Zitat: Jörg Wontorra über das Aus seines Fußball-Talks bei Sky.

„Ich höre auf und werde in Ruhe schauen, ob ich überhaupt noch einmal etwas machen möchte oder die TV-Karriere auslaufen lasse.“

Sport-Moderator Jörg Wontorra, 71, will sich nach dem Ende seines Fußball-Talks bei Sky noch nicht festlegen, ob er dem Fernsehen für immer den Rücken kehrt. Sendungen aus dem Home-Office "könnte man sich noch einmal überlegen."
bild.de (Paid), turi2.de (Background)

Ex-DFB-Präsident Reinhard Grindel sieht beim DFB einen Maulwurf.

Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein: Ex-DFB-Präsident Reinhard Grindel ist bei der Annahme des umstrittenen Luxusuhr-Geschenks "nicht auf den Gedanken gekommen, etwas Verbotenes zu tun", beteuert er im Interview mit der "Bild am Sonntag". Er habe sich über die "Wertschätzung" zum Geburtstag gefreut, was seine Entscheidungen als DFB-Präsident nie beeinflusst habe. "Leider hat es Personen gegeben, die diesen Fehler bemerkt und an die Presse durchgestochen haben, statt mich darauf anzusprechen", sagt Grindel. Dies habe ihn "menschlich schon sehr beschäftigt".

Der ukrainische Oligarche Grigori Surkis hatte ihm eine Luxusuhr im Wert von rund 11.000 Euro geschenkt - im April 2019 trat Grindel zurück. Das Amt des DFB-Präsidenten sei "gut zu führen, wenn es an der Spitze Loyalität und Teamgeist gibt" - Dies habe Grindel "jedenfalls nicht von jedem Einzelnen" erfahren.
"Bild am Sonntag", Sport-Teil, S. 4-6 (Paid), sport1.de (Zusammenfassung), turi2.de (Background)

Ex-“ran”-Sportchef Albrecht Schmitt-Fleckenstein, 59, ist tot.

Albrecht Schmitt-Fleckenstein, 59, ist tot. Er gehörte zur Gründungscrew von "ran" in Sat.1 und verantwortete von 2003 bis 2006 die Sportredaktion. Er arbeitete auch für den Pay-TV-Sender Arena und gründete mit thinXpool seine eigene Produktionsfirma, welche u.a. die Spiele der Basketball- und Eishockey-Liga für Magenta Sport überträgt.
ran.de

DFL gibt den Bundesliga-Clubs einen Leitfaden für Fans im Stadion.

DFL schickt den Clubs der 1. und 2. Bundesliga einen Leitfaden, der die Vereine "bei der Erarbeitung standort-individueller Konzepte" für die Rückkehr der Fans im Stadion unterstützen soll, meldet der SID. Das Papier sei zuvor dem Bundesgesundheitsministerium vorgelegt worden. Die DFL will bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung klären, ob die Clubs bei "Ticket-Kontingenten für Gastvereine" einheitlich vorgehen.
sport1.de

Hör-Tipp: Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus sieht sich auf dem Platz als Ruhepol.

Hör-Tipp: Bibiana Steinhaus, erste und einzige Schiedsrichterin der 1. Fußball-Bundesliga der Männer, vergleicht ihren Job im Podcast mit Simone Menne mit dem einer Schachspielerin. Sie müsse vorausahnen, welche Situationen folgen und wie sie darauf reagieren könnte. Je unruhiger es um sie herum werde, desto eher müsse sie als Schiedsrichterin Ruhepol und Leuchtturm sein. Außerdem halte sie es für notwendig, rechtliche Voraussetzungen zu schaffen, um mehr Frauen in Führungspositionen zu holen.
stern.de (38-Min-Audio)

DFB: Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt in der Infront-Affäre.

