Hör-Tipp: Googles erstes Rechenzentrum war wie ein Schrank, sagt Urs Hölzle.

Hör-Tipp: "Google war nicht größer als ein Schrank", erinnert sich Chefingenieur Urs Hölzle im "FAZ"-Podcast an das erste Rechenzentrum der Suchmaschine, ein Nachbar von Ebay. Das war "Studentenqualität", sagt der dienstälteste Angestellte von Google. Dennoch glaubte er früh an das Konzept, da die Suchmaschine im Vergleich zu Mitbewerbern präzisere Ergebnisse lieferte.
faz.net (37-Min-Audio)

“SZ” und NDR: Alexa, Siri & Co zeichnen häufig ohne Aufforderung auf.


Große Ohren: Sprachassistenten in Smart Speakern oder Handys zeichnen Gespräche von Nutzer*innen oft auf, ohne absichtlich aktiviert zu werden, recherchieren das NDR-Format "STRG_F" und die "Süddeutsche Zeitung". Drei Ex-Mitarbeiter*innen von Firmen, die für Apple und Amazon Aufnahmen überprüft haben, berichten, sie hätten Gespräche von medizinischem Personal, Geschäftsbesprechungen und intime Privatsituationen mitgehört. Eine Forschergruppe der Uni Bochum und des Max-Planck-Instituts hat elf Smart Speaker untersucht: Modelle von Apple, Google, Amazon, Microsoft, der Telekom und den chinesischen Firmen Xiaomi, Tencent und Baidu. Sie haben die Lauschsprecher tagelang dauerbeschallt, etwa mit Nachrichtensendungen, Fernsehsendungen und Störgeräusche.

Sie schalteten sich in dieser Zeit Hunderte Male fälschlicherweise ein – und verarbeiteten Aufnahmen, die gar nicht existieren dürften. Besonders Geräte von Amazon starteten bei deutschsprachigen Systemen häufig ungewollte Aufnahmen. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar sagt gegenüber "STRG_F" und "Süddeutscher Zeitung", man müsse vom Hersteller erwarten, "dass er die Verbraucher im datenschutzrechtlichen Sinne aufklärt und darauf hinweist, dass es eben ein entsprechendes Risiko der Privatsphäre ist". Caspar glaubt aber auch, dass die Speaker besser werden und aus Fehlern lernen.
tagesschau.de, projekte.sueddeutsche.de (Paid)

Lese-Tipp: “Zeit”-Autor Philipp Daum bereist Alaska – virtuell.

Lese-Tipp: Philipp Daum will trotz Corona endlich Alaska bereisen und begibt sich virtuell auf einen Trip quer durch den US-Bundesstaat. Auf Google Street View "fährt" er die Straßen entlang. Einen Abschnitt bestreitet Daum im Flugsimulator, ein Museum besucht er digital. Für die passende Atmosphäre sorgen örtliche Radiosender via Stream und das Zelt im Wohnzimmer.
zeit.de

Lese-Tipp: Wie GAFAM in der Krise neue Märkte erobern wollen.

Lese-Tipp: Die US-Tech-Riesen sind die großen Profiteure der Corona-Krise, analysiert das "manager magazin". Autor Jonas Rest beschreibt, wie Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft "investieren, wenn andere kürzen" – eine Strategie, mit der GAFAM schon in der Finanzkrise 2008 zu Gewinnlern wurden. Amazon-Boss Jeff Bezos etwa steigt in den Markt für autonomes Fahren ein und lässt sich das Startup Zoox wohl mehr als 1 Mrd Dollar kosten. Zuvor war dem Unternehmen die Finanzierung weggebrochen. Die Konzentration des Online-Händlers auf Produkte des täglichen Bedarfs habe Bezos geschickt als Krisenhilfe verkauft, tatsächlich sei es ein "Schlag gegen Walmart" gewesen.

