Lese-Tipp: Japan tastet sich aus der Jubellosigkeit im Fußball-Stadion heraus.

Lese-Tipp: Zwei Jahre lang durften japanische Fußball-Fans im Stadion weder jubeln, singen noch buhen – aus Gründen des Infektionsschutzes. Da aber "gegen die Kräfte der Fußballliebe keiner etwas machen" kann, wagt sich das Land so langsam aus der Jubellosigkeit – unter strengen Auflagen, berichtet "Süddeutsche"-Korrespondent Thomas Hahn.
sueddeutsche.de

Timo Latsch, Sport-Vize bei RTL News, boykottiert die WM in Katar.

Sportliche Absage: Der Vizeressortleiter Sport bei RTL News, Timo Latsch (Foto), will die anstehende Fußball-WM in Katar boykottieren und wird "zum ersten Mal seit 2006 nicht als Sportreporter vor Ort sein, um über Fußball zu berichten". Grund ist u.a. die rigide Haltung des Wüstenstaats in puncto Homosexualität. Auch RTL-Reporter Jonas Gerdes bezeichnet die Situation in dem Land als "dramatisch". RTL zeigt Mittwoch Nacht eine Reportage über die Situation der LGBTIQ+-Community in Katar.
tagesspiegel.de

Die Fifa will stärker gegen Hate-Speech vorgehen.

Rote Karte: Die Fifa und die Profigewerkschaft Fifpro wollen einen "speziellen Moderationsdienst" bei Männer- und Frauenturnieren einrichten, der Hass-Kommentare in den sozialen Medien erkennt und deren Sichtbarkeit verringern soll. Damit reagiert der Fußball-Weltverband auf eine eigene Studie, wonach über 50 % der Spieler Diskriminierung auf den Plattformen erfahren, 400.000 Postings hatte die Fifa dafür mit einer KI untersucht.
kicker.de

Debatte: Toni Kroos hat “völlig unprofessionell” reagiert, meint Michael Schaffrath.

Kritikunfähige Kicker: "Manche Fußball-Profis erkennen nicht, wer wirklich ihr Portemonnaie füllt, nämlich Fernsehsender und Streaming-Dienste", schreibt Kommunikationswissenschaftler Michael Schaffrath im "journalist" mit Blick auf das von Toni Kroos abgebrochene ZDF-Interview. Daher müsste es eigentlich "zum Jobprofil eines Profis gehören, Live-Interviews zu geben und dabei kritische Fragen on air auszuhalten".
journalist.de, turi2.de (Background)

Polizei setzt Fußball-Fans mit Protestbanner gegen WM in Katar fest.

Gefahr gebannt? Beim Nations-League-Spiel zwischen Deutschland und Italien am Dienstag­abend hat die Polizei Fußball-Fans festgesetzt, die ein Protest­banner gegen die WM in Katar entrollt haben, berichtet die Fanhilfe Mönchen­gladbach. "15.000 Tote für große Kulissen – Fifa und Co. ohne Gewissen. Boycott Qatar", lautete die Botschaft auf dem Transparent. Der Haus­rechts­inhaber erwäge eine Anzeige wegen Haus­friedens­bruchs, so die Fanhilfe.
t-online.de, bild.de, twitter.com

Der Werbe-Begriff “Die Mannschaft” ist laut einer Umfrage gescheitert.


Misslungenes Mannschaftsmarketing: Der umstrittene Werbe-Begriff "Die Mannschaft", den der DFB für die Nationalelf der Männer nutzt, ist "nach objektiven Kriterien gescheitert", berichtet die "FAZ". Grundlage ist repräsentative Umfrage der Unternehmens­beratung SLC Management unter der Leitung von Sportmanagement-Professor Alfons Madeja. Demnach sei die Bekanntheit der Marke seit ihrer Einführung 2015 zwar von 74,7 auf 91,6 % im Jahr 2022 gestiegen. 78,4 % der 5.300 befragten Anhängerinnen und Kundinnen der Bundesliga sprechen sich aber für eine Abschaffung des Claims aus. Nur noch 21,1 % der Befragten und damit so wenige wie nie zuvor finden, dass der Spruch zur deutschen National-Elf passt. 2016 lag dieser Wert noch bei rund 55 %, 2018 bei 29,3 %. Der Claim erzeuge "keine Emotionen und keine Identifikation", urteilt Madeja: "Er geht an den Empfindungen der Menschen vorbei." Es gebe bei dieser Frage "nichts Belastbareres als ein öffentliches Urteil".

