Jens Lehmann verliert Aufsichtsrats-Posten bei Hertha nach rassistischen Äußerungen.

Runter vom Rasen: Fußball-Bundesligist Hertha BSC kündigt den Beratervertrag mit Ex-Torwart Jens Lehmann, er verlässt auch den Aufsichtsrat. Lehmann hat sich in einer WhatsApp diskriminierend über den Schwarzen Ex-Nationalspieler Dennis Aogo geäußert und schickte die Nachricht offenbar versehentlich an ihn. Aogo veröffentlichte sie auf Instagram. Charly Classen, Sportchef von Sky, teilt mit, dass Lehmann nicht mehr als Gast in Sendungen eingeladen wird.
rbb24.de, sport.sky.de

Nordic Entertainment Group investiert 500 Mio Euro in die Bundesliga.

FussballNordische Mäuse: Die Nordic Entertainment Group, führendes Streaming-Unternehmen in Skandinavien, und die DFL-Tochter Bundesliga International schließen einen Deal für neun europäische Märkte. Bis 2029 zahlt Nent laut Sponsors.de 500 Mio Euro für die Medienrechte von mehr als 300 Live-Spielen der Bundesliga und der 2. Bundesliga pro Saison und den deutschen Supercup. Es ist der längste Medienrechtevertrag, den die Nent Group je abgeschlossen hat. Das Unternehmen will die Bundesliga-Inhalte in seinem Sport-Streaming-Angebot Viaplay zeigen.
sponsors.de (Paid)

Nach Nazi-Vergleich: Landesverbände fordern Rücktritt von DFB-Chef Fritz Keller.


Machtkampf: DFB-Chef Fritz Keller (Foto) ist von den Präsidenten der Landes- und Regionalverbände zum Rücktritt aufgefordert worden. Auch Generalsekretär Friedrich Curtius ist das Vertrauen entzogen worden. Vorausgegangen war ein zweigängiger Krisengipfel in Potsdam. Keller hatte seinen Stellvertreter Rainer Koch in einer internen Sitzung mit dem Nazi-Richter Roland Freisler verglichen. Keller hatte daraufhin Koch um Entschuldigung gebeten.

Eine derartige Äußerung sei "völlig inakzeptabel und macht uns fassungslos", heißt es in einem Statement des DFB: Sie werde "auf das Schärfste verurteilt" und sei mit den "Grundsätzen und Werten der Verbände nicht vereinbar". 26 der Amateurvertreterinnen hatten für eine Rücktrittsforderung an Keller gestimmt, neun sind dagegen gewesen. Bisher hat sich Keller nicht zu den Rücktrittsforderungen geäußert. Er und Curtius möchten sich laut der DFB-Mitteilung nicht unmittelbar zu der Abstimmung äußern und haben um Bedenkzeit gebeten. Der Fall liegt inzwischen bei der Ethikkommission des DFB.
dfb.de via zeit.de, tagesschau.de

Esther Sedlaczek und Micky Beisenherz übernehmen den “Sportschau Club”.

ARD-Neuzugang Esther Sedlaczek feiert zwei Monate früher als geplant ihren Einstand, ab dem 11. Juni moderiert sie mit Micky Beisenherz den Fußball-EM-Talk Sportschau Club, dessen Hauptmoderator seit 2013 Alexander Bommes war. Bommes wiederum wird durch die langen Spieltage im Ersten führen. Zudem plant die ARD einen täglichen EM-Podcast, der jeden Morgen um 6 Uhr erscheinen soll. Derweil verkündet das ZDF, Sport-Formate künftig unter der Dachmarke "sportstudio" statt "ZDFsport" zu bündeln.
presseportal.de (ARD), turi2.de (Background Sedlaczek), presseportal.de (ZDF)

Super League verliert sämtliche englischen Gründungsmitglieder.

FussballNach nur 48 Stunden: Sämtliche englischen Clubs begraben ihre Super-League-Ambitionen, bestätigen die Vereine auf Twitter. Berichten zufolge stehen auch Barcelona und Atletico Madrid vor dem Aus. Alle zwölf Gründungsvereine sollen noch in der Nacht für ein Krisengespräch zusammenkommen. Die Gründung einer europäischen Liga in Konkurrenz zur Champions League ist von Fans, Politik und Medien stark kritisiert worden.
tagesschau.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

Zwölf europäische Fußball-Clubs verkünden Gründung einer Super League.