Google, Facebook und Microsoft profitieren vom Digitalisierungs-Schub durch Corona. Für ihre Cloud-Dienste konnten sie neue Kund*innen gewinnen – allen voran bei den Videokonferenz-Tools. Beliebte Features des neuen Konkurrenten Zoom wurden "in Windeseile kopiert", schreibt Rest. Wo die Werbeumsätze von Google und Facebook durch den Lockdown zeitweise eingebrochen sind, werden sie "auch am schnellsten wieder anziehen", zitiert Rest den Marketingprofessor Scott Galloway.
"manager magazin" 7/2020, S. 68-73 (Paid)

Renner: Funke verlässt die VG Media.


Funke nicht übergesprungen: Die Funke Mediengruppe verlässt die Verwertungsgesellschaft VG Media, schreibt Kai-Hinrich Renner. Streitigkeiten über das Leistungsschutzrecht habe es nicht gegeben, Funke will das Ziel "künftig aber auf anderem Weg verfolgen", sagt eine Unternehmenssprecherin. Mit Springer und Madsack bleiben so nur noch zwei Großverlage übrig und das Leistungsschutzrecht für Presseverlage rückt weiter in die Ferne.

Auch Burda hat die Gesellschaft schon verlassen. Die VG Media will sich auf ein "neues europaweites Recht" konzentrieren, musste aber zuletzt die Klagen gegen Google zurückziehen. Sie kosteten bisher einen Betrag in zweistelliger Mio-Höhe.
berliner-zeitung.de

Google zahlt für Inhalte von “FAZ”, “Spiegel”, “Zeit” und weiteren Medien.


Lizenz zum Verbreiten: Google geht auf die Verlage zu und zahlt erstmals für Inhalte – in Deutschland an die "FAZ", den "Spiegel", die "Zeit", die "Rheinische Post" und den "Tagesspiegel". Weitere Partner sollen folgen. Der Konzern will mit der Initiative zunächst bei Google News und Discover hochwertige journalistische Inhalte anbieten. Zum Teil sollen auch Texte und Videos, die auf den Verlagsseiten hinter der Paywall stehen, über Google kostenfrei abrufbar sein. "Google will mit dem Programm einen Beitrag leisten, damit das Verlagswesen den Sprung in die digitale Zukunft schafft", sagt Sprecher Ralf Bremer zu turi2. Das Angebot soll im Laufe des Jahres starten und auch für Radio- und TV-Sender offen sein. Der Umgang mit Inhalten von ARD und ZDF ist noch unklar.

Das Programm läuft zunächst als Test in Deutschland, Australien und Brasilien. Google und insbesondere die Presseverlage streiten seit Jahren um Nutzungs-Gebühren für die Verwendung von Text-Schnipseln bei Google News. Das vor dem Europäischen Gerichtshof gescheitere deutsche Leistungsschutzrecht für Presseverleger zielte auf eine politische Regelung des Konflikts.
googleblog.com, turi2.de (Background)

Mitarbeit: Markus Trantow

Google will – etwas – weniger Nutzungsdaten sammeln.

Google kündigt an, Standortverläufe sowie Web- und App-Aktvitäten von neuen Nutzer*innen nach 18 Monaten automatisch zu löschen. Bisher musste man die Option in den Einstellungen explizit auswählen. Bei bestehenden Nutzer*innen bleibe die bisher gewählte Einstellung bestehen. Als neuer Standard will Google die Viewing-Historie von YouTube-Accounts nach drei Jahren vergessen.
t3n.de, nytimes.com, germany.googleblog.com

US-Verleger wehren sich mit Bericht gegen Googles Marktdominanz.

US-Verlegerverband News Media Alliance stellt einen 33-seitigen Bericht vor, demzufolge Google Medien zu ungünstigen Inhalte-Deals zwingt. Schuld sei Googles Marktmonopol; der Bericht soll auch bei aktuellen Ermittlungen des Justizministeriums gegen Google helfen. Außerdem erhofft sich die NMA von dem Bericht Einfluss in Washington, wo darüber entschieden wird, ob Nachrichtenproduzenten bessere Bedingungen mit Tech-Plattformen aushandeln können.
pressgazette.co.uk, newsmediaalliance.org (Bericht)

“Tagesspiegel” und Google kooperieren bei der Vermarktung von Digital-Abos.

