Basta: Terrorführer Osama Bin Laden verirrt sich ins Fußball-Stadion.

Unerwünschter Gast: Fans von Leeds United können für 25 Pfund einen Papp-Aufsteller mit einem Foto von sich auf den sonst leeren Rängen im Stadion platzieren lassen. Ein Scherzkeks hat ein Bild des früheren Al-Qaida-Führers Osama Bin Laden aufdrucken lassen, der prominent in der ersten Reihe sitzt. Die Erkenntnis: Es ist immer gut, seine Pappenheimerkameraden zu kennen.
mopo.de, rtl.de, twitter.com/seb_marsden

BBC muss 140 Mio Euro einsparen.

BBC-Logo-150x150BBC muss bis März 2021 rund 140 Mio Euro einsparen und hofft daher auf Mitarbeiter*innen, die "freiwillig und frühzeitig" aus dem Unternehmen ausscheiden wollen. Wie viele Arbeitsplätze vom Sparprogramm genau betroffen sind, ist nicht bekannt. Im Januar war öffentlich geworden, dass die BBC 450 Stellen in der Nachrichtensparte streichen will - die Maßnahme wurde aber wegen der Corona-Berichterstattung ausgesetzt.
derstandard.at, turi2.de (Background Nachrichtensparte)

Unilever gibt Firmensitz in Rotterdam auf und zieht komplett nach London.

Unilever, Konsumgüterkonzern mit einem Unternehmenssitz in London und einem in Rotterdam, zieht trotz Brexit komplett nach Großbritannien. Auswirkungen aufs Geschäft oder das Personal soll der Schritt nicht haben. Das Unternehmen erhofft sich mehr Flexibilität für Fusionen und Übernahmen. 2018 wollte der Konzern hinter Marken wie Knorr, Langnese und Dove seinen Londoner Sitz aufgeben, die Aktionär*innen stimmten aber dagegen.
spiegel.de, boerse.ard.de

Ryanair-Chef kritisiert britische Quarantäne-Pflicht.

Ryanair-Chef Michael O'Leary kritisiert die Quarantäne-Regeln der britischen Regierung als "irrational, ineffektiv und komplett undurchführbar". Ab heute müssen alle Personen, die nach Großbritannien einreisen, 14 Tage in Quarantäne; ausgenommen sind nur wenige Berufsgruppen wie z.B. LKW-Fahrer. O'Leary befürchtet einen "unermesslichen Schaden" für die Luftfahrt und den Tourismus, die Kollegen von British Airways bereiten wohl eine Klage gegen die Regierung von London vor.
spiegel.de

Tim Davie wird BBC-Generaldirektor.

BBC befördert Tim Davie zum Generaldirektor. Er ist bisher Chef der Programm-Tochter BBC Studios. Davies wichtigste Aufgabe ab September ist nicht vergnügungssteuerpflichtig: Er muss mit der britischen Regierung die künftige Finanzierung der BBC klären. Boris Johnson stellt die Gebühren in Frage. Tony Hall, Davies Vorgänger, ist nach Johnsons Amtsantritt vorzeitig zurückgetreten, damit sein Nachfolger mehr Zeit für die Vorbereitung der anstehenden Verhandlungen hat.
derstandard.de, sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Konkurrenz für Alexa: BBC startet männlichen Sprach-Assistenten “Beeb”.

BBC führt ihren eigenen digitalen Sprach-Assistenten Beeb ein. Der hat eine "warme und freundliche" männliche Stimme mit nord­englischem Akzent und spielt auf Sprachbefehl u.a. Radiosender und Podcasts ab oder liefert News und Wetter. Zunächst findet ein Beta-Test unter Windows 10 statt, später will die BBC "Beeb" auch in eigene Apps und Geräte von Drittanbietern einbauen, plant aber keine eigene Hardware
bbc.com, theguardian.com, theverge.com, twitter.com/bbcpress (40-Sek-Hörbeispiel)

Zahl des Tages: Medienhäuser in den USA und UK verkaufen in der Krise 1 Mio Digitalabos.

Zahl des Tages: Über 1 Mio digitale Abonnent*innen gewinnen die zehn größten Zeitungen in den USA und Großbritannien seit Beginn der Pandemie hinzu, sagt eine Auswertung von Press Gazette. Zu den Gewinnern zählen u.a. die "New York Times", das "Wall Street Journal" und die "Daily Mail".
pressgazette.co.uk

Britische “Vogue” ehrt eine Supermarktmitarbeiterin auf dem Cover.

Vogue ehrt in Großbritannien auf dem Cover Menschen, die in der Pandemie im öffentlichen Sektor arbeiten. Auf den verschiedenen Titelseiten der Modezeitschrift ist eine Lokführerin (Foto), eine Hebamme und eine Supermarktmitarbeiterin abgedruckt. Menschen, "die ihr Leben für uns alle aufs Spiel setzten", müssen gefeiert werden, sagt Chefredakteur Edward Enninful.
rnd.de, vogue.co.uk

Englische Premier League plant Wiederanpfiff am 17. Juni.

Premier League nimmt am 17. Juni den Spielbetrieb wieder auf - unter strengen Hygiene­vorschriften, mit regelmäßigen Corona-Tests und ohne Zuschauer. Für die 92 noch ausstehenden Partien setzt die englische Fußball-Liga am Wochenende zehn verschiedene Anstoßzeiten an, unter der Woche laufen Spiele am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag um 19 und 21 Uhr.
kicker.de, sueddeutsche.de

Zahl des Tages: WHO zählt 106.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages.

Zahl des Tages: Rund 106.000 Corona-Neuinfektionen zählt die WHO innerhalb von 24 Stunden. Mehr gab es im selben Zeitraum noch nie. Insgesamt zwei Drittel der Neuinfektionen entfallen auf die USA, Russland, Brasilien und Großbritannien. Während die Politik die Corona-Regeln hierzulande zusehends lockert, zeigt die Zahl: Die Krise ist noch nicht überstanden – nirgendwo auf der Welt.
sueddeutsche.de

Bericht: BBC vertagt die Suche nach Generaldirektor*in.

BBC-Logo-150x150BBC könnte erst im Januar 2021 eine*n Nachfolger*in für Noch-Generaldirektor Tony Hall haben. Die Rundfunkanstalt denke darüber nach, Gespräche mit den Kandidat*innen von Juni auf September zu verschieben, schreibt Mark Sweney. Der Kreis der Anwärter*innen auf den Job falle kleiner aus als gedacht, da viele der infrage kommenden Personen wegen Corona aus Angst vor Image-Schäden in ihren jetzigen Positionen verharrten.
theguardian.com, turi2.de (Background)

Bauer stellt britische Special-Interest-Titel auf den Prüfstand.

Bauer will Corona-bedingt sein Portfolio in Großbritannien bereinigen. Laut Pressgazette plant Bauer, zehn Zeitschriften-Titel entweder zu schließen, zu verschmelzen oder zu verkaufen. Auch die Fortführung als reiner Digital-Titel sei denkbar. Betroffen sind Special-Interest-Magazine wie "Planet Rock", "Car Mechanics" oder "Your Horse" mit jeweils unter 40.000 Auflage.
pressgazette.co.uk via new-business.de

BuzzFeed zieht den News in Großbritannien und Australien den Stecker.

BuzzFeed konzentriert sich künftig auf Nachrichten, die großes Klickpotential in den USA haben und gibt die lokale Nachrichten- und Politikberichterstattung in Großbritannien und Australien auf. Zehn britische und vier australische Nachrichtenmitarbeiter verlieren ihre Jobs. BuzzFeed UK werde vorerst weiterhin Redakteure beschäftigen, die über Nachrichten mit "globalem Publikum" berichten. Das Unternehmen hatte schon vor der Krise wirtschaftliche Probleme, nun gehen die Werbeeinnahmen noch weiter zurück. BuzzFeed sucht seit kurzem nach einem Käufer für den deutschen Ableger.
theguardian.com

Basta: Ryanair will ab Juli wieder mehr fliegen – mit Maske.

Teures Handgepäck: Ab Juli will Ryanair wieder an die 1.000 Flieger pro Tag starten lassen, gerade sind es nur 30. Dazu kündigten die Billigheimer eine Maskenpflicht an Bord an. Sauflustige und Shopping-Tagesfliegen sollten sich das mit dem Ticket aber gut überlegen: Selbst wenn sie nicht als Übergepäck gilt, dürfte jede handelsübliche Masken mehr kosten als der Flug an den Ballermann.
handelsblatt.com

Großbritannien will mit Warnsystem Corona-Beschränkungen lockern.

Großbritannien: Boris Johnson plant ein fünfstufiges Warnsystem, mit dessen Hilfe die Ausgangssperren peu à peu gelockert werden können. Das Warnsystem soll das Corona-Risiko in der jeweiligen Region angeben, damit die Regierung je nach Situation lokal wieder verschärfen kann. Großbritannien verzeichnet mit bisher 31.587 Tote nach den USA die zweithöchste Zahl weltweit.
sueddeutsche.de

Englische Premier League steht vor dem Wiederanpfiff im Juni.

Premier League in England könnte Mitte Juni wieder angepfiffen werden, berichtet die britische "Times". Wie in Deutschland wird es wohl Geisterspiele geben, die zudem meist im Free-TV laufen sollen. Anders als in Deutschland ist es in England nicht üblich, dass alle Spiele live gesendet werden. Meisterschafts-Anwärter ist der FC Liverpool von Trainer Jürgen Klopp.
thetimes.co.uk, faz.net

Meinung: Die BBC zeigt in der Corona-Krise ihre Stärken.

BBC-Logo-150x150BBC kann in der Corona-Krise Argumente für sich sammeln, schreibt Cathrin Kahlweit. Der scheidende Direktor Tony Hall habe früh reagiert, um sicherzustellen, dass die BBC nun Grundversorgung und Zusammenhalt biete, etwa durch Bildungsprogramme und Gottesdienste. Viele Kritiker würden nun in der Krise die eigentliche Leistungsfähigkeit der Anstalt erkennen. Die BBC steht in Großbritannien unter Beschuss, insbesondere durch die Regierung von Boris Johnson.
sueddeutsche.de

Britischer Premierminister Boris Johnson verlässt die Klinik.

Premierminister Boris Johnson (Foto) hat das Krankenhaus verlassen, werde aber nicht sofort wieder mit seiner Arbeit beginnen, teilt ein britischer Regierungssprecher in London mit. Johnson wird derzeit von Außenminister Dominic Raab vertreten, der nicht alle Befugnisse des Premierministers besitzt. Johnson war Ende März positiv auf das Corona-Virus getestet worden.
tagesschau.de, turi2.de (Background)

Basta: José Mourinho droht Ärger, weil er die Corona-Vorschriften umgeht.

In enger Manndeckung: Tottenham-Trainer José Mourinho droht Ärger, da er mit drei seiner Spieler in einem Londoner Park ein Training abgehalten hat. In England ist Sport derzeit nur maximal zu zweit und mit Abstand erlaubt. Vielleicht meinte es Mourinho aber auch nicht böse und er leidet nur an der für Fußball-Trainer bekannten Mathe-Schwäche. Wie sagte einst schon Bundesliga-Trainer Fritz Langner: "Ihr fünf spielt jetzt vier gegen drei."
faz.net

Basta: Britische Fußballer finden Gehaltsverzicht schlecht für das Gesundheitssystem.

Das Runde muss ins Sparschwein: Die Spieler-Gewerkschaft der Premier League lehnt den Vorschlag des britischen Gesundheitsministers ab, in der Corona-Krise auf 30 % ihres Gehalts zu verzichten. Die Steuermindereinnahmen wirkten sich negativ auf das Gesundheitssystem aus. Auch ohne Fußball sorgt die Lungenkrankheit für Atemnot - und ein Eigentor der Spieler.
manager-magazin.de

Queen Elizabeth II. appelliert an die Selbstdisziplin der Bevölkerung.

Großbritannien: Queen Elizabeth II. sieht "eine Zeit des Bruches im Leben unseres Landes". Sie appelliert in ihrer Fernsehansprache an die Selbstdisziplin der Bevölkerung und hofft, "dass in den kommenden Jahren jeder stolz darauf sein kann, wie er mit dieser Herausforderung umgegangen ist". Abseits der Weihnachtsansprachen ist es erst die vierte außerordentliche Rede von Queen Elizabeth II.
spiegel.de, rnd.de, turi2.de (Background)

Premier League erwägt Liga-Finale im Sommer als TV-Event.

Premier League könnte im Sommer im Stile einer WM zu Ende gespielt werden. Derzeit diskutiert die englische Fußball-Liga ein Szenario, bei dem die 20 Teams im Sommer in der Region um Birmingham von der Außenwelt abgeschottet mit im TV ausgestrahlten Geisterspielen die verbleibenden Spiele der Meisterschaft spielen. Dabei könnten täglich Spiele zur besten TV-Zeit stattfinden.
faz.net

Britischer Premier Boris Johnson ist Corona-positiv.

Großbritannien: Der britische Premierminister Boris Johnson wurde positiv auf das Corona-Virus getestet, teilt er selbst bei Twitter mit. Seine Symptome seien mild, er werde die Regierung nun aus der Quarantäne leiten.
spiegel.de, bbc.com, twitter.com/BorisJohnson


Die Corona-Krise bringt britische Gratiszeitungen in Finanzprobleme.

Gratiszeitungen in Großbritannien geraten durch die Corona-Pandemie heftig in Schieflage, schreibt Franz Scheele. Das Wirtschaftsblatt "City AM", sonst an Londoner U-Bahn-Stationen verteilt, verzichtet vorübergehend auf eine Print-Ausgabe und kürzt seinen Mitarbeitern das Gehalt um die Hälfte. Der "Evening Standard" hat seine Auflage von im Februar 787.000 Exemplare bereits auf eine halbe Mio gekürzt und klagt über deutliche Rückgänge bei den Anzeigen. Auch "Metro" will seine Auflage anpassen.
wuv.de

General Motors und Ford wollen Beatmungsgeräte herstellen.

General Motors und Ford prüfen, ob sie ihre Produktion auf medizinische Geräte, wie z.B. Beatmungsgeräte umstellen können. Es gebe bereits Gespräche mit den Regierungen der USA und Großbritanniens. Beide Autobauer haben wegen der Corona-Pandemie ihre Produktionen in den USA, Kanada und Mexiko vorerst bis 30. März gestoppt. Der Spirituosenhersteller Pernod Ricard (u.a. Absolut Vodka, Havana Club oder Jameson Whiskey) stellt Laboratoire Cooper, Hersteller von Desinfektionsgels, 70.000 Liter reinen Alkohol zur Verfügung.
manager-magazin.de (Autobauer), boerse.ard.de (Alkohol), #thinkpositive #actpositive

Britische Werbeaufsicht verbietet irreführende Anzeigen für Gesichtsmasken.

TV-Werbung im Fernseher 150Corona-Virus: Die britische Werbeaufsichtsbehörde ASA hat einige Online-Anzeigen untersagt, in denen Anbieter alarmierend unter Bezug auf das neuartige Corona-Virus für Gesichtsmasken geworben haben. In den Anzeigen war unter anderen von "Panik" und "beängstigender Zeit" die Rede. Die Anbieter forderten Nutzer zudem auf, zu kaufen, solange noch Masken verfügbar seien.
theguardian.com

Zahl des Tages: “The Sun” macht 2019 rund 68 Mio Pfund Verlust.

The SunZahl des Tages: Rund 68 Mio Pfund Verlust hat die britische Boulevardzeitung "The Sun" im vergangenen Jahr gemacht. Laut Verlag liegt das vor allem an rückläufigen Erlösen der Printausgabe. Der Einzelverkauf ist 2019 um 8 % eingebrochen, auf 1,38 Mio täglich. Die Gerichtsverfahren um abgehörte Voicemail-Nachrichten hätten dem Blatt finanziell geschadet.
sueddeutsche.de

Prominente demonstrieren gegen die Auslieferung von Julian Assange.

Wikileaks: Vor der Anhörung von Julian Assange am Montag, haben am Samstag Prominente in London gegen die mögliche Auslieferung des Australiers an die USA demonstriert. Zu den Unterstützern zählen u.a. Roger Waters von der Band Pink Floyd, der griechische Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis und Modedesignerin Vivienne Westwood, die Assange als "Engel der Demokratie" bezeichnet.
rnd.de

Meinung: UK-Ausstieg von N26 ist eine Kosten-Nutzen-Analyse.

N26: Der regulatorische Aufwand für eine neue Lizenz sowie Änderungen an der britischen App-Version nach dem Brexit rechnen sich angesichts der Marktchancen in Großbritannien nicht, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Der UK-Ausstieg sei "eine nüchterne Kosten-Nutzen-Analyse". Die Ressourcen könne die Bank künftig in der übrigen EU und den USA nutzen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)

Brexit wird zum DSGVO-Exit.

Brexit betrifft auch den Datenschutz: Großbritannien will – von den Regeln der EU befreit – nicht alle DSGVO-Standards einhalten."Wir werden die volle souveräne Kontrolle über unsere Grenzen, über Immigration, Wettbewerb, Subventionsregeln, Auftragsvergabe und Datenschutz wiederherstellen“, sagt Premierminister Johnson. Wenn Großbritannien die DSGVO lockert, könnten die Daten der Briten schlechter geschützt sein als bisher.
t3n.de