Schon seit einigen Monaten steht der Claim zur Debatte: Nationalmannschafts-Chef Oliver Bierhoff verteidigte ihn im März in einem "Spiegel"-Interview, nachdem u.a. DFL-Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Joachim Watzke für eine Abschaffung plädiert hatte. Bierhoff stellte erst kürzlich in der "Welt am Sonntag" eine "zeitnahe Diskussion" über den weiteren Umgang mit der Marke "Die Mannschaft" in Aussicht. Diese werde dann "aber nicht emotional, sondern sachlich geführt". Bierhoff halte es für wichtig, "nun eine Entscheidung zu treffen, die danach intern nicht mehr zur Diskussion gestellt wird, und diesen Weg dann zu gehen." (Foto: GES-Sportfoto/ Picture Alliance)
faz.net (Paid), sueddeutsche.de , turi2.de (Background)

Zitat: Micky Beisenherz würde jetzt gerne WM-Spiele sehen.

"In einer Welt mit einem Minimum an Anstand würde ich heute drei phantastische Spiele bei der WM gucken und Bier trinken. Ich fühle mich betrogen."

Comedy-Autor und Moderator Micky Beisenherz beklagt sich auf Twitter darüber, dass aktuell keine WM-Spiele stattfinden. Die WM 2022 startet ausnahmsweise erst im Winter, weil es im Sommer im Austragungsland Katar zu heiß ist.
twitter.com

Peer Naubert folgt auf Christian Pfennig als Marketingchef der DFL.

Aufstieg: Die DFL befördert Vize-Marketing­chef Peer Naubert zum Leiter des nationalen und internationalen Marketings. Er folgt auf Marketing- und Kommunikations­chef Christian Pfennig, der die DFL nach 17 Jahren "auf eigenen Wunsch" verlässt. Außerdem erweitert er als Marketing­chef die Geschäfts­führung der 100-prozentigen Tochter Bundesliga International, um die globale Beliebtheit der Bundesliga weiter zu forcieren.
dfl.de, turi2.de (Background)

Zitat: DFB-Nationalspielerin Laura Freigang wünscht sich eine Bühne für den Frauenfußball.

"Wir sind nicht unbedingt in der Situation, dass wir unsere Kosten selbst decken können oder Geld generieren. Aber wenn man uns die Chance gibt, und das sieht man ja am Beispiel von England, macht sich das bezahlt."

Die Nationalspielerin Laura Freigang wünscht sich im "Playboy"-Interview für den Frauenfußball in Deutschland eine ähnliche Vermarktung wie in England, wo dieses Jahr die Europameisterschaft der Frauen stattfindet. Sie wolle "keine Millionen verdienen", wünsche sich aber, dass professionelle Strukturen entstehen können.
"Playboy", 07/2022, per Mail

Hör-Tipp: Martin Kind hofft, dass das Kartellamt den “Mut” hat, die 50+1-Regel abzuschaffen.

Hör-Tipp: Unternehmer und Hannover 96-Präsident Martin Kind empfiehlt DFL-Chefin Donata Hopfen, "Transparenz und Klarheit" zu schaffen, damit für alle Wettbewerbsgleichheit herrscht. Kind sagt, Fußball-Bundesligisten sind Wirtschaftsunternehmen, für die auch das Wirtschaftsrecht "alleinig" gelten sollte. In Deutschland gilt zusätzlich das Verbandsrecht, das mit der 50+1-Regel festlegt, dass die Mehrheit eines Vereins den Mitgliedern gehört. Kind hofft, dass das Kartellamt den "Mut" hat, diese Regelung abzuschaffen.
omr.com (71-Min-Audio)

Debatte: Hansi Flick kann die Diskussion um “Die Mannschaft” nicht nachvollziehen.