FussballFußball-Futurismus: Zwölf Top-Vereine, darunter Liverpool, Real Madrid und Inter Mailand, erklären sich zu Gründern einer neuen internationalen Super League. Die UEFA und die betroffenen spanischen, englischen und italienischen Ligen kündigen an, die Clubs bei Umsetzung ihres Vorhabens aus allen Wettbewerben zu verbannen. Auch DFL-Chef Christian Seifert sowie Emmanuel Macron und Boris Johnson unterstützen die UEFA-Linie.
sueddeutsche.de, tagesschau.de, liverpoolfc.com (Erklärung der Vereine)

Uli Hoeneß hört als Fußball-Experte bei RTL auf.

Kurzes Gastspiel: FC-Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß will keine weiteren Länderspiele mehr bei RTL kommentieren, berichtet die "Bild". Beim FC Bayern sollen kritische Aussagen über Jerome Boateng nicht gut angekommen sein, sie hätten die Diskussionen um die Zukunft von Trainer und Boateng-Befürworter Hansi Flick befeuert. Die Zusammenarbeit zwischen Hoeneß und dem Sender war von vornherein auf nur drei WM-Quali-Spiele im März ausgelegt.
bild.de (Paid), dwdl.de, turi2.de (Background)

Flyeralarm kündigt Sponsoring-Verträge mit dem DFB.


Rote Karte: Die Online-Druckerei Flyeralarm, Hauptgeldgeber der Würzburger Kickers in der 2. Bundesliga, beendet wegen mehreren vermeintlichen Schiedsrichter-Fehlentscheidungen ihren Vertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund nach 2023. "Nach elf spielentscheidenden Fehlentscheidungen kündige ich auf diesem Wege vorab in mündlicher Form – mit aller Gelassenheit und ohne Emotionen – sämtliche Verträge mit dem DFB", sagte Firmenchef Thorsten Fischer laut einer Mitteilung. Dies betreffe das "komplette Sponsoring für die Nationalmannschaft und den DFB".

"Ich habe den Glauben wie Hoffnung an eine Gleichbehandlung und seriöses Geschäftsgebaren verloren", so Fischer weiter. Laut der dpa geht es um Gelder von rund vier Mio Euro, vor allem für Bandenwerbung bei Länderspielen. Das seit 2019 laufende Namenssponsoring bei der Frauen-Bundesliga will Flyeralarm jedoch separat betrachten und prüfen, weil "die Frauen in dieser männerlastigen Domäne DFB überhaupt nichts dafür können".
sportschau.de, bild.de

Ex-Lewandowski-Berater wegen Geheimnisweitergabe erneut angeklagt.

Zusatz-Anklage: Die polnische Staatsanwaltschaft beschuldigt Cezary Kucharski, Ex-Berater von Robert Lewandowski (Foto), "einem Vertreter ausländischer Medien" geheime Steuer- und Vertragsunterlagen übermittelt zu haben. Deren Empfänger war "Spiegel"-Reporter Raphael Buschmann. Er hat im vergangenen Jahr über mögliche Steuerhinterziehungen Lewandowskis berichtet. Kucharski sei dabei nur einer von vielen Informanten in dem Fall gewesen, betont der "Spiegel". Für den neuen Vorwurf drohen Kucharski in Polen bis zu zwei Jahre Haft. Er wird bereits der Erpressung des Fußballers beschuldigt.
bild.de, turi2.de (Background)

Wolff Fuss moderiert die Bundesliga bei Sat.1.

Doppelpacker: Sat.1 engagiert Sportkommentator Wolff Fuss für die Übertragung seiner Bundesliga-Spiele, berichtet Sportbuzzer. Der Privatsender hat die Rechte an neun Live-Partien erworben. Fuss bleibt seinem bisherigen Arbeitgeber Sky weiterhin als Kommentator erhalten. Ab 2009 hat er schon einmal drei Jahre lang in Diensten von Sat.1 gestanden. Die offizielle Vorstellung ist für Mittwoch geplant.
sportbuzzer.de via dwdl.de

Johannes B. Kerner wird EM-Moderator bei Magenta TV.

