Zitat: Fußball-EM wird komplett abgesagt, prophezeit Karl Lauterbach.

"Ich glaube, dass die Fußball-EM komplett abgesagt wird, weil wir im März eine Situation haben werden, die in vielen Ländern Europas schlechter sein wird als heute."

SPD-Politiker Karl Lauterbach sagt bei T-Online.de, im Frühjahr könnte es eine Situation geben, "in der kaum jemand überhaupt auf die Idee kommen wird, eine EM auszutragen."
t-online.de

DFL-Boss Seifert fordert, Corona-Regeln “an der Realität” auszurichten.

DFL: Chef Christian Seifert fordert im "FAS"-Interview, alle Maßnahmen "an der Realität" auszurichten. Sich an einem pauschalen Inzidenzwert von 50 zu orientieren, könne "ein Weg ins Nirgendwo sein". Er wünscht sich "eine differenzierte Betrachtung der Infektionen nach Bevölkerungsgruppen". Die Europameisterschaft im Sommer nachzuholen, hält Seifert für machbar. Über seine Zeit nach der DFL sagt Seifert, er habe sich "bislang noch nicht allzu viele Gedanken gemacht".
"FAS", S. 30 (Paid)

Meinung: Homophobie im Fußball gehört ins ARD-Hauptprogramm.

Fehl am Platz? Die ARD verschenkt eine inhaltsstarke "Sportschau"-Diskussionsrunde über Homophobie im Fußball, indem sie sie mitten in der Nacht ausstrahlt, meint Holger Gertz: "In einer besseren Welt käme so was im Hauptprogramm, nirgendwo sonst gehört es hin." Der Autor beschreibt die Runde mit Moderatorin Jessy Wellmer, Thomas Hitzlsperger, Tabea Kemme und Kevin Kühnert als "informativ, nachhaltig, null Gebrüll."
sueddeutsche.de, daserste.de (60-Min-Video)

“Spiegel” und “Süddeutsche Zeitung” finden neue Indizien für gekaufte WM 2006.


Wenig märchenhaft: Bei der Fußball-WM 2006 könnte es einen Deal zwischen dem Schweizer Sportvermarkter CWL und dem DFB gegeben haben, recherchieren "Spiegel" und "Süddeutsche Zeitung" in bislang unbekannten, internen CWL-Dokumente. Die Zeitungen schreiben, CWL habe offenbar Spiele der deutschen Nationalmannschaft und andere Sportevents genutzt, um Bestechungsgelder als legale Ausgaben zu tarnen und an Fifa-Funktionäre zu zahlen – die mitentschieden, ob die WM 2006 nach Deutschland oder Südafrika geht. So habe etwa Joseph Mifsud aus Malta eine Mio Schweizer Franken von der CWL bekommen – auf dem Papier für Beratung und Unterstützung für die "Südeuropa-Rechte an der Eishockey-WM 1998", gezahlt nach der Fußball-WM-Abstimmung der Fifa-Funktionäre.

Der DFB habe dem Kirch-Konzern, zum dem CWL gehörte, fürs "Holen" der WM womöglich bei Benefiz-Fußballevents Werberechte mit deutlichem Nachlass gewährt. Leo Kirch hatte TV-Rechte für 2006 gekauft, der "Spiegel" schätzt, die WM in Deutschland habe ihm rund 250 Mio Schweizer Franken mehr eingebracht, als eine WM in Südafrika es getan hätte. Der DFB hat CWL und der Nachfolgerfirma Infront laut Recherche zum Dank außerdem jahrelang Aufträge "deutlich unter Marktwert" zugeschachert. Sowohl CWL als auch DFB haben sich laut "Spiegel" auf Nachfragen nicht geäußert.
sueddeutsche.de, spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

DFL verteilt TV-Gelder wegen Pandemie-Auswirkungen um, rechnet mit bis zu 2 Mrd Euro Einbußen.


Fair teilen, was zu verteilen bleibt: DFL ändert den Verteilungsschlüssel für die TV-Gelder in den Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25, um die Krisen-Auswirkungen abzufedern. DFL-Chef Christian Seifert, über dessen Zeit bei der DFL die Weichenstellung hinausgeht, stellt das Vier-Säulen-Modell vor: 53 % der Gelder sollen zu gleichen Teilen an alle Klubs gehen – 24,7 Mio Euro an die Klubs der Bundesliga, 6,9 Mio Euro an die Klubs der zweiten Liga. Daneben spielen Leistung mit 42 % und die Nachwuchsarbeit mit 3 % eine Rolle bei der Gelder-Verteilung. Erstmals wird außerdem das Interesse am jeweiligen Klub auf Basis von Marktforschung der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse mit 2 % bis 3% der Gelder berücksichtigt.

