Basta: Bei Googles Kalender scheint die Zeit stehengeblieben zu sein.

Wer hat (nicht) an der Uhr gedreht? Die mobile Version von Googles Kalender wurde seit zehn Jahren nicht mehr aktualisiert, beobachtet Googlewatchblog. Während die Zeit ungebremst voranschreitet, verharrt die Web-App im Jahr 2010. Zumindest bei Googles Kalender scheint damit die Zeit in der sonst so schnelllebigen Digitalwelt stehengeblieben zu sein.
googlewatchblog.de

Zitat: YouTube-Manager Andreas Briese sieht eine neue Wahrnehmung dank Rezo.

"Mit Rezo hat plötzlich auch die breite Öffentlichkeit registriert, dass auf Youtube wichtige politische und gesellschaftliche Debatten angestoßen werden."

Andreas Briese, bei YouTube für Kooperationen in Mitteleuropa zuständig, sagt im Interview mit "Horizont", dass Schminktipps und Prank-Videos zunehmend mehr Politik- und Bildungsinhalte gegenüberstehen.
horizont.net

Social Media: Medienanstalten finden die Selbstregulierung der Plattformen uneffektiv.

Social Media: Facebook, Twitter und Google halten ihre eigenen Selbstverpflichtungen, u.a. im Kampf gegen Fake-Accounts, nicht ein, zitieren der NDR und WDR aus einem von der EU beauftragten Gutachten. Die Selbstregulierung der Plattformen sei "weder effektiv noch verhältnismäßig". Das Gutachten stammt von den Medienanstalten Bayern, Berlin-Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.
tagesschau.de

Chinas Smartphone-Hersteller arbeiten an eigener App-Plattform.

Gegen Google: Die chinesischen Smartphone-Hersteller Xiaomi, Vivo und Oppo wollen eine eigene Plattform für App-Entwickler gründen. Programmierer könnten ihre Apps, anders als bisher, in den Stores aller drei Hersteller verkaufen. Ob auch Huawei mit dabei ist, steht nicht fest. Profitieren würde Huawei am meisten – der Konzern darf u.a. Googles Play Store auf seinen Smartphones nicht anbieten.
heise.de

YouTube macht 2019 rund 15 Mrd Dollar Werbe-Umsatz.


Geheimnis gelüftet: Google-Mutter Alphabet sagt 14 Jahre nach der Übernahme von YouTube erstmals, was das Video-Portal zum Konzernumsatz beiträgt. 2019 waren es rund 15 Mrd Dollar an Werbeeinnahmen, gut 9 % des Gesamtumsatzes von 162 Mrd Dollar. Damit hat YouTube seinen Werbeumsatz innerhalb von zwei Jahren fast verdoppelt, 2017 standen noch 8,1 Mrd Dollar in der Bilanz, wie Alphabet nun veröffentlicht. Noch nicht eingerechnet sind YouTubes Bezahl-Angebote. Nach Angaben von Google-Chef Sundar Pichai kommen YouTube Music und Premium auf zusammen 20 Mio zahlende Abonnenten, das Live-TV-Angebot YouTube TV zählt in den USA 2 Mio Abonnenten.

Auch die Zahlen seines Cloud-Geschäfts legt Google erstmals offen: 2019 ist der Cloud-Umsatz auf 8,9 Mrd Dollar gewachsen, 50 % mehr als 2018 und mehr als doppelt so viel wie 2017. Die neue Transparenz dürfte Investoren erfreuen, die Quartalzahlen fürs 4. Quartal 2019 enttäuschen die Analysten jedoch: Die Erlöse legten zwar um gut 17 % auf 46 Mrd Dollar zu, gleichzeitig war es das schwächste Wachstum in einem 4. Quartal seit fünf Jahren.
handelsblatt.com, mashable.com, theverge.com, businessinsider.de

Basta: Berliner Künstler verursacht Stau bei Google Maps.