Sportlicher Ausflug: ZDF-Moderator Johannes B. Kerner wechselt im Sport-Bereich zum Telekom-Dienst Magenta TV und moderiert dort ab diesem Sommer die Fußball-EM, meldet die "Bild am Sonntag". Auch für die Spiele der WM 2022 und der nächsten EM 2024 sei er im Gespräch. Für Shows bleibt Kerner dem ZDF erhalten. Bereits 2019 ist er bei Magenta TV mit dem Talk Bestbesetzung zu sehen gewesen.
bild.de (Paid), turi2.de (Background)

DFB-Compliance wirft Bürochef von Fritz Keller Verletzung von Geheim­haltungs­pflichten vor.

DFB: Die Compliance-Abteilung wirft Samy Hamama, bisher Bürochef und Vertrauter von Verbands-Präsident Fritz Keller, vor, "nachweislich Geheimhaltungspflichten verletzt" zu haben, berichtet der "Spiegel". Der DFB hatte Hamama Anfang der Woche fristlos gefeuert. Er soll sich Zugriff auf interne Dokumente im Abrechnungs­system des DFB verschafft haben. Es geht um eine Rechnung des Medien­beraters Kurt Diekmann, die das ZDF veröffentlicht hat. Hamama räumt ein, Unterlagen aus der Datenbank gezogen zu haben, bestreitet aber "Primärquelle des ZDF" zu sein.
spiegel.de (Paid), bild.de (Background)

“Bild”: Die DFL passt ihr Hygiene-Konzept an.

DFL will ab dem 1. April an allen Bundesliga-Trainingstagen und vor jeder Busreise Corona-Schnelltests durchführen, meldet "Bild". Bisher seien nur zwei PCR-Tests pro Woche vorgeschrieben gewesen, diese will der Verband auch weiterhin durchführen. Zuletzt hatten sich mehrere Zweitliga-Spieler mit dem Virus infiziert. Außerdem berichtet die "Bild", dass Drittligist Hansa Rostock am Samstag als erster deutscher Profi-Club wieder vor einem kleinen Stadion-Publikum spielen darf.
bild.de, bild.de (Hansa Rostock, Paid)

Martin Suter schreibt biografischen Roman über Bastian Schweinsteiger.

Schweini-Fiktion: Schriftsteller Martin Suter schreibt im biografischen Roman "Einer von euch" über das Leben von Fußballer Bastian Schweinsteiger. Das Buch soll im September im Diogenes-Verlag erscheinen. Suter erzählt darin "Wahres und fast Wahres aus dem Leben des Mannes, dem es nicht in die Wiege gelegt war, alles zu erreichen, was man als Fußballer erreichen kann".
t-online.de, stern.de

Sponsoren zittern um die Fußball-EM 2021.

FussballFußball-EM: Die Sponsoren der Europameisterschaft 2021 zittern wegen Corona um ihre teuer bezahlten Werberechte, schreibt Ingo Rentz. TikTok, Coca Cola und Takeaway.com halten sich bedeckt oder geben an, sich gemeinsam mit der UEFA auf "verschiedene Szenarien vorzubereiten". Heineken, Vivo und Qatar Airways äußern sich gar nicht zu der Frage, ob sie tatsächlich werben werden. Sollte die EM nicht stattfinden, hätten die Sponsoren das bereits investierte Geld verbrannt.
horizont.net (Paid)

ZDF: Hoffenheim-Fans kritisieren Hopp-Doku schon vor der Ausstrahlung.