DFB: Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Rahmen der Infront-Affäre und hat im Juni den langjährigen DFB-Werbevermarkter SMI in München durchsuchen lassen. Zudem gab es eine Razzia bei dem "hochrangigen DFB-Mitarbeiter", der von Infront ein Rennrad im Wert von 12.000 Euro angenommen hatte. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt den DFB-Mitarbeiter sowie einen früheren Infront-Mann der Bestechung und Bestechlichkeit. Infront hat mittlerweile zugegeben, gegen eigene Regelungen "für saubere Geschäfte" verstoßen zu haben. Man habe aber "keine ungebührlichen Vorteile" genossen.
"Spiegel" 29/2020, S. 24 (Paid), turi2.de (Background)

Fußball meldet für Saison 2018/19 Rekordumsatz.

FussballFußball meldet für die Saison 2018/19 den Rekordumsatz von 28,9 Mrd Euro in Europa, berichtet sponsors.de. Einen Großteil erwirtschaften die "Big Five", also die Ligen in Deutschland, Frankreich, England, Italien und Spanien. Sie kommen auf einen Umsatz von rund 17 Mrd Euro, geben aber auch so viel wie nie zuvor für ihre Spieler aus: 10,6 Mrd Euro kostet das Personal auf dem Platz.
sponsors.de (Paid)

“11 Freunde” startet Videoformat bei Facebook Watch.

11Freunde-Logo-150Das Runde im Eckigen: "11 Freunde" startet bei Facebook Watch das Videoformat "Der Fußball, mein Leben und ich". Jeden Dienstag kommt eine neue Folge, vorerst sind 15 geplant. Die Moderatoren Philipp Köster, Ilja Behnisch und Christoph Tiegel reisen quer durch Deutschland und sprechen mit spannenden Personen aus dem Fußball, zum Start mit Trainer Ewald Lienen.
facebook.com

Ulla Holthoff im Fußball-Fragebogen.

Ausbruch und Revolution: Das Klackern von Stollen auf Asphalt in der damals "heiligen Sonntagsstille" hat Ulla Holthoff schon als Kind für den Fußball begeistert. Die Journalistin und BR-Sportredakteurin verrät im Video-Fragebogen zur turi2 edition #11, warum sie Fan von Borussia Dortmund ist – und das nicht erst, seit ihr Sohn Mats Hummels dort spielt. Die "Verständigung ohne Worte" im Fußball hat für sie "etwas von Schönheit". Außerdem erzählt Holthoff, warum sie LKW-Fahrer*innen bewundert und dass sie in ihrer Freizeit gerne Kommoden baut. Übrigens: Im Video sitzt die studierte Sportwissenschaftlerin und Erfinderin der Sport1-Talkshow Doppelpass vor einem geschichtsträchtigen Trikot. Mats Hummels trug es bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien.

Ein ausführliches Interview mit Ulla Holthoff steht in der turi2 edition #11, die es gedruckt und als kostenloses E-Paper gibt.
turi2.tv (7-Min-Video)

“Kicker” startet Out-of-Home-Kampagne zum 100-jährigen Jubiläum.

Kicker gönnt sich zum 100. Geburtstag eine Out-of-Home-Kampagne in 18 deutschen Städten. Video-Screens zeigen legendäre Fußballer-Zitate, die thematisch auf den jeweiligen Ort zugeschnitten sind. Für den 8. Dezember ist zudem ein "100 Jahre Kicker"-Sonderheft angekündigt, das gesamte "Kicker"-Jubiläum geht aufgrund von Corona in die Verlängerung - groß gefeiert wird im Sommer 2021. Zudem sendet der "Kicker"-Channel historische Momente und Fußball-Anekdoten.
per Mail

Aus der turi2 edition #11 - Fußball: 100 Jahre Kicker.

HSV verliert Hauptsponsor Emirates.

HSV verliert seinen Hauptsponsor Emirates nach 14 Jahren, meldet die "Bild". Schuld sei das Relegations-Aus des Vereins, Emirates pumpte jährlich rund 1,4 Mio Euro in den HSV. Auch der Stadion-Name steht auf der Kippe: Investor Klaus-Michael Kühne wollte nur bei einem Aufstieg den seit 2015 laufenden Vertrag über die Namensrechte am Volksparkstadion verlängern, für die der HSV rund vier Mio Euro pro Saison bekommt. Kühne will seine Anteile verkaufen.
"Bild", S. 9 (Paid)

NRW will mit 40 Mio Euro für Schalke 04 bürgen.


