der Fußball-EM in München 14.000 Fans im Stadion.


Von Söders Gnaden: Bayern erlaubt kurz vor dem Auftakt der Fußball-EM am 15. Juni 14.000 Fans pro Spiel in der Allianz-Arena in München. Die erlaubte Fan-Anzahl entspricht einer Stadionauslastung von 20 %, üblicherweise finden 70.000 Fans in der Arena Platz. Voraussetzung für den Einlass ins Stadion ist ein negativer Corona-Test, zudem müssen alle Zuschauerinnen eine Maske tragen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bezeichnet die Europameisterschaft auf einer Pressekonferenz als "Sondersituation". Er sieht die EM-Spiele in München als "Pilot- und ein Probelauf" für den Profi-Sport in Deutschland.

In Deutschland sind die drei Gruppenspiele der Nationalelf gegen Frankreich, Portugal und Ungarn sowie ein Viertelfinale geplant. Die Uefa hatte an deutschen Spielorten zuletzt mindestens 14.500 Fans gefordert. Andere Länder erlauben teilweise mehr Zuschauerinnen: Die Stadien in Amsterdam und Madrid dürfen jeweils ein Drittel der Plätze besetzen.
spiegel.de, br.de, turi2.de (Background)

DFB-Präsidenten-Streit: Peter Peters ärgert sich über “Spiegel”-Interview von Rainer Koch.

Nächste Runde im DFB-Machtkampf: DFB-Funktionär Peter Peters (auf dem Foto rechts) ist "überrascht und enttäuscht" über ein Interview, das sein DFB-Kollege Rainer Koch (links) "ohne Vorwarnung" dem "Spiegel" gegeben hat. Beide führen den Deutschen Fußballbund seit dem Rücktritt von Fritz Keller interimsmäßig. Im "Bild"-Interview sagt Peters, die Inhalte und dort geäußerten Meinungen von Koch seien nicht mit ihm abgestimmt gewesen: "Als Doppelspitze geht man so nicht miteinander um." Koch hatte in dem "Spiegel"-Interview u.a. von einer "knallharten Auseinandersetzung in der Sache" gesprochen, der von Medien beschriebene "personelle Machtkampf" sei in Wirklichkeit nur Kulisse. Tatsächlich gehe es u.a. um die Frage, "welche Rechte der gemeinnützige Basisfußball im DFB hat und was die Landesverbände noch zu sagen haben", so Koch. Peters kontert in der "Bild": "Wir müssen die vielen Aufgaben gemeinsam lösen, statt uns knallhart auseinanderzusetzen."

Dass die "Verschwörungstheorie", die DFL plane die Machtübernahme beim DFB, "immer wieder auf den Tisch gebracht wird", bezeichnet Peters als "nicht fair und unwahr". Ein Neuanfang beim DFB sei nur in einem Miteinander möglich: "In der tiefsten Krise des DFB darf es nicht um eigene Pfründe und Profilierung gehen." Peters sitzt als Vertreter der Deutschen Fußball Liga im DFB-Präsidium, Koch als Vertreter der Amateurvereine.
bild.de, spiegel.de (Koch-Interview, Paid), turi2.de (Background), Foto: picture alliance, Sven Simon, Thomas Boecker, DFB

Immer mehr Sport-Übertragungen werden nicht mehr vor Ort kommentiert.

FussballSportjournalismus: Der Trend, Sportevents immer öfter aus weit entfernten Studios oder kleinen Kommentatorenboxen begleiten zu lassen, war schon seit Jahren vor der Corona-Pandemie erkennbar, schreibt Manuel Weis bei DWDL. Gestiegene Rechtekosten setzen die Anbieter unter Druck und erfordern "cleveres Wirtschaften". Fußball-Kommentator Marcel Reif bedauert diese Entwicklung, ein nicht direkt aus dem Stadion begleitetes Spiel verenge den Blick auf das Geschehene. Dazn-Reporter Uli Hebel sieht hingegen in der gut funktionierenden Technik den größten Vorteil des Kommentierens aus der heimischen Redaktion.
dwdl.de

Karl-Heinz Rummenigge gibt Bayern-Vorstandsvorsitz früher ab.