ZDF kündigt für das bundesligafreie letzte März-Wochenende eine Doku über Dietmar Hopp als "Hassfigur der Ultras" an und erntet aus der "Fanszene" schon vorab Kritik, berichtet Daniel Bouhs. Für "Zapp" kann er den Film vorab sehen und hat "alles andere als den Eindruck, dass hier pro Hopp oder TSG lobbyiert wird". Fans hatten dem Sender und seinem Moderator Jochen Breyer vor gut einem Jahr eine zu große Nähe zu Hopp vorgeworfen, weil das "ZDF Sportstudio" ein Video-Statement von Hopp gezeigt hatte, bei dem keine kritischen Nachfragen möglich waren. ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann sagt, dass es in der Sendung künftig keine Video-Statements mehr geben soll.
ndr.de, prisma.de (Doku-Ankündigung)

Joachim Löw tritt nach der Fußball-Europameisterschaft als Bundestrainer zurück.

Jogi adé: Joachim Löw tritt nach der Fußball-Europameisterschaft 2021 nach 15 Jahren als Bundestrainer der deutschen Fußballnationalmannschaft zurück. Löw hat laut DFB darum gebeten, seinen ursprünglich bis zur WM 2022 laufenden Vertrag vorzeitig zu beenden. Der 61-Jährige hatte das Amt 2006 von Jürgen Klinsmann übernommen und ist aktuell dienstältester Nationalcoach der Welt. Der DFB will nun "mit Ruhe und Augenmaß einen Nachfolger benennen".
dfb.de, faz.net

Telekom sichert sich die Rechte an allen Fußballspielen der EM 2021, WM 2022 und EM 2024.


Telekom-Tor: Die deutsche Telekom sichert sich sämtliche Rechte für die Fußball-Europameisterschaft 2021, die Weltmeisterschaft 2022 und die Europameisterschaft 2024. Damit kann das Unternehmen als einzige Anbieterin sämtliche Begegnungen der drei kommenden internationalen Fußballturniere auf ihrer Plattform Magenta TV zeigen. ARD und ZDF bekommen durch Sub-Lizenzen auch einiges vom Kuchen ab: 2024 können die Öffentlich-Rechtlichen 34 von 51 Spielen der EM zeigen, darunter alle Matches der deutschen Nationalmannschaft sowie Halbfinal-Begegnungen und das Finale selbst. Weitere 17 Spiele der EM 2024 gehen ebenfalls per Sublizenz an RTL. Zehn Spiele der EM 2020 und 16 Spiele der WM 2022 sind ausschließlich im TV-Angebot der Telekom zu sehen.

Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden der Telekom, sagt, man habe "mit den Öffentlich-Rechtlichen, RTL, der UEFA und der FIFA langfristige Partnerschaften geschlossen". Die auf Sommer 2021 angesetzte Europameisterschaft will Magenta TV auf vier Kanälen übertragen: Zwei in Full-HD und zwei im hochauflösenden Standard Ultra-HD. Die Spiele sollen live gezeigt und auf Abruf zur Verfügung gestellt werden.
horizont.net, presseportal.de, turi2.de (Background)

Sportfotograf Hans Rauchensteiner, 72, ist tot.

Hans Rauchensteiner, 72, ist tot. Der Sportfotograf starb am Samstagabend während der Arbeit in der Allianz Arena nach dem Abendspiel zwischen Bayern München und Borussia Dortmund. Rauchensteiner war seit 1972 aktiv, besonders im Umfeld des FC Bayern. Dessen Chef Karl-Heinz Rummenigge würdigt den Fotografen als "treuen Begleiter", den der Verein "aus beruflicher wie aus menschlicher Sicht" immer sehr geschätzt habe.
abendzeitung-muenchen.de

Video-Tipp: Jan Böhmermann knöpft sich den Profi-Fußball vor.

Video-Tipp: Jan Böhmermann nimmt im ZDF Magazin Royale den Profi-Fußball auseinander und ruft in Anlehnung an Studiogast Arnd Zeigler die Rubrik "Böhmis wunderbare Welt des Fußballs" ins Leben. Darin bekommt u.a. die "Bild"-Zeitung ihr Fett weg. Das Blatt sei hinter den Kulissen an den Lockerungs-Gesprächen im Frühjahr 2020 beteiligt gewesen: "Die 'Bild' sitzt nicht auf der Pressetribüne, sondern spielt auf dem Feld mit".
youtube.com (19-Min-Video) via br.de

“Bild”: Matthias Opdenhövel wird Bundesliga-Moderator bei Sat.1.