Kohle aus dem Pott: Die NRW-Landesregierung um Armin Laschet will laut Informationen des "Handelsblatts" mit einer rund 40 Mio Euro schweren Landesbürgschaft für den Bundesligaclub Schalke 04 einstehen. Der Verein sei "ökonomisch gefährdet", die Finanzspritze soll offiziell am Mittwoch bekanntgegeben werden. Das Landesfinanzministerium von NRW ließ eine Anfrage des "Handelsblatts" noch unbeantwortet und verwies auf das Bürgschaftsgeheimnis. Die "WAZ" korrigiert das Volumen der Bürgschaft leicht nach unten, spricht aber ebenfalls von einer Summe "über 30 Mio Euro".

Die finanzielle Unterstützung der Königsblauen ist nicht unumstritten: "Im Umfeld der Landesregierung" seien nicht alle glücklich über die geplanten Staatshilfen. Hintergrund ist, dass Schalkes Aufsichtsrat von Schlachthaus-Magnat Clemens Tönnies geführt wird. Tönnies war in die Kritik geraten, weil sich in seinem Schlachtbetrieb im Kreis Gütersloh mehr als 1.500 Leiharbeiter mit Corona infiziert hatten.
handelsblatt.com, waz.de, turi2.de (Background Tönnies)

Schalke 04 führt eine Gehaltsobergrenze von 2,5 Mio Euro Jahresgehalt ein.

Schalke 04 will künftig keinen neuen Spielervertrag mit mehr als 2,5 Mio Euro Jahresgehalt abschließen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Spieler, die mehr Geld fordern, werde der Fußballclub nicht mehr engagieren. Der Verein sei in wirtschaftlicher Not und wolle zudem "eine Demutsgeste" senden. Schalke-Boss Clemens Tönnies steht in der Kritik.
"Süddeutsche Zeitung", S. 28 (Paid)

Ex-Nationalspieler Arne Friedrich wird Sportdirektor bei Hertha BSC.

Hertha BSC verpflichtet Ex-Nationalspieler Arne Friedrich als Sportdirektor. Friedrich war früher Kapitän beim Hauptstadtclub und gehört seit Ende 2019 als sogenannter Performance Manager zum Team von Hertha BSC. Friedrich soll künftig mit in die Personalplanung und Transfers eingebunden werden.
presseportal.de (Pressemitteilung), kicker.de, twitter.com (Friedrich)

Basta: Bremens Wirtschafts-Senatorin jubelt im Stadion – trotz Bundesliga-Veto.

Ausgewechselt: Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt veröffentlicht bei Twitter ein Foto aus dem Weser-Stadion, wo sich Werder Bremen in die Relegation rettet. Dabei hatte sich der Bremer Senat in der Debatte um den Bundesliga-Neustart zuvor gegen den Wiederanpfiff ausgesprochen - wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen Bällen werfen.
bild.de, twitter.com

Wegen Korruptionsvorwürfen: DFB kündigt Verträge mit Vermarkter Infront.


Getrennte Bande: Der DFB beendet die Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Schweizer Vermarkter Infront nach Korruptionsvorwürfen. Unter anderem soll Ex-Infront-Funktionär Günter Netzer (Foto, rechts) den damaligen DFB-Chef Wolfgang Niersbach (Foto, links) auf eine Luxusjacht eingeladen haben. Dafür, dass der DFB Infront mit der Vermarktung beauftragte, gab es von den Marketing-Leuten offenbar teure Geschenke. Jetzt sei eine Untersuchung der Berliner Beratungsfirma Esecon zu dem Schluss gekommen, dass es "unrechtmäßige Einflussnahmen auf DFB-Vertreter" und "klare Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit dem Zustandekommen und der Erbringung von Vertragsleistungen" gegeben habe, so der Verband. Der "Spiegel" hatte bereits vergangene Woche über die "Netzer-Connection" berichtet. Insgesamt sei dem DFB durch die fragwürdigen Deals ein Schaden in Höhe von rund 40 Mio Euro entstanden.