Hat es eilig: Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge gibt seinen Posten schon zum 30. Juni ab. Sein Nachfolger Oliver Kahn wird damit ein halbes Jahr früher Vorstandsvorsitzender als eigentlich geplant. Rummenigge spricht vom "strategisch sinnvollsten und logischen Zeitpunkt" für seinen Rückzug, da das Geschäftsjahr beendet werde und ein neues Trainer-Team seine Arbeit beginne.
faz.net

Zitat: Jogi Löw spricht über die emotionale Last seines Amtes als Nationaltrainer.

"Nach dem Turnier war ich nicht weit weg von einer depressiven Verstimmung. Nach jedem Turnier ist da eine Leere."

Fußball-Nationaltrainer Jogi Löw spricht im "Zeit"-Interview über sein Gefühlsleben und den WM-Sieg 2014. Der 61-Jährige liege manchmal nachts wach, nachdem er Spieler aus dem Kader ausgeschlossen habe. Er sehne sich des Öfteren nach Anonymität und habe gelegentlich Probleme, seinen "Panzer im privaten Leben einfach abzulegen".
"Zeit" 23/2021 (Paid), presseportal.de

Video-Tipp: DFB startet Online-Kampagne für Frauenfußball.

Video-Tipp: Der DFB launcht die Kampagne "Fußball, die (feminin)", um die Position des Mädchen- und Frauenfußballs zu stärken. Den Auftakt macht ein einminütiger Spot, der auch während des Pokalfinales der Frauen zu sehen war. Weitere Inhalte spielen vor allem die Social-Media-Accounts des Verbandes aus. Zudem hat die DFB-Website eine neue Landing-Page, auf der alle Frauenfußball-Inhalte gebündelt sind. DFB-Leadagentur Strichpunkt verantwortet die Kampagne gemeinsam mit Kreativstudio GWW und Digitalagentur Loop.
sport1.de, vimeo.com (54-Sek-Video)

Kommunikationschefin Mirjam Berle verlässt den DFB.

DFB und Kommunikationschefin Mirjam Berle, 46, gehen getrennte Wege. Berle verlässt den Verband nach gut acht Monaten wenige Tage vor Start der Fußball-EM, teilt sie auf LinkedIn mit. Es verwundere sie kaum, dass ihr Weggang per "Durchstecherei publik wurde". Mirjam Berle nennt als Grund "unterschiedliche Auffassungen zur weiteren strategischen Entwicklung und Neuausrichtung der Öffentlichkeitsarbeit des DFB" und will sich "neuen beruflichen Möglichkeiten zuwenden".
pressesprecher.com, linkedin.com (Statement Berle)

Zahl des Tages: 69 Bundesliga-Spieler haben sich in der vergangenen Saison mit Corona infiziert.

FussballZahl des Tages: Sportliche 69 Bundesliga-Spieler haben sich in der abgelaufenen Saison 2020/21 mit dem Coronavirus angesteckt, berichtet Deutschlandfunk. Das sind 13 % aller Spieler. Obwohl Sportmedizinerinnen in diesem Fall eine zweiwöchige Pause empfehlen, hätten sechs Vereine zwölf der infizierten Spieler, also fast jeden Fünften, früher wieder eingesetzt.
twitter.com, deutschlandfunk.de

Meinung: Christian Seifert wird Amateurfußball wohl nicht “kaputt machen”.

Sporthelfer: "Manche im Interessensdickicht rund um den seit Monaten tobenden Machtkampf an der deutschen Fußball-Spitze brauchen jetzt ein neues Narrativ", kommentiert Claudio Catuogno das neue Ehrenamt von Noch-DFL-Chef Christian Seifert bei der Deutschen Sporthilfe als Chef des Aufsichtsrats. Kritikerinnen hatten ihn schon ins Private Equity wechseln sehen. Auch in einem zusätzlichen Job würde Seifert künftig aber wohl kaum "den Amateurfußball kaputt" machen, meint Catuogno.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Sport1 experimentiert mit reinem Zweitliga-Talk.

Bewährungsprobe: Der Fußball-Talk "Doppelpass" widmet sich zum Saisonstart zwei Mal komplett der 2. Bundesliga. Damit will der Sender Sport1 das Interesse des Publikums am Fußball-Unterhaus testen. Die 2. Liga startet Ende Juli – drei Wochen früher als der große Bruder – und wartet kommende Saison mit besonders vielen Traditionsklubs auf. Mittendrin statt nur dabei sind dann neu Schalke 04 und Werder Bremen.
twitter.com

Basta: Philipp Köster brilliert als Fußball-Orakel.