Tagesspiegel und Google kooperieren künftig bei der Vermarktung von Digital-Abos. Die Vereinbarung umfasst eine Zusammenarbeit im Online-Marketing und der Software-Entwicklung und läuft zunächst bis Ende 2021. Schon seit 2019 lässt der "Tagesspiegel" Nutzer seinen Checkpoint via Google-Account bezahlen; dieses Verfahren soll jetzt auf weitere Produkte ausgeweitet werden.
new-business.de, turi2.de (Background)

Apple und Google kassieren zu viel Mehrwertsteuer für Presseprodukte.

Mehrwertsteuer für digitale Presseerzeugnisse wird von Apple und Google falsch abgerechnet, berichtet "PV digest". Die US-Konzerne berechnen dem Bericht zufolge weiter 19 % MwSt, statt den ermäßigten Satz von 7 %. Auch in anderen Ländern würden Google und Apple, zum Teil schon seit Jahren, nicht beim Steuersatz für Presseerzeugnisse unterscheiden. Den Verlagen entgehen so Millionen. Hinter den Kulissen soll Apple inzwischen angekündigt haben zu handeln und auch Nachzahlungen zu leisten.
pv-digest.de (Paid)

EU will monatliche Berichte von Facebook und Co zu Corona-Fake-News.

EU-Kommission fordert von Facebook, Google, Twitter und weiteren Plattformen, die den freiwilligen Verhaltenskodex zur Bekämpfung von Fake News unterzeichnet haben, monatliche Berichte. Darin sollen sie darlegen, wie sie die Achtsamkeit der Nutzer*innen gegenüber Falschinformationen verbessern und Corona-Desinformation einschränken. Die Kommission drängt die Plattformen, die Zusammenarbeit mit Faktenprüfer*innen auszubauen.
cnet.com

Leistungsschutz: Deutsche Verlage ziehen Klage gegen Google zurück.

Einstweilige Fügung: Die deutschen Verlage, darunter Springer, ziehen im Streit um die Bezahlung von Snippets ihre Klage gegen Google vor dem Landgericht Berlin zurück. Als Grund nennt die Verwertungsgesellschaft VG Media, welche die Interessen der Verlage vertritt, die Einschätzung des Gerichts, dass das deutsche Presseleistungsschutzrecht nicht anwendbar sei. Der Europäische Gerichtshof hatte 2019 geurteilt, dass die Bundesregierung das umstrittene Gesetz vor Inkrafttreten der EU-Kommission hätte vorlegen müssen.

Aufgeben will die VG Media aber nicht: "Das Klageverfahren vor dem Landgericht betrifft allein die Vergangenheit". Die Verwertungsgesellschaft hofft nun auf auf das europäische Presseleistungsschutzrecht, desse Umsetzung noch aussteht.
handelsblatt.com, derstandard.at, turi2.de (Background)

Zahl des Tages: Google unterstützt 5.300 Redaktionen in der Corona-Krise.

Zahl des Tages: Über 5.300 Redaktionen weltweit finden in der Corona-Krise finanzielle Unterstützung bei der Google News Initiative. Insgesamt suchten 12.165 Redaktionen aus 140 Ländern bei Google nach Geld. Der Großteil der unterstützen Medien habe weniger als 26 Journalisten. Jeder Empfänger erhält zwischen 5.000 und 30.000 Dollar.
pressgazette.co.uk, adweek.com

Schweizer Corona-App nutzt als erste Schnittstellen von Apple und Google.

SCHWEIZ_FLAGGE_150Schweiz nutzt für ihre Corona-Tracing-App SwissCovid als erstes Land weltweit die Schnittstellen von Apple und Google. Bis Ende Juni läuft ein Pilot-Test u.a. mit Mitarbeiter*innen von Unis, Krankenhäusern, der Verwaltung und der Armee. Ab Donnerstag legen die Entwickler den Quellcode für Sicherheitstest offen.
computerworld.ch, persoenlich.com

Deutsche Autohersteller wollen zu Software-Konzernen werden.