Fake-Stau: Der Berliner Künstler Simon Weckert trickst Google Maps aus, indem er in einem Handkarren 99 Android-Smartphones langsam durch Berliner Straßen zieht. Google Maps zeigt daraufhin angeblich Stop-and-Go und Stau an, wo gar keiner ist. Mit einer ähnlichen Methode hält er auch die Illusion aufrecht, der Berliner Flughafen sei noch nicht fertig.
spiegel.de, faz.net, simonweckert.com (2-Min-Video)

Google wälzt neue Digitalsteuer in Österreich auf Werbekunden ab.

Durchlaufender Suchposten: Google gibt die Kosten für die in Österreich seit Anfang 2020 geltende Digitalsteuer von 5 % auf Einnahmen aus Onlinewerbung künftig an die Kunden weiter, schreibt der "Standard". Googles Gebühr von 5 % fällt auf Anzeigen an, die von Nutzern in Österreich gesehen werden. Der Preisaufschlag soll im Laufe dieses Jahres, frühestens in der zweiten Jahreshälfte erhoben werden.

Eine rückwirkende Berechnung plane Google nicht, schreibt der "Standard". Die Steuerbehörde in Österreich verlangt 5 % auf Einnahmen aus Onlinewerbung bei Konzernen mit einem Umsatz von mehr als 750 Mio Euro. Auch Werbekunden außerhalb Österreichs müssen Googles Preisaufschlag zahlen, sofern die Anzeige in Österreich sichtbar ist.
derstandard.at

Europa wird Kontinent des Tech-Widerstands, schreibt Christian Meier.

Europa, "Kontinent der Bedenkenträger" entwickelt sich zum "gelobten Land des Widerstands gegen die Allmacht der Digitalkonzerne", schreibt Christian Meier. Bewunderung habe sich innerhalb einer Dekade in Regulierungsforderungen gewandelt. Google, Amazon, Facebook und Co hätten noch nie mehr unter Druck gestanden, dennoch könne scheinbar kein Skandal ihnen schaden. Deshalb brauche es für echten Wandel "die Politik, die von Technologie eigentlich nie allzu viel verstanden hat".
welt.de

Hör-Tipp: Ecosia-Gründer Christian Kroll spricht im “t3n”-Podcast.

Hör-Tipp: Der Gründer der grünen Suchmaschine Ecosia, Christian Kroll (Foto), spricht im Podcast von "t3n" mit Chefredakteur Luca Caracciolo. Kroll erzählt, was ihn antreibt und wie die Suchmaschine hilft, Bäume zu pflanzen. Außerdem sagt er, warum Google nicht mit Ecosia kooperieren will und was das Angebot von der im Hintergrund laufenden Suchengine Bing von Microsoft unterscheidet. So soll Ecosia künftig den Nutzern auch helfen, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen. Die Debatte um den Klimawandel habe Ecosia im letzten Jahr viele neue Nutzer eingebracht.
t3n.de (36-Min-Audio)

Huawei kooperiert künftig mit dem Kartendienst von Tomtom.


Ziel erreicht: Huawei nutzt in Apps künftig Kartenmaterial des niederländischen Navigationssystemanbieters Tomtom als Alternative zu Google Maps. Damit umgeht Huawei Trumps schwarze Liste, wonach US-Konzerne nicht direkt mit chinesischen Firmen zusammenarbeiten dürfen. Zu Details wie Preis, Umfang oder Laufzeit des Deals schweigt Tomtom.

Die Kooperation sei bereits "vor einiger Zeit" geschlossen worden, wurde jedoch "im Interesse beider Partner" geheim gehalten, meldet Reuters. Huawei könnte mit den Karten, Verkehrsinformationen und der Navigationssoftware von Tomtom künftig Apps für die eigenen Smartphones entwickeln.
faz.net, reuters.com

Leistungsschutzrecht: Google könnte die Suche künftig drastisch einschränken.

Leistungsschutzrecht: Google wird künftig womöglich bei Suchanfragen nur noch die Überschrift und ein briefmarkengroßes Foto anzeigen, schreibt die "Zeit". Damit vermeidet die Suchmaschine anfallende Lizenzgebühren für Verleger. Laut Entwurf des Leistungsschutzrecht für Presseverleger dürfen Onlinedienste nur Bilder in einer Größe von 128x128 Pixel darstellen, Videos dürfen nicht länger als drei Sekunden sein.
zeit.de

Wir graturilieren: Isabelle Sonnenfeld wird 35.