Sender, wechsel dich: Der scheidende "Sportschau"-Moderator Matthias Opdenhövel moderiert ab August 2021 die Bundesliga-Übertragungen bei Sat.1, meldet "Bild". Co-Moderatorin soll Andrea Kaiser werden. Der Sender hatte sich im vergangenen Sommer ein Live-Rechtepaket mit neun Free-TV-Spielen gesichert. Opdenhövel verlässt die ARD nach zehn Jahren.
bild.de (Paid), turi2.de (Opdenhövel-Abschied), turi2.de (Bundesliga bei Sat.1)

Esther Sedlaczek folgt auf Matthias Opdenhövel bei der “Sportschau”.

TV-Transfer: Sky-Moderatorin Esther Sedlaczek, 35, wechselt zur kommenden Saison in die ARD-"Sportschau", meldet die "Bild". Sie ersetzt Matthias Opdenhövel, der nach zehn Jahren aus dem Moderations-Trio um Alexander Bommes und Jessy Wellmer ausscheidet. Sedlaczek ist die dritte Frau in der Geschichte der "Sportschau". Die ARD kommentiert die Personalie zunächst nicht.
bild.de

rtv und Sport1 veröffentlichen am 8. März die Erstausgabe von “Fußball & Familie”.

Anpfiff: rtv und Sport1 veröffentlichen am 8. März die Erstausgabe ihrer angekündigten Sport-Beilage "Fußball & Familie". Das Magazin startet mit einer Auflage von 400.000 Stück, die ausgewählten Tageszeitungen beiliegt – und würdigt u.a. Lothar Matthäus anlässlich seines 60. Geburtstags. Für 2021 sind acht Ausgaben geplant, inklusive eines EM-Specials.
sport1.de, turi2.de (Background)

Zitat: BVB-Boss sieht das Geschäftsmodell Profi-Fußball durch Corona zerschossen.

"Niemand konnte voraussehen, dass das Geschäftsmodell plötzlich vollständig zerschossen wird."

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sagt im "Handelsblatt"-Interview, "kein Klub auf der Welt" könne ohne Zuschauer-Einnahmen Gewinn machen. Er rechnet damit, dass es mindestens fünf Jahre braucht, um in finanzieller Hinsicht den Status quo vor Corona zu erreichen.
handelsblatt.com (Paid)

Video-Tipp: Fußballer lesen Hass-Nachrichten vor.

FussballVideo-Tipp: 14 Fußball-Profis lesen in einem von Sports 360 und Signature Studios produzierten Clip Hasskommentare vor, die sie via Twitter, Instagram oder Facebook erhalten, und die unter anderem Morddrohungen und Gewaltfantasien enthalten. Sie wollen ein Zeichen gegen Hass im Netz setzen, die Idee zum Video hatte Sports-360-Gründer Volker Struth. Er sagt: "Das Strafgesetzbuch gilt auch im Netz. Das Ausmaß von Hass im Netz wollen wir mit dieser Aktion verdeutlichen."
instagram.com

Fifa will Honorare für Spieler-Berater begrenzen – Berater wehren sich.

FussballFußball: Spieler-Berater sollen künftig nur noch maximal 6 % des Jahresgehalts der von ihnen vertretenen Fußball-Profis erhalten, zitiert der "Spiegel" aus einem Reform-Entwurf der Fifa. Der Fußball-Verband will die Honorare so transparenter machen und begrenzen – bisher sind sie Verhandlungssache. Unter den Beratern regt sich Widerstand.
"Spiegel" 8/2021, S. 96 (Paid)

DFL-Präsidium gründet interdisziplinären Beirat und Arbeitsgruppe zu wirtschaftlicher Stabilität.

DFL lässt sich künftig von einem interdisziplinären Beirat mit externen Fachleuten, beraten. Das Präsidium gründet außerdem eine Arbeitsgruppe, um die wirtschaftliche Stabilität des Profifußballs zu stärken. Auch die Kommission Finanzen soll mitarbeiten. Es geht unter anderem um die finanziellen Folgen der Corona-Krise und die Weiterentwicklung nationaler Lizenzierungs- und Finanzkriterien.
dfl.de

turi2 edition #13: Christian Pfennig über Fußball, Fans und Fernsehen.