Orakelt wie ein Erstligist: Der DSC Arminia Bielefeld hat mit vier Punkten aus den letzten zwei Saisonspielen die Klasse gehalten. Einer, der das schon früher wusste, war Arminia-Fan und "11-Freunde"-Chefredakteur Philipp Köster. Im offiziellen Clubmagazin "Halb Vier" sagt er Ergebnis und Ablauf des Erfolgs exakt voraus und darf sich auf Twitter als Kösteradamus feiern lassen.
twitter.com, arminia.de

Zahl des Tages: BVB-Torhüter Roman Bürki fordert 21.000 Euro von Eurowings.

Zahl des Tages: Dekadente 21.000 Euro Schadenersatz fordert BVB-Torhüter Roman Bürki von Eurowings, Sponsor des Vereins. Die Airline hatte Bürki und seine Partnerin aufgrund einer Überbuchung am Flughafen stehen gelassen. Daraufhin hatte er einen Privatjet von Paderborn nach Mallorca gechartert, um rechtzeitig zur Besichtigung eines Anwesens zu erscheinen.
bild.de

Meinung: Eurosport, Sky und RTL Nitro haben sich bei Bundesliga-Rechten verzockt.

Rasen-Bauchlandung: Discovery hat sich mit dem Einstieg in die Bundesliga verzockt, schreibt Alexander Krei in seiner Analyse zum Ende der Rechte-Periode. Das Rechtepaket war "schlicht zu unattraktiv, um das millionenschwere Investment mit Abonnements refinanzieren zu können". Auch Sky sei die falsche Strategie gefahren, weil hinter der Bezahlschranke kein Mio-Publikum mitfiebert. RTL Nitro habe keine gute Ausbeute mit seinem Recht – der Zusammenfassung der Spiele vom Wochenende am Montag – gemacht.
dwdl.de

Frauen-Initiative fordert 30-%-Quote im deutschen Fußball bis 2024.

FussballZeit, dass sich was dreht: Neun Frauen aus der Fußballwelt, darunter Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus, Ex-Nationalspielerin Katja Kraus und die Moderatorinnen Gaby Papenburg und Claudia Neumann, fordern eine Frauenquote von 30 % in deutschen Fußball-Vereinen und -Verbänden bis 2024. Mit ihrer Intitiative "Fußball kann mehr" wollen sie zudem Gehaltstransparenz und Sanktionsmechanismen gegen Sexismus erstreiten. Sie hatten im Vorfeld auch den DFB kontaktiert, aus dessen Reihen jedoch niemand öffentliche Unterstützung bekunden wollte. Steinhaus sei im Verband geraten worden, "sich doch sehr genau zu überlegen, ob sie Teil einer solchen Initiative sein will", sagt Katja Kraus der "Zeit". Die Ex-HSV-Vorständin und derzeitige Geschäftsführerin der Agentur Jung von Matt Sports schließt eine Kandidatur als DFB-Präsidentin nicht aus. Zwar hege sie keine Ambitionen auf ein Amt, aber "eine Forderung nach Veränderung ist auch eine Verpflichtung, Verantwortung zu übernehmen".
presseportal.de, "Zeit" 21/2021 (Interview Kraus und Papenburg)

Union Berlin kann zum Saisonfinale vor Publikum spielen.

Pilotprojekt: Union Berlin darf das Saisonfinale am Samstag gegen Leipzig vor 2.000 Zuschauerinnen bestreiten. Der Berliner Senat hat einem Antrag des Hauptstadt-Clubs stattgegeben, vorausgesetzt die 7-Tages-Inzidenz liegt fünf Tage in Folge unter 100. Der Verein bestimmt über ein Losverfahren, welche Dauerkartenbesitzerinnen ins Stadion kommen können. Sie müssen einen negativen Schnelltest, eine Impfung oder eine überstandene Infektion vorweisen.
bild.de

Rücktritt von DFB-Präsident Fritz Keller ist offiziell.