Wir graturilieren: Isabelle Sonnenfeld, Leiterin der Google News Lab im deutschsprachigem Raum, wird heute 35. Ihren Geburtstag feiert sie mit ihrer Familie in Berlin bei einem ausgiebigen Frühstück. Abends lädt sie Freunde zum Dinner ein. Da wird es dann "gemütlich und entspannt", verrät sie. Das Beste am abgelaufenen Jahr waren für sie unter anderem "spannende Gespräche mit kreativen Medienschaffenden". Neben den großen Augen, mit denen ihre zweijährige Tochter ihr nun die Welt erklärt freut, sie sich zudem darüber, dass viele Menschen verstanden haben "dass es nur einen Planeten gibt auf dem wir leben und den es zu retten gilt" und richtet einen Dank an "Fridays for future".

Für das kommende Jahr wünscht sie sich "mehr Respekt im Diskurs", "Handeln und Laut-Sein Aller gegen die Klimakrise" und dass sie ihren Anfänger-Status beim Kite-Surfen ablegt. Gratulationen sind via Linked-In, Twitter und E-Mail willkommen.

Microsoft will eine positive Klimabilanz erreichen.

Microsoft will bis 2030 "CO2-negativ" werden. Der Ausstoß soll um mehr als die Hälfte gesenkt werden, zusätzliche Ausgleichsprogramme sollen eine noch größere Menge aus der Atmosphäre entfernen. Auch Tech-Konzerne wie Facebook, Apple oder Amazon wollen klimanegativ werden, sind es bisher aber nicht. Google ist nach eigenen Angaben seit 2007 klimaneutral. Mit ihren Rechenzentren verursacht die Digitalbranche rund 4 % der weltweiten CO2-Emissionen.
handelsblatt.com

Hass im Netz: Bisher wurden rund 1.300 Bußgeldverfahren eingeleitet.

Hass, Du bist umzingelt: Wegen Mängeln bei der Umsetzung des Gesetzes gegen Hasskommentare im Internet hat das Bundesamt für Justiz bisher rund 1.300 Bußgeldverfahren gegen Anbieter sozialer Netzwerke eingeleitet, zitiert das "Handelsblatt" aus der Antwort der Bundesregierung an die FDP-Bundestagsfraktion. Ausgesprochen wurde bisher nur ein Bußgeld: Facebook muss wegen mangelnder Transparenz im Umgang mit Hasskommentaren 2 Mio Euro zahlen. Der Bescheid ist noch nicht rechtskräftig.

Plattformen wie Facebook, Twitter oder Google müssen gemäß NetzDG ein einfaches und ständig verfügbares Verfahren zur Übermittlung von Nutzerbeschwerden über rechtswidrige Inhalte zur Verfügung stellen. Allein in diesem Bereich sind seit Januar 2018 insgesamt 1.167 Bußgeldverfahren eingeleitet worden – mehr als die Bundesregierung erwartet hatte. Die Regierung war zunächst nur von 500 Verfahren pro Jahr ausgegangen.
handelsblatt.com

Qwant sucht mit Ex-Microsoft-Manager und Geld von Springer den Neuanfang.


Qwant googelt Neuanfang: Die europäische Suchmaschine Qwant ordnet das Management neu und erhält frisches Kapital, u.a. von Springer, schreibt die "FAZ". Éric Léandri, Mitgründer und Vorstandsvorsitzende von Qwant, tritt von seinem Amt zurück und leitet künftig ein Komitee "für strategische und wissenschaftliche Fragen". Neuer Vorstandsvorsitzender wird der frühere Microsoft-Manager Jean-Claude Ghinozzi. Künftig will die staatliche französische Beteiligungsgesellschaft CDC mehr Kontrolle übernehmen, die sich gemeinsam mit Großaktionär Springer an einer Kapitalerhöhung beteiligt. Die angesammelte Kapitalsumme ist nicht bekannt.

