Bauer startet in Großbritannien sieben neue Digital-Radioprogramme.

Bauer Media UK, britischer Marktführer beim digitalen Hörfunk, startet sieben neue digitale Spartenprogramme und einen Podcast. Die Radiomarke Kiss bekommt die Ableger Kiss Dance, Kiss Garage und Kiss Ibiza. Für Kerrang Radio schickt Bauer Klassic Kerrang Radio und Kerrang Radio Unleashed auf Sendung, bei Heat Radio die Ableger Heat Radio School Disco und Heat Radio Soundtracks.
wuv.de

“Guardian”-Kolumnist Owen Jones brutal angegriffen.

Guardian: Der linke Kolumnist Owen Jones ist in London angegriffen und brutal zusammengeschlagen worden. Jones geht von einem rechtsradikalen Hintergrund aus. In der BBC berichtet er, dass sich der Angriff nachts um 3 Uhr ereignete, als er und fünf Freunde einen Pub verließen. Die Angreifer seien direkt auf ihn zugekommen, hätten ihm in den Rücken und gegen den Kopf getreten. Jones gilt als wichtige linke Stimme in Großbritannien. Er hat die Proteste gegen den Besuch Donald Trumps mitorganisiert und setzt sich für die Rechte von Homosexuellen und Transgendern ein.
theguardian.com, twitter.com (2-Min-Interview, BBC), spiegel.de

Der britische Werberat verbannt Clips von VW und Philadelphia.

Volkswagen und Philadelphia dürfen in Großbritannien jeweils einen Werbeclip nicht mehr zeigen. Der britische Werbeaufsichtstbehörde findet in beiden Spots Geschlechterstereotypen, die seit Mitte Juni untersagt sind. Philadelphia stelle Männer als unfähig dar, sich um Kinder zu kümmern. VW stelle männlichen Astronauten Frauen mit Kinderwagen gegenüber.
horizont.net

Zahl des Tages: Domino’s lagert Zutaten im Wert von 7 Mio Pfund wegen des Brexits ein.

Zahl des Tages: Gut angelegte 7 Mio Pfund gibt Domino's für das Warenlager in Großbritannien aus. Die Pizzakette wappnet sich mit den gebunkerten Zutaten gegen den bevorstehenden Brexit. Knapp ein Drittel seiner Zutaten, u.a. Tomatensoße, Thunfisch und Ananas, kauft Dominos im Ausland.
handelsblatt.com

Korrektur: In einer früheren Version war von 7 Mrd Pfund Investitionen die Rede. Gemeint sind natürlich 7 Mio.

Britische Kriminalisten sichern sich vor Brexit Daten aus EU-Polizeisystem.

Datenschutz: Die NCA, die nationale Strafverfolgungsbehörde im Vereinigten Königreich, lädt als Vorsichtsmaßnahme vor einem unkontrollierten Brexit Informationen aus den EU-Datenbanken herunter, schreibt der "Guardian". Darunter seien 54.000 Akten über Terroristen, Haftbefehle oder vermisste Personen. Sobald das Vereinigte Königreich die EU verlässt, haben die Polizeikräfte keinen Zugang zu den EU-Daten.
theguardian.com

US-Sportportal The Athletic expandiert nach Großbritannien.

Sportjournalismus: Das amerikanische Sportportal The Athletic expandiert über den Teich, um über britischen Fußball zu berichten. Es startete 2016 in Chicago, wuchs schnell und hat in den USA und nun auch in Großbritannien renommierte Journalisten von u.a. "Washington Post", "Sports Illustrated", "Guardian" und BBC abgeworben. The Athletic will in Großbritannien bis zu 50 Stellen schaffen und ein Fußball-Abo für fünf Dollar im Monat anbieten.
sueddeutsche.de

Meinung: Streaming-Kooperation von BBC und ITV ist kein Selbstläufer.

BBC-Logo-150x150BritBox, gemeinsamer Streaming-Dienst von BBC und ITV, könnte ein Vorbild für Deutschland sein, schreibt die "taz". Die Zusammenarbeit werde aber kein Selbstläufer, warnt der britische Journalist David Pidgeon: Die Kooperation sei vergleichbar mit "einem Investmentbanker und einem alten Sozialisten", die gemeinsam eine Eisdiele betrieben.
taz.de, turi2.de (Background)

Heather Mills erstreitet Rekord-Entschädigung nach Abhörung durch Journalisten.