Seifert sagt, bei der Verteilung internationaler Erlöse zählen "die Prämissen Stabilität und Solidarität". 35 % dieser Erlöse werden künftig als Sockelbetrag gleichmäßig an alle 18 Clubs der Bundesliga ausgeschüttet. Weitere 50 % werden anhand einer Fünf-Jahres-Wertung mit Blick auf das internationale Abschneiden verteilt. Auch die 2. Bundesliga wird in den kommenden vier Jahren mit einem festen Satz an den internationalen Erlösen beteiligt: 2021/22 und 2022/23 mit jeweils 4 %, 2023/24 und 2024/25 mit jeweils 3 %.

Seifert rechnet mit massiven Verlusten in Zukunft: Einschließlich der vergangenen Saison werden die Vereine bis zur Spielzeit 2021/22 rund zwei Mrd Euro Umsatz einbüßen, prognostiziert er. Durch die aktuellen Geisterspiele müsse man "in dieser Saisonnahezu mit einem Gesamtausfall der Zuschauereinnahmen rechnen". Das wäre ein Verlust von 650 Mio Euro. Corona werfe die Klubs "um fünf bis sechs Jahre zurück".
ksta.de, sportbuzzer.de

Viva con Agua, Jung von Matt Sports und Maniac Studios starten Podcast “Football for Future”.

Football for Future heißt der Podcast, den Viva con Agua, Jung von Matt Sports und Maniac Studios starten. Er dreht sich um die ökonomische und soziale Verantwortung des Fußballs. DFB-Chef Fritz Keller und Jürgen Griesbeck kommen zur Premiere als Gäste, Viva con Agua-Gründer und Ex-Fußballer Benjamin Adrion moderiert.
wuv.de, spotify.com

Hör-Tipp: DFB will sich selbst vermarkten und macht ePokal.

Hör-Tipp: Der DFB will nach der unschönen Infront-Trennung künftig auf Eigenvermarktung setzen, sagt Holger Blask, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, im Sponsors-Podcast. Klassische Bandenwerbung werde nicht mehr Treiber sein. E-Sports soll eine größere Rolle spielen: Im neuen DFB-ePokal können sich Teams aus der Virtual Bundesliga sowie Amateure und Freizeitspieler anmelden. Blask beschreibt den Modus als "David gegen Goliath auf dem virtuellen Rasen".
soundcloud.com (56-Min-Audio), turi2.de (Background)

Deutsche Fußball Liga passt ihre Digitalstrategie an und startet TikTok-Kanal.

DFL startet zur Rückrunde einen eigenen TikTok-Kanal, verkündet Andreas Heyden im "Horizont"-Interview. Die Strategie der Liga sei es, organisch wachsende Kommunikationskanäle wie Instagram und Youtube zu fokussieren, ergänzt Kommunikationschef Christian Pfennig. Auf Facebook werde die Liga ihr Engagement hingegen zurückfahren. Alle Kanäle sollen Bewegtbildinhalte ins Zentrum stellen.
"Horizont" 49-50, S. 12 (Paid)

Zahl des Tages: FC Barcelona und Spieler einigen sich auf 122 Mio Euro Gehaltsverzicht.

Zahl des Tages: Auf 122 Mio Euro Gehaltsverzicht haben sich der FC Barcelona und Spieler-Vertreter geeinigt. Für die Katalanen war der Schritt unausweichlich, um dem im Januar drohenden Konkurs zu entgehen. Ursprünglich wollte der Club sogar 191 Mio Euro einsparen. Noch ist die Einigung nur eine Grundsatzvereinbarung, der beide Seiten zustimmen müssen.
faz.net

Bundesliga: Twitter mutiert laut eigener Studie zum Stadion-Ersatz.