Infront zweifelt allerdings an der "Wirksamkeit der Kündigung" der bestehenden Verträge und stellt unter anderem die Untersuchungsmethoden der Beratungsfirma infrage. Infront halte "an der vollständigen Erfüllung" der Vereinbarungen fest. Die Vorwürfe und Verdächtigungen seien "unbelegt und teils abstrus".
kicker.de, spiegel.de (Infront), spiegel.de (Netzer-Connection, Paid), dfb.de (Mitteilung DFB), infront.com (Stellungnahme Infront)

Meinung: DFL-Chef Seifert ist der fußballfremde, aber emsige “Geldbeschaffer für die Klubs”.

DFL-Spitze Christian Seifert kriegt in der "FAZ" viel Lob von Michael Ashelm: Seifert habe die "Milli­ar­den­un­ter­neh­mung Bundes­li­ga erfolg­reich durch die Verwer­fun­gen der Pande­mie geführt". Zwar sei der Fußball-Manager manchmal zynisch und wirke überheblich, Ashelm porträtiert ihn aber vor alle als emsigen, wenn auch fußballfremden "Geldbeschaffer für die Klubs".
"FAZ" S. 20 (Paid)

Rummenigge hät kritische Berichte über Bundesliga-Restart für unsachlich.

FC-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ärgert sich im "Handelsblatt" über die DFL-kritische Berichterstattung während des Corona-Lockdowns. In "einigen" ARD-Sendungen seien der Fußball und der Restart des Spielbetriebs "in Schutt und Asche geredet" worden. "Das hätte man teilweise auch seriöser und fairer diskutieren können", findet Rummenigge.
"Handelsblatt" S. 18/19 (Paid)

DFL erlöst mit Medienrechten ab der Saison 2021/22 erstmals weniger als bisher.


Corona-K(n)ick: Die DFL vergibt die Übertragungsrechte für die Bundesliga neu und erlöst damit umgerechnet 1,1 Mrd Euro pro Saison - ein Rückgang um 60 Mio Euro pro Spielzeit. Den Gesamterlös für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 beziffert die DFL auf 4,4 Mrd Euro. Zum Vergleich: Der Gesamterlös für die vier Spielzeiten von 2017/18 bis 2020/21 betrug Höhe 4,64 Mrd Euro, also durchschnittlich 1,16 Milliarden Euro pro Saison. Die Pay-Rechte sichern sich Sky und Dazn. Sky überträgt alle Einzelspiele am Samstag, das Top-Spiel und die Konferenz ebenso wie alle Begegnungen der 2. Bundesliga. Streamingdienst Dazn bekommt die Rechte für die Freitags- und Sonntagsspiele. Ein überraschendes Platz-Comeback feiert Sat.1. Der Sender kauft Free-TV-Rechte für insgesamt neun Spiele, darunter die Auftaktmatches der 1. und 2. Bundesliga, den Supercup und die Relegation. Sport1 zeigt die neu am Samstagabend um 20:30 Uhr angesetzten Begegnungen in der 2. Liga.

Bei den Zusammenfassungsrechten schlagen wie bisher ARD und ZDF zu. Die ARD bekommt die Rechte diesmal auch für die Zusammenfassung der Freitags- und Sonntagsspiele der 2. Bundesliga; dieses Material will sie voraussichtlich beim Sender One vermarkten. Auch Axel Springer mischt mit: Der Medienkonzern erwirbt die Pay-Rechte, direkt nach Abpfiff alle Begegnungen beider Ligen zusammenzufassen. Zudem kauft Springer das zum ersten Mal ausgeschriebene "Out-of-Home"-Paket. Es berechtigt dazu, Bewegtbilder der Spiele auf Flächen für Außenwerbung zu nutzen.
dfl.de, presseportal.de, turi2.de (Background)

“Spiegel”: DFB soll korrupte Bandenwerbung-Deals getätigt haben.