Verweist sich vom Platz: DFB-Präsident Fritz Keller legt sein Amt wie angekündigt nieder. In einer Erklärung teilt er mit, dass er die Verantwortung für seinen Nazi-Vergleich übernehme, seine "Entgleisung" nennt er einen "traurigen Tiefpunkt der desolaten Führungssituation des DFB". Sein Fehlverhalten wäre in einem Umfeld erfolgt, das für den DFB "beschämend" sei. Keller schreibt auch, dass sein Rücktritt die Probleme innerhalb der DFB nicht lösen werde. Kellers Rücktrittserklärung wurde bereits vergangene Woche erwartet.
sueddeutsche.de, dfb.de (Erklärung Fritz Keller), turi2.de (Background)

Zitat: Thomas Hitzlsperger hofft, dass Stadion-Bedenken bei Fans bald weichen.

"Mir ist sehr wohl bewusst, dass wir nicht einfach von einer Rückkehr ausgehen können. Wir sind gefordert, auf die Bedürfnisse der Fans einzugehen."

Thomas Hitzlsperger, Ex-Profifußballer und Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart, fehlt während der Corona-Pandemie die Stadion-Stimmung, sagt er im "Sponsors"-Interview. Er hofft, dass bei den Fans nach der Pandemie die Bedenken weichen.
sponsors.de

DFB-Sportgericht: Urteil gegen Präsident Fritz Keller verzögert sich.

Verschoben: Die Ethikkammer des DFB-Sportgerichts will ihr Urteil im Fall Fritz Keller erst Mitte nächster Woche bekanntgeben. Eigentlich war der Abschluss der Verhandlung für kommenden Montag erwartet worden, der DFB-Präsident hat bereits seinen Rücktritt angekündigt. Keller hatte seinen Stellvertreter Rainer Koch mit dem Nazi-Richter Roland Freisler verglichen.
faz.net, br.de, turi2.de (Background)

Dennis Aogo wünscht sich Akzeptanz, wenn jemand Fehler eingesteht.

Entschuldigung angenommen: Ex-Nationalspieler Dennis Aogo hält den ehemaligen Torwart Jens Lehmann nicht für einen Rassisten, sagt er im "Spiegel"-Interview. Er sei im ersten Moment von "emotional sehr berührt" von Lehmanns diskriminierender WhatsApp-Nachricht gewesen und hat seine Entschuldigung mittlerweile angenommen. In einem Shitstorm müsse man Debatten zulassen, "aber dann bitte auch akzeptieren, wenn jemand seinen Fehler eingesteht", sagt Aogo.
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

Premier League schließt TV-Vertrag über 5,5 Mrd Euro pro Jahr ab.

Fußball: Die englische Premier League schließt für die Jahre 2022 bis 2025 einen TV-Vertrag über umgerechnet rund 5,5 Mrd Euro pro Jahr mit Sky Sports, BT Sport, Amazon Prime Video und BBC Sport ab. Die britische Regierung hat die sonst üblichen Neu-Ausschreibung der Fernseh-Rechte ausgesetzt und einer Vertragsverlängerung zugestimmt. Im Falle einer Neu-Vergabe hatten Expertinnen einen Einnahme-Einbruch bis zu 1,05 Mrd Euro vorausgesagt.
kicker.de

Fall Metzelder: Zeugin bekam “das Grauenhafteste, was es gibt” geschickt.

Fall Metzelder: Zeugin Marie B. (Name geändert) sagt im "stern TV"-Interview, Christoph Metzelder habe ihr – ihrem Empfinden nach – "das Grauenhafteste, was es gibt" geschickt. Die 42-Jährige habe mit Metzelder zunächst über "Gott und die Welt" gechattet, bevor der Ex-Fußballprofi ihr pädophiles Material weiterleitete. Bereits einen Tag später sei sie zur Polizei gegangen und habe den Chatverlauf Beamtinnen übergeben. Christoph Metzelder wurde jüngst aufgrund "der Verschaffung und Weiterleitung von 18 kinder- und jugend­pornografischen Dateien" zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
youtube.com (11-Min-Interview), presseportal.de, turi2.de (Background)

“stern TV” interviewt Zeugin im Fall Metzelder.

stern TV thematisiert heute Abend ab 22.30 Uhr auf RTL den Fall Christoph Metzelder. Die Zeugin, die den Prozess angestoßen hat und ihr Anwalt sprechen mit Moderator Steffen Hallaschka erstmalig im Fernsehen über das Verfahren. Metzelder war im April im Prozess um den Besitz von kinderpornografischem Material zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.
presseportal.de, turi2.de (Background)

DFB-Chef Fritz Keller erklärt sich zum Rücktritt bereit.