Bleibt am Ball: Christian Pfennig zieht als DFL-Kommunikationsdirektor diskret die Strippen im Bundesligageschäft. Im Interview mit Peter Turi für die turi2 edition #13 tritt er im Clubhaus des FC Kalbach ausnahmsweise selbst ins Rampenlicht – und spricht über die gesellschaftliche Bedeutung des Fußballs: “Während Kirchen, Gewerkschaften und Parteien kontinuierlich an Zuspruch verlieren, bleibt der Fußball eines der letzten verbindenden Elemente unserer Zeit.” Sie können den Text im kostenlosen E-Paper lesen oder das Buch gedruckt bestellen. Weiterlesen …

Uli Hoeneß wird Experte für Fußball-Länderspiele bei RTL.

Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß wird Ende März dreimal für RTL als Experte an der Seite von Florian König Fußball-Länderspiele der Männer begleiten, kündigt der Sender an. Konkret geht es um die WM-Quali­fikations­spiele gegen Island, Rumänien und Nordmazedonien. Hoeneß tritt in dieser Rolle in die Fußstapfen prominenter Vorgänger, u.a. von Jürgen Klinsmann. Für Hoeneß ist es der erste TV-Expertenjob.
dwdl.de, tagesspiegel.de

FC Liverpool darf nicht in Leipzig spielen.

Coronakonformes Kicken: Der FC Liverpool darf aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen nicht zum Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei RB Leipzig antreten. Die Bundespolizei verwehrt dem Team von Trainer Jürgen Klopp die Einreise. Das Spiel könnte nur an einem "neutralen" Ort stattfinden oder müsste verschoben werden - das Achtelfinale muss allerdings bis zum 2. April abgeschlossen sein.
kicker.de

ARD-Versprechen an Sabine Töpperwien: Eine Frau kommentiert das nächste WM-Finale.

ARD verspricht Sabine Töpperwien, 60, per Urkunde, dass eine Frau das nächste Fußball-WM-Finale im ARD-Radio kommentieren darf. Die WDR-Reporterin hatte kürzlich ihren vorzeitigen Ruhestand aus gesundheitlichen Gründen bekannt gegeben. In Interviews dazu äußerte sie mehrfach, sie werde es nicht mehr erleben, dass eine Frau bei einer Fußball-EM oder WM das Finale kommentiert. ARD-Direktorin Valerie Weber sagte Töpperwien, das habe der ARD zu denken gegeben, weshalb sie die Urkunde ausgestellt hat. Darin heißt es auch, dass die ARD mehrere Reporterinnen so ausbilden will, dass sie WM-Finalspiele kommentieren können.
bild.de (Paid), turi2.de (Background)

DFL-Boss Seifert fordert, Corona-Regeln “an der Realität” auszurichten.

DFL: Chef Christian Seifert fordert im "FAS"-Interview, alle Maßnahmen "an der Realität" auszurichten. Sich an einem pauschalen Inzidenzwert von 50 zu orientieren, könne "ein Weg ins Nirgendwo sein". Er wünscht sich "eine differenzierte Betrachtung der Infektionen nach Bevölkerungsgruppen". Die Europameisterschaft im Sommer nachzuholen, hält Seifert für machbar. Über seine Zeit nach der DFL sagt Seifert, er habe sich "bislang noch nicht allzu viele Gedanken gemacht".
"FAS", S. 30 (Paid)

Meinung: Homophobie im Fußball gehört ins ARD-Hauptprogramm.

Fehl am Platz? Die ARD verschenkt eine inhaltsstarke "Sportschau"-Diskussionsrunde über Homophobie im Fußball, indem sie sie mitten in der Nacht ausstrahlt, meint Holger Gertz: "In einer besseren Welt käme so was im Hauptprogramm, nirgendwo sonst gehört es hin." Der Autor beschreibt die Runde mit Moderatorin Jessy Wellmer, Thomas Hitzlsperger, Tabea Kemme und Kevin Kühnert als "informativ, nachhaltig, null Gebrüll."
sueddeutsche.de, daserste.de (60-Min-Video)

“Spiegel” und “Süddeutsche Zeitung” finden neue Indizien für gekaufte WM 2006.