Klüngelei unter Kickern: Der DFB ist laut "Spiegel" in einen neuen Korruptionsskandal verstrickt. Laut einem vorläufigen Ermittlungsbericht, den der Verband selbst in Auftrag gegeben hat, hat der DFB 2013 der Schweizer Firma Infront Sports den Zuschlag für die Organisation von Bandenwerbung gegeben - obwohl ein Konkurrent 18 Mio Euro mehr bot. Infront hatte bis 2018 den Auftrag, Bandenwerbung für die Spiele der Nationalelf zu beschaffen und ist bis heute für die Bandenwerbung bei DFB-Pokalspielen zuständig. Besonders eingesetzt für den Infront-Deal hat sich die damalige DFB-Führung um Präsident Wolfgang Niersbach.

Im selben Monat, in dem Infront den Zuschlag bekam, trat der Sohn des ehemaligen Generalsekretärs Helmut Sandrock eine Stelle in der Firma an. 2015, als der Bandenwerbungs-Auftrag für die Pokalspiele an Infront ging, segelte Wolfgang Niersbach mit Günter Netzer auf einer Luxusjacht durchs Mittelmeer. Netzer war damals Executive Director bei Infront. Zudem hätten weitere DFB-Mitarbeiter*innen wertvolle Präsente von Infront erhalten, darunter teure Uhren und ein Rennrad.
"Spiegel" 26/2020 S. 84-87 (Paid)

Champions League findet als Geisterturnier in Lissabon statt, Europa League endet in Köln.

Champions League-Viertelfinale findet ab dem 12. August als Geisterturnier in Lissabon statt, meldet kicker.de. Die vier Achtelfinal-Rückspiele laufen wie geplant am 7. und 8. August, ihre Austragungsorte sind noch unbekannt. Auch für die Europa League präsentiert die UEFA eine Lösung: Die noch ausstehenden Partien laufen ohne Zuschauer in NRW, die Finalisten kicken in Köln. Danzig, ursprünglich vorgesehener Endspiel-Ort, soll erst 2021 das Finale ausrichten.
kicker.de (Champions League), kicker.de (Europa League), turi2.de (Background Champions League)

Oliver Wurm legt Fußball-Heft über WM-Halbfinale 1970 an den Kiosk.

Das Runde im Eckigen: Verleger Oliver Wurm legt mit "Mehr als ein Spiel" am Mittwoch ein weiteres Fußball-Heft an den Kiosk. Startauflage sind 20.000 Stück. Es geht um das WM-Halbfinale Deutschland gegen Italien im Jahr 1970. Die zwei nächsten Ausgaben in diesem Jahr sollen ebenfalls jeweils ein einziges Spiel behandeln. Wurm möchte ihnen mit den Titeln ein "Print-Denkmal" setzen.
youtube.com (1-Min-Trailer), fußballgold.de

Übertragungsrechte: Die Bundesliga verliert durch die Krise 150 Mio Euro.

DFL rechnet bei den nationalen Übertragungsrechten der Saison 2020/21 mit nur noch Einnahmen von 1,2 Mrd Euro - 150 Mio Euro weniger als vor der Pandemie, zitiert der "kicker" aus einem Schreiben an die Proficlubs der Kommission Finanzen. Ende April sind bereits 51 Mio Euro ausgeschüttet worden, nach dem Ende der Saison sollen weitere 200 Mio Euro folgen - vorbehaltlich des "Zahlungsverhaltens der Partner".
kicker.de

Geisterspiele treffen den DFB “auf alle Fälle” wirtschaftlich, sagt Oliver Bierhoff.

Fußball: Deutschland hat es "wieder einmal geschafft" aus einer Krise "eine Lösung zu kreieren, mit der alle gut leben können", sagt DFB-Direktor Oliver Bierhoff im Gespräch mit RTL/n-tv über die Corona-Lehren. Bierhoff will "keine Ausnahmen" für den Fußball und rechnet im September mit einer Rückkehr der Länderspiele. Die fehlenden Einnahmen durch Fans im Stadion treffen den DFB "auf alle Fälle".
n-tv.de

Kommerzialisierung macht den Amateurfußball kaputt, kritisiert Tim Frohwein.