Im Abseits: DFB-Chef Fritz Keller (Foto) erklärt sich zum Rücktritt bereit, teilt der Verband mit. Der DFB stelle damit "die Weichen für eine Neuausrichtung". Keller will sein Amt kommenden Montag nach der Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht zur Verfügung stellen. Er habe sich "aus eigener freier Entscheidung in Verantwortung des Amtes als Präsident" zu diesem Schritt entschieden – zuvor hatten die DFB-Landesverbände Keller aber aufgrund eines Nazi-Vergleichs zum Rücktritt gedrängt.

Auch der Vertrag von Generalsekretär Friedrich Curtius soll aufgelöst werden, Vizepräsident Rainer Koch will nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Koch und der zweite Vizepräsident Peter Peters sollen den DFB aber bis zu den Neuwahlen als Interims-Chefs führen. Heike Ullrich, stellvertretende Generalsekretärin, übernimmt kommissarisch die Aufgaben von Curtius.
dfb.de, spiegel.de, faz.net, turi2.de (Background)

Oliver Wurm legt 4. Ausgabe von “Mehr als ein Spiel” an den Kiosk.

Mehr als ein Spiel: Oliver Wurm legt ab Mittwoch die vierte Ausgabe seines Fußball-Magazins an den Kiosk. Das 7 Euro teure Heft kommt mit einem Wendecover, das Bayern- und Schalke-Fans glücklich machen soll und beschäftigt sich auf 90 Seiten mit dem "irrsten Saisonfinale der Bundesliga": 2001 war Schalke vier Minuten und 38 Sekunden lang deutscher Meister, bevor die Schale doch nach München ging.
fussballgold.de, youtube.com (1:22-Min-Trailer zum Heft)

“Wirtschaftswoche”: Adidas fordert den DFB auf, seinen Machtkampf in den Griff zu kriegen.


Causa Keller: Adidas fordert den DFB im Machtkampf zwischen Präsident Fritz Keller und seinem Generalsekretär Friedrich Curtius auf, die Krise an der Verbandsspitze schnell zu lösen, schreibt die "Wirtschaftswoche". Das sei der DFB den "Spielern und Spielerinnen und Partnern schuldig", teilt Adidas der "Wirtschaftswoche" in einem Statement mit. Die "internen Führungsquerelen" würden demnach "kein gutes Licht" auf den DFB werfen. Der Ausrüster-Vertrag zwischen dem Sportartikel-Hersteller Adidas und dem DFB läuft noch bis 2026. Die Partnerschaft besteht seit mehr als 60 Jahren, Adidas zahlt als Ausrüster jährlich 50 Mio Euro.

Auch Sponsor Volkswagen hatte beim DFB bereits am Wochenende ein persönliches Gespräch sowie eine schnelle Klärung gefordert. Vergangene Woche hatten die Landesverbände eine außerordentliche Vorstandssitzung im Fall Fritz Keller beantragt, nachdem er seinen Stellvertreter Rainer Koch in einer internen Sitzung mit dem Nazi-Richter Roland Freisler verglichen hatte. Keller hatte daraufhin Koch vergeblich Entschuldigung gebeten und seinen Rücktritt abgelehnt.
wiwo.de (Paid), deutschlandfunk.de, turi2.de (Background)

“Bild am Sonntag”: Ballack wird EM-Experte bei MagentaTV.

Fußball-EM: Die Telekom holt Ex-Nationalspieler Michael Ballack als Experten für das Turnier ab dem 11. Juni zu MagentaTV, meldet die "Bild am Sonntag". Er wird demnach neben Johannes B. Kerner vor der Kamera stehen. Für den US-Sender ESPN, stellenweise auch für RTL oder Sky, war Ballack schon als Experte aktiv. MagentaTV wird alle 51 EM-Spiele zeigen.
bild.de via dwdl.de, turi2.de (Background)

Grüne wollen Boris Palmer aus der Partei ausschließen.