Mannschafts-Debakel: Bundestrainer Hansi Flick glaubt nicht, dass die Bezeichnung "Die Mannschaft" einen Einfluss auf den Erfolg der Nationalmannschaft hat. Die Diskussion um den Begriff gehe "am Ganzen vorbei" und der stolz "für Deutschland arbeiten zu dürfen" solle im Vordergrund stehen. Der DFB diskutiert über die Bezeichnung "Die Mannschaft", die u.a. auch wegen Marketinggründen eingeführt wurde.
sportbuzzer.de, tagesschau.de (Background Debatte)

ZDF sichert sich kurzfristig die Rechte für zwei weitere Nations-League-Spiele.

ZDF sichert sich kurzfristig die Rechte für zwei weitere Nations-League-Spiele, berichtet DWDL. Damit überträgt der Sender nun auch die Heimspiele der deutschen Mannschaft gegen England und Italien, die am 7. und 14. Juni ausgetragen werden. ARD und ZDF teilen sich die Übertragungsrechte für die Nations League und die EM- und WM-Qualifikationsspiele mit RTL.
dwdl.de

Hör-Tipp: Was Interviews kurz nach Abpfiff bringen.

Hör-Tipp: Nach dem abgebrochenen Interview von Toni Kroos stellt die Deutschlandfunk-Sendung "Mediasres" die Frage, wie sinnvoll Gespräche kurz nach dem Abpfiff überhaupt sind. Im Mittelpunkt stünde, wie sich die Sportlerinnen fühlen, erklärt Sportredakteurin Jessica Sturmberg – dabei sei der Erkenntnisgewinn aber "selten groß". Kroos habe die Erwartungshaltung gehabt, dass sein positives Gefühl über den Reporter Nils Kaben weitergetragen werde.
deutschlandfunk.de (6-Min-Audio), turi2.de (Background)

Fifa-Affäre: Brisante Mails wurden großflächig gelöscht, recherchiert die “Süddeutsche”.

Leergeräumtes Postfach: Im Rahmen der Fifa-Affäre sollen etliche Dienst-Mails aus den Jahren 2015 bis 2017 vom ehemaligen Chef der Schweizer Bundesanwaltschaft verschwunden sein, recherchiert die "Süddeutsche Zeitung". In dieser Zeit hatte es geheime Treffen zwischen Fifa-Präsident Gianni Infantino und Michael Lauber gegeben, als letzterer bereits gegen den Fußball-Verband ermittelt hat. Die Untersuchungen zu dem Fall würden durch die Löschungen nun erschwert.
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Fußballerinnen erhalten bei einem EM-Sieg 60.000 Euro.

Zahl des Tages: Je 60.000 Euro sollen die deutschen Fußball-Nationalspielerinnen bekommen, wenn sie den EM-Titel nach Hause holen, gibt der DFB bekannt. Zum Vergleich: 2017 lag die Siegerinnen-Prämie bei 37.500 Euro. Gewinnende Männer kassieren allerdings weiterhin deutlich mehr ab, für den Sieg 2021 hätte jeder Spieler 400.000 Euro bekommen.
spiegel.de

Toni Kroos will sich nicht mit ZDF-Reporter Nils Kaben aussprechen.

Bockt: Nach dem Interview-Abbruch beim Champions-League-Finale will sich der Fußballer Toni Kroos nicht mit ZDF-Reporter Nils Kaben aussprechen. Er sei zunächst offen dafür gewesen, doch der Gedanke sei "ziemlich schnell verflogen", als er gesehen habe, dass Kaben im "Spiegel" ein Interview gegeben hat. Darin hatte Kabel das Benehmen des Fußballspielers kritisiert.
faz.net

Zitat: Toni Kroos hätte sich “nicht so” benehmen sollen, meint ZDF-Sportreporter Nils Kaben.

"Als Spieler sollte man sich so nicht benehmen. Da hätte ich mich als Journalist schon schwer danebenbenehmen müssen, damit der Interviewgast einfach geht."