FussballFußball: Die Kommerzialisierung der Kreisliga – vierstellige Nettogehälter, Berater, Trainingslager in Dubai – beeinflussen die Gemeinschaft im Verein und ehrenamtliches Engagement negativ, kritisiert Tim Frohwein. Eigentlich stünden ab der siebten Liga "der Wunsch nach Geselligkeit und sozialer Zusammenhalt" im Mittelpunkt, werde aber von Zahlungen an Spieler*innen konterkariert. Bezahlte Fußballer*innen wechseln laut einer Befragung im Schnitt alle 2,8 Jahre den Verein, unbezahlte bleiben doppelt so lange.
zeit.de

Die DFL will das Hygienekonzept lockern und mehr Medien akkreditieren.

FussballDFL will künftig mehr Journalist*innen (derzeit zehn) und Fotograf*innen (derzeit drei) im Stadion zulassen, zitiert der "kicker" aus einem Schreiben an die 36 Profivereine. Die DFL plant zudem die Maskenpflicht für Ersatzspieler auf der Tribüne zu lockern, sofern der Mindestabstand eingehalten wird. In der neuen Saison erwägt die DFL in Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium "schrittweise Zuschauer zu den Spielen beider Ligen zuzulassen".
kicker.de, turi2.de (Background)

Zitat: Er wurde als Kind auf dem Fußballplatz beschimpft, sagt Jerome Boateng.

"Als Junge bin ich auf dem Fußballplatz getreten und von den Eltern anderer Kinder beschimpft worden. Ich weiß nicht, was wäre, wenn ich nicht Fußballer geworden wäre."

Fußballprofi Jerome Boateng, 31, beantwortet der "Süddeutschen Zeitung" als einer von 18 prominenten Schwarzen die Frage, was es für sie bedeutet, als Schwarze in Deutschland zu leben.
projekte.sueddeutsche.de (Paid)

Bundesliga-Saison 2020/21 startet womöglich erst im September.

FussballBundesliga startet statt am 21. August aufgrund des Champions-League-Finales womöglich frühestens am 11. September in die Saison 2020/21, schreibt die "Bild am Sonntag". Ein Alternativmodell gehe von einem Beginn Ende September aus, die Winterspielpause würde entfallen. Der spätere Start solle die Chance auf ein Ende der Geisterspiele erhöhen. Drei Länderspiel-Phasen mit acht Partien seien zudem in 2020 geplant.
bild.de (Paid)

Meinung: Sponsors-Chef Marco Klewenhagen fordert bis zu 50 % Gehaltsverzicht von Profi-Fußballern.

Bundesliga: Fußball-Profis sollen auf bis zu 50 % ihres Gehalts verzichten, fordert Sponsors-Chefredakteur Marco Klewenhagen. Finanzielle Einschnitte seien "kurzfristig zumutbar", selbst wenn es keine vertragliche Grundlage für sie gebe. Klewenhagen verspricht sich davon einen deutlich besseren Ruf des Fußballs in Gesellschaft und Politik, auf dessen Grundlage es sich "viel glaubwürdiger nach einer Sonderbehandlung rufen lässt".
sponsors.de (Paid)

DFB-Generalsekretär will Nationalelf im September reaktivieren.

DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius spricht im "Handelsblatt" von seinen Plänen, die Nationalelf im September für Geisterspiele wieder auf den Rasen zu holen. Die Vermarktung der Mannschaft bringt dem DFB das meiste Geld. Es sei Fakt, dass der Verband weder mit der 3. Bundesliga, die am 30. Mai wieder starten soll, noch mit der Frauen-Bundesliga Geld verdiene.
handelsblatt.com (Paid)

Amazon zeigt zunächst zwei weitere Bundesliga-Spiele – und konkurriert mit Dazn.