Genug ist genug: Die Grünen in Baden-Württemberg haben ein Parteiausschlussverfahren gegen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer in Gang gesetzt. Beim Landesparteitag haben 161 Delegierte für ein solches Verfahren gestimmt, 44 dagegen, acht haben sich enthalten. Auf Facebook hatte Palmer am Freitag den Ex-Fußball-Profi Dennis Aogo als "schlimmen Rassisten" bezeichnet – mit Verweis auf einen nicht-verifizierten Facebook-Kommentar, in dem behauptet worden war, Aogo habe für sich selbst das N-Wort benutzt. Der Post sei ironisch gemeint gewesen, hatte Palmer kurz nach der Veröffentlichung zu Protokoll gegeben. Grünen-Co-Chefin Annalena Baerbock nennt Palmers Äußerungen "rassistisch und abstoßend": Sich nachträglich auf Ironie zu berufen, mache es "nicht ungeschehen". Zuvor hatte Aogo eine offenbar versehentlich an ihn geschickte WhatsApp-Nachricht von Jens Lehmann publik gemacht, in der dieselbe rassistische Beleidigung zu lesen war. Kurz darauf stand wiederum ein Spruch von Aogo in der Kritik, Manchester City trainiere "bis zum Vergasen". Aogo lässt seine Tätigkeit als Fußball-Experte bei Sky daher vorerst ruhen.

In der "Welt am Sonntag" verteidigt Palmer sein Posting, er habe Aogo in Schutz nehmen wollen. Die kursierenden Vorwürfe gegen Aogo habe er bewusst "absurd übersteigert". Mit dem Stilmittel der Satire habe er aufzeigen wollen, "wie heutzutage vollkommen haltlose Rassismusvorwürfe wirklich jedem zum Verhängnis werden können". Denunzianten hätten seine Aussagen in die Twitter-Welt gezerrt und den Kontext beseitigt. Er halte es für seine Bürgerpflicht, dem "um sich greifenden Jakobinertum der 'Generation beleidigt' (Caroline Fourest) und dem 'selbstgerechten Lifestylelinken' (Sahra Wagenknecht)" entgegenzustellen.
spiegel.de, tagesschau.de, welt.de (Paid), turi2.de (Background Lehmann), turi2.de (Background Aogo)

DFB-Landesverbände beantragen außerordentliche Vorstandssitzung in der Causa Keller.

DFB: Die Landesverbände beantragen eine außerordentliche Vorstandssitzung in der Causa Fritz Keller, berichtet die "Bild". DFB-Chef Keller, der seinen Stellvertreter Rainer Koch mit Nazi-Richter Roland Freisler verglichen hatte, soll so seines Amtes enthoben werden. Die Präsidenten der Landesverbände hatten ihm bereits zum Rücktritt geraten, Keller ist dem bisher nicht nachgekommen.
bild.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Kai Traemann spricht über die Wichtigkeit des Zuhörens.

Hör-Tipp: Kai Traemann, Host des "Bild"-Fußball-Podcasts Phrasenmäher, erklärt bei "Freitags Franky" mit Frank Behrendt, wie wichtig gutes Zuhören ist: Er will nicht nur bei der Arbeit wissen, was sein Gegenüber umtreibt, sondern braucht auch als Mitarbeiterinnen-Coach bei Springer ein offenes Ohr. Ex-Chef und Namensvetter Kai Diekmann stellt Traemann das Zeugnis aus, es sei ihm "immer egal gewesen, wer unter der Sport-Redaktion Chefredakteur ist".
open.spotify.com (33-Min-Podcast)

Uefa will disziplinarisch gegen Super-League-Rebellen vorgehen.

Super Sanktionen: Die Uefa will disziplinarisch gegen die drei verbleibenden Super-League-Rebellen Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin vorgehen. Alle drei Vereine haben sich bisher nicht offiziell von ihren Neuturnier-Ambitionen verabschiedet. Die Uefa will die Angelegenheit ihren Disziplinargremien übergeben, konkrete Konsequenzen sind noch nicht bekannt.
faz.net, turi2.de (Background)

Sky Sport News wird wieder zum Pay-TV-Sender.


Nur für Vereinsmitglieder: Sky schließt sein öffentliches Sport-Schaufenster und macht seinen frei empfangbaren Sender Sky Sport News nach viereinhalb Jahren wieder zum Pay-TV. Wie "Clap" berichtet, soll der Sender spätestens mit Beginn der Champions-League-Saison ab August nur noch für zahlende Kundinnen empfangbar sein. Die Mitarbeiterinnen seien über die Veränderung bereits informiert worden. 2020 hatte sich der Sender bereits von Doppelmoderationen verabschiedet. Das englische Sky Sport News verschwand schon vor einigen Jahren wieder hinter die Bezahlschranke.