ZDF-Sportreporter Nils Kaben macht sich keine Vorwürfe nach dem von Toni Kroos abgebrochenen Interview, sagt er im Gespräch mit dem "Spiegel". "Eine sachliche Frage zum Spielverlauf so ins Persönliche zu kippen, geht nicht", sagt er mit Blick auf das Verhalten von Kroos: "Bestenfalls ist es ein Missverständnis unter viel Adrenalin gewesen."
spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

DFL nimmt Virtual Bundesliga als Wettbewerb in ihre Statuten auf.

Tasten-Ball: Die DFL verankert die Virtual Bundes­liga VBL als zusätzlichen Wettbewerb in ihren Liga-Statuten. Ab der Saison 2023/24 müssen die Clubs der 1. und 2. Bundesliga mit virtuellen Mannschaften am Online-Modus des EA-Spiels "Fifa" teilnehmen, das dann "EA Sports FC" heißen wird. Die Clubs müssen ein eFootball-Team berufen sowie Räume und Technik zur Verfügung stellen.
dfl.de, turi2.de (Background)

Zitat: Fragen an Toni Kroos waren berechtigt, findet ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann.

"Vielleicht hätte der Kollege noch etwas bei den Emotionen bleiben und ein wenig später zum Kern des Spiels kommen sollen. Grundsätzlich waren die Fragen berechtigt und kein Grund, das Interview abzubrechen."

ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann (Foto) äußert sich gegenüber der dpa zu dem von Toni Kroos abgebrochenen Interview; eine Notwendigkeit der Nachbereitung sieht er nicht: "Man sollte die Kirche im Dorf lassen." Im Gespräch mit der "Bild" bedauert Reporter Nils Kaben indes, "nicht etwas länger mit Kroos über dessen positive Emotionen gesprochen zu haben".
n-tv.de, bild.de (Paid), turi2.de (Background)

Basta: Toni Kroos bricht genervt ein ZDF-Interview ab.

Zickiges Deutsches Fernsehen: Fußball-Star Toni Kroos bricht genervt ein ZDF-Interview nach kritischen Fragen von Feldreporter Nils Kaben zum überraschenden Real-Madrid-Sieg in der Champions-League ab: "Du hattest 90 Minuten Zeit, dir vernünftige Fragen zu überlegen, ehrlich, und dann stellst du mir zwei so Scheiß-Fragen." Aus dem Off poltert er weiter: "Du stellst erst drei negative Fragen, da weißt du schon, dass du aus Deutschland kommst." Offensichtlich ist Kroos ein besserer Pass- als Antwortgeber.
bild.de, twitter.com (78-Sek-Video)

Uefa verbietet Spiele zwischen Teams aus der Ukraine und Belarus.

Gefährliche Begegnung: Bei Uefa-Wettbewerben sollen ukrainische und belarussische Mannschaften vorerst nicht gegeneinander spielen, beschließt die europäische Fußball-Union. Eine vollständige Gewährleistung der Sicherheit sei aufgrund des bewaffneten Ukraine-Konflikts nicht möglich. Schon Anfang März hatte die Uefa bekanntgegeben, dass in Belarus keine Partien mehr stattfinden dürfen.
sportschau.de

Debatte: Andrej Reisin wünscht sich kritischere Fußball-Berichterstattung.

Kritiklos: Besonders bei einem planbaren Großereignis wie dem DFB Pokalfinale mit dem RB Leipzig wünscht sich Andrej Reisin, dass ARD und ZDF auch kritische Beiträge planen oder Funktionären und Offiziellen kritische Fragen stellen, anstatt "nur Glanz und Gloria des DFB-Pokals, den sie mitvermarkten, zu präsentieren". Zwar gebe es im Sportjournalismus insgesamt zahlreiche kritische Stimmen. Aber insbesondere der "RB-Haussender MDR" glänze immer wieder mit kostenloser PR für den Red-Bull-Verein.
uebermedien.de

Debatte: Claudio Catuogno kritisiert Marketing-Konzept des RB Leipzig.