Sportliche Ambitionen: Amazon wird diese Woche zwei weitere Spiele der Fußball-Bundesliga zeigen. Auf der kostenpflichtigen Video-Plattform Prime sollen das Derby Hertha BSC gegen Union Berlin am Freitagabend sowie die Partie Schalke gegen Augsburg am Sonntagmittag zu sehen sein. Wie die "FAZ" meldet, steht Amazon vor größeren Investitionen in Medienrechte der DFL. Neben Verhandlungen für die laufende geht es dem Bericht zufolge auch um Rechte für die kommende Spielzeit. Der US-Konzern teilt der Zeitung auf Nachfrage mit: "Amazon Prime Video ist im Sinne seiner Kunden immer an Inhalten interessiert, die begeistern. Sport gehört generell dazu." Bei der Vergabe der TV-Rechte durch die DFL von 2021 bis 2024, die im Juni erfolgen soll, stehen Geldbeträge in Mrd-Höhe im Raum.

In Sachen Fußballrechte entwickelt sich Amazon damit zur mächtigen, da äußerst zahlungskräftigen Konkurrenz für die anderen Interessentinnen Sky und Deutsche Telekom. Auch Dazn dürfte die aktuelle Amazon-Entscheidung der DFL nicht gerade glücklich machen: Der Streamingdienst hat sich am Donnerstag mit der Liga nach der außerordentlichen Vertragskündigung durch den eigentlichen Lizenznehmer Discovery bzw. Europort auf eine Übertragung der Spiele bis zum Saisonende einigen können. Das letzte Spiel soll bei Dazn am 17. Juni laufen. Wie schon am vergangenen Montag muss sich Dazn die Sendetermine nun am Freitag (22. Mai) und Sonntag (24. Mai) mit Amazon teilen. Und wenn die noch andauernden Verhandlungen mit der DFL für den Versand-Riesen positiv ausgehen, könnte es in dieser Saison weitere Parallel-Übertragungen geben.
"FAZ" (Paid), bild.dekicker.de, dwdl.de, twitter.com (DFL/Dazn), twitter.com (DFL/Amazon)

 

Zitat: Für Christian Seifert kam der Bundesliga-Restart zur richtigen Zeit.

"Sollen wir auf einen Nullwert bei den Infektionen warten? Auf einen Impfstoff? Oder auf bessere Werte im ZDF-Politbarometer?"

DFL-Chef Christian Seifert findet den Zeitpunkt für den Wiederanpfiff der Fußball-Bundesliga gut gewählt, sagt er der "Süddeutschen". Schließlich gebe es in Deutschland aktuell weniger als 15.000 aktive Infektionen. Nach dem ersten von neun Spieltagen sei allerdings noch "längst nicht raus, ob nicht am Ende doch Corona gewinnt."
sueddeutsche.de (Paid)

Basta: FC Seoul muss für Sexpuppen-Publikum Strafe zahlen.

Teures Nachspiel: Weil er die Tribüne beim Geisterspiel mit Sexpuppen besetzte, hat die südkoreanische K-League den Verein FC Seoul zu umgerechnet rund 75.000 Euro Strafe verdonnert. Ein Gegenschlag mit männlichen Modellen im Frauenfußball ist aus finanziellen Gründen nicht zu erwarten. Auch deshalb dürfte sich das Mitleid von Spielerinnen weltweit in Grenzen halten: Fragwürdige Aktionen wie die in Seoul sind eben eine Frage des Geldbeutels.
faz.net, turi2.de (Background)

DFB-Präsident: Politik findet Corona-Massentests unter DFB-Mitgliedern gut.

Corona-Massentests unter den rund 7 Mio DFB-Mitgliedern durchzuführen, hält Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für eine gute Idee, sagt DFB-Präsident Fritz Keller (Foto) dem "Spiegel". Keller gibt an, mit dem Kanzleramt, dem Innenministerium, dem Gesundheitsminister und einigen Ministerpräsident*innen gesprochen zu haben. Auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sei der Idee zugetan gewesen.
"Spiegel" 21/2020, S. 96 (Paid)

DFL gießt 1,5 Mio Euro in Regional- und Landesverbände des DFB.