Wenig märchenhaft: Bei der Fußball-WM 2006 könnte es einen Deal zwischen dem Schweizer Sportvermarkter CWL und dem DFB gegeben haben, recherchieren "Spiegel" und "Süddeutsche Zeitung" in bislang unbekannten, internen CWL-Dokumente. Die Zeitungen schreiben, CWL habe offenbar Spiele der deutschen Nationalmannschaft und andere Sportevents genutzt, um Bestechungsgelder als legale Ausgaben zu tarnen und an Fifa-Funktionäre zu zahlen – die mitentschieden, ob die WM 2006 nach Deutschland oder Südafrika geht. So habe etwa Joseph Mifsud aus Malta eine Mio Schweizer Franken von der CWL bekommen – auf dem Papier für Beratung und Unterstützung für die "Südeuropa-Rechte an der Eishockey-WM 1998", gezahlt nach der Fußball-WM-Abstimmung der Fifa-Funktionäre.

Der DFB habe dem Kirch-Konzern, zum dem CWL gehörte, fürs "Holen" der WM womöglich bei Benefiz-Fußballevents Werberechte mit deutlichem Nachlass gewährt. Leo Kirch hatte TV-Rechte für 2006 gekauft, der "Spiegel" schätzt, die WM in Deutschland habe ihm rund 250 Mio Schweizer Franken mehr eingebracht, als eine WM in Südafrika es getan hätte. Der DFB hat CWL und der Nachfolgerfirma Infront laut Recherche zum Dank außerdem jahrelang Aufträge "deutlich unter Marktwert" zugeschachert. Sowohl CWL als auch DFB haben sich laut "Spiegel" auf Nachfragen nicht geäußert.
sueddeutsche.de, spiegel.de (Paid), turi2.de (Background)

DFL verteilt TV-Gelder wegen Pandemie-Auswirkungen um, rechnet mit bis zu 2 Mrd Euro Einbußen.


Fair teilen, was zu verteilen bleibt: DFL ändert den Verteilungsschlüssel für die TV-Gelder in den Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25, um die Krisen-Auswirkungen abzufedern. DFL-Chef Christian Seifert, über dessen Zeit bei der DFL die Weichenstellung hinausgeht, stellt das Vier-Säulen-Modell vor: 53 % der Gelder sollen zu gleichen Teilen an alle Klubs gehen – 24,7 Mio Euro an die Klubs der Bundesliga, 6,9 Mio Euro an die Klubs der zweiten Liga. Daneben spielen Leistung mit 42 % und die Nachwuchsarbeit mit 3 % eine Rolle bei der Gelder-Verteilung. Erstmals wird außerdem das Interesse am jeweiligen Klub auf Basis von Marktforschung der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse mit 2 % bis 3% der Gelder berücksichtigt.

Seifert sagt, bei der Verteilung internationaler Erlöse zählen "die Prämissen Stabilität und Solidarität". 35 % dieser Erlöse werden künftig als Sockelbetrag gleichmäßig an alle 18 Clubs der Bundesliga ausgeschüttet. Weitere 50 % werden anhand einer Fünf-Jahres-Wertung mit Blick auf das internationale Abschneiden verteilt. Auch die 2. Bundesliga wird in den kommenden vier Jahren mit einem festen Satz an den internationalen Erlösen beteiligt: 2021/22 und 2022/23 mit jeweils 4 %, 2023/24 und 2024/25 mit jeweils 3 %.

Seifert rechnet mit massiven Verlusten in Zukunft: Einschließlich der vergangenen Saison werden die Vereine bis zur Spielzeit 2021/22 rund zwei Mrd Euro Umsatz einbüßen, prognostiziert er. Durch die aktuellen Geisterspiele müsse man "in dieser Saisonnahezu mit einem Gesamtausfall der Zuschauereinnahmen rechnen". Das wäre ein Verlust von 650 Mio Euro. Corona werfe die Klubs "um fünf bis sechs Jahre zurück".
ksta.de, sportbuzzer.de