Marketing-Maschine? Es ist nicht das erste Mal, dass ein DFB-Pokal­sieger "vor allem existiert, um ein Produkt zu kaufen", schreibt "Süddeutsche"-Autor Claudio Catuogno über den RB Leipzig. Den Fußball-Verein könnten dennoch alle gut finden, denen "egal ist, wie der Profi­fußball in Deutschland organisiert ist, solange er beste Unterhaltung bietet".
sueddeutsche.de (Paid), turi2.de (Background)

Wir graturilieren: Jan Lehmwann wird 52.

Wir graturilieren: Der kaufmännische Vorstand des FSV Mainz 05, Jan Lehmann, feiert heute seinen 52. Geburtstag. In den vergangenen Monaten hat er sich wieder hervorgerufen, Menschen an ihren Taten und nicht an ihren Worten zu messen. Umso mehr habe ihn der Mut des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beeindruckt.

Anstrengend war es, den Fußballverein durch die Pandemie solide und schuldenfrei zu steuern. Jetzt, wo sich die Corona-Lage verbessert hat, wünscht sich Lehmann, dass die Gesellschaft die "wirklich wichtigen Themen der Menschheit" wie den Klimawandel angehen kann. Doch der Ukraine-Krieg schaffe das nächste existentielle Problem. Seinen Ehrentag verbringt er mit seiner Frau. Glückwünsche erreichen Lehmann heute über Linked-in. (Foto: Frank Heinen)

RB Leipzig erntet Kritik für Pokal-Einweihung mit Red Bull.

Shitstorm: Nach dem DFB-Pokalsieg postet der RB Leipzig auf Twitter ein Bild von Mittelfeldspieler Kevin Kampl, der einen Energydrink von Red Bull in den Pokal schüttet. "Damit ist der Pokal offiziell eingeweiht", schreibt der Verein. Der Post sorgt für heftige Kritik in der Kommentarspalte. Der Aufstieg RB Leipzig ist eng mit dem österreichischen Getränkeriesen verbunden, was immer wieder für Kritik sorgt.
bild.de

Fotograf beim DFB-Pokalfinale braucht medizinische Behandlung.

Notfall: Die Siegerehrung beim DFB-Pokalfinale verzögert sich um zwanzig Minuten, weil Rettungskräfte einen Fotografen an der Seitenlinie behandeln müssen. Im Stadium ist es still, viele Zuschauer lassen als Zeichen der Anteilnahme ihre Handy-Taschenlampen leuchten. Erst als der Stadionsprecher verkündet, der Patient sei stabil und auf dem Weg ins Krankenhaus, beginnt die Feier für Pokalsieger RB Leipzig.
br.de

RTL kämpft mit Technik-Problemen beim Europa-League-Finale.

Technik will nicht: Der RTL-Streamingdienst RTL+ kämpft beim Europa-League-Finale zwischen Eintracht Frankfurt und den Glasgow Rangers mit technischen Schwierigkeiten. Auf einigen Endgeräten sei der Stream ausgefallen, beschweren sich Userinnen bei Twitter. Nach circa einer halben Stunde in der ersten Halbzeit ist das Problem behoben. RTL-Kommentator Marco Hagemann entschuldigt sich zudem für zwischenzeitliche Asynchronität bei Bild und Ton während der TV-Übertragung.
rnd.de, twitter.com


Zitat: Fußball-Kommentator Jörg Dahlmann ist enttäuscht von seinem Ex-Arbeitgeber Sky.

"Ich war vielleicht flapsig, aber nie unter der Gürtellinie."

Der geschasste Fußball-Kommentator Jörg Dahlmann erzählt im Interview mit Hit Radio FFH, die Rassismus-Vorwürfe gegen ihn seien "übelste Nachrede" gewesen, sein Ex-Arbeitgeber Sky habe nach dem Vorfall nicht mehr mit ihm gesprochen: "Das wäre das Mindeste gewesen, was ich erwartet hätte."
per Mail, ffh.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Fußballer sollten die WM in Katar kritisieren, sagt Johannes Strate von “Revolverheld”.