Familienhilfe: DFL will den Landes- und Regionalverbänden ihres Vaterverbands DFB mit 1,5 Mio Euro unter die Stollen Arme greifen. Das Geld soll die wegen der Corona-Pandemie fehlenden Erlöse aus Ticketverkäufen der 1. und 2. Bundesliga ausgleichen, die die Verbände normalerweise anteilig erhalten hätten. Zunächst sollen 750.000 Euro fließen, die übrigen 750.000 Euro dann schrittweise nach jedem weiteren Spieltag der laufenden Saison.
dfl.de

FC Bayern macht TikTok in China zu “offiziellem Kurzvideo-Partner”.

FC Bayern tut sich mit der chinesischen Variante der Mitsing-App TikTok, Douyin, zusammen, um Kurzvideos des Vereins in China zu vermarkten. Auf der Plattform soll u.a. ein wöchentlicher Bayern-Livestream laufen. Knapp 800.000 Accounts folgen dem Verein auf Douyin bisher – auf TikTok, wie die App außerhalb Chinas heißt, sind es etwa doppelt so viele. Mutter von TikTok und Douyin ist der chinesische Konzern Bytedance.
horizont.net, fcbayern.com

Servus TV holt sich Rechte für Europa- und Champions League in Österreich.

Servus TV darf in Österreich ab Sommer 2021 drei Jahre lang Champions League, Europa League und die neue Europa Conference League senden. Das hat der Red-Bull-Sender jetzt offiziell bestätigt. Pro Saison wird er 33 Spiele der Wettbewerbe im Free TV übertragen. Die Spiele der Champions League waren in Österreich seit 2018 nur gegen Bezahlung zu sehen.
derstandard.at, dwdl.de

Basta: Sky lässt jubeln.

Konserven-Zauber: Sky bietet seinen Nutzer*innen bei den Geisterspielen, was die DFL vorher als Quatsch verworfen hat – Fan-Gesänge und Publikumsreaktionen vom Band. Anders als sonst dürften Liedgut und Jubelrufe politisch korrekt sein, welche Mannschaft mehr von beidem erhaschen kann, liegt allein in der Macht des jeweiligen Ton-Verantwortlichen.
faz.net

Geisterspiele könnten die Sponsoring-Lust im Fußball dämpfen.

FussballSponsoren könnten bei Geisterspielen im Fußball damit zu kämpfen haben, dass das TV-Publikum die Begegnungen weniger emotional wahrnimmt, schreibt Ingo Rentz. Positiv für die Werbepartner dürfte dagegen sein, dass die Reichweite gerade zu Beginn des Bundesliga-Neustarts am 16. Mai enorm sein werde. So erwarte etwa der Sportwetten-Anbieter und Sponsor Tipico ein "überproportional großes Interesse an den Übertragungen".
horizont.net

Meinung: DFL-Konzept wackelt wegen Quarantäne von Dynamo Dresden.

Fußball: Die Komplett-Quarantäne des Teams von Dynamo Dresden zeigt die Schwachstellen des DFL-Konzepts zum Neustart der Profiligen, schreibt Johannes Aumüller. Der Zeitplan werde, zumal wenn es weitere Infizierte in anderen Clubs gebe, extrem eng, was "Diskussionen um Wettbewerbsverzerrung" hervorrufen werde, etwa wegen englischer Wochen. Die DFL plant in ihrem Konzept außerdem bei Krankheitsfällen nicht mit Quarantäne für die ganze Gruppe, die Entscheidung liegt aber bei den lokalen Gesundheitsämtern. Wenn das Beispiel Dresden Schule mache, gerate der Spielbetrieb in "gehörige Turbulenzen" oder werde komplett unmöglich.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

DFB plant Drittliga-Start am 26. Mai.

FussballDFB plant, den Spielbetrieb in der 3. Liga ab 26. Mai wieder aufzunehmen. Laut "Sportschau" hat die Politik zugestimmt. Die Saison der Frauen-Bundesliga soll ab 29. Mai weitergehen. Für beide Ligen soll im Kern das Hygiene- und Schutz-Konzept für die Bundesliga und Zweite Bundesliga gelten. Mehrere Clubs klagen, sie könnten es nicht einhalten, etwa wegen des erforderlichen Hygienebeauftragten oder exklusiven Hotels für die Mannschaft bei Auswärtsspielen.
sportschau.de