Abhör-Skandal: Heather Mills, Ex-Frau von Paul McCartney, erstreitet vor Gericht eine Rekord-Entschädigung gegen die Verlagsgruppe News Group Newspapers. Journalisten des Murdoch-Blatts "News of the World" hatten jahrelang Handygespräche u.a. von Prominenten abgehört. Mills habe die höchste Entschädigungssumme in einem Fall von Verleumdung durch Medien erreicht, einen Betrag nennt sie nicht.
spiegel.de

Zahl des Tages: Amazon will über 2.000 neue Stellen in Großbritannien schaffen.

Zahl des Tages: Versandfertige 2.000 Arbeiter will Amazon zusätzlich in Großbritannien einstellen. Darunter seien auch 170 Ingenieure, die sich unter anderem um die Weiterentwicklung von Alexa und des Drohnenversands Prime Air kümmern sollen. Insgesamt hätte Amazon im Anschluss rund 30.000 Mitarbeiter in Großbritannien.
bloomberg.com

Agentur Engine Germany schließt.

Engine, Agenturgruppe aus Großbritannien, zieht sich ein Jahr nach der Eröffnung des Standorts in Düsseldorf vom deutschen Markt zurück, wohl wegen mangelnden Erfolgs. Das neue, internationale Management erfüllt die Zusage, dem Standort zwei Jahre Zeit zum Etablieren zu gehen, nicht. Vier Mitarbeiter sind betroffen. Geschäftsführer Bodo Schiefer wechselt zur Agentur Kunst und Kollegen.
horizont.net

Britische Behörden untersuchen TikTok wegen mutmaßlich mangelnden Schutz von Minderjährigen.

TikTok gerät in das Visier britischer Datenschützer, die der chinesischem App vorwerfen, nicht genug zum Schutz von Minderjährigen zu unternehmen. Unter anderem kritisieren sie, dass jeder Erwachsene sie kontaktieren könne. Die britische Datenschutzbeauftragte Elizabeth Denham hat das Parlament informiert, dass ihre Behörde bereits seit Februar Informationen sammelt, nachdem auch US-Behörden eine entsprechende Untersuchung begonnen haben.
theguardian.com

Basta: Britische Regierung muss Porno-Filter verschieben.

Europ-Wer?: Die britische Regierung muss ihre geplanten Altersüberprüfungen im Internet, mit denen Minderjährigen der Zugriff auf pornografische Inhalte verwehrt werden soll, erneut verschieben. Grund: Die Regierung hat vergessen, Brüssel über seine Pläne zu informieren. Aber da warten die Politiker ja auch noch vergeblich auf ganz andere Pläne von der Insel.
bbc.com

Basta: Mariah oder Marie – Hauptsache Italien.

Careful what you wish for: Ein Geburtstagskind in Großbritannien hat sich einen Kuchen mit dem Konterfei von Mariah Carey gewünscht. Beim Backen hat sich der Bäcker wohl in der Kuchen-Kartei vertan: Statt Mariah verirrte sich Marie auf das Backwerk.
mashable.com, twitter.com

Londoner U-Bahn will Fahrgäste über Wlan tracken und so Stoßzeiten abfangen.

London: Das Wlan der Londoner Underground liefert ab Juli Bewegungs-Daten der Nutzer, um Stoßzeiten besser vorhersagen zu können. Die Daten erfassen, wie sich Menschen durch Londons Untergrund bewegen, zwischen welchen Linien sie wechseln und wie sich Menschenmengen entwickelt. Ein vierwöchiger Test 2016 hat gezeigt, dass mit den anonym gesammelten Daten, Routen besser geplant und Verspätungen vermieden werden können.
bbc.com

Bild des Tages: Brexit-Gegner dekoriert Nigel Farage mit einem Milchshake.