Hör-Tipp: Die Bandmitglieder von "Revolverheld", Johannes Strate (Foto) und Jakob Sinn, sprechen im "Kult-Kicker"-Podcast über ihre Liebe zum Fußball. Die zweite Liga sei zurzeit oft spannender als die erste, bemängeln sie die Dominanz des FC Bayerns. Außerdem beobachtet Sinn, dass Torwarte oft Rockmusik mögen. Zu der WM in Katar und den dortigen Menschenrechtsverletzungen sagt Strate, er erwarte von den Spielern, "dass der eine oder andere den Mund aufmacht".
kult-kicker.de (43-Min-Audio)

Hör-Tipp: Die Bundesliga kann sich bei ProSiebenSat.1 und der National Football League einiges abschauen.

Hör-Tipp: Die Fußball-Bundesliga kann sich von ProSiebenSat.1 einiges Abschauen, um national- und international erfolgreich zu sein, sagen Sponsors-Geschäftsführer Marco Klewenhagen und Sportfive-Deutschland-Geschäftsführer Hendrik Schiphorst im Spobis-Podcast "Sports, Business and Players". Der Sender habe geschafft, eine "stabile Community" für die National Football League aufzubauen und erziele gute Quoten. Das Modell könne ein "Role Model" für u.a. auch Fußball sein.
sites.sponsores.de (33-Min-Audio)

Spielervermittler Mino Raiola, 54, ist tot.

Mino Raiola, italienischer Fußball-Spielervermittler, ist nach schwerer Krankheit mit 54 Jahren gestorben. "Mino kämpfte bis zum Ende mit der gleichen Kraft, mit der er unsere Spieler am Verhandlungstisch verteidigte", heißt es in dem Statement. Vergangenen Donnerstag hatten mehrere Medien fälschlicherweise zu früh über Raiolas Tod berichtet. Raiola verhalf u.a. Zlatan Ibrahimovic zur Karriere, zuletzt war er Berater vom BVB-Spieler Erling Haaland.
n-tv.de

Russischer Sender bricht Bundesliga-Übertragung wegen Werbebande ab.

Zensierter Abpfiff: Der russische Sender Match TV hat am Sonntag die Über­tragung der Bundes­liga-Partie Arminia Bielefeld – FC Bayern München vorzeitig abgebrochen. In der Bielefelder Schüco-Arena stand u.a. "Stop war, Putin" auf einer Werbe­bande. Der Sender hat deshalb nach gut 30 Minuten abgeschaltet. Am 2. April beim Spiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig ist das auch schon der Fall gewesen.
digitalfernsehen.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: André Schürrle hat sein Karriere-Ende mit seinem Gefühl entschieden.

Hör-Tipp: "Ich habe diesen Tag so herbeigesehnt", erinnert sich Ex-Fußballprofi André Schürrle bei "Hotel Matze" an die Bekanntgabe seines Karriere-Endes im Juli 2020 zurück. Dies sei die erste Entscheidung während seiner beruflichen Laufbahn gewesen, die er nicht mit seinem Kopf, sondern mit seinem Gefühl und seiner Seele getroffen habe. Der damals 29-Jährige habe zuerst lange mit sich gehadert, wie er anderen erklären soll, warum er den "Traumberuf der Deutschen einfach so wegwirft".
open.spotify.com (150-Min-Audio)

Debatte: DFB-Direktor Oliver Bierhoff plädiert für weniger Spieltage.

Zu viel des Guten: "Im Fußball gibt es keine Pause", kritisiert DFB-Direktor Oliver Bierhoff im "Focus" die Kommerzialisierung des Fußballs. Eine Reduzierung der Spiele-Anzahl könne die Qualität der Partien erhöhen: "Wenn wir alle im Fußball zehn oder zwanzig Prozent weniger verdienen würden, würde es uns immer noch sehr gut gehen." Junge Menschen würden zudem "etwas mehr als nur jeden Tag Fußball" erwarten.
"Focus" 15/2022, S. 100 (Paid), sportbuzzer.de

Basta: Die Fifa feilt an Regel-Revolutionen.