Springer hatte sich 2014 zunächst mit 20 % beteiligt, sank nach verschiedenen Beteiligungsrunden aber unter dieses Niveau. "Wir glauben nach wie vor an Qwant und unterstützen zusammen mit allen anderen Beteiligten die Veränderungen", wird ein Springer-Sprecher in der "FAZ" zitiert. Qwant gehe "in eine neue Wachstums- und Monetarisierungsphase." Qwant wirbt damit, die Suchergebnisse nicht nach kommerziellen Kriterien zu präsentieren. 2019 verfehlte die Suchmaschine das Umsatzziel von 10 Mio Euro.
"FAZ", S. 19 (Paid), capital.fr (französisch)

YouTube sammelt bei Kinder-Videos keine Daten mehr.


Kinderkanal: YouTube setzt seit Montag seine im September angekündigten Maßnahmen zum besseren Schutz der Privatsphäre von Kindern um. Alle Videomacher müssen künftig definieren, ob ihre Videos speziell für Kinder produziert sind oder nicht. Ein Algorithmus macht den Nutzern Vorschläge, die sie jedoch ändern können. Bei Videos, die für Kinder gemacht sind, verzichtet YouTube künftig aufs Datensammeln und spielt keine personalisierte Werbung mehr aus - egal, ob Kinder oder Erwachsene die Videos anschauen. Stattdessen zeigt YouTube Werbung, die thematisch zum Video passt.

Zusätzlich deaktiviert YouTube bei Kinder-Videos u.a. die Kommentar- und Live-Chat-Funktion, die Benachrichtigungsglocke, Stories und das Speichern von Videos in Playlisten. Die kinder­freundliche Daten­sparsamkeit kommt nicht von ungefähr, sondern auf Druck der US-Aufsichtsbehörde FTC. Für das illegale Sammeln der Nutzerdaten bei Kindervideos musste YouTube bereits 170 Mio Dollar Strafe zahlen. Für die Produktion von kindgerechten Inhalten will YouTube über drei Jahre insgesamt 100 Mio Dollar zur Verfügung stellen.
theverge.com, youtube.googleblog.com, youtube.com (3-Min-Video), turi2.de (Background)

Ex-Manager Ross LaJeunesse schreibt über Diskriminierung bei Google.

Google stellt Profit über Menschenrechte, kritisiert Ex-Manager Ross LaJeunesse im Blogbeitrag I Was Google’s Head of International Relations. Here’s Why I Left. Sein Einsatz für Frauen, die LGBTQ-Gemeinschaft, People of Color und Menschenrechte habe ihn seine Karriere gekostet. Kollegen in leitenden Positionen hätten junge Frauen belästigt, sein Chef habe ihn und sein Team zu "rassistischen und homophoben Rollenspielen verpflichtet".
medium.com via sueddeutsche.de

Meinung: Googles Gaming-Streamingdienst Stadia hat zu viele Kinderkrankheiten.

Google hat beim Gaming-Streamingdienst Stadia zu viel versprochen, kommentiert Denis Giessler in der "taz". Die Streaming-Technologie funktioniere mit Google-Servern technisch besser als die anderen Cloud-Plattformen. Doch ein zu kleiner Spielekatalog und "Kinderkrankheiten" wie unscharfe Bilder oder zu spät verschickte Aktivierungscodes überzeuge im Kampf um "das erste wirkliche Netflix für Games" noch nicht.
taz.de

SAP-Mitgründer Hasso Plattner wünscht sich eine Alternative zu Google.

Digitalpolitik: Hasso Plattner, Gründer des gleichnamigen Tech-Instituts, vermisst im "FAS"-Interview "brauchbare Alternativen" zu Google. "Wer Google nicht nutzen möchte, kann viele Dinge nicht in Erfahrung bringen", beklagt Plattner. In der Debatte um Huawei spricht er sich gegen Verbote aus und plädiert stattdessen für "Kon­ven­tio­nal­stra­fen".
"FAS", S. 22 (Paid)

Datenleck zeigt Ausmaß gekaufter “Gefällt mir”-Angaben im Netz.