Gerührt, nicht geschüttelt: Nigel Farage wird in Newcastle upon Tyne beim Wahlkampf für die Europawahl von seinen Bodyguards eskortiert – auf seinem Anzug trägt er einen Milchshake, der ihm offenbar von einem Brexit-Gegner spendiert wurde. Farage zeigte sich not amused und reagierte etwas ungehalten auf den "radikalisierten" Brexit-Gegner. (Foto: Photoshot / Picture Alliance)


BBC macht große Schritte hin zum ausgeglichenen Geschlechterverhältnis.

BBC-Logo-150x150BBC macht große Fortschritte bei der Gendergerechtigkeit. Vor einem Jahr war ein freiwillige Projekt gestartet – 500 BBC-Teams haben sich beteiligt. Damals hatten lediglich 27 % der Teams ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in Beiträgen, im April 2019 waren es bereits 74 %. Auch in der Sportredaktionen und bei BBC Arabic gleiche sich das Verhältnis an.
sueddeutsche.de

Schweden rollt Vergewaltigungs-Vorwürfe gegen Assange neu auf.

Julian Assange erwarten erneute Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung. Die Staatsanwaltschaft in Schweden nimmt ein 2017 eingestelltes verfahren wieder auf. Julian Assange war im April, nach Verlassen der ecuadorianischen Botschaft in London, festgenommen worden. Er streitet die Vergewaltigung ab.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Basta: Der Buckingham Palace hat an der Uhr gedreht.

Baby Cambridge Sussex: Das britische Königshaus entschuldigt sich für eine PR-Panne nach der Geburt des Sohnes von Herzogin Meghan und Prinz Harry. Durch technische Schwierigkeiten hätten die Medien zeitverzögert oder teils gar nicht von der Geburt erfahren. Dass Archie auf der royalen Website zuerst als Sohn von William und Kate bezeichnet wurde, war sicher auch nur Schuld der Autokorrektur.
focus.de, kurier.at

Bild des Tages: Königshaus zeigt erstmals “Baby Sussex”.


It's a boy: Erstmals präsentieren Herzogin Meghan und Prinz Harry der Öffentlichkeit den royalen Nachwuchs. Die Ex-Schauspielerin überließ mit ihrem PR-Team nichts dem Zufall: Das Statement soll bewusst mittags angesetzt worden sein, damit das US-Frühstücksfernsehen die Bilder live übertragen kann.
(Foto: Dominic Lipinski / PA Wire / Picture Alliance / empics)

Finanzaufsicht zeigt Journalisten wegen Verdachts der Marktmanipulation an.

Wirecard: Die Finanzaufsicht BaFin zeigt rund ein Dutzend Personen an – darunter auch Journalisten der "Financial Times". Sie haben möglicherweise gemeinsame Sache mit Spekulanten gemacht, die auf fallende Wirecard-Kurse setzten. Die "Financial Times" hatte schwere Vorwürfe gegen Wirecard veröffentlicht und später Manipulationen durch ihre Journalisten dementiert. Die Wirecard-Aktie verlor zeitweise massiv an Wert.
spiegel.de, turi2.de (Background)

Hör-Tipp: Post-Chef Frank Appel sieht Brexit-Protektionismus nicht als Erfolgsmodell.

Hör-Tipp: Post-Chef Frank Appel (Foto) spricht im Podcast von Gabor Steingart über Europa und den Brexit. Unternehmen sollten nicht "nur nationale Interessen in den Vordergrund stellen", mahnt Appel. Der Brexit führe zu Protektionismus. Es gäbe weltweit kein Land, das damit wirtschaftlich langfristig erfolgreich sei.
gaborsteingart.com (22-Min-Audio)

Meinung: Julian Assange nutzt Wikileaks-Enthüllungen zur politischen Machtausübung.

Wikileaks: Mit der Verhaftung von Julian Assange bröckelt sein Image als unabhängiger Wahrheitskämpfer, schreibt Michael Hanfeld. Das Dauerfeuer gegen Hillary Clinton im US-Wahlkampf 2016 brachte ihm Freunde im Lager von Donald Trump, was ihm bei seiner Auslieferung in die USA nützen könnte. Die Wikileaks-Enthüllungen betrachte Assange nicht als Vehikel der Wahrheitsfindung, sondern als Instrument der politischen Machtausübung.
faz.net (Paid), turi2.de (Background)