Ballaballa: Die italienische Sport-Zeitung "Corriere dello Sport" spekuliert, dass die Fifa bei der WM in Katar eine Verlängerung der Spielzeit von 90 auf 100 Minuten prüft, um so u.a. die "im Fußball übliche Zeitschinderei" auszugleichen. Die Fifa twittert, es seien keine Änderungen dieser Art geplant. Insgeheim feilt man aber an anderen Regel-Revolutionen: 13 Mann auf dem Platz, drei Bälle gleichzeitig im Spiel und Dischdascha statt Trikot.
spox.com, sport.sky.de

Lars Windhorst dementiert Bericht zur Zwangsversteigerung seiner Hertha-Anteile.

Wind um nichts? Unternehmer Lars Windhorst postet bei Twitter ein "klares Dementi" zu einem Bericht vom Business Insider und übt scharfe Kritik an dem Springer-Portal. Die Hertha-Anteile der Peil Investment seien weder verpfändet noch würden sie zwangsversteigert: "Unser Statement bringt Business Insider leider erst hinter der Paywall, wo es kaum einer sieht. Nicht sehr fair!" Kayhan Özgenc, stellvertretender Chefredakteur von Business Insider, twittert als Antwort darauf das im Artikel zitierte Urteil vom Bezirksgericht Amsterdam.
twitter.com via sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Trotz Abbruch: DFL hält an Übertragungen in Russland fest.


Bleibt am Ball: Die DFL will auch nach dem Übertragungs-Abbruch eines rusisschen TV-Senders Bundesliga-Spiele in Russland zeigen. Ziel sei es, durch "Friedensbotschaften aus den Stadien die Menschen in Russland zu erreichen". Trotzdem beobachte man "selbstverständlich genau, ob und inwieweit diese Möglichkeit weiterhin gegeben ist". Am Samstag hatte Match TV die Ausstrahlung der Partie zwischen dem BVB und RB Leipzig kurz vor Ende der ersten Halbzeit abgebrochen, weil Anti-Kriegs-Botschaften im Bild zu sehen waren.

Die DFL habe an den vergangenen Spieltagen "massive Einschränkungen" beobachtet und diese "in der gebotenen Deutlichkeit" gegenüber dem Sender zur Sprache gebracht. Die Einnahmen aus dem TV-Deal spendet die DFL seit Anfang März für humanitäre Hilfe in der Ukraine. Die DFL geht damit einen anderen Weg als die Premier League oder die Ligue 1, die ihre TV-Verträge mit russischen Partnern aufgelöst haben.
spiegel.de, kicker.de
(Foto: picture alliance/dpa, Bernd Thissen)

Business Insider: Lars Windhorsts Beteiligungen an Hertha BSC werden zwangsversteigert.

Spiel aus? Unternehmer Lars Windhorst muss seine Anteile an Hertha BSC versteigern, berichtet Business Insider. Demnach hatte Windhorst sie bei der Firma Peil Investment geparkt, einer Tochter seiner Unternehmensgruppe Tennor Holding. Weil Windhorst offenbar einen Kredit nicht zurückgezahlt hat, bestätigt ein Notar, die Versteigerung der Firma an den Meistbietenden zu organisieren. Die Hertha-Anteile sind Teil davon.
businessinsider.de (Paid)

Basta: Spanien hat Angst vor Deutschlands DFB-Elf.

Ehrfürchtiger Kick: In der Vorrundengruppe der Fußball-WM in Katar tritt Deutschland u.a. gegen Spanien an. Spaniens Medien kriegen schon jetzt Panik vor den Jungs von Hansi Flick: "Spanien wurde das Ungeheuer zugelost", titelt etwa die Sportzeitung "AS" nach der Auslosung und das Blatt "Marca" spricht von einem "Angstgegner". Offenbar sind bei den Spanierinnen nur die jüngsten Erfolge der DFB-Elf hängen geblieben, die vielen Rückschläge scheinen wie aus dem Gedächtnis gekickt.
n-tv.de