Autohersteller in Deutschland fürchten die Konkurrenz von Tesla und Google im Software-Markt, schreiben Franz Hubik, Martin Murphy und Markus Fasse. Die Software von Fahrzeugen werde in Zukunft das wichtigste Unterscheidungsmerkmal, Tesla habe hier Vorsprung, Google dränge als Frenemy auf den Markt. Daimler, BMW und VW fahren dabei trotz gleichem Ziel unterschiedliche Routen. Während Daimler künftig mit Zusatz-Apps Geld verdienen will, versucht VW seine Software auch anderen Unternehmen anzubieten.
handelsblatt.com

Die Suche nach einem Google-Killer aus Europa geht weiter.

Offene Suche: Die Open Search Foundation will Google eine europäische, nicht kommerzielle Alternative entgegensetzen. Rechenzentren von Unis und Forschungseinrichtungen sollen sich dafür zusammenschließen. Die Initiative hofft auf finanzielle Unterstützung der Politik in Millionenhöhe. Mit einem ähnlichen Manöver sind andere Projekte, darunter Burdas Cliqz, schon gescheitert: Sie konnten sich keine nennenswerten Marktanteile sichern.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Apple und Google geben Schnittstelle für Corona-App frei.

Tracing-Apps für Corona-Kontakte können jetzt auf die Schnittstelle von Apple und Google zurückgreifen. Die Konzerne haben sie am Mittwoch veröffentlicht. Gesundheitsbehörden sollen die Technik weltweit nutzen, um damit Corona-Apps zu entwickeln und sie zur Freigabe in die App-Stores von Google und Apple zu stellen. In Deutschland arbeiten Telekom und SAP an der Corona-Warn-App. Sie soll Mitte Juni fertig sein.
spiegel.de, handelsblatt.com, turi2.de (Background)

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager will erneut gegen Tech-Riesen vorgehen.

US-Tech-Giganten müssen sich erneut Untersuchungen ihrer Geschäftspraktiken stellen. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sagt dem "Focus", sie habe Untersuchungen gegen Google, Amazon und Facebook eingeleitet. Vestager: "Und wir werden es wieder tun, wieder und wieder und wieder." Gleichzeitig warnt die Politikerin, dass in der Corona-Krise in Not geratene europäische Firmen von Übernahmen aus China oder den USA bedroht seien.
focus.de

Google verpasst seiner Lern-App für Kinder ein Rebranding.

Google hat seine Lern-App "Bolo" überarbeitet und umbenannt. "Read Along" startet in 180 Ländern und neun Sprachen. Sie soll Kindern bis ins Grundschulalter dabei helfen, lesen zu lernen. Die Funktionen in der App basieren u.a. auf Spracherkennung. Laut Google werden die Sprachdaten der jungen Nutzer*innen nicht an die Server des Konzerns gesendet.
theverge.com, techcrunch.com

Ärzt*innen geht Kampf gegen Fake News auf Social Media nicht weit genug.

Soziale Netzwerke sollen medizinische Falschbehauptungen richtigstellen statt sie bloß zu löschen, fordern mehr als 100 Ärzt*innen in einem offenen Brief, den sie am Donnerstag als ganzseitige Anzeige in der "New York Times" schalteten. Darin schreiben sie, dass sich die teils ungefiltert auf den Plattformen kursierenden Gerüchte negativ auf ihre Arbeit auswirkten. Das Schreiben unterzeichnete auch der deutsche Virologe Christian Drosten.
sueddeutsche.de, rnd.de

Google und Apple geben Details zu ihrem Corona-App-Projekt bekannt.

Bitte kein Wildwuchs: Google und Apple wollen nur einer App pro Land den Zugriff auf ihre Schnittstellen für das Tracking von Corona-Infektionen erlauben, gaben beide Konzerne am Montag bekannt. Das soll verhindern, dass sich viele Nutzer*innen verschiedene Anwendungen auf ihre Smartphones holen, und einzelne Apps dadurch kaum oder gar nicht funktionieren. Die Tech-Firmen versprachen außerdem, dass Apps, die auf ihren Schnittstellen basieren, keine GPS-Daten abfragen können. Auch könnten die Daten nicht zum Targeting von Werbung genutzt werden. Google und Apple verzichten darauf, die App zur Kontaktverfolgung selber zu bauen, sie wollen nur das technische Fundament dafür liefern.