Zwitschern statt Grölen: Mehr als jeder zweite Fußball-Fan auf Twitter empfindet die Plattform in Zeiten von Geisterspielen als Stadionersatz, sagt eine von Twitter selbst beauftragte Studie. Auch der Second Screen wird demnach immer wichtiger: 41 % nutzen Twitter öfter als vor der Pandemie, wenn sie die Bundesliga verfolgen. Insgesamt 1.200 deutsche Twitter-Nutzer*innen wurden befragt.
horizont.net (Paid)

Zitat: Durch Corona hat sie ihre berufliche Zukunft überdacht, sagt Bibiana Steinhaus.

"Ich glaube, die Corona-Krise hat uns ja alle mehr oder weniger zum Nachdenken gebracht: Wo stehen wir, wohin soll die Reise weitergehen? Das war auch bei mir so."

Ex-Bundesliga-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus spricht im "Aktuellen Sportstudio" über die Gründe ihres Rücktritts. Statt auf dem Platz steht sie künftig im "Kölner Keller" und hilft dort mit, den Videobeweis zu verbessern.
kicker.de

Hör-Tipp: Das Verhältnis von Sportreporter Rafael Buschmann und Fußballer Robert Lewandowski.

Hör-Tipp: In der aktuellen Folge des Übermedien-Podcasts erklärt Jürn Kruse den besonderen Fall des "Spiegel"-Redakteurs Rafael Buschmann. Er recherchiere eigentlich investigativ, falle aber seit Jahren durch eine Nähe zum Umfeld von Robert Lewandowski (Foto) auf. Er berichtete über Vorwürfe der Steuerhinterziehung gegen den Bundesligaspieler. Nun wird Buschmann vorgeworfen, im Hintergrund in die Erpressung Lewandowskis verwickelt zu sein – und vielleicht nur deshalb im "Spiegel" über den Fußballspieler zu schreiben. Buschmann ist ohnehin kein unbeschriebenes Blatt: Der "Spiegel" hat 2019 seine Beförderung auf Eis gelegt, nachdem Unregelmäßigkeiten in einem Beitrag Buschmanns über Wettbetrug bei der Fußball-WM 2014 bekannt wurden.
uebermedien.de (34-Min-Audio), turi2.de (Lewandowski), turi2.de (Buschmann)

“Horizont”: Oliver Kahn verabschiedet sich als Werbegesicht von Tipico.

Das Spiel ist aus: Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn und der Wett-Anbieter Tipico trennen sich, weiß Ingo Rentz. Wegen Kahns "professioneller Weiterentwicklung" sei er als Markenbotschafter künftig "nicht mehr vorgesehen", sagt ein Tipico-Sprecher. Kahn ist mittlerweile im Vorstand des FC Bayern München. Seinen Posten als ZDF-Experte hat er ebenfalls niedergelegt. Tipico will ab Mitte 2021 ohne Testimonial weiter werben.
horizont.net, turi2.de (Background)

“Spiegel”: Fußballer Robert Lewandowski beschuldigt Ex-Berater der PR-Erpressung.

Fußball: Robert Lewandowski, Stürmer des FC Bayern München, stellt Strafanzeige gegen seinen Ex-Berater Cezary Kucharski, schreibt der "Spiegel". Er wirft ihm Erpressung "für die Nichtveröffentlichung von Inhalten" vor, die den Ruf des Spielers hätten schädigen können. Kucharski hat zuvor seinerseits gegen den Fußballer geklagt und warf ihm vor, aus einer gemeinsamen Firma mehrere Mio für private Zwecke abgezweigt zu haben.
"Spiegel" 44/2020, S. 102-103 (Vorabmeldung)

Dazn und “Kicker” kooperieren mit TikTok.


Das Runde musst ins Tikende: TikTok startet einen Fußball-Hub und kooperiert dafür mit Dazn und "Kicker". Der Sport-Streamingdienst und die Zeitschrift wollen mehr junge Fans erreichen. Im Hub sehen Nutzer*innen Videos der Bundesligavereine sowie von Dazn und "kicker". Dazu sollen Live-Streams, Hashtag-Challenge sowie Tabellen und Statistiken kommen. Fußball-Creator Fabian Pecher soll "kurzweilige Videos zu den aktuellen Spielständen und den bekanntesten Fußballspielern" zum Hub beisteuern.
dwdl.de, new-business.de

Wir graturilieren: Andreas Heyden wird 47.