Sky Sport News sendet seit Dezember 2011. Die ersten anderthalb Monate waren frei empfangbar, danach nur noch für Sky-Abonnentinnen. Fünf Jahre nach dem Senderstart machte Sky den Kanal im Dezember 2016 für alle frei empfangbar – auch, um sein Bezahl-Angebot zu bewerben. Das führt zu absurden Formaten wie der Champions Corner, bei der Expertinnen im Free-TV Champions-League-Spiele kommentieren, die nur sie sehen, weil das Bild dazu nur im Pay-TV läuft.
clap-club.de

Dennis Aogo zieht sich nach “Vergasen”-Kommentar bei Sky zurück.

Im Abseits: Ex-Fußball-Profi und Sky-Experte Dennis Aogo lässt seine Tätigkeit beim Sender vorerst ruhen. Grund ist seine am Dienstag geäußerte Einschätzung, Manchester City trainiere "bis zum Vergasen". Aogo hatte am Mittwoch eine Nachricht von Jens Lehmann veröffentlicht, in der dieser ihn als "Quotenschwarzer" bezeichnete. Lehmann verlor daraufhin seinen Aufsichtsratsposten bei Hertha BSC Berlin, Sky und Sport1 wollen ihn nicht mehr als Gast einladen.
dwdl.de, t-online.de, turi2.de (Background Lehmann)

Jens Lehmann verliert Aufsichtsrats-Posten bei Hertha nach rassistischen Äußerungen.

Runter vom Rasen: Fußball-Bundesligist Hertha BSC kündigt den Beratervertrag mit Ex-Torwart Jens Lehmann, er verlässt auch den Aufsichtsrat. Lehmann hat sich in einer WhatsApp diskriminierend über den Schwarzen Ex-Nationalspieler Dennis Aogo geäußert und schickte die Nachricht offenbar versehentlich an ihn. Aogo veröffentlichte sie auf Instagram. Charly Classen, Sportchef von Sky, teilt mit, dass Lehmann nicht mehr als Gast in Sendungen eingeladen wird.
rbb24.de, sport.sky.de

Nordic Entertainment Group investiert 500 Mio Euro in die Bundesliga.

FussballNordische Mäuse: Die Nordic Entertainment Group, führendes Streaming-Unternehmen in Skandinavien, und die DFL-Tochter Bundesliga International schließen einen Deal für neun europäische Märkte. Bis 2029 zahlt Nent laut Sponsors.de 500 Mio Euro für die Medienrechte von mehr als 300 Live-Spielen der Bundesliga und der 2. Bundesliga pro Saison und den deutschen Supercup. Es ist der längste Medienrechtevertrag, den die Nent Group je abgeschlossen hat. Das Unternehmen will die Bundesliga-Inhalte in seinem Sport-Streaming-Angebot Viaplay zeigen.
sponsors.de (Paid)

Nach Nazi-Vergleich: Landesverbände fordern Rücktritt von DFB-Chef Fritz Keller.


Machtkampf: DFB-Chef Fritz Keller (Foto) ist von den Präsidenten der Landes- und Regionalverbände zum Rücktritt aufgefordert worden. Auch Generalsekretär Friedrich Curtius ist das Vertrauen entzogen worden. Vorausgegangen war ein zweigängiger Krisengipfel in Potsdam. Keller hatte seinen Stellvertreter Rainer Koch in einer internen Sitzung mit dem Nazi-Richter Roland Freisler verglichen. Keller hatte daraufhin Koch um Entschuldigung gebeten.

Eine derartige Äußerung sei "völlig inakzeptabel und macht uns fassungslos", heißt es in einem Statement des DFB: Sie werde "auf das Schärfste verurteilt" und sei mit den "Grundsätzen und Werten der Verbände nicht vereinbar". 26 der Amateurvertreterinnen hatten für eine Rücktrittsforderung an Keller gestimmt, neun sind dagegen gewesen. Bisher hat sich Keller nicht zu den Rücktrittsforderungen geäußert. Er und Curtius möchten sich laut der DFB-Mitteilung nicht unmittelbar zu der Abstimmung äußern und haben um Bedenkzeit gebeten. Der Fall liegt inzwischen bei der Ethikkommission des DFB.
dfb.de via zeit.de, tagesschau.de