Die Konzerne setzen auf ein System, bei dem die Entfernung zwischen Smartphones via Bluetooth-Signalstärke gemessen wird. Wer sich länger als fünf Minuten in unmittelbarer Nähe einer infizierten Person aufgehalten hat, erhält eine Benachrichtigung. Voraussetzung dafür ist, dass die infizierte Person in derselben App meldet, dass sie erkrankt ist. Dies geschieht freiwillig. Krypto-Schlüssel sollen den Datenschutz gewährleisten. Dieses technische Grundgerüst soll Mitte Mai fertig sein und in den Betriebssystemen iOS und Android zur Verfügung stehen. Anhand von Screenshots zeigten Google und Apple am Montag daneben beispielhaft, wie sie sich eine Corona-App vorstellen. Behörden hätten die Unternehmen u.a. um entsprechende Vorschläge gebeten, sagten sie. Wer genau danach fragte, ließen die Partner offen.

In Deutschland arbeiten SAP und Telekom an einer Virus-Tracking-App. Ein Verbund der Unternehmensberatung PwC, des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche IntelligenzSIS Software und des Ticketanbieters Eventim machen diesem Vorhaben allerdings Konkurrenz, wie seit Ende letzter Woche feststeht. Sie kündigten an, der Öffentlichkeit schon Anfang Mai eine einsatzbereite App vorzustellen.
faz.net, handelsblatt.com, theverge.com, buzzfeednews.com (Hilfe beim Design), turi2.de (SAP und Telekom), turi2.de (PwC)

Burda-Vorstandschef ärgert sich über Tech-Monopole.

Burda: Vorstandsvorsitzender Paul Bernhard Kallen kritisiert die Monopol-Stellung von Such- und Browser-Anbietern in der "FAZ". Mit Mitteln der Privatwirtschaft seien sie "praktisch nicht mehr angreifbar". Den Preis dafür zahlten "insbe­sondere wir Europäer". Grund für Kallens kleine Wutrede ist das kürzlich verkündete Ende von Burdas Browser-Dienst Cliqz, der sich nie gegen den großen Gegner Google durchsetzen konnte.
faz.net (Paid), turi2.de (Background)

Deutsche Reise-Startups fordern Werbegeld von Google zurück.

Bettelbrief: Acht deutsche Reise-Startups, darunter Flixbus, Trivago und GetYourGuide, fordern von Google eine Rückerstattung gezahlter Werbe-Gelder, berichtet Gabor Steingart in seinem Morning-Briefing. Die Firmen, denen Corona-bedingt die Einnahmen wegbrechen, rufen Google-Vertriebschef Philipp Schindler in einem Brief zur "gerechten Lastenteilung" auf. GetYourGuide-CEO Johannes Reck sagt: "Es kann nicht sein, dass wir das Steuerzahlergeld direkt durchreichen nach Mountain View."
twitter.com/MichaelBroecker, gaborsteingart.com (frei nach Anmeldung)

Zitat: Vermarkter hatten genug Geduld mit Google, sagt Björn Kaspring.

"Wir dürfen nicht wie das Kaninchen vor dem Bau sitzen und uns ständig fragen, was die GAFAs machen."

Ströer-Manager und Agof-Vorstand Björn Kaspring moniert im "Horizont"-Interview, man habe sich lange genug ausbremsen lassen. Ziehe Google bei der Entwicklung einer deutschen Konvergenz-Währun nicht mit, müsse es eben ohne Google gehen.
"Horizont" 18/2020, S. 10 (Paid)

Google und Apple schalten die Schnittstellen für Corona-Apps für Entwickler frei.

Google und Apple gewähren ausgewählten Entwicklern, die mit Gesundheitsbehörden zusammenarbeiten, Zugriff auf eine Vorab-Version ihrer Schnittstellen für die geplanten Corona-Apps. Die Konzerne setzen auf ein System, bei dem die Entfernung zwischen Smartphones via Bluetooth-Signalstärke gemessen wird. Krypto-Schlüssel sollen den Datenschutz gewährleisten.
t3n.de

Angriff auf Zoom: Google macht sein Video-Konferenz-Tool Meet kostenlos für alle.