Wir graturilieren: Der Digital-Chef der Deutschen Fußball-Liga, Andreas Heyden, wird heute 47 Jahre alt. Er feiert im engen Familienkreis in Köln mit seiner Frau und beiden Kindern. Das vergangene Lebensjahr sieht Heyden nicht im Zeichen der Krise. Stattdessen ist er stolz, "dass wir vor und trotz der Krise weiter Innovationen für unsere Lizenznehmer und Fussballfans gelauncht haben", z.B. die 5G-Kooperation der DFL mit Vodafone im Rahmen einer Echtzeit-Augmented-Reality-App für Stadionbesucher*innen.

Für den nächsten Lebensabschnitt wünscht sich Andreas Heyden vor allem Gesundheit und hofft, besonders viele Kilometer auf seinem Rennrad abzureißen. Über Gratulationen freut er sich grundsätzlich immer, am liebsten via WhatsApp.

Aus dem Archiv von turi2.tv: Wie Andreas Heyden Fans für die Fußball-Bundesliga fängt. (03/2017)

Sport1 hebt FußballMML-Podcaster ins Live-TV.

Sport1 hebt die Podcaster von FußballMML ins Live-TV - nach allen vier Pokalspielen, die der Sender diese Saison übertragen wird. Maik Nöcker, Micky Beisenherz und Lucas Vogelsang starten kommenden Donnerstag nach der Partie des FC Bayern gegen den 1. FC Düren, die Sendung wird anschließend als Podcast veröffentlicht. Sport1 begründet die Entscheidung damit, "auszuprobieren und viele neue Formate zu testen".
twitter.com, turi2 - eigene Infos

Lese-Tipp: “11 Freunde”, “Kicker” und “Sport Bild” gehen unterschiedlich in die digitale Zukunft.

FussballLese-Tipp: Der deutsche Fußball-Journalismus digitalisiert sich in ganz unterschiedlichen Formen, analysiert Roland Karle. Beim "Kicker" rentiert sich dank einer monatlichen Reichweite von fast 4 Mio schon das kostenfreie Angebot. "Sport Bild" baut zunehmend auf Bewegtbild-Einbindung, die Bezahlmodelle attraktiver machen sollen. "11 Freunde" setzt auf Fan-Kultur und eine Mixtur aus Magazin, Events und Online-Angeboten.
horizont.net

Basta: Jogi Löw schießt nach der Taktik-Kritik zurück.

Zurückgeschossen: Bundestrainer Jogi Löw kann sich nach der Taktik-Kritik von Lothar Matthäus beim zuvor sieglosen Türkei-Spiel einen Seitenhieb in der ARD nicht verkneifen. "Ich glaube, der Lothar ist mit seinen 1990er-Weltmeistern in der Toskana. Das ist glaube ich ganz gut für mich", spielt Löw den Ball zurück. Mailand oder Madrid? Hauptsache Italien - gilt auch für das 1990er-Jubiläumstreffen.
bild.de

Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry setzt auf Partnerschaft mit Sky.

TV-Gelder werden für Fußballvereine immer wichtiger, sagt Werder-Bremen-Geschäftsführer Klaus Filbry. Im Sponsors-Interview rät er Vereinen, die Fernsehsender als Partner zu sehen und ihnen zu helfen, erfolgreich zu sein. Seit Saisonbeginn kooperiert Werder mit Sky, u.a. im Rahmen eines Kombi-Angebotes von Werder.TV und dem Fußball-Paket von Sky.
sponsors.de (Paid), turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Anna Kraft wird 35.


Wir graturilieren: Sport-Moderatorin, Journalistin und "Stadion-Tante" Anna Kraft feiert heute ihren 35. Geburtstag. Eigentlich war anlässlich des halbrunden Jubiläums mal eine große 90er- und 2000er-Party geplant. Aber zwei Dinge, von denen zumindest eins sehr erfreulich ist, funkten dazwischen: "Corona und Babybauch sind aktuell einfach nicht die besten Gäste", sagt die schwangere Kraft. Deshalb feiert sie im kleinsten Kreis mit ihren Liebsten und gutem Essen. Über die Nachricht, dass es bald einen familiären Neuzugang gibt, hat sich Kraft im abgelaufenen Lebensjahr am meisten gefreut. Für das kommende wünscht sie sich Gesundheit, einen Ticken mehr Gelassenheit – und viel Zeit mit ihrer kleinen, bald etwas größeren Familie.