Gekaufter Applaus: Knapp 90.000 Fanseiten in sozialen Netzwerken nutzen bezahlte "Gefällt mir"-Angaben, sagen Recherchen von NDR, WDR und der "Süddeutschen Zeitung". Demnach profitierten Seiten von Politikern, Parteien, Prominenten sowie insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen bei Facebook, Instagram, Google und YouTube von fingierter Zustimmung im Netz. Die aufgedeckten Daten stammen vom Anbieter Paidlikes. Das Unternehmen vermittelt Fanseiten an Clickworker, die gegen Zahlung von Cent-Beträgen manipulierte "Gefällt mir"-Angaben vergeben.

Die Ruhr-Universität Bochum wertete über eine Sicherheitslücke einen Datensatz von Paidlikes aus. Das Unternehmen zähle zu einem der größten Anbieter für manipulierte Bewertungen in den sozialen Netzwerken. Paidlikes sieht in "der Sehnsucht nach Ruhm im Netz ein legales und legitimes Geschäftsmodell". Aus dem Datensatz gehe nicht hervor, wie viele Likes jeweils gekauft wurden und wer Auftraggeber war - ob die Seiteninhaber selbst oder unbekannte Dritte.
sueddeutsche.de, presseportal.de (Pressemitteilung)

Amazon, Apple, Google und die Zigbee Alliance entwickeln offenen Smart-Home-Standard.

Gemeinsam schlauer: Amazon, Apple, Google und die Zigbee Alliance gründen eine Arbeitsgruppe, um gemeinsam einen lizenzfreien Standard für Smart-Home-Geräte zu entwickeln. Das Projekt Connected Home over IP will die Entwicklung für Gerätehersteller vereinfachen und die Kompatibilität für Verbraucher erhöhen. Zur Zigbee Alliance zählen u.a. Ikea, Legrand und Samsung SmartThings.
apple.com

“FAZ”-Auswertung: Elon Musk ist 2019 meistgesuchter Manager bei Google.

Musk elektrisiert Google: Elon Musk ist der meistgesuchte Manager des Jahres, sagt eine Auswertung der "FAZ". Nur US-Präsident Trump wurde als Person noch häufiger bei Google gesucht. Von den deutschen Topmanagern landet Dieter Zetsche, bis Mai 2019 Daimler-Chef, vor Christian Klein, dem neuen Co-Vorsitzenden von SAP, an der Spitze der Suchanfragen. Dabei vereint Kevin Kühnert, Juso-Chef der SPD, auf sich mehr Google-Abfragen als die fünf meistgesuchten Dax-Manager zusammen.

Im Vergleich zu 2018, dem Jahr des Datenskandals um Cambridge Analytica, wird Facebook-Chef Mark Zuckerberg deutlich weniger online gesucht. Für die Google-Auswertung der "FAZ" wurde der höchste Suchwert mit dem Wert 100 indexiert, in diesem Jahr US-Präsident Trump. Alle anderen Personen wurden dazu ins Verhältnis gesetzt und bekamen eine entsprechende Punktzahl zugewiesen. Demnach kommt Trump auf mehr als doppelt so viele Google-Abfragen wie Tesla-Chef Musk.
"FAZ", S. 19 (Paid)

Hasskommentare: Bundesregierung fordert den Zugriff auf Online-Passwörter.

Hasskommentare: Internetdienste wie Facebook oder Google sollen künftig unter bestimmten Umständen rechtlich gezwungen werden, Passwörter von Kundenkonten offenzulegen, schreibt die "FAZ". Dies sehe ein Gesetzesentwurf des Bundesjustizministeriums vor. Die Behörden wollen damit effektiver gegen Rechtsextremismus und Hasskommentare vorgehen.
faz.net

Europas Sozialdemokraten fordern eine Mindeststeuer für Tech-Konzerne.