Google rollt sein Video-Konferenz-Tool Meet kostenlos und für alle Nutzer*innen aus – bisher war das Programm Geschäftskund*innen vorbehalten. Bis die Funktion unter meet.google.com für alle erreichbar ist, soll es noch etwas dauern. Interessierte können sich für den Dienst vorab anmelden. Die Video-Offensive ist durchaus als Angriff auf Zoom zu verstehen. Das Konferenz-Programm entwickelt sich in Corona-Zeiten zum Lieblings-Tool vieler Unternehmen.
mashable.com

Alphabet steigert Umsatz im 1. Quartal, verbucht seit März aber Werbe-Rückgang.

Google-Mutter Alphabet steigert ihren Umsatz im 1. Quartal um 13 % auf 41,2 Mrd Dollar, 1 Mrd Dollar mehr als erwartet. Der Nettogewinn bleibt mit 3 % mehr und 6,8 Mrd Dollar aber hinter den Prognosen. Wachstumstreiber sind YouTube und das Cloud-Geschäft. Seit März verzeichnet Alphabet eine "erhebliche und plötzliche Abschwächung" der Werbeumsätze.
faz.net, focus.de

Google streicht Marketing-Budget zusammen, verhängt Einstellungs-Stopps.

Google steht Corona-bedingt wohl stärker auf der Ausgaben-Bremse als bisher bekannt. CNBC berichtet, dass der Tech-Konzern seine Marketing-Ausgaben in einigen Bereichen um 50 % reduziert, auch gebe es einen Einstellungs-Stopp für feste und freie Mitarbeiter*innen. Laut CNBC sind die Einschnitte schärfer als die von Konzernchef Sundar Pichai angekündigten Schritte.
cnbc.com, meedia.de

Google macht Shopping-Sparte für Verkäufer*innen kostenlos.

Google verzichtet künftig auf die Gebühren in seiner Shopping-Sparte. In den USA soll die Änderung ab Ende April gelten, global im Laufe des Jahres. Der Konzern stellt den Schritt als Reaktion auf die Corona-Krise dar, in der immer mehr Menschen online einkaufen. Gleichzeitig ist er ein Angriff auf die großen E-Commerce-Rivalen Amazon und Ebay.
bloomberg.com, blog.google.com

Facebook und Google sollen in Australien für Medien-Inhalte bezahlen.

Australien will Facebook und Google dazu verpflichten, einen Teil ihrer Werbeeinnahmen an Medienunternehmen abzutreten. Die Argumentation gleicht dem Leistungsschutzrecht: Die US-Giganten verdienten Geld mit fremden Inhalten. Zudem sollen die Plattformen auch Nutzungsdaten weitergeben. Facebook ist von der Forderung aus Down Under "enttäuscht".
abc.net.au, theguardian.com

Google blockiert Millionen Schad- und Spammails zu Covid19.

Google hat nach eigenen Angaben allein in der vergangenen Woche 18 Mio E-Mails mit Schadcode an Gmail-Postfächer blockiert, die vorgaben, zum Coronavirus zu informieren. Zusätzlich zu den betrügerischen Mails stufte das Unternehmen weitere 240 Mio Nachrichten zu Corona als Spam-Mails ein. Laut Google versuchen viele Betrüger, sich als die WHO oder eine Regierung auszugeben.
businessinsider.com

Neuer Video Builder von YouTube hilft Kleinfirmen bei Mini-Clips.

YouTube bietet kleinen Firmen ein neues Tool an, mit dem sie einfache Kurz-Video kreieren können. Der kostenlose Video Builder fügt Texte, Grafiken und Logos zu einer Animation zusammen, zur Untermalung steht YouTubes Musik-Bibliothek zur Verfügung. Mit den Mini-Clips können die Firmen etwa Angebote oder geänderte Öffnungszeiten bewerben.
techcrunch.com, mediapost.com, youtube.com (2-Min-Erklärvideo)