Gratulationen erreichen die Moderatorin z.B. per Instagram oder Facebook. (Foto: Imago Images / Sven Simon)
turi2.de/kopefe (Profil von Anna Kraft)

Aus dem Archiv: Anna Kraft im TV-Fragebogen über die Mini Playback Show und das Weekend-Feeling aus der Werbung.

Wir graturilieren: Christian Bönig wird 43.


Wir graturilieren: Christian Bönig, Pressesprecher des 1. FC Nürnberg, feiert heute ganz entspannt beim Arbeiten und zu Hause seinen 43. Geburtstag. Das Beste am abgelaufenen Jahr waren seine Freundin, der Hund und die Rettung des Clubs in der der Relegation in letzter Sekunde . Für das kommende Lebensjahr wünscht Bönig sich eine Rückkehr zur Normalität nach Corona und eine "deutlich entspanntere Saison" mit dem 1. FC Nürnberg als im letzten halben Jahr. Über Gratulationen freut er sich am meisten persönlich oder per E-Mail, aber nicht über die sozialen Netzwerke.

Meinung: Rudelbildung auf der Bayern-Tribüne ist Wasser auf die Mühlen der Kritiker*innen.

Bundesliga: Peter Penders ärgert sich über die Rudelbildung der Bayern-Funktionäre auf der Vip-Tribüne, die eigentlich Vorbild sein sollten für eine verantwortungsvolle Rückkehr in die Stadien – sowohl für die Fans, als auch für andere Sportarten. Den Mindestabstand einzuhalten, sei in einem nahezu menschenleeren Stadion möglich und deshalb sei das Verhalten "entweder unfassbar naiv oder eine gezielte Provokation". Penders schreibt, viele Bürger*innen beobachten die Fußballbranche ohnehin schon argwöhnisch und halten sie für völlig entrückt.
faz.net

“Spiegel”: Robert Lewandowski soll Geld aus Werbefirma veruntreut haben.


Rechtlich im Abseits: Der ehemalige Berater von Robert Lewandowski, der Pole Cezary Kucharski, hat vor einem Warschauer Gericht Klage gegen den Profifußballer eingereicht, berichtet der "Spiegel". Kucharski wirft Lewandowski und dessen Frau Anna vor, über Jahre mehrere Millionen Euro aus der Vermarktungsfirma RL Management abgezweigt und sich dadurch an den Finanzämtern in Polen und Deutschland vorbei privat bereichert zu haben. Mit dem Geld bezahlte das Ehepaar demnach etwa teure Möbel oder Luxusreisen. Kucharski will umgerechnet rund 9 Mio Euro Schadenersatz von Lewandowski. Die Klageschrift des Ex-Beraters lese sich, "als wäre die Vermarktungsfirma Lewandowskis ein Selbstbedienungsladen für den Fußballstar und seine Frau gewesen", schreibt der "Spiegel".

RL Management soll auch einer unter dem Namen von Anna Lewandowski laufenden Firma namens "Blue Oyster" ein Darlehen über umgerechnet circa 2,5 Mio Euro ausgestellt, dieses Geld nach der Liquidation des Unternehmens aber nie wieder gesehen haben. Robert Lewandowski bestreitet alle Vorwürfe und fühlt sich schikaniert. Er habe in seinen Steuererklärungen sowohl in Polen als auch in Deutschland alle Zahlungen der RL Management "detailliert aufgeführt", sagt eine Sprecherin Lewandowskis dem "Spiegel".
"Spiegel" 39/20, S. 92-96 (Paid)

Trennung von Vermarkter Infront verursacht beim DFB Schaden in Mio-Höhe.

Eigentor: DFB wird die durch seinen Ex-Vermarkter Infront verursachten mutmaßlichen Korruptionsschäden in Höhe von 40 Mio Euro nicht weiter verfolgen, meldet der "Spiegel". Dieses Vorhaben sei Teil des Trennungs­deals. Im Gegenzug verzichte Infront u.a. auf noch ausstehende Provisionen in insgesamt "zweistelliger Millionenhöhe". Eine Schuld weist Infront nach wie vor von sich.
"Spiegel" 39/20, S. 22 (Paid), turi2.de (Background)

Kein Live-Publikum bei Bundesliga-Eröffnungsspiel am Freitag.