Digitalsteuer: Tech-Konzerne wie Facebook oder Google sollen in der EU ab 2021 eine Steuer von mindestens 18 % zahlen, zitiert der "Spiegel" aus einem Positionspapier mit Forderungen der Sozialdemokraten im Europaparlament. Zuletzt hatte Frankreich eine nationale Digitalsteuer in Höhe von 3 % auf den im Land erwirtschafteten Umsatz eingeführt.
"Spiegel" 51/2019, S. 70 (Paid), finanznachrichten.de

YouTube untersagt künftig “bösartige Beleidigungen”.


Neue rote Linie: YouTube passt seine Richtlinien an und will künftig Videos sperren, wenn darin Personen "bösartig beleidigt" werden auf Grund von schutzwürdigen Kriterien wie u.a. Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Das kündigt YouTube-Manager Matt Halprin an. Bisher galt dies nicht als Hassrede. Die neuen Regeln sollen für alle Nutzer gelten, auch öffentliche Amtsinhaber. Googles Video-Netzwerk reagiert damit auf eine fortlaufende Debatte rund um den Vox-Journalisten Carlos Maza, der regelmäßig vom rechts-konservativen Comedian Steven Crowder online beleidigt wurde. Maza veröffentlichte im Mai einen Zusammenschnitt solcher Beleidigungen und löste so intensive Diskussionen aus.

Maza zeigt sich auf Twitter skeptisch. YouTube würde PR-Krisen begegnen, indem es unscharfe Richtlinien erlasse, die es dann nicht wirklich verfolge. Es gäbe keinen Grund zu glauben, dass YouTube seine populärsten Regelbrecher wirklich sperre. Das eigentliche Problem seien zudem nicht Beleidigungen gegenüber einzelnen Personen, sondern Hass gegen ganze Gruppen.
buzzfeed.com, twitter.com (Stellungnahme Maza)

Google vereinfacht die Content-Verwaltung im neuen Publisher Center.

Google gibt Publishern ein neues Tool an die Hand, um die Darstellung ihrer Inhalte bei Google einfacher zu verwalten. Das Publisher Center vereint die bisherigen Dienste Google News Producer und Google News Publisher Center. Nutzer können z.B. Rubriken auf ihrer Webseite nun einfach per URL hinzufügen, statt wie bisher per RSS-Feed. Der neue Dienst startet auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch, weitere Sprachen sollen folgen.
googleblog.com

Die Linke fordert gegen die Macht der Digitalkonzerne ein schärferes Kartellrecht.

Digitalpolitik: Die Linke fordert in einem Strategiepapier, aus dem die "Süddeutsche Zeitung" zitiert, die Demokratisierung des Internets. "Digitale Monopole" wie Facebook, Amazon oder Google "bedrohen" die Demokratie. Die Linke fordert u.a. ein schärferes Kartellrecht und eine Vergesellschaftung nicht personenbezogener Datenschätze wie etwa für den Übersetzer-Algorithmus von Google.
sueddeutsche.de

Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin geben ihre Chefposten bei Alphabet ab.

Suche beendet: Die Google-Gründer Larry Page (Foto rechts) und Sergey Brin ziehen sich aus dem operativen Geschäft beim Mutterkonzern Alphabet zurück, verkünden sie in einem Blogeintrag. Page war bisher Hauptgeschäftsführer und Brin der Präsident des Konzerns. Google-Chef Sundar Pichai wird künftig auch CEO von Alphabet. Page und Brin bleiben im Board der Google-Mutter, einer Art Aufsichtsrat.

"Wir waren nie Leute, die an Rollen im Management festhalten, wenn wir denken, dass es einen besseren Weg gibt, das Unternehmen zu führen", begründen Page und Brin ihren Rückzug aus der ersten Reihe. "Alphabet und Google brauchen nicht länger zwei CEOs und einen Präsidenten." Es sei an der Zeit, die Strukturen im Management zu vereinfachen. 1998 hatten Page und Brin Google gegründet, 2015 wurde Alphabet als Holding für alle Geschäftsfelder von Google geschaffen.
blog.google, spiegel.de