Basta: Britische Regierung muss Porno-Filter verschieben.

Europ-Wer?: Die britische Regierung muss ihre geplanten Altersüberprüfungen im Internet, mit denen Minderjährigen der Zugriff auf pornografische Inhalte verwehrt werden soll, erneut verschieben. Grund: Die Regierung hat vergessen, Brüssel über seine Pläne zu informieren. Aber da warten die Politiker ja auch noch vergeblich auf ganz andere Pläne von der Insel.
bbc.com

Basta: Mariah oder Marie – Hauptsache Italien.

Careful what you wish for: Ein Geburtstagskind in Großbritannien hat sich einen Kuchen mit dem Konterfei von Mariah Carey gewünscht. Beim Backen hat sich der Bäcker wohl in der Kuchen-Kartei vertan: Statt Mariah verirrte sich Marie auf das Backwerk.
mashable.com, twitter.com

Londoner U-Bahn will Fahrgäste über Wlan tracken und so Stoßzeiten abfangen.

London: Das Wlan der Londoner Underground liefert ab Juli Bewegungs-Daten der Nutzer, um Stoßzeiten besser vorhersagen zu können. Die Daten erfassen, wie sich Menschen durch Londons Untergrund bewegen, zwischen welchen Linien sie wechseln und wie sich Menschenmengen entwickelt. Ein vierwöchiger Test 2016 hat gezeigt, dass mit den anonym gesammelten Daten, Routen besser geplant und Verspätungen vermieden werden können.
bbc.com

Bild des Tages: Brexit-Gegner dekoriert Nigel Farage mit einem Milchshake.


Gerührt, nicht geschüttelt: Nigel Farage wird in Newcastle upon Tyne beim Wahlkampf für die Europawahl von seinen Bodyguards eskortiert – auf seinem Anzug trägt er einen Milchshake, der ihm offenbar von einem Brexit-Gegner spendiert wurde. Farage zeigte sich not amused und reagierte etwas ungehalten auf den "radikalisierten" Brexit-Gegner. (Foto: Photoshot / Picture Alliance)


BBC macht große Schritte hin zum ausgeglichenen Geschlechterverhältnis.

BBC-Logo-150x150BBC macht große Fortschritte bei der Gendergerechtigkeit. Vor einem Jahr war ein freiwillige Projekt gestartet – 500 BBC-Teams haben sich beteiligt. Damals hatten lediglich 27 % der Teams ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in Beiträgen, im April 2019 waren es bereits 74 %. Auch in der Sportredaktionen und bei BBC Arabic gleiche sich das Verhältnis an.
sueddeutsche.de

Schweden rollt Vergewaltigungs-Vorwürfe gegen Assange neu auf.

Julian Assange erwarten erneute Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung. Die Staatsanwaltschaft in Schweden nimmt ein 2017 eingestelltes verfahren wieder auf. Julian Assange war im April, nach Verlassen der ecuadorianischen Botschaft in London, festgenommen worden. Er streitet die Vergewaltigung ab.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Basta: Der Buckingham Palace hat an der Uhr gedreht.

Baby Cambridge Sussex: Das britische Königshaus entschuldigt sich für eine PR-Panne nach der Geburt des Sohnes von Herzogin Meghan und Prinz Harry. Durch technische Schwierigkeiten hätten die Medien zeitverzögert oder teils gar nicht von der Geburt erfahren. Dass Archie auf der royalen Website zuerst als Sohn von William und Kate bezeichnet wurde, war sicher auch nur Schuld der Autokorrektur.
focus.de, kurier.at

Bild des Tages: Königshaus zeigt erstmals "Baby Sussex".


It's a boy: Erstmals präsentieren Herzogin Meghan und Prinz Harry der Öffentlichkeit den royalen Nachwuchs. Die Ex-Schauspielerin überließ mit ihrem PR-Team nichts dem Zufall: Das Statement soll bewusst mittags angesetzt worden sein, damit das US-Frühstücksfernsehen die Bilder live übertragen kann.
(Foto: Dominic Lipinski / PA Wire / Picture Alliance / empics)

Finanzaufsicht zeigt Journalisten wegen Verdachts der Marktmanipulation an.

Wirecard: Die Finanzaufsicht BaFin zeigt rund ein Dutzend Personen an – darunter auch Journalisten der "Financial Times". Sie haben möglicherweise gemeinsame Sache mit Spekulanten gemacht, die auf fallende Wirecard-Kurse setzten. Die "Financial Times" hatte schwere Vorwürfe gegen Wirecard veröffentlicht und später Manipulationen durch ihre Journalisten dementiert. Die Wirecard-Aktie verlor zeitweise massiv an Wert.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Post-Chef Frank Appel sieht Brexit-Protektionismus nicht als Erfolgsmodell.

Hör-Tipp: Post-Chef Frank Appel (Foto) spricht im Podcast von Gabor Steingart über Europa und den Brexit. Unternehmen sollten nicht "nur nationale Interessen in den Vordergrund stellen", mahnt Appel. Der Brexit führe zu Protektionismus. Es gäbe weltweit kein Land, das damit wirtschaftlich langfristig erfolgreich sei.
gaborsteingart.com (22-Min-Audio)

Meinung: Julian Assange nutzt Wikileaks-Enthüllungen zur politischen Machtausübung.