FussballBundesliga: Das Eröffnungsspiel zwischen Bayern München und Schalke 04 am Freitag findet ohne Publikum im Stadion statt, entscheidet die Stadt München wegen steigender Corona-Infektionszahlen vor Ort. Die Bundesländer hatten sich erst am Dienstag darauf verständigt, bei unkritischer Corona-Lage einen Testbetrieb mit bis zu 20 % Auslastung in den Stadien zu erlauben.
kicker.de, br.de, turi2.de (Background)

Länder erlauben Testbetrieb mit Fans in Stadien.


Sport-Späher: Fußballclubs dürfen wieder Fans in die Stadien lassen, entscheiden die Chef*innen der Staatskanzleien. Während einer sechswöchigen Testphase ist eine Auslastung von 20 % erlaubt. Im Signal Iduna Park in Dortmund, dem Stadion mit der größten Kapazität Deutschlands, wären das immerhin 16.000 Menschen. Die Regel gilt bundesweit, neben der Fußball-Bundesliga auch für Sportarten wie Eishockey, Handball und Volleyball. Die Corona-Verordnungen der Bundesländer müssen entsprechend angepasst werden. Basierend auf ihnen genehmigen die Gesundheitsämter an den Standorten der Klubs verschiedene Maßnahmen.

Die Klubs müssen nun ihre Hygiene-Konzepte für den Zuschauerbetrieb umsetzen, die sie auf Grundlage des DFL-Leitfadens erarbeitet haben. Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern sind möglich, weil auch die Infektionszahlen ausschlaggebend sind. Wenn innerhalb von sieben Tagen an einem Austragungsort pro 100.000 Einwohner 35 oder mehr Corona-Neuinfektionen gemeldet werden, dürfen keine Zuschauer*innen mehr in die Stadien.
tagesschau.de, sueddeutsche.de

Puma wirbt künftig mit Fußballer Neymar.

Puma verpflichtet Fußballer Neymar (Foto) als Werbegesicht. Bisher war der Spieler von Paris Saint-Germain bei Nike unter Vertrag. Neymar soll auch abseits des Fußballfeldes Schuhe und Kleidung von Puma tragen. Neymar sei einer der besten Fußballer der Welt und habe "einen unglaublich großen Einfluss auf die globale Fußball- und Jugendkultur", erklärt Puma-Chef Björn Gulden das Engagement.
manager-magazin.de

DFB setzt Pokalspiel von Schalke 04 gegen den 1. FC Schweinfurt 05 ab.

DFB setzt das für den 13. September geplante Pokalspiel von Schalke 04 gegen den 1. FC Schweinfurt 05 ab. Grund ist ein vorläufiger Beschluss des Landgerichts München I, demzufolge Schweinfurt zu Unrecht als Erster der Bayerischen Regionalliga gilt. Stattdessen stehe der Platz im Pokalspiel dem Verein Türkgücü München zu, der als Aufsteiger in die 3. Liga gemeldet und so aus der Regionalliga gestrichen wurde. Der DFB will das Spiel neu ansetzen, wenn der Fall endgültig juristisch geklärt ist.
br.de, twitter.com (Statement DFB-Pokal)

Basta: Lionel Messi dribbelt sich in die Defensive und bleibt beim FC Barcelona.

Ich bin dann mal (nicht) weg: Lionel Messi wird in der kommenden Saison doch für den FC Barcelona spielen, sagt der Fußballer den Sportportalen Goal und Spox. Messi hatte den Club im August über seinen Wechselwunsch informiert und galt als Favorit bei Manchester United - wäre da nicht die Ablösesumme von 700 Mio Euro. Messi dribbelt sich in die Defensive: Vom Barca-Abgang ist außer Spesen nichts gewesen.
goal.com

Werder Bremen und Sky bieten gemeinsames TV-Paket an.

SV Werder Bremen und Sky verkündet eine Zusammenarbeit. Für knapp 20 Euro pro Monat sollen Werder-Fans ein 12-monatiges TV-Paket-Abo bestehend aus dem sogenannten "Sky Supersport Ticket" mit Bundesliga- und DFB-Pokalspielen sowie dem vereinseigenen Werder.TV bekommen. Sky wird Inhalte von Werder.TV nutzen, der Erstligist dafür über Sky seine Trikots für die Saison 2020/21 vermarkten.
meedia.de, sport.sky.de