Wikileaks: Mit der Verhaftung von Julian Assange bröckelt sein Image als unabhängiger Wahrheitskämpfer, schreibt Michael Hanfeld. Das Dauerfeuer gegen Hillary Clinton im US-Wahlkampf 2016 brachte ihm Freunde im Lager von Donald Trump, was ihm bei seiner Auslieferung in die USA nützen könnte. Die Wikileaks-Enthüllungen betrachte Assange nicht als Vehikel der Wahrheitsfindung, sondern als Instrument der politischen Machtausübung.
faz.net (Paid), turi2.de (Background)

Londoner Polizei verhaftet Julian Assange, USA stellen Auslieferungsantrag.


Julian wurde just justiziabel: Die Londoner Polizei hat Wikileaks-Gründer Julian Assange, 47, in der ecuadorianischen Botschaft verhaftet. Er hatte dort 2012 Zuflucht gesucht, die ecuadorianische Regierung hat ihr Asyl nun entzogen. Die US-Behörden haben mittlerweile einen Auslieferungsantrag gestellt - Assange, Gründer der Plattform zur Veröffentlichung geheimer Daten, soll Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen haben, ein Passwort zu knacken. Bei einem Prozess in den USA drohen Assange bis zu fünf Jahre Haft.

Großbritannien dürfe Assange nicht schlechter behandeln als andere Whistleblower, fordert der DJV. Wenn er aus anderen Gründen verhaftet würde, müsse Großbritannien das mitteilen, so Frank Überall.
zeit.de (Manning), theguardian.com, sueddeutsche.de, djv.de

Britisches Medien-Startup Tortoise will Slow Journalism etablieren.

Medien-Startup Tortoise versucht sich an "Slow Journalism". Nachrichten befeuern laut den Gründern Katie Vanneck-SmithJames Hardings und Matthew Barzun die allgemeine Unruhe. Digitaldetoxende Nutzer seien für Demokratien aber auch Gift. Per Crowdfunding haben sie 625.000 Euro zusammenbekommen und arbeiten mit acht Investoren, das Geld reicht so für zunächst drei Jahre. Langfristig soll sich ihr Schildkrötenmodus-Journalismus durch Mitgliedschaften finanzieren.
deutschlandfunk.de

Bild des Tages: May und Macron treffen sich auf den Straßen von Paris.


Ein Stern, der Deinen Namen nicht mehr trägt: Eine junge Frau eilt an einer Wand in Paris vorbei, auf der Streetart-Künstler Combo Theresa May und Emmanuel Macron darstellt. Die britische Premierministerin im blauen, wallenden Kleid wendet sich vom französischen Präsidenten ab, der in Napoleon-Manier einen EU-Stern in seiner Hand hält. May und Macron treffen sich zum wiederholten Mal zu Brexit-Verhandlungen. (Foto: AP Photo / Thibault Camus / Picture Alliance)

Zu viele Brexit-News überfordern Handelsroboter an der Börse.

Künstliche Intelligenz der Finanzmärkte scheitert am Brexit-Chaos: Die Roboter, die aus Nachrichten Handelsimpulse herauslesen, aber ihre Kaufentscheidungen auf Basis historischer Modelle fällen, sind mit täglich bis zu 400 Meldungen Brexit-Meldungen allein von Reuters überfordert. Schon ein lauter "Order"-Ruf von Parlamentssprechers John Bercow ließ das Pfund neulich in den Keller sacken. Manche Banken lassen daher lieber wieder Menschen handeln.
faz.net

Großbritannien will Plattform-Manager für Gewaltvideos in Haftung nehmen.

Großbritannien: Ein neues Gesetz droht Hostern, Suchmaschinen und Messengern mit "beträchtlichen" Strafen bis hin zum Verbot, wenn sie Inhalte wie Terrorverherrlichung, Abbildungen von Kindesmissbrauch und Aufrufe zur Selbstverletzung nicht schnell genug entfernen. Der genaue Strafrahmen ist noch nicht abgesteckt, Direktoren der Firmen sollen aber persönlich haftbar werden, kündigt das Innenministerium an.
bloomberg.com

Facebook bezahlt "Daily Telegraph" für positive Berichterstattung.

Daily Telegraph veröffentlicht im März Dutzende Artikel, die Facebook bezahlt hat – entsprechend lobhudelnd fallen sie aus, es geht u.a. um den Umgang des Netzwerks mit Terrorismus, Hassreden und Cybermobbing. Die Serie "Being human in the information age" besteht bislang aus 26 Artikeln, die in Print und online erscheinen. Die Zeitung und Facebook schweigen darüber, was die Berichterstattung kostet und wer die Themen setzt.
businessinsider.com

Discovery und die BBC starten Naturdoku-Streamingdienst.

Streaming: Discovery und die BBC planen eine globale Content-Partnerschaft, schreibt Variety.com. 2020 soll ein weltweiter Streamingdienst für Natur- und Wissenschaftsdokus starten. Die Zusammenarbeit greife in allen Ländern mit Ausnahme von Großbritannien, Irland und China. Das Sendernetzwerk UKTV soll untereinander aufgeteilt werden.
variety.com, quotenmeter.